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7.6.

2002

Blanchard
Makroökonomik
Marcus Rübsamen

Summary

1.0 Einführung

1.1 GDP, BIP


General domestic Product = Brutto Inlandsprodukt

1.1.1 Betrachtungsweisen:
Das GDP lässt sich auf drei Arten auffassen:
1. Als Wert aller Endprodukte und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft in einem
Zeitraum
2. Als Summe aller Mehrwerte in einer Volkswirtschaft in einem Zeitraum
3. Als Summe aller Einkommen in einer Volkswirtschaft in einem Zeitraum

1.1.2 Differenzierung nach realer und nominaler Größe


Reale Größen geben die Entwicklung des GDP in Geldeinheiten aus einem festgelegten
Jahr an. Inflation wird dabei herausgerechnet und Zahlen vergleichbar gemacht.

1.1.3 Wachstumsrate

Yt – Y t – 1
Wachstumsrate = ---------------------
Yt – 1

2.0 Weitere makroökonomische Variable

2.1 Arbeitslosenrate, Unemployment Rate

2.1.1 Definition
U
u = ---- mit
L
U = Anzahl der Arbeitslosen , L = Gesamtheit der Arbeitsfähigen (labor force)

1 von 22
Kurze Frist

L = N + U mit
N = beschäftigte Arbeitsfähige , U = nichtbeschäftigte Arbeitsfähige und -willige

Diejenigen, die nicht mehr nach einer Arbeit suchen fallen aus dem Pool der Arbeitsfä-
higen und werden damit nicht mehr in der Arbeitslosenquote erfasst.

2.1.2 Okun’s Law


Hohes Wachstum des GDP zieht meist einen Rückgang der Arbeitslosigkeit nach sich,
oder andersherum: hohe Beschäftigung zieht hohes Einkommen nach sich.

2.2 Inflationsrate

2.2.1 GDP Deflator


nominales GDP t $Yt
P t = --------------------------------------- = --------
reales GDP t Yt

2.2.2 Konsumer Preisindex, Consumer Price Index (CPI)


Warenkorb für Endverbraucher

2.2.3 Inflation und Arbeitslosigkeit


Stichwort Philipskurve. In Zeiten niedriger Arbeitslosigkeit ist die Inflationsrate meist
höher. Dies ist jedoch kein stabiler Zusammenhang

3.0 Kurze Frist

3.1 Gütermarkt

3.1.1 Nachfrage nach Gütern


Z ≡ C + I + G + ( Ex – Im ) mit
C = Konsum , I = Investitionen , G = Staatsausgaben , Ex = Exporte und
Im = Importe

3.1.2 Konsum
C = C 0 + cY D mit C 0 = autonomer Konsum , c = Konsumneigung ,
Y D = verfügbares Einkommen, disposable Income

Y D ≡ Y – T mit Y = Einkommen , T = Steuern, Taxes

C = C0 + c ( Y – T )

3.1.3 Investition

I = I Investitionen werden hier als exogen vorgegeben angenommen.

3.1.4 Staatsausgaben, Goverment Spending


G und T werden hier ebenfalls als exogen vorgegeben angenommen.

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Kurze Frist

3.1.5 Bestimmung des gleichgewichtigen Outputs


1. Algebraische Herleitung
Y = Z Angebot = Nachfrage

Y = C 0 + c( Y – T) + I + G

Y = C 0 + cY – cT + I + G

( 1 – c )Y = [ C 0 + I + G – cT ]

1 1
Y = ----------- [ C 0 + I + G – cT ] mit ----------- als sogenannten Multiplikator
1–c 1–c
2. graphische Herleitung

Nachfrage, Produktion
Produktion
Nachfrage 2, bsp. durch Erhöhung
Anpasssungs- autonomer Staatsausgaben
prozess

Nachfrage 1

y1 y2 Einkommen

Erklärung des Multiplikators aus der Graphik: Entlang des Anpassungsprozess entwik-
kelt sich folgende geometrische Reihe:
2 3 n 1
Multiplikator = ( 1 + c + c + c + … + c ) [ C 0 + I + G – cT ] = ----------- [ C 0 + I + G – cT ]
1–c

3.1.6 Investionen = Sparen


S = S Pr + S St

S Pr = Y D – C = Y – T – C

S St = T – G

für geschlossene VW gilt: Y = C + I + G

Y – C = I + G auf beiden Seiten Steuern T abgeszogen

Y–C–T = I+G–T

S Pr = I + G – T

I = S Pr + T – G = S Pr + S St

I = S

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Kurze Frist

3.1.7 Herleitung der Gleichgewichtsbedingung über Sparen


S = (Y – T – C) + (T – G)

S = [ Y – T – C0 – c( Y – T )] + [T – G ]

S = [ ( 1 – c ) ( Y – T ) – C 0 ] + [ T – G ] wegen Identität I = S

I = [ ( 1 – c ) ( Y – T ) – C 0 ] + [ T – G ] nach Y auflösen:

( 1 – c )Y = I + ( 1 – c )T + C 0 – ( T – G ) => ( 1 – c )Y = C 0 + I + G – cT

1
Y = ----------- [ C 0 + I + G – cT ]
1–c

3.2 Geldmarkt

3.2.1 Geldnachfrage
ist eine Funktion, die positiv abhängig ist vom Nominaleinkommen ($Y) und negativ
abhängig ist von einer Funktion des Zinses L ( i )

d
M = $YL ( i )

d
M
L ( i ) = -------
$Y

1 $Y
---------- = ------ = velocity = Umlaufgeschwindigkeit
M M
-----
Y

3.2.2 Geldangebot
Geld wird von 2 Institutionen angeboten:
1. Zentralbank in Form von Bargeld
2. Banken in Form von Giralgeld

3.2.3 Bstimmung des gleichgewichtigen Zinses


Annahme: es gibt zunächst nur Bargeld (kein Giralgeld)

d s
Im Gleichgewicht gilt: M = M , Geldangebot = Geldnachfrage

M = $YL( i ) , LM Beziehung
i Ms
für Md’ gilt: $Y ’ > $Y
höheres Einkommen führt bei gegebener
i’ Geldmdenge zu höheren Zinsen

i Md ’

Md
M

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Kurze Frist

i Ms Ms ’
für Ms’ gilt: Ausweitung des
Geldangebots führt zu niedrigeren Zinsen
i

i’ Md

3.2.4 Maßnahmen zur Geldmengensteuerung


Offenmarktpolitik
Offenmarktpolitik weil Bonds am offenen Markt gekauft oder verkauft werden.
1. Um Geldmenge zu erhöhen: Rückkauf von Bonds gegen gedrucktes Geld
2. um Geldmenge zu verknappen: Verkauf von Bonds gegen Geld

3.2.5 Zins-/Preisbildung von Bonds


$P b ( t + 1 ) – $P b ( t )
i = ----------------------------------------
- , mit
$P b ( t )
$P b ( t + 1 ) = nomineller Wert des Bonds in einem Jahr ,
$P b ( t) = nomineller Kaufpreis

$P b ( t + 1 )
$P b ( t ) = --------------------
1+i
1. Bei expansiver Offenmarktspolitik bedeutet das: ZB kauft Bonds, gibt damit Geld,
gleichzeitig bedeutet das eine Erhöhung der Nachfrage nach Bonds, wodurch die
Kaufpreise für die Bonds steigen, wodurch die Verzinsung der Bonds fallen.
2. Bei kontrahiver Offenmarktspolitik bedeutet das: ZB verkauft Bonds, entzieht damit
Geld, gleichzeitig bedeutet das eine Senkung der Nachfrage nach Bonds, wodurch
die Kaufpreise für die Bonds fallen, wodurch die Verzinsung der Bonds steigt.

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Kurze Frist

3.2.6 Bestimmung des gleichgewichtigen Zinses

Tabelle 1. Bilanz der Banken

Aktiva Passiva
Reserven (Guthaben der Kunden) Depositen
Kredite
Bonds

Tabelle 2. Bilanz der Zentralbank

Aktiva Passiva
Bonds Reserven
Bargeld
Zentralbankgeld Ms=
Das Zentralbankgeldangebot ist nach der Bilanz

s
M = R + CU , R = Reserven und CU = Bargeld (Currency)

Die Nachfrage nach Geld ist eine Funktion, die negativ mit dem Zins korreliert ist:
d
M = $YL ( i )

Die Nachfrage nach Bargeld ist demnach:

d d
CU = cM mit c = Anteil des Zentralbankgelds in Bargeld

die Nachfrage nach Depositen hingegen ist:

d d d
D = ( 1 – c )M mit D = Nachfrage nach Depositen (=Sichteinlagen, Guthaben)

Die Nachfrage nach Reserven ist

R = θD = Mindestreservesatz × Depositen

daraus folgt

d d
R = θ ( 1 – c )M

Die Bestimmung des Zinssatzes ist

s d
M = M

s d d
M = CU + R

s d d d
M = cM + θ ( 1 – c )M = [ c + θ ( 1 – c ) ]M

s
M = [ c + θ ( 1 – c ) ]$YL ( i )

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Kurze Frist

i Ms

i
M d= CUd + Rd

M = Zenztalbankgeld

Nachfrage nach Reserven

d s d
R = M – CU

eine weitere Unmformung stellt Geldangebot = Geldnachfrage dar:


1
---------------------------------M s = $YL ( i )
[ c + θ (1 – c) ]

Wie kann dieses Gleichung interpretiert werden? Beispiel:


c = 0, 4 und θ = 0, 1 dann ist
[ c + θ ( 1 – c ) ] = 0, 4 + 0, 1 ( 0, 6 ) = 0, 46 , der Multiplikator ist dann
1
------------ = 2, 2 Der Multiplikator von 2,2 bedeutet, daß das Gesamtgeldangebot um das
0, 46
2,2-fache der Zunahme des Zentralbankgeldangebotes steigt. Dieser Zusammenhang
spiegelt sich im Ausdruck für das Zentralbankgeld “high powered money” wider, da
eine Erhöhung der Zentralbankgeldmenge eine um den Multiplikator erhöhtes Geldan-
gebot nach sich zieht.

Wie funktioniert die Geldmengenerhöhung genau? Folgendes Beispiel soll dies zeigen:
In dieser Ökonomie besteht kein Interesse am Halten von Bargeld, was bededeutet
c = 0 . Die Reservehaltung liegt bei θ = 0, 1 .

Zentralbank betreibt Offenmarktspolitik und kauft für DM 100 Bonds


1. Verkäufer 1 der Bonds bringt die DM 100 zur Bank 1, wo sie zu Depositen werden
2. Die Bank 1 behält DM 100 x 0,1 = DM 10 in Reserve und kauft mit dem Rest Bonds.
3. Der Verkäufer 2 bringt DM 90 zur Bank 2, wo sie wieder zu Depositen werden
4. Bank 2 behält DM 90 x 0,1 = DM 9 und kauft mit den restlichen DM 81 Bonds
5. Verkäufer 3 ...

Die Zunahme am Geldangebot liegt also in einer geometrischen Reihe


2 3 4
DM 100(1+0,9+0,9 + 0, 9 + 0, 9 + … ) der Grenzwert für diese geometrische Reihe
1 1
liegt in diesem Beispiel bei ------------------ = --------- = 10 oder allgemein bei
1 – 0, 9 0, 1
1 1 1
--------------------------------- = ---------------------------------------- = --------- = 10
[ c + θ (1 – c) ] [ 0 + 0, 1 ( 1 – 0 ) ] 0, 1

Eine Erhöhung der Zentralbankmenge führt zu einer zehnfachen Erhöhung der Gesamt-
geldmenge.

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Kurze Frist

3.3 Verbindung von Güter- und Geldmarkt: Das IS-LM Modell

3.3.1 Die IS-Kurve


Im ersten Schritt wird die in Kapitel “Investition” auf Seite 2 getroffene Annahme, daß
die Investitionen autonom sind aufgehoben. Die Höhe der Investionen sind positiv
abhängig von der Höhe des Outputs und negativ abhängig von der Höhe des Zinses:
I = I ( Y, i )

Daraus folgt die IS Funktion:


Y = C 0 + c ( Y – T ) + I ( Y, i ) + G

Nachfrage, Produktion

Produktion

Nachfrage 1 beim Zinssatz i1

Nachfrage 2 beim Zinssatz i2 > i1

Y2 Y1 Einkommen

Erhöhung des Zinsniveau führt zu niedrigerem Einkommen

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Kurze Frist

Zusammen mit der LM Kurve zeigt die IS Kurve welches Einkommen bei welchem
Zinsniveau in ein einer Volkswirtschaft herrscht.
Nachfrage

Produktion

Nachfrage 1 beim Zinssatz i1

Nachfrage 2 beim Zinssatz i2 > i1

Y2 Y1 Einkommen, Output
Zinssatz

i2

i1

Einkommen, Output
Y2 Y1

3.3.2 Interpretation der IS-Kurve


Eine Erhöhung des Zinsniveaus führt zu einem Rückgang der gesamtwirtschafltlichen
Nachfrage, was in einem Rückgang des Einkommens/Produktion resultiert. Die IS-
Kurve hat deswegen eine negative Steigung.

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Kurze Frist

3.3.3 Graphische Herleitung der IS-Kurve

I IV
i i

IS-Kurve

I Y

II S III
S

I Y

Aussage: niedriger Zinsatz führt zu höherer Produktion/Einkommen

3.3.4 Verschiebungen der IS-Kurve


Steuern und Staatsausgaben verschieben die IS-Kurve. Steuern verschieben die IS-
Kurve nach links, Einkommen und Produktion sinken also bei Vorhandensein von Steu-
ern. Wirkungskette:
1. Bei einem gegebenen Zinsniveau werden Steurn eingeführt oder erhöht
2. Das verfügbare Einkommen sinkt
3. Konsum sinkt
4. Nachfrage sinkt
5. durch Multiplikator sinkt das Gleichgewichtseinkommen über das Maß der Steuerer-
höhung

Analog verhält es sich mit mit Staatsausgaben jedoch gegenteilig

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Kurze Frist

Zinsen i

IS-Kurve mit Steuern T

IS’-Kurve mit Steuern T’ (T’ > T)

Y2 Y1 Einkommen

3.3.5 Zentrale Aussagen des IS-Modells


1. Gleichgewicht im Gütermarkt bedingt, daß Output eine abnehmende Funktion des
Zinses ist
2. Dieser erste Zusammenhang äußert sich in einer negativen Steigung der IS-Kurve
3. Eine Änderung der Faktoren, die eine Änderung der Nachfrage nach sich ziehen,
verschieben die IS-Kurve nach links oder rechts.

3.3.6 Geldmarkt und die LM-Relation


Gleichgewichtsbedingung auf dem Geldmarkt, die über Zinsvariation erreicht wird, lau-
tet M = $YL( i ) . Dabei handelt es sich um nominale Größen. Um Geldmarkt in Verbin-
dung zum Gütermarkt zu bringen sind reale Größen notwendig. Deshalb wird obige
Gleichung durch das Preisviveau geteilt:

M $YL ( i )
----- = --------------
- = YL( i )
P P

M
----- = YL ( i ) => LM-Relation
P

Ab hier müsste es heißen “reales Geldangebot” und “reale Geldnachfrage”. Der Ein-
fachheit halber belassen wir es bei Geldangebot und Geldnachfrage.

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Kurze Frist

3.3.7 Die LM-Kurve


i Ms
für Md’ gilt: Y ’ > Y
höheres Einkommen führt bei gegebener
i’ Geldmdenge zu höheren Zinsen

i Md ’

Md
M/P
i Ms i
LM-Kurve

i’ i’
Md ’
i i
Md
M/P Y Y’ Y

Interpretation: hohe Produktion/Einkommen zieht zieht eine erhöhte Nachfrage nach


Geld nach sich. Bei gegebenem Geldangbot kommt es zu einem höheren Gleichge-
wichtszins. Das Verhältnis zwischen Produktion/Einkommen und Zins wird als LM-
Kurve bezeichnet und ist positiv geneigt.

3.3.8 Graphische Herleitung der LM-Kurve

I IV
i i

LM-Kurve

LS Y
LT LT
II III

LS Y

Erklärung und Interpretation:

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Kurze Frist

Die Geldnachfrage besteht aus einer Funktion, die von den Faktoren Einkommen und
Zinsen abhängig ist. Die positiv korrelierte Größe “Einkommen” führt zu einer Erhö-
hung der Geldnachfrage, weil mehr Transaktionen durchgeführt werden. Diesen Teil der
Geldnachfrage nennt man daher Transaktionskassenhaltung LT. Der andere Faktor Zins
i ist negativ mit der Geldnachfrage korreliert. Zur Anschauung: sind die Zinsen hoch,
wird so wenig wie möglich Geld ge-halten, nämlich nur so viel wie für die Transaktio-
nen notwendig sind. Ist der Zins niedrig wird mehr Geld gehalten. Diesen Teil der Geld-
nachfrage nennt man Spekulationskassenhaltung LS.

Diagramm 1 zeigt die Abhängigkeit von Zins zu Spekulationskasse. Ist der Zins hoch,
wird wenig Geld gehalten.

Diagramm 2 zeigt das Verhältnis von Transaktionskassenhaltung und Spekultionskas-


senhaltung. Eine gegebene Menge Geld kann in einem beliebigen Verhältnis zwischen
Spekulationskasse und Transaktionskasse aufgeteilt werden.

Diagramm 3 zeigt die steigende Nachfrage nach Transaktionsgeld bei höherem Einkom-
men.

Diagramm 4 zeigt die LM-Kurve: Höherer Output zieht bei gegebenem Geldangebot
höhere Zinsen nach sich.

3.3.9 Verschiebungen der LM-Kurve

LM-Kurve für M/P


i

LM’-Kurve für M’/P > M/P


i’

Y Y

1. exogen: M/P steigt (entweder durch gestiegenes nominales Geldangebot oder durch
ein gesunkenes Preisniveau)
2. Bei einem gegebenen Output/Einkommen führt dies zu einem niedrigeren Zinsni-
veau.

3.3.10 Zentrale Aussagen des LM-Modells


1. Gleichgewicht auf Geldmärkten impliziert, daß der Zinssatz eine positive Funktion
des Einkommens ist. Dies zeigt sich in positiven Steigung der LM-Kurve.
2. Bei Steigerungen des Geldangebots verschiebt sich die LM-Kurve nach unten; bei
der Senkung des Geldangebots verschiebt sich die Kurve nach oben.

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Kurze Frist

3.3.11 Die Zusammenführung der Geld- und Gütermärkte, das IS-LM-Modell


Zu jeder Zeit muß das Angebot von Gütern der Nachfrage nach Gütern entsprechen;
und zu jeder Zeit muß das Angebot von Geld der Nachfrage von Geld enstprechen. Es
muß also gelten:
1. IS-Beziehung: Y = C ( Y – T ) + I ( Y, i ) + G

M
2. LM-Beziehung: ----- = YL ( i )
P
i LM-Kurve = geometrischer Ort aller Gleichgewichte der Geldmärkte

i
IS-Kurve = geometrischer Ort aller Gleichgewichte der Gütermärkte

Y Y

3.3.12 Fiskalpolitik und Geldpolitik — Auswirkungen auf Zinsen und Output


Wie wirkt sich eine Änderung der Fiskalpolitik auf Output und Zinsen aus? Im folgen-
den Beispiel wird eine Steuereerhöhung zur Defizitreduktion eingeführt.

Auswirkungen auf dem Gütermarkt:


1. Dier Erhöhung der Steuern führt zu einem Rückgang des verfügbaren Einkommens.
2. Rückgang des verfügbaren Einkommens führt zu einem Rückgang von Konsum.
3. Durch den Multiplikator führt dies zu einem niedrigeren Output.
4. Die IS Kurve verschiebt sich dadurch nach links.

Auswirkungen auf den Geldmarkt

M
1. In der LM Relation ----- = YL ( i ) gibt es keine Abhängigkeiten von den Steuern
P
2. Die LM Kurve bleibt also unberührt

Gesamtsicht
1. Die IS-Kurve verschiebt sich nach links.
2. Die LM-Kurve bleibt unverändert.
3. Das Einkommen und der Zins wandern entlang der LM-Kurve nach links und unten.
4. Die Volkswirtschaft pendelt sich bei einem niedrigeren Einkommen und einem nied-
rigeren Zinsniveau ein.

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Kurze Frist

graphische Herleitung:

I IV
i i

IS-Kurve

I Y

II S III
S

I Y

Wieso bewegt sich die Sparfunktion (Graph 3) nach oben? Gehen wir alle 4 Graphen
durch.
1. Im ersten Graph sind die Investionen gegen die Zinsen abgetragen. Das bedeutet,
daß die Steuern und Staatsausgaben hier keinen Einfluß auf die Investitionen haben.
Der Graph bleibt daher unberührt.
2. Der zweite Graph ist eine Identitätsgleichung I = S und bleibt daher auch unbe-
rührt.
3. In der wörtlichen Beschreibung haben wir festgestellt, daß in der Wirkungskette das
gesunkene Einkommen zu einem Rückgang des Konsum führt. Der wiederum die
IS-Kurve nach links verschiebt. Nun sind Konsum und Sparen zwei Seiten der glei-
chen Medallie. Ein Rückgang des Einkommens führt sicher auch zu einer Änderung
des Sparens. Volkswirtschaftliches Sparen besteht aus den Komponenten staatliches
Sparen ( S St = T – G ) und privates Sparen ( S pr = S 0 + s ( Y – T ) )
S = S St + S Pr
S = ( T – G ) + [ S0 + s ( Y – T ) ]
S = ( T – G ) + [ – C 0 + ( 1 – c ) ( Y – T ) ] , Sparen durch Konsum ausgedrückt
S = – G – C 0 + ( 1 – c )Y – ( 1 – c )T + T , T separieren
S = – G – C 0 + ( 1 – c )Y + cT
Wenn die Steuern um T steigen, steigt das gesamtwirtschaftliche Sparen um cT . Die
Sparfunktion von Graph 3 verschiebt sich damit um cT nach oben.
4. Die IS-Kurve in Graph 4 verschiebt sich damit nach links unten.

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Kurze Frist

Ein weiteres Beispiel: Notenbank betreibt expansive Offenmarktpolitik. (Geldmenge


wächst)

Auswirkungen auf dem Gütermarkt:


1. In der IS-Relation Y = C ( Y – T ) + I ( Y, i ) + G gibt es keine Abhängigkeiten von der
Geldmenge.
2. IS-Kurve bleibt daher unberührt.

Auswirkungen auf den Geldmarkt

1. Erhöhung von M führt unter der Anahme eines stabilen Preisniveaus zu einer Erhö-
hung der realen Geldmenge M ⁄ P .
2. Bei einer Erhöhung der Geldmenge verschiebt sich die LM-Kurve nach unten.
3. Das bedeutet einen Rückgang des Zinsniveaus.

Gesamtsicht
1. Die IS-Kurve bleibt unverändert.
2. Die LM-Kurve verschiebt sich nach unten.
3. Das Einkommen und der Zins wandern entlang der IS-Kurve nach rechts und nach unten.
4. Die Volkswirtschaft pendelt sich bei einem höheren Einkommen und einem niedri-
geren Zinsniveau ein.

graphische Herleitung:

I IV
i i

LM-Kurve

LS Y
LT LT
II III

LS Y

Wieso bewegt sich die LT-LS-Kurve (Graph 2) nach oben? Gehen wir alle 4 Graphen
durch.

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Kurze Frist

1. Im ersten Graph ist die Höhe der Spekulationskasse gegen den Zins abgetragen. Dies
ist eine feste Beziehung; der Graph bleibt daher unberührt.
2. Der zweite Graph resultiert aus der Gleichung L T + L s = M . Wenn M steigt ver-
schiebt sich die Kurve nach rechts und nach oben.
3. Der dritte Graph zeigt die feste Beziehung zwischen Einkommen und Transaktions-
kassennachfrage. Sie ist von der Geldmenge selbst unabhängig, wodurch die Kurve
unberührt bleibt.
4. Die LM-Kurve in Graph 4 verschiebt sich damit nach rechts unten.

3.3.13 Übersicht über die Auswirkungen sämtlicher Aktivitäten in der Fiskal- und
Geldpolitik

Tabelle 3. Übersicht über die Auswirkungen sämtlicher Aktivitäten in der Fiskal- und Geldpolitik

Verschiebung Verschiebung Bewegung des Bewegung des


der IS-Kurve der LM-Kurve Outputs Zinsniveaus
Erhöhung der links keine unten unten
Steuern
Senkung der rechts keine oben oben
Steuern
Erhöhung der rechts keine oben oben
Staatsausgaben
Senkung der links keine unten unten
Staatsausgaben
Erhöhung des keine unten oben unten
Geldangebots
Senkung des keine oben unten unten
Geldangebots

3.3.14 Clinton-Greenspan Policy Mix


Zu Beginn seiner Amtszeit sah sich Clinton dem scheinbar unlösbaren Problem , ein
Haushaltsdefizit von 4,5 % und gleichzeitig eine nur zögerlich erholende Wirtschaft
nach der 1990-1991 Rezession, gegenüber. Das Problem war eindeutig: Hätte doch eine
Reduktion der Staatsausgaben, so wünschenswert sie auch wäre, zu einer erneuten
Rezession geführt. FED-Chef Greenspan gab zu erkennen, daß er bereit wäre zu helfen
indem er die Geldmenge ausdehnen würde um somit den adversen Effekt des Rück-
gangs des Einkommens entgegenzuwirken.
i LM-Kurve
LM’-Kurve
i

IS-Kurve
i’
IS’-Kurve

Y Y

Fünf Jahre später war das Haushaltsdefizit verschwunden und die Wirtschaft ist sieben
Jahren lang expandiert. Fairerweise muß aber auch gesagt werden, daß zum Erfolg auch
eine Menge Glück gehört hat. Von 1995 an herrschte ein extreme hohe Verbraucher-
und Unternehmerzuversicht zur Börse, was die Konsumausgaben hochschnellen ließ
(über einen Rückgang des Sparens), was die IS-Kurve stark nach rechts verschob.

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Mittlere Frist

4.0 Mittlere Frist

4.1 Der Arbeitsmarkt

4.1.1 Größen
Population
- unter 16-Jährigen, Wehrpflichtigen =
noninstitutional civillian Population = Arbeitspotential
- out of labor force = nicht suchende und nicht arbeitende =
Laborforce (L)
- Unemployment, Arbeitslose (U) =
Employment, arbeitdende Bevölkerung (N)

Sowohl die Arbeitslosenrate als auch die absolute Arbeitslosigkeit sind nicht unbedingt
gute Größen um den Arbeitsmarkt entsprechend zu qualifizieren. Zum einen fallen
“hoffnungslose” Fälle aus der Arbeitslosenquote heraus, weil sie nicht mehr aktiv nach
Arbeit suchen und damit aus der Laborforce ausscheiden. Vor allem werden aber nicht
die Ströme in die Arbeitslosigkeit und aus der Arbeitslosigkeit berücksichtigt. Weitere
geegnete Proxis sind:

Strom in Arbeit
------------------------------------- = Kehrwert der durchschnittlichen Verweildauer in Arbeitslosigkeit
Arbeitslose

Arbeitslose Arbeitslose 1 1
in Einheiten: --------------------------- ÷ Arbeitslose = --------------------------- ⋅ --------------------------- = --------------------------
Zeiteinheit Zeiteinheit Arbeitslose Zeiteinheit

4.1.2 Lohnbestimmung
Obwohl es institutionelle Unterschiede in den Arbeitsmärkten verschiedener Länder
gibt (beispielsweise collective bargaining (Gewerkschaften mit Flächentarifen) vor
allem in Deutschland im Gegensatz zu den USA) gibt es Fakten die in allen Ländern
ähnlich zu beobachten sind.
1. Arbeitnehmener werden meist über ihrem Reservationslohn, der Lohn zu dem sie
gerade noch bereit sind zu arbeiten, bezahlt.
2. Löhne hängen stark von den Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt ab. Zu beobachten
ist, daß bei niedriger Arbeitslosigkeit höhere Löhne bezahlt werden und umgekehrt.

Für das erste Faktum werden vor allem zwei Gründe für diese Beobachtungen aufge-
führt.
1. Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer. Im Regelfall steigt diese mit der Qualifika-
tion des Arbeitnehmers.
2. Effizienzlöhne: Um das Abwandern von Arbeitnehmern zu minimieren und damit
Know-How-Aufbaukosten zu senken, werden den Arbeitnehmern höhere Löhne
bezahlt. Bekanntestes Beispiel Henry Ford. 1914 erhöhte er die Löhne von $2,34 auf
$5. Die Abwanderungsrate sank enorm.

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Mittlere Frist

Lohn w hängt von drei Faktoren ab:


e
1. erwartetes Preisniveua P
Warum spielt das erwartete Preisniveau eine Rolle und nicht das bestehende Preisni-
veau? Ausgehandelte Löhne verbleiben für eine gewisse Zeit (bis zu mehreren Jah-
ren) auf einem Niveau. Bei der Lohnverahndlung wird deshalb die erwartete
Preisentwicklung mit berücksichtigt.
2. Arbeitslosenrate u
Der Zusammenhang von u und der Lohnhöhe ist negativ korreliert. D.h. bei hoher
Arbeitslosigkeit stehen die Löhne unter Druck. Für die Arbeitgeber ist es einfacher
einen Arbeitnehmer mit ähnlicher Qualifikation zu finden als bei niedriger Arbeits-
losigkeit. Dies schlägt sich negativ auf den Lohn nieder.
3. generische Variable z
Eine Variable, die alle institutionellen Faktoren, die einen Einfluss auf Lohnhöhe
haben (z.B. Arbeitslosenvericherung), vereinigt. Diese Variable ist positiv mit der
Höhe des Lohns korreliert.

e
w = P F ( u, z )

4.1.3 Preisbestimmung
Das nächste Modell ist ein stark vereinfachendes Modell. Es wird angenommen, daß es
nur einen Produktionfaktor = Arbeit gibt und es wird nur ein Gut hergestellt. Unterneh-
men setzen die Preise kosteninduziert mit einem Preisaufschlag. D.h. niedrige Kosten
niedrige Preise. Der Output ist eine Funktion der Beschäftigten.

Y = AN mit Y = Output , N = Anzahl der Beschäftigten , A = Arbeitsproduktivität

Im folgenden wird zudem angenommen, daß die Produktivität A = 1 ist. Daher

Y = N

Im Gegensatz zum Standard mikroökonomischen Ansatz, wo sich die Löhne in Höhe


von Grenzkosten einstellen, nehmen wir hier ein Preissetzungsverfahren an, da der
Ansatz “Preis = Grenzkosten” bzw. “Lohnhöhe = Grenzkosten” nur bei vollständiger
Konkurrenz funktioniert und viele Unternhemen Marktmacht haben und einen Preisauf-
schlag durchsetzen können.

P = ( 1 + µ )w mit µ = Aufschlag der Unternehmen über die Kosten

4.1.4 Natürliche Arbeitslosenrate


Eine weitere Vereinfachung stellt die Annahme, daß bei Lohnverhandlungen das erwar-
e
tete Preisniveau P mit dem aktuellen Preisniveau P gleichgesetzt wird.
1. Lohnsetzung
w
w = PF ( u , z ) bzw. als Reallohn ---- = F ( u, z )
P
2. Preissetzung
w 1
P = ( 1 + µ )w bzw. ---- = ------------
P 1+µ
3. Gleichgewicht
1
F ( u, z ) = ------------
1+µ

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Mittlere Frist

Reallohn w/P

A Preissetzungsrelation PS
1/(1+µ)
Lohnsetzungsrelation WS
un Arbeitslosenrate u

Punkt A wird als natürliche Arbeitslosenrate bezeichnet obwohl Blanchard zu bedenken


gibt, daß die Wahl des Namens irreführend ist. Denn das adjektiv “natürlich” erweckt
den Eindruck als wäre die Höhe dieser Arbeitslosigkeit nicht beeinflussbar. Tatsächlich
haben aber institutionelle und strukturelle Faktoren (Bsp. Höhe der Arbeitslosenversi-
cherung, Existenz und Machtposition von Gewerkschaften, Machtpositionen von Unter-
nehmen usw.) durchaus einen Einfluss auf die natürliche Arbeitslosigkeit.

4.1.5 Unterschiedliche Szenarien


1. Verbesserung der Arbeitslosenversicherung
Eine Erhöhung des Arbeitslosengeld kann als eine Erhöhung der Variablen z gese-
hen werden. Dadurch verschiebt sich die Lohnsetzungskurve WS nach oben.

Reallohn w/P

A’
A Preissetzungsrelation PS
1/(1+µ)
Lohnsetzungsrelation WS’
Lohnsetzungsrelation WS
un un’ Arbeitslosenrate u
Das Gleichgewicht verschiebt sich von A nach A’ und die Arbeitslosenrate steigt bei
gleichem Gleichgewichtslohn von u n nach u n'.
2. Verbesserung der Marktstruktur durch Antimonopolgesetze
Regelungen dieser Art verkleinern die Möglichkeit des Preisaufschlags µ. Dies
impliziert ein höheren Reallohn w/P und verschiebt die Preissetzungskurve PS nach
oben.

Reallohn w/P

A’ Preissetzungsrelation PS’
1/(1+µ’)
A Preissetzungsrelation PS
1/(1+µ)
Lohnsetzungsrelation WS
un’ un Arbeitslosenrate u
1
Das Gleichgewicht verschiebt sich von A nach A’, das Lohnniveau steigt von ------------
1+µ
1
auf ------------- und die Arbeitslosenrate sinkt von u n nach u n'.
1 + µ'

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Mittlere Frist

4.1.6 Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit und Output und Lohn


Un L – Nn Nn
u n = ------ = --------------- = 1 – ------
L L L

Nn = L ( 1 – un )

Yn = Nn = L ( 1 – un)

w
---- = F ( u n, z ) (Lohnsetzung)
P

P- w 1
--- = 1 + µ , ---- = ------------ (Preissetzung)
w P 1+µ

1
F ( u n, z ) = ------------
1+µ

Y 1
F 1 – ----n- , z = ------------
L 1+µ

Y Y
Wenn Output Y steigt, steigt der Term ----n- und sinkt der Term 1 – ----n-, z ,
L L
Yn
u = 1 – ----- geht negativ in die Lohnfunktion an, weshalb eine Verringerung des Terms
L
Y
1 – ----n-, z zu einer Zunahme des Lohns führt. Dies wiederum schlägt sich in höheren
L
Kosten nieder, was zu einem Preisaufschlag führt.

4.2 Das AS-AD Modell


Im AS-AD Modell werden alle Märkte, das heißt Realgütermarkt, Geldmarkt und
Arbeitsmarkt abgebildet. Dazu muß ein Gleichgewicht in allen Märkten herrschen. Dies
wird durch zwei Beziehungen erreicht. Zum einen durch die aggregierte Angebotsfunk-
tion, diedie Gleichgewichtsbedingung auf dem Arbeitsmarkt abbildet und zum anderen
durch die aggregierte Nachfragefunktion, die die Gleichgewichtsbedingung im Güter-
und Geldmarkt darstellt erreicht.

4.2.1 Die AS-Relation


e
w = P F ( u, z ) (Lohnsetzung WS)

P = ( 1 + µ )w (Preissetzung PS)

e
P = ( 1 + µ )P F ( u, z ) (WS in PS)

e
P = P ( 1 + µ )F ( u, z ) (umgestellt)

e Y
P = P ( 1 + µ )F 1 – ---, z u substituiert
L

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Mittlere Frist

Zwei wichtige Eigenschaften der letzten Gleichung:


1. Ein erwartetes höheres Preisniveau führt Stück für Stück zu einem erhöhtem tatsäch-
lichen Preisniveau.
Y
2. Je größer Y desto höher das Preisniveau (da 1 – --- = u negativ in F eingeht.) Dies
L
geschieht in vier Schritten:
1. Anstieg des Outputs zieht eine Ausweitung von N nach sich
2. Anstieg von N führt zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit u
3. Niedrigere Arbeitslosigkeit u führt zu höheren Nominallöhnen
4. Höhere Löhne führen zu höheren Kosten, die zu einem höheren Preisnivau führen
AS’ mit Pe’ > Pe
Preisniveau P
AS mit Pe

Pe’ A’

Pe A
Yn Output Y

Die zwei Charakteristika ziehen zwei Implikate nach sich.


1. Wenn der Output über dem natürlichen Output liegt, dann ist das Preisniveau über
dem erwarteten Niveau.
2. Ein Anstieg des erwarteten Preisniveaus verschiebt die AS Kurve nach oben.

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