You are on page 1of 49

Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.

com/e-book/116708/descartes-albtraum

Deutsch
Hallo Gast
Registrieren
E-Mail Passwort Anmelden

Katalog
Netzwerk
Info

2.067.341 Texte, 17.058 kostenlos


Suche
Texte hochladen

Im eBook blättern

Descartes Albtraum
Thomas Metzinger und das Verschwinden des Subjekts

Seminararbeit, 2008, 30 Seiten


Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen

Teilen

Email senden

1 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Adam Rafinski
8 Texte

Folgen
Gefällt mir
Kommentieren

Text kaufen

PDF-Datei für nur 0,99 EUR – sofort herunterladen

Buch für nur 13,99 EUR – kostenloser Versand

In den Warenkorb

Übersicht
Volltext
Verwandt
Kommentare
Statistik
Neuigkeiten

Beschreibung

Titel:
Descartes Albtraum
Untertitel:
Thomas Metzinger und das Verschwinden des Subjekts

Veranstaltung:
Sphärologie II: Theorie der Technik
Institution / Hochschule:
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (Philosophie und Ästhetik)
Autor:
Adam Rafinski
Archivnummer:
V116708
ISBN (eBook):
978-3-640-18987-8
ISBN (Buch):
978-3-640-20509-7

2 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

DOI:
10.3239/9783640189878
Dateigröße:
179 KB

Kategorie:
Seminararbeit
Jahr:
2008
Seiten:
30
Bibliografie:
~ 48 Einträge
Note:
1
Sprache:
Deutsch

Schlagworte:
DescartesAlbtraumSphärologieTheorieTechnik

Zusammenfassung / Abstract

Nichts ist uns vertrauter und fremder zugleich als unser eigenes Bewusstsein. Als
Ursprungsfaszination des menschlichen Denkens stellt es die Vorraussetzung für jede Art von
Reflexion. Im Grunde ist Bewusstsein unser Leben. Wenn man den Verlauf seines Lebens
betrachtet, dann sind sämtliche Dinge, die es zwischen Anfang und Ende ausfüllen, durch die
Form des Bewusstseins bedingt. Es ist das unhintergehbare Hintergrundrausch unserer Existenz.
Doch trotz dieser unmittelbar gegebenen Nähe bleibt immer eine Lücke für das Unbehagen: Ein
wesentliches Charakteristikum des Bewusstseins ist, dass es uns den Dingen gegenüberstellt, ganz
gleich, auf welchem Objekt unsere Aufmerksamkeit ruht; die intro- und extrovertrierte
Entfremdung bleibt somit immer eine uns begleitende Möglichkeit. Ein beständiger Mechanismus
der Setzung von Dualitäten wird durch das Denken über alle Realität gelegt und bringt ihren
Träger, das Bewusstsein dazu, sich für sich selbst zu interessieren. Es ist die Qualität und
Herausforderung seiner Selbstähnlichkeit, seine „fraktale“ Natur, die es so unendlich faszinierend
machen. Seit über 2000 Jahren ist es das maßgebende Thema in den westlichen
Geisteswissenschaften, seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts leisten
Naturwissenschaften einen rasant wachsenden Erkenntnisgewinn in dieser Aporie der Philosophie.

Volltext (computergeneriert)
Seite 2

Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe


Institut für Philosophie und Ästhetik
Seminar: Sphärologie II Theorie der Technik
Wintersemester 2007/2008

3 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

4 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 3

Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung 03

B. Historische Grundlagen 06

I. Begriffsklärung "Bewusstsein" 06

II. Der Cartesianismus und die Folgen 08

C. Gegenwärtige Entwicklungen 12

I. Bewusstsein und Sprache 14

II. Die Naturalisierung des Bewusstseins 15

III. Der Diskurs um Qualia 17

IV. Das transparente Selbstmodell 19

D. Schlussbemerkung 22

E. Literaturangaben 24

5 von 49 13.05.11 12:03


2
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 4

A. Einleitung

"Der Mensch wird, bildlich gesprochen, zwischen sich und der Natur ein

ganzes System von Gliedern errichten müssen, die als Verstärker der
Vernunft fungierend, zunehmend machtvoller werden. Auf diesem Wege

der Verstärkung nicht der Kraft, sondern des Denkens wird schließlich die
Beherrschung der dem menschlichen Gehirn direkt nicht zugänglichen
1
Eigenschaften der materiellen Welt möglich."
Nichts ist uns vertrauter und fremder zugleich als unser eigenes Bewusstsein. Als
Ursprungsfaszination des menschlichen Denkens stellt es die Vorraussetzung für
jede Art von Reflexion. Im Grunde ist Bewusstsein unser Leben. Wenn man den

Verlauf seines Lebens betrachtet, dann sind sämtliche Dinge, die es zwischen
Anfang und Ende ausfüllen, durch die Form des Bewusstseins bedingt. Es ist das

unhintergehbare Hintergrundrausch unserer Existenz.


Doch trotz dieser unmittelbar gegebenen Nähe bleibt immer eine Lücke für das

Unbehagen: Ein wesentliches Charakteristikum des Bewusstseins ist, dass es uns


den Dingen gegenüberstellt, ganz gleich, auf welchem Objekt unsere
Aufmerksamkeit ruht; die intro- und extrovertrierte Entfremdung bleibt somit immer
eine uns begleitende Möglichkeit. Ein beständiger Mechanismus der Setzung von
Dualitäten wird durch das Denken über alle Realität gelegt und bringt ihren Träger,

das Bewusstsein dazu, sich für sich selbst zu interessieren. Es ist die Qualität und
Herausforderung seiner Selbstähnlichkeit, seine ,,fraktale" Natur, die es so unendlich
faszinierend machen. Seit über 2000 Jahren ist es das maßgebende Thema in den

westlichen Geisteswissenschaften, seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts


leisten Naturwissenschaften einen rasant wachsenden Erkenntnisgewinn in dieser

Aporie der Philosophie.

"Das Problem des Bewußtseins bildet heute - vielleicht zusammen mit der
Frage nach der Entstehung unseres Universums - die äußerste Grenze
des menschlichen Strebens nach Erkenntnis. Es erscheint deshalb vielen
6 von 49 13.05.11 12:03
als das letzte große Rätsel überhaupt und als die größte theoretische

Herausforderung der Gegenwart. Zumindest kann man sagen, daß eine


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 5

Lösung dieses Rätsels durch die empirische Forschung einer


2
wissenschaftlichen Revolution erster Ordnung gleichkäme."
Der Begriff des Bewusstseins ist seinem Ursprung nach ein philosophischer Begriff.

In den Neuro- und Kognitionswissenschaften, aber auch im allgemeinen

Öffentlichkeitsbewusstsein, gibt es seit einigen Jahren ein steigendes Interesse an

einer seriösen Theorie des Bewusstsein, welche von der philosophischen Seite die

kulturellen und ethischen Gesichtspunkte dieser neuen empirischen Entwicklungen


mitberücksichtigt. Das zeigt sich unter anderen daran, dass eine Reihe prominenter

Hirnforscher längst selbst damit begonnen haben, populäre Bücher philosophischen


3
Inhalts zu veröffentlichen.

In den letzten zwei Jahrzehnten ist das Thema des Bewusstseins zur "heimlichen
4
Forschungsfront" in einer ganzen Reihe von wissenschaftlichen Disziplinen
avanciert. Deren interdisziplinäre Vernetzung untereinander begründet den oben
zitierten, euphorischen Ton. Während die europäische Philosophie weitgehend

skeptisch dieser Entwicklung gegenübersteht, gibt es im angelsächsischen


Sprachraum eine aus der sprachanalytischen Schule heraus entstandene

Naturalisierungstendenz innerhalb der Philosophie, die als Philosophy of Mind 5

bekannt geworden ist und mittlerweile über ein differenziertes Netzwerk an


Forschungszweigen verfügt. Es sieht so aus, als ob wir zur Zeit auf eine ontologische
Revolution zusteuern: die naturwissenschaftliche Entschlüsselung des menschlichen
Bewusstseins und aller damit verbundenen zentralen Fragen, wie etwa die

7 von 49 Entstehung von Subjektivität, führt in Kombination mit einer allgemeinen Theorie des 13.05.11 12:03
Bewusstseins, welche die angelsächsische Philosophy of Mind zu leisten wünscht,
zu einer ontologischen Destabilisierung des Seelenbegriffs und
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 6

Obwohl Deutschland philosophiegeschichtlich das Land aller bedeutenden Theorien


der Subjektreflexion ist, stellt er die einzige herausragende Position innerhalb dieser
analytischen Strömung momentan dar. Wir finden heute im Land des deutschen
Idealismus eine Bewusstseinstheorie vor, welche die Tradition und der Einsichten

von Fichte, Schelling und Hegel in die Selbstbezüglichkeit des Bewusstseinsbegriff


unter Vorzeichen des harten Materialismus unserer Zeit fruchtbar macht. Mit dem

2003 bei der MIT Press erschienen Werk "Being No One" hat Thomas Metzinger ein
unter naturalistischen Bedingungen entstandenes Staatment für den Tod des

Subjekts abgegeben, dass nicht nur den Zeitgeist kommentiert, sondern vielleicht

auch die große epistemische Herausforderung unserer Tage sprachlich auf den
Punkt bringt: die Einsicht in die Künstlichkeit unserer eigenen Subjektivität und damit
die erkenntnistheoretische Überwindung der subjektiven Überhöhung in der
Vorstellung einer Seele.
Die Philosophie als ,,Liebe zur Weisheit" und ,,Königin der Wissenschaften" war von

Anfang an die Wissenschaft des Bewusstseins gewesen. Das klassische Ideal der
8 von 49 6 13.05.11 12:03
Selbsterkenntnis und der Pflege der Seele ist auch in ihrer neuen naturalistischen
Ausprägung eine ihrer wesentlichen Aufgaben. Dennoch berührt dieses Thema jeden
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 7

Problem skizziert und schließlich Metzingers Lösungsversuch durch das Konzept des
Selbstmodells untersucht.

B. Historische Grundlagen

"Verstehen erfordert Bewusstheit; Bewusstheit gehört zum


8
Verstehen."
In der philosophischen Tradition ist Bewusstsein (consientia) häufig als eine meta-
9 von 49 stufige Form von Wissen aufgefasst worden. Bewusstsein war in diesem Sinne eine 13.05.11 12:03
spezifische Form inneren Wissens, die mentale Prozesse begleiten konnte und sie
dadurch in Gegenstände einer höherstufigen epistemischen Beziehung umwandelte.
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 8

12
Antike und im Mittelalter die Bewusstseinszuschreibungen noch nicht kannte. Es ist

aufs engste mit dem deutschen Sprachraum verknüpft ist. Nachdem Descartes den
10 von 49 13.05.11 12:03
modernen Bewusstseinsbegriff konstruiert hatte und damit die neuzeitliche Form des
13
klassischen Leib-Seele-Problems formulierte , wurde dieser im Jahre 1719 durch
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

11 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 9

16
verstehen, was ein jeweiliger Autor mit diesem Begriff meint. Zugang zum
Bewusstsein zu besitzen bedeutet wach und offen zu sein, nach innen und nach
außen zugleich. Diese inhaltliche Besonderheit lässt das "Bewusstsein" auf einer
Stufe mit andern semantisch selbstzentrierenden Wörtern wie "Leben", "Intelligenz",

"Verstehen" oder auch "Liebe" erscheinen.

II. Der Cartesianismus und die Folgen


Der Cartesianismus bezeichnet die Lehre von René Descartes. Durch die Entfaltung

seiner Erkenntnistheorie, welche Denken, Wahrnehmung und Bewusstsein in sich


vereinte, hat das Bewusstsein erst seinen intellektuellen Charakter bekommen. Der
Cartesianismus wurde zum maßgeblichen Mitbegründer der Bewusstseinseinstellung
17
der naturwissenschaftlichen Moderne. Seit Descartes erfolgte die Bestimmung des

Bewusstseins von einer reflexiven Struktur her. Es beinhaltete nicht nur direkt die
Wahrnehmung, sondern das Wissen von dieser Wahrnehmung, das in der Einheit

eines Selbstbewusstseins verbunden gedacht wurde. Das Bewusstsein wurde auf

diese Weise erst als die Seinsweise des Ichs bestimmt, das von nun an

erkenntnistheoretisch die Wirklichkeit konstituiert.


Das berühmte cogito Argument von Descartes entstand in der Mitte des siebzehnten
Jahrhunderts aus seinen Meditationen und dem damit verbunden Bedürfnis, eine
ontologische Fixierung des Subjekts außerhalb der eigenen körperlichen Existenz zu
18
reklamieren. Es ist die historische Setzung eines zentrifugalen, metaphysischen

Fixpunktes in jedem nach Wahrheit strebenden menschlichen Subjekt. Das cogito

ergo sum (ich denke, also bin ich) leitet sich bei Descartes aus der ontologischen
Unfehlbarkeit der subjektiven Impulsgebung heraus: Selbst wenn das Subjekt an
seiner Existenz begründet zweifelt, beweist doch die Fähigkeit des Zweifelns selbst
die ontologische Faktizität seines Ich. Nichts kann zweifeln, ohne zu existieren:
19
Dubito ergo sum. Allein dadurch, dass Descartes seinem Selbst Eigenschaften

16
Nicht nur der Kontext ließ die semantische Tiefe des Bewusstseinsbegriffs kreisen. Am Beispiel von
Georg Wilhelm Friedrich Hegel lässt sich zum Beispiel sehr gut ableiten, dass in der Tiefe des Begriffs
eine ständige Neujustierung des eigenen semantischen Gehalts impliziert ist. Das Bewusstsein wurde
in der ästhetischen Textur der Texte Hegels zum autonomen Bewusstsein seiner Selbst. Hierin ist die
ästhetische Sprengkraft Hegels begründet.
12 von 49 17 Vgl.: Konrad Cramer: "Das cartesianische Paradigma und seine Folgelasten", in: Sybille Krämer 13.05.11 12:03
(Hrsg.): Bewußtsein. Philosophische Beiträge, Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1996, S. 120
Vgl.: ebd.: S. 111
Vgl.: ebd.: S. 113
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 10

zuwies, die durch mentale Prädikate angegeben werden, vergewissert er sich auf
unbezweifelbare Weise seiner Existenz. Nachdem Descartes diese ontologische
Fixierung des Subjekts geleistet hat, analysiert er diese weiter und bestimmt es als

ein denkendes, urteilendes Ich: als res cogitans. Das zum Bewusstsein gebrachte

urteilende Denken wird sich seiner Existenz auf unbezweifelbare Weise gewiss und

damit zum cogito ergo sum. Descartes geht jedoch noch einen Schritt weiter. Er

versucht unter Beweis zu stellen, dass sein ganzes Wesen in nichts anderem besteht
als darin, ein denkendes Wesen zu sein, aus welchem die deskriptive Bestimmung,
20
ein materieller Körper zu sein, ausgeschlossen werden muss.

"In der gesamten Wissenschaftsgeschichte ist es immer wieder

vorgekommen, daß Begriffe, von denen man ausgegangen war, auch


21
wenn sie sehr intuitiv waren, eine Spaltung erfuhren."
Es ist der alte Traum von der unsterblichen Seele, der Descartes zur Spaltung seines

sum brachte und damit eine erkenntnistheoretische Grundlage definierte, mit der wir
bis heute zu kämpfen haben: Der ontologische Dualismus zwischen "Seele" und
"Körper" oder in seiner spekulativen Ausdifferenzierung zwischen "Subjekt" und

"Objekt", so wie wir ihn heute begreifen, sucht nach der Entität, dass Bewusstsein
nicht ohne Materie, Materie aber wohl ohne Bewusstsein existieren kann. Der von
Descartes definierte Cartesianische Dualismus trennt jedoch scharf zwischen der res

extensa, als dem Bereich der Natur, der naturwissenschaftlich erforscht werden
kann, und der res cogitans, dem denkenden Selbstbewusstsein, das einer

naturwissenschaftlichen Erforschung noch nicht bedurfte. Das menschliche


Selbstbewusstsein ist, der cartesianischen Lehre nach, menschlicher Erkenntnis in
einer einmaligen und wunderbaren Weise zugänglich: Jeder kann direkt, sicher, klar
und täuschungsfrei die eigenen mentalen Zustände wahrnehmen und deshalb um sie

wissen, wenn er nur die kognitive Aufmerksamkeit methodisch nach "Innen" auf die
13 von 49 22
13.05.11 12:03
eigenen Erlebnisinhalte lenkt.
Geist und Gehirn sind sei Descartes als unterschiedliche Substanzen aufgefasst
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 11

23
stehen. Ontologische bedeutet dies, dass die Welt aus zwei unabhängig

voneinander existierenden Sorten von Substanzen besteht - aus immateriellen und


materiellen Substanzen, Bewusstsein und Materie, Geist und Gehirn. Von dem

"Substanzdualismus" muss man den "Eigenschaftsdualismus" unterschieden, der

den Dingen sowohl physische als auch geistige Eigenschaften zuschreibt. Der

Eigenschaftsdualismus argumentiert, dass wir nicht aus zwei Substanzen, Geist und
Körper, bestehen, sondern dass wir nur ein Objekt sind, dem körperliche und geistige
24
Eigenschaften zukommen.

Das Kardinalproblem der Metaphysik im Zeichen des cartesianischen Paradigmas ist

die Vereinigung von heterogenen Substanzen, der immateriellen Seele und des
materiellen Körpers. Es sind insbesondere zwei Phänomene unseres bewussten
Lebens in Umgang mit der materiellen Welt, welche dieses Problem markieren,
25
nämlich unsere Empfindungen und unsere absichtsvoll geleiteten Handlungen. Die

Empfindungen zeichnen die kausalen Beziehungen zwischen Vorgängen der


materiellen Welt und Vorkommnissen im Mentalen. Die Handlung, durch die

Notwendigkeit der ihr vorangehenden mentalen Aktivität, hingegen gehört nicht der
materiellen, sondern der mentalen Substanz an. Während für die Empfindung etwas
Materielles Ursache von etwas Mentalem ist, wird in der Handlung etwas Mentales
Ursache von etwas Materiellem. Das Problem besteht in dem
26
14 von 49 Interaktionszusammenhang zwischen der res extensa und der res cogitans. Da nun 13.05.11 12:03
aber nach Descartes Argument für den Dualismus die res extensa und die res

cogitans keine sachliche Bestimmung im Sinne einer gemeinsamen Verbindung


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 12

verschlossen. Es bedürfte wieder einer Vereinheitlichung des Bewusstseinsbegriffs


um diese zu überwinden.

"Die Einheit des Bewußtseins, so wie sie mit Evidenz aus dem, was wir
innerlich wahrnehmen, zu erkennen ist, besteht darin, daß alle

psychischen Phänomene, welche sich gleichzeitig in uns finden, mögen


sie noch so verschieden sein, wie Sehen und Hören, Vorstellen, Urteilen

und Schließen, Lieben und Hassen, Begehren und Fliehen usf., wenn sie
nur als zusammenbestehend innerlich wahrgenommen werden, sämtlich
zu einer einheitlichen Realität gehören, daß sie als Teilphänomene ein

psychisches Phänomen ausmachen, wovon die Bestandteile nicht

verschiedene Dinge oder Teile verschiedener Dinge sind, sondern zu


28
einer realen Einheit gehören."
Bei Descartes wird die Wiedervereinigung des Bewusstseins synthetisch geleistet
15 von 49 29
13.05.11 12:03
durch die Cartesianische Introspektion , also jener Grundüberzeugung der
Unfehlbarkeit und Unkorrigierbarkeit des introspektiven Wissens um die eigenen
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 13

kann. Unter den cartesianischen Bedingungen ist diese allerdings in der Tat nicht der
Fall: Als referentieller Terminus ist das einheitliche Bewusstsein eine notwendige
32
Fiktion.
Letztlich war es dann schließlich Immanuel Kant, die historische Leitperson der
33 34
Zusammenführung von Empirismus und Rationalismus , der explizit zwischen
Begriffen, die für die Erkenntnis konstitutiv sind, und Begriffen, die als regulative
35
16 von 49 Ideen wirksam werden, unterschieden hat. Das dialektische Spiel, welches aus der 13.05.11 12:03
Spaltung des Bewusstseins im cartesianischen Dualismus, zwischen Subjekt und

Objekt, Seele und Körper, Ich und Welt, hervorging, erfuhr mit der Notwendigkeit der
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 14

17 von 49 13.05.11 12:03


Mit dem Eintritt der empirischen Naturwissenschaft in die alte Domäne der
Philosophie ging ein materialistischer Erkenntnisgewinn einher, welcher einerseits
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

18 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 15

I. Bewusstsein als Sprache

"Die Begriffsanalyse weist nur darauf hin, daß das Wort "Bewußtsein" für
diesen Zweck nicht geeignet ist - es bedeutet nämlich, solange es nicht
41
neu definiert wird, dasselbe wie "Sprechen"."
Alles was kanonisch vom Bewusstsein behauptet wird und damit zur Konstitution
seines Begriffs gehört, gilt auch von der Sprache, denn sie hat für die medial

selbstreflektierte Philosophie dieselben Wesensmerkmale. Dies ist das Ergebnis der


Bedeutungsrekonstruktion vom Begriff des Bewusstseins. Hubert Schleichert zieht
daraus die Konsequenz und stellt eine weitere "Identitätsthese" auf, welche besagt,
42
dass Bewusstsein und Sprache identisch sind. Damit steht er nicht alleine da. Die
gesamte poststrukturalistische Strömung hat mit ihrem zugrundeliegenden Gestus

der Abschaffung aller Metadiskurse zwar einerseits das Subjekt, den Autor selbst,

aus der Selbstsetzung als Subjekt konsequent verbannt, jedoch andererseits ihm

hierdurch einen erhöhten Freiraum geschaffen. Zwar kann man mit Derrida
gesprochen nicht hinter die zu Grunde liegende Sprache zurückzugehen und nur das

Spiel der Signifikanten weiter betreiben, andererseits jedoch steht sein Name de
facto immer noch über seinen Büchertiteln und er ist somit in unseren Archiven als
Autor zugänglich.
Es bleibt dabei, Begriffe haben keine genuine Bedeutung, wir müssen sie ihnen
geben. Die Identitätsthese von Sprache und Bewusstsein Schleicherts ist somit eine
Aussage über den faktischen Gebrauch, also die tatsächlich etablierte Bedeutung
43
von "Bewusstsein" innerhalb der Philosophiegeschichte. Der Tod des Subjekts, wie
er von Nietzsche, Heidegger und ihren französischen Nachfolger als einen äußersten

Ausläufer abendländischer "Seinsverdrängung" und als Quellpunkt des "Willens zur


Macht" behandelt wurde, versteht sich somit nur als eine weitere Ausdifferenzierung
der Metaerzählung hinter dem Dualismus. Der Wunsch nach einem materialistischen

Monismus, in dem Subjekt und Objekt zu einem nichtexistenten Zusammenfallen,

findet hierin philosophischgeschichtliche sein Äquivalent im Scheitern der


phänomenologischen Bewegung. Das Bewusste als sprachlich Mittelbares kann in
der ästhetischen Textur der Sprache durchaus überwunden werden, doch bleibt der
19 von 49 Zugang zu ihr nur im philosophischen Kontext gewahrt. 13.05.11 12:03

Hubert Schleicher: "Über die Bedeutung von »Bewußtsein«", in: Sybille Krämer: Bewußtsein.
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 16

Es bleibt fraglich, ob sich in dieser Ausprägung ein kulturprägendes Evidenzerlebnis

ohne weitere mediale Transkription erschließen lässt. Ich wage das an dieser Stelle
zu bezweifeln und belasse es im Rahmen dieser Arbeit bei diesem knappen Hinweis

auf dieser ontologischen Entwicklung innerhalb der Philosophiegeschichte selbst. Die

naturalistische Ausprägung der Subjektvernichtung scheint durch ihren

interdisziplinären Ansatz einen reichhaltigeren Nährboden an


Realitätsüberwindungsmöglichkeiten durch seine Wirklichkeitsnähe anzubieten.

II. Die Naturalisierung des Bewusstseins

"Was geschieht, wenn ein Tier oder ein Mensch stirbt? Irgend etwas
scheint verschwunden zu sein - eine Art Lebensfunke, der den
Unterschied zwischen Leben und Tod ausmacht. Die Philosophen des 19.
Jahrhunderts glaubten wirklich, daß so etwas existiert, und nannten es

"élan vital" oder "Lebenskraft". Als im 20. Jahrhundert die Wissenschaft


damit begann, die Geheimnisse der Funktionsweise und der
Fortpflanzung von Lebewesen zu lüften, würde die Idee dann aufgegeben.
Mittlerweile akzeptieren wir, daß Lebendigsein nicht mehr ist als

komplexe, miteinander vernetzte biologische Funktionen. Wird es dem


44
Bewusstsein genauso ergehen?"
Es ist der Naturalismus, welcher als historische Fortsetzung des englischen

Empirismus, spätestens seit Mitte des letzten Jahrhunderts im Diskurs über das Leib-
Seele-Problem die Zügel fest in den Händen hält. Wir müssen heute im Zeitalter
eines harten Materialismus davon ausgehen, dass wir es auch im Denken mit
20 von 49 13.05.11 12:03
physischen Formen zu tun haben, also dass das Denken ein materielles Korrelat hat.
Die Welt besteht heute nicht mehr aus einem autonomen selbstbestehenden Geist
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 17

die res cogitans, die sich für Descartes notwendig aus der ontologischen Fixierung
45
des Subjekts ergaben.
Bis in die Mitte des 19 Jahrhunderts prägte die Vorstellung einer "élan vital" den

wissenschaftlichen Konsens. Mit der entgültigen Durchsetzung der Darwinschen

Evolutionstheorie in den 30er Jahren des 20 Jahrhunderts wurde die Substanz des
46
Bewusstseins durch die Deszendenzlehre auch für den Menschen endgültig zur
Materie. Die Säkularisierung hat dann noch ihr Übriges getan, indem sie die
Vorstellung eines absoluten Geistes, der vom Himmel herabfällt und den Menschen

zu etwas Besserem macht als andere Lebensformen oder Maschinen, aus dem
wissenschaftlichen Konsens weitestgehend verbannt. Heute ist es nicht möglich,

ernsthaft gegen diesen Naturalismus zu sein, also gegen die Annahme, dass sich
das Bewusstsein, welches vom Gehirn erzeugt wird, einem evolutionären Zwecke

untersteht und durch eine eigene biologische Genese bestimmt wird. Klassische
Fragen über den Geist werden heute als empirische Fragen über das Bewusstsein

behandelt.
Es ist also nur konsequent, dass Metzinger von einer seriösen Theorie des
Bewusstseins fordert, dass sie die gegenwärtige Kognitionsforschung ernst nehmen

21 von 49 muss und auch in ihren Analysen, wie auch in ihren begrifflichen Termini, absolut 13.05.11 12:03
47
kompatibel sein muss. Mehr noch: Er sieht die Philosophie gerade in der
unbedingten Verpflichtung, als Vermittler zwischen der empirischen Erforschung des
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 18

Auch Metzinger begreift als Philosoph seine Aufgabe bei der Konstruktion einer
sprachlichen Grundlage, die auf ontologisch neutraler Basis objektive
Beschreibungen von subjektiven Zuständen liefern kann. Doch bereits beim kleinsten
gemeinsamen Nenner tun sich sprachliche und semantische Abgründe auf, die das

gesamte Diskursklima umrahmen.

III. Der Diskurs um Qualia


49
"Qualia sind die Lieblingskinder der Bewußtseinsphilosophen."
In der gegenwärtigen Philosophie des Geistes beschreibt man mit dem Begriff Qualia

22 von 49 mentale Zustände, die eine subjektive Qualität des Erlebens, wie etwa das 13.05.11 12:03
,,Bläueerlebnis", besitzen und damit einen ganz bestimmten phänomenalen Gehalt
aufweisen. Dieses Erleben ist nur dem Bewusstseinsträger gegeben, der dieses
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 19

Wissen, also phänomenale Information gibt, dann wäre unser materialistisches

Weltbild aus erkenntnistheoretischen Gründen grundlegend falsch.


Das Qualia Problem wurde von Thomas Nagel, Joseph Levine und David Chalmers
ausformuliert. Es ist eine zeitgenössische Form des Eigenschaftsdualismus, welcher

23 von 49 einem Bewusstseinsträger nicht zwei Substanzen, wie etwa beim Substanzdualismus 13.05.11 12:03
- also Geist und Körper - zuspricht, sondern vielmehr behauptet, dass es nur ein
Objekt gebe, das jedoch körperliche und geistige Eigenschaften besitzt. Auch Qualia
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

24 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 20

und sogar auslesen - was am rasanten Fortschritt der Kognitionsforschung durchaus

auch heute noch abzulesen ist.

IV. Das transparente Selbstmodell


Der Ort an dem sich Qualia abspielt, ist - mit einer computationalen Metapher
gesprochen - die Betriebsoberfläche unseres Selbstbewusstseins: das phänomenale

Bewusstsein. Der Begriff des phänomenalen Bewusstseins spiegelt eine neue, durch
reduktionistische und naturwissenschaftliche Überlegungen inspiriertes Verständnis

des Bewusstseins als transzendenten, phänomenalen Erlebnisraum ohne jeden


notwendigen Bezugspunkt wieder. Es wird also in diesem klinisch abgetöteten

Bewusstsein keine Subjekt-Objekt Dualität mehr vorrausgesetzt. Es ist der Raum, in


dem etwas passiert, in dem Innen und Außen aufeinandertreffen, wo bewusstes

Erleben und damit auch der Dualismus entwickelt wird. Es ist der Kontext, in dem

z.B. Seh- oder Schmerzerlebnisse uns gegeben sind, aber auch der Ort, wo wir uns

unserer Gedanken gewahr werden. Dieser ist, wie man am interdisziplinären Diskurs
absehen kann, vor allem durch die Eigenschaften der Transparenz, Perspektivität,
54
Gegenwärtigkeit ausgezeichnet. Die Transparenz steht für die unendliche Nähe, in

der uns die Dinge erscheinen, während die Perspektivität das Gefühl Zentrum des

Erlebens zu sein bezeichnet, woraus sich die erste Person Perspektive generiert. Die

Gegenwärtigkeit wiederum leistest durch die Synchronisationsleistung des Gehirns


das zeitliche Empfinden. Sie erscheinen uns immer einheitlich, als Ganzes, also
homogen und - da es sich um das Bewusstsein handelt - auch holistisch gegeben.

All diese Eigenschaften des phänomenalen Bewusstseins generieren ein subjektives


Kontinuum, also einen subjektiven Erlebnisraum, der als globale Eigenschaft der
55
Bewusstheit festgehalten wird. Aufgrund ihres homogenen Gefüges war die
Bewusstheit vor der naturalistischen Wende philosophisch nicht weiter exakt
analysierbar gewesen und erlebt nun ihre reduktionistische Ausdifferenzierung.

Metzinger lenkt jedoch argumentativ immer wieder sein Augenmerk vor allem auf die
Homogenität und den holistischen Charakter des Bewusstseins, also das subjektive

54
Vgl.: Thomas Metzinger: "Einleitung: Das Problem des Bewußtseins", in: Thomas Metzinger (Hrsg.):
"Bewußtsein. Beiträge aus der Gegenwartsphilosophie", Paderborn; München; Wien; Zürich :
Schöningh, 1995, S. 21
55
Vgl.: Thomas Metzinger: "Niemand sein. Kann man eine naturalistische Perspektive auf die
Subjektivität des Mentalen einnehmen?", in: Sybille Krämer: Bewußtsein. Philosophische Beiträge,
25 von 49 Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1996, S. 145 13.05.11 12:03
19
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 21

Gefühl der Einheit des Bewusstseins. Eine universelle Theorie des Bewusstseins
braucht eine unter naturalistischen Gesichtspunkten materialistisch funktionale
Erklärung für diese Einheit des Bewusstseins. Um dies zu leisten, verlagert er den
klassisch philosophischen Bewusstseinsbegriff der "conscientia", dass lat. "mit-

wissen" bedeutet, auf eine höherstufige repräsentationale Ebene, die er mit


Ergebnissen zeitgenössischer Neuroforschung abgleicht. Durch das computationale

Verständnis, das Gehirn als binären Informationsspeicher zu denken, welches durch


neuronale Strukturen parallel Vorgänge abhandelt und mit Metarepräsentationen

arbeitet, ist ganz klar, dass die Realität nicht im Gehirn 1:1 simuliert wird, sondern
56
dass sie ständig interpretiert wird.
Durch diese Setzung wird die reflektierende Stufe der "conscientia" zu ihrem

Gegenstand, dem Gehirn, in ihrem kausales Verhältnis begründet. Für Metzinger


muss das phänomenale Bewusstsein eine global verfügbare subsymbolische Meta-

Repräsentation betreiben, damit wir fundamentale physikalische Probleme, die uns


zwischen netzwerkartig arbeitenden Informationssystemen und deren zeitlicher
57
Differenzierung begegnen, überwinden können. Mit anderen Worten: Letztlich
fordert die Überwindung der epistemischen Asymmetrie nach Metzinger die Einsicht

in einen grundsätzlichen illusionären Gehalt im phänomenalen Bewusstsein:


Gegenwärtigkeit, Transparenz und Perspektivität werden durch ihren holistischen
Charakter zu reinen, von der Struktur des Gehirns notwendig geleisteten,
Einbildungen oder wie es Daniel Dennett ausdrückt: Es gibt keinen Ort wo alles
Denken im Gehirn zusammenläuft und bewusst wird; es gibt kein kleines Männchen
58
im Kopf, dass die Welt erfährt; es gibt kein cartesianisches Theater.
Wir kommen nun endlich zur Königsfrage der Philosophie des Geistes: der Frage
nach dem Selbstbewusstsein. Das epistemische Ziel auf diese Frage kann, wie wir
heute wissen, nicht einfach nur ein Komplexitätsgrad von computationalen Systemen

sein. Für Metzinger ist es vor allem die phänomenale Qualität der "Meinigkeit", die
dem Bewusstsein die Perspektive eines Selbst eröffnet. Dieser präreflexiven
26 von 49 13.05.11 12:03
Selbstvertrautheit wird mittlerweile unter materialistischen Gesichtspunkten keine
Sonderrolle innerhalb des ganzen homogenen Feldes des phänomenalen
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 22

Bewusstseins zugeschrieben. Für einen Naturalisten wie Metzinger bietet die


subjektive Perspektive kein Evidenzerlebnis mehr an: es gibt nur noch Gehirn aber
keine Seele, erlebtes Bewusstsein aber keine wirkliche ontologische Identität mehr.

"Selbstbewußtsein ist - so könnte die generelle Strategie aussehen - keine

nicht-physikalische Entität, sondern ein repräsentationaler Zustand. Die

Entstehung des phänomenalen Selbst ist das Resultat eines

innerweltlichen Vorgangs mit einer langen biologischen Geschichte:


59
Nämlich mentaler Selbstmodullierung."
Doch wie kommt ein sensitives System zu einem Selbstbewusstsein? Dass es
notwendigerweise ein Selbstmodell braucht um, mit der Realität auf irgendeine

Weise zu interagieren, gerade unter Beachtung von evolutionstechnischen Vorteilen,


leuchtet zwar unter der naturalistischen Bedingung ein, setzt jedoch noch keine
erlebte Subjektivität voraus. Wie schafft also Metzinger den Sprung vom unendlichen
Regress eines sich ewig selbsterhaltenden, selbstmodulierenden semantischen

Zirkelschlusses zu einer subjektiven Erfahrung?


Die naturalistische Grundprämisse hat den Vorteil, dass sie die philosophische

Einsicht in die Bedingung des semantischen Zirkelschlusses, bzw. der tautologischen


Selbstbezüglichkeit mit der faktischen Gegebenheit der Informationsverarbeitung im
Gehirn fruchtbar machen kann: Das phänomenale Bewusstsein muss
notwendigerweise - um nicht in der Informationsflut zu versinken -
Verobjektivierungsarbeit leisten. Bevor sich die Metarepräsentationen und die

27 von 49 Selbstmodulierungen unendlich wiederholen, werden sie von der eigenen Architektur 13.05.11 12:03
60
reflektierender Struktur des Gehirns kontinuierlich, systematisch segmentisiert. So
erzeugt das Gehirn nach Metzinger seine eigene Realität. Dies kann jedoch nur
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 23

physikalischen und algorithmischen Struktur des Gehirns uns eine


Unhinterfragbarkeit unseres eigenen Erlebens.
Für Metzinger ist der Modus des "naiven Realismus" entscheidend für die Fixierung
des phänomenalen Selbst, denn erst hierdurch wird das Selbstbewusstsein zu einem

fiktives Objekt. Dadurch sind wir nicht mehr als Systeme, die nicht in der Lage sind
ihr eigenes subsymbolisches Selbstmodell als Selbstmodell zu erkennen.

"Das Selbst als ein mit Evidenz erfassbares intentionales Objekt, als

etwas, auf das der Geist sich richten und es meinen kann, gibt es nicht.
Was es gibt, ist ein System und ein Modell des Systems. Dadurch, daß
dieses Systemmodell intern nicht als Modell dargestellt werden kann,

entsteht für das System eine Ich-Illusion: Die erlebnismäßig


62
unhintergehbare Fiktion eines substantiellen Selbst."
Das transparente Selbstmodell ist damit nicht mehr als Ergebnis eines ichfreien
Vorgang, dass aus einer dynamischen Selbstorganisation repräsentationaler

Strukturen im Gehirn entsteht. Das Selbst ist eine Fiktion und hat damit keine
28 von 49 13.05.11 12:03
Substanz, nicht einmal als Eigenschaft. Für Metzinger ist Selbstbewusstsein eine
aktive Repräsentation in unserem Nervensystem, die so wahnsinnig schnell emuliert
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 24

Veränderungen auf unsere Bewusstseinszustände mit einer neuen qualitativ


Dimension haben werden gezeichnet.
Es wird immer wieder von Metzinger suggeriert, dass wir es hier mit einer

kopernikanische Wende von neuer ontologischer Qualität zu tun haben, welche die
cartesianische Trennung der Welt in Mentales und Materielles entgültig zu

überwinden wünscht, indem sie über die logisch, analytische vorgezeichnete


Selbstaufladung der zum System erstarten Materie den Begriff des Materialismus
vom Typus "Sinn erzeugt Denken", oder "Wirkung erzeugt Ursache" um den Tod des

29 von 49 Autors, des Subjektes erweitert. Dies hätte dann konsequent zur Folge, dass Sinn 13.05.11 12:03
keines Denkens und Wirkung keiner weiteren Ursache mehr bedürfte - was wohl
erkenntnistheoretisch auch die größte Angriffsfläche auf Metzingers Theorie darstellt
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 25

5. Literaturangaben

30 von 49 13.05.11 12:03


Baars, Bernard (im Interview): "Das Bewußtseins ist ein regelrechter
Theaterbetrieb", in: Susan Blackmore (Hrsg.), Gespräche über Bewusstsein,
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

31 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 26

Crick, Francis (im Interview): "Wir sind nichts weiter als ein Haufen Neuronen", in:
Susan Blackmore (Hrsg.), Gespräche über Bewusstsein, Frankfurt a. M. : Suhrkamp,

2007, S. 100-114

Dannett, Daniel: Süße Träume. Die Erforschung des Bewusstseins und der Schlaf

der Philosophie , Frankfurt a. M. : Suhrkamp, 2005

Dannett, Daniel (im Interview): "Wir sind nichts weiter als ein Haufen Neuronen", in:
Susan Blackmore (Hrsg.), Gespräche über Bewusstsein, Frankfurt a. M. : Suhrkamp,

2007, S. 115-132

Descartes, René: Bericht über die Methode, Stuttgart : Reclam, 2005

Descartes, René: Meditationen über die Erste Philosophie, Stuttgart : Reclam, 2005

Frank, Manfred: Selbstbewusstsein und Selbsterkenntnis, Stuttgart : Reclam Verlag,


1991

Frank, Manfred: "Ist Subjektivität ein "Unding"? Über einige Schwierigkeiten der
naturalistischen Reduktion von Selbstbewusstsein", in: Sybille Krämer (Hrsg.),

Bewußtsein. Philosophische Beiträge, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1996, S. 66-90

Goswami, Amit: Das bewusste Universum. Wie Bewusstsein die materielle Welt

erschafft, Freiburg : Verlag Alf Lüchow, 1995

Greenfield, Susan (im Interview): "Ich werde ungeduldig, wenn die wirklich großen
Fragen vorbeigleiten", in: Susan Blackmore (Hrsg.), Gespräche über Bewusstsein,

Frankfurt a. M. : Suhrkamp, 2007, S. 133-149

Hameroff, Stuart (im Interview): "Bewusstsein ist Quantenkohärenz in den


Mikroubuli", in: Susan Blackmore (Hrsg.), Gespräche über Bewusstsein, Frankfurt a.
M. : Suhrkamp, 2007, S. 165-177
32 von 49 13.05.11 12:03
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 27

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Phänomenologie des Geistes, Frankfurt a.M. :


Suhrkamp, 1986

Holenstein, Elmar: "Die kausale Rolle von Bewußtsein und Vernunft", in: Sybille
Krämer (Hrsg.), Bewußtsein. Philosophische Beiträge, Frankfurt a.M. : Suhrkamp,

1996, S. 184-212

Kant, Immanuel: Kritik der reinen Vernunft. Band 1, Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 2000

Krämer, Sybille: "Einleitung", in: Sybille Krämer (Hrsg.), Bewußtsein. Philosophische

Beiträge, Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1996, S. 9-15

Krämer, Sybille: "»Bewußtsein« als theoretische Fiktion und als Prinzip des
Personverstehens", in: Sybille Krämer (Hrsg.), Bewußtsein. Philosophische Beiträge,

Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1996, S. 36-53

Koch, Christof (im Interview): "Warum tun Schmerzen weh", in: Susan Blackmore
(Hrsg.), Gespräche über Bewusstsein, Frankfurt a. M. : Suhrkamp, 2007, S. 178-193

Kurthen, Martin: "Das harmlose Faktum des Bewußtseins", in: Sybille Krämer
(Hrsg.), Bewußtsein. Philosophische Beiträge, Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1996, S.

17-35

LaBerge, Stephen (im Interview): "Luzides Träumen ist eine Metapher für
Erleuchtung", in: Susan Blackmore (Hrsg.), Gespräche über Bewusstsein, Frankfurt

a. M. : Suhrkamp, 2007, S. 194-209


33 von 49 13.05.11 12:03

Lem, Stanislaw: Summa technologiae, Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1981


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 28

Metzinger, Thomas: "Schimpansen, Spiegelbilder, Selbstmodelle und Subjekte", in:


Sybille Krämer (Hrsg.), Geist - Gehirn - künstliche Intelligenz. Zeitgenössische

Modelle des Denkens, Berlin : Walter de Gruyter Verlag, 1994

Metzinger, Thomas: "Einleitung: Das Problem des Bewußtseins", in: Thomas


Metzinger (Hrsg.), Bewußtsein. Beiträge aus der Gegenwartsphilosophie, Paderborn;
München, Wien, Zürich : Schöningh, 1995, S. 15-53

Metzinger, Thomas: "Ganzheit, Homogenität und Zeitkodierung", in: Thomas


Metzinger (Hrsg.), Bewußtsein. Beiträge aus der Gegenwartsphilosophie, Paderborn;
München, Wien, Zürich : Schöningh, 1995, S. 595-635

Metzinger, Thomas: "Niemand sein. Kann man eine naturalistische Perspektive auf
die Subjektivität des Mentalen einnehmen?", in: Sybille Krämer (Hrsg.), Bewußtsein.

Philosophische Beiträge, Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1996, S. 130-154

Metzinger, Thomas: Beeing No One, Cambridge : MIT Press, 2003

Metzinger, Thomas (im Interview): "Ich bin der Inhalt eines transparenten
34 von 49 Selbstmodells", in: Susan Blackmore (Hrsg.), Gespräche über Bewusstsein, 13.05.11 12:03
Frankfurt a. M. : Suhrkamp, 2007, S. 210-223
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 29

Rohs, Peter: "Selbstbewußtsein und direkte Referenz im Anschluß an Fichte", in:


Sybille Krämer (Hrsg.), Bewußtsein. Philosophische Beiträge, Frankfurt a.M. :
Suhrkamp, 1996, S. 91-104

Ruhnau, Eva: "Zeit-Gestalt und Beobachter Betrachtungen zum tertium datur des
Bewußtseins", in: Thomas Metzinger (Hrsg.), Bewußtsein. Beiträge aus der

Gegenwartsphilosophie, Paderborn; München, Wien, Zürich : Schöningh, 1995, S.


201-220

Schleicher, Hubert: "Über die Bedeutung von »Bewußtsein«", in: Sybille Krämer
(Hrsg.), Bewußtsein. Philosophische Beiträge, Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1996, S.
54-65

35 von 49 13.05.11 12:03


Schmitz, Hermann: "Bewußtsein als instabiles Mannigfaltiges", in: Sybille Krämer
(Hrsg.), Bewußtsein. Philosophische Beiträge, Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1996, S.
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Seite 30

Varela, Francisco (im Interview): "In bezug auf das Bewußtsein sind wir so naiv wie
die Sternengucker vor Galileo", in: Susan Blackmore (Hrsg.) Gespräche über

Bewusstsein, Frankfurt a. M. : Suhrkamp, 2007, S. 310-325

Velmans, Max (im Interview): "Das Universum hat unterschiedliche Ansichten seiner
selbst durch Sie und mich", in: Susan Blackmore (Hrsg.), Gespräche über

36 von 49 Bewusstsein, Frankfurt a. M. : Suhrkamp, 2007, S. 326-341 13.05.11 12:03

Wiener, Oswald: Probleme der künstlichen Intelligenz, Peter Weibel (Hsg.), Berlin :
Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

nach oben

Text kaufen

37 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

PDF-Datei für nur 0,99 EUR – sofort herunterladen

Buch für nur 13,99 EUR – kostenloser Versand

In den Warenkorb

Verwandte Titel - unsere Empfehlungen für Sie:

Einführung in die Philoso...


Skript

Schillers Briefe "Über di...


Seminararbeit

Einführung in die Philoso...


Hausarbeit

Bertrand Russell: Problem...


Seminararbeit

38 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Die peregrini Brandan und...


Seminararbeit

Über das Verstehen von Mu...


Essay

Der Universalienrealismus...
Essay

Die neue Moderne


Essay

Humes skeptische Betracht...


Essay

39 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Über den Prozess der mens...


Hausarbeit

Gottesbeweise - ein kurz...


Seminararbeit

Der Turing-Test (Alan M. ...


Ausarbeitung

David Hume - Rekonstrukti...


Seminararbeit

Eintritt in die Postmoder...


Referat (Ausarbeitung)

40 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Wirklichkeit und Illusion...


Fachbuch

Die Lehren der Unsterblic...


Essay

Der Ausbruch des Ersten W...


Seminararbeit

Das Negativ-Schöne
Hauptseminararbeit

Das Schulkapitel in den B...


Seminararbeit

41 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Familientradition als Lei...


Hauptseminararbeit

Statistik
4

0
15.4 22.4 29.4 6.5
Dieses Diagramm zeigt die Besucher dieser Textvorschau (nicht die Verkäufe).

Gesamte Abrufe: 476

Kommentare

0 Kommentare

Kommentieren

Absenden

Ihr Kommentar wird vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft

Neuigkeiten

42 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Adam Rafinski's Text Descartes Albtraum ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich

am 11/11/2008- Kommentieren- Gefällt mir

Kommentieren

Absenden

Adam Rafinski hat den Text Descartes Albtraum veröffentlicht

am 10/16/2008- Kommentieren- Gefällt mir

Kommentieren

Absenden

Adam Rafinski hat einen neuen Text hochgeladen

am 10/07/2008- Kommentieren- Gefällt mir

Kommentieren

Absenden
Alle anzeigen

Einbetten

<object
width="100%"
height="100%"
Kopieren Sie den folgenden Code, um die Flashansicht dieses Textes in Blogs oder Websites
einzubetten.

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com
/e-book/116708
/descartes-albtraum
DOI

http://dx.doi.org
/10.3239
/9783640189878
Ein DOI (Digital Object Identifier) ist eine Art ISBN für Texte im Internet, der garantiert, dass ein

43 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Text auch nach einer Änderung der Internet-Adresse immer gefunden werden kann. Unter
http://www.doi.org/ können Sie nach DOIs recherchieren.

Verwandte Arbeiten

Einführung in die Philosophie

Schillers Briefe "Über die Ästhetische Erziehung des Menschen"

Einführung in die Philosophie des Geistes

Bertrand Russell: Probleme der Philosophie - Die Natur der Materie

Die peregrini Brandan und Columba?!

Über das Verstehen von Musik

Der Universalienrealismus Bertrand Russells

Die neue Moderne

Humes skeptische Betrachtung des Skeptizismus

44 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Über den Prozess der menschlichen Erkenntnis bei John Locke und George Berkeley

Gottesbeweise - ein kurzer Überblick

Der Turing-Test (Alan M. Turing, "Computing Machinery and Intelligence")

David Hume - Rekonstruktion. Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand. Kapitel
4.2

Eintritt in die Postmoderne: Nietzsche als Drehscheibe

Wirklichkeit und Illusion - Menschliche Weltsicht zwischen kritischer Rationalität und


subjektiver Konstruktion

Die Lehren der Unsterblichkeit der Seele und der Ideen des Phaidon in Beziehung zur
erotischen Philosophie des Sokrates im Symposion

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges - ein chronologischer Aufriss

Das Negativ-Schöne

45 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Das Schulkapitel in den Buddenbrooks. Hanno Buddenbrooks Scheitern am Lebensmodell


Schule

Familientradition als Leitlinie des Verhaltens der Figur Tony Buddenbrook

GRIN Newsfeed

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing: neuer Titel erschienen:


Schockierende und provokative Werbung am Beispiel von Benetton

vor 7 Minuten

BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung: neuer Titel erschienen:


Market Analysis South Amerika - Instant Coffee Market in Argentina, Brazil and ChileI

vor 8 Minuten

46 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern: neuer Titel erschienen: Besonderheiten der


Rechnungslegung für Personengesellschaften lt. UGB

vor 13 Minuten

Alle anzeigen

Bücher zum Thema

Descartes's Moral Theory

Regressionsanalyse: Theorie, Technik und Anwendung

Cartesian Spacetime

Descartes's Theory of Mind

Albtraum ohne Ende?

47 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

The Light of the Soul: Theories of Ideas in Leibniz, Malebranche, and Descartes

Descartes's Theory of Ideas

Descartes and the Resilience of Rhetoric: Varieties of Cartesian Rhetorical Theory

Gender und Diversity: Albtraum oder Traumpaar?

Descartes's Theory of Action

Broad Peak - Traum und Albtraum

Humboldts Albtraum

Thema Deutsch. Traum oder Albtraum - Aufklärung

Albtraum und Befreiung. Max Ernst in der Sammlung Würth

Descartes's Changing Mind

48 von 49 13.05.11 12:03


Descartes Albtraum | Thomas Metzinger und das Verschwind... http://www.grin.com/e-book/116708/descartes-albtraum

Fotos herunterladen
Lizenzfreie günstige Fotos ab 90 Cent sofort
herunterladen!
FotoCent.de/Fotos-herunterladen/
Uni-Arbeiten geschrieben?
Hausarbeiten weltweit publizieren - 70% kassieren
und iPad 2 gewinnen
www.AcaDemon.de
Lücke oder Implantat?
80% sparen & schöne Zähne zeigen. TÜV geprüfte
Qualität - Note "gut"!
www.ZahnersatzSparen.de
Gute Abschlußnote sichern
Kompetenter Lektor unterstützt Sie bei Ihrer
Abschlussarbeit.
www.2tausend3.com

Über uns

Jobs

Presse

Partner + Projekte

Impressum

Copyright GRIN Verlag GmbH. E-Mail: info@grin.com - Alle Inhalte urheberrechtlich geschützt.
Kopieren u. Verbreiten untersagt.

Kostenfreie Publikation:
Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat
jetzt veröffentlichen!

Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte
installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.

49 von 49 13.05.11 12:03