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DIN EN 934-6/A1:2006-03

Nationales Vorwort

Dieses Dokument wurde im CEN/TC 104 „Beton und zugehörige Produkte“ (Sekretariat: DIN, Deutschland)
ausgearbeitet. Im DIN Deutsches Institut für Normung e.V. wurden die Arbeiten vom NA 005-07-23 AA
„Betonzusatzmittel“ des Normenausschusses Bauwesen (NABau) begleitet.

Dieses Dokument enthält eine konsolidierte Fassung der EN 934-6, bei der die Änderungen der
EN 934-6/A1:2005 eingearbeitet sind. Die Änderungen gegenüber EN 934-6:2000 sind durch eine senkrechte
Linie am linken Rand gekennzeichnet.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 934-6:2002-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Ergänzung der Begriffe;

b) Präzisierung der Probenahme;

c) Konformitätskontrolle und Bewertung der Konformität;

d) Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle;

e) Präzisierung der Kalibrierung von Messeinrichtung.

Frühere Ausgaben

DIN EN 934-6:2000-03, 2002-02

2
EUROPÄISCHE NORM EN 934-6
Juli 2001
EUROPEAN STANDARD
+ A1
Dezember 2005
NORME EUROPÉENNE

ICS 13.340.20

Deutsche Fassung

Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel —


Teil 6: Probenahme, Konformitätskontrolle und Bewertung der
Konformität
Admixtures for concrete, mortar and grout — Adjuvants pour béton, mortier et coulis —
Part 6: Sampling, conformity control and evaluation of Partie 6: Echantillonnage, contrôle et évaluation de la
conformity conformité

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 2. Mai 2001 angenommen.

Die Änderung A1 wurde von CEN am 20. Juli 2005 angenommen.

Die Gültigkeitsdauer dieser CEN/TS ist zunächst auf drei Jahre begrenzt. Nach zwei Jahren werden die Mitglieder des CEN gebeten, ihre
Stellungnahmen abzugeben, insbesondere über die Frage, ob die CEN/TS in eine Europäische Norm umgewandelt werden kann.

Die CEN Mitglieder sind verpflichtet, das Vorhandensein dieser CEN/TS in der gleichen Weise wie bei einer EN anzukündigen und die
CEN/TS verfügbar zu machen. Es ist zulässig, entgegenstehende nationale Normen bis zur Entscheidung über eine mögliche
Umwandlung der CEN/TS in eine EN (parallel zur CEN/TS) beizubehalten.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der
Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2005 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 934-6:2001 + A1:2005 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ........................................................................................................................................................................3
Vorwort der Änderung A1 ..........................................................................................................................................3
1 Anwendungsbereich .....................................................................................................................................4
2 Normative Verweisungen..............................................................................................................................4
3 Begriffe ...........................................................................................................................................................4
4 Probenahme ...................................................................................................................................................4
4.1 Allgemeines....................................................................................................................................................4
4.2 Probenahme vom Lager des Herstellers.....................................................................................................5
4.2.1 Allgemeines....................................................................................................................................................5
4.2.2 Pulverförmiges Zusatzmittel (abgepackt) ...................................................................................................5
4.2.3 Flüssiges Zusatzmittel ..................................................................................................................................5
4.3 Probenahme bei Lieferung ...........................................................................................................................6
4.4 Probenahme für die werkseigene Produktionskontrolle ...........................................................................6
4.5 Aufzeichnung .................................................................................................................................................6
5 Konformitätskontrolle und Bewertung der Konformität............................................................................7
5.1 Allgemeines....................................................................................................................................................7
5.2 Konformitätskriterien ....................................................................................................................................7
5.3 Erstprüfung ....................................................................................................................................................7
5.4 Werkseigene Produktionskontrolle .............................................................................................................7
5.4.1 Allgemeines....................................................................................................................................................7
5.4.3 Aufzeichnungen über die werkseigene Produktionskontrolle..................................................................8
5.5 Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle .............................................................................8
Anhang A (informativ) Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle ....................................................9
Anhang B (informativ) Kalibrierung der Messeinrichtungen ................................................................................10

2
EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 104 „Beton“ erarbeitet, dessen Sekretariat
vom DIN gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis spätestens Januar 2002, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis April 2003 zurückgezogen werden.

Diese Europäische Norm ersetzt EN 934-6:2000.

Diese Norm ist Teil einer Reihe der EN 934 „Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel“, die noch folgende
weitere Teile enthält:

Teil 2: Betonzusatzmittel — Definitionen, Anforderungen, Konformität, Kennzeichnung und Beschriftung.

Teil 3: Zusatzmittel für Mauermörtel — Definitionen, Anforderungen, Konformität, Kennzeichnung und


Beschriftung.

Teil 4: Zusatzmittel für Einpressmörtel — Definitionen, Anforderungen, Konformität, Kennzeichnung und


Beschriftung.

Teil 5: Zusatzmittel für Spritzbeton — Definitionen, Anforderungen, Konformität, Kennzeichnung und


Beschriftung.

Anhang A ist informativ.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden,
Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigtes Königreich.

Vorwort der Änderung A1


Dieses Dokument (EN 934-6:2001/A1:2005) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 104 „Beton und zugehörige
Produkte“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom DIN gehalten wird.

Diese Änderung zur Europäischen Norm EN 934-6:2001 muss den Status einer nationalen Norm erhalten,
entweder durch Veröffentlichung eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Juni 2006, und etwaige
entgegenstehende nationale Normen müssen bis Juni 2006 zurückgezogen werden.

Diese Europäisch Norm enthält Punkte in 934-6:2001-07, die vom CEN/TC 104 „Beton und zugehörige Produkte“
identifiziert wurden und die einer Änderung oder Korrektur bedürfen.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können. CEN
ist nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu identifizieren.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland,
Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen,
Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn,
Vereinigtes Königreich und Zypern.

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EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt die Verfahren für die Probenahme, Konformitätskontrolle und Bewertung der
Konformität, Kennzeichnung und Beschriftung von Zusatzmitteln nach der Reihe EN 934 fest.

2 Normative Verweisungen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen
Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen
sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen
dieser Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet
sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation.

EN 934-2:2001, Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel — Teil 2: Betonzusatzmittel — Definitionen,
Anforderungen, Konformität, Kennzeichnung und Beschriftung.

prEN 934-3:1998, Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel — Teil 3: Zusatzmittel für Mauermörtel —
Definitionen, Anforderungen und Konformität.

EN 934-4:2001, Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel — Teil 4: Zusatzmittel für Einpressmörtel —
Definitionen, Anforderungen, Konformität, Kennzeichnung und Beschriftung.

prEN 934-5:1998, Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel — Teil 5: Zusatzmittel für Spritzbeton —
Definitionen, Anforderungen und Konformitätskriterien.

3 Begriffe
Für die Anwendung dieser Europäischen Normgelten die folgenden Begriffe:

3.1
Charge
Menge eines Zusatzmittels, die bezüglich ihrer Zusammensetzung als gleichmäßig angesehen werden kann.

ANMERKUNG Eine Tankladung kann als einer Charge entsprechend angesehen werden.

3.2
verantwortliche Person
die vom Hersteller benannt ist und deren Aufgabe die Umsetzung des Qualitätshandbuchs oder bestimmter Teile
davon für die werkseigene Produktionskontrolle ist

3.3
Hersteller
Einrichtung, die die vollständige Kontrolle und Verantwortung für die gelieferten Zusatzmittel, einschließlich der
Durchführung der Prüfungen während der werkseigenen Produktionskontrolle, hat

4 Probenahme

4.1 Allgemeines
Die Probenahme von Zusatzmitteln muss so durchgeführt werden, dass die sich ergebende Probe repräsentativ für
die überwachte Charge ist.

Folgende Verfahren müssen angewendet werden:

bei Erstprüfung und im Streitfall vorgehen nach 4.2;


bei der Auslieferung vorgehen nach 4.3;
bei der werkseigenen Produktionskontrolle vorgehen nach 4.4.

Falls erforderlich, muss die Probenahme in Anwesenheit aller betroffenen Parteien erfolgen.

4
EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

4.2 Probenahme vom Lager des Herstellers

4.2.1 Allgemeines

Jede Probe darf nicht mehr als eine Charge repräsentieren. Bei einer laufenden Produktion eines Zusatzmittels
darf eine Probe, die aus bis zu 25 t entnommen wird, als repräsentativ angesehen werden.

4.2.2 Pulverförmiges Zusatzmittel (abgepackt)

Diese Probe muss aus Teilproben aus 6 Gebinden (Säcken) oder, falls die Gesamtzahl der Gebinde (Säcke)
weniger als 6 beträgt, aus allen Gebinden (Säcken) bestehen. Die Teilproben müssen den Gebinden (Säcken) der
Lieferung stichprobenartig entnommen werden.

Es ist eines der folgenden Verfahren anzuwenden:

wenn die Gebinde bis zu 500 g enthalten, ist der gesamte Inhalt jedes Gebindes zu entnehmen.

wenn die Gebinde mehr als 500 g enthalten, ist eines der folgenden Verfahren anzuwenden:

a) ein Probenehmer, dessen Hohlraum einen Durchmesser von mindestens 25 mm hat, ist so in das
Gebinde einzuführen, sodass ein Materialkern entnommen wird, der im Wesentlichen über die gesamte
Tiefe des Gebindes reicht;
b) der Inhalt eines der zu beprobenden Gebinde ist auf eine trockene, saubere Fläche zu geben und zu
mischen. An verschiedenen Stellen des Haufens sind mindestens drei Stoffmengen von mindestens 125 g
zu entnehmen.

Das in a) beschriebene Verfahren gilt als bevorzugtes Verfahren; falls jedoch kein Probenehmer zur Verfügung
steht, ist das Verfahren b) anzuwenden.

Das Verfahren ist bei jedem zu beprobenden Gebinde zu wiederholen und die so erhaltenen Teilproben sind
sorgfältig zu mischen, um eine einzige Stichprobe zu erhalten. Wenn die Stichprobe mehr als 3 kg beträgt, ist sie
entweder durch Entnahme und Vierteln oder durch Verwendung eines Probenteilers auf 3 kg zu verringern.

Die Probe ist in drei gleiche Teile zu teilen und jeder Teil ist in einen sauberen, luftundurchlässigen, beschrifteten
Behälter zu geben. Mindestens ein Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1 kg ist als Rückstellprobe
aufzubewahren. Der/die Behälter ist/sind geschützt vor Feuchte, Hitze und Licht für ein Jahr oder bis zum
Verfallsdatum aufzubewahren, wobei der kürzere Zeitraum maßgebend ist.

4.2.3 Flüssiges Zusatzmittel

4.2.3.1 Allgemeines

Um repräsentative Proben flüssiger Zusatzmittel zu erhalten, ist eines der folgenden Verfahren anzuwenden.

4.2.3.2 Probenahme eines flüssigen Zusatzmittels aus Behältern

Die Probe muss aus Teilproben bestehen, die aus 6 Behältern entnommen wurden, oder, falls die Gesamtzahl der
Behälter weniger als 6 beträgt, aus Teilproben, die allen Behältern entnommen wurden. Die Teilproben müssen
den Behältern einer Lieferung stichprobenartig entnommen werden.

Die Zusatzmittel in den Behältern sind zu rühren, um alle leicht abgesetzten Stoffe zu lösen. Alle Ablagerungen, die
bei einem derartigen Rühren nicht leicht gelöst werden können, sind zu verwerfen.

Die Teilproben sind den ausgewählten Behältern ohne Verzögerung nach einem der folgenden Verfahren zu
entnehmen:

a) bei Behältern bis zu 0,5 l ist der gesamte Inhalt zu entnehmen;

b) bei Behältern mit mehr als 0,5 l sind jedem Behälter 0,5 l der Flüssigkeit zu entnehmen. Die auf diese Weise
erzielten Teilproben sind unter sorgfältigem Mischen zusammenzufassen, um eine einzige Stichprobe zu
erhalten.

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EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

4.2.3.3 Probenahme eines flüssigen Zusatzmittels von einer Tankladung

Wenn die Ladung gerührt wird, darf eine Probe als repräsentative für eine Tankladung von bis zu 25 000 l
angesehen werden. Die Stichprobe muss mindestens 3 l aufweisen.

Andernfalls sind drei Proben wie folgt zu entnehmen: eine aus dem oberen Bereich, eine innerhalb von ± 300 mm
des mittleren Bereichs der Flüssigkeit und eine innerhalb von 400 mm über dem Tankboden. Jede Probe muss
mindestens 1 l aufweisen. Die drei Proben sind sorgfältig zu mischen, bis eine einzige homogene Stichprobe
ergeben.

4.2.3.4 Teilung der Probe

Die nach einem der oben beschriebenen Verfahren (4.2.3.2 oder 4.2.3.3) hergestellte Stichprobe ist in drei gleiche
Proben zu unterteilen. Diese sind in drei saubere Flaschen zu geben, zu beschriften und die Flaschen sind mit
einem Stopfen fest zu verschließen. Mindestens eine Flasche ist als Rückstellprobe für ein Jahr oder bis zum
Verfallsdatum aufzubewahren, wobei der kürzere Zeitraum maßgebend ist.

Die Flasche(n) ist(sind) geschützt vor Hitze, Frost und Licht zu lagern.

4.3 Probenahme bei Lieferung

Wenn eine Probenahme einer Lieferung eines Zusatzmittels erforderlich ist, muss diese vor dem Entladen zum
Lieferzeitpunkt und am Lieferort durchgeführt werden. Das Probenahmeverfahren ist zwischen dem Lieferer und
dem Kunden zu vereinbaren. Falls keine Vereinbarung vorliegt, gelten die in 4.2.2 und 4.2.3 angegebenen
Verfahren.

4.4 Probenahme für die werkseigene Produktionskontrolle

Das Vorgehen bei der Probenahme für die werkseigene Produktionskontrolle muss im Handbuch der
Produktionskontrolle dokumentiert werden. Das Vorgehen muss als Ergebnis das Vorliegen einer repräsentativen
Probe sicherstellen.

ANMERKUNG Als Leitfaden kann gelten, dass wenigstens eine Probe je Charge genommen werden sollte oder im Falle
einer laufenden Produktion in Abständen von nicht mehr als 25 t Produktionsmenge. Nach der Prüfung sollte eine Probe von
nicht weniger als 250 ml für wenigstens ein Jahr oder für die Verfallzeit des Produkts aufbewahrt werden. Wenn die übliche
Dosiermenge des Zusatzmittels die 2 % überschreitet, sollte eine größere Probe aufbewahrt werden.

4.5 Aufzeichnung

Alle die Probenahme betreffenden Angaben sind aufzuzeichnen, insbesondere:

a) Datum der Probenahme;

b) Name des Produkts;

c) Art des Zusatzmittels;

d) Name des Herstellers;

e) Identifikationsnummer der Herstellercharge;

f) Menge der durch die Probe repräsentierten Charge;

g) Aggregatzustand;

h) Farbe;

i) Name der während der Probenahme anwesenden Personen und der vertretenden Stellen.

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EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

5 Konformitätskontrolle und Bewertung der Konformität

5.1 Allgemeines

Dieses Verfahren dient der Bestätigung der Konformität von Zusatzmitteln mit den entsprechenden Teilen der
Normenreihe EN 934.

5.2 Konformitätskriterien

Die Zusammensetzung, die Leistungsanforderungen und die dazugehörigen Überprüfungen und Prüfverfahren
sind in den entsprechenden Teilen der Normenreihe EN 934 angegeben. Bei Prüfung nach diesen Verfahren muss
jedes einzelne Ergebnis mit der entsprechenden Anforderung übereinstimmen. Die Anforderungen an die
Kennzeichnung und Beschriftung sind in Abschnitt 6 angegeben.

5.3 Erstprüfung

Die Erstprüfung ist vom Hersteller durchzuführen, um die Übereinstimmung des Zusatzmittels mit den
Anforderungen der entsprechenden Teile der Normenreihe EN 934 nachzuweisen und zwar:

a) wenn ein Zusatzmittel mit neuer Zusammensetzung oder ein neuer Zusatzmitteltyp hergestellt wird;

b) wenn eine Änderung der Zusammensetzung erfolgt, die eine wesentliche Auswirkung auf die Eigenschaft des
Zusatzmittels haben kann oder die die vom Hersteller angegebenen Werte für das Produkt beeinflusst, wie sie
als allgemeine Anforderungen in den einschlägigen Teilen der Reihe EN 934 aufgeführt sind;

c) wenn eine Änderung der Ausgangsstoffe erfolgt, die eine wesentliche Auswirkung auf die Eigenschaft des
Zusatzmittels haben kann oder die die vom Hersteller angegebenen Werte für das Produkt beeinflusst, wie sie
als allgemeine Anforderungen in den einschlägigen Teilen der Reihe EN 934 aufgeführt sind;

Die Erstprüfung muss alle einschlägigen Prüfungen für den speziellen Zusatzmitteltyp umfassen.

5.4 Werkseigene Produktionskontrolle

5.4.1 Allgemeines

Der Hersteller muss eine werkseigene Produktionskontrolle für jedes Werk, in dem Zusatzmittel erzeugt werden,
durchführen. Die werkseigene Produktionskontrolle muss die Kontrolle der Rohstoffe, des Produktionsablaufs und
des fertigen Produktes einschließen. Das Vorgehen bei der werkseigenen Produktionskontrolle muss in einem
Handbuch der Produktionskontrolle für jedes einzelne Werk festgehalten werden.

5.4.2 Handbuch der Produktionskontrolle

Jedes Handbuch der Produktionskontrolle muss das Vorgehen festlegen, um sicherzustellen, dass Zusatzmittel
aus jedem einzelnen Werk den Anforderungen der EN 934-2 bis -5 entsprechen. Wenigstens müssen die
folgenden Punkte enthalten sein:

a) Ausbildung der Ausführenden von Produktion und Qualitätskontrolle einschließlich des erforderlichen
Trainingniveaus;

b) Verfahren zur Produktidentifikation, Probenahme, Abnahme, Nachvollziehbarkeit der Herkunft, Lagerung und
Verfallsdaten der Rohmaterialien;

c) Verfahren zur Wartung und Kalibrierung jeglicher Produktions- und Prüfausrüstung;

d) Produktions- und Probenahmeanweisungen;

e) Verfahren für Prüfungen bei der werkseigenen Produktionskontrolle und die entsprechend der einschlägigen
Teile der Normenreihe EN 934 geforderte Prüfhäufigkeit;

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EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

f) Einzelheiten über die Annahmegrenze bei der werkseigenen Produktionskontrolle in Beziehung zu den vom
Hersteller angegebenen Werten für die laufende ITT-Dokumentation;

g) Maßnahmen, die im Falle von Nichtübereinstimmung der Rohstoffe, der Zwischen- und Endprodukte zu
ergreifen sind;

h) Anweisung für Verpacken, Lagern, Kennzeichnen und Ausliefern der jeweiligen Produkte;

i) Vorgehen, um sicherzustellen, dass nur solche Zusatzmittel, die mit den einschlägigen Teilen der Reihe 934
übereinstimmen, auch nur als solche gekennzeichnet werden;

j) notwendige Aufzeichnungen und Lagerungsdauer der Aufzeichnungen (siehe 5.4.3).

Einzelne Verantwortungsbereiche müssen im Handbuch der Produktionskontrolle festgelegt werden. Jede


verantwortliche Person muss einer übergeordneten Führungsperson berichten, der die Autorität hat, die
vollständige Einführung der Verfahren des Handbuchs für die Produktionskontrolle sicherzustellen.

Falls angemessen, müssen die Handbücher für die Produktionskontrolle durch Dokumente, die zusätzliche
Anweisungen zu den o. g. Punkten geben, ergänzt werden.

5.4.3 Aufzeichnungen über die werkseigene Produktionskontrolle

Folgende Angaben sind übersichtlich und in chronologischer Reihenfolge aufzuzeichnen:

a) Ergebnisse der Überprüfung von Messeinrichtungen, die bei der Produktion und der Prüfung verwendet
werden, einschließlich der Kalibrierungsberichte;

b) Angabe und Prüfergebnisse der Rohstoffe;

c) Herstellungsdaten (Art und Kennzeichnung des Zusatzmittels, Bezeichnung der Charge, Produktionsmenge,
Herstellungsdatum und jeder Herstellungscode);

d) Probenahme nach Abschnitt 4;

e) Datum und Ergebnisse der Prüfungen und Überprüfungen der Produktionskontrolle, Vergleich mit den
Anforderungen und, gegebenenfalls, ergriffene Maßnahmen;

f) Unterschrift der verantwortlichen Person.

Diese Aufzeichnungen sind mindestens 5 Jahre aufzubewahren.

5.5 Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle

Wenn die Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle durch die Anhänge ZA der EN 934-1 bis -5
gefordert wird, muss eine vom Hersteller benannte Notifizierte Stelle eine Erstprüfung für jedes Werk, das
Zusatzmittel im Anwendungsbereich der EN 934-2 bis -5 herstellt, ausführen. Ferner müssen jährliche
Überprüfungen jedes Werks durch die Notifizierte Stelle erfolgen (siehe Anhang A).

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EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

Anhang A
(informativ)

Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle

Die Notifizierte Stelle sollte weitere Besuche der Werke vornehmen, wenn schwerwiegende Nichtüberein-
stimmungen bei der werkseigenen Produktionskontrolle festgestellt werden. Der Hersteller sollte die Notifizierte
Stelle über jede Abweichung beim Produkt oder bei der werkseigenen Produktionskontrolle informieren.

Die Erstprüfung steht unter der Verantwortung des Herstellers, jedoch sollte die Notifizierte Stelle informiert
werden, wenn zusätzliche Eignungsprüfungen infolge von Änderungen des Produkts oder der werkseigenen
Produktionskontrolle durchgeführt werden.

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EN 934-6:2001 + A1:2005 (D)

Anhang B
(informativ)

Kalibrierung der Messeinrichtungen

Alle Messeinrichtungen, die für Produktion und Prüfung verwendet werden, sollten kalibriert werden, sofern diese
einen wesentlichen Einfluss auf die Produktqualität oder die Prüfung haben. Das Handbuch der
Produktionskontrolle sollte das Vorgehen bei der Identifizierung von Messeinrichtungen, die zu kalibrieren sind,
enthalten und die Häufigkeit der Überprüfung und Kalibrierung festlegen.

Kalibrierungsverfahren sollten mit Europäischen, Internationalen oder nationalen Normen, sofern diese anwendbar
sind, übereinstimmen; andernfalls sollte nach der üblichen Praxis vorgegangen werden. Jegliche Kalibrierung sollte
mit Gewichten und Maßstäben durchgeführt werden, die Kalibrierungszertifikate aufweisen, die ihre Beziehung zu
Internationalen oder nationalen Normen für Gewichte und Maßstäbe angeben.

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