Sie sind auf Seite 1von 14

1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co.

KG 2000 ¥ 2 ∂

Wohnhaus in Imabari, Japan

House in Imabari, Japan

Architekten:
Toru Murakami Architect & Associates,
Hiroshima
Toru Murakami
Mitarbeiter:
Sachi Tanimoto, Toshihisa Madachi,
Yutaka Yoshida
Tragwerksplanung:
Kanai Structural Engineers, Hiroshima
Saburo Kanai, Tadashi Kono

2
Wie bei vielen japanischen Stadthäusern be- 2 2
finden sich auf der Straßenebene Laden-
und Lagerflächen, während die Oberge-
schosse dem Wohnen vorbehalten sind. Bau-
2
lich kommt diese horizontale Teilung durch
den Wechsel der Betonkonstruktion des So-
ckels zu einer Stahlskelettkonstruktion mit
großflächigen Glasfassaden zum Ausdruck. 6
Filigrane Stahllamellen dienen als Sonnen-
6 6
schutz. Dementsprechend wechselt auch die
Treppe von Betonstufen zu einer abgehäng-
ten Stahlkonstruktion. Wie ein Möbelstück ist
sie in das teilweise verglaste Treppenhaus 6
gestellt und bildet mit ihrem Teakholzbelag 3
2
einen der wenigen Farbakzente in den in
Grau und Weiß gehaltenen Innenräumen. 2 2 3 3
Die Zimmer des zweigeschossigen Wohnbe-
reichs sind U-förmig um eine glasgedeckte aa
Halle gruppiert. Mit großflächigen transluzen- 2 3
ten Schiebetüren lassen sie sich räumlich
und funktional an diese Aufenthaltszone
zwischen innen und aussen koppeln. Der 2. Obergeschoss
Aufzug steht als verglaster Turm frei in Second floor plan
der Halle und führt direkt vom Eingangsge- 1 b
schoss zu beiden Wohnebenen. Das dritte 4
Erschließungselement, eine filigrane Spindel- 1 1 b b b
treppe, dient als zusätzliche Verbindung zur 4 4
2
Galerie. In Material und Farbe ist sie an
die grauen Stahlstützen und Fassadenpfos- 12 2 b b
a
ten angeglichen und wirkt mit ihren dünnen 4
2
Blechen und Streben beinahe entmateriali-
siert. Auf Setzstufen wurde verzichtet, um die 2 2 2
3
a a
Durchsicht zu erleichtern und die einzelnen
3 3
Trittbleche auch im Schattenbild sichtbar zu a a
machen. 2

3 5 5 5
a
The vertical division of the house, with the 5 5 5 55 5
living areas on the upper floors above a ground
floor shop and store, is reflected in the form of
construction. The steel structure of the dwell- 5 5 5
ing is set on top of a concrete plinth storey;
and the main staircase changes from concrete
Erdgeschoss 1. Obergeschoss
to a suspended steel construction enclosed Ground floor plan First floor plan
within a glass skin. The living space is in the
form of a two-storey glazed atrium. The vari-
ous private rooms laid out about it can be Lageplan Maßstab 1:500 Site plan scale 1:500
spatially and functionally linked to the hall by Grundrisse • Schnitt Maßstab 1:250 Plans • Section scale 1:250
sliding aside large translucent doors. A trans-
1 Eingang 1 Entrance
parent lift tower connects the entrance level 2 Abstellraum 2 Storeroom
with the dwelling. The filigree spiral staircase in 3 Lager, Garage 3 Store, garage
the atrium, in contrast, links only the two living 4 Tatami-Raum 4 Tatami room
levels. Its slender dimensions lend it an almost 5 Privates Zimmer 5 Private room
6 Hausarbeit 6 Utilities room
dematerialized appearance.
a
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Ateliereinbauten in Ennetbaden, Schweiz

Studio Units in Ennetbaden, Switzerland

Architekten:
Franco Pinazza & Dieter Schwarz, Baden

a a

aa
a
Schnitt • Grundriss Maßstab 1:500

Section • Plan scale 1:500

bb

Die ehemalige Ledergerbereihalle wurde 1920


in reizvoller Lage an der Limmat im Kanton
Aargau errichtet. Um diese in ein flexibles Ate-
liergebäude zu verwandeln, wurde die Halle
entsprechend der Baustruktur in sieben kleine
Einheiten mit separaten Zugängen unterteilt.
Die Architekten entwickelten ein einfaches
Grundsystem aus wenigen Elementen, das je
nach Situation variabel in die Ateliers einge-
setzt werden kann. Das System besteht aus
einem Sanitärblock aus Klinkersteinen, einer
in diesen Block integrierten Teeküche, einer
holzverkleideten Galerie und einer stählernen
Treppe. Die Konstruktion der Treppe ist
sehr einfach: Auf zwei ÅPE-Trägern sind mit-
hilfe von gebogenen Flachstählen Stahlplatten
aufgeständert. Die Stufen wurden sofort nach
dem ersten Anstrich aus Ölfarbe mit Sand
bestreut und erneut gestrichen, um eine raue,
rutschfeste Oberfläche zu erreichen.

Erected in 1920 in an attractive position on the


banks of the River Limmat, the building was
originally used as a tannery. The division of
the hall into seven small studios with separate
access reflects the original structure. A simple
basic system was designed for the conversion,
using only a few elements that can be variably
inserted according to the situation. These b b
comprise a brick sanitary cell with an inte-
grated kitchenette, a wood-clad gallery, and
a simple steel staircase, consisting of two Å-
beam strings supporting steel treads on bent
brackets. After the treads were painted, they
were strewn with sand, and a further coat of Vertikalschnitt • Horizontalschnitt Maßstab 1:50
paint was applied to create a rough, non-slip Vertical section • Horizontal section scale 1:50
surface.
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Wohnhauserweiterung in Pullach

House Extension in Pullach

Architekten:
Illig, Weickenmeier + Partner, München und
Alexander Reichel, Kassel/München
Tragwerksplanung: b
Konrad Dlaska, München

1 2 3

1
a a

2 3
2 3 6
7

b 12
c

9
10
aa

12

1 11
10

Schnitt • Grundrisse Obergeschosse 1 Buchenparkett 8 mm auf Gussasphaltestrich


Maßstab 1:200 2 Korkstreifen
a a 1 Dachstudio 2 Anbau/Aufstockung 3 Bestand 3 Lagerholz
4 Wange/Geländer, Multiplex 28 mm mit Rotbuchen-
Details Treppe furnier, an Geschossdecke gedübelt
2 3
Vertikalschnitte Maßstab 1:20 5 Tritt-/Setzstufe Vollholz Rotbuche gedämpft, 30 mm
6 Schwertanschluss Zimmertrennwand,
Section • Upper floor plans Multiplexplatte
scale 1:200 7 HLZ-Mauerwerk 115 mm, verputzt
1 Attic studio 2 Extension/additional storey 8 Holzwolle-Leichtbauplatte
3 Existing structure 9 ehemalige Außenwand, Ziegelmauerwerk 240 mm
10 Konstruktionsholz, über Holzdübel mit Wangen
Staircase details verbunden
Vertical sections scale 1:20 11 Wange 50 mm, Stufen aufgesattelt
12 Montagestufen
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Wohnhaus in Hechendorf

House in Hechendorf Schnitt • Dachgeschoss


Wohngeschoss • Gartengeschoss
Architekt: Christopher Stark, München Maßstab 1:400
1 Wohnraum
Mitarbeiter: Markus Fried
2 Büro
Tragwerksplanung: 3 Schlafraum
Statoplan, München 4 Wintergarten
Wolf Eglinger
a
Section • Plans:
attic storey, living level, garden level
scale 1:400
1 Living room
2 Office
3 Bedroom
4 Conservatory

Photo: Wolfgang Hurle, München

Das Gebäude wurde auf einem reizvollen


Hanggrundstück mit Seezugang und altem
Baumbestand errichtet. Es ist als Einfamili- 2 1
enhaus mit Einliegerwohnung konzipiert, die
auch als Büro genutzt werden kann. Dieser
Teil ist nach Nordosten orientiert, während a
sich die Wohnräume des Haupttraktes nach
Süden und damit zum See hin öffnen. aa
Ein Holzsteg, pergola- und in den Ein-
gangsbereichen glasüberdeckt, führt zwi-
schen Wohngebäude und Garage hindurch
und ermöglicht eine Sichtverbindung zwi-
schen der Erschließungsstraße und dem See.
In Verlängerung dieser Achse liegt die in den
Garten führende Außentreppe. Im zweige-
schossigen Wohnraum, der die Eingangsebe- a
ne mit dem Garten verbindet, wiederholt sich
das Brückenmotiv: Galerie und aufgestän-
derte Terrasse des Wohngeschosses werden
4
durch eine transparente Stahlbrücke mit-
einander verbunden, um die Großzügigkeit 2 3 3 3
des Raumes zu erhalten. Aus demselben
Grund ist die Treppe im Wohnraum als Krag-
konstruktion ohne Wangen ausgeführt. Die
a
Stufenelemente wurden einzeln auf Stahl-
konstruktionen, die in der Wand verankert 2 1
sind, aufgeschoben. Das Geländer besteht
aus Seilverspannungen mit einem Edelstahl-
rohr als Handlauf und Pfosten.
a
Die Verbindung zwischen Außen- und In-
nenbereichen ist auf allen Grundrissebenen
stufenlos ausgebildet. Der Bodenbelag aus
Eichenholz wurde durchlaufend eingesetzt,
um fließende Übergänge zu erzielen.
2 1
Situated on a sloping site with a view to a lake,
the building was designed as a single-family
house with a self-contained flat that can be a
used as an office. The partly covered timber
walkway between the garage and the house a
establishes a visual link between the access
road and the lake. The motif recurs in the
4
two-storey living space, where the gallery
and terrace are connected by a transparent 2 3 3 3
steel bridge designed to maintain a sense
of spatial continuity. For the same reason,
the living-room staircase is in the form of a
cantilevered structure without strings – with
the individual steps anchored in the wall and
with a balustrade of2 tensioned cables.
1 The 1
flowing transitions from inside to outside are 4
effected without changes of level.
2 3 3 3
a
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Apartment in New York

Architekten:
Maya Lin in Zusammenarbeit mit
David Hotson, New York
Tragwerksplanung:
Friedman Structural Engineering,
New York

Der große Wohnbereich des zweigeschossi- Photo: Paul Warchol, New York
gen, in der Stadtmitte von New York angesie-
delten Apartments liegt ein halbes Geschoss
unterhalb des Straßenniveaus.
Ein wichtiger Aspekt bei der Umgestaltung
a a
des Raums in eine für vier Leute ausgelegte
Wohnung war deshalb die maximale Ausnut-
zung des nur spärlich einfallenden Sonnen-
lichts. Indem sie die statisch und konstruktiv
notwendigen Elemente in ihrer Masse auf ein
Minimum reduzierten, suchten die Architekten
dieses Ziel zu erreichen.
Auch die Treppe, im Zentrum des Apartments
angeordnet, folgt dieser Aufgabenstellung.
Sie übernimmt als Raum bildendes Element,
das Wohnraum und Küche voneinander ab-
grenzt, ihre Funktion in absolut reduzierter
Form. Das Zwischenpodest, über das die
Wohnung erschlossen ist, das obere Podest
sowie die beiden Treppenläufe werden von
einer Stahlplatte getragen, die über oberseitig
angeschweißte und im Holz versenkte Flach-
stahlprofile ausgesteift ist. Die zwischen den
Läufen stehende Wand, zum Wohnraum in
Ahorn, zur Küche hin in Stahl ausgeführt,
läuft frei durch. Auch das Austrittspodest ist
von der zweigeschossigen, geätzten und hin-
terleuchteten Glaswand abgesetzt.
Das Ergebnis ist eine stimmungsvolle Kom-
position, die dem Licht erlaubt, zwischen
den voneinander losgelösten Elementen hin-
durchzuscheinen und somit die konstruktive
Unabhängigkeit der einzelnen Bauteile noch
einmal zu demonstrieren.

The large living area of this two-storey apart-


ment lies half a floor below street level. An
important aspect of the design, therefore, was
the ingress of sunlight. The volume of the cen-
tral staircase, a bold space-defining element
that divides the living room from the kitchen,
is reduced to a minimum, like that of the other
constructional units. The stairs and landings
are supported by steel plates braced by steel
flats. The dividing wall between the two flights
of stairs – in steel on the kitchen face and in
maple on the living room face – is isolated from
the stairs by a narrow space. The top landing aa
is similarly set back from the two-storey etched
and rear-lighted glass partition, with the result Grundrisse Plans
that light is able to flow round the various Längsschnitt aa Longitudinal section aa
discrete elements. Maßstab 1:200 scale 1:200
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Wohnhaus in London

Mews House in London

Architekten:
Seth Stein, London
Projekt Architekt:
David Russell
Tragwerksplanung:
Alan Dorman, London 1

Das kleine, von außen zurückhaltend wirken- 4 3


de Wohnhaus auf einem lediglich etwa 4,5 A
x 8,5 m großen Grundstück überrascht den 5
Besucher in seinem Inneren mit einer unge-
wöhnlichen räumlichen Organisation. Mittels
1
eines großflächigen Aufzugs kann der Besit- 1
zer, ein Sammler von Oldtimern, ein Fahrzeug A Schnitt aa 1 Schlafraum
wahlweise in einem der beiden unteren Ge- Grundrisse 2 Terrasse
schosse inmitten der Wohnräume präsentie- Maßstab
2 1:200 3 Aufzug
B Schnitt
2 bb 4 Essen
ren. Während sich der obere Aufzugsboden
Maßstab 1:50 5 Sitzbereich
unauffällig in den umgebenden Steinboden
einfügt, ist der untere Boden als Stahlrahmen 4 3
mit Acrylglasfüllung ausgebildet und ermög- 4 3
licht Durchblicke über 6 m Höhe. Das A Section aa 1 Bedroom
1
5
Floor plans 2 Terrace
Acrylglas wurde durch eine in der Flug- scale 1:200
5
3 Lift
und Fahrzeugindustrie gebräuchliche Silikon- B Section bb 4 Dining area
beschichtung kratzunempfindlich gemacht. scale 1:50 5 Sitting area
Gäste können den von unten beleuchteten
Glasboden vom Eingangsgeschoss aus be-
treten und mit dem Lift in das Untergeschoss
hinabfahren, um dort im Essbereich Platz zu
nehmen. Wird der Aufzug nach dem Essen
wieder nach oben gefahren, kann der Sitzbe-
reich im abgesenkten Teil des Untergeschos-
ses betreten werden. Alle drei Ebenen des 1
2
Hauses sind durch eine aus Stahl und Glas 3 1
konstruierte Treppe verbunden, die von unten
nach oben einen Blick über 10 m bis durch
ein Fenster auf den Himmel erlaubt. Die Tritte
und Podestbeläge aus sandgestrahltem Glas
verbessern zusätzlich zum gläsernen Auf-
zugsboden die Lichtverteilung im Haus. Trotz
der Enge der vorgegebenen Situation bietet b b
das Gebäude eine Reihe von großzügigen
Räumen und weiten Blicken. Auch das über
die gesamte Grundstücksfläche reichende a 4 a
2 5
Untergeschoss wird vom Tageslicht durchflu- 3
2 3
tet.

The owner of this small house is a collector of


vintage cars. A large internal lift allows vehicles
to be presented on either of the two lower
levels. The top of the lift fits unobtrusively into
the stone flooring, while the lift floor consists of
b b
acrylic glass in a steel frame. Guests can de- b b
scend on it to the basement dining area. When
the lift is raised, the sunken sitting area be- a 4 a
neath becomes accessible. All three storeys of a 4 5 a
5
the house are linked by a steel-and-glass stair-
case. Its sand-blasted glass treads and land-
ings, together with the transparent lift floor,
afford extensive views and allow light to flow
through the house.
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Verwaltungsgebäude in Struer, Dänemark

Administration Building in Struer, Denmark

Architekten: Schnitt aa Section aa


KHR AS Architekten, Virum Erdgeschoss Ground and
Jan Søndergaard (Partner) 1. Obergeschoss first floor plans
Maßstab 1:750 scale 1:750
Mitarbeiter:
1 Eingang 1 Entrance
Henrik Richter Danielsen, Christina Garcia 2 Büro 2 Offices
Gomez, Maria Gullamon Gomez, Mette Lyng 3 Lobby 3 Lobby
Hansen, Mikkel Beedholm, Ole Jensen 4 Foyer 4 Foyer
Tragwerksplanung: 5 Auditorium 5 Lecture hall
aa 6 Kantine 6 Canteen
Birch + Krogboe, Virum 7 Conference rooms
7 Besprechung

Die neue Hauptverwaltung eines Herstellers len eine ruhige Atmosphäre. Der aufgestän- Möblierung sowie Lampen und Sanitärein-
hochwertiger Unterhaltungselektronik befin- derte Bürotrakt ist als Vierendeel-Träger kon- richtungen. Die Erschließungszonen werden
det sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu struiert. Dieser setzt sich aus einer ziegelbe- von isländischem Basalt, sandgestrahltem
den älteren Produktionsgebäuden, orientiert kleideten massiven Seite und einer leichten Glas, Ortbetonoberflächen und hellen Holz-
sich jedoch vor allem zur freien Landschaft Stahlstruktur hinter der großflächig verglasten böden bestimmt. Dabei tritt die räumliche Ak-
hin. Die drei miteinander verschränkten Bau- Fassade zum Hof zusammen. Die von außen zentuierung durch den Wechsel von Mate-
körper umfassen einen geschützten Hof und ablesbare Anordnung der Erschließung hinter rialien oder Blickbeziehungen an die Stelle
bieten gleichzeitig die Möglichkeit des Sicht- den transparenten Fassaden macht interne traditioneller fester Abgrenzungen wie Wände
kontakts zwischen den Flügeln, die unter- Abläufe deutlich und unterstützt die Kom- oder Türen. Sowohl die einläufigen als auch
schiedliche Nutzungen enthalten. Bei einfa- munikation zwischen den Mitarbeitern. Ein die zweiläufigen Treppen im Gebäude sind
cher Geometrie entstehen durch die Kombi- Großteil des Gebäudes besitzt ein hybrides als Stahl-Glas-Konstruktionen aus wenigen
nation und Gegen-überstellung der Baukör- Lüftungssystem. Natürliche Belüftung über unterschiedlichen Bauteilen in einfacher, kla-
per räumliche Vielfalt und reizvolle Dialoge schmale, in die Glasfassaden integrierte rer Detaillierung ausgeführt. Zusätzliche Ele-
mit der Landschaft. Die fast schwerelose Wir- Lüftungsklappen ist mit dahinter liegenden mente wie Handläufe sind auf ein Minimum
kung der großen, klaren Fassaden verleiht Heizkörpern kombiniert. Die Architekten ent- reduziert, die Absturzsicherung übernehmen
dem Gesamtkomplex mit den Produktionshal- warfen die gesamte Innenausstattung und Glastafeln, die vom Treppenlauf bis unter die
Decke geführt

2 2

4 a a

2
5

6
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Verwaltungs- und Studiogebäude


in Hilversum, Niederlande

Administration and Studio Building


in Hilversum, Netherlands

Architekten: MVRDV, Rotterdam


Winy Maas, Jacob van Rijs, Nathalie de Vries
Mitarbeiter: Stefan Witteman, Alex Brouwer,
Joost Glissenaar, Arjan Mulder,
Eline Strijkers, Willem Timmer, Jaap van Dijk,
Fokke Moerel, Joost Kok
Ausführungsplanung:
Bureau Bouwkunde, Rotterdam
Tragwerksplanung: Pieters Bouwtechniek,

Photo: Christian Richters, Münster

In dem kompakten Neubau wurde die vor- änderungen. Die räumliche Offenheit lässt Formerly scattered among 13 separate villas,
mals auf dreizehn Villen verteilte Haupt- zudem das Tageslicht durch Fassaden und the administration of this TV network is now
verwaltung eines Fernsehsenders in einem Patios tief in das 50 50 m umfassende housed in a single building, with the different
Gebäude zusammengeführt. Gebäude dringen. Keine engen, langen working areas located on separate levels.
Die Raumatmosphäre der Vorgängerbauten Büroflure erschließen das Innere, sondern ei- The open-plan layout permits a flexible ar-
findet sich in klassischen baulichen Motiven ne großzügig angelegte Wegführung. Über rangement of spaces and provides scope for
einer Villa wie Lounge, Veranda und Patio trapezförmige Treppenkaskaden, Rampen, subsequent changes of use. It also allows
wieder, die hier in den Entwurf einer Stege und monumentale Stufen führt eine daylight to penetrate into the depths of this
offenen »Bürolandschaft« integriert sind. »promenade architecturale« vorbei an den 50 50 m building. The interior is distinguished
Auch in der Ausstattung erscheinen Zitate Arbeitsplattformen hin zu der begrünten by its generous circulation routes, with ramps,
traditionellen Villeninterieurs: Kronleuchter Dachterrasse des Baukörpers. walkways, monumental steps and cascades
und Perserteppich stehen in Kontrast zu pu- Die hier vorgestellte Stahltreppe überbrückt of stairs forming a “promenade architecturale”
ristischen Beton- und Steinoberflächen. den Luftraum neben der markanten »Beton- that leads past the working platforms and up
Die Organisation der verschiedenen Arbeits- welle« des Gebäudes. Zur Stabilisierung der to the landscaped roof garden. The steel stairs
bereiche des Senders erfolgt auf voneinan- an vielen einzelnen Drahtseilen hängenden shown here bridge the space alongside the
der abgesetzten Ebenen, deren Vernetzung Treppe wurde diese zusätzlich an ihren End- bold curve of the “concrete wave”. Suspended
untereinander durch eine Vielfalt von Verbin- punkten fixiert. from a series of wires, the stairs are fixed at the
dungselementen erfolgt. Eine freie Grundriss- Durch die statische Trennung von den beiden ends for stability. The structural separation of
gestaltung ermöglicht die flexible Anordnung Ebenen und den Wechsel im verwendeten the two levels and the use of different materials
der unterschiedlichsten Raumtypen und eine Material wird die Treppe zu einem leichten bring out the light, independent quality of this
leichtere Anpassung an spätere Nutzungs- und eigenständigen Verbindungselement. linking element.

Maßstab 1:2500
scale 1:2500

Gebäudeschnitt Maßstab 1:500


Section through building scale 1:500
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Bekleidungsgeschäft in London

Menswear Shop in London

Architekten:
David Chipperfield Architects, London
Mitarbeiter:
Patrick McInerney, An Fonteyne
Tragwerksplanung:
Dewhurst Macfarlane & Partners, London

Erdgeschoss
Im Zuge der Umnutzung eines aus den 60er- 1. Obergeschoss
Jahren stammenden Bürohauses in ein Her- Maßstab 1:500
renbekleidungsgeschäft des Modedesigners
Joseph wurde das Gebäude komplett ent- Ground floor plan
kernt. Um den Übergang von Straßenraum First floor plan
und Verkaufsfläche fließend zu gestalten, scale 1:500
nahm man die vorhandene Fassade aus
Betonfertigteilen ab und ersetzte sie durch
6 Meter hohe Klarglasscheiben. Die Fenster
im zweiten Obergeschoss wurden erhalten
und mit einem transluzenten Edelstahlgewe-
be verdeckt, das den dahinter liegenden
Büro- und Ausstellungsbereich vor Einblicken
schützt. Die beiden Ebenen des Ladenbe-
reichs sind durch eine skulptural gestaltete
Wendeltreppe verbunden, die sich optisch
in die weiß getünchte Stahlbetonstruktur
einfügt.

The project consisted of the refurbishment of


a 1960s’ three-storey office building for use
as a menswear shop for the fashion designer
Joseph. The building was stripped back to
its core and its main structural elements. The
existing precast concrete facade was removed
and replaced with transparent panes of glass
6 m high, which create a strong visual link
on three faces between the street and the
open-plan retail spaces on the ground and first
floors. These spaces are surrounded by an
internal colonnade. The existing windows on
the second floor were covered with stainless-
steel mesh, which obscures the view to the of-
fice spaces and the showroom inside. The link
between the two floors is formed by a large
helical sculptural staircase.

Photo: Hisao Suzuki, Barcelona


1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Verwaltungsgebäude in München

Administration Building in Munich

Architekten:
Betz Architekten, München/Berlin
Walther + Bea Betz mit Eberhard Mehner
Projektleiter:
Uwe Gutjahr
Mitarbeiter:
Christian Bechtle, Oliver Betz,
Edeltraud Grimmer, Sabine Hammer,
Michael Kiep, Brigitte Körbl, Arnold Lemke, Lageplan Maßstab 1:5000
Tiemo Mehner, Achim Petrikowski, Site plan scale 1:5000
Traudel Platschek, Dorothea Zech

Der neue Gebäudeblock des Verwaltungs-


komplexes gliedert sich in einen winkelförmi-
gen Riegel zur Straße hin und einen terras-
senartig abgetreppten Baukörper, ausgerich-
tet auf den Eingangshof mit einem Hochhaus
aus den 70er-Jahren. Dazwischen liegt ein
natürlich belüftetes Atrium, das als Wärme-
puffer für die angrenzenden Büroräume dient
und über große Klappflügel im Glasdach
entlüftet werden kann. Blickfang dieser kühl
wirkenden Halle mit ihren glatten spiegelnden
Fassaden ist eine Spindeltreppe, die sich
wie eine Baumskulptur nach oben schraubt.
Durch das dünne Stahlblech der Stufen,
die durchscheinende Brüstung aus Loch-
blech und die schräg stehenden »Äste« der 1
Abstützungen und Geländerpfosten wirkt sie
wie eine fragile Pflanze.
Von gänzlich anderem Charakter ist die
Haupttreppe des Terrassenbaus. Die einläufi-
ge Betontreppe schwebt frei im bis auf fünf 2
Geschosse ansteigenden Treppenraum und
ist nur über die Podeste mit den seitlichen a a
Wandscheiben verbunden. Eine Lichtinstalla-
tion des Künstlers Dan Flavin an der Unter-
seite des Treppenlaufs taucht den weiß ge-
strichenen Raum in ein unwirkliches Licht und
verstärkt die Leichtigkeit der an sich mas-
siven Treppe. Die seitlichen Wandabstände
erlauben den Durchblick vom Erdgeschoss
und das Ausstrahlen des farbigen Kunstlichts
nach oben. Dabei ist jedem Geschoss eine
eigene Farbe zugedacht, was das Begehen Regelgeschoss • Schnitt aa Standard floor plan • Section aa
zu einem sich ständig ändernden Erlebnis Maßstab 1:750 scale 1:750
macht.
1 Spindeltreppe im Atrium 1 Spiral staircase in atrium
2 Lichttreppe 2 Staircase with lighting installation
The complex consists of an L-shaped tract and
a terraced volume, with an atrium between
the two that acts as a thermal buffer. The
visual focus of this space is a spiral staircase.
Its slender steel steps, perforated balustrades
and raking, branching members suggest a del-
icate, plant-like sculpture. In the terraced tract,
a straight-line concrete staircase sweeps up-
wards through all five storeys of the building,
attached to the side walls solely via the land-
ings. Dan Flavin’s lighting installation on the
underside bathes this white space in an unreal
light and relieves the stairs of their massive
quality. The spaces between the stairs and the
walls create a sense of vertical continuity and
allow the light – a different colour for each floor
– to radiate upwards. aa
∂ 2000 ¥ 2 Verwaltungsgebäude in München 2

Grundriss Maßstab 1:100 Plan scale 1:100


Details Abwicklung • Schnitt aa Maßstab 1:20 Part elevation • Section aa scale 1:20

1 Teppichbelag mit Kantenschutzprofil 1 carpeting with edge protection strip


Filz 5 mm 5 mm felt underlayer
Stahlblech 10 mm 10 mm sheet steel
2 Einbauleuchte 2 recessed light fitting
3 Flachstahl ¡ 15/50 mm 3 15/50 mm steel flat
4 Stahlrohr Ø 42,4/4 mm 4 42.4 mm dia. steel tube 4 mm thick
5 Rundstahl Ø 12 mm 5 12 mm dia. steel rod
6 Rosette Edelstahl Ø 60 mm 6 60 mm dia. stainless-steel rosette
7 Lochblech 3 mm weiß gestrichen 7 3 mm perforated sheet metal, painted white
8 Edelstahl Ø 33,7 mm geschlitzt, 8 33.7 mm dia. grooved stainless-steel handrail welded
verschweißt mit Lochblech to perforated sheet balustrade
9 Stahlrohr Ø 219,1/20 mm 9 219.1 mm dia. steel tube 20 mm thick
10 VSG sandgestrahlt 8 +12,5 +12,5 mm 10 sandblasted laminated safety glass
11 Stahlwinkel 90/60/8 mm (8 + 12.5 + 12.5 mm)
12 Teppichbelag 11 90/60/8 mm steel angle
Doppelboden 12 carpeting on hollow floor construction
Stahlbetondecke reinforced concrete floor

4 7 9

3 2 1

3 2

bb

aa
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Verwaltungsgebäude in München

Administration Building in Munich

Architekten:
Graf, Popp, Streib, München
Mitarbeiter: Martin Kohts, Claudia Kern,
Christian Hadlich, Stephanie Friedrich
in Zusammenarbeit mit
Doranth, Post, München
Mitarbeiter: Simone Sauermann,
Michael Schwendtner, Carsten Vellguth
Tragwerksplanung:
Cronauer Bauen und Planen, München

Gläserne Flächen mit feiner, horizontaler quert so in Höhe und Länge den ganzen The development consists of two U-shaped
Gliederung hält der innerstädtische Verwal- nördlichen Hallenraum, erschließt aus wech- tracts, one enclosed at an angle within the
tungsbau den umgebenden massiven Fas- selnden Perspektiven und macht ihn auch other (see Detail 6/99). The resulting wedge-
saden aus verschiedenen Epochen entge- dynamisch erlebbar. Entsprechend der Nut- shaped glass-roofed hall spaces house the
gen. Seine festen Wände dagegen, teils als zungsfrequenz verjüngt sich dabei geschoss- main vertical and horizontal circulation ele-
Lochfassaden, liegen hier zum Inneren ge- weise die Breite der hundert Stufen bis zur ments. These comprise free-standing lifts, bal-
kehrt. Sie trennen die Büroflure von der fünften Etage. Das gemäßigte Steigungsver- conies, bridges that link the two tracts, and
gemeinschaftlichen Erschließung in den glas- hältnis von 15/31,5 cm lädt ein zum Gehen, a generous staircase that extends over the
gedeckten Lichthöfen. Sehen, Treffen und selbst zum Sitzen bei ge- entire length and height of the northern hall.
Die Grundrissfigur rührt aus der städtebau- legentlichen Veranstaltungen. The staircase is articulated into a series of ele-
lichen Lage: Zwei U-Formen, die kleinere von Die Tragkonstruktion besteht aus einer Schar ments that span from floor to floor and from
der größeren umfasst, nehmen jeweils eine von Stahllängsträgern, die sich analog zur one bridge to the next. It also diminishes in
andere vorhandene Richtung auf und sind Laufbreite pro Geschoss um jeweils einen width as it rises, thus reflecting the decreasing
dadurch gegeneinander verdreht. So ent- verringert. Die Träger sind aus T-Profilen mit volume of traffic. The comfortable ratio of rise
stehen im Inneren die keilförmigen, lichten angeschweißten Untergurten aus Rundrohren to going (15 : 31.5) is conducive to the relaxed,
Hallenräume, die offene Aufenthaltsbereiche gefertigt. Rundrohre übernehmen die Quer- leisurely environment created here. The stairs
und die vertikalen und horizontalen aussteifung. Auf angeschweißten dreieckigen are supported by sheaves of longitudinal steel
Haupterschließungselemente aufnehmen. Stahlkonsolen liegen massive Walnussholz- beams, consisting of T-sections with tubular
Dies sind eine großzügige Treppenanlage, stufen auf, passend zum Holz des auf lower chords welded on, and with tubular
frei stehende Aufzüge, Balkone und Brücken, den Brücken verlegten Industrieparketts. Der bracing in the lateral direction. The beams di-
die die beiden U-förmigen Baukörper mit- Treppenlauf wird beidseits von Geländern minish in number with the width of the stairs.
einander verbinden. Die einläufige Treppe mit Füllungen aus schlanken Edelstahlstäben The solid walnut steps are matched to the
spannt von Geschoss zu Geschoss, jeweils und Handläufen aus Ahorn begleitet. industrial parquet of the bridges.
von einer Brücke zur nächsten. Sie durch-

3 a

4
b

Lageplan Maßstab 1:5000 Site plan scale 1:5000


Grundriss Maßstab 1:1000 Plan scale 1:1000
1 Max-Planck-Gesellschaft 1 Max Planck Society
2 Marstall 2 Former royal stables (Marstall building)
3 Staatskanzlei 3 Bavarian state chancellery
4 Residenz 4 Palace
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Verwaltungsgebäude in München

Administration Building in Munich

Architekten:
Graf, Popp, Streib, München
Mitarbeiter: Martin Kohts, Claudia Kern,
Christian Hadlich, Stephanie Friedrich
in Zusammenarbeit mit
Doranth, Post, München
Mitarbeiter: Simone Sauermann,
Michael Schwendtner, Carsten Vellguth
Tragwerksplanung:
Cronauer Bauen und Planen, München

Gläserne Flächen mit feiner, horizontaler quert so in Höhe und Länge den ganzen The development consists of two U-shaped
Gliederung hält der innerstädtische Verwal- nördlichen Hallenraum, erschließt aus wech- tracts, one enclosed at an angle within the
tungsbau den umgebenden massiven Fas- selnden Perspektiven und macht ihn auch other (see Detail 6/99). The resulting wedge-
saden aus verschiedenen Epochen entge- dynamisch erlebbar. Entsprechend der Nut- shaped glass-roofed hall spaces house the
gen. Seine festen Wände dagegen, teils als zungsfrequenz verjüngt sich dabei geschoss- main vertical and horizontal circulation ele-
Lochfassaden, liegen hier zum Inneren ge- weise die Breite der hundert Stufen bis zur ments. These comprise free-standing lifts, bal-
kehrt. Sie trennen die Büroflure von der fünften Etage. Das gemäßigte Steigungsver- conies, bridges that link the two tracts, and
gemeinschaftlichen Erschließung in den glas- hältnis von 15/31,5 cm lädt ein zum Gehen, a generous staircase that extends over the
gedeckten Lichthöfen. Sehen, Treffen und selbst zum Sitzen bei ge- entire length and height of the northern hall.
Die Grundrissfigur rührt aus der städtebau- legentlichen Veranstaltungen. The staircase is articulated into a series of ele-
lichen Lage: Zwei U-Formen, die kleinere von Die Tragkonstruktion besteht aus einer Schar ments that span from floor to floor and from
der größeren umfasst, nehmen jeweils eine von Stahllängsträgern, die sich analog zur one bridge to the next. It also diminishes in
andere vorhandene Richtung auf und sind Laufbreite pro Geschoss um jeweils einen width as it rises, thus reflecting the decreasing
dadurch gegeneinander verdreht. So ent- verringert. Die Träger sind aus T-Profilen mit volume of traffic. The comfortable ratio of rise
stehen im Inneren die keilförmigen, lichten angeschweißten Untergurten aus Rundrohren to going (15 : 31.5) is conducive to the relaxed,
Hallenräume, die offene Aufenthaltsbereiche gefertigt. Rundrohre übernehmen die Quer- leisurely environment created here. The stairs
und die vertikalen und horizontalen aussteifung. Auf angeschweißten dreieckigen are supported by sheaves of longitudinal steel
Haupterschließungselemente aufnehmen. Stahlkonsolen liegen massive Walnussholz- beams, consisting of T-sections with tubular
Dies sind eine großzügige Treppenanlage, stufen auf, passend zum Holz des auf lower chords welded on, and with tubular
frei stehende Aufzüge, Balkone und Brücken, den Brücken verlegten Industrieparketts. Der bracing in the lateral direction. The beams di-
die die beiden U-förmigen Baukörper mit- Treppenlauf wird beidseits von Geländern minish in number with the width of the stairs.
einander verbinden. Die einläufige Treppe mit Füllungen aus schlanken Edelstahlstäben The solid walnut steps are matched to the
spannt von Geschoss zu Geschoss, jeweils und Handläufen aus Ahorn begleitet. industrial parquet of the bridges.
von einer Brücke zur nächsten. Sie durch-

3 a

4
b

Lageplan Maßstab 1:5000 Site plan scale 1:5000


Grundriss Maßstab 1:1000 Plan scale 1:1000
1 Max-Planck-Gesellschaft 1 Max Planck Society
2 Marstall 2 Former royal stables (Marstall building)
3 Staatskanzlei 3 Bavarian state chancellery
4 Residenz 4 Palace
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 2 ∂

Parkhaus in Heilbronn Das Parkhaus mit über 500 Plätzen dient als die eine natürliche Belichtung und Belüftung
innenstadtnahe Abstellmöglichkeit. des Innenraums ermöglicht.
Multi-Storey Garage in Heilbronn Reicher Baumbestand auf dem Grundstück Einen Teil des monolithischen Baus umfasst
und der markante Bau eines historischen eine zweite, optisch ganz durchlässige Hülle
Architekten: Bollwerks, ein zylindrischer Turm von zwanzig aus Maschendraht. Sie schafft einen ab-
Mahler Günster Fuchs, Stuttgart Metern Höhe, gaben die Impulse für den gestuften Übergang zwischen Außen- und
Mitarbeiter: Entwurf des voluminösen Baukörpers. Seine Innenraum.
Karin Schmid-Arnoldt, Erich Berger Form entstand durch die Anordnung der Auf- In diesem Übergangsbereich zwischen
Tragwerksplanung: und Abfahrtsspindeln an beiden Enden der beiden Fassadenschichten lassen sich die
Fischer und Friedrich, Stuttgart länglichen Parkdecks. Die Stahlverbundkon- Parkdecks sicher – auch nachts, entlang
struktion der Decks besteht aus Stahlstützen der angestrahlten Wand – und zugleich räum-
und -trägern, welche über Kopfbolzen mit lich reizvoll über eine einläufige Außentreppe
den Fahrbahnplatten aus Filigranelementen aus Betonfertigteilen erreichen. Ihr Verlauf
und bewehrtem Aufbeton zusammengefügt und die den Podesten folgenden versetzten
wurden. Umhüllt wird das Gebäude von einer Eingangstüren beleben die Fassade und stel-
Lamellenfassade aus Douglasie-Kanthölzern, len die Struktur des Parkhauses offen dar.

The form of this garage, with space for more wood lathes to the facade facilitate the natural
than 500 vehicles, was influenced by a bastion lighting and ventilation of the interior. Around
tower on the site and developed from the spi- the outside of part of the building is a second,
ralling ramps at the ends. The decks, which outer layer of transparent wire mesh. In the
consist of filigree floor elements with a rein- space between these two skins, a precast
forced concrete topping, are fixed via shear- concrete staircase rises up the face of the
stud connectors to a supporting structure of building, providing access to the individual
steel beams and columns. The vertical soft- parking levels and articulating the facade.

Schnitt
Ansicht Nord
Grundriss 4. Obergeschoss
Lageplan/
Grundriss Erdgeschoss
Maßstab 1:1000

1 Eingang Fußgänger
2 Auffahrt
3 Aufzug
4 Abfahrt
5 Außentreppe

Cross-section 1
North elevation
Fourth floor plan 4
Site plan / 2
Ground floor plan 3
scale 1:1000

1 Pedestrian entrance
2 Access ramp 5
3 Lift
4 Exit ramp
5 External stairs

Das könnte Ihnen auch gefallen