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DM 9,- ~948

ISSN 0937 - 9495

Die Dritte im h d e
DKW RT 250
Verrückt und faszinierend: Di onen
v o n Gmville Bradshaw Seltenheitswert: Motorräder von NUT .
Für alle Tage: Enfield 500 Bullet Erinnenin@-: =+,F;
Die Imola-Ducati und Paul Smart
n und 83 wurden von Breipng
auf Wergang werihwitig umgebaut.
REIFE gefangen und mvisckn Knie und Tank-
kissen geklemmt, die Staubk~gpetiefer
Die Vie~gangversionRT 2W1 ab 1953 in dir Stirn gezogen und die vematscht~
W t e aach diese* Motornumrnern- Ideal-Brille nwhmda zmchtgerWt.
Liste auf rund 8104) SttSCk. Dam folgte Fahrmantcl am Rande der FuDganger- Ja, die Kleiduq ließ dmds nRoch w
ihr die nur wenig veränderte RT mne vermeifeft versucht, den noch manehe Wünsche a&n. Aber immer-
mit ab@rlecktem Vergaser. Im un- warmen Motor der RT WX1 wieder an- hin taten die Mamradbuer Ihmtgei~
g & d m e n Zweiradbm d~ Jahre9 zutreten. Dies gelingt ex%tnach ausgie- schon eine Menge filr den Sdirnutz-
19%üef der Verkauf der 2 % ~mit rund bigem Vergasertupfen. Der Vergaser 6chutz. Die WutzblscfK w e n g d
14 W StWk blendend an, ist nhlich direkt am Zylinder ange- und seitlid-i weit heruntergezogen, die
flansdit und hat sich so stark aufgeheizt, Kette war gekapselt, und kh Na&-
D war die Zeit, in der der Gern&
verbannten Zweitaktüis in der
Luft 1% und das Arbeitsprimip mit den
daß das Benzin in der Schwimmerkam-
mer verdampft iss, nicht j M das 1 :
folgernde11 RT w l I 2 wurde auch &F
Ansaugtrakt unter Lcichtmetalldeckeln
nur drei bewegten Teilen nicht 25 zugemischte ZweitaktO1. Die Kerze venta:kt.
ist nrxh trocken, und so springt der Mo- ieser Ansaugtrakt wirkt bei unserer
verp8nt W. D&& kannte der Herr
Wmudienrat sehe RT 250 ncrdi vor
dem Gymnasium parken, ohne von &n
tor endlich an, zuerst mit unregeliilui-
gen Arbeitstakten, dann aber mit hel-
D Testmaschine als d d n i e n n d c
GeriSuschqueUe. S i i3krtibit mit ihrem
Koliegn gleich sdiief von oben ht;l.eib lem Blabbern aus dem ungedämpftea hellen Tmmp@tenm p r baa trockem
a n p b e n w werden. Luftfilter. Schließlich geht er in einen Plappern aus dem EiscMhwaw-Au*
Heutto ist dem nicht mehr srr. Die ziemlich regehaigen Leerkuf aber. pufftopf.
Blicke der Passanten whwanlcen mi- Ein Roher Spagat Uber den Sozius- Me Aussprache der RT '250 1st halt
~ h e nHeiterkeit u d UnversBndnis sitz, dann hinabsinken auf eine Sattel- überaus deutlich. Eines bann die Ma-
f%er die Smne aus einer anderen Zeit, habe, die jedem kleiner gewachsenen schineUberhaupt 8icht: UnadWlig und
ds der Tester in KnickerbOckern und Fahrer Freude breitet. Gang einlegen, dezent rnit gaehlm>sse- Gas* ent-
und mit hohiern Awuggeräusch zieht langgleiten. Bei diesem V&rsu& fiübr-
die Maschine ab. Sie Bßt die verwun- rascfit der Motor immer hun-
derte Fasantenschar in einer blauen passendsten Moment mit &m ordina-
zurück, ren ,Rang-täng-tang". Aber bei den
or dem Genuß der stillen Weite Zweitaktern war das damals nun mal
kleiner Landstraßen steht nun erst Stand der Technik.
mal der Weg durch das vieispurige Für die lange gesparten &1: ge-
Stadtgewühl. Aber diese Aufgabe mei- schickt finanzierten 1745 Mark bot un-
stert die DKW mit Bravour. Hier helfen sere RT 2W1 aber d& einigen Luxus
die aufrechte SibIIalhmg und die b- und hob sich deutlich aus der Masse
quem tiefe Sitzposition. Außerdem liegt der uni-schwarzen, hubraum&wachen
der schulterbreite Lenker ergonomisch Motorräder hervor.
e n a u so, wie es sich mancher Fahrer Ein kldner Rastplatz am Wug M t
einer modern gestylten Masehine nur zum Verweilen ein. Der gachickt ge-
wU&n kbnnte. Die Kupplung läßt formte Hauptsthder macht das Auf-
sich leicht ziehen und gut dosieren. Das bocken zum Kinderqiel. Jetat ruht das
Getriebe hat zwar lange Schaltwege, Auge auf dem gefälligen Äußeren der
aber jeder Gang sitzt exakt. Mit ihren DKW und IBDt den einstmaligen Stdz
gesunden 1 1 3 PS fließt die RT im Stadt- des unbekannten ErstMtzem nwh-
verkehr problemlos mit. Der Erste empfinden. Das Motorrad ve&t funk-
reicht nach Ta& etwa bis 35 kmh, der tionelle Technik mit hervorragendem
Zweite bis f33 und der Dritte bis etwa 80 Schmutzschutz. Der fiir eine 2Xkr
krn/h. D i e s Ab6tufung mit dem burwB überaus zierliche Mo kann &-
ersten Gang ist ein Zugestbdnis an den ne Aktammimg WEM der RT I 3 nicht 1
mOgiia$en Seitenwagen'betrieb. L&ig leugnen. 1
und locker schwimmen wir h vierten
Gang mit den 80-kmk-Schlangen auf
der Ausfallstm134:mit. Bevor es auf die
D ie RT W ) steht als ansprechendes
G a n m vor uns, d n Motorrad aus
einem Guß, nichts erinnert an die
Schnellstraße geht, biegen wir rechts ab oft kompromißMWte Konfokfim
in die därfiicfie Ruhe der Provinz. Hier Konkurrenz seiner SEit, Dazu strahlt
brauchen wir nicht unsere voiie Auf- der Gppig vorhruidew Cfimm einen
merksamkeit für den richtigen Abstand Haucli von Luxus aus, erbebt rein funk-
zum Vordermann, den uns die etwas tionelle Teile in den Status schmiicken-
schwachen Bremsen abfordern. Hier den Beiwerks. In jenen Jahan standen
kbnnen wir uns ganz den Fahrein- Chrom- und Zierstreifen-Schmuck in
drücken und den Erinnerungen an die hohem Ansehen, etwa so wie heute die
frfihen %er Jahre widmen. H i e r d i e aul der Strak a r h d der
Zuerst einmal werden die nach hin- Reifenbreite und der Zahl der Ventile
ten gewehten Mmtelschöße wieder ein- bestimmt wird. Chrom war W teuer wie
Leichtmetall-Kettenkasten,kräftige Schnittzeichnung mit der Lagerung der
Achsklemmung, solider Kettenspanner Bremstrommel und dem Kettenrad

Vorderradnabe mit Blechabdeckung, um Bremsbelagbreite nur 25 Millimeter.


Vollnabenbremse vonuspiegeln Breites Bremsnockenwellen-Lager

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--- 1.
Kugeln an Hebelenden waren nicht
vorgeschrieben Chokehebel am Lenker
Fotograf bei der Arbeit. Die Chromflachen
am Tank spiegeln elegant
technisch unnötig, aber wer es sich werk r u n d m hervorragend abge-
leisten konnte, der ließ es blitzen. Und stimmt. Kurz und gut: Die RT bringen
&e meist von zarter Frauenhand ge- auch Holpefstrecken mit brachialer Ge-
zogenen Zierlinien d u m n ruhig auch walt nicht in Vedegenheit. Einzig der
:mal doppelt vorkommen, wie an den einen Drehzahlmesser gibt es natürlichFahrersattel gerät kräftig ins Wippen
Tanks einiger DKW-Modelle. nicht. Jederzeit stehen die 100 k m h auf
und läßt den Fahrer oft den Sitzkontakt
e länger ich die Maschine betrachte: dem ruhig und reeht genau anzeigenden verlieren. Durchgeschlagen i s t die
J Mir wäre der satte, die Szenerie wi- Tacho, und wenn wir etwas warten, sindSattelfederungaber nicht.
derspiegelnde Chromefchmuck den Auf-
preis auch wert gewesen. Krönung des
Outfits war aber das rautenförmige,
auch 105kmih zu erreichen. Damit Bßt
sich die RT also ganz gesetzeskonform
über die Landstraße bewegen.
M it dieser 250er haben die, DKW-
Mannen damals ganze Arbeit ge-
leistet. Aus den Erfahrungen vieler
griia-weisc Tank-Emblem mit den vier Bei derart flotter Gangart zeigt die
harter Wettbewerbskilometer entstand
Ringen der Auto Union aus Vorkriegs- Maschine sehr gute Spurhaltung, ein eine Maschine, die jedem Aiitagseinsatz
tagen. Mehr als jedes andere Detail Zeugnis für steife Fahrwerksteüe wie gewachsen war. Sie bot ihrem Besitzer
weckt es Erinnerungen an längst ver- Rahmen, Gabel und Hinterradfiihrung. einen guten Gegenwert fürs Geld, das
gangene Zeiten. Damals bestaunten Den mcigfichen Fahrleistungen ist sie kann nicht nur Onkel Kar1 besttitigen.
glanzende Kinderaugen andächtig immer gewachsen. Nur die Bremsen Was vor vierzig Jahren Spitze war,
solche selbtbewegiichen Eisenhaufen, erscheinen etwas schwach, aber bei derdas eignet sich heute gut für den Ein-
1 und der BenWnduft des stets sabbern- damaligen Verkehrsdichte fiel diese stieg ins Leben mit Veteranen. Die
den Vergasers erzWte viel von der Schwache nicht so sehr ins Gewiaht. DKW RT250 ist zu günstigen Preisen zu
in leichter Zug am Lenker genügt,
Weite, die mit solch einem Gefährt pro-
blemlos zu ersddießen war. Mobilittit,
Unabhängigkeit von Bus und Bahn oder
E um die RT in Schräglage zu kippen.
K u ~ absolviert
n
haben, Ersatzteile gibt es noch genug,
und selbst nach heutigen Maßstiiben er-
weist sich die RT als erstaunlich zuver-
sie pendeifrei, der
dem engen Radius eines Fahrrads Lenkungxlilmpfer bleibt dabei nur ganzI&sig. Sie ist uneingeschränkt auch
ließen damals selbst die billigste RT 125 zart angezogen. Er ist sowieso eher fUr
heute noch alltagstaugIich.
für 1135 Mark als erstrebenswertes Gespannbetrieb gedacht. Von Kurve zu
Kraftfahrzeug erscheinen. Wer noch Kurve wird die Fahrweise frecher, aber
gut 450 Mark drauflegen konnte, durfte der Untersatz fühlt:sich pudelwohl. St&
sich mit der RT 200 breits als Mittel- rend wirkt nur die etwas weit vorn fest-
klassefahrer BhIen. Und eine RT 250 gelegte Sitzposition, denn der Versuch,
verlieh selbst dem blassesten Schreib- sportlich auf der Sattelkante zui-ückzu-
tischater gekbenes Ansehen und rutschen, wird jäh und schmerzhaft vom
sportlich-draufgängebhen Anstrich. Soziussattelgestoppt. Da gehen die Ge-
Denn die Nachbarschaft war meist gar danken wieder eigene Bahnen: Wenn
nicht oder nur schwach motorisiert. an die Maschine jemand ein Rennbröt-
,,Damitb', grinst der begleitende chen statt des Soziussattels, dazu die
DKW-Fan Hermann, ,,konntest Du da- langen Magura-Rennhebel nebst einem
mals jedes Mädchen abschleppen. B108 .
Wickelgasgriff montieren würde . .
I mußtest DU erst mal so eine 250er ha- So ähnlich haben sicher viele der
ben.u Er ist jetzt ein Mittsechziger und schnellen Leute in den 5Oer Jahren ge-
zahnlos zwar, aber er schwelgt noch in dacht. Aber wir wollen erst mal dem bis-
slibn Erinnerungen. Die Wenigen, die her untadeligen Fahrwerk noch mehr
mit so einer Viertciiitennaschine dem auf den Zahn fühlen. Nächste Abfahrt
Ruf der Straße folgen kannten, gehör- links, durch das kleine Tmenwad-
-
ten zu den Glücklichen wie wir heute. d e n , und schon erwartet uns das wohl-

!
ach der bereit$ bekannten Warm- bekannte Landsträßchenxter Ordnung.
SM-Zeremonie zerschneidet die Hier wird das Fahrwerk hekigst gefor-
I- wieder das Band der Landstraik dert. Wer aber glaubt, die DKW in Ver-
und pendelt sich im Vierten bei Reis- legenheit bringen zu können, der sieht
t e q 8u ein. Damit zieht sie erstaun- sich getäuscht. Nicht umsonst haben die
lich ziih die langen Steigungen hoch und Ingolstädter einige Vorserien-RT 250
ltiat verstehen, warum die Tester des zur Internationalen Sechstagefahrt ins
Jahres 'I952 kaum Kritik arn Dreigang- italienische Varese geschickt. Gefahren
getriebe des Vorgängennodells übten. wurden sie unter anderem auch vom
Vibrationen machen sich in diesem Be- alten Geländefuchs Otto Sensburg, der
reich nur ganz zart bemerkbar. Sie wer- giatt eine Goldmedaille mit nach Hause
den erst dann etwas starker spürbar, als brachte. Diese Gelände-Erfahrungen

I
es richtig flott vorangehen soll und alle flossen m i t t e l b a r in die Seriemaschi-
D&-wen ausgenutzt werden. nen ein. Deren Federwege waren zwar
Pann allerdings kribbelt es unange- begremt und deshalb die Fedening
nehm in den F~Brrtsten,den Lenkeren- straff ausgelegt, dafür aber stark pro- U
d e n und in der Sattelnase. Das ist sozu- gressiv. Die Gabel hatte eine pneumati- Test L. u#ria~iv
Jender rute Bereich für die Drehzahl, sche Dtimpfung, und so war das Fahr- aber &
J ' , . ' . %

. > .
kam einen Lenkungsdämpfer, die Aus-
stattung glanzte mit viel Chrom. Die
Viergangvmsion erforderte das ganze
Können der Konstrukteure, denn sie
mußten den vierten Gang mit möglichst
wenigen Änderungen am Motor-Ge
triebe-Gehäuse in dem vorhandenen
Raum unterbringen. Und wieda ist aus
Ersatzteilnummem etwas zu schließen:
Die Gehäusehälften der Dreigang-
Die Uonstruktions-Richtung war 1949 mit der 250er tragen 47er Anfangsnummern,
erst die der Viergangausführung begin-
RT 125 festgelegt. b galt Kanziw Adenauen Wahlspruch: nen mit der für 250er vorgesehenen 48.
,Keine Experimente". Also waren zunächst die Motorgehituse
von 2Wer und 2Wer gleich.
Von kmhd Wdl; foto%Archiv
K
emstück des Motors ist der k m -
pakte und glatWdiige Motorblock,
vertikal in Mittenebene geteilt. Darauf
steht der leicht geneigte Grauguß-
Die 48er-Rahmen der 200er warden zylinder mit seinen groi3flädiigen Kühl-
A ls erste Weiterentwicklung Qr RT
125 erschien 1951 die RT 200. Sie nur für das Dreigangmodell verwendet, rippen und dem typischen Rippen-Aus-
hatte zunächst einen starren Hinterrah- die Viergang-Ausffihrung bekam dann wuchs um den Auspuffstutzen herum.
rnen und erhielt erst ab Motomummer die Vorzahl 45, weil der Rahmen von Seit der RT 200 ist der Zylinder desaeh-
47 008 201 einen Dämpfer an der Kupp- der 175er gleich war. siert, um das bei kunen Pleueln ge-
lung. Die Hinterradnaben-Dämpfung . Dcts ist ein bißchen verwirrend, aber legentlich auftretende Kolbenkippen zu
hat dann bei Fahrgesiellnummer bei der 25br gerade noch zu durch- vermeiden. Der Leichtmetall-Kolben
47 511 811 eingesetzt. 1952 &kam die schauen. Die erste Version, von der nur trägt drei Ringe und verdichtet das
Meine RT 125eine Zeit lang die Jurisch- 23 Motorräder gebaut wurden, hatte Volumen 6 3 zu eins. Kolben werden
Hinterradfederung, dann eine eigene also den ungefederten Rahmen und in zwei Ausschlei£stufen mit 7 0 3 und
Konstruktion verpaßt. Etwa zeitgleich Drciganggetriebe. Danach gab es 1952 7Q,5 Millimetern geliefert. Geziindet
erschien auch die RT 200 mit Hirafe. den Rahmen mit Hinterradfederung wird das Kraftstoff-Luftgemisch 5$
Und derselbe Rahmen wurde schließ- und im Getriebe drei Gänge, 1953 drei Millimeter vor OT, zumindest bis zur
lich 1952 auch füi' die neue RT 23Yi-I d e r vier Gänge nach Wunsch, mit der Fahrgestellnummer 48 351 69.Ab der
mit drei Gängen und Hinterradfede- Bezeichnung RT 25QiH fürs einfache nkhsten Nummer wurde im Oktober
rung verwendet. Deshalb gibt es RT Dreigangmodell, die RT 25W1 hatte 1953 nämlich der Fihschwanz-Aus-
2OWi-Motorräder mit der gar nicht zu hingegen vier Gänge. pufftopf durch einen moderneren, run-
d i e r Typenreihe passenden Anfangs- Technisch war die Änderung von den ersetzt, der die Zündfunken em 4,5
zifferngruppe48 in der Fahrgesteilnum- 200 auf 250 m3Hubraum recht einfach. Millimeter vor OT verlangte. Das ist
mer. Die 2OOer hatte ansonsten die 47 Statt 62 Millimeter Bohrung hatte der wichtig für Maschinen, die später auf
den neueren Topf umgerüstet wurden,
sie brauchen ebenfalls den neuen Ziind-
zeitpunkt.

D
ie Nennleistung der RT 2PQE1 be-
trug 11,s PS bei 4500hnin. Sie wur-
de mit 26er Bing-Vergaser, der klassi-
schen Dreikanalspülung mit stegimn
W t z e n und recht zahmen Steuer-
zeiten erreicht. Jegiicher Versuch, den
Motor zu überdrehen, wird d p h die
Fischschwanz-A-anlage vereitelt.
Mit der neueren Awspuffaniage hinge-
gen jubelt der Motor deutlich höher,
laut alten Testberichten bis 5500, ja
sogar bis W m i n .
Ein Pleuel mit Doppel-T-Profil
Ubertrilgt die Bewegung des Kolbens
auf die zusammengepreßte Kurbelwel-
le. Sie ist auf der A n t r i e k i t e links vor
dem Primärritze1mit 17 ZBhnen in zwei
Kugellagern 6305 der Ausfühnurg C 3
mit etwas erhbhtcrr Lagerluft gelagert,
die Lichtmawhinenwite Wigt nur eines
dieser Lager. Radial-Wellendichtring
links ist Form A 25 mal 62 Millimeter,
der rechte 20 mal32 mal 8,5 Millimeter,
ebenfalls Form A, also an der Außen-
fläche gunmiiert .
Der rechte, Kurbelwellenstumpf
trägt den Anker der Sechs-Volt-Licht-
maschine, die 45/60 Watt leistet. Der
Zündzeitpunkt der Batteriezilndung
wird von einem Fliehkraftregler auto-

er Primärtrieb mit der Hülsenkette


(% mal % Zoll, 52 Glieder endlos)
treibt die Sechs-Scheiben-Naßkupplung
an, obersetzung 1zu 2,35, also 17 zu 40
Zähne. In der Ersatzteilliste steht die

I Kette mit den Maßen A 9 3 X 9,5, das ist


gleich wie %Zoll.Kettenrad und Kupp-
lungskorb sind über Dämpfungsgummis
miteinander verbunden, sechs Lug-
federn setzen die Kupplungsscheiben
unter Druck. Die Kupplungsnabe sitzt
montagefreundlich auf einer Verzah-
'.', nung der Getriebehauptwelle,fürs Aus-
' lösen sorgt eine einstellbare Schnecke
im rechten Gehäusedeckel. Sie wirkt
über einen Druckstift durch die hohle
Welle auf die Kupplungsdmckplatte.
Die Zahnräder des Zweiwellen-Vier-
ganggetriebes sind gleitgelagert. Über-
setzungen 2,99/1,76/1,2611,O. Zwei
Schaltgabeln aus Blechprofilen ver-
schieben die Räder, so daß die seit-
lichen Klauen eingreifen können. Die
-,-

der DKW RT 25011


Luftgekühlter Zweitakt-EinryZinder,
schlitzgesteuert. Graugußzyiinder mit
Leichtmetall-Zylinderdeckel. Leichtme-

rollengelagertem Pleuelfuß, Pleuelauge


mit Bronzebuchse. RohrunglHub 70164
mm, Ausschleifstufen 70,25 und 70,5
mm. Mischungsschmierung 1 :25,Kraft-

ksiten mit dsfachei Buchsen-


' . l a p n g aus. Das Riiel siM auf
der Keilwell-afiiung der
= g r o h n Zahm& d a auf der mm vor OT (ab Oktober 1953, runder
Haupiwedb drehbar gdqerl ist. Auspuff, 4,5mm vor 0-9.Unterbrecher-
Kontaktabstand 0,4 bis 0,5 mm. Ver-
W&dihtrhg km e w m gaeer Bing Zweischieber M 2/26 (Drei-
Irleimn Giabärte mit unteieie- gang) und Bing Al U2611 5 (Viergang).
legter FkKhdiAtung Hauptdüse 110, Leeriaufdüse 70, Na-
delstellung 2.Kerbe von oben, Leeriauf-
Luftregulierschraube 1,5 bis 2 Umdre-
hungen offen. Primärtrieb über Kette
auf Mehrscheiben-Naßkupplung. Drei-
gangNierganggetriebe. Ötfüllung Ge-
triebe 0,5Liter SAE 50 Motoräl, Ötwech-
sei alle 12 000 km. Telegabel-Ölmenge

druckwerte solo: rorn 1,3,hinten 1,4


bar, mit Sozius vcrm 1,3, hinten 1,9bar,
Gespannbetrieb vorn 1,3, hinten 2,6bar.

as.äd
auf Kugeilagern, Kageldurclunesser
B,% Millimeter (?4Zoll),
Die einzige Schwache der Masch-ine
sind die 160-Millimeter-Halbnakn-
bremsen vorn und hitsten. Durch eine
eine hinter dem Oedeberadsatz verti- Bleebverkleiduts@;sehen sie zwar wie
kal gelagerte Kuli-sckibe gesteuert, Valtnaben aus, haben aber nur 25 W-
die von der Schaltwelle in Drehung ver- meter breite Bremsbeläge, Nabe und
setzt wird. Bei diesem oft kopierten. Bremstmrnmel bestehen aus Temper-
3 DKW-Kunstgriff läuft die Schaltwelle guß. Beim Hinterrad sitzt die Bremse
in der hohlen Kiekstasterwelle, EEeP direkt unterm Zahnhnz, heizt diesen
, Starter treibt über ein Zahnsegment mit natürlich gehörig auf. Aber hinten wird .
I Wickelbandfeckr (Spiralfeder) ein Frei- wwim nur geringe Wirkua erreicht,
laufiahnrad hinter der Kupplung an, weil das Rad ehm rutsht. D a r ist
Im Getriebe ist die Nebenwelle in die .I€ette staubdicht gekapselt, des
Buchsen gelagert, die Hauptwelle M- Airsichluß des Kettenkastens hinten
gegen auf der Kupphngseite in einem W e h t aus Wchtmetallguß. Dort ist
Kugellager 6303, auf der Seite des Ab- auch der TachoanMeb integriert, zu-
triebaritzels in gleich zwei Kugeilagern dem ein w i r b m e r Gummi-Ruckdfmp
6005. Hier tretep durch den starken fer Rvischen KeitenradlBremstrommel Die drei Scheinweriewarianten untemhieden
Kettenzug sehr hohe Kräfte auf, des- und Nabe. Steckacben vom und hinten sich hauphiichlieh durch das ZOndsthloil.
halb die doppelte Lagerung. Der Dieb- sind selbstverständlich. Oben Bmch, Mi#e Notek, unten Hella.
Scheinwerferlamp B V 35/35 W
ring am Ritzel hat die Größe 3Q mal 40

Im Fahrwerk ist der Motor mit vier


D ie 3.25-19 Reifen sitzen auf l,&r
Felgen und wardenvon sehr wirksa-
men und sor@tig verstrebten Schutz-
Bolzen befestigt. h r Rahmen ist ein blechen abgedeckt, wobei das hintere
einfacher Eimhrrahmen, in sich ge- auch noch den Sa$ussitz.tril@. Der Fah-
schlossen, mit angbweißtem H&- rersattel ist direkt am A r e n R a b e n -
ted aus zwei Rohbtigen. Dort sind' rohr angelenkt, seine Federung kann
am hinteren Ende die Aufnahmen für eingesteilt werden. Er schmiegt sich.&
die Geradweg-Hintemuifederungmge- weichem obergang an den 13-Liter-
schweist. Der LenkkqPI ist mit; einge- Chromtank, an dessen Seiten Gummi-
schweatem Knotenblech sorgsam ver- Kniekissen aufgesteckt sind.
steift. Immerhin $;ilr die RT 250 [wie Neben dem Bordwerkzeug im lin-
auch die RT 200) als seitenwagenfest ken Seitenkasten ist die 6Vl6Ah-Batte-.
und läuft als Gespann gut $5. ne untergebracht, der 160erScheinwer-
ie kräftigen Leichtmetali-Achsfäu- fer hat eine Zweifadenlampe 35/35
ste der Hinterradfaderung gleiten Watt. Es gab verschiedene Scheinwer-
auf stählernen Führungshlzen, zwar fer, unter anderem auch solche mit
ganz ob% Dämpfung, aber mit Gegen- sogenanntem Blendlöffel vor der Glüh-
feder und 0-i-An~hlagpuffern~ lampe, und zwar von B&, Hella oder
Die Telegabel ist, so wflrde sie heute Notek. Damit wird das nach oben
'genannt, eine Upidedawn-Kaslstruk- scheinende ~kektlicht abgeschirmt,
tion, bei der die in den Gakbrückea das beim Fahren im Nebel sonst die be-.
verschraubten und festgeklemmten rüchtigte weiße Wand bildet, durch die
Standrahre von unten nach oben ko- kein Auge mehr hindurcheben kann.
nisch dicker werden. Der größte Durch-
messer Er;@ an der hochbeanspniehta~
Klemmung der unteren Cabelbrücke.
N ur 135 Kilogramm wog die RT 2%
tmken, und mit dem Radstand
von 1350 Millimeter wirkte sie elegant
Darin ist eine Eührungsbuchse einge- gestreckt. Der reichlich verwendete
>setzt,die zweite Buchs& liegt am um@- Chrom und die Zierlinien lassen W rich-
ren Ende der Standrohrr?. In den Hol- tig die Gedanken des kleinen Angestell-
mBn arbeiten je eine Druckfeder und ten erahnen, der sich am Schaufenster
eine Gegenfeder, dazu eine pneumati- des DKW-Hi4ndlers die Nase platt:
sche Dk-lmpfung, Die Dampferwirhng drückte: Mit der Freundin auf dem
entsteht durch eine Gummi-Dichtman- Sozius ab in den Süden, Uriaub, Man-
,schetteam oberen Ende des Tauchroh- dolinen und Mondschein ... So manch
res. Beim Einfedern wird die darüber- inzwischen altgewordener-Träumer von
liegende Luft zusammen@sückt und damals sitzt heute noch oder wieder im
kann durch eine Bohrung ins Fmie ent- httel einer RT, oft sogar mit derselben
weichen. Beim Ausledern geht's umBe- Soua. Glücklich, wenn er sagen kann:
ehrt. Das klingt ein£wh, aber es funk- Der Traum von gestern ist auch heute
problemlos. Die Lenkung lauft nwh schön.

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