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Seminar: Linguistik 2 Universität Hanoi

Leiterin: Dang Thi Thu Hien Abteilung für Deutsche Sprache


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KONVERSATIONSMAXIMEN UND IMPLIKATUR

FACHBEGRIFFE
 Konversationsmaximen : phương châm hội thoại
 Kooperationsprinzip : nguyên lí cộng tác

 Maximen der Qualität : phương châm về chất


 Maximen der Quantität : phương châm về lượng

 Maximen der Relevanz : phương châm quan hệ


 Maximen der Modalität : phương châm cách thức

 Konventionelle Implikatur : hàm ý từ vựng


 Konversationelle Implikatur: hàm ý hội thoại

 Generalisierte Implikatur : hàm ý hội thoại khái quát


 Partikularisierte Implikatur : hàm ý hội thoại đặc thù

ÜBUNGSTEIL

1. Auf welche Maximen nehmen die folgenden Wendungen Bezug?

a. Es steht mir nicht frei, mehr zu sagen. -> Quanität

b. Ich bin nicht sicher, ob es wahr ist, aber… -> Qualität

c. Ich hab’ dafür zwar keine Evidenz, aber…->Qualität

d. Ich weiß, es ist irrelevant, aber… ->Relevanz

e. Es mag zwar nur ein Gerüch sein, aber… -> Qualität

2. Bestimmen Sie die konversationelle Implikatur der folgenden Äußerungen. Zu welchem


Typ der Implikatur (partikularisierten oder generalisierten) gehört sie?
a) Die meisten Studenten in meiner Klasse sind Vietnamesen.
-> nicht alle Studenten...
Generalisiert
b) A: Wie war der Unterricht heute?

B: Heute unterrichtete Herr Lobin.


-> Der Unterricht ist langweilig/interressant
Partikulirisiert
1
c) Meine Frau ist entweder in der Küche oder im Schlafzimmer.
-> Ich weiß nicht, wo meiner Frau ist
Generalisiert
d) Manchmal geht meine Frau allein ins Theater.
Nie – selten – manchmal – oft – sehr oft – immer
-> Nicht oft geht...
Generalisiert
e) A: Kann ich dich heute besuchen?

B: Mein Mutter bleibt heute zu Hause.


-> Nein, das geht nicht/ Ja, das geht...
Partikulisiert

3. Erläutern Sie jeweils kurz die mit folgenden Äußerungen verbundenen Implikaturen.
(Befolgung/Verletzung welcher Maximen?)
a) Monika hat drei Kinder.
-> Befolgung der Quantität
b) Fritz ist kleiner als Franz. [ Realität: Fritz ist 5 cm gröβer als Franz]
-> Verletzung der Qualität
c) A: Gestern hat John eine Frau auf der Straße geküsst.
B: Wirklich? Weiß seine Ehefrau davon?
A: Natürlich. Denn sie ist die Frau, die er geküsst hat.

-> Verletzung der Modalität


d) Entweder kommt Peter oder er kommt nicht.
-> Verletzung der Modalität
e) A: Mama, wollen wir nun Uno spielen?
B: Was machen denn deine Hausaufgaben?

-> Verletzung der Relevanz


f) A: London ist die Hauptstadt Russlands.
B: Und Ho-Chi-Minh Stadt ist die Hauptstadt Japans, stimmt’s?

-> Verletzung Qualität


g) A: Sind sie verheiratet?
B: Sie sind verlobt.

-> Befolgung der Qualität


h) A: Frau Müller ist doch wirklich eine alte Klatschtante, findest du nicht?

2
B: Ja, für März ist das Wetter wirklich herrlich.
-> Verletzung der Relevanz
i) A: Wo wohnt Maria? Ich will sie gerne besuchen.
B: Irgendwo hier in dieser Gegend.
-> Verletzung der Quantität
j) A: Wie spät ist es?
B: Die Vorlesung ist gleich vorbei.
->

4. „Ein Kapitän und sein Maat haben seit längerem Streit miteinander. Der Maat spricht gern dem
Rum zu, und der Kapitän will dies nicht länger dulden. Als der Mann wieder mal besoffen ist,
trägt der Kapitän ins Logbuch ein: “Heute, 11. Oktober, der Maat ist betrunken”. Als der Maat
während seiner nächsten Wache diese Eintragung liest, wird er erst wütend, dann überlegt er
kurz, schließlich trägt er ins Logbuch ein: “Heute, 14. Oktober, der Kapitän ist nicht
betrunken.“

Erläutern Sie, worin der Witz an dieser Geschichte besteht, und beziehen Sie sich
dabei auf die Gricesche Implikaturentheorie.
5. Ermitteln Sie durch einen Schlußprozess die konversationelle Implikatur der Äußerung von Lan
in der folgenden Situation:

Heute hat Lan den ganzen Tag die Wohnung aufgeräumt. Am Abend kommt ein Onkel
von ihr, der auf dem Land lebt, zu Besuch. Nach der Begrüßung setzt sich der Gast auf
die Couch, ohne die Schuhe auszuziehen. Lan bringt eine heiße Teekanne ins
Wohnzimmer und sagt zu dem Gast: “Sie wissen vielleich nicht, dass unser Schuhschrank
direkt links von der Eingangstür steht.”

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