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klimaserie_erneuerbare_energien_dlf_20211025_0000_08d4d8ef.mp3

DATE
January 3, 2022

DURATION
3m 11s

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[00:00:00] Speaker1
Deutschlandfunk. Rund 30 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland stammen aus der Energiewirtschaft. Es ist der
Sektor mit dem höchsten prozentualen Anteil an den Gesamt Emissionen, aber auch jener, der seit 1990 am meisten eingespart hat.
Der Grund Es wird weniger Strom aus Braun und Steinkohle erzeugt. Dafür steigt der Anteil aus erneuerbaren Energien. Für die
Bundesregierung der Beweis, dass die Energiewende vorankommt. Allerdings ist die Entwicklung nicht gradlinig. So ging der Anteil
der Erneuerbaren in diesem Jahr nach ersten Schätzungen sogar zurück auf rund 43 Prozent. Wer Klima Neutralität erreichen will,
muss eine Vollversorgung mit Strom aus Wind, Sonne und Co. anstreben. Und dies sei auch machbar, sagt Claudia Kemfert vom
Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW.

[00:00:56] Speaker2
Ja, es ist möglich, dass es technisch möglich ist, es ökonomisch effizient und es ist auch in kürzester Zeit machbar. Aber wichtig ist
eben, dass man den Ausbau der erneuerbaren Energien forciert, dass man die Rahmenbedingungen so anpasst, dass auch ein
systemrelevanter Ausbau möglich wird und alles auf eine solche Vollversorgung heute schon ausrichtet.

[00:01:17] Speaker1
Verschiedene wissenschaftliche Studien skizzieren den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. Eine Vollversorgung im
Stromsektor sei ab 2030 möglich. Hierzulande bieten vor allem die Windkraft und die Photovoltaik die quantitativ höchsten
Potenziale. Allerdings ist der Ausbau in den vergangenen Jahren ins Stocken geraten. Bei der Windkraft an Land sorgten
beispielsweise langwierige Planungs und Genehmigungsverfahren und auch verbindliche Anstandsregeln zu Wohngebäuden für
einen Rückgang beim Zubau der Windkrafträder. In den kommenden Jahren wird der Strombedarf wachsen, vor allem durch die
steigende Elektromobilität oder die Produktion von grünem Wasserstoff. Der Ausbau der Erneuerbaren muss deshalb forciert
werden. Die Stiftung Klima Neutralität fordert daher, dass künftig zwei Prozent der Flächen in Deutschland für die Nutzung der
Windkraft zur Verfügung stehen sollte. Regeln soll dies ein Bundesgesetz. Eine Mammutaufgabe, sagt auch Andreas Kuhlmann,
Vorsitzender der Deutschen Energieagentur Dena.

[00:02:21] Speaker3
Der Ausbau der erneuerbaren Energien führt in unserem Modell dazu, dass sich die installierte Leistung der Solarenergie bis 2030
fast verdreifacht. Die installierte Kapazität der Windenergie an Land steigt um 80 Prozent und in der Zeit von 2030 bis 2045 wird sich
das Ganze noch einmal verdoppeln.

[00:02:41] Speaker1
Doch ist die Energiewende nicht nur eine quantitative Herausforderung. Es geht ebenso um eine qualitative Ertüchtigung der
Stromnetze. Sie müssen dezentraler und flexibler werden. Ein digitales Energiesystem mit intelligentem Management sowie
Speicher Optionen. Weil der Wind nicht immer und überall weht und auch die Sonne nicht ständig scheint, gehört auch die
Einbindung in ein europäisches Verbundnetz dazu, damit die Versorgungssicherheit gewährleistet ist.

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