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AUFKLÄRUNGSMERKBLATT

Zur Schutzimpfung gegen

COVID-19 (Corona Virus Disease 2019)

(Grundimmunisierung und Auffrischimpfung)

– mit mRNA-Impfstoffen –
mRNA
(Comirnaty® von BioNTech / Pfizer und Spikevax® von Moderna) Stand: 30. November 2021
Diese Informationen liegen in leichter Sprache und Fremdsprachen vor: (dieses Aufklärungsmerkblatt wird laufend
www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html aktualisiert)

Was sind die Symptome von COVID-19? Die in den Impfstoffen enthaltene mRNA wird nach
Zu den häufigen Krankheitszeichen von COVID-19 zäh­ der Impfung nicht ins menschliche Erbgut eingebaut,
len trockener Husten, Fieber, Atemnot sowie ein vorü­ sondern nach Eintritt in die Zellen „abgelesen“, wo­
bergehender Verlust des Geruchs- und Geschmacks­ raufhin diese Zellen dann das Spikeprotein selbst her­
sinnes. Auch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit stellen. Die so vom Körper des Geimpften gebildeten
Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Spikeproteine werden vom Immunsystem als Fremd­
Schnupfen wird beschrieben. Seltener wird über eiweiße erkannt; in der Folge werden Antikörper und
Magen-Darm-Beschwerden,Bindehautentzündung Abwehrzellen gegen das Spikeprotein des Virus gebil­
und Lymphknotenschwellungen berichtet. Folge­ det. So entsteht eine schützende Immunantwort. Die
schäden am Nerven- oder Herz-Kreislaufsystem sowie im Impfstoff enthaltene mRNA wird im Körper nach
langanhaltende Krankheitsverläufe sind möglich. einigen Tagen abgebaut. Dann wird auch kein Virus­
Obwohl ein milder Verlauf der Krankheit häufig ist und eiweiß (Spikeprotein) mehr hergestellt.
die meisten Erkrankten vollständig genesen, kommen
auch schwere Verläufe beispielsweise mit Lungen­ Wie wird welcher Impfstoff im Rahmen der
entzündung vor, die zum Tod führen können. Grundimmunisierung verabreicht?
Insbesondere Kinder und Jugendliche haben zumeist Der Impfstoff wird in den Oberarmmuskel gespritzt.
milde Krankheitsverläufe; schwere Verläufe sind bei Zur Grundimmunisierung muss der Impfstoff 2-mal im
ihnen selten und kommen meist bei bestehenden Abstand von 3 bis 6 Wochen (Comirnaty®) bzw. 4 bis
Vorerkrankungen vor. Bei Schwangeren sind schwere 6 Wochen (Spikevax®) verabreicht werden. Bei allen
COVID-19-Verläufe und Komplikationen insgesamt sel­ Impfungen der Impfserie sollte der gleiche Impfstoff
ten, jedoch stellt die Schwangerschaft an sich einen desselben Herstellers verwendet werden wie bei der
relevanten Risikofaktor für schwere Verläufe dar. 1. Impfung. Eine Ausnahme besteht jedoch bei
Personen mit Immunschwäche können einen schwere­ Personen unter 30 Jahren und bei Schwangeren, die
ren Krankheitsverlauf und ein höheres Risiko für einen bei der 1. Impfung Spikevax® erhalten haben. Die
tödlichen Verlauf haben. noch ausstehenden Impfungen sollen laut STIKO mit
Comirnaty® erfolgen, da es Hinweise gibt, dass bei
Was sind mRNA-COVID-19-Impfstoffe? unter 30-Jährigen das Risiko des Auftretens einer
Es handelt sich bei den derzeit zugelassenen Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung nach Impfung
Impfstoffen (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und mit Spikevax® höher ist als mit Comirnaty®.
Spikevax® von Moderna) um mRNA-basierte Impf­
stoffe, die auf der gleichen Technologie beruhen. Impfung nach nachgewiesener Infektion:
Personen mit nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion
Die mRNA-Impfstoffe enthalten eine „Bauanleitung“ vor der 1. Impfung erhalten entsprechend der Empfeh­
für einen einzigen Baustein des Virus (das sogenannte lung der STIKO lediglich 1 Impfstoffdosis (sofern bei
Spikeprotein), aber keine vermehrungsfähigen Impf­ ihnen keine Immunschwäche vorliegt. In diesen Fällen
viren. Deshalb können die Impfstoffe die Erkrankung wird im Einzelfall entschieden, ob die 1-malige Impfung
beim Geimpften nicht auslösen. Geimpfte können ausreichend ist). Personen, die nach der 1. Impfstoff­
auch keine Impfviren auf andere Personen übertragen. dosis eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion hatten,
erhalten eine 2. Impfstoffdosis.

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Optimierung des Impfschutzes nach einer Für Personen unter 30 Jahren wird ausschließlich der
Grundimmunisierung mit COVID-19 Vaccine Janssen® Einsatz von Comirnaty® empfohlen. Für Personen im
(von Johnson & Johnson): Alter ab 30 Jahren sind beide derzeit verfügbaren
Personen, die 1 Impfstoffdosis COVID-19 Vaccine mRNA-Impfstoffe (Comirnaty® und Spikevax®) glei­
Janssen® erhalten haben, sollen zur Optimierung ihres chermaßen geeignet.
Impfschutzes entsprechend der STIKO-Empfehlung
eine weitere Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffs Wie wirksam ist die Impfung?
(für Personen unter 30 Jahren Comirnaty®, für Die beiden verfügbaren COVID-19-mRNA-Impfstoffe
Personen ab 30 Jahren Comirnaty® oder Spikevax®) sind hinsichtlich der Wirksamkeit und auch der mög­
erhalten. lichen Impfreaktionen und Komplikationen vergleich­
bar.
COVID-19-Impfung gleichzeitig mit anderen Impfungen:
Gemäß STIKO können COVID-19-Impfungen mit ande­ Nach derzeitigem Kenntnisstand bietet eine vollstän­
ren Totimpfstoffen wie beispielsweise Grippeimpfstoffen dige Impfung mit COVID-19-mRNA-Impfstoffen eine
gleichzeitig verabreicht werden. In diesem Fall können hohe Wirksamkeit: Studien, die den Schutz gegenüber
Impfreaktionen etwas häufiger auftreten als bei der der vorherrschenden Delta-Variante untersuchten, zei­
zeitlich getrennten Gabe. Bei der gleichzeitigen Ver­ gen eine Wirksamkeit von etwa 90 % bezüglich der
abreichung verschiedener Impfungen sollen die Injek­ Verhinderung einer schweren Erkrankung; der Schutz
tionen in der Regel an unterschiedlichen Gliedmaßen vor milden Krankheitsverläufen liegt bei beiden Impf­
erfolgen. Zu Impfungen mit Lebendimpfstoffen soll ein stoffen niedriger. Das bedeutet: Wenn eine mit einem
Abstand von mindestens 14 Tagen vor und nach jeder COVID-19-Impfstoff vollständig geimpfte Person mit
COVID-19-Impfung eingehalten werden. dem Erreger in Kontakt kommt, wird sie mit hoher
Wahrscheinlichkeit nicht schwer erkranken.
Wie ist mit Auffrischimpfungen zu verfahren?
Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren eine Impfung von Kindern und Jugendlichen zwischen
Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff – in der 12 und 17 Jahren:
Regel im Abstand von 6 Monaten zur letzten Impf­ In klinischen Studien zeigte eine vollständige Impfung
stoffdosis der Grundimmunisierung. Eine Verkürzung mit Comirnaty® bei 12- bis 15-Jährigen bzw. mit
des Impfabstandes auf 5 Monate kann im Einzelfall Spikevax® bei 12- bis 17-Jährigen eine Wirksamkeit
erwogen werden. gegenüber einer COVID-19-Erkrankung von bis zu
100 %. Bei beiden mRNA-Impfstoffen ist davon auszu­
Es soll möglichst der mRNA-Impfstoff benutzt werden, gehen, dass die Wirksamkeit in Bezug auf eine schwe­
der bei der Grundimmunisierung genutzt wurde. Wenn re COVID-19-Erkrankung ähnlich hoch ist. Es wird
dieser nicht verfügbar ist, kann auch der jeweils andere jedoch bei Personen unter 30 Jahren nur die Impfung
mRNA-Impfstoff eingesetzt werden. mit Comirnaty® empfohlen.

Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchge­ Wer sollte mit welchem mRNA-Impfstoff gegen
macht und danach 1 Impfstoffdosis erhalten haben, COVID-19 geimpft werden?
sollen in der Regel 6 Monate nach der Impfung eine Comirnaty® und Spikevax® sind für Personen ab
Auffrischimpfung erhalten. 12 Jahren zugelassen (die erweiterte Zulassung von
Personen, die nach COVID-19-Impfung (unabhängig Comirnaty® für Personen zwischen 5 und 11 Jahren
von der Anzahl der Impfstoffdosen) eine SARS-CoV-2­ wird mit der nächsten Aktualisierung dieses Merk­
Infektion durchgemacht haben, sollen im Abstand von blatts berücksichtigt).
6 Monaten nach Infektion ebenfalls eine Auffrischungs­
impfung erhalten. Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen COVID-19 allen
Personen ab 12 Jahren. Bei Personen unter 30 Jahren
Schwangeren empfiehlt die STIKO eine Auffrisch­ sollen sowohl die Grundimmunisierung als auch mög­
impfung ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel mit dem liche Auffrischimpfungen ausschließlich mit
mRNA-Impfstoff Comirnaty®. Comirnaty® durchgeführt werden. Grund dafür ist,
dass es Hinweise für ein höheres Risiko für eine
Laut STIKO kann eine Auffrischimpfung in Einzelfällen Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung (Myokarditis
bei beruflicher Indikation (z. B. Tätigkeit im Pflegeheim und Perikarditis) bei Personen unter 30 Jahren nach
oder Krankenhaus) auch bei Jugendlichen unter Impfung mit Spikevax® im Vergleich zu einer Impfung
18 Jahren erwogen werden. mit Comirnaty® gibt. Personen, die 30 Jahre und älter
sind, können nach Empfehlung der STIKO sowohl mit
Comirnaty® als auch mit Spikevax® geimpft werden.

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Schwangere sollen ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel Bitte beachten Sie, dass der Schutz nicht sofort nach
ungeachtet ihres Alters mit Comirnaty® geimpft wer­ der Impfung einsetzt und auch nicht bei allen geimpf­
den, auch wenn für Schwangere keine vergleichenden ten Personen gleichermaßen vorhanden ist. Zudem
Daten für Comirnaty® und Spikevax® vorliegen. können geimpfte Personen das Virus (SARS-CoV-2)
Comirnaty® schützt auch in der Schwangerschaft sehr ohne Erkrankung weiterverbreiten, auch wenn das
gut vor einer COVID-19-Erkrankung. Schwere Nebenwir­ Risiko im Vergleich zu ungeimpften Personen deutlich
kungen kommen laut aktueller Studienlage nach der vermindert ist. Bitte beachten Sie deshalb weiterhin
Impfung in der Schwangerschaft nicht gehäuft vor. Ob die AHA + L-Regeln.
durch die Impfung der Schwangeren auch ein Schutz
für das Neugeborene erzielt werden kann, ist derzeit Welche Impfreaktionen können nach der Impfung
nicht klar. Die STIKO empfiehlt Stillenden ebenfalls die auftreten?
Impfung mit mRNA-Impfstoffen, bei Stillenden unter In Deutschland wurden bereits viele Millionen Dosen
30 Jahren mit dem Impfstoff Comirnaty®. Es gibt keine der mRNA-COVID-19-Impfstoffe verabreicht. Die bisher
Hinweise, dass die COVID-19-Impfung während der an das Paul-Ehrlich-Institut gemeldeten unerwünsch­
Stillzeit ein Risiko für Mutter oder Kind darstellt. ten Reaktionen nach Impfung mit mRNA-Impfstoffen
waren vor allem vorübergehende Lokal- und
Wer soll nicht geimpft werden? Allgemeinreaktionen, die als Ausdruck der Auseinan­
Personen, für die aktuell kein Impfstoff zugelassen ist, dersetzung des Körpers mit dem Impfstoff auftreten
sollen nicht geimpft werden. können. Diese Reaktionen zeigen sich meist innerhalb
von 2 Tagen nach der Impfung und halten selten länger
Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber (38,5 °C oder als 3 Tage an. Die meisten Reaktionen sind bei älteren
höher) leidet, soll erst nach Genesung geimpft werden. Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu
Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter beobachten. Die Impfreaktionen sind zumeist mild
38,5 °C) sind jedoch kein Grund zur Verschiebung. Bei oder mäßig ausgeprägt und treten nach der 2. Impfung
einer Überempfindlichkeit gegenüber einem Impfstoff­ etwas häufiger auf als nach der 1. Impfung. Nach der­
bestandteil sollte nicht geimpft werden: Bitte teilen Sie zeitigem Kenntnisstand sind Häufigkeit und Art mög­
der Ärztin / dem Arzt vor der Impfung mit, wenn Sie licher Nebenwirkungen nach der Auffrischimpfung
Allergien haben. Wer nach der 1. Impfung eine aller­ vergleichbar mit denen nach der 2. Impfung.
gische Sofortreaktion (Anaphylaxie) hatte, sollte die
2. Impfung nicht erhalten. Comirnaty®:

Sehr häufig auftretende Impfreaktionen (bei mehr als

Wie verhalte ich mich vor und nach der 10 % der Personen) können abhängig vom Alter berich­
Impfung? tet werden:

Wenn Sie nach einer früheren Impfung oder anderen


Spritze ohnmächtig geworden sind, zu Sofortallergien Personen ab 16 Jahren: Die am häufigsten berichteten
neigen oder andere Reaktionen hatten, teilen Sie dies Impfreaktionen in den Zulassungsstudien waren
bitte der Ärztin / dem Arzt vor der Impfung mit. Dann Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 80 %),
kann sie / er Sie nach der Impfung gegebenenfalls län­ Ermüdung (mehr als 60 %), Kopfschmerzen (mehr als
ger beobachten. 50 %), Muskelschmerzen und Schüttelfrost (mehr als
Informieren Sie bitte die Ärztin / den Arzt vor der 30 %), Gelenkschmerzen (mehr als 20 %), Fieber und
Impfung, wenn Sie an einer Gerinnungsstörung leiden Schwellung der Einstichstelle (mehr als 10 %).
oder gerinnungshemmende Medikamente einnehmen.
Sie können unter Einhaltung einfacher Vorsichtsmaß­ Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren: Die
nahmen geimpft werden. Teilen Sie bitte auch mit, in den Zulassungsstudien am häufigsten berichteten
wenn Sie nach einer Impfung in der Vergangenheit Impfreaktionen nach Gabe von Comirnaty® waren im
eine allergische Reaktion hatten oder Allergien haben. zumeist 2-monatigen Beobachtungszeitraum: Schmer­
Die Ärztin / der Arzt wird mit Ihnen abklären, ob etwas zen an der Einstichstelle (mehr als 90 %), Ermüdung
gegen die Impfung spricht. und Kopfschmerzen (mehr als 70 %), Muskelschmerzen
und Schüttelfrost (mehr als 40 %), Gelenkschmerzen
In den ersten Tagen nach der Impfung sollten außerge­ und Fieber (mehr als 20 %).
wöhnliche körperliche Belastungen und Leistungssport
vermieden werden. Bei Schmerzen oder Fieber nach In den Zulassungsstudien, die alle Studienteil­
der Impfung können schmerzlindernde / fiebersenken­ nehmerinnen und Studienteilnehmer ab 12 Jahren
de Medikamente eingenommen werden. Ihre Ärztin / Ihr berücksichtigen, wurden folgende Impfreaktionen bei
Arzt kann Sie hierzu beraten. weniger als 10 % der Personen berichtet: Häufig (zwi-

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schen 1 % und 10 %) traten Übelkeit und Rötung der Sind Impfkomplikationen möglich?
Einstichstelle auf. Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) Impfkomplikationen sind über das normale Maß einer
traten Lymphknotenschwellungen, Schlaflosigkeit, Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die
Schmerzen im Impfarm, Unwohlsein, Juckreiz an der den Gesundheitszustand der geimpften Person deut­
Einstichstelle sowie Überempfindlichkeitsreaktionen lich belasten.
(z. B. allgemeiner Ausschlag und Juckreiz) auf. Seit
Einführung der Impfung wurde außerdem sehr häufig In den umfangreichen klinischen Prüfungen vor der
(bei 10 % oder mehr) über Durchfall und häufig (zwi­ Zulassung wurden nach Gabe der mRNA-Impfstoffe
schen 1 % und 10 %) über Erbrechen berichtet. In selten (zwischen 0,1 % und 0,01 %) Fälle von akuter
Einzelfällen trat außerhalb der Zulassungsstudien eine Gesichtslähmung beobachtet. In allen Fällen bildete
akute entzündliche Hauterkrankung (Erythema multi­ sich die Gesichtslähmung nach einigen Wochen zurück.
forme) auf. Diese Gesichtslähmungen stehen möglicherweise im
ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung. Über­
Spikevax®: empfindlichkeitsreaktionen wie Nesselsucht und
Sehr häufig auftretende Impfreaktionen (bei mehr als Gesichtsschwellungen wurden in seltenen Fällen (zwi­
10 % der Personen) können abhängig vom Alter berich­ schen 0,1 % und 0,01 %) beobachtet.
tet werden:
Seit Einführung der Impfung wurden in sehr seltenen
Personen ab 18 Jahren: Die am häufigsten berichteten Fällen anaphylaktische Reaktionen (allergische Sofort­
Impfreaktionen in den Zulassungsstudien waren reaktionen) berichtet. Diese traten kurz nach der
Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 90 %), Impfung auf und mussten ärztlich behandelt werden.
Müdigkeit (70 %), Kopf- und Muskelschmerzen (mehr Ebenfalls wurden nach Gabe der mRNA-Impfstoffe sel­
als 60 %), Gelenkschmerzen und Schüttelfrost (mehr ten Fälle von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündun­
als 40 %), Übelkeit oder Erbrechen (mehr als 20 %), gen (Myokarditis und Perikarditis) sowohl bei Kindern
Schwellung oder Schmerzempfindlichkeit der Lymph­ und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen beobach­
knoten in der Achselhöhle, Fieber, Schwellung und tet. Diese Fälle traten hauptsächlich innerhalb von
Rötung an der Einstichstelle ( jeweils mehr als 10 %). 14 Tagen nach der Impfung und häufiger nach der
Häufig (zwischen 1 % und 10 %) wurde über allgemei­ 2. Impfung auf. Es waren vorwiegend jüngere Männer
nen Ausschlag sowie Ausschlag, Rötung oder Nessel­ sowie Jungen und männliche Jugendliche betroffen.
sucht an der Einstichstelle berichtet. Gelegentlich Die meisten Fälle einer Herzmuskel- bzw. Herzbeutel­
(zwischen 0,1 % und 1 %) trat Juckreiz an der Einstich­ entzündung verlaufen mild bis moderat, bei einem
stelle auf. kleinen Teil der betroffenen Patientinnen und Patienten
gibt es jedoch auch schwerere Verlaufsformen. Einzelne
Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren: Die Personen verstarben. Neue Daten weisen darauf hin,
am häufigsten berichteten Impfreaktionen waren: dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen insbe­
Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 90 %), sondere bei Jungen und jungen Männern aber auch bei
Kopfschmerzen und Müdigkeit (mehr als 70 %), jungen Frauen unter 30 Jahren nach der Impfung mit
Muskelschmerzen (mehr als 50 %), Schüttelfrost (mehr Spikevax® häufiger berichtet wurden als nach der
als 40 %), Schwellung oder Schmerzempfindlichkeit Impfung mit Comirnaty®.
der Lymphknoten in der Achselhöhle und
Gelenkschmerzen (mehr als 30 %), Übelkeit oder Zum Risiko einer Herzmuskelentzündung nach
Erbrechen, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle Auffrischimpfung liegen aktuell noch keine ausrei­
(mehr als 20 %) sowie Fieber (mehr als 10 %). chenden Daten vor.

Folgende Impfreaktionen wurden bei weniger als Grundsätzlich können – wie bei allen Impfstoffen – in
10 % der Personen (betrifft alle Altersgruppen ab sehr seltenen Fällen eine allergische Sofortreaktion bis
12 Jahren) berichtet: Häufig (zwischen 1 % und 10 %) hin zum Schock oder andere auch bisher unbekannte
traten Rötung, Ausschlag und Nesselsucht an der Komplikationen nicht ausgeschlossen werden.
Impfstelle, teilweise verzögert, sowie allgemeiner
Ausschlag auf. Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche
kam es zu Juckreiz an der Einstichstelle und zu die oben genannten schnell vorübergehenden Lokal-
Schwindel. In Einzelfällen trat außerhalb der und Allgemeinreaktionen überschreiten, steht Ihnen
Zulassungsstudien eine akute entzündliche Haut­ Ihre Ärztin / Ihr Arzt selbstverständlich zur Beratung
erkrankung (Erythema multiforme) auf. zur Verfügung. Bei schweren Beeinträchtigungen,

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Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit oder Herzklopfen Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) führt eine Befragung zur
begeben Sie sich bitte umgehend in ärztliche Behand­ Verträglichkeit der Impfstoffe zum Schutz gegen das
lung. neue Coronavirus (SARS-CoV-2) mittels Smartphone-
App SafeVac 2.0 durch. Sie können sich innerhalb von
48 Stunden nach der Impfung anmelden. Die Befragung
Es besteht die Möglichkeit, Nebenwirkungen auch ist freiwillig.
selbst zu melden: https://nebenwirkungen.bund.de
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In Ergänzung zu diesem Aufklärungsmerkblatt


bietet Ihnen Ihre Impfärztin / Ihr Impfarzt ein
Aufklärungsgespräch an.

Weitere Informationen zu COVID-19 und zur


COVID-19-Impfung finden Sie unter
www.corona-schutzimpfung.de
www.infektionsschutz.de
www.rki.de/covid-19-impfen
www.pei.de/coronavirus

Ausgabe 1 Version 016 (Stand 30. November 2021)


Dieses Aufklärungsmerkblatt wurde vom Deutschen Grünen Kreuz e. V., in Kooperation mit
Marburg, in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut, Berlin, erstellt und
ist urheberrechtlich geschützt. Es darf ausschließlich im Rahmen seiner
Zwecke für eine nicht-kommerzielle Nutzung vervielfältigt und weiterge­
geben werden. Jegliche Bearbeitung oder Veränderung ist unzulässig.

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