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DE 10 2016 108 179 A1 2016.11.17

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Offenlegungsschrift

(21) Aktenzeichen: 10 2016 108 179.5


(22) Anmeldetag: 03.05.2016
(51) Int Cl.: E21C 35/18 (2006.01)
(43) Offenlegungstag: 17.11.2016

(30) Unionspriorität: (72) Erfinder:


14/708,488 11.05.2015 US Provins, Beth A., Arnold, Pa., US; Helsel, Eric
P., New Enterprise, Pa., US; Lavely, Brian K.,
(71) Anmelder: Ebensburg, Pa., US; Prezlock, William P., Bedford,
KENNAMETAL INC., Latrobe, Pa., US Pa., US; Weber, Luke A., Bedford, Pa., US

(74) Vertreter:
Prinz & Partner mbB Patentanwälte
Rechtsanwälte, 80335 München, DE

Prüfungsantrag gemäß § 44 PatG ist gestellt.


Die folgenden Angaben sind den vom Anmelder eingereichten Unterlagen entnommen

(54) Bezeichnung: Kaltumgeformter Halteblock und Verfahren zu dessen Herstellung

(57) Zusammenfassung: Ein Halteblock, der zum Befestigen


an einer Oberfläche eines drehbaren Antriebselements einer
Schneidwerkzeugmaschine geeignet ist und zum Aufneh-
men eines Schneidwerkzeugs geeignet ist, beinhaltet einen
kaltumgeformten Halteblockkörper, der ein axial hinteres En-
de mit einem Befestigungsabschnitt zum Befestigen an der
Oberfläche des drehbaren Antriebselements und ein axial
vorderes Ende mit einer Stirnfläche beinhaltet. Der Halte-
block beinhaltet ebenso eine von der Stirnfläche bestimmte
Bohrung, die zum Aufnehmen des Schneidwerkzeugs aus-
gelegt ist. Ein Verfahren zur Herstellung des Halteblocks
wird ebenso bereitgestellt.
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Beschreibung tausch des Halteblocks zu ermöglichen. Üblicherwei-
se schweißt der Bediener den Ersatz-Halteblock auf
HINTERGRUND DER ERFINDUNG die Trommel. Wie der Fachmann weiß, ist es zeit-
aufwändig und daher kostspielig, einen Halteblock zu
[0001] Die Erfindung bezieht sich allgemein auf entfernen und zu ersetzen. Somit wäre es vorteilhaft,
eine Schneideinsatz- oder Schneidwerkzeuganord- in der Lage sein, die Nutzungsdauer des Halteblocks
nung oder Maschine, die in Verbindung mit Ma- zu verlängern, sowie die Kosten für die Original- oder
schinen zum Eingreifen in ein Substrat oder Erd- Ersatz-Halteblöcke zu reduzieren.
schichten, wie beispielsweise Asphaltfahrbahnma-
terial, Kohleablagerungen, Mineralformationen und [0005] Bisher wurden Halteblöcke durch Warmum-
dergleichen, dienlich ist. Insbesondere bezieht sich formung oder Warmarbeitsmethoden oder Gießen
die Erfindung auf einen Halteblock für eine Schnei- hergestellt. Warmverfahren beinhalten oft mehrere
deinsatz- oder Schneidwerkzeuganordnung und ein Schritte und Teile von Form- oder Arbeitsausrüstung
Verfahren zur dessen Herstellung. und beinhalten üblicherweise an das Formen oder
Verarbeiten anschließende Schritte. Zudem führen
[0002] Eine solche Schneideinsatz- oder Schneid- Warmverfahren üblicherweise zu einer großen Men-
werkzeuganordnung wird üblicherweise in Verbin- ge an vergeudeten Rohmaterialien. Zudem führen
dung mit einer drehbaren Trommel oder einem an- Gussteile üblicherweise zu einer Vielzahl von inhä-
getriebenen Element verwendet. Das angetriebene renten Unvollkommenheiten, welche die Festigkeit
Element dreht sich in einer solchen Weise, dass ei- reduzieren.
ne Schneideinsatz oder ein Schneidwerkzeug in Erd-
schichten getrieben wird, um diese in kleinere Stü- [0006] Somit wäre es äußerst wünschenswert, ei-
cke einschließlich Feinpartikel, d. h. Schneidgeröll, ne verbesserte Schneidwerkzeuganordnung in Be-
zu zerstückeln. Eine solche Anordnung findet Anwen- zug auf den hierin beschriebenen Typ bereitzustel-
dung in einer Anzahl von bestimmten Gebieten. Ein len, welche die Nachteile und Mängel der bisher be-
spezifisches Gebiet ist der Bergbau als Komponen- kannten derartigen Anordnungen überwindet. Es wä-
te einer Bergbaumaschine. Eine weitere spezifische re auch äußerst wünschenswert, einen verbesserten
Umgebung ist der Straßenbau als Komponente eines Halteblock oder sockel für eine solche Schneidwerk-
Straßenabrichters oder einer Straßenfräse. zeuganordnung in Bezug auf den hierin beschriebe-
nen Typ bereitzustellen, welche die Nachteile und
[0003] Bergbaumaschinen und Baumaschinen (z. Mängel der bisher bekannten derartigen Halteblö-
B. ein Straßenabrichter oder eine Straßenfräse) cke oder sockel überwindet. Darüber hinaus wäre es
sind in kontinuierlichen Bergbau- oder Straßenfräs- vorteilhaft, einen Halteblock oder sockel für solche
anwendungen nützlich, um Erdschichten wie bei- Anordnungen bereitzustellen, der reduzierte Bear-
spielsweise Kohle, Asphalt, Beton und dergleichen beitungsschritte und/oder kostengünstigere Herstel-
abzubauen oder zu fräsen. Diese Bergbaumaschi- lungsverfahren beinhaltet. Darüber hinaus wäre es
nen und Baumaschinen verwenden Schneideinsatz- vorteilhaft, einen Halteblock oder sockel für solche
oder Schneidwerkzeuganordnungen. Jede Schnei- Anordnungen bereitzustellen, der die Menge des zur
deinsatz- oder Schneidwerkzeuganordnung für die Herstellung des Halteblocks oder -sockels notwendi-
kontinuierliche Bergbau- oder Straßenfräsanwen- gen Rohmaterials reduziert.
dungen umfasst üblicherweise einen Schneideinsatz,
der drehbar oder nicht drehbar in einem Halteblock ZUSAMMENFASSUNG
oder -sockel angebracht ist. Der Halteblock ist wie-
derum, üblicherweise durch Schweißen, auf einer [0007] Nach einem Aspekt der Erfindung beinhaltet
Trommel oder einem anderen Körper befestigt, wobei ein Verfahren zur Herstellung eines Halteblocks, der
eine geeignete Energiequelle (oder ein geeignetes zum Befestigen an einer Oberfläche eines drehbaren
Mittel) die Trommel antreibt. Andere Komponenten Antriebselements einer Schneidwerkzeugmaschine
können ebenfalls in Verbindung mit dem Schneidein- geeignet ist und zum Aufnehmen eines Schneidwerk-
satz und dem Halteblock verwendet werden, wie bei- zeugs geeignet ist: Bereitstellen eines Ausgangsma-
spielsweise Werkzeughalter, Verschleißhülsen usw. terials; Kaltumformung des Ausgangsmaterials zur
Herstellung des Halteblocks, so dass dieser ein axi-
[0004] Während des Betriebs der Bergbau- oder al hinteres Endes mit einem Befestigungsabschnitt
Baumaschine, tritt am Halteblock aufgrund seines zum Befestigen an der Oberfläche des drehbaren An-
Kontakts mit Schneidgeröll Verschleiß auf. Im Laufe triebselements beinhaltet; Kaltumformung des Aus-
der Zeit führen Verschleiß, Materialermüdung durch gangsmaterials zum Herstellen des Halteblocks, so
zyklische Belastung und andere Arten von Miss- dass dieser ebenfalls ein axial vorderes Ende mit
brauch dazu, dass der Halteblock wirkungslos wird, einer Stirnfläche beinhaltet; und Ausbilden einer
was ein Ende seiner Nutzungsdauer anzeigt. Wenn Bohrung in der Stirnfläche, die zur Aufnahme des
dies auftritt, muss der Bediener den Halteblock von Schneidwerkzeugs ausgelegt ist.
der Trommel schneiden oder brennen, um einen Aus-

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[0008] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
beinhaltet ein Verfahren zur Herstellung eines Halte-
blocks, der zum Befestigen an einer Oberfläche ei- [0018] Die folgende Beschreibung dient nur der Ver-
nes drehbaren Antriebselements einer Schneidwerk- anschaulichung der verschiedenen Aspekte der Er-
zeugmaschine geeignet ist und zum Aufnehmen ei- findung und nicht der Einschränkung des Schutzum-
nes Schneidwerkzeugs geeignet ist, das Bereitstellen fangs der Erfindung.
eines Ausgangsmaterials und Kaltumformung des
Ausgangsmaterials zur Herstellung des Halteblocks. [0019] Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Schneid-
einsatz- oder Schneidwerkzeuganordnung oder ma-
[0009] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung schine, allgemein mit Bezugszeichen 10 gekenn-
beinhaltet ein Halteblock, der zum Befestigen an ei- zeichnet, nach verschiedenen Aspekten der Erfin-
ner Oberfläche eines drehbaren Antriebselements ei- dung. Es versteht sich, dass die Erfindung An-
ner Schneidwerkzeugmaschine geeignet ist und zum wendung bei verschiedenen Arten von Schneid-
Aufnehmen eines Schneidwerkzeugs geeignet ist, ei- werkzeugen findet, die in verschiedenen Arten von
nen kaltumgeformten Halteblockkörper, der ein axi- Schneidvorgängen nützlich sind. Beispielhafte Vor-
al hinteres Ende mit einem Befestigungsabschnitt gänge beinhalten, ohne Einschränkung, Straßenab-
zum Befestigen an der Oberfläche des drehbaren An- richten (oder -fräsen), Kohleabbau, Betonschneiden
triebselements und ein axial vorderes Ende mit ei- und andere Arten von Schneidvorgängen, bei denen
ner Stirnfläche beinhaltet. Der Halteblock beinhaltet ein Schneidwerkzeug mit einem harten Schneidele-
ebenso eine von der Stirnfläche bestimmte Bohrung, ment auf ein Substrat eingreift (z. B. Erdschichten,
die zum Aufnehmen des Schneidwerkzeugs ausge- Straßenpflaster, Asphaltfahrbahnmaterial, Beton, Mi-
legt ist. neralien und dergleichen), wobei es das Substrat in
Stücke einer Vielfalt von Größen bricht, einschließ-
[0010] Diese und andere Aspekte der vorliegenden lich größerer Stücke oder Klumpen und kleinerer Stü-
Erfindung werden nach Durchsicht der Patentschrift cke, einschließlich staubähnlicher Partikel. Zudem
und der Zeichnungen besser verstanden werden. versteht sich, dass die Anordnung 10 der Erfindung
und Komponenten davon in verschiedenen Größen
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN und Abmessungen hergestellt werden können, ab-
hängig von der gewünschten Anwendung der Anord-
[0011] Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Schneid- nung 10.
werkzeuganordnung nach einem Aspekt der Erfin-
dung. [0020] Insbesondere veranschaulicht Fig. 1 einen
Abschnitt einer drehbaren Trommel 12 (d. h. eines
[0012] Fig. 2 ist eine isometrische Ansicht eines Hal- drehbaren Antriebselements), die beispielsweise in
teblocks nach einem Aspekt der Erfindung. einer Bergbaumaschine oder Straßenfräse verwen-
det werden könnte. Eine Befestigungsanordnung 14
[0013] Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Halteblocks ist zum Befestigen an einer Oberfläche 16 des dreh-
von Fig. 2 nach einem Aspekt der Erfindung. baren Antriebselements 12 der Schneidwerkzeugan-
ordnung 10 geeignet und ist ferner zur Aufnahme ei-
[0014] Fig. 4 ist eine Draufsicht des Halteblocks von nes Schneideinsatzes oder eines Schneidwerkzeugs
Fig. 2 nach einem weiteren Aspekt der Erfindung. 18 geeignet. Üblicherweise ist das Schneidwerkzeug
18 ein drehbares Schneidwerkzeug mit einem Schaft-
[0015] Fig. 5 ist eine Unteransicht des Halteblocks abschnitt 20 und einem Kopfabschnitt 22 mit einem
von Fig. 2 nach einem Aspekt der Erfindung. sich entlang einer Längsachse AA erstreckenden
harten Schneidelement 24 zum Eingreifen in ein Sub-
[0016] Fig. 6a bis Fig. 6e sind Schnittansichten der strat, wie beispielsweise Erdschichten, Straßenpflas-
Mikrostruktur des Halteblocks entlang der Linie 6-6 ter, Asphaltfahrbahnmaterial, Beton, Mineralien und
von Fig. 4 nach einem Aspekt der Erfindung, wobei dergleichen, wie nach dem Stand der Technik gut be-
Fig. 6a an die Oberseite des Halteblocks angrenzt, kannt ist.
Fig. 6b an die Unterseite des Halteblocks angrenzt
und Fig. 6c–Fig. 6e entlang der Mitte des Halteblocks [0021] Nach einem Aspekt der Erfindung beinhal-
verlaufen. tet die Befestigungsanordnung 14 einen Sockel oder
Halteblock 26. Es versteht sich, dass andere Kom-
[0017] Fig. 7a bis Fig. 7e sind Schnittansichten ponenten, wie beispielsweise Werkzeughalter, Ver-
der Mikrostruktur eines bekannten heißumgeformten schleißhülsen usw., ebenfalls in Verbindung mit der
Halteblocks entlang einer ähnlichen Linie wie die der Befestigungsanordnung 14 und/oder dem Schneid-
Fig. 6a–Fig. 6e. werkzeug 18 und/oder dem Halteblock 26 verwendet
werden können.

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[0022] In einem Aspekt beinhaltet der Halteblock 26 [0026] Wie beschrieben, wird die Bohrung 36 an-
einen Halteblockkörper 27 mit einem axial vorderen schließend an das Kaltumformen des Ausgangsma-
Ende 28 und einem axial hinteren Ende 30. Der Hal- terial ausgebildet, um den Halteblock 26 zu bilden,
teblockkörper 27 beinhaltet an dem axialen hinteren beispielsweise durch bekannte Methoden, wie bei-
Ende 30 desselben einen Befestigungsabschnitt 32 spielsweise Bohren oder Durchbohren des Halte-
zum Befestigen an der Oberfläche 16 des drehba- blockkörpers 27. In einem Aspekt erstreckt sich die
ren Antriebselements 12. Der Halteblockkörper 27 Bohrung 36 von der Stirnfläche 34 zu der Bodenflä-
beinhaltet ebenso einen Vorderabschnitt oder eine che 38, d. h. vollständig durch den Halteblockkörper
Stirnfläche 34, die eine Bohrung 36 bestimmt, die all- 27.
gemein zum Aufnehmen des Schneidwerkzeugs 18
ausgelegt ist. [0027] Bezugnehmend auf die Fig. 6a bis Fig. 6e
wird die Mikrostruktur eines kaltumgeformten Hal-
[0023] Bezugnehmend auf die Fig. 2–Fig. 5 wird der teblocks dargestellt, wie beispielsweise des hier-
Halteblock 26 dargestellt, wie durch Kaltumformung in beschriebenen Halteblocks 26. Insbesondere die
gebildet oder hergestellt und vor der Ausbildung der Fig. 6a–Fig. 6e stellen eine gleichförmige Kornstruk-
Bohrung 36 in demselben, gemäß einem Aspekt der tur dar mit geringer Variation zwischen der äuße-
Erfindung. ren Oberfläche und der inneren Struktur. Ein heißge-
schmiedeter Halteblock (siehe Fig. 7a bis Fig. 7e)
[0024] Genauer gesagt, wird der Halteblock 26 weist dagegen eine größere Variation in der Korngrö-
durch Bereitstellen eines Stücks Ausgangsmateri- ße auf, mit kleineren Teilchen in der Nähe der Ober-
als gebildet oder hergestellt, das beispielsweise aus fläche und größeren Teilchen, die sich näher an dem
Stahl oder einem ähnlichen Material, und durch Kalt- inneren Bereich befinden. Die gleichförmige Struktur,
umformung des Ausgangsmaterials zum Erzeugen die durch Kaltschmieden des Halteblocks erzielt wird,
des Halteblocks 26, ausgebildet ist. In einem Aspekt wird bessere Verschleißeigenschaften bieten, da die-
wird das Ausgangsmaterial zur Herstellung des Hal- ser im Vergleich zu der größeren Kornstruktur des
teblocks 26 kaltumgeformt, um ein axial hinteres En- heißgeschmiedeten Blocks weniger anfällig für Riss-
des 30 mit einem Befestigungsabschnitt 32 zum Be- oder Bruchbildung ist. Die Faserverlaufslinien in kalt-
festigen an der Oberfläche 16 des drehbaren An- geschmiedeten Blöcken sind im Vergleich zu dem
triebselements 12 zu beinhalten. Das Ausgangsma- heißgeschmiedeten Block mit geringerem Lückenab-
terial kann auch kaltumgeformt werden, um den Hal- stand eng zusammengepackt. Die innerhalb des kalt-
teblock 26 derart zu bilden, dass das axial hintere En- geschmiedeten Block beobachtete Verdichtung, wird
de 30 auch eine Bodenfläche 38 angrenzend an den eine härtere Struktur bereitstellen, die besser geeig-
Befestigungsabschnitt 32 beinhaltet. Das Ausgangs- net ist, Scherspannungen und seitlichen Belastungen
material kann auch kaltumgeformt werden, um den während des Betriebs zu widerstehen.
Halteblock 26 derart zu bilden, dass das axial hinte-
re Ende 30 auch einen gefasten Befestigungsbereich [0028] Darüber hinaus versteht es sich, dass der
40 angrenzend an wenigstens einen Abschnitt eines kaltumgeformte Halteblock infolge des durch die Kalt-
Umfangs des Befestigungsabschnitts 32 beinhaltet. umformung bedingten Faserverlaufs stärker ist als
Der gefaste Befestigungsbereich 40 stellt einen Be- der heißumgeformte Halteblock. Bei Kaltumformung
reich für ein Befestigungsmittel bereit, wie beispiels- wird im Vergleich zu Heißumformung der Material-
weise Hartlötung oder Schweißnähte, die zum Befes- verbrauch (Ausschuss) um beispielsweise etwa 26 %
tigen des Halteblocks 26 an der Oberfläche 16 auf- reduziert, da das heißgeschmiedeten Teil nach der
gebracht werden. Formung nachgearbeitet wird und das kaltumgeform-
te Teil diesen Arbeitsvorgang nicht erfordert. Im Ver-
[0025] In einem Aspekt wird das Ausgangsmaterial gleich zu einem Gussteil werden im kaltumgeformten
zur Herstellung des Halteblocks 26 kaltumgeformt, Halteblock Porosität und Einschlüsse eliminiert. In
um ein axial vorderes Ende 28 mit der Stirnfläche anderen Aspekten bietet die Kaltformung des Halte-
34 zu bilden. In einem Aspekt 34 ist die Stirnfläche blocks höhere räumliche Gleichförmigkeit, einen ver-
im Allgemeinen planar und die Bodenfläche 30 ist besserten Schweiß-/Befestigungsbereich und eine
im Allgemeinen planar, wobei sich die Stirnfläche 34 verbesserte Symmetrie in der Mittelebene des Hal-
und die Bodenfläche 30 im Allgemeinen gegenüber- teblocks. Somit bildet der Kaltumformungsprozess
liegen. Das Ausgangsmaterial kann auch kaltumge- einen stärkeren Halteblock mit einer engeren Tole-
formt werden, um den Halteblock 26 derart zu bilden, ranz. In einem Aspekt vereinfacht dies die maschinel-
dass das axial vordere Ende 28 auch eine geneigte le Bearbeitung des Halteblocks und die Montage der
Oberfläche 42 angrenzend an die Stirnfläche 34 be- Trommel.
inhaltet. In einem Aspekt ist die geneigte Oberfläche
42 im Allgemeinen dem Befestigungsabschnitt 32 ge- [0029] Wie hier verwendet, bezieht sich „Kaltumfor-
genüberliegend und die geneigte Fläche 42 ist im All- mung“ im Allgemeinen auf mechanische Arbeitsvor-
gemeinen von der Stirnfläche 34 weg und zu dem axi- gänge, wie beispielsweise Biegen, Ziehen, Hämmern
al hinteren Ende 30 hin geneigt oder geschrägt. und/oder Walzen einer Metallform in eine neue Me-

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tallform, ohne eine Zugabe von Wärme zu dem Teil, 6.  Verfahren nach Anspruch 3, das ferner beinhal-
das geformt wird, zu erfordern. tet, dass bereitgestellt wird, dass sich die Bohrung
von der Stirnfläche zu der Bodenfläche erstreckt.
[0030] Während vorstehend bestimmte Aspekte der
Erfindung zum Zwecke der Erläuterung beschrieben 7.  Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Bohrung
wurden, wird es für den Fachmann klar sein, dass anschließend an das Kaltumformen des Ausgangs-
zahlreiche Variationen der Einzelheiten der vorlie- materials zur Bildung des Halteblocks gebildet wird.
genden Erfindung durchgeführt werden können, oh-
ne von der Erfindung abzuweichen, wie in den beilie- 8.  Verfahren zur Herstellung eines Halteblocks, der
genden Ansprüchen definiert wird. zum Befestigen an einer Oberfläche eines drehbaren
Antriebselements einer Schneidwerkzeugmaschine
Patentansprüche geeignet ist und zum Aufnehmen eines Schneidwerk-
zeugs geeignet ist, das Verfahren umfassend:
1.  Verfahren zur Herstellung eines Halteblocks, der Bereitstellen eines Ausgangsmaterials; und
zum Befestigen an einer Oberfläche eines drehbaren Kaltumformen des Ausgangsmaterials zur Herstel-
Antriebselements einer Schneidwerkzeugmaschine lung des Halteblocks.
geeignet ist und zum Aufnehmen eines Schneidwerk-
zeugs geeignet ist, das Verfahren umfassend: 9.    Verfahren nach Anspruch 8, das das Kaltum-
Bereitstellen eines Ausgangsmaterials; formen des Ausgangsmaterials zur Herstellung des
Kaltumformen des Ausgangsmaterials zur Herstel- Halteblocks beinhaltet, so dass dieser ein axial hin-
lung des Halteblocks, so dass dieser ein axial hinte- teres Ende mit einem Befestigungsabschnitt zum Be-
res Ende mit einem Befestigungsabschnitt zum Be- festigen an der Oberfläche des drehbaren Antriebs-
festigen an der Oberfläche des drehbaren Antriebs- elements beinhaltet.
elements beinhaltet;
Kaltumformen des Ausgangsmaterials zur Herstel- 10.    Verfahren nach Anspruch 9, das ferner das
lung des Halteblocks. so dass dieser ebenfalls eine Kaltumformen des Ausgangsmaterials beinhaltet, um
axial vorderes Ende mit einer Stirnfläche beinhaltet; den Halteblock derart zu bilden, dass das axial hinte-
und re Ende einen gefasten Befestigungsbereich beinhal-
Ausbilden einer Bohrung in der Stirnfläche, die zum tet, der an mindestens einen Abschnitt eines Um-
Aufnehmen des Schneidwerkzeugs ausgelegt ist. fangs des Befestigungsabschnitts angrenzt.

2.    Verfahren nach Anspruch 1, das ferner das 11.  Verfahren nach Anspruch 10, das ferner das
Kaltumformen des Ausgangsmaterials beinhaltet, um Kaltumformen des Ausgangsmaterials beinhaltet, um
den Halteblock derart zu bilden, dass das axial hin- den Halteblock derart zu bilden, dass das axial hinte-
tere Ende auch einen gefasten Befestigungsbereich re Ende auch eine an den Befestigungsabschnitt an-
beinhaltet, der an mindestens einen Abschnitt eines grenzende Bodenfläche beinhaltet.
Umfangs des Befestigungsabschnitts angrenzt.
12.  Verfahren nach Anspruch 11, das ferner das
3.    Verfahren nach Anspruch 2, das ferner das Kaltumformen des Ausgangsmaterials zur Herstel-
Kaltumformen des Ausgangsmaterials beinhaltet, um lung des Halteblocks beinhaltet, so dass dieser eben-
den Halteblock derart zu bilden, dass das axial hinte- falls ein axial vorderes Ende mit einer Stirnfläche be-
re Ende auch eine an den Befestigungsabschnitt an- inhaltet, die im Allgemeinen der Bodenfläche gegen-
grenzende Bodenfläche beinhaltet. überliegt.

4.  Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Stirnflä- 13.  Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Stirn-
che im Allgemeinen planar ist und die Bodenfläche im fläche im Allgemeinen planar ist und die Bodenfläche
Allgemeinen planar ist, wobei sich die Stirnfläche und im Allgemeinen planar ist.
die Bodenfläche im Allgemeinen gegenüberliegen.
14.  Verfahren nach Anspruch 12, das ferner das
5.    Verfahren nach Anspruch 3, das ferner das Kaltumformen des Ausgangsmaterials beinhaltet, um
Kaltumformen des Ausgangsmaterials beinhaltet, um den Halteblock derart zu bilden, dass das axial vor-
den Halteblock derart zu bilden, dass das axial vor- dere Ende auch eine an die Stirnfläche angrenzen-
dere Ende auch eine an die Stirnfläche angrenzen- de geneigte Oberfläche beinhaltet, wobei die geneig-
de geneigte Oberfläche beinhaltet, wobei die geneig- te Oberfläche im allgemeinen dem Befestigungsab-
te Fläche im allgemeinen dem Befestigungsabschnitt schnitt gegenüberliegt und die geneigte Oberfläche
gegenüberliegt und die geneigte Fläche im Allgemei- im Allgemeinen von der Stirnfläche weg und zu dem
nen von der Stirnfläche weg und zu dem axial hinte- axial hinteren Ende hin geneigt oder geschrägt ist.
ren Ende hin geneigt oder geschrägt ist.
15.  Verfahren nach Anspruch 12, das ferner das
Ausbilden einer Bohrung in der Stirnfläche beinhaltet,

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die zum Aufnehmen des Schneidwerkzeugs ausge-
legt ist.

16.    Verfahren nach Anspruch 15, das ferner be-


inhaltet, dass bereitgestellt wird, dass sich die Boh-
rung von der Stirnfläche zu der Bodenfläche er-
streckt.

17.  Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Boh-


rung anschließend an das Kaltumformen des Aus-
gangsmaterials zur Bildung des Halteblocks gebildet
wird.

18.    Halteblock, der zum Befestigen an einer


Oberfläche eines drehbaren Antriebselements ei-
ner Schneidwerkzeugmaschine geeignet ist und zum
Aufnehmen eines Schneidwerkzeugs geeignet ist,
der Halteblock umfassend:
einen kaltumgeformten Halteblockkörper, der be-
inhaltet:
ein axial hinteres Ende mit einem Befestigungsab-
schnitt zum Befestigen an der Oberfläche des dreh-
baren Antriebselements;
ein axial vorderes Ende mit einer Stirnfläche; und
eine Bohrung, die durch die Stirnfläche bestimmt
wird, die zum Aufnehmen des Schneidwerkzeugs
ausgelegt ist.

19.  Halteblock nach Anspruch 18, wobei das axial


hintere Ende des kaltumgeformten Halteblockkörpers
ferner eine an den Befestigungsabschnitt angrenzen-
de Bodenfläche beinhaltet.

20.  Halteblock nach Anspruch 18, wobei sich die


Bohrung durch den kaltumgeformten Halteblockkör-
per von der Stirnfläche zu der Bodenfläche erstreckt.

Es folgen 7 Seiten Zeichnungen

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Anhängende Zeichnungen

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