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Die fachgerechte

Kupferrohr-Installation
Eigenschaften · Verarbeitung · Verwendung

PERFORMANCE MAT TERS


Inhaltsverzeichnis

1. Kupferrohre 5 4. Verarbeitungs- und Verbindungstechniken 18

1.1 Kupferrohre nach DIN EN 1057 5 4.1 Kaltbiegen von Kupferrohren, Abmessungsreihe
1.2 Kupferrohre für die Gas- und Trinkwasser- DVGW-Arbeitsblatt GW 392 18
Installation nach DIN EN 1057 und DVGW- 4.2 Vorbereiten der Kupferrohre für alle
Arbeitsblatt GW 392 5 Verbindungstechniken 18
1.3 Kupferrohre nach DIN EN 1057 und 4.3 Vorbereitungen bei Lötverbindungen
GW 392 mit Gütezeichen RAL 5 (Hart- und Weichlöten) 19
1.4 Qualitätsprüfungen 5 4.3.1 Flussmittel 19
1.5 Kennzeichnung 6 4.3.2 Weichlöten 20
1.6 Werkseitig vorummantelte Kupferrohre 4.3.3 Hartlöten 20
nach DIN EN 13349 7 4.4. Handwerklich gefertigte Abzweige und Muffen 20
1.7 Dünnwandige Kupferrohre mit 4.4.1 Lötverbindungen bei handwerklich gefertigten
festhaftendem Kunststoffmantel 8 Abzweigen und Muffen 21
1.8 Bestellbeispiele 8 4.5 Schweißverbindungen 21
4.6 Pressverbindungen 22
2. Fittings 9 4.7 Steckverbindungen 22
4.8 Klemmringverbindungen 23
2.1 Kapillarlötfittings nach DIN EN 1254-1 und -4 9
2.2 Qualitätsprüfungen für Kapillarlötfittings 10 5. Betriebstemperaturen und Betriebsdrücke 24
2.3 Pressfittings 10
2.4 Pressfittings nach E DIN 2549 6. Allgemeine Anforderungen an Installationen 26
mit DVGW-Prüfung 11
2.5 Steckfittings nach prEN 1254-6 6.1 Leitungsführung 26
mit DVGW-Prüfung 12 6.1.1 Erdverlegte Trinkwasserleitungen 26
2.6 Klemmringverschraubungen nach DIN EN 1254-2. 13 6.1.2 Erdverlegte Gasleitungen 26
2.7 Schweißbogen nach DIN 2607 13 6.1.3 Erdverlegte Flüssiggassleitungen 26
2.8 Lösbare Verbindungen 13 6.1.4 Erdverlegte Ölleitungen 26
2.9 Ergänzende Hinweise 14 6.2 Korrosionsschutz 26
6.2.1 Erdverlegte Leitungen 27
3. Lote, Flussmittel und Schweißzusätze 16 6.2.2 Freiverlegte Außenleitungen 27
6.2.3 Innenleitungen 28
3.1 Lote und Flussmittel 16 6.2.4 Kupferrohre unter Putz 28
3.2 Weichlote nach DIN EN ISO 9453 16 6.3 Wärmeschutz 29
3.3 Flussmittel für Weichlote nach DIN EN 29454-1 16 6.4 Befestigung 29
3.4 Weichlötpasten 16 6.5 Schallschutz 29
3.5 Hartlote nach DIN EN ISO 17672 17 6.6 Brandschutz 30
3.6 Hartlöt-Flussmittel nach DIN EN 1045 17 6.7 Temperaturbedingte Längenausdehnung 30
3.7 Schweißzusätze 17 6.8 Verlegung im Mauerwerk und
auf Rohbetondecken 33
6.9 Altbaumodernisierung 33
6.10 Vorfertigung 33

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7. Einsatzbereich Trinkwasser-Installation 34 9. Einsatzbereich Brennstoffversorgung 40

7.1 Trinkwasser 34 9.1 Erdgas 40


7.2 Einsatzbereiche für Kupfer nach DIN 50930-6 34 9.2 Flüssiggas 40
7.3 Planungsgrundlagen 35 9.3 Heizöl 41
7.4 Zirkulationsleitungen 36
7.5 Zusammenbau von Kupfer mit 10. Weitere Einsatzbereiche 42
anderen Werkstoffen 36
7.6 Dichtheitsprüfung 37 10.1 Solarthermie 42
7.7 Spülen und Inbetriebnahme von 10.2 Regenwassernutzungsanlagen 42
Trinkwasser-Installationen 38 10.3 Löschwasserleitungen 42
7.8 Übergabe, Betriebsanleitungen 38 10.4 Technische Druckluft 42
10.5 Medizinische Gase 42
8. Einsatzbereich Heiz- und Kühlsysteme 39 10.6 Technische Gase 43
10.7 Betriebswässer 43
8.1 Planungsgrundlagen 39 10.8 Abwasser– Druckleitungen von
8.2 Zusammenbau von Kupfer mit Abwasserhebeanlagen 43
anderen Werkstoffen 39
8.3 Offene Wasser-Kühlsysteme 39 11. Normen und Regelwerke 44
8.4 Dichtheitsprüfung 39
Index 46

DKI-i158-09/2012

In der Reihe TechnologieForum Kupfer im Verlag des Deutschen


Kupferinstituts erscheinen rein technisch ausgerichtete Broschüren.

kupferinstitut.de | 3
Einleitung

Kupfer ist nach wie vor der bevorzugte Werkstoff in der Sanitär- und Heizungstechnik,
nicht zuletzt wegen seiner langen Haltbarkeit und gesundheitlichen Unbedenklichkeit.
Es ist ein zeitgemäßer Werkstoff, der allen Anforderungen an nachhaltiges Bauen gerecht
wird und durch ökologischen Vorteile überzeugt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Materalien Für den Einsatz von Kupfer sprechen Dieser Informationsdruck soll dem
eignet sich Kupfer dank seines breiten außerdem seine leichte Verarbeitbarkeit und Planer und Installateur als Hilfe dienen.
Eigenschaftsspektrums für alle Einsatzbe- die nahezu uneingeschränkte Kompatibilität Er enthält die wichtigsten Aussagen aus
reiche in der Hausinstallation. Nicht nur für der einzelnen Bauteile untereinander. den einschlägigen Regelwerken, ohne
Trinkwasser- und Heizungsleitungen wird jedoch vollständig sein zu können.
Kupfer eingesetzt; gerade bei hohen Die universelle Einsetzbarkeit von Kupfer in Sollten weiterführende Fragen bestehen,
Anforderungen an die Sicherheit wie bei der Versorgungstechnik, die es so bei keinem können die technischen Beratungen der
der Gasversorgung oder bei außergewöhn- anderen Werkstoff gibt, bestimmt die Rohr- und Fittinghersteller sowie das
lichen Temperaturbeanspruchungen wie Anzahl der zu beachtenden Regelwerke. Deutsche Kupferinstitut kontaktiert
beispielsweise in Solaranlagen wird heute Dabei sind weder mehr Regelwerke zu werden.
fast ausschließlich Kupfer als Werkstoff für beachten als bei anderen Werkstoffen, noch
Versorgungsleitungen in Gebäuden sind die Verarbeitungstechniken kompli-
verwendet. zierter. Kupferanwendungen sind lediglich
vielfältiger.

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1. Kupferrohre

1.1 Kupferrohre nach DIN EN 1057 1.2 Kupferrohre für die Gas- und Trink- 1.4 Qualitätsprüfungen
Die Anforderungen an Kupferrohre für wasser-Installation nach DIN EN 1057 In DIN EN 1057 sind neben der Produktbe-
Installationszwecke werden in DIN EN 1057 und DVGW-Arbeitsblatt GW 392 schreibung weitreichende Prüfanforde-
‘Nahtlose Rundrohre aus Kupfer für Generell gilt, dass Werkstoffe, Bauteile und rungen enthalten.
Wasser- und Gasleitungen für Sanitärin- Apparate für die Trinkwasser-Installation
stallationen und Heizungsanlagen‘ im Rahmen der EU-Bauproduktenverord- Geprüft werden:
beschrieben. nung und, soweit verfügbar, in Überein- · Werkstoffzusammensetzung
Diese Norm beschreibt die Anforderungen stimmung mit harmonisierten europä-
an die Eigenschaften, die Zusammenset- ischen Normen oder europäischen · mechanische Eigenschaften
zung, die Lieferbedingungen und die technischen Zulassungen (ETA) mit ‘CE‘ · Maße und Grenzmaße
Prüfung von nahtlosen Rundrohren aus gekennzeichnet sein müssen. Liegen beide · Fehlerfreiheit
Kupfer mit einem Außendurchmesser von Prüfkriterien für ein Produkt (noch) nicht
6 bis 267 mm. vor, so muss die Kennzeichnung den · Oberflächenbeschaffenheit
nationalen Normen (z. B. DIN EN 1057) und · Biegeverhalten
Wesentliche Anforderungen der DIN EN dem DVGW-Regelwerk (z. B. DVGW GW
· Aufweitverhalten
1057 an die Eigenschaften der Kupferrohre 392) entsprechen.
sind die Zuordnung von Außendurch- · Bördelverhalten
messern und Wanddicken, eingeengte Im DVGW-Arbeitsblatt GW 392 ‘Naht-
Außendurchmessertoleranzen für die losgezogene Rohre aus Kupfer für Gas- Güte- und DVGW-geprüfte Rohre
Kapillarlötung, einheitliche Festigkeitszu- und Trinkwasser-Installationen und unterliegen z. T. strengeren und zusätz-
stände und Lieferlängen, die Kennzeich- nahtlosgezogene, innenverzinnte Rohre lichen Anforderungen. So darf z. B. die
nung der Rohre sowie der einzusetzende, aus Kupfer für Trinkwasser-Installationen; quantitativ gemessene Kohlenstoffmenge
einheitliche Werkstoff Cu-DHP (Werkstoff- Anforderungen und Prüfungen‘ sind die auf der Innenoberfläche fabrikneuer
nummer CW024A, sauerstofffreies Kupfer, notwendigen Eigenschaften von für diese Rohre in Ringen 0,10 mg/dm² nicht
das mind. 99,90 % Kupfer und Silber sowie Einsatzbereiche vorgesehenen Kupfer- überschreiten (DIN EN 1057: 0,20 mg/dm²).
zwischen 0,015 % und 0,040 % Phosphor rohren beschrieben. Bei Rohren in geraden Längen ist der
enthält). Restgehalt des für die Fertigung not-
1.3 Kupferrohre nach DIN EN 1057 und wendigen Ziehmittels für Rohre bis ein-
Kupferrohre nach DIN EN 1057 sind GW 392 mit Gütezeichen RAL schließlich 54 mm auf 0,2 mg/dm²
universell einsetzbar und können beispiels- Die Gütebedingungen RAL-RG 641/1 ‘Güte- begrenzt.
weise in folgenden Bereichen eingesetzt und Prüfbestimmungen (Gütebedin-
werden: gungen) für das Gütezeichen Kupferrohr/ Das DVGW-Arbeitsblatt GW 392 und die
· Trinkwasserverteilsysteme für RAL‘ der Gütegemeinschaft Kupferrohr e.V. Gütebedingungen der Gütegemeinschaft
kaltes und erwärmtes Trinkwasser enthalten gegenüber der Norm DIN EN Kupferrohr e.V. verlangen eigene Über-
1057 ergänzende Anforderungen und wachungsprüfungen der Rohrhersteller mit
· Heizungs- und Kühlsysteme ein- Vorschriften zur Prüfung solcher Rohre. Dokumentation, für die ein Mindestumfang
schließlich Fußboden-, Wand- und Das Gütezeichen kann für Kupferrohre für festgelegt ist. In jährlichen Überwachungs-
Deckenheizsysteme die Trinkwasserinstallation und die prüfungen durch neutrale Prüfstellen
· Verteilung gasförmiger und flüssiger Heizungsinstallation vergeben werden. werden zusätzlich Rohre überprüft, wobei
Brennstoffe auch kontrolliert wird, ob die Eigenüber-
· wachungen im vorgeschriebenen Umfang
Solaranlagen
durchgeführt wurden.
· Löschwasserleitungen und Sprinkler-
anlagen
· Anlagen für betriebliche Druckluft
· Regen- und Betriebswässer
· Abwasserentsorgung
(z. B. Druckleitungen für Abwasser-
hebeanlagen)

Bezüglich weiterer Einsatzbereiche und


Einsatzgrenzen ist Rücksprache mit den
Herstellern zu nehmen.

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Lieferform Außendurchmesser Festigkeitszustand Lieferlänge
in Ringen* 6 - 22 mm R220 (weich) 25 oder 50 m
gerade Längen 12 - 28 mm R250 (halbhart) 5m
gerade Längen 6 - 133 mm R290 (hart) 5m
159, 219, 267 mm R290 (hart) 3 oder 5 m

Tabelle 1.1 Lieferformen von Kupferrohren nach DIN EN 1057


* Ringaußendurchmesser 500 - 900 mm

Andere
Gas- und Trinkwasser-Installation
Anwendungen
mit DVGW-Prüfzeichen nach Arbeitsblatt GW 392
(z. B. Heizung)
Stangen Ringe Ringe
Durchmesser x Wanddicke im mm
12 x 0,8 35 x 1,2 76,1 x 2 12 x 0,8 10 x 0,6
12 x 1 35 x 1,5 88,9 x 2 12 x 1 12 x 0,7
15 x 1 42 x 1,2 108 x 2,5 15 x 1 14 x 0,8
18 x 1 42 x 1,5 133 x 3 18 x 1 15 x 0,8
22 x 1 54 x 1,5 159 x 3 22 x 1 18 x 0,8
28 x 1 54 x 2 219 x 3
28 x 1,5 64 x 2 267 x 3

Tabelle 1.2 Abmessungen von Kupferrohren nach DIN EN 1057 mit RAL-Gütezeichen für die Gas- und Trinkwasser-Installation und für andere Anwendungen (z. B. Heizung)
- DVGW-Abmessungen 12 - 108 sind auch als innenverzinnte Rohre erhältlich
- Rohre vom Ring sind jeweils blank, vorummantelt oder wärmegedämmt erhältlich
- Stangenrohre 12 - 54 mm sind außerdem mit Wärmedämmung 100% EnEV erhältlich

1.5 Kennzeichnung Zumindest folgende Angaben müssen Des Weiteren sind folgende Kennzeich-
Von 10 bis 54 mm Durchmesser müssen die bleibend angebracht werden: nungen dauerhaft oder bleibend anzu-
Rohre im Abstand von höchstens 600 mm · EN 1057 bringen:
wiederkehrend über ihre Länge gekenn- · Außendurchmesser und Wanddicke
zeichnet sein. · Kennzeichen des Herstellers
Rohre mit einem Durchmesser von 6 mm · Herstelldatum - · Kennzeichnung halbharter Rohre
bis unter 10 mm oder über 54 mm müssen Jahr und Quartal (I bis IV) oder durch das Zeichen |-|-|
zumindest an beiden Enden in ähnlicher Jahr und Monat (1 bis 12)
Weise sichtbar gekennzeichnet sein. Rohre nach DVGW-Arbeitsblatt GW 392
sind ergänzend folgendermaßen zu
Kennzeichnen:
· DVGW-Prüfzeichen und Register-
nummer des Herstellers 'DV-7204-YZ-
XXXX'

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Hersteller Markenname 18 · 1 Datum EN 1057 © DV-7204 YZ XXXX Herstellerland Hersteller Markenname 18 · 1 Datum EN 13349 DIN 4102-B2

Hersteller Markenname 15 · 1 Datum EN 1057 © DV-7204 YZ XXXX Herstellerland Hersteller Markenname 15 · 1 DIN 4102-B2 100% EnEV FCKW/FKW-frei

Bild 1.1 Kennzeichnungsbeispiele von Kupferrohren nach DIN EN 1057 mit RAL-Gütezeichen und DVGW-Kennzeichnung (1485)

Auf Rohren mit RAL-Gütezeichen 1.6 Werkseitig vorummantelte


ist außerdem folgende Kennzeichen Kupferrohre nach DIN EN 13349
anzubringen: Nach DIN EN 13349 ‘Vorummantelte Rohre
· vereinfachtes RAL-Gütezeichen aus Kupfer mit massivem Mantel‘ müssen
(Bild 1.2) werkseitig mit Kunststoff ummantelte
Kupferrohre gemäß DIN EN 1057 beschaf-
· Herstellungsland in deutscher Sprache fen sein und die Ummantelung muss
mindestens folgende dauerhafte Kenn-
Weitere Kennzeichnungen, wie zeichnungen aufweisen (Bild 1.1):
beispielsweise herstellerspezifische
Marken- oder Produktnamen, sind · Kennzeichen des Herstellers
natürlich ebenso zulässig (Bild 1.1).
· EN 13349
· Außendurchmesser und Wanddicke
des Kupferrohres ohne Mantel
· Festigkeitszustand bei halbharten
Rohren
· Herstelldatum -
Jahr und Quartal (I bis IV) oder
Jahr und Monat (1 bis 12)

Die Kennzeichnung mit dem Herstelldatum


Bild 1.2 Gütezeichen RAL der Gütegemeinschaft Kupfer­rohr
e.V., rechts das vereinfachte Gütezeichen RAL (0477 A)
kann jedoch entfallen, wenn Rohr und
Ummantelung vom selben Hersteller
stammen. Des Weiteren ist die Angabe der
Brandklasse der Ummantelung üblich.

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1.7 Dünnwandige Kupferrohre mit Das Verbinden der flexiblen Kupferrohre Kupferrohre für Heizungsanlagen
festhaftendem Kunststoffmantel erfolgt mit vom Rohrhersteller gelieferten 500 m Kupferrohr in Ringen nach DIN EN
Kupferrohre dieses Typs besitzen ein oder freigegebenen Verbindern wie z. B. 1057 mit einem Außendurchmesser von 14
dünnwandiges Mediumrohr aus Kupfer Press- oder Schiebehülsenfittings. mm und einer Wanddicke von 0,8 mm im
Cu-DHP, das mit einem festhaftendem Festigkeitszustand R220 (weich) mit
Kunststoffmantel verbunden ist. 1.8 Bestellbeispiele RAL-Gütezeichen: „500 m Kupferrohr DIN
Die Rohre sind ausschließlich im Festig- Kupferrohre für die Trinkwasser- und EN 1057 – R220 – 14 x 0,8 mm – 50 m
keitszustand ‘weich‘ in Form von Ringen Gasinstallation Ringe mit RAL Gütezeichen“
erhältlich. 500 m Kupferrohr in geraden Längen
Der Glattmantel aus Kunststoff dient als (Stangenrohr) nach DIN EN 1057 mit einem Werkseitig vorummantelte Kupferrohre
mechanischer Schutz während Transport, Außendurchmesser von 28 mm und einer nach DIN EN 13349 für die Trinkwas-
Lagerung und Verarbeitung und übernimmt Wanddicke von 1,0 mm im Festigkeits- ser-Installation
beim Biegen des Rohres eine Hilfsfunktion. zustand R250 (halbhart) mit DVGW-Prüf- 250 m Kupferrohr in geraden Längen
zeichen und mit RAL-Gütezeichen: (Stangenrohr) nach DIN EN 1057 im
Kupferrohre mit festhaftendem Kunststoff- Festigkeitszustand R290 (hart) mit
mantel können vielfältig eingesetzt werden, „500 m Kupferrohr DIN EN 1057 – R250 werkseitiger Vorummantelung nach DIN EN
z. B. in der Heizungstechnik als Flächenheiz- – 28 x 1,0 mm – 5 m Stange mit DVGW- 13349, Außendurchmesser des Kupfer-
rohre oder zur Bauteilaktivierung. Prüfzeichen und mit RAL-Gütezeichen“ rohres 15 mm, Wanddicke 1 mm, mit
Für den Einsatz im Trinkwasserbereich DVGW-Prüfzeichen und RAL-Gütezeichen:
können Kupferrohre mit festhaftendem 500 m innenverzinntes Kupferrohr in
Kunststoffmantel nach DVGW-Prüfgrund- Ringen nach DIN EN 1057 mit einem „250 m Kupferrohr DIN EN 1057 – R290
lage VP 652 geprüft und zugelassen Außendurchmesser von 15 mm und einer – 15 x 1,0 mm – 5 m Stange mit DVGW-
werden. So geprüfte Rohre müssen Wanddicke von 1,0 mm im Festigkeits- Prüfzeichen und RAL-Gütezeichen – mit
demnach dauerhaft mit folgenden zustand R220 (weich) mit DVGW- werkseitig aufgebrachtem Kunststoff-
Angaben fortlaufend und in Abständen von Prüfzeichen und mit RAL-Gütezeichen: Stegmantel nach DIN EN 13349“
höchstens 1 m gekennzeichnet werden:
„500 m Kupferrohr, innenverzinnt, DIN EN Kupferrohre mit festhaftendem
· DVGW-Zertifizierungszeichen mit 1057 – R220 – 15 x 1,0 mm – 25 m Ringe Kunststoffmantel für die Trinkwasser-
Registriernummer mit DVGW-Prüfzeichen und mit RAL-Güte- Installation
zeichen“ 100 m Kupferrohr mit festhaftendem
· Herstellername oder Herstellerkenn- Kunststoffmantel mit einem Außendurch-
zeichen messer von 16 mm und einer Wanddicke
· Rohrabmessung (Außendurchmesser von 2 mm mit DVGW-Prüfzeichen:
und Wanddicke)
„100 m flexibles Kupferrohr mit fest-
· Rückverfolgbarkeitscode
haftender Kunststoffummantelung aus
PE-RT – R220 – 16 x 2,0 mm – 100 m
Ringe mit DVGW-Prüfzeichen“.
Abmessung Wanddicke Kupferrohr Ringlänge
mm mm m

14 x 2 0,30 100
16 x 2 0,35 100
18 x 2 0,35 100
20 x 2 0,50 50
26 x 3 0,50 50
Tabelle 1.3 Lieferformen und Abmessungen, Kupferrohre mit festhaftendem Kunststoffmantel

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2. Fittings

Für Installationsrohre aus Kupfer nach DIN Bezüglich weiterer Einsatzbereiche und Fittings müssen allgemein – soweit es die
EN 1057 kommen hauptsächlich folgende Einsatzgrenzen ist Rücksprache mit den Größe des Fittings ermöglicht – mit dem
Form- und Verbindungsstücke zum Einsatz: Herstellern zu nehmen. Herstellerzeichen oder -namen und den
Anschlussdurchmessern, mindestens
· Kapillarlötfittings nach DIN EN Die entsprechenden Anforderungen an die jedoch mit dem Herstellerzeichen,
1254-1, -4 und -5 sowie den DVGW- Fittings werden in den Regelwerken DIN EN dauerhaft und lesbar gekennzeichnet
Prüfgrundlagen GW 6 und 8 1254-1 (Kapillarlötfittings), DIN EN 1254-4 werden (Bild 2.1).
(Übergangsfittings), den DVGW-Prüfgrund-
· Pressfittings nach DIN 2549 und den lagen GW 6 und GW 8 sowie den Güte- Fittings nach DIN EN 1254 werden durch
DVGW-Prüfgrundlagen und Prüfbestimmungen RAL RG 641/4 der Angabe des Typs, DIN EN 1254, der
W 534 (Trinkwasser) bzw. G 5614 (Gas) Gütegemeinschaft Kupferrohr e.V. Bestellnummer und der Anschlussgröße
· Klemmringverschraubungen nach DIN beschrieben. bezeichnet.
EN 1254-2 und DVGW-Prüfgrundlage
W 534 Fittings nach den o. a. Normen sind für
Kupferrohrabmessungen von 6 bis
· Steckfittings nach prEN 1254-6 und
mindestens 108 mm Anschlussdurchmes-
DVGW-Prüfgrundlage W 534
ser und mit Gewinde-Anschlussgrößen von
· Bogen aus Kupfer zum Einschweißen R/Rp 1/8“ bis R Rp 4“ lieferbar
nach DIN 2607 (R = Außengewinde, Rp = Innengewinde).
· Lösbare Verbindungen
Kapillarlötfittings werden in der Regel aus
sauerstofffreiem Kupfer Cu-DHP oder aus
2.1 Kapillarlötfittings nach Rotguss hergestellt.
DIN EN 1254-1 und -4 Andere Kupferlegierungen, die gleiche Bild 2.1 Kennzeichnungsbeispiel eines gütegeprüften
Kapillarlötfittings sind universell einsetzbar Gebrauchseigenschaften aufweisen, Kapillarlötfittings mit RAL-Gütezeichen (3502 A)
und können beispielsweise in folgenden können ebenso verwendet werden, wobei
Bereichen eingesetzt werden: alle Werkstoffe den Anforderungen der DIN
50930-6 zum Einsatz in Trinkwasser- Die Anschlussgröße benennt den Außen-
· Trinkwasserverteilsysteme für Installationen entsprechen müssen. durchmesser des zugehörigen Rohres, bei
kaltes und erwärmtes Trinkwasser Gewindeanschlüssen zusätzlich das
Kapillarlötfittings sind für alle Lötverbin- Gewindemaß.
· Heizungs- und Kühlsysteme ein- dungstechniken bei Installationsrohren
schließlich Fußboden-, Wand- und nach DIN EN 1057 verwendbar. Auch
Deckenheizsysteme innenverzinnte Kupferrohre werden
· Verteilung gasförmiger und flüssiger generell mit unverzinnten Kapillarlöt-
Brennstoffe fittings (nur Weichlöten!) verbunden.
· Solaranlagen
Um die Kapillarwirkung sicherzustellen,
· Löschwasserleitungen und Sprinkler- sind enge Fertigungstoleranzen für die
anlagen Anschlussdurchmesser der Innen- und
· Druckluftanlagen Außenlötenden festgelegt. Die maximale
Einstecktiefe wird durch einen Rohran-
· Regen- und Betriebswässer schlag begrenzt.
· Abwasser (z. B. Druckleitungen für
Abwasserhebeanlagen)

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Bei reduzierten Fittings wird erst der Die Gütegemeinschaft Kupferrohr e.V. andernfalls gilt das Firmenzeichen. In den
größere, dann der kleine Anschlussdurch- vergibt auch ein Gütezeichen RAL für Katalogen und Verkaufsunterlagen sind die
messer benannt. ‘Kapillarlötfittings aus Kupfer für Fittings, die ein DVGW-Prüfzeichen
Bei T-Stücken ist mit der jeweils größeren Kupferrohr‘, nicht jedoch für Kapillarlötfit- besitzen, deutlich zu kennzeichnen.
Abmessung des Durchganges zu beginnen, tings aus Rotguss und Übergangsfittings
an zweiter Stelle wird die Abmessung des aus Kupfer und Rotguss. Bestellbeispiel für Kapillarlötfittings
Abzweiges genannt (Bild 2.2). T-Stück mit reduziertem Durchgang von
Die in diesen Gütebedingungen enthal- Anschluss 22 auf 18 mm und mit Abzweig
Bei Übergangsfittings mit Löt- und Gewinde- tenen Anforderungen an die Beschaffen- 15 mm, Bestellnummer 5130, mit
anschluss wird erst der Anschlussdurchmes- heit der Innenoberfläche sind schärfer RAL-Gütezeichen und DVGW-Prüfzeichen:
ser des Lötendes, dann die Gewindegröße gefasst als in DIN EN 1254-1. So wird
benannt (z. B. 15 x ½“). neben der Freiheit von Kohlenstoff „T DIN EN 1254-1 - 5130 - 22-15-18 mit
filmen gefordert, dass der Ziehmittelrest- DVGW-Prüfzeichen und RAL-Gütezeichen“
gehalt (als Kohlenstoff bestimmt) den Wert
von 0,5 mg/dm² (DIN EN 1254-1: 1,0 mg/ 2.3 Pressfittings
2. kleiner ø dm²) nicht überschreiten darf. Pressfittings sind vielfältig einsetzbar und
können unter anderem in folgenden
Damit sind die geprüften Fittings im Bereichen eingesetzt werden:
Hinblick auf die Abwesenheit von
Kohlenstofffilmen den Kupferrohren · Trinkwasserverteilsysteme für
1. großer ø gleichwertig. Wie es auch bei den kaltes und erwärmtes Trinkwasser
Kupferrohren üblich ist, erfolgt eine
regelmäßige Fremdüberwachung und · Heizungs- und Kühlsysteme ein-
3. kleiner Anschluss laufende Fertigungskontrolle der Fittings schließlich Fußboden-, Wand- und
durch neutrale Prüfstellen, wie dies in den Deckenheizsysteme
2. Abzweig Gütebedingungen der Gütegemeinschaft · Verteilung gasförmiger Brennstoffe*
Kupferrohr e.V. vorgeschrieben ist. · Solaranlagen*
1. großer Anschluss Gütegeprüfte Fittings führen auf der
Verpackung das Gütezeichen und auf · Löschwasserleitungen 'nass'
jedem einzelnen Fitting selbst das · Anlagen für betriebliche Druckluft
Bild 2.2 Normgerechte Bezeichnung von Fittings (3500)
vereinfachte Gütezeichen (Bild 1.2).
· Regenwassernutzungsanlagen
2.2 Qualitätsprüfungen für Fittings nach den DVGW-Prüfgrundla-
Kapillarlötfittings gen GW 6 und GW 8 für den Einsatz in * Spezielles Dichtelement für diesen Einsatzbereich
In Anlehnung an die Anforderungen an die Gas- und Trinkwasser-Installationen erforderlich
Innenoberflächen von Rohren werden auch müssen mit dem Herstellerzeichen oder
in DIN EN 1254-1 Anforderungen an die -namen und den Anschlussdurchmessern, Für viele weitere Anwendungsgebiete
Beschaffenheit der Innenoberflächen von mindestens jedoch mit dem Herstellerzei- können Pressfittings entsprechend den
Kupferfittings gestellt. chen, dauerhaft lesbar gekennzeichnet jeweiligen Herstellerangaben oftmals
In dieser Norm ist deshalb festgelegt, dass werden. ebenso verwendet werden.
sie – wie die Rohre – frei von Kohlenstoff- Bezüglich dieser weiteren Einsatzbereiche
filmen sein müssen und die Menge des Sie sollen (Kapillarlötfittings aus Rotguss und Einsatzgrenzen ist stets Rücksprache
Ziehmittelrestgehalts (als Kohlenstoff und Übergangsfittings aus Kupfer und mit dem jeweiligen Hersteller zu nehmen.
bestimmt) den Wert 1,0 mg/dm² nicht Rotguss) bzw. können (Kapillarlötfittings
überschreiten darf. aus Kupfer) darüber hinaus mit den
Buchstaben ‘DVGW‘ gekennzeichnet sein;

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2.4 Pressfittings nach DIN 2459 mit Für frei verlegte Gas-Außenleitungen ist
DVGW-Prüfung die Pressverbindung bis zum Nenndruck
Pressfittings für den Einsatz in Kalt- und PN 5 einsetzbar.
Warmwasserverteilsystemen müssen in Für Innenleitungen in Räumen, in denen
Deutschland zusätzlich den Anforderungen sich Personen nicht nur vorübergehend
der DIN 2459 und der DVGW-Prüfgrund- aufhalten, müssen die Pressfittings eine
lage W 534 entsprechen; für den Einsatz höhere thermische Belastbarkeit aufwei-
in Gasleitungen ist die Eignung nach sen.
DVGW-Prüfgrundlage G 5614 nachzuwei- Die Kennzeichnung des Fittings mit ‘GT/X‘
sen. gibt Aufschluss darüber, bis zu welchem
Nenndruck X (1, 4 oder 5 bar) dieser Fitting
Die Prüfungen nach diesen Prüfgrundlagen bei Innenleitungen verwendet werden darf.
erfolgt mit DVGW-geprüften Kupferrohren
nach DVGW-Arbeitsblatt GW 392 in den
dort vorgesehenen Festigkeitsstufen.

Kupferrohre nach DIN EN 1057 aller


Festigkeitsstufen und in den Abmessungen
von 12 bis 108 mm können mit Pressfit-
tings aus Kupfer- und Kupferlegierungen
verbunden werden.
Innenverzinnte Kupferrohre werden
generell mit unverzinnten Pressfittings
verbunden.
Bild 2.3 Pressverbindung, Verpressung über drei Ebenen
Die Abdichtung der Verbindung erfolgt (5123)
über einen Elastomer-Dichtring (O-Ring),
wobei die Kraftschlüssigkeit über eine
geringfügige Verformung des Fittings und
des Rohres sichergestellt wird.
Pressverbindungen an Kupferrohren
können mittels zwei verschiedener sog.
‘Konturen‘ über drei oder zwei Ebenen
hergestellt werden (Bilder 2.3 und 2.4).

DVGW-geprüfte Pressfittings können in


Trinkwasser- und Heizungssystemen bis
110 °C und 16 bar sowie in Gasinstallati-
onen eingesetzt werden.
Für Gasinstallationen bis PN 5 sind
Pressverbinder nach DVGW Prüfgrundlage Bild 2.4 Pressfitting, Verpressung über zwei Ebenen
G 5614 besonders gekennzeichnet. (6113)

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Anwendung Regelwerk Betriebstemperatur Elastomer

Trinkwasser DIN EN 806, DIN 1988 < 85 °C EPDM


Heizung / Kühlung DIN 18380, DIN EN 14336 < 110 °C EPDM
Erdgas TRGI (DVGW G600) -20° - 70 °C HNBR
Flüssiggas TRF -20° - 70 °C HNBR
Heizöl* DIN 4755, TRÖI < 40 °C HNBR
Solarthermie DIN EN 12975, DIN EN 12976 < 200 °C FKM
Fernwärme DIN 4747, TAB FW-Versorger < 140 °C FKM
Druckluft, ölfrei ISO 8573 EPDM
Druckluft, ölhaltig ISO 8573 HNBR
Regenwasser DIN 1989- 1 EPDM
Löschwasserltg. `nass DIN 14462 EPDM

Tabelle 2.1 Anwendungsgebiete von Pressfittings (Auswahl) und zugehörige Elastomertypen


* in Verbindung mit entsprechender bauaufsichtlicher Zulassung

Die universelle Einsetzbarkeit von 2.5 Steckfittings nach prEN 1254-6 mit Sowohl bei der Modernisierung, als auch
Pressverbindungen erfordert in vielen DVGW-Prüfung bei der Erstellung von Neuanlagen
Fällen die Verwendung von für den Steckfittings nach prEN 1254-6 können ermöglichen Steckfittings eine Montage
jeweiligen Einsatzbereich maßgeschnei- eingesetzt werden für Kalt- und Warm- ohne spezielle Maschinen oder Werkzeuge
derten Elastomerdichtungswerkstoffen. wasserverteilsysteme (einschließlich wie z. B. Lötbrenner.
Um eine entsprechende Betriebssicherheit Regenwassernutzung), Heizungs- und
erreichen zu können, ist für bestimmte Kühlsysteme und Druckluftanlagen bis Bestellbeispiel
rohleitungstechnische Anwendungen der zu einem Betriebsdruck PN 16. Reduziertes Steckfitting-T-Stück für die
Einsatz von spezifischen Dichtelementen Trinkwasser-Installation:
notwendig, die i. d. R. auch farblich Die Prüfung nach DVGW-Arbeitsblatt „Bestell-Nr. des Herstellers, T-Stück
gekennzeichnet sind (Tabelle 2.1). W 534 (erkennbar an der DVGW-Kenn- 28 x 22 x 28, geprüft nach DVGW
zeichnung) bekundet die Verwendbarkeit W 534“
Innenverzinnte Kupferrohre werden der Fittings in Trinkwasser-Installationen.
übrigens in allen Einsatzbereichen (auch
Trinkwasser) mit unverzinnten Pressfittings Obwohl Steckfitting-Verbindungen bei
verbunden. allen auf dem Markt erhältlichen, für
Kupferrohre vorgesehenen Systemen mit
Bestellbeispiele geeignetem Spezialwerkzeug demontiert
„Bestell-Nr. des Herstellers, T-Stück aus werden können, sind diese Verbindungen
Kupfer 22-15-18, geprüft nach DVGW- gemäß den geltenden Regeln als ‘dauerhaft
Arbeitsblatt W 534 mit DVGW-Prüfzeichen“ dicht‘ klassifiziert, so dass auch eine
„Bestell-Nr. des Herstellers, Übergangsstück Verwendung unter Putz möglich ist.
aus Rotguss 22 x ¾“, geprüft nach
DVGW-Arbeitsblatt W 534 mit DVGW- Steckfittings können mit Kupferrohren aller
Prüfzeichen“ Festigkeitsstufen (weich, halbhart, hart) Bild 2.5 Steckfitting aus Kupfer (7000)
nach DIN EN 1057 und DVGW-Arbeitsblatt
GW 392 verwendet werden.

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2.6 Klemmringverschraubungen nach Klemmringverschraubungen werden 2.8 Lösbare Verbindungen
DIN EN 1254-2 bezeichnet durch die Angabe des Typs Mit Ausnahme der Klemmringverschrau-
Metallisch dichtende Klemmringverschrau- (Formbezeichnung), der Artikel- oder bungen werden lösbare Verbindungen im
bungen nach DIN EN 1254-2 können Bestellnummer und den Anschlussab- Allgemeinen für Armaturen- und Geräte-
eingesetzt werden in: messungen. anschlüsse sowie für die Verbindung von
Kupferrohren mit Rohren aus anderen
· Trinkwasserverteilsystemen für Bestellbeispiele Werkstoffen verwendet. Alle lösbaren Ver-
kaltes und erwärmtes Trinkwasser „T-Stück, Bestell-Nr. des Herstellers, bindungen und deren Einsatzgebiete sind
Abmessung 15 x 15“ in Tabelle 2.2 aufgeführt.
· Heizungs- und Kühlsystemen „Reduziertes T-Stück, Bestell-Nr. des
· Erdgasleitungen* Herstellers, Abmessung 22 x 15 x 22“ Bei Rohrverbindern, die bei den vorgese-
· Solaranlagen henen Beanspruchungen nicht zugfest sind
(z. B. weich dichtende Klemmverschrau-
· Heizölleitungen bis DN 25 bungen), ist durch geeignete Rohrführung
· Anlagen für betriebliche Druckluft und oder Anordnung von Festpunkten sicherzu-
technische Gase stellen, dass die Rohrenden nicht aus dem
· Regenwassernutzungsanlagen Verbinder heraus gleiten können.
Weichdichtende lösbare Verbindungen
in Gasleitungen nach TRGI müssen stets
* bis 28 mm einschließlich, jedoch nicht als Verbindung
zugänglich sein. Bei Unterputzverlegungen
für fortlaufende Leitungen
sind Revisionsöffnungen vorzusehen.

Für alle weiteren Anwendungsgebiete sind


Werden weiche Rohre (vom Ring) mit
die jeweiligen Herstellerfreigaben zu
Klemmringverschraubungen nach DIN EN
beachten.
1254-2 verbunden, so sind die Rohrenden
von innen mit Stützhülsen zu verstärken.
Klemmringverschraubungen (Bild 2.6) nach
Bild 2.6 Klemmringverschraubung nach
DIN EN 1254-2 sind für Kupferrohre nach DIN EN 1254-2 (6053) Für andere Arten von Klemmringverbin-
DIN EN 1057 bis zur Nennweite
dungen (z. B. Heizkörperanschluss-
108 mm lieferbar.
2.7 Schweißbogen nach DIN 2607 systeme) sind hinsichtlich des Einsatzes
Schweißfittings können prinzipiell in von Stützhülsen in Verbindung mit harten
Sie sind beispielsweise auch in Erdgas-
installationen bis einschließlich 28 mm z. B. allen Anwendungsbereichen eingesetzt oder halbharten Rohren die jeweiligen
als Anschlussübergang einsetzbar, in werden, in denen die Verwendung von Angaben des Fittingherstellers zu beachten.
Flüssiggasinstallationen jedoch nicht. Kupferrohren generell zugelassen ist und in
Gewindeübergänge gewährleisten die denen die Verbindungstechnik ‘Schweißen‘
Kompatibilität zu anderen Verbindungs- angewendet werden darf.
systemen. Diese Anschlussgewinde
entsprechen der Norm DIN EN 10226-1 Bestellbeispiel
(kegeliges Außengewinde/zylindrisches Einschweißbogen 90° zum Verbinden
Innengewinde). von Kupferrohren nach DIN EN 1057 der
Abmessung 133 x 3,0 mm:
Die Kennzeichnung erfolgt dauerhaft und
lesbar mit dem Herstellernamen oder „Einschweißbogen aus Kupfer 90° nach
-zeichen und dem Anschlussdurchmesser DIN 2607 für Kupferrohre nach DIN EN
(Rohraußendurchmesser) bzw. der 1057 - 133 x 3,0“
Gewindegröße. Nach Bedarf oder
Zweck­mäßigkeit können weitere Zeichen Bild 2.7 Schweißbogen DIN 2607 (5448)
aufgebracht sein.

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Rohrkupplungen für glatte Rohrenden Anwendungsbereich
lösbare
werden nur für Rohre im Festigkeits- Verbindung Trinkwasser Erdgas/TRGI Heizung Heizöl
zustand hart R290 angewendet.
Verschraubung innerhalb v. ohne ohne nur bis DN 25
Als Flanschverbindungen sind zulässig:
konisch- Gebäuden ohne Einschränkung Einschränkung
kugelig- Einschränkung
· Flanschverschraubung mit Lötflansch flachdichtend
aus Rotguss
Klemmringver- mindestens mit nur mit DVGW- ohne nur bis DN 25
· Flanschverbindung mit Vorschweiß- schraubung Herstellerzeichen Prüfzeichen Einschränkung
bördel aus Kupfer und losem Flansch met. dichtend1
aus Rotguss oder Stahl
Klemmringver- mindestens mit nur mit DVGW- ohne nur mit DVGW-
· Flanschverbindungen mit glattem schraubung Herstellerzeichen Prüfzeichen Einschränkung Prüfzeichen,
Lötbund aus Rotguss und losem weich nur für Arma-
Flansch aus Rotguss oder Stahl dichtend2 turen- und
· Gewindeflansch aus Rotguss Geräteanschlüsse
Rohrkupplung3 nur mit DVGW- nur DVGW- ohne nicht zugelassen
Handwerklich umgebördelte Rohrenden DIN 3387-1 Prüfzeichen registriert Einschränkung
als Flanschbord sind nicht zugelassen. Flansch ohne nur Flansche aus ohne ohne
Einschränung Rotguss Einschränkung Einschränkung

Tabelle 2.2 Ausgewählte lösbare Verbindungen und deren Einsatzbereiche


1
Bei Rohren im Festigkeitszustand weich (R220, Ringrohre) nur mit Stützhülsen
2
muss zugänglich verlegt sein
3
nur für Rohre im Festigkeitszustand hart (R290, Stangenrohre)

2.9 Ergänzende Hinweise Darüber hinaus haben zahlreiche Hersteller Für alle anderen Anlagen wie Heizungsan-
In der fachgerechten Hausinstallation Haftungsübernahmevereinbarungen mit lagen, Ölleitungen, Druckluftanlagen usw.
müssen alle zum Einsatz vorgesehenen den Interessenverbänden von Handwerk ist die Anwendung des GW 2 nicht
Rohre, Fittings, Lote und Flussmittel nach und Industrie (ZVSHK, VDKF, BTGA) für zwingend vorgeschrieben.
den anerkannten Regeln der Technik Kupferrohre und -fittings abgeschlossen. Die Festlegungen dieses Arbeitsblattes sind
beschaffen sein, insbesondere im Trinkwas- jedoch als anerkannte Regel der Technik für
serbereich ist diese Vorgabe durch den In den nachfolgenden Kapiteln werden die das Verbinden von Kupferrohren anzusehen
Gesetzescharakter der Trinkwasserverord- jeweiligen Verarbeitungstechniken für und damit auch für diese Einsatzgebiete
nung (TrinkwV2001) rechtlich bindend. Kupferrohre in Kurzform beschrieben und anwendbar.
Das Zeichen einer anerkannten Prüfstelle erläutert.
(dies sind DVGW-Prüfzeichen und Zusätzlich sind im Video „Verbinden von
RAL-Gütezeichen) bekundet, dass diese Für das Verbinden von Kupferrohren in der Kupferrohren“ des Deutschen Kupferinsti-
Voraussetzungen erfüllt sind. Gas- und Flüssiggasinstallation nach TRGI tuts die einzelnen Techniken im Bild
Für Verarbeiter, Planer und Bauherrn ergibt und TRF sowie in der Trinkwasser-Installa- wiedergegeben.
sich daraus die dringende Empfehlung, nur tion nach DIN EN 806 und DIN 1988 gelten
gütegesicherte und DVGW-geprüfte die im DVGW-Arbeitsblatt GW 2 ‘Verbinden
Kupferrohre, Fittings, Lote und Flussmittel von Kupferrohren‘ festgeschriebenen
(s. auch Kapitel 3) zu verwenden. Bestimmungen.

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Anwendung Verbindungstechnik
Weich- Hartlöten 1
Pressen Klemmen Stecken Schweißen1
löten

Trinkwasser
≥ 35 mm ≥ 35 mm
Heizung/
Kühlung

Erdgas - -
≤ 28 mm
2
Flüssiggas - - -
≤ 35 mm
Solar-
- -
thermie

Heizöl - 3 -
≤ 28 mm ≤ 28 mm

Druckluft

Regen-
wasser ≥ 35 mm ≥ 35 mm
Löschwasser 4 4 4
-
'nass'

Abwasser

Tabelle 2.3 Übersicht der zugelassenen Verbindungstechniken in der Kupferrohr-Installation (Die jeweiligen Herstellerangaben zu
Betriebstemperaturen und -drücken sind zu beachten!)
1
nicht für innenverzinnte Kupferrohre!
2
Mitteldruckleitungen (> 0,1 bar) sind ab DN 40 zu schweißen
3
in Verbindung mit entsprechender bauaufsichtlicher Zulassung
4
in Verbindung mit entsprechender bauaufsichtlicher Zulassung auch für Feuerlöschleitungen ‘nass-trocken‘ und ‘trocken‘

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3. Lote, Flussmittel und Schweißzusätze

Weichlot Sn Cu Ag Schmelzbereich Bestellbeispiel für ein Weichlötflussmittel


DIN EN ISO 9453 des Typs 3.1.1 für die Trinkwasser-Installa-
Gew.-% Gew.-% Gew.-% °C tion:
a
„Flussmittel DIN EN 29454, Typ 3.1.1 mit
402 (S-Sn97Cu3) Rest 2,5-3,5 - 227-310 DVGW-Prüf- und RAL-Gütezeichen“
702 (S-Sn97Ag3) Rest - 2,8-3,2 221-224
3.4 Weichlötpasten
Tabelle 3.1 Weichlote nach DVGW GW 2 für die Kupferrohr-Installation Weichlötpasten bestehen aus den
Einzelkomponenten Weichlot (pulver-
förmig) und Flussmittel sowie einem
Bindersystem, so dass eine cremige Paste
3.1 Lote und Flussmittel 3.3 Flussmittel für Weichlote nach entsteht, die mind. 60 Gew.-% Lot
Lote und Flussmittel werden als geprüfte DIN EN 29454-1 enthalten muss. Die Pasten tragen
Produkte gemäß den Vorgaben des Flussmittel für Weichlötverbindungen sind Kennzeichnungen gemäß den Prüfbestim-
DVGW-Arbeitsblattes GW 7 und den in DIN EN 29454-1 genormt. mungen des DVGW und der Gütegemein-
Prüfbestimmungen der Gütegemeinschaft Die Flussmittelverpackung (Dose oder Tube) schaft Kupferrohr e.V..
Kupferrohr e.V. angeboten. muss folgende Angaben enthalten:
Bei Bestellung einer Weichlotpaste müssen
Die für die verschiedenen Installationen · Hersteller- und Lieferantenzeichen das Kurzzeichen (DIN EN ISO 9453, siehe
zugelassenen Lote (Hartlote, Weichlote) Tab. 3.1) und der Metallgehalt (min. 60 %)
werden entsprechend den unterschied- · Bezeichnung des Produkts in Gew.-% ergänzt werden.
lichen Schmelztemperaturen eingeteilt · Flussmittel-Typ, Kurzzeichen und Eine zusätzliche Sicherheit erreicht man
(siehe Tabellen 3.1 und 3.2). Die hygie- Kennzeichnung n. DIN EN 29454-1 durch Verwendung von Flussmitteln oder
nischen Anforderungen an Trinkwasser- · Chargen-Nummer Pasten, die das RAL-Gütezeichen tragen
Installationen und insbesondere die
Arbeitsschutzrichtlinien lassen den Einsatz · DVGW-Zeichen und -nummer Bestellbeispiel:
kadmium- bzw. bleihaltiger Lote nicht zu. · Hinweis auf Trinkwassereignung „Weichlotpaste DIN EN ISO 9453, 402
Bei der Auswahl der Lote für die einzelnen (S-Sn97Cu3) mit einem Flussmittel 3.1.1
· Kennzeichnung bzgl. rechtlicher Ver-
Anwendungsgebiete sind die Regelwerke nach DIN EN 29454-1, 97 % Zinn und 3 %
ordnungen und sicherheitstechnischer
wie das DVGW-Arbeitsblatt GW 2 zu Kupfer, mit DVGW-Prüfzeichen und
Aspekte
beachten (s. Kapitel 4). RAL-Gütezeichen“

3.2 Weichlote nach DIN EN ISO 9453


Art des Lotes Lot Schmelzbereich Flussmittel Wirkbereich
Weichlote sind in DIN EN ISO 9453
°C °C
genormt. Die Zusammensetzungen a
verschiedener Weichlote für die Kupfer- Weichlot 3.1.1
rohr-Installation sind in Tabelle 3.1 402 (S-Sn97Cu3) 227-310
3.1.2 150-400
wiedergegeben. 702 (S-Sn97Ag3) 221-224
2.1.2
Bestellbeispiel Hartlot CuP 1791 710-890
für ein gemäß DVGW-Arbeitsblatt GW2 in CuP 279 1
645-825
der Trinkwasser-Installation zugelassenes
Ag 134 630-730 FH 102 550-800
Weichlot mit RAL-Gütezeichen:
Ag 145 640-680
„Weichlot DIN EN ISO 9453, 402 Ag 244 675-735
(S-Sn97Cu3) mit RAL-Gütezeichen“
Tabelle 3.3 Nach DVGW GW 2 zugelassene Kombinationsmöglichkeiten von Lötverfahren und wasserlöslichen Flussmitteln
1
Phosphorhaltige Hartlote sind nicht für den Einsatz in korrosiver Umgebung (z. B. schwefel-
wasserstoffhaltige Atmosphären in der Landwirtschaft oder Industrie) zugelassen.
2
Bei phosphorhaltigen Loten sind für Verbindungen Kupfer-Kupfer keine Flussmittel erforderlich.
Für Verbindungen Kupfer-Messing/Rotguss muss jedoch stets ein Flussmittel eingesetzt werden.

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Hartlot DIN EN ISO 17672 CuP 179 CuP 279 Ag 134 Ag 145 Ag244
Alte Bezeichnung DIN 8513 L-CuP6 L-Ag2P L-Ag34Sn L-Ag45Sn L-Ag44
a

Cu Rest Rest 35,0-37,0 26,0-28,0 29,0-31,0


Ag - 1,5-2,5 33,0-35,0 44,0-46,0 43,0-45,0
Zn Gew.-% - - 25,5-29,5 23,5-27,5 24,0-28,0
Sn - - 2,0-3,0 2,0-3,0 -
P 5,9-6,5 5,9-6,7 - - -
Schmelz-
°C 710-890 645-825 630-730 640-680 675-735
bereich

Tabelle 3.2 Hartlote nach DVGW GW 2 für die Kupferrohr-Installation

3.5 Hartlote nach DIN EN ISO 17672 3.7 Schweißzusätze


Hartlote werden in DIN EN ISO 17672 Schweißzusatzwerkstoffe für das
beschrieben. Schweißen von Kupferrohren sind in
Der Einsatz des Hartlötens im Trinkwasser- DIN EN ISO 24373 beschrieben.
bereich muss gemäß DVGW- Arbeitsblatt
GW 2 erfolgen (Hartlötverbot ≤ 28 mm). Der Einsatz des Schweißens im Trink-
Die Zusammensetzung der Lote ist in wasserbereich muss gemäß DVGW-
Tabelle 3.2 aufgeführt. Arbeitsblatt GW 2 erfolgen (Hartlötverbot
≤ 28 mm). Die Zusammensetzung der für
Bestellbeispiel für ein nach DVGW- Installationszwecke geeigneten Schweiß-
Arbeitsblatt GW2 zugelassenes Kupfer- zusätze ist in Tabelle 3.3 aufgeführt.
Phosphor-Hartlot:

„Hartlot DIN EN ISO 17672, CuP 179 mit


RAL-Gütezeichen“

3.6 Hartlöt-Flussmittel nach


DIN EN 1045
Schweißzusatz Kurzzeichen Schmelzbereich Verwendung
Die Flussmittelverpackung (Dose oder
DIN EN ISO 24373 chemisch °C
Tube) muss folgende Angaben enthalten:

Cu 1897 CuAg1 1070-1080 Gasschweißen


· Hersteller- und Lieferantenzeichen
WIG-Schweißen
· Bezeichnung des Produkts Cu 1898 CuSn1 1020-1050 MIG-Schweißen
· Flussmittel-Typ, Kurzzeichen und Kenn-
zeichnung n. DIN EN 1045 Tabelle 3.4 Schweißzusätze nach DVGW GW 2 für das Schweißen von Kupfer

· Chargen-Nummer
· DVGW-Zeichen und -nummer
· Hinweis auf Trinkwassereignung
· Kennzeichnung bzgl. rechtlicher Ver-
ordnungen und sicherheitstechnischer
Aspekte

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4. Verarbeitungs- und Verbindungstechniken

4.1 Kaltbiegen von Kupferrohren, Rohraußendurchmesser Radius der neutralen Achse in mm


Abmessungsreihe nach DVGW- Hart R290 Halbhart R250
Arbeitsblatt GW 392
8 35 35
Ringrohre – ohne Werkzeuge 10 40 40
Kupferrohre in Ringen im Festigkeits- 12 45 45
zustand R220 (weich) können mit und
15 55 55
ohne Werkzeug gebogen werden. Der
Biegeradius beim Biegen ohne Werkzeug 18 70 70
liegt erfahrungsgemäß beim sechs- bis 22 - 77
achtfachen des Rohraußendurchmessers.
28 - 114
Entscheidend bei der Wahl des Biegeradius
ist, dass es im Bereich der Biegung keine
Tabelle 4.1 Biegeradien nach DVGW GW 392 für Stangenrohre
unzulässigen Querschnittsverengungen,
Faltenbildung bzw. Knicke gibt. Dies gilt
grundsätzlich auch beim Biegen mit
Werkzeug. Kupferrohre mit Kunststoff- des Mindestbiegeradius mit geeigneten Nach dem Trennen sind die Rohrenden
Stegmantel oder werkseitig wärmege- Werkzeugen gebogen werden. (Mindest- innen und außen zu entgraten. Stehen
dämmte Ringrohre können ebenfalls biegeradien siehe Tabelle 4.1). Wichtig ist gelassene Innengrate bewirken Druckver-
gebogen werden, wobei hier besonders auch hier, dass die Bogen frei von luste durch Querschnittsverengung.
sorgfältig gearbeitet werden muss, denn Gleit­­linienbildung, Rissen, Falten und Außengrate können bei Press- und
ein Knick ist unter dem Dämmmantel nicht Knicken sind. Steckfittings das Dichtelement beschädi-
immer erkennbar. gen. Weiterhin können Innengrate zu
Kupferrohre in Stangen im Festigkeits- starken Verwirbelungen in Warmwasser-
Ringrohre – mit Werkzeugen zustand R250 (halbhart) sind bis zur Zirkulationssystemen und nachfolgend
Werden kleinere Biegeradien als das Abmessung 28 mm einschließlich biegbar u. U. zu Schäden durch Erosion führen.
Sechs- bis Achtfache des Rohraußen- (DVGW-Arbeitsblatt GW 392, Mindestbie-
durchmessers gewünscht, so steht dem geradien siehe Tabelle 4.1). Die Rohrenden weicher Ringrohre müssen
Verarbeiter ein entsprechendes Angebot an kalibriert werden, um die für alle Ver-
Biegewerkzeugen namhafter Hersteller zur 4.2 Vorbereiten der Kupferrohre für bindungstechniken erforderlichen
Verfügung. Einige dieser Werkzeuge sind alle Verbindungstechniken Außenabmessungen zu erhalten. Dazu
von den Herstellern auch zum Biegen von Unabhängig von der im Einzelnen müssen Kalibrierdorn und Kalibrierring
mit Kunststoff-Stegmantel ummantelten angewendeten Verbindungstechnik sind nacheinander und nicht gleichzeitig in bzw.
Rohren entwickelt worden. übereinstimmende Vorbereitungen der auf das Rohrende getrieben werden.
Wichtig ist hierbei, dass der Stegmantel Kupferrohre notwendig.
beim Biegen nicht reißt. Es sollten deshalb
für diesen Anwendungsbereich nur Die Vorbereitung beginnt mit dem
Werkzeuge eingesetzt werden, bei denen Ablängen der Rohre. Die Rohre müssen
am Gleitschuh keine scharfen Kanten rechtwinklig zur Rohrachse getrennt
vorhanden sind, die den Mantel beschädi- werden.
gen könnten. Bei Verwendung eines Rohrabschneiders
Bei wärmegedämmten Ringrohren ist der muss darauf geachtet werden, dass die
Dämmmantel vor dem Biegen im Bereich Schneidräder scharf sind und dass nur mit
des Bogens zu entfernen. geringem Vorschub gearbeitet wird. Nur so
sind insbesondere bei weichen Rohren
Stangenrohre Verformungen der Rohrenden weitgehend
Kupferrohre in gestreckten Längen im zu vermeiden. Ringrohre sollten daher
Festigkeitszustand R290 (hart) können bis möglichst mit einer feinzahnigen
zur Abmessung 18 mm unter Einhaltung Metallsäge getrennt werden. Bild 4.1 Kalibrierdorn und Kalibrierring (3520)

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Rohraußendurch- Einstecktiefe max. Lötspaltbreite1 min. Lötspalt-
messer breite1 Die fachgerechte Vorbereitung und
mm mm mm mm Durchführung der Lötung ist von
wesentlichem Einfluss auf die spätere
6 5,8 Betriebssicherheit der Anlage. Bei
8 6,8 Verbindung von werkseitig ummantelten
oder wärmegedämmten Kupferrohren sind
10 7,8
0,10 0,01 die Herstellerhinweise zu beachten.
12 8,6 Verbindungsstellen sind hier nach der
15 10,6 Druckprüfung nachzudämmen.
18 12,6
4.3.1 Flussmittel
22 15,6 Beim Weichlöten ist immer Flussmittel zu
0,12 0,01
28 18,4 verwenden; Beim Hartlöten von Kupfer an
Kupfer mit phosphorhaltigen Hartloten
35 23,0
(CuP-Lote) ist kein Flussmittel notwendig,
42 27,0 0,15 0,015 da der Phosphor als Flussmittel wirkt.
54 32,0 Werden jedoch Bauteile aus Kupfer mit
solchen aus Kupferlegierungen oder
64 2
32,5 Bauteile aus Kupferlegierungen unterei-
76,12 33,5 nander verbunden, ist ein Flussmittel zu
0,205 0,015 verwenden (FH 10).
88,92 37,5
1082 47,5 Ein Überhitzen des Flussmittels beim
Lötvorgang ist zu vermeiden, da es sonst
Tabelle 4.2 Min. Einstecktiefe und max. Lötspaltbreite für Kapillarlötverbindungen (DIN EN 1254-1) unwirksam wird. Wichtig ist, dass das
1
bei zentrischer Lage des Außenlötendes im Innenlötende Flussmittel nur dünn auf das Außenlötende
2
Das Weichlöten stellt bei diesen Abmessungen besondere Anforderungen an die Wärmeführung des Rohres/Fittings aufgestrichen wird,
damit nicht mehr als nur ein technisch
unvermeidbarer Anteil des Flussmittels ins
Leitungsinnere gelangt. Dieser Anteil wird
4.3 Vorbereitungen bei Lötverbin- gegen die Schwerkraft in den Spalt bei Flussmitteln nach DVGW-Prüfgrund-
dungen (Hart- und Weichlöten) eindringt. Dies ist bei Verwendung von lage GW 7 durch Spülen wieder entfernt.
Die Lötflächen der Rohrenden und Fittings Installationsrohren nach DIN EN 1057 in
sind metallisch blank (schmutz- und Verbindung mit Lötfittings nach DIN EN Von Außenoberflächen sollten Flussmittel-
oxidfrei) zu machen. Für das Reinigen sind 1254 infolge der eng aufeinander reste aus optischen Gründen nach dem
metallfreie Reinigungsvliese, Schmirgellei- abgestimmten Maßtoleranzen gegeben. Löten entfernt werden, um die Bildung
nen feiner Körnung oder Ring- und grüner Korrosionsprodukte zu vermeiden
Rundbürsten mit Drahtborsten aus Die Durchmesserdifferenz zwischen (es handelt sich hierbei nicht um Grün-
Messing oder Edelstahl geeignet. Innen- und Außenlötende beträgt min. span!).
Reinigungsbedingte Rückstände sind zu 0,02 mm und max. 0,3 mm bis zu einem Das Entfernen kann bei Weichlötflussmit-
entfernen. Außendurchmesser von 54 mm, bei teln z. B. mit einem feuchten Lappen
größeren Abmessungen max. 0,4 mm. erfolgen, bei Hartlötflussmitteln aufgrund
Beim Weich- und Hartlöten von Kupfer- Daraus ergibt sich bei zentrischer Lage des ihres glasurartigen Charakters z. B. mit
rohren wird die Kapillarlöttechnik Außenlötendes im Innenlötende eine einer Messingbürste.
angewandt. Das heißt: Der Lötspalt muss Lötspaltbreite von 0,01 - 0,2 mm. Die Erfahrungsgemäß haben äußerlich nicht
gleichmäßig und so eng sein, dass ein Lötbohrung darf zur Rohrachse jedoch entfernte Flussmittel keinen Einfluss auf
Kapillareffekt möglich ist und das Lot auch nicht versetzt sein. die spätere Betriebssicherheit der
Installation.

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4.3.2 Weichlöten 4.3.3 Hartlöten umhüllt sind. Diese Flussmittelmenge
Weichlötverbindungen dürfen in Kalt- und Das Hartlöten darf in Trinkwasser- reicht bei größeren Rohrabmessungen (ab
Warmwasser- sowie in anderen Rohr- Installationen nach DVGW-Arbeitsblatt > 22 mm) meist nicht aus, so dass die
systemen mit Betriebstemperaturen bis GW 2 nur bei Rohren ≥ 35 mm Außen- Verbindungsstellen für fachgerechte
zu 110 °C eingesetzt werden. durchmesser angewendet werden. Hartlötverbindungen zusätzlich durch
Die Anmerkungen der europäischen dünnes Auftragen auf das Rohrende mit
Innenverzinnte Rohre sind (wenn gelötet Informationsnorm DIN EN 12502-2 zum Flussmittel versehen werden müssen.
wird) ausschließlich weich zu löten. Hartlöten finden in Deutschland keine
Anwendung, da hier das nationale 4.4. Handwerklich gefertigte Abzweige
Gas-, Flüssiggas-, Öl- und Lösch- Arbeitsblatt GW 2 eindeutige Regelungen und Muffen
wasserleitungen dürfen nicht weich vorgibt. Die Einsatzbereiche handwerklich gefertigter
gelötet werden. Kupferrohre für Flächen- Abzweige und Muffen sind im folgenden
heizungen sind (wenn gelötet wird) Heizungsleitungen können unabhängig Abschnitt und in Tabelle 4.3 wiedergegeben
ebenfalls durch Hartlöten zu verbinden. von deren Abmessung hartgelötet werden. und unbedingt zu beachten.
Bei Flächenheizungen sowie technischen Des Weiteren ist in Trinkwasser-Installati-
In Trinkwasser-Installationen dürfen nur und medizinischen Gasversorgungsanla- onen das Verbot des Ausglühens zum
Weichlote nach DVGW-Arbeitsblatt GW 2 gen und Solaranlagen mit Temperaturen Aufmuffen und Aushalsen im Abmessungs-
verwendet werden (Kapitel 3). > 110 °C ist bei Verwendung der Lötverbin- bereich bis einschließlich 28 mm zu
Für andere Installationen (z. B. Heizung) ist dung ausschließlich das Hartlöten beachten.
die Verwendung dieser Lote aus Gründen anzuwenden.
der Vereinfachung und zur Vermeidung Gas-, Flüssiggas-, und Ölleitungen müssen Das handwerkliche Herstellen von T- und
von Verwechslungen dringend zu ebenfalls hartgelötet werden. Schrägabgängen beginnt mit dem Bohren
empfehlen. eines Loches in die Wand des durchge-
In Trinkwasser- und Gas-Installationen henden Rohres. Dann wird im Bereich des
Weichlötverbindungen sind immer mit müssen Hartlote nach DVGW-Arbeitsblatt Lochrandes das Material weichgeglüht und
Flussmitteln auszuführen. Das Weichlot ist GW 2 verwendet werden (Kapitel 3). Für anschließend manuell mit einem Aushalsha-
ohne unmittelbare Flammeneinwirkung an andere Installationen (z. B. Heizung) ist die ken oder mit Spezialwerkzeugen in einem
der auf Löttemperatur erwärmten Lötstelle Verwendung dieser Lote aus Gründen der oder zwei Arbeitsgängen ausgehalst, so dass
aufzuschmelzen. Vereinfachung und zur Vermeidung von die Überlappungslänge das Dreifache der
Der Einsatz einer Weichlotpaste (Gemenge Verwechslungen dringend zu empfehlen. Wanddicke des abzweigenden Rohres
aus pulverisiertem Weichlot und Flussmit- beträgt, mindestens aber 5 mm. Das
tel) vereinfacht die richtige Dosierung von Im Gegensatz zum Weichlöten werden abzweigende Rohr muss mindestens eine
Flussmittel und zeigt dem Verarbeiter beim Hartlöten nicht immer Flussmittel Nennweite kleiner als das Hauptrohr sein.
durch die farbliche Veränderung der Paste verwendet und die Lotzufuhr erfolgt in der
von grau nach silber (Schmelzen des Lotes) Streuflamme der kirschrot glühenden Bei der Herstellung von Lötmuffen und
die richtige Arbeitstemperatur an. Werkstücke. Aushalsungen mittels Spezialwerkzeugen
für Trinkwasserleitungen ist auf ein
Auch die Weichlotpaste wird nur dünn auf Am Markt werden auch hoch silberhaltige Gleitmittel zwischen Werkzeug und
das Außenlötende (und nicht zusätzlich in Hartlotstäbe angeboten, die mit Flussmittel Rohrmaterial in jedem Falle zu verzichten.
den Fitting!) aufgebracht. Nach dem Wie in Kapitel 1 erläutert, können fetthaltige
Erreichen der Arbeitstemperatur muss Gleitmittel beim Hartlöten in kohlenstoff-
zusätzlich zur Paste ein Festlot gleicher haltige Filme umgewandelt werden und im
Zusammensetzung des Lotanteils in der Kaltwasser zu korrosionskritischen
Paste zugeführt werden, um die ausrei- Bedingungen führen. Beim Anpassen des
chende Füllung des Kapillarspaltes zu Abgangrohres ist darauf zu achten, dass der
erreichen. Querschnitt des Hauptrohres nicht durch
Unrundheit oder zu weites Einführen des
Abgangrohres verengt wird (Bild 4.2). Vor
dem Löten muss die Aushalsung kalibriert
Bild 4.2 Querschnittsverengung durch zu tief eingesteck- und die Verbindungsstelle ausgerichtet
tes Abgangsrohr (3523) werden.

20 | kupferinstitut.de
4.4.1 Lötverbindungen bei handwerklich d2 In Trinkwasser- und Gasinstallationen ist
gefertigten Abzweigen und Muffen s1 nach DVGW-Arbeitsblatt GW 2 für das
Der Stumpfstoß der Fügeteile ist bei Schweißen von Kupferrohren eine
Lötverbindungen generell unzulässig. Rohrwandstärke von mindestens 1,5 mm
Bei handwerklich gefertigten Abzweigen vorgeschrieben.
t > 3 x s1
darf nicht weichgelötet werden, sie Das Schweißen von Gasleitungen und
müssen hartgelötet werden. Leitungen in abnahmepflichtigen Anlagen
ist durch einen geprüften Schweißer
In Trinkwasser-Installationen ist das (Schweißerprüfung nach DIN EN ISO
Hartlötverbot bis einschließlich 28 mm zu 9606-3) auszuführen.
beachten! Heizungsinstallationen dürfen in
allen Abmessungen ohne Kapillarlötfittings Für Rohre über 108 mm Außendurchmes-
hartgelötet werden. s1 ser werden nicht mehr alle Bauformen von
d1 Lötfittings angeboten. Außerdem weisen
In Trinkwasser- und Heizungsleitungen Rohre dieser Abmessungen nicht mehr die
können Muffenverbindungen gleichen für die Bildung eines Kapillarlötspalts
Durchmessers und einstufige Reduzie- Bild 4.3 Mindesteinstecktiefe bei fittinglos hergestellten erforderlichen engen Maßtoleranzen auf.
rungen ohne Verwendung von Kapillarlöt- T-Abgängen (3569) Sie werden daher vorzugsweise miteinan-
fittings auch weich gelötet werden. der verschweißt.
Voraussetzung hierfür ist, dass die In Gasinstallationen sind T- und Schräg-
handwerkliche Herstellung der Innenlö- abgänge sowie Reduzierungen immer Bei der Schweißverbindung ist der
tenden (Aufmuffung) mit geeigneten unter Verwendung von Kapillarlötfittings Stumpfstoß als Nahtform zu wählen. Wird
Werkzeugen erfolgt, dass auf Gleitmittel nach DIN EN 1254 auszuführen - handwerk- die Durchmesseranpassung bei Reduzie-
zwischen Werkzeug und Rohr verzichtet lich hergestellte Muffen-Verbindungen nach rungen durch einseitiges Einziehen des
wird und dass das Rohr zum Aufmuffen DVGW-Arbeitsblatt GW 2 sind zulässig! Rohres ausgeführt, so sollte bei waage-
nicht wärmebehandelt wird (DVGW- In Flüssiggas- und Ölinstallationen sind alle recht verlegten Leitungen die Einziehung in
Arbeitsblatt GW 2). Lötverbindungen unter Verwendung von der unteren Rohrhälfte angeordnet
Kapillarlötfittings nach DIN EN 1254 werden, da andernfalls die Möglichkeit
Für Weichlötverbindungen bei Muffen und auszuführen. besteht, dass sich im Bereich der Einzie-
einstufigen Reduzierungen müssen hung Luftblasen bilden. T- und Schrägab-
Lötspalt und Einstecktiefe festgelegten Lötverbindungen in Leitungen zur Fortleitung gänge sind durch Aushalsen - wie im
Werten entsprechen. Für Hartlötverbin- brennbarer oder giftiger Gase, Dämpfe oder vorangegangenen Kapitel für Hartlötver-
dungen ist nach GW 2 eine Einstecktiefe Flüssigkeiten dürfen allgemein nur bis zur bindungen beschrieben - herzustellen.
vom dreifachen der Rohrwandstärke, Abmessung 35 (DN 32) ausgeführt werden, An die Aushalsung, deren Durchmesser auf
mindestens aber 5 mm einzuhalten. darüber hinaus ist zu schweißen. das abzweigende Rohr abzustimmen ist,
Die praktischen Erfahrungen haben wird das abzweigende Rohr mit Stumpf-
gezeigt, dass Einstecktiefen von 7 bis Regenwasserinstallationen, Betriebs- stoß angeschweißt.
10 mm optimal sind. Näheres regelt das und Kühlwässer sind bezüglich der
DVGW-Arbeitsblatt GW 2. Verbindungstechnik wie Trinkwasser- Für das Schweißen von Kupferrohren
Installationen, Solaranlagen wie kommen im Wesentlichen das WIG-
Heizungsinstallationen zu handhaben. (Wolfram-Inertgas), das MIG- (Metall-
Inertgas) und das Gasschmelzschweißen
4.5 Schweißverbindungen mit Acetylen-Sauerstoffflamme in
Schweißverbindungen können in allen Frage. Als Schweißzusatzwerkstoffe sind
einschlägigen Anwendungsbereichen Schweißdrähte nach Tabelle 3.4 zu wählen.
eingesetzt werden, wobei in Trinkwasser-
Installationen die Beschränkungen des
DVGW-Arbeitsblatts GW 2 (Hartlöten und
Schweißen nur für Rohre ≥ 35 mm) zu
beachten sind.

kupferinstitut.de | 21
Anwendung Regelwerk Art der Lötverbindung
a

handwerklich hergestellte handwerklich hergestellter


Fittings nach DIN EN 1254
Muffenverbindung T- und Schrägabgang
Lötverfahren Lötverfahren Lötverfahren
weich hart weich hart weich hart
Trinkwasser DIN EN 806
DIN 1988 -
≥ 35 mm ≤ 28 mm ≥ 35 mm ≥ 42 mm1
DVGW GW 2

Heizung/Solar bis 110 °C -

Erdgas TRGI
- - - -
DVGW GW 2
Flüssiggas2 TRF
- ≤ 35 mm3 - - - -
DVGW GW 2
Heizöl DIN 4755
- - - - -
TRÖl

Tabelle 4.3 Auflistung der wichtigsten Regelwerke zum Einsatz von Lötverbindungen (Weitere Einsatzgebiete und Verbindungen sind den entsprechenden Kapiteln zu entnehmen)
1
Hartlöten erst ab ≥ 35 mm, Abzweig muss eine Dimension kleiner als Durchgang sein!
2
Für das Hartlöten von Rohrleitungen, die von einem Sachverständigen zu prüfen sind, ist eine zusätzliche Verfahrenslöterprüfung notwendig
3
Mitteldruckleitungen (> 0,1 bar) sind ab DN 40 zu schweißen

4.6 Pressverbindungen Das Verpressen hat gemäß der Montage- Ebenso ist auch der Steckfitting vor der
Pressfittings können u. a. in den in Kapitel anweisung des Herstellers zu erfolgen. Montage auf den korrekten Sitz und
2.3 genannten sowie in weiteren, beim Weiterhin ist es erforderlich, die Einsteck- Sauberkeit des Dichtelements zu überprüfen.
jeweiligen Hersteller zu erfragenden tiefe des Fittings z. B. mit einem Stift am
Anwendungen eingesetzt werden. Rohr zu markieren. Durch die Markierung Zusätzlich ist es hilfreich, die Einstecktiefe
Bei der Verarbeitung der Pressfittings am Rohr ist eine optische Kontrolle der des Fittings am Rohr zu markieren, so dass
ist stets die Montageanweisung des Einstecktiefe vor der Verpressung möglich. eine optische Kontrolle der fertigen Verbin-
jeweiligen Herstellers einzuhalten. Stützhülsen müssen auch beim Verpressen dung möglich ist.
weicher Kupferrohre nicht verwendet Wie Klemmringverschraubungen sind auch
Im Wesentlichen gelten die folgenden werden. Steckverbinder für die Verwendung unter
Hinweise: Putz geeignet.
Die Pressfittings sind vor der Nutzung auf 4.7 Steckverbindungen
den korrekten Sitz und Unversehrtheit Verbindungen mittels Steckfittings können
des Dichtelements zu überprüfen. in Trinkwasser-, Heizungs- und Wasser-
Die Rohrenden dürfen keine Reste von kühlsystemen sowie für Druckluftleitungen
Graten oder Verschmutzungen (z. B. durch eingesetzt werden.
Mörtel) aufweisen, damit beim Auf- Die Rohre sind auch hier wie bei den vorab
schieben des Pressfittings auf das Rohr beschriebenen Verbindungstechniken
keine Beschädigung des Dichtelements entsprechend vorzubereiten (innen und
eintreten kann. außen Entgraten, ggf. Kalibrieren).

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4.8 Klemmringverbindungen und metallisch dichtende Verbindung her,
Klemmringverschraubungen können die auch für die Verwendung unter Putz
gemäß den Herstellerangaben für viele geeignet ist. Das Benetzen des Klemmrings
Hausinstallationssysteme angewandt mit einem DVGW-geprüften, nicht
werden (Kapitel 2) und werden als aushärtenden Dichtmittel erleichtert die
Verschraubung vormontiert geliefert. metallische Abdichtung.

Die entgrateten und von Verschmutzun- Werden weiche Kupferrohre vom Ring mit
gen gereinigten Rohrenden werden bis Klemmringverschraubungen nach DIN EN
zum Anschlag in die Verschraubung 1254-2 verbunden, so sind die Rohrenden
eingeschoben, die Überwurfmutter von innen mit Stützhülsen zu verstärken
handfest verschraubt und der Dichtanzug (Kapitel 2). Beim Verbinden harter oder
anschließend nach Vorgabe des Herstellers halbharter Kupferrohre sind hinsichtlich
mit handelsüblichem Werkzeug (z. B. der Verwendung von Stützhülsen die
Rollgabelschlüssel) ausgeführt; Große Angaben des Fittingherstellers zu
Rohrzangen dürfen nicht verwendet beachten.
werden!
Schneidringverschraubungen dürfen in
Bei diesem Vorgang wird der Klemmring der Gas- und Wasserinstallation nicht
zwischen Rohr, Fittingkörper und verwendet werden.
Überwurfmutter durch Verformung
verklemmt und stellt eine dauerhaft feste

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5. Betriebstemperaturen und Betriebsdrücke

Die zulässigen Betriebsdrücke von 90


Kupferrohrleitungen ändern sich in
Abhängigkeit von der Betriebstemperatur,
sind aber in erster Linie abhängig von der
Verbindungsart. 80

Aus Bild 5.1 ist zu erkennen, dass die


in Hausinstallationen zu erwartenden
Temperaturen praktisch ohne Einfluss 70
auf die mechanischen Eigenschaften der
Kupferrohre sind. Die Betriebstemperatur
darf bei Kupferrohren und -fittings aus
Cu-DHP 250 °C nicht überschreiten 60
(AD 2000-Merkblatt W 6/2).
zulässiger Betriebsdruck für hartgelötete Kupferrohrleitungen (S=4) in bar

Weichgelötete Kupferrohrleitungen können 12 x 1


bis zu einer Temperatur von 110 °C 50
dauerbelastet werden.
Eine kurzzeitige Überschreitung dieser
Temperatur (Störfall) hat keinen
15 x 1
negativen Einfluss auf die Dichtheit oder 40
Festigkeit.

Bei höheren Betriebstemperaturen kann 18 x 1


hartgelötet, geschweißt, geklemmt oder 35 x 1,2
30
gepresst (mit geeignetem Dichtelement!)
54 x 1,5 22 x 1
werden.
Rohre, die werkseitig mit einem Kunst- 76,1 x 2
stoff-Stegmantel umhüllt oder wärmege- 20 88,9 x 2 + 133 x 3 28 x 1
dämmt sind, können Betriebstemperaturen 64 x 2
bis 100 °C ausgesetzt werden. Bei 42 x 1,2
Solaranlagen können im Bereich des 108 x 2,5
Kollektors höhere Temperaturen auftreten. 159 x 3
Dies ist bei der Planung und Ausführung 10
219 x 3
zu beachten. 267 x 3

Die Berechnung der Betriebsdrücke und


Wanddicken erfolgt nach den AD 0
0 20 100 120 140 160 180 200 250
2000-Merkblättern B0 ‘Berechnung von Betriebstemperatur in °C
Druckbehältern‘ und B1 ‘Zylinder und
Kugelschalen unter innerem Überdruck‘.
Bild 5.1 Zulässige Betriebsdrücke von hartgelöteten Kupferrohrleitungen (Sicherheit S=4) in Abhängigkeit von der
Der zulässige Betriebsdruck eines Rohres Betriebstemperatur (3504)
berechnet sich nach der folgenden
Gleichung:

20 · Rm · s Es bedeuten: Rm Zugfestigkeit in N/mm²


pB =
(da - s) · S p B höchstzulässiger Betriebsdruck s Wanddicke in mm
in bar da Außendurchmesser in mm
20 Berechnungskonstante mit S Sicherheitsbeiwert
der Dimension (bar · mm²)/N

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Rohrabmessung Gewicht Inhalt Rohrlänge Zulässiger Betriebsdruck
Entsprechend der Gleichung berechnet sich
die erforderliche Wanddicke bei gegebenem mm kg/m l/m m/l bar
Betriebsdruck folgendermaßen: Sicherheit 3,5 1
Sicherheit 42
a

6x1 0,140 0,013 79,58 229 200


da · p B
s = 8x1 0,196 0,028 35,37 163 143
Rm
( 20 · ) + pB 10 x 1 0,252 0,050 19,89 127 111
S
12 x 1 0,308 0,079 12,73 104 91
15 x 1 0,391 0,133 7,53 82 71
Hinweis: Für dauerhafte Betriebstempera-
turen über 100 °C sind niedrigere Werte 18 x 1 0,475 0,201 5,00 67 59
für die Zugfestigkeit (Rm) einzusetzen 22 x 1 0,587 0,314 3,18 54 48
(siehe Bild 5.1).
Genaue Daten sind der entsprechenden 28 x 1 0,755 0,531 1,88 42 37
Fachliteratur und dem AD 2000-Merkblatt 35 x 1,2 1,134 0,835 1,20 41 36
W 6/2 (Werkstoffe für Druckbehälter, 42 x 1,2 1,369 1,232 0,81 34 30
Kupfer und Kupfer-Knetlegierungen)
zu entnehmen. 54 x 1,5 2,202 2,043 0,49 33 29
64 x 2 3,467 2,827 0,35 37 32
Kapillarlötfittings mit Gütezeichen und/
76,1 x 2 4,144 4,083 0,25 31 27
oder DVGW-Zeichen sind bauteilgeprüft.
Die zulässigen Betriebsdrücke der 88,9 x 2 4,859 5,661 0,18 26 23
Verbindungsstellen - je nach Lötart, 108 x 2,5 7,374 8,332 0,12 27 24
Betriebstemperatur und Abmessung - sind
133 x 3 10,904 12,668 0,08 26 23
in DIN EN 1254-1 festgelegt und erfassen
in vollem Umfang die üblichen Betriebsbe- 159 x 3 13,085 18,385 0,05 22 19
dingungen der Haustechnik (Tabelle 5.2). 219 x 3 18,118 35,633 0,03 16 14
Für die Anwendung bei höheren Betriebs-
267 x 3 22,144 53,502 0,02 13 11
drücken und höheren Betriebstempera-
turen oder bei industrieller Anwendung
empfiehlt DIN EN 1254, Hinweise der Tabelle 5.1 Gewicht, Inhalt und Betriebsdrücke von ausgewählten Kupferrohren nach EN 1057 (Zugfestigkeit Rm = 200
Fitting- und Lothersteller einzuholen. N/mm² für den weichen, ausgeglühten Werkstoff; Temperatur max. 100 °C)
1
Sicherheitsbeiwert S = 3,5 gilt für das nahtlos gezogene Rohr ohne Lötverbindungen und für geschweißte Rohrleitungen
Eine fachgerecht ausgeführte Weich- 2
Sicherheitsbeiwert S = 4 gilt für Rohrleitungen mit fittinglos hartgelöteten Verbindungsstellen
lötverbindung ist dicht und hält hohen
Drücken stand. Bei einem Berstdruckver-
such riss das Rohr und nicht die Lötnaht Lötverfahren Betriebstemperatur Betriebsüberdruck für Außendurchmesser
(Bild 5.2).
bar
max. °C 6-28 mm 35-54 mm 64-108 mm
a

30 25 25 16
Weichlöten
65 25 16 16
Hartlöten
110 16 10 10

Tabelle 5.2 Zulässige Betriebsdrücke für Kupferrohrleitungen in Abhängigkeit von Betriebstemperatur und Lötverfahren bei
Verwendung von Fittings nach DIN EN 1254-1
Bild 5.2
Weichgelötete Rohrkombination 22 x 1 mm nach einer Die Verwendbarkeit von Lötfittings bei höheren Innendrücken und/oder Temperaturen ist ggf. möglich und kann unter
Berstdruckprobe von 280 bar (1063) Angabe der genauen Betriebsbedingungen beim jeweiligen Hersteller erfragt werden.

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6. Allgemeine Anforderungen an Installationen

6.1 Leitungsführung Um eine Beschädigung der Rohrleitung zu 6.1.3 Erdverlegte Flüssiggasleitungen


Alle Leitungen einer Hausinstallation vermeiden, müssen das Auflager und die Erdverlegte Flüssiggasleitungen müssen
müssen grundsätzlich so angeordnet Grabenfüllung bis zu einer Höhe von 30 cm nach TRF eine Mindestüberdeckung von
werden, dass jederzeit und ohne größere über Rohrscheitel frei von Steinen sein. 60 cm haben.
Schwierigkeiten die Art der Leitung erkenn- Sie dürfen nicht in Humus- oder Schlacke-
bar ist. Die Verfüllung ist lagenweise einzubringen nerde verlegt werden, sondern sind
und ausreichend zu verdichten. Es allseitig mindestens 10 cm in Sand zu
Es empfiehlt sich daher, bei größeren empfiehlt sich, beim Verfüllen des Grabens betten. Es muss sichergestellt sein, dass sie
Anlagen mit zahlreichen Leitungen die ein Trassenband als Warnhinweis für nicht durch mechanische Belastung
unterschiedlichen Durchflussstoffe spätere Erdarbeiten einzulegen. beschädigt werden können. Sie dürfen
farblich entsprechend DIN 2403 zu nicht überbaut werden.
kennzeichnen. Erdverlegte Trinkwasserleitungen sind Der Abstand zu Elektroleitungen muss
Bei kleineren Anlagen mit einer verhältnis- möglichst gradlinig, rechtwinklig zur mindestens 80 cm betragen, bei geschütz-
mäßig geringen Anzahl unterschiedlicher Grundstücksgrenze und auf dem kürzesten ter Verlegung, z. B. unter Abdecksteinen,
Durchflussstoffe können auch Hinweis- Wege zu verlegen. sowie zu Steuer- und Fernmeldeeinrich-
schilder an den Absperreinrichtungen Sofern eine Trinkwasserleitung in der Nähe tungen kann dieser Abstand auf 30 cm
angebracht werden. Durch beide Maßnah- einer Abwasserleitung (bis zu 1 m verringert werden. Die Lage der Leitungen
men können Bedienungsfehler durch ein Abstand), verlegt ist, muss die Trinkwas- muss durch dauerhafte Hinweisschilder
schnelles Auffinden der entsprechenden serleitung nach DIN 1988-100 oberhalb gekennzeichnet oder in einem maßstäb-
Leitungen vermieden werden. der Abwasserleitung liegen. Zu anderen lichen Rohrnetzplan aufgezeichnet sein.
Rohrleitungen und Kabeln darf ein
Werden Leitungen für verschiedene Abstand der Rohraußenflächen von 0,2 m 6.1.4 Erdverlegte Ölleitungen
Durchflussstoffe übereinander angeordnet, nicht unterschritten werden. Erdverlegte Ölleitungen sind nach TRÖl
so müssen die Leitungen, bei denen die Können die genannten Sicherheitsab- und DIN 4755 gegen mögliche Beschädi-
Gefahr einer Schwitzwasserbildung stände nicht eingehalten werden, so gungen, z. B. durch chemische oder
besteht, zu unterst verlegt werden. müssen besondere Schutzmaßnahmen mechanische Einflüsse zu schützen.
Diese Anordnung muss bei Gasleitungen in (z. B. Verlegung der Trinkwasserleitung in Sie müssen in flüssigkeitsdichten
jedem Falle – also auch bei Kupferrohren einem Schutzrohr) getroffen werden. Schutzrohren verlegt sein. Undichtigkeiten
– eingehalten werden, obwohl Kupferrohre Trinkwasserleitungen dürfen verständli- der Ölleitung müssen leicht erkennbar sein.
durch Schwitzwasser nicht gefährdet sind. cherweise nicht durch Fäkalien- und Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das
Werden Rohrleitungen für verschiedene Sickergruben, Schächte der Grundstücks- Schutzrohr mit Gefälle zu einer Kontroll-
Gase übereinander parallel geführt, wie entwässerung, Abflusskanäle und stelle verlegt wird.
z. B. in Krankenhäusern oder Laboratorien, dergleichen geführt werden.
so muss das leichtere Gas stets über dem 6.2 Korrosionsschutz
schwereren Gas geführt werden. 6.1.2 Erdverlegte Gasleitungen Die hohe Beständigkeit des Werkstoffes
Für erdverlegte Gasleitungen gelten Kupfer gegen Außenkorrosion macht
6.1.1 Erdverlegte Trinkwasserleitungen prinzipiell die gleichen Grundsätze wie Korrosionsschutzmaßnahmen meist
Erdverlegte Trinkwasserleitungen sind in oben für Trinkwasserleitungen dargelegt. entbehrlich. In einigen Fällen sind nach
frostfreier Tiefe zu verlegen. Von den Für das Herstellen und Verfüllen der DIN 50929 aber auch Kupferrohrleitungen
meisten Wasserversorgungsunternehmen Rohrgräben gilt sinngemäß das DVGW- gemäß dem entsprechenden Regelwerk
(WVU) wird heute eine Verlegetiefe von Arbeitsblatt G 461-2. Erdverlegte gegen äußere Korrosionseinflüsse zu
mindestens 1,5 m gefordert. Gasleitungen dürfen nicht überbaut schützen.
werden. Ist dies jedoch in Ausnahmefällen
Leitungen sind im Erdreich nach den in DIN unumgänglich, so gilt ebenso wie für
EN 805 festgelegten technischen Gebäudeeinführungen DVGW-Arbeitsblatt
Regelungen zu verlegen, d. h. die Leitung G 459-1.
muss im Rohrgraben auf ihrer ganzen
Länge aufliegen.

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6.2.1 Erdverlegte Leitungen Bei erdverlegten Trinkwasserleitungen Erdverlegte Flüssiggasleitungen sind
Nach DIN EN 805, DIN EN 806-2 und DIN muss die Bildung galvanischer Elemente analog zu Erdgasleitungen ebenso mit
1988-200 sowie TRGI und TRF sind erdver- vermieden werden. Daher sind, sofern es einer Korrosionsschutzumhüllung gleichen
legte Trinkwasser-, Erdgas-, und sich um durchgehende metallene Typs zu versehen.
Flüssiggasleitungen grundsätzlich zu Leitungen handelt, im Gebäude Isolier-
schützen. So z. B. durch werkseitigen stücke nach DIN 3389 einzubauen. 6.2.2 Freiverlegte Außenleitungen
Korrosionsschutz durch Kunststoffum- Diese Isolierstücke müssen mit dem Freiverlegte Außenleitungen aus Kupfer
mantelung der Rohre in den Anforderun- DIN-DVGW-Prüfzeichen und der Register- benötigen in der Regel keinen äußeren
gen nach DIN EN 12068, Beanspruchungs- nummer sowie der Kennfarbe „grün“ für Korrosionsschutz. Nur dort, wo dieser
klasse B. den Einsatzzweck „Wasser“ gekennzeichnet dennoch notwendig ist (z. B. in besonders
sein. Es ist selbstverständlich streng darauf aggressiver Atmosphäre), können Korro-
Nach TRGI gilt wegen des Fehlens einer zu achten, dass die elektrische Trennung sionsschutzbeschichtungen (Anstrichsy-
eigenen Prüfnorm für werkseitig kunst- der Isolierstücke nicht, z. B. durch falsch steme) in Anlehnung an DIN EN ISO 12944
stoffummantelte Kupferrohre diese durchgeführten Potenzialausgleich, auf- oder auch vorummantelte Kupferrohre
Forderung als erfüllt, wenn der Kunststoff- gehoben wird. Dies gilt insbesondere beim verwendet werden.
mantel den Anforderungen der DIN EN Einbau elektrischer Betriebsmittel (z. B.
12068 in der Beanspruchungsklasse B in Motorschieber) in solche erdverlegten Freiverlegte Außenleitungen für Erdgas
folgenden Punkten entspricht: Porenfrei- Rohrleitungen. müssen nach TRGI wegen der hohen
heit, spezifischer Umhüllungswiderstand, sicherheitstechnischen Anforderungen
Eindruckwiderstand, Schlagbeständigkeit, Der Werkstoff Kupfer weist in Erdböden im auch bei Kupfer einen Schutz vor
Reißdehnung und Reißfestigkeit. Allgemeinen eine gute Korrosionsbeständig- Außenkorrosion aufweisen.
Ferner müssen vorummantelte Kupferrohre keit auf. Ausnahmen, in denen ein Dieser ist entweder wie oben oder wie für
den in DIN EN 13349 geforderten äußerer Korrosionsschutz erforderlich wird, erdverlegte Außenleitungen beschrieben,
Herstelleigenschaften entsprechen. sind die selten vorkommenden korrosiven durchzuführen.
Böden (z. B. torfhaltige Böden). Erdgasleitungen sind zusätzlich gegen
Bei Verwendung dieser Rohre ist im Bereich mechanische Beschädigungen und bei
der Verbindungsstellen darauf zu achten, DIN 1988-200 schreibt zur Vermeidung von feuchten Gasen gegen Frosteinwirkung zu
dass diese sorgfältig – wie nachfolgend für Elementbildung mit Rohrleitungen aus schützen. Sinngemäß gilt dies auch für
den nachträglichen Korrosionsschutz unedleren Werkstoffen wie z. B. Stahl aber freiverlegte Flüssiggas-Außenleitungen.
beschrieben – nachisoliert werden. vor, Kupferrohre als zusätzliche Sicherheit
zu der elektrischen Trennung durch die
Je nach Temperaturbeanspruchung und Isolierstücke mit Kunststoffen zu umhüllen.
Materialart müssen die Produkte zum Derartige Kunststoffumhüllungen sollen
Nachisolieren den Anforderungen der DIN wie oben beschrieben beschaffen sein.
EN 12068 Tabellen 1-7 entsprechen.
Weiterhin ist auch ein nachträglicher Für erdverlegte Erdgasleitungen ist in
Korrosionsschutz durch Korrosionsschutz- der TRGI ebenfalls der Einbau von Isolierstü-
binden und Schrumpfschläuche in der cken nach DIN 3389 für den Durchflussstoff
Beanspruchungsklasse A für nicht „Gas“ zwingend vorzusehen.
korrosive Böden bzw. in der Beanspru- Sie müssen mindestens mit „G“ gekenn-
chungsklasse B für korrosive Böden zeichnet sein. Isolierstücke von Innenlei-
möglich. Da aber in der Regel die tungen müssen thermisch höher belastbar
Korrosivität von Böden nicht bekannt ist, sein und die Kennzeichnung „GT“ tragen.
empfiehlt sich grundsätzlich Korrosions- Auch bei Gasleitungen wird zusätzlich zur
schutzmaßnahmen der Beanspruchungs- elektrischen Trennung eine Kunststoffum-
klasse B zu wählen. Für Armaturen, hüllung der erdverlegten Kupferleitung
Rohrverbindungen und Formstücke können entsprechend den obigen Ausführungen
auch Schrumpfschläuche der Klasse C gefordert.
verwendet werden.

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6.2.3 Innenleitungen Bei Verlegung in aggressiver Atmosphäre 6.2.4 Kupferrohre unter Putz
Freiverlegte Innenleitungen aus Kupfer ist, wie auch zuvor beschrieben, ein Schutz Kupferrohre unter Putz, die in direktem
benötigen im Allgemeinen und auch in gegen Außenkorrosion entsprechend den Kontakt mit Mörtel, Kalk oder Gips stehen,
Nassräumen keinen Korrosionsschutz. obigen Ausführungen durchzuführen. benötigen in der Regel keinen speziellen
Andere Maßnahmen, wie z. B. Schwitz- Korrosionsschutz. Schallschutz, Wärmedäm-
wasserschutz, Schutz vor Erwärmung oder Werden Ölleitungen mit Anlageteilen aus mung und -ausdehnung sind jedoch stets zu
Wärmeverluste usw. können aufgrund von elektrochemisch unedleren Werkstoffen beachten.
Regelwerken (DIN EN 806, DIN 1988, EnEV) wie z. B. Stahl verbunden, so müssen
notwendig sein. wegen der Gefahr einer galvanischen Eine Ausnahme besteht für den Fall, dass die
Elementbildung diese durch Isolierstücke mit dem Kupferrohr in Kontakt stehenden
Für die Fälle, in denen Kupferrohrleitungen voneinander getrennt werden. Entspre- Baustoffe ammoniumhaltige Zusätze wie
und Verbindungsstellen in aggressiver chendes gilt für Isolierung von Rohren z. B. Abbindeverzögerer enthalten.
Atmosphäre verlegt werden, sind diese wie gegen Halterungen. Der Einbau von
erdverlegte Leitungen zu schützen. Isolierstücken darf dann selbstverständlich Alle Rohrleitungen – auch solche aus Kupfer
Alternativ können bei Innenleitungen auch nicht erfolgen, wenn die Leitungen durch – sollten nicht der ständigen Einwirkung von
Korrosionsschutzbinden und Schrumpf- eine gemeinsame kathodische Korrosions- Feuchtigkeit ausgesetzt sein. Besteht die
schläuche in der Beanspruchungsklasse A schutzanlage geschützt sind. Gefahr einer ständig feuchten Umgebung
verwendet werden. Die Leitung ist auch dann mit einer (z. B. im Fußbodenbereich von Hallen-
kathodischen Korrosionsschutzanlage zu schwimmbädern, in Saunaräumen etc.), so
Aggressive Atmosphäre herrscht z. B. in schützen, wenn sie mit einem Behälter sind die Kupferrohre gegen Außenkorrosion
Batterie- oder Galvanikräumen, aber auch in verbunden ist, der seinerseits kathodisch wie unter 6.2.1 beschrieben zu schützen.
deutlich ammonium-, nitrit- oder sulfidhal- geschützt ist.
tiger Umgebung. Solche Umgebungsbedin-
gungen können in landwirtschaftlichen Tabelle 6.1 Dämmung von Heizungsleitungen und Armaturen nach EnEV*
Stallungen, in der Tierkörperverwertung
infolge Umsetzung von Eiweißprodukten
Art der Leitung/Armatur Mindestdämmdicke
oder im Bereich von Faulgasen (z. B. aus
für WLF 0,035 W/mK
Abwasserleitungen) vorliegen.
mm
Die Verarbeitung von phosphorhaltigen 1 < 22 mm Innendurchmesser 20
Loten sollte in schwefelhaltigen Medien
grundsätzlich vermieden werden, da diese 2 > 22 mm Innendurchmesser < 35 mm 30
Legierungen durch den Schwefel angegrif- 3 > 35 mm Innendurchmesser < 100 mm wie Innendurchmesser
fen und zerstört werden. In diesen Fällen
4 > 100 Innendurchmesser 100
kommen Hartlote mit hohem Silberanteil
(vgl. Kapitel 3) zum Einsatz. 5 Leitungen/Armaturen gem. 1-4 in Verteilern, Durch- 50% der Anforderungen
Bei unklaren Bedingungen sollte der Kontakt brüchen, in Kreuzungs- und Verbindungsbereichen 1-4
zu beratenden Stellen aufgenommen 6 Heizungsleitungen gem. 1-4 in Bauteilen zwischen 50% der Anforderungen
werden, um die Lotauswahl auf die besonde- beheizten Räumen verschiedener Nutzer 1-4
ren Atmosphären abzustimmen.
7 Heizungsleitungen nach 6 im Fußbodenaufbau 6
Flüssiggas-Innenleitungen aus Kupfer 8 Kälteverteilungsleitungen & Armaturen von
6
benötigen keinen zusätzlichen Korrosions- RLT- und Kälte-/Klimaanlagen
schutz, es sei denn, die Rohre werden wie
* Bei der Dämmung von Kalt- und Warmwasserleitungen sind die Anforderungen gem. DIN 1988-200 zu beachten.
zuvor beschrieben in Räumen mit aggres-
siver Atmosphäre verlegt.

Frei verlegte Innenleitungen aus Kupferrohr


für Heizöl bedürfen in der Regel ebenfalls
keines zusätzlichen Korrosionsschutzes.

28 | kupferinstitut.de
6.3 Wärmeschutz tige Kunststoffummantelung) aufweist. 6.5 Schallschutz
Um die Wärmeverluste aus warmgehenden Rohrleitungen in Kühlwassersystemen sind Rohrleitungen sind in bestimmten, in DIN
Rohrleitungen (Heizung, erwärmtes generell mit speziellen, tauwasserabwei- 4109 (Schallschutz im Hochbau) festge-
Trinkwasser) zu minimieren, sind stets senden und für diesen Einsatzzweck legten Fällen zur Minderung der Schallü-
die Anforderungen der Energieeinspar- freigegebenen Dämmstoffen von bertragung zu dämmen.
verordnung (EnEV) und der DIN 4108 ausreichender Stärke zu versehen.
(Wärmeschutz im Hochbau) zu beachten. Geräusche in Trinkwasserleitungen
Weitere Details können auch der ZVSHK- entstehen üblicherweise nicht in den
Die Anforderungen zur Begrenzung der Fachinformation ‘Dämmung von Sanitär- Rohrleitungen, sondern in den Armaturen
Wärmeabgabe von Wärmeverteilungs- und und Heizungsrohrleitungen‘ entnommen und Sanitärgegenständen.
Warmwasserleitungen sowie Armaturen werden. Sie können aber durch die Rohrleitungen
sind in der EnEV beschrieben (Tabelle 6.1). auf andere Bauteile übertragen werden.
Wird mit Materialien gedämmt, deren 6.4 Befestigung Rohrummantelungen (z. B. werkseitige
Wärmeleitfähigkeit von dem in der EnEV Prinzipiell dürfen Rohrleitungen und insbe- Kunststoffummantelung), Rohrschellen mit
genannten Wert abweicht, sind die sondere Gas- und Wasserleitungen weder Gummieinlagen sowie weitere bautech-
Mindestdicken der Dämmschichten an anderen Leitungen befestigt, noch als nische Maßnahmen vermeiden derartige
entsprechend umzurechnen. Träger für andere Leitungen oder Lasten Vorgänge.
verwendet werden.
Verschiedene Hersteller bieten werkseitig Rohrleitungen im Mauerwerk und im
wärmegedämmte Kupferrohre an, die zu In wasserführenden Leitungen muss die Fußbodenaufbau müssen gegen Körper-
50 % bzw. 100 % nach EnEV gedämmt Befestigung außerdem den Schallschutz schallübertragung gedämmt sein und
sind und durch hohe Wärmedurchgangs- (Kapitel 6.5) gewährleisten; in warmwass- dürfen die Trittschalldämmung des
widerstände der Dämmung besonders erführenden Leitungen muss zusätzlich die Fußbodens nicht beeinträchtigen.
kleine Manteldicken aufweisen (siehe Bild Wärmedehnung der Rohrleitungen
6.1). berücksichtigt werden (Kapitel 6.7).
Bei Auswahl und Anordnung der Rohrbe-
Nach DIN 4108 muss der Mindestwärme- festigungen ist auf diese Anforderungen
schutz an jeder Stelle des Gebäudes zu achten. Die Abstände der Rohrschellen
vorhanden sein. für wasserführende Leitungen sind in
Tabelle 6.2 aufgeführt.
Leitungen für kaltes Trinkwasser sind so Rohrbefestigungen für Gasleitungen
anzuordnen, dass die Qualität des müssen nach TRGI brandsicher ausgeführt
Trinkwassers nicht durch die Wärmebeein- sein. Kunststoffdübel dürfen daher für
flussung der Umgebung beeinträchtigt Gasleitungen nur verwendet werden, wenn a b
wird. im Brandfall die mechanische Festigkeit
Somit sind entsprechend den Anforderun- der Rohrleitung nicht eingeschränkt wird
gen der DIN 1988-200 in der Regel auch (z. B. bei gepressten Kupferleitungen).
Bild 6.1 Vergleich des Platzbedarfs von werkseitig und
Kaltwasserleitungen zu dämmen. Bei hartgelöteten Gasleitungen sind immer bauseits wärmegedämmten Kupferrohren (6366)
Dübel aus Metall zu verwenden.
Generell müssen die vorgesehenen Rohrschellen und Schrauben müssen in a - Rohr 15 x 1 mm mit handelsüblicher
Wärmedämmung = 0,040 W/mK
Dämmstoffe bei den zu erwartenden jedem Fall nicht brennbar (also aus Metall) b - Rohr 15 x 1 mm mit werkseitiger
Betriebstemperaturen beständig sein. sein. Wärmedämmung = 0,025 W/mK
Das Dämmmaterial muss vor Feuchtig-
keitseinfluss geschützt sein, da sonst
die Dämmeigenschaften nachteilig
beeinflusst werden. Rohr ø mm 12-15 18 22 28 35 42 54 64 76,1 88,9 108-159
Kaltwasserleitungen sind vor Tauwasserbil-
Abstand m 1,25 1,5 2,0 2,25 2,75 3,0 3,5 4,0 4,25 4,75 5,0
dung zu schützen. Ein Schutz hiervor ist
dann nicht erforderlich, wenn das Rohr Tabelle 6.2 Befestigungsabstände wasserführender Kupferrohrleitungen (Herstellerangaben)
eine geeignete Umhüllung (z. B. werksei-

kupferinstitut.de | 29
6.6 Brandschutz Werden Gasleitungen auf Putz verlegt, Im Hinblick auf die Brandverhütung
Das Brandverhalten von Installationsbau- müssen die Rohrbefestigungen aus nicht ist in bewohnten Räumen den kalten
teilen wird in DIN 4102 (Brandverhalten brennbaren Stoffen bestehen. Verbindungstechniken (Pressen,
von Baustoffen und Bauteilen) klassifiziert: Die Anordnung der Befestigungselemente Klemmen, usw.) der Vorzug zu geben bzw.
ist so zu wählen, dass die Befestigung der bei Lötverbindungen ist die Verwendung
Klasse A -Nicht brennbare Baustoffe Rohrleitung auch dann noch gewährleistet elektrischer Widerstandslötgeräte für das
A1 – nicht brennbar und ohne brennbare ist, wenn im Brandfall die Festigkeit der Weichlöten besonders zweckmäßig.
Bestandteile Lötverbindungen nicht mehr in vollem
A2 – nicht brennbar mit geringfügigen Umfang gegeben ist. Bei allen Montagear- 6.7 Temperaturbedingte
brennbaren Bestandteilen beiten – insbesondere bei Arbeiten in Längenausdehnung
Klasse B -Brennbare Baustoffe bewohnten Gebäuden – sind die Belange Ein Meter Kupferrohr dehnt sich unabhän-
B1 – schwerentflammbar des Brandschutzes zu berücksichtigen. gig vom Rohrdurchmesser bei einer
B2 – normalentflammbar Ebenso sind die einschlägigen Unfallverhü- Temperaturerhöhung von 100 K um
B3 – leichtentflammbar tungsvorschriften zu beachten. ca. 1,7 mm aus (Bild 6.2).

Kupfer als Metall entspricht der Klasse


A1 – nicht brennbar. 100
Die Brandschutzvorschriften werden in
den einzelnen Landesbauordnungen 90
festgelegt. Besonders bei der Überbrü-
ckung von Brandabschnitten sind
diese zu beachten. 80
Im Hochbau müssen alle brennbaren
Baustoffe mindestens der Brandklasse B2
entsprechen und mit ihrer Brandklasse
nach DIN 4102-11 gekennzeichnet sein.
70
30

Rohrleitungen sind im Sinne dieser


Verordnungen Baustoffe. Kunststoffmäntel
und Wärmedämmungen der Rohre müssen
somit mindestens der Brandklasse B2 60
25

entsprechen und gekennzeichnet sein


(Aufdruck: DIN 4102-B2).
50
Für Leitungen, die brennbare Medien
20

führen, sind besondere bautechnische


Maßnahmen zu berücksichtigen.
Nach TRGI wird bei Leitungen, die in 40
Installationsschächten angeordnet werden,
15

bei der Durchführung durch feuerbestän-


dige Decken und Wände auf die bauauf-
30
sichtlichen Brandschutzbestimmungen
verwiesen.
10

In Treppenräumen ‘notwendiger Treppen‘


Längenänderung D l in mm

dürfen nach TRGI Gasleitungen nur 20


angeordnet werden, wenn sie unter Putz
ohne Hohlraum oder in einem längsgelüf- K
z in
feren
5

teten Schacht, der keinen Luftaustausch


mit dem Treppenraum hat und aus er at urdif
Temp
nichtbrennbaren Baustoffen besteht,
verlegt werden. Von dieser Bestimmung
ausgenommen sind Wohngebäude mit
0

0 5 10 15 20
geringen Höhen und maximal zwei
Rohrlänge l in m
Wohnungen.

Bild 6.2 Temperaturbedingte Längenausdehnung von Kupferrohren in Abhängigkeit von der Rohrlänge (3679)
30 | kupferinstitut.de
Wird diese Tatsache bei der Installation Etagenbogen können zum Dehnungsaus-
von warm- oder heizwasserführenden gleich genutzt werden, wenn die Länge der Ausdehnungsrichtung
Leitungen nicht beachtet und den Rohren Rohrschenkel den für das Maß A in Tabelle
keine Dehnungsmöglichkeit gegeben, so 6.3 angegebenen Wert nicht unterschrei-
kann es durch die auftretenden Span- tet. Da Dehnungsbogen die thermisch
nungen zu Rissbildungen im Rohr, im bedingten Längenänderungen nur in
Gleitführung
Fitting oder in der Verbindungsstelle und begrenztem Umfang aufnehmen können,
damit zur Undichtigkeit kommen. müssen Mindestabstände für deren
Auch Schädigungen der Bausubstanz Anordnung eingehalten werden. Festpunkt
können prinzipiell nicht ausgeschlossen
werden.
Bild 6.4 Anordnung von Rohrschellen bei Umfüh-
Als Grundregel für die Berücksichtigung rungen (3533)
der Wärmedehnung gilt:
Zwischen zwei Festpunkten muss dem
Rohr eine Dehnungsmöglichkeit gegeben Rohr ø thermisch bedingte Ausdehnung ∆ l
werden. Bei kürzeren Leitungsabschnitten 5 mm 10 mm 15 mm 20 mm
kann die erforderliche Dehnungsmöglich- mm kompensierbar durch Mindestschenkellänge A in mm
keit meist durch eine sinnvolle Rohrfüh- a
rung und richtige Anordnung der 12 475 670 820 950
Rohrschellen geschaffen werden (Bild 6.3).
15 530 750 920 1060
In Rohrschellen, Wand- und Deckendurch- 18 580 820 1000 1160
führungen muss sich das Rohr ebenfalls 22 640 910 1110 1280
gleitend bewegen können. Der Anordnung
der Festpunkte kommt besondere 28 725 1025 1250 1450
Bedeutung zu (Bild 6.4). 35 810 1145 1400 1620
42 890 1250 1540 1780
Reichen bei geraden Rohrstrecken
zwischen zwei Festpunkten die Bewe- 54 1010 1420 1740 2010
gungsmöglichkeiten aufgrund der 64 1095 1549 1897 2191
Rohrführung nicht aus, so sind zusätzliche
76,1 1195 1689 2069 2389
Dehnungselemente in Form von Ausdeh-
nungsbogen oder Kompensatoren 88,9 1291 1826 2236 2582
einzubauen (Bild 6.5). 108 1423 2012 2465 2846

Tabelle 6.3 Dehnungsaufnahme durch Schenkellänge A in Abhängigkeit von der Rohrabmessung (Bilder 6.3 und 6.4)

Gleitführung
Kompensator

Festpunkt
Rohrschelle

Bild 6.3 Rohrschellenabstand bei Wand- und Decken-


durchführungen (4760)

kupferinstitut.de | 31
Tabelle 6.4 gibt die Dehnungsaufnahme Dehnungsaufnahme ∆ l in mm
von Ausdehnungsbogen in Abhängigkeit Rohr ø 12 25 38 50 75 100 125 150
vom Rohrdurchmesser an. mm
Bestimmungsmaß R* des Dehnungsausgleichers in mm
a
Kompensatoren sind Dehnungsausgleicher,
12 195 281 347 398 488 562 627 691
die besonders bei Platzmangel vorteilhaft
sind. Sie sind meist nur in axialer Richtung 15 218 315 387 445 548 649 709 772
beanspruchbar und bedürfen einer 18 240 350 430 495 600 700 785 850
Führung, um Überbeanspruchung zu
22 263 382 468 540 660 764 850 930
vermeiden. Die Einbauhinweise der
Hersteller sind zu beachten (Bild 6.6). 28 299 431 522 609 746 869 960 1056
35 333 479 593 681 832 960 1072 1185
Bei der Verwendung von Kompensatoren
mit Führungsteil aus Kupfer und Dehnungs- 42 366 528 647 744 912 1055 1178 1287
ausgleicherteil aus nichtrostendem Stahl 54 414 599 736 845 1037 1194 1333 1463
ist bei Weichlötverbindungen ein 64 450 650 801 919 1126 1300 1453 1592
Flussmitteleintrag in innenliegende
Ausgleichsteile aus nichtrostendem Stahl 76,1 491 709 874 1002 1228 1418 1585 1736
aus Korrosionsschutzgründen unbedingt 88,9 531 766 944 1083 1327 1532 1713 1877
zu vermeiden. 108 585 844 1041 1194 1463 1689 1888 2068
Bei Unterputzinstallationen ist zu beachten, Tabelle 6.4 Bestimmungsmaß R von Dehnungsausgleichern aus Kupferrohr in Abhängigkeit von der Dehnungsaufnahme
dass die Dehnungsstellen nicht fest * Näherungsgleichung
eingeputzt werden. Bogen oder Abgänge
sind mit geeignetem Dämmstoff zu
umhüllen. Diese Anforderung ist durch
Gleitführung
Wärmeschutz- und Schallschutzmaßnah-
men in der Regel meist erfüllt.

In Flächenheizungen mit üblichen


Heizungswassertemperaturen (bis zu ca.
50 °C Vorlauftemperatur) können die
Rohrschlangen aus werkseitig umman-
telten Kupferrohren im Allgemeinen ohne
besondere Vorkehrungen zur Dehnungs-
aufnahme in die Lastverteilschicht
(Estrich) eingebettet werden, wenn
die Rohrlänge zwischen zwei Bogen
5 m nicht überschreitet.
Festpunkt
Bei höheren Vorlauftemperaturen oder
Rohrlängen über 5 m zwischen zwei
Bild 6.5 Ausdehnungsmöglichkeiten bei Rohrleitungen (4761)
Bogen müssen die Bogen mit elastischem
Material gepolstert werden.
Bei der Verlegung von Fußbodenheizungen
sind ergänzend stets die Angaben der
Systemhersteller zu beachten.

Bild 6.6 Axialkompensator mit Pressanschluß (7001)

32 | kupferinstitut.de
6.8 Verlegung im Mauerwerk und auf kungen in den Estrichdicken führen und mitunter gar nicht möglich.
Rohbetondecken können. Ebenso müssen Rohrleitungen, die Ringrohre eignen sich besonders
Bei Verlegung im Mauerwerk muss auf tragendem Untergrund verlegt sind, für den nachträglichen Einbau innerhalb
zwischen bauseitig geplanten (also z. B. im fixiert sein. von Wohnungen, da sie leicht zu biegen
Verband gemauerten) Aussparungen und sind und sich einfach den bestehenden
nachträglich hergestellten Durchbrüchen Weitere Voraussetzungen für ausreich- baulichen Gegebenheiten anpassen lassen.
und Schlitzen unterschieden werden. enden Schallschutz sind die fachgerechte Sie sind leicht verdeckt zu verlegen, z. B.
Verlegung der Dämmschichten, deren hinter Sockelleisten.
In beiden Fällen ist die DIN 1053 (Mauer- Abdeckung mit PE-Folie und die richtige
werk) zu beachten. Da meist nicht die Estrichausführung nach DIN 18560. Stangenrohre (also Rohre in gestreckten
erforderlichen Schlitztiefen verfügbar sind, Längen) als Steige- und Verteilleitungen
ist in diesen Fällen der Vorwandinstallation Bezogen auf das Trittschallverhalten gilt, haben (bei warmgehenden Leitungen
der Vorzug zu geben. Informationen hierzu dass die Dämmwirkung eines schwim- insbesondere dann, wenn sie mit einer
sind unter anderem dem ZVSHK-Merkblatt menden Estrichs nur erreicht ist, wenn werkseitig ummantelten Wärmedämmung
‘Vorwandinstallation‘ zu entnehmen. der Estrich keine feste Verbindung zu der versehen sind) geringe Außendurchmesser
Rohdecke, z. B. über die Rohrleitung auf- und somit einen verringerten Platzbedarf.
In den Fällen, in denen eine Vorwand- weist. Die Trittschalldämmung darf ohne Für die Errichtung einer Installationswand
installation nicht zu realisieren ist, kann gesonderten Nachweis des ausreichenden oder den Einsatz von lnstallationsbau-
durch die Verwendung werkseitig gedämmter Schallschutzes nicht unterbrochen werden. steinen bieten sich Kupferrohre besonders
Kupferrohre mit ihren verhältnismäßig Bei anderen Ausführungen ist der auch wegen ihrer geringen Außendurch-
geringen Außendurchmessern eine besondere Nachweis in Bezug auf die messer und ihrer guten Biegbarkeit an.
Verlegung oftmals noch möglich sein. Trittschalldämmung vom Dämmstoffher-
Rohrleitungen in Wänden und Decken sind steller einzuholen. 6.10 Vorfertigung
mit geeigneten, elastischen Umhüllungen Werkstattmäßige Vorfertigungen eignen
zu versehen, um eine schallschutztech- An Wänden und anderen senkrechten, sich bei größeren Bauvorhaben mit
nische Entkopplung zwischen Rohr und den Estrich durchdringenden Bauteilen, mehreren Bädern und Küchen gleichen
Baukörper zu erzielen. Werkseitig z. B. Rohrleitungen, sind vor dem Grundrisses und als objektbezogene,
ummantelte oder wärmegedämmte Einbringen des Estrichs zur Vermeidung vorgefertigte Teile für Bauvorhaben jeder
Kupferrohre erfüllen diese Forderung. von Schallbrücken Randdämmstreifen oder Größe.
elastische Umhüllungen einzubringen.
Werden Rohrleitungen auf Rohbetonde- Bei Gussasphalt muss der Randdämm- Die Z-Maß-Methode ermöglicht dabei eine
cken verlegt, so muss der Fußbodenaufbau streifen hitzebeständig sein. Rationalisierung durch serienmäßige
nach DIN 18560 (Estriche) ausgeführt Vorfertigung. Es ist jedoch zu beachten,
werden. 6.9 Altbaumodernisierung dass die Z-Maße der Fittings herstellerspe-
Durch geringe Außendurchmesser und zifisch sind.
Des Weiteren muss der nach DIN 4108 und zeitsparende Verlegetechniken eignen sich
EnEV vorgeschriebene Wärmeschutz Kupferrohre besonders für die Renovierung Bei der werkstattmäßigen oder industriel-
eingehalten werden, einschließlich der oder Erweiterung bestehender Anlagen. len Vorfertigung von Installationsbaustei-
Schallschutzforderungen nach DIN 4109. nen herrschen in der Regel günstigere
DIN 18560-2 enthält eine Reihe von Hierbei erleichtert oftmals eine Vorwand- Arbeitsbedingungen als auf der Baustelle.
Vorschriften über die Verlegung von installation die Einhaltung der Regeln der Dies kann bei Anwendung geeigneter
Rohren auf Rohbetondecken, auf die Technik hinsichtlich der Bauwerksstatik, Werkzeuge und Maschinen zu anderen
schwimmende Estriche aufgebracht des Wärme-, Schall- und Brandschutzes, Arbeitsweisen bei der Herstellung von Ver­­-
werden. Danach dürfen Rohbetondecken da das Mauerwerk weitgehend unbeschä- bindungen führen als im DVGW-Arbeits-
keine punktförmigen Erhebungen, digt bleibt. Bei einer nachträglichen blatt GW 2 beschrieben.
Rohrleitungen oder ähnliches aufweisen, Unterputzverlegung ist dagegen die
die zu Schallbrücken und/oder Schwan- Einhaltung dieser Regeln sehr aufwendig

kupferinstitut.de | 33
7. Einsatzbereich Trinkwasser-Installation

7.1 Trinkwasser Rohre und Fittings (dies sind DVGW- Wenn aus technischen Gründen eine
Trinkwasser ist in der deutschen Trinkwas- Prüfzeichen und RAL-Gütezeichen) bekundet, Teilenthärtung des Wassers durchgeführt
serverordnung definiert als „alles Wasser, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind. wird, ist darauf zu achten, dass auch das
im ursprünglichen Zustand oder nach Für Verarbeiter, Planer und Bauherrn ergibt teilenthärtete Wasser den Vorgaben der
Aufbereitung, das zum Trinken, zum sich daraus die dringende -Empfehlung, Trinkwasserverordnung entspricht. Dazu ist
Kochen, zur Zubereitung von Speisen und nur gütegesicherte und DVGW-geprüfte neben der Enthärtung in einigen Fällen
Getränken oder insbesondere zu den Produkte zu verwenden. auch eine Anhebung des pH-Wertes
folgenden anderen häuslichen Zwecken notwendig.
bestimmt ist: Die Definition des Trinkwassers bezieht
sich stets auf kaltes und erwärmtes 7.2 Einsatzbereiche für Kupfer nach
- Körperpflege und -reinigung, Trinkwasser. DIN 50930-6
- Reinigung von Gegenständen, die Die in der TrinkwV erwähnten ‘allgemein
bestimmungsgemäß mit Lebensmit Die Anforderungen an ein Trinkwasser sind anerkannten Regeln der Technik‘ werden
teln in Berührung kommen, somit generell an allen Zapfstellen für den Einsatz von metallenen Werk-
- Reinigung von Gegenständen, die einzuhalten, die der Entnahme von Wasser stoffen durch DIN 50930-6 repräsentiert.
bestimmungsgemäß nicht nur vor- für den menschlichen Gebrauch dienen.
übergehend mit dem menschlichen Diese Anforderungen können mit Bauteilen Bauteile aus Kupfer und Kupferwerkstoffen
Körper in Kontakt kommen. aus Kupfer und Kupferwerkstoffen bei können in allen Trinkwässern eingesetzt
sachgerechtem Einsatz sicher eingehalten werden, wenn die Anforderungen der DIN
Dies gilt ungeachtet der Herkunft des werden. 50930-6 eingehalten sind.
Wassers, seines Aggregatzustandes und Demnach kann Kupfer ohne weitere
ungeachtet dessen, ob es für die Bereit- Ein Wasser mit einem pH-Wert kleiner Einzelfallprüfung eingesetzt werden, wenn
stellung auf Leitungswegen, in Tankfahr- pH 6,5 darf nach TrinkwV und unabhängig - der pH-Wert des Trinkwassers
zeugen, in Flaschen oder anderen vom Werkstoff prinzipiell nicht als größer oder gleich pH 7,4 ist, oder
Behältnissen bestimmt ist.“ Trinkwasser verwendet werden. - im Bereich von pH 7,0 bis kleiner
Solche Wässer kommen insbesondere bei pH 7,4 der TOC-Wert 1,5 mg/l (g/m3)
In § 4 (Allgemeine Anforderungen) fordert der Eigenwasserversorgung über Haus- nicht übersteigt.
die TrinkwV außerdem: brunnen vor. Der Betreiber eines Haus-
„Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass brunnens muss selbst dafür sorgen, dass Dabei ist der TOC-Wert das Maß für die
durch seinen Genuss oder Gebrauch eine das Brunnenwasser regelmäßig kontrolliert Gesamtmenge an organischem Kohlen-
Schädigung der menschlichen Gesundheit und gegebenenfalls auch zu Trinkwasser stoff im Wasser. Diese Angaben können
insbesondere durch Krankheitserreger aufbereitet wird, denn auch Brunnenwäs- den Auflistungen der Wasserdaten
nicht zu besorgen ist. Es muss rein und ser, die ausschließlich für den privaten entnommen werden, die von den
genusstauglich sein. Diese Anforderung menschlichen Genuss und Gebrauch Versorgungsunternehmen auf Nachfrage
gilt als erfüllt, wenn bei der Wasseraufbe- verwendet werden, unterliegen den kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
reitung und der Wasserverteilung Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Eine spezielle Wasseruntersuchung ist
mindestens die allgemein anerkannten daher für die Beurteilung der Einsatzbe-
Regeln der Technik eingehalten werden Die Verwendung von Kupferrohren und reiche nicht erforderlich.
und das Trinkwasser den Anforderungen -fittings für die Trinkwasserinstallation ist
der §§ 5 bis 7 entspricht (Anm.: mikrobio- in sauren Wässern nicht zulässig (s. auch Gern sehen die Rohr- und Fittinghersteller
logische und chemische Parameter).“ Kapitel 7.2). sowie das Deutsche Kupferinstitut die
Wasserdaten durch und beurteilen sie
Alle zum Einsatz in Trinkwasseranlagen Entspricht das für den Gebrauch schnell und kostenlos - auch im Hinblick
vorgesehenen Bauteile müssen somit bestimmte Wasser nicht den Vorgaben der darauf, ob ein Trinkwasser gemäß
nach den anerkannten Regeln der Technik Trinkwasserverordnung, muss eine Verordnung vorliegt oder nicht.
beschaffen sein, da die TrinkwV gesetzes- geeignete Wasserbehandlung erfolgen
charakter hat. Das Zeichen einer aner- (z. B. mittels Belüftung, Aufhärtung und/
kannten Prüfstelle auf den Bauteilen wie oder Alkalisierung).

34 | kupferinstitut.de
Ist beabsichtigt, Bauteile aus Kupfer und Gesichtspunkte, die bei der Installation, Rohrabmessung 15 x 1 ist dort die
Kupferwerkstoffen außerhalb der der Inbetriebnahme und beim Betrieb Nennweite DN 12 zugeordnet.
genannten Einsatzbereiche einzusetzen, so beachtet werden müssen, sind im In Trinkwasser-Installationen muss nach
kann eine Einzelfallprüfung (z. B. nach DIN Folgenden aufgeführt. DIN 1988-200 generell unmittelbar nach
EN 15664) durchgeführt werden. der Wasserzähleranlage ein Filter nach DIN
Bauteile aus Messing (Kupfer-Zink-Legie- Für das Verbinden von Kupferrohren in EN 13443-1 eingebaut werden.
rungen) und Rotguss (Kupfer-Zinn-Zink- Trinkwasser-Installationen gelten Wasser, das lange Zeit in Leitungsanlagen
Legierungen), die den in der DIN 50930-6 verbindlich die in DIN EN 806-4 und im und Apparaten steht, kann unabhängig
beschriebenen Anforderungen entsprechen DVGW-Arbeitsblatt GW 2 festgeschrie- vom eingesetzten Werkstoff seine
(erkennbar an der DVGW-Kennzeichnung), benen Regelungen. Diese Regelungen sind Trinkwasserqualität verlieren.
unterliegen keinen hygienisch bedingten auch im Kapitel 4 des vorliegenden Drucks Aus diesem Grund sind die Leitungsfüh-
Einsatzbeschränkungen. aufgeführt und erläutert. rungen so kurz wie möglich zu halten.
Die kleinste zulässige Nennweite für Rohre
Gleiches gilt für innenverzinnte Kupfer- in der Trinkwasser-Installation ist nach DIN Überdimensionierungen sind zu vermeiden
rohre in Verbindung mit blanken Kupfer- 1988-300 die Nennweite DN 10 (Kupfer- und nicht genutzte Bereiche sind
press- oder -lötfittings (nur Weichlöten). rohr 12 mm). Der vielfach verwendeten abzutrennen (Tabelle 7.1).
Ihr Einsatz ist ohne Einschränkung in allen
Trinkwässern gemäß Trinkwasserverord-
nung möglich. Auch hier bekundet die
DVGW-Kennzeichnung, dass die Bauteile
den Regelwerken entsprechen. Dauer Maßnahme vor Antritt der Maßnahme bei der
der Abwesenheit Abwesenheit Rückkehr
7.3 Planungsgrundlagen
Trinkwasseranlagen sind nach TrinkwV Wohnungen:
gemäß den allgemein anerkannten Regeln Schließen der Öffnen der Wohnungsabsperrung
der Technik DIN EN 806 und DIN 1988 Wohnungsabsperrung Wasser 5 Min. fließen lassen
> 3 Tage
(TRWI) zu planen, auszuführen und zu Einfamilienhäuser:
betreiben. Als Trinkwasseranlagen gelten Schließen der Absperrung Öffnen der Absperrung
alle Rohrleitungs- und/oder Apparatesy- hinter dem Wasserzähler Wasser 5 Min. fließen lassen
steme, die der Fortleitung, Speicherung,
Behandlung und dem Verbrauch des Wohnungen:
Trinkwassers dienen und die an eine Schließen der Öffnen der Wohnungsabsperrung
zentrale und/oder an eine Eigen- bzw. Wohnungsabsperrung Spülen der Hausinstallation
> 4 Wochen
Einzelwasserversorgung angeschlossen Einfamilienhäuser:
sind (s. 7.1). Schließen der Absperrung Öffnen der Absperrung
hinter dem Wasserzähler Spülen der Hausinstallation
Für die Ermittlung der Rohrdurchmesser ist > 6 Monate Schließen der Hauptabsperrung Öffnen der Hauptabsperrung
das differenzierte Verfahren nach DIN Entleeren der Leitungen Spülen der Hausinstallation
1988-300 anzuwenden. Für ‘Normalinstal-
lationen‘ (Gebäude mit bis zu 6 Wohnein- Tabelle 7.1 Maßnahmen, die unabhängig vom Rohrwerkstoff bei längerer Stagnation des Trinkwassers in der Haus-
heiten) darf die Bemessung auch nach installation zu ergreifen sind (ZVSHK-Merkblatt ‚Spülen, Desinfizieren und Inbetriebnahme von Trinkwasser-Installationen)
dem in DIN EN 806-3 aufgeführten,
vereinfachten Verfahren (Belastungswerte)
unter Berücksichtigung der dort festge-
legten Randbedingungen erfolgen. Das
differenzierte Verfahren liefert jedoch
oftmals verlässlichere Ergebnisse und
berücksichtigt somit funktionale und
hygienische Belange besser.

kupferinstitut.de | 35
7.4 Zirkulationsleitungen Die Rezirkulation von Wasser aus
Nach DIN 1988-300 sollten bei der Kupferleitungen und Bauteilen und
Bemessung der Rohrnennweiten für Apparaten mit wasserberührten Flächen
Zirkulationsleitungen Fließgeschwindig- aus Kupferwerkstoffen in den Bereich von
keiten zwischen 0,2 - 0,5 m/s angenom- verzinkten Leitungen ist durch geeignete
men werden. Maßnahmen zu vermeiden (z. B. Verwen-
Diese Geschwindigkeiten reichen in jedem dung von Rückflussverhinderern).
Fall für einen optimalen Wasserwechsel
und den Ausgleich der in den Rohrlei- Bei Kaltwasserleitungsanlagen kann diese
tungen entstehenden Wärmeverluste aus. Fließregel durch geeignete Vorgehenswei-
Es ist technisch und wirtschaftlich nicht sen immer eingehalten werden: Bei
sinnvoll, größere Wassermengen als Kellerverteilungs- und Steigleitungen aus
erforderlich umzuwälzen. verzinktem Stahlrohr können z. B. die
Stockwerksleitungen in Kupfer ausgeführt
Eine Begrenzung der Fließgeschwindigkeit werden.
auf die oben genannten Werte trägt Bild 7.1 Strangregulierventil für Zirkulationen (2967 A)
Auch in Anlagen für erwärmtes Trinkwas-
gleichzeitig zur Vermeidung von Erosion bei. ser mit einem Kaltwasseranschluss und
Lediglich in Ausnahmefällen kann eine einem Trinkwassererwärmer aus ver-
maximale Fließgeschwindigkeit von 1,0 m/s zinktem Stahl können anschließend
in pumpennahen Zirkulationsleitungen 7.5 Zusammenbau von Kupfer mit Kupferrohre verwendet werden, wenn
notwendig sein (DIN 1988-300). anderen Werkstoffen keine Zirkulation besteht (Rezirkulation ist,
Der Einsatz verschiedener Werkstoffe in wie oben erwähnt, zu verhindern).
In verzweigten Zirkulationssystemen einem Trinkwasser-Rohrsystem entspricht
ist immer ein hydraulischer Abgleich nach DIN EN 806-4 den Regeln der Besteht der Trinkwassererwärmer aus
der einzelnen Stränge untereinander Technik. verzinktem Stahl und ist an diesen eine
vorzusehen. Hierzu werden meist spezielle, Zirkulationsleitung aus Kupfer angeschlos-
thermisch auslösende Strangregulier- Kupfer, innenverzinntes Kupfer, Kupferle- sen, so ist die Fließregel verletzt worden.
ventile verwendet (Bild 7.1). gierungen und Edelstahl können problem-
los miteinander kombiniert werden; In diesem Fall ist der Trinkwassererwärmer
Die Berechnungen zum hydraulischen hingegen sind bei Anwesenheit von durch Innenbeschichtung (z. B. Emaille)
Abgleich (Anlagenkennlinie) bilden die verzinkten Stahlbauteilen einige Besonder- und zusätzlichen kathodischen Korrosions-
Grundlage für die Auswahl einer geeig- heiten zu beachten. schutz gegen Schäden zu schützen.
neten Zirkulationspumpe (Pumpenkennli- Die sogenannten Opferanoden des
nie), weshalb hierauf in keinem Fall Die bei Kupferrohren insbesondere kathodischen Korrosionsschutzes sind
verzichtet werden kann! während des anfänglichen Betriebs durch entsprechend den Angaben der Geräteher-
Schutz- und Deckschichtbildungsvorgänge steller regelmäßig zu warten bzw. zu
Die Temperatur von erwärmtem Trinkwas- in geringen Mengen in Lösung gehenden erneuern.
ser muss innerhalb des zirkulierenden Kupferionen können in nachgeschalteten
Rohrsystems mindestens 55 °C betragen. Rohrleitungen aus verzinktem Stahl sog. Werden Werkstoffe unterschiedlichen
Ausnahmen bilden hier Trinkwasser- ‘kupferinduzierten Lochfraß‘ auslösen. freien Korrosionspotenzials wie z. B. Kupfer
anlagen, die höhere Temperaturen Daher ist in Trinkwasserleitungen stets die und verzinkter Stahl so zusammengebaut,
zwingend erfordern. Zirkulationssysteme so genannte Fließregel einzuhalten: dass sie sich direkt berühren, kann an dem
müssen mit einer zeitgesteuerten Einrich- Kupferrohre sind – in Fließrichtung des elektrochemisch unedleren Werkstoff Stahl
tung zur Abschaltung der Zirkulationspum- Wassers gesehen – stets nach Bauteilen theoretisch Kontaktkorrosion auftreten. In
pen versehen sein, wobei die Abschaltung aus verzinktem Stahl einzubauen. der Praxis hat die Kontaktkorrosion jedoch
max. 8 Stunden betragen darf. kaum Bedeutung.

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Seit Jahrzehnten werden Armaturen aus Bei der trockenen Druckprobe nach ZVSHK Trinkwasser-Installationen sind im Rahmen
Kupferwerkstoffen wie Ventile, Wasserzäh- wird zunächst eine Dichtheitsprüfung mit einer Dichtheitsprüfung mit Wasser mit
ler usw. in Rohrleitungen aus verzinktem einem Prüfdruck von 150 hPa (150 mbar) dem 1,1-fachen des höchstmöglichen
Stahl eingebaut, ohne dass dadurch und einer Prüfzeit von mindestens 120 Betriebs-überdruckes (11 bar) zu prüfen.
bedingte Korrosionsschäden in größerem Minuten durchgeführt. Bei Rohrleitungen Innerhalb einer Prüfzeit von 30 Minuten
Umfange bekannt geworden sind. mit einem Leitungsvolumen über 100 Liter darf kein Druckabfall am Prüfdruckmess-
Hierbei spielen die konstruktiven Verhält- muss die Prüfzeit je weitere 100 Liter gerät, das ein einwandfreies Ablesen einer
nisse, insbesondere das Flächenverhältnis Volumen um 20 Minuten erhöht werden. Druckänderung von 0,1 bar zulassen muss,
von edleren zu unedleren Werkstoffen, Der Dichtheitsprüfung folgt eine Bela- feststellbar sein.
eine Rolle. Je kleiner dieses Verhältnis ist, stungsprüfung mit einem Prüfdruck von Sofern zwischen Füllwassertemperatur und
desto geringer ist die Schadenswahr- höchstens 0,3 MPa (3 bar)bei Nennweiten Umgebungstemperatur der Rohrleitung
scheinlichkeit. bis einschließlich DN 50. Nennweiten eine Differenz von etwa 10 K oder mehr
größer DN 50 sind mit maximal 0,1 MPa vorliegt, ist nach dem Aufbau des
7.6 Dichtheitsprüfung (1 bar) zu prüfen. Prüfdruckes eine Wartezeit von etwa 30
Alle Arten von fertiggestellten Rohrlei- Nach Aufbringen des Prüfdrucks beträgt Minuten für den Temperaturausgleich
tungsanlagen müssen auf Dichtheit die Prüfzeit 10 Minuten. Undichtigkeiten einzuhalten.
überprüft werden. Die Prüfung muss zu machen sich teilweise schon akustisch
einem Zeitpunkt erfolgen, an dem alle bemerkbar. Entstehen Schwierigkeiten bei Wurden in der Trinkwasser-Installation
Verbindungsstellen noch zugänglich und der Ortung der undichten Stellen, so ist die Pressfittings mit dem Merkmal ‚unver-
nicht verdeckt sind. Für Trinkwasserlei- Anwendung der bei Gasleitungen üblichen presst undicht‘ verwendet, so müssen die
tungen ist die Druckprobe im ZVSHK- Hilfsmittel wie Besprühen oder Bepinseln Leitungen vor der eigentlichen Dichtheits-
Merkblatt ‘Dichtheitsprüfungen von aufschäumender Lösungen möglich. Wird prüfung zur Lokalisierung unverpresst
Trinkwasser-Installationen mit Druckluft, eine trockene Druckprüfung durchgeführt, undichter Verbindungen einer 15-minü-
Inertgas oder Wasser‘ geregelt. so ist besonders auf die Vermeidung tigen Vorabprüfung mit Drücken entspre-
möglicher Unfallgefahren zu achten (keine chend den jeweiligen Herstellerangaben
Grundsätzlich sollte an Trinkwasser-Instal- Kunststoff-Baustopfen verwenden!). (in der Regel max. 0,6 MPa/6 bar)
lationen vorzugsweise eine trockene unterzogen werden.
Dichtheitsprüfung gemäß ZVSHK-Merk- Eine Dichtheitsprüfung mit Wasser darf
blatt mit ölfreier Druckluft oder Inertgas nur unmittelbar vor der Inbetriebnahme Im ZVSHK-Merkblatt ‘Dichtheitsprüfungen
(z. B. Stickstoff) durchgeführt werden. Dies der Installation durchgeführt werden. von Trinkwasser-Installationen mit
ist insbesondere für hygienisch sensible Es muss gewährleistet sein, dass der Druckluft, Inertgas oder Wasser‘ sind
Bereiche von Bedeutung, da überlang Haus- oder Bauwasseranschluss vorab Vordrucke von Druckprobenprotokollen
stagnierendes Wasser durch mögliche gespült und vom zuständigen Wasserver- und weitere detaillierte Hinweise zum
Keimvermehrung u. U. auch die späteren sorger für den Betrieb freigegeben wurde. Einsatz der verschiedenen Prüfverfahren
hygienischen Eigenschaften des Rohrsy- Ist eine sofortige Inbetriebnahme nicht enthalten.
stems in Frage stellen kann. Eine trockene möglich, so muss die Anlage vollständig
Druckprobe schließt derartige Probleme befüllt verwahrt werden. In diesem Fall ist
von vornherein aus. bis zur Inbetriebnahme in regelmäßigen
Für vorgefertigte Baugruppen, die nach der Abständen (mindestens alle sieben Tage)
Fertigstellung und Druckprüfung längere ein vollständiger Wasseraustausch in der
Zeit zwischengelagert werden, ist demnach gesamten Installation sicherzustellen.
ausschließlich die trockene Druckprüfung Prüfungen mit Wasser sind grundsätzlich
empfehlenswert. nur über hygienisch einwandfreie
Komponenten und mit filtriertem
Trinkwasser durchzuführen (Filter nach
DIN EN 13443-1). Es ist für eine vollstän-
dige Entlüftung der Anlagenteile zu
sorgen.

kupferinstitut.de | 37
7.7 Spülen und Inbetriebnahme von Nach einer Dichtheitsprüfung ‘nass‘ ist das
Trinkwasser-Installationen in den Rohren verbliebene Wasser immer
Grundsätzlich sind alle Trinkwasserlei- mit einer Wasserspülung auszuspülen,
tungen unabhängig von der Art des um einwandfreie hygienische Verhältnisse
verwendeten Werkstoffes nach ihrer zu gewährleisten.
Fertigstellung gründlich mit filtriertem
Trinkwasser (Filter nach DIN EN 13443-1) In Kupferrohr-Installationen können beide
zu spülen. Spülverfahren – fachgerechte Anlagenpla-
nung vorausgesetzt – angewendet werden.
Prinzipiell können zwei Spülmethoden Bei der Wahl des Spülverfahrens sind die
angewendet werden, die im ZVSHK- werkvertraglichen Bedingungen, die Anfor-
Merkblatt ‘Spülen, Desinfizieren und derungen des Anlagenbetreibers sowie die
Inbetriebnahme von Trinkwasser- Herstelleraussagen und die Erfahrungen
Installationen‘ beschrieben sind. des Installateurs zu berücksichtigen.

Das Spülverfahren mit Wasser kann immer Lange Stagnationszeiten sind, unabhängig
angewendet werden, insbesondere aber vom verwendeten Werkstoff, aus hygie-
auch dann, wenn bereits Armaturen in den nischen Gründen immer zu vermeiden.
Trinkwasserleitungen vorhanden sind, wie Daher ist bei zu erwartenden, längeren
z. B. nach einer trockenen Druckprobe. Stillstandszeiten stets eine trockene
Dichtheitsprüfung mit Erstbefüllung und
Das Spülverfahren mit Luft-Wasser- Spülung unmittelbar vor Inbetriebnahme
Gemisch sollte dann angewendet werden, durchzuführen.
wenn beim Spülen mit Wasser keine
ausreichende Spülwirkung zu erwarten ist. 7.8 Übergabe, Betriebsanleitungen
Die Übergabe der Trinkwasser-Installation
Für eine uneingeschränkte Betriebssicher- erfolgt auf der Grundlage eines Betriebs-
heit müssen durch das Spülen folgende und Einweisungsprotokolls.
Resultate erreicht werden: ZVSHK-Betriebsanleitungen für Trinkwas-
seranlagen, die zum Abnahmezeitpunkt an
· Reinigung der den Bauherren übergeben werden,
Rohrinnenoberflächen enthalten jeweils ein Inbetriebnahme-,
Einweisungs- und Druckprobenprotokoll
· Sicherung der Trinkwassergüte (ggf. mit dem Nachweis der einwandfreien
· Vermeidung von Wasserbeschaffenheit) sowie Hinweise für
Korrosionsschäden den Betreiber hinsichtlich Instandhal-
tungs-, Inspektions- und Wartungsmaß-
· Vermeidung von Funktionsstörungen
nahmen. Der Betreiber ist insbesondere
an Armaturen und Apparaten
darauf hinzuweisen, dass er ab Übergabe
für einen regelmäßigen und vollständigen
Wurde eine trockene Dichtheitsprüfung Austausch des Trinkwassers an allen
durchgeführt, so sind die Leitungen in Entnahmestellen zu sorgen hat und dass er
trockenem Zustand zu verwahren und das verantwortlich für regelmäßige Inspekti-
Spülen hat erst unmittelbar vor der onen und Wartungen der Anlagen ist.
Erstbefüllung / Inbetriebnahme zu Neben der Betriebsanleitung sollte dem
erfolgen. Betreiber bei der Übergabe ein Wartungs-
vertrag für die Trinkwasseranlage angeboten
werden.

38 | kupferinstitut.de
8. Einsatzbereich Heiz- und Kühlsysteme

8.1 Planungsgrundlagen 8.2 Zusammenbau von Kupfer mit


Für den Einsatz in Heizungsanlagen sind anderen Werkstoffen
grundsätzlich zunächst alle im Kapitel 1 Da in geschlossenen, nahezu sauerstoff-
aufgeführten Kupferrohre geeignet. freien (Sauerstoff < 0,1 g/ m³) Heizwasser-
kreisläufen nach VDI 2035 keine Korrosion
Neben den für den Trinkwasserbereich auftreten kann, ist die Verwendung von
vorgesehenen Abmessungen nach DVGW Kupfer auch bei gleichzeitiger Verwendung
GW 392 kommen hier auch Kupferrohre mit anderer metallischer Werkstoffe (z. B bei der
anderen Wanddicken (blank, ummantelt) Sanierung von alten Stahlinstallationen)
und/oder werkseitig aufgebrachter problemlos möglich.
Wärmedämmung zum Einsatz.
In fachgerecht ausgeführten Warmwasser-
Bild 8.1 Herstellen einer Hartlötverbindung in einer
Ergänzend zur ‘klassischen‘ Heizungsinstalla- Heizungsanlagen besteht nach VDI 2035 bei Kupferrohr-Fußbodenheizung (2657)
tion werden Kupferrohre in den letzten gemeinsamer Installation von Kupfer­­rohren
Jahrzehnten auch in Kühldecken, Flächen- und Rohren sowie Anlagenteilen aus
heizungen (Fußboden-, Wand- und anderen metallenen Werkstoffen (z. B. Eine Mischinstallation ist hier nur einge-
Deckenheizungen) und für solare Anwen- schwarzer Stahl) keine Korrosionsgefahr. schränkt möglich (s. Kapitel 7) und
dungen eingesetzt. Kupferrohre sind entsprechend den im
Der für die Korrosion wichtige Reaktions- DVGW-Arbeitsblatt GW 2 enthaltenen
Heizungsleitungen können hart- und partner Sauerstoff wird schon bei der ersten Vorgaben zu verbinden.
weichgelötet (letzteres nur bei Dauertempe- Aufheizung des Wassers thermisch
raturen bis 110 °C), gepresst, geklemmt, ausgetrieben. Wasserbeaufschlagte Kühlleitungen
gesteckt oder ab einer Wanddicke von unterscheiden sich grundlegend von
1,5 mm auch geschweißt werden. Er entweicht bei der Entlüftung der Anlage. Kältemittelleitungen!
Die beim Verlegen von Heizungsleitungen zu Verbleibende Sauerstoffreste werden durch Die hierbei zu beachtenden Besonderheiten
beachtenden Besonderheiten sind in den die Metalloberfläche gebunden. Eine sind dem Informationsdruck „i.164 - Kupfer-
vorangegangenen Kapiteln erläutert; mögliche Zufuhr von Sauerstoff, z. B. durch rohre in der Kälte-Klimatechnik, für
insbesondere sind die Kapitel 6.3 (Wärme- undichte Stopfbuchsen, muss durch technische und medizinische Gase“ des
schutz) und Kapitel 6.7 (Temperaturbedingte sach­gemäße Installation (z. B. Bemessung Deutschen Kupferinstituts zu entnehmen.
Längenausdehnung) sorgfältig zu beachten. und Wartung des Ausgleichsgefäßes)
verhindert werden. 8.4 Dichtheitsprüfung
Kupferrohre für Flächenheizungen (z. B. Heizungsleitungen (und ähnliche Leitungen
Fußbodenheizungen, Bild 8.1) sind, falls Bei größeren Heizsystemen lässt sich ein wie z. B. Kühlwassersysteme) sind nach DIN
gelötet wird, entsprechend den Verlegean- Sauerstoffeintrag nicht immer mit Sicherheit 18380 (VOB Teil C) und DIN EN 14336
weisungen der Hersteller durch Hartlöten zu vermeiden. VDI 2035 gibt Hinweise für die (Heizungsanlagen in Gebäuden) mit dem
verbinden. Außerdem kann die Presstechnik dann zu ergreifenden Maßnahmen (z. B. 1,3-fachen des Gesamtdruckes der Anlage
angewendet werden. chemische Sauerstoffbindung). (min. aber 1 bar Überdruck) zu prüfen.
Möglichst unmittelbar nach der Kaltwasser-
Für Fußbodenheizungen in Zementestrichen Gleiches gilt sinngemäß meist auch für druckprüfung ist durch Aufheizen auf die
sind werkseitig ummantelte Kupferrohre zu die Kreisläufe von Wasser-Kühlsystemen, höchste, der Berechnung zugrunde gelegte
verwenden. sofern es sich um geschlossene Systeme mit Heizwassertemperatur zu prüfen, ob die
In Estrichen aus Gussasphalt können nur eigener Druckhaltung und ohne ständigen Anlage auch bei Höchsttemperatur dicht
blanke Kupferrohre verwendet werden. Sauerstoffeintrag handelt. bleibt.
Für Wand- und Deckenheizungen können Bei besonderen Anforderungen können
ummantelte, prinzipiell aber auch blanke 8.3 Offene Wasser-Kühlsysteme Heizungsanlagen alternativ auch einer
Kupferrohre unter Putz verlegt werden. Ist in Kühlsystemen hingegen mit einem trockenen Dichtheitsprüfung analog zu
andauernden Sauerstoffeintrag in das Trinkwasser-Installationen (s. Kap. 7.6)
Kühlwasser zu rechnen (z. B. über einen unterzogen werden. Auch hierzu sind vom
offenen Kühlturm o. ä.), so sind diese ZVSHK entsprechende, detaillierte Druckpro-
Leitungen analog zu den in Trinkwasser- benprotokoll-Vordrucke erhältlich.
Installationen geltenden Anforderungen zu
behandeln.

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9. Einsatzbereich Brennstoffversorgung

9.1 Erdgas Der Zusammenbau von Kupfer mit anderen Für Kupferrohre > DN 100 ist in Flüssig-
Erdgas-Installationen sind nach DVGW- Werkstoffen ist in der Gas-Installation gasleitungen mit max. Betriebsdrücken
TRGI ‘Technische Regeln für Gasinstallati- unproblematisch. Die verschiedenen, nach > 0,5 bar zum Nachweis der Eignung
onen‘ zu erstellen. DVGW-TRGI zugelassenen Werkstoffe zusätzlich ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1
dürfen in beliebiger Reihenfolge eingebaut nach DIN EN 10204 erforderlich.
Demnach sind für Gasleitungen Kupfer- werden. Die in Kapitel 6 aufgeführten
rohre nach DIN EN 1057 und DVGW- Sachverhalte sind auch bei Gasinstallati- Für Kupferrohre der Festigkeitsstufe R290
Arbeitsblatt GW 392 bis zur Abmessung onen zu beachten. (hart, in Stangen) in den Abmessungen
267 x 3 mm zugelassen (Kapitel 1). Erdgasleitungen nach TRGI sind mit Luft > DN 25 sind in Anlagen mit Betriebsdrü-
oder einem inerten Gas wie z. B. Stickstoff cken > 0,5 bar ergänzend die Anforderun-
Sie können nach der Hauptabsperreinrich- oder trockenem Kohlendioxid (niemals gen des VdTÜV Werkstoffblatts 410
tung sowohl für freiverlegte und erdver- jedoch Sauerstoff!) zu prüfen. Vorprüfung, hinsichtlich Kennzeichnung und Material-
legte Außenleitungen, als auch für Hauptprüfung und die erforderliche prüfung zu erfüllen. Auch hier ist ein
Innenleitungen verwendet werden. Anzeigegenauigkeit der Messgeräte sind in Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach DIN EN
der TRGI eindeutig festgelegt. 10204 notwendig.
Für das Verbinden von Kupferrohren in der
Gas-Installation gilt DVGW-Arbeitsblatt Die ZVSHK-Betriebsanleitung ‘Gasinstalla- Flüssiggasanlagen mit einem Betriebs-
GW 2. Danach ist das Weichlöten von tionen‘ enthält ein Formular eines druck > 0,1 bar, deren Behälter ein
Gasleitungen verboten. Druckprobenprotokolls. Die Inbetrieb- Fassungsvermögen von mehr als 3 t
nahme ist ebenfalls in TRGI geregelt. aufweisen, oder bei denen das Gas in
Kupferrohre für die Gasinstallation dürfen flüssigem Zustand befördert wird oder in
unter Berücksichtigung der Mindestbie- 9.2 Flüssiggas mehreren Druckbehältern vorgehalten
geradien nach DVGW-Arbeitsblatt GW 392 Flüssiggasanlagen werden nach Druckbe- wird, unterliegen speziellen, über die TRF
mit geeigneten Werkzeugen gebogen hältervolumen, Betriebsdruck der hinausgehenden Vorgaben.
werden. Rohrleitungen sowie Aggregatzustand des
Die fittinglose Arbeitstechnik darf nur auf Gases in den Rohrleitungen unterschieden. Prinzipiell gelten auch hier die oben
die Muffen-Verbindung gleichen Durch- Je nach Anlagentyp werden auch genannten Einsatzkriterien für Kupferrohre
messers angewendet werden. unterschiedliche Anforderungen an den in Mitteldruckleitungen, jedoch dürfen
T-und/oder Schrägabgänge sowie Einsatz von Kupferrohren gestellt. Rohre der Festigkeitsstufe R290 (hart) nur
Reduzierungen sind mit Fittings auszufüh- verwendet werden, wenn deren Hersteller
ren. Die in Kapitel 4 ausführlich darge- Für Flüssiggas-Versorgungsanlagen mit im Beiblatt des VdTÜV-Werkstoffblatts 410
legten Bestimmungen und Hinweise hierzu Gasflaschen oder ortsfesten Behältern mit aufgeführt ist.
sind, ohne Ausnahme, auf erdgasführende nicht mehr als 3 t Fassungsvermögen, in
Rohrleitungen anzuwenden. denen Gas in gasförmigem Zustand Die Kombination verschiedener Werkstoffe
verteilt wird, gelten die ‘Technischen ist auch in Flüssiggasleitungen (analog zu
Rohrleitungen aus Kupfer für frei- und Regeln Flüssiggas‘ (TRF). Erdgas) uneingeschränkt möglich.
erdverlegte Außenleitungen müssen mit Die TRF unterscheidet außerdem zwischen
einem äußeren Korrosionsschutz versehen Niederdruck-Rohrleitungen mit Betriebs- Als Rohrverbinder können in allen
sein. drücken < 0,1 bar (in der Regel 50 mbar) Flüssiggasanlagen analog zu Erdgassyste-
Zugelassen sind sowohl Rohre mit und Mitteldruckleitungen mit Betriebsdrü- men u. a. Kapillarlötfittings, DVGW-
werkseitiger Kunststoffumhüllung, als cken > 0,1 bar. geprüfte Pressfittings und Glattrohrver-
auch Rohre mit nachträglichem Korrosi- binder nach DIN 3387-1 eingesetzt werden
onsschutz (Korrosionsschutzbinden, Generell sind in allen Fällen Kupferrohre (s. Kapitel 2).
Schrumpfschläuche), wenn für beide Fälle nach DIN EN 1057 und DVGW-Arbeitsblatt
die Anforderungen der DIN EN 12068 GW 392 in den dort aufgeführten Bezüglich der Verlegung, Installation und
erfüllt sind (bauaufsichtliche Zulassung Abmessungen mit RAL-Gütezeichen des Korrosionsschutzes von Flüssiggaslei-
erforderlich). (s. Kapitel 1) zugelassen. tungen sind die Anforderungen der TRGI
analog anzuwenden (s. a. Kapitel 4 und 6).

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Die durch den Anlagenersteller vor der 9.3 Heizöl Flansch-, Schraub-, Schneidring- und
Abnahme und Inbetriebnahme durchzu- Für die Erstellung und den Betrieb von Pressverbindungen sind in unterirdischen
führende Festigkeitsprüfung (Druckprü- Heizölanlagen sind nach DIN 4755 Leitungsabschnitten nicht zulässig.
fung) hat nach TRF mit dem 1,1-fachen des (Technische Regel Ölfeuerungsinstallation) Generell gilt: Verbindungselemente
zulässigen Betriebsüberdruckes, minde- und TRÖl (Technische Regeln Ölanlagen) zwischen einzelnen Rohren müssen so
stens aber mit 1,0 bar, unter Einbeziehung Kupferrohre für Heizöl EL zugelassen. ausgeführt sein, dass eine sichere
aller Ausrüstungsteile (jedoch ohne Verbindung und die Dichtheit gewährlei-
Druckregler und Gaszähler) mittels Luft Es dürfen nur Rohre nach DIN EN 1057 in stet ist. Die Anzahl von lösbaren Verbin-
oder Inertgas zu erfolgen. den Festigkeitszuständen R220 und R250 dungen sollte möglichst gering sein und
(weich und halbhart) mit RAL-Gütezeichen alle Verbindungen müssen längskraft-
Hinweise zur je nach Anlagentyp notwen- verwendet werden. schlüssig ausgeführt sein. Letzteres gilt
digen Abnahme der Anlagen durch Sie können unter Verwendung von u. a. für Hartlöt-, Press- oder Schweißver-
Sachkundige oder Sachverständige sind Kapillarlötfittings oder Klemmringver- bindungen.
im Detail der TRF zu entnehmen. schraubungen nach DIN EN 1254 ohne
weiteren Eignungsnachweis eingesetzt Bei der Verlegung sind die in Kapitel 6
werden. Für Pressfittings muss eine enthaltenen Ausführungen zu beachten.
bauaufsichtliche Zulassung vorliegen.
Lötverbindungen sind bis DN 25 (Rohrab- Heizölleitungen müssen nach DIN 4755
messung 28 mm) und PN 10 unter einer Druck- und Funktionsprüfung sowie
Verwendung von Kapillarlötfittings weiteren Prüfungen unterzogen werden.
zugelassen. Lötverbindung sind in Alle ölführenden Leitungen einschließlich
Heizölleitungen stets hart zu löten. der Absperrorgane sind nach dem Einbau
Als Lote und Hilfsstoffe können die im vom Ersteller der Anlage einer Druckprü-
DVGW-Arbeitsblatt GW 2 aufgeführten fung mit Luft bzw. inertem Gas mit dem
Materialien verwendet werden (s. Kapitel 3 1,1-fachen Betriebsdruck oder einer
und 4). Flüssigkeitsdruckprüfung mit dem
Schneidringverschraubungen sind als 1,3-fachen Betriebsdruck, jedoch mit
Verbindungselement über DN 32 nicht mindestens 5 bar, auszusetzen.
zulässig; es müssen immer Stützhülsen
verwendet werden.

kupferinstitut.de | 41
10. Weitere Einsatzbereiche

10.1 Solarthermie 10.3 Löschwasserleitungen 10.5 Medizinische Gase


Kupferrohre und -fittings eignen sich u. a. In Feuerlöschleitungen nach DIN 1988-600 Die Verwendung von Kupferleitungen in
durch ihre Temperatur- und UV-Beständig- und DIN 14462 sind Kupferrohre und zentralen medizinischen und technischen
keit in besonderem Maße für thermische innenverzinnte Kupferrohre nach DIN EN Gasversorgungsanlagen in Krankenhäu-
Solaranlagen und die Verteilung des so 1057 uneingeschränkt verwendbar. sern oder Kliniken ist die Regel. Der Einsatz
erwärmten Wassers im Haus. von Kupferrohren in medizinischen
Für Löschwasserleitungen „nass“ können Versorgungseinheiten wird außerdem in
Hinsichtlich der Verbindungstechniken ist mit Ausnahme des Weichlötens sämtliche DIN EN ISO 7396-1 (Rohrleitungssysteme
bei thermischen Solaranlagen zu beachten, hier genannten Verbindungstechniken zum für medizinische Druckgase und Vakuum)
dass bei den dort üblicherweise anzutref- Einsatz kommen; bei innenverzinnten als ‘die Regel‘ bezeichnet und somit
fenden Temperaturen von > 110 °C auf das Kupferrohren sind Press-, Klemm- und dringend empfohlen.
Weichlöten zu verzichten ist und eine Steckverbindungen zulässig.
andere zulässige Verbindungstechnik (z. B. In Löschwasseranlagen „trocken“ und In Anlagen zur Verteilung von Gasen für
Hartlöten, Klemmringverbindung, Pressen „nass/trocken“ sind Press-, Klemm- und medizinische Zwecke, zur Verteilung von
mit speziellem, hoch temperaturbestän- Steckverbindungen dann zulässig, wenn Druckluft zum Antrieb von chirurgischen
digen Dichtelement) gewählt werden muss. die zu verwendenden Bauteile auf ihre Instrumenten und für Vakuumleitungen
Einsetzbarkeit in Wasserlöschanlagen sind ausschließlich Kupferrohre nach DIN
Detaillierte Informationen zu allen (Sprinkler-Trockenanlagen und Sprühwas- EN 13348 (Nahtlose Rundrohre aus Kupfer
wichtigen Fragenstellungen sind im ser-Löschanlagen) von einer anerkannten für medizinische Druckgase und Vakuum)
kostenlosen Informationsdruck ‘i.160 – Prüfstelle geprüft und für geeignet erklärt einzusetzen.
Die fachgerechte Installation von wurden.
thermischen Solaranlagen‘ enthalten. Für Rohrverbindungen sind in diesen
10.4 Technische Druckluft Anlagen Kapillarlötfittings nach DIN EN
10.2 Regenwassernutzungsanlagen Kupferrohre nach DIN EN 1057 können in 1254-1, -4 und -5 zu verwenden.
Die Verwendung von Kupferrohren und Rohrleitungssystemen für technische
innenverzinnten Kupferrohren nach DIN Druckluft uneingeschränkt eingesetzt Kupferrohre nach DIN EN 13348 sind bis
EN 1057 und Fittings nach DIN EN 1254 werden (Einschränkungen für medizinische zum Außendurchmesser 108 mm erhältlich
bzw. DVGW-Arbeitsblatt W 534 in oder andere Anwendungen mit besonderen und werden zur Sicherstellung der Reinheit
Betriebswasserleitungen von Regenwas- Anforderungen an die Reinheit sind zu der Innenoberflächen jeweils an beiden
sernutzungsanlagen entspricht dem Stand beachten!). Enden durch Kappen oder Stopfen
und den Regeln der Technik. Hinsichtlich der Verbindungstechniken verschlossen geliefert. Zusätzlich ist durch
kann das DVGW-Arbeitsblatt GW 2 die Verpackung der Lose ein wirkungsvoller
Die Verarbeitung hat sich auch hier an den angewendet werden. Schutz der Rohre gewährleistet.
Vorgaben für Trinkwasser-Installationen zu
orientieren, obwohl Regenwasser nicht als Die im Kapitel 5 aufgeführten Betriebsdrü- Kupferrohre nach DIN 13348 sind (ähnlich
Trinkwasser genutzt werden darf. cke für Kupferrohre nach DIN EN 1057 und wie Installationsrohre nach DIN EN 1057)
Somit sind auch in Regenwassernutzungs- Fittings nach DIN EN 1254 sind zu in Abständen von höchstens 600 mm
anlagen die Vorgaben des DVGW-Arbeits- beachten. wiederkehrend mindestens mit folgenden
blattes GW 2 hinsichtlich Verbindungs- Bei der Planung sind prinzipiell die aner- Angaben dauerhaft gekennzeichnet:
und Biegetechniken zu berücksichtigen kannten Regeln der Technik für gasfüh-
(s. a. vorangegangene Kapitel). rende Rohrleitungen (z. B. Druckgeräte- · EN 13348
In DIN 1989-1 (Regenwassernutzungsanla- richtlinie usw.) anzuwenden. Weitere
gen – Teil 1: Planung, Ausführung Betrieb Besonderheiten können bei den Herstellern · Außendurchmesser x Wanddicke
und Wartung) sind konkrete Hinweise zu und beim Deutschen Kupferinstitut erfragt · Kennzeichnung des Zustandes halbhart
Planung, Bau, Betrieb und Wartung dieser werden. durch das Zeichen |-|-|
Anlagen gegeben. · Kennzeichen des Herstellers
· Herstelldatum: Jahr und Quartal (I bis
IV) oder Jahr und Monat (1 bis 12)

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Rohrleitungen für medizinische Zwecke 10.7 Betriebswässer
sind nur durch Hartlöten oder Schweißen Unter Betriebswässern versteht DIN 4046
unter Schutzgas zu verbinden. „... gewerblichen, industriellen, landwirt-
schaftlichen oder ähnlichen Zwecken
Weitere Hinweise hierzu sind dem kosten- dienendes Wasser mit unterschiedlichen
losen Informationsdruck ‘i.164 – Kupfer- Güteeigenschaften, worin Trinkwasser-
rohre in der Kälte-Klimatechnik, für tech- eigenschaft eingeschlossen sein kann“.
nische und medizinische Gase‘ des
Deutschen Kupferinstituts zu entnehmen Für viele dieser Betriebswässer können
oder bei den Beratungsdiensten der Kupferrohre und Fittings ebenfalls
Hersteller zu erfragen. eingesetzt werden. Die Rohr- und
Fittinghersteller sowie das Deutsche
10.6 Technische Gase Kupferinstitut nehmen für den Anwender
Für viele technische Gase (und Druckluft) anhand von Wasseranalysedaten
können Kupferrohre nach DIN EN 1057 (Parameter gemäß DIN EN 12502-1)
eingesetzt werden. kostenlos eine Einzelfallprüfung der zum
Einsatz vorgesehenen Wässer vor.
Für bestimmte Anwendungen mit hohen
Anforderungen an die Reinheit der Gase 10.8 Abwasser–Druckleitungen von
(Reinstgase) wie z. B. Anlagen zur Abwasserhebeanlagen
Verteilung von Gasen für Laborzwecke Für Druckleitungen von Abwasserhebean-
oder für bestimmte Produktionsprozesse lagen können alle Rohrarten und Werk-
müssen jedoch Kupferrohre nach DIN EN stoffe verwendet werden, die gegenüber
13348 oder nach DIN EN 12735-1 dem abzuleitenden Abwasser beständig
(Nahtlose Rundrohre aus Kupfer für die sind und den jeweiligen Pumpendrücken
Kälte- und Klimatechnik, Rohre für standhalten. In der Praxis werden oftmals
Leitungssysteme) eingesetzt werden. auch Rohrsysteme aus der Trinkwasser-
Installation eingesetzt.
Als Rohrverbinder kommen meist
Kapillarlötfittings nach DIN EN 1254-1, -4 Für die Ableitung von fäkalienhaltigen
und -5 zum Einsatz, wobei die Rohrlei- Abwässern und Regenwasser sind
tungen hier stets unter Schutzgas Kupferrohre nach DIN EN 1057 uneinge-
hartzulöten sind. schränkt geeignet. Bei fäkalienfreien
Des Weiteren können Klemmringver- Abwässern ist eine Einzelfallprüfung durch
schraubungen nach DIN EN 1254-2 den Rohrhersteller anhand von Angaben
verwendet werden. zu den angeschlossenen Geräten und
Der Einsatz von Pressfittings ist dann Apparaten notwendig.
zulässig, wenn die Beständigkeit des Die für Trinkwasser-Installationen
Dichtelements gegenüber der jeweiligen zugelassenen Verbindungstechniken
Gasart gegeben ist. können sinngemäß angewendet werden.
Klärung kann hier durch Rückfrage beim Für die Ableitung von nicht neutralisierten
jeweiligen Hersteller oder durch Beachtung Kondensaten aus Brennwertgeräten und
der zum Fitting zugehörigen technischen Abwässern aus Fettabscheideranlagen
Dokumentation geschaffen werden. sollten Kupferrohre grundsätzlich nicht
Auch zu diesem Einsatzbereich sind verwendet werden.
weiterführende Hinweise dem kostenlosen
Informationsdruck ‘i.164 - Kupferrohre in
der Kälte-Klimatechnik, für technische und
medizinische Gase‘ zu entnehmen.

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11. Normen und Regelwerke

Kupferrohre DVGW GW 8 Kapillarlötfittings aus Kupfer Betriebstemperaturen und Drücke


DIN EN 1057 Nahtlose Rundrohre aus in der Gas- und Trinkwasser-Installation AD 2000 B0 Berechnung von Druckbe-
Kupfer für Wasser- und Gasleitungen in DVGW G 5614 Unlösbare Rohrverbin- hältern
Sanitärinstallationen und Heizungsanlagen dungen für metallene Gasleitungen; AD 2000 B1 Zylinder und Kugelschalen
DIN EN 13349 Vorummantelte Rohre aus Pressverbinder unter innerem Überdruck
Kupfer mit massivem Mantel DVGW W 534 Rohrverbinder und Rohr- AD 2000 W6/2 Werkstoffe für Druckbe-
DIN EN 12735-1 Nahtlose Rundrohre aus verbindungen hälter, Kupfer und Kupfer-Knetlegierungen
Kupfer für die Kälte- und Klimatechnik; prEN 1254-6 Kupfer und Kupferlegie- VdTÜV-Werkstoffblatt 410 Installations-
Rohre für Leitungssysteme rungen; Fittings; Einsteckfittings rohre, nahtlosgezogen aus Cu-DHP R290
DIN EN 13348 Kupfer und Kupferlegie- RAL-RG 641/4 Güte- und Prüfbedin-
rungen - Nahtlose Rundrohre aus Kupfer gungen (Gütebedingungen) für Kapillarlöt- Allgemeine Anforderungen
für medizinische Gase oder Vakuum fittings aus Kupferrohren in Erweiterung DIN 1053 Mauerwerk
DVGW GW 392 Nahtlosgezogene Rohre des Gütezeichens ‘Kupferrohr/RAL‘ DIN 2403 Kennzeichnung von Rohrlei-
aus Kupfer für Gas- und Trinkwasser- tungen nach dem Durchflussstoff
Installationen und nahtlosgezogene, Lote, Flussmittel, Schweißzusätze DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen
innenverzinnte Rohre aus Kupfer für DIN EN 1045 Hartlöten - Flussmittel und Bauteilen (div. Teilnormen)
Trinkwasser-Installationen; Anforderungen zum Hartlöten; Einteilung und technische DIN 4108 Wärmeschutz und Energieein-
und Prüfungen Lieferbedingungen sparung in Gebäuden (div. Teilnormen)
DVGW VP 652 Kupferrohrleitung mit DIN EN 29454-1 Flussmittel zum Weich- DIN 4109 Schallschutz im Hochbau (div.
fest haftendem Kunststoffmantel für die löten; Einteilung und Anforderungen; Teilnormen)
Trinkwasser-Installation Einteilung, Kennzeichnung und Verpackung DIN 18560 Estriche im Bauwesen
RAL-RG 641/1 Güte- und Prüfbestim- DIN EN ISO 17672 Hartlöten; Lote DIN 30672 Organische Umhüllungen
mungen (Gütebedingungen) für das Güte- DIN EN ISO 9453 Weichlote; Chemische für den Korrosionsschutz von in Böden
zeichen ‘Kupferrohr/RAL‘ der Gütegemein- Zusammensetzung und Lieferformen und Wässern verlegten Rohrleitungen für
schaft Kupferrohr e.V. DIN EN ISO 24373 Schweißzusätze; Mas- Dauerbetriebstemperaturen bis 50 °C ohne
sivdrähte und -stäbe zum Schmelzschwei- kathodischen Korrosionsschutz; Bänder und
Fittings ßen von Kupfer und Kupferlegierungen; schrumpfende Materialien
DIN 2459 Unlösbare elastomergedichtete Einteilung DIN 50929-2 Korrosion der Metalle;
Verbinder aus Metall für metallene Rohrlei- DVGW GW 7 Lote und Flussmittel zum Korrosionswahrscheinlichkeit metallischer
tungen in der Trinkwasser-Installation Löten von Kupferrohren in der Gas- und Werkstoffe bei äußerer Korrosionsbela-
DIN 2607 Rohrbogen aus Kupfer zum Trinkwasser-Installation stung; Installationsteile innerhalb von
Einschweißen RAL-RG 641/2 Güte- und Prüfbestim- Gebäuden
DIN 3387-1 Lösbare Rohrverbindungen mungen (Gütebedingungen) für Hartlote DIN 50929-3 Korrosion der Metalle;
für metallene Gasleitungen; Glattrohrver- und Hartlotflussmittel in Erweiterung des Korrosionswahrscheinlichkeit metallischer
bindungen Gütezeichens ‘Kupferrohr/RAL‘ Werkstoffe bei äußerer Korrosionsbe-
DIN EN 1254-1 Kupfer- und Kupferle- RAL-RG 641/3 Güte- und Prüfbestim- lastung; Rohrleitungen und Bauteile in
gierungen; Fittings; Kapillarlötfittings für mungen (Gütebedingungen) für Weichlote, Böden und Wässern
Kupferrohre (Weich- und Hartlöten) Weichlötflussmittel und Weichlotpasten in DIN EN 12068 Kathodischer Korrosi-
DIN EN 1254-2 Kupfer- und Kupferlegie- Erweiterung des Gütezeichens ‘Kupferrohr/ onsschutz - Organische Umhüllungen für
rungen; Fittings; Klemmverbindungen für RAL‘ den Korrosionsschutz von in Böden und
Kupferrohre Wässern verlegten Stahlrohrleitungen im
DIN EN 1254-4 Kupfer- und Kupferlegie- Verarbeitungs- und Zusammenwirken mit kathodischem Kor-
rungen; Fittings; Fittings zum Verbinden Verbindungstechniken rosionsschutz; Bänder und schrumpfende
anderer Ausführungen von Rohrenden mit DIN EN ISO 9606-3 Prüfung von Materialien
Kapillarlötverbindungen oder Klemmver- Schweißern; Schmelzschweißen; Kupfer DIN EN 12501-1 Korrosionsschutz metal-
bindungen und Kupferlegierungen lischer Werkstoffe; Hinweise zur Abschät-
DIN EN 1254-5 Kupfer und Kupferle- DIN EN 10226-1 Rohrgewinde für im zung der Korrosionswahrscheinlichkeit in
gierungen; Fittings; Fittings mit geringer Gewinde dichtende Verbindungen; Kegelige Wasserverteilungs- und Speichersystemen;
Einstecktiefe zum Verbinden mit Kupfer- Außengewinde und zylindrische Innenge- Allgemeines
rohren durch Kapillar-Hartlöten winde; Maße, Toleranzen und Bezeichnung DIN EN 12502-2 Korrosionsschutz metal-
DVGW GW 6 Löt-, Übergangs- und DVGW GW 2 Verbinden von Kupfer- und lischer Werkstoffe; Hinweise zur Abschät-
Gewindefittings aus Kupfer und Kupfer- innenverzinnten Kupferrohren für Gas- zung der Korrosionswahrscheinlichkeit in
legierungen in der Gas- und Trinkwasser- und Trinkwasser-Installation innerhalb von Wasserverteilungs- und Speichersystemen;
Installation Grundstücken und Gebäuden Einflussfaktoren für Kupfer und Kupferle-
gierungen

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DIN EN ISO 12944 Beschichtungsstoffe; DIN EN 15664-1 Einfluss metallischer DVGW G 461-2 Errichtung von Gaslei-
Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Werkstoffe auf Wasser für den menschli- tungen mit Betriebsdrücken von mehr
Beschichtungssysteme chen Gebrauch, Dynamischer Prüfstand- als 4 bar bis 16 bar aus Druckrohren und
EnEV Verordnung über energiesparenden versuch für die Beurteilung der Abgabe Formstücken aus duktilem Gusseisen
Wärmeschutz und energiesparende Anla- von Metallen; Auslegung und Betrieb TRGI (DVGW G 600) Technische Regeln für
gentechnik bei Gebäuden (Energieeinspar- TrinkwV 2001 Verordnung über die Gasinstallationen
verordnung) Qualität von Wasser für den mensch- TRF Technische Regeln Flüssiggas
ZVSHK-Fachinformation Dämmung von lichen Gebrauch; Fassung Nov. 2011 TRÖl Technische Regeln Ölanlagen
Sanitär- und Heizungsrohrleitungen ZVSHK-Merkblatt Dichtheitsprüfungen ZVSHK Betriebsanleitung Gas-Installation
von Trinkwasser-Installationen mit Druck- ZVSHK Wartungsvertrag Trinkwasser-,
Trinkwasser-Installation luft, Inertgas oder Wasser Entwässerungs- und Gasanlagen
DIN 1988-100 Techn. Regeln für Trinkwas- ZVSHK-Merkblatt Spülen, Desinfizieren
ser-Installationen; Schutz des Trinkwassers und Inbetriebnahme von Trinkwasser- Weitere Einsatzbereiche
DIN 1988-200 Techn. Regeln für Trink- Installationen DIN 14462 Löschwassereinrichtungen;
wasser-Installationen; Planung, Bauteile, ZVSHK Betriebsanleitung Trinkwasser- Planung und Einbau von Wandhydranten-
Apparate, Werkstoffe Installation anlagen und Löschwasserleitungen
DIN 1988-300 Techn. Regeln für ZVSHK Wartungsvertrag Trinkwasser-, DIN 1989-1 Regenwassernutzungsan-
Trinkwasser-Installationen; Ermittlung der Entwässerungs- und Gasanlagen lagen; Planung, Ausführung, Betrieb und
Rohrdurchmesser Wartung
DIN 1988-600 Techn. Regeln für Heizung und Kühlung DIN 4046 Wasserversorgung; Begriffe
Trinkwasser-Installationen; Feuerlösch- DIN 4747-1 Fernwärmeanlagen; DIN EN 10204 Metallische Erzeugnisse,
und Brandschutzanlagen Sicherheitstechnische Ausrüstung von Arten von Prüfbescheinigungen
DIN 50930-6 Korrosion der Metalle; Unterstationen, Hausstationen und Haus- DIN EN 12056-4 Schwerkraftentwässe-
Korrosion metallischer Werkstoffe im anlagen zum Anschluss an Heizwasser- rungsanlagen innerhalb von Gebäuden;
Innern von Rohrleitungen, Behältern und Fernwärmenetze Abwasserhebeanlagen; Planung und
Apparaten bei Korrosionsbelastung durch DIN 18380 VOB-C Allgemeine Technische Berechnung
Wässer; Beeinflussung der Trinkwasserbe- Vertragsbedingungen für Bauleistungen DIN EN 12975 / DIN EN 12976 Ther-
schaffenheit (ATV); Heizanlagen und zentrale Wasserer- mische Solaranlagen und ihre Bauteile (div.
DIN 18381 VOB-C Allgemeine Technische wärmungsanlagen Teilnormen)
Vertragsbedingungen für Bauleistungen DIN EN 14336 Heizungsanlagen in DIN EN ISO 7396-1 Rohrleitungssysteme
(ATV); Gas-, Wasser- und Entwässerungs- Gebäuden; Installation und Abnahme der für medizinische Gase; Rohrleitungssyteme
anlagen innerhalb von Gebäuden Warmwasser-Heizungsanlagen für medizinische Druckgase und Vakuum
DIN EN 805 Wasserversorgung; Anforde- EnEV Verordnung über energiesparenden ISO 8573 Compressed Air; Contaminants
rungen an Wasserversorgungssysteme und Wärmeschutz und energiesparende Anla- and Purity Classes
deren Bauteile außerhalb von Gebäuden gentechnik bei Gebäuden; Energieeinspar-
DIN EN 806-1 Techn. Regeln für Trink- verordnung
wasser-Installationen; Allgemeines VDI 2035 Blatt 2 Vermeidung von
DIN EN 806-2 Techn. Regeln für Schäden in Warmwasserheizungsanlagen -
Trinkwasser-Installationen; Planung Heizwasserseitige Korrosion
DIN EN 806-3 Techn. Regeln für Trink-
wasser-Installationen; Berechnung der Brennstoffversorgung
Rohrinnendurchmesser, vereinfachtes DIN 4755 Ölfeuerungsanlagen; Technische
Verfahren Regel Ölfeuerungsinstallation (TRÖ)
DIN EN 806-4 Techn. Regeln für DIN 3387-1 Lösbare Rohrverbindungen
Trinkwasser-Installationen; Installation für metallene Gasleitungen; Glattrohrver-
DIN EN 806-5 Techn. Regeln für Trink- bindungen
wasser-Installationen; Betrieb und Wartung DIN 3389 Einbaufertige Isolierstücke für
DIN EN 13443-1 Anlagen zur Behandlung Hausanschlussleitungen in der Gas- und
von Trinkwasser innerhalb von Gebäuden; Wasserversorgung; Anforderungen und
Mechanisch wirkende Filter; Filterfeinheit Prüfungen
80 µm bis 150 µm; Anforderungen an DVGW G 459-1 Gas- und Hausanschlüsse
Ausführung und Sicherheit, Prüfung für Betriebsdrücke bis 4 bar; Planung und
Errichtung

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Index

A G R
Abgleich 30 Gasleitungen 5, 9, 11, 18, 22, 23, 25, 31, 34 Regenwassernutzungsanlagen 9, 10, 35
Abmessungen 6, 7, 9, 16, 17, 33, 34 Gütegemeinschaft Kupferrohr e.V. 5, 6, 8, Rohrkupplungen 11
Abwässer 36 9, 13, 34 Rotguss 8, 9, 10, 11, 13, 16, 29
Abzweige 17 Gütezeichen 5, 6, 7, 8, 9, 12, 13, 14, 21,
Aggressive Atmosphäre 23 29, 34 S
Aushalsungen 17 Schallschutz 24, 25, 28
Außenleitungen 9, 23, 34 H Schneidringverschraubungen 19, 35
Hartlote 13, 14, 17, 23 Schwefel 23
B Hartlötverbindungen 17, 18 Schweißfittings 11
Befestigung 25 Heizungsanlagen 5, 7, 33 Schweißverbindungen 18, 35
Betriebsdrücke 20, 21, 35 Spülverfahren 32
Betriebstemperatur 10, 20, 21 I Stagnation 30, 32
Betriebswässer 5, 8, 36 Inbetriebnahme 3, 30, 31, 32, 34 Steckfittings 8, 10, 15, 19
Biegen 7, 15 Innenleitungen 9, 23, 24, 34 Stützhülsen 11, 19, 35
Brandverhalten 25 innenverzinnte Kupferrohre 29, 35
T
C K technische Druckluft 35
Cu-DHP 5, 7, 8, 20 Kapillarlötfittings 8, 9, 17, 18, 21, 35, 36 technische Gase 10, 36
Kennzeichnung 5, 6, 9, 10, 13, 14, 23, 29, thermische Solaranlagen 35
D 36 TOC-Wert 29
Dehnungsausgleicher 27 Klemmringverschraubungen 8, 10, 11, 19, Trinkwasser 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 16,
Dichtheitsprüfung 31, 32, 33 35, 36 17, 18, 19, 22, 24, 29, 30, 31, 32, 33, 35
DIN 50930-6 8, 29 Kompensatoren 26, 27 Trinkwasserleitungen 17, 22, 23, 25, 31, 32
Korrosionsschutz 22, 23, 24, 31, 34 trockene Dichtheitsprüfung 31, 32
E Kühlwasser 33
Eigenwasserversorgung 29 U
entgraten 15 L unter Putz 10, 19, 24, 25, 33
Erdgas-Installationen 34 Längenausdehnung 3, 26, 33
erdverlegte 22, 23, 34 lösbare Verbindungen 11 V
Löschwasserleitungen 5, 8, 9, 16, 35 vorummantelte Kupferrohre 6
F
Flächenheizungen 16, 17, 27, 33 M W
Flanschverbindungen 11 Mauerwerk 25, 28 Wärmedehnung 25, 26
Fließgeschwindigkeit 30 medizinische Druckgase 36 Wärmeschutz 24, 27, 28, 33
Fließregel 31 Messing 13, 16, 29 Weichlote 13, 16, 38
Flüssiggas-Installationen 34 Weichlötpasten 13
Flüssiggasleitungen 22, 23, 35 P Weichlötverbindungen 13, 16, 17, 27
Flussmittel 12, 13, 14, 16, 17 Pressfittings 8, 9, 10, 19, 35, 36
Z
Q Zirkulationsleitungen 30
Qualitätsprüfungen 5, 8

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Überarbeitete Fassung September 2012

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