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Hochschule für Technik, Wirtschaft Name, Vorname (Druckschrift):

und Kultur Leipzig


Fakultät Informatik, Mathematik
und Naturwissenschaften Sem.-Gruppe:
Dr. B. Villmann

Matr.-Nr.:

Dauer: 90 min Datum:

erlaubte Hilfsmittel: Taschenrechner, Formelsammlung zur Vorlesung Bauphysik (wie bereitgestellt,


d.h., ohne Zusätze oder Ergänzungen), Wörterbuch der deutschen Sprache

PRÜFUNG GRUNDLAGEN DER BAUPHYSIK


(6142)
Gruppe A
Hinweis: Die Wärmeübergangswiderstände sind, wo benötigt, mit RSi = 0,13 m²K/W und
RSe = 0,04 m²K/W anzunehmen.

1. Eine Außenwand besitzt folgenden Aufbau:

von innen nach außen: λR [W / (m ⋅ K)] d [mm]


Gipskarton 0,2 15
Mauerwerk 0,75 250

a) Berechnen Sie für den oben genannten Wandaufbau den Wärmedurchgangswider-


stand!
b) Berechnen Sie die Wärmestromdichte unter der Voraussetzung einer Innen-
temperatur von 20°C und einer Außentemperatur von -10°C!
c) Berechnen Sie, bis zu welcher Außentemperatur bei einer Innentemperatur von 20°C
und einer relativen Luftfeuchte von 65 % auf der Innenseite der Wand kein Tauwas-
ser ausfällt!

2. a) Berechnen Sie für die angegebenen Wandaufbauten unter Annahme einer Innentem-
peratur von 20°C und einer Außentemperatur von 5°C die Wandoberflächentempera-
turen sowie die Temperaturen an den Schichtgrenzen!

Wand1
von innen nach außen: R [m² K /W] d [mm]
Putz 0,075 30
Mauerwerk 0,45 300
Dämmstoff 1,25 50
Putz 0,075 30

Wand2
von innen nach außen: R [m² K /W] d [mm]
Putz 0,075 30
Dämmstoff 1,25 50
Mauerwerk 0,45 300
Putz 0,075 30

b) Stellen Sie beide Temperaturverläufe in einem Diagramm maßstabsgerecht dar!

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3. Durch eine Außenwand mit einer Fläche von 20 m² geht in einer Heizperiode von
120 Tagen bei einer Temperaturdifferenz von 20 K eine Wärme von 1 MWh verloren.
a) Wie groß ist die Wärmestromdichte?
b) Wie groß ist der Wärmedurchlasswiderstand der Wand?

4. Bestimmen Sie den Taupunkt für folgende Zustände (RH2O = 462 J/(kg K)):

Θ1 = 20°C φ 2 = 40 % Θ3 = 20°C
φ 1 = 70 % p 2 = 936 Pa c3 = 12 g/m³

5. In einer 3-schichtigen Wand besteht das nachfolgende Temperaturprofil. Die Wand ist
den angegebenen Klimabedingungen ausgesetzt.
a) Konstruieren Sie für den gegebenen Wandaufbau das Glaserdiagramm für die Tau-
periode!
b) Berechnen Sie die Tauwassermenge für eine Tauperiode von 1440 Stunden!

Θi = 20°C Θe = −10°C (RH2O·T /D = 1,5·106 Pa·m·h/kg)


φi = 50 % φe = 80 %

ΘSi = 18,4°C von innen nach außen: µ d [mm]


Θ1 = −2,8°C Dämmstoff 30 50
Θ2 = −8,2°C Kalksandstein 5 300
ΘSe = −9,5°C Klinker 50 125

c) Wie groß wäre die relative Luftfeuchtigkeit, die wandseitig hinter einer Dampfbremse
vorliegt, welche den Tauwasserausfall gerade verhindert?

6. Vier gleichartige Schallquellen erzeugen am Ort der Messung einen Gesamtpegel von
89 dB.

a) Wie groß ist der Gesamtschalldruck, den die Schallquellen hervorrufen?


b) Wie groß ist die Gesamtschallintensität der Schallquellen?
c) Wie groß ist der Pegel, den eine Schallquelle erzeugt?

(p0 = 2·10-5 Pa, c = 340 m/s, ρ = 1,2 kg/m³)

7. In einem Raum befinden sich nah beieinander drei Schallquellen mit den Schalldruckpe-
geln

L1 = 35 dB
L2 = 81 dB
L3 = 85 dB

Wie groß ist der Gesamtpegel (p0 = 2·10-5 Pa)?

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8. a) Skizzieren Sie den Verlauf des spezifischen Strahlungsflusses dΦ/dλ des schwarzen
Strahlers in Abhängigkeit der Wellenlänge λ gemäß des Planckschen Strahlungsge-
setzes für 2 Temperaturen Θ1 und Θ2 mit Θ1 < Θ2! Skizzieren Sie in diesem Dia-
gramm weiterhin das Wiensche Verschiebungsgesetz!

dΦ/dλ

b) Tragen Sie in nachfolgende Tabelle ein, welche der aufgeführten Größen beim
stationären bzw. instationären Wärmetransport als konstant (k.) bzw. nicht konstant
(n.k.) anzunehmen sind!

stationär instationär
Wärmestromdichte q(x,t)
Temperatur (räumlich) Θ(x,t1)
Temperatur (zeitlich) Θ(x1,t)

c) Welchen Absorptionsgrad besitzen die folgenden Strahler?


• ideal schwarz: _____
• ideal weiß: _____
• ideales Glas: _____

d) Welche physikalischen Größen sind neben der Wärmeleitfähigkeit zur Beschreibung


des instationären Wärmetransportes notwendig!
• _____________________
• _____________________

e) Skizzieren Sie den typischen Temperaturverlauf einer zweischichtigen Wand bei


Innendämmung über der Wanddicke x sowie dem Wärmedurchlasswiderstand R!
Θ Θ

x R

f) Wodurch wird die Wärmeleitfähigkeit eines gegebenen Baustoffes wesentlich


beeinflusst?
___________________________

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g) Welche Arten von Wärmebrücken kennen Sie?
• ___________________________
• ___________________________

h) Nennen Sie die physikalische Ursache des Wärmefalleneffektes!

___________________________________________________________

i) Zeichnen Sie nachfolgende Bedingungen als Punkt näherungsweise in das gegebene


Diagramm des Wasserdampfdruckes in Abhängigkeit der Temperatur ein!

A 20°C, 60% relative Luftfeuchte


B Taupunkt für einen Wasserdampfpartialdruck von 1500 Pa
C 2000 Pa, 50% relative Luftfeuchte

j) Nennen Sie die physikalische Größe, die die Ursache der Kapillarität beschreibt!
_______________________

k) Was bedeutet der Begriff diffusionsäquivalente Luftschichtdicke?

____________________________________________________________________

____________________________________________________________________

l) Eine Schallquelle erzeugt einen Schallpegel von 100 dB, eine zweite einen Pegel von
10 dB. Beide Schallquellen zusammen ergeben einen Pegel von
__________

m) Schätzen Sie die Schallpegel für nachfolgend aufgeführte Geräusche!

Straßenlärm ______________________
Unterhaltung ______________________
Beamer im Hörsaal ______________________

n) Wie kann man das Schalldämmmaß einer einschaligen Wand vor allem beeinflus-
sen?
_______________________

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