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Pflegeplanung – Herr S. H.

(1) Informationssammlung

 LA kommunizieren können: verbale Kommunikation ist meist ungestört möglich. Herr S. ist gesprächsfreudig und kann generell
seine Wünsche und Bedürfnisse (adäquat?) äußern. Aufgrund seines Krankheitsbildes sowie einer mit multiplen neuropsychiatrischen
Auffälligkeiten einhergehenden Hirnmetastasierung reagiert er verlangsamt auf Ansprache.
 LA sich bewegen können: Herr S. ist in seiner Mobilität/Bewegungsfähigkeit aufgrund seiner Erkrankung und des daraus
resultierenden Allgemeinzustandes eingeschränkt. Zurzeit wird er im Bett pflegerisch versorgt und mindestens einmal täglich auf die
Bettkante mobilisiert. Zudem ist Herr S. laut am __.01.2019 durchgeführtem Scoring stark thrombose- (… Punkte Frowein-Skala)
und dekubitusgefährdet (… Punkte Braden-Skala).
 Vitalfunktionen aufrechterhalten können: Herr S. zeigt weitgehend eine stabile Kreislaufsituation auf. Es liegen keine Störungen der
Körpertemperatur und der Atmung vor. Puls: __, RR: ___/__, Temperatur: ___C, SpO2: __%.
 Sich pflegen können: Herr S. leidet aufgrund seines aktuellen Krankheitsbildes und des daraus resultierenden verschlechterten
Allgemeinzustandes unter einem Selbstpflegedefizit. Infolgedessen wird die tägliche Körperpflege von der Bezugspflegekraft
komplett übernommen. Der Patient wird im Bett gewaschen. Herr S. hat eigene Pflegeutensilien mit, die bei der täglichen Waschung
benutzt werden.
 Ausscheiden können: aufgrund des fortgeschrittenen Stadiums seiner Erkrankung und des daraus resultierenden Allgemeinzustandes
sowie der damit verbundenen Immobilität ist Herr S. urininkontinent. Er hat einen transurethralen Blasenkatheter und scheidet täglich
ca. x ml Urin aus. Herr S. meldet sich bei Stuhldrang. Er akzeptiert Hilfsmittel.
 Ruhen und schlafen können: der Patient äußert keine Schlafstörungen bzw. keinen Schlafmangel. Es liegen keine Störungen des
Schlaf-Wach-Rhythmus vor.
 Sich kleiden können: Herr S. leidet aufgrund seiner Grunderkrankung und des daraus resultierten Allgemeinzustandes unter Verlust
seiner Selbständigkeit. Infolgedessen ist er beim An- und Auskleiden komplett auf fremde Hilfe angewiesen. Der Patient trägt
meistens seine eigene Kleidung.
 Essen und Trinken: der Ernährungszustand von Herrn S. zeigt mit einem BMI-Wert von … ein (Übergewicht/Untergewicht) an.
Aufgrund seiner Grunderkrankung und der damit verbundenen Therapie äußert Herr S. häufig Appetitlosigkeit. Er ist in der Lage,
Flüssigkeit selbstständig mithilfe eines Schnabelbechers zu sich zu nehmen bzw. meldet sich bei Durstgefühl. Wünsche und
Vorlieben kann er ebenfalls äußern. Er braucht hierbei wenig Unterstützung. Es liegen keine Schluckstörungen vor. Ein aktuelleres
Gewicht kann aufgrund des verschlechterten Allgemeinzustandes und der Immobilität nicht ermittelt werden. Herr S. verfügt
außerdem über ein ins subkutane Fettgewebe implantiertes Kathetersystem (Port), das von außen (durch die Haut) punktiert werden
kann.
(2) Pflegeplanung

Pflegeprobleme Pflegeziele Pflegeinterventionen


(1) Kommunizieren können: es liegen (Fernziel – Erhaltung) (1) Bei jeder pflegerischen Verrichtung
keine relevanten Pflegeprobleme in Herr S. äußert gegenüber den Pflegenden wird Herr S. von der jeweils
dieser Lebensaktivität vor. spontan, spätestens jedoch auf gezielte anwesenden Pflegekraft nach seinen
Nachfrage seine Wünsche und Bedürfnisse. Wünschen und Bedürfnissen gefragt,
z.B. Auswahl der Kleidung,
Vorgehensweise der Waschung usw.
Geäußerte Wünsche werden – soweit
möglich – erfüllt.
(2) Sich bewegen können: Herr S. ist Herr S. ist bis zum Ende seines (1) Pflegekraft kontrolliert bei der
aufgrund seiner Erkrankung und der Krankenhausaufenthalts dekubitusfrei …? täglichen Körperpflege die
daraus resultierenden Immobilität Hautfarbe, den Hautzustand
stark dekubitusgefährdet (__ Punkte Die Haut an dekubitusgefährdeten (insbesondere der
laut Braden-Skala). Körperstellen ist jederzeit intakt und gut Prädilektionsstellen) und
durchblutet. dokumentiert schriftlich ggf.
Hautveränderungen.
(2) Pflegekraft informiert Herrn S. sowie
seine Angehörigen über die
Wichtigkeit von Lagerung und
Mobilisation.
(3) Pflegekraft lagert Herrn S.
zweistündlich um (in der Nacht alle
vier Stunden) z.B. in die 30-Grad-
Lagerung mithilfe von
(4) Pflegekraft mobilisiert Herrn S.
mindestens einmal täglich auf die
Bettkante.
(5) Bezugspflegekraft verwendet bei der
Körperpflege milde, pH-neutrale
Waschemulsionen, bei feuchter Haut
eine O/W-Emulsion.
(6) Pflegekraft achtet darauf, dass Herr
S. genügend Flüssigkeit zu sich
nimmt (täglich ca. 2000ml, solange
keine Kontraindikationen vorliegen).
(7) Die betreuende Pflegekraft geht
zusammen mit dem Patienten und
dem Küchenservice einmal täglich
über das Menü durch und achtet,
solange keine Kontraindikationen
vorliegen, auf eine eiweiß-, vitamin-,
mineral-, und ballaststoffreiche Kost.

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