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Hausarbeit zum Thema

Comics

Name : Ashot Grigoryan

Anschrift: Grüner Weg 13, 18528 Sehlen

Schule: Ernst- Moritz- Arndt Gymnasium

Fach: Kunst

Abgabedatum: 20.04.2021

Lehrerin: Frau Schubbe

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung………………………………………………………………………………………………………………………………………3

1.Definition……………………………………………………………………………………………………………………………………4

2.Ursprung & Entwicklung……………………………………………………………………………………………………………4-5

3. Merkmale eines Comics……………………………………………………………………………………………………………5-6

3.1. Bildeinstellungen……………………………………………………………………………………………………………………6-7

3.2. Formen der Case………………………………………………………………………………………………………………………7

3.3. Anordnung der Case…………………………………………………………………………………………………………………8

4. Beispiel: Meine eigene Comic- Kreation………………………………………………………………………………………9

5. Fazit…………………………………………………………………………………………………………………………………………..10

Literaturverzeichnis……………………………………………………………………………………………………………………….11

2
Einleitung

Die ganze Welt kennt und liebt sie : Die Superhelden. Sei es Superman, Iron Man,
Batman oder Wonder Woman. Viele werden diese Figuren aus den veröffentlichten
Filmen kennen. Die echten Liebhaber jedoch haben diese Ikonen der Popkultur schon
bereits in den Comics kennengelernt. Sprechblasen und bunt illustrierte Bilder sind
die Grundlagen für diese Kunstart. Doch was ist ein Comic? Es wird hauptsächlich
durch zwei besondere Worte beschrieben und zwar : Sequenzelle Kunst. Die erste
Serie der Sequenzellen Kunst geht sogar bis zur der Zeit der Höhlenmalerei zurück.
Doch was es genauer bedeutet und was ein Comic ausmacht, werde ich in dieser
Hausarbeit vorstellen.

-3-
1. Definition

Eine klare und einheitliche Definition für den Begriff Comic ist nicht vorhanden
und die Aufgabe eine zu finden, wird bei den Experten der Thematik als beinahe
unlösbar gesehen. Grundsätzlich werden zwei Ansätze der Comic- Definition
gegenüber gestellt. Auf der einen Seite wird die Sequenzialität der Bildfolge und
auf der anderen Seite das Zusammenspiel zwischen Text und Bild als wichtige
Definitionsmerkmale hervorgehoben. Die Besonderheit der Verbindung
zwischen Textlichkeit und Bildlichkeit der Comics wird besonders stark im
Entwurf von Robert C. Harvey als ein bestimmendes Merkmal dargestellt. 1 Die
Medialität und Multimodalität erschweren die Definition weiterhin. Das „Prinzip
Bildergeschichte“2 kommen ebenfalls in Kinderbüchern und anderen Medien
vor und sind schwer von den Comics abzugrenzen.3

2. Ursprung und Entwicklung

Der Ursprung der Comics fand bereits vor tausenden von Jahren in Form von
Höhlenmalerei statt. Die Menschen in der Steinzeit malten Abbildungen von
Tieren und anderen Wesen auf Feldwesen. Die Comics, wie wir sie heute
kennen, erschienen jedoch erst ab dem 11. Jahrhundert. In der
nordfranzösischen Kleinstadt Bayeux wird der „Teppich von Bayeux“ verwahrt
und für Besucher ausgestellt. Auf dem 50cm hohem und 68m langen Teppich
wird die Schlacht von Hastings mit Bildern und lateinischen Texten dargestellt.4
Dieser weist eine der wichtigsten Merkmale eines Comics auf.
Als Begründer der Comic-Zeichnung gilt der Schweizer Zeichner Rudolphe
Töpffer, der im 19. Jahrhundert die Bildergeschichten satirisch interpretiert und
gezeichnet hat. Den ersten Comic mit dem Namen „Die Liebesabenteuer des
Monsieur Vieux Bois“ hat der schweizerische Novellist bereits 1827 gezeichnet.

1 Vgl. R. Harvey, 2001, S.75-96


2 Vgl. D.Grünewald, 2010, S. 11-32
3 Vgl. M.Gibson, 2010, S.100f
4 Vgl. UNESCO, 2007

4
Damit begann er eine neue Ära der Erzählungen und der Kunst. Das
Originalbuch wird heute noch im Avant Verlag gewahrt.5
Einige Jahrzehnte später, nämlich genau am 17. Mai 1890, wird auch das erste
Comic-Heft von Houghton Townley unter dem Namen „Comic Cuts“
veröffentlicht.6 Die Begeisterung für dieses Heft ließ jedoch schnell nach, denn
der Textteil des Comics war noch viel zu groß und verlangte eine höhere
Konzentration von den Lesern. Aus dem Grund startet der Amerikaner Richard
F. Outcault fünf Jahre später einen Comic-Strip mit dem Namen „Down Hogans
Alley“, die für heutigen Comics typischen Sprechblasen hatten und nur noch
stark verkürzte Texte aufwiesen. Nach dem Aufstieg der Popularität der neuen
Comics, entscheiden die Druckereien der Tageszeitungen die
Bildergeschichten in knallgelbe Farbe zu drucken. Dies hat eine große
Begeisterung hervorgerufen und das Comic „The Yellow Kid“ gilt bis heute als
einer der erfolgreichsten Zeitungs-Comics. Ab dem Jahr 1920 begann auch das
goldene Zeitalter in der Comic- Szene und die ersten Abenteuer-
Bildergeschichten wurden veröffentlicht. Die erfolgreichsten Comics wie
„Asterix und Obelix“, „Donald Duck“ oder „Superman“ gehören zu den
Kindheitserinnerungen von den meisten Menschen auf dieser Welt und wurden
bereits mehrmals verfilmt. Die abstrakte Kunstform der Comics entwickelte sich
somit zu einem festen Bestandteil der Popkultur und wird auch heute immer
weiter verfeinert.

3. Merkmale eines Comics

Die Frage was ein Comic ist und wo sein Ursprung liegt wurde bereits geklärt.
Doch woran erkennt man ein Comic und was macht es aus? Dieser Kapitel geht
der Frage nach den wichtigsten künstlerischen Merkmalen eines Comics nach.

Die meisten Comics werden mit Grafik- Techniken gefertigt. Das heißt, dass sie
meist mit Bleistiftvorzeichnung und Tusche angefertigt werden. Es können
jedoch auch Techniken der Malerei und der Fotografie vorkommen. Der Stil der
Comic- Zeichnung ist allgemein sehr vereinfacht, übertrieben und abstrahiert.

5 Vgl. P. Osteried, 2016


6 Vgl. A. Rehnolt, 2015

5
Die Zeichnungen der Figuren oder Symbolen werden flächig mit Strichen oder
Farben ausgefüllt. Anschließend folgt eine schwarze Kontur dieser Figuren und
Symbolen. Dies wirkt abstrakt, hilft den Lesern jedoch die Charaktere oder
Handlungen besser zu erkennen und sich schneller mit ihnen anzufreunden.
Zudem werden auch bestimmte Reaktionen und Emotionen durch übertrieben
gezeichnete Symptome wie z.B. Tränen besser zur Geltung gebracht. Auch
Bewegungen werden durch Striche und Linien wie z.B. Speedlines verdeutlicht.
Die Farbkomposition in der Comic- Kunst ist von großer und wird bei jedem
Künstler unterschiedlich gehandhabt. Typisch sind jedoch kontrastreiche
Farben, die herausstechen und die Aufmerksamkeit der Leser auf sich ziehen.
Nicht auszuschließen sind auch die allbekannten typischen Sprechblasen, die
mit dem Hinweisstrich, die Gedanken der Charaktere hervorhebt. Die
Sprechblasen haben meist ovale, runde, viereckige, zackige oder gewölbte
Form, die passend zu der Situation in der Geschichte angewendet werden. In
den Sprechblasen befinden sich jedoch nicht nur kurze Sätze, sondern auch
jegliche Geräusche der Figuren und der Umgebung, die die Geschichte so
lebhaft wie möglich darstellen. All diese Merkmale dienen dazu den Lesern die
Geschichten einfach, packend und lebhaft zu präsentieren.

3.1. Bildeinstellungen

Neben den künstlerischen Merkmalen haben Comics auch typologische und


konstitutive Merkmale, die den Lesefluss der Leser beeinflussen. Zuerst
müssen jedoch zwei Subkulturen der Comics unterschieden werden. Einmal die
Bildergeschichte und die französische Bande dessinée. Dabei beinhaltet eine
Bildergeschichte ein erzählenden Text unterhalb eines Bildes und ein in sich
geschlossenes und unabhängiges Bild. Bei der Bande dessinée stehen Bilder
im Zusammenhang und werden durch cases getrennt. Cases sind meist
rechteckig und werden durch weiße Zwischenräume getrennt. Folgende
Bildeinstellungen in Case werden verwendet7:

7 S. Dufner & A. Knisel, 2016

6
1. „Plan d´ ensemble“ : Ein Panoramablick, das meist eine Landschaft zeigt
2. „Plan général“ : Personen sind noch erkennbar, der Akzent liegt jedoch auf die
Gesamtsituation
3. „Plan Mayen“: die Personen sind deutlich erkennbar, ihre Gesichtszüge jedoch
nicht
4. „Plan américain“: Personen und ihre Handlungen deutlich erkennbar
5. „Gros Plan“: Zoom auf Personen, Handlungen oder Gegenstände
6. „Plan d´ ensemble et changement d´ angle“: Gesamtübersicht mit
Perspektivwechsel

3.2. Formen der Case

Neben der Bildeinstellung spielt die Wahl der Case- Form ebenfalls eine wichtige Rolle
in der Comic- Kunst. Diese Formen sind:

1. Oval : wird oft am Ende der Comics verwendet und erzeugt nostalgische
Gefühle
2. Rund : wird ebenfalls meist als Endbild verwendet
3. Ohne Rand : dies zieht die Aufmerksamkeit auf sich und wertet eine bestimmte
Szene auf
4. „Sortir de l´ image“ und „Image fantôme“ : die Handlung wird beschleunigt und
das Geschehen wird schneller vorangebracht

7
3.3. Anordnung der Case

Die systematische Anordnung der Case erfüllt in der Entwicklung eines Comics eine
wichtige Rolle und erzielt somit einen besonderen Effekt bei den Lesern. Folgende
Anordnungen werden angewendet:

1. Viele kleine Bilder auf einer Seite : hat den Effekt der Beschleunigung
2. Große Bilder auf einer Seite : hat den Effekt der Verlangsamung
3. Horizontale Bilder : werden meist für Landschaften oder Reisewege verwendet
4. Vertikale Bilder : werden z.B. bei Abstürzen angeordnet; hat einen
dramatischen Effekt

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4. Beispiel : Meine eigene Comic- Kreation

Die Merkmale eines Comics werden an diesem Beispiel abermals verdeutlicht. Dies
ist ein kleiner Ausschnitt meiner eigenen Comic- Kreation. Es besteht aus insgesamt
fünf Cases. Die Bildeinstellungen wie „Plan Mayen“ oder „Gros Plan“ wurden hierbei
verwendet. Die Personen und ihre Handlungen sind erkennbar, ihre Gesichtszüge
jedoch nur angedeutet. In einem Case wird die „Gros Plan“ Bildeinstellung verwendet.
Das heißt, dass der Zoom nur auf einem Gegenstand gerichtet ist. Die Farbpalette
dieses Comic- Ausschnittes besteht nicht aus den typischen kontrastreichen Farben,
wie es in den meisten Comics zu sehen sind. Jedoch wurde hier die Akzentfarbe gelb
benutzt, um den Comic- Ausschnitt lebhafter und nicht eintönig zu gestalten. Weiterhin
sind weitere charakteristische Züge der Comic- Kunst erkennbar. Zum einen sind es
die typischen Linienumrandungen der Figuren und Gegenstände und zum anderen
sind es die Geräusche des Umfeldes und die Sprechblasen, die dem Comic mehr
Lebhaftigkeit schenken.

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5. Fazit

Die von vielen geliebten Comics haben keine klare abgrenzbare Definition. Die
Vielfältigkeit dieser Kunstart und die vielen Zusammenschnitte mit anderen
künstlerischen Werken erschweren eine einheitliche Definition zu finden. Comic oder
Comic- stripes werden aus dem englischen als komische Streifen übersetzt. Dieser
Name entstand durch die ersten Veröffentlichungen der Comics in Tages- und
Sonntagszeitungen in Nordamerika. Der Ursprung der Bildergeschichten liegt jedoch
weiter zurück. Die ersten Comic ähnliche Zeichnungen wurde bereits in der Steinzeit
in Höhlen gefertigt. Die Comics, wie wir sie heute kennen, wurden jedoch von
Rudolphe Töpffer gezeichnet. Er gilt als der Begründer der Comic- Kunst und setzte
den Anfang für weitere Entwicklungen in der Kunstform.
Die Comics stechen vor Allem durch die vereinfachte, flächige und meist
übertriebene Zeichenart heraus. Weitere Merkmale dieser Kunstform sind schwarze
Linienumrandungen, Sprechblasen, knallige Farben und Symbolik. Auch Formen der
Bildeinstellungen und die Anordnung der Comics spielt eine wichtige Rolle bei der
Vermittlung der Geschichten. Diese Merkmale werden an einem eigenen Beispiel
nochmal verdeutlicht.

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Literaturverzeichnis

Harvey, R.C. (2001). Comedy at the Juncture of Word and Image. I’m The Language
of Comics.

Grünewald, D. (2010). Das Prinzip der Bildergeschichte. In Struktur und Geschichte


der Comics.

Gibson, M. (2010). Graphic Novels, Comics and Picturebooks. Routledge Companion


to Children’s Literature.

UNESCO. (2007). Bayeux Tapestry. Memory of World- Register.

Albath, M. (2016). „Der vergessene Urvater des Comics“. Deutschlandfunkkultur.de

Osteried, P. (2016). „Die Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois- Der allererste
Comic“.

Rehnolt, A. (2015). „Vor 125 Jahren erschien das erste Comic- Heft“. Musenblätter.

Dufner, S. & Knisel, A. (2010). Typologische und Konstitutive Merkmale des Comics.
Uni- Freiburg.

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