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Die Freimaurer

Entstehung und Geschichte


Im 18. Jahrhundert mit dem Beginn der Aufklärung entstehen zahlreiche
geheime Gesellschaften bzw. Geheimbünde. Einer der bekanntesten ist der
Bund der Freimauerer. Der Freimaurerbund ist entstanden aus der Tradition der
spätmittelalterlichen Gilden der Maurer und Steinmetze. Der Begriff
"Freimaurer" entstand, da sich die Steinmetze und Maurer im Gegensatz zu
den lokal gebundenen Zünften überall, wo große Steinbauten (z.B. Dome)
zeitlich begrenzt niederließen. Diese Zünfte sonderten sich von den übrigen
Handwerkern ab und hüteten ihr Wissen als Geheimnis. Mit der Zeit nahm man
auch Nichthandwerker (gebildete Architekten, Künstler und Verwalter) auf, so
dass aus der Handwerkergilde eine Art Geheimgesellschaft wurde. Die
Werkstätten der Baumeister, die auch als Versammlungsort dienten, nannte
man Loge. Da sie nun jeden Tag auf engstem Raum miteinander arbeiteten,
nannten sie sich mit der Zeit Brüder. Als die großen Dombauten allmählich ein
Ende fanden, entwickelte sich immer mehr eine "spekulative Freimaurerei",
d.h. man begann sich in den Bauhütten Gedanken über Gott und die Welt zu
machen, deshalb wurden die Logen auch bald zum Treffpunkt für Ärzte,
Schriftsteller, Adlige und Theologen. Die Logen wandelten sich allmählich zu
einer mehr geistigen Gemeinschaft, die in Deutschland etwa seit 1736
existiert.

Mozart als Freimaurer:


Mozart war wie es damals in der Wiener gesellschaft nahezu üblich war
Freimaurer. Die Freimaurer betonen stets das Mozart ein engagiertes Mitglied
der Loge war. Man muss jedoch auch sagen, dass es für Mozart wichtig war
Kontakte zu knüpfen um potenzielle Auftraggeber zu finden, was für
freischaffenden Künstler in gewisser Weise existenzsichernd war.

Beispiele für freimaurerische Symbole und Elemente finden sich über die ganze
Oper verstreut:

− Häufigkeit der Zahl Drei: in der Freimaurerei spielt die Drei eine
wesentliche Rolle (drei Grade, Lehrling, Geselle, Meister; drei Prüfungen
für Tamino und Papageno, drei Instrumente, Zauberflöte, Glockenspiel
Panflöte)
− Die drei Prüfungen stellen die freimaurerischen Tugenden der
Schweigsamkeit, der Treue zur Loge und die Erhebung des Eingeweihten
über die Elemente dar; revolutionär ist hier die Einweihung Paminas, da
Aufnahmen von Frauen nur in Schwesternlogen üblich waren
− Der Tempel der Weisheit stellt den Tempel der Freimaurer dar; nach
freimaurerischem Verständnis kann der Mensch nur durch Weisheit (also
Initiation) zu einem wahren Verständnis von Natur und Vernunft finden,
deshalb wird Tamino nur am Tempel der Weisheit geöffnet; des Weiteren
verstehen die Maurer jeden Menschen als Baustein zum Tempel der
Menschheit, jeder Stein muss behauen werden, damit er für den Tempel
Verwendung findet, daraus folgt die Initiation Taminos und Papagenos
− Die Verhüllung von Tamino und Papageno ist typisch für die Einweihung
und Aufnahme in die Loge, aufgenommen werden kann jeder,
unabhängig von Stand, Religion oder Volkszugehörigkeit
− Aufgrund der vorhandenen Analogien zwischen Oper und Ritual in der
Loge ließe sich hier vorbereitend als Beispiel für gesellschaftliche
Umsetzung aufklärerischer Ideen eine kurze sozialgeschichtliche Einheit
zum Thema „Männerbünde im 17. und 18. Jahrhundert“ konzipieren, die
diese Aspekte anspricht und gleichzeitig zum Teil kursierende Irrtümer
und Vorurteile gegenüber solchen Bünden beseitigt

Symbole

Eines der Hauptsymbole ist der Tempel des Salomo, der erste Tempel zu Ehren
Gottes. Er steht als Symbol für die menschliche Gemeinschaft, wo jeder
einzelne Mensch als Stein gesehen wird und nur mit seinen Mitmenschen (den
anderen Steinen) ein kunstvolles Bauwerk darstellt. Die Zusammenkünfte der
Logen nennen die Freimaurer deshalb auch Tempelarbeit, weil dort der Tempel
der Humanität gebaut wird.

Wichtig ist in der Freimaurerei auch die Arbeit an sich selbst. In der Vorstellung
wird man nur durch die ständige Arbeit an sich selbst ein besserer Mensch und
somit der "Perfekte Stein" für den Tempel.

Mit dem Winkelmaß oder Winkeleisen werden die Steine in das Bauwerk
eingefügt. Bei den Freimaurern steht das Winkelmaß für die Treue zu Recht
(rechter Winkel) und Gesetz.

Der Zirkel ist ein anderes Zeichen für den Kreis, das Unendliche und das
immerwährende Geistliche.

Ein Symbol das in Amerika allgegenwärtig ist, da es auf jeder Dollar Note zu
finden ist. Ist das Symbol des "Allsehende Auge". In der Freimaurerei ist es
beispielsweiße auf dem Stuhl des Meisters zu finden. Die Freimaurer sehen
darin die Wachsamkeit Gottes.

Freimaurer betrachten und zelebrieren in ihren Logen (den früheren


Bauhütten) nur die Rituale der alten Werkmeister und verstehen sie als
symbolische Handlungen. Die mittelalterleichen, freien Maurer nutzen die
Zeichen und Symbole zur Erkennung untereinander. Auch eine fachgerechte
Entlohnung wurde durch ein bestimmtes Handzeichen vereinbart. Noch heute
sind die besondere Stellung der Füße oder eine bestimmtes Frage und Antwort
Ritual fester Bestandteil der Logenbrüder in der Verständigung untereinander.
Diese Symbole und Rituale erinnern die Freimaurer der heutigen Zeit immer an
ihre unbedingte Verschwiegenheit.