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1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co.

KG 2000 ¥ 4 ∂

Informations-Pavillon am Leipziger Platz,


Berlin

Information Pavilion in Leipziger Platz,


Berlin

Architekten:
Büro 213 Schell/Ziegler, Berlin
Markus Schell, Ute Ziegler, Marcus Fischer

Am Leipziger Platz in Berlin, neben einem


Eingang zum U-Bahnhof Potsdamer Platz
und gegenüber der bekannten roten Info-
Box, steht ein Informations-Pavillon, in dem
über das Veranstaltungsprogramm »Das
Neue Berlin« informiert wird: Der »Grüne
Floh« ist ein zweiteiliger, beweglicher Baukör-
per, der rund um die Uhr benutzt werden
kann und aus einer Tages-, einer Nacht- und
einer Projektionsarchitektur besteht.
Auf einer Grundfläche von drei mal sieben
Metern stehen zwei verschiedene Bau-
elemente auf Hebeböden aus Stahlprofilen,
die an einem Rahmen angebracht sind.
Tagsüber befindet sich der grüne Holz-
pavillon auf Bodenniveau und der Besucher
bekommt von den Mitarbeitern die
gewünschten Informationen. Die Klappen
werden dazu auf drei Seiten geöffnet und
fungieren dabei als Vordach. Das untere
schmale Brett dient nach dem Öffnen als
Bücherboard. Abends wird das mit einer
Betonplatte beschwerte Stahlgehäuse, das
sonst als Gegengewicht zum Kiosk in einer
Höhe von 3,60 Meter hängt, mit Kettenzug
elektrisch heruntergelassen und damit
zugleich der Kiosk hochgezogen: Das
Veranstaltungsprogramm kann nachts im
Stahlkörper als internetbasierte Multimedia-
Präsentation am virtuellen Touchscreen ab-
gerufen werden. Bei Dunkelheit werden
außerdem Bilder auf die Bodenfläche unter
dem Holzpavillon projiziert, die in Zusammen-
hang mit den Veranstaltungen stehen.

The “Green Flea”, as this mobile pavilion is


known, is 3 ≈ 7 m on plan and consists of
two distinct elements that stand on a steel
structure with lifting platforms. During the day,
the green timber pavilion is at ground level.
Opening flaps on three sides provide a pro-
tected area where visitors can obtain informa-
tion from staff. A steel structure weighted with
a concrete slab and suspended at a height of
3.60 m acts as a counterweight to the kiosk.
At night, the steel structure is lowered and
the kiosk is raised by means of an electric
motor and chain pull. The events programme
can then be called up in the steel structure on
a touch screen as part of an Internet-based
multimedia presentation. Images are also pro-
jected on the underside of the timber pavilion. Foto:Erik-Jan Ouwerkerk, Berlin
2 Informations-Pavillon am Leipziger Platz, Berlin 2000 ¥ 4 ∂

Lageplan Maßstab 1:500


Ansichten • Grundriss • Schnitt aa
Maßstab 1:100

Site plan scale 1:500


Elevations • Plan • Section aa
scale 1:100

a aa

b a
∂ 2000 ¥ 4 Informations-Pavillon am Leipziger Platz, Berlin 3

Schnitt bb Maßstab 1:10 Section bb scale 1:10

1 Lastkette aus Stahl, 199 Glieder, Bruchlast 195 kN 1 steel chain with 199 links (breaking load: 195 kN)
2 Flansch Hauptträger Å HEM 500 2 steel Å-beam 500 mm deep (elevation)
3 Flachstahl d = 20 mm 3 20 mm steel plate
4 Druckrolle aus Edelstahl Ø 80 mm 4 80 mm dia. stainless-steel roller
5 Stahlprofil Å HEB 200 5 steel Å-beam 200 mm deep
6 Arretierungssicherung, Stahl 6 steel safety locking device
7 Schichtholz 27 mm 7 27 mm laminboard
8 Bitumenbahn 8 bituminous sealing layer
9 Linoleum 5 mm 9 5 mm linoleum
10 Holzwerkstoffplatte 20 mm 10 20 mm composite wood boarding
11 Zwischenraum für Elektroleitungen 30 mm 11 30 mm cavity for electrical runs
12 Dickholz 85 mm 12 85 mm laminated glued timber
13 Verglasung aus 6 mm + 8 mm SZR + 6 mm VSG 13 double glazing (6 + 8 + 6 mm)
14 Klappe aus Schichtholz, gestrichen 14 laminboard flap, painted

4 1 2 4 2

3 3

7 7

8 8

12 12

5 5 12 12

2 2

5 5 7 7 12 12 13 13

14 14

9 10 911 1012 11 12

5 5

7 7
6 6 4 4

5 5
bb
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG

Kiosk in Pisa

Architekt:
Salvatore Re, Pisa

Entlang der mittelalterlichen Stadtmauer


von Pisa laden vierzehn kleine Kioske
zum Verweilen ein. Sie stellen den ersten
Schritt eines von der Stadt ins Leben ge-
rufenen Projekts zur Aufwertung des ge-
samten Mauerrings dar. Am Nordtor zur Piaz-
za dei Miracoli wird ein Stadtraum, der
bislang von Durchgangsverkehr und Park-
plätzen gekennzeichnet war, durch die
marktähnlichen Verkaufsstände neu belebt
– sein historischer Charakter bleibt dabei
unangetastet. Unaufdringlich aber eigenwillig
fügen sich die kleinen, modernen Kioske
aus Glas, Kupfer und Edelstahl in die Um-
gebung ein. Auf dem Gehweg aufgestellt
bilden die Arbeitsmodule eine dichte Reihe,
die den Verlauf der Stadtmauer akzentuiert,
nachts nehmen Glaslaternen an den Spitzen
den Rhythmus der Zinnen auf. Die Form der
Kioske ist veränderbar: Im geschlossenen
Zustand erscheinen sie als pyramidale Kör-
per; durch das Hochklappen von Paneelen
verwandeln sie sich in offene Schirme mit
umlaufender Auslage und jeweils einem Ver-
kaufsstand darunter.
Das Tragsystem besteht aus von je zwei
Flachprofilen gebildeten Trägern und wird
durch Auskreuzungen innerhalb des Sockels
ausgesteift sowie durch die Kupferblechpa-
neele der Hülle. Schmale klappbare Segmen-
te werden in Kombination mit ausfahrbaren
Glasplatten zu Auslageborden, der Schirm
entsteht aus größeren, von pneumatischen
Druckkolben unterstützten Kippflügeln und
dazwischenliegenden Stoffbahnen.

Unobtrusively, but in their own distinct way,


these 14 small kiosks of glass, copper and
stainless steel stand in a row on the pavement
along the medieval walls of the city. The
scheme forms the first stage of a programme
to upgrade and enliven the entire ring of walls
without affecting their historical character. At
night, the light from the glass lanterns at the
tips of the kiosks echoes the rhythm of the
crenellations. The kiosks have a variable form:
pyramidal in shape when closed, they can
be transformed into umbrella-like objects with
sales stands beneath by folding up the outer
panels. The primary beam structure is braced
by cross-members in the plinth and by the
sheet copper panels forming the skin. Foto: Massimo Lenzo, Pisa
2 Kiosk in Pisa 2000 ¥ 4 ∂

Lageplan Maßstab 1:300


Aufsicht geschlossener Zustand
Aufsicht geöffneter Zustand
Maßstab 1:50

Site plan scale 1:300


Top view of kiosk in closed state
Top view of kiosk in opened state
scale 1:50
∂ 2000 ¥ 4 Kiosk in Pisa 3

Vertikalschnitt Maßstab 1:20


Detail Maßstab 1:5
1 Laterne Kristallglas
2 Primärkonstruktion:
Träger aus Flachstahl 2≈ 90/5 mm
3 Klappflügel:
Sandwichpaneele 40 mm,
Oberfläche vorpatiniertes
Kupferblech 2,5 mm 1
4 Theke Naturstein 40 mm
5 Kristallglasfläche 12 mm
ausziehbar
6 Kippflügel Auslageborde
7 Fußbodenaufbau:
Linoleum 4 mm
auf Metallblech 4 mm
Unterkonstruktion:
Stahlrohr 50/50/3 mm
8 Profil HEA 100 zur Aussteifung
9 Sockel Naturstein 2
10 Regenrinne Kupferblech

Vertical section scale 1:20


Detail scale 1:5
1 crystal-glass lantern
2 primary structure:
beams consisting of
2≈ 90/5 mm steel plates
3 hinged flap:
40 mm sandwich panel with
2.5 mm prepatinated
sheet-copper surface
4 40 mm stone counter
5 12 mm crystal-glass
pull-out display shelf
6 folding display rack
7 floor construction:
4 mm linoleum on
4 mm sheet metal
50/50/3 mm steel SHS bearers
8 Å-beam 100 mm deep as bracing
9 stone plinth
10 sheet copper rainwater gutter

a a

b b

c c

d 8
9 d
4 Kiosk in Pisa 2000 ¥ 4 ∂

2
5
2

10

A 9 aa

bb
8

cc

dd

8
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Jarmers Plads in Kopenhagen

Jarmers Plads in Copenhagen

Architekten:
Brandt Hell Hansted Holscher, Kopenhagen
Projektarchitekt:
Erik Brandt Dam
Mitarbeiter:
Carsten Lassen
Tragwerksplanung:
Berthelsen + Holck A/S

Foto: Jens Lindhe, Kopenhagen


2 Jarmers Plads in Kopenhagen 2000 ¥ 4 ∂

Die aus einem Wettbewerbserfolg hervorge- großen Elementen aus grauem norwegischen Stellen befinden sich anstelle der Granitplat-
gangene Neugestaltung des Platzes vor ei- Granit mit rauer, gehämmerter Oberfläche ten Sockel aus demselben Material, deren
nem Versicherungsgebäude geht in Material- und wurde mit offenen Fugen aufgeständert Oberfläche jedoch feiner gehämmert wurde.
behandlung, Geometrie und Detaillierung ei- verlegt. An der südwestlichen Kante liegt Sie dienen als Sitzbänke und verleihen dem
ne enge Verbindung zur Architektur und den das angrenzende Kopfsteinpflaster tiefer als Platzbelag räumliche Wirkung. Gleichzeitig
Materialien des vorhandenen Baus ein. Die die Plateaufläche. Niedrige Brüstungen fas- sind sie Träger spezieller, für den Platz ent-
Gestaltung des Platzes wurde von mehreren sen den Platz hier zur Straße und gegen ei- wickelter Leuchten. Weitere Beleuchtungs-
sich überlagernden Motiven bestimmt, die nen neben dem Gebäude gelegenen Tiefhof elemente befinden sich entlang der Marmor-
dem Platz eine neue Identität verleihen und im Nordosten. Ihre horizontalen Oberkanten brüstungen unterhalb des Granitbelages und
gleichzeitig das Gebäude um ein im Freien unterstreichen die leichte Neigung des Pla- als Pollerleuchten in unregelmäßiger Anord-
befindliches Foyer ergänzen sollen. Ein Belag teaus um 0,9%. Diese Wände sind mit nor- nung innerhalb eines neugepflanzten Plata-
aus Kopfsteinpflaster wurde in senkrecht wegischem geschliffenen Marmor bekleidet, nenhains. Der geometrisch angelegte Plata-
zur Gebäudehauptrichtung verlaufenden Rei- der aus demselben Steinbruch stammt wie nenhain wird als durchgehendes Blätterdach
hen verlegt und umschließt ein großflächiges die Fassadenbekleidung des Versicherungs- mit den umgebenden Bauten korrespondie-
Plateau, dessen Belag aus Natursteinplatten gebäudes. Eine breite Treppe zur Straße, ren. Die in lockerer Anordnung gepflanzten
sich auf das modulare Raster des Gebäudes die Leuchtenabdeckungen und die Gitterros- Linden schaffen dagegen eine Verbindung
bezieht. Er besteht aus 3,40 x 0,85 x 0,12 m te bestehen aus Messing. An ausgewählten zum angrenzenden Park.

B C
1

A Lageplan Maßstab 1:1500 A Site plan scale 1:1500


B Ansicht Granitsockel B Elevation of granite plinth
Maßstab 1:50 scale 1:50
C Detailschnitte • Detailansicht C Sectional and elevational details
Maßstab 1:20 scale 1:20

1 Sockel aus norwegischem 1 Norwegian Iddefjord


Iddefjord-Granit mit Aussparung granite plinth
für Leuchte with recess for light fitting
2 Abdeckgitter aus Messingprofilen 2 cover grating: 1
10/40 mm 10/40 mm brass strips 3
3 Leuchte 3 light fitting
4 Messinglochblech 2 mm 4 2 mm perforated sheet brass
vor Acrylplatte, opal 3 mm over 3 mm opal acrylic sheet 4
5 Messingprofil 10/25 mm 5 10/25 mm brass strip 5

1 2 5

a
1 4 2 5
3
1

4
a 3

aa
Draufsicht Baumgitter Maßstab 1:50 Plan of tree grating scale 1:50
Schnitt aa Maßstab 1:20 Section aa scale 1:20
∂ 2000 ¥ 4 Jarmers Plads in Kopenhagen 3

In its treatment of materials, geometry and de- quarry as the stone facings to the insurance
tailing, the redesign of this open space estab- building. The horizontal top edges of these
lishes a close relationship with the architecture walls accentuate the gentle slope of the plat-
of the adjoining insurance building, to which eau (about 0.9 per cent). The broad flight
it forms a kind of outdoor foyer. The cobble- of steps leading down to the road is in
stone pavings are laid in rows at right angles brass, as are the lamp coverings and gratings.
to the main axis of the building. They enclose Plinth-like granite benches, housing specially
a broad, elevated “plateau” paved with large designed light fittings, lend the square a three-
grey Norwegian granite slabs (3.40 ≈ 0.85 ≈ dimensional quality. Further lamps are situated
0.12 m), the dimensions of which are related beneath the pavings at the foot of the balus-
to the modular grid of the building. The raised trades, and in bollards which are set irregularly
slabs have a rough-hammered surface and are in a geometrically planted grove of plane trees.
laid with open joints. Low balustrade walls en- The planes will form a leafy canopy that will
close the square next to the road and next to correspond with the surrounding buildings.
a sunken courtyard adjoining the building to Contrasted with this is an irregular arrange-
the north-east. The balustrade walls are clad ment of lime trees that create a link with the
in polished Norwegian marble from the same adjoining park.

1 Granitbelag 120 mm 7
2 Messinglamellen
10/50 mm 9
3 Betonaufkantung
4 Edelstahlblech
10 mm 6 8
5 Lindenstamm
6 Messingblech 4 mm
profiliert
7 Messingprofil
60/15 mm
8 Edelstahlbefestigung
9 Edelstahlprofil
15/50 mm
10 Betonzylinder
11 Messingrost
12 Leuchte
13 Marmorabdeckung
50 mm
14 Marmorbekleidung
30 mm Schnitt Treppe • Details Umwehrung Section through stairs • Balustrade details
Maßstab 1:20 scale 1:20
1 120 mm granite slab 13
pavings
2 10/50 mm brass strips
3 concrete upstand
4 10 mm stainless-steel
sheet bent to shape
5 lime tree
6 4 mm sheet brass
bent to shape
7 60/15 mm brass
flat section
8 stainless-steel
fixing piece 11 14
9 15/50 mm
stainless-steel flat
10 cylindrical concrete
block 10
11 brass grating
12 light fitting b b 12
13 50 mm marble covering
14 30 mm marble cladding bb
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Stadterneuerung in Salemi, Italien

Urban Renewal in Salemi, Italy

Architekten:
Álvaro Siza Vieira, Porto
Roberto Collovà, Palermo
Mitarbeiter: Oreste Marrone, Viviana Trapani,
Ettore Tocco, Giambruno Ruggieri, Francesca
Tramonte, Ketti Muscarella, Marco Ciaccio,
Guiseppe Malventano, Alba Lo Sardo,
Renato Viviano Architekten, Allessandro
D`Amico, Pierangelo Traballi, Angela Argento,
Melchiorre Armata
Tragwerksplanung (Kathedrale):
Sergio De Cola, Palermo

Foto: Roberto Collovà, Palermo


Im Jahr 1968 zerstörte ein Erdbeben große
Teile der sizilianischen Stadt Salemi. Nach
Jahren behördlicher und politischer Widrig-
keiten gelang es den Architekten schließlich,
eine Neuordnung der öffentlichen Stadträu-
me zu realisieren. Die baulichen Maßnahmen
setzen an verschiedenen Punkten innerhalb
des historischen Stadtkerns an. Mit der Ge-
staltung der Wege und der Schaffung neuer
Verbindungen in Form von Treppen und Pas-
sagen gelang es, die Struktur der Stadtan-
lage neu zu organisieren. Der Entwurf der
Architekten reicht von unterschiedlich gestal-
teten Straßenbelägen bis hin zu neuen Stra-
ßenlampen und Geländern, die ein einheit-
liches Erscheinungsbild erhielten.
Im Mittelpunkt des Projektes stand der auf
der Hügelkuppe gelegene Hauptplatz der
Stadt, auf dem das Beben die Kathedrale des
Ortes als Ruine zurückgelassen hatte. Die
zerstörte Kirche wurde nicht wieder aufge-
baut, sondern mit reduzierten gestalterischen
Mitteln in einen öffentlichen Freiraum verwan-
delt. Auf den Fundamenten des Kirchenbaus
entstand ein zentraler Ort für das städtische
Leben, der durch die bühnenbildhaften Mau-
ern der Apsis abgeschlossen wird. Die erhöh-
te Plattform wurde mit einem neuen Belag
versehen und die vormalige Stellung der Säu-
len durch die Platzierung von Sockelsteinen
markiert. Einzelne wieder errichtete Säulen
dienen als Orientierungsmarken, die zueinan-
der in einem großräumlichen geometrischen
Zusammenhang stehen.

In 1968, the Sicilian town of Salemi was deva-


stated by an earthquake. After many years, it
was possible to reorganize the urban spatial
structure by redesigning the network of routes
and creating new stairs and passageways. The
measures ranged from laying various forms of
paving to the installation of a uniform system
of street furniture. The focus of the project
is the main town square where the cathedral
once stood. The ruined church was not rebuilt.
It was integrated into a new stage-like public
space to which the apse now forms a back-
drop. The platform that was once the cathe-
dral floor has been repaved, and the positions
of the former columns are marked by plinth
stones. Individual columns were re-erected as Lageplan Maßstab 1:1500
points of reference. Site plan scale 1:1500
∂ 2000 ¥ 4 Stadterneuerung in Salerni, Italien 2

Details

1 1 1 1
2 2

2 2

Leuchte Maßstab 1:10 Lamp scale 1:10 3 3


3 3
1 Ummantelung Elektrokabel 1 stainless-steel casing to
Edelstahl electric cable
2 Stahlplatte 5 mm 2 5 mm steel plate 4 4
3 Gehäuse Stromanschluss Ø 170 mm 3 170 mm dia. casing for
4 Stahlhohlprofil 60/30 mm power connection
feuerverzinkt 4 60/30 mm galvanized steel RHS
5 Gehäuse Acrylglas Ø 450 mm 5 450 mm dia. perspex lamp housing
6 Abdeckung Stahlblech Ø 450 mm 6 450 mm dia. sheet steel cover

5 56 6 6 6

Geländer Maßstab 1:20 Balustrade scale 1:20 Treppensituation Maßstab 1:100 Staircase situation scale 1:100

1 Stahlrundprofil Ø 40 mm feuerverzinkt 1 40 mm dia. galvanized steel handrail 1 Pietra bianca di Trapani 1 Pietra bianca di Trapani
2 Stahlrundprofil Ø 20 mm feuerverzinkt 2 20 mm dia. galvanized steel post 2 Pflastersteine mit Streifen wie 1 2 stone pavings with strip divisions as 1
3 Flachstahl 50/10 mm feuerverzinkt 3 50/10 mm galvanized steel flat stay
4 Pietra bianca di Trapani 4 Pietra bianca di Trapani

2 2

3 3

4 4
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 4 ∂

Pier in Borghetto Santo Spirito, Italien

Pier in Borghetto Santo Spirito, Italy

Architekt:
Marco Ciarlo, Savona
Mitarbeiter:
Fabrizio Melano, Giampiero Negro
Tragwerksplanung:
Giancarlo Meloni, Marco Sobrero, Altare

Am Strand vor Borghetto Santo Spirito ragen


mehrere Molen ins Meer hinaus. Die größte
davon liegt an der Mündung des Flusses Va-
ratella, misst ungefähr 100 auf 40 Meter und
wirkte bisher wie eine weitläufige und orien-
tierungslose Fläche. Die Neugestaltung als
Pier gibt dem Ort jetzt eine eindeutige Aus-
richtung aufs Meer hinaus und schafft Be-
züge zu den Kränen der Schiffswerften ent-
lang der ligurischen Küste. Die Plattform erin-
nert an das Deck eines vor Anker liegenden
Schiffes. Sie soll zum Treffpunkt und Aufent-
haltsort der Dorfbewohner werden und Raum
für Veranstaltungen bieten. Zwei mit Travertin-
streifen belegte Wege von achtzig Meter Län-
ge bilden mit ihren einfachen Stahlgeländern
die seitliche Abgrenzung zum Strand. Wie
alte Holzstege führen sie geradewegs zum
Meer hinaus. Der dazwischenliegende Platz
ist mit quadratischen hell- und dunkelgrauen
Betonsteinen gepflastert. Kolonnaden aus je-
weils sechzehn neun Meter hohen Å-Stützen
sind im Abstand von fünf Metern aufgestellt
und fassen den Platz räumlich. Jedes zweite
Stützenpaar ist mit einem Stahldach ver-
sehen. Es dient als Wetterschutz für die
geschwungenen, aus »geflochtenen« Metall-
bändern hergestellten Sitzbänke. Die Schein-
werfer an den Stützenköpfen sind so positio-
niert, dass der Schatten des Kunstlichts dem
Schattenwurf bei Tage entspricht. Zum Meer
hin schließen zwei zwölf Meter hohe Licht-
masten den Platz ab und rahmen den Blick
zum Horizont wie ein imaginärer Bildschirm.

The redesign of this roughly 100 ≈ 40 m pier


gives it a clear orientation to the sea and cre-
ates a meeting place for the villagers as well
as a space for various events. Two travertine
paths 80 m long with simple steel railings lead
out towards the sea and demarcate the pier
from the beach. The area between these strips
is paved with light- and dark-grey concrete
slabs. The rows of 9-metre-high Å-section
columns along both edges of the pier create a
sense of spatial definition. Steel canopy roofs
fixed between alternate pairs of columns
provide protection for the woven metal-strip
benches. At the heads of the columns are
spotlights. Two 12-metre-high lighting masts
terminate the space at the sea end and frame
the view to the horizon. Foto: Alberto Piovano, Mailand
2 Pier in Borghetto Santo Spirito, Italien 2000 ¥ 4 ∂

A, B Ansicht • Grundriss Maßstab 1:1000


C, D Ansicht • Aufsicht Maßstab 1:100
E Schnitt Maßstab 1:20

A, B Elevation • Plan scale 1:1000


C, D Elevation • View from above scale 1:100
E Section scale 1:20

C Lageplan Maßstab 1:5000 Site plan scale 1:5000

D B
∂ 2000 ¥ 4 Pier in Borghetto Santo Spirito, Italien 3

Details

1 Rundstahl Ø 16 mm verzinkt 1 16 mm dia. galvanized steel rod


2 Stahlprofil HEB 100 verstärkt 2 reinforced steel Å-beam 100 mm deep
3 Stahlblech 1 mm 3 1 mm steel sheeting
4 60/100 mm steel RHS 6
4 Stahlrohr 60/100 mm
5 Stahlprofil HEB 180 verzinkt 5 galvanized steel Å-section column
6 Scheinwerfer 180 mm deep
7 Stahlprofil HEB 120 verstärkt 6 floodlight
8 Stahlprofil } 50/30 mm 7 reinforced steel Å-beam 120 mm deep
9 Travertinplatten 200/30/1900 mm 8 50/30 mm steel T-section
Mörtelbett 40 mm 9 200/30/1900 mm travertine slabs
Stahlbetonplatte 40 mm bed of mortar
10 Betonplatte bewehrt 125 mm reinforced concrete slab
11 Betonsteine 365/365/90 mm 10 125 mm reinforced concrete slab
Splittbett 40 mm 11 365/365/90 mm concrete paving slabs
Stahlbetonplatte 100 mm 40 mm bed of chippings
100 mm reinforced concrete slab

1
1

3
7

4 2

5
2

10 11
9

E
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 4 ∂

Café do Cais, Porto

Café do Cais, Oporto

Architekten:
Christina Guedes,
Francisco Vieira de Campos, Porto
Tragwerksplanung:
Luis Durão, Paulo Queiroz, Porto

Alte Wohnhäuser, bunt bemalt, säumen das


Ufer des Flusses Douro, der sich malerisch
durch die Altstadt Portos schlängelt. Das le-
bendige Treiben am Kai mit fliegenden Eis-
ständen und Kiosken charakterisiert den idyl-
lischen Ort. In diesem städtebaulichen Kon-
text sollte ein Café entstehen, das – so der
Entwurfsgedanke der Architekten – einerseits
gegenüber seiner Umgebung zurücktreten,
andererseits an die fliegenden Bauten der
Nachbarschaft anknüpfen sollte. Entstanden
ist ein schlichter gläserner Pavillon, der die Lageplan Site plan
Maßstab 1:2500 scale 1:2500
Durchsicht auf den historischen Straßenzug
erlaubt. Sind alle Glastüren an der Südseite
geöffnet, verwandelt sich das Café zu einer
großen, überdachten Terrasse im Freien.
Lediglich zwei Boxen, in denen die Service-
zone für die Bar und der Sanitärbereich inte-
griert sind, erscheinen als massive Körper. In
Form und Größe erinnern sie an die benach-
barten Kioske.
Von Süden aus betrachtet verschwindet der
Pavillon hinter einem weit ausladenden Son-
nensegel. Sitzt man auf der Terrasse des
Cafés, öffnet sich der Blick auf die am Fluss
vor Anker liegenden Boote. Die Segel der
Schiffe und der textile Sonnenschutz stehen
in spannungsvollem Dialog. Aufgesetzt ist der
Pavillon auf eine scheinbar über dem Boden
schwebende Plattform aus Betonfertigteilen,
welche die alte gepflasterte Straße nicht be-
rührt. Auch hier ist das gewünschte Abrücken
des neuen Gebäudes zu seiner historischen
Umgebung gelungen.

The café, in the form of a simple glazed pavil-


ion, is integrated into the lively quayside sur-
roundings along the River Douro in the old city
centre. When all the glass doors on the south
side are opened, the café is transformed into a
large, covered open-air terrace. The only solid
volumes are two boxes housing the service
zone for the bar, and the sanitary facilities.
From the café terrace, visitors have a view of
the River Douro. Viewed from the south, the
pavilion recedes behind a broad awning that
echoes the sails of the ships at anchor on
the river. The pavilion seems to hover above
the ground on a raised platform, consisting
of precast concrete elements. In this way the
new building is also set off from its historical
surroundings. Foto: Luis Ferreira Alves, Porto
2 Café do Cais, Porto 2000 ¥ 4 ∂

Schnitt bb Section bb
Maßstab 1:100 scale 1:100

Ansicht • Schnitt aa Elevation • Section aa


Maßstab 1:200 scale 1:200

c b

a a

Grundriss Plan
Maßstab 1:200 scale 1:200
∂ 2000 ¥ 4 Café do Cais, Porto 3

3 3
4
5

1 9
8 7

10 Schnitt bb
Maßstab 1:10

1 Sonnenschutzkonstruktion Stahlrohr Ø 100 mm


2 Dachaufbau:
Zinkblechdeckung mit Stehfalz
11 Feuchtigkeitssperre
Wärmedämmung druckfest 40 mm
Holzschalung 10 mm
Holzunterkonstruktion
3 Stahlprofil umlaufend ∑ 40/40/5 mm 12
4 Stahlprofil ∑ 120/120/5 mm
mit eingeschweißtem Wasserspeier
5 Regenrinne Zinkblech
6 HEA 120
7 ÅPE 80
8 Sperrholzplatte 10 mm
9 Fensterrahmen und Flügel
aus Stahlprofilen zusammengesetzt
Verglasung ESG 8 mm
10 Edelstahlband
11 Drehstangenschloss Edelstahl
12 Festverglasung ESG 12 mm
13 Holzboden 25 mm auf Holzunterkonstruktion
14 Betonfertigteilplatte 50 mm
d d 15 Betonstreifen 40 mm als Auflager
16 Betonfertigteilplatte 60 mm auf Streifenfundamenten

Section bb
scale 1:10

1 100 mm dia. tubular steel structure for awning


2 roof construction:
sheet zinc covering with standing seams
waterproof membrane
40 mm compression-resistant thermal insulation
10 mm timber boarding
timber bearers
3 40/40/5 mm peripheral steel angle
4 120/120/5 mm steel angle with
water spout welded into opening
5 sheet zinc rainwater gutter
6 Å-beam 120 mm deep
7 Å-beam 80 mm deep
8 10 mm plywood sheeting
9 steel-section window frame and opening light with
8 mm toughened safety glass
10 stainless-steel hinge
11 stainless-steel espagnolette bolt
12 fixed glazing:12 mm toughened safety glass
13 25 mm wood floor boarding on timber bearers
14 50 mm precast concrete slab
15 40 mm concrete bearing strip
16 60 mm precast concrete slab on strip foundations

13 14 15 16

6
4 Café do Cais, Porto 2000 ¥ 4 ∂

1 2 4

Schnitt dd
Maßstab 1:10

Section dd
scale 1:10

1 HEA 120 1 Å-beam 120 mm deep


2 Öffnungsflügel ESG 8 mm 2 opening light with 8 mm safety glass
3 Drehstangenschloss Edelstahl 3 stainless-steel espagnolette bolt
4 Festverglasung ESG 12 mm 4 fixed glazing: 12 mm safety glass
5 Faserzementplatten 20 mm, 5 70/70/5 mm steel SHS with 20 mm
dazwischen Stahlrohr 70/70/5 mm fibre-cement sheeting on both faces
6 Tischauflager ∑-Profile 40/20 mm 6 40/20 mm angle bearer for table
7 VSG 2≈ 4 mm auf ∑-Profil 40/40/5 mm 7 2≈ 4 mm lam. safety glass on
8 Regenrinne Zinkblech 40/40/5 mm angle bearers
in geschweißtem Profil 8 sheet zinc rainwater gutter in
9 Springrollo welded section
10 Faserzementplatte 8 mm 9 spring-operated roller blind
11 ∑-Profil 100/100/8 mm 10 8 mm fibre-cement sheet
12 Sperrholzplatte 20 mm 11 100/100/8 mm angle
mit emailliertem Zinkblech belegt 12 20 mm plywood with
13 Stahlprofil 40/40/2 mm enamelled sheet-zinc covering
14 Aluminiumblech 3 mm 13 40/40/2 mm steel SHS
15 Stahlprofil 80/40/2 mm 14 3 mm sheet aluminium
16 ∑-Profile 70/70/9 mm 15 80/40/2 mm steel RHS
zur Höhenjustierung 16 70/70/9 mm angles for adjusting height
17 Betonstreifen 40 mm als Auflager 17 40 mm concrete bearing strip

Schnitt ee
Maßstab 1:10

Section ee
scale 1:10

5
5

1
1 4
4

6
6
∂ 2000 ¥ 4 Café do Cais, Porto 5

Schnitt cc
Maßstab 1:10

Section cc
scale 1:10

9 1
11 10
8

12

e e
12

13 13 14 15

1 14
16

17
1 © Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG 2000 ¥ 4 ∂

Fahrradunterstand in Sakai-cho, Japan Die unbesetzte Eisenbahnstation liegt unmit- freier Formen, die fließende Räume schaffen.
telbar bei einer kleinen Siedlung. Sie bietet Nachts erzeugen Bodenspots reizvolle Re-
Bicycle Shelter in Sakai-cho, Japan Abstellmöglichkeiten für Autos und Fahrräder flexe auf den gewellten Oberflächen.
sowie Warteräume für Fahrgäste. Die standfesten Einzelkonstruktionen der
Architekt: In naher Zukunft werden auch auf dem bombierten Wellprofil-Stahlbleche vereinen
Shuhei Endo, Osaka gegenüberliegenden Feld Wohnhäuser Wand und Dach. Sie sind über Stahlprofile im
Mitarbeiter: errichtet, sodass der Station eine größere Betonfundament eingespannt und fallweise –
Aoi Fujioka Bedeutung als Kommunikationsort in der vor allem an den freien Kanten – durch quer
Tragwerksplanung: dann durch den Schienenstrang getrennten verlaufende Stahlrohre zusätzlich versteift.
Shinichi Kiyosada, Osaka Gemeinde zukommt. Aufgrund der großen vorkommenden
Der linearen Struktur des Ortes folgend Schneelasten in der Gegend waren Blech-
erstreckt sich die Anlage entlang der Schie- stärken von 2,7 bis 7 mm notwendig.
nen als Kette von siebzehn unterschiedlich Trotz der variantenreichen Ausformung lassen
geformten Wellblechprofilen. Die gestalteri- sich drei Grundtypen festlegen:
sche Offenheit der Anlage signalisiert leichte Die einseitig eingespannten, die zweiseitig
Zugänglichkeit, Austausch und Begegnung. eingespannten und ein torförmig auf Stützen
Sie entsteht durch die bewegte Abfolge aufgelagerter Typ.

Occupying a site next to an unstaffed station, faces. Wall and roof are united in the individual
this linear structure was conceived as a place elements, which are fixed to steel sections
of communication that would link the com- anchored in concrete foundations. Additional
munity at present divided by the railway line. bracing is provided by steel tubes in the
The 17 corrugated steel elements of different longitudinal direction, especially along the free
cross-sections form a series of flowing spaces. edges. In view of the heavy snow loads to
At night, spots let in the ground produce fasci- be expected, steel thicknesses of between
nating lighting effects on the curved metal sur- 2.7 and 7 mm were necessary.

Ansicht Ost • Lageplan Maßstab 1:500 East elevation • Site plan scale 1:500

Querschnitte Cross-sections
∂ 2000 ¥ 4 Fahrradunterstand in Sakai-cho, Japan 2

Vertikalschnitt einseitig
eingespanntes Profil
Maßstab 1:20

Vertical section through roof


fixed along one edge
scale 1:20

9
8

1 keramische Platten 1 ceramic tiles on


im Mörtelbett bed of mortar
2 Stahlbetonfundament 2 reinf. conc. foundation
3 Stahlprofil 3 200/100/5.5/8 mm
Å 200/100/5,5/8 mm steel Å-section
4 Verbindungslasche 4 9 mm connecting plate
d = 9 mm 5 200/200/8/12 mm
5 Stahlprofil steel Å-section
Å 200/200/8/12 mm 6 curved corrugated
6 Stahl-Wellprofil-Tafel galvanized steel
bombiert, galvanisiert sheeting 2.7–7 mm
d = 2,7–7 mm thick (150/50 mm cor-
Welle 150/50 mm rugations) bolted to 5
mit 5 verschraubt 7 bolted lapped joint
7 Blechstoß verschraubt 8 114.3 mm dia. steel
8 Stahlrohr Ø 114,3/6 mm tube 6 mm thick
9 Stahlbügel 9 steel bracket

4 3 2 1

6 5

Foto: Toshiharu Kitajima, Tokio

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