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Der Erste Hauptsatz der

Thermodynamik
Erster Hauptsatz der Thermodynamik
Der erste Hauptsatz – Zustandsänderungen in
offenen Systemen
Der erste Hauptsatz – Zustandsänderungen in
geschlossenen Systemen
I. Der Erste Hauptsatz (kurz 1. HS) ist in seiner
Aussage ein Energie-Erhaltungssatz; er verknüpft
die Energien Wärme und Arbeit, die während
eines thermodynamischen Prozesses die
Systemgrenze überschreiten, und den
Energieinhalt des Systems.
Eine Form des Energie- Erhaltungssatzes lautet:
Energie kann nicht erzeugt und nicht vernichtet
werden.
Der Erste Hauptsatz der Thermodynamik sagt uns, dass es unmöglich
ist, eine Maschine zu bauen, die Energie aus dem Nichts produziert, da
die Gesamtenergie eins Systems immer erhalten bleibt.

Die Suche nach dem "Perpetuum mobile", einer Maschine die aus
dem "Nichts" Energie produziert, musste daher erfolglos bleiben. Die
Energie wandelt sich lediglich von einer Energieform in eine andere
um. Wie diese Energieumwandlung abläuft, ob in der Technik
(Dampfmaschinen, Motoren, Heizungen, …) oder in der Natur (Klima
auf der Erde, Transportvorgänge in Zellen, …), das beschreiben uns die
Gesetze der Thermodynamik.
Um den mathematischen Ausdruck des ersten
Prinzips finden zu können, müssen neue
Zustands- und Prozessgrößen eingeführt
werden:
• Die innere Energie U[J]
Energieformen (Zustandsgrßen)
• Die Enthalpie H[J]
• U1
• Wärme Q Formen der Energieübertragung
•Arbeit L (Prozessgrößen)

•Q1
•Q1-2
Energieformen
Energieformen sind Zustandsgrößen, die zwei
Manifestationsmöglichkeiten bieten
 kinetische Energie - ist das Ergebnis von Bewegung
 potentielle Energie - ist das Ergebnis der relativen Position oder
Konfiguration verschiedener Teile des Systems unter der Wirkung
eines Feldes, das von konservativen Kräften erzeugt wird

der externe
Teil des
Systems
In der Thermodynamik werden neue
Energieformen eingeführt
Die innere Energie der innere
Die Enthalpie Teil des
Systems
Die innere Energie U[J]

Die Summe der kinetischen Energien aller Gasteilchen bezeichnen wir als innere
Energie U.

Mit zunehmender Temperatur wird die thermische Bewegung stärker, d. h. die


mittlere kinetische Energie der Teilchen nimmt zu.

UT U .... innere Energie


T .... absolute Temperatur

Die Variation der inneren Energie zwischen zwei extremen Gleichgewichtszuständen


des Systems
DU=U2-U1

spezifische innere Energie u= U/m [J/kg]

Kapitel 7 Wärme und Energie 7


Die Enthalpie

Eine andere Zustandsfunktion:

Enthalpie: H=U+pV
Der Term pv in der Definition der Enthalpie
DH=H2-H1 stellt in einem Geschlossenen System mit
bewegter Systemgrenze die sogenannte
bei isobaren Prozessen: Verschiebearbeit dar.

DH=DU+D(pV)=DU+DpV+pDV= Q-pDV +pDV=Q


bei isobaren
Prozessen
DU=Q-pDV Dp=0

DH=Q
spezifische Enthalpie h= H/m [J/kg]
Formen der Energieübertragung
(Prozessgrößen)
• Während eines thermodynamischen Prozesses
treten mechanische und thermische
Wechselwirkungen zwischen dem System und der
Umgebung auf.
• Wechselwirkungen manifestieren sich immer an
der Grenze des thermodynamischen Systems
• Für zwei externe Gleichgewichtszustände, die mit
1 bzw. 2 bezeichnet sind, hängt die Größe der
Wechselwirkungen von der Art des Prozesses ab,
der die beiden Zustände verbindet.
Die mechanische Arbeit L [J] repräsentiert die Energie, die das
System während einer mechanischen Wechselwirkung mit
der Umgebung austauscht. Die mechanische Arbeit ist eine
extensive Größe.
• Konventionell ist mechanische Arbeit positiv, wenn das
System mechanische Arbeit an der Umgebung ausführt,
und negativ, wenn nicht.
• Das Verhältnis: l=L/m [J/kg] repräsentiert die spezifische
mechanische Arbeit. Als Erscheinungsformen werden in der
technischen Thermodynamik unterschieden:
Volumenänderungsarbeit, Dislokationsarbeit und
technische Arbeit
L>0

L<0
• Volumenänderungsarbeit
Diese Form der mechanischen Arbeit ist spezifisch für geschlossene Systeme.
Betrachten Sie den Zylinder und den Kolben von Abbildung 3.1, die einen
infinitesimalen thermodynamischen Prozess ausführen. Die Umgebung
übt auf das thermodynamische System eine äußere Kraft Fex = pexA aus,
wobei A die Kolbenfläche darstellt
• Die Umgebung übt auf das thermodynamische System eine äußere Kraft
Fex = pex·A aus, wobei A die Kolbenfläche darstellt.

• Technische mechanische Arbeit
• Die technische-mechanische Arbeit erfolgt,
wenn die thermodynamische Systemgrenze
eine rotierende Welle schneidet.
• Mechanische Arbeit in reversiblen Prozessen
• Bei reversiblen Prozessen erhalten die
mechanische Dilatationsarbeit und die technische
mechanische Arbeit bemerkenswerte Ausdrücke,
die häufig in der Ingenieurpraxis verwendet
werden. Somit stellt p den Druck innerhalb des
thermodynamischen Systems dar, stellt eine
kleine Unendlichkeit erster Ordnung dar, die
allgemeine Beziehung der Berechnung der
mechanischen Expansionsarbeit kann in der Form
ausgedrückt werden:

Ldl rev  1 dp p pdV


• Wärmeaustausch
• Üblicherweise ist die vom thermodynamischen
System aufgenommene Wärme positiv und die
von ihm an die Umgebung übertragene Wärme
negativ.
• Es wird als ein einphasiges
Einkomponentensystem angesehen, das einen
elementaren Prozess "x" durchläuft, wonach die
Temperatur des thermodynamischen Mittels mit
dT variiert. Elementare Wärme , vom System mit
der Umgebung verändert:
Q>0

Q<0
Wärme Q
Die Energieform Wärme wird zunächst definiert:
Wärme Q, [Q ]= KJ, ist Energie, die an der Grenze zwischen
Systemen unterschiedlicher Temperatur auftritt und die
allein infolge dieses Temperaturunterschiedes übertragen
wird.

Wärme ist also eine Prozeßgröße, Q12, die nur an der


Systemgrenze auftritt und zwar prinzipiell nur dann, wenn
an dieser eine Temperatur- Differenz herrscht.
Eine wärmedichte (adiabate) Systemgrenze
kadieWärmeübertragung verhindern: Q12 ≡ 0; ein
wärmedichtes System heißt adiabat.
• Spezifische Wärme für 1 kg
c[kJ/kgK]
• Spezifische Wärme für 1 kmol
CM [kJ/kmolK]
• Spezifische Wärme für 1m3N
C[kJ/m3NK]
Q=m . c . ΔT
Q=nM CM . ΔT
.

Q=V C . ΔT
.
Wärmekapazität
• ist die Proportionalitätskonstante zw. Q, die übertragen
wird und Änderung der Temperatur:
Q = C . DT
C…*J/K+
• spezifische Wärmekapazität:
Kapazität ~ Masse  C pro Masse sinnvoll
c = C/M
c … spezifische Wärme(kapazität)

 Q = C . DT = c . m . DT
Meteo 150

Wärmekapazität bei konstantem Volumen, CV, zu tun:


Wärmekapazität
ei Wärmekapazität bei konstantem Druck, Cp,

Cp  CV
Trockene
Die Spezifische Wärmekapazität Luft
bei konstantem Druck ist damit:

c p  cv  R R  c p - cv

cp und cv sind also nicht voneinander unabhängig, wenn eine bestimmt


wurde, kann man die andere ausrechnen.
Für trockene Luft sind die Werte:

c p  1004 J kg-1K -1
cv  717 J kg-1K -1
RL  287 J kg-1K -1
Ein thermisch isoliertes System kann keine Wärme mit seiner Umgebung
austauschen (δQ = 0). JedeWärmekapazität
Zustandsänderung in einem solchen System
heißt adiabatisch.
Wird einem System Energie in Form von Wärme zugeführt, so erfolgt eine
Änderung seines Zustands, die als Temperaturänderung in Erscheinung tritt.
Für kleine Änderungen ist der Temperaturanstieg proportional zur
Wärmemenge. Der Proportionalitätsfaktor ist die Wärmekapazität C.
δQ  CdT  m  c  dT

Je höher die Wärmekapazität eines Stoffes, desto mehr Wärme muss


zugeführt werden, um die Temperatur um dT zu erhöhen.
Die Wärmekapazität ist also stoffabhängig. Sie hängt aber auch davon ab,
unter welchen Bedingungen dem System Wärme zugeführt wird.
Je höher die Wärmekapazität
2 eines
t 2 Stoffes, desto
t 2 mehr Wärme muss
zugeführt werden, um die Temperatur um dT zu erhöhen.
Q1- 2   Q   m  c  dT  m  c  dT
Die Wärmekapazität ist 1also stoffabhängig.
t1 Sie hängt
t1 aber auch davon ab,
unter welchen Bedingungen dem System Wärme zugeführt wird.
Berechnung der mittleren spezifische Wärmekapazität
geht die Temperaturabhängigkeit der spezifischen Wärmekapazitäten
ein, d.h. das jeweilige Integral ist im allgemeinen nur für bekannte
Funktionen cv (T) und cp (T) berechenbar,
Da diese Größen aber experimentell ermittelt werden müssen, kennt man
ihrenfunktionalen Verlauf nur an bestimmten Stützstellen Tj; j = 0, 1, 2, ..., J,
und man arbeitet deshalb in der Praxis zumeist mit sogenannten mittleren
spezifischen Wärmekapazitäten cvm (T), cpm (T), konstanten Größen, deren
Wert für das im Prozess zu berücksichtigende Temperatur- Intervall
(näherungsweise) berechnet werden kann.
der mittleren spezifische Wärmekapazität

1 t2
t2
cm  c   cdT
t1 t 2 - t1 t
1

Q1- 2  m  cm  t 2 - t1 

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