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DIE AUDIOVISUELLE METHODE

- Seminarleiter: M.A Trần Tuấn Anh

- Referent*Innen:
+ Trương Bội Tâm Uyên
+ Hoàng Xuân Thiên
+ Huỳnh Hoài Hương
+ Nguyễn Thị Thảo Uyên

- Datum: 19.10.2021
I. THEORETISCHE GRUNDLAGEN:
1. Begriffsbestimmung
- Die audiovisuelle Methode (AVM) stellt eine Weiterentwicklung der ALM und
der DM dar.

- Die optischen Anschauungsmaterialien werden parallel mit Dialogen verwendet.


- “Audio-visuell” ist aus 2 Wörtern lateinischen Ursprungs zusammengefügt
● lat.audire = “hören” => “Hör - Seh Methode”
● lat.videre = “sehen”

- Zeitlich parallel zur Entwicklung der ALM in den USA entstand in Frankreich die
AVM. Von der amerikanischen Entwicklung war die AVM allerdings
unbeeinflusst.

2. Prinzipien der AVM


a. Die ähnlichen Prinzipien wie ALM
- Viele Prinzipien sind ähnlich wie bei ALM: Priorität (1) des Hörens und des
Sprechens, Ausklammerung(2) der Muttersprache, Integration der Grammatik in
Alltagsdialogen, Üben durch Imitation des Muttersprachlers, Automatisierung des
sprachlichen Verhaltens zur Gewohnheit.

b. Typische Merkmale der AVM


- Charakterische Merkmale der AVM sind: Unterschiedliche visuelle Elemente
(Dias, Diarollen, Figurinen) bzw. optische Anschauungsmaterialien werden im
Unterricht eingesetzt..

- Bilder und Bilderfolgen werden nicht nur zur Bedeutungsvermittlung bei der
Sprachaufnahme (Einführung) eingesetzt, sondern ebenfalls bei der Sprach-
verarbeitung (Übung) und der Sprachanwendung (Transfer).
- Bei der AVM spielen der Kommunikationspartner, der Kontext und die Umstände
eine sehr wichtige Rolle. Zudem werden die Intonation (3) der Rhythmus und die
Betonung beachten.

3. Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen ALM und


AVM
a) Ähnlichkeiten
- Sprachkönnen statt Sprachwissen
- Einfache Modellsätze (pattern drills)
- Sprachenlernen als einen Habituationsprozess(4)
- Durch mehrmals wiederholen
- Auswendig lernen
- Technische Hilfsmittel im Unterricht verwenden
b) Unterschiede
Materialien Situationen Ziele
ALM Der Einsatz von Bildern Das Kommunizieren Dialoge gelten als
ist, dass sie nie in einer das wichtigste
eindeutig verwendbar authentischen(6) Versmittlungsinstru
sind. Situation wird ment.
vernachlässigt(7).

AVM Der gleichzeitige Der lebendige Vermittlung der


Einsatz von soziale Kontext originalen
akustischem(5) und spielt bei der AVM Situation,
visuellem Material. eine sehr wichtige Visuelle
Rolle. Hilfsmittel zur
Bedeutungsver
mittlung,
landeskundlich
e Anschauung.

II. PRAXISBEZOGEN:
1. Lehrstoffprogression (nach ALM)
- Die Grammatikprogression geht vom Einfachen zum Schwierigen.
- Texte und Situationen spielen eine sehr wichtige Rolle dabei, Grammatik zu
vermitteln.
- Grammatik wird als "Struktur” bezeichnet, denn die Beherrschung der Grammatik
ist nicht das Ziel dieser Methode.
- Der Phonetik ist auch ein wichtiger Teil in dieser Methode, denn ALM
konzentriert sich auf Sprech-und Hörfertigkeit
2. Lektionsaufbau (nach ALM)
- Die meisten Lektionen im Unterricht von dieser Methode sind nach einem
gleichen Lektionsschema angebaut:
Einführungsteil → Übungsteil → Landeskundeteil → Im Anhang(10)

Einführungste Übungsteil Landes- Im Anhang


il kundeteil

Situationsbild Satzbildungs-, Einsetz-/ Foto mit Grammatik


mit Dialog, Lücken-, Informationste (nach Lektion
dazu: kurze Umformungsübungen, xt (ohne geordnet),
Texte mit Dialogübungen Übungen und Wörterver-
Beispielsätzen, ohne Bezug zeichnis,
die das zum einsprachig und
jeweiligen Lektionsthe- alphabetisch (mit
Grammatik- ma) Hinweis auf
pensum Fundstelle in der
enthalten) Lektion)

3. Unterrichtsformen und Unterrichtsverlauf der AVM

4. Übun
gsfor
men
der
AVM
- Bei der
AVM
haben
die
meisten Übungen die Form eines Dialogs. Dabei enthält jeder Dialog und jede
Aufgabe Bilder und andere visuelle Hilfsmittel, die bestimmte Begriffe und
Äußerungen näher beschreiben, ohne komplizierte Erklärungen oder überflüssige
Übersetzungen zu geben.

- Typische Übungen dieser Methode sind immer mit Bildern verbunden, die den
Text bzw. die Sätze näher bestimmen. Auf diese Weise prägt sie sich der Lerner
viel leichter ein, was bei der Übersetzung in die Muttersprache nicht der Fall ist

5. Kritik
- Diese Methode ist vor allem starr und schematisch, weil alle Lerneinheiten in
gleicher Weise wiederholt werden. Außerdem gibt es darin zu wenig geeignete,
motivierende und altersspezifische Textmaterialien => Die Lernende sind schnell
ermüdend, denn es werden für Lerner keine Möglichkeit gegeben, sich
selbstständig sprachlich zu äußern.

- Die Situation in den Dialogen sind oft künstlich.

✤ WORTSCHATZ
1. e, Priorität : sự ưu tiên
2. e, Ausklammerung : sự loại trừ
3. e, Intonation : ngữ điệu
4. r, Habituationsprozess : quá trình xây dựng thói quen
5. akustisch : (thuộc) âm thanh
6. authentisch : xác thực, chân thực
7. vernachlässigen : bỏ bê, không chú ý
8. einbezogen : bao gồm
9. e, Simulation : sự mô phỏng
10. r, Anhang: phụ lục

✤ QUELLEN
Autorenkollektiv (1986): Unterrichtsmethoden und Unterrichtsverfahren. In: Henrici, G: Studienbuch:
Grundlagen für den Unterricht im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (und anderer
Fremdsprachen), S. 118-122.

Häusler, M. (2010) Die audiovisuelle Methode. Unveröffentlichtes Manuskript.


Helbig, G. (1986): Die audiolinguale Methode. In: Henrici, G.: Studienbuch: Grundlagen für den
Unterricht im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (und anderer Fremdsprachen), S. 125-130.

Henrici, G. (2001a): Die audio-visuelle Methode. In: Henrici, G./Riemer, C.: Einführung in die Didaktik
des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache mit Videobeispielen, Band 2, 3., unveränderte Aufl., S. 513-
515.

Heyd, G. (1991): Deutsch lehren: Grundwissen für den Unterricht in Deutsch als Fremdsprache. Frankfurt
am Main: Moritz Diesterweg.

Neuner, G./Hunfeld, H. (1993): Methoden des fremdsprachlichen Deutschunterrichts: eine Einführung.


Fernstudieneinheit 4. Berlin: Langenscheidt, S. 62-70.

Vgl. Palea, L. L., Die audiolinguale (ALM) und audiovisuelle (AVM) Methode
http://www.armyacademy.ro/biblioteca/anuare/2003/AUDILINGUALE.pdf
(Stand: 20. September 2021)

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