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7.6.2002

Blanchard

Makroökonomik

Marcus Rübsamen

Summary

1.0 Einführung

1.1 GDP, BIP

General domestic Product = Brutto Inlandsprodukt

1.1.1 Betrachtungsweisen:

Das GDP lässt sich auf drei Arten auffassen:

1. Als Wert aller Endprodukte und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft in einem Zeitraum

2. Als Summe aller Mehrwerte in einer Volkswirtschaft in einem Zeitraum

3. Als Summe aller Einkommen in einer Volkswirtschaft in einem Zeitraum

1.1.2 Differenzierung nach realer und nominaler Größe

Reale Größen geben die Entwicklung des GDP in Geldeinheiten aus einem festgelegten Jahr an. Inflation wird dabei herausgerechnet und Zahlen vergleichbar gemacht.

1.1.3 Wachstumsrate

Wachstumsrate

Y t – 1 Y t – 1

= ---------------------

Y t

2.0 Weitere makroökonomische Variable

2.1 Arbeitslosenrate, Unemployment Rate

2.1.1 Definition

 

U

mit

 

u

=

----

 

L

U

= Anzahl der Arbeitslosen

,

L = Gesamtheit der Arbeitsfähigen (labor force)

Kurze Frist

L =

N = beschäftigte Arbeitsfähige

N + U

mit

, U = nichtbeschäftigte Arbeitsfähige und -willige

Diejenigen, die nicht mehr nach einer Arbeit suchen fallen aus dem Pool der Arbeitsfä- higen und werden damit nicht mehr in der Arbeitslosenquote erfasst.

2.1.2 Okun’s Law

Hohes Wachstum des GDP zieht meist einen Rückgang der Arbeitslosigkeit nach sich, oder andersherum: hohe Beschäftigung zieht hohes Einkommen nach sich.

2.2 Inflationsrate

2.2.1 GDP Deflator

P t

=

nominales GDP t

$Y t

---------------------------------------

=

--------

reales GDP t

Y t

2.2.2 Konsumer Preisindex, Consumer Price Index (CPI)

Warenkorb für Endverbraucher

2.2.3 Inflation und Arbeitslosigkeit

Stichwort Philipskurve. In Zeiten niedriger Arbeitslosigkeit ist die Inflationsrate meist höher. Dies ist jedoch kein stabiler Zusammenhang

3.0 Kurze Frist

3.1 Gütermarkt

3.1.1 Nachfrage nach Gütern

Z C + I + G + (Ex Im)

C = Konsum

Im = Importe

mit

,

I = Investitionen

,

G = Staatsausgaben

,

Ex = Exporte

3.1.2 Konsum

C

Y D = verfügbares Einkommen, disposable Income

=

C

0

+ cY D

mit

C 0 = autonomer Konsum

,

c = Konsumneigung

,

Y D Y T

mit

Y = Einkommen

,

T = Steuern, Taxes

C

=

C

0

+ c(Y T)

3.1.3 Investition

und

I = I Investitionen werden hier als exogen vorgegeben angenommen.

3.1.4 Staatsausgaben, Goverment Spending

G und T werden hier ebenfalls als exogen vorgegeben angenommen.

Kurze Frist

3.1.5 Bestimmung des gleichgewichtigen Outputs

1. Algebraische Herleitung

Y

Y

=

=

Z

C

Angebot = Nachfrage

0

+ c(Y T) + I + G

Y

=

C

0

+ cY cT + I + G

(1 – c)Y

=

Y

=

1

-----------

1 – c

[

[

C

C

0

+ I + G cT]

0

+ I + G cT]

1

mit ----------- 1 – c

2. graphische Herleitung

Nachfrage, Produktion

als sogenannten Multiplikator

Produktion Anpasssungs- Nachfrage 2, bsp. durch Erhöhung autonomer Staatsausgaben prozess Nachfrage 1 y1 y2
Produktion
Anpasssungs-
Nachfrage 2, bsp. durch Erhöhung
autonomer Staatsausgaben
prozess
Nachfrage 1
y1
y2
Einkommen

Erklärung des Multiplikators aus der Graphik: Entlang des Anpassungsprozess entwik- kelt sich folgende geometrische Reihe:

Multiplikator

=

(

1

+

c

+

c

2

3.1.6 Investionen = Sparen

S

=

S Pr

S

=

Pr

+

Y D

S St

C

=

Y T C

S St

=

T G

für geschlossene VW gilt:

Y

+

c

3

+

+

c

n

)

=

C + I + G

 

[

C

0

+ I + G cT]

=

1

-----------

1 – c

[

C

0

+ I + G cT]

Y

C

=

I + G

auf beiden Seiten Steuern T abgeszogen

Y

C T

=

I + G T

 

S Pr

=

I + G T

 

I

=

S

Pr

+ T G

=

S

Pr

+

S St

I =

S

Kurze Frist

3.1.7 Herleitung der Gleichgewichtsbedingung über Sparen

S

S

S

I

= (Y T C) + (T G)

= [

Y T

C

0 c(Y T)] + [T G]

=

[

(1 – c)(Y T)

C

0

] + [T G]

wegen Identität

I

=

[

(1 – c)(Y T)

C

0

] + [T G]

nach

Y

auflösen:

(1 – c)Y

=

I

+

(1 – c)T

+

C

0

(T G)

=>

(1 – c)Y

=

Y

=

1

-----------

1 – c

[

C

0

+ I + G cT]

=

C

S

0

+ I + G cT

3.2

Geldmarkt

3.2.1 Geldnachfrage

ist eine Funktion, die positiv abhängig ist vom Nominaleinkommen ($Y) und negativ

abhängig ist von einer Funktion des Zinses

L (i)

M

d

L (i)

=

=

$YL (i)

------- M d $Y

1

----------

M

-----

Y

=

------ $Y

M

= velocity = Umlaufgeschwindigkeit

3.2.2 Geldangebot

Geld wird von 2 Institutionen angeboten:

1. Zentralbank in Form von Bargeld

2. Banken in Form von Giralgeld

3.2.3 Bstimmung des gleichgewichtigen Zinses

Annahme: es gibt zunächst nur Bargeld (kein Giralgeld)

Im Gleichgewicht gilt: M d = M s M = $YL (i) , LM Beziehung
Im Gleichgewicht gilt:
M d
= M s
M
= $YL (i)
, LM Beziehung
i
M s
i’
i
M d ’
M d

M

, Geldangebot = Geldnachfrage

für M d gilt: $Y’ > $Y höheres Einkommen führt bei gegebener

Geldmdenge zu höheren Zinsen

Kurze Frist

i

i

i

M s s M ’ M d
M s
s
M
M d

M

für M s ’ gilt: Ausweitung des Geldangebots führt zu niedrigeren Zinsen

3.2.4 Maßnahmen zur Geldmengensteuerung

Offenmarktpolitik

Offenmarktpolitik weil Bonds am offenen Markt gekauft oder verkauft werden.

1. Um Geldmenge zu erhöhen: Rückkauf von Bonds gegen gedrucktes Geld

2. um Geldmenge zu verknappen: Verkauf von Bonds gegen Geld

3.2.5 Zins-/Preisbildung von Bonds

i

=

$P

----------------------------------------- , mit

– $P

b(t + 1)

b(t)

$P b(t)

$P b(t + 1)

=

nomineller Wert des Bonds in einem Jahr ,

$P b(t) = nomineller Kaufpreis

$P b(t)

$P b(t + 1)

= -------------------- 1 + i

1. Bei expansiver Offenmarktspolitik bedeutet das: ZB kauft Bonds, gibt damit Geld, gleichzeitig bedeutet das eine Erhöhung der Nachfrage nach Bonds, wodurch die Kaufpreise für die Bonds steigen, wodurch die Verzinsung der Bonds fallen.

2. Bei kontrahiver Offenmarktspolitik bedeutet das: ZB verkauft Bonds, entzieht damit Geld, gleichzeitig bedeutet das eine Senkung der Nachfrage nach Bonds, wodurch die Kaufpreise für die Bonds fallen, wodurch die Verzinsung der Bonds steigt.

Kurze Frist

3.2.6 Bestimmung des gleichgewichtigen Zinses

Tabelle 1.

Bilanz der Banken

Aktiva

Passiva

Reserven

(Guthaben der Kunden) Depositen

Kredite

Bonds

Tabelle 2.

Bilanz der Zentralbank

Aktiva

Passiva

Bonds

Zentralbankgeld M s =

Reserven

Bargeld

Das Zentralbankgeldangebot ist nach der Bilanz

M s

=

R + CU

,

R = Reserven

und

CU = Bargeld (Currency)

Die Nachfrage nach Geld ist eine Funktion, die negativ mit dem Zins korreliert ist:

M d

=

$YL (i)

Die Nachfrage nach Bargeld ist demnach:

CU d

=

cM

d

mit

c = Anteil des Zentralbankgelds in Bargeld

die Nachfrage nach Depositen hingegen ist:

D

d

=

(1 – c)M d

mit

D d = Nachfrage nach Depositen (=Sichteinlagen, Guthaben)

Die Nachfrage nach Reserven ist

R = θD = Mindestreservesatz × Depositen

daraus folgt

R

d

=

θ(1 – c)M d

Die Bestimmung des Zinssatzes ist

M

s

=

M d

M

s

=

CU

d

+ R d

M s

=

cM

d

+

θ(1 – c)M

d

=

[c + θ(1 – c)]M d

M s = [c + θ(1 – c)]$YL(i)

Kurze Frist

i

i

M s M d = CU d + R d
M s
M d = CU d + R d

M = Zenztalbankgeld

Nachfrage nach Reserven

R d

=

M

s

CU d

eine weitere Unmformung stellt Geldangebot = Geldnachfrage dar:

---------------------------------M s = $YL(i)

[c + θ(1 – c)]

1

Wie kann dieses Gleichung interpretiert werden? Beispiel:

c

=

0, 4

und

θ

=

0, 1

dann ist

[c

+ θ(1 – c)]

=

0, 4 + 0, 1(0, 6)

= 0, 46 , der Multiplikator ist dann

1

2, 2

------------

=

Der Multiplikator von 2,2 bedeutet, daß das Gesamtgeldangebot um das

0, 46 2,2-fache der Zunahme des Zentralbankgeldangebotes steigt. Dieser Zusammenhang spiegelt sich im Ausdruck für das Zentralbankgeld “high powered money” wider, da eine Erhöhung der Zentralbankgeldmenge eine um den Multiplikator erhöhtes Geldan- gebot nach sich zieht.

Wie funktioniert die Geldmengenerhöhung genau? Folgendes Beispiel soll dies zeigen:

In dieser Ökonomie besteht kein Interesse am Halten von Bargeld, was bededeutet

c

=

0

. Die Reservehaltung liegt bei

θ

=

0, 1

.

Zentralbank betreibt Offenmarktspolitik und kauft für DM 100 Bonds

1. Verkäufer 1 der Bonds bringt die DM 100 zur Bank 1, wo sie zu Depositen werden

2. Die Bank 1 behält DM 100 x 0,1 = DM 10 in Reserve und kauft mit dem Rest Bonds.

3. Der Verkäufer 2 bringt DM 90 zur Bank 2, wo sie wieder zu Depositen werden

4. Bank 2 behält DM 90 x 0,1 = DM 9 und kauft mit den restlichen DM 81 Bonds

5. Verkäufer 3

Die Zunahme am Geldangebot liegt also in einer geometrischen Reihe

DM 100(1+0,9+0,9 2 +

0

,

9

3

+

0

,

9 4

------------------

1

1 – 0, 9

+ …)

der Grenzwert für diese geometrische Reihe

 

1

10

=

---------

=

 

oder allgemein bei

0, 1

1

10

=

--------- =

0, 1

liegt in diesem Beispiel bei

1

---------------------------------

[c + θ(1 – c)]

=

1

----------------------------------------

[0 + 0, 1(1 – 0)]

Eine Erhöhung der Zentralbankmenge führt zu einer zehnfachen Erhöhung der Gesamt- geldmenge.

Kurze Frist

3.3 Verbindung von Güter- und Geldmarkt: Das IS-LM Modell

3.3.1 Die IS-Kurve

Im ersten Schritt wird die in Kapitel “Investition” auf Seite 2 getroffene Annahme, daß die Investitionen autonom sind aufgehoben. Die Höhe der Investionen sind positiv abhängig von der Höhe des Outputs und negativ abhängig von der Höhe des Zinses:

I

= I (Y, i)

Daraus folgt die IS Funktion:

Y

=

C

0

+

c(Y T)

+

I

(Y, i)

+ G

Nachfrage, Produktion

Produktion Nachfrage 1 beim Zinssatz i 1 Nachfrage 2 beim Zinssatz i 2 > i
Produktion
Nachfrage 1 beim Zinssatz i 1
Nachfrage 2 beim Zinssatz i 2 > i 1
Einkommen
Y2
Y1

Erhöhung des Zinsniveau führt zu niedrigerem Einkommen

Kurze Frist

Zusammen mit der LM Kurve zeigt die IS Kurve welches Einkommen bei welchem Zinsniveau in ein einer Volkswirtschaft herrscht.

Nachfrage

Produktion Nachfrage 1 beim Zinssatz i 1 Nachfrage 2 beim Zinssatz i 2 > i
Produktion
Nachfrage 1 beim Zinssatz i 1
Nachfrage 2 beim Zinssatz i 2 > i 1
Y2
Y1
Einkommen, Output
Zinssatz
i2
i1
Einkommen, Output
Y2
Y1

3.3.2 Interpretation der IS-Kurve

Eine Erhöhung des Zinsniveaus führt zu einem Rückgang der gesamtwirtschafltlichen Nachfrage, was in einem Rückgang des Einkommens/Produktion resultiert. Die IS- Kurve hat deswegen eine negative Steigung.

Kurze Frist

3.3.3 Graphische Herleitung der IS-Kurve I IV i i IS-Kurve I Y II S III
3.3.3 Graphische Herleitung der IS-Kurve
I
IV
i
i
IS-Kurve
I
Y
II
S
III
S
Y
I

Aussage: niedriger Zinsatz führt zu höherer Produktion/Einkommen

3.3.4 Verschiebungen der IS-Kurve

Steuern und Staatsausgaben verschieben die IS-Kurve. Steuern verschieben die IS- Kurve nach links, Einkommen und Produktion sinken also bei Vorhandensein von Steu- ern. Wirkungskette:

1. Bei einem gegebenen Zinsniveau werden Steurn eingeführt oder erhöht

2. Das verfügbare Einkommen sinkt

3. Konsum sinkt

4. Nachfrage sinkt

5. durch Multiplikator sinkt das Gleichgewichtseinkommen über das Maß der Steuerer- höhung

Analog verhält es sich mit mit Staatsausgaben jedoch gegenteilig

Kurze Frist

.

Zinsen i IS-Kurve mit Steuern T IS’-Kurve mit Steuern T’ (T’ > T) Einkommen Y2
Zinsen i
IS-Kurve mit Steuern T
IS’-Kurve mit Steuern T’ (T’ > T)
Einkommen
Y2
Y1

3.3.5 Zentrale Aussagen des IS-Modells

1. Gleichgewicht im Gütermarkt bedingt, daß Output eine abnehmende Funktion des Zinses ist

2. Dieser erste Zusammenhang äußert sich in einer negativen Steigung der IS-Kurve

3. Eine Änderung der Faktoren, die eine Änderung der Nachfrage nach sich ziehen, verschieben die IS-Kurve nach links oder rechts.

3.3.6 Geldmarkt und die LM-Relation

Gleichgewichtsbedingung auf dem Geldmarkt, die über Zinsvariation erreicht wird, lau-

tet M

dung zum Gütermarkt zu bringen sind reale Größen notwendig. Deshalb wird obige Gleichung durch das Preisviveau geteilt:

. Dabei handelt es sich um nominale Größen. Um Geldmarkt in Verbin-

=

$YL (i)

M

-----

P

=

$YL (i)

---------------

P

=

YL (i)

M

-----

P

=

YL (i)

=> LM-Relation

Ab hier müsste es heißen “reales Geldangebot” und “reale Geldnachfrage”. Der Ein- fachheit halber belassen wir es bei Geldangebot und Geldnachfrage.

Kurze Frist

3.3.7 Die LM-Kurve

i M s i’ i M d ’ M d
i
M s
i’
i
M d ’
M d

M/P

für M d ’ gilt: Y’ > Y höheres Einkommen führt bei gegebener

Geldmdenge zu höheren Zinsen

i M s i i’ i’ M d ’ i i M d
i
M s
i
i’
i’
M d ’
i
i
M d

M/P

Y

Y

LM-Kurve

Y

Interpretation: hohe Produktion/Einkommen zieht zieht eine erhöhte Nachfrage nach Geld nach sich. Bei gegebenem Geldangbot kommt es zu einem höheren Gleichge- wichtszins. Das Verhältnis zwischen Produktion/Einkommen und Zins wird als LM- Kurve bezeichnet und ist positiv geneigt.

3.3.8 Graphische Herleitung der LM-Kurve I IV i i LM-Kurve LS Y LT LT II
3.3.8 Graphische Herleitung der LM-Kurve
I
IV
i
i
LM-Kurve
LS
Y
LT
LT
II
III
Y
LS

Erklärung und Interpretation:

Kurze Frist

Die Geldnachfrage besteht aus einer Funktion, die von den Faktoren Einkommen und Zinsen abhängig ist. Die positiv korrelierte Größe “Einkommen” führt zu einer Erhö- hung der Geldnachfrage, weil mehr Transaktionen durchgeführt werden. Diesen Teil der Geldnachfrage nennt man daher Transaktionskassenhaltung LT. Der andere Faktor Zins i ist negativ mit der Geldnachfrage korreliert. Zur Anschauung: sind die Zinsen hoch, wird so wenig wie möglich Geld ge-halten, nämlich nur so viel wie für die Transaktio- nen notwendig sind. Ist der Zins niedrig wird mehr Geld gehalten. Diesen Teil der Geld- nachfrage nennt man Spekulationskassenhaltung LS.

Diagramm 1 zeigt die Abhängigkeit von Zins zu Spekulationskasse. Ist der Zins hoch, wird wenig Geld gehalten.

Diagramm 2 zeigt das Verhältnis von Transaktionskassenhaltung und Spekultionskas- senhaltung. Eine gegebene Menge Geld kann in einem beliebigen Verhältnis zwischen Spekulationskasse und Transaktionskasse aufgeteilt werden.

Diagramm 3 zeigt die steigende Nachfrage nach Transaktionsgeld bei höherem Einkom- men.

Diagramm 4 zeigt die LM-Kurve: Höherer Output zieht bei gegebenem Geldangebot höhere Zinsen nach sich.

3.3.9

Verschiebungen der LM-Kurve

i

i

nach sich. 3.3.9 Verschiebungen der LM -Kurve i i ’ LM -Kurve für M/P LM ’-Kurve

LM-Kurve für M/P

LM’-Kurve für M’/P > M/P

Y Y

1. exogen: M/P steigt (entweder durch gestiegenes nominales Geldangebot oder durch ein gesunkenes Preisniveau)

2. Bei einem gegebenen Output/Einkommen führt dies zu einem niedrigeren Zinsni- veau.

3.3.10

Zentrale Aussagen des LM-Modells

1. Gleichgewicht auf Geldmärkten impliziert, daß der Zinssatz eine positive Funktion des Einkommens ist. Dies zeigt sich in positiven Steigung der LM-Kurve.

2. Bei Steigerungen des Geldangebots verschiebt sich die LM-Kurve nach unten; bei der Senkung des Geldangebots verschiebt sich die Kurve nach oben.

Kurze Frist

3.3.11 Die Zusammenführung der Geld- und Gütermärkte, das IS-LM-Modell

Zu jeder Zeit muß das Angebot von Gütern der Nachfrage nach Gütern entsprechen; und zu jeder Zeit muß das Angebot von Geld der Nachfrage von Geld enstprechen. Es muß also gelten:

1.

2.

i

i

IS-Beziehung:

Y

=

LM-Beziehung:

M

-----

P

C

=

(Y T)

YL (i)

+

I

(Y, i)

+ G

----- P C = ( Y – T ) Y L ( i ) + I

LM-Kurve = geometrischer Ort aller Gleichgewichte der Geldmärkte

IS-Kurve = geometrischer Ort aller Gleichgewichte der Gütermärkte

Y

Y

3.3.12 Fiskalpolitik und Geldpolitik — Auswirkungen auf Zinsen und Output

Wie wirkt sich eine Änderung der Fiskalpolitik auf Output und Zinsen aus? Im folgen- den Beispiel wird eine Steuereerhöhung zur Defizitreduktion eingeführt.

Auswirkungen auf dem Gütermarkt:

1. Dier Erhöhung der Steuern führt zu einem Rückgang des verfügbaren Einkommens.

2. Rückgang des verfügbaren Einkommens führt zu einem Rückgang von Konsum.

3. Durch den Multiplikator führt dies zu einem niedrigeren Output.

4. Die IS Kurve verschiebt sich dadurch nach links.

Auswirkungen auf den Geldmarkt

1. In der LM Relation

M

-----

P

= YL (i)

gibt es keine Abhängigkeiten von den Steuern

2. Die LM Kurve bleibt also unberührt

Gesamtsicht

1. Die IS-Kurve verschiebt sich nach links.

2. Die LM-Kurve bleibt unverändert.

3. Das Einkommen und der Zins wandern entlang der LM-Kurve nach links und unten.

4. Die Volkswirtschaft pendelt sich bei einem niedrigeren Einkommen und einem nied- rigeren Zinsniveau ein.

Kurze Frist

graphische Herleitung: I IV i i IS-Kurve I Y II S III S Y I
graphische Herleitung:
I
IV
i
i
IS-Kurve
I
Y
II
S
III
S
Y
I

Wieso bewegt sich die Sparfunktion (Graph 3) nach oben? Gehen wir alle 4 Graphen durch.

1. Im ersten Graph sind die Investionen gegen die Zinsen abgetragen. Das bedeutet, daß die Steuern und Staatsausgaben hier keinen Einfluß auf die Investitionen haben. Der Graph bleibt daher unberührt.

2. Der zweite Graph ist eine Identitätsgleichung rührt.

3. In der wörtlichen Beschreibung haben wir festgestellt, daß in der Wirkungskette das gesunkene Einkommen zu einem Rückgang des Konsum führt. Der wiederum die IS-Kurve nach links verschiebt. Nun sind Konsum und Sparen zwei Seiten der glei- chen Medallie. Ein Rückgang des Einkommens führt sicher auch zu einer Änderung des Sparens. Volkswirtschaftliches Sparen besteht aus den Komponenten staatliches

I

=

S

und bleibt daher auch unbe-

Sparen (

S

S

S

S

S

Wenn die Steuern um T steigen, steigt das gesamtwirtschaftliche Sparen um

Sparfunktion von Graph 3 verschiebt sich damit um

S St

=

T G

) und privates Sparen (

S

St

+

S Pr

(T G)

+ [

S

0

+ s(Y T)]

(T G)

+ [

G

G

C

C

0

0

+ (1 – c)Y (1 – c)T + T

+ (1 – c)Y + cT

S pr

=

S

0

+ s(Y T)

)

=

=

=

=

=

C

0 + (1 – c)(Y T)] , Sparen durch Konsum ausgedrückt

,

T

separieren

cT nach oben.

cT . Die

4. Die IS-Kurve in Graph 4 verschiebt sich damit nach links unten.

Kurze Frist

Ein weiteres Beispiel: Notenbank betreibt expansive Offenmarktpolitik. (Geldmenge wächst)

Auswirkungen auf dem Gütermarkt:

1. In der IS-Relation

+

Y

=

C

(Y T)

Geldmenge.

I

(Y, i)

+ G

2. IS-Kurve bleibt daher unberührt.

gibt es keine Abhängigkeiten von der

Auswirkungen auf den Geldmarkt

1. Erhöhung von

hung der realen Geldmenge

M führt unter der Anahme eines stabilen Preisniveaus zu einer Erhö-

M P .

2. Bei einer Erhöhung der Geldmenge verschiebt sich die LM-Kurve nach unten.

3. Das bedeutet einen Rückgang des Zinsniveaus.

Gesamtsicht

1. Die IS-Kurve bleibt unverändert.

2. Die LM-Kurve verschiebt sich nach unten.

3. Das Einkommen und der Zins wandern entlang der IS-Kurve nach rechts und nach unten.

4. Die Volkswirtschaft pendelt sich bei einem höheren Einkommen und einem niedri- geren Zinsniveau ein.

graphische Herleitung: I IV i i LM-Kurve LS Y LT LT II III Y LS
graphische Herleitung:
I
IV
i
i
LM-Kurve
LS
Y
LT
LT
II
III
Y
LS

Wieso bewegt sich die LT-LS-Kurve (Graph 2) nach oben? Gehen wir alle 4 Graphen durch.

Kurze Frist

1. Im ersten Graph ist die Höhe der Spekulationskasse gegen den Zins abgetragen. Dies ist eine feste Beziehung; der Graph bleibt daher unberührt.

2. Der zweite Graph resultiert aus der Gleichung

L T

+

L

s

=

M

. Wenn

M

steigt ver-

schiebt sich die Kurve nach rechts und nach oben.

3. Der dritte Graph zeigt die feste Beziehung zwischen Einkommen und Transaktions- kassennachfrage. Sie ist von der Geldmenge selbst unabhängig, wodurch die Kurve unberührt bleibt.

4. Die LM-Kurve in Graph 4 verschiebt sich damit nach rechts unten.

3.3.13 Übersicht über die Auswirkungen sämtlicher Aktivitäten in der Fiskal- und Geldpolitik

Tabelle 3.

Übersicht über die Auswirkungen sämtlicher Aktivitäten in der Fiskal- und Geldpolitik

 

Verschiebung

Verschiebung

Bewegung des

Bewegung des

der IS-Kurve

der LM-Kurve

Outputs

Zinsniveaus

Erhöhung der

links

keine

unten

unten

Steuern

Senkung der

rechts

keine

oben

oben

Steuern

Erhöhung der

rechts

keine

oben

oben

Staatsausgaben

Senkung der

links

keine

unten

unten

Staatsausgaben

Erhöhung des

keine

unten

oben

unten

Geldangebots

Senkung des

keine

oben

unten

unten

Geldangebots

3.3.14 Clinton-Greenspan Policy Mix

Zu Beginn seiner Amtszeit sah sich Clinton dem scheinbar unlösbaren Problem , ein Haushaltsdefizit von 4,5% und gleichzeitig eine nur zögerlich erholende Wirtschaft nach der 1990-1991 Rezession, gegenüber. Das Problem war eindeutig: Hätte doch eine Reduktion der Staatsausgaben, so wünschenswert sie auch wäre, zu einer erneuten Rezession geführt. FED-Chef Greenspan gab zu erkennen, daß er bereit wäre zu helfen indem er die Geldmenge ausdehnen würde um somit den adversen Effekt des Rück- gangs des Einkommens entgegenzuwirken.

LM-Kurve i LM’-Kurve i i’ IS’-Kurve Y Y
LM-Kurve
i
LM’-Kurve
i
i’
IS’-Kurve
Y Y

IS-Kurve

Fünf Jahre später war das Haushaltsdefizit verschwunden und die Wirtschaft ist sieben Jahren lang expandiert. Fairerweise muß aber auch gesagt werden, daß zum Erfolg auch eine Menge Glück gehört hat. Von 1995 an herrschte ein extreme hohe Verbraucher- und Unternehmerzuversicht zur Börse, was die Konsumausgaben hochschnellen ließ (über einen Rückgang des Sparens), was die IS-Kurve stark nach rechts verschob.

Mittlere Frist

4.0 Mittlere Frist

4.1 Der Arbeitsmarkt

4.1.1 Größen

Population

- unter 16-Jährigen, Wehrpflichtigen =

noninstitutional civillian Population = Arbeitspotential

- out of labor force = nicht suchende und nicht arbeitende =

Laborforce (L)

- Unemployment, Arbeitslose (U) =

Employment, arbeitdende Bevölkerung (N)

Sowohl die Arbeitslosenrate als auch die absolute Arbeitslosigkeit sind nicht unbedingt gute Größen um den Arbeitsmarkt entsprechend zu qualifizieren. Zum einen fallen “hoffnungslose” Fälle aus der Arbeitslosenquote heraus, weil sie nicht mehr aktiv nach Arbeit suchen und damit aus der Laborforce ausscheiden. Vor allem werden aber nicht die Ströme in die Arbeitslosigkeit und aus der Arbeitslosigkeit berücksichtigt. Weitere geegnete Proxis sind:

Strom ------------------------------------- in Arbeit Arbeitslose

= Kehrwert der durchschnittlichen Verweildauer in Arbeitslosigkeit

in Einheiten:

--------------------------- Arbeitslose ÷ Arbeitslose Zeiteinheit

4.1.2 Lohnbestimmung

Arbeitslose

1

1

=

--------------------------- ---------------------------

= --------------------------

Zeiteinheit

Arbeitslose

Zeiteinheit

Obwohl es institutionelle Unterschiede in den Arbeitsmärkten verschiedener Länder gibt (beispielsweise collective bargaining (Gewerkschaften mit Flächentarifen) vor allem in Deutschland im Gegensatz zu den USA) gibt es Fakten die in allen Ländern ähnlich zu beobachten sind.

1. Arbeitnehmener werden meist über ihrem Reservationslohn, der Lohn zu dem sie gerade noch bereit sind zu arbeiten, bezahlt.

2. Löhne hängen stark von den Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt ab. Zu beobachten ist, daß bei niedriger Arbeitslosigkeit höhere Löhne bezahlt werden und umgekehrt.

Für das erste Faktum werden vor allem zwei Gründe für diese Beobachtungen aufge- führt.

1. Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer. Im Regelfall steigt diese mit der Qualifika- tion des Arbeitnehmers.

2. Effizienzlöhne: Um das Abwandern von Arbeitnehmern zu minimieren und damit Know-How-Aufbaukosten zu senken, werden den Arbeitnehmern höhere Löhne bezahlt. Bekanntestes Beispiel Henry Ford. 1914 erhöhte er die Löhne von $2,34 auf $5. Die Abwanderungsrate sank enorm.

Mittlere Frist

Lohn w hängt von drei Faktoren ab:

1. erwartetes Preisniveua P e Warum spielt das erwartete Preisniveau eine Rolle und nicht das bestehende Preisni- veau? Ausgehandelte Löhne verbleiben für eine gewisse Zeit (bis zu mehreren Jah- ren) auf einem Niveau. Bei der Lohnverahndlung wird deshalb die erwartete Preisentwicklung mit berücksichtigt.

2.

Arbeitslosenrate

Der Zusammenhang von u und der Lohnhöhe ist negativ korreliert. D.h. bei hoher Arbeitslosigkeit stehen die Löhne unter Druck. Für die Arbeitgeber ist es einfacher einen Arbeitnehmer mit ähnlicher Qualifikation zu finden als bei niedriger Arbeits- losigkeit. Dies schlägt sich negativ auf den Lohn nieder.

u

3. generische Variable z Eine Variable, die alle institutionellen Faktoren, die einen Einfluss auf Lohnhöhe haben (z.B. Arbeitslosenvericherung), vereinigt. Diese Variable ist positiv mit der Höhe des Lohns korreliert.

w

=

P

e

F(u, z)

4.1.3 Preisbestimmung

Das nächste Modell ist ein stark vereinfachendes Modell. Es wird angenommen, daß es nur einen Produktionfaktor = Arbeit gibt und es wird nur ein Gut hergestellt. Unterneh- men setzen die Preise kosteninduziert mit einem Preisaufschlag. D.h. niedrige Kosten niedrige Preise. Der Output ist eine Funktion der Beschäftigten.

Y =

AN

mit

Y = Output

,

N = Anzahl der Beschäftigten

,

A = Arbeitsproduktivität

Im folgenden wird zudem angenommen, daß die Produktivität

A

=

1

ist. Daher

Y =

N

Im Gegensatz zum Standard mikroökonomischen Ansatz, wo sich die Löhne in Höhe von Grenzkosten einstellen, nehmen wir hier ein Preissetzungsverfahren an, da der Ansatz “Preis = Grenzkosten” bzw. “Lohnhöhe = Grenzkosten” nur bei vollständiger Konkurrenz funktioniert und viele Unternhemen Marktmacht haben und einen Preisauf- schlag durchsetzen können.

P =

(1 + µ)w

mit

µ = Aufschlag der Unternehmen über die Kosten

4.1.4 Natürliche Arbeitslosenrate

Eine weitere Vereinfachung stellt die Annahme, daß bei Lohnverhandlungen das erwar-

tete Preisniveau P e

1. Lohnsetzung

mit dem aktuellen Preisniveau

P gleichgesetzt wird.

w

= PF(u, z)

bzw. als Reallohn

w

----

P

= F(u, z)

2. Preissetzung

P

=

(1 + µ)w

bzw.

3. Gleichgewicht

1

F(u, z)

= ------------

1 + µ

w

----

P

1

= ------------ 1 + µ

Mittlere Frist

Reallohn w/P

1/(1+µ)

A
A

Preissetzungsrelation PS

Lohnsetzungsrelation WS

u n

Arbeitslosenrate u

Punkt A wird als natürliche Arbeitslosenrate bezeichnet obwohl Blanchard zu bedenken gibt, daß die Wahl des Namens irreführend ist. Denn das adjektiv “natürlich” erweckt den Eindruck als wäre die Höhe dieser Arbeitslosigkeit nicht beeinflussbar. Tatsächlich haben aber institutionelle und strukturelle Faktoren (Bsp. Höhe der Arbeitslosenversi- cherung, Existenz und Machtposition von Gewerkschaften, Machtpositionen von Unter- nehmen usw.) durchaus einen Einfluss auf die natürliche Arbeitslosigkeit.

4.1.5 Unterschiedliche Szenarien

1. Verbesserung der Arbeitslosenversicherung Eine Erhöhung des Arbeitslosengeld kann als eine Erhöhung der Variablen z gese- hen werden. Dadurch verschiebt sich die Lohnsetzungskurve WS nach oben.

Reallohn w/P

1/(1+µ)

A’ Preissetzungsrelation PS A Lohnsetzungsrelation WS’ Lohnsetzungsrelation WS u n u n ’ Arbeitslosenrate u
A’
Preissetzungsrelation PS
A
Lohnsetzungsrelation WS’
Lohnsetzungsrelation WS
u n
u n ’
Arbeitslosenrate u

Das Gleichgewicht verschiebt sich von A nach A’ und die Arbeitslosenrate steigt bei

gleichem Gleichgewichtslohn von

2. Verbesserung der Marktstruktur durch Antimonopolgesetze Regelungen dieser Art verkleinern die Möglichkeit des Preisaufschlags µ. Dies impliziert ein höheren Reallohn w/P und verschiebt die Preissetzungskurve PS nach oben.

u n

nach

u n '

.

Reallohn w/P

1/(1+µ’)

1/(1+µ)

A’ Preissetzungsrelation PS’ A Preissetzungsrelation PS Lohnsetzungsrelation WS u n ’ u n Arbeitslosenrate u
A’
Preissetzungsrelation PS’
A
Preissetzungsrelation PS
Lohnsetzungsrelation WS
u n ’
u n
Arbeitslosenrate u

Das Gleichgewicht verschiebt sich von A nach A’, das Lohnniveau steigt von

auf

1

-------------

1 + µ'

und die Arbeitslosenrate sinkt von

u n

nach

u n '

.

1

------------

1 + µ

Mittlere Frist

4.1.6 Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit und Output und Lohn

u

n

N

n

Y

n

=

=

=

U

------

n

L

L

N

(

n

1

=

=

L

---------------

L

N n

u

L

n

(

)

1

u

=

n

)

1 ------ N n

L

w

----

P

=

F

(

u

n

, z)

(Lohnsetzung)

P

----

w

F

F

(

=

u

n

1 + µ ,

w

----

P

1

= ------------ 1 + µ

, z)

1

= ------------

1 + µ

Y

n

1 – -----, z

L

1

= ------------ 1 + µ

(Preissetzung)

Wenn Output Y steigt, steigt der Term

Y n

-----

L

und sinkt der Term

Y n

1 – -----, z

L

,

u

=

1 ----- Y n

L

geht negativ in die Lohnfunktion an, weshalb eine Verringerung des Terms

Y n

1 – -----, z

L

zu einer Zunahme des Lohns führt. Dies wiederum schlägt sich in höheren

Kosten nieder, was zu einem Preisaufschlag führt.

4.2 Das AS-AD Modell

Im AS-AD Modell werden alle Märkte, das heißt Realgütermarkt, Geldmarkt und Arbeitsmarkt abgebildet. Dazu muß ein Gleichgewicht in allen Märkten herrschen. Dies wird durch zwei Beziehungen erreicht. Zum einen durch die aggregierte Angebotsfunk- tion, diedie Gleichgewichtsbedingung auf dem Arbeitsmarkt abbildet und zum anderen durch die aggregierte Nachfragefunktion, die die Gleichgewichtsbedingung im Güter- und Geldmarkt darstellt erreicht.

4.2.1 Die AS-Relation

w

P

=

=

P

e

F(u, z)

(1 + µ)w

(Lohnsetzung WS)

(Preissetzung PS)

P

P

P

=

=

=

(1 + µ)P

e

F(u, z)

(WS in PS)

P

e

(1 + µ)F(u, z)

(umgestellt)

P e (1 + µ)F 1 – ---, z

L

Y

u substituiert

Mittlere Frist

Zwei wichtige Eigenschaften der letzten Gleichung:

1. Ein erwartetes höheres Preisniveau führt Stück für Stück zu einem erhöhtem tatsäch- lichen Preisniveau.

2. Je größer Y desto höher das Preisniveau (da

Y

1 ---

L

=

u

negativ in F eingeht.) Dies

geschieht in vier Schritten:

1. Anstieg des Outputs zieht eine Ausweitung von N nach sich

2. Anstieg von N führt zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit u

3. Niedrigere Arbeitslosigkeit u führt zu höheren Nominallöhnen

4. Höhere Löhne führen zu höheren Kosten, die zu einem höheren Preisnivau führen

AS’ mit P e ’ > P e Preisniveau P AS mit P e e’
AS’ mit P e ’ > P e
Preisniveau P
AS mit P e
e’
P
A’
e
P
A
Output Y
Y n
Die zwei Charakteristika ziehen zwei Implikate nach sich.

1. Wenn der Output über dem natürlichen Output liegt, dann ist das Preisniveau über dem erwarteten Niveau.

2. Ein Anstieg des erwarteten Preisniveaus verschiebt die AS Kurve nach oben.