Sie sind auf Seite 1von 23

Philipps-Universität Marburg

Fachbereich 03: Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Der gute Mensch und der Weg zum guten Leben


Eine Gegenüberstellung fernöstlicher und griechischer Menschenbilder
der Achsenzeit

Angaben zur Prüfung:


Modul: Geschichte der Philosophie II
Veranstaltung: Fernöstliche Philosophie
Prüfungsnummer (MARVIN): 317127311
Prüfer*in: Becker, Alexander
Prüfungs-(Abgabe)datum: 30.09.2021
WS/SoSe: SoSe

Angaben zur Person:


Name, Vorname: Sawitzki, Philipp
Matrikelnummer: 3204896
Immatrikuliert in Studiengang: Philosophie B.A.
(Fach-)Semester: 6

Straße u. Hausnummer: Ritterstraße 1


PLZ u. Wohnort: 35037 Marburg
E-Mail-Adresse: p.sawitzki@me.com

von dem/der PrüferIn auszufüllen:

Bewertung:
[Notenpunkte 1-15 oder bestanden/nicht bestanden oder ggfs. Täuschungsversuch]

Ort, Datum Unterschrift Prüfer*in


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ..................................................................................................................................................... 1

2. Konfuzianismus (儒家思想) ......................................................................................................................... 1

2.1. Menschlichkeit (Ren 仁) und der Edle (junzi 君子) .................................................................................. 3

2.2. Das Dao (道) ......................................................................................................................................... 5

2.3. Das glückliche Leben .............................................................................................................................. 5

3. Daoismus (道家)........................................................................................................................................... 6

3.1. Das Dao (道) ......................................................................................................................................... 7

3.2. Das glückliche Leben und der weise Mensch ........................................................................................... 7

4. Stoizismus .................................................................................................................................................... 8

4.1 Affekt- und Handlungslehre .................................................................................................................... 9

4.2. Die Tugendlehre................................................................................................................................... 10

4.3. Das glückliche Leben und der stoische Weise ........................................................................................ 11

5. Epikureismus .............................................................................................................................................. 12

5.1. Der Lustbegriff ..................................................................................................................................... 12

5.2. Die Quellen der Unlust ......................................................................................................................... 13

5.3. Das glückliche Leben und der epikureische Weise ................................................................................. 16

6. Fazit............................................................................................................................................................ 16

Literaturverzeichnis........................................................................................................................................ 19
1. Einleitung

Wir alle hegen in uns den Wunsch nach einem glücklichen und sorgenfreien Leben. Doch auf
welche Weise können wir erreichen, dass es uns bedingungslos gut geht. Gibt es einen solchen
Zustand überhaupt? Mit dieser Frage wurde sich bereits in längst vergangenen Zeiten beschäf-
tigt und während die Lehren aus dem alten Griechenland auch in der heutigen Zeit stark vertre-
ten und bekannt sind, so sind die Theorien und Lehren der fernöstlichen Philosophie, welche
für das westliche Denken deutlich weniger greifbar und verständlich sind, nicht ganz so präsent
in den Köpfen. Ich möchte im Laufe dieser Arbeit die Philosophien und Entwürfe des guten
Lebens im alten Konfuzianismus und Daoismus näher beleuchten und herausfinden, ob es Pa-
rallelen zwischen diesen großen Schulen der chinesischen Antike und den hellenistischen Leh-
ren der Stoa und des Epikurs gibt.

Zunächst werde ich die Theorie des Konfuzius näher untersuchen und die Grundbegriffe erklä-
ren. Anschließend werde ich beschreiben, wie eine Konfuzianer*in ein gutes und glückliches
Leben führen kann. Darauffolgend möchte ich mich mit dem Daoismus beschäftigen und auch
dort die Grundbegriffe, die Theorie und das gute Leben genauer beleuchten.

Im zweiten Teil der Arbeit soll es um die hellenistischen Schulen der Stoa und des Epikurs
gehen. Eingangs werde ich den Stoizismus in seine Zeit einordnen und beschreiben, welche
Ziele, auf dem Weg zum guten Leben im Sinne der Stoa, erreicht werden müssen. Nach dem
gleichen Verfahren werde ich im Anschluss den Epikureismus behandeln und auch dort die
Grundbegriffe und den Weg zum guten Leben aufschlüsseln.

Schließen werde ich mit meiner eigenen Einschätzung der Lehren. Ich möchte herausarbeiten,
ob die fernöstlichen Schulen wirklich so verschieden von den Hellenistischen sind, oder ob es
nicht doch einige Parallelen gibt.

2. Konfuzianismus (儒家思想)

Der Konfuzianismus ist eine der drei großen chinesischen Religionen, welcher aus philosophi-
schen Lehren entstanden ist und sich erst im Lauf der Zeit zu einer Religion entwickelt hat,
welche von vielen Menschen in China gelebt und gelehrt wird.

Der klassische Konfuzianismus wurde zunächst durch Konfuzius (551 – 479 v.Chr.) und später
durch Menzius (372 – 289 v.Chr.) entwickelt und gefestigt.

1
Um die Ziele Konfuzius richtig nachvollziehen zu können, müssen zunächst die Umstände der
Zeit, in welcher er gelebt hat, genauer erörtert werden. Konfuzius lebte in einer Zeit des Krieges
und der Auseinandersetzungen in China. Die sogenannte Achsenzeit erstreckte sich zwischen
800 und 200 v.Chr. und wird, nach Karl Jaspers Theorie, als Geburtszeit der Weltreligionen
und der „Grundkategorien des Denkens“1 bezeichnet. Diese Zeit war durch Krieg gezeichnet
und China war in einzelne Reiche zerfallen, welche in ständiger Auseinandersetzung miteinan-
der standen. Der Verlust der Zentralmacht Chinas und der damit einhergehende Zustand des
Landes führte dazu, dass in den Bürger*innen die „Sehnsucht nach Frieden und Sicherheit“2
ständig weiter wuchs. Die Begleiterscheinungen des Krieges und der Auseinandersetzungen
waren Grund für die Entfernung von Moral und Ethik und der dadurch verursachte Zerfall des
Wertesystems. Konfuzius hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen einen moralischen
Kompass zurückzugeben. Sie sollten sich auf klassische Tugenden zurückbesinnen und somit
die Moral wiederherstellen.

In der Lehre des Konfuzius werden fünf bestimmte Kardinaltugenden benannt. Diese Tugenden
sind Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Sittlichkeit, Pietät, Wissen und Loyalität3. Die Wichtigste
ist hierbei die Menschlichkeit4. Aufgrund dessen, dass die wirkliche Menschlichkeit nur durch
die Summe aller Tugenden erreicht werden kann, möchte ich mich im weiteren Verlauf dieser
Arbeit insbesondere auf die Menschlichkeit konzentrieren.

Im Folgenden möchte ich die Gerechtigkeit, die Sittlichkeit und das Wissen kurz umreißen. Im
späteren Verlauf der Arbeit wird die Pietät und die Loyalität genauer beschrieben. Dadurch
lässt sich die Philosophie Konfuzius bereits im Ansatz verstehen und bietet eine Grundlage für
eine genauere Erklärung der Menschlichkeit und der geebnete Weg zum Leben als guter
Mensch.

Die Gerechtigkeit ist in den Lehren Konfuzius ein unabdingbarer Bestandteil der Menschlich-
keit. Der gute Mensch soll Ziele und damit verbundene Handlungen nicht nur zu seinem eige-
nen Vorteil vollziehen, sondern sollte immer darauf achten, dass auch für andere Menschen ein
Vorteil entsteht. Die Sittlichkeit beschreibt das Befolgen der traditionellen Riten. Sie ist sozu-
sagen der Überbegriff der moralischen Verpflichtungen, welchen sich ein jeder Mensch zu

1
Fuchs, Halfwassen, Schulz, 2017, S. XVI
2
Paul, 2010, S. 21
3
Vgl. Schleichert/Roetz, 1980, S. 21f
4
Vgl. Hang, 2012, S. 24
2
beugen hat, insofern er ein Leben im Sinne des Konfuzianismus leben möchte. Das Wissen hat
in der konfuzianischen Lehre einen Stellenwert, welcher über das Erlernen von Musik, Ge-
schichte und Traditionen hinausgeht. Es ist unabdingbar für einen Menschen, Klugheit und
Wissen zu besitzen, um moralisch richtig handeln zu können und die Ordnung zwischen dem
Dao und dem Menschen zu verstehen.

2.1. Menschlichkeit (Ren 仁) und der Edle (junzi 君子)

Die Menschlichkeit ist in der Lehre des Konfuzianismus die am Höchsten stehende Kardinal-
tugend. In ihr vereinen sich die übrigen Konstanten und sie ist die Voraussetzung dafür, dass
ein Mensch „zu einem ‚Edlen‘“5 werden kann. Als Edler erreicht ein Mensch die höchste Form
des Mensch-seins, welche im lebendigen Dasein erreicht werden kann.

„Gerade da das höchste Ziel, ein ‚Heiliger (圣人) zu werden‘ nie erreicht werden kann,
ist es notwendig, sich ständig darum zu bemühen, zumindest zu versuchen, die Vorstufe
zu erreichen, nämlich ein Edler zu werden.“6

Menschlichkeit setzt sich in den Lehren Konfuzius aus einigen Bedingungen zusammen, wel-
che unabdingbar für die wahre Menschlichkeit sind. Zum einen ist die Nächstenliebe ein wich-
tiger Bestandteil dessen, was Ren ausmacht. Ein jeder Mensch muss gegenüber anderen Men-
schen dieselbe Liebe empfinden, die er auch sich selbst gegenüber empfindet. Auf Basis dieser
Beschreibung lässt sich auch die Goldene Regel des Konfuzianismus formulieren: „Was du
selbst nicht wünschst, das tue nicht den Menschen an“7.

Neben der Nächstenliebe waren noch einige weitere Charaktermerkmale wichtig, um durch
wahre Menschlichkeit zum Edlen werden zu können. Darunter waren Eigenschaften wie „Groß-
herzigkeit, Wohlwollen, Milde, Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit […], Bescheidenheit […],
Lernbereitschaft, Selbstkritik, Offenheit für Kritik, ansprechende, kultivierte Umgangsformen
[…], Toleranz, öffentliches Engagement, Mut […], kritische Loyalität (zhong) und kritische
Pietät (xiao)“8. Die meisten dieser Eigenschaften sind selbsterklärend und bedürfen keiner ge-
naueren Ausführung. Es sind lediglich Charaktereigenschaften, welche bei einem friedlichen
und respektvollen Miteinander nicht wegzudenken sind. Genauerer Betrachtung bedarf es

5
Roetz, 2016, S. 27
6
Lun, 2010, S. 8
7
Kong, 1955, S. 122
8
Paul, 2010, S. 32
3
jedoch bei der kritischen Loyalität und der kritischen Pietät. Diese beiden Eigenschaften geben
Aufschluss darüber, welche Hierarchien in der Lehre des Konfuzius gelebt werden sollten. Als
Edler müssen die streng geregelten Verhältnisse unterschiedlicher Menschen geachtet werden.

Die kritische Loyalität bezieht sich hier auf die Ergebenheit dem Herrschenden gegenüber.
Diese sollte sich allerdings nicht durch „blinden Gehorsam“9 ausdrücken, sondern muss vom
Edlen ständig auf Basis des rechten Weges, des Dao, bewertet werden. Handelt die herrschende
Person abseits des Dao, so steht der Edle in der Pflicht, seinen Gehorsam einzustellen. Die
kritische Pietät ist im Prinzip sehr ähnlich der kritischen Loyalität. Der Unterschied besteht
darin, dass es bei der kritischen Loyalität um die Beziehung des Edlen zum Herrschenden geht,
während es bei der kritischen Pietät um Familienverhältnisse geht.

Loyalität und Pietät sind in den Lehren Konfuzius ein so schwerwiegendes Thema, da zwi-
schenmenschliche Beziehungen einen weiteren wichtigen Teil der Menschlichkeit darstellt. Es
wurden fünf zwischenmenschliche Elementarbeziehungen festgelegt. Diese sind die Beziehung
zwischen Vater und Sohn, Monarch und Beamter, Mann und Frau, älterer und jüngerer Bruder,
Freund und Freund10. Bei diesem Bereich werden klare Hierarchien festgelegt, an welche sich
das Individuum zu halten hat. Der Grundbaustein für die richtige Form der Folgsamkeit liegt in
der „Kindespietät xiao“11. Das Kind ist verpflichtet, dem Vater Folge zu leisten und ihm zu
gehorchen. Dieses Verhältnis wird als xiao bezeichnet. Des Weiteren, ist der Edle dazu ange-
halten, auch dem größeren Bruder Folge zu leisten und sich ihm unterzuordnen. Das Verhältnis
Großer Bruder zu Kleiner Bruder wird Bruderachtung, beziehungsweise ti genannt und kann
auf das Verhältnis zwischen Alt und Jung angewendet werden. Kinder, welche die kindliche
Pietät bestehend aus xiao und ti verinnerlicht haben, sind nach Konfuzius Lehren, dazu befä-
higt, Loyalität zum Herrscher oder zhong, zu erlernen und zu meistern.

„Ti kann deshalb als das Bindeglied zwischen xiao und zhong, der Loyalität zum Fürs-
ten, angesehen werden. Der Übergang von der Gehorsamspflicht gegenüber dem Vater
zu jener gegenüber dem Herrscher erfolgt durch die Übertragung der ehrerbietigen
Haltung des jüngeren Bruders auf die Autorität außerhalb der Familie.“12

9
Lun, 2010, S. 6
10
Vgl. Gan, 1997, S. 62
11
Roetz, 1992, S. 83
12
Roetz, 1992, S. 89
4
Die Menschlichkeit ist also in den Lehren des Konfuzius Voraussetzung dafür, ein Edler wer-
den zu können. Die Menschlichkeit ist allerdings nicht grenzenlos, sondern ist durch das Dao
limitiert.

2.2. Das Dao (道)

Das Dao ist nicht nur in der konfuzianischen Philosophie ein wichtiger Bestandteil der Lehre,
auch in den anderen beiden großen Schulen des antiken Chinas spielte es eine tragende Rolle.
Aus dem chinesischen übersetzt, bedeutet Dao so viel wie der rechte, oder der richtige Weg. In
der konfuzianischen Lehre ist das Dao viel mehr als nur eine richtige Einstellung. Der daraus
resultierende, rechte Lebensweg, ist etwas metaphysisches, welches als eine „Triebkraft [gese-
hen wird], welche eine Lebensgemeinschaft regiert und auf der bestimmten Bahn ihrer Ent-
wicklung vorwärts führt.“13

Es ist sehr schwer das Dao recht zu definieren, aufgrund dessen, dass es eine besonders abs-
trakte Form der Lebensgestaltung darstellt. Es lässt sich am ehesten so beschreiben, dass der
Edle, indem er alle Tugenden verinnerlicht hat, Menschlichkeit in voller Gänze lebt, die Pietät
und die Loyalität mit voller Hingabe lebt und dabei selbstreflektierende Kritik an sich selbst
und an seinen Mitmenschen übt, das Dao und somit den rechten Weg lebt.

2.3. Das glückliche Leben

Kann eine wahre Konfuzianer*in bei all diesen Bestimmungen überhaupt ein glückliches Leben
führen oder nimmt diese Person die Regeln einfach nur an und lebt nach ihnen, weil man das
so machen muss, um nach dem rechten Weg zu leben?

Es gibt einige wichtige Faktoren, welche unabdingbar für ein glückliches Leben im Sinne kon-
fuzianischer Ideen ist. Maß, Mitte und Harmonie sind die treibenden Kräfte der Zufriedenheit.14
Des weiteren, sind das Wissen und das Lernen ziviler Künste ein nicht wegzudenkender Faktor
auf dem Weg zum Glück. Besonders wichtig war dabei das Studium der Musik, der Geschichte,
der Politik und der Traditionen. Wer sein Leben darauf ausgerichtet hat, nach dem Dao zu le-
ben, Traditionen zu wahren, Hierarchien zu achten und das Wissen zu maximieren, konnte ein
wahrlich gutes und glückliches Leben führen.

13
Hackmann, 1927, S. 79
14
Vgl. Roetz, 1992, S.173ff
5
Die Definition von Maß, Mitte und Harmonie hingegen, ist um einiges komplexer. Es geht beim
Finden der Mitte nicht darum, einen Mittelweg zwischen zwei Extremen zu finden. Es geht
darum, die wichtigen Werte, welche zur Menschlichkeit und zum Edlen dazugehören, auszu-
balancieren und sie dennoch miteinander verknüpft zu halten.15 Die Mitte ist der Zustand, in
welchem sich noch kein Gefühl geregt hat. Ist das Gefühl geweckt und man empfindet es nicht
zu viel und nicht zu wenig, dann hat man das richtige Maß getroffen. Ist das Maß getroffen,
dann hat man die Harmonie erreicht.16

3. Daoismus (道家)

Der Daoismus ist neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus eine der drei chinesischen
Lehren, welche sich zu einer landesübergreifenden Religion entwickelt haben. Der philosophi-
sche Daoismus entstand, wie der Konfuzianismus, in der altchinesischen Achsenzeit circa im
4. Jahrhundert vor Christus. Die Lehre lässt sich auf den chinesischen Philosophen Laotse zu-
rückführen, welcher angeblich das Tao Te King verfasste und somit den Grundstein für die
Lehren des Daoismus legte. Anders, als bei Konfuzius ist über Laotse (übersetzt: Alter Meister)
nur wenig bekannt und es ist unsicher, ob dieser überhaupt existierte17. Es wird vermutet, dass
das Tao Te King über Jahrhunderte hinweg mehrmals umgeschrieben, ergänzt und abgeändert
wurde.

Während die gesammelten Lehren des Konfuzianismus insbesondere anthropozentrisch ausge-


legt sind und das Hauptaugenmerk des guten Lebens auf zwischenmenschlichen Beziehungen,
Sittlichkeit und Politik liegt, so verhält sich dies im Daoismus anders. Die Lehre dieser Schule
ist eine Lehre des „Nicht-Eingreifen[s]“18. Dies lässt sich so interpretieren, dass die Daoist*in
am ehesten vorankommt, indem sie sich zurückzieht, nicht handelt und der Welt, in der sie sich
befindet, ihren Lauf lässt.

Die Philosophie des Daoismus ist, wie auch der Konfuzianismus, auf das Dao ausgelegt. Kon-
fuzianer*innen waren der Welt zugewandt, versuchten ihr Leben im Einklang mit anderen Men-
schen nach Regeln zu ordnen. Daoist*innen waren weniger auf das Irdische bezogen. Es ging

15
Vgl. Roetz, 1995, S. 59
16
Vgl Roetz, 1992, S. 174
17
Vgl. Bauer, 2001, S. 89
18
Gan, 1997, S. 13
6
ihnen insbesondere um Rückzug und das Leben im Einklang mit Natur und Kosmos. Der Daois-
mus beschäftigt sich weitaus mehr mit dem Mystischen.

3.1. Das Dao (道)

Was ist das Dao im Sinne des Daoismus? Während diese Frage im Konfuzianismus eindeutig
ethisch und praktisch anwendbar beantwortet wird, so verhält sich dies im Daoismus anders.
Hier ist das Dao etwas metaphysisches, etwas übergeordnetes, das nicht sinnlich fassbar und
dennoch omnipräsent ist. Übersetzt bedeutet Dao soviel wie Weg und es beschreibt den Weg
der Menschen, der Natur und allen anderen weltlichen und nicht-weltlichen Dingen.

„Es gibt ein Ding, das ist unterschiedslos vollendet. Bevor der Himmel und die Erde
waren, ist es schon da, so still, so einsam. Allein steht es und ändert sich nicht. Im Kreis
läuft es und gefährdet sich nicht. Man kann es nennen die Mutter der Welt. Ich weiß
nicht seinen Namen. Ich bezeichne es als SINN19. Mühsam einen Namen ihm gebend,
nenne ich es: groß. Groß, das heißt immer bewegt. Immer bewegt, das heißt ferne.
Ferne, das heißt zurückkehrend. So ist der SINN groß, der Himmel groß, die Erde groß,
und auch der Mensch ist groß. Vier Große gibt es im Raume, und der Mensch ist auch
darunter. Der Mensch richtet sich nach der Erde. Die Erde richtet sich nach dem Him-
mel. Der Himmel richtet sich nach dem SINN. Der SINN richtet sich nach sich selber.“20

Dieses Kapitel aus dem Tao Te King, welches grob mit dem Lunyu des Konfuzianismus zu
vergleichen ist, gibt eine lose Beschreibung des Dao. Es ist ein nicht definierbares Ding, wel-
ches der Ursprung der Welt ist, nach welchem sich alles zu richten hat. Das Dao ist die Ursache
allen Wirkens auf der Welt, ohne wirklich zu wirken21. Die Dinge in der Natur passieren, ohne
dass man merkt, dass sie passieren. Naturgesetze stellen keine Forderungen und dennoch ge-
schieht alles auf der Welt im Sinne dieser Gesetze. So verhält es sich auch mit dem Dao. Alles
ist im ständigen Wandel, ohne, dass etwas wirklich einwirkt. Alle Dinge auf der Welt gesche-
hen einfach und so sollte, laut dem Daoismus, auch der Mensch leben.

3.2. Das glückliche Leben und der weise Mensch

Nun ist das Wesen des Dao schon recht schwierig zu analysieren und zu definieren und dennoch
sollten die Daoist*innen dem Dao entsprechend leben. Wie muss ein solches Leben ablaufen?

19
In dieser Übersetzung des Tao Te King ist mit dem Wort „Sinn“ das „Dao“ gemeint
20
Laotse, Tao-Te-King, Kap. 25
21
Vgl. Schleichert/Roetz, 1980, S. 143
7
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, sodass man nach dem Dao und im Einklang
mit dem Dao lebt?

Während in den Lehren des Konfuzius der Edle, als die vollendete Form des konfuzianistischen
Daseins angesehen wird, so wird dieser Mensch im Daoismus als „der weise Mensch“22 be-
zeichnet. Dieser Mensch hat das Leben im Einklang mit dem Dao gemeistert und verbringt
seine Existenz zurückgezogen. Im Tao Te King ist in der Regel die Rede vom Herrscher und
wie er das Volk zu regieren hat. Diese Beschreibung kann jedoch direkt auf jedes Individuum
angewendet werden. Eine der wichtigsten Eigenschaften des Weisen ist das „wirken durch
‚Nicht-tun‘ (wu wei)“23. Das bedeutet nicht, dass der Weise in Gleichgültigkeit verharren soll,
während um ihn herum das Eingreifen vonnöten wäre. Der Weise greift in Situationen ein,
wenn es nötig ist, zieht sich nach getaner Arbeit wieder zurück und lässt der Welt ihren Lauf.
Die Dinge, die er beim Eingriff geschaffen hat, sind dauerhaft und für alle von Nutzen und doch
sind sie nicht auf ihn zurückzuführen. Der Weise hat außerdem kein Interesse an materiellem
Besitz oder Reichtum, er ist mit den Dingen zufrieden, die er hat und nutzt nur das, was er zum
Leben braucht.

„Also auch der Berufene24: Er verweilt im Wirken ohne Handeln. Er übt Belehrung
ohne Reden. Alle Wesen treten hervor, und er verweigert sich ihnen nicht. Er erzeugt
und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht. Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht
dabei. Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.“25

Wer also auf diese Weise in sich ruht, mit dem Fluss des Dao lebt und nach nichts strebt, was
nicht notwendig ist, erreicht vollkommene Seelenruhe und damit die höchste Form des Glücks.

Dieses Glück drückt sich jedoch nicht durch überschwängliche Freude oder ähnlichen Ausbrü-
chen aus. Es ist eine gleichmütige Ruhe und Ausgeglichenheit, welche es dem Weisen ermög-
licht, dem Dao gleich zu werden.

4. Stoizismus

Der Stoizismus ist eine ethische Strömung, welche sich in die Zeit des Hellenismus im antiken
Griechenland verorten lässt. Ganz in der Tradition dieser Zeit ist diese Ethik vornehmlich auf

22
Schleichert, 1980, S. 90
23
Ebd.
24
In dieser Übersetzung des Tao Te King ist mit „Berufener“, „Weiser“ gemeint
25
Laotse, Tao Te King, Kap. 2
8
das Individuum und dessen Glück ausgelegt. Auch der Epikureismus und der Skeptizismus,
welche die anderen beiden wichtigen hellenistischen Schulen sind, haben ihren Fokus auf die
Glückseligkeit oder auch die „Eudämonie“26 gelegt.

Im Folgenden möchte ich die Ethik der Stoiker umreißen und ihre Theorie des höchsten Men-
schen und das daraus folgende gute und glückliche Leben erklären. Ich werde mich insbeson-
dere mit der Affekt- und Handlungslehre, der Tugendlehre und dem daraus folgenden Zustand
der Apathie beschäftigen. Teilbereiche, wie beispielsweise die Oikeiosislehre, sind zwar ein
wichtiger Bestandteil der stoischen Ethik, würden hier jedoch den Rahmen sprengen und wer-
den nicht behandelt.

4.1 Affekt- und Handlungslehre

Die Lehre der Affekte und die ihr vorangehende Handlungstheorie ist ein wichtiger Bestandteil
der stoischen Ethik und ist beim Verständnis des „stoischen Weisen“27 nicht wegzudenken. Ein
unabdingbarer Grundgedanke, welcher das gute Leben im stoischen Sinne erst möglich macht,
ist die „Apathie“28 beziehungsweise „Affektfreiheit“29. Zunächst muss geklärt werden, was ge-
nau Affekte sind und weshalb es für die Stoiker*in wichtig ist, sich von ihnen zu befreien.

Mit Affekt wird in der stoischen Lehre ein Gemütszustand bezeichnet, welcher entsteht, wenn
ein Mensch ein Ziel verfolgt, welches er nur schwer oder gar nicht erreichen kann. Die Unfä-
higkeit der Person, ebendieses Ziel zu erreichen, führt dazu, dass der Mensch unglücklich wird.
Dieses Gefühl des Unglücks steigert sich immer weiter und das Individuum findet sich in einem
Zustand der Erregung wieder, welcher nach sich zieht, dass der Mensch nicht mehr in der rich-
tigen Weise handlungsfähig ist. Durch diese Erklärung werden Affekte in der stoischen Philo-
sophie charakterisiert und es wird klar, weshalb die Stoiker*in ebendiesen Zustand vermeiden
möchte.30

Die Apathie zu meistern, stellt die Stoiker*in vor eine schwere Aufgabe und um zu verstehen,
auf welche Weise ebendiese gemeistert werden kann, muss zunächst die stoische Handlungs-
theorie behandelt werden. Die Handlungstheorie ist in mehrere Schritte unterteilt. Zuerst hat
das vernunftbegabte Wesen eine Vorstellung von der Handlung, welche vollführt werden soll.

26
Hossenfelder, 1985, S. 12
27
Hossenfelder, 1985, S. 12
28
Hossenfelder, 1985, S. 46
29
Ebd.
30
Vgl. Hossenfelder, 1985, S. 46
9
Aus dieser Vorstellung entspringt ein Trieb, welcher jedoch nicht auf direktem Wege zur Hand-
lung führt. Vor der eigentlichen Handlung steht die Beurteilung durch die Vernunft. Den Impuls
zur Vernunftbeurteilung gibt der Trieb. Die Vernunft beurteilt, ob die gedachte Handlung voll-
führt werden soll. In den Gedanken der Stoiker*innen läuft dieser Prozess bewusst und selbst-
ständig ab, was darauf schließen lässt, dass der Mensch „sich seine Zwecke selbst setzt“31.

Durch das Aufschlüsseln der Handlungstheorie, wird die Affektentheorie deutlich verständli-
cher und es wird klarer, in welche Richtung die Stoiker*innen mit ihrer Ethik gehen möchten.
Affekte wurden von Anhänger*innen der stoischen Philosophie teilweise als „übersteigerter
Trieb“32 oder als „falsches Urteil“33 bezeichnet. Dies lässt klare Rückschlüsse zur Handlungs-
theorie zu.

Apathie bedeutet also grob gesagt, dass der Mensch selbstbestimmt, durch die richtige Vernunft
und durch das richtige Wertesystem, zum guten und glücklichen Leben kommen kann.

4.2. Die Tugendlehre

Die Tugendlehre der Stoiker*innen unterscheidet sich stark von den Tugendlehren anderer Phi-
losoph*innen. Vergleicht man das Verständnis der Stoa beispielsweise mit Aristoteles, dann
fällt auf, dass die Stoiker*innen keinen Tugendkatalog haben, welchen es zu erfüllen gibt, son-
dern es gibt nur eine Tugend, welche den Grundstein für ein gutes Leben setzt.34 Die Tugend
im stoischen Sinne, wird als eine Eigenschaft oder innere Disposition des jeweiligen Menschen
angesehen, welche auf Basis der Affektenlehre genauer beschrieben werden kann.35 Der Zu-
stand der reinen Apathie ist nur durch die richtigen Entscheidungen der eigenen Vernunft zu
erreichen und ebendiese Entscheidungen formen die Tugend. Unerlässlich für das Treffen rich-
tiger Vernunftentscheidungen ist für die Stoiker das Wissen.36 Es ist somit ein „intellektualis-
tisch[er]“37 Akt, die richtige Disposition zu haben, welcher nicht von Gefühlen abhängig ist.

Es ist nicht genug zu sagen, dass Vernunft gleich Wissen und somit Tugend ist. Man muss
genauer beschreiben, was mit Wissen im stoischen Sinne genau gemeint ist. Neben der auf der

31
Hossenfelder, 2013, S. 68
32
Ebd.
33
Forschner, 1981, S. 116
34
Vgl. Barth, 1908, S. 163
35
Vgl. Pohlenz, 1964, S. 120
36
Vgl. Schriefl, 2019, S. 127
37
Barth, 1908, S. 160
10
Hand liegenden Definition von Wissen, welche sich durch das Erlernen neuer Erkenntnisse
ausdrückt, steckt im Verständnis der Stoiker*innen deutlich mehr dahinter. Wissen im Sinne
der Stoa ist auch das Vermögen des Einzelnen, in jeder Situation genau zu wissen, was das
Richtige ist und ebendieses auf das eigene Handeln anwendet. Diese voneinander klar abge-
grenzten Situationen, könnte man auch so deuten, dass es auch im stoischen Verständnis ver-
schiedene Tugenden geben muss. Es verhält sich jedoch so, dass Eigenschaften wie „Klugheit,
Reinheit, Tapferkeit und Gerechtigkeit“38 in anderen ethischen Lehren als einzelne Tugenden
gesehen werden, es jedoch im stoischen Verständnis so ist, dass man nur vollends tugendhaft
sein kann, wenn all diese positiven Eigenschaften zusammenwirken.39 Ein wichtiges Merkmal
dieser Summe der positiven Eigenschaften ist die Unerschütterlichkeit, welche eine jede Stoi-
ker*in in sich tragen sollte. Wer sich nämlich trotz besseren Wissen entgegen seiner Disposition
und somit seiner Tugend entscheidet, der hat nach den Stoiker*innen nie über Wissen verfügt.40

Dinge, welche nicht als Tugend angesehen werden und somit nicht erstrebenswert sind, werden
als „Untugend“41 bezeichnet und sind Dinge, von denen sich ein Mensch fernhalten sollte. Bei-
spiele für Untugenden sind Lust, Unlust, Begierde und Furcht. Diese Dinge gilt es zu meiden.
Es gibt jedoch auch Dinge, welche sich nicht eindeutig in eine dieser beiden Kategorien ein-
ordnen lassen. Diese gelten in der Stoa als „indifferent“42 oder als „Adiaphora“43 und lassen
sich dadurch charakterisieren, dass die mit ihnen verbundene Handlung gleichgültig ist. Es ist
also nicht von Bedeutung, ob diese Handlung vollführt wird oder nicht.

4.3. Das glückliche Leben und der stoische Weise

Das glückliche Leben im Sinne der Stoa kann erreicht werden indem ein Mensch die vorange-
gangen Dinge meistert und in einen Zustand der vollkommenen Apathie kommt. Dies bedeutet
nicht, dass ein Mensch, welcher dies erreicht hat, vollkommen emotionslos und kalt ist. Dieser
Mensch kann selbstverständlich freundlich sein und Freude empfinden. Es geht darum, dass er
seine Vernunft im richtigen Maße einzusetzen weiß, jede Situation richtig einschätzt, sich nicht
von Emotionen oder äußeren Einflüssen leiten lässt und auch bei unvorhersehbaren Gescheh-
nissen, welche seine Ruhe stören, schnell zurück in den Zustand der Apathie zurückkehren

38
Pohlenz, 1964, S. 123
39
Vgl. Barth, 1908, S. 161f
40
Vgl. Schriefl, 2019, S. 128
41
Hossenfelder, 1985, S. 58
42
Hossenfelder, 2013, S. 71
43
Pholenz, 1964, S. 117
11
kann. Ein solcher Mensch weiß immer, in welcher Weise er handeln muss, ist in vollem Maße
in Wirtschaft, Kunst, Religion und Politik gelehrt. Er weiß also über alle Dinge, welche inner-
halb von ihm und außerhalb von ihm liegen, Bescheid und wendet alles in der richtigen Weise
an. Ein solcher Mensch wird in der stoischen Philosophie als „Weiser“44 bezeichnet und gilt als
die höchste Form, welche ein Mensch erreichen kann.

5. Epikureismus

Die Lehre Epikurs und der daraus resultierende Epikureismus ist, wie der Stoizismus auch, ganz
typisch für die hedonistische Zeit des Hellenismus. Die Ethik ist auf das glückliche und gute
Leben ausgelegt und bietet einen praktischen Fahrplan auf dem Weg dorthin. Anders als bei
den Stoiker*innen, ist die Lust für die Epikureer*innen keine Untugend, sondern der Schlüssel
zum glücklichen Leben. Das große Ziel war es, Lust zu erreichen und Unlust zu vermeiden.
Der Zustand, in welchem man vollkommen frei von Unlust und negativen Einflüssen ist, wird
„Ataraxie“45 genannt, was übersetzt so viel wie „Erregungsfreiheit“46 bedeutet. Das Erreichen
der epikuristischen Lust ist jedoch nichts, was durch Vernunft erreicht oder wahrgenommen
werden könnte. Beim Erreichen der Lust handelt sich dementsprechend um einen rein sinnli-
chen Prozess und auch gedachte Lust, kann als wahre Lust empfunden werden.

5.1. Der Lustbegriff

Wie bereits erwähnt, ist die Ataraxie der zu erreichende Zustand, auf dem Weg zu einem glück-
lichen Leben. Doch um zu verstehen, auf welche Weise der Mensch in diesen Zustand kommen
kann, muss zunächst das Wesen der Lust erklärt werden.

Der Begriff der Lust wird in den Lehren Epikurs in zwei unterschiedliche Kategorien gespalten,
welche zwar voneinander getrennt beschrieben werden, jedoch nicht als voneinander unabhän-
gig angesehen werden sollten. Unterschieden wird zwischen der „‘zuständliche[n] Lust‘“47 und
der „‘Lust in Bewegung‘“48. Die zuständliche Lust wird als dauerhafter Zustand verstanden,
welcher dadurch geprägt ist, dass der Mensch ein anhaltendes, körperliches Gefühl des „heilen

44
Hossenfelder 1985, S. 68
45
Hossenfelder, 2013, S. 169
46
Ebd.
47
Hossenfelder, 2013, S. 170
48
Hossenfelder, 2013, S. 170
12
Zustands“49 hat. Dieser ist der Weg zur Freiheit von Unlust. Die Lust in Bewegung ist dadurch
charakterisiert, dass es sich um einzelne Episoden, beziehungsweise Momente der Lust handelt,
welche beispielsweise beim Genuss guten Essens empfunden werden. Wichtig bei der Unter-
scheidung dieser Lustarten ist, dass sie quantitativ und nicht qualitativ unterschieden werden,
aufgrund dessen, dass es keine Abwägung unterschiedlicher Lustarten gegeben hat.50

Die Definition des Lustbegriffs ist jedoch nur der erste Schritt zum vollen Verständnis des
Lustbegriffs der epikuristischen Lehre. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Lehre, ist die
Verfügbarkeit der Lust. Hierbei geht es darum, aufzuzeigen, wie man selbst in Situationen,
welche Unlust mit sich bringen, Lust empfinden kann. Man muss Wege finden, immer frei von
Unlust sein zu können und in einem ständigen Zustand der Ataraxie zu leben. Die Lust muss
entweder verfügbar sein, oder es muss so scheinen, dass sie verfügbar ist. Der Schlüssel hierzu
ist die Vernunft. Ihre Aufgabe in der epikuristischen Lehre ist es, Wege aufzuzeigen und Mittel
zu bieten, um die Zwecke zu erreichen, welche Lust bringen und Dinge zu vermeiden, welche
Unlust bringen. Man kommt allerdings nicht umhin, Situationen und Dinge zu erfahren, welche
Unlust mit sich bringen. Diese sind beispielsweise „unerfüllte Bedürfnisse“51 und es stellt die
Anhänger*innen des Epikureismus vor eine schwere Aufgabe, keine unerfüllten Bedürfnisse
zu haben. Im Folgenden möchte ich die Quellen der Unlust beschreiben und die Lösungsvor-
schläge aufzeigen, welche Epikur für diese Situationen hatte.

5.2. Die Quellen der Unlust

Ein jeder Mensch, der ein glückliches Leben im Sinne des Epikureismus führen möchte, steht
vor der Hürde, unerfüllbare Bedürfnisse, welche als Quelle der Unlust gelten, zu überwinden.
Diese negativ behafteten Bedürfnisse haben nach Epikur ihre Grundlage in drei Quellen. Es
handelt sich um Furcht, Begierde und Schmerz.52

Furcht ist für Epikur die wahrscheinlich bedrohlichste Quelle der Unlust, aufgrund dessen, dass
sie ein Übel voraussagt, welches in der Zukunft liegt und das Bedürfnis weckt, ebendiesem zu
entgehen. Die Furcht wird von Epikur in zwei Ängste unterteilt. Die Angst vor dem Tod und
die Angst vor den Göttern. Die Angst vor dem Tod möchte Epikur durch eine recht einfache
Erklärung entkräften. Es gibt für ihn keinen Grund, den Tod zu fürchten aufgrund dessen, dass

49
Hossenfelder, 1985, S. 107
50
Vgl. Steckel, 1960, S. 65
51
Hossenfelder, 1985, S. 111
52
Vgl. Hossenfelder, 1991, S. 77
13
er unvermeidlich ist und das Leben deshalb in keiner Weise beeinflusst. Sobald man mit ihm
konfrontiert ist, ist das Leben vorbei und er kann dieses Leben nicht mehr beeinflussen. 53 Die
Angst vor den Göttern hingegen, ist schwerer zu erklären. Epikur versucht diese Angst zu ent-
kräften, indem er zwei Argumente anwendet. Zunächst ist er der Auffassung, dass die Men-
schen ein fälschliches Verständnis der Götter haben und sie nur deshalb in Furcht vor ihnen
leben. Das gängige Götterbild beschreibt die Götter als selige Wesen, welche die Welt regieren.
Epikurs Bild unterscheidet sich von dieser Auffassung insoweit, dass er zwar auch der Ansicht
ist, dass die Götter selige Wesen sind, sie jedoch in keiner Weise daran interessiert sind die
Welt zu regieren, geschweige denn überhaupt an den Menschen interessiert sind.54 Diese The-
orie hat ihren Kern in der Annahme, dass solch selige Wesen wie es die Götter sind, gar keinen
Anspruch daran haben, sich mit Wesen zu beschäftigen, welche vollkommen verschiedenen
Tugenden folgen und nicht auf ihrer Stufe stehen.55 Das zweite Argument gegen die Gottes-
furcht hat ebenfalls etwas mit dem, nach Epikur, falschen Gottesbild zu tun. Allgemein wird
gedacht, dass die Götter die Welt geschaffen haben. Doch Epikur ist der Meinung, dass genau
das Gegenteil der Fall ist. Dadurch, dass die Entstehung der Welt auch durch die Naturlehre
erklärt werden kann, sieht Epikur keinen Grund dafür zu denken, dass die Götter die Welt ge-
schaffen haben.56 Diese beiden Argumente sprechen dafür, dass die Götter Wesen sind, welche
kein Interesse an den Menschen hegen und die Furcht vor ihnen dementsprechend unbegründet
ist.

Begierden sind ein schwieriger Bereich der unerfüllbaren Bedürfnisse und die Erklärung bedarf
einer genaueren Unterteilung der Begierden. Epikur hat die Begierden in drei unterschiedliche
Kategorien unterteilt.

„‘Von den Begierden sind die einen natürlich und notwendig, andere natürlich, jedoch
nicht notwendig, wieder andere sind weder natürlich noch notwendig, sondern entste-
hen auf Grund leerer Einbildung‘“57

Am Beispiel des Essens lässt sich die natürliche und notwendige Begierde gut erklären. Das
Stillen des Hungers ist ein erreichbares Bedürfnis aufgrund dessen, dass das Maximum der Lust

53
Vgl. Gigon, 1949, S. 45
54
Vgl. Hossenfelder, 1991, S. 79f
55
Vgl. Gigon, 1949, S. 45
56
Vgl. Hossenfelder, 1991, S. 80
57
Müller, 1991, S. 82
14
schnell erreicht ist und sich nicht weiter steigern lässt. Ist man satt und die aus dem Hunger
entsprungene Unlust ist beseitigt, so ist das Maximum der Lust erreicht. Um diese Befriedigung
zu erreichen, muss der Mensch nicht auf möglichst raffinierte Gerichte zurückgreifen, sondern
es genügt der Genuss eines Brotstücks, da es am Ende den gleichen Zweck erfüllt. Natürliche,
aber nicht notwendige Begierden sind durch das Beispiel des Sexualtriebs zu verstehen. Diese
Begierde ist zwar natürlich, aber es beeinflusst das seelische, sowie körperliche Heil in keiner
Weise, diese Begierde nicht erfüllen zu können. Verhält es sich so, dass eine solche Begierde
nicht oder nur schwer erreichbar ist, dann ist das Verlangen auch schnell wieder verschwunden,
ohne dass Unlust ausgelöst wurde.58 Die dritte Art der Begierden „sind die Leeren“59. Hierbei
handelt es sich um unnatürliche Dinge, welche keinen Einfluss auf die reine Lust nehmen kön-
nen. Als Beispiel wäre hierbei übermäßiger Reichtum. Dieser ist nur sehr schwer oder gar nicht
zu erreichen und ein solches Verlangen ruft Unlust hervor. Der Mensch wird bei dem Versuch
das Bedürfnis zu erfüllen umtriebig Es werden immer weitere Bedürfnisse geweckt und das
Leben wird unerträglich. Der Mensch muss leere Bedürfnisse meiden und es ist nötig „die Ver-
nunft zur richtigen Einsicht zu bringen“60 und sich zu vergegenwärtigen, was für das Leben
notwendig ist und was nicht.

Der Schmerz ist ein Unlustbringer, welcher nicht einfach durch die richtige Disposition des
eigenen Selbst bekämpft werden kann. Selbst Epikur gab zu, dass es oft nicht möglich ist,
Schmerzen zu entgehen. Es muss eine Umwertung des Schmerzes von Statten gehen, sodass
man aus dem Schmerz auch etwas Gutes ziehen kann. Man muss sozusagen eine Kosten-Nut-
zen-Rechnung vollziehen und sich überlegen, ob die Lust, welche auf den Schmerz folgt, größer
ist als die Lust, welche man empfunden hätte, wenn man den Schmerz vollkommen umgangen
hätte. Ist die Lust, welche aus dem Schmerz resultiert größer als die Lust, welche sonst hätte
erreicht werden können, dann ist der Schmerz das Aushalten wert.61 Schmerzen, welche sich
nicht umwerten lassen, können auf eine andere Weise erträglich gemacht werden. Die „Kom-
pensation durch Lust“62, ist hierbei der Versuch Epikurs eine Handlungsweise vorzugeben. Lei-
det der Mensch beispielsweise an Kopfschmerzen, so soll er versuchen sich durch lustbringende
Tätigkeiten wie Spazierengehen oder Ähnlichem, von den Schmerzen abzulenken. Hat man

58
Vgl. Hossenfelder, 1991, S. 89
59
Hossenfelder, 1991, S. 91
60
Ebd.
61
Vgl. Hossenfelder, 1991, S. 93f
62
Hossenfelder, 1991, S. 94
15
nicht die Möglichkeit, sich durch Tätigkeiten abzulenken, so soll man versuchen, sich an schöne
und lustbringende Ereignisse zu erinnern, denn jede geistige Lust ist auch gleich körperliche
Lust.63 Die letzte und zweifelsohne schlimmste Form der Schmerzen sind solche, welche keine
Möglichkeit der Umwertung oder Kompensation bieten. Es wird keine Handlungsweise ange-
boten, welche eine Lösung bieten würde, um mit dieser Art von Schmerzen umzugehen. Epikur
sagt jedoch, dass „entweder die Zeit oder das Leid [klein ist]“64 und damit meinte er, dass starke
Schmerzen normalerweise schnell wieder vergehen, sei es durch Tod, Gewöhnung oder einfa-
ches Abklingen.

5.3. Das glückliche Leben und der epikureische Weise

Wer ein glückliches Leben im Sinne des Epikureismus führen möchte, muss alle Dinge meis-
tern, welche im Vorangegangen erklärt wurden. Der Mensch sollte sich in erster Linie von
Umständen fernhalten, die Unlust bringen. Es geht jedoch nicht darum, dass man die Lust im-
mer und ständig zu steigern versucht, sondern der Anspruch der Epikureer*innen ist es, sich
von unnötigen Begierden, komplizierten Genüssen und anderen nicht notwendigen Luxuser-
scheinungen, welche Unlust mit sich führen können, zu befreien. Die Philosophie des Epikurs
ist dem ausschweifenden Hedonismus deutlich ferner, als es zunächst den Anschein macht. Die
Lehren Epikurs und die der Stoa sind einander deutlich näher, als es sich die Anhänger*innen
der Schulen in der damaligen Zeit eingestanden hätten. Es geht bei beiden darum in einen Zu-
stand der „Seelenruhe“65 zu kommen.

Auch im Epikureismus ist die personifizierte Form der gemeisterten Seelenruhe der Weise. Er
ist die höchste Form, welche von einem Menschen erreicht werden kann. Der Weise ist voll-
kommen glücklich, aufgrund dessen, dass er durch die Disposition seiner Vernunft, von keinen
äußeren Einflüssen geplagt werden kann. Er kann sich seine Lust stets verfügbar machen und
weiß, auf welche Weise er auch in schwierigen Situationen glücklich sein kann.

6. Fazit

Der Konfuzianismus und der Daoismus weisen in ihrer gesamten Konzeption gravierende Un-
terschiede auf und es ist kein Wunder, dass die Anhänger*innen des Konfuzianismus nichts mit
den Lehren des Daoismus anzufangen wussten. So wurde selbst im Lunyu bereits ein Verweis

63
Vgl. ebd.
64
Hossenfelder, 1991, S. 95
65
Meister, 2016, S. 195
16
auf den Daoismus gegeben und es wurde klar gemacht, dass diese Art der Lebensführung, dem
konfuzianischen Ideal widerstrebt.

„Tschang Dsü und Giè Ni waren miteinander mit Feldarbeit beschäftigt. Meister Kung
kam bei ihnen vorüber und ließ durch Dsi Lu fragen, (wo) die Furt (sei). Tschang Dsü
sprach: »Wer ist der, der dort im Wagen die Zügel hält?« Dsi Lu sprach: »Das ist Kung
Kiu.« Da sprach jener: »Ist das der Kung Kiu aus Lu?« (Dsi Lu) sprach: »Ja, der ist
es.« (Darauf) sprach (jener): »Der weiß (ja wohl) die Furt.« Darauf fragte er den Gie
Ni. Gie Ni sprach: » Wer ist der Herr?« Er sprach: »Dschung Yu.« Darauf jener: »Bist
du ein Schüler des Kung Kiu aus Lu?« Er erwiderte: »Ja.« (Dann) sprach (Giè Ni):
»Eine ungeheure Überschwemmung: so sieht es auf dem Erdkreis aus, und wer (ist da),
es zu ändern? Und dabei einem Lehrer zu folgen, der sich nur von (einem) Fürsten (zum
andern) zurückzieht! Wäre es nicht besser, einem Lehrer zu folgen, der sich von der
Welt (überhaupt) zurückzieht? Darauf hackte er weiter, ohne (nochmals) innezuhalten.
Dsi Lu ging, um es (dem Meister) anzusagen. Sein Meister seufzte tief und sprach: »Mit
den Vögeln und Tieren des Feldes kann man (doch) nicht zusammen hausen; wenn ich
nicht mit die- sem Geschlecht von Menschen zusammensein will, mit wem soll ich (dann)
zusammensein? Wenn der Erdkreis in Ordnung wäre, so wäre ich nicht nötig, ihn zu
ändern.«“66

Es ist keine Überraschung, dass Daoist*innen und Konfuzianer*innen auf keinen gemeinsamen
Nenner kommen konnten. Die Lehren und Überzeugungen sind in weiten Teilen viel zu ver-
schieden voneinander und die daraus resultierenden Lebensentwürfe sind vollkommen unter-
schiedlich.

Im Gegensatz dazu, stehen die beiden behandelten Schulen des Hellenismus. Während Stoi-
ker*innen und Epikureer*innen zwar auch davon überzeugt waren, dass sie nichts miteinander
gemein haben, so wird doch recht schnell ersichtlich, dass die beiden Schulen sehr viele Ge-
meinsamkeiten aufweisen und der einzige gravierende Unterschied in der Formulierung des
höchsten Guts und der Tugenden besteht. Das Endziel, welches in beiden Lehren erreicht wer-
den soll, ist die, von der Vernunft gesteuerte, Seelenruhe, welche durch das freimachen von
negativen Einflüssen gemeistert werden kann.

66
Kong, Lunyu, Buch 18, Kapitel 6
17
Ein großer Unterschied, welcher die Schulen des Hellenismus von den altchinesischen Lehren
abgrenzt, ist der gesamte Ansatz der Lehre. Während die Lehren Stoa oder die von Epikur auf
Basis logischer und argumentativer Entwürfe versucht, einen nachvollziehbaren Lebensweg zu
schaffen, so basieren der Konfuzianismus und der Daoismus in großen Teilen auf dem mysti-
schen Dao, welches keine Erklärung benötigt. Es wird als gegeben angesehen, dass das Dao so
beschaffen ist, wie es gesagt wird und auf Basis dessen wird ein Lebensentwurf formuliert,
welcher eigentlich kein Anzweifeln zulässt. Auch diese Schulen wurden im Laufe der Zeit wei-
ter verfeinert und es wurde versucht, sie argumentativ belegbarer zu machen. Jedoch möchte
ich es hier bei den frühen Entwürfen der Schulen belassen.

Es gibt zwischen den Lehren natürlich auch einige Gemeinsamkeiten. So sind zum Beispiel alle
Lebensentwürfe insbesondere für die Individualperson geschaffen worden und es geht primär
darum, dass ein einzelner Mensch für sich selbst das beste Leben schaffen kann. Der einzige
Ausreißer aus dieser Gemeinsamkeit, ist der Konfuzianismus. Hier liegt das Hauptaugenmerk
auf dem Miteinander und das beste Leben kann nur im Hinblick auf Mitmenschen gemeistert
werden.

Alle vier Strömungen haben miteinander gemein, dass sie zur Verdeutlichung ihrer Ansichten,
eine übergeordnete Version des besten Menschen erschaffen haben. Eine Person, welche alle
Ideale der Lehre in vollstem Maße perfektioniert hat und als Vorbild für eine jede Schüler*in
dient. Der Daoismus, der Epikureismus und der Stoizismus nennen diese Figur einfach den
Weisen. Im Konfuzianismus wird er als Edler beschrieben und gilt dort zwar als die höchste
Form des Menschen, allerdings wird noch spezifiziert, dass es sich um die höchste Form des
Menschen im irdischen Leben handelt. Diese Unterscheidung wird bei den anderen Lehren
nicht gemacht.

Abschließend ist zu sagen, dass, meiner Ansicht nach, keine der Lehren in der heutigen Zeit
einen vollen Anspruch auf Gültigkeit bekommen könnte. Das Leben ist zu schnell, zu weitläu-
fig und zu fernab von der Natur geworden, als dass man überhaupt versuchen könnte, zum
Weisen oder zum Edlen zu werden.

18
Literaturverzeichnis

- Barth, Paul (1908): Die Stoa in Frommanns Klassiker der Philosophie hrsg. Von Fal-
ckenberg, Richard, Stuttgart: Fr. Frommanns Verlag (E. Hauff), 1908
- Bauer, Wolfgang (2001): „Geschichte der chinesischen Philosophie“, München: C.H.
Beck, 2001

- Dr. Lun, Du (2010): „Konfuzianismus in der Achsenzeit: Lehre der Menschlichkeit (仁


学)“. (Lehre der Menschlichkeit, 12.11.2010. Duisburg: VHS Duisburg

- Forschner, Maximilian (1981): Die stoische Ethik – Über den Zusammenhang von Na-
tur- Sprach- und Moralphilosophie im altstoischen System, Stuttgart: Klett, 1981
- Fuchs, Thomas; Halfwassen, Jens; Schulz, Reinhard (2017): „Karl Jaspers Gesamtaus-
gabe“, Basel: Schwabe Verlag, 2017
- Gan, Shaoping (1997): „Die chinesische Philosophie – Die wichtigsten Philosophen,
Werke, Schulen und Begriffe“, Darmstadt: Primus Verlag, 1997
- Gigon, Olof (1949); Epikur – Von der Überwindung der Furcht – Katechismus, Lehr-
briefe, Spruchsammlung, Fragmente in Die Bibliothek der alten Welt hrsg. von Hoenn,
Karl, Zürich, Artemis, 1949
- Hackmann, Heinrich (1927): „Chinesische Philosophie“, München: Ernst Reinhardt
Verlag, 1927
- Hossenfelder, Malte (1985): „Die Philosophie der Antike 3 – Stoa, Epikureismus und
Skepsis in Geschichte der Philosophie hrsg. Von Röd, Wolfgang, München: C.H. Beck,
1985
- Hossenfelder, Malte (2013): Antike Glückslehren – Quellen zur hellenistischen Ethik in
deutscher Übersetzung, Stuttgart: Kröner, 2013
- Kong, Qiu (Lunyu): „Kungfutse – Gespräche – Lun Yü“ aus dem chinesischen ver-
deutscht u. erl. Von Richard Wilhelm, Düsseldorf: Diederichs, 1955
- Laotse (Tao Te King): „Tao Te King – Das Buch des Alten vom Sinn und Leben, aus
dem chinesischem übertragen und erläutert von Richard Wilhelm, Düsseldorf, Köln:
Diederichs Verlag, 1957
- Lin, H. (2012). Die Lehren des Meisters: Konfuzius und die chinesisch kulturelle Iden-
tität konfuzianischer Prägung. interculture journal: Online-Zeitschrift für interkultu-
relle Studien, 11(19), 21-31
- Müller, Reimar (1991); Die Epikureische Ethik, Berlin, Akademie Verlag, 1991

19
- Paul, Gregor (2010): „Konfuzius und Konfuzianismus – Eine Einführung“, Darmstadt:
WBG (Wissenschaftliche Buchgemeinschaft), 2010
- Pohlenz, Max (Hrsg.) (1964): Stoa und Stoiker: Die Gründer, Panaitios, Poseidonios,
Zürich: Artemis, 1964
- Roetz, Hainer (1995): „Konfuzius“ (Beck’sche Reihe; 529: Denker), München: C.H.
Beck’sche Verlagsbuchhandlung, 1995
- Roetz, Heiner (1992): „Die chinesische Ethik der Achsenzeit – Eine Rekonstruktion un-
ter dem Aspekt des Durchbruchs zu postkonventionellem Denken“, Frankfurt: Suhr-
kamp, 1992
- Roetz, Heiner (2016): Klassische und traditionelle Staats- und Gesellschaftstheorien in
Staat und Gesellschaft in der Geschichte Chinas hrsg. Von Paul, Gregor, Baden-Baden:
Nomos, 2016
- Schleichert, Hubert; Roetz, Heiner (1980): „Klassische chinesische Philosophie – Eine
Einführung“, Frankfurt: Vittorio Klostermann, 2021
- Schriefl, Anna (2019): Stoische Philosophie – Eine Einführung, Stuttgart: Reclam, 2019
- Steckel, Horst (1960); Epikurs Prinzip der Einheit von Schmerzlosigkeit und Lust, Göt-
tingen, 1960
- Meister, Klaus (2016), Der Hellenismus – Kultur- und Geistesgeschichte, Stuttgart,
Metzler, 2016

20

Das könnte Ihnen auch gefallen