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Einleitung

Rechtssubjekte und Rechtsobjekte


Sachenrecht behandelt rechtliche Beziehung von Rechtsobjekten zu Rechtssubjekten.
(rechtliche Beziehung von einer Sache zu einer Person z.B. Eigentum)
 Rechtsobjekte = Gegenstände des Rechtsverkehrs  Sachen (RES) sind
Rechtssubjekten zugeordnet und unterliegen deren Gebrauch und Verfügung
 Rechtssubjekt (Person im rechtlichen Sinn) = jemand, der die Fähigkeit hat, Träger
von Rechten und Pflichten zu sein
Schuldrecht: Person zu Person, Kaufvertrag schließen zwei Personen ab; relative Rechte  in
Relation (Beziehung) zu einer bestimmten Person

Rechtsfähigkeit
Heute ist jeder Mensch gleichermaßen rechtsfähig (Sklaverei oder Leibeigenschaft nicht
gestattet), aber im römischen Recht ist die Rechtsstellung eines Menschen (sein STATUS)
differenziert
a) Freie und Sklaven – STATUS LIBERTATIS
Römisches Recht unterscheidet zwischen Freie und Sklaven und bei den Freien wird noch
zwischen frei geborenen Menschen und Freigelassenen unterschieden. Wird jemand als frei
geboren, so beginnt mit seiner Geburt auch seine Rechtsfähigkeit. Das gezeugte, aber noch
nicht geborenen Kind hat keine Rechte und Pflichten, wird aber für bestimmte Zwecke schon
als geboren fungiert. Bsp.: Ein Kind, dass nach dem Tod des Vaters geboren wird, ist
trotzdem bei der Erbfolge zu berücksichtigen.
Sklaven gelten als rechtsunfähig und werden als Sachen angesehen (unterliegen der
Verfügung und dem Gebrauch der Rechtssubjekte)

b) Stellung im Familienverband – STATUS FAMILIAE


Im römischen Familienaufbau  Hauskinder stehen unter der Hausgewalt des Hausvaters.
Hauskindern = eheliche Kinder, eheliche Kinder der gewaltunterworfenen Söhne und
Adoptivkinder
Auch Ehefrau, wenn MANUS-Ehe besteht, ist dem Ehemann gewaltunterworfen
Gewaltunterworfene Personen (müssen STATUS LIBERTATIS innehaben) 
vermögensunfähig, solange Gewaltverhältnis besteht. Können für sich selbst kein Vermögen
haben, aber - unter bestimmten Umständen - für ihren Gewalthaber Besitz, Eigentum
begründen
c) Bürger und Nichtbürger – STATUS CIVITATIS
Verschiedene Rechte (z.B. politisches Recht) und Rechtsgeschäfte bleiben römischen
Bürgern verweigert.

d) juristische Personen
Neben natürliche Personen (Menschen) auch juristische Personen: Personenverbände und
Vermögensmassen (z.B. Stiftungen, …), die mit selbstständiger Rechtsfähigkeit ausgestattet
sind. Auch im römischen Recht  Personenverbände und Vermögensmassen, welche als
selbstständige Einheiten angesehen werden. Sie können selbst Rechte haben und –
vertreten durch ihre Organe – am Rechtsleben teilnehmen. Rechte und Pflichten der
Körperschaften beziehen sich auf diese selbst.

Handlungsfähigkeit (=die Fähigkeit durch eigenes Handeln Rechte und Pflichten zu


begründen)
Freie Mensch ist von Geburt an rechtsfähig und kann schon im Kindesalter Rechte und
Pflichten haben. Handlungsfähigkeit verlangt jedoch eine gewisse Altersreife.
Man unterscheidet zwischen:
 Geschäftsfähigkeit: Fähigkeit durch eigenes rechtsgeschäftliche Handeln Rechte und
Pflichten zu begründen
 Deliktsfähigkeit: Fähigkeit durch eigenes unerlaubtes Handeln einem anderen
verpflichtet zu werden  eine Person, die für einen von ihr vorsätzlich oder
fahrlässig angerichteten Schaden Ersatz leisten muss

a) Altersstufen
 (Klein-) Kinder (bis zum vollendeten 7. Lebensjahr) sind völlig handlungsunfähig
 Unmündige: Knaben bis zum vollendeten 14. Lebensjahr, Mädchen bis zum
vollendeten 12. Lebensjahr, sind beschränkt geschäftsfähig. Geschäfte, die reinen
Vermögenvorteil bringen, sind erlaubt, bei anderen Geschäften wird die Mitwirkung
des Vormundes benötigt
 Minderjährige, dh Mündige bis zum 25. Lebensjahr (MINOR) werden besonders
geschützt. Für den Fall der Übervorteilung durch bewusstes Ausnützen der
Unerfahrenheit eines MINOR drohen dem Geschäftspartner Strafen.

b) Frauen
In der römischen Gesellschaft erhebliche Einschränkungen im politischen und privaten
Bereich. Selbst wenn die Frau gewaltfrei ist, also keinem unterworfen, benötigt sie auch nach
Erreichen der Mündigkeit einen Geschlechtsvormund. Dieser muss bei allen Formgeschäften
mitwirken.

c) Geisteskranker
Gilt grundsätzlich als geschäfts- und deliktsunfähig, aber um ihn am Rechtsleben teilnehmen
zu lassen, muss für ihn ein „Vormund“ bestellt werden.

Verschwender: jemand, der das ererbte Vermögen verschleudert und damit seine Familie in
Not zu bringen droht, kann durch Entmündigung geschäftsunfähig werden. Kann nur
Geschäfte, die ihm Vorteil bringen, vornehmen. Für andere  CURATOR bestellt

Eine ACTIO ist eine Klage. Die ACTIO ermöglicht dem Berechtigten, sein Recht im Klageweg
geltend zu machen. Sachbeherrschung nur bei körperlichen Gegenständen  Körperliche
Sachen (RES CORPORALES) sind solche, die berührt werden können (auch Sklave). Keine
Sachenrechte an unkörperlichen Sachen.
Sachenrecht
Folgende Merkmale prägen das Wesen des dinglichen Rechts:
 Ist ein absolutes Recht  gegen jedermann durchsetzbar nicht nur gegen eine
bestimmte Person
 Gewährt dem Berechtigten den Genuss eine Sache
 Nur mit dinglichen Klage (ACTIO IN REM) geltend gemacht werden
Eigentumsklage = REI VINDICATIO  richtet sich gegen jeden Sachbesitzer, allerdings muss
die Sache noch existieren  kann nur vom Eigentümer erhoben werden
ACTIO IN REM: ich klage auf die Sache
ACTIO IN PERSONAM: gegen eine verantwortliche Person
Es Gibt 5 Typen von Sachenrecht

Besitz – POSSESSIO
= gewollte faktische Sachherrschaft  eine Sache bei sich haben und sie auch zu wollen 
CORPUS (=körperliches Naheverhältnis) & ANIMUS (=Besitzwillen). Für einen Besitzerwerb
müssen ANIMUS & CORPUS gleichzeitig erfüllt sein. Der Besitzer hat eine Sache, dem
Eigentümer gehört sie. Ein Dieb ist auch Besitzer einer Sache.
Im Streit um die Sache hat der Besitzer die günstigere Position: Er ist erst dann verpflichtet
die Sache dem Kläger zu überlassen, wenn dieser ein Recht auf die Sache nachweist, auf
Grund dessen sie ihm zusteht

3 Typen vom Eigentumserwerb:


1. TRADITIO  Besitz an einer Sache wird übergeben
2. OCCUPATIO  Wer eine Sache, die niemanden gehört, in Besitz nimmt, wird ihr
Eigentümer
3. USUCAPIO  Wer eine Sache vom Nichtberechtigten bekommen hat, wird durch
eine bestimmte Zeit andauernden Besitz, ihr Eigentümer

TRADITIO – Voraussetzung:
 IUSTA CAUSA = Zustandekommen des Verpflichtungsgeschäftes (z.B. Kaufvertrag)
 Dingliche Berechtigung des Vormannes
 Übergabe der Sache (Besitzerwerb)

Übungsfall:
S.31 / ÜF 1
a) 1 kein ANIMUS, schließen Kaufvertrag ab und ab jetzt entstehen Verpflichtungen und
Berechtigungen
2
1 Woche Später hat sie Besitz erworben  jetzt will sie die Sachherrschaft (ANIMUS) und
körperliche Naheverhältnis (betritt das Grundstück  CORPUS)
Kaufvertrag + Besitzerwerb  jetzt wird sie erst Eigentümerin
b) Problem liegt bei CORPUS  ist das ein körperliches Naheverhältnis? Ja, weil sie befindet
sich auf Nachbarsgrundstück und das reicht aus  Einigung in Sachpräsenz
ÜF 2
Ja, weil ANIMUS (Aussage) und CORPUS (versiegelt & Einigung in Sachpräsenz)

ÜF 3
Nein, weil ANIMUS fehlt für Felix. Er hat das Geld nicht gesehen, dann kann ich auch kein
Besitz erwerben. Felix muss es sehen und merken, dass es da ist. CORPUS auch nicht da er
keine sichere Möglichkeit des Sachzugriffs hatte (belebter Marktplatz  keine Übersicht)

Eigenbesitz und Fremdbesitz; Besitzmittlung und Besitzdienerschaft


 Eigenbesitz/Eigenbesitzwille  ANIMUS REM SIBI HABENDI oder ANIMUS
POSSIDENDI  eine Sache für sich haben zu wollen
 Fremdbesitzwille  ANIMUS REM ALTERI HABENDI  der Wille, eine Sache für einen
anderen innezuhaben / Gewaltfreier, der Sachherrschaft nicht mit Eigenbesitzwillen,
sondern für eine andere Person ausübt
 POSSESSOR (Besitzer) muss das CORPUS nicht selbst ausüben. Er kann es durch die
Sachherrschaft eines anderen herstellen und aufrechterhalten. Der anderen hat die
Sache inne, will sie aber nicht für sich, sondern für den POSSESSOR beherrschen. Der
POSSESSOR ist dann mittelbarer Eigenbesitzer und der anderen unmittelbarere
Fremdbesitzer
Unterschied mittelbarer und unmittelbarer Besitzer
 Mittelbarer Besitzer = Sachgewalt oder auch Sachherrschaft ist nicht bei ihm
 Unmittelbarer Besitzer = Sachgewalt ist bei ihm
 Sachgewalt= die Sache befindet sich bei demjenigen, in seiner Gewalt

Gewaltfreie Inhaber: Besitzmittler=Detentoren


Ist andere Person gewaltfrei  Detentor/Besitzmittler. Typische Detentoren sind Mieter,
Pächter, Verwahrer…  Fremdbesitzwillen

Gewaltunterworfener Inhaber: Besitzdiener


Ist andere Person dem POSSESSOR gewaltunterworfen (Sklave, Hauskinder, Ehefrau in
MANUS-Ehe)  nicht Detentor sondern Besitzdiener  „verlängerte Hand“ seines
Gewalthabers

Bedient sich ein Gewalthaber als POSSESSOR nun seiner „verlängerten Hand“, dann
erscheint der Besitz ihm nicht vermittelt, sondern als unmittelbar. Nimmt der Besitzer die
Sachherrschaft nicht mittels eines anderen Gewaltfreien, sondern selbst oder durch einen
Besitzdiener wahr, dann hat er unmittelbaren Eigenbesitz. Hingegen ist der Besitz des
POSSESSOR bei Detention bloß ein mittelbarer, der Detentor hat dabei unmittelbaren
Fremdbesitz.
Fehlerfreier (echter) Besitz: IUSTA POSSESSIO
Voraussetzung für den Interdiktenschutz (verhindern drohenden oder regeln bereits
ausgebrochenen Streit zwischen zwei Personen um seine Sache  zu Gunsten des
fehlerfreien Besitzers):
 IUSTA POSSESSIO  fehlerfrei besitzt, wer die Sache von der anderen Streitpartei
nicht durch Gewalt – NEC VI - , nicht durch heimliches Entziehen – NEC CLAM – und
nicht zum Prekarium (Bittleihe) – NEC PRECARIO – erhalten hat

Geschützt wird der fehlerfreie Besitzer durch Interdikte, die Gewaltanwendung gegen ihn
verbieten (prohibitorische Interdikte), sowie durch solche, die dem Gegner die Rückgabe der
auftragen (restitutorische Interdikte). Der fehlerfreie Besitzer darf Gewalt mit Gewalt
abwehren, wenn zum Beispiel ein anderen ihm sein POSSESSIO wegnehmen will 
Besitzwehr.

Rechtmäßiger Besitz
Liegt vor, wenn der Besitz auf Grund einer IUSTA CAUSA erlangt wurde. IUSTA CAUSA in
diesem Sinn ist jedes auf Übereinigung abzielende Geschäft z.B. Kauf, Schenkung, Darlehen.
POSSESSIO kann aufgewertet werden:
 Hat POSSESSOR die Sache auf Grund einer IUSTA CAUSA TRADITIONIS vom befugten
Veräußerer tradiert (überliefert, weitergegeben) erhalten  zugleich Eigentümer
einer Sache geworden
 Eigentumserwerb (Eigentümer) durch USUCAPIO

FURTUM – Diebstahl
Wer sich unbefugt und in Bereicherungsabsicht einer fremden, beweglichen Sache
bemächtigt, begeht ein FURTUM. Dieb=FUR  Bereicherungsabsicht – DOLUS. Ohne DOLUS
kein FURTUM. Der bloße Willensentschluss, sich unbefugt einer Sache zu bemächtigen, ist
noch kein FURTUM  erst wenn dieser Wille durch ein äußeres Verhalten erkennbar wird,
liegt ein FURTUM vor. Kein FURTUM an unbeweglichen Sachen (Grundstücke und darauf
befindende Gebäude)

Diebstahlsklagen
 ACTIO FURTI  Recht auf Buße (Entschädigung)
 CONDICTIO FURTIVA  sachverfolgende Klage = der Dieb muss dem Bestohlenen die
gestohlene Sache zurückgeben oder deren Wert ersetzt  gegen Dieb auch geltend,
wenn er die Sache nicht mehr hat oder sie nicht mehr existiert ABER Dritte, die den
gestohlenen Gegenstand besitzen, können mit dieser Klage nicht belangt werden
S. 39 / Ü4
Animus möchte sofort haben und Corpus, weil Einigung über den Besitzvorgang in
Sachpräsenz (sie muss die Statue nicht anfassen). Besitzerwerb durch Einigung in
Sachpräsenz. Helene ist Eigenbesitzerin geworden. Stilo soll Besitz verwahren. Der
Verwahrer wird zum Fremdbesitzer = Verwahrungsvertrag gehe sie ein. Stilo fasst keinen
Eigenbesitzwillen. Detentoren sind z.B. Mieter, Pächter oder Verwahrer. Stilo hat Sachgewalt
und ist der unmittelbare Fremdbesitzer. Sie bleibt Eigenbesitzer aber bekommt die
Sachgewalt vermittelt und ist mittelbare Besitzerin. Freie Gewaltfreie können nur
Fremdbesitzer sein. Fremdbesitzer = Besitzvermittler. Wäre Stilo gewaltunterworfener dann
ist er Besitzdiener. Sklave vs. Kinder = Sklaven sind unfrei und Kinder freie. Bei freie gibt es
gewaltfreie und gewaltunterworfene z.B: Hauskinder sind gewaltunterworfene. Keine Frage
der Geschäftsfähigkeit. Gewaltunterworfene egal ob frei oder nicht sind Besitzdiener,
werden als verlängerte Hand angesehen und gar nicht als eigene Person, für diesen Zweck
und können kein Besitz erwerben. In den drei Tagen ist sie mittelbare und er unmittelbarer
Besitzer und danach ist sie unmittelbare Besitzerin. Wenn Stilo Eigentümer wäre, dann wäre
das Eigentum am Anfang schon übergegangen.

S. 42 / Ü9
Ramses ist unmittelbarer Eigenbesitzer. Juno ist Fremdbesitzerin und sie übt die
unmittelbare Sachgewalt aus. Sie übt sie nicht für sich aus die Sachgewalt, sondern für
Ramses. Die Sachgewalt wird durch Juno vermittelt und so hat Ramses mittelbaren Besitz.
Tiro zeigt seinen Animus, dadurch das er die Sache haben will und Corpus, weil er es nimmt
und dadurch wird er zum unmittelbaren Eigenbesitzer und nimmt die Sachherrschaft an sich.
Am Markt verkauft Tiro das Pferd an Vibia, diese zeigt ihren Animus durch den an-sich-
nehmen des Pferdes und hat somit auch die Sachherrschaft. Nun ist Vibia Eigenbesitzerin
und hat die unmittelbare Sachgewalt. Für den Traditio scheitert es hier an den Punkt Eins
und zwar ist der Vormann Tiro nicht Eigentümer und dadurch ist der Eigentümer noch immer
Ramses.
Klagemöglichkeiten:
 Ramses gegen Vibio  rei vindicatio
 Ramses gegen Tiro  actio furtiva
 Ramses gegen Tiro  condictio furtiva
Der Ramses könnte erst den Tiro klagen (er kann nur die Person klagen, die die Sache hat)
und dann Vibia und sie müssten die Sache hergeben
Besitzerwerb plus ÜF (S. 52 / ÜF 11)
Originärer und derivativer Besitzerwerb

Originär: Der Besitz wird unabhängig vom Willen eines bisherigen Besitzers erworben. Sei es,
dass die Sache in niemandes Besitzes ist (OCCUPATIO) oder, dass sie ihrem Besitzer
weggenommen wird (USUCAPIO).

Derivativ: Besitz wird im Zusammenwirken mit einem Vormann erlangt  Erwerber


übernimmt vom Vormann die Sachherrschaft und erlagt damit Besitz. (TRADITIO)

Unterschied Verpflichtungsgeschäft und Verfügungsgeschäft


Verpflichtungsgeschäft: Schuldner wird zu einer Leistung verpflichtet; man geht einen
Vertrag ein und verpflichtet sich zu etwas. Leistungspflichten zwischen Gläubiger und
Schuldner. Zustandekommen des Geschäfts setzt die Willensübereinstimmung von beide
Parteien voraus. Beispiel: Kaufvertrag

Verfügungsgeschäft: Rechtsgeschäfte, durch das ein Recht übertragen, belastet, geändert


oder aufgehoben wird z.B. Besitzerwerb

Besitzerwerb SOLO ANIMO  ANIMUS sticht hervor, aber CORPUS muss trotzdem da sein
TRADITIO BREVI MANU (Übergabe kurzer Hand):
Geschäft zwischen Detentor und Possessor  Possessor gibt seinen ANIMUS REM SIBI
HABENDI auf und übergibt die Sache dem Detentor und er fasst Eigenbesitzwillen.
Detentionsverhältnis ist schon am Anfang da (Erwerber hat Gegenstand schon) und so ist
CORPUS schon erfüllt.
Drei Varianten:
 A leiht B eine Sache
 A vermietet eine Sache an B
 A hinterlegt eine Sache bei M
A und B schließen Kaufvertrag  B muss die Sache jetzt nicht wieder an A zurückgeben,
damit A Sache wieder an B gibt, sondern die Sache bleibt gleich bei B  durch Kaufvertrag
erwirbt B nicht nur Besitz, sondern auch Eigentum

CONSTITUTUM POSSESSORIUM (Besitzkonstitut):


Erwerber hat weder die Sache bei sich, noch empfängt er sie unmittelbar. Erwerber fasst
ANIMUS REM SIBI HABENDI hinsichtlich einer Sache, der er nicht innehat, und mit dem
Possessor oder Detentor übereinkommt, dass ihm dieser künftig als Detentor die
Sachherrschaft vermittelt.
Besitzerwerb durch gewaltunterworfene Personen:
Zwei Möglichkeiten, wie man diese Personen ausstatten kann, damit sie den Besitz
erwerben:
 Iussum  Befehl oder Ermächtigung, drücke damit animus rem sibi habendi aus,
corpus durch gewaltunterworfene Person für dominus geschaffen
 Peculium  Sondervermögen, welches der Gewalthaber dem Gewaltunterworfenen
zur selbstständigen Bewirtschaftung überlässt / Vermögenswerte, die an Sklave oder
Hauskinder gegeben werden, um mit ihnen für den pater familia selbstständig zu
wirtschaften  pater familia = generell-abstrakte Erwerbswille und erwirbt Besitz,
corpus durch gewaltunterworfene Person für dominus geschaffen  pater familia
erwirbt an allem Besitz, dass der Sklave oder Hauskinder durch peculium erwirbt.
Dominus oder pater familia haftet für alle Geschäfte, die die gewaltunterworfene
Person macht.

Besitzerwerb durch gewaltfreie „Stellvertreter“:


Besitzerwerb durch einen Freien ist grundsätzlich nicht möglich.
Ausnahmen durch bestimmte freie Personen, die als direkte Stellvertreter wirken:
 CURATOR: Beistand für einen Geisteskranken oder einen Verschwender, erwirbt
direkt
 TUTOR: Vormund für einen Unmündigen, erwirbt direkt
 PROCURATOR: Vermögensverwalter, erwirbt direkt für seinen Herrn  meist ein
freigelassener Sklave, der seinem Herrn auch rechtlich verpflichtet bleibt

S. 52 / ÜF 11
Sie zeigt Anmius durch Iussum, Carus schafft Sachherrschaft bei Abholung  Sie erwirbt
Besitz, wenn Carus Pferd abholt, da iussum ihren Besitzwillen wiederspiegelt und Carus
corpus für sie erwirbt
Körperliches Naheverhältnis wird durch Ausritt nur verdichtet

S. 52 / ÜF 12
Besitzerwerb durch gewaltunterworfene Person
Besitzerwerb an Gewalthaber prüfen und animus und corpus prüfen
Gripus hat einen Iussum und dadurch hat Felix animus aber nur an den Flötisten und bzgl.
Harfenisten hat er keinen animus und dadurch auch keinen Besitz. Corpus durch den
Besitzdiener. Nachträgliche zeigen des animus nennt man rati habitio und jetzt zeigt Felix
seinen animus. Unklar ob Besitz ex tunc oder ex munc  leichter wenn rati habitio ex tunc
b) Nein, da peculium abstrakten Besitzwillen wiederspiegelt
c) Zuerst erwirbt Gripus als gewaltfreie Person Besitz (und Eigentum) und erst wenn er Vater
übergibt dann würde Vater Besitz erwerben und Eigentum. Kein Besitzerwerb durch
gewaltunterworfene Person aber als gewaltfrei schon

S. 53 / ÜF 14
Daphne ist zu Beginn unmittelbare Eigenbesitzerin  hat animus und corpus und dadurch
gewollte faktische Sachherrschaft. Eros wird durch die Leihe des Wagens unmittelbarer
Fremdbesitzer (Daphne wird mittelbare Eigenbesitzerin) und hat auch die unmittelbare
Sachgewalt aber übt sie für die Daphne aus und vermittelt ihr die Sachgewalt da
Fremdbesitzer. An Geburtstag schenkt sie ihm den Wagen. Eros erwirbt Besitz, da er durch
sein Einverständnis seinen neugefassten Besitzwillen kundtut, corpus hat er schon durch die
Leihe (Besitzerwerb = solo animus). Eros ist nun unmittelbarer Besitzer und Eigentümer, da
Daphne ihren Eigenbesitzwillen aufgibt und Eros den Wagen derivativ erwirbt.
Fremdbesitzer Eros wird zum Eigenbesitzer  Übergabe aus kurzer Hand
Publizität fällt weg, für Dritten nicht erkennbar, ob Daphne oder Eros Eigentümer
Traditio hervi mano

S. 54 / ÜF 15
Nike unmittelbare Eigenbesitzerin. Durch traditio Orion nun unmittelbarer Eigenbesitzer.
Rames fungiert als verlängerte Hand  Orion bleibt weiterhin unmittelbarer Eigenbesitzer.
Pius erkennt seinen Ochsen wieder und überzeugt Orion davon, dass der Ochse ihm gehört
 dh Nike war gar nicht Eigentümerin. Orion ändert Eigenbesitzwillen in Fremdbesitzwillen
und das erkennt man dadurch, dass er den Ochsen mieten will. Pius fasst mittelbaren
Eigenbesitzwillen (animus), weil er keine Sachgewalt hat. Für einen Besitzerwerb fehlt der
corpus, aber durch Orion hat Pius dann corpus

S. 54 / ÜF 16
Kassandra wird unmittelbare Eigenbesitzerin, weil sie anmius ren sibi habendi und corpus
(körperliches Naheverhältnis) hat. Kassandra gewaltfreie Person und daher gibt es keinen
Besitzerwerb. Japyx bittet Kassandra etwas zu tun  Mandat und als Auftragnehmer
Mandat auszuführen und das erlangte herauszugeben. Schuldrechtliche ist sie verpflichtet
das erlangte herauszugeben. Sie fragt ob sie mieten darf  sie bleibt unmittelbar und sie hat
jetzt einen animus rem ….. habendi einen Fremdbesitzwillen. Japyx fasst jetzt einen
Eigenbesitzwillen. Er ist jetzt mittelbarer Eigenbesitzer und Eigentümer als er das Grundstück
betritt

Besitzerhaltung, Besitzverlust
Allgemeines
An entflohenen Sklaven und an unbeweglichen Sachen kann Besitz sogar ohne CORPUS, also
SOLO ANIMO, zweitweise aufrechterhalten werden. POSSESSIO einer Person entweder mit
oder gegen ihren Willen beendet werden. Freiwillig durch Übertragung auf einen anderen
(TRADITIO) oder durch einseitige Aufgabe. Wenn jemand Besitz aufgibt, gibt er aber nicht
gleichzeitig auch Eigentum auf. Unfreiwillig wenn Besitz tiefgreifend gestört wird (gestohlen
oder gewaltsam entzogen). Wer unfreiwillig Besitz verliert, behält zumeist Eigentum.

SERVUS FUGITIVUS  entflohener Sklave  Obwohl Herr seine faktische Macht über
Sklaven verliert, behält er Besitz an ihm und auch Ersitzung setzt er fort, solange bis ein
Dritter den flüchtigen Sklaven in Besitz nimmt. Herr verliert POSSESSIO, an Dinge die der
Sklave mitnimmt, nicht. Erwerbsakte des SERVUS FUGITIVUS so behandelt, als geschähen sie
im Rahmen eines Pekuliums  Herr haftet für alle Erwerbsgeschäfte des entflohenen
Sklaven. Wenn Dritter im guten Glauben Besitz an den Sklaven erwirbt  Sklave kann für
neuen POSSESSOR Besitz erwerben. Wenn aber im schlechten Glauben, dann nicht.

Bewegliche Sachen  Besitzerhaltung nur bei aufrechter CUSTODIA


Unbewegliche Sachen  Besitzerhaltung SOLO ANIMO möglich  zwei Varianten:
POSSESSIO mit Besitzmittler oder Besitzdiener oder POSSESSIO ohne

Besitzerhaltung und Besitzverlust bei beweglichen Sachen


An beweglichen Sachen bleibt Besitz aufrecht, solange POSSESSOR Sachherrschaft hat.
CORPUS wird bei Besitzerhaltung an beweglichen Sachen mit dem Ausdruck CUSTODIA
bezeichnet. CUSTODIA  wenn jemand eine Sache so beherrscht, dass er sie jederzeit
eigenhändig ergreifen oder in seiner unmittelbaren Einflusssphäre bringen könnte. An
verlegte Sachen besteht CUSTODIA und damit der Besitz fort. SERVUS FUGITIVUS siehe oben.

Besitzerhaltung und Besitzverlust bei unbeweglichen Sachen ohne Besitzmittler oder


Besitzdiener:
Besitzerhaltung an unbeweglichen Sachen entweder durch CORPORE ET ANIMO oder SOLO
ANIMO. Wenn A unbefugt und in Bemächtigungsabsicht Grundstück des POSSESSOR B
besetzt, hat er ANIMUS und CORPUS wird aber nicht sofort Besitzer  Wenn B sich der
Sache wieder bemächtigt, dann bleibt B Besitzer  Wenn B auf einen
Wiederbemächtigungsversuch verzichtet oder scheitert, dann wird A Besitzer.

Besitzerhaltung und Besitzverlust bei unbeweglichen. Besitzmittler oder Besitzdienern


anvertrauten Sachen:
Wenn Besitzmittler oder Besitzdiener Sachherrschaft, an die ihn anvertrauten Sache,
beendet  POSSESSOR verliert Besitz vorerst nicht
 Wenn Besitzmittler/Besitzdiener stirbt oder vom Grundstück fortzieht, erhält der
Besitzer seinen Besitz SOLO ANIMO aufrecht.
 Wenn B/B geisteskrank werden oder Sachherrschaft durch andere ausüben (z.B.
untervermieten), ändert sich POSSESSIO nicht.
 Werden B oder B gewaltsam vertrieben, dann geht POSSESSIO verloren

Eigentum
Eigentum: Recht eine Sache für sich zu haben. Als Besitzer will man eine Sache für sich
haben, als Eigentümer aber darf man es.

ziviler (quiritischer) Eigentümer (nur mit MANCIPATIO) kann mit REI VINDICATIO klagen
bonitarischer Eigentümer  klagt mit ACTIO PUBLICIANA

Eigentum und beschränkte dingliche Rechte


Vollrecht  Der Eigentümer und nur er, darf seine Sache beherrschen
Beschränkte dingliche Recht  Gewährt Berechtigten eine beschränkte Nutzung einer
Sache, die einem anderen gehört  IURA IN RE ALIENA (Rechte an einer fremden Sache).
Bestehen beschränkte dingliche Rechte an einer Sache, so darf der Eigentümer die Nutzung
der Sache durch die beschränkt dinglich Berechtigten nicht verhindern. Besteht kein
beschränktes dingliches Recht so darf der Eigentümer andere Personen von der Nutzung
ausschließen.
Welches gibt es?  SERVITUS (Dienstbarkeit), ACTUS (Dienstbarkeit des Viehtriebs), PIGNUS
(Pfandrecht), SUPERFICIARIUS (Baurechtsberechtigte)

Befugnisse des Eigentümers:


 Sache zu benützen und andere an der Benützung der Sache zu hindern
 Früchte aus einer Sache zu ziehen  Früchte= wiederkehrende Erträgnisse, die aus
einer Sache gewonnen werden (z.B. Obst und Gemüse, aber auch Mietzins)
 Darf die Sache verändern, verarbeiten und auch zerstören (die Substanz ist gemeint)
 Ist befugt, andere Personen beschränkte dingliche Rechte einzuräumen
 Kann Eigentumsrecht einem anderen zu übertragen
 Verfügungsbefugnis  Eigentumsrecht an seiner Sache einem anderen Ermächtigten
übertragen
 Dominus hat das Recht, seinen Sklaven freizulassen

Grenzen der Befugnisse:


 Eigentümer hat für seine Sache eine gewisse Verantwortlichkeit  muss drauf
achten, dass niemand durch seine Sache Schaden nimmt

Eigentumserwerb
Ich übertrage durch ein Verfügungsgeschäft jemand anderen das Eigentum an einer Sache 
derivativer Eigentumserwerb
Eigentumserwerb kann auf verschiedene Arten erfolgen.

Drei Tatbestandsgruppen:
 Übereignungsgeschäfte
 Ersitzung
 „natürlichen“ Erwerbsarten
Eigentumserwerb leitet sich entweder vom Recht des Vormannes ab (derivativ) oder er ist
ursprünglich (originär).

Eigentumserwerb durch Übereignungsgeschäft


Eigentum kann vom Eigentümer mittels Rechtsgeschäft auf den Erwerber übertragen
werden. Verfügungsgeschäft wird zwischen Verkäufer und Erwerber abgewickelt.
Mehr Rechte als dem Veräußerer zustehen, kann der Erwerb nicht bekommen  Niemand
kann mehr Rechte übertragen, als er selbst hat! Wohl aber weniger!

3 Typen von Übereignungsgeschäft (Rechts des Vormannes  derivativ):


 TRADITIO: causales Geschäft  Eigentumsübergang muss auf einen Grund (causa)
beruhen  4 cause: Kaufvertrag, Schenkung, Mitgift, Darlehn. Eigentumsübertragung
nur an RES NEC MANCIPI (bewegliche Sachen außer RES MANCIPI)
 MANCIPATIO  abstraktes Geschäft  Eigentumsübergang oder Vollzug des
Geschäftes bedarf einer bestimmten Form aber ich brauche keine IUSTA CAUSA für
den Eigentumsübergang. Vom nichtberechtigten Veräußerer kann man durch
Manzipation kein Eigentum erwerben  Wenn dies geschieht, dann kann der
berechtigte Veräußerer mit CONDICTIO verlangen, dass ihm Sache oder deren Wert
zurückgegeben wird
o RES unterscheiden in RES MANCIPI und RES NEC MANCIPI
o RES MANCIPI  Grundstücke, Sklaven, Rinder, Pferde, Esel
 IN IURE CESSIO  abstraktes Geschäft. Anders als die Manzipation erfasst sie
allerdings auch RES NEC MANCIPI

Eigentumserwerb durch Ersitzung – USUCAPIO (originäre Erwerbsart)


Wer eine Sache vom Nichtberechtigten bekommen hat, wird durch eine bestimmte Zeit
andauernden Besitz, ihr Eigentümer. Ist derivativer Eigentumserwerb misslungen, dann kann
USUCAPIO dem Empfänger zustattenkommen. Immer zuerst TRADITIO prüfen und schauen,
an was es gescheitert ist.
Zwei Arten der USUCAPIO:
 Vormann war nicht Eigentümer
o rechtlicher Mangel beim Vormann, aber wenn die Voraussetzungen passen
dann, nach bestimmter Zeit, Eigentümer
 TRADITIO scheitert an der CAUSA  Formmangel
o Mangel an der Geschäftsfähigkeit kann mit USUCAPIO behoben werden
o Nur wenn an Geschäftsfähigkeit des Veräußerers scheitert, kann Mangel
behoben werden
 Wenn es an beiden scheitert, dann keine USUCAPIO
 An POSSESSIO darf es nie scheitern

Voraussetzungen:
 RES HABILIS (ersitzungsfähige Sache)  RES EXTRA COMMERCIUM (Sachen
außerhalb des Privatrechtsverkehrs stehen) und RES FURTIVA (gestohlene Sache)
sind kein RES HABILIS
 TITULUS (Rechtsgrund) 
 BONA FIDES (guter Glaube)  Schlechter Glaube schadet nachträglich nicht!
 POSSESSIO
 TEMPUS (Ersitzungsfrist)  1 Jahr bei beweglichen Sachen und 2 Jahre bei
unbeweglichen Sachen  während der Zeit bin ich Ersitzungsbesitzer  dadurch
habe ich gegen jeden Dritte eine Klage = ACTIO PUBLICANA aber nicht gegen den
wahren Eigentümer. Bloße Besitzer hat keine Klagemöglichkeiten
o Der echte Eigentümer bekommt dadurch eine Chance, seine Sache
zurückzuholen
S 98 / ÜF 23
Verfügungsgeschäft: traditio, weil causa (Kaufvertrag)
Die drei Punkte (berechtigter VM, causa und possessio) sind erfüllt. Besitzerwerb durch
gewaltunterworfene Person, indem Fall der Sklave Solon. Animus, weil iussum und corpus
durch Besitzdienerschaft (in dem Moment, wo Solon Vase abholt  Juno erwirbt Besitz
Tiro wird Besitzer, als er die Vase stiehlt. Dadurch hat Juno keine Sachgewalt und keinen
corpus und ist keine Besitzerin mehr aber sie ist noch Eigentümerin.
Klagemöglichkeiten: Als Eigentümerin hat sie die Eigentumsklage (rei vindicatio) und actio in
rem (Klage auf die Sache). Alternative: Juno hat auch eine Schuldrechtlicheklage  nur
gegen bestimmte Person (Dieb) dabei ist es egal, ob der Dieb die Sache noch hat oder nicht
 condicio furtiva, acitio in personna. Verurteilung erfolgt immer auf Geld

ÜF 24
Hat Ufens Eigentum erworben? Ja, weil Secundus Eigentümer ist und Eigentum übertragen
kann, das Verfügungsgeschäft passt für eine res mancipi. Kaufvertrag nicht wichtig, weil in
iure cessio.
Secundus hat condictio  es gibt kein Schuldverhältnis  Ungerechtfertigte
Vermögensverschiebung. Actio in personna. Keine rei vindicatio, weil kein Eigentümer mehr.
Variante: Bei traditio fehlt dann causa und er Secundus hätte rei vindicatio

ÜF 25 / S. 99
Eigentumserwerb an Göttin Diana: Verfügungsgeschäft traditio wird überprüft.
Voraussetzung eins und zwei passen. Dritte Voraussetzung (possessio) gibt es keine, weil er
keinen corpus hat hinsichtlich Diana. Somit hat er an Diana nicht Eigentum erworben
An zweite Göttin auch kein Eigentum, aber er hat Besitz. Kein Eigentum, weil keine causa
(Kaufvertrag). Hier würde es an der causa scheitern. Besitz, weil in dem Moment, wo er die
Göttin übernimmt hat er causa und corpus.

ÜF 26
Schenkung oder Darlehn wurde nicht besprochen. Nur wenn Eigentum nicht an Europa
überging, hat Gripus Anspruch auf Erbe. Nach Ulpian gelöst  mit der Übergabe ist kein
Eigentum übergegangen mangels causa und Gripus kann das Geld von Europa vindizieren
Julius  Eigentum würde übergehen. Felix wollte im Zeitpunkt der Übergabe Eigentum
übergeben (zumindest als Darlehn). Europa auch mit Darlehn einverstanden. Gripus könnte
Geld nicht vindizieren, weil sie Eigentümerin ist
Was, wenn Europa das Geld bereits verbraucht hat? Gripus hat condictio

ÜF 27 / S.100
Eigentumserwerb durch TRADITIO überprüfen. Alle drei Voraussetzungen erfüllt  somit hat
Leo besitzt erworben aber Pferd ist RES MANCIPI  deswegen müsste Sache manzipiert
werden. Leo erwirbt deswegen bonitarisches Eigentum (die TRADITIO-Voraussetzungen
müssen erfüllt sein, wenn nicht dann USUCAPIO)  ACTIO PUBLICIANA gegen Thisbe gelten
gemacht werden und sie muss Sache herausgeben  nach einer bestimmten Zeit wird er
automatisch quiritischer Eigentümer. CONDICATIO FURTIVA und ACTIO FURTIV gegen Dieb
für Leo. Aber entweder ACTIO P. oder CONDICTIO nicht beides

ÜF 29 / S. 125
Ago glaubt originär Eigentum zu erwerben durch OCUPATIO, aber Grundstück ist nicht
herrenlos also keine OCUPATIO. Ago ist aber unmittelbarer Eigenbesitzer. Keine CAUSA
deswegen keine USUCAPIO. TRADITIO wird geprüft  es scheitert an berechtigen VM und
deswegen kann es Cara kein Eigentum übertragen. Wird Cara Ersitzungsbesitzerin? Ja, weil
alle 5 Voraussetzungen erfüllt sind (Voraussetzungen genau ausführen). Da Cara, die Sache
nicht 2 Jahre bei sich hat, kann Bellona die Sache verlangen und Cara muss das Grundstück
herausgeben.

ÜF 30 / S. 124
TRADITIO scheitert an causa, da Eros geschäftsunfähig ist  derivativer Eigentumserwerb
scheitert. USUCAPIO prüfen  iusta causa scheitert an einem Formmangel, wenn aber Flora
nichts von der Geschäftsunfähigkeit weiß, dann BONA FIDES und damit ist der Formmangel
behoben
a) jetzt nach einem Jahr ist sie zivile Eigentümerin und kann REI VINDICATIO stellen, unter
der Frist ACTIO PUBLICANA
b) Ersitzung kommt nicht zustande, weil es an der bona fides scheitern würde und so kann
der Mangel an der iusta causa nicht behoben werden
ÜF 31 / S. 126
TRADITIO scheitert an berechtigten VM. RES HABILIS und kein RES FURTIVA, weil sie es
irrtümlich verkauft. USUCAPIO prüfen  er wird Ersitzungsbesitzer. Er wird zum quiritischen
Eigentümer (Ersitzungsfrist läuft aus) und wenn Kassandra REI VINDICATIO einklagt, scheitert
sie, da sie keine Eigentümerin mehr ist.

ÜF 32
TRADITIO scheitert, weil Melitta nicht berechtigter VM. Ersitzung scheitert an RES HABILIS,
weil es RES FURTIVA ist, weil Melitta eine fremde Sache in Bereicherungssache verkauft. Pius
kann sie deswegen nicht besitzen. Eigentümer bleibt Orion.

ÜF 34 / S.127
Kaufe Sache vom Ersitzungsbesitzer. Die Ersitzungsfrist von 5 Monaten kann nicht
übertragen werden. Man beginnt wieder bei null. Aber bei der Erbschaft, kann man die
Ersitzungsfrist fortsetzten, aber wenn sie die Ersitzung verliert, muss sie bei der
Wiedererlangung von null beginnen.

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