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DEUTSCHE

NORM Oktober 2019

DIN EN 10025-2
D
ICS 77.140.10; 77.140.45; 77.140.50 Ersatz für
DIN EN 10025-2:2005-04

Warmgewalzte Erzeugnisse aus Baustählen –


Teil 2: Technische Lieferbedingungen für unlegierte Baustähle;
Deutsche Fassung EN 10025-2:2019
Hot rolled products of structural steels –
Part 2: Technical delivery conditions for non-alloy structural steels;
German version EN 10025-2:2019
Produits laminés à chaud en aciers de construction –
Partie 2: Conditions techniques de livraison pour les aciers de construction non alliés;
Version allemande EN 10025-2:2019


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Gesamtumfang 41 Seiten

DIN-Normenausschuss Eisen und Stahl (FES)


DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau)

© DIN Deutsches Institut für Normung e. V. ist Inhaber aller ausschließlichen Rechte für Deutschland – alle
Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und welchem Verfahren, sind in Deutschland DIN e. V.
vorbehalten. Für andere Länder hält DIN e. V. alle einfachen Rechte der Verwertung.
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DIN EN 10025-2:2019-10

Nationales Vorwort
Dieses Dokument (EN 10025-2:2019) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 459/SC 3 „Baustahl
ausgenommen Bewehrungsstahl“ (Sekretariat: DIN, Deutschland) ausgearbeitet.

Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Unterausschuss NA 021-00-04-01 UA „Stähle für den
Stahlbau“ des DIN-Normenausschusses Eisen und Stahl (FES).

Änderungen

Gegenüber DIN EN 10025-2:2005-04 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Teil 2 ist jetzt eine eigenständige Norm zu Technischen Lieferbedingungen einschließlich der
Vorbereitung der Probenabschnitte und Proben, der Prüfverfahren, der Kennzeichnung, der
Verpackungen und der Bilder;

b) für Anwendungen, die der Bauprodukten-Verordnung unterliegen, muss diese Norm zusammen mit
Teil 1 verwendet werden;

c) Anforderungen an nicht definierte Elemente wurden in 7.2.1 und 7.2.2 hinzugefügt;

d) die Option 33 wurde hinzugefügt, die Optionen 9 und 21 wurden gelöscht;

e) der Si-Anteil in 7.2.5 wurde geändert;

f) der Abschnitt 7.4.3 zum Schmelztauchverzinken wurde überarbeitet;

g) die Legende zu Bild A.1 wurde geändert;

h) die Stahlsorte S450 wurde gestrichen un die Stahlsorten S460 und S500 wurden hinzugefügt;

i) Anhang B bezüglich der entsprechenden EURONORMEN wurde gelöscht;

j) Verweisung aktualisiert und Norm redaktionell überarbeitet.


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Frühere Ausgaben

DIN 1611: 1924-09, 1928-01, 1929-04, 1930-08, 1935-12


DIN 1620: 1924-09, 1958-03
DIN 1621: 1924-09
DIN 1612: 1932-01, 1943x-03
DIN 1622: 1933-12
DIN 17100: 1957-10, 1966-09, 1980-01
DIN EN 10025: 1991-01, 1994-03
DIN EN 10025-2: 2005-02, 2005-04

2
EUROPÄISCHE NORM EN 10025-2
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE August 2019

ICS 77.140.10; 77.140.45; 77.140.50 Ersatz für EN 10025-2:2004

Deutsche Fassung

Warmgewalzte Erzeugnisse aus Baustählen —


Teil 2: Technische Lieferbedingungen für unlegierte Baustähle
Hot rolled products of structural steels — Produits laminés à chaud en aciers de construction —
Part 2: Technical delivery conditions for non-alloy Partie 2: Conditions techniques de livraison pour les
structural steels aciers de construction non alliés

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 16. Juni 2019 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter
denen dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand
befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim CEN-CENELEC-Management-
Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen
Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem
Management-Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland,
Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen,
Österreich, Polen, Portugal, der Republik Nordmazedonien, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien,
Spanien, der Tschechischen Republik, der Türkei, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.
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EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

CEN-CENELEC Management-Zentrum: Rue de la Science 23, B-1040 Brüssel

© 2019 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 10025-2:2019 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN
vorbehalten.
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Inhalt
Seite

Europäisches Vorwort .......................................................................................................................................................... 3


1 Anwendungsbereich ............................................................................................................................................... 5
2 Normative Verweisungen ..................................................................................................................................... 5
3 Begriffe ........................................................................................................................................................................ 7
4 Einteilung und Bezeichnung ................................................................................................................................ 8
4.1 Einteilung ................................................................................................................................................................... 8
4.2 Bezeichnung .............................................................................................................................................................. 8
5 Bestellangaben ......................................................................................................................................................... 9
5.1 Verbindliche Angaben............................................................................................................................................ 9
5.2 Optionen ..................................................................................................................................................................... 9
6 Herstellverfahren .................................................................................................................................................... 9
6.1 Stahlherstellverfahren .......................................................................................................................................... 9
6.2 Desoxidation............................................................................................................................................................ 10
6.3 Lieferzustand .......................................................................................................................................................... 10
7 Anforderungen ....................................................................................................................................................... 10
7.1 Allgemeines ............................................................................................................................................................. 10
7.2 Chemische Zusammensetzung .......................................................................................................................... 10
7.3 Mechanische Eigenschaften ............................................................................................................................... 11
7.4 Technologische Eigenschaften.......................................................................................................................... 12
7.5 Oberflächenbeschaffenheit ................................................................................................................................ 14
7.6 Innere Beschaffenheit .......................................................................................................................................... 14
7.7 Maße, Grenzabmaße, Formtoleranzen, Masse............................................................................................ 15
8 Prüfung ...................................................................................................................................................................... 15
8.1 Art der Prüfung und Prüfbescheinigung ....................................................................................................... 15
8.2 Inhalt der Prüfbescheinigung ........................................................................................................................... 15
8.3 Für die spezifische Prüfung durchzuführende Prüfungen ..................................................................... 16
9 Prüfhäufigkeit und Vorbereitung der Probenabschnitte und Proben ............................................... 16
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9.1 Prüfhäufigkeit ......................................................................................................................................................... 16


9.2 Vorbereitung der Probenabschnitte und Proben ...................................................................................... 17
9.3 Identifizierung von Probenabschnitten und Proben ............................................................................... 18
10 Prüfverfahren ......................................................................................................................................................... 18
10.1 Chemische Analyse................................................................................................................................................ 18
10.2 Mechanische Prüfungen ...................................................................................................................................... 18
10.3 Ultraschallprüfung ................................................................................................................................................ 19
10.4 Wiederholungsprüfungen .................................................................................................................................. 19
11 Kennzeichnung, Beschilderung, Verpackung .............................................................................................. 19
12 Beanstandungen .................................................................................................................................................... 20
13 Optionen ................................................................................................................................................................... 20
Anhang A (normativ) Lage der Probenabschnitte und Proben .......................................................................... 34
Anhang B (informativ) Liste der Optionen in EN 10025-2 bis -6 ....................................................................... 37
Literaturhinweise ................................................................................................................................................................. 39

2
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Europäisches Vorwort
Dieses Dokument (EN 10025-2:2019) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 459/SC 3 „Baustähle
ausgenommen Bewehrungsstähle“ erarbeitet, dessen Sekretariat von DIN gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Februar 2020, und etwaige entgegenstehende
nationale Normen müssen bis Februar 2020 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Elemente dieses Dokuments Patentrechte berühren
können. CEN ist nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu identifizieren.

Dieses Dokument ersetzt EN 10025-2:2004.

Diese Europäische Norm besteht unter dem gemeinsamen Titel Warmgewalzte Erzeugnisse aus Baustählen
aus folgenden Teilen:

— Teil 1: Allgemeine technische Lieferbedingungen

— Teil 2: Technische Lieferbedingungen für unlegierte Baustähle

— Teil 3: Technische Lieferbedingungen für normalgeglühte/normalisierend gewalzte schweißgeeignete


Feinkornbaustähle

— Teil 4: Technische Lieferbedingungen für thermomechanisch gewalzte schweißgeeignete


Feinkornbaustähle

— Teil 5: Technische Lieferbedingungen für wetterfeste Baustähle

— Teil 6: Technische Lieferbedingungen für Flacherzeugnisse aus Stählen mit höherer Streckgrenze im
vergüteten Zustand

Für eine kurze Übergangsphase werden die Normen EN 10025-1:2004 und EN 10025-2:2019 bis
EN 10025-6:2019 gleichzeitig gültig sein, da die überarbeitete Fassung der EN 10025-1 die Anforderungen
an die Bauproduktenverordnung (CPR) erfüllen muss und daher erst später veröffentlicht wird. Für diese
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kurze Übergangsphase bis zur Veröffentlichung der nächsten Fassung des Teils 1 ist folgendes für die
EN 10025-1:2004 zu berücksichtigen:

a) alle datierten und undatierten Verweisungen auf die EN 10025-1:2004 bis EN 10025-6:2004 bleiben
unverändert erhalten mit folgender Ausnahme: In 9.2.2.1 muss die Referenz 8.3.1 und 8.3.2 anstatt 8.4.1
und 8.4.2 lauten,

b) die Abschnitte 5, 12 und 13 der EN 10025-1:2004 sind nicht länger relevant.

Gegenüber der vorigen Ausgabe wurden folgende wesentliche Änderungen vorgenommen:

a) Teil 2 ist jetzt eine eigenständige Norm zu Technischen Lieferbedingungen einschließlich der
Vorbereitung der Probenabschnitte und Proben, der Prüfverfahren, der Kennzeichnung, der
Verpackungen und der Bilder;

b) für Anwendungen, die der CPR unterliegen, muss diese Norm zusammen mit Teil 1 verwendet werden;

c) Anforderungen an nicht definierte Elemente wurden in 7.2.1 und 7.2.2 hinzugefügt;

d) die Option 33 wurde hinzugefügt, die Optionen 9 und 21 wurden gelöscht;

3
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

e) der Si-Anteil in 7.2.5 wurde geändert;

f) der Abschnitt 7.4.3 zum Schmelztauchverzinken wurde überarbeitet;

g) die Legende zu Bild A.1 wurde geändert;

h) die Stahlsorte S450 wurde gestrichen und die Stahlsorten S460 und S500 wurden hinzugefügt;

i) Anhang B bezüglich der entsprechenden EURONORMEN wurde gelöscht;

j) Verweisungen aktualisiert und Norm redaktionell überarbeitet.

Entsprechend der CEN-CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, die
Republik Nordmazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien,
Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien,
Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn,
Vereinigtes Königreich und Zypern.
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4
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

1 Anwendungsbereich
Dieses Dokument legt die technischen Lieferbedingungen für Flach- und Langerzeugnisse sowie für zur
Weiterverarbeitung zu Flach- und Langerzeugnissen vorgesehenes Halbzeug aus warmgewalzten
unlegierten Qualitätsstählen in den Sorten und Gütegruppen nach den Tabellen 1 bis 5 (chemische
Zusammensetzung) und den Tabellen 6 bis 8 (mechanische Eigenschaften) in den in 6.3 angegebenen
Lieferzuständen fest. Drei Maschinenbaustähle sind ebenfalls in diesem Dokument enthalten (siehe Tabellen
2 und 4) (chemische Zusammensetzung) und Tabelle 7 (mechanische Eigenschaften). Dieses Dokument gilt
nicht für Hohlprofile für das Bauwesen (siehe EN 10210-1 und EN 10219-1) und Rohre.

Die technischen Lieferbedingungen gelten für:

— Dicken ≥ 3 mm und ≤ 150 mm für Langerzeugnisse aus den Stahlsorten S460JR, S460J0, S460J2,
S460K2 und S500J0;

— Dicken ≤ 400 mm für Flacherzeugnisse aus Gütegruppen JR, J0, J2 und K2;

— Dicken ≤ 250 mm für Flach- und Langerzeugnisse aus allen übrigen Sorten und Gütegruppen.

Die in diesem Dokument spezifizierten Stähle sind nicht für eine Wärmebehandlung vorgesehen.
Ausgenommen davon sind Erzeugnisse, die im Lieferzustand +N geliefert werden. Spannungsarmglühen ist
zulässig. Erzeugnisse im Lieferzustand +N können nach der Lieferung warm umgeformt und/oder
normalgeglüht werden (siehe Abschnitt 3).

Die Anwendung auf Halbzeug zur Herstellung von Walzstahlfertigerzeugnissen nach diesem Dokument sollte
zum Zeitpunkt der Bestellung besonders vereinbart werden. Zum Zeitpunkt der Bestellung können auch
besondere Vereinbarungen über die chemische Zusammensetzung im Rahmen der in den Tabellen 1 und 2
festgelegten Grenzwerte getroffen werden.

Bei bestimmten Stahlsorten und Erzeugnisformen darf die Eignung für besondere Verwendung zum
Zeitpunkt der Bestellung vereinbart werden (siehe 7.4.2, 7.4.3 und Tabelle 9).

2 Normative Verweisungen
Die folgenden Dokumente werden im Text in solcher Weise in Bezug genommen, dass einige Teile davon
oder ihr gesamter Inhalt Anforderungen des vorliegenden Dokuments darstellen. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).
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EN 1011-2, Schweißen — Empfehlungen zum Schweißen metallischer Werkstoffe —


Teil 2: Lichtbogenschweißen von ferritischen Stählen

EN 10017, Walzdraht aus Stahl zum Ziehen und/oder Kaltwalzen — Maße und Toleranzen

EN 10020:2000, Begriffsbestimmung für die Einteilung der Stähle

EN 10021, Allgemeine technische Lieferbedinungen für Stahlerzeugnisse

EN 10024, I-Profile mit geneigten inneren Flanschflächen — Grenzabmaße und Formtoleranzen

EN 10025-1, Warmgewalzte Erzeugnisse aus Baustählen — Teil 1: Allgemeine technische Lieferbedingungen

EN 10027-1, Bezeichnungssysteme für Stähle — Teil 1: Kurznamen

EN 10027-2, Bezeichnungssysteme für Stähle — Teil 2: Nummernsystem

EN 10029, Warmgewalztes Stahlblech von 3 mm Dicke an — Grenzabmaße und Formtoleranzen

5
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

EN 10034, I- und H-Profile aus Baustahl — Grenzabmaße und Formtoleranzen

EN 10048, Warmgewalzter Bandstahl — Grenzabmaße und Formtoleranzen

EN 10051, Kontinuierlich warmgewalztes Blech und Band ohne Überzug aus unlegierten und legierten Stählen
— Grenzabmaße und Formtoleranzen

EN 10055, Warmgewalzter gleichschenkliger T-Stahl mit gerundeten Kanten und Übergängen — Maße,
Grenzabmaße und Formtoleranzen

EN 10056-1, Gleichschenklige und ungleichschenklige Winkel aus Stahl — Teil 1: Maße

EN 10056-2, Gleichschenklige und ungleichschenklige Winkel aus Stahl — Teil 2: Grenzabmaße und
Formtoleranzen

EN 10058, Warmgewalzte Flachstäbe aus Stahl und Breitflachstahl für allgemeine Verwendung — Maße,
Formtoleranzen und Grenzabmaße

EN 10059, Warmgewalzte Vierkantstäbe aus Stahl für allgemeine Verwendung — Maße, Formtoleranzen und
Grenzabmaße

EN 10060, Warmgewalzte Rundstäbe aus Stahl — Maße, Formtoleranzen und Grenzabmaße

EN 10061, Warmgewalzte Sechskantstäbe aus Stahl — Maße, Formtoleranzen und Grenzabmaße

EN 10067, Warmgewalzter Wulstflachstahl — Maße, Grenzabmaße und Formtoleranzen

EN 10079, Begriffsbestimmungen für Stahlerzeugnisse

EN 10160, Ultraschallprüfung von Flacherzeugnissen aus Stahl mit einer Dicke größer oder gleich 6 mm
(Reflexionsverfahren)

EN 10163-1, Lieferbedingungen für die Oberflächenbeschaffenheit von warmgewalzten Stahlerzeugnissen


(Blech, Breitflachstahl und Profile) — Teil 1: Allgemeine Anforderungen

EN 10163-2, Lieferbedingungen für die Oberflächenbeschaffenheit von warmgewalzten Stahlerzeugnissen


(Blech, Breitflachstahl und Profile) — Teil 2: Blech und Breitflachstahl

EN 10163-3, Lieferbedingungen für die Oberflächenbeschaffenheit von warmgewalzten Stahlerzeugnissen


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(Blech, Breitflachstahl und Profile) — Teil 3: Profile

EN 10164, Stahlerzeugnisse mit verbesserten Verformungseigenschaften senkrecht zur Erzeugnisoberfläche —


Technische Lieferbedingungen

EN 10168, Stahlerzeugnisse - Prüfbescheinigungen - Liste und Beschreibung der Angaben

EN 10204, Metallische Erzeugnisse - Arten von Prüfbescheinigungen

EN 10279, Warmgewalzter U-Profilstahl — Grenzabmaße, Formtoleranzen und Grenzabweichungen der Masse

EN 10306, Eisen und Stahl — Ultraschallprüfung von H-Profilen mit parallelen Flanschen und IPE-Profilen

EN 10308, Zerstörungsfreie Prüfung — Ultraschallprüfung von Stäben aus Stahl

EN 10315, Standardverfahren zur Analyse von hochlegiertem Stahl mittels Röntgenfluoreszenzspektroskopie


(RFA) unter Anwendung eines Vergleichs-Korrekturverfahrens

CR 10320, Optische Emissionsanalyse von niedriglegierten Stählen (Reihenanalyse) — Verfahren zur


Bestimmung von C, Si, S, P, Mn, Cr, Ni und Cu

6
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

CEN/TR 10347, Hinweise für das Umformen von Baustählen bei der Verarbeitung

EN 10363, Kontinuierlich warmgewalztes Riffelband und –blech abgelängt aus Warmbreitband aus Stahl —
Grenzabmaße und Formtoleranzen

EN 10365, Warmgewalzter U-Profilstahl, I- und H-Träger — Maße und Masse

EN ISO 148-1, Metallische Werkstoffe — Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy — Teil 1: Prüfverfahren


(ISO 148-1)

EN ISO 377, Stahl und Stahlerzeugnisse — Lage und Vorbereitung von Probenabschnitten und Proben für
mechanische Prüfungen (ISO 377)

EN ISO 2566-1, Stahl — Umrechnung von Bruchdehnungswerte — Teil 1: Unlegierte und niedrig legierte Stähle
(ISO 2566-1)

EN ISO 6892-1:2016, Metallische Werkstoffe — Zugversuch — Teil 1: Prüfverfahren bei Raumtemperatur


(ISO 6892-1:2016)

EN ISO 9443, Oberflächengüteklassen für warmgewalzten Stabstahl und Walzdraht (ISO 9443)

EN ISO 14284, Stahl und Eisen — Entnahme und Vorbereitung von Proben für die Bestimmung der chemischen
Zusammensetzung (ISO 14284)

EN ISO 14713-2:2009, Leitfäden und Empfehlungen zum Schutz von Eisen- und Stahlkonstruktionen vor
Korrosion – Zinküberzüge – Teil 2: Schmelztauchverzinken (ISO 14713-2:2009)

EN ISO 15350, Stahl und Eisen — Bestimmung der Gesamtgehalte an Kohlenstoff und Schwefel —
Infrarotabsorptionsverfahren nach Verbrennung in einem Induktionsofen (Standardverfahren)(ISO 15350)

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokumentes gelten die in EN 10079 angegebenen und die folgenden Begriffe.

ISO und IEC betreiben eine Datenbank zu Zwecken der Normung unter folgenden Adressen:

— IEC Electropedia: verfügbar unter http://www.electropedia.org/

— ISO Online browsing platform: verfügbar unter http://www.iso.org/obp


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3.1
normalisierendes Walzen
Walzverfahren mit einer Endumformung in einem bestimmten Temperaturbereich, das zu einem
Werkstoffzustand führt, der dem nach einem Normalglühen gleichwertig ist, so dass die Sollwerte der
mechanischen Eigenschaften auch nach einem zusätzlichen Normalglühen eingehalten werden

Anmerkung 1 zum Begriff: Die Kurzbezeichnung für diesen Lieferzustand ist +N

Anmerkung 2 zum Begriff: Im internationalen Schrifttum kann man sowohl für das normalisierende Walzen als auch
für das thermomechanische Walzen den Ausdruck "controlled rolling" finden. Im Hinblick auf die unterschiedliche
Verwendbarkeit der Erzeugnisse ist jedoch eine Trennung dieser beiden Begriffe erforderlich.

3.2
wie gewalzt
konventionelles Warmwalzen ohne normalisierendes oder thermomechanisches Walzen und/oder
Wärmebehandlungsbedingungen wie Normalglühen oder Abschrecken

Anmerkung 1 zum Begriff: Die Kurzbezeichnung für diesen Lieferzustand ist +AR.

7
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

3.3
thermomechanisches Walzen
Walzverfahren mit einer Endumformung in einem bestimmten Temperaturbereich, das zu einem
Werkstoffzustand mit bestimmten Eigenschaften führt, der durch eine Wärmebehandlung allein nicht
erreicht wird und nicht wiederholbar ist

Anmerkung 1 zum Begriff: Die Kurzbezeichnung für diesen Lieferzustand ist +M.

Anmerkung 2 zum Begriff: Das zum Lieferzustand +M führende thermomechanische Walzen kann Verfahren mit
erhöhter Abkühlgeschwindigkeit ohne oder mit Anlassen einschließlich Selbstanlassen, nicht aber das Direkthärten und
Vergüten einschließen.

Anmerkung 3 zum Begriff: In einigen Veröffentlichungen wird auch der Begriff TMCP (Thermomechanical Control
Process) verwendet.

3.4
normalglühen
Wärmebehandlung, bestehend aus Austenitisieren mit nachfolgender Luftabkühlung

Anmerkung 1 zum Begriff: Die Kurzbezeichnung für diesen Lieferzustand ist +N.

4 Einteilung und Bezeichnung


4.1 Einteilung

4.1.1 Hauptgüteklassen

Die in diesem Dokument erfassten Stahlsorten sind nach EN 10020 unlegierte Qualitätsstähle.

4.1.2 Sorten und Gütegruppen

Dieses Dokument legt neun Stahlsorten S185, S235, S275, S355, S460, S500, E295, E335 und E360 fest.

Die Sorten S235 und S275 dürfen in den Gütegruppen JR, J0 und J2 geliefert werden. Die Sorten S355 und
S460 dürfen in den Gütegruppen JR, J0, J2 und K2 geliefert werden. Die Sorte S500 darf in Gütegruppe J0
geliefert werden.
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Die Gütegruppen unterscheiden sich in den festgelegten Anforderungen an die Kerbschlagarbeit.

Für die Sorten S185, E295 bis E360 sind keine Anforderungen an die Kerbschlagarbeit festgelegt.

4.2 Bezeichnung

4.2.1 Für die in diesem Dokument erfassten Stahlsorten sind die Kurznamen nach EN 10027-1, die
Werkstoffnummern nach EN 10027-2 gebildet worden.

4.2.2 Die Bezeichnung muss bestehen aus:

— der Nummer dieses Dokumentes (EN 10025-2),

— dem Kurznamen oder der Werkstoffnummer; der Kurzname setzt sich zusammen aus:

— dem Kennbuchstaben S (für Baustahl) oder E (für Maschinenbaustahl);

— der Kennzahl für den festgelegten Mindestwert der Streckgrenze für Dicken ≤ 16 mm in MPa;

8
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

— gegebenenfalls dem Kennzeichen für die Gütegruppe (siehe 4.1.2) bezüglich der festgelegten
Kerbschlagarbeitswerte;

— gegebenenfalls dem Kennbuchstaben C für die Eignung für besondere Verwendungszwecke (siehe
Tabellen 9, 10, 11 und 12);

— der Angabe „+N“, „+AR“ oder „+M“, wenn die Erzeugnisse im Zustand +N, +AR oder +M bestellt und
geliefert werden (siehe 3.1, 3.2, 3.3, 3.4 und 6.3). Die Angabe „+N“, „+AR“ oder „+M“ ist auch an den
Kurznamen oder die Werkstoffnummer anzufügen.

BEISPIEL Baustahl (S) mit einer festgelegten Mindeststreckgrenze bei Raumtemperatur von 355 MPa, mit einer
Mindestkerbschlagarbeit von 27J bei 0 °C (J0) und Eignung zum Abkanten (C), Lieferzustand +N (Option 19):
EN 10025-2-S355J0C+N
oder
EN 10025-2-1.0554+N

5 Bestellangaben
5.1 Verbindliche Angaben

Der Besteller muss zum Zeitpunkt der Bestellung die folgenden Angaben machen:

a) zu liefernde Menge;

b) Erzeugnisform und die Nummer der Maßnorm (siehe 2.2);

c) Nennmaße, Grenzabmaße und Formtoleranzen (siehe 7.7.1);

d) Bezeichnung des Stahls (siehe 4.2.2);

e) Zusätzliche Anforderungen an die Prüfung und alle geforderten Optionen (siehe 5.2 und Abschnitt 13);

f) Art der Prüfbescheinigung nach EN 10204 (siehe 8.1);

5.2 Optionen
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In Abschnitt 13 ist eine Anzahl von Optionen angegeben. Falls der Besteller von diesen Optionen keinen
Gebrauch macht und enthält die Bestellung keine entsprechenden Angaben, liefert der Hersteller die
Erzeugnisse nach den Grundfestlegungen, siehe 5.1. a) bis d) und f).

6 Herstellverfahren
6.1 Stahlherstellverfahren

Das Verfahren zur Herstellung des Stahles bleibt, unter Ausschluss des Siemens-Martin-Verfahrens, dem
Hersteller überlassen.

Siehe Option 1 (Herstellungsverfahren des Stahls)

9
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

6.2 Desoxidation

Die Desoxidationsarten sind wie folgt gekennzeichnet:

a) Freigestellt: Nach Wahl des Herstellers.

b) FN: Unberuhigter Stahl nicht zulässig.

c) FF: Vollberuhigter Stahl mit einem ausreichenden Anteil an Stickstoff abbindenden Elementen (z. B.
mindestens 0,020% Alges.). Der übliche Richtwert ist ein Verhältnis Aluminium zu Stickstoff von
mindestens 2:1, wenn keine anderen Stickstoff abbindenden Elemente vorhanden sind. Solche anderen
Elemente und ihr Anteil (% Masse) sind in der Prüfbescheinigung anzugeben.

Die Desoxidationsart muss den Angaben in den Tabellen 1 und 2 entsprechen.

6.3 Lieferzustand

Falls nicht anders vereinbart, kann nach Wahl des Herstellers der Lieferzustand für Langerzeugnisse und
warmgewalztes Band +AR, +N oder +M sein, der Lieferzustand für Quartobleche kann nach Wahl des
Herstellers nur +AR oder +N sein.

Siehe Option 19 (Lieferzustand +AR, +N oder +M für Langerzeugnisse und Band, +AR, +N für Quartobleche).

Falls eine Prüfbescheinigung verlangt wird (siehe 8.1), ist darin der Lieferzustand mit der jeweiligen
Kurzbezeichnung (+N, +AR oder +M) anzugeben. Falls die Erzeugnisse im Lieferzustand +N, +AR oder +M
bestellt werden, ist die jeweilige Kurzbezeichnung (+N, +AR oder +M) an die Bezeichnung anzufügen (siehe
4.2.2).

ANMERKUNG Die Anforderungen für die mechanischen Eigenschaften der Stahlsorten nach dieser Norm sind nicht
abhängig vom Lieferzustand.

7 Anforderungen
7.1 Allgemeines

Die Anforderungen in 7.2 und 7.3 gelten für die Entnahme, Vorbereitung der Proben sowie die Prüfung nach
den Festlegungen in den Abschnitten 9 und 10.
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7.2 Chemische Zusammensetzung

7.2.1 Die chemische Zusammensetzung nach der Schmelzenanalyse muss den Werten nach den Tabellen 1
und 2 entsprechen.

Für Elemente, die in den Tabellen der chemischen Zusammensetzung für die Schmelzenanalyse nicht
definiert sind, müssen die Grenzwerte in Tabelle 1 nach EN 10020:2000 als Maximalwerte angewendet
werden.

7.2.2 Die für die Stückanalyse geltenden oberen Grenzwerte sind in den Tabellen 3 und 4 angegeben.

Die Stückanalyse ist durchzuführen, wenn zum Zeitpunkt der Bestellung so festgelegt.

Siehe Option 2 (Stückanalyse)

Für Elemente, die in den Tabellen der chemischen Zusammensetzung für die Stückanalyse nicht definiert
sind, müssen die Grenzwerte in Tabelle 1 nach EN 10020:2000 als Maximalwerte angewendet werden.

10
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

7.2.3 Für die Sorten S235, S275, S355, S460 und S500 gelten die Höchstwerte für das
Kohlenstoffäquivalent nach der Schmelzenanalyse nach Tabelle 5.

Für die Ermittlung des Kohlenstoffäquivalentes ist die folgende Formel des IIW (Internationales
Schweißinstitut) zu verwenden:
𝑀𝑀𝑀𝑀 𝐶𝐶𝐶𝐶  +  𝑀𝑀𝑀𝑀  +  𝑉𝑉 𝑁𝑁𝑁𝑁  +  𝐶𝐶𝐶𝐶
𝐶𝐶𝐶𝐶𝐶𝐶  =  𝐶𝐶  +    +   + 
6 5 15
7.2.4 Für alle Gütegruppen von S235, S275 und S355 kann zum Zeitpunkt der Bestellung ein Massenanteil
Kupfer zwischen 0,25 % und 0,40 % nach der Schmelzenanalyse und zwischen 0,20 % und 0,45 % nach der
Stückanalyse vereinbart werden. In diesem Falle wird der Höchstwert für das Kohlenstoffäquivalent nach
Tabelle 5 um 0,02 erhöht.

Siehe Option 20 (erhöhter Cu-Anteil)

7.2.5 Wenn Erzeugnisse aus den Sorten S275 und S355 mit kontrolliertem Si-Anteil, z. B. zum
Schmelztauchverzinken geliefert werden, so dass für das Erreichen der geforderten Festigkeitswerte eine
Anhebung der Anteile an anderen Elementen wie C und Mn erforderlich sein könnte, werden die
Höchstwerte für das Kohlenstoffäquivalent nach Tabelle 5 wie folgt erhöht:

— für Si ≤ 0,04 %, Erhöhung der CEV-Werte um 0,02;

— für Si ≤ 0,25 % Erhöhung CEV-Werte um 0,01.

7.2.6 Die chemische Zusammensetzung von Sorten für die Kaltumformung (siehe 7.4.2.3) muss in
Übereinstimmung mit den entsprechenden Sorten in Tabelle 1 bis Tabelle 5 sein.

7.3 Mechanische Eigenschaften


7.3.1 Allgemeines

7.3.1.1 Die mechanischen Eigenschaften müssen unter den Prüfbedingungen nach den Abschnitten 8, 9
und 10 und im Lieferzustand nach 6.3 den in den Tabellen 6, 7 und 8 angegebenen Werten entsprechen.

Spannungsarmglühen bei Temperaturen über 580 °C oder für eine Dauer von mehr als 1 h kann zu einer
Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften der Stahlsorten führen. Für normalgeglühte oder
normalisierend gewalzte Flacherzeugnisse sollte die Spannungsarmglühtemperatur höchstens 560 °C
betragen. Wenn der Besteller beabsichtigt, die Erzeugnisse bei höheren Temperaturen oder für eine längere
Zeitdauer spannungsarm zu glühen als zuvor erwähnt, sollten die Mindestwerte für die mechanischen
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Eigenschaften nach einer solchen Behandlung zum Zeitpunkt der Bestellung vereinbart werden.

7.3.1.2 Für Flach- und Staberzeugnisse, die im normalgeglühten oder normalisierend gewalzten Zustand
(Lieferzustand +N) bestellt und geliefert werden, müssen die mechanischen Eigenschaften den zutreffenden
Tabellen für die mechanischen Eigenschaften entsprechen, und zwar im normalgeglühten oder
normalisierend gewalzten Zustand, oder nach einem Normalglühen durch Wärmebehandlung nach der
Lieferung, oder nach einer Warmumformung, wenn die Bestimmungen nach CEN/TR 10347 erfüllt sind.

Die Erzeugnisse können anfällig sein für eine Verschlechterung der Festigkeit, wenn sie unsachgemäßen
Wärmebehandlungen bei höheren Temperaturen wie beim Flammrichten, Nachwalzen, usw., unterzogen
werden. Erzeugnisse im Lieferzustand +N sind weniger anfällig als andere Lieferzustände, aber es wird
empfohlen, den Hersteller um Beratung zu bitten, falls die Anwendung einer höheren Temperatur
erforderlich ist.

7.3.1.3 Für Flacherzeugnisse gilt die Nenndicke. Bei Langerzeugnissen mit ungleichmäßigem Querschnitt
gilt die Nenndicke des Teiles, von dem die Probenabschnitte entnommen werden (siehe Anhang A).

7.3.1.4 Die mechanischen Eigenschaften von Sorten für die Kaltumformung (siehe 7.4.2.3) müssen in
Übereinstimmung mit den entsprechenden Sorten in Tabelle 6 bis 8 sein.

11
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

7.3.2 Kerbschlageigenschaften

7.3.2.1 Die Kerbschlageigenschaften von Erzeugnissen mit Ausnahme der Gütegruppe JR müssen durch
eine Prüfung bei der in Tabelle 8 angegebenen Temperatur nachgewiesen werden, falls zum Zeitpunkt der
Bestellung nicht anders vereinbart.

Die Kerbschlageigenschaften von Erzeugnissen der Gütegruppe JR werden nur dann durch eine Prüfung
nachgewiesen, wenn dies zum Zeitpunkt der Bestellung festgelegt wurde.

Siehe Option 3 (Kerbschlagarbeit der Gütegruppe JR ist durch Prüfung nachzuweisen)

7.3.2.2 Falls zum Zeitpunkt der Bestellung festgelegt, sind bei Flacherzeugnissen aus Stählen der
Gütegruppen J2 und K2 entweder nur die Kerbschlageigenschaften oder die Kerbschlageigenschaften und
die Eigenschaften im Zugversuch an jeder Walztafel oder jedem Coil nachzuweisen.

Siehe Option 13 (Für Flacherzeugnisse ist an jeder Walztafel oder jedem Coil nur die Kerbschlagarbeit
nachzuweisen)

Siehe Option 14 (Für Flacherzeugnisse ist an jeder Walztafel oder jedem Coil die Kerbschlagarbeit und der
Zugversuch nachzuweisen)
7.3.3 Verbesserte Verformungseigenschaften senkrecht zur Erzeugnisoberfläche

Falls zum Zeitpunkt der Bestellung vereinbart, müssen Flach- und Langerzeugnisse, wie in EN 10164
festgelegt, mit einer der verbesserten Verformungseigenschaften senkrecht zur Erzeugnisoberfläche
übereinstimmen.

Siehe Option 4 (Verbesserte Eigenschaften senkrecht zur Oberfläche).

7.4 Technologische Eigenschaften


7.4.1 Schweißeignung

7.4.1.1 Allgemeine Anforderungen an das Lichtbogenschweißen von Stählen der Gütegruppen JR, J0, J2
und K2 müssen EN 1011-2 entsprechen.
ANMERKUNG Mit zunehmender Erzeugnisdicke und Festigkeitsniveau können Kaltrisse auftreten. Kaltrissigkeit
wird von den folgenden zusammenwirkenden Einflussgrößen verursacht:

— Gehalt an diffusiblem Wasserstoff im Schweißgut,


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— sprödes Gefüge in der wärmebeeinflussten Zone,

— hohe Zugspannungskonzentration in der Schweißverbindung.


7.4.1.2 Dieses Dokument enthält keine Angaben über die Schweißeignung der Stahlsorten S185, E295,
E335 und E360, da deren chemische Zusammensetzung nicht festgelegt ist.
7.4.2 Umformbarkeit und Flammrichten
7.4.2.1 Allgemeines

Empfehlungen für das Warmumformen, Kaltumformen und Flammrichten sind in CEN/TR 10347 enthalten.

7.4.2.2 Warmumformen

Nur Erzeugnisse, die im normalgeglühten oder im normalisierend gewalzten Zustand bestellt und geliefert
werden, müssen den Anforderungen nach den Tabellen 6, 7 und 8 nach einem Warmumformen nach der
Lieferung entsprechen (siehe 7.3.1.2).
ANMERKUNG Erzeugnisse, die im thermomechanisch gewalzten oder wie gewalzten Zustand bestellt und geliefert
werden, sind nicht für die Warmumformung geeignet.

12
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

7.4.2.3 Kaltumformbarkeit
7.4.2.3.1 Allgemeines

Zum Kaltumformen geeignete Stahlsorten und Gütegruppen sowie zum Kaltziehen geeignete
Maschinenbaustähle sind bei der Bestellung mit dem entsprechenden Kurznamen (einschließlich
Buchstaben C oder GC) oder der passenden Werkstoffnummer, wie in den Tabellen 9 bis 12 angegeben, zu
bezeichnen (siehe 4.2.2)
ANMERKUNG Kaltumformen führt zu einer Verringerung der Zähigkeit. Die in den Tabellen 11 und 12 angegebenen
Empfehlungen sind wichtig, um die Gefahr von Sprödbruch, besonders im Zusammenhang mit Schmelztauchverzinkung
zu verringern.

7.4.2.3.2 Eignung zum Abkanten

Falls zum Zeitpunkt der Bestellung festgelegt, müssen Blech, Band, Breitflachstahl und Flachstahl (Breite
< 150 mm) in Nenndicken ≤ 30 mm zum Abkanten ohne Rissbildung bei den empfohlenen Mindestwerten
für die Biegehalbmesser nach Tabelle 11 geeignet sein. Die in Betracht kommenden Stahlsorten und
Gütegruppen sind in Tabelle 9 angegeben.

Siehe Option 11 (Abkanten ohne Rissbildung).


7.4.2.3.3 Walzprofilieren

Falls zum Zeitpunkt der Bestellung festgelegt, müssen Blech und Band in Nenndicken ≤ 8 mm zur
Herstellung von Kaltprofilen durch Walzprofilieren (z. B. nach EN 10162) geeignet sein. Diese Eignung gilt
für die in Tabelle 12 angegebenen Biegehalbmesser. Die in Betracht kommenden Stahlsorten und
Gütegruppen sind in Tabelle 9 angegeben.

Siehe Option 12 (Walzprofilieren von Flacherzeugnissen)


7.4.2.3.4 Stabziehen

Falls zum Zeitpunkt der Bestellung festgelegt, müssen Stäbe zum Kaltziehen geeignet sein. Die in Betracht
kommenden Sorten und Gütegruppen sind in den Tabellen 9 und 10 angegeben.

Siehe Option 22 (Ziehen von Stäben)


7.4.3 Schmelztauchverzinken

EN ISO 1461 sollte für die Festlegung der Anforderungen an den Überzug angewendet werden.
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EN ISO 14713-2 gibt weitere Anleitung, einschließlich Informationen zum Einfluss von verschiedenen
Faktoren, einschließlich der chemischen Zusammensetzung des Stahls auf die Ausbildung des Zinküberzugs.

Option 5 kann angewendet werden, um Stähle mit geforderter chemischer Zusammensetzung für die
Schmelztauchverzinkung zu bestellen. Wenn Option 5 zur Anwendung kommt, müssen sich Besteller und
Hersteller auf die Stahlzusammensetzung (Schmelzenanalyse) für Silizium und Phosphor mit geforderten
Werten wie in den Bereichen in EN ISO 14713-2:2009, Tabelle 1, Spalte 2, zitiert, einigen, entweder nach
Kategorie A (oder die Stähle erfüllen die Formel Si ≤ 0,03 % und Si + 2,5 P ≤ 0,09 %) oder nach Kategorie B
(beschränkt auf 0,14 % ≤ Si ≤ 0,25 %) oder nach Kategorie D (beschränkt auf 0,25 % < Si ≤ 0,35 %).
ANMERKUNG EN ISO 14713-2:2009, Tabelle 1 gibt Hinweise auf typische Eigenschaften des Zinküberzugs,
verbunden mit bestimmten Stahlzusammensetzungen, basierend auf der Oberflächenzusammensetzung mit Silizium
und Phosphor.

Der Höchstwert des Kohlenstoffäquivalentes ist um 0,02 oder 0,01 zu erhöhen (siehe 7.2.5).

In einigen Fällen können sich Stahlsorten oberhalb S460 als empfindlich gegen Rissbildung während des
Verzinkens erweisen, deshalb sollte speziell darauf geachtet werden.

Siehe Option 5 (Chemische Zusammensetzung zum Schmelztauchverzinken).

13
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

7.4.4 Bearbeitbarkeit

Alle Stahlsorten und Stahlgüten sind mit üblichen Verfahren spanend bearbeitbar.

ANMERKUNG Wegen der guten Zähigkeit der Gütegruppen JR, J0, J2 und K2 können Probleme bei der Spanbildung
und der Oberflächengüte auftreten. Im Allgemeinen verbessert ein höherer Schwefelanteil die Bearbeitbarkeit. Eine für
Langerzeugnisse in Betracht kommende geeignete Behandlung mit Ca ergibt bessere Bearbeitungseigenschaften (siehe
Fußnote e in Tabelle 1 und Fußnote c in Tabelle 2).

Siehe Option 27 (höhere S-Anteile zur besseren Bearbeitbarkeit)

7.5 Oberflächenbeschaffenheit

7.5.1 Band

Durch die Oberflächenbeschaffenheit sollte eine der Stahlsorte angemessene Verwendung bei sachgemäßer
Verarbeitung des Bandes nicht beeinträchtigt werden.

7.5.2 Blech und Breitflachstahl

Für die zulässigen Oberflächenungänzen und das Ausbessern von Oberflächenfehlern durch Schleifen
und/oder Schweißen gelten EN 10163-1 und EN 10163-2. Falls zum Zeitpunkt der Bestellung nicht anders
vereinbart, gilt nach EN 10163-2, Klasse A, Untergruppe 1.

Siehe Option 15 (andere Oberflächenklassen für Bleche und Breitflachstahl).

7.5.3 Profile

Für die zulässigen Oberflächenungänzen und das Ausbessern von Oberflächenfehlern durch Schleifen
und/oder Schweißen gelten EN 10163-1 und EN 10163-3. Falls zum Zeitpunkt der Bestellung nicht anders
vereinbart, gilt EN 10163-3, Klasse C, Untergruppe 1.

Siehe Option 16 (andere Oberflächenklasse für Profile).

7.5.4 Stäbe und Walzdraht

Für die zulässigen Oberflächenungänzen und das Ausbessern von Oberflächenfehlern durch Schleifen
und/oder Schweißen gilt EN ISO 9443. Falls zum Zeitpunkt der Bestellung nicht anders vereinbart, gilt
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EN ISO 9443, Klasse A.

Siehe Option 17 (andere Oberflächenklasse für Stäbe und Walzdraht)

7.6 Innere Beschaffenheit

Ultraschallprüfung darf zum Zeitpunkt der Bestellung vereinbart werden und muss mit 10.3
übereinstimmen.

Siehe Option 6 (Ultraschallprüfung für Flacherzeugnisse).

Siehe Option 7 (Ultraschallprüfung für H-Profile mit parallelen Flanschen und für IPE-Profile).

Siehe Option 8 (Ultraschallprüfung für Stäbe).

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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

7.7 Maße, Grenzabmaße, Formtoleranzen, Masse


7.7.1 Maße, Grenzabmaße und Formtoleranzen müssen den Anforderungen einer der folgenden in der
Bestellung angegebenen Norm entsprechen: EN 10017, EN 10024, EN 10029, EN 10034, EN 10048,
EN 10051, EN 10055, EN 10056-1, EN 10056-2, EN 10058, EN 10059, EN 10060, EN 10061, EN 10067,
EN 10279, EN 10363 und EN 10365.

Sofern zum Zeitpunkt der Bestellung nicht anders vereinbart, gelten für die Grenzabmaße von
warmgewalztem Blech, die Grundanforderungen nach EN 10029, einschließlich Klasse A für die
Grenzabmaße der Dicke.

Siehe Option 18 (anderes Grenzabmaß der Dicke als Klasse A für Bleche)

Sofern zum Zeitpunkt der Bestellung nicht anders vereinbart, gelten für die Grenzabmaße von Blech,
abgeschnitten von Warmband, die Grundanforderungen nach EN 10051.

Siehe Option 34 (Grenzabmaße der Dicke nach EN 10029 für Bleche abgelängt aus Band)

7.7.2 Die Nennmasse ist aus den Nennmaßen mit einer Dichte von 7 850 kg/m3 zu ermitteln.

8 Prüfung
8.1 Art der Prüfung und Prüfbescheinigung
Die Erzeugnisse sind zwecks Nachweis ihrer Übereinstimmung mit der Bestellung und diesem Dokument
entweder mit spezifischer oder nichtspezifischer Prüfung zu liefern. Der Hersteller hat vom Besteller die
Angabe zu erhalten, welche Prüfbescheinigung nach EN 10204 benötigt wird.

ANMERKUNG Einige Anwendungsnormen, z. B. EN 1090-2, fordern bestimmte Prüfbescheinigungen nach EN 10204.

Falls nicht anders vereinbart werden die Stahlsorten nach dieser Norm (außer für die Sorten S185, E295,
E335 und E360 und für Halberzeugnisse) mit CE-Kennzeichnung geliefert und sie haben nicht nur diese
Technischen Lieferbedingungen, sondern auch die Anforderungen nach EN 10025-1 zu erfüllen.

Bei der Anfrage und Bestellung kann vereinbart werden, dass keine CE-Kennzeichnung erfolgt, siehe Option
33. In diesem Fall wird die EN 10025-1 nicht erfüllt.

Siehe Option 33 (keine Anwendung der CE-Kennzeichnung)


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Im Falle spezifischer Prüfungen sind Prüfungen nach den Anforderungen in 8. 3, Abschnitt 9 und Abschnitt
10 durchzuführen.
Zusätzlich dürfen Erzeugnisse der Stahlsorte S185 nur einer nichtspezifischen Prüfung unterzogen werden,
und Werksbescheinigungen für die Übereinstimmung mit der Bestellung werden nur dann ausgestellt, wenn
dies zum Zeitpunkt der Bestellung vereinbart wurde.
Siehe Option 23 (Werksbescheinigung für S185)

8.2 Inhalt der Prüfbescheinigung


Falls zutreffend muss die Prüfbescheinigung die folgenden Kurzzeichen und/oder Informationen nach
EN 10168 enthalten:

A Angaben zum Geschäftsvorgang und zu den daran Beteiligten;

B Beschreibung der Erzeugnisse, für die die Prüfbescheinigung gilt;

C00-C03 Identifizierung des Probenabschnittes, Lage des Probenabschnittes, Probenrichtung,


Prüftemperatur;

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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

C10-C13 Probenform, Streck- oder Dehngrenze, Zugfestigkeit, Bruchdehnung;

C40-C43 Probenform, Probenbreite, Einzelwerte, Mittelwert;

C70-C92 Stahlherstellungsverfahren, chemische Zusammensetzung;

D sonstige Prüfungen;

Z Bestätigung.

8.3 Für die spezifische Prüfung durchzuführende Prüfungen


8.3.1 Die folgenden Prüfungen sind durchzuführen:

— Schmelzenanalyse;

— Zugversuch;

— Kerbschlagbiegeversuch bei Erzeugnissen der Gütegruppen J0, J2 und K2 mit Dickenbegrenzung nach
9.2.3.3.

8.3.2 Zum Zeitpunkt der Bestellung können folgende zusätzliche Prüfungen vereinbart werden (siehe
Abschnitt 13):

a) Die Stückanalyse, siehe 7.2.2 und Option 2;

b) Für alle Erzeugnisse der Gütegruppe JR der Kerbschlagbiegeversuch, siehe 7.3.2.1 und Option 3;

9 Prüfhäufigkeit und Vorbereitung der Probenabschnitte und Proben


9.1 Prüfhäufigkeit
9.1.1 Chemische Analyse

Die Schmelzenanalyse ist einmal je Schmelze durchzuführen. Falls eine Stückanalyse zum Zeitpunkt der
Anfrage und Bestellung vereinbart wurde, ist diese einmal je Schmelze durchzuführen, falls der Besteller
keine andere Prüfhäufigkeit festgelegt hat.

9.1.2 Mechanische Prüfungen


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Die mechanischen Eigenschaften (Zugfestigkeit, Streckgrenze, Kerbschlagbiegearbeit und Dehnung) sind für
jede Schmelze einmal je Prüfeinheit durchzuführen.

Für den Nachweis der mechanischen Eigenschaften ist folgende Prüfeinheit anzuwenden:

— 60 t oder kleinere Teilmenge;

— 80 t oder kleinere Teilmengen bei schweren Profilen mit einer Masse > 200 kg/m;

— 80 t oder kleinere Teilmenge für alle Profile, falls das Gewicht der Schmelze 200 t überschreitet.

Eine Prüfeinheit muss aus Erzeugnissen derselben Form, derselben Sorte und Gütegruppe, desselben
Lieferzustandes und desselben Dickenbereiches, wie für die Streckgrenze in Tabelle 6 festgelegt, bestehen.

Die folgenden Probenabschnitte sind einem Probestück je Prüfeinheit zu entnehmen:

— ein Probenabschnitt für den Zugversuch;

— ein für einen Satz von sechs Kerbschlagproben ausreichender Probenabschnitt.

16
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

9.2 Vorbereitung der Probenabschnitte und Proben


9.2.1 Entnahme und Vorbereitung der Probenabschnitte für die chemische Analyse

Die Entnahme und Vorbereitung der Probeabschnitte für die Stückanalyse muss EN ISO 14284 entsprechen.
9.2.2 Lage der Probenabschnitte und Proben für die mechanischen Prüfungen

Die Lage der Probenabschnitte muss Anhang A entsprechen.

Zusätzlich sind die Probenabschnitte zu entnehmen

— vom dicksten Erzeugnis in der Prüfeinheit;


— von einem beliebigen Erzeugnis in der Prüfeinheit bei Erzeugnissen im Lieferzustand +N (siehe 3.1, 3.4).

Bei Blech, Breitband und Breitflachstahl sind die Probenabschnitte zusätzlich so zu entnehmen, dass die
Probenachse ungefähr im halben Abstand zwischen Längskante und Mittellinie des Erzeugnisses liegen.

Bei Breitband und Walzdraht ist der Probenabschnitt in angemessenem Abstand vom Ende des Erzeugnisses
zu entnehmen.

Bei Bandstahl (< 600 mm Breite) ist der Probenabschnitt im Abstand von einem Drittel der Bandbreite vom
Rand in angemessenem Abstand vom Ende des Coils zu entnehmen.

Die Vorbereitung von Probenabschnitten für Halbzeug ist zum Zeitpunkt der Bestellung zu vereinbaren,
wenn die Bestellung zusätzlich zur chemischen Zusammensetzung die Prüfung der mechanischen
Eigenschaften beinhaltet.

Siehe Option 25 (Vorbereitung von Probenabschnitten für Halbzeug)


9.2.3 Vorbereitung von Proben für die mechanische Prüfung
9.2.3.1 Allgemeines

Es gelten die Anforderungen nach EN ISO 377.


9.2.3.2 Vorbereitung der Proben für den Zugversuch

Es gelten die Anforderungen nach EN ISO 6892-1.

Für Flacherzeugnisse mit Nenndicken des Erzeugnis > 30 mm kann eine Rundprobe mit der Längsachse in
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1/4 Erzeugnisdicke verwendet werden, falls keine Prüfmaschine mit ausreichender Leistung verfügbar ist.
In Zweifels- oder Schiedsfällen ist das Ergebnis an der Probe mit der vollen Erzeugnisdicke maßgebend.
ANMERKUNG Bei Stäben werden üblicherweise Rundproben verwendet, jedoch sind auch andere Probenformen
zulässig (siehe EN ISO 6892-1).

9.2.3.3 Vorbereitung der Proben für den Kerbschlagbiegeversuch

Die V-Kerb-Proben sind nach EN ISO 148-1 zu bearbeiten und vorzubereiten. Zusätzlich gelten folgende
Anforderungen:

a) Flacherzeugnisse und Profile


— bei Nenndicken > 12 mm sind Normal-Proben (10 mm × 10 mm) so herzustellen, dass eine Seite nicht
mehr als 2 mm von der Walzoberfläche entfernt liegt;
— bei Nenndicken ≤ 12 mm, falls Untermaßproben verwendet werden, muss die größtmögliche Dicke
ausgewählt werden;
— bei Nenndicken < 6 mm wird kein Kerbschlagbiegeversuch verlangt.

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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

b) Stäbe und Walzdraht

— bei Nenndurchmesser ≥ 16 mm (runder Querschnitt) oder Nenndicken ≥ 12 mm (rechteckiger


Querschnitt), sind 10 mm x 10 mm Normal-Proben herzustellen;

— bei Nenndurchmesser < 16 mm (runder Querschnitt) oder Nenndicke < 12 mm (rechteckiger


Querschnitt) wird kein Kerbschlagbiegeversuch verlangt.

9.3 Identifizierung von Probenabschnitten und Proben

Probenabschnitte und Proben sind so zu kennzeichnen, dass das ursprüngliche Erzeugnis sowie ihre Lage
und Richtung in dem Erzeugnis bekannt sind.

10 Prüfverfahren
10.1 Chemische Analyse

In Abhängigkeit von den zu analysierenden Elementen und deren Anteile, müssen die Prüfverfahren in
Übereinstimmung mit EN 10315, EN ISO 15350 oder CR 10320 sein. Die Wahl eines geeigneten
physikalischen oder chemischen Analyseverfahrens bleibt dem Hersteller überlassen. In Schiedsfällen ist das
anzuwendende Analyseverfahren unter Berücksichtigung der CEN/TR 10261 zu vereinbaren.

Der Hersteller muss für die Schmelzenanalyse für jede Schmelze die Werte von allen in Tabelle 1 oder
Tabelle 2 definierten Elementen für die betroffenen Stahlsorten und für die Elemente zur Bestimmung des
Kohlenstoffäquivalentes mitteilen.

Falls nicht anders vereinbart, muss der Hersteller für die Stückanalyse die Werte von allen in Tabelle 3 und
Tabelle 4 definierten Elementen für die betroffenen Stahlsorten mitteilen, siehe Option 2.

10.2 Mechanische Prüfungen


10.2.1 Zugversuch

Der Zugversuch ist nach EN ISO 6892-1 durchzuführen. Der Hersteller darf zwischen Verfahren A oder B
nach EN ISO 6892-1 für den Zugversuch wählen.

Für die festgelegte Streckgrenze ist die obere Streckgrenze (ReH) zu ermitteln.
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Bei nicht ausgeprägter Streckgrenze ist die 0,2 %-Dehngrenze (Rp0,2) zu ermitteln.

Es dürfen nichtproportionale Proben verwendet werden, aber in Schiedsfällen sind Proportionalproben mit
einer Messlänge L0 = 5,65 �𝑆𝑆0 zu verwenden.

Bei Flacherzeugnissen < 3 mm Nenndicke müssen die Proben stets eine Messlänge L0 = 80 mm und eine
Breite von 20 mm aufweisen (Probenform 2 nach EN ISO 6892-1:2016, Anhang B).

Für den Regelfall sind jedoch aus Wirtschaftlichkeitsgründen auch Proben mit konstanter Messlänge
zulässig, vorausgesetzt, dass die an diesen Proben ermittelten Bruchdehnungswerte nach der Beziehung in
EN ISO 2566-1 umgerechnet werden.

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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

10.2.2 Kerbschlagbiegeversuch

Der Kerbschlagbiegeversuch ist nach EN ISO 148-1, an V-Proben mit 2 mm Hammerfinne, durchzuführen.

Der Mittelwert aus den drei Prüfergebnissen muss den festgelegten Anforderungen entsprechen. Nur ein
Einzelwert darf unter dem festgelegten Mindest-Mittelwert liegen, er muss jedoch mindestens 70 % dieses
Wertes betragen.

In folgenden Fällen sind drei zusätzliche Proben dem Probenabschnitt nach 9.1.2 zu entnehmen und zu
prüfen:

— wenn der Mittelwert der drei Proben unter dem festgelegten Mindest-Mittelwert liegt;
— wenn die Anforderungen an den Mittelwert zwar erfüllt sind, jedoch zwei Einzelwerte unter dem
festgelegten Mindest-Mittelwert liegen;
— wenn einer der Einzelwerte weniger als 70 % des festgelegten Mindest-Mittelwertes beträgt.

Der Mittelwert aller sechs Prüfungen darf nicht kleiner sein als der festgelegte Mindest-Mittelwert. Von den
sechs Einzelwerten dürfen höchstens zwei unter diesem Mindest-Mittelwert liegen, davon darf jedoch
höchstens ein Einzelwert weniger als 70 % des Mindest-Mittelwertes betragen.

10.3 Ultraschallprüfung
Falls zum Zeitpunkt der Bestellung vereinbart (siehe 7.6) ist die Ultraschallprüfung durchzuführen:

― Für Flacherzeugnisse in Nenndicken ≥ 6 mm nach EN 10160, ausgenommen warmgewalztes Band


und Blech, abgeschnitten von Band;
― Für H-Profile mit parallelen Flanschen und IPE-Profilen nach EN 10306;
― Für Stäbe nach EN 10308.

10.4 Wiederholungsprüfungen
Die Wiederholungsprüfungen sind nach EN 10021 durchzuführen.

Bei Band und Walzdraht sind die Wiederholungsprüfungen an der zurückgewiesenen Rolle nach Abtrennen
eines zusätzlichen Erzeugnisabschnittes von maximal 20 m vorzunehmen, um den Einfluss des Rollenendes
zu beseitigen.

11 Kennzeichnung, Beschilderung, Verpackung


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11.1 Die Erzeugnisse sind lesbar zu kennzeichnen durch Verfahren wie Farbbeschriftung, Stempelung,
Laserkennzeichnung, Strichcode, dauerhafte Klebezettel oder Anhängeschilder mit folgenden Angaben:

— Stahlsorte, Gütegruppe und gegebenenfalls Lieferzustand ausgedrückt durch ihre Kurzbezeichnung;


— Nummer, durch die die Schmelze und gegebenenfalls der Probenabschnitt identifiziert werden kann;
— Name oder Kennzeichen des Herstellers.

Die Kennzeichnungsart kann zum Zeitpunkt der Bestellung vereinbart werden.

Siehe Option 10 (besondere Kennzeichnungsart)


ANMERKUNG 1 Falls die Option für das Schmelztauchverzinken ausgewählt wurde (siehe Abschnitt 13), kann das
Kennzeichnungsverfahren und das verwendete Material in der Bestellung vereinbart werden, um Beeinträchtigungen in
der Vorbereitung für das Schmelztauchverzinken zu vermeiden (siehe EN ISO 14713-2).

Das Kennzeichen des externen Abnahmebeauftragten kann angebracht werden (falls zutreffend).

ANMERKUNG 2 Dies ist abhängig von der Art der Prüfbescheinigung (siehe 8.1).

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EN 10025-2:2019 (D)

11.2 Die Kennzeichnung ist nach Wahl des Herstellers in der Nähe eines Endes jeden Erzeugnisses oder auf
der Stirnfläche anzubringen.

11.3 Wenn Erzeugnisse in festen Bunden geliefert werden, muss die Kennzeichnung auf einem
Anhängeschild oder einem Klebeetikett erfolgen, das am Bund oder an dem oben liegenden Erzeugnis des
Bundes angebracht werden.

12 Beanstandungen
Beanstandungen sind entsprechend EN 10021 zu behandeln.

13 Optionen
Eine informative Liste der Optionen für die Teile 2 bis 6 dieser Norm ist im Anhang B gegeben. Für diesen
Teil gelten die folgenden Optionen (siehe 5.2):

1 Angabe des Herstellverfahrens des Stahles (siehe 6.1).


2 Die Stückanalyse ist durchzuführen; die Anzahl der Probenabschnitte ist zu vereinbaren (siehe
7.2.2 und 9.1.1).
3 Die Kerbschlagarbeit der Gütegruppe JR ist durch Prüfung nachzuweisen (siehe 7.3.2.1 und 8.3.2).
4 Erzeugnisse müssen den Anforderungen an die verbesserten Verformungseigenschaften senkrecht
zur Oberfläche nach EN 10164 entsprechen (siehe 7.3.3).
5 Das Erzeugnis muss eine für das Schmelztauchverzinken geforderte chemische Zusammensetzung
haben (siehe 7.4.3).
6 Für Flacherzeugnisse in Nenndicken ≥ 6 mm, ausgenommen Warmband und Blech, abgeschnitten
von Band, ist die Freiheit von inneren Fehlern nach EN 10160 nachzuweisen (siehe 7.6 und 10.3).
7 Für H-Profile mit parallelen Flanschen und für IPE-Profile ist die Freiheit von inneren Fehlern nach
EN 10306 nachzuweisen (siehe 7.6 und 10.3).
8 Für Stäbe ist die Freiheit von inneren Fehlern nach EN 10308 nachzuweisen (siehe 7.6 und 10.3).
10 Die Art der Kennzeichnung ist festzulegen (siehe Abschnitt 11).
11 Blech, Band, Breitflachstahl und Flachstahl (Breite < 150 mm) in Nenndicken ≤ 30 mm muss zum
Abkanten ohne Rissbildung geeignet sein (siehe 7.4.2.3.2).
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12 Blech und Band in Nenndicken ≤ 8 mm muss geeignet sein zur Herstellung von Kaltprofilen mit
Biegehalbmessern nach Tabelle 12 (siehe 7.4.2.3.3).
13 Für Flacherzeugnisse aus Stählen der Gütegruppen J2 und K2 Nachweis nur der
Kerbschlageigenschaften an jeder Walztafel oder jedem Coil (siehe 7.3.2.2).
14 Für Flacherzeugnisse aus Stählen der Gütegruppen J2 und K2 Nachweis der
Kerbschlageigenschaften und der Eigenschaften im Zugversuch an jeder Walztafel oder jedem Coil
(siehe 7.3.2.2)
15 Für Blech und Breitflachstahl gilt für die zulässigen Oberflächenungänzen und das Ausbessern von
Oberflächenfehlern durch Schleifen und/oder Schweißen eine andere Klasse als Klasse A,
Untergruppe 1, von EN 10163-2 (siehe 7.5.2).
16 Für Profile gilt für die zulässigen Oberflächenungänzen und das Ausbessern von Oberflächenfehlern
durch Schleifen und/oder Schweißen eine andere Klasse als Klasse C, Untergruppe 1, nach EN
10163-3 (siehe 7.5.3).
17 Für Stäbe und Walzdraht gilt für die zulässigen Oberflächenungänzen und das Ausbessern von
Oberflächenfehlern durch Schleifen und/oder Schweißen eine andere Klasse als Klasse A nach EN
ISO 9443 (siehe 7.5.4).

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EN 10025-2:2019 (D)

18 Für warmgewalzte Bleche gelten andere Grenzabmaße als Klasse A nach EN 10029 (siehe 7.7.1).
19 Für Langerzeugnisse und Band wird der Lieferzustand +AR, +N, oder +M und für Quartobleche wird
der Lieferzustand +AR oder +N verlangt (siehe 6.3).
20 Forderung eines Massenanteiles Kupfer von 0,25 % bis 0,40 % nach der Schmelzenanalyse und von
0,20 % bis 0,45 % nach der Stückanalyse für alle Gütegruppen von S235, S275 und S355 (siehe
7.2.4).
22 Stäbe müssen zum Kaltziehen geeignet sein (siehe 7.4.2.3.4).
23 Für Sorte S185 ist eine Werksbescheinigung für die Übereinstimmung mit der Bestellung zur
Verfügung zu stellen (siehe 8.1).
25 Die Vorbereitung von Probenabschnitten für Halbzeug ist zu vereinbaren, wenn die Bestellung
zusätzlich zur chemischen Zusammensetzung die Prüfung der mechanischen Eigenschaften angibt
(siehe 9.2.2).
26 Für Profile in Nenndicken > 100 mm Begrenzung des maximalen Massenanteiles Kohlenstoff (siehe
Tabellen 1 und 3).
27 Für Langerzeugnisse kann zwecks verbesserter Bearbeitbarkeit der Höchstanteil an Schwefel um
0,015 % angehoben werden, falls der Stahl zwecks Änderung der Sulfidausbildung behandelt
wurde und die chemische Zusammensetzung mindestens 0,0020 % Ca aufweist (siehe Tabellen 1
bis 4).
28 Mindestwerte der Kerbschlagarbeit für Profile in Nenndicken > 100 mm (siehe Tabelle 8).
33 Keine Anwendung der CE-Kennzeichnung nach EN 10025-1 und keine Anwendung der Bewertung
und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit nach EN 10025-1, für Erzeugnisse, die nicht von der
EU-Bauproduktenverordnung erfasst sind.
34 Grenzabmaße nach EN 10029 für Bleche, abgeschnitten von Warmband (siehe 7.7.1).
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Tabelle 1 — Chemische Zusammensetzung nach der Schmelzenanalyse für Stahlsorten


S235 bis S500 a

C in % max.
für
Bezeichnung Desoxi- Erzeugnisnenndicken in P S N Sonstige
Si Mn Cu
dations- mm % % % % % % %
art b max. max. max.d max.d, e max.f max. max.g, l
Werkstoff- > 16
Kurzname
nummer
≤ 16 > 40c
≤ 40

S235JR 1.0038 FN 0,17 0,17 0,20 — 1,40 0,035 0,035 0,012 0,55 —

S235J0 1.0114 FN 0,17 0,17 0,17 — 1,40 0,030 0,030 0,012 0,55 —
S235J2 1.0117 FF 0,17 0,17 0,17 — 1,40 0,025 0,025 — 0,55 —

S275JR 1.0044 FN 0,21 0,21 0,22 — 1,50 0,035 0,035 0,012 0,55 —
S275J0 1.0143 FN 0,18 0,18 0,18h — 1,50 0,030 0,030 0,012 0,55 —

S275J2 1.0145 FF 0,18 0,18 0,18h — 1,50 0,025 0,025 — 0,55 —

S355JR 1.0045 FN 0,24 0,24 0,24 0,55 1,60 0,035 0,035 0,012 0,55 —
S355J0 1.0553 FN 0,20 0,20i 0,22 0,55 1,60 0,030 0,030 0,012 0,55 —

S355J2 1.0577 FF 0,20 0,20i 0,22 0,55 1,60 0,025 0,025 — 0,55 —

S355K2 1.0596 FF 0,20 0,20i 0,22 0,55 1,60 0,025 0,025 — 0,55 —

S460JR j 1.0507 FF

S460J0 j 1.0538 FF
0,20 0,20i 0,22 0,55 1,70 0,030 0,030 0,025 0,55 k
S460J2 j 1.0552 FF

S460K2 j 1.0581 FF

S500J0 j 1.0502 FF 0,20 0,20 0,22 0,55 1,70 0,030 0,030 0,025 0,55 k

a Siehe 7.2
b FN: Unberuhigter Stahl nicht zulässig; FF: Vollberuhigter Stahl (siehe 6.2).
c Bei Profilen mit einer Nenndicke > 100 mm ist der Kohlenstoffanteil zu vereinbaren, siehe Option 26.
d Für Langerzeugnisse dürfen die Anteile an P und S um 0,005 % höher sein.
e Für Langerzeugnisse kann zwecks verbesserter Bearbeitbarkeit der Höchstanteil an Schwefel um 0,015 % nach Vereinbarung
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angehoben werden, falls der Stahl zwecks Änderung der Sulfidausbildung behandelt wurde und die chemische
Zusammensetzung mindestens 0,0020 % Ca aufweist, siehe Option 27.
f Der Höchstwert für den Stickstoffanteil gilt nicht, wenn der Stahl einen Gesamtanteil an Aluminium von mindestens 0,020 %
oder alternativ einen Anteil an säurelöslichem Aluminium von mindestens 0,015 % oder genügend andere Stickstoff
abbindende Elemente enthält. In diesem Fall sind die Stickstoff abbindenden Elemente in der Prüfbescheinigung anzugeben.
g Falls weitere Elemente zugefügt werden, sind sie in der Prüfbescheinigung anzugeben.
h Für Nenndicken > 150 mm C = 0,20 % max.
i Für Nenndicken > 30 mm C = 0,22 % max.
j Nur für Langerzeugnisse anzuwenden.
k Der Stahl darf Anteile an Nb von max. 0,05 %, an V von max. 0,13 % und an Ti von max. 0,05 % aufweisen.
l Für die Elemente Ni, Cr und Mo sind die Höchstwerte (%) begrenzt auf Ni = 0,42; Cr = 0,29 und Mo = 0,11.

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Tabelle 2 — Chemische Zusammensetzung nach der Schmelzenanalyse für Stahlsorten S185, E295 bis
E360 a

Bezeichnung P S N
Desoxi- % % %
Kurzname Werkstoffnummer dationsart b
max. max. c max. d
S185 1.0035 freigestellt — — —
E295 1.0050 FN 0,045 0,045 0,012
E335 1.0060 FN 0,045 0,045 0,012
E360 1.0070 FN 0,045 0,045 0,012
a Siehe 7.2.
b Freigestellt: Nach Wahl des Herstellers; FN: Unberuhigter Stahl nicht zulässig (siehe 6.2).
c Für Langerzeugnisse kann zwecks verbesserter Bearbeitbarkeit der Höchstanteil an Schwefel um 0,010 % nach Vereinbarung
angehoben werden, falls der Stahl zwecks Änderung der Sulfidausbildung behandelt wurde und die chemische
Zusammensetzung mindestens 0,0020 % Ca aufweist. Siehe Option 27.
d Der Höchstwert für den Stickstoffanteil gilt nicht, wenn der Stahl einen Gesamtanteil an Aluminium von mindestens 0,020 %
oder genügend andere Stickstoff abbindende Elemente enthält. In diesem Fall sind die Stickstoff abbindenden Elemente in der
Prüfbescheinigung anzugeben.
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Tabelle 3 — Chemische Zusammensetzung nach der Stückanalyse entsprechend den Festlegungen in


Tabelle 1 a

C in % max.
Bezeichnung für Erzeugnisnenndicken Si Mn P S N Cu Sonstige
Desoxi-
in mm % % % % % % %
dations-
art b
Werkstoff- > 16
Kurzname ≤ 16 > 40c
nummer ≤ 40 max. max. max.d max.d, e max.f max. max.g, l
S235JR 1.0038 FN 0,19 0,19 0,23 — 1,50 0,045 0,045 0,014 0,60 —
S235J0 1.0114 FN 0,19 0,19 0,19 — 1,50 0,040 0,040 0,014 0,60 —
S235J2 1.0117 FF 0,19 0,19 0,19 — 1,50 0,035 0,035 — 0,60 —
S275JR 1.0044 FN 0,24 0,24 0,25 — 1,60 0,045 0,045 0,014 0,60 —

S275J0 1.0143 FN 0,21 0,21 0,21h — 1,60 0,040 0,040 0,014 0,60 —

S275J2 1.0145 FF 0,21 0,21 0,21h — 1,60 0,035 0,035 — 0,60 —

S355JR 1.0045 FN 0,27 0,27 0,27 0,60 1,70 0,045 0,045 0,014 0,60 —

S355J0 1.0553 FN 0,23 0,23i 0,24 0,60 1,70 0,040 0,040 0,014 0,60 —

S355J2 1.0577 FF 0,23 0,23i 0,24 0,60 1,70 0,035 0,035 — 0,60 —

S355K2 1.0596 FF 0,23 0,23i 0,24 0,60 1,70 0,035 0,035 — 0,60 —

S460JR j 1.0507 FF

S460J0 j 1.0538 FF
0,23 0,23i 0,24 0,60 1,80 0,040 0,040 0,027 0,60 k

S460J2 j 1.0552 FF

S460K2 j 1.0581 FF

S500J0 j 1.0502 FF 0,23 0,23 0,24 0,60 1,80 0,040 0,040 0,027 0,60 k

a Siehe 7.2
b FN: Unberuhigter Stahl nicht zulässig; FF: Vollberuhigter Stahl (siehe 6.2).
c Bei Profilen mit einer Nenndicke > 100 mm ist der Kohlenstoffanteil zu vereinbaren, siehe Option 26.
Normen-Download-Beuth-NDR-System; Nadir Öner-KdNr.8198038-LfNr.9679859001-2021-03-09 08:37

d Für Langerzeugnisse dürfen die Anteile an P und S um 0,005 % höher sein.


e Für Langerzeugnisse kann zwecks verbesserter Bearbeitbarkeit der Höchstanteil an Schwefel um 0,015 % nach Vereinbarung
angehoben werden, falls der Stahl zwecks Änderung der Sulfidausbildung behandelt wurde und die chemische
Zusammensetzung mindestens 0,0020 % Ca aufweist, siehe Option 27.
f Der Höchstwert für den Stickstoffanteil gilt nicht, wenn der Stahl einen Gesamtanteil an Aluminium von
mindestens 0,015 % oder alternativ einen Anteil an säurelöslichem Aluminium von mindestens 0,013 % oder
genügend andere Stickstoff abbindende Elemente enthält. Die Stickstoff abbindenden Elemente sind in der
Prüfbescheinigung anzugeben.
g Falls andere Elemente zugefügt werden, sind sie in der Prüfbescheinigung anzugeben.
h Für Nenndicken > 150 mm: C = 0,22 % max.
i Für Nenndicken > 30 mm: C = 0,24 % max.
j Nur für Langerzeugnisse anzuwenden.
k Der Stahl darf Anteile an Nb von max. 0,06 %, an V von max. 0,15 % und an Ti von max. 0,06 % aufweisen.
l Für die Elemente Ni, Cr und Mo sind die Höchstwerte (%) begrenzt auf Ni = 0,47; Cr = 0,34 und Mo = 0,14.

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Tabelle 4 — Chemische Zusammensetzung nach der Stückanalyse entsprechend den Festlegungen in


Tabelle 2 a
Bezeichnung P S N
Desoxidationsart % % %
b
Kurzname Werkstoffnummer
max. max. c max. d
S185 1.0035 freigestellt — — —
E295 1.0050 FN 0,055 0,055 0,014
E335 1.0060 FN 0,055 0,055 0,014
E360 1.0070 FN 0,055 0,055 0,014
a Siehe 7.2.
b Freigestellt: Nach Wahl des Herstellers; FN: Unberuhigter Stahl nicht zulässig (siehe 6.2).
c Für Langerzeugnisse kann zwecks verbesserter Bearbeitbarkeit der Höchstanteil an Schwefel um 0,010 % nach
Vereinbarung angehoben werden, falls der Stahl zwecks Änderung der Sulfidausbildung behandelt wurde und die chemische
Zusammensetzung mindestens 0,0020 % Ca aufweist.
Siehe Option 27.
d Der Höchstwert für den Stickstoffanteil gilt nicht, wenn der Stahl einen Gesamtanteil an Aluminium von mindestens 0,015 %
oder genügend andere Stickstoff abbindende Elemente enthält. In diesem Fall sind die Stickstoff abbindenden Elemente in der
Prüfbescheinigung anzugeben.

Tabelle 5 — Höchstwerte für das Kohlenstoffäquivalent (CEV) nach der Schmelzenanalyse a


Bezeichnung Höchstwert CEV in %
für Erzeugnisnenndicke in mm
Kurzname Werkstoffnummer ≤ 30 > 30 > 40 > 150 > 250
≤ 40 ≤ 150 ≤ 250 ≤ 400
S235JR 1.0038
S235J0 1.0114 0,35 0,35 0,38 0,40 0,40
S235J2 1.0117
S275JR 1.0044
S275J0 1.0143 0,40 0,40 0,42 0,44 0,44
Normen-Download-Beuth-NDR-System; Nadir Öner-KdNr.8198038-LfNr.9679859001-2021-03-09 08:37

S275J2 1.0145
S355JR 1.0045
S355J0 1.0553
0,45 0,47 0,47 0,49b 0,49
S355J2 1.0577
S355K2 1.0596
S460JR c 1.0507
S460J0 c 1.0538
0,47 0,49 0,49 — —
S460J2 c 1.0552
S460K2 c 1.0581
S500J0 c 1.0502 0,49 0,49 0,49 — —
a Max. CEV ist erhöht für Option 20, siehe 7.2.4, und Option 5, siehe 7.4.3.
b Für Langerzeugnisse gilt ein CEV-Höchstwert von 0,54.
c Nur für Langerzeugnisse anzuwenden.

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Tabelle 6 — Mechanische Eigenschaften – Zugversuchseigenschaften bei Raumtemperatur für Stahlsorten S235 bis S500
Mindeststreckgrenze ReH, a Zugfestigkeit Rm, a
Bezeichnung MPa MPa b
Nenndicken Nenndicken
mm mm
Werkstoff- > 16 > 40 > 63 > 80 > 100 > 150 > 200 > 250 ≥3 > 100 > 150 > 250
Kurzname ≤ 16 <3
nummer ≤ 40 ≤ 63 ≤ 80 ≤ 100 ≤ 150 ≤ 200 ≤ 250 ≤ 400 ≤ 100 ≤ 150 ≤ 250 ≤ 400
S235JR 1.0038
S235J0 1.0114 235 225 215 215 215 195 185 175 165 360 bis 510 360 bis 510 350 bis 500 340 bis 490 330 bis 480
S235J2 1.0117
S275JR 1.0044
S275J0 1.0143 275 265 255 245 235 225 215 205 195 430 bis 580 410 bis 560 400 bis 540 380 bis 540 380 bis 540
S275J2 1.0145
S355JR 1.0045
S355J0 1.0553
355 345 335 325 315 295 285 275 265 510 bis 680 470 bis 630 450 bis 600 450 bis 600 450 bis 600
S355J2 1.0577
S355K2 1.0596
S460JR b 1.0507
Normen-Download-Beuth-NDR-System; Nadir Öner-KdNr.8198038-LfNr.9679859001-2021-03-09 08:37

S460J0 b 1.0538
460 440 420 400 390 390 — — — — 550 bis 720 530 bis 700 — —
S460J2 b 1.0552
S460K2 b 1.0581
S500J0 b 1.0502 500 480 460 450 450 450 — — — — 580 bis 760 560 bis 750 — —
a Für Blech, Band und Breitflachstahl in Breiten ≥ 600 mm gilt die Richtung quer (t) zur Walzrichtung. Für alle anderen Erzeugnisse gelten die Werte in Walzrichtung (l).
b Nur für Langerzeugnisse anzuwenden.

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Tabelle 6 — Mechanische Eigenschaften – Zugversuchseigenschaften bei Raumtemperatur für Stahlsorten S235 bis S500 (fortgesetzt)

Mindestbruchdehnung a
%
Bezeichnung L0 = 80 mm L0 = 5,65 �𝑺𝑺𝟎𝟎
Proben-
richtung a Nenndicke Nenndicke
mm mm
Werkstoff- >1 > 1,5 >2 > 2,5 ≥3 > 40 > 63 > 100 > 150 > 250
Kurzname ≤1
nummer ≤ 1,5 ≤2 ≤ 2,5 <3 ≤ 40 ≤ 63 ≤ 100 ≤ 150 ≤ 250 ≤ 400
S235JR 1.0038
l 17 18 19 20 21 26 25 24 22 21 21
S235J0 1.0114
t 15 16 17 18 19 24 23 22 22 21 21
S235J2 1.0117
S275JR 1.0044
l 15 16 17 18 19 23 22 21 19 18 18
S275J0 1.0143
t 13 14 15 16 17 21 20 19 19 18 18
S275J2 1.0145
S355JR 1.0045
S355J0 1.0553 l 14 15 16 17 18 22 21 20 18 17 17
S355J2 1.0577 t 12 13 14 15 16 20 19 18 18 17 17
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S355K2 1.0596
S460JR b 1.0507
S460J0 b 1.0538
l — — — — — 17 17 17 17 — —
S460J2 b 1.0552
S460K2 b 1.0581
S500J0 b 1.0502 l — — — — — 15 15 15 15 — —
a Für Blech, Band und Breitflachstahl in Breiten ≥ 600 mm gilt die Richtung quer (t) zur Walzrichtung. Für alle anderen Erzeugnisse gelten die Werte in Walzrichtung (l). Im Fall von
Blechen, verwendet für die Herstellung von warmgewalzten Blechen mit Muster, gilt die Dehnung nur für das Grundblech und nicht für die endgültig hergestellten warmgewalzten
Bleche mit Muster.
b Nur für Langerzeugnisse anzuwenden.

27
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Tabelle 7 — Mechanische Eigenschaften – Zugversuchseigenschaften bei Raumtemperatur für Stahlsorten S185, E295 bis E360

Mindeststreckgrenze ReH, a Zugfestigkeit Rm, a


Bezeichnung
MPa MPa b
Nenndicke Nenndicke
mm mm
Werkstoff- > 16 > 40 > 63 > 80 > 100 > 150 > 200 ≥3 > 100 > 150
Kurzname ≤ 16 <3
nummer ≤ 40 ≤ 63 ≤ 80 ≤ 100 ≤ 150 ≤ 200 ≤ 250 ≤ 100 ≤ 150 ≤ 250

S185 1.0035 185 175 175 175 175 165 155 145 310 bis 540 290 bis 510 280 bis 500 270 bis 490
E295 b 1.0050 295 285 275 265 255 245 235 225 490 bis 660 470 bis 610 450 bis 610 440 bis 610

E335 b 1.0060 335 325 315 305 295 275 265 255 590 bis 770 570 bis 710 550 bis 710 540 bis 710

E360 b 1.0070 360 355 345 335 325 305 295 285 690 bis 900 670 bis 830 650 bis 830 640 bis 830
a Für Blech, Band und Breitflachstahl in Breiten ≥ 600 mm gilt die Richtung quer (t) zur Walzrichtung. Für alle anderen Erzeugnisse gelten die Werte in Walzrichtung (l).
b
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Diese Stähle werden üblicherweise nicht für U-Stahl, Winkel und Profile verwendet.

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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Tabelle 7 — Mechanische Eigenschaften – Zugversuchseigenschaften bei Raumtemperatur für Stahlsorten S185, E295 bis E360 (fortgesetzt)

Mindestbruchdehnunga
%
Bezeichnung L0 = 80 mm L0 = 5,65 �𝑆𝑆0
Proben-
Nenndicke Nenndicke
richtunga
mm mm
>1 > 1,5 >2 > 2,5 ≥3 > 40 > 63 > 100 > 150
Kurzname Werkstoffnummer ≤1
≤ 1,5 ≤2 ≤ 2,5 < 3 ≤ 40 ≤ 63 ≤ 100 ≤ 150 ≤ 250
S185 1.0035 l 10 11 12 13 14 18 17 16 15 15
t 8 9 10 11 12 16 15 14 13 13
E295 b 1.0050 b l 12 13 14 15 16 20 19 18 16 15
t 10 11 12 13 14 18 17 16 15 14
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E335 b 1.0060 b l 8 9 10 11 12 16 15 14 12 11
t 6 7 8 9 10 14 13 12 11 10
E360 b 1.0070 b l 4 5 6 7 8 11 10 9 8 7
t 3 4 5 6 7 10 9 8 7 6
a Für Blech, Band und Breitflachstahl in Breiten ≥ 600 mm gilt die Richtung quer (t) zur Walzrichtung. Für alle anderen Erzeugnisse gelten die Werte in Walzrichtung (l). Im Fall von
Blechen, verwendet für die Herstellung von warmgewalzten Blechen mit Muster, gilt die Dehnung nur für das Grundblech und nicht für die endgültig hergestellten warmgewalzten
Bleche mit Muster.
b Diese Stähle werden üblicherweise nicht für U-Stahl, Winkel und Profile verwendet.

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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Tabelle 8 — Kerbschlagarbeit KV2 an Längsproben für Stahlsorten S235 bis S500a

Bezeichnung Temperatur Mindestkerbschlagarbeit KV2 (J)


°C für Nenndicken
in mm
Kurzname Werkstoffnummer
≤ 150 a, b > 150 ≤ 250 b > 250 ≤ 400 c
S235JR 1.0038 20 27 27 27
S235J0 1.0114 0 27 27 27
S235J2 1.0117 − 20 27 27 27

S275JR 1.0044 20 27 27 27
S275J0 1.0143 0 27 27 27
S275J2 1.0145 − 20 27 27 27

S355JR 1.0045 20 27 27 27
S355J0 1.0553 0 27 27 27
S355J2 1.0577 − 20 27 27 27
S355K2 1.0596 − 20 40 d 33 33

S460JR e 1.0507 20 27 — —

S460J0 e 1.0538 0 27 — —

S460J2 e 1.0552 − 20 27 — —

S460K2 e 1.0581 − 20 40 — —

S500J0 e 1.0502 0 27 — —
Für Untermaßproben sind die Mindestwerte direkt proportional zum Querschnitt der Probe zu reduzieren.
a Ausnahmen bedingt durch Einschränkungen bei der Erzeugnisabmessung, siehe 9.2.3.3.
b Bei Profilen mit einer Nenndicke > 100 mm sind die Werte zu vereinbaren, siehe Option 28.
c Die Werte gelten für Flacherzeugnisse.
d Dieser Wert entspricht 27 J bei – 30 °C (siehe EN 1993-1-10).
e Nur für Langerzeugnisse anzuwenden.
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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Tabelle 9 — Technologische Eigenschaften für Stahlsorten S235 bis S355

Bezeichnung
Eignung zum

Kurzname Werkstoffnummer Walz- Kalt-


Abkanten
profilieren ziehen
S235JRC 1.0122 X X X
S235J0C 1.0115 X X X
S235J2C 1.0119 X X X
S275JRC 1.0128 X X X
S275J0C 1.0140 X X X
S275J2C 1.0142 X X X
S355JRC 1.0551 — — X
S355J0C 1.0554 X X X
S355J2C 1.0579 X X X
S355K2C 1.0594 X X X

Tabelle 10 — Technologische Eigenschaften für Stahlsorten E295 bis E360

Bezeichnung Eignung zum


Kurzname Werkstoffnummer Kaltziehen

E295GC 1.0533 X
E335GC 1.0543 X
E360GC 1.0633 X
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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Tabelle 11 — Abkanten von Flacherzeugnissen

Empfohlener kleinster innerer Biegehalbmesser b


Bezeichnung Richtung für Nenndicken in mm
der Biege
Werkstoff- kante a >1 > 1,5 > 2,5 >3 >4 >5 >6 >7 >8 > 10 > 12 > 14 > 16 > 18 > 20 > 25
Kurzname
nummer ≤ 1,5 ≤ 2,5 ≤3 ≤4 ≤5 ≤6 ≤7 ≤8 ≤ 10 ≤ 12 ≤ 14 ≤ 16 ≤ 18 ≤ 20 ≤ 25 ≤ 30
S235JRC 1.0122
t 1,6 2,5 3 5 6 8 10 12 16 20 25 28 36 40 50 60
S235J0C 1.0115
l 1,6 2,5 3 6 8 10 12 16 20 25 28 32 40 45 55 70
S235J2C 1.0119
S275JRC 1.0128
t 2 3 4 5 8 10 12 16 20 25 28 32 40 45 55 70
S275J0C 1.0140
l 2 3 4 6 10 12 16 20 25 32 36 40 45 50 60 75
S275J2C 1.0142
S355J0C 1.0554
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t 2,5 4 5 6 8 10 12 16 20 25 32 36 45 50 65 80
S355J2C 1.0579
l 2,5 4 5 8 10 12 16 20 25 32 36 40 50 63 75 90
S355K2C 1.0594
a t: Quer zur Walzrichtung
l: Parallel zur Walzrichtung
b Die Werte gelten für Biegewinkel ≤ 90 °.

32
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Tabelle 12 — Walzprofilieren von Flacherzeugnissen

Empfohlener kleinster innerer


Biegehalbmesser a
Bezeichnung
bei
Nenndicken (t) in mm
Kurzname Werkstoffnummer t≤4 4<t≤6 6<t≤8
S235JRC 1.0122
S235J0C 1.0115 1t 1t 1,5 t
S235J2C 1.0119
S275JRC 1.0128
S275J0C 1.0140 1t 1t 1,5 t
S275J2C 1.0142
S355J0C 1.0554
S355J2C 1.0579 1t 1,5 t 1,5 t
S355K2C 1.0594
a Die Werte gelten für Biegewinkel ≤ 90o.
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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Anhang A
(normativ)

Lage der Probenabschnitte und Proben

Dieser Anhang gilt für folgende drei Erzeugnisgruppen:

— Profile (Träger, U-Profil, Winkelprofil, T-Profil und Z-Profil) (siehe Bild A.1);

— Stäbe und Walzdraht (siehe Bild A.2);

— Flacherzeugnisse (siehe Bild A.3).


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Legende
1 Lage des/der Probenabschnittes(e) in Bezug auf die Kante(n) des/der Erzeugnisses(e)c).
a) Üblicherweise sind die Proben aus dem Flansch zu entnehmen.
b) Nach Vereinbarung zum Zeitpunkt der Bestellung dürfen die Probenabschnitte vom Steg bei einem
Viertel der Gesamthöhe entnommen werden.
c) Die Entnahme der Proben aus dem Probenabschnitt, in Bezug auf die Erzeugnisoberfläche, muss nach
den Angaben in Bild A.3 erfolgen. Bei Profilen mit geneigten Flanschflächen darf die geneigte Seite zur
Erreichung paralleler Flanschflächen bearbeitet werden.

Bild A.1 — Träger, U-Profil, Winkelprofil, T-Profil und Z-Profil

34
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Maße in Millimeter

Art der
Erzeugnisse mit rundem Querschnitt Erzeugnisse mit rechteckigem Querschnitt
Prüfung

d ≤ 25a d > 25b b ≤ 25a b > 25b

Zug-
versucha

d ≥ 16 b ≥ 12

Kerb-
schlag-
biege-
versuchc

a Bei Erzeugnissen mit kleinen Abmessungen (d oder b ≤ 25 mm) ist, wenn möglich, der unbearbeitete
Probenabschnitt als Probe zu verwenden.
b Bei Erzeugnissen mit einem Nenndurchmesser oder einer Dicke ≤ 40 mm kann nach Wahl des Herstellers die Probe
— entweder entsprechend den für Nenndurchmesser oder Dicken ≤ 25 mm geltenden Regeln
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— oder an einer näher zum Mittelpunkt gelegenen Stelle als die im Bild angegebene entnommen werden.
c Bei Erzeugnissen mit rundem Querschnitt muss die Längsachse des Kerbes senkrecht zur Achse des Erzeugnisses verlaufen; bei
Erzeugnissen mit rechteckigem Querschnitt muss sie senkrecht zur breiteren Walzober fläche stehen.

Bild A.2 — Stäbe und Walzdraht

35
DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Maße in Millimeter

Richtung der
Nenndicke Probenlängsachse in Bezug auf
Art der die Hauptwalzrichtung bei
des Abstand der Proben von der Walzoberfläche
Prüfung einer Nennerzeugnisbreite von
Erzeugnis
< 600 ≥ 600

Zugversucha ≤ 30

1 Walzoberfläche

längs quer oder

> 30

Kerbschlag-
> 12c längs längs
biegeversuchb

a In Schiedsfällen sind bei Nenndicken des Erzeugnis ≥ 3 mm Proportionalproben mit einer Messlänge L0 = 5,65�𝑆𝑆0 zu
verwenden, siehe 9.2.3.2 und 10.2.1.
b Die Längsachse des Kerbes muss jeweils senkrecht zur Walzoberfläche des Erzeugnisses stehen.
c Für Nenndicken des Erzeugnis t ≤ 12 mm siehe 9.2.3.3.

Bild A.3 — Flacherzeugnisse


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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Anhang B
(informativ)

Liste der Optionen in EN 10025-2 bis -6

Tabelle B.1 — Liste der Optionen in EN 10025-2 bis -6


Nummer Optionen Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6
der
Option

1 Angabe des Herstellverfahrens x x x x x


2 Stückanalyse x x x x x
3 Kerbschlagarbeit durch Prüfung nachzuweisen x - - x
Teil 2: für Gütegruppe JR
Teil 5: für Gütegruppe S355WP
4 Verbesserte Verformungseigenschaften senkrecht zur x x x x x
Oberfläche
5 Chemische Zusammensetzung zum Schmelztauchverzinken x x x - x
6 Ultraschallprüfung für Flacherzeugnisse x x x x x
7 Ultraschallprüfung für Profile x x x x -
8 Ultraschallprüfung für Stäbe x x x x -
9 - - - - - -
10 Besondere Kennzeichnungsart x x x x x
11 Eignung zum Abkanten x x x x x
Teil 2: für Nenndicken ≤ 30 mm
Teil 3: für Nenndicken ≤ 16 mm
Teil 4: für Nenndicken ≤ 12 mm
Teil 5: für Nenndicken ≤ 20 mm
Teil 6: für Nenndicken ≤ 16 mm
12 Walzprofilieren von Flacherzeugnissen x x x - -
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13 Für Flacherzeugnisse ist an jeder Walztafel oder jedem Coil x x x x x


nur die Kerbschlagarbeit nachzuweisen.
Teil 2: für Gütegruppen J2 und K2
Teil 3 und 4: für alle Sorten
Teil 5: für die Gütegruppen J2, J4, J5 und K2
Teil 6: an jeder Wärmebehandlungseinheit für alle Sorten
14 Für Flacherzeugnisse sind an jeder Walztafel oder jedem Coil x x x x x
die Kerbschlagarbeit und der Zugversuch nachzuweisen.
Teil 2: für Gütegruppen J2 und K2
Teil 3 und 4: für alle Sorten
Teil 5: für die Gütegruppen J2, J4, J5 und K2
Teil 6: an jeder Wärmebehandlungseinheit für alle Sorten
15 Andere Oberflächenklassen für Bleche und Breitflachstahl x x x x x
16 Andere Oberflächenklasse für Profile x x x x -
17 Andere Oberflächenklasse für Stäbe und Walzdraht x x x x -
18 Für Bleche andere Grenzabmaße der Dicke als Klasse A (EN x x x x x
10029)

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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Nummer Optionen Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6


der
Option

19 Besonderer Lieferzustand: x - - x -
Teil 2: +AR, +N oder +M für Langerzeugnisse und Band, +AR, +N
für Quartobleche
Teil 5: +AR, +N, +M
20 Erhöhter Cu-Anteil x - - - -
21 - - - - - -
22 Ziehen von Stäben x - - - -
23 Werksbescheinigung für S185 x - - - -
24 Andere Prüftemperatur beim Kerbschlagbiegeversuch - x x - x
25 Vorbereitung von Probenabschnitten für Halbzeug x - - -
26 Max. Kohlenstoffanteil bei Profilen mit Nenndicken > 100 mm x - - -
27 Höhere S-Anteile zur besseren Bearbeitbarkeit x - - -
28 Kerbschlagarbeit bei Profilen mit Nenndicken > 100 mm x - - -
29 - - - - - -
30 Kerbschlagbiegearbeit ist an Querproben nachzuweisen - x x - x
31 Stempelung nicht oder nur an bestimmten Positionen erlaubt - x x - x
32 Maximaler S-Anteil - x x - -
33 Keine Anwendung der CE-Kennzeichnung x x x x x
34 Grenzabmaße der Dicken nach EN 10029 für Bleche abgelängt x x x x x
aus Band
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DIN EN 10025-2:2019-10
EN 10025-2:2019 (D)

Literaturhinweise

[1] EN 1090-2, Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken — Teil 2: Technische Regeln
für die Ausführung von Stahltragwerken

[2] EN 1993-1-10, Eurocode 3: Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten —


Teil 1-10: Stahlsortenauswahl im Hinblick auf Bruchzähigkeit und Eigenschaften in Dickenrichtung

[3] EN 10162, Kaltprofile aus Stahl — Technische Lieferbedingungen — Grenzabmaße und Formtoleranzen

[4] CEN/TR 10261, Stahl und Eisen — Europäische Normen für die Bestimmung der chemischen
Zusammensetzung

[5] EN ISO 1461, Durch Feuerverzinken auf Stahl aufgebrachte Zinküberzüge (Stückverzinken) —
Anforderungen und Prüfungen (ISO 1461)
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