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Das Körperbild von Jugendlichen in der Schweiz – Studienergebnisse

Article  in  Praxis · July 2018


DOI: 10.1024/1661-8157/a003016

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Franziska Widmer
Bundesamt für Gesundheit, Schweiz
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Das Körperbild von Jugendlichen


${protocol}://econtent.hogrefe.com/doi/pdf/10.1024/1661-8157/a003016 - Franziska Widmer Howald <franziska.widmer@promotionsante.ch> - Thursday, November 01, 2018 7:04:17 AM - IP Address:62.2.79.210

in der Schweiz – Studienergebnisse


The Body Image of Adolescents in Switzerland – Study Results
Franziska Widmer Howald1, Marcel Schär Gmelch2 und Marie Peterseil3
1
Gesundheitsförderung Schweiz, Bern und Lausanne
2
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW
3
FH Joanneum Graz und Bad Gleichenberg

Zusammenfassung: Personen mit einem positiven Körperbild sind zufriedener mit ihrem Körper, reflektieren die in der Gesell-
schaft vorherrschenden Schönheitsideale kritischer, können sorgsam mit ihrem Körper umgehen und sind weniger von De-
pressionen betroffen. Die Adoleszenz ist eine besonders kritische Entwicklungsphase in Bezug auf das Körperbild. Die Resul-
tate der 1023 befragten Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren sind eindeutig: In den untersuchten zwei Sprachregionen der
Schweiz korreliert das positive Körperbild signifikant positiv mit der psychischen Gesundheit und signifikant negativ mit dem
Einfluss der Medien. Zukünftig sollen auf nationaler Ebene zielgruppen- und genderspezifische Sensibilisierungs- und Kom-
munikationsmassnahmen, insbesondere unter Einbezug der sozialen Medien, sowie damit verbundene Möglichkeiten zur
Stärkung der psychischen Gesundheit der Jugendlichen entwickelt werden.

Schlüsselwörter: Körperbild, Jugendliche, soziale Medien, psychische Gesundheit

Abstract: People with a positive body image are more content with their body, reflect their society's beauty ideals more criti-
cally, have the ability to care for their body and are better protected from depression. Adolescence represents a particularly
critical period relating to the development of the body image. The results of 1023  adolescents between the age of 13 and
16 years are unambiguous: In both analyzed language parts of the country, the positive body image correlates significantly
positive with mental health and significantly negative with the influence by the media. For the future it is recommended to
develop target-group-specific and gender-specific awareness and communication measures, particularly by including social
media, as well as associated means to strengthen adolescents' mental health.

Keywords: Body image, adolescents, social media, mental health

Résumé: Les personnes ayant une image corporelle positive sont plus à l'aise avec leur corps, plus critiques avec les normes
de beauté imposées dans la société, attentive à leur corps et moins sujet aux dépressions. L'adolescence est une phase cri-
tique concernant l'image corporelle. Sur les 1023 adolescents de 13 à 16 ans interrogés: Dans deux régions linguistiques de
Suisse analysées, l'image corporelle positive est corrélée positivement avec la santé mentale et négativement avec l'influence
des médias. Des mesures nationales de sensibilisation et de communication spécifiques à ce groupe-cible et tenant compte
de la spécificité genrées doivent impérativement être développées en intégrant les médias sociaux. En parallèle, il est néces-
saire de développer des moyens liés pour renforcer activement la santé mentale des adolescents.

Mots clés: Image corporelle, adolescents, médias sociaux, santé mentale

Theoretische Fakten zum Körperbild bild um als die gleichaltrigen Jungen [3, 4]. Neuere For­
schungsergebnisse deuten darauf hin, dass auch Jungen
Menschen mit einem positiven Selbstwertgefühl sind im immer unzufriedener mit ihrem Körper werden [5–7].
Hinblick auf ihre eigene Persönlichkeit und ihre Handlun­
gen selbstbewusster. Sie haben ein geringeres Risiko, an
einer Depression zu erkranken, und ihr allgemeines Wohl­ Konzept Körperbild
befinden ist besser [1]. Die Literatur bestätigt zudem, dass
eine besonders kritische Entwicklungsphase im Zusam­ Das Körperbild beschreibt die subjektive Einstellung und
menhang mit dem Körperbild die Adoleszenz darstellt [2]. die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper unabhängig
Jugendliche Mädchen gehen kritischer mit ihrem Körper­ von objektiven Voraussetzungen wie Gewicht, Körperform

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https://doi.org/10.1024/1661-8157/a003016
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oder weiteren äusseren Merkmalen wie beispielsweise


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Hautfarbe, Augenabstand und Nasenform [8]. Es bildet


sich immer aufgrund von Wechselwirkungen zwischen der
Person und ihrem Umfeld [9]. Das Körperbild ist ein wich­
tiger Bestandteil unserer Identität und unseres Selbstkon­
zepts [10].

Negatives Körperbild
Faktoren eines negativen Körperbildes sind:
yy Starke Unzufriedenheit, negative Gedanken und nega­
tive Gefühle gegenüber dem eigenen Körper [11].
yy Starker Druck aufgrund des kulturellen Schönheits­
ideals, der sozialen Botschaften und der individuellen
Persönlichkeitsmerkmale [12].

Positives Körperbild
Personen mit einem positiven Körperbild sind zufriedener
mit ihrem Körper, reflektieren die in der Gesellschaft vor­
herrschenden Schönheitsideale kritischer und können
Abbildung 1. Modell zum positiven Körperbild bei Jugendlichen
sorgsam mit ihrem Körper umgehen [9, 13]. Zudem haben
nach [9]. Faktoren zur Stärkung eines positiven Körperbildes;
Personen mit einem positiven Körperbild ein geringeres
grafische Darstellung: F. Widmer Howald (2017).
Risiko, an einer Essstörung [14] oder Depression [10] zu
erkranken.
Aus Sicht der psychischen Gesundheit wird das positive
Körperbild auf der Verhaltensebene insbesondere auf­ 10–13 % lebensnotwendig [20]. Ein Zuwenig an Körperfett
grund der Stärkung der Lebenskompetenzen gefördert. bei Frauen reduziert die Synthese von Östrogen, was die
Als entscheidende Ressource auf der Verhältnisebene gilt Synthese von Proteinen vermindert und zu einer Störung
die soziale Unterstützung (Abb. 1) [9]. des Menstruationszyklus bis hin zum völligen Ausbleiben
der Monatsblutung führen kann. Ein Verlust von Knochen­
masse kann ebenfalls die Folge sein [21].
Bedeutung von Gender im Körperbild

Bis vor Kurzem wurde in den Studien ausschliesslich die


Körperform in Bezug auf das Gewicht berücksichtigt. Die Methode
Forschung zeigt aber, dass insbesondere bei den männli­
chen Jugendlichen die Muskelmasse sehr wichtig ist [5, 15] Die Befragung wurde anhand eines Fragebogens mit ge­
und das neue Schönheitsideal des Mannes sich deutlich in schlossenen und halboffenen Fragen zu folgenden The­
Richtung schlank und gleichzeitig muskulös entwickelt [5, mengebieten durchgeführt: demografische Daten, Kör­
7]. In einer Deutschschweizer Befragung gaben 78 % der perbild, Verhalten, Motivation, soziale Hintergründe und
befragten jungen Männer an, weniger muskulös zu sein, psychischer Zustand. Die einzelnen Themengebiete wur­
als sie es gerne möchten [16]. den so weit als möglich mit bestehenden Fragebögen und
Die Muskel- oder Fitnesssucht (muscle dysmorphia) bekannten grafischen Methoden abgedeckt. Selber konst­
beschreibt eine – bis vor wenigen Jahren vor allem bei ruierte Fragen kamen dann zum Einsatz, wenn keine vali­
Männern beobachtete – zunehmend problematische Kör­ dierten Fragebögen gefunden werden konnten. Medizini­
perwahrnehmung, hohe Körperunzufriedenheit und ent­ sche Daten wurden keine erhoben.
sprechende Kompensationsstrategien. Die Gedanken
kreisen fast ausschliesslich nur noch um Training, Ernäh­
rung und Körperbild [17, 18]. Der Grund für die Entwick­ Beschrieb der Versuchspersonen
lung einer Muskelsucht liegt in einer starken Unzufrieden­
heit mit dem Körper und dem Körperbild. Davon sind An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 1023 Jugendliche
Frauen wie Männer immer stärker betroffen. So wenig wie zwischen 13 und 16 Jahren aus den Kantonen Basel­-Stadt,
klassische Essstörungen rein weiblich sind, so wenig ist Thurgau und Zürich sowie Freiburg, Genf und Neuenburg.
die Muskelsucht rein männlich [19]. Befragt werden konnten in der Deutschschweiz 195 jun­
Damit bei einem weiblichen Körper am Bauch ein Six­ ge Männer und 176 junge Frauen aus 21 Schulklassen, in
pack sichtbar wird – wie aktuell von Influencern gebloggt der Romandie 310  junge Männer und 342  junge Frauen
oder in Lifestyle-Magazinen abgebildet –, muss eine Frau aus 33 Schulklassen [22].
einen Körperfettanteil von weniger als 10 % aufweisen. Tabelle 1 gibt Aufschluss über die demografischen Daten
Für Frauen ist jedoch ein Körperfettanteil von mindestens aus den beiden sprachregional getrennten Befragungen.

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In der Deutschschweiz erfolgte die Umfrage 2015 in Pa­ Tabelle 1. Demografische Daten der befragten Jugendlichen in der
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pierversion. Diese wurde für die Befragung in der Roman­ Deutschschweiz (2015) und der Romandie (2016), nach [8]
die sprachlich und kulturell adaptiert und via SociSurvey Anzahl Deutschschweiz Romandie
in eine Online-­Umfrage umgemünzt [22]. (2015) (2016)

Kantone 3 3

Studienlimitationen Schulklassen 21 33

Befragte junge Männer 195 310


Die Befragung zeigt folgende Limitationen [22]:
Befragte junge Frauen 176 342
yy Die Befragung erfolgte in 6 von 26  Kantonen der
Schweiz. Befragte total 371 652
yy Die Fragen wurden in dieser Form erstmalig eingesetzt.
yy Die grafischen Darstellungen sind nicht sehr zeitge­
mäss. yy die Differenz zwischen Ideal­und Realbild;
yy Heterogene Studiendesigns verhindern Aussagen zu yy das Verhältnis der Körperteile, die gefallen, zu denje­
langfristigen Entwicklungen innerhalb des Körperbil­ nigen, die nicht gefallen;
des bei den Jugendlichen. yy der Anteil an Muskelmasse.
yy 317 Daten aus der Deutschschweiz versus 652  Daten
aus der Romandie: Hier stellt sich die Frage nach dem
Gewichtungsfaktor. Selbstwahrnehmung des Körpers
yy Papierversion (Deutschschweiz 2015) versus Online-
Version (Romandie 2016). Tabelle 2 zeigt, wie zufrieden die Jugendlichen mit ihrem
Gewicht sind.
Durchschnittlich geben 46 % der jungen Männer und
rund 37 % der jungen Frauen an, ihr Wunschgewicht zu
Resultate aus der Vergleichsstudie haben. Im Vergleich der Sprachregionen zeigt sich, dass
die jungen Männer in der Deutschschweiz eine auffallend
Deutschschweiz (2015) bessere Körperzufriedenheit haben als die jungen Män­
und Romandie (2016) ner in der Romandie. In der Romandie fühlen sich 40 %
der jungen Männer zu dick, 23 % zu schlank, nur gerade
Der Vergleich der Antworten von insgesamt 1023 Jugend­ 37 % haben ihr Wunschgewicht. In der Deutschschweiz
lichen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren – 195  junge fühlen sich 22 % zu dick, ebenfalls 22 % zu schlank, 56 %
Männer und 176  junge Frauen aus der Deutschschweiz, der jungen Männer geben an, ihr Wunschgewicht zu ha­
310 junge Männer und 342 junge Frauen aus der Roman­ ben. 46 % der jungen Männer in der Romandie wollen
die – zeigt, dass es in den beiden grössten Sprachregionen abnehmen, in der Deutschschweiz äussern nur 29 % die­
der Schweiz zwar bei den einzelnen Items sehr wohl signi­ sen Wunsch. In der Romandie haben 39 % der jungen
fikante, für die Praxis jedoch keine relevanten Unterschie­ Frauen ihr Wunschgewicht, 49 % fühlen sich zu dick,
de bezüglich positivem Körperbild der Jugendlichen gibt: 12 % fühlen sich zu dünn. In der Deutschschweiz geben
In beiden Sprachregionen korreliert das Körperbild signi­ 35 % der jungen Frauen an, ihr Wunschgewicht zu haben,
fikant positiv mit der psychischen Gesundheit und signifi­ 59 % fühlen sich zu dick, 7 % zu dünn.
kant negativ mit dem ­Einfluss der Medien. Der Datenver­ Die Ursache für die grosse Diskrepanz zwischen wahr­
gleich der Resultate beider Sprachregionen bestätigt, dass genommenem Körperbild und Wunschfigur der jungen
die folgenden drei Variablen valide Prädiktoren für das Männer zwischen den beiden Sprachregionen müsste in
positive Körperbild darstellen [22]: weiteren Studien genauer untersucht werden. Die Umfra­

Tabelle 2. Zufriedenheit der Jugendlichen mit dem eigenen Körper (Angaben in Prozent), nach [8]

Deutschschweiz (2015) Romandie (2016)

Zufriedenheit Junge Männer Junge Frauen Junge Männer Junge Frauen

Zu dünn 3,0 0,7 7,1 3,8

Etwas zu dünn 19,3 5,8 15,7 8,3

Wunschfigur 56,0 34,8 37,1 39,4

Etwas zu dick 14,5 50,7 23,2 17,6

Zu dick 6,6 6,5 8,6 27,2

Viel zu dick 0,6 1,4 8,3 3,5

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ge in der Romandie fand zum Ende der Fussball-Europa­ Klarheit bezüglich des Bewusstseins ihrer Vorbildrolle
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meisterschaft im Sommer 2016 in Frankreich statt, jene in und gleichzeitig eine Sensibilität hinsichtlich des positi­
der Deutschschweiz während der Wintermonate ven Körperbildes bei den jungen Patienten schaffen [22].
2014/2015. Basierend auf den Umständen, wann die bei­
den Umfragen in der Schweiz stattgefunden haben, lässt
sich folgende Hypothese für zukünftige Studien ableiten: Massnahmen zur Veränderung des Körpers
Ein aktueller Fitnesstrend und ein sportliches Grossereig­
nis wirken sich stark auf die Wahrnehmung des eigenen Tabelle 4 zeigt auf, welche Verhaltensstrategien die jun­
Körperbildes aus [22]. gen Männer und Frauen anwenden, um ihren Körper ge­
mäss i­ hrer Vorstellung von Schönheit zu verändern. Auf­
fallend in der Auswertung ist der Unterschied zwischen
Einfluss Dritter auf das Körperbild den jungen Männern in der Deutschschweiz und in der
der Jugendlichen Romandie in ­ihrer Konsequenz, Krafttraining zu ma­
chen, um ihrem Wunsch nach mehr Muskeln näher zu
Tabelle 3 macht deutlich, welche Bezugspersonen die Ju­ kommen: In der Deutschschweiz sind 54 % der Männer
gendlichen auf ihre Körperform ansprechen. mit ihrem Körper unzufrieden und möchten mehr Mus­
Auf den ersten Blick scheint es zwischen den beiden keln haben. 89 % davon geben an, dass sie Krafttranig
Sprachregionen keine grossen Unterschiede zu geben machen für den Muskel­aufbau. In der Romandie sind
zwischen dem Anteil derjenigen Leute, die nichts zum rund 60 % der jungen Männer unzufrieden mit ihrem
Körper der Jugendlichen sagen, und denjenigen, die et­ Körper und wünschen sich mehr Muskeln. Allerdings ge­
was sagen. Beim genaueren Hinsehen fällt auf, dass bei ben davon nur 56 % an, Krafttraining für den Muskelauf­
den jungen Männern der Romandie Trainer und Sport­ bau zu machen. Die klare Mehrheit der jungen Männer
lehrer zusammen mit 12,2 % beinahe doppelt so viele Be­ in der Deutschschweiz, welche mehr Muskeln wün­
merkungen b ­ezüglich Körperbild machen wie in der schen, scheinen also auch tatsächlich Krafttraining für
Deutschschweiz mit 7,7 %. Die Tatsache, dass die Bemer­ den Aufbau von mehr Muskelmasse zu betreiben. In der
kungen von Vertrauenspersonen aus dem Sportbereich Romandie ist der Wunsch nach mehr Muskelmasse noch
bei den jungen Männern in der Romandie deutlich zuge­ grösser als in der Deutschschweiz. Allerdings geht dann
nommen haben, könnte eine Auswirkung des neuen nur rund die Hälfte der mit ihrer Muskelmasse unzufrie­
Schönheitsideals des Mannes in Richtung schlank und denen jungen Männer wirklich ins Krafttraining.
zugleich muskulös sein. Die daraus folgende Hypothese In der Deutschschweiz scheint bei den jungen Männern
liegt nahe, dass Trainer und Sportlehrer diese neuen Ide­ im Vergleich zur Romandie eine bedeutend höhere Bereit­
ale zum Körperbild der jungen Männer möglicherweise schaft zu bestehen, vermehrt Kalorien (24 zu 7 %), Nahrungs­
untermauern. In weiterführenden Studien wäre es des­ ergänzungen (13 zu 5 %), Kreatin (0,9 zu 0,6 %) und Anabo­
halb wichtig, Trainer und Sportlehrer ebenfalls zu ihrem lika (4,0 zu 0,6 %) für den Muskelaufbau einzunehmen.
Körperbild zu befragen, um herauszufinden, welches Zur Muskelmasse wurden nur die jungen Frauen der
Körperbild sie den Jugendlichen als Modell vorleben. Romandie befragt, ein Vergleich mit der Deutschschweiz
Die jungen Frauen werden mit einer Häufigkeit von ist deshalb hinfällig. 32 % der jungen Frauen in der Ro­
8,0 % in der Deutschschweiz und 5,6 % in der Romandie mandie, die mehr Muskeln haben möchten, geben an,
vom Hausarzt darauf hingewiesen, wie ihr Körper sein Krafttraining zu machen.
müsste. Hier stellt sich ebenfalls die Frage, ob sich die Gemäss der Befragung wären junge Männer mit ih­
Hausärzte ihres Einflusses auf das Körperbild der jungen rem Körper zufriedener, wenn sie mehr Muskeln hätten.
Menschen – insbesondere der jungen Frauen – bewusst Junge Frauen hingegen wünschen sich in beiden Sprach­
sind. Eine Befragung bei den Hausärzten selber könnte regionen weniger Gewicht [22].

Tabelle 3. Andere Leute, die sagen, wie der Körper der Jugendlichen sein sollte (Angaben in Prozent) nach [8]

Deutschschweiz (2015) Romandie (2016)

Verhalten Junge Männer Junge Frauen Junge Männer Junge Frauen

Andere Leute sagen nichts 76,4 80,7 71,6 71,1

Andere Leute, die etwas sagen

Hausarzt 5,1 8,0 5,2 5,6

Trainer 5,6 1,1 9,0 1,5

Sportlehrer 2,1 1,1 3,2 0,6

Andere 7,7 6,8 3,2 2,9

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Tabelle 4. Verhaltensweisen der Jugendlichen, um den eigenen Körper zu verändern, nach [8]
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Deutschschweiz (2015) Romandie (2016)

Verhalten Junge Männer Junge Frauen Junge Männer Junge Frauen

Abnehmen 29,2 59,1 45,8 50,6

Körper nicht verändern 43,8 25,6 51,2 42,8

Zunehmen 12,0 9,7 12,9 12,6

Mehr Muskeln 54,0 k.A. 59,7 36,3

Abnehmen

Diäten 21,6 (6,3)* 34,7 (20,5) 6,8 (3,1) 12,3 (6,2)

Sport 88,7 (25,7) 80,7 (47,7) 42,9 (19,7) 40,9 (20,7)

Medikamente 0,0 1,0 (0,6) 1,0 (0,6) 0,0

Erbrechen 0,0 7,6 (4,5) 1,0 (0,6) 1,2 (0,6)

Schönheitsoperation 0,5 5,8 (3,4) 2,3 (1,0) 2,9 (1,4)

Mehr Muskeln

Krafttraining 89,4 (47,2) k.A. 55,8 (33,3) 32,7 (11,9)

Kalorien 23,9 (12,6) k.A. 6,8 (4,1) 1,8 (0,7)

Nahrungsergänzung 12,9 (6,8) k.A. 4,8 (2,9) 1,2 (0,4)

Kreatin 0,9 (0,5) k.A. 0,6 (0,4) 0,3 (0,1)

Anaboika 4,0 (2,1) k.A. 0,6 (0,4) 0,6 (0,2)

* Die Prozentzahlen vor der Klammer beziehen sich auf diejenigen Jugendlichen, die bereits etwas an ihrem Verhalten geändert haben,
um abzunehmen beziehungsweise mehr Muskeln aufzubauen.
Die Zahlen in Klammern sind absolute Prozentangaben, also X % aller Jugendlichen, die an der Studie teilgenommen haben.

Einfluss der Medien auf das Körperbild ke Meinungs­bildner – nicht zuletzt auch in Bezug auf das
Körperbild.
Tabelle 5 macht deutlich, dass das positive Körperbild sehr Bloggerinnen wie beispielsweise die Schweizerin More­
stark damit zusammenhängt, wie deutlich es den Jugendli­ na Diaz [23] versuchen bereits heute, aktiv ihre Follower
chen gelingt, sich von Bildern und Normen, die die Medi­ unter dem Begriff «Body-Positivity» auf ein positives Kör­
en in ­Bezug auf ein ideales Körperbild vermitteln, abzu­ perbild zu sensibilisieren und stellen gleichzeitig die un­
grenzen. Je kritischer die Jugendlichen die über die Medien physiologischen Schönheitsideale in Frage. Sie setzen da­
vermittelten Körperbilder und -normen hinterfragen, des­ durch ein wichtiges Zeichen innerhalb ihrer Community
to positiver ist das eigene Körperbild, desto weniger wün­ und können als Influ­encer auf Augenhöhe andere junge
schen sie sich ­einen anderen Körper und desto besser ist Menschen motivieren, die sie umgebenden Normen kriti­
die psychische Gesundheit. Die sozialen Medien sind star­ scher zu betrachten.

Tabelle 5. Medieneinfluss und Hoffnung, nach [8]

Deutschschweiz (2015) Romandie (2016)

Variablen Medieneinfluss Hoffnung Medieneinfluss Hoffnung

Psychischer Zustand SCL-14 0,312* 0,306* 0,338* 0,286*

Wunsch nach anderem Körper 0,539* 0,545* 0,580* 0,521*

Positives Körperbild FKKS –0,460* –0,464* –0,808* –0,771*

Zufriedenheit mit dem Körper

Differenz Ideal-/Realbild 0,292* 0,239* 0,338* 0,239*

Differenz Körperteile, die gefallen / nicht gefallen –0,280* –0,231* –0,149* –0,130*

* Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,01 (1-seitig) signifikant

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770Mini-Review

Key messages und Handlungsempfehlungen


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Die Auswertung der Resultate der jungen Männer beider Sprachregionen sowie der jungen Frauen in der Romandie bezüg-
lich Körpergewicht und Muskulatur gibt wichtige Hinweise, in welche Richtung weitere Forschung abzielen müsste: weg vom
ausschliesslichen Fragen nach Gewicht und Grösse und somit Erfassen des Body-Mass-Index (BMI) hin zu einem umfas-
senderen Verständnis, welche Faktoren das Schönheitsideal und dadurch auch das Körperbild von jungen Menschen beein-
flussen. Die Settings Schule und Freizeit sowie Bezugspersonen der Jugendlichen müssten in den Erhebungen unbedingt
mitberücksichtigt werden [22].
Die folgenden Punkte fassen zusammen, welche relevanten Handlungsempfehlungen sowohl für die Jugendlichen selber als
auch deren wichtigste Bezugspersonen dazu beitragen können, das positive Körperbild der Jugendlichen in der Schweiz
längerfristig zu fördern und zu unterstützen:
• Zukünftige Sensibilisierungs- und Kommunikationsmassnahmen für die Jugendlichen selber und deren wichtigste Be-
zugspersonen wie Eltern, Lehrpersonen, Sporttrainer und Hausärzte müssen zwingend unter Einbezug der sozialen Me-
dien entwickelt werden.
• Die Massnahmen zur Stärkung des positiven Körperbildes, und damit verbunden der Selbstakzeptanz und des Selbst-
wertes als wichtige Ressourcen, müssen in unterschiedlichen Settings (Schule, Freizeit) geplant und in Pilotversuchen
getestet und evaluiert werden.
• Eine fachlich breit abgestützte Expertengruppe muss die zu entwickelnden Massnahmen für die Praxis von Beginn weg
begleiten und kritisch reflektieren.
• Um das Körperbild der Jugendlichen regelmässig zu überprüfen und auch zukünftige Trends in die Handlungsempfehlun-
gen und Massnahmen zu integrieren, müssen die Fragen zum positiven Körperbild langfristig in nationale Monitorings
eingebunden werden [22].

Hausärzte als wichtige Bezugspersonen der Jugendlichen müssen sich bewusst sein, dass ein gesundes Körpergewicht
mehr beinhaltet als einen Body-Mass-Index im Normbereich. Zu einem gesunden Körpergewicht gehören auch ein positives
Verhältnis zum eigenen Körper und die Entwicklung eines positiven Körpergefühls. Dies ist im Hinblick auf die ­Entwicklung
eines positiven Körperbildes bei Jugendlichen essenziell. Und dafür müssten praxisorientierte Leitlinien ausgearbeitet und
überprüft werden.

Lernfragen
1. Was versteht man unter dem «Konzept Körperbild»? (Mehrfachauswahl)
a) Das Körperbild beschreibt die subjektive Einstellung und die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper unabhängig von
objektiven Voraussetzungen wie Gewicht, Körperform oder weiteren äusseren Merkmalen wie beispielsweise Hautfar-
be, Augenabstand und Nasenform.
b) Das Körperbild ist das Resultat aus strengem physischem Training und einer begleitenden Ernährungsumstellung.
c) Das Körperbild bildet sich immer aufgrund von Wechselwirkungen zwischen der Person und ihrem Umfeld.
d) Das Körperbild ist ein wichtiger Bestandteil unserer Identität und unseres Selbstkonzepts.

2. Warum ist es wichtig, ein positives Körperbild zu fördern? (Mehrfachauswahl)


a) Weil Personen mit einem positiven Körperbild sorgsam mit ihrem Körper umgehen.
b) Weil Personen mit einem positiven Körperbild die in der Gesellschaft vorherrschenden Schönheitsideale kritischer re-
flektieren.
c) Weil Personen mit einem positiven Körperbild dem kulturellen Schönheitsideal entsprechen.
d) Weil Personen mit einem positiven Körperbild ein geringeres Risiko haben, an einer Essstörung zu erkranken.
e) Weil Personen mit einem positiven Körperbild ein geringeres Risiko haben, an einer Depression zu erkranken.

3. Warum ist es wichtig, dass Bezugspersonen der Jugendlichen eine Sensibilität für das Thema des positiven Körperbildes
entwickeln? (Mehrfachauswahl)
a) Weil Bezugspersonen die Jugendlichen in der Entwicklung eines positiven Körpergefühls stärken können.
b) Weil Bezugspersonen für sich eine klare Haltung dem Thema gegenüber definieren müssen, damit sie gestärkt sind in
der Wahrnehmung ihrer Vorbildrolle.
c) Weil Bezugspersonen nur so das schlanke und gleichzeitig muskulöse aktuelle Schönheitsideal der Jugendlichen stär-
ken können.

Gleichzeitig setzen sie einen Kontrapunkt zu denjeni­ Als weitere Variable wurde erhoben, was sich die Ju­
gen Influencern, die ihre Essstörung und/oder Fitness­ gendlichen von einem schöneren Körper erhoffen. Je
sucht zum Schönheitskult machen, wie zum Beispiel Euge­ mehr persönliche und gesellschaftliche Akzeptanz sie
nia Cooney [22, 24]. sich von einem anderen, besseren Körper erhoffen, desto

Praxis 2018; 107 (14): 765–771 © 2018 Hogrefe


Mini-Review771

schlechter ist die psychische Gesundheit, desto eher 11. Piran N, Teall T: Embodied possibilities: Embodiment as a
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wünschen sie sich einen anderen Körper und desto weni­ psychological construct and wellbeing. Presentation. OISE/­
University of Toronto: 2015.
ger positiv ist ihr Körperbild. 12. Posch W: Projekt Körper. Wie der Kult um die Schönheit unser
Leben prägt. Frankfurt; Campus: 2009.
13. Tylka TL: Positive psychology perspectives on body image.
Body image: A handbook of science, practice, and prevention
(2nd ed.). New York; Guilford: 2012. 56–64.
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Frage 3: Antworten a und b sind richtig


Frage 2: Antoworten a, b, d, und e sind richtig.
Frage 1: Antworten a, c und d sind richtig.
Antworten zu den Lernfragen

© 2018 HogrefePraxis 2018; 107 (14): 765–771

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