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INHALT DIGITAL+

Simulationen und Animationen


– zur Bearbeitung der Übungsaufgaben des Buches
– zum Vertiefen und Festigen des Wissens
– für ein besseres Verständnis
Die Simulationen und Animationen können von der
jeweiligen Buchseite direkt durch den Scan eines QR-Codes
oder durch Eingabe eines verkürzten Links in der EUROPATHEK
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Die ergänzenden digitalen Materialien finden Sie


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rechnenundprojektierenmechatronik
EUROPA-FACHBUCHREIHE
für Mechatronik

J. Dillinger  W. Escherich  M. Lex  T. Neumayr  B. Schellmann  R. Zweckstätter

Rechnen und
Projektieren –
Mechatronik
Projektieren · Problemlösen

5. Auflage

VERLAG EUROPA-LEHRMITTEL · Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG


Düsselberger Straße 23  ·  42781 Haan-Gruiten

Europa-Nr.: 18618
Autoren:
Dillinger, Josef München
Escherich, Walter München
Lex, Martin München
Neumayr, Thomas München
Schellmann, Bernhard Kißlegg
Zweckstätter, Robert München

Lektorat und Leitung des Arbeitskreises:


Josef Dillinger München

Bildentwürfe: Die Autoren


Bildbearbeitung: Zeichenbüro des Verlages Europa-Lehrmittel, Ostfildern

5. Auflage 2020

Druck 5 4 3 2 1
Alle Drucke derselben Auflage sind parallel einsetzbar, da sie bis auf korrigierte Druckfehler untereinander
unverändert sind.

ISBN 978-3-8085-1786-4

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der gesetzlich
­geregelten Fälle muss vom Verlag schriftlich genehmigt werden.

© 2020 by Verlag Europa-Lehrmittel, Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG, 42781 Haan-Gruiten
http://www.europa-lehrmittel.de
Satz: Satz+Layout Werkstatt Kluth GmbH, 50374 Erftstadt
Umschlag: braunwerbeagentur, 42477 Radevormwald
Umschlagfotos: Festo AG & Co. KG, Esslingen
Druck: mediaprint solutions GmbH, 33100 Paderborn
 3

Vorwort
Das vorliegende Buch „Rechnen und Projektieren – Mechatronik“ ist ein Lehr- und Übungsbuch für die
Ausbildung im Berufsfeld Mechatronik.

Das Buch bietet Lehrenden und Lernenden die Möglichkeit Berechnungen in den entsprechenden Lern-
feldern durchzuführen und durch eine Vielfalt an Aufgaben das Lösen von Problemen zu üben.
Das Buch ist so aufgebaut, dass die in den einzelnen Lernfeldern auftretenden Berechnungsprobleme
mithilfe von Beispielen und Lösungen aufgezeigt werden. Eine Vielzahl von Aufgaben schließen sich
den entsprechenden Themenbereichen an. Der Bezug zu den Lernfeldern wird über die Zuordnung der
Kapitel zu den Inhalten des KMK-Rahmenlehrplanes geschaffen.

Ein Hauptaugenmerk dieses Buches liegt auf den Problemstellungen der Automatisierungstechnik, die
für das Berufsfeld Mechatronik von zentraler Bedeutung sind.
Die Automatisierungstechnik wird unterteilt in
– Verbindungsprogrammierte Steuerungen und
– Speicherprogrammierte Steuerungen,
wobei die Speicherprogrammierten Steuerungen getrennt nach Kleinsteuerungen und modularen
­Systemen behandelt werden.
Die Einteilung der Steuerungen erfolgt nach der verwendeten Steuerenergie:
– Pneumatische Steuerungen
– Hydraulische Steuerungen
– Elektrische Steuerungen
– Elektropneumatische Steuerungen
– Elektrohydraulische Steuerungen

Die meisten Kapitel wie auch das Kapitel Projekt- und Prüfungsaufgaben sind themenübergreifend
­angelegt. Sie bieten somit die Möglichkeit der Leistungskontrolle und der Vorbereitung für die Abschluss­
prüfung im Berufsfeld Mechatronik.

Das Lösungsheft zu „Rechnen und Projektieren – Mechatronik“ enthält für die Auszubildenden einen
möglichen Lösungsweg der Aufgaben, um die eigenen Lösungen zu überprüfen. Das Lösungsheft
erleichtert dem Lehrer die Unterrichtsvorbereitung und ist für das Selbststudium eine wesentliche Hilfe.

Vorwort zur 5. Auflage


In der neuen Auflage wurden die Themenbereiche durch Animationen und 17 interaktive Simu-
lationen angereichert, so dass sich die Lernfeldkonzeption in Verbindung mit digitalen Medien im
Unterricht umsetzen lässt. Die digitalen Inhalte können auch auf kleinen Displays (Smartphone, Tablet)
verifiziert werden. Können Aufgaben mittels Simulationen überprüft werden, wird im Buch ein entspre-
chender Hinweis gegeben.
Der neue Abschnitt Simulationsaufgaben beinhaltet 12 Seiten und ermöglicht durch einfache Aufgaben
den Einstieg in die entsprechende Thematik. Entsprechend können durch den Einsatz der Simulationen
Zusammenhänge erkannt und Lösungen überprüft werden. Die Konzeption beinhaltet folgende Thematik:

• Konstante geradlinige • Konstante kreisförmige • Hebelgesetz


Bewegung Bewegung • Hydraulische Presse
• Schiefe Ebene • Druck und Kolbenkraft • Gemischte Schaltung von
• Ohmsches Gesetz • Reihen- und Parallelschaltung Widerständen
• ISO-Toleranzen • ISO-Passungen • Einfache Übersetzungen

Für Anregungen und kritische Hinweise an lektorat@europa-lehrmittel.de sind wir dankbar.

Sommer 2020 Die Autoren


4

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 5 Werkstofftechnik und Hilfsstoffe . . . . 45


1.1 Rechnen mit Zahlen und Variablen . . . . . . . 7 5.1 Wärmetechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
1.2 Rechnen mit Brüchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 5.1.1 Längenänderung bei Erwärmung . . . . . . . . 45
1.3 Gleichungen und Formeln . . . . . . . . . . . . . . 10 5.1.2 Volumenänderung bei Erwärmung . . . . . . . 46
1.3.1 Gleichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 5.2 Viskosität von Druckflüssigkeiten . . . . . . . 47
1.3.2 Formeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 5.3 Festigkeitsberechnung . . . . . . . . . . . . . . . . 49
1.4 Winkelberechnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 5.3.1 Beanspruchung auf Zug . . . . . . . . . . . . . . . . 49
1.5 Winkelfunktionen im rechtwinkligen 5.3.2 Beanspruchung auf Druck . . . . . . . . . . . . . . 51
Dreieck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 5.3.3 Beanspruchung auf Flächenpressung . . . . . 53
1.6 Schlussrechnung (Dreisatzrechnung) . . . . . 18 5.3.4 Beanspruchung auf Schub (Scherung) . . . 54
1.7 Prozentrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 5.3.5 Schneiden von Werkstoffen . . . . . . . . . . . . . 56
1.8 Flächen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 5.3.6 Festigkeitsklasse und Einschraubtiefe bei
1.9 Rauminhalt, Masse und Gewichtskraft . . . 23 Schrauben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
1.9.1 Rauminhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
1.9.2 Masse und Gewichtskraft . . . . . . . . . . . . . . . 23 6 Fertigungstechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
1.10 Diagramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 6.1 Maßtoleranzen und Passungen . . . . . . . . . . 60
1.10.1 Kreisdiagramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 6.1.1 Maßtoleranzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
1.10.2 Balkendiagramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 6.1.2 Passungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
1.10.3 Histogramm und Pareto­diagramm . . . . . . . 25 6.1.3 ISO-Passungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
6.2 Hauptnutzungszeit beim Bohren, Senken
2 Datenverarbeitungstechnik . . . . . . . . . 28 und Reiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
2.1 Zahlensysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 6.3 Kostenrechnung, Kalkulation . . . . . . . . . . . . 69
2.1.1 Umwandlung von Dualzahlen in 6.4 Schnittkraft und Leistungsbedarf beim
Dezimalzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Zerspanen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
2.1.2 Umwandlung von Sedezimalzahlen
(Hexa­dezimalzahlen) in Dezimalzahlen . . . . 29 7 Mechanische Systeme . . . . . . . . . . . . . . . 75
2.1.3 Umwandlung von Dezimalzahlen in 7.1 Berechnungen am Zahnrad . . . . . . . . . . . . . 75
Dualzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 7.1.1 Zahnradmaße außen- und innenverzahnter
2.1.4 Umwandlung von Dezimalzahlen in Stirnräder mit Gerad­verzahnung . . . . . . . . . 75
­Sedezimal­zahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 7.1.2 Zahnradmaße außenverzahnter Stirnräder
2.1.5 Umwandlung von Dualzahlen in mit Schrägverzahnung . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
Sedezimalzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 7.1.3 Achsabstand bei Zahnrädern . . . . . . . . . . . . 77
2.1.6 Umwandlung von Sedezimalzahlen in 7.2 Übersetzungen und Getriebe . . . . . . . . . . . . 79
Dualzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
7.2.1 Einfache Übersetzungen . . . . . . . . . . . . . . . . 79
2.2 BCD-Code . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
7.2.2 Mehrfache Übersetzungen . . . . . . . . . . . . . . 82
2.3 Potenzen und Wurzeln . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
7.3 Bewegungslehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
2.4 Zehnerpotenzen, Vorsätze . . . . . . . . . . . . . . 33 7.3.1 Gleichförmige Bewegung . . . . . . . . . . . . . . . 85
7.3.2 Kreisförmige Bewegung . . . . . . . . . . . . . . . . 88
3 Prüf- und Messtechnik . . . . . . . . . . . . . . 34 7.3.3 Ungleichförmige Bewegung . . . . . . . . . . . . 90
3.1 Messfehler analoger elektrischer 7.4 Kräfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Mess­geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 7.4.1 Darstellen von Kräften . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
3.2 Messfehler digitaler elektrischer 7.4.2 Zusammensetzen von Kräften . . . . . . . . . . . 94
­Mess­geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 7.4.3 Zerlegen von Kräften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
7.4.4 Reibungskräfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
4 Qualitätsmanagement . . . . . . . . . . . . . . 37 7.5 Rollen und Flaschenzüge . . . . . . . . . . . . . . . 99
4.1 Grundlagen der Statistik . . . . . . . . . . . . . . . 37 7.6 Hebel und Drehmoment . . . . . . . . . . . . . . . . 101
4.2 Statistische Prozesslenkung mit Qualitäts- 7.6.1 Hebelgesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
regelkarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 7.7 Mechanische Arbeit und Energie . . . . . . . . . 104
4.3 Statistische Berechnungen mit dem 7.7.1 Mechanische Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Taschenrechner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 7.7.2 Die schiefe Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
Inhaltsverzeichnis 5

7.7.3 Der Keil als schiefe Ebene . . . . . . . . . . . . . . . 106 9.7 Schwingkreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150
7.7.4 Die Schraube als schiefe Ebene . . . . . . . . . . 107 9.7.1 Reihenschaltung von R, L und C . . . . . . . . . 150
7.7.5 Mechanische Energie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 9.7.2 Parallelschaltung von R, L und C . . . . . . . . . 152
7.8 Mechanische Leistung . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 9.8 Transformator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
7.9 Wirkungsgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
10 Dreiphasenwechselstrom
8 Gleichstromtechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . 115 (Drehstrom) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155

8.1 Elektrische Ladung und Stromstärke . . . . . 115 10.1 Sternschaltung (symmetrisch, gleichartig) 155
8.2 Stromdichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116 10.2 Dreieckschaltung (symmetrisch,
gleichartig) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
8.3 Wider­stand und Leitwert . . . . . . . . . . . . . . . 117
10.3 Leistung bei Stern-Dreieckschaltung
8.4 Temperaturabhängige Wider­stände . . . . . . 120
(symmetrisch) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158
8.5 Ohmsches Gesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
10.4 Drehstromkompensation . . . . . . . . . . . . . . . 159
8.6 Reihenschaltung von Wider­ständen . . . . . . 122
8.7 Parallelschaltung von Wider­ständen . . . . . 123 11 Elektrische Antriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . 160
8.8 Gemischte Schaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . 124
11.1 Drehstrom-Asynchronmotor . . . . . . . . . . . . 160
8.9 Spannungsteiler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
11.2 Gleichstrommotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
8.9.1 Der unbelastete Spannungsteiler . . . . . . . . 126
11.2.1 Nebenschlussmotor/Fremderregter Motor . 163
8.9.2 Der belastete Spannungsteiler . . . . . . . . . . . 127
11.2.2 Reihenschlussmotor/Doppelschlussmotor . 166
8.10 Wheatstone’sche Brückenschaltung . . . . . . 128
8.11 Die elektrische Leistung . . . . . . . . . . . . . . . . 130
12 Elektrische Anlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . 168
8.12 Die elektrische Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131
8.13 Das elektrische Feld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132 12.1 Fehlerstromkreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168
12.2 Schutz durch Abschaltung mit Überstrom-
8.14 Kondensator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133
Schutzeinrichtungen im TN-System . . . . . . 170
8.14.1 Ladung und Kapazität ­eines Kondensators 133
12.3 Schutz durch Abschaltung mit RCD im
8.14.2 Bauform und Kapazität ­eines
TT-System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 172
Kondensators . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
12.4 Leitungsschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173
8.14.3 Schaltungsarten von Kapazitäten . . . . . . . . 135
12.5 Leitungsberechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175
8.14.4 Lade- und Entladeverhalten ­eines
­Kondensators . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 12.5.1 Spannungsfall auf Gleichstromleitungen . . 175
12.5.2 Spannungsfall auf Wechselstromleitungen 177
8.15 Spulen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
12.5.3 Spannungsfall auf 3~Wechselstromlei-
8.15.1 Bauform und Induktivität ­einer Spule . . . . . 137
tungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
8.15.2 Schaltungsarten von Induktivitäten . . . . . . . 138
8.15.3 Ein- und Ausschaltverhalten einer Spule . . 139
13 Gleichrichterschaltungen . . . . . . . . . . . . 181
8.16 Gleichstromverhalten von Halbleiter­
dioden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 13.1 Ungesteuerte Gleichrichterschaltungen . . . 181
8.17 Bipolartransistor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 13.2 Gesteuerte Gleichrichterschaltungen . . . . . 183
8.17.1 Bipolartransistor als Gleichstromverstärker 141
8.17.2 Bipolartransistor als Schalter . . . . . . . . . . . . 142 14 Fluidtechnik: Pneumatik . . . . . . . . . . . . . 185
14.1 Druckarten und Druckeinheiten . . . . . . . . . . 185
9 Wechselstrom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 14.2 Zustandsänderungen bei Gasen . . . . . . . . . 187
9.1 Periodendauer, Frequenz und 14.3 Kolbenkraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 188
Kreis­frequenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 14.4 Luftverbrauch in pneumatischen Anlagen . 190
9.2 Momentanwert der Spannung . . . . . . . . . . 143 14.5 Vakuumtechnik – Handhabung mit
9.3 Momentanwert des Stroms . . . . . . . . . . . . . 144 ­Unterdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192
9.4 Effektivwert und Scheitelwert von
­Spannung und Strom . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144 15 Fluidtechnik: Hydraulik . . . . . . . . . . . . . . 195
9.5 Leistung im Wechselstromkreis . . . . . . . . . 146 15.1 Hydrostatik – Hydrostatischer Druck,
9.6 Bauteile im Wechselstromkreis . . . . . . . . . . 148 ­Kolbenkraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
9.6.1 Blindwiderstand von Kapazitäten . . . . . . . . 148 15.2 Hydrostatik – Hydraulische Presse . . . . . . . 197
9.6.2 Blindwiderstand von Induktivitäten . . . . . . . 149 15.3 Hydrostatik – Druckübersetzung . . . . . . . . . 199
6 Inhaltsverzeichnis

15.4 Hydrodynamik – Flüssigkeiten in 18.4.5 Konnektor, Merker und Flankenauswer-


Bewegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 tungen in ­einer SPS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 276
15.5 Hydrodynamik – Hydraulische Leistung . . 202 18.4.6 Zeitoperationen ­einer SPS . . . . . . . . . . . . . . 278
18.4.7 Zähl- und Vergleichsoperationen ­einer SPS 281
16 NC-Technik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204 18.4.8 Ablaufsteuerungen und strukturierte
­Programmierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283
16.1 Geometrische Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . 204
18.4.9 Analogwertverarbeitung mit SPS . . . . . . . . 287
16.2 Koordinatenmaße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207
18.5 Systematischer Entwurf von Schaltplänen
16.3 Werkstücke mit geradlinigen und und Steuerungslösungen . . . . . . . . . . . . . . . 293
kreisbogenförmigen Konturen . . . . . . . . . . . 211
18.5.1 Funktions- und SR-Tabellen . . . . . . . . . . . . . 293
18.5.2 Programmablaufplan und Strukto­gramm . 293
17 Regelungstechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214
18.5.3 Ablauf-Funktionsplan: Grafcet . . . . . . . . . . . 293
17.1 Regelkreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214 18.6 Bussystemtechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 300
17.2 Regelungsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215 18.7 Kommunikation in Netzen . . . . . . . . . . . . . . 303
17.3 Strecken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216
17.3.1 Strecken mit Ausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . 216 19 Projekt- und Prüfungsaufgaben . . . . . . 307
17.3.2 Strecken ohne Ausgleich (I-Strecken) . . . . . 223
19.1 Drehstrom-Asynchronmotor und
17.4 Regler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225 Riemenantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 307
17.4.1 Zweipunktregler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225 19.2 Transportband . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 308
17.5 Regler mit Operationsverstärker (OPV) . . . 228 19.3 Qualitätssicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 309
17.5.1 OPV als Komparator (Zweipunktregler) . . . 228 19.4 Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312
17.5.2 Nichtinvertierender Verstärker (P-Regler) . . 229 19.5 Tauchbad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 315
17.5.3 Invertierender Verstärker (P-Regler) . . . . . . 230 19.6 Paternoster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319
17.5.4 OPV als Integrierer (I-Regler) . . . . . . . . . . . . 231 19.7 Spannen mit Hydraulik . . . . . . . . . . . . . . . . . 323
17.5.5 OPV als Differenzierer (D-Regler) . . . . . . . . . 233 19.8 Werkstattschleifmaschine . . . . . . . . . . . . . . 328
17.6 Fuzzy-Logik und Fuzzy-Control . . . . . . . . . . 234 19.9 Pneumatische Steuerung mit zwei
17.6.1 Scharfe und unscharfe Werte . . . . . . . . . . . . 235 Schaltkreisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330
17.6.2 Fuzzifizierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 236 19.10 Elektropneumatik – Sortieren von
17.6.3 Mengenverknüpfungen . . . . . . . . . . . . . . . . 238 Materialien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 332
17.6.4 Inferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 240
17.6.5 Defuzzifizierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 242 20 Simulationsaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . 335
Konstante geradlinige Bewegungen . . . . . . . . . . . . . . 335
18 Automatisierungstechnik . . . . . . . . . . . . 243 Konstante kreisförmige Bewegungen . . . . . . . . . . . . 336
18.1 Logische Verknüpfungen . . . . . . . . . . . . . . . 243 Hebelgesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 337
18.2 Speichern von Signalen . . . . . . . . . . . . . . . . 248 Schiefe Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 338
18.3 Verbindungsprogrammierte Steuerungen: Druck und Kolbenkraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 339
VPS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 250 Hydraulische Presse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 340
18.3.1 Pneumatische Steuerungen . . . . . . . . . . . . . 250 Ohmsches Gesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 341
18.3.2 Elektropneumatische Steuerungen . . . . . . . 254 Reihenschaltung und Parallelschaltung von
18.3.3 Hydraulische und elektrohydraulische Widerständen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 342
Steuerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 263 Gemischte Schaltung von Widerständen . . . . . . . . . . 343
18.4 Speicherprogrammierbare Steuerungen ISO-Toleranzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 344
(SPS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 266 ISO-Passungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 345
18.4.1 SPS als Kleinsteuerung (Steuerrelais) . . . . . 266 Einfache Übersetzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 346
18.4.2 SPS als modulares System . . . . . . . . . . . . . 269
18.4.3 Grundverknüpfungen in ­einer SPS . . . . . . . 272 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 347
18.4.4 Öffner als Eingangsvariable und Speicher-
funktionen der SPS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274 Sachwortverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 361
1
1.1  Rechnen mit Zahlen und Variablen 7

1 Grundlagen
1.1 Rechnen mit Zahlen und Variablen
Für das Rechnen mit Zahlen und Variablen müssen verschiedene Regeln und Gesetzmäßigkeiten be­
rücksichtigt werden (Tabelle 1). Dabei gilt vom Grundsatz her, dass Punktrechnung vor Strichrechnung
durchgeführt werden muss.

Variablen sind Platzhalter für beliebige Zahlenwerte. Für die Variablen werden meist Kleinbuchstaben
verwendet. Schreibt man ein Mehrfaches einer Variablen, z. B. 4 · a = 4a, oder das Produkt aus zwei Varia­
blen, z. B. a · b = ab, dann kann das Multiplikationszeichen gesetzt oder weggelassen werden.

Tabelle 1:  Gesetze und Regeln

Kommutativgesetz

Vertauschen von Summanden 2 – 8 + 4 = 4 + 2 – 8 = –2 a–b+c=a+c–b

Vertauschen von Faktoren 6 · 3 · 4 = 4 · 6 · 3 = 72 a·b·c=c·a·b

Assoziativgesetz

Zusammenfassen von Summanden 4 – 3 + 9 = (4 + 9) – 3 = 10 6a + 4b – 3a = (6a – 3a) + 4b = 3a + 4b

Zusammenfassen von Faktoren 2 · 5 · 6 = (6 · 5) · 2 = 60 a · b · c = (a · c) · b

Vorzeichenregeln

Summieren von Zahlen 13 + (7 – 2) = 13 + 7 – 2 = 18 a – (b – c) = a – b + c


13 – (7 – 2) = 13 – 7 + 2 =   8

Multiplizieren von Zahlen 3 · 5 = 15 a · x = ax


(–3) · (–5) = 15 (–a) · (–x) = ax
(–3) · 5 = 3 · (–5) = –15 (–a) · b = a · (–b) = –ab

Minuszeichen vor der Klammer 9 – 2 – 5 = 9 – (2 + 5) = 2 a – b – c = a – (b + c)

Distributivgesetz

Multiplizieren mit Summen 3 · (6 + 2) = 3 · 6 + 3 · 2 = 24 a · (b – c) = a · b – a · c

Multiplizieren von Summen (7 + 2) · (5 – 3) (a – b) · (c + d)


=7·5–7·3+2·5–2·3
= 9 · 2 = 18 = ac + ad – bc – bd

Aufgaben Rechnen mit Zahlen und Variablen


1. a) 217,583 – 27,14 · 0,043 + 12 b) 16,25 + 14,12 · 6,21
c) 7,1 + 16,27 +14,13 · 17,0203 d) 74,24 – 1,258 · 12,8
e) 857 – 3,52 · 97,25 – 16,386 + 1,1 f) 119,2 + 327,351 – 7,04 · 7,36

2. a) 17,13 + 13,25 + 15,35 : 2 b) 34,89 + 241,17 : 21,35 – 12,46 : 2,2

3. a) 243 : 0,04 – 92,17 – 13,325 + 124,3 : 3,5 b) 507 : 0,05 – 261,17 – 114,325 + 142,3 : 18,4

4. a) (a – b) · 3y b) (x + 2) · 4x
c) (–a –b) · (–4) d) (22a – 4ab) : 2a
8 1 Grundlagen

5. a) 4a · 2c · 3b b) 6 · 3,5b – b · 4
1
c) (–2,5b) · (–4a + 3b) d) ​(–a + 4b – __ ​   ​  c) · 2b​
2
6. a) 18 · (–5) + (–3) · (–7) b) 120 : (–6) – (–15) : 5
–96 ____ 65 148 –85
c) ​​ ____ ​​ 
 + ​​    ​​  d) ​​ ____ ​​ – ​​ ____ ​​ 
16 –15 37 17
38,7 – 2,08 ___________
24,75 + 15 ___________ 44,2 · 13,1 13,8 + 22,7
23,4 – 8,6 ___________
7. a) ​​ __________
 ​  
 + ​   ​ – ​ 
    ​​  b) ​34,2 · _________
​   ​  
– ​   ​  
· 20,6​
12,5 0,36 20,05 – 1,7 2,4 27 – 3,5
15,1 – 3,7 25 · (20,1 – 16,58)
c) ​(23,7 – 2,8) · ​ _________
 ​​ 
  d) ​​ _________________
   ​​
  
16,9 (34,85 – 2,97) · 4,6

8. a) 3a · 4b – 10a · 2b b) 25x · (–10y) + 13x · (–5y)


c) –8m · 2n + 7,5m · (–2n) d) (–16a) · (–5c) – (–5a) · (–2c)

9. a) – 3a · (8x – 5x) – 2a · (20x – 12x) b) – 3x · (8x – 5x) + 3x · (–12x – 33x)


Die Klammerausdrücke sind zu multiplizieren.

10. a) 6 · (a + b) b) 2a · (5a +3b) c) (3x – 2y) · a d) (3x + 4y) · (6a + 9b)


e) (a – 5) · (6 + b) f)  (a + b) · (a + b) g) (a – b) · (a – b) h) (a + b) · (a – b)

11. a) (a + b) (x – 2) b) (3a – 2b) (3x – 4)


c) 3a (4 – b) (2 – 3a) d) 4a · 3b (–x) + 3b · 2a

12. a) 4x – (0,5x + 3,5y) – (2x + 8y) · 3


b) 3ax (c – 4) (3a – 2d)

1.2 Rechnen mit Brüchen


Beim Rechnen mit Brüchen besteht der Rechenausdruck aus einen Zähler und einem Nenner, die durch
eine Linie getrennt sind. Die Linie steht beim Bruchrechnen für den Doppelpunkt der einfachen Division.
In der Tabelle sind die Gesetzmäßigkeiten der Bruchrechnung zusammengefasst (Tabelle 1).

Tabelle 1:  Gesetze und Regeln zum Bruchrechnen


2 2 · 3 __ 6 10 5 1 6a 3a
Erweitern und Kürzen ​​ __  ​ = _____
​   
 ​ = ​    ​​ ​​  ___ ​ = ​ __  ​ = 2 ​ __ ​ ​​ ___  ​= ___
​    ​​
3 3·3 9 4 2 2 4b 2b

1 2 __ 3 ____________________ 15 – 40 + 36 ___
1 · 15 – 2 · 20 + 3 · 12 ____________ 11
Addieren von Brüchen ​​ __  ​ – __
​   ​  + ​   ​  = ​        ​ = ​     ​  = ​    ​​ 
4 3 5 60 60 60

Bruchrechnen mit 2 (b – 4) – 3 (a + 3) ______________


2 a + 3 __________________ 2b – 8 – 3a – 9 ____________
2b – 3a – 17
​​ __  ​ – _____
​   ​ =   
​      ​ =   
​   ​  = ​     ​ ​

­Summen 3 b–4 3 · (b – 4) 3b – 12 3b – 12

Multiplizieren von 2 3 _____ 2 · 3 ___ 6 2 3 5 · 3 ___ 15


​​ __  ​ · __
​   ​  = ​    = ​    ​ = __
 ​  ​    ​​ ​5 · ​ __  ​ = _____
​   ​ = ​   ​ ​

­Brüchen 3 5 3 · 5 15 5 4 1·4 4

__3
​   ​ 
3 __
__ 3 ___ 3 · 5 __
4 _____ 5
Dividieren von Brüchen ​​    ​ : ​   ​  = ​   ​ = ​   ​ = ​    ​​
4 5 __ 3 4·3 4
​   ​ 
5

3 4 12 2 2 · 4 ___ 2 1
​3 : ​ __  ​= 3 ∙ __
​   ​  = ​ ___ ​ = 4​ ​​ __  ​: 4 = _____
​   ​   = ​    ​ = __
​    ​​
4 3 3 3 3 12 6
Dezimalbruch
3 65 13
​​ __  ​ = 0,375​ ​0,65 = ​ ____  ​ = ​ ___  ​​
8 100 20
1
1.2  Rechnen mit Brüchen 9

Aufgaben Rechnen mit Brüchen


1. Die folgenden Brüche sind zu addieren 2. Die folgenden Brüche sind
bzw. zu subtrahieren. zu multiplizieren.
1 5 __ 4 3 __ 5 3 4 __ 3 7 13 2 1
a) ​​ __ ​  + __
​   ​  + ​   ​  + ___
​    ​ + ​    ​​ b) __
​​   ​  + __
​   ​  + ​   ​  – ___
​     ​​ a) ​​ ___ ​​ ; 7 ​​ __ ​​ ; 12 ​​ __  ​​jeweils mit 5
5 6 9 12 7 4 5 8 10 4 7 3
3 7 2 4 48 + 12
13,5 + 6,5 _______ 1 7 9 1
c) ​3 ​ __ ​  – 5 __
​   ​  – __
​   ​  + 9 ​ __  ​​ d) ​​ ___________ 
 ​ 
– ​   ​​ 
  b) ​​ __ ​​ ; ​​ ___  ​​ ; ___
​​    ​​ jeweils mit __
​​    ​​
4 8 3 5 42,8 – 12,8 50 6 16 23 3

3. Die folgenden Brüche sind 4. Folgende Brüche sind auf 3 Kommastellen


zu dividieren. gerundet in Dezimalbrüche zu verwandeln.
6 12 27 1 4 1 __ 3 1
a) ​​ __ ​​ ; ​​ ___  ​​; ___
​​   ​​ jeweils durch 7 a) ​​ __ ​​ ; ​​ ___  ​​ ; __
​​   ​​ ; ​​   ​​ ; __
​​    ​​
7 15 35 4 15 3 7 6
2 7 1 3 1 7 ____ 1 ___ 38 97
b) ​7 ​ __ ​​ ; ​8 ​ __ ​​ ; ​14 ​ __ ​​  jeweils durch __
​​    ​​ b) ​​ ___  ​​ ; ___ ; ​​   ​​ ; ___
​​    ​​;  ​​     ​​  ​​    ​​
5 9 6 5 21 29 125 45 12

5. Die folgenden Ausdrücke sind zu vereinfachen. 6. Die Doppelbrüche sind zu vereinfachen.


1 5x 5 51
a) ​4ab : ​ __ ​  a​ b) ​​ ___ ​ : 3x​ b) ​​ ________     ​​ b) ​​ _______     ​​
2 y 3
___ 8 7 23
​    ​ + ___
​    ​  ___
​     ​ – ___
​    ​
14 21 10 28

7. Die Dezimalbrüche sind in Brüche zu 8. Berechnen Sie folgende Brüche.


­verwandeln.
1 1 x ​  : _​ r ​ ​
a) 0,9375 b) 0,375 c) 0,85 a) ​​ ___  ​​ + ___
​​    ​​  b) ​​ __
R1 R2 y t

a  ​​ : c 5 20
c) ​​ __ d) ​​ _____ – ___
   ​  ​    ​ + 10​
b a ∙ b ac

9. Berechnen Sie die Doppelbrüche


1 2 1 __ 1 15a + 10 2m – n 5x – 6y
a) ​​ ______    ​  ​ b) ​​ ______      ​​ c) x + y/​​ __
x ​​  + ​​  y  ​​ d) ​​  ________  ​​ e) ​​ _______ ​ 

  ​ f) ​​ ________   ​​ 
___2 __ 3 10 2 3 __ 1 ___1 2 3 5
​  m  ​ + ​ n  ​ ​  r ​ – __
___ ​ s ​  __
​   ​  + ​  a  ​ ​  m  ​ – __
​ n  ​ ___
​    ​ – ___
​    ​ 
2 2x 4y

10. Zusammenfassen von Brüchen


2x 2 10a – 6 2 4 4a
a) ​​ ______ – ______
   ​  ​  + ​  ________ 
   ​   ​​  b) ​​ _____ + _____
   ​  + ___________
​     ​  ​        ​​
5a – 3 5a + 3 25a2 – 9 a – 1 a – 2 2a2 – 6a + 4

11. Multiplizieren und Dividieren von Bruchtermen


x + 2 _____ x – 2 _______ 2ax 12mn ____ 4
a) ​​ _____
ac ​​   ∙ ​​  acx 
 ∙ ​​  x ​​   ​​  b) ​​ ____ ​ ∙ ​ ______
 ​ ∙ ​     ​​ 

(x – 2)2 4n 3c (–y)
b
​ a  ​ + __
2 + __ ​   ​ 
b a
_________ a2 – b2 _____3b
c) ​​   ​​    d) ​​ _______ ​ 
∙ ​    ​ 

b+a a+b a–b
10 1 Grundlagen

1.3 Gleichungen und Formeln


Mathematische und naturwissenschaftliche Gesetze und Zusammenhänge lassen sich durch Gleichungen
und Formeln darstellen.

In Formeln verwendet man für häufig vorkommende Größen bestimmte Buchstaben als Formelzeichen.

1.3.1 Gleichungen

Tabelle 1: Gleichungsarten
Gleichungsart Beispiel

Größengleichungen (Formeln)
v=π·d·n
stellen die Beziehungen zwischen Größen dar.

Zahlenwertgleichungen Q ∙ pe gilt nur für:


​P = ______
​   ​ 
​ 
geben die Beziehungen von Zahlenwerten und Grö­ßen 600 Q Volumenstrom in 𝑙/min
wieder. Sie sollten nur in besonderen Fällen verwendet pe Druck in bar
werden. P Leistung in kW

Bestimmungsgleichungen x+3=8 | –3
sind algebraische Gleichungen, bei denen der Wert x=8–3
einer Variablen zu berechnen ist x=5
Der Wert von x ist durch die übrigen Größen 3 und 8
eindeutig bestimmt.

■ Aufbau von Gleichungen


linke Seite = rechte Seite
Man kann eine Gleichung mit einer Waage im
Gleichgewicht ver­gleichen (Bild 1).
Dabei sind die Werte auf der linken Seite und die
Werte auf der rechten Seite gleich groß. Zwischen
der linken und der rechten Größe steht das Gleich­
heitszeichen.

5 kg + 1 kg = 2 · 3 kg
Gleichungswaage

Bild 1: Balkenwaage

■ Umstellen von Gleichungen

Die Waage bleibt im Gleichgewicht, wenn die Inhalte der rechten und der linken Waagschale vertauscht
werden.
Wird der Inhalt einer Waagschale verändert, so bleibt die Waage nur dann im Gleichgewicht, wenn der
Inhalt der anderen Waagschale ebenso verändert wird. Daraus ergeben sich für das Lösen von Gleichun­
gen folgende Regeln:
• Die Seiten einer Gleichung können vertauscht werden.
• Verändert man eine Seite der Gleichung, so muss man auch die andere Seite um den gleichen Wert
verändern.
• Soll die in einer Gleichung enthaltene Unbekannte berechnet werden, formt man die Gleichung so um,
dass die gesuchte Größe allein auf der linken Seite im Zähler steht und positiv ist.
• Stellt man eine Größe einer Gleichung von der einen Seite der Gleichung auf die andere Seite, so erhält
sie das entgegengesetzte Rechenzeichen.
1
1.3  Gleichungen und Formeln 11

Tabelle 1: Umformen von Gleichungen


Rechenart Zahlenbeispiel Algebraisches Beispiel Anwendungsbeispiele

Addieren x + 7 = 18 x + a = b Addieren, Subtrahieren


x + 7 = 18 |–7 x + a = b |–a
x + 7 – 7 = 18 – 7 x + a – a = b – a x – 27 + 3x = 6x – 22– 3x
x = 18 – 7 x = b – a x + 3x – 27 = 6x – 3x– 22
x = 11 x = b – a 4x – 27 = 3x – 22 | – 3x
4x – 3x –27 = 3x – 3x – 22
x – 27 = –22 | + 27
x – 27 +27 = 22 + 27
x=5

Subtrahieren y – 5 = 9 y – c = d –x + 2 = 13 | ∙ (–1)
y – 5 = 9 |+5 y – c = d |+c (–x) ∙ (–1) + 2 ∙ (–1) = (–13) ∙ (–1)
y – 5 + 5 = 9 + 5 y – c + c = d + c +x – 2 = +13 |+2
y = 9 + 5 y = d + c x – 2 + 2 = 13 + 2
y = 14 y = d + c x = 15

Multiplizieren 6 ∙ x = 23 a ∙ x = b Multiplizieren
6 ∙ x = 23 |:6 a∙x=b |:a
__ 9
23 b ​​  x ​  = 3​
x  ​ = ​ ___
​6 ∙ ​ __  ​ ​ ​​  a∙  ​
a
__ x 
 = ​ __
a ​​ 
6 6
__ 9
23 b ​​  x ​  = 3​ |·x
​x = ​ ___ ​ ​ ​x = ​ __
a ​​
6
9
5 ​​ __
x ​  ∙ x = 3 ∙ x
​x = 3 ​ __  ​​
6
​9 = 3x
3x = 9 |:3
y y
Dividieren ​​ __  ​= 7​ ​​ __
c ​  = d​ 3x 9
3 ​​ ___ ​ = __
​    ​​
3 3
y y
​​ __ ​  = 7​ |·3 ​​ __
c ​  = d​ |·c x=3
3
y∙3 y∙c
​​ _____
 ​  = 7 ∙ 3​ ​​ ____
c ​ 
 = d ∙ c​
3
y = 7 ∙ 3 y = d ∙ c
y = 21 y = d ∙ c

__ __
Potenzieren ​​√ x ​​ = 12 ​​√ x ​ = m​ Radizieren
__ __
______ _____
​​√ x ​​ = 12 | () 2
√​​  x ​ = m​ | ()2 =√
​​√ 15 – x ​  ​  3 + x ​ 
​ | ∙ ( )2
__ 2 __ 2
(​​​ √   )​​​  ​​
​  x ​)  ​​​  ​​ = ​​​(12    )​​​  ​​
(​​​ ​√ x ​)  ​​​  ​ = ​​(m 
2 2 ______ 2 _____ 2
)​​​  ​= ​​(​√ 3 + x ​) ​​​  ​
​​​(​√ 15 – x ​  | ∙ ( )2
x = 144 x = m2
15 – x = 3 + x |+x
15 – x + x = 3 + x + x
15 = 3 + 2x |–3
15 – 3 = 3 – 3 + 2x
12 = 2x |:2
Radizieren x3 = 64 __ x3 = c3
12 ___
___ 2x
| ​​ √      ​​
3 __
x3 = 64 ​​   ​​ = ​​   ​​ 
| ​​ √      ​​ 2 2
3
___ ___ x3 = c3
​​ √   x3 ​ = ​√   43 ​​ 
3 3 ___ __ 6=x
​​ √   x3 ​ = ​√   c3 ​​ 
3 3
__3
​   ​  __3
​    ​ x = 6
​​x​​  3​= ​4​​  3​ 3
​ __ ​  __3
​    ​

x=4 ​​x​​  ​= ​c​​  3​3

x = c
12 1 Grundlagen

Aufgaben Gleichungen
Die nachstehenden Bestimmungsgleichungen sind nach der Unbekannten x aufzulösen.

1. a) x + 25 = 40 b) 79 + x = 130 c) 12 + x = 21
3 4 1
d) 27x – 21 = 27 + 3x e) ​112,06 = x + 62 ​ __  ​​ f) ​3 ​ __ ​  + x = 39 __
​    ​​
4 5 2

2. a) x – 7 = 16 b) x – 175,2 = 24,08 c) 8 – x = 7
d) 8x – 17 = 7x – 20 e) 7,5 = x – 13,1 f) 3 = 10x – 7

3. a) x · 9 = 45 b) 13 · x = 5,2 c) 8,5x = 59,5


d) 7,3x = 87,6 e) x · b = a f) 2397 = 51x
1
g) 163,54 = x · 14,8 h) 145 ​​ __ ​​  = 11,64x i) –30 = 7,5x
2
1
k) c = d · x l) 6 ​​ __  ​​ = 1,3x m) 15x = 4,5a
2

x ​  = 17​
4. a) ​​ __ x  ​ = 0,4​
b) ​​ ___ x ​  = 14​
c) ​7​ __
5 12 3

x ​  = –6​ x +16


d) ​​ __ e) ​​ ______
 ​ 
 = 40​ ​  x  ​​ 
f) ​15 = ___
3 3 12

(2x – 3) · 3 2 · (50x – 4 ) 4 · (17 + 20x)


5. a) ​​ __________
 ​  = 3​
  ____________
b) ​​     ​  = 6​ c) ​​ _____________
    ​  = 8​
7 7 11
6 · (13 + 10x)
____________ 14 · (5 – 3x)
___________ 2 · (41 – 7x)
d) ​​      ​  = 18​ e) ​7 = ​     ​​  f) ​4 = ___________
​ 
    ​​ 
5 9 17
3 · (35 – 8x) 4 · (41 – 12x) 6 · (x + 7)
g) ​9 = ___________
​ 
    ​​  ____________
h) ​12 = ​     ​​  i) ​​ __________   ​ 
= 1​
11 13 17 · (x – 4)

320
x  ​ = ____ 500 x 3 48
6. a) ​​ ___ ​   
 ​​ b) ​​ ____ ​ = ___
​    ​​  c) ​​ __ ​ x = ___
​   ​​ 
36 256 300 15 4 2
15ac ____9bc x – 4 ___ x – 9 __4
d) ​​ _____
x ​ 
 = ​     ​ 
​ e) ​​ _____ = ​  x   ​​
 ​  f) ​​ _____
x ​ 
 = ​    ​​
6bd 9 10 5

57 100 97,5
7. a) ​19 = ​ ___
x ​ ​ b) ​​ ____
x ​ 
 = 20​ c) ​​  ____
x ​ 
 = 32,5​

a2bc 4 __ 2 15a 2b2
d) ​​ _____ ​ = c​ e) ​​ __
x ​  = ​ 3  ​​ f) ​​ _______
 ​ = 10ab​

0,2x 2x

4x 3 ______ 2x + 3 11x + 7 ______9x – 7 2x 3x + 1 _______ 14x + 2


8. a) ​​ ___ ​ – __
​   ​  = ​   ​   + 6​ b) ​​  _______
 ​ 
 – ​   ​   = –2​ c) ​​ ___ ​ + _______
​    ​ 
= ​   ​​ 

5 4 4 20 5 7 84x – 7 49

9. a) 3x 2 – 7 = 41 b) (x + 3)2 = (x – 1)2 c) x3 – 122 = 3

_____ __________ _____ ______


10. a) 7 + 4 ​​√ x + 7 ​​ 
= 23 b) ​​√ x2 – 5x + 2 ​​ 
=x–3 c) ​​√ x + 1 ​​ 
–2=√
​​  x – 11 ​​ 
1
1.3  Gleichungen und Formeln 13

1.3.2 Formeln
Formeln sind Gleichungen, die technische oder naturwissenschaftliche Zusammenhänge beschreiben.
Für die Umformung gelten die gleichen Regeln wie bei den Gleichungen:
• Auf beiden Seiten müssen immer die gleichen Veränderungen vorgenommen werden.
• Die gesuchte Größe muss bei der Lösung allein auf der linken Seite im Zähler stehen und muss positiv
sein.

• Beispiel 1 n z
• Beispiel 2 𝜚∙𝑙
Die Formel __
​ ​ 1  ​= __
​  2 ​ soll nach z1 ­umgestellt Die Formel R = ____
​ ​    ​soll nach 𝑙 umgestellt
n2 z1 A
werden. werden.
__n z
​ ​ 1  ​= __
​​  2 ​ | ∙ n2 ∙ z1 𝜚∙𝑙
n2 z1 R = ​____
​     ​ |∙A
n ∙n ∙z z ∙n ∙z A
​_________
​  1 2  1  = ________
​  ​  2 2  1 ​  𝜚 ∙𝑙∙A
n2 z1 R ∙ A = ​​ ______ ​ 
   
n1 ∙ z1 = z2 ∙ n2 | : n1 A
n ∙z z ∙n R∙A=𝜚∙𝑙 |:ϱ
_____ ​ = _____
​​  1   1  ​  2   2 
​ 
n1 n1
R ∙ A ____ 𝜚∙𝑙
z ∙n
​z1 = _____
​  2   2 
​  ​_____
​      ​ = ​​     ​
n1 ϱ ϱ
R∙A
_____
​𝑙 = ​       ​​
ϱ

Aufgaben Formeln
Die Formeln sind nach den einzelnen Größen umzustellen.

1. a) L = 𝑙 + 𝑙a b) F1 = F2 + F3 c) FA = F1 – FB
d) L = 𝑙 + 𝑙a + 𝑙u e) da = d + 2m f) df = da – 2h

2. a) U = π · d b) U = 𝑙 · n c) m = V · ϱ
d) P = U · I e) F = A · p f) d = m · z
g) AM = π · d · h h) V = π · d · n i) V = 𝑙 · b · h
G p 25,4
k) ​F = ​ __
n ​ ​ l) ​m = ​ __
π  ​ m) ​p = _____
​   ​ ​ 

g
𝑙 + 𝑙2 z z ∙z π·D·d
n) ​A = ______
​  1  ​
  
​·b o) ​​ __t  ​ = ______
​  1 3  ​​ p) A = ​​  _______
 ​​ 

2 zg z2 ∙ z4 4
L∙i
q) ​tn = ____
​     ​ 
​ ​ a
r) ​sin α = __
c ​ 
a  ​​
m) ​tan α = ​ __
f∙n b
2 D–d
α ​  = _____
A = __
t) ​ ​   ​  ∙ 𝑙 ∙ b​ ​u) ​tan ​ __ ​    
​ ​ s ​ ​
v) ​v = __
3 2 2∙𝑙 t
n zg P zt P z ∙z
3. a) ​​ ___t  ​ = __
​   ​​  b) ​​ ___  ​ = __
​    ​​  c) ​​ ___  ​ = ______
​  1 3  ​​
ng zt PL zg PL z2 ∙ z4
d) F ∙ s = G ∙ h e) F1 ∙ 𝑙1 = F2 ∙ 𝑙2 f) F1 ∙ a = F2 ∙ b

4. a) FB = (F1 + F2) – FA b) U = 2 ∙ (𝑙 + b) c) AO = 2A + AM
z m ∙ (z1 + z2)
d) i = T ∙ nK + __
​​  t  ​​  e) Q = c ∙ m ∙ (t2 – t1) ___________
f) a =   
​​   ​​ 
zg 2
R2 K∙M R ∙R
5. a) U20 = U ∙ _______
​​     ​​  b) F = ______
​​  +Z∙𝑙
 ​​ 
  c) ZL = _______
​​  C L   ​​ 
R1 + R2 100 RC + RL
14 1 Grundlagen

1.4 Winkelberechnungen
In der Technik werden Winkelangaben in Grad und überwiegend als Dezimalbruch angegeben, weil da­
mit einfacher gerechnet und programmiert werden kann. Winkelmaße können auch in Grad, Minute und
Sekunde ermittelt und mit dem Faktor 60 umgerechnet werden (Tabelle 1).

Tabelle 1:  Einheiten der Winkel


Einheitenname Umrechnung Umrechnungsfaktoren

Grad in Minute: 60
Grad 1° = 60’
Grad in Sekunde: 60 ∙ 60 = 3600

1° Minuten in Sekunde: 60
Minute ​1’ = 60” = ___
​    ​​  1
60 Minuten in Grad: ___
​​    ​​ 
60
1
Sekunde in Minute: ___​​    ​​ 
1’ _____ 1° 60
Sekunde ___
​1” = ​    ​  = ​    ​​   1 1
60 3600 Sekunden in Grad: ​​ _______ = _____
   ​​  ​​     ​​  
60 ∙ 60 3600

• Beispiel 1
Ein Kegelwinkel beträgt 2° 51’ 40”. Wie groß ist der Wert des Winkels als Bild 1: Taschenrechner
Dezimalbruch (Bild 1)?
Lösung: 2° = 2,00°
Rechnereingabe:
51°
​51’ = ​ ____ ​   = 0,85°​
60 2  ° ’ ’’  51  ° ’ ’’  40  ° ’ ’’   =
40°
_______
​40” = ​    ​   = 0,011°​
60 ∙ 60

2°51’40” = 2,861° Ausgabe:


SHIFT   ° ’ ’’

• Beispiel 2
Die Winkelangabe 𝛼 = 15,71° ist in Grad, Minuten und Sekunden umzu­
rechnen.
Lösung: 15° = 15°
0,71° = 0,71 ∙ 60’ = 42,6’
0,6’ = 0,6 ∙ 60” = 36” Rechnereingabe:

15,71° = 15°42’36”
15,71  ° ’ ’’   =
Ausgabe:
■ Winkelarten

Für Winkel an Parallelen und sich schneidenden Geraden bestehen  ≙ 15°42’36”


durch ihre Lage bestimmte geo­metrische Zusammenhänge (Bild 2).

Nebenwinkel an Geraden
ε β + φ = 180°
δ Scheitelwinkel an Geraden
γ
φ
β ε=δ
α Stufenwinkel an Parallelen
α=ε
Winkelsumme im Dreieck
α + β + γ = 180°
Bild 2: Winkelarten
1
1.4 Winkelberechnungen 15

Aufgaben Winkelberechnungen
1. Umrechnungen. Die folgenden Winkel sollen in Grad und in
Minuten angegeben werden: 27,5°; 62,67°; 38,23°. δ

2. Umrechnung. Rechnen Sie folgende Angaben um:


a) In Grad und Minuten: 362’; 89’; 582’, 1 324’. γ
b) In Minuten und Sekunden: 16,42’; 49,6’; 0,06’.
β
3. Platte (Bild 1). Die Winkel α, β, γ und δ der Platte sind zu be­
rechnen.
α 5°
11
4. Winkel im Dreieck (Bild 2). Wie groß ist jeweils der dritte Drei­
eckswinkel, wenn gegeben sind:
Bild 1: Platte
a) α = 17°; β = 47°
b) γ = 72°; β = 31°
c) α = 121°; γ = 56°41’
γ
5. Mittelpunktswinkel. Wie groß sind jeweils der Mittelpunkts­
winkel α und der Eckenwinkel β im regelmäßigen Sechs-,
Acht- und Zehneck? β
α

6. Flansch. Auf dem Lochkreis eines Flansches sind 5 Bohrun­


gen gleichmäßig verteilt. Wie groß ist der Mittelpunktswinkel Bild 2: Winkel im Dreieck
zwischen je zwei Bohrungen?

7. Drehmeißel. Von einem Drehmeißel sind folgende Winkel


bekannt: Freiwinkel α = 17°, Spanwinkel γ = 15°.

h = 400
Wie groß ist der Keilwinkel β? δ
β

8. Wagenheber (Bild 3). Die maximale Höhe eines Wagenhe­


bers beträgt h = 400 mm. Die Schere hat dann oben einen
Öffnungswinkel von δ = 50°.
Wie groß sind die Winkel α und β?
α

 chablone (Bild 4). Die Winkel α, β und γ der Schablone sind


9. S
mithilfe der Winkel 65° und 118° zu berechnen. Bild 3: Wagenheber

10. Zahnriementrieb (Bild 5). Wie groß sind die Umschlingungs­


winkel α und β des Zahnriementriebes? δ
65°


α

48° β

30°

α
°
18

Spannrolle 118°

Bild 5: Zahnriementrieb Bild 4: Schablone


16 1 Grundlagen

1.5 Winkelfunktionen im rechtwinkligen Dreieck Definition der Winkelfunktion


Im rechtwinkligen Dreieck können Winkel mit Hilfe von Funktionen Gegenkathete
______________
​Sinus =   
​     ​​
über die Verhältnisse der Seitenlängen berechnet werden. Die Hypo- Hypotenuse
tenuse liegt dem rechten Winkel gegenüber und ist am größten. Die
Katheten schließen den rechten Winkel ein und werden mit Ankathete Ankathete
Kosinus = ____________
​​    ​​
  
und Gegenkathete bezeichnet. Die Ankathete und die Hypotenuse Hypotenuse
schließen den zu berechnenden Winkel ein (Bild 1).
Gegenkathete
______________
Alle drei Seiten können jeweils paarweise zur Berechnung des Win­ Tangens =   
​​      ​​
Ankathete
kels α ins Verhältnis gesetzt werden. Dabei haben ähnliche Dreiecke
dasselbe Seitenverhältnis und den gleichen Winkel α (Bild 2). c Hypothenuse mm
a, b Kathete (An-, Gegen-) mm
α, β Winkel °
b 16 b 16 40
Dreieck I __
​​  a ​  = ​ ___  ​= 0,4​ __
​​  c ​  = ​ ______
  ​ 
= 0,3714​ ​​  a
__ ______
c ​  = ​ 43,08
  ​ 
= 0,9285​ sin Sinus
40 43,08 cos Kosinus
tan Tangens
b 24 b 24 60
Dreieck II __
​​  a ​  = ___
​   ​ = 0,4​ __
​​  c ​  = ______
​    ​ 
= 0,3714​ ​​  a
__ ______
c ​  = ​ 64,62
  ​ 
= 0,9285​
60 64,62

Winkel­
tan α = 0,4 sin α = 0,3714 cos α = 0,9285

Gegenkathede b
funktion Hy
po
the
nu
se
c
Der Winkel α beträgt 21,7978° (Bild 2).

α
Um Rundungsfehler zu vermeiden, sollte der Funktionswert der Ankathete a
­Winkelfunktion mindestens vierstellig im Taschenrechner verarbeitet
und angegeben werden. Bild 1: Bezeichnungen im
rechtwinkligen Dreieck

• Beispiel 1
Zu den Winkelwerten in der Tabelle sind die entsprechenden Funktions­
werte der Sinus-, Kosinus- und Tangens-Funktion zu berechnen.
Lösung: c=
Tabelle 1:  Funktionswerte für verschiedene Winkel 64,
62
c=
Winkel Funktionswerte 43,
II 0
b = 24

8
b = 16

I
α sin α cos α tan α
α

30° 0,5 0,866 0,5774 a = 40


a = 60
45° 0,7071 0,7071 1

90° 1 0 nicht def.


Bild 2: Seitenverhältnisse
ähnlicher Dreiecke

• Beispiel 2 ø30
An dem Rundstahl (Bild 3) mit Durchmesser 30 mm soll der größtmögliche
Sechskant angefräst werden. Welche Schlüsselweite ergibt sich für den
Sechskant? c
60° 30 mm b
α

Lösung: α = ____  = 30°; c = _______


​​   ​​  ​​   ​​   = 15 mm a
2 2
Ankathete
cos α = ____________
​​    ​​ = __
   ​​  a ​​ 
Hypotenuse c
a = c · cos α = 15 mm · cos 30° = 12,9904 mm SW
SW = 2 · a = 2 · 12,9904 mm
SW = 25,9808 mm ≈ 26 mm Bild 3: Sechskant
1
1.5  Winkelfunktionen im rechtwinkligen Dreieck 17

Aufgaben Winkelfunktionen im rechtwinkligen Dreieck


δ1
1. Berechnungen im Dreieck. Die fehlenden Werte in der ­Tabelle 1 d1
sind zu berechnen.

Tabelle 1:  Berechnungen im Dreieck

δ2
a b c d e
Hypotenuse c in mm 62 350 784

d2
Kathete a in imm 30 760
Kathete b in mm 40
⦠α 55° 42°40’ Bild 1:  Kegelräder
⦠β 50° 17,67°

2. Kegelräder (Bild 1): Zwei Kegelräder, deren Achsen senk-


recht aufeinander stehen, haben die Teilkreisdurchmesser x

1
­d1 = 160 mm und d2 = 88 mm. Gesucht sind die Teilkreiswinkel
δ1 und δ2.

17
3. Prismenführung (Bild 2): Für die Prismenführung ist das Maß 80°
x zu berechnen.
4. Sinuslineal (Bild 3): Mit dem Sinuslineal werden Winkel ge­ 36
prüft. Den Abstand E setzt man aus Endmaßen zusammen.
Wie groß ist E für den Winkel α = 24,5°, wenn die Länge des Bild 2:  Prismenführung
Sinuslineals L = 100 mm beträgt?
5. Drehteil (Bild 4): Wie groß ist der Kegelwinkel α am Drehteil?
6. Trägerkonstruktion (Bild 5): Die Längen der 4 Stäbe d bis g Werkstück
sind zu berechnen.
End-
7. Profilplatte (Bild 6): Die Außenkontur der Profilplatte wird in ei­ maße

α
nem Schnitt auf einer NC-Maschine gefräst. Für die Konturpunkte L Lineal
P1 bis P8 sind die x- und die y-Koordinaten zu berechnen.
α

E
8. Leistungsdreieck (Bild 7): An einer Wechselspannung von α

230 V 50 Hz wurden die Werte des Leistungsdreiecks ermittelt. Zylinderendmaß

Berechnen Sie a) die Scheinleistung S, b) die Blindleis­tung QL


und c) die Teilspannungen UW und Ubl. Bild 3:  Sinuslineal

124
37
28
ø 30
ø 50

P4 P3
R16

20° 20°
40
30

S QL
P5 P2
U bl
Bild 4:  Drehteil P6 U
°
60

X
40

P7
20

e P1
c = 2300

0
P8 45
d g
f φ = 62°
Y 0 UW
a = 3000 b = 2500 P = 69 W

Bild 5:  Trägerkonstruktion Bild 6:  Profilplatte Bild 7:  Leistungsdreieck


18 1 Grundlagen

1.6 Schlussrechnung (Dreisatzrechnung) Endwert bei direkt


­proportionalem Verhältnis
Mit der Schlussrechnung wird in drei Schritten die Lösung ermittelt.
A
Schlussrechnung für direkt proportionale Verhältnisse ​Ew = ___
​  w  ​ ∙ Em​
Am
Zwei voneinander abhängige Größen verhalten sich im gleichen Ver­ Endwert bei indirekt
hältnis, d. h. direkt proportional, zueinander. ­proportionalem Verhältnis

• Beispiel Aw ∙ Am
​Ew = ​ ________
Em
 ​  
​ 
25 Distanzplatten haben eine Masse m = 2800 g. Welche Masse haben 6
Distanzplatten (Bild 1)? Am Ausgangsmenge
Lösung: Grundaussage: Die Menge Am = 25 Distanzplatten hat die Masse Aw Ausgangswert
Aw = 2800 g. Em Endmenge
Ew Endwert
Berechnung des Wertes für die Menge A = 1 Stück (St):
A 2800 g g
Eine Distanzplatte hat die Masse ___
​​  w  ​​ = _______
​​  = 112 ​ ___   ​
 ​​ 
Am 25 St St 1. Schritt

Ausgangswert A w = 2800 g
2800
Berechnung des Endwertes Ew die Endmenge Em:
Em = 6 Distanzplatten haben die Masse 2000 3. Schritt
A 2800 g

E w = 672 g
Ew = ___
​​  w  ​​ · Em = _______

Masse in g
​​   ​​ 
· 6 St = 672 g

Endwert
Am 25 St
1000 2. Schritt

-z
te n
at ta
500
Schlussrechnung für indirekt proportionale Verhältnisse

pl Dis
1
112
Zwei voneinander abhängige Größen verhalten sich im umgekehrten Endmenge Ausgangsmenge
Menge E m = 6 Distanz- A m = 25 Distanz-
Verhältnis, d. h. indirekt proportional, zueinander. A=1 platten platten

• Beispiel Bild 1:  Distanzplatten

Für die Montage von 12 Kettensägen benötigen 4 Mitarbeiter 3 Stunden. 2. Schritt


1. Schritt
12
Wie viele Stunden benötigen 6 Mitarbeiter für die gleiche Anzahl Sägen

Ausgangsmenge A m = 4
(Bild 2)? 10
Lösung: Grundaussage: Die Menge Am = 4 Mitarbeiter benötigen die Zeit 3. Schritt
8

Endmenge E m = 6
Aw = 3 Stunden.
Stunden

6
Berechnung des Wertes für die Menge A = 1 Mitarbeiter:
4
1 Mitarbeiter benötigt Am · Aw = 4 · 3 Stunden = 12 Stunden Ausgangswert A w = 3
3
Endwert E w = 2
2
Berechnung des Endwertes Ew die Endmenge Em:
Em = 6 Mitarbeiter benötigen die Zeit 1 2 3 4 5 6
A · Aw _________________
4 Mitarbeiter · 3 h Anzahl der Mitarbeiter
Ew = ________
​​  m  ​​ 
 =   
​​      ​​ = 2 h
Em 6 Mitarbeiter
Bild 2: Arbeitsstunden

Aufgaben Schlussrechnung
1. Werkstoffpreis: Eine Gießerei berechnet für Stahlguss einen Preis von 1,08 EUR/kg. Wie viel kosten
185 Deckel mit einer Masse von je 1,35 kg?

2. Schutzgasverbrauch: Die Schweißnaht an einem Schiff ist 78 m lang. Nach 23 m geschweißter


Naht wurde ein Schutzgasverbrauch von 640 Liter festgestellt. Wie viel Liter Schutzgas sind für die
Fertigstellung der Naht noch erforderlich?
3. Notstromaggregat: Im 3-stündigen Betrieb verbrauchen 2 Notstromaggregate 120 Liter Kraftstoff.
Wie lange können 3 Aggregate mit einem Treibstoffvorrat von 240 Liter betrieben werden?
4. CuZn-Blech: 3 m2 eines 4 mm dicken Blechs aus CuZn37 haben eine Masse m = 136 kg. Welche
Masse haben 10 m2 Blech mit einer Blechdicke von 6 mm?
5. Qualitätskontrolle: In der Qualitätskontrolle benötigen 3 Prüfer 14 Stunden für einen Prüfvorgang.
Wie viele Prüfer müssten eingesetzt werden, um die Kontrollarbeiten in etwa 8 Stunden zu s­ chaffen?
1
1.7 Prozentrechnung 19

1.7 Prozentrechnung Prozentwert


Bei der Prozentrechnung wird der Prozentsatz eines Grundwerts be­ G
rechnet und als Prozentwert angegeben. ​Pw = _______
​  w  ​ ∙ Ps​
100 %

• Beispiel 1 Endwert (Schlussregelung)


A
Wie groß ist der Prozentwert Pw in EUR für einen Grundwert Gw = 500 EUR ​Ew = ___
​  w  ​ ∙ Em​
bei einem Prozentsatz Ps = 40 % (Bild 1)? Am
G 500 EUR
Lösung: ​Pw = ______
​  w  ​  ∙ P = _________
​   ​ 

∙ 40 % = 200 EUR​ oder Ps Prozentsatz %
100 % s 100 %
Gw Grundwert –
A Am 500 EUR
​Em = ___
​  w  ​ ∙ Em;  Em = ​ ___ ​ ∙ E = _________
​   ​ 
∙40 % = 200 EUR​
  Pw Prozentwert %
Am Aw w 100 % Ew Endwert –
Am Ausgangsmenge –

• Beispiel 2 Em Endmenge
Aw Ausgangswert


Von 600 gefertigten Zahnriemen sind 17 Ausschuss. Der Prozentsatz Ps für
den Ausschuss ist zu berechnen.
G 100%  100 %
Lösung: ​Pw = ______ ∙ P ;  Gw = ​ ______
​  w  ​   ​ 
 ∙ Pw = ​ ______
 ​ 

∙ 17 = 2,83 %​oder
100 % s Gw 600

(100 %)
A 100 %
​Ew = ___
​  w  ​ ∙ Em;  Am = ​ _______
 ​ 
 ∙ 17= 2,83 %​

ro
Am 600

u
E
50
• Beispiel 3
Grundwert 500

Prozentwert 200
Ein schadhafter Behälter verlor 38,84 Liter Flüssigkeit, das sind 16 % der
Flüssigkeit.
Wie viel Liter Flüssigkeit enthielt der Behälter?
Gw 100%  100 %
Lösung: ​Pw = ​ ______ ∙ P ;  P = ​ ______
  ​   ∙ Pw = ​ ______ ​ 
 ​  ∙ 38,84 l = 242,75 l​oder
100 % s s Ps 16 %

Prozent-
satz 40 %
A Aw 100 %
​Ew = ___
​  w  ​ ∙ Ew;  Aw = ​ ___ ​ ∙ Em= ​ ______ ​ 
∙ 38,84 l = 242,75 l​
Am Ew 16 %

Bild 1:  Begriffe beim Prozentrechnen

Aufgaben Prozentrechnung
1. Prozentwert: Zu berechnen sind:
a) 3 % von 54 EUR b) 3,5 % von 270,6 g
c) 0,5 % von 541 m d) 4,5 % von 132 min
e) 0,2 % von 234,3 bar f) 125 % von 240,25 EUR

2. Festplatte (Bild 2): Eine Bilddatei benötigt 80 MByte Speicher­


platz auf einer Festplatte.
Wie viel Prozent Festplattenspeicher werden für das Bild auf Bild 2:  Festplatte
einer 10-GByte-Festplatte beansprucht?

3. Scanzeit: Ein Flachbettscanner benötigt für den Scanvorgang 100


einer Fotografie 2 min. Das Nachfolgemodell des Scanners soll
bei dem gleichen Arbeitsauftrag 24 % schneller sein. 95
Berechnen Sie die Scanzeit des neuen Scannermodells.
90
4. Aktienfonds (Bild 3): Vor mehr als einem Jahr kauften Sie 15
85
Anteile eines Technologiefonds zu einem Preis von 85 EUR mit
einem Ausgabeaufschlag von 5,25 %. Der Fonds hat vom Kauf­ 80
tag bis heute eine Wertsteigerung von 11 %. 12/11 03/12 06/12 09/12
a) Welchen Gesamtbetrag mussten Sie für die 15 Anteile be­ Monat/Jahr
zahlen?
b) Welcher Gewinn wäre bei einem Verkauf zu erwarten? Bild 3:  Aktienfonds

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