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Die Weimarer Klassik

1786-1832

Von Sila und Meltem Cerli


Gliederung

- Begriffserläuterung
- Historischer Hintergrund
- Themen der Klassik
- Menschenbild
- Ideen der Klassik
- Merkmale
- Literatur der Weimarer
Klassik
Gliederung

- Die Dramatik der Weimarer Klassik


- Epik und Lyrik
- Autoren und berühmte Werke
- Goethe und Schiller-eine Dichterfreundschaft
- Aufgabenstellung
- Quellen
Begriffserläuterung

Klassik > Latein “Classicus”

- im römischen Steuerrecht bezeichnete man so die Menschen, die der


höchsten Steuerklasse angehörten
- Heute: Dinge, die eine zeitlose Gültigkeit besitzen (unabhängig von der Zeit, in
der sie entstanden sind)
Begriffserläuterung
Die deutsche Klassik wird auch als Weimarer Klassik bezeichnet, da das literarische Geschehen insbesondere in
der Stadt Weimar abspielte

- Es gibt zwei verschiedene Definitionen der Weimarer Klassik:


- Erste Definition: -bezieht sich auf die 4 wichtigsten literarischen Persönlichkeiten des Kulturraums Weimar
und Jena: > Wieland, Herder, Goethe und Schiller
- Freundschaft sowie Übereinstimmungen in ihrem Wirken gab es insbesondere zwischen Goethe und Schiller

- zweite Definition: umfasst die etwa elfjährige gemeinsame Schaffenszeit von Schiller und Goethe > die
Dichterfreunde prägten die Epoche auf besondere Weise
Historischer Hintergrund
1768 1832
1786 1793/94 1797 1799 1805 1807-11 1814/15 1815

- Epoche beginnt 1786 mit Goethes Italienreise und endet 1832 mit seinem Tod
- bedeutendste Ereignis der Weimarer Klassik: Franz. Revolution (1789)
- Ideale: -Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit > Leitgedanken der Zeit
- Schloss an die Ideen der Aufklärung an (mit Eigenschaften wie Humanismus und
Toleranz
- Herrschaft der Jakobiner in Frankreich (die von Gewalt geprägt war) enttäuschte auch in
Deutschland diese Eigenschaften

- Weimarer Klassik war ein Versuch, sich wieder auf Harmonie und Menschlichkeit zu
bedenken
Historischer Hintergrund
- die Zeit der Klassik war allgemein von politischer Instabilität geprägt
- Europa war in Aufruhr
- Terrorherrschaft der Jakobiner und Wiener Kongress (1814/15) beeinflussten
territoriale Veränderungen der Epoche
- >Entstehung neuer Staaten, Festlegung neuer Grenzen
- Viele andere revolutionäre Bewegungen zu dieser Zeit : Bauernaufstände in
Spanien oder Erhebung gegen die Habsburger
Themen der Klassik
- 18. Jahrhundert: Geprägt von zwei - Klassik orientierte sich an antiken
komplett unterschiedlichen Ansichten: Vorbildern > Antike galt im 18.
- > Vernunftbetonte Aufklärung (1720-1790) Jahrhundert als Zeit der Harmonie und
- >Gefühlsbetonte Strömung des Sturm Ausgewogenheit
und Drang (1765-1790) - Literaten hatten die Humanität und
- Klassik beinhaltet beide Denkweisen Vollkommenheit als Ziel gesetzt
- >griff Werte der Aufklärung auf, legte - Harmonie zwischen Gefühl und Verstand
den rebellischen Charakter des Sturm sollte hergestellt werden
und Drang ab
Themen der Klassik
Romantik (1795-1848)
- Toleranz, Humanität und Vollkommenheit
> Gegenbewegung zur Klassik
- Selbstbestimmung: Das Individuum soll
-kritisiert Hinwendung zur Antike eigene Entscheidungen treffen
- Streben nach Harmonie und Schönheit
- Ziel der Romantik: Themen aus eigener Kultur - Wissenschaft und Kunst sollen
und Geschichte zu erschließen gleichermaßen ausgebildet werden
ZWISCHEN
HINTERFRAGEND GOTTHEIT UND
TIERHEIT

Menschenbild Klassik
EDLER,
EIN TEIL VOM HILFSBEREITER
GANZEN UND GUTER
MENSCH
Ideen der Klassik

- Ideen entstammten dem damaligen Weltbild, das sich von den grausamen
Folgen der Französischen Revolution entfernte und in eine positive Richtung
bewegte
- Der Mensch war geprägt durch einen idealistischen Charakter
- Erziehung des Menschen konzentrierte sich auf eine vollendete und
harmonische Erziehungsmethode > Sinne und Tugenden des Menschen sind
harmonisch und gleichmäßig verbunden
Ideen der Klassik

- sich widersprechende Elemente von Emotionen sollten gleichmäßig und


miteinander vereint ausgeprägt sein
- Zusammenhang zwischen Verstand und Gefühl > Erziehungsbild stelle
wirkliche Natur des Menschen dar
- Die Idee des Menschenbildes: der Mensch an sich sei schön und gut
- Mensch sei erziehbar
- Mensch sei zur Ausbildung auf eine harmonierende Gesamtpersönlichkeit
bestimmt
Ideen der Klassik

- Neben Verstand und Gefühl wurde die Sittlichkeit dem Menschen unterstellt
- Der Mensch sei dennoch frei und autonom und dazu fähig alle Zwänge
aufzuheben, ohne dabei die ihm unterstellte Sittlichkeit zu verlieren
- Wichtige Werte und Ideale für die Entwicklung zum damaligen
Menschenbild:

Mensch, Individuum und Gesellschaft, Neigung und Pflicht, die


Menschlichkeit, Toleranz, Verstand und das Gefühl
- Streben nach Harmonie> Form
und Inhalt sollten
zusammenpassen und eine
harmonische Einheit bilden
- Keine Feste Form
- Einheitlicher Sprachstil
Merkmale - Stichomythie (- lebendiger
Redewechsel, Zeilenrede,
Dramatische Steigerung)
der Klassik - Sentenz (kurz formulierte,
allgemein gültige Aussagen)
- Blankverse
- Historismus > Rückgriff auf die
Geschichte
Die Literatur der Weimarer Klassik
- Die Literatur sollte die Menschen im Sinne des antiken Vorbildes zu
Menschlichkeit erziehen
- Das erzieherische Ideal; die “schöne Seele” > Person, die Pflichten folgt
- Gewalt sei keine Lösung für das entstehen eines Staates, sondern eine
evolutionäre Entwicklung einer Gesellschaft, der aufklärerische Ideale
vertritt
- Auffällig bei literarischen Gattung in der Klassik: Orientierung an der Antike
- Wichtigste literarische Gattung: Dramatik
- Lyrik und Epik eher als Nebenrolle bekannt
Die Dramatik der Weimarer Klassik
- Zeit der Entstehung zahlreicher bedeutender Dramen
- z.B. “Don Karlos” (1787), “Maria Stuart” (1800) und “Wilhelm Tell” (1804) von
Schiller, Iphigenie auf Tauris” (1787) von Goethe
- Typisch für Dramen : Blankvers ohne Endreim > besonders schön und
ästhetisch
- Werke orientierten sich am aristotelischen Dramenkonzept > antiken
Vorbild
Epik und Lyrik der Weimarer Klassik

- eher unwichtig für die Literaten der Klassik > Antike war das Vorbild für das
künstlerische Schaffen der Literaten > Drama wurde hierbei bevorzugt
- auch in der Lyrik nutzten Literaten auf Stil- und Gestaltungsmittel aus der
Antike zurück
- Ode war besonders beliebt (da sie an streng formalen Kriterien gebunden
war) und sie nutzten eine gehobene, pathetische Sprache
- Epik ist eher frei und befolgt eher wenigen formalen Regeln> uninteressant
für Autoren, da sie eine eher streng geregelte Form bevorzugten
- sie nutzten Prosa > erzählende Literatur, um ihre Weltanschauung
darzustellen
Autoren und Berühmte Werke
- Zur Zeit der Weimarer Klassik prägten und beeinflussten insbesondere vier Autoren die
deutsche Literaturszene :
bildeten das Viergestirn der
- Johann Gottfried Herder Weimarer Klassik
- Christoph Martin Wieland
- Johann Wolfgang von Goethe
- Friedrich Schiller

- Wohnort der vier Autoren: Weimar


- Herder und Wieland: distanzierte Beziehung zueinander
- Schiller und Goethe: Freunde und hatten einen großen Einfluss aufeinander
Autoren und Berühmte Werke
● “Egmont” (1775-1788), Johann Wolfgang von Goethe
● “Wilhelm Meisters Lehrjahre” (1795/96), Johann Wolfgang von Goethe
● “Reineke Fuchs” (1794), Johann Wolfgang von Goethe
● “Die Bürgschaft” (1798), Friedrich Schiller
● “Die Jungfrau von Orleans” (1801), Friedrich Schiller
● “Alceste” (1773), Christoph Martin Wieland
● “Aristipp und einige seiner Zeitgenossen” (1800-1802), Christoph Martin Wieland
● “Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit” (1784-1791), Johann
Gottfried Herder
● “Briefe zur Beförderung der Humanität” (1791-1797), Johann Gottfried Herder
Autoren und Berühmte Werke
➔ “Egmont” (1775-1788) Johann Wolfgang Goethe
➔ “Die Bürgschaft” ( 1789) Friedrich Schiller
➔ “Alceste” (1773) Christoph Martin Wieland
➔ “Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit” (1784-1791), Johann Gottfried Herder
Goethe und Schiller- Eine
Dichterfreundschaft
- Goethes Werk “Die Leiden des jungen
Werthers”>
- dies machte ihn zum führenden
Vertreter der Epoche Sturm und Drang
- Bevor sich Schiller der Klassik
zuwandte, war auch er Vertreter des
Sturm und Drangs
- Bevor sie einer der wichtigsten
Vertreter der Klassik wurden, waren
beide somit zuerst Vertreter des Sturm
und Drangs
Goethe und Schiller- Eine
Dichterfreundschaft
- Sahen sich bevor sie sich kannten als
- Konkurrenten
- Schiller erinnerte Goethe an seine Sturm
und Drang Zeit
- Schiller fand Goethe arrogant
- Zu Beginn, vor ihrer Freundschaft,
lehnten sie sich gegenseitig eher ab
- Später entwickelte sich zwischen beiden
ein intensives Arbeitsverhältnis
- teilten viele Denkweisen, wie z.B. viele
politische Ansichten
- fühlten sich beide zur Antike hingewendet
und sahen diese als höchstes
künstlerisches Ideal
Goethe und Schiller- Eine
Dichterfreundschaft
- Die beiden Dichter motivierten,
beeinflussten und halfen sich gegenseitig
- z.B. nahm Goethe einen großen Einfluss
auf Schillers Dramen- Trilogie
“Wallenstein”
- Schiller motivierte Goethe, sein
Lebenswerk “Faust” fortzusetzen
- Schillers Tod im Jahr 1805 war ein großer
Verlust für Goethe
- Die Bedeutung des gemeinsamen
produzieren dieser beiden wichtigen
Dichter in der Epoche der Weimarer
Klassik wird besonders daran deutlich,
dass die Weimarer Klassik mit dem Tod
von Schiller endete
Aufgabenstellung :

Ließ dir das Gedicht “Die Worte des Glaubens” (1797) von Friedrich Schiller
gründlich durch und bearbeite die darunter stehenden Aufgaben!
Quellen
● ▷Weimarer Klassik (1786–1832): Die Epoche im Überblick! (unicum.de)
● Weimarer Klassik – Wikipedia
● Homepage von Pohlw.de | Pohlw - Deutsche Literaturgeschichte & Literaturepochen
Vielen Dank für
eure Aufmerksamkeit!

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