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Marie VACHKOVÁ

KORPUSBASIERTE BETRACHTUNGEN IM LEXIKALISCH-SYNTAKTISCHEN BEREICH

SUMMARY

This paper deals with the phenomena of interdependence between lexicon and syntax.
Corpus-driven comparison of two partial synonyms (Sammlung –Sammeln) shows that
several problems with meaning discrimination can be solved by cooccurrence analysis.

1. Die Arbeit am Großen Deutsch-Tschechischen Akademischen Wörterbuch (GDTAW1) , in


deren Rahmen Kontrastierung der beiden Sprachen auf mehreren Ebenen zugleich erfolgt, soll
diesmal aus der Sicht des lexikalisch-syntaktischen Kontinuums gestreift werden. Dazu wird
vor allem die Kookkurrenzanalyse (weiterhin nur KA) (s. http://corpora.ids-
mannheim.de/ccdb/) verwendet.2
2. Die korpusdrivene Lexikographie sieht die Kollokabilität der bearbeiteten Wörter als
zentrale Größe, die vor allem durch die KA (LLR-Wert, Trefferanzahl) sichtbar wird. Als
Indikatoren der syntaktischen Verbindbarkeit gelten die Synsemantika. Deren Einbeziehung
in die KA und die Abbildungsmöglichkeiten der KA-Resultate (mit/ohne Synsemantika) kann
zur präziseren Erfassung unterschiedlicher lexikalisch-syntaktischer Strukturen beitragen.
Deren Sichtung sensibilisiert den Linguisten für die Wahrnehmung der Interdependenz der
semantischen und syntaktischen Phänomene.
3. Der emergente Charakter der lexikalisch-syntaktischen Strukturen3 sowie die fruchtbare
Verquickung von Welt- und Sprachwissen4 sind zwei Aspekte, die die Desiderate der
modernen Lexikographie besonders bestimmen. Sie sind zugleich als zwei bedeutende
Analyseperspektiven bei der Bedeutungserfassung zu nennen: Die oben erwähnte KA und
andere korpuslinguistischen Tools (s. die anderen auf der Adresse s. http://corpora.ids-
mannheim.de/ccdb/ vorgestellten korpusanalytischen Methoden) lenken die Lexikographen in
die richtigen Bahnen immer dann, wenn sie dazu verleitet werden, die Wörter als
„präfabrizierte“ Entitäten von einer repräsentativen Form und Bedeutung wahrzunehmen (ein
Druck vonseiten der einsprachigen Wörterbücher, mit denen der bilingual arbeitende
Lexikograph stets polemisiert).
Die Auffassung des Worts entzieht sich jedoch den von unserem Leser erwartbaren (d. h.
durch linguistische Vorannahmen belasteten) Sehweisen: Diese sind in der empirischen
Forschung unbrauchbar. Der Terminus Wort wird deswegen aufgefasst „in a pre-interpretative
and theory-independent way, referring to a broad and flexible notion according to which any
desired set of string configurations can be construed as a word.“ 5
4. Bei der Übersetzung eines deutschen Worts, die zum großen Teil durch Untersuchungen
dessen Kollokations- und Kookkurrenzpartner wie der syntaktischen und semantischen
Valenz bedingt ist, bestätigt sich immer wieder die inzwischen allgemein anerkannte6
Einsicht, dass zwischen der lexikalischen und syntaktischen Ebene keine scharfe Grenze
gezogen werden kann. Die semantische Isolation des Wortes auf der paradigmatischen Ebene
kann durch ihren Bezug auf Diskurszugehörigkeit mit Hilfe der kookkurrenzprofil-basierten
Tools (lexikalischer Merkmalskarten – Self Organizing Maps) überbrückt werden; die
Untersuchungen führen uns weiter zur Ermittlung der Zusammenhänge zwischen den
Differenzen auf der Ebene der Kookkurrenzprofile7 (weiter nur KP) und den Differenzen in
den syntaktischen Mustern. Aus dieser Sicht scheint jedoch die Relevanz der eingelebten
syntaktischen Nomenklatur (z. B. Attribut, Prädikat) zuerst zweitrangig. Die
Kookkurrenznähe allein scheint als Beziehungskategorie (usouvztažňující kategorie) für die
Beschreibung von emergenten Strukturen vorerst völlig auszureichen. Anders gesagt: Die
klassischen grammatischen (syntaktischen) Kategorien können erst vor dem Hintergrund der
erfassten Kookkurrenzen bei der Beschreibung aktiviert werden; falls ihnen jedoch Priorität
zugeschrieben wird, „verhelfen“ sie uns leider zu einer eingelebten grammatikalischerseits
festgelegten Denkweise, die beim Prüfen die mit Hilfe der KA aufgedeckten Strukturen nicht
erfassen kann. Um aus diesen Geleisen auszubrechen, ist es notwendig, die Ähnlichkeiten und
Differenzen in den Kookkurrenzprofilen UND die syntaktischen Muster der KA zu
analysieren. Welche neuen Erkenntnisse über das Wesen einer diskursgebundenen
Wort(bildungs)wahl können zur Eruierung der lexikalischen UND syntaktischen Aspekte
beitragen? (Vgl. die Gegenüberstellung von verwandten KPen in der Anlage 2. (Beispiel
8
Mitwirken – Mitwirkung – mitwirken ). Die wortartengebundene Betrachtung des
Wortschatzes sollte bei der empirischen, kookkurrenzbasierten Erfassung nicht mehr relevant
sein. Die KP dieser drei Lexeme überlappen sich zum Teil, sind jedoch diskursspezifisch
markiert. Aus dem unterschiedlichen Anteil der Wortarten (der dem Linguisten unmittelbar
ins Auge fällt) sollte jedoch nicht vordergründing geschlussfolgert werden, dass es sich um
einen grammatischen Zusammenhang handelt, sondern um assoziationsbasierte Cluster.
5. Die Erforschung der Mechanismen mehrerer kooperierender Mechanismen im mentalen
Lexikon müsste - von dem psycholinguistischen Standpunkt9 aus - mit den korpusbasierten
Betrachtungen einhergehen. Die bisher angebotenen Lösungen, die sowohl auf
Sprachproduktion als auch Sprachrezeption gegründet sind, variieren erheblich in der
Einschätzung der primären Rolle der syntaktischen/lexikalischen Strukturen im mentalen
Lexikon, manche befürworten wieder deren Interaktion.10
Hier nur wenige Beispiele von vielen: Bekannt sind z. B. Fälle, in denen mit der Veränderung
der syntaktischen Struktur eine neue Benennung entsteht (ein delikates Thema – delikátní
téma vs. er ist im Essen etwas delikat11 – je v jídle poněkud vybíravý ohne symmetrische tsch.
Entsprechung). Aus dem verbalen Bereich sei z. B. die Reflexivität genannt, die sowohl
syntaktischerseits als auch wortbildungstheoretisch interpertiert werden kann (Ležel na
trávníku. Er lag auf dem Rasen. – Chvíli si (po)ležel na louce. Er gönnte sich (die) Zeit zum
angenehmen Ausruhen, auf der Wiese liegend.)12
6. In diesem Aufsatz soll nur einem Fall der lexikalisch-syntaktischen Erscheinungen
nachgegangen werden, u. zwar der Konkurrenz zwischen syntaktischen Transpositionen
(Derivation) bzw. Konversionen am Beispiel Sammlung- 1. sbírka [ARTEFAKT, KONKRET]
2.sbírání, sběr [PROZESS, ABSTRAKT] versus Sammeln - sbírání, sběr [PROZESS,
ABSTRAKT]. Während es im Falle des tschechischen Beispiels vor allem um den Wortstatus
(ležet – poležet si) geht12, steht die Frage bei der Unterscheidung zwischen
Sammlung/Sammeln anders: Inwieweit ist deren semantische Unterscheidung von deren
syntaktischen Umgebung und deren Kollokatoren bzw. KPen abzulesen ?
7. Die in der nominationstheoretisch verankerten Beschreibung festgestellte Dichotomie der
Wortbildungsbedeutungen (weiter nur WBB) der –ung-Derivate [+PROZESS] vs.
13
[+RESULTAT] und die erwähnte Schwierigkeit mit einer eindeutigeren Trennung dieser
reihenhaft vorkommenden WBBen kann als Anregung für die korpus-drivene Untersuchung
der beiden versprachlichten onomasiologischen Kategorien betrachtet werden. Die
Voraussetzung dafür ist allerdings der Paradigmenwechsel bei der Auffassung der
Wortbedeutung, die in der Korpuslinguistik als Derivat des Diskurses aufgefasst wird14. Auf
dieser Grundlage wird davon ausgegangen, dass die semantische Ausprägung eines Worts
durch seine lexikalisch-syntaktische Umgebung bzw. den Anteil an dem jeweligen KP bzw.
einer diskursgebundenen KP-Menge determiniert werden dürfte. Die Bestimmung der WBB
dürfte also im Rahmen der aus der KA abgeleiteten syntaktischen Muster erfolgen.
8. Folgende verwandte KPe zu Sammlung wurden gefunden (absteigend nach
Verwandtschaftsgrad sortiert):
Kunstsammlung Privatsammlung Leihgabe Dauerleihgabe Gemäldegalerie Gemäldesammlung Konvolut
Museum Sammler Kollektion Kupferstichkabinett Exponat Schau Nationalgalerie Staatsgalerie Eremitage
Antikensammlung Pinakothek Kunstsammler Gemälde Leihgeber Völkerkundemuseum Retrospektive Fundus
Privatbesitz Ausstellung Einzelausstellung Grundstock Nachlass Nachlaß

8.1 Es erfolgte die Auswahl der syntaktischen Muster aus der KA zu Sammlung in der
lexikalisierten Bedeutung ARTEFAKT:
Das Buch ist eine Sammlung von Aufsätzen [zur Kritik an der .....] Bed. ANTHOLOGIE

Ausstellung der Graphischen Sammlung in der Alten Pinakothek

der Anwalt besitzt eine ansehnliche Sammlung moderner Maler (Picasso, Miro)

eine Sammlung zum Thema Weinbau

eine der bedeutendsten Sammlungen impressionistischer Gemälde Bed.


AUSSTELLUNG/GESAMTHEIT VON OBJEKTEN

die grösste kulturgeschichtliche Sammlung der Schweiz

beherbergt eine schöne Sammlung Weesper Porzellan

die Tücher stammen aus der Sammlung von Franz Lakner

eine wichtige Sammlung zur Kunst der Zeit beherbergen

eine weltweit einzigartige Sammlung zur klassischen Moderne

die weltweit einzigartige Sammlung mit rund fünftausend bildnerischen Werken

eintausend Stücke umfassende Sammlung von Ikonen

Das fehlt (mir) (noch) in meiner Sammlung

Die Sammlung umfasst/enthält ...

heute um 20 Uhr in der Sammlung für Völkerkunde in St. Gallen. Bed. MUSEUM, RAUM

Syntaktische Strukturen (zusammengefasst):

ATTR (diverse Strukturen) + Sammlung + GEN/von URHEBER/Präp. Attr/zu/mit/für


(ARTEFAKT: ANTHOLOGIE, AUSSTELLUNG/GESAMTHEIT)
eine Sammlung (SUBJ) umfasst/enthält ......
eine Sammlung (OBJ) beherbergen.....
in der Sammlung (RAUM, Metonymie als Synonym zu Museum, Galerie)
8.2 Die prozessuale Bedeutung von Sammlung findet man in der CCDB immer in
Kookkurrenz mit anderen –ung-Substantiven in prozessualer Bedeutung: Die vorkommende
Formangleichung in Aufzählungen sollte nicht als eine bewusste Wahl desselben
onomasiologischen Merkmals interpretiert werden [PROZESS], sondern als Resultat der
Mechanismen, die auf einer automatisierten und inzwischen unbewussten Prädisposition,
Ähnlichkeiten wahrzunehmen, beruht.

Vgl.:

F99... sei es, die Lizenzentgelte für die Sammlung, Sortierung, Veredelung und Verwertung...

X98 ... "Denen bleibt ja das Geschäft der Sammlung, Sortierung, des Umschlages."

I97 ... der Betrieb beschäftigt sich mit der Sammlung und Sortierung von Altkleidern.

A01 Die Alttextilien werden von der Sammlung über die Sortierung bis zur
Wiederverwertung

8.3 Sammlung als „prozessual“ und „resultativ“zugleich in stillosen Äußerungen wie

Eine Datei ist allgemein eine Sammlung von Daten. Sie dienen vielmehr der Sammlung von
Daten und der Planung ökonomischer .....

8.4 Die prozessuale Bedeutung SELBSTREFLEXION; SELBSTBESINNUNG (usebrání,


soustředění, koncentrace, sebereflexe, meditace), ist im DeReKo in der Kollokation „innere
Sammlung“ weniger vertreten. (Zum Vergleich ergab die Google-Suche, Zugriff am 6. 3.
2009, für innere Sammlung ganze 4660 Treffer, für inneres Sammeln 643 Treffer).

Belege in Auswahl:
T00 Republik. Sie sucht Einkehr und innere Sammlung, und in Sachen himmlischer
T05 bekommt. Noch weniger Entspannung und innere Sammlung fand ich beim anschließenden
T05 er in schweren Stunden Zerstreuung und innere Sammlung sucht. Die Odd-Time-Grooves
A97 Kultstätte, sondern ein stiller Ort für innere Sammlung und Einkehr soll es sein. *
A97 bis zum Boden - auch wenn die innere Sammlung vollkommen ist. Ebenso ist die
F93 noch alles vor sich und suchen die innere Sammlung. Stete Unruhe beim Ein- und
I99 Zerstreuung verhindert naturgemäß innere Sammlung. IRENE HEISZ W ann hast du
N97 in sich - die anderen finden die innere Sammlung im Tanz. So lädt das
H85 Alpha-Wellen, die normalerweise "innere Sammlung" signalisieren, weitgehend
Z02 restaurierte Aufnahme eine erstaunliche innere Sammlung. Wolfgang Borchert stellt
Z04 rundheraus dem Meditativen zu; aber die innere Sammlung ist doch einer ihrer
B99 Halle eindrucksvoll in die tiefe innere Sammlung des Kunstsachverständigen zu
B03 aus, sondern auf Konzentration und innere Sammlung. Deshalb gehen wir lieber in
E97 geht etwas Medidatives aus. Meditation, innere Sammlung brauchte gerade einer wie

Die hier vorgefundenen syntaktischen Verbindungen und neue Lexeme als


Kookkurrenzpartner sind an der kleinen Belegmenge schnell zu erkennen.
9. Folgende verwandte KP zu Sammeln wurden gefunden (absteigend nach
Verwandtschaftsgrad sortiert):

Sortieren sammeln gesammelt Verwertung Wiederverwertung Entsorgung wiederverwertet Recycling Hausmüll Forsche
wiederverwertbar Altstoff wiederverwerten Verpackungsmaterial Verbrennen Bewahren Verpackung Kopieren stofflich
verwertbar Verteilen recyceln Verpackungsmüll Wertstoff Erkennen Ordnen eingesammelt Altglas Erfassung Aufbereitung

Syntaktische Strukturen aus der KA:

Sie beziehen sich auf Diskurse: SPENDEN, ERWERB, FREIZEIT, RELAXATION,


FORSCHUNG, PROTESTAKTIONEN, ÖKOLOGIE, vgl.

Sammeln von [freiwilligen] Spenden für Flutopfer] Bed. PROZESS

Rekordhalter beim Sammeln von Spenden an der Tür

Sehr talentiert beim Sammeln von Spenden


Auch in diesem Bereich, des Sammelns von Spenden, wie der .....
Gewerbliches Sammeln von Beeren und Pilzen
Sammeln von Daten
keine Zeit mehr zum Sammeln von Zierat
betreibt er das Sammeln des Papiergeldes als Hobby
Ist das Sammeln von Autographen Ihr Hobby?
in Fotoalbum ist eine Mappe zum Sammeln, Ordnen und Aufbewahren von Foto
Zeit zum Ausspannen und Sammeln seiner Kräfte Bed. RELAXATION
Sammeln der Kräfte
Zeit also zum Sammeln der Gedanken KONZENTRATION
Nach zweijährigem, intensivem Sammeln und Forschen, Anlegen von Kartei
Grundsätze eines Museums sind: Sammeln, Bewahren, Forschen und Erschließen
das volkskundliche Sammeln und Forschen,
Sammeln von Unterschriften
das getrennte Sammeln von Abfällen
Durch getrenntes Sammeln konnte die Zahl der Müllcontainer....
getrenntes Sammeln TERMINOLOGISIERT
PHRASEME: zum Sammeln blasen
Gerade wollte ein mutiger Major zum Sammeln blasen PHRASEM
..., blasen die Gewerkschaften zum Sammeln.
Syntaktische Strukturen (zusammengefasst):
ATTR (diverse Strukturen) + Sammeln + GEN, Präp. Attr: von
Sammeln (OBJ) betreiben
durch getrenntes Sammeln (+ etw4 erzielen)
zum Sammeln blasen

10. Schlussfolgerungen

Wie aus den syntaktischen Strukturen ersichtlich, entwickelt das –ung-Derivat syntaktische
Strukturen mit größerer Varianz als der konvertierte Infinitiv.
Zum quantitativen Vergleich ergaben einige zusätzliche tentative Google-Suchen Folgendes
(Zugriff am 6. 3. 2009): 16100 Treffer für die terminologisierte Kollokation „getrennte
Sammlung“, 886 für „getrenntes Sammeln“; "Sammeln und Sortieren" kam 3850mal,
„Sammlung und Sortierung“ 3720mal vor. Das scheint für die Annahme zu sprechen, dass
die formale Angleichung gepaarter Substantive ein Resultat von starken
Assozitationsbindungen, die sich in der Wortwahl manifestieren, beruht: Sie existiert auch im
Bereich der Komposita (-sammeln/-sammlung), wofür zahllose Internet-Belege sprechen.Die
„gemischten Paare“ mit funktionalisierten Formen sind Ausnahme ("Sammeln und
Sammlungen in der Schweiz im 18. Jahrhundert"). Die Anlage 5. bringt eine Stichprobe für
die Koexistenz der konvertierten Formen.
Die große Differenz zwischen 392 Google-Belegen für "Zeit zur Sammlung" und 5 530 für
"Zeit zum Sammeln" signalisiert, dass auch hier auf Ähnlichkeiten mit anderen Strukturen
geschlossen werden kann (Zeit zum Lesen, Schreiben usw.). Anderes zeigt das Verhältnis
"während des Sammelns" (960mal) und „während der Sammlung“ (9442): Der Ausdruck
„während“ braucht allem Anschein nicht mehr eine zusätzliche Signalisierung des
Prozessualen. Die Kookkurrenz von während mit dem aktiveren, mehr frequentierten –ung-
Derivat mit einer vageren Bedeutung deutet davon. Die Annäherung von 116 000 Treffern für
"bei der Sammlung" zu 136 000 Treffern für "beim Sammeln" weist jedoch wieder auf die
schwache kognitive Ausprägung der WBB hin. Die relative vage Profilierung der beiden
WBBen, die mit der reihenhaften und problemlosen Bildung der Derivate zusammenhängt (s.
Anm. 13) scheint sich also zum erheblichen Teil bestätigt zu haben. Dieses Bild ergänzt die
KA und die durch KPe ausgedrückte Diskursbezogenheit. Die „statische“ quantitative
Gegenüberstellung der Google-Suche, aber auch die Daten aus dem DeReKo, wo Sammeln
(Wortsuche) 6560 Treffer (+ 455 Treffer bei der Lemmasuche) ergibt, und Sammlung
(Lemmasuche) cca. zehmal mehr vertreten ist (72 998), weist nicht nur auf die pure Frequenz
der beiden Wörter im Korpus hin: Die Bildung von –ung-Derivaten scheint demnach tiefer im
mentalen Lexikon verankert zu sein als die Bildung von konvertierten Infinitiven, zu deren
semantischen Merkmalen noch höherer Abstraktionsgrad zählt.
Was in der korpuslinguistischen Analyse ausschlaggebend ist, betrifft die Untersuchung des
Ganzen in seinen internen Beziehungen: Die multidimensional erfasste „lexikalische
Aktivität“ des verfolgten Worts (mein Arbeitsbegriff), ist an den KPen (s. Anlagen 4 A und
4B) erkennbar. Die relativ scharf Diskursbezogenheit kann deswegen als willkommene Hilfe
bei der Exemplifikation und Übersetzung semantischer Feinheiten dienen, die in eine stark
verallgemeinerte systemhaft orientierte Beschreibung nicht eingehen können. 15

Anmerkungen:
Die Autorin bedankt sich bei Cyril Belica für seine Anregungen bei der Überarbeitung des
Textes.

1
Zum Adressatenkreis des entstehenden GDTAW gehören vor allem tschechischsprachige Akademiker,
Experten, Hochschulstudierende und Übersetzer. Das Wörterbuch soll nicht nur den lebendigen deutschen
Sprachgebrauch, nicht nur den Wortschatzkern der wichtigsten wissenschaftlichen Bereiche abdecken, sondern
auch die Wörter auflisten, die für diejenigen unentbehrlich sind, die sich mit der deutschen Literatur und
Geschichte befassen. Das Wörterbuch entsteht in einer Zeit, in der eine umfassendere deutsche Grammatik, die
auch Informationen zur deutschen Wortbildung enthält, den tschechischsprachigen Nutzern nicht zur Verfügung
steht. Oberstes Gliederungsprinzip bilden dabei die Wortarten. Akzentuiert werden besonders der gegenwärtige
Usus, die Umgangssprache, die Pragmatik und die Varietäten (stilistische Markierung). Produktive deutsche
Wortbildungsmorpheme werden inventarisiert und an Beispielen dargestellt. Die Wörterbuchartikel werden
zudem durch kontrastiven Sprachvergleich angereichert. – Dieser Beitrag entstand im Rahmen des Projektes
GAČR 405/09/1280.

2
Die korpuslinguistische Position wird in diesem Beitrag den in der Ausgangssprache befindlichen
Beschreibungen gegenübergestellt, hier der morphematisch-strukturellen Beschreibung der detuschen
Wortbildung von Fleischer/Barz 1992. - S. auch die Studien von Rolf Duffner/Anton Näf (2006): Digitale
Textdatenbanken im Vergleich.Linguistik online 28, 3/06. http://www.linguistik-
online.de/28_06/duffnerNaef.html.
3
Vgl.. Joan Bybee 1998, 421 in Anlehnung an Hopper 1987, inter alia.Vgl. auch die tschechischen Studien zur
Kollokabilität, insbesondere den Ausgangspunkt der Studie von Anna Čermáková, S. 107ff.
4
Vgl. Adamska-Sałaciak 2006, 47ff.
5
Vgl. Belica/Keibel, S. 2 im Manuskript.
6
Vgl. die Studie von S. auch die Schlussfolgerungen von Primus 2005, die die Rolle der lexikalischen Daten in
der Syntax anhand der neuesten syntaktischen Theorien zusammenfassend charakterisiert: Die
Vorhersagbarkeiet und Generalisierung der syntaktischen Konstruktionen ist stark durch das lexikalische
Material eingeschränkt. Deswegen ist die strikte Trennung zwischen Lexikon und Syntax nicht mehr haltbar, vgl.
z. B. das Konzept der Konstruktiongrammatik von William Croft 2001: Radical construction grammar (2001).
(Aus der Beschreibung - s. http://www.unm.edu/~wcroft/WACabst.html#01rcg – seien hier die wichtigesten
Gesichtspunkte zitiert: „All current theories of construction grammar are based on three fundamental hypotheses:
(i) the basic unit of grammatical representation is a pairing of form and meaning, both terms taken broadly; (ii)
the a generalized notion of construction provides a uniform model of grammatical representation, ranging from
"syntactic rules" (complex schematic constructions) to "the lexicon" (atomic substantive constructions) - also
known as the syntax-lexicon continuum; (iii) constructions are organized in a network including at least
taxonomic relations. Many theories of construction grammar also subscribe to a fourth hypothesis: (iv) the
existence of constructions is a function of frequency and similarity in form and meaning - the usage-based
model. - Radical Construction Grammar is based on a further three hypotheses: (v) constructions are the
primitive units of representation, and the categories of their elements are defined by the construction(s) in which
they occur; (vi) the only internal syntactic structure of constructions is their meronomic structure (i.e. the part-
whole relation defined by an element's role in a construction), and symbolic links to components of semantic
structure; (vii) constructions are language-specific, and their formal properties can vary incrementally through
syntactic space.“ Crofts „Radical Construction Grammar“ repräsentiert eine Theorie, die außer den erwähnten
Gesichtspunkten (v)-(vii), die Interdependenz von (i) (semantic structure) and (iii) (syntactic organization)
thematisiert. -Dazu sei der Kommentar von Cyril Belica (http://www.ids-mannheim.de/kl/) hinzugefügt: „Die in
Korpora aufgezeichneten Resultate von Kommunikationsprozessen werden dabei als empirische Grundlage
sowohl für die explorative Analyse als auch für die induktive, auf Theoriebildung zielende
Generalisierungsstrategie verstanden. Obwohl dieser Ansatz von lexikalischen Einheiten und deren Kontexten
ausgeht, sind hier die lexikalische, syntaktische und semantische Ebene nicht voneinander getrennt: Eine
fundamentale Rolle im postulierten Lexikon-Syntax-Kontinuum fällt dabei dem mit Hilfe von mathematisch-
statistischen, musterorientierten Methoden in empirischen Sprachdaten operationalisierten und um Varianz und
Vielgliedrigkeit erweiterten Begriff der Kookkurrenz zu. Diese Herangehensweise bezweckt das Aufdecken
präferenzrelationaler Gesetzmäßigkeiten, die unter anderem dadurch gekennzeichnet sind, dass sie in
Abhängigkeit von pragmatischen, sprachlichen und außersprachlichen Faktoren nicht primär regelbasiert
variieren. Es können außerdem auch subtile sprachliche Strukturen aufgespürt werden, die dem Sprachgefühl
individueller Sprachteilnehmer unzugänglich sind und erst durch die Analyse großer Datenmengen erschlossen
werden können.“ Von der möglichen Überbrückung der semantischen Isolation des Lemmas s. Vachková 2009,
im Erscheinen. In den SOM-Modellen wird die Syntax unterdrückt: sie ist ja nicht das Ziel dieser Darstellung, 7
Unter KP versteht Belica (2008) „die Gesamtheit aller quantitativen Ergebnisse der KA zu einem Analyseobjekt
(einem Lexem, einer Wortverbindung usw.)[... ] und stellt – informell gesagt – ein Kondensat seines Gebrauchs
dar. Es erfasst sowohl dominante Wortverbindungsstrukturen wie auch subtile Varianzphänomene im lokalen
lexikalischen Kontext des analysierten Objektes, und bietet dadurch eine detaillierte Auskunft über die
syntagmatische und paradigmatische Sicht“.

7
Diesem Fragenkomplex wird im Rahmen des laufenden Mannheimer Forschungsprojektes nachgegangen.

8
S. den psycholinguistischen Ansatz z. B. bei Murphy 2003, 4ff. Die Psycholinguistik scheint heutzutage eine
solide Grundlage für die lexikologische und korpuslinguistische Forschung zu bieten, indem sie unsere Fragen
nach der Art und Weise unserer Wahrnehmung von lexikalischen Beziehungen untersucht. Sie versucht, die
Objektivierung der Sprache asl Forschungsgegenstand aufzuheben.

9
S. die Ausführungen von Schönefeld (2001).
10
Viele Beispiele werden in den Bedeutungswörterbüchern gefunden, s. Beispiel s. das Stichwort delikat aus
dem DUW. Vgl. auch

delikat [frz.; von lat. delicatus »reizend«, »luxuriös«, »schlüpfrig«], 1) köstlich, lecker, auserlesen; 2) mit Takt
zu behandeln, Diskretion erfordernd, heikel; 3) zurückhaltend, behutsam; 4) wählerisch, anspruchsvoll.

http://lexikon.meyers.de/wissen/delikat+(Sachartikel)+05021911

de|li|kat <Adj.> [frz. délicat < lat. delicatus = reizend; luxuriös; schlüpfrig] (bildungsspr.): 1. sehr
wohlschmeckend, köstlich, fein zubereitet: -es Gemüse, Fleisch; der Salat ist, schmeckt ganz d. 2. auserlesen,
fein: ein -es Aroma haben. 3. zart[fühlend], zurückhaltend, behutsam: er hat eine -e Art; ein Problem d.
behandeln. 4. Diskretion erfordernd; nur mit Zurückhaltung, mit Takt zu behandeln, durchzuführen o. Ä.: das
ist eine -e Frage, Angelegenheit. 5. (selten) überaus, übermäßig wählerisch, anspruchsvoll, empfindlich, eigen:
mein Mann ist [im Essen] etwas d.; unsere Kundschaft ist in diesem Punkt d.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch. 4. Aufl. Mannheim 2001. [CD-ROM].
11
Šimečková 1997, S. 302
12
Ebenda. Zur Problematik des Wortstatus auch bei Stefan Müller (s.d.): Qualitative Korpusanalyse für
dieGrammatiktheorie: Introspektion vs. Korpus, http://hpsg.fu-berlin.de/~stefan/PS/intro-korpus.pdf
13
S. Fleischer/Barz 1992, S. 172f. begründen die Vagheit der Bedeutung aus der Position der systemhaften
Betrachtung, indem sie „die vielfältigen Konkurrenzen bestimmter Wortbildungsreihen der –ung-Derivate mit
anderen Wortbildungsmodellen und auch mit syntaktischen Konstruktionen“ feststellen, die zur wenig
semantisch festgelegten Bildungsweise beiträgt. Die Konkurrenz der –ung-Derivate mit den konvertierten
Infinitiven charakterisieren sie als „weniger ausgeprägt“ und ihre Beispiele suggerieren dem Fremdsprachler
eine hohe Wahrscheinlichkeit einer möglichen Ersetzbarkeit beider Formen mit der Bemerkung: „Die –ung-
Derivate fassen im Unterschied zu den Infinitivkonversionen den Vorgang profilierter; er läßt sich vereinzeln,
und in vielen Fällen läßt sich dann durch den Plural die Wiederholung mehrerer Einzelakte ausdrücken
(Landungen, Schwankungen), während der substantivierte Infinitiv in diesen Fällen ein ständiges Kontinuum
auszudrücken vermag. [...] In einem ähnlichen Verhältnis stehen auch dei Paare von Verbstammkonversion und
Infinitivkonversion: der Ruf – das Rufen, der Zerfall – das Zerfallen.“ Die Unterscheidung von Nomina actionis
von den Nomina acti kann im Falle eines polysemantischen Derivats durch eine Temporalpräposition gebunden
werden.
14
S. bei Teubert 2007.
15
Zu untersuchen wären noch Komposita, die den Erwartungen des Fremdsprachlers nicht entsprechen
sběr/sbírání/sklizeň jahod versus Erdbeerernte (statt weniger vorkommender Erdbeersammlung (1510 Treffer in
der Google-Suche, bzw. Erdbeersammeln 172 Treffer, Zugriff am 7. 3. 09). Die Feldsuche im DUW
("Wortartangabe=Substantiv (Femininum)" ergibt 35 Komposita auf -sammlung. Nur drei davon werden auf der
Grundlage der Umschreibung als prozessual verstanden (Altkleidersammlung, Altpapiersammlung,
Dokumentensammlung). Die Vagheit deren tautologischer Umschreibung und deren bessere lexikographische
Bearbeitung ist jedoch ein anderes Kapitel.

Literatur in Auswahl:
Elektronische Quellen:
DeReKo (Das deutsche Referenzkorpus). Die Autorin bedankt sich bei der Leitung des IDS
für die Möglichkeit, im Regime des internen Zugangs arbeiten zu dürfen.

Cyril Belica: Kookkurrenzdatenbank CCDB - V3.2


Eine korpuslinguistische Denk- und Experimentierplattform für die Erforschung und
theoretische Begründung von systemisch-strukturellen Eigenschaften von
Kohäsionsrelationen zwischen den Konstituenten des Sprachgebrauchs.
© 2001-2007 Institut für Deutsche Sprache, Mannheim.

Duden - Deutsches Universalwörterbuch. 4. Aufl. Mannheim 2001. [CD-ROM].

Wissenschaftliche Abhandlungen:

ADAMSKA– SAŁACIAK, Arleta (2006): Meaning and the Bilingual Lexicography. The
Case of English and Polish. Polish Studies in English Language and Literature. Ed. by Jacek
Fisiak. Peter Lang.
BELICA, Cyril (2008, im Erscheinen): Semantische Nähe als Ähnlichkeit von
Kookkurrenzprofilen. Elektronische Version (Paper A auf der Adresse http://corpora.ids-
mannheim.de/ccdb/)

BELICA, Cyril/KEIBEL, Holger/KUPIETZ, Marc/PERKUHN, Rainer (2009, im


Erscheinen): An empiricist’s view on the ontology of lexical-semantic relations. Erscheint im
Sammelband vom internationalen Kolloquim „Lexical-semantic relations from theoretical and
practical perspectives“ (5.-6.6.2008). Benjamins.

BYBEE, Joan (1998): The emergent lexicon. CLS 34: The panels. Chicago Linguistics
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ČERMÁKOVÁ, Anna (2006): Kolokace a valence některých případů substantiv. In: Čermák,
František/Šulc, Michal: Kolokace. Praha: Nakladatelství Lidové noviny/Ústav českého
národního korpusu. S. 107-141.

EVANS, Vyvyan (2008, draft version): How Words Mean: Lexical concepts, cognitive
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http://www.vyvevans.net/

FLEISCHER, Wolfgang/Barz, Irmhild (1992): Wortbildung der deutschen


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der Wirklichkeit (Teil 2). In: Sprachreport 4/2007. S. 11-19 - Mannheim: Institut für Deutsche
Sprache.
ANLAGEN:

Anlage 1. Wörterbuchartikel
Samm|lung, die; -, -en [mhd. sam(e)nunge, ahd. samanunga = das Zusammenbringen,
Vereinigung]: 1. das Sammeln (1 c, d): die S. [er]brachte, ergab eine stattliche Summe; eine
S., -en [für das Rote Kreuz] veranstalten, durchführen; durch eine getrennte S. von Hausmüll
können die Deponien entlastet werden. 2. a) Gesamtheit gesammelter (1 b) Gegenstände: eine
bedeutende, reiche, reichhaltige, kostbare, wertvolle S. [von Gemälden, Münzen, Waffen];
eine S. anlegen, zusammentragen, besitzen, versteigern; b) Anthologie: eine S. von Essays,
Novellen, Aphorismen. 3. eine [öffentliche] Sammlung verwaltende u. betreuende Institution
od. Abteilung eines Museums: die städtische S. besitzt, zeigt Werke moderner Meister; die
ornithologische S. des naturkundlichen Museums ist heute geschlossen; der Leiter der
ostasiatischen S. des volkskundlichen Museums. 4. Gesammeltsein, innere Beherrschung
[und Ausrichtung auf ein Thema, ein Problem o.Ä.]: innere, geistige S.

© Duden - Deutsches Universalwörterbuch. 4. Aufl. Mannheim 2001. [CD-ROM].

Samm·lung die; -, -en; 1 der Vorgang des Sammelns (3,6) <eine Sammlung durchführen,
organisieren, veranstalten>: Die Sammlung von Spenden für die Flüchtlinge brachte 200000
Mark
|| -K: Altglassammlung, Altpapiersammlung, Unterschriftensammlung;
Straßensammlung
2 eine (meist relativ große) Menge von Dingen derselben Art, die jemand gesammelt hat
<eine Sammlung anlegen, ergänzen, versteigern; eine reichhaltige Sammlung; eine Sammlung
von Kunstgegenständen, Münzen, alten Uhren>
|| -K: Antiquitätensammlung, Bildersammlung, Briefmarkensammlung,
Gedichtsammlung, Gemäldesammlung, Kunstsammlung, Liedersammlung,
Märchensammlung, Mineraliensammlung, Münz(en)sammlung,
Schallplattensammlung, Schmetterlingssammlung, Waffensammlung
3 das Gebäude oder die Räume, in denen eine Sammlung (2) aufbewahrt (und der
Öffentlichkeit gezeigt) wird: Die Sammlungen des Völkerkundemuseums sind montags
geschlossen
4 nur Sg; die Beherrschung der Gefühle und die Konzentration der Gedanken auf ein
bestimmtes Problem o.Ä. <geistige, innere Sammlung>

(c) 1999 Langenscheidt

Anlage 2. Beispiele der kummulierten -ung Substantive (KA)


557 Sortierung 55 100% für|die|der Sammlung [und] Sortierung und ...

Sortierung

A00 Texaid als Dienstleister - von der Sammlung über die Sortierung bis zur Wie

[...]

F99 sei es, die Lizenzentgelte für die Sammlung, Sortierung, Veredelung und Verarbeitung

[...]

P92 für Müllvermeidung. Das Problem der Sammlung, Sortierung und Entsorgung ist

[...]

P94 3 abgeschlossenen "Vertrag über die Sammlung, Sortierung und Konditionierung

Anlage 3. Kookkurrenzprofile im Kontrast:


Mitwirken –Mitwirkung - mitwirken

Folgende verwandte Kookkurrenzprofile zu Mitwirken wurden gefunden (anklickbar, absteigend nach


Verwandtschaftsgrad sortiert):

mitwirken Mitarbeit Mitwirkung Engagement Teilnahme Mithilfe Mitgestaltung tatkräftig Vereinsmitglied


Gesangsverein mitarbeiten ehrenamtlich Musizieren Handeln Vereinsleben Helferin mitgestalten Mitwirkende
Kirchenchor Gemeindemitglied Chormitglied teilnehmen Vereinsjahr aktiv Zuhören Sängerbund Vereinsarbeit
Ehrenmitglied Mitglied Unterstützung Gesangverein Gemeindeleben Liederkranz Gönner Volkschor Helfer
Sängerlust Sängerkreis Sängervereinigung Singkreis Kinderchor Singstunde Chorgemeinschaft danken
mitmachen Dorfverein Einsatz Festivität Sänger Mitstreiter Veranstaltung mithelfen Gemeindeglied
Zusammenwirken mittun gesanglich verdienstvoll Ehrenamt stimmgewaltig Männergesangverein Frohsinn
kirchenmusikalisch engagieren
Folgende verwandte Kookkurrenzprofile zu Mitwirkung wurden gefunden (anklickbar, absteigend nach
Verwandtschaftsgrad sortiert):

Mitgestaltung Mitsprache Mitarbeit Mithilfe Kirchenchor umrahmt Partizipation mitgestaltet umrahmen


Gottesdienst Unterstützung Mitbestimmung mitwirken Mitwirken Bläsergruppe Beteiligung Teilhabe
Adventskonzert mitgestalten Familiengottesdienst Abendmahl Kirchenkonzert Unterhaltungsabend Kinderhort
Jubiläumskonzert Eucharistiefeier Mitwirkungsrecht ökumenisch Mitentscheidung Gottesdienstbesucher
Unterrichtung Umrahmung Apéro Einflussnahme Einflußnahme Zustimmung Festgottesdienst Mitspracherecht
Jugendgottesdienst Männerchor Mitverantwortung Weihnachtskonzert Teilnahme Musikgesellschaft Darbietung
Bläser evangelisch Kollekte Gemeindemitglied Harmoniemusik Einbindung Ständchen Taufe Erstkommunikant
Friedenskirche Bettag gesanglich Konfirmand Abendunterhaltung Sonntagsgottesdienst Repräsentant
Einbeziehung Einflussmöglichkeit Einflußmöglichkeit Erntedankfest Messfeier Meßfeier Sänger Willensbildung
Gemeindeglied Totengedenkfeier Hilfe Dirigentin Einbezug Legitimation Posaunenchor konzertiert
Mitbestimmungsrecht Institution Predigt Platzkonzert Singkreis Adventsfeier Liedvortrag Festkonzert
Sonntagsschule Verkündigung Dirigent Singstunde konzertieren Liedertafel Frühschoppenkonzert Andacht
Kinderchor Christmette Entscheidungsprozess Entscheidungsprozeß demokratisch Firmling Bürgerin Erntedank
festlich Mehrzweckgebäude Liturgie Legitimierung Bürgerbeteiligung Hochamt Selbstbestimmung
Gemeindegesang Vertreter Pfarrhaus Pfarrei Kindergottesdienst Pfarrfest Kirchenmusik Amtsträger Sterbehilfe
Ostersonntag

Folgende verwandte Kookkurrenzprofile zu mitwirken wurden gefunden (anklickbar, absteigend nach


Verwandtschaftsgrad sortiert):

mitarbeiten beteiligen beteiligt mithelfen mitgestalten Mitwirken beitragen Mitwirkung maßgeblich eingebunden
teilnehmen einbinden mitgestaltet einbezogen mitspielen mitbestimmen mittun behilflich mitmachen
miteinbeziehen vorantreiben mittragen mitreden Mitgestaltung mitgetragen unterstützen engagieren
Mitspracherecht Mitarbeit mitmischen mitverantwortlich teilhaben divers mitentscheiden begleiten
verantwortlich einwirken zusammenarbeiten Mitwirkende demokratisch zukunftsgerichtet zusammenfinden
mitbeteiligt hochkarätig vorangetrieben betraut voranbringen musizieren betrauen szenisch einbeziehen
mitsingen engagiert Willensbildung partizipieren mitbestimmt Gesangsverein beauftragen beauftragt baulich
hintertreiben vorgreifen beeinflusst modellhaft mitschreiben kirchenmusikalisch eingreifen musikalisch
Konzeption tätig beiwohnen unterstützt Instrumentalist mitdiskutieren Komparse Partizipation
zivilgesellschaftlich Gelingen kammermusikalisch städtebaulich Reihe begleitet vorankommen Teilnahme
Gemeindeleben karitativ verschieden gesamteuropäisch Durchführung Erarbeitung federführend

Folgende verwandte Kookkurrenzprofile zu Einbeziehung wurden gefunden (anklickbar,


absteigend nach Verwandtschaftsgrad sortiert):

Einbindung Einbezug einbezogen einbeziehen Berücksichtigung Einschluss Einschluß Versicherungspflicht


Partizipation miteinbeziehen Integration Beteiligung Mitsprache Beitritt Sozialversicherungspflicht Besteuerung
Freiberufler Nutzung Vernetzung Demokratisierung Regionalisierung Sozialversicherung Förderung
Mitbestimmung Bürgerbeteiligung Steuerfinanzierung Unterrichtung Kooperationsbereitschaft Einschaltung
Mitspracherecht Verzahnung Professionalisierung Mitwirkung Alterssicherung Beitragspflicht Selbständige
Anrechnung geringfügig Finanzierung Dezentralisierung Teilhabe heranziehen versicherungspflichtig
Eigenvorsorge Mobilisierung Pflichtversicherung Vollmitgliedschaft Aufnahme Stärkung einbinden
Umwandlung Betriebsrente Verknüpfung Krankenversicherung Flexibilisierung steuerfinanziert
Beitragsbemessungsgrenze steuerlich Eigenbeteiligung Arbeitgeberbeitrag Entlastung
sozialversicherungspflichtig beitragsfrei Mitwirkungsrecht Mitgliedschaft Anbindung alle Zusammenführung
Systemwechsel Teilnahme Leistungsanspruch Interessenvertreter Kassenbeitrag Koppelung Eingliederung
Heranziehung Konsolidierung Nichtregierungsorganisation Absicherung Isolierung Altersvorsorge
Solidarbeitrag Abgrenzung Arbeitgeber Ausweitung Scheinselbständigkeit Mehrzahl Sicherheitsinteresse
sozialrechtlich zulasten Arbeitsförderung Stigmatisierung unselbständig Nato Anerkennung Verschränkung
Aktivierung Hinwendung Durchlässigkeit Ausgrenzung

© Cyril Belica: Modelling Semantic Proximity - Similar Collocation Profiles


Folgende verwandte Kookkurrenzprofile zu Einbezug wurden gefunden (anklickbar,
absteigend nach Verwandtschaftsgrad sortiert):
Einbeziehung Einbindung Berücksichtigung miteinbeziehen verschieden Zusammenwirken Durchmischung
Schulrat Schulgemeinde Erziehungsdepartement Korporation Kanton Mitsprache Gemeindebehörde Amtsstelle
Mitwirkung Vertreter Vielzahl zusammensetzen einbeziehen Partizipation zulasten Bevölkerungskreis
Vertreterin Vernehmlassung Beizug beigezogen Bürgerbeteiligung delegiert Interessenvertreter Vernetzung
Zuhilfenahme Mithilfe Inanspruchnahme Informationsaustausch Einzelperson einbinden Sensibilisierung
Forcierung Körperschaft einbezogen Spezialisierung Interessengruppe delegieren Verknüpfung Einwohnerin
Mitwirkungsrecht Nutzung einzeln besprechen kantonal Schulentwicklung

Anlage 4. Gegenüberstellung von zwei RegExpr-Suchen:


A. Textwörter passend zum Suchmuster Sammlung treten als Kookkurrenzpartner bei
folgenden Analysewörtern und -typen auf (grau (Auswahl die angeglichenen Formen)

Wort Synsemantika
ohne mit
umfangreich
Sammlung 7591 7591
Museum ®
Sammlung 5006 5006
Berggruen ®
Sammlung 4241 4241
Museum
Sammlungen 3993 3993
bedeutend
Sammlungen 2921 2921
umfassen
Sammlung 2868 2868
Völkerkunde
Sammlung 2781 2781
einzigartig
Sammlung 2661 2661
bedeutend
Sammlung 2600 2600
Verwertung ®
Sammlung 2256 2256
Werken ®
Sammlung 2224 2224
Exponat
Sammlung 2199 2199
getrennt
Sammlung 2112 2112
Gemälde
Sammlung 2022 2022
zeitgenössisch
Sammlung 1945 1945
Rebellenbewegung ®
Sammlung 1919 1919
Kunst ®
Sammlung 1709 1709
wertvoll
Sammlung 1708 1708
online
Linktip-Sammlung 1593 1593
zusammengetragen ®
Sammlung 1569 1569
privat
Sammlungen 1383 1383
außereuropäisch
Sammlungen 1310 1310
Demokratie ®
Sammlung 1302 1302
Objekt
Sammlung 1275 1275
Grundstock ®
Sammlung 1258 1258
Werk
Sammlung 1210 1210
Gedicht
Sammlung 1209 1209
Aufsatz
Sammlung 1203 1203
Ankauf ®
Sammlung 1183 1183
Flick ®
Sammlung 1135 1135
Leihgabe ®
Sammlung 1129 1129
Leihgabe
Sammlungen 1115 1115
Kunstwerk
Sammlung 1103 1103
Kurzgeschichte
Sammlung 1094 1094
Essay
Sammlung 1063 1063
zusammentragen
Sammlung 1054 1054
graphisch
Sammlung 1032 1032
einmalig
Sammlung 1008 1008
Zeichnung
Sammlung 1007 1007
umfangreich
Sammlungen 970 970
Archiv
Sammlungen 959 959
konservativ
Sammlungspartei 927 927
stammen ®
Sammlung 908 908
Unterschrift
Sammlung 903 903
Prunkstück ®
Sammlung 891 891
Bestand ®
Sammlung 888 888
Hauser ®
Sammlung 866 866
Erzählung
Sammlung 832 832
Kunstmuseum ®
Sammlung 828 828
reichhaltig
Sammlung 822 822
beherbergen
Sammlung 813 813
Bibliothek
Sammlungen 812 812
Präsentation
Sammlung 785 785
gaullistisch
Sammlungsbewegung 777 777
Staatsgalerie ®
Sammlung 756 756
Dokument
Sammlung 745 745
Kunsthalle ®
Sammlung 735 735
Gemälde
Sammlungen 734 734
ausstellen
Sammlung 733 733
Exponat
Sammlungen 733 733
Skulptur
Sammlung 723 723
Moderne ®
Sammlung 721 721
Altertümer
Sammlung 713 713
Aufbau ®
Sammlung 703 703
beherbergt ®
Sammlung 701 701
ständig
Sammlung 693 693
Nationalgalerie ®
Sammlung 690 690
archäologisch
Sammlungen 686 686
Ausstellung ®
Sammlung 678 678
Demokratie ®
Sammlungsbewegung 669 669
historisch
Sammlung 659 659
Schwerpunkt ®
Sammlung 647 647
versteigern
Sammlung 640 640
kostbar
Sammlung 629 629
komplett
Sammlung 621 621
naturkundlich
Sammlungen 620 620
Fotografie
Sammlung 619 619
privat
Sammlung 604 604
Schenkung
Sammlung 603 603
B. Textwörter passend zum Suchmuster Sammeln treten als Kookkurrenzpartner bei
folgenden Analysewörtern und -typen auf (es folgt die Auswahl der angeglichenen Formen
aus allen Ergebnissen)

Textwörter passend zum Suchmuster Sammeln treten als Kookkurrenzpartner bei folgenden Analysewörtern und
-typen auf
Wort Synsemantika
ohne mit
Unterschrift
Sammeln 2273 2273
Sortieren ®
Sammeln 1661 1661
Jagen ®
Sammeln 1099 1099
Daten ®
Sammeln 1065 1065
Bewahren ®
Sammeln 1047 1047
Datum
Sammeln 787 787
Spende
Sammeln 786 786
Forsche
Sammeln 622 622
Hobby ®
Sammeln 620 620
getrennt
Sammeln 612 612
Pilz
Sammeln 582 582
Briefmarke
Sammeln 537 537
Leidenschaft ®
Sammeln 425 425
Ausstellen ®
Sammeln 409 409
Verpackung
Sammeln 386 386
Unterstützungserklärung
Sammeln 375 375
Abfall ®

Anlage 5. Assoziationsbasierte Formenangleichung – eine Stichprobe aus der CCDB

Wort Synsemantika
ohne mit
Sortieren ®
Sammeln 1661 1661
Jagen ®
[...]
Sammeln 1065 1065
Bewahren ®
[...]
Sammeln 425 425
Ausstellen ®
[...]
Sammeln 211
Bewahren
[...]
Sammeln 184 184
Ordnen ®
Sammeln 183 183
Jagen
[...]
Sammeln 153 153
Analysieren ®
Sammeln 150 150
Verteilen ®
[...]
Sammeln 61 61
Publizieren ®
[...]
Sammeln 57 57
Erkennen ®
[...]
Sammeln 26 26
Kennenlernen
[...]
Diskutieren
Sammeln 18 18