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Chemie Test 2 16.11.

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Chemische Elemente & ihre Atome


Namen, Symbole und Eigenschaften von Elementarteilchen
Die Elementarteilchen sind die sogenannten Bausteine der Atome.
Der Kern des Atoms besteht aus Protonen und Neutronen, die Hülle aus Elektronen.

Elementarteilchen Symbol Masse in kg Ladung


Proton P+ ~1u +1e
Neutron N0 ~1u Ungeladen/ neutral
Elektron e- ~5.5 × 10-4 u =1/2000 u -1e

ñ Atommasseneinheit u: 1 u = 1.66 × 10-27 kg / 1u = 1.66 × 10-24 g


Definition: 1u = 1/12 der Masse von Kohlenstoff C-12 (u für units)

Bezeichnung der Atome


Jedes Atom besitzt ein Symbol (X), welches mit Zahlen ergänz wird, die das Atom
charakterisieren.

Schreibweise für Nuklide, Ionen und Isotope


Die Anzahl Protonen in einem Atom bestimmt, um welches Element es sich handelt, die
Neutronenzahl kann jedoch variieren.

Nuklide: Ein Nuklid ist ein Atom mit einer bestimmten Protonen- und Neutronenzahl.

Isotope: Isotope sind Atome mit gleicher Protonenzahl aber unterschiedlicher


Neutronenzahl. Sie stehen im Periodensystem an selber Stelle uns dabei spricht
man von Mischelementen.
Ein Beispiel dafür ist Kohlenstoff -> es hat 3 natürliche Isotope (Mischelement)
Anzahl p+ und n0 Symbol

12
6 Protonen
6 Neutronen 6 C 98.8%
Gewogenes Mittel
der Atommasse im
13
6 Protonen
7 Neutronen 6 C 1.1% PSE:

12.011 u
14
6 Protonen
8 Neutronen 6 C Spuren

Ionen: Ionen sind geladene atomare Teilchen. Hier wird die Ladung oben rechts vom
Atomsymbol vermerkt. A und Z wird hierbei meist ignoriert.
Ionen sind keine Atome! Sondern atomare Teilchen.

Li+ Mg2+ Ci- O2-


}

}
Elektronenmangel Elektronenüberschuss
(Metalle) (Nichtmetalle)

Coulomb-Gesetz
Elemente bestehen aus Atomen mit derselben Proton- (p+) sowie Elektronenzahl (e-). Da sich
so die Ladungen der beiden gegenseitig aufheben, ist das Atom nach aussen elektrisch
neutral.
Ist dieses Gleichgewicht jedoch gestört, hat ein Stoff also mehr Elektronen als Protonen bzw.
umgekehrt, so ist er elektrisch geladen. Dabei wird zwischen positiver und negativer Ladung
unterschieden. Ungleich geladene Körper ziehen sich an und gleichgeladene stossen sich ab.
Ladungen üben immer Kräfte aufeinander aus. Diese Kraft wird elektrostatische Kraft genannt
und im Coulomb-Gesetz ausgedrückt.

Q *Q F = Kraft
Fe = 1 2 2 Q = Ladung* * Kleinste Ladung Q = Elementarladung e
-> 1e = +/- 1.6 * 10-19 Coulomb (C)
r r = Abstand der
Ladungsschwerpunkte

Die Kräfte sind umso grösser, je kleiner der Abstand zwischen den Ladungsschwerpunkten
sowie je höherer deren Ladung ist. (Eine Verdoppelung des Abstandes r führt zu einer
Vierteilung der Kraft Fe)

Struktur des Atoms nach Rutherford (Kern-Hülle-Modell)


Das Atom besteht aus einem kompakten Kern, der von einer ausgedehnten Hülle umgeben ist.
Kern Der Kern enthält alle Protonen und Neutronen und bestimmt die Masse des
Atoms. Die Anzahl Protonen entspricht der Kernladungszahl. (positiv geladen)
Hülle Die Hülle besteht aus negativ geladenen Elektronen, die beinahe massenlos
sind.
Rutherford Experiment
Er beschoss eine extrem dünne
Goldschicht mit a-Teilchen (2+
geladen & Masse 4u) welche von
radioaktivem Radium abgegeben
werden.
Auf einem Leuchtschirm hinter der
Goldfolie beobachtete Rutherford,
dass der Grossteil der a-Teilchen
ohne Ablenkung durch die Goldfolie
drangen. Dies zeigte, dass Atome
nicht kompakt sein konnten.
Diese Erkenntnis führte zu seinem
Kern-Hüllen-Modell.

Zerfallsarten der Atomkerne als Schema


a-Zerfall Nukleonenzahl -4, Ordnungszahl -2 Radium zerfällt zu Radon und einem Helium Ion
226
88 Ra ® 22862Rn + 24He 2+

b-Zerfall Nukleonenzahl bleibt, Ordnungszahl +1 Cäsium zerfällt zu Barium


-
137
55Cs ® 137
56 Ba + e

Aus dem Radioaktiver Zerfall entstehen immer 2 neue Stoffe. Der Endstoff der angestrebt wird
und etwas das übrig bliebt. Addiert man die Zahlen der beiden Stoffe ergibt sich der
Ausgangsstoff

Strahlenarten bei radioaktivem Zerfall


Radioaktive Elemente geben bei ihrem Zerfall ständig Strahlen ab. Diese Strahlen können dank
ihrer Ladung mit Hilfe eines Magnetes oder Elektrisches Feldes auseinandergedrückt werde.

a-Strahlen Sind doppelt positiv geladen (He2+) und können mit


einem Blatt Papier abgeschirmt werden. (m=4u)

b-Strahlen Sind negativ geladenen (-e/ +e Positronen) und werden


erst bei einer 0.5mm dicken Aluminiumfolie
abgeschirmt. (m=1/1886 u)

g- Strahlen Besitzen keine Ladung und werden somit vom


elektrischen Feld nicht betroffen. g-Strahlen sind
elektromagnetische Wellen mit extremkurzer
Wellenlänge. Je nach Nuklid variiert ihre Reichweite
und Durchdringungskraft. Diese Strahlen lassen sich
nicht vollständig abschirmen, sondern nur durch einen
dicken Bleiblock reduziert und gebremst. (m=0)

a- und b-Strahlen: Wenn ein Teilchen durch ein Material fliegt verliert es seine Energie jedes
Mal, wenn es von einem Teilchen des Materials abprallt.

g-strahlen: wenn ein Photon mit Elektron zusammenstösst gibt das Photon seine Ladung an
das Elektron ab. Wenn das Photon kein Elektron trifft geht es ungeschirmt durch das Material
hindurch
Zerfallsgesetz
Radioaktive Kerne zerfallen immer weiter, bis sie
sich in ein stabiles Nuklid umgewandelt haben.
Dieser Zerfall ist ein statischer Prozess wobei in
einer bestimmten Zeitspanne immer der gleiche
Anteil der Teilchen zerfällt.

K Zerfallskonstante k (muss experimentell für jedes radioaktive Nuklid bestimmt


werden)
T1/2 Halbwertszeit: Zeitspanne, nach der die Hälfte der Kerne zerfallen ist
charakteristische Grösse für jedes Nuklid Þ in der Nuklidkarte angegeben.
A Aktivität: Anzahl Zerfälle pro sec (hängt von der vorhandenen Teilchenzahl N ab)
Masseinheit: Becquerel (Bq)
N0 Masse oder Anzahl radioaktiver Nuklide
t Verstrichene Zeit

æ t ö
çç ÷÷
è T1/2
N(t) = No • 0.5 ø

Nuklidkarte
In der Nuklidkarte sind alle Nuklide mit ihren Zerfallsarten, Halbwertzeiten und Zerfallsenergien
dargestellt.
Die Kernladungszahl Z ist senkrecht und die Neutronenzahl N waagerecht aufgetragen.
Isotope des selben Elements liegen auf einer waagerechten, Isotone auf einer senkrechten und
Isobare auf einer schrägen Geraden. Die Farbe gibt die Zerfallsart des Kerns an. Die stabilen
Kerne sind schwarz und liegen auf der Linie der Stabilität.

Kernspaltung (Fission)
Bei der Kernspaltung werden schwere Kerne mit einem Neutron beschossen und werden
somit in mehrere Kerne aufgespalten. Aus dem einen Neutron ergeben sich 3 neue.

Uran-235 ist ein ideales Isotop für die Kernspaltung.


Das Neutron wird vom 235U absorbiert wobei sich
anschliessend die beiden Nuklide 144Ba und 89KR
entstehen sowie 3 Neutronen frei werden.
235
92 U + 1n ® 144
56 Ba + Kr + 3n + g
89
36

ñ Die Masse der Bruchstücke ist kleiner als diejenige des Ausgangsmaterials, weil die
Bindungsenergie der Nukleonen zunimmt. Die potentielle Kernenergie nimmt dabei ab.

Massendefekt es geht Masse verloren, aber Energie wird gewonnen


Kettenreaktion Vermehrung von Neutronen
Kernfusion
Bei der Kernfusion entstehen durch Verschmelzung von leichten Atomkernen schwerere.
Dabei wird grosse Energie in Form von Strahlung freigesetzt. Auch die Fusion führt zu Kernen
mit einer niedrigeren Energie als die der beiden ursprünglichen Atomkerne. Diese
Energiedifferenz wird in Form von Wärme frei, wobei Masse verloren geht.

Diese bei der Fusion und auch Fission entstehende Energie, kann man mithilfe der Formel für
die Äquivalenz von Masse und Energie berechnen.

E = Energie
M = Masse
C = Lichtgeschwindigkeit

Bohrsches Atommodell (Schalen K-Q)


Die Hülle des Atoms besteht aus Schalen von K-Q

1. Schale (n=1) K: kann bis maximal 2 Elektronen (e-) aufnehmen


2. Schale (n=2) L: kann bis maximal 8 Elektronen aufnehmen
3. Schale (n=3) M: kann bis maximal 18 Elektronen aufnehmen

ñ Für die Maximalbesetzung der Schalen mit Elektronen gilt: 2*n2

Valenzelektron
Die Ordnungszahl eines Atoms entspricht der Anzahl Protonen und damit auch der Anzahl
Elektronen. Diese Elektronen werden von innen nach aussen auf die Schalen anhand des
Schemas (Anzahl 2*n2) verteilt.
Als Valenzelektronen bezeichnet man die Elektronen der äussersten Schale. Diese sind wichtig
für die Bindung zwischen verschiedenen Atomen. Ausnahme bei den Nebengruppenelementen
sind die Valenzelektronen zusätzlich auf der vorherigen Schale.
Nach der Oktettregel streben Atome immer einen Zustand an, in dem sie maximal 8
Valenzelektronen haben, wodurch sie dann stabil sind.
Ionisierungsenergie
Die Elektronen eines Atoms sind in ständiger Bewegung wodurch verhindert wird, dass sie
aufgrund der Anziehungskraft der Protonen in den Kern stürzen. Je weiter ein Elektron also
vom Kern entfernt ist, desto energiereicher ist es.

ñ Die Elektronen auf den inneren Schalen, also nahe am Kern, werden stark angezogen
und sind ein einem energiearmen Zustand.
ñ Die Elektronen der äussersten Schale werden am wenigsten vom Kern angezogen und
sind somit schwach gebunden und sind in einem Energiereichen Zustand.

Entfernt man aus Atomen schrittweise die Elektronen, zeigt die dafür notwendige Energie
charakteristische Sprünge.
Die Ionisierungsenergie ist die Energie, die nötig ist, um von einem Atom ein negativ geladenes
Elektron vom positiv geladenen Kern abzuspalten.
Beim Abspalten des entferntesten
Elektrons ist die benötigte Energie relativ
gering. Die Ionisierungsenergie nimmt
nach jedem Abspalten eins Elektrons zu.
Entfernt man Elektronen aus derselben
Schale ist der Unterschied gering.
Sobald ein Elektron der nächsten Schale
abgespaltet wird nimmt die benötige
Energie mehr zu da nun eine grössere
Anziehungskraft überwunden werden
muss.

Franck-Hertz-Versuch
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Franck-Hertz-Versuch verstehen und rechnerisch umsetzen (Formel ∆E = '
)

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