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Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form

Auszug aus:
Deutschland hat die Frauenquote - Argumente für und gegen
die gesetzliche Regelung der Gleichberechtigung

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Titel: Fakten – Thesen – Argumente
Deutschland hat die Frauenquote – Argumente
für und gegen die gesetzliche Regelung der
Gleichberechtigung
Bestellnummer: 47290

Kurzvorstellung:  Diese Unterrichtshilfe für den direkten Einsatz im Unterricht in


der Oberstufe behandelt das aktuelle Thema „Frauenquote“ als
Teil der Gesamtproblematik „Gleichberechtigung“. In Anbetracht
der kürzlich beschlossenen Frauenquote für die Aufsichtsräte der
größten DAX-Unternehmen diskutieren die SuS über die
Frauenquote.

 Diese Unterrichtshilfe liefert Material für Erörterungen oder


Streitgespräche im Unterricht und informiert über aktuelle und
unterrichtsrelevante Themen. Fakten liefern sachgerechte und
fundierte Informationen zum aktuellen Streitthema, Thesen
formulieren in den Medien vertretene, unterschiedliche
Standpunkte. Und die dargestellten Pro- und Contra-Argumente
erleichtern die eigene Positionsfindung.

Inhaltsübersicht:  Fakten: Hintergründe zur aktuellen Diskussion um die


Frauenquote innerhalb der bundesdeutschen Politik und
Wirtschaft
 Thesen: Die unterschiedlichen Positionen in den Medien
 Argumente: PRO und CONTRA
 Didaktische Überlegungen zum Einsatz im Unterricht und
konkrete Aufgabenstellungen

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M2 Frauenquoten vor dem Gesetz vom 6. März 2015


In der Politik gibt es in Deutschland schon relativ lange eine Frauenquote. Die Grünen haben schon
Anfang der 80er eingeführt, dass alle Führungsämter zu 50% von Frauen besetzt werden müssen.
Inzwischen gibt es bei allen Parteien Quoten zwischen 40 und 50% bei der Vergabe wichtiger Ämter.
Im öffentlichen Dienst ist es so, dass Frauen bevorzugt eingestellt werden, wenn sie über die gleiche
Qualifikation wie männlicher Mitbewerber verfügen. Was „gleiche Qualifikation“ bedeutet, ist
natürlich Auslegungssache, d.h. man kann nur schwer überprüfen, ob diese Vorgabe eingehalten
wird. Außerdem fühlen sich viele Männer von der Regelung benachteiligt.

In der Wirtschaft wurde mehrmals versucht, eine Frauenquote einzuführen. Dies scheiterte sehr
lange, weil Ökonomen und Manager sagten, dass eine Quote gegen das Prinzip verstoße, Ressourcen
optimal zu nutzen und die bestmöglichen Bewerber einzustellen. 2001 kam es dann zu einer
freiwilligen Übereinkunft zwischen Wirtschaft und Politik, d.h. die Unternehmen verpflichteten sich
freiwillig dazu, mehr Frauen auf Führungsebenen einzustellen. Dies ist aber nur teilweise passiert –
auch deshalb wurde die gesetzliche Frauenquote nun eingeführt.

M3 Das Gesetz zur Frauenquote vom 6.3.2015


Das Gesetz, das der Bundestag verabschiedet hat, heißt mit vollen Namen „Gesetz für die
gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft
und im öffentlichen Dienst.“ Es besagt, dass ab 2016 in den großen
börsennotierten Unternehmen (also Aktiengesellschaften) im
Aufsichtsrat für beide Geschlechter mindestens eine Quote von
30% eingehalten werden muss. Das Gesetz gilt also auch für
Männer. Wenn in einem Aufsichtsrat Frauen die Mehrheit bilden
würden, müsste eine Männerquote von 30% eingehalten werden.
Aktuell sind Frauen aber in allen großen Unternehmen in der
Minderheit. Wer sich nicht an die Quote hält, darf einige Posten im
Aufsichtsrat nicht besetzen. Diese Quote gilt in Zukunft auch in
Aufsichtsgremien im Öffentlichen Dienst. Der Staat möchte dadurch
©aboutpixel.de/Stephen Petrat
als ein Vorbild dastehen. Mittelgroße und kleine Unternehmen sind
von dem Gesetz übrigens ausgenommen.
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M4 Thesen
PRO: Nur eine gesetzliche Regelung kann Abhilfe
schaffen. Eine „natürliche Entwicklung“ kann die
Gleichberechtigung von Frauen in der Berufswelt nicht
leisten. Die Gründe für die Benachteiligung von Frauen
sind vielschichtig. Sie können nur durch eine
Quotenregelung behoben werden.

Contra: Eine gesetzlich formulierte Frauenquote


widerspricht sowohl dem Gleichheitsgedanken der
demokratischen Grundordnung, als auch den
natürlichen Regeln der freien Marktwirtschaft. Sie ist
daher abzulehnen.

M5 Argumente: PRO
 Die Politik hat die Verantwortung, die Chancengleichheit aller Bürger eines Staates zu
gewährleisten. Sie muss dies bei gesellschaftlicher Schieflage gesetzlich erreichen.
 Neuere Studien belegen, dass eine erhöhte Teilhabe von Frauen an Spitzenpositionen die
Unternehmensstruktur in vielen Bereichen verbessert. Da sich diese Verbesserung direkt auf
den Gewinn der Unternehmen auswirkt, führt eine gesetzliche Regelung direkt zu einem
Wirtschaftswachstum.

 Frauen stellen in den meisten Ländern mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Es ist daher
ungerecht, wenn historisch bedingte Vorurteile eine entsprechende Teilhabe am
Arbeitsleben verhindern.

 Heutzutage gibt es mehr als genug Frauen, die genauso gut ausgebildet sind wie Männer.
Deshalb haben die geringen Frauenanteile in Aufsichtsräten nichts damit zu tun, dass die
Unternehmen sich das beste Personal nehmen und dafür auf Männer zurückgreifen müssten.
Frauen werden vielmehr immer noch diskriminiert.

 Die Quotenregelung wird schnell zeigen, welche Vorteile sie mit sich bringt. Das hat dann
eine Signalwirkung auf den Rest der Wirtschaft
 Man hat 2001 versucht, einen Kompromiss mit der Wirtschaft zu finden. Hätte das
funktioniert, könnte von einer Quote abgesehen werden.
 Versuch macht klug: Wenn eine Frauenquote nicht zu den geforderten Zielen führt, kann
man sie ja wieder abschaffen!
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Deutschland hat die Frauenquote - Argumente für und gegen
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