Sie sind auf Seite 1von 11

Allgemeines 1.

Normen F1.1.1

Normen spielen in der Technik eine wichtige Rolle, sie fördern die Rationa-
lisierung, ermöglichen eine Qualitätssicherung und dienen der Sicherheit am
Arbeitsplatz und in der Freizeit sowohl bei Fachleuten wie auch bei Laien.
Die zunehmend internationale Vereinheitlichung der Normen beseitigt
Handelshemmnisse und fördert damit den wirtschaftlichen Handel.
Für die Erarbeitung von gültigen Elektrotechnischen Normen sorgen:
- Weltweit: Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC)
- In Europa: Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC)
- In der Schweiz: Schweizerische Elektrotechnische Kommission (CES).

Gremien die im TK 64 vertreten sind:


Elektrizitätsgesetz
Verband Schweizerischer
VSEI Elektro Installationsfirmen
Starkstromverordnung Schweizerische Unfall-

it
SUVA

rbe
Versicherungs Anstalt
NIV NEV

ta
Eidgenössisches Starkstrom
ESTI

Mi
Inspektorat
Vereinigung Kantonaler
VKF Feuerversicherungen

ces TK 64 Industrie (z.B. Hersteller von Geräten)


Gebäudeversicherung

weitere Organistionen:
anerkannte Internationale Elektro-
Regeln der IEC technische Kommission
Technik (Norm)
Schweizerisches Elektro-
CES technisches Komitee
Technisches Komitee 64
TK 64 Zuständig für die NIN

HD Harmonisierungsdokument
NIN 2010 NIBT

EN Europäische Normen

CENELEC Europäisches Komitee für


für den
elektrotechnische Normung
Praktiker

Zusammenhänge F 1.1.2

Das Technische Komitee TK 64 des Schweizerischen Elektrotechnischen


Komitee (CES) ist für die Ausarbeitung der NIN zuständig. Hier sind ver-
schiedene nationale und internationale Gremien vertreten.
Die NIN gelten für die Schweiz als die "anerkannten Regeln der Technik".
Auf den weissen Seiten sind die Normen und auf den gelben Blättern am
Ende jedes Kapitel zusätzlich Beispiele und Erläuterungen aufgeführt.
In den NIN COMPACT finden Elektrofachleute die wesentlichen Teile in
kompakter Form wieder. Sie bildet so eine verständliche Zusammenfassung
für den Praktiker. In einem Fachteil werden grundlegende Fachkenntnisse
vermittelt. Die beigelegte CD-ROM enthält den Inhalt der NIN COMPACT sowie
einige nützliche digitale (Such-) Werkzeuge.

Herausgeber der NIN Vorwort

Herausgegeben wird die Niederspannungs-Installationsnorm NIN vom Verein


Electrosuisse, SEV Verband für Elektro-, Energie- und Informationstechnik.
Die NIN COMPACT wird vom Schweizerischen Elektrotechnischen Verein SEV
und dem AZ Verlag mit der Fachzeitschrift Elektrotechnik herausgegeben.

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Allgemeines 1.2

Inhaltsverzeichnis NIN 2010 NIN

Ergänzen Sie mit den Titeln


Wie verschaffe ich 0 Inhalt- und Stichwortverzeichnis (Compact: Fachteil)
mir Übersicht? Herausgeber, Hinweise zur Benutzung, Partielle Änderungen, Übersichtsblatt.

Welche allgemeinen 1 Anwendungsbereich, Zweck und allgemeine Grundsätze


Anforderungen Nationale Grundlagen, Werkvorschriften, andere Vorschriften, Geltungsbeginn,
werden gestellt?
Schutz und Sicherheit, Auswahl elektrischer Betriebsmittel, Erstprüfung.

Was bedeuten die 2 Begriffsbestimmungen


Fachausdrücke? Harmonisierte Begriffsbestimmungen, nationale Begriffsbestimmungen.

Welche Umgebung 3 Bestimmungen allgemeiner Merkmale


treffe ich an?
Zweck, Stomversorgung und Aufbau der Anlage, Einteilung der äusseren
Einflüsse, System nach Art der Erdverbindung (TN...), Stromkreise,
Instandhaltbarkeit, Stromversorgung für Ersatz- und Sicherheitszwecke.

Was für Schutz- 4 Schutzmassnahmen (Schutz: Mensch/Tier/Sachen)


massnahmen 4.1 Schutz gegen elektrischen Schlag, thermische Einflüsse, Überstrom,
verwende ich?
4.8 Überspannung und Unterspannung. Trennen und Schalten, Not-Aus.
Auswahl der Schutzmassnahmen als Funktion äusserer Einflüsse.

Was für Material 5 Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel


setze ich ein? 5.1 Leitungen, Schalt-, Schutz- und Steuergeräte, Erdung und Schutzleiter,
5.6 andere Betriebsmittel, Stromversorgung für Sicherheitszwecke.

Wie wird 6 Prüfungen


kontrolliert?
Erstprüfungen, Sichtprüfungen, Funktionsprüfungen, Messungen.

In welchen Räumen 7 Zusatzbestimmungen für Räume, Bereiche und Anlagen


muss ich speziell
installieren?
besonderer Art
Badezimmer, Schwimmbecken, Sauna, Landwirtschaft, leitfähige Bereiche mit
begrenzter Bewegungsfreiheit, Campingplätze, medizinisch genutzte Räume,
Beleuchtungsanlagen im Freien, Flächenheizung, Explosionsgefährdung.

Hinweise in der NIN COMPACT

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Allgemeines 1.3

Sicherheit NIV Art. 3 und 4 - F 1.2 - NINA 5

Um die Sicherheit von Anlagen zu gewährleisten, müssen elektrische Installa-


tionen nach den anerkannten Regeln der Technik erstellt, geändert, in Stand
gehalten und kontrolliert werden.
Wer darf nicht gefährdet werden? Personen oder Sachen
Was ist zu vermeiden?
Unzumutbare Störungen an elektrischen Erzeugnissen
Beachte: Unfälle passieren nicht – sie werden verursacht!
Welche Unfälle sind besonders gefährlich: Elektrounfälle
Welche Regeln müssen vor Arbeitsbeginn besonders beachtet werden:
Die 5 Sicherheitsregeln.
Gesetzliche Basis 1.01 - F 1.1

Ergänzen Sie mit den Abkürzungen, wie sie in der Praxis gebraucht werden:

BV

Gesetze

Verordnungen
NIN
Regeln der Technik

Vorschriften Dritter 1.02; B+E - F 3.2.1

Werkvorschriften
Die NIN darf von den Netzbetreiberinnen durch besondere Vorschriften ergänzt
werden. Die Sicherheit darf durch solche Ergänzungen nicht beeinflusst werden.
Beispiele
5. Anschlussspannungen und maximale Leistungen für Energieverbraucher
6. Sperrung von Energieverbrauchern (Sperrzeiten für Wassererwärmer)
9. Mess- und Tarifsteuereinrichtungen (Tarife, Montagehöhe, Schema)
10. Anzahl, Farbe und Querschnitt von Steuerleitern zu Tarifapparaten
12. Minimale Querschnitte für Haus- und Bezügerleitungen
Andere Vorschriften
Vorschriften Dritter sind nicht zulässig, es sei denn, es handle sich um
KRFW
Anforderungen, die eine zusätzliche Sicherheit bringen und die nicht gegen die
Werkvorschriften verstossen.
Beispiele von Anforderungen durch den Installationsinhaber (Anlagebesitzer):
Typ
1. Keine leichtbrennbare Rohre (KRF), halogenfreie Kabel verwenden
Höhe
3. Steckdosen mit Schutzkragen (T13 ) montieren (Hinweis: ab 1.1.2017 dürfen
T12 Steckdosen nicht mehr in Verkehr gesetzt werden)
4. Grössere Querschnitte (als in den NIN festgelegt) verlegen
5. Schalterhöhe bestimmen

Abweichungen 1.0.4

1. Abweichende Ausführungen können vom ESTI zugelassen werden, wenn sie


einen offensichtlichen Fortschritt bringen.
2. Abweichende Ausführungen sind zugelassen, wenn sie nach den Normen
des Cenelec ausgeführt werden. (Der Hersteller muss einen Nachweis für
die Einhaltung der entsprechenden Normen erbringen können).

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Allgemeines 1.4

Geltungsbereich 1.1.1 - NIV Art. 2

Die NIN ist unter anderen auf folgende Bauten anzuwenden: Wohnen, Gewerbe,
Industrie, öffentliche Gebäude, Landwirtschaft, sowie in Räumen besonderer Art
und in temporären und provisorischen Anlagen.

U 1500 VDC Die NIN gilt für Bemessungsspannung: ≤ 1000 V AC oder ≤ 1500 V DC
1000 VAC
Bevorzugte Frequenzen: 50, 60 und 400 Hz (Hertz)
t
Die NIN sind in vollem Umfang für bestehende Anlagen (sobald die Sicherheit für
Personen und Sachen nicht mehr genügt), Neuanlagen oder totale Umbauten,
Teilumbauten, Reparaturen und Revisionen anzuwenden.
Die NIN gilt nicht für...
Elektrische Anlagen in Bahnen, Autos, Schiffen, Flugzeugen,
öffentliche Beleuchtungsanlagen sowie Funkentstörungen.
Suchen Sie zu den Anlagen, welche unter den Begriff Installa-
tionen fallen, Beispiele aus Ihrem Erfahrungsbereich!

a) Hausinstallationen unter Einschluss der fest angeschlos-


senen sowie der gesteckten, ortsfesten Erzeugnisse.
Beispiele:
fest angeschlossen
Installationen für Beleuchtung, Motoren und
gesteckt
Wärmeapparate in Fabriken, Wohnhäusern,
Bürogebäuden, landwirtschaftlichen Anwesen
und Gesellschaftsgebäuden.
EW Das Verteilnetz endet mit der Eingangsklemme
des Anschlussüberstromunterbrechers.

b) Installationen, die aus einer Hausinstallation gespeist


Haupthaus werden und mit ihr örtlich zusammenhängen, sowie
Verbindungsleitungen zwischen Hausinstallationen, die
Garage über privaten oder öffentlichen Grund führen.
Beispiele:
Verteilung Verbindungsleitung Haupthaus-Garage
EW

c) Eigenversorgungsanlagen mit oder ohne Verbindung zu


einem Niederspannungsnetz.
Beispiele:
Photovoltaikanlagen, Kleinkraftwerke,
Notstromversorgungsanlagen

d) Stromverteilende und stromverbrauchende Installationen,


die unmittelbar aus dem öffentlichen Niederspannungs-
verteilnetz gespeist werden.
Beispiele:
Tunnel, Rohrleitungen für Treibstoffe,
Tankanlagen, Wasseraufbereitungsanlagen,
Strassenbeleuchtungen, Campingplätze,
Caravans, Baustellen, Märkte, Festplätze

e-h) Installationen des Militärs, Zivilschutzbauten, ortsfeste


oder provisorische Anlagen...

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Begriffsbestimmungen 2.1

Begriffsbestimmungen Stichwortverzeichnis

Dieses Kapitel beziehen sich auf die in den NIN massgebenden Begriffe.
Die Stichworte sind sortiert nach Nummern, die Begriffe nach dem Alphabet.

Spannungsbereiche F 2.2.2.1

Spannungsbereich I (Kleinspannung)
Der Schutz gegen elektrischen Schlag wird durch die Höhe der Spannung
sichergestellt. Er kommt aber auch zur Anwendung, wenn die Spannung aus
Funktionsgründen begrenzt wird (Fernmelde- Signal- und Sonnerieanlagen).

Spannungsbereich II (Niederspannung):
Hausinstallationen sowie gewerbliche und industrielle Anlagen.

Begriffe, Spannungs- und Hoch-, Nieder- und Kleinspannungsanlagen; Stark- und Schwachstromanlagen
Stromgrenzwerte auf den
Spannungs- und Stromgrenzwerte, zum Beispiel: I 2A, U 50 V, I 2 A etc.
markierten Linien eintragen:
Beispiele aus der Praxis, zum Beispiel: Baustellen, Sonnerieanlagen
Schwachstromanlagen: Starkstromanlagen: Hochspannngsanlagen:

Spannung U Hochspannungsanlagen: UAC 1000 V UDC 1500 V


Beispiele: Röntgen-, Neon-, Ionisations-, Lackierungs-,
Viehhüteinstallationen, Elektrofilter
1500 VDC - 1000 VAC
Niederspannungsanlagen: UAC 50 bis 1000 V UDC 120 bis 1500 V
Starkstromanlagen: UAC 50 V UDC 120 V
Lebensgefahr Installationen in Gebäuden, Baustellen, Märkte,
Beispiele:
Campingplätze, Bootsanlegestege
120 VDC - 50 VAC

Schwachstromanlagen: I 2A Starkstromanlagen: I 2A
wenig Gefahr
Beispiele: Sonnerieanlagen, Steuerungen,
Kleinspannungsanlagen Alarmanlagen, Niedervolt-Beleuchtungen,
UAC 50 V Bürorufanlagen galvanotechnische Anlagen
UDC 120 V 0V
0A 2A Strom I

Hinweis Alle Anlagen, auch die unter 50 V AC oder 120 V DC, können unter Umständen
für Personen oder Sachen gefährlich sein!

Normalspannungen F 2.2.2

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Begriffsbestimmungen 2.2

Spannungen und Leiter im Einheitsnetz F 2.2.3 - 2

Trafostation Die Begriffe sind in den Normen nachzulesen!

Wie gross sind die Spannungen HAK Kurzzeichen:


primär sekundär (±Toleranz)?
L1
Aussenleiterspannungen
U Aussenleiter
UL1-L2 = UL2-L3 = UL1-L3 = 400 V ± 10%
L2
U U

L3
Spannungen gegen Erde
U
UL1-N = UL2-N = UL3-N = 230 V ± 10%
PEN N
Neutralleiter
Nullpunkt PEN-Leiter

Schutz-Potenzialausgleichsleiter PE
Schutzleiter
Erdungsleiter L1
Erder (stellt Verbindung zur Erde her) L2
N
Erde (leitfähiges Erdreich) PE

Leiterbezeichnung F 2.2.3

Bemessungswert und Betriebswert 2.2.1.11 - 2 2.1.36 - F 2.2.1

Was ist ein Bemessungswert (Nennwert)?


Wert, für den ein Objekt bemessen und nach dem es benannt ist.
Was ist ein Betriebswert?
Die im Betrieb auftretende Grösse, durch Messung feststellbar.
Beispiel 1: Eine Glühlampe hat folgende Aufschriften auf dem Glas, der
Packung oder im Katalog: U = 230 Volt, P = 60 Watt, Φ = 730 Lumen
Wie werden diese Werte bezeichnet: Bemessungswerte

Beispiel 2: Am Stromnetz angeschlossen messen Sie U, I und Φv. Dies ergibt


die folgenden Werte: 215 V, 250 mA, 54 W, 640 lm
Wie werden diese Werte bezeichnet: Betriebswerte

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Begriffsbestimmungen 2.3

Suchen Sie die passenden Begriffe Begriffsbestimmungen

Berührbarer, leitfähiger Teil, der üblicherweise 2.1.12.10


nicht unter Spannung steht: Bügeleisen,
Kochherd, Leuchte, Treppengeländer. Körper
Berühren aktiver Teile (L oder N) durch 2.1.12.03
Personen oder Tiere. Dies wird in der Regel direktes
durch den Basisschutz verhindert. Berühren

Berühren von Körpern elektrischer Betriebs- 2.1.12.04


mittel, die infolge eines Fehlzustandes unter indirektes
Spannung stehen: Defekter Rasenmäher. Berühren

Spannung zwischen leitfähigen Teilen, wenn Berührungs- 2.1.11.05

IB diese gleichzeitig berührt werden (UB). spannung


UB
Strom durch den Körper eines Menschen oder Berührungs- 2.1.11.12
Tieres beim Berühren eines elektrischen oder Körperstrom
Betriebsmittels (IB) elektrischer Schlag.
IF Waschmaschine hat
Isolationsdefekt und Strom, der aufgrund eines Isolationsfehlers 2.1.11.11
ist nicht geerdet!
über eine gegebene Fehlerstelle fliesst (IF). Fehlerstrom

Strom in einem unerwünschten Strompfad 2.1.11.20


unter üblichen Betriebsbedingungen.
Beispiele: Kochplatte, Entstörkondensator Ableitstrom
Produkt, das zum Zweck der Erzeugung, 2.1.16.01
Umwandlung, Übertragung oder Anwendung
von elektrischer Energie benutzt wird, z.B. elektrisches
Maschinen, Transformatoren, Schaltgeräte,
Messgeräte, Kabel, Energieverbraucher Betriebsmittel
Fest angebrachtes elektrisches Betriebsmittel, 2.1.16.06
dessen Masse so gross ist, dass es nicht leicht
ortsfeste
bewegt werden kann (m > 18 kg). Betriebsmittel

Betriebsmittel, das leicht von einem Platz zum 2.1.16.04


anderen gebracht werden kann. ortsveränderliches
Betriebsmittel

Nennen Sie die Begriffe und die dazu passende Nummer: F 2.8.1

L1 Fehlerhafter Zustand der Isolation Isolationsfehler (1)


L2 Leitende Verbindung zwischen Körper und
aktiven Teilen elektrischer Betriebsmittel. Körperschluss (2)
1
L3
Wenn im Stromkreis ein Teil des
1
PEN Nutzwiderstandes vorhanden ist. Leiterschluss (3)
4
Leitende Verbindung zwischen betriebsmässig
2 gegeneinander unter Spannung stehenden
Kurzschluss (1)
3 Teilen, wenn im Fehlerstromkreis kein
Nutzwiderstand liegt.
Leitende Verbindung eines Aussenleiters mit
der Erde oder geerdeten Teilen.
Erdschluss (4)

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Begriffsbestimmungen 2.4

Leitungen und Überstromunterbrecher 2.2.1.69

Die Bezeichnungen von Leitungen und Überstromunterbrechern sind


einzutragen. Verwenden Sie die Abkürzungen Ltg und Üu.

Stromkreisaufteilung F 3.3 - 3.1.4

Installationen sind so zu unterteilen, dass Störungen und Schäden auf selbstän-


dige Anlageteile, einzelne Gebäudekörper, einzelne Stockwerke oder wo nötig,
auf einzelne Räume begrenzt bleiben.
Was wird damit im Grundsatz bezweckt?
Gefahren können vermindert werden.
Folgen von Fehlern werden begrenzt (Dunkelheit).
Die Kontrolle und Prüfung wird erleichtert (Isolationsmessung).
Bei Wartungsarbeiten ist Teilbetrieb der Anlage möglich.

Auf wie viele Stromkreise wird eine Wohnung aufgeteilt?


Je nach Grösse auf 2 oder mehr
Ab welcher Leistung sollten Verbrauchsmittel getrennte Stromkreise aufweisen?
Ab 2 kW
Bei welchen Verbrauchern sollten getrennte Überstromschutzeinrichtungen
vorgesehen werden?
Kochherd, Waschmaschine, Wassererwärmer, Heizung etc.

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Äussere Einflüsse 3.1

Umgebungsbedingungen F 2.7.1 - 5.1.A.1

Verschiedene äussere Einflüsse gefährden die Installation. Betriebsmittel


müssen daher so ausgewählt werden, dass auf Grund von
Umgebungsbedingungen keine Schäden oder Störungen zu erwarten sind. Die
entsprechenden Kurzzeichen bestehen aus 2 Grossbuchstaben und einer Ziffer.
Gefährdung der Installation.
Benennen Sie folgende Umgebungsbedingungen (Auswahl)!
AA Umgebungstemperatur °C
AB Kombiniert Temperatur (AA) und relative Feuchte %
AD Auftreten von Wasser
AE Auftreten von festen Fremdkörpern
AF Auftreten von korrosiven oder verschmutzenden Stoffen
AG Mechanische Beanspruchungen / Schlag, Schock
Weitere Umgebungsbedingungen: Schwingungen, Pflanzen, Tiere,
elektromagnetische, elektrostatische und ionisierende Einflüsse,
Sonneneinstrahlung, Erdbeben, Blitz, Gewitter, Luftbewegung, Wind...

Gefahr für die Umgebung 2.2.1.19 - 2.2.1.20 - 2.2.1.45

Besonders zu beachten sind feuer- oder explosionsgefährdete Räume,


respektive Bereiche oder Zonen, in denen leicht brennbare oder explosive
Materialien in beträchtlichen Mengen gelagert oder verarbeitet werden.
Feuergefährdete Räume mit brennbarem Staub: Leichtbrennbare Stoffe
werden erzeugt und aufbewahrt.  Gefährdung: Hitzestau!
Die Gefahr geht von der
Installation aus. Beispiele: Schreinerei, Sägerei, Heuboden.
Feuergefährdete Räume ohne brennbaren Staub: Leichtbrennbare Stoffe
werden gelagert.  Gefährdung: Hitzestau!
Beispiele: Aktenraum, Papierlager, Dachstock.
Räume mit nichtbrennbarem Staub: Hier ist mit wesentlichen Ablagerungen
von nichtbrennbarem Staub zu rechnen.  Gefährdung: Hitzestau
Beispiele: Zementfabriken, Steinmühlen, Giessereien
Explosionsgefährdete Bereiche: Die Atmosphäre könnte explodieren.
Beispiele: Tankstelle, Brennstofflager, chemischer Betrieb.
Bereiche und Zonen Info 2028 + 2044 - NINA 40.1 + 40.11

Begrenzte Orte in einem Raum oder im Freien, für die bestimmte Umgebungs-
bedingungen gelten oder von denen eine Gefahr auf die Umgebung ausgeht.
Beispiele: Bereichseinteilung in einem Grossabfüllstelle für Fahrzeuge, in denen leicht-
Badezimmer brennbare Flüssigkeiten transportiert werden:
Ventilator Spiegelkasten
In nassen oder feuchten M
Zone 1
Umgebungen wird von
Bereichen gesprochen. T13 Dach mit
Ventilator M
Bereich 0
Explosionsfähige
Bereich 1 Zone 1
Bereiche werden
in Zonen eingeteilt. Bereich 2

Zone 0
M

60 cm

Woher kommt die Gefahr? Wasser und Strom (Ventilator...) Brennstoff + Funken (Leuchte, Motor)
Wer oder was ist gefährdet? Personen, Ventilator Personen, Sachen
RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Äussere Einflüsse 3.2

Kennzeichen F 2.9.2c

Betriebsmittel, die für besondere Anwendungen bestimmt sind und die die dafür
festgelegten Anforderungen erfüllen, müssen zusätzlich mit einem der nach-
folgenden Symbole oder dem IP-Kennzeichen versehen sein (Siehe NINA 3.3).

Material Beschreibung (Umgebungsbedingung) IP-Kenn-


⇒ Anwendungsbeispiele Symbole zeichen
gewöhnlich Die relative Luftfeuchtigkeit liegt unter 75% (trocken).
Mit Kondenswasser ist nicht zu rechnen. IPX0
⇒ Wohnräume, Büro, Küche und Bad in Wohnungen
tropfwassersicher Relative Luftfeuchtigkeit von 75 - 90 % (feucht).
Bildung grosser Tropfen auf sehr kalten Oberflächen. IPX1
⇒ Grossküchen, öffentliche Baderäume, Kühlhäuser
regensicher Rel. Luftfeucht. über 90%. Bildet Kondenswasser auf kühlen
Oberflächen. Wassertropfen bis 60° Neigung (nass). IPX3
⇒ nur für Leuchten, Gartenleuchten, Aussenleuchten
spritzwassersicher Gegen Wasserspritzer aus allen Richtungen (nass).
⇒ Badeanstalten, Metzgereien, Autowaschstrassen IPX4
strahlwassersicher Ein Wasserstrahl mit Düse aus allen Richtungen darf keine
schädliche Wirkung haben (nass). IPX5
⇒ Gewächshäuser, Kellereien, Abspritzplätze
wasserdicht Schutz beim Untertauchen (nass).
⇒ nasse Keller, Überschwemmungsgebiete
IPX7
druckwasserdicht Schutz bei dauerndem Untertauchen bis zu einem Druck von
p = 50 N/cm² (unter Wasser). IPX8
⇒ Unterwasserbeleuchtung, Schwimmbäder, Pumpen…
korrosionssicher Schutz gegen korrosive Umgebungen (korrosiv).
⇒ Ställe, galvanische Anstalten, Gärkeller
staubgeschützt Schutz gegen Staubablagerungen (staubig).
⇒ Steinhauereien, Metallschleifereien, Giessereien IP5X
staubdicht Schutz gegen Eindringen von Staub (staubig).
⇒ Sägereien, Schreinereien, Heuböden, Mühlen IP6X
explosionssicher Schutz gegen explosionsfähige Atmosphäre (explosiv).
⇒ Spritzkabinen, Brennstofflager, chemische Betriebe oder

wärmebeständig Umgebungstemperatur T > + 40 °C (besonders warm).


⇒ Kesselhäuser, Glühereien, Schmelzereien oder

kältebeständig Umgebungstemperatur T < - 5 °C (besonders kalt).


⇒ Tiefkühlräume, Bergstationen
sonderisoliert Betriebsmittel mit einer Schutzisolation (4000 V).
⇒ Handbohrmaschinen, Lötkolben, Mixer

Leistungsschild einer Waschmaschine


Bezeichnen Sie die Bedeutung
der Zahlen und Texte! Typ DM-7-3
Stromart, Spannung und Frequenz
1 230 V 50 Hz
10 A
Erforderliche Sicherung
1600 W Heizleistung
M 400 W Motorenleistung
Maximal 2000 W Totalleistung oder Anschlusswert
Serie nr. 0095 - 058845
Sicherheitszeichen
N D tropfwassersicher
Befestigung dauerhaft und deutlich!
RdT-Arbeitsblätter Auflage 1
Äussere Einflüsse 3.3

Internationale Kennzeichnung IP 5.1.1.1 - F 2.9.2

Schutzarten werden auch durch international gültige Kennzeichnung bezeichnet.


Kennbuchstaben IP Ingress Protection (englisch Eindringschutz)
Erste Kennziffer Schutzgrad für Berührungsschutz
Schutzgrad für Fremdkörperschutz
Zweite Kennziffer Schutzgrad für Wasserschutz
Bei den Kennzeichen nach dem IP-System ist diejenige Ziffer anzugeben, welche
dem geforderten Schutzgrad der Materialart im Minimum entspricht. Werden für
einen Schutzgrad keine bestimmten Anforderungen gestellt, so steht anstelle
einer Kennziffer ein X. So haben z.B. trockene Räume die Bezeichnung IP 2X.

1. Kennziffer Berührungs- und Fremdkörperschutz

IP 0 X kein Schutz blanke Teile sind direkt berührbar

IP 1 X gegen Fremdkörper 50 mm Ø grossflächiger Körperteil (Hand)

IP 2 X gegen Fremdkörper 12 mm Ø Finger oder Prüffinger (Ø 12 x 80 mm)

IP 3 X gegen Fremdkörper 2,5 mm Ø Schraubenzieher Nr. 1 (Ø 3.5 mm)


IP 4 X gegen Fremdkörper 1 mm Ø Draht 1 mm² (Ø 1.12 mm)
IP 5 X staubgeschützt wenig Staub dringt ein, stört aber nicht
IP 6 X staubdicht kein Staub dringt ein

2. Kennziffer Gegen Eindringen von Wasser

IP X0 kein Schutz Wasser kann eindringen


IP X 1 gegen Tropfwasser senkrecht fallende Tropfen
α
IP X2 gegen Tropfwasser unter 15° regengeschützt (schwacher Regen)
α
IP X3 gegen Sprühwasser bis 60° starker seitlicher Regen
α
IP X4 gegen Sprühwasser 360° allseitiges Bespritzen
IP X5 gegen Strahlwasser Bespritzen mit Düse

IP X6 gegen Schwallwasser Überfluten durch Wellen

IP X7 beim Untertauchen bis 1m kurzzeitiges Eintauchen

IP X8 bei dauerndem Untertauchen Unterwasserinstallation (luftdicht)

RdT-Arbeitsblätter Auflage 1

Das könnte Ihnen auch gefallen