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Kauberater Autoradio

Ein Autoradio war einmal ein Gerät welches Radiosignale


empfängt und verstärkt über die Boxen im Auto wiedergibt.
Sieht man sich an, was man heutzutage in seinem Wagen so
anstellen kann, klingt der Begriff "Autoradio" selbst etwas
veraltet.

Durch die Integration von zusätzlichen Geräten und


Funktionen geht die Entwicklung eher in Richtung "Car-
Entertainment". Vom klassischen Empfang von
Radioprogrammen und die Verkehrsinformationen geht das
Spektrum bis hin zum mobilen Kino. Durch Verbindung mit
dem Navigator bringt das Radio sicher zum Ziel, durch
Anschlüsse für das Handy wird der Wagen zur Telefonzelle.

Da sollte man schon genau wissen, was man will und was
man braucht um nicht den Überblick zu verlieren.

Kaufkriterien
SDVC Bei Geräten mit SDVC (Speed Dependent Volume Control)
passt sich die Lautstärke des Autoradios der
Geschwindigkeit des Autos an.
Rekorderfunktion Mit einer Rekorderfunktion kann ein Autoradio das laufende
Programm mitschneiden und auf Kassette, im MP3-Format
auf einen internen Speicher, eine Flash-Speicherkarte oder
einen USB-Stick speichern.
DSA / DNC Autoradios mit DSA (Dynamic Sound Adjustment) bzw.
DNC (Dynamic Noise Covering) messen den Geräuschpegel
im Fahrzeuginnenraum und passen daraufhin den Klang an
den Lärm und das Rauschen im Innenraum an. Das von
Blaupunkt entwickelte System DNC entlastet den Fahrer von
lästigem Nachregeln. Es stellt automatisch sicher, dass der
hervorragende Klang, den der DSA Max-Equalizer erzielt,
auch während der Fahrt mit konstantem Lautstärkeeindruck
erhalten bleibt.
DCF Autoradios mit DCF Uhr erhalten per Funk die
sekundengenaue Uhrzeit.
DAB/DMB DAB steht für Digital Audio Broadcast, also digitales
Radio. Die Qualität ist dementsprechend gut.
Automatic Station List ASL erstellt automatisch eine Liste der zur Zeit verfügbaren
(ASL) Radiosender und zeigt diese an.
AUX-In An einen AUX-Eingang können theoretisch beliebige
Signalquellen wie CD-Wechsler, MP3- oder MD-Player
angeschlossen werden.
Stationsspeicher Auf den Stationsspeichertasten eines Radios lassen sich
Frequenzen verschiedener Radiosender abspeichern. Damit
entfällt der lästige Sender-Suchlauf. Bei einigen Modellen
werden die Tasten mehrfach belegt.
Klirrfaktor Der Klirrfaktor ist ein Maß für die Verzerrungsfreiheit von
Audiosignalen. In der Regel gilt, je kleiner der Klirrfaktor
bei gleicher Leistung, desto höher die Klangqualität.
Freisprechfunktion Wenn das Autoradio über eine Freisprecheinrichtung
verfügt, kann das Handy via Kabel oder Bluetooth mit dem
Radio verbunden werden. Außerdem muss ein Mikrofon
angeschlossen werden. Das Freisprechen über die HiFi-
Anlage eines Autos ist sehr komfortabel und qualitativ gut,
weil der Ton über die normalen Radioboxen kommt und
daher laut und gut verständlich ist. Außerdem registriert das
Radio jedes Telefonat und stellt dann automatisch die CD
oder das Radioprogramm leise.
Fernbedienung Mit der Fernbedienung kann ein Autoradio auch von den
hinteren Plätzen aus bedient werden. Sehr nützlich speziell
bei Radios mit DVD Playern, für Filme und Videos.
Rauschabstand Der Rauschabstand ist der maximale Abstand des
Musiksignals vom sogenannten Grundrauschen in Dezibel.
Je größer dieser Wert ist, desto höher ist die Qualität des
Autoradios.
Preset-Equalizer Ein "Preset Equalizer" umfasst vom Hersteller gespeicherte
Klangeinstellungen, die beispielsweise eine Bestimmte
Musikrichtung besser klingen lassen. Die Einstellungen
richten sich nach Musikrichtungen wie Rock, Pop oder
Classic.
Navigation Wenn das Autoradio ein integriertes Navigationssystem hat,
sollte man sich zunächst mit dessen Eigenschaften intensiver
beschäftigen. Integrierte Navis haben zwar den Vorteil, dass
sie keine zusätzlichen Kabel benötigen und die HiFi-
Lautsprecher verwenden, wichtiger ist aber, daß das
Navigationssystem qualitativ hochwertig ist. Wenn man die
Informationen auch sehen will, sollte das Radio über ein
großes Display verfügen.
Leistung Bei der Angabe der Leistung sollte man sich nicht von den
Watt-Angaben blenden lassen, denn diese sagen noch nicht
so viel aus. Spricht der Hersteller von "maximaler Leistung"
oder "maximaler Ausgangsleistung", dann handelt es sich
um einen Spitzenwert, den das Gerät allerdings nicht im
Dauerbetrieb bringen kann. Erfolgt eine Leistungsangabe
nach der so genannten DIN 45324 Norm, dann geht es um
die Leistung die das Radio permanent erbringen kann.
Diebstahl Sicherung Leider werden Autoradios auch gestohlen. Deswegen machte
man Autoradios entfernbar. Weil es sehr mühsam ist immer
mit dem Radio durch die Gegend zu marschieren, ging man
dazu über nur die Bedienteile von Autoradios abnehmbar
zu machen. Die meisten modernen Geräte sind mit einem
Sicherheitscode geschützt, der es Dieben erschweren soll,
geklaute Radios wieder in Gang zu setzen. Der Code wird
immer dann abgefragt, wenn das Autoradio vom Strom
getrennt wird. Beim Radiokauf bekommt man deshalb
immer eine Codekarte.
Subwoofer Out Wer im Wagen einen fetten Sound mit donnernden Bässen
haben möchte, kommt oft an einem Subwoofer nicht vorbei.
Dafür muss das Radio über einen Subwoofer Ausgang
verfügen.
VFT-Display Das "Vacuum Fluorescent Display" ist eine "High Tech"
Displaytechnologie, die ein Höchstmaß an Sichtbarkeit und
einen exzellenten Kontrast unter allen Blickwinkeln
gewährleistet.
TV-Tuner Mittlerweile kan man im Auto auch Fernsehen (der Fahrer
nur bei stehendem Fahrzeug). Dazu braucht man entweder
einen separaten oder einen bereits integrierten TV-Tuner.
Man unterscheidet zwischen analogen und digitalen Tunern.
Analoge Tuner empfangen nur wenige Programme und sind
nicht zu empfehlen, weil analoges Fernsehen bald nirgendwo
mehr zu empfangen ist. Digitales Fernsehen (DVB-T)
hingegen ist in immer mehr Bereichen zu empfangen, bietet
eine gute Qualität und viele Programme.
Größe (DIN-Norm) Um den reibungslosen Einbau zu sichern, müssen
Autoradios Standardgrößen haben (Ausnahme: Radios von
Automobilhgerstellern, die bereits in den Neuwagen
integriert sind). Man unterscheidet "DIN-Radios" und
"Doppel-DIN-Radios". DIN-Radios entsprechen alle in etwa
der Größe eines DIN-Radioschachts. Radios, die von der
Schachtgröße geringfügig abweichen, werden mit einem
entsprechenden Einbaurahmen geliefert. Auf Doppel-DIN
Radios ist mehr Platz für einen Bildschirm, auf dem z.B.
Navigationskarten dargestellt werden können.
RDS (Radiodatensystem) RDS ermöglicht die Übermittlung von Nicht-Audio
Zusatzinformation beim Radio-Rundfunk. Mit RDS kann
man einen einmal eingestellten Sender verfolgen, wenn der
Empfang schlechter wird. Das System passt die Frequenz
automatisch an. Über RDS kann ein Sender auch PTY (=
Programme Type) Informationen versenden, zum Beispiel
"Kultur" oder "Rock" oder "Classic". Damit kann das Radio
entsprechend den Hörer Einstellungen automatisch die
richtige Station suchen. Beim EON (= Enhanced Other
Networks) wird Empfang von Verkehrsinformationen
sichergestellt, auch wenn der eingestellte Sender keine
Verkehrsinformationen überträgt. Beim TP (= Traffic
Programme) schaltet das Radio automatisch auf einen
Sender im Empfangsbereich, der Verkehrsinformationen
sendet. Wenn der Verkehrsfunk aufhört, wird
zurückgeschaltet. TA (= Traffic Announcement) sorgt dafür,
dass die Lautstärke automatisch angehoben wird, wenn TP
aktiviert ist und Verkehrsfunk übertragen wird. RT (= Radio
Text) übermittelt einen Text, der vom Radiosender
mitgesendet wird, wie z.B. den Titel des Musikstücks das
gerade läuft. TMC (= Traffic Message Channel) enthält
Stau-Infos und wird entweder im Display angezeigt oder
direkt für die Routenberechnung bei Navigationssystemen
verwendet.
USB-Anschluß Ein USB-Anschluß ist eine sehr praktische Sache, denn er
bietet die Möglichkeit, einen MP3-Player oder USB-Stick
anzuschließen. Damit wird er durchaus zur Alternative für
den CD Wechsler. Mit einem 2 Gigabyte USB-Stick z.B.
kann man so immer 500 - 600 Musikstücke mitnehmen.
Bluetooth Bluetooth ist ein Funkstandard. Er wird in Autoradios
verwendet, um Freisprecheinrichtungen für Handys mit der
HiFi-Anlage zu koppeln oder um Daten mit dem Radio
auszutauschen.