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Powi Klausurersatzleistung

Die Corona-Pandemie hat die siebte Rezession seit dem 2. Weltkrieg zur Folge. Die
Rezessionen kann man sehr gut anhand des preisbereinigten BIP darstellen (Anhang 1).
Man sieht, dass die vorherigen Rezessionen sich nicht so stark auf den preisbereinigten BIP
ausgewirkt haben, wie die Corona-Pandemie und die Finanzmarktkrise 2009. Die
Wirtschaftskrise 1967 beendete das deutsche „Wirtschaftswunder“, allerdings konnte sich die
Wirtschaft sehr schnell erholen. Die zwei anderen Rezessionen 1975 und 1982 wurden
durch Ölkrisen ausgelöst. Aber auch bei diesen Rezessionen konnte sich die Wirtschaft
erholen. Die nächste Rezession 1993 wurde durch den zweiten Golfkrieg ausgelöst und die
Rezession von 2003 durch den Zusammenbruch der Dotcom-Blase. Ende der 90er und
Anfang der 2000er gab es einen Trend, in welchem extrem in Technologie Unternehmen
investiert wurde. Die Aktienwerte der Unternehmen schossen in die Höhe, allerdings war der
tatsächliche Wert der Unternehmen sehr viel geringer. Die Aktionäre haben sich verkalkuliert
und als sie ihre Aktien verkaufen wollten, brach die Wirtschaft zusammen. 2009 war die
Finanzmarkkrise, in welcher in Amerika Kredite für Immobilien verkauft wurden. Diese
Kredite wurden von sehr vielen gekauft, da diese steigendente Immobilienpreise erwarteten.
Die Immobilien verloren allerdings extrem an Wert durch diese Kredite. Dieser Wertverlust
übertrug sich auch andere Bereiche der Wirtschaft, weshalb die Wirtschaft erneut
zusammenbrach.

Das besondere an der Corona-Pandemie ist, dass sich diese Krise nicht aus der Wirtschaft,
sondern aus der Gesellschaft heraus entwickelt hat und auf die Wirtschaft übertragen hat.
Alle anderen Krisen konnte man durch politische Entscheidungen, wie zum Beispiel die
Automobilprämie, entgegenwirken. Bei der Corona-Pandemie kann man das aber nicht so
einfach, da die Konsumenten genau so eingeschränkt sind wie die Produzenten. Der Staat
muss beide Seiten deutlich mehr Hilfestellungen geben, als in den Krisen zuvor. Die Corona-
Hilfen des Staates müssen also ungefähr gleich auf beiden Seiten ausfallen, damit nach der
Krise sowohl die Unternehmen normal produzieren und die Menschen konsumieren können.
Ein Beispiel für die Corona-Hilfen für Unternehme ist das Kurzarbeitergeld. Bei dem
Kurzarbeitergeld bekommen Beschäftigte 60% von ihrem normalen Netto-Gehalt. Nach dem
vierten Monat, in welchen die Beschäftigten aktiv Kurzarbeitergeld beziehen, bekommen sie
70% ihres normalen Netto-Gehalts und ab dem siebten Bezugsmonat 80%. Wenn die
Beschäftigten mindestens ein Kind haben ist der Prozentsatz je sieben Prozent höher. Für
die Unternehmen übernimmt der Staat also einen Teil des Gehalts und die
Sozialversicherungsbeiträge.

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