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Test 3 – S. 106-128 13.12.

2021

VWL & Marktsysteme

Güterarten unterscheiden können


Als Güter werden alle Mittel zur Befriedigung der Bedürfnisse bezeichnet.

Freie Güter unbeschränkt verfügbar und kosten nichts


® Luft, Sonnenstrahlen, Sand

Wirtschaftliche Güter beschränkt verfügbar, müssen produziert werden


® Materielle und Immaterielle Güter

Immaterielle Güter erzeugen einen Nutzen sind aber nicht körperlich


vorhanden (Dienstleistungen, Rechte, Lizenzen)
® Taxifahrt, Coiffeurbesuch, Filmrechte, Softwarelizenz

Materielle Güter greifbare Gegenstände wie Nahrungsmittel


® Investitionsgüter und Konsumgüter

Investitionsgüter werden für die Erstellung von Konsumgütern verwendet,


tragen indirekt zur Bedürfnisbefriedigung bei
® Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge, Geräte

Konsumgüter dienen zum Konsum


® Verbrauchs und Gebrauchsgüter

Verbrauchsgüter können nur einmal benutzt werden und werden beim


Konsum verbraucht
® Lebensmittel

Gebrauchsgüter können wiederholt benutz werden


® Bücher, DVD’s, Kleider

Wirtschaftliche Güter

Immaterielle Güter Materielle Güter

Konsumgüter Investitionsgüter

Verbrauchsgüter Gebrauchsgüter
Die Teilnehmer des erweiterten Wirtschaftskreislaufes und deren Aktivitäten kennen

Unterschied zwischen Planwirtschaft und Marktwirtschaft kennen.


Planwirtschaft
Die wirtschaftlichen Prozesse werden geplant und zentral gesteuert. Der Staat besitzt
alle Produktionsmittel und bestimmt, wer wann wie viel für wen herstellt.
ñ Kein Privateigentum, alles gehört dem Staat
ñ Staat setzt Preise Fest und plant Produktionsmenge
ñ Soll kein Gewinn für Einzelne geben, nur Gewinn für Staat

+ Markt zentral gesteuert, kein Reich und Arm, Ressourcen optimal genutzt
- Alles gehört dem Staat -> nicht in der Lage alles zu leiten, keine Arbeitsmotivation

Marktwirtschaft
Der Markt entscheidet über den Einsatz von Mittel. Private Haushalte und Unternehmen
entscheiden selbst, wann, wie und wozu sie ihre Mittel einsetzen.
ñ Der Staat greift nicht ein
ñ Mensch soll eigene Interessen verfolgen, so soll bestes Resultat für alle
entstehen
ñ Gibt Gewinn für Einzelne, andere gehen pleite und verarmen

+ Mehr Freiheit für Individuum, kann nach oben arbeiten, wer mehr leistet erhält mehr
- Grosse Differenz zwischen Arm und Reich, Entstehung Kartelle
Verhalten von Angebot und Nachfrage auf dem Markt beschreiben, wissen, was sie
beeinflusst & Preis-Mengendiagramm zeichnen können, Angebot und Nachfrage
nach Vorgaben verschieben.
P
Angebot A
Die Menge an Sachgütern oder Dienstleistungen die
von einem Anbieter auf dem Markt zum Verkauf P2
angeboten wird. Wenn der Preis hoch ist wird eine
grosse Menge angeboten wobei bei tiefem Preis P1
wenig angeboten wird.

M1 M2 M

Verschiebung der Angebotskurve P A2 A1


ñ Preise der Vorleistungen
Reduktion
(Produktionskosten) A A3
ñ Produktivität (z.B. Verbesserung durch P
Technologie) Erhöhung
A

ñ Preise von Ersatzgütern in Produktion


ñ Anzahl Anbieter (Verschiebung nach rechts
da mehr Anbieter anbieten, Angebot wird
grösser. M2 M1 M3 M

Nachfrage
Ist der Wille der Konsumenten, Sachgüter und
Dienstleistungen zu erwerben, um die Bedürfnisse P1
zu befriedigen. Menschen entscheiden ständig ob
sie etwas nachfragen oder darauf verzichten. Zu P2
tieferen Preisen wird mehr nachgefragt und bei
höheren Preisen weniger. Preisänderungen verändern
N
also das Konsumverhalten -> Gesetz der Nachfrage.

Verschiebung der Nachfragekurve M1 M2 M


Auslöser von Verschiebungen sind neben dem Preis P
noch andere:
ñ Einkommen der Käufer Erhöhung
N
ñ Anzahl Nachfrager
ñ Preis von ähnlichen Gütern (Substitutionsgüter) Reduktion
N

ñ Preis von ergänzenden Gütern


(Komplementärgüter) N3
ñ Vorlieben der Konsumenten (Präferenzen) N2 N1
M
Marktpreis als Begriff kennen, wissen wie er entsteht, Tauschgewinn berechnen
können P
A
Gleichgewichtspreis (Marktpreis)
Der Gleichgewichtspreis bildet sich an der Stelle, an

Tauschgewinn
der sich die Nachfrage und Angebotskurve schneiden. P
GG Marktgleichgewicht
Hier entspricht die angebotene Menge der
nachgefragten Menge.
Im Verlaufe der Zeit pendelt sich im Markt der Preis N
bei diesem Gleichgewicht ein.
MGG M
Tauschgewinn
Bei einem Handel zwischen Käufer und Verkäufer entsteht für beide einen Gewinn. Die
Summe dieser Gewinne oder die Differenz der Werte (Reservationspreise) ergibt den
Tauschgewinn.

Beispiel: Ein Verkäufer bietet sein Fahrzeug zum Verkauf an:

Wert (Res. Preis) Verkaufspreis Gewinn

Verkäufer 3000.- 4200.- 1200.-


Käufer 5000.- 4200.- 800.-

Tauschgewinn: 2000.-

Berechnung: Entweder mit Gewinnen ® 1200.- + 800.- = 2000.-


oder mit Wert (Res. Preis) ® 5000.- - 3000.- = 2000.-

Angebots- und Nachfrageüberschüsse anhand eines Beispiels in ein Diagramm


einzeichnen können und dessen Folgen beschreiben
Angebotsüberhang
Ein Angebotsüberschuss geschieht dann, wenn Anbieter mehr anbieten wollen als
Nachfrager nachfragen. Ein solcher Angebotsüberhang geschieht immer über dem
Gleichgewichtspreis. P
A
Dies geschieht beispielsweise bei Mindestpreisen. Angebotsüberhang
Für Unternehmen wird es attraktiver mehr zu Pm
Mindestpreis
produzieren da sie die Ware für mehr verkaufen
PGG
können. Kunden sind aber nicht mehr bereit die Ware
zu einem so hohen Preis zu kaufen. So gibt es ein zu
grosses Angebot für die Nachgefragte Menge. N

Mm MGG M
Nachfrageüberhang
Ein Nachfrageüberhang geschieht dann, wenn Nachfrager mehr nachfragen als
Anbieter anbieten. Ein solcher Nachfrageüberhang geschieht immer unterhalb des
Gleichgewichtspreises. P
A
Dies geschieht beispielsweise bei Höchstpreisen.
Durch die niedrigen Preise wollen Kunden mehr
Ware kaufen, für die Anbieter ist es jedoch nicht
PGG Nachfrageüberhang
attraktiv ihre Ware zu einem so tiefen Preis zu
verkaufen also produzieren und bieten sie weniger Ph
Höchstpreis
grosse Mengen an. N

MGG Mh M
Preiselastizität berechnen (Formel wird angegeben) und Folgen der Elastizität
einschätzen.
Die Elastizität der Nachfrage sagt aus, wie stak die Nachfrage auf eine Änderung des
Preises reagiert.
P
Unelastische Nachfrage
Die Prozentuale Mengenänderung ist kleiner als die
P1
prozentuale Preisänderung. Dies geschieht vor allem
bei Gütern, die nicht substituiert also ersetzt werden
können und auf die man stark angewiesen ist.
P2
® steile Nachfragekurve
Die Preiserhöhung hat also geringe Folgen der
N
Nachfrage. (Wert < 1)
M1 M2 M
Elastische Nachfrage P
Die Veränderung der Menge ist im Verhältnis grösser
als die Preisänderung. Dies geschieht vor allem bei
Gütern, die einfach durch Substitutionsgüter ersetzt
werden können oder darauf verzichtet werden kann.
P1
® flache Nachfragekurve
Eine Preisänderung hat starke Veränderung auf die P2
Nachfrage. (Wert > 1) N

M1 M2 M
Wissen, welche Güter eher preiselastisch und welche -unelastisch reagieren
Preiselastisch ñ Luxusprodukte wie Schmuck, teure Möbel etc.
ñ Reisen
ñ Substitutionsgüter
ñ Zeitungen
ñ Prestigegüter

Preisunelastisch ñ Grundnahrungsmittel
ñ Medikamente
ñ Benzin
ñ Wasser
ñ Güter ohne Alternative

Wichtigste wirtschaftspolitische Ziele des Staates kennen (magisches Vieleck) und


Zielkonflikte nennen.
Wirtschaftspolitische Ziele (Das magische Sechseck)
Stabiles Preisniveau
Hier geht es um die Stabilität des Geldwertes. Das Ziel ist es die Inflationsrate
möglichst gering zu halten.
Massnahmen: Geldmenge kontrollieren und Inflation verhindern

Intakte Umwelt
Emissionen regulieren und begrenzen
Massnahmen: CO2 Abgabe Steuer, Umweltgesetze, Gesetzliche Vorschriften

Gerechte Einkommensverteilung
Grosser Abstand zwischen Arm und Reich verringern wodurch der soziale Frieden
gesichert wird.
Massnahmen: Sozialhilfen, Progressives Steuersystem

Aussenwirtschaftliches Gleichgewicht
Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Importen und Exporten. Somit wird der
Wohlstand der Volkswirtschaft gesichert und die Zahlungsunfähigkeit eines Landes
verhindert.
Massnahmen: Wechselkurse stabil halten

Angemessenes Wirtschaftswachstum
Die Abschwächung konjunktureller Schwankungen und die stetige Erhöhung des realen
Bruttoinlandproduktes (BIP)
Massnahmen: Subventionen, Direktzahlungen, Investitionen

Vollbeschäftigung
Das Ziel ist ein hoher Beschäftigungsgrad und eine geringe Arbeitslosenquote
Massnahmen: Arbeitszeitregelung, garantiert Ausbildungsplätze, Bildungssystem
RAF, Arbeitsrecht

Zielkonflikte
Es ist unmöglich alle Ziele gleichzeitig zu erfüllen.

Konkurrierend
Stabiles Preisniveau – Wirtschaftswachstum
Konjunktureller Aufschwung führt zu einer erhöhten Inflationsrate, also zu einem
Anstieg von Preisen.

Stabiles Preisniveau – Vollbeschäftigung


Mit steigender Inflationsrate sinkt die Arbeitslosenquote

Intakte Umwelt – Wirtschaftswachstum


Unternehmen werden oftmals durch strenge Umweltvorschriften beschränkt. Um nicht
gegen die Gesetze zu verstoßen, müssen zusätzliche Investitionen und teure
Aufwendungen gezahlt werden was das Wachstum verhindert.

Wirtschaftswachstum – Gerechte Einkommensverteilung


Da der Staat möglichst wenig in ökonomische Abläufe eingreift, haben es Unternehmen
leichter, selbstständig und effizient zu arbeiten, was im Endeffekt auch der
Volkswirtschaft hilft. Auf der anderen Seite ist es für den Staat somit aber auch
schwieriger das Vermögen und Einkommen komplett gerecht aufzuteilen.

Komplementär – unterstützen einander


Wirtschaftswachstum – intakte Umwelt
Gewinne welche durch das Wirtschaftswachstum entstehen, können in eine intakte
Umwelt investiert werden wie z.B. Zukunftsenergien und Elektroautos. Solche
Entwicklungen sind erst durch Wachstum möglich.

Wirtschaftswachstum – Vollbeschäftigung
Durch Wirtschaftswachstum sinkt die Arbeitslosenquote

Indifferent – keine Auswirkungen aufeinander


Aussenwirtschaftliches Gleichgewicht – Vollbeschäftigung
Importe und Exporte haben keinen direkten Einfluss auf die Vollbeschäftigung des
Volkes

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