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1.

Mise-en-image

=alle auf die Kamera bezogenen Inszenierungsmöglichkeiten

1.2 Einstellungsgrößen

- Dienen zur Einrichtung der Sets

Detailaufnahme  Teil eines Gesichts (Mund, Augen etc.) oder Gegenstände (Münze) gezeigt.

Großaufnahme  Kopf einer Figur – konzentriert sich auf Mimik der Figur. Gerade am Filmende immer
besondere Wirkungsmacht. Hitchcock zeigt hier auch oft Detailaufnahme der Hände, um Anspannung einer
Figur zu zeigen

Nahaufnahme  Kopf und Brust, Mimik du Gestik gut sichtbar aber Mimik im Vordergrund

Halbnahaufnahme  Figuren von Kopf bis zur Hüfte, Mimik und Gestik gut sichtbar

Amerikanische  Von Kopf bis zu den Knien (Vor allem im Western da man Revolver noch sieht)

Halbtotale  Figuren von Kopf bis Fuß – Aktionen können so gut gezeigt werden

Totale  Figur in Umgebung untergeordnet, häufig als Establishing Shot – Überblick über ganze Szene

Panorama  Landschaft, Figur nur ganz klein

Mischformen  man muss Einstellungsgröße immer subjektiv betrachten, kann sein das in einer
Einstellung Großaufnahme und Nahaufnahme gibt. Manches gilt auch als Totale und Halbtotale

Italienische  Detailaufnahme der Augen


1.3 Objektive

Normalobjektive

- unser natürliches Sehen entsprich


- Figuren im Vorde rund Mittelgrund schar,
Hintergrund zwar unscharf, aber gut zu erkennen

Weitwinkelobjektive

- kurze Brennweite
- größerer Abbildungsradius,
- durch größeren Einfallwinkel oft Verzerrungen der
Linie insbesondere am Rand des Bildes
- Extreme Form ist das Fischauge
- Haben größeren Schärfenbereich,

Teleobjektive

- lange Brennweite
- Einfallwinkel für Licht ist geringer
- Gegenstände erscheinen näher
- und Bild ist flacher da Tiefenscharfe geringer
- flacher Schärfenbereich (Objekte im Vordergrund
unscharf, Mittelgrund schar, Hintergrund unscharf

Split Focus

- Linsen mit zwei Brennweiten


- Eine hälfte Schärfenbereich auf Vordergrund und andere auf Hintergrund
- Dazwischen ist eine Art Naht die unscharf ist

1.5 Kameraperspektive

Normalsicht

- Auf Augenhöhe mit Figur

Untersicht

- Von unten aufgenommen (Extreme ist Froschperspektive)


- Um Überlegenheit einer Figur zu unterstreichen ist aber alles immer vom Kontext abhängig wie
dies interpretiert wird.

Aufsicht/Vogelperspektive

- Von einem erhöhten Standpunkt auf das Geschehen


- Wenn über der Augenhöhe
- Es kann ein Machtgefällle von Beobachter auf beobachtetes Subjekt erzeugt werden
- Um Figuren kleiner und schwächer wirken zu lassen
- Bei Hitchcock entsteht in dieser Szene eine Unruhe, die Figuren als bedroht erscheinen lässt
- Verwendet sie aber auch um Zuschauer zu täuschen und Geheimnisse zu erhalten

Verkantete Kamera

- Kippen der Kamera


- Horizontale und vertikale Linien verlaufen schräg
- Surreale Darstellung
- Um visuell ein Gefühl bzw. Atmosphäre von Unsicherheit und Bedrohung suggerieren.

2. Licht

Low-Key

- Schwache Ausleuchtung
- Schatten
- Starken Hell-Dunkel-Kontrasten

High-Key

- Helligkeit prägt Bildeindruck


- Positive Stimmung
- Artifizielle Atmosphäre
- Extrem helle Ausleuchtung
- Fenster als weiße Lichtquellen - Typisch für Kubricks
- Lichtquelle am Boden – Raum gleichmäßig ausgeleuchtet (Keine Schatten)

Normalstil

- Gleichmäßige Ausleuchtung
- Ausgewogenen, wenig dramatische Lichtästhetik
- Naturalistisch, alltägliche Sehgewohnheit

Qualität

- Weiches (Diffuse) Licht – Lichtaustrittswinkel größer, Strahlungsintensität geringer, Konturen von


Gesichtern und Objekten schwächer
- Hartes (gerichtetes) Licht - Fokussierung, Oberflächenstrukturen deutlicher

Richtung

 Top Light
- Licht von Oben
- Extremster Fall, wenn Lampe senkrecht auf den Kopf scheint (Augen der Figur im
dunkeln)

 Under lighting
- Hintergrund dunkel

 Back lighting
- Wirft lange Schatten

 Sidelight
- Eine Gesichtshälfte dunkler als die anderer
- Werden auch verwendet um Figuren als „zwiespältig“ zu deuten

Frontal lighting

Drei-Punkt-Licht

Standartausleuchtung besteht aus drei Lichtquellen mi


unterschiedlichen Funktionen

 Key-light (Führlicht)
- Hauptlichtquelle
- Wirft am meisten Licht auf das Objekt
- Nicht unbedingt hellste Lichtquelle
- Beim Bsp. Ist es jenes, dass Figur weich von
vorne gleichmäßig ausleuchtet
-
 Fill light (Fülllicht, Aufhellung)
- Im Bsp. Von der Seite und leuchtet Figur
zusätzlich mehr aus

 Bach light (Spitzlicht, Kante, Effektlicht, Haarlicht)


- Modelliert Lichtkante auf Schultern der Figur
(im Bsp.) – hebt vom Hintergrund ab

Schatten

Film Noir – starke Schatten Charakteristika des Genres

Schlagschatten

- Objekt wirft Schatten auf anderes Objekt


- Oft genutzt, um Machtverhältnisse und Bedrohung auszudrücken
- Um etwas Anzudeuten (Messer das zusticht)

Eigenschatten

- Wenn auf Teile von Objekten nur wenig Licht fällt du diese dann im Dunkeln liegen
-

3. Mise-en-scene

= alles was vor der Kamera geschieht, Schauspiel (Mimik, Gestik),


Kostüme, Sprache, Szenenbild, Requisiten, Umgebung, in der sich
Figuren bewegen.

Jede Einstellung ist mehr oder weniger durch sie geprägt

Bildkomposition

Illusion durch Tiefenwahrnehmung, Eindruck von Tiefe entsteht


auch bei Überlappungen von Flächen und Objekten

Ist der Raum in die Tiefe komponiert oder eher flächig?

- Es gibt Fluchtlinien die Blick der Zuschauer führen oder


- Gibt es mehrere Fluchtpunkte
- Ist Bild überhaupt zentralperspektivisch?

Deep space

- Extremster Fall der Schärfentiefe


- Schärfenbereich über Vorder-, Mittel und Hintergrund
- Schärfenbereich geht hier von Skulpturen im Vordergrund
bis zum Ende des Tisches
- Weiteres Beispiel ist wie Kamera an Bild herannaht bis dies den ganzen Bildkader einnimmt. Dann
nach unmerklichen Übergang tritt Kane ins Bild und so wird aus
flächigem Bild eine Öffnung des
filmischen Raumes
- verstärkt Schärfentiefe mir der
Sequenz endet

Flat space

- planmetrische Raumkonstruktion
- Raumkomposition flächig
- Schwach ausgeprägt Illusion
- Schwache räumliche Tiefe
- Je kleiner die Einstellungsgröße desto unschärfer der Hintergrund un wahrnehmbarer die Figur

Limited space

- Tiefe und flache Raumkompositionen miteinander


- Fluchtlinien vermeiden
- Tiefe wird im BSP. Durch relative Größe der Figuren im Blickfeld und die Staffelung der Figuren
den Tischen vor der Frau erzeugt.

Ambiguous space

- Einschätzung der Größenverhältnisse der Objekte erschwert oder gar unmöglich


- Oder Raum ist gar nicht identifizierber

Leitende Fragen für die Analyse von Bildkompositionen:

- Welche Objekte/Figuren befinden sich im Bildraum?


- Wie sind sie angeordnet? (Ist das Bild in die Tiefe komponiert oder eher flächig?)
- Wie ist die Blickführung gestaltet? Stichworte: Größe im Bildraum, Bewegungsdynamik der
Objekte/Figuren und Kamerabewegung, Schärfenverlagerung, Akzente durch Lichtsetzung
und/oder Farbdramaturgie
- Welchen Einfluss hat der Ton auf die Wahrnehmung des Bildes?
- Dabei muss auch immer die narrative Entwicklung der Figuren und Objekte der zu analysierenden
Bildkompostion berücksichtigt werden!

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