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Fragenkatalog Teil II (bis Seite 63)

Frage 1
Weisung = „Befehl“

Der Bundeskanzler und die übrigen Mitglieder der Bundesregierung sind die Obersten
Organe der Verwaltung und untereinander nicht weisungsbefugt. Zwischen den Obersten
Organen besteht keine Über- und Unterordnung. Weisungen können nur an untergeordnete
Verwaltungsorgane getätigt werden. (Merken: Oberste Organe – Bundeskanzler,
Bundespräsident, Vizekanzler, Bundesminister). Dh. es kann keine Weisung erteilt werden.
Weisung muss nicht befolgt werden, wenn es von einem unzuständigen Organ kommt und
wenn es gegen ein Strafgesetz ist.

Frage 2

Die Bundesverwaltung oder Landesverwaltung übertragen den Gemeindeorganen Aufgaben.


Aufgabenbereiche, in dem die Gemeindeorgane frei von Weisungen staatlicher Organe
entscheiden, nennt man „eigenen Wirkungsbereich“. Allerdings unterliegt ihr Handeln der
Aufsicht durch Bundesorgane und Landesorgane. Es gibt aber auch Aufgabenbereich, wo die
Organe weisungsgebunden sind  „übertragenen Wirkungsbereich“. Territoriale
Selbstverwaltung  Gemeindeorgane sind grundsätzlich Weisungsfrei

Frage 3

Grundsätzlich ja, es kann beim Verwaltungsgerichtshof bekämpft werden aber es ist nicht
Teil der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Ordentliche Gerichtsbarkeit = Zivilrecht und Strafrecht

Frage 4

Da die Grundrechte Freiheit vom Staat garantieren, richten sie sich primär gegen den Staat.
Die Verfassung gewährleistet Grundrechte. Grundrechte sind Verfassungsrecht im formellen
Sinn. Es sind subjektive Rechte. Grundsätzlich frei vom Staat gegenüber der Vollziehung und
Verpflichten den Staat aber nicht einzelne Bürger.
4 Grundrechte:

Frage 5

Parteistellung (S.57)  Parteigehör, Akteneinsicht, Entscheidung des staatlichen Organs ist


ihnen zuzustellen und man kann Einfluss auf Entscheidungen haben
Auch juristische Personen können Parteistellung haben

Frage 6

1) Entscheidungsrelevante Sachverhalt ist zu ermitteln, dazu sind Beweise einzuholen


(Zeugenvernahmen, Gutachten, …)  Ergebnis der Beweisaufnahme unterliegt der
„Freien Beweiswürdigung“ (=das Gericht hat die, unter bestimmten Voraussetzungen
erhobenen Beweise, zu bewerten, ohne dabei formale Regeln zu beachten)
2) Parteiengehör  Die Parteien werden über das Ergebnis des Ermittlungsverfahrens
informiert und dazu Stellung zu nehmen
3) Ermittelter Sachverhalt ist rechtlich zu beurteilen

Frage 7

Verwaltungsrecht  AVG, Verwaltungsstrafrecht (Rechtsnormen die Verwaltungsstrafen


androhen), Allgemeines Verwaltungsrecht (Struktur der Verwaltung), Besonderes
Verwaltungsrecht (Materien Gesetze z.B. Universitätsgesetz)
AVG ist kein Verfassungsrecht

Frage 8

a) In dem Fall kann man rechtlich gesehen nichts tun  weil 6 Wochen zu kurz erst
nach 6 Monaten
b) Mit einem Bescheid, weil es individuell ist und konkret
c) Es ist unanfechtbar,

Frage 9

a) Grundrecht  verfassungsrechtliche gewährleistete subjektives Recht, schützt den


einzelnen vor dem Staat, gegen Staat gerichtet, unterstrichener Teil ist Eingriffsvorbehalt 
unter bestimmten Umständen kann eingegriffen werden
Ausgestaltungsvorbehalt  z.B. Vereinsgesetz  wie das Grundrecht ausgestaltet ist
b) formellen Sinn, weil die Gesetzgebung mit den höheren Koren stattfand und es als
Verfassungsgesetz gekennzeichnet ist
c) Nein, weil keine der Ausnahme zutrifft und der Eingriff ist nicht verhältnismäßig (S.51)
d) Verfassungsgerichtshof  Nein, weil der Eingriff nicht verhältnismäßig ist  liegt im
Interesse der Allgemeinheit aber ist nicht das gelindeste Mittel

Frage 10

a) Weisungen sind individuell-konkrete oder generell-abstrakte verwaltungsinterne


Anordnungen von vorgesetzten Verwaltungsorganen an nachgeordneten.
b) Verordnungen richten sich an einen generellen Adressatenkreis und werden als
„Gesetze im materiellen Sinn“ bezeichnet. Ist wie ein Gesetz, das jeden
Gesetzunterworfenen bindet, deswegen „Gesetz im materiellen Sinn“.
Durchführungsverordnung und Verfassungsunmittelbare Verordnungen sind die zwei
wichtigsten.
c) Akte der unmittelbaren verwaltungsbehördlichen Befehls- und Zwangsgewalt sind
Rechtsakte, die ohne besonderes Verfahren gesetzt wurden. Beispiel: Festnahme,
abschleppen.
d) Im Zuge der Privatwirtschaftsverwaltung schließen Behörden privatrechtliche
Verträge; dabei sind sie an Grundrechte gebunden, man spricht in dem
Zusammenhang von Fiskalgeltung. Beispiel: Mietvertrag
e) Bescheide sind Rechtsakte an individuelle Adressaten; es gibt folgende drei Arten:
Leistungs-, Rechtsgestaltungs- und Feststellungsbescheide. Sie können mittels
Beschwerde bei einem Verwaltungsgericht bekämpft werden (Art 130 Abs 1 Z 1 B-
VG). Ob diese an eines der Länder oder das des Bundes zu erheben ist, ergibt sich
grundsätzlich aus der Kompetenzverteilung. Beispiel: Verleihung der
Staatsbürgerschaft (Rechtsgestaltungbescheid), Steuerbescheid (Leistungsbescheid)

Frage 11

Gar nicht, weil Organstrafverfügung und man muss bezahlen sonst 

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