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Konzernlagebericht

Jahresfinanzbericht
gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz

JoWooD Group

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Konzernlagebericht

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Inhalt

KONZERNABSCHLUSS DER JOWOOD ENTERTAINMENT AG / IFRS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Konzernlagebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Konzernabschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Anhang zum Konzernabschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Bericht des Abschlussprüfers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69

EINZELABSCHLUSS DER JOWOOD ENTERTAINMENT AG / UGB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Lagebericht der JoWooD Entertainment AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Einzelabschluss der JoWooD Entertainment AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 Anhang zum Einzelabschluss der JoWooD Entertainment AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 Bericht des Abschlussprüfers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113

ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115

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Konzernabschluss der JoWooD Entertainment AG / IFRS
Konzernlagebericht Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss Bericht des Abschlussprüfers

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Wirtschaftliches Umfeld/ Ausblick 2010: Wirtschaftliches Umfeld
Wirtschaftliches Umfeld
Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Realwirtschaft waren zu Beginn des Jahres 2009 noch stark spürbar . In der zweiten Jahreshälfte zeigten sich jedoch erste Anzeichen für eine Erholung . Die Interventionen der Zentralbanken sowie Investitions- und Infrastrukturprogramme der öffentlichen Hand konnten die große Verunsicherung auf den Finanzmärkten mindern und die globale Rezession eindämmen . Im Euroraum mehrten sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 die Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft, auch wenn im Gesamtjahr nur mehr eine Wirtschaftsleistung von 0,8 Prozent erreicht wurde . In den Ländern der Eurozone stellte sich die Wirtschaftsleistung sehr unterschiedlich dar, in Irland und Spanien beispielsweise schrumpfte die Wirtschaftsleistung deutlich, in Polen hingegen wuchs die Wirtschaft auch im Jahr 2009 . Für viele Länder Europas wird für 2010 wieder Wachstum erwartet . China und Indien konnten durch Konjunkturprogramme ihr Wirtschaftswachstum festigen und erreichten Raten von 8,7 bzw . 5,6 Prozent .

Ausblick 2010: Wirtschaftliches Umfeld
Der IWF korrigierte seine Konjunkturprognosen für 2010 nach oben, die prognostizierte Wachstumsrate von 3,9%Prozent für die Weltwirtschaft bleibt aber deutlich unter den Werten der Vorkrisenjahre . Etwas gedämpfter sieht die OECD die weitere konjunkturelle Entwicklung . Bezugnehmend auf für Rückschläge anfällige Finanzmärkte und den Verweis auf rückläufige, staatliche Impulse, gibt die OECD nur einen verhaltenen Ausblick auf die Konjunktur der nächsten Monate . So erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – nachdem sich im 4 . Quartal 2009 die Konjunktur in den G7-Ländern belebt habe – eine Verlangsamung des Wachstum für die erste Jahreshälfte 2010 . Allen derzeit verfügbaren Prognosen ist gemein, dass sie mit hoher Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung behaftet sind . Nichts desto trotz dürfte sich die weltweite konjunkturelle Erholung auch im Jahr 2010 fortsetzen, jedoch die Auswirkungen des Einbruchs der Weltwirtschaft 2009 aber noch längere Zeit spürbar sein werden . Somit ist nicht damit zu rechnen, dass eine Rückkehr zu den Niveaus der Vorkrisenjahre bereits im Jahr 2010 erreicht wird .

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Aktienmärkte
Aktienmärkte
Internationale Aktienmärkte
In den ersten Wochen des Börsejahres 2009 setzte sich der Abwärtstrend des vorangegangenen Jahres fort und führte teilweise zu Tiefstständen, die jene aus 2008 nochmals unterboten . Überraschend gute Geschäftsdaten von Finanzdienstleistungsunternehmen und die fortgesetzte Bereitschaft der Notenbanken, Liquidität zur Verfügung zu stellen, führten gegen Ende des ersten Quartals zu einer deutlichen Erholung der Aktienkurse . Verbleibende Unsicherheiten über die konjunkturelle Entwicklung, die Zinsentwicklungen und über souveräne Risiken zeigten sich nicht zuletzt dadurch, dass im weiteren Jahresverlauf der Aufwärtstrend der Aktienkurse immer wieder durch moderate Rückschläge unterbrochen wurde . Der US-Börseindex Dow Jones Industrial konnte im Laufe des Jahres die 10 .000-Punkte-Marke wieder durchbrechen . Der Jahresultimowert 2009 von 10 .428,05 Punkten lag um 18,8 Prozent über dem Wert per Ende des vorangegangenen Jahres, verglichen mit dem Tiefststand per 9 . März 2009 beträgt der Anstieg beachtliche 59,3 Prozent . Maßgeblich gestützt wurde diese Entwicklung nicht nur durch eine positive Entwicklung des Finanzsektors und eine Rückkehr zu gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten, sondern auch durch eine expansive Notenbankpolitik . Die Aufwärtstendenz an den US-Börsen setzte sich bis Jahresende 2009 fort, sodass der Ultimowert des Dow Jones nahe dem Jahreshöchststand lag .

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Europas Börsen konnten sich 2009 durchwegs gut entwickeln, der Eurostoxx 50 hat im Jahresvergleich um 21,0 Prozent zugelegt . Die wichtigen europäischen Börseindizes (DAX, FTSE 100, CAC 40) lagen in einer ähnlichen Bandbreite wie der Eurostoxx 50 . Ähnlich verlief auch die Kursentwicklung am japanischen Aktienmarkt, der Nikkei 225 stieg um 19,0 Prozent an . Die Emerging Markets litten zu Beginn des Jahres 2009 unter der Risikoaversion der Investoren, konnten aber im weiteren Jahresverlauf beachtliche Kurszuwächse erzielen und die etablierten Börsen deutlich outperformen . Nicht zuletzt ist dies auf globaler Ebene darauf zurückzuführen, dass Länder wie China oder Indien von der Wirtschaftskrise weit weniger betroffen waren, als vorweg befürchtet wurde . Besonders getroffen von der Risikoaversion zu Beginn des Jahres waren die CEE-Länder . Der Kurseinbruch konnte aber im weiteren Verlauf des Jahres eindrucksvoll überwunden werden, der in Euro berechnete Osteuropaindex CECE weist für das Gesamtjahr einen Anstieg um 40,5 Prozent auf .

Wiener Börse
Die Wiener Börse hat sich 2009 gut entwickelt . Nach dem starken Rückgang der Kurse im Jahr 2008 konnte der Wiener Leitindex ATX im Jahr 2009 die Indexentwicklung der meisten internationalen Börseplätze klar übertreffen . In den ersten Wochen des Jahres 2009 waren die Kurse an der Wiener Börse, insbesondere aufgrund einer negativen Einschätzung der Entwicklung und der Risikolage in den CEE-Ländern, deutlich gesunken, sodass der im März erreichte Jahrestiefststand des ATX (1 .411,95) um 19,4 Prozent unter dem Stand

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Aktienmärkte
per Ultimo 2008 lag . Die folgende Kurserholung hat den Indexwert im Oktober auf den Jahreshöchststand von 2 .752,39 nahezu verdoppelt . Erneute Unsicherheiten am Markt, insbesondere ausgelöst von der Besorgnis über steigende Länderrisiken, haben in der Folge zu Korrekturen geführt, die auch durch leichte Kursgewinne im Dezember nicht mehr kompensiert werden konnten . Der Jahresendkurs von 2 .495,56 entspricht einem Anstieg um 42,5 Prozent gegenüber dem Ultimostand von 2008 . Die JoWooD Entertainment AG verfolgt einen aktiven und regelmäßigen Dialog mit bestehenden und potenziellen Investoren und Analysten . Als Grundprinzipien gelten hierbei die zeitnahe, offene und umfassende Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern, hohe Transparenz und eine aktive Berichterstattung . Eine transparente Informationspolitik und das Bekenntnis zum österreichischen Corporate Governance Kodex sind integraler Bestandteil der Investor Relations Tätigkeit von JoWooD . Im Geschäftsjahr 2009 wurde bei Meetings, Conference Calls, Roadshows und auf internationalen Messen der Branche zahlreiche Gelegenheiten genutzt, über die Geschäftsentwicklung und Strategie von JoWooD zu informieren .

Die JoWooD-Aktie
Basisinformationen zur JoWooD-Aktie ISIN Wertpapierkürzel Anzahl der Aktien Eigene Aktien Im Umlauf befindliche Aktien Listing an der Wiener Börse Ticker-Symbole AT0000747357 JWD 2 .735 .695 10 .701 2 .724 .994 Prime Market JOWO .VI; JWD AV;

in EUR Höchstkurs Tiefstkurs

2009 14 6,51

2008 14,87 12,20

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Aktienmärkte
Aktienchart der JoWooD Entertainment AG Zeitraum: 2 . Jänner 2009 30 . Dezember 2009

Konzernlagebericht

Aktienchart der JoWooD Aktie mit ATXPrime Overlay (2 . Jänner 2009 bis 30 . Dezember 2009)

Aktionärsstruktur

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Branchenumfeld / Branchenentwicklung
Branchenumfeld / Branchenentwicklung
Allgemeine Marktentwicklung
Bis zum Jahr 2008 war der Wachstumstrend der weltweiten Spielebranche ungebrochen . In den USA, dem wichtigsten Markt der Branche, wurde 2008 noch ein Zuwachs von rund 23 Prozent bei Video- und Computerspielen erzielt . Auch in Österreich konnte eine Umsatzsteigerung von 24 Prozent erreicht werden . Dass die krisenresistente Spielebranche ebenfalls Rückgänge verzeichnen würde, war im Verlauf des Jahres 2009 aus Prognosen hervorgegangen . Grund für diesen Rückgang ist vor allem die hardwaretechnische Sättigung des weltweiten Marktes und der stark erhöhte Verbreitungsgrad der einzelnen Konsolen . In den kommenden Jahren wird sich der Zuwachs tendenziell auf Software für den jeweiligen Konsolentyp beschränken – bis zur Veröffentlichung der mittlerweile achten Konsolengeneration . Im vergangenen Geschäftsjahr 2009 gingen die Umsätze im US-amerikanischen Markt erstmals seit fünf Jahren zurück . Die Gesamtumsätze im Markt für Softund Hardware sanken um rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 19,66 Mrd . US-Dollar . Bei Spielesoftware (PC-, Konsolen- und Handheld-Software) reduzierte sich der Gesamtumsatz laut dem amerikanischen Marktforscher NPD Group um 11 Prozent und belief sich auf rund 10,5 Mrd . Dollar . Der Umsatz bei PC-Games ging um 23 Prozent auf 538 Mio . Dollar zurück . Trotz des schlechten konjunkturellen Umfeldes hat sich die Branche in Deutschland im abgelaufenen Jahr stabil gezeigt . Insgesamt wurden 55,4 Millionen Spiele (2008: 55,6 Mio .) verkauft und damit ein Umsatz von 1,53 Mrd . EUR (2008: 1,56 Mrd . EUR) erzielt . Bei fast gleich bleibenden Stückzahlen bedeutet dies ein leichtes Umsatzminus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, da die Preise um 2 Prozent nachgegeben haben . Der Markt für Hardware entwickelte sich leicht rückläufig . Im abgelaufenen Jahr wurden 4,3 Mio . Spielkonsolen (2008: 4,6 Mio .) verkauft und ein Umsatz von 932 Mio . EUR (2008: 978 Mio . EUR) erzielt . Dabei verschoben sich die Marktanteile zugunsten der stationären Spielkonsolen . In Großbritannien ging der Gesamtumsatz bei Hardund Software um 18 Prozent auf 3,3 Mrd . Pfund zurück . Als besonders krisenfest erwies sich im Geschäftsjahr die Unterhaltungssoftware für die stationären Spielkonsolen Nintendo Wii, Sony PlayStation 3 und Microsoft Xbox 360 . Mit einem Zuwachs von 22 Prozent konnte die aktuelle Konsolengeneration Marktanteile hinzugewinnen . Eingebrochen sind dagegen die Umsätze bei Spielen für mobile Spielkonsolen wie bespielsweise der PSP (–24 Prozent), PC-Spielen (– 11 Prozent) sowie bei Hard- und Software der älteren Konsolengeneration (PlayStation 2, Xbox, Gamecube) . Anhand der Monatsdaten konnten für das Jahr 2009 die Absatzzahlen bei Konsolen in den USA errechnet werden . Mit 11,19 Mio . verkauften Units führt dabei Nintendo DS die Liste an, an zweiten Stelle liegt ebenfalls Nintendo mit der Konsole Wii, die knapp 10 Mio . mal verkauft wurde . Obwohl die PS3 von Sony im Dezember noch

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Branchenumfeld / Branchenentwicklung
rund 50 .000 Units vor der Xbox 360 lag, kommt die Microsoft-Konsole bei der Jahresabrechnung mit 4,77 Mio . abgesetzten Konsolen auf Rang drei . Weltweite Konsolenverkäufe seit Markteinführung

Konzernlagebericht

USA) der Absatz im Jahr 2009 um 8 Prozent auf weltweit 379,3 Millionen Einheiten zurück . Größtenteils ist dies auf den weiterhin schrumpfenden PlayStation-2-Softwaremarkt zurückzuführen, welcher einen Rückgang in den 3 Top-Märkten von weltweit 57 Prozent verzeichnete (US – 56 Prozent; UK – 67 Prozent; Japan – 55 Prozent) . Zu den bekannten Genres zählen Ego-Shooter-Spiele, Adventure-, Strategie- und Rollenspiele sowie Simulations- und Sportspiele . Der Fokus der Gesellschaft im Bereich der eigenen Marken liegt auf den Genres Rollenspiele (RPG), Abenteuerspiele (Adventure Games) bzw . Echtzeitstrategie mit Rollenspielelementen (RPG-RTS) . Um genretechnisch breiter aufgestellt zu sein, werden seit dem Geschäftsjahr 2008 zunehmend Produkte von Dritten (d . h . nicht mit JoWooD verbundenen Unternehmen) akquiriert . Die Spiele werden nicht mehr nur über Computer gespielt, Spiele für Konsolen und Handhelds machten 2009 bereits 65 Prozent aus . Für eine der erfolgreichsten Plattformen, der Wii™ von Nintendo, hat JoWooD das Spiel Yoga für Wii™ entwickelt und Ende des Jahres 2009 erfolgreich am Markt platziert . Der Plattformfokus der Gesellschaft lag bis vor drei Jahren noch traditionell im PC-Bereich, wurde aber entsprechend der Marktentwicklung der vergangenen Jahre sukzessive auf Spielkonsolen verlagert .

Konsole

Nintendo Wii Microsoft Xbox 360 Sony PlayStation 3
Quelle: VGChartz .com

Anzahl der verkauften Units 69 .817 .630 39 .216 .406 33 .756 .045

Marktanteil in %

48,9 % 27,5 % 23,63 %

Branchenentwicklung
Die Spielebranche hat sich seit der Lizenzierung des ersten Videospiels Ende der 1960er Jahre stark gewandelt und stellt sich heute stark diversifiziert dar . Man unterscheidet nicht nur unzählige Spielgenres, sondern auch zahlreiche technische Plattformen, auf denen gespielt wird . Weltweit wird der Umsatz mit Konsolenhardware (Spielsysteme) auf rund 30 Mrd . US-Dollar jährlich geschätzt . Gemäß aktuellen Ergebnissen führender Anbieter von Konsumenten- und Einzelhandelsdaten (NPD Group, GfK Chart-Track und Enterbrain) ging in den 3 größten globalen Märkten für Spielesoftware (Japan, Großbritannien,

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Zukunftsaussichten
In der folgenden Tabelle ist die plattformbasierte Aufteilung des jährlichen Produktportfolios der Gesellschaft von 2008 weg dargestellt:

2010e Releases in Stück Prozentanteil Gesamtveröffentlichungen 69,7 % 30,3 % 100 %

2009 Releases in Stück

2008 Prozentanteil Gesamtveröffentlichungen 33,4 % 66,6 % 100 %

Prozentanteil Releases in Stück Gesamtveröffentlichungen 65 % 35 % 100 % 11 22 33

Anzahl Konsolentitel Anzahl PC-Titel Gesamtanzahl

30 13 43

26 14 40

Zukunftsaussichten
Laut einer Studie von PriceWaterhouseCoopers wird der globale Unterhaltungs- und Medienmarkt bis 2013 jährlich um 2,7 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 1,6 Bio . US-Dollar anwachsen . Für das Jahr 2012 wird die nächste Konsolengeneration am Spielemarkt erwartet und damit ein weiteres Wachstum angenommen . Der Markt für Computerspiele wird bis 2013 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 7,4 Prozent auf 73,5 Mrd . US-Dollar ansteigen . Für die größte Region, EMEA (Europe, Middle East, Africa), wird eine Wachstumsrate von jährlich 6,9 Prozent prognostiziert, damit wird sie 2013 einen Umsatz von USD 25,3 Mrd . erreichen . Für Nordamerika (USA und Kanada) wird eine Wachstumsrate von jährlich 5,8 Prozent bis 2013 und ein Umsatz von USD 21,6 Mrd . erwartet . Der asiatischpazifische Raum wird in den nächsten 5 Jahren weiterhin die am schnellsten wachsende Region sein und 2010 bereits Nordamerika überholt haben, der Branchenumsatz wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von jährlich 9,4 Prozent auf 24,7 Mrd . US-Dollar in 2013 ansteigen . Für Lateinamerika ist bis 2013 ein Anstieg des Umsatzes auf 1,3 Mrd . US-Dollar prognostiziert, was einem Wachstum von jährlich 9,2 Prozent entspricht .

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Strategie und Geschäftsmodell
Auf dem Konsolenmarkt stellten die Marktführer Nintendo, Sony und Microsoft 2005/06 ihre neueste Hardware vor, die über integrierte Online-Funktionen verfügen und so Spieler aus der ganzen Welt vernetzen können . Während die Xbox 360 von Microsoft und die PlayStation 3 von Sony hauptsächlich auf High-Definition-Grafik und hohe Rechenleistung setzen, verfolgt die Wii von Nintendo das Ziel einfacher Bedienung und leicht zu erlernender Konzepte, um auch Anfänger für Konsolenspiele zu begeistern . Im Bereich der PC-Spiele zeigt sich der technische Fortschritt der vergangenen Jahre vor allem in gesteigerter Grafikkartenleistung und Mehrkernprozessoren . Auch hier wird bei der Entwicklung neuer Spiele auf High Definiton Wert gelegt . Die neuen Generationen der Plattformen, die ab 2012 erwartet werden, werden wohl in Zukunft ohne Joysticks oder Controller in den Händen der Spieler auskommen . Mittels Ganzkörperscan werden die Spieler selbst zum Joystick werden . Die Entwicklungstrends der Spielebranche werden von drei maßgeblichen Themen beeinflusst sein: Internet, Mobilität und Familienunterhaltung . Dem Trend zum Vernetzen kommen die Hardwarehersteller mit integrierten Online-Funktionen entgegen, sie setzen besonders auf das Zusammenwirken mehrerer Nutzer, egal ob diese gemeinsam vor dem Bildschirm sitzen oder sich über die ganze Welt verteilen . Das Internet ermöglicht sogenannte Massive(ly) Multiplayer Online Role-Playing Games, an denen mehrere tausend Spieler gleichzeitig teilnehmen können .

Konzernlagebericht

Auf dem Markt der Handhelds wie beispielsweise der Nintendo DS oder der Sony PSP wollen die Hersteller den Nutzern Spiele aller Genres auch für unterwegs zugänglich machen . Die Casual Gamer, eine relativ junge Zielgruppe für Hard- und Softwarehersteller, erwarten Spiele, die sie intuitiv bedienen können . Die Branche hat, unabhängig von Alter und Geschlecht der Nutzer, Spiele wie Karaoke, das Spielen virtueller Musikinstrumente oder das Lösen von Denksportaufgaben entwickelt, die sich vor allem als Familienunterhaltung durchsetzen .

Strategie und Geschäftsmodell
Geschäftsmodell
Die Vermarktung und Positionierung von Eigenmarken stellt das Kerngeschäft von JoWooD dar . JoWooD verfügt derzeit über einen Produktkatalog von rund 150 Titeln, wovon 120 Eigenverlagstitel sind . Die wichtigsten Marken werden als Kernmarken (Core Brands) bezeichnet . Ab dem Jahr 2006 wurde der Kernmarkenpool zunächst auf die profitabelsten Core Brands reduziert, um anschließend nachhaltig Markenpflege (Brand Care) und Markenerweiterung zu betreiben (siehe Beispielgrafik) . Ein Fokus liegt dabei auf sehr bekannten Lizenzen im Bereich der Abenteuerspiele (Adventure Games), wie etwa die Agatha-Christie-Serie .

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Strategie und Geschäftsmodell

Die Brand Care von JoWooD beinhaltet neben den inhaltlichen Erweiterungen (Sequels, Addons) auch den plattformorientierten Ausbau . Das bedeutet, dass der bestehende Inhalt eines Spiels auf neue Konsolen portiert wird, wie etwa auf Nintendo Wii, Sony Playstation 3, Nintendo DS oder Microsoft Xbox 360 . Die so kreierten und erweiterten Eigenmarken werden über das etablierte Vertriebsnetzwerk von JoWooD weltweit an Handelskunden und Vertriebspartner verkauft . Neben dem Eigenmarkenverlag ist das zweite Standbein von JoWooD die Distribution von Fremdtiteln über das eigene Vertriebsnetz . Über die Geschäftsjahre 2008 und 2009 hinweg wurde intensiv in den Ausbau des Netzwerkes und in den Marktdurchdringungsgrad

in Europa und Nordamerika investiert . Dabei ergibt sich ein Synergieeffekt der beiden Geschäftssegmente Eigenverlag (Publishing) und Distribution . Durch den hohen Marktdurchdringungsgrad ist es JoWooD einerseits möglich, das Umsatzpotential der Kernmarken zu verbessern, und andererseits, für Dritte – Publisher und Entwickler – als internationaler Vertriebspartner attraktiv zu sein . Dies optimiert sowohl bei Eigenmarken als auch bei den Vertriebstiteln das Produktportfolio von JoWooD . Zusätzlich ermöglicht diese nachhaltige Strategie eine sehr gute Positionierung bei den Top Playern der Handelsketten . JoWooD kann dadurch eine breite Produktpalette auf größerer Regalfläche anbieten und somit sein Geschäftsvolumen deutlich erhöhen .

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Strategie und Geschäftsmodell
Ein besonderes Asset der JoWooD Gruppe sind die vorhandenen Lizenzen mit allen namhaften Konsolenherstellern, sowohl im europäischen als auch nordamerikanischen Raum . Viele kleinere Dritt-Publisher und Entwickler verfügen nicht über die entsprechend notwendigen Lizenzverträge mit den jeweiligen Konsolenplattformhaltern im nordamerikanischen Raum . Die JoWooD Gruppe, insbesondere die Konzerntochter DreamCatcher Inc ., verfügt über derartige Verträge und kann somit ein zusätzliches Service Ihren Kunden und Lieferanten gegenüber bieten, nämlich das Management und die Durchführung des Submission-Prozesses . Dieser ist unweigerlich Voraussetzung dafür, dass ein Spieletitel im nordamerikanischem Raum auf Konsolenbasis veröffentlicht werden darf . Im Wesentlichen wurde das Geschäftsmodell der Gesellschaft in zwei Segmente unterteilt, die sich hinsichtlich der Urheberrechtssituation voneinander abgrenzen . Sofern JoWooD Entertainment AG Inhaber der Urheberrechte ist, wird es dem Segment „Publishing“ zugeordnet . Wurden andererseits Vertriebs- und Verwertungsverträge über Titel/Produkte mit anderen Publishern/ Entwicklern geschlossen, von denen JoWooD nicht Inhaber der Urheberrechte ist, so werden diese dem Segment „Distribution“ zugeordnet . Die Produkte beider Segmente (Publishing und Distribution) werden über das weltweite Vertriebsnetz von JoWooD vermarktet . JoWooD unterteilt seine geschäftlichen Aktivitäten in die beiden Segmente „Publishing“ und „Distribution“ (Management Approach):

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Segment Publishing (Umsatzanteil 2009: 14,1 Mio. EUR)
Das Segment „Publishing“, das sogenannte Eigenverlagsgeschäft, umfasst die Umsätze mit Spieletiteln, die im Auftrag von JoWooD von Dritten entwickelt und produziert werden . JoWooD finanziert, steuert, überwacht und überprüft den gesamten Produktionsprozess . Dafür erhält JoWooD die Lizenzen bzw . exklusiven Verwertungsrechte für den Verkauf . In weiterer Folge übernimmt JoWooD die Lokalisierung (i .e . die Übersetzung der Spielinhalte [Texte und Sprache] in die verschiedenen Landessprachen) sowie die Fertigung des Produkts und ist darüber hinaus für den Vertrieb und das Marketing verantwortlich . Das Erfolgsrisiko liegt in diesem Segment bei JoWooD . Das Segment „Publishing“ baut auf eigenen Marken und/ oder Lizenzen auf, die auf Basis bestehender Vertriebsstrukturen vermarktet werden . Im Publishing-Bereich gibt es zwei Strategien . Einerseits werden Marken/ Lizenzen/Intellectual Properties, kurz IPs, entwickelt und weiterentwickelt, die aus dem bereits vorhandenen Kernmarken-Pool der Gesellschaft stammen, wie etwa ArcaniA, Die Gilde, Painkiller, SpellForce oder die AgathaChristie-Serie . Die jüngste Marke ist Yoga Wii . Andererseits werden dem Pool Marken/Lizenzen/IPs nach der Durchführung einer internen Markt- und Industrieanalyse auf Titelbasis hinzugefügt und weiter ausgebaut . Im Segment „Publishing“ gilt als Erfolgskriterium die Umsetzung von eigenen kreativen Konzepten, die sich von den Produkten des Wettbewerbs abheben, neue Kundengruppen ansprechen oder Genres erweitern . Die Auswahl geeigneter Entwicklungspartner und die enge Kooperation ist eine Kernkompetenz von JoWooD .

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Strategie und Geschäftsmodell
Die zweite Voraussetzung für den Erfolg ist das konsequente Vermarkten der Spiele bis zum Point of Sale . Der Fokus bei der Auswahl der Spiele liegt auf dem Bereich Kids & Family sowie Casual Games für die Plattformen Nintendo® DS™ und Nintendo® Wii™ . Der Marktentwicklung bei Nintendo® DS™ Produkten Rechnung zollend, wird die JoWooD Gruppe ihre Aktivitäten im Entwicklungs- als auch Distributionsbereich herunterfahren und sich in Zukunft verstärkt den Konsolengeschäft von Sony und Microsoft hinwenden . JoWooD erzielt durch den Mix aus Publishing- und Distributionsgeschäft innerhalb des Produktsortiments eine ausgeglichene Risiko- und Ertragsdiversifikation . In Bezug auf Zielgruppen und Genres ergänzt JoWooD sowohl im Publishing- als auch im Distributionssegment kontinuierlich seine Produkte, um zusätzliche Diversifikationseffekte zu erzielen .

Segment Distribution (Umsatzanteil 2009: 9,9 Mio. EUR)
Das Segment „Distribution“ umfasst Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Spieletiteln, die von sogenannten „Third-Party-Publishern“ produziert wurden . Mit diesen Produzenten schließt JoWooD Distributionsverträge ab und übernimmt den Vertrieb, in einigen Fällen auch das Marketing . Derartige Distributionsverträge können territorial limitiert sein oder mehrere Vertriebsregionen umfassen . Im Verlauf der Geschäftsjahre 2008 und 2009 wurde die Internationalisierung und Expansion des Vertriebes in Nordamerika und Europa durchgeführt und der direkte Marktzugang zu weiteren europäischen Kernmärkten wie Deutschland, Spanien, Großbritannien, Frankreich und Italien forciert . Insbesondere in den europäischen Kernterritorien (Deutschland, Frankreich und Großbritannien) konnte die Gesellschaft durch Abschluss neuer Verträge mit etablierten Vertriebshäusern („Agents“) ihren Marktzugang erweitern . Aus produktstrategischer Sicht werden zusätzlich zum Eigenverlagsgeschäft („Publishing“) gruppenweit „Third-Party-Titel“ akquiriert und betreut . Diese Titel sind komplementär zum bestehenden Portfolio von JoWooD . Sie werden von externen Entwicklern bzw . Publishern weitgehend fertig erworben, um sie über das breit aufgestellte Distributionsnetz von JoWooD zu vertreiben .

Geschäftssegmentvergleich
Grundsätzlich ist das Publishinggeschäft das margenstärkere Geschäftsmodell, da mit Ausnahme der physischen Produktions-, Vervielfältigungskosten und Logistikkosten für CD/DVD bzw . Cartridges sowie entsprechende Lizenzkosten pro Stück bei Konsolentitel keinen wesentlichen variablen Kostenbestandteile zu tragen sind . Bei PC Produkten können damit im Publishingbereich auf das Einzelstück bezogen je nach Höhe des Veröffentlichungspreises Stückdeckungsbeitragsspannen zwischen 65%-85% erzielt werden . Demgegenüber sind im Distributionsgeschäft nur Margen für die Distribution und den Verkauf der Produkte von Dritten erzielbar, welche je nach Konstellation des Geschäfts und abhängig von der Produktart zwischen 10% -25% liegen und damit deutlich geringer sind als im Publishinggeschäft .

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Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2009
Umgekehrt ist das Risiko im gesamten Bereich des Publishinggeschäfts üblicherweise wesentlich höher als im Bereich der Distribution, da wesentliche Vorfinanzierungsleistungen für die Produktentwicklung, Produktbranding und Werbung/Marketing zu tätigen sind . Zusätzlich müssen interne Ressourcen für Produktionssteuerung („Producing“), Qualitätskontrolle und Produktmanagement vorgehalten werden, um eine optimale Produktion und Vermarktung sicherstellen zu können . Das Distributionsgeschäft verlangt in Einzelfällen gewisse Stückgarantien zugunsten des Lieferanten, die Höhe dieser Garantien sowie der Zeitraum einer etwaigen Kapitalbindung durch Anzahlungen sind jedoch wesentlich geringer als im Publishinggeschäft . Die JoWooD Entertainment AG sieht in einem Mix aus Publishing- und Distributionsgeschäft innerhalb des Produktsortiments eine bessere Möglichkeit der Risikound Ertragsdiversifikation gegeben als bei reiner Verfolgung von Publishingaktivitäten . Durch die weitgehende Komplementarität des Publishingbereichs und des Distributionsbereichs in Bezug auf Zielgruppe und Genre/Content ergibt sich auch auf der produktspezifischen Seite ein zusätzlicher Mix und Diversifikationseffekt . Die JoWooD Entertainment AG beabsichtigt diese Produktpositionierung im Geschäftsjahr 2010 weiter zu forcieren und zu verstärken .

Konzernlagebericht

Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2009
Wie in den Vorjahren 2007 und 2008 konnte auch das Geschäftsjahr 2009 mit zufriedenstellen Gewinn abgeschlossen werden . Dies ist insbesondere erfreulich, da das Geschäftsjahr 2009 maßgeblich von diversen Reorganisationsmaßnahmen im vertrieblichen Bereich gekennzeichnet war . Ausgewählte Meilensteine im operativen Bereich des Geschäftsjahres 2009: - Im 3 . Quartal und 4 . Quartal 2009 wurde die umsatzwirksame Aufnahme der Direktvertriebsaktivitäten unter Berücksichtigung des Agent-Modells in den europäischen Kernterritorien Frankreich und Großbritannien aufgenommen . - Zahlreiche Neukunden konnten im Geschäftsjahr 2009 akquiriert und für die JoWooD Gruppe gewonnen werden u .a . in der Schweiz, Spanien/Portugal und Italien . Im nordamerikanischem Markt konnten ebenfalls die bestehenden Accountbeziehungen – insbesondere im Konsolengeschäft – optimiert und erweitert werden . - Gründung der ukrainischen Tochtergesellschaft (100%) LLC JoWooD Eastern Europe mit Sitz in Kiev, Ukraine im 4 . Quartal 2009 .

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Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2009
2009 Veränderung in % 2008

Umsatzerlöse v . Retourenrückstellung EBIT Finanzergebnis Jahresüberschuss

25 .330

1,2%

25 .035

2 .134 (892) 1 .206

7,9% (8,2%) 20,6%

1 .978 (972) 1 .000

2009 2008 2007 2006 Eigenkapital 28 .121 26 .665 26 .096 10 .579 Entwicklungs- 3 .373 4 .052 5 .931 5 .430 kosten CapEx-Rate 12% 15% 23% 51% Umsatz 25 .330 25 .035 22 .833 15 .204 CapEx-Turnover 751% 681% 385% 280% Die zentralen Leitlinien bilden somit die konsequente Steigerung der ertragsmäßigen Abschöpfung des investierten Kapitals, einerseits durch fortführende und tiefgreifende Marktdiversifikation, wie in den Vorjahren, andererseits durch die kontinuierliche Verstärkung der Vertriebsstrukturen . Wie oben erwähnt konnte die JoWooD Gruppe in den europäischen Kernterritorien Frankreich und Großbritannien ihre Strategie „näher zum Endkunden“ und Hinwendung zum Direktdistributionsgeschäft durch Abschluss wesentlicher Verträge mit etablierten Vertriebshäusern – gemessen an der Marktabdeckung als auch am historischen Track-Record – verwirklichen . Diese 2009 gestarteten Kooperationen werden vollumfänglich im Geschäftsjahr 2010 wirken und positiv auf die Umsatzentwicklung 2010 wirken . Auch im nordamerikanischen Markt konnten entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft vollzogen werden . So konnte insbesondere die Konzernztochter DreamCatcher Inc .(Umsatz 10 .713 TEUR) ihren bestehenden Marktzugang – vorallem im Konsolenbereich – im besonderem Ausmaß im 2 . Halbjahr 2009 steigern . Diese Entwicklung hat auch im 1 . Quartal 2010 eine Fortsetzung durch Abschluss direkter Listungsverträge mit namhaften amerikanischen Retailern eine Fortsetzung erfahren .

Umsatzerlöse
Der Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2009 beträgt 25 .330 TEUR (Vorjahr: 25 .035) . Somit konnte auch 2009 das zufriedenstellende Umsatzniveau des Vorjahres erreicht werden . Höchst erfreulich entwickelten sich hierbei die internen Kennzahlen Capex-Rate- als auch Capex-Turnover-Rate . JoWooD verfolgt im Rahmen der Neuplanung von Investitionen in Spieletitel (Entwicklungen) ein Benchmarking Konzept, welches Ertragschancen und Risiken (Bilanzrisiken) kontrolliert, misst und steuert . Auch im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 wurde die Investitionspolitik der vergangenen 4 Geschäftsjahre kontinuierlich fortgeführt: Beschränkung der Investitionsmittel auf profitable Projekte (CapEx-Rate=Investitionen pro Jahr in Prozent des Eigenkapitals) bei gleichzeitiger Maximierung der Abschöpfung des Umsatzpotentials (CapEx-Turnover=Umschlagshäufigkeit des jährlich investierten Kapitals) . Untenstehende Abbildung stellt die Entwicklung dieser Kennzahlen über den Verlauf der letzten 4 Geschäftsjahre dar:

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Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2009
EBIT
Das operative EBIT beträgt 2 .134 TEUR (Vorjahr: 1 .978 TEUR) und konnte gegenüber dem Vorjahr um 8% gesteigert werden . Die daraus resultierende EBIT-Marge beträgt 8,4 % (Vorjahr: 7,9%) . Das intern gesetzte Ziel der Erzielung einer EBIT-Marge im zweistelligen Prozentbereich konnte somit nicht erreicht werden . Obwohl von der allgemein konjunkturellen Lage weites gehend unabhängig operierend, konnte sich die JoWooD Gruppe dem negativen wirtschaftlichen Umfeld im Jahr 2009 nicht ganz entziehen . So war die Gruppe im Geschäftsjahr 2009 auf Grund der bestehenden Unsicherheit des Einzelhandels im Hinblick auf die weiteren Konsumsausgaben der Privathaushalte mit einem veränderten Bestellverhalten konfrontiert, welches gekennzeichnet war durch geringere Bestellvorlaufzeiten und Bestellungen auf Sicherheitsbestandsniveau . Beginnend mit dem 4 . Quartal 2009 entspannte sich in Folge der Veröffentlichung zuversichtlich stimmender volkswirtschaftlicher Zahlen bezüglich der weiteren Entwicklung der Konsumsausgaben sowie der über Erwartungen liegenden Ergebniszahlen einzelner Vertreter des Einzelhandels die Lage zusehends .

Konzernlagebericht

Positiv auf das EBIT 2009 wirkten sich vor allem die gesunkenen Personalaufwendungen im Vertriebs – und Verwaltungsbereich aus . Diese lagen im Geschäftsjahr 2009 mit TEUR 831 unter dem Niveau des Vorjahres . Ergebnisbelastend sind allen voran die um TEUR 756 auf TEUR 2 .926 (Vorjahr: TEUR 2 .170) gestiegenden Werbeaufwendungen – vor allem im Zuge des Release des Spieletitels Yoga Wii – zu nennen, sowie Wertberichtigungserfordernisse im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw . den sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 459 (Vorjahr: TEUR 288) . Die Gruppe wird auch weiterhin an einer restriktiven Kostensenkungs-politik festhalten .

Weitere Entwicklung der Gesellschaft
Das Jahr 2010 steht u .a . im Zeichen von „ArcaniA: Gothic 4“, des zügigen Ausbaus des Segments Distribution und der Vertiefung und Intensivierung der 2009 neugeschaffenen Kundenbeziehungen . „ArcaniA: Gothic 4“ wird im Herbst/Winter 2010 veröffentlicht werden . Bislang erhaltenes Feedback auf diesen Titel stimmen das Management zuversichtlich im Jahr 2010 Umsatz als auch Jahresüberschuss im Vergleich zu 2009 zu steigern . Die ebenfalls 2009 gesetzten Schritte im Bereich der Distribution, mit dem Ergebnis, dass sich die JoWooD Gruppe als Distributionspartner vieler kleinerer Publisher und Entwickler etablieren konnte, verspricht für 2010 und des bis dato gesicherten Kataloges ebenfalls Steigerungspotential im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 . Im 1 . Quartal 2010 konnten zudem weitere Direktlistungsverträge im nordamerikanischen Markt abgeschlossen werden . Ebenfalls positiv auf die weitere Geschäftsentwicklung wird sich die Aufnahme des operativen Geschäft der Neugründung der JoWooD

Eigenkapital EBIT EBIT-Marge

2009 2008 2007 2006 28 .121 26 .665 26 .096 10 .579 2 .134 1 .978 2 .485 1 .605 8,4% 7,9% 10 .9% 10,6%

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Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2009/ Sonstige Angaben
Eastern Europe Distribution auswirken . Auf Grund dieser Entwicklungen im Bereich der Distribution und des vielversprechenden Release von „ArcaniA – Gothic 4“ geht das Management von einem organischen Wachstum über 10% bei Umsatz und Ergebnis aus .

Sonstige Angaben
Risikomanagement
Das Ziel des Risikomanagements der JoWooD Gruppe, als international operierende Unternehmensgruppe, besteht in der Absicherung bestehender und der Identifikation und Analyse zukünftiger Ertragspotenziale . Zur Erfassung und Auswertung wird ein zentral geführtes Controlling eingesetzt das den Verantwortlichen der JoWooD Gruppe die Methoden und Werkzeuge zur Identifizierung und Beurteilung von Risiken zur Verfügung stellt . Die jeweiligen Geschäftseinheiten, die auch für das Risikomanagement zuständig und verantwortlich sind, kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Controlling . Dort findet eine bereichsübergreifende Einordnung, Auswertung und Beurteilung statt . Darüber hinaus werden auch Maßnahmen zur Minimierung der Unternehmensrisiken erfasst . Erstellte Risikoanalysen in regelmäßigen Abständen werden dem Vorstand und den zuständigen Geschäftsführern vorgelegt . Das Risikomanagement der JoWooD Gruppe zeigt mögliche Ereignisse und Entwicklungen systematisch auf und regelt den Umgang mit potenziellen Risiken, aber auch Chancen . Der Fokus liegt dabei auf Marktund Wettbewerbsrisiken und unklaren Rechtslagen, die den Unternehmenserfolg beeinflussen können . Auf Unternehmensebene werden Risiken und Chancen regelmäßig analysiert und wirkungsvolle Maßnahmen zur Reduktion beziehungsweise Wahrnehmung gesetzt . Die Auswirkungen von Planabweichungen werden unter anderem durch Szenarienberechnungen evaluiert .

Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2009
In der Aufsichtsratssitzung vom 1 . April 2009 der JoWooD Entertainment AG wurde Mag . Klemens Kreuzer zum Finanzvorstand der Gruppe bestellt . Die Bestellung dient der Verstärkung des Vorstands der Gesellschaft, um der weiteren nationalen und internationalen Expansion der Gruppe Rechnung zu tragen . Am 28 . Mai 2009 wurde die Gesellschaft über folgende Beteiligungsänderung gemäß § 91 BörseG informiert: Die Erste-Sparinvest KAG hält nach einem Aktienkauf mit Buchungsdatum 27 . März 2009 insgesamt 176 .245 Aktien der JoWooD Entertainment AG und verfügt somit über 176 .245 Stimmrechte, dies entspricht einem Anteil am Grundkapital und an den Stimmrechten von 6,44 Prozent . In der 9 . ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 1 . Juli 2009 wurde die Umfirmierung der Gesellschaft in „JoWooD Entertainment AG“ (und entsprechender Satzungsänderung) sowie die Verlegung des Sitzes der Gesellschaft nach Wien beschlossen .

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Sonstige Angaben
Aus der Gesamtheit der Einzelrisiken leitet sich die Gesamtrisikosituation der JoWooD Entertainment AG ab . Die JoWooD Entertainment AG ist neben dem österreichischen Markt international in weiteren globalen Märkten aktiv, womit sowohl eine sektorale als auch eine breite geografische Diversifikation gegeben ist . Darauf aufbauend werden Maßnahmen zur Risikoreduktion und -vermeidung bestimmt, umgesetzt und in weiterer Folge deren Wirkung evaluiert . Das Risikomanagement des Segments Publishing wird durch ein Gremium gesteuert, das sich aus den Vorstandsmitgliedern und den Geschäftsführern allfällig involvierter Tochtergesellschaften zusammensetzt . Nach der Bewertung der Risiken und der Einstufung nach Gefährdungsgraden werden Aktivitäten zur Risikobewältigung abgeleitet und umgesetzt . Als Kontrollinstrument erhält der Vorstand und das Management einen regelmäßigen Statusbericht . Aus der Gesamtheit der für die JoWooD Entertainment AG identifizierten Risiken werden nachfolgend die wichtigsten Risikokategorien bzw . Einzelrisiken erläutert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen können . Mit diesen Angaben wird auch die im Österreichischen Corporate Governance Kodex verlangte Offenlegung der Risiken und Ungewissheiten erfüllt .

Konzernlagebericht
Investitionsrisiken
Das Investitionsrisiko im gesamten Bereich des Publishinggeschäfts ist üblicherweise wesentlich höher als im Bereich der Distribution, da wesentliche Vorfinanzierungsleistungen für die Produktentwicklung, Produktbranding und Werbung/Marketing zu tätigen sind . Zusätzlich müssen interne Ressourcen für Produktionssteuerung („Producing“), Qualitätskontrolle und Produktmanagement vorgehalten werden, um eine optimale Produktion und Vermarktung sicherstellen zu können . Das Distributionsgeschäft verlangt in Einzelfällen gewisse Stückgarantien zugunsten des Lieferanten, die Höhe dieser Garantien sowie der Zeitraum einer etwaigen Kapitalbindung durch Anzahlungen sind jedoch wesentlich geringer als im Publishinggeschäft . Die JoWooD Entertainment AG sieht in einem Mix aus Publishing- und Distributionsgeschäft innerhalb des Produktsortiments eine bessere Möglichkeit der Risikound Ertragsdiversifikation gegeben als bei reiner Verfolgung von Publishingaktivitäten . Durch die weitgehende Komplementarität des Publishingbereichs und des Distributionsbereichs in Bezug auf Zielgruppe und Genre/ Content ergibt sich auch auf der produktspezifischen Seite ein zusätzlicher Mix und Diversifikationseffekt . Die JoWooD Entertainment AG konnte diese Produktpositionierung im Geschäftsjahr 2009 weiter forcieren und verstärken . Um diesen Risiken weiter entgegenzuwirken, verfolgt die Gesellschaft im Rahmen der Neuplanung von Investitionen in Spieletitel (Entwicklungen) ein Benchmarking Konzept, welches Ertragschancen und Risiken (Bilanzrisiken) kontrolliert, misst und steuert . Das Wachstum

Markt- und Wettbewerbsrisiken
Prinzipiell sind sowohl die gesamte Industrie, als auch die einzelnen Märkte in denen JoWooD aktiv ist, durch eine hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet .

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Sonstige Angaben
der JoWooD Gruppe erfolgt innerhalb eines durch das Management definierten und konsequent verfolgten Performance Rahmens . Die Leitlinie des Wachstums bildet die konsequente Steigerung der ertragsmäßigen Abschöpfung des investierten Kapitals durch Marktdiversifikation und Verstärkung der Vertriebsstrukturen . Gleichzeitig ist die relative und absolute Höhe des auf Jahresbasis investierten Kapitals innerhalb bilanzieller Rahmenbedingungen, die als Risikomaßstab fungieren, definiert und somit nicht von der reinen Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln für Investitionszwecke abhängig . Reines „Wachsen durch Ausgeben“ ist aus Sicht des Managements keine nach-haltige, gesunde Form der Unternehmensentwicklung . Effekte aus Währungsumrechnungen im Zuge der gruppenweiten Konsolidierung durch entsprechende Positiveffekte im Finanzergebnis kompensiert werden . Per Bilanzstichtag 31 .12 .2009 waren keine Absicherungsgeschäfte zu berücksichtigen .

Kreditrisiko
Das Kreditrisiko wird von der JoWooD Gruppe laufend überwacht; es besteht aus Sicht des Managements weder bei Vertragspartnern noch bei einzelnen Finanzinstrumenten ein wesentliches Kreditrisiko .

Werthaltigkeit des Vermögens
Die JoWooD Gruppe überprüft in regelmäßigen Abständen die Werthaltigkeit des Vermögens, insbesondere die Unternehmensbeteiligungen . Im Zuge von Wertminderungstests, die zumindest einmal im Jahr und immer dann, wenn interne oder externe Ereignisse es notwendig machen, durchgeführt werden, wird jede Gesellschaft auf Basis der vorliegenden Businesspläne einer eingehenden Prüfung unterzogen .

Finanzwirtschaftliche Risiken
Die JoWooD Gruppe ist Liquiditäts-, Ausfalls-, Währungs-, Transfer- und Zinsrisiken ausgesetzt . In Anspruch genommene Instrumente der mittel- und langfristigen Finanzierung in jeweils unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen können diese Risiken lediglich eingrenzen . Um die Zahlungsfähigkeit sowie finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln gehalten .

Personal
Eine etwaige Anpassung des Personalstandes an mögliche Änderungen des künftigen Geschäftsvolumens kann theoretisch durch die Unternehmensführung beeinflusst werden, wobei derartige Maßnahmen als absolut letztes Ressort dienen, zumal die Belegschaft der JoWooD Gruppe zu den wesentlichen Treibern des Unternehmenserfolgs der vergangenen vier Geschäftsjahren gehört .

Währungsrisiko
Gewisse Währungsrisiken existieren im Bereich der Umsätze mit US-amerikanischen sowie britischen Unternehmen, beziehungsweise mit Unternehmen aus dem asiatischen Raum, welche vorwiegend in US-Dollar fakturiert werden . Um negativen Währungseinflüssen zu begegnen bzw . diese in Zukunft zu kompensieren, wurde beginnend mit dem 4 . Quartal 2007 mit klassischen Absicherungsgeschäften gegen Währungsrisiken begonnen . Dadurch sollen in Zukunft negative

Technisches Risiko
Höhere Gewalt, menschliches Versagen sowie mangelhafte Materialien können Schäden an der technologi-

22

Sonstige Angaben
schen Infrastruktur der JoWooD Gruppe verursachen . Der technologische Wandel löst zudem Risiken aus, die sich aus einer raschen Überalterung der Infrastruktur ergeben . Um eine höchstmögliche Datensicherheit und Ausfallssicherheit zu gewährleisten, werden gruppenintern wirksame Instrumente eingesetzt .

Konzernlagebericht

Bezüglich der Offenlegungspflicht gemäß §243a UGB gibt der Vorstand folgende Information: • Offenlegung über einen Aktienanteil von Vengrowth Asset Management Inc . in der Höhe von mehr als 10% gemäß §243a UGB Z 3 . • Offenlegung der Möglichkeit des Vorstandes Aktien auszugeben gemäß §243a UGB Z 7 . In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 22 . April 2008 wurde die in der Hauptversammlung vom 28 . Mai 2002 beschlossene bedingte Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 159 Abs 2 Z 3 AktG um höchstens TEUR 250, sowie die in der Hauptversammlung vom 6 . Juli 2006 erteilte Ermächtigung des Vorstandes gemäß § 159 Abs 3 AktG das Grundkapital bis längstens 28 . August 2011 um höchstens TEUR 700 bedingt zu erhöhen, widerrufen und die gleichzeitige neuerlich bedingte Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 159 Abs 2 Z 3 AktG beschlossen . Demnach ist das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 3 AktG um höchstens EUR 490 .000,-- bedingt erhöht durch die Ausgabe von höchstens 70 .000 auf den Inhaber lautenden Nennbetragsaktien im Nominale von je EUR 7,-- wobei diese Erhöhung nur insoweit durchgeführt werden darf, als Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens die ihnen eingeräumten Aktienoptionen ausüben und von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen . Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung sind für das laufende Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden, dividendenberechtigt . Der Ausgabebetrag je Aktie entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs

Zahl der Arbeitnehmer
Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Arbeitnehmer für den Konzern 78 (Vorjahr: 112) .

Grundkapital
Das Grundkapital zum Bilanzstichtag beträgt EUR 19 .149 .865 (Vorjahr: EUR 19 .149 .865) und ist zerlegt in 2 .735 .695 auf Inhaber lautende Nennbetragsaktien (Vorjahr: 2 .735 .695) zu Nominale Euro 7,-- . Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und gleiche Rechte verbriefen . Genauere Angaben zum Aktienoptionsprogramm der JoWooD Entertainment AG sind im Konzernanhang unter Abschnitt X Punkt 5 auf Seite 65 zu finden .

Offenlegungspflicht gemäß §243a UGB
Das Grundkapital der JoWooD Entertainment AG beträgt zum Bilanzstichtag EUR 19 .149 .865 und ist in 2 .735 .695 (Vorjahr: 2 .735 .695) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) zu einem Nominale von je EUR 7,-- geteilt . Weitere Aktiengattungen bestehen nicht . Jede Aktie der JoWooD Entertainment AG gewährt eine Stimme (one share – one vote) . Aktien mit Mehrfach- oder Vorzugsstimmrechten bestehen nicht .

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Sonstige Angaben
der Aktien der Gesellschaft an den neunzig Handelstagen vor Zuteilung der Optionen, zumindest aber dem Nennbetrag . Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen . In der ordentlichen Hauptversammlung vom 25 . Juni 2008 wurde dem Vorstand die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG erteilt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert je Aktie zum jeweiligen Ankaufszeitpunkt innerhalb einer Bandbreite von +/- 30% des für den jeweiligen Tag berechneten Durchschnitts der Schlusskurse der Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse an den jeweils vorangegangenen 30 Börsentagen zu liegen hat, mit der Verpflichtung des Vorstands gemäß § 65 Abs 1a AktG, den Beschluss sowie das jeweilige Rückkaufprogramm und insbesondere dessen Dauer zu veröffentlichen . Die Bekanntmachung gemäß §§ 4 und 5 der Veröffentlichungsverordnung 2002 erfolgte am 10 . Dezember 2008 . Sonstige Offenlegungspflichten bezüglich §243a UGB bestehen keine . Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden . Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht .

Der Vorstand der JoWooD Entertainment AG

Wien, am 6 . Mai 2010

Dr . Albert Seidl CEO

Mag . Klemens Kreuzer CFO

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Konzernabschluss

JoWooD Entertainment AG, Wien Gewinn und Verlustrechnung zum 31-12-2009 Konzern IFRS
2009 EUR 1 . Umsatzerlöse Brutto 2 . Standardretourenrückstellung 3 . Umsatzerlöse Netto 4 . Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 5 . Bruttoergebnis vom Umsatz vor Abschreibungen der Spieletitel 6 . Abschreibungen der Spieletitel 7 . Bruttoergebnis vom Umsatz nach Abschreibung der Spieletitel 8 . Sonstige betriebliche Erträge 9 . Vetriebskosten 10 . Verwaltungskosten 11 . Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 . Betriebsergebnis (EBIT) vor Restrukturierung 13 . Restrukturierungserträge 14 . Restrukturierungsaufwendungen 15 . Ergebnis aus Restrukturierung 16 . Betriebsergebnis (EBIT) nach Restrukturierung 17 . Finanzertrag 18 . Finanzaufwand 19 . Finanzergebnis 20 . Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) 21 . Ertragssteuern 22 . Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 23 . Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 24 . Zwischensumme 25 . Währungsumrechnung 26 . Jahresergebnis vor Minderheiten und Rücklagenveränderung 27 . Vereinfachte Kapitalherabsetzung 28 . Auf Anteile in Fremdbesitz entfallende Ergebnisse 29 . Konzernergebnis 25 .330 .252,97 -1 .038 .081,16 24 .292 .171,81 -10 .828 .343,49 13 .463 .828,33 -2 .907 .628,73 10 .556 .199,60 751 .191,22 -4 .899 .022,81 -3 .385 .144,07 -887 .752,33 2 .135 .471,61 0,00 -1 .146,84 -1 .146,84 2 .134 .324,77 109 .605,35 -1 .001 .972,88 -892 .367,53 1 .241 .957,25 -36 .331,04 1 .205 .626,20 0,00 1 .205 .626,20 0,00 1 .205 .626,20 0,00 419,19 1 .206 .045,39 2008 EUR 25 .035 .157,86 -1 .168 .960,82 23 .866 .197,04 -9 .327 .555,41 14 .538 .641,63 -3 .594 .528,84 10 .944 .112,79 1 .423 .084,77 -4 .895 .139,78 -3 .433 .784,95 -2 .060 .274,52 1 .977 .998,31 0,00 0,00 0,00 1 .977 .998,31 188 .392,96 -1 .160 .787,88 -972 .394,92 1 .005 .603,39 -5 .578,09 1 .000 .025,30 0,00 1 .000 .025,30 0,00 1 .000 .025,30 0,00 5 .027,81 1 .005 .053,11

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JoWooD Entertainment AG, Wien Bilanz zum 31-12-2009 Konzern IFRS
2009 EUR AKTIVA A . LANGFRISTIGES VERMÖGEN 1 . Langfristige Vermögenswerte a . Immaterielle Vermögenswerte b . Spieletitel c . Marken 38 .696,36 11 .951 .384,80 2 .495 .179,67 14 .485 .260,83 2 . Firmenwert 3 . Sachanlagen 4 . Aktive latente Steuern 5 . Wertpapiere 6 . Beteiligungen 10 .072 .189,46 128 .970,50 3 .653 .205,50 500 .000,00 28 .839 .626,29 26 .239,90 11 .154 .853,06 2 .542 .526,05 13 .723 .619,01 10 .072 .189,46 165 .064,87 3 .653 .205,50 500 .000,00 28 .114 .078,84 B . MEZZANINKAPITAL 1 . langfristige nachrangige Kreditverbindlichkeiten 3 .521 .162,53 3 .688 .051,71 2008 EUR PASSIVA A . EIGENKAPITAL 1 . Grundkapital 2 . Kapitalrücklagen 3 . Eigene Anteile 4 . Gewinnrücklagen 5 . Währungsumrechnung Zwischensumme 6 . Minderheitenanteile 19 .149 .862,02 889 .845,06 -86 .707,77 8 .240 .786,02 -82 .611,03 28 .111 .174,31 9 .373,48 28 .120 .547,79 19 .149 .865,00 889 .845,06 0,00 7 .035 .579,01 -419 .324,42 26 .655 .964,65 8 .951,31 26 .664 .915,96 2009 EUR 2008 EUR

B . KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 1 . Vorräte 2 . Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 . Forderungen geg . Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 4 . Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 5 . Bankguthaben und Kassabestände 6 . Finanzinvestitionen 7 . Rechnungsabgrenzungsposten 1 .646 .135,28 11 .024 .312,03 0,00 543 .916,30 6 .478 .697,36 0,00 88 .729,94 19 .781 .790,91 1 .822 .562,01 10 .565 .800,01 0,00 1 .472 .516,20 7 .260 .147,87 0,00 194 .719,73 21 .315 .745,82 D . KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN 1 . Kurzfristige Kreditverbindlichkeiten 2 . Vebindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3 . Verbindlichkeiten geg . Untern . mit Beteiligungsverhältns 4 . Erhaltene Anzahlungen 5 . Sonstige Rückstellungen 6 . Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 5 .764 .229,88 2 .816 .385,04 0,00 697 .457,46 2 .664 .080,27 928 .555,98 12 .870 .708,63 4 .491 .653,59 3 .310 .457,31 0,00 3 .485 .733,73 2 .147 .853,29 1 .515 .485,25 14 .951 .183,17 C . LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN 1 . Anleihe 2 . langfristige Rückstellungen für Sozialkapital 4 .078 .729,25 30 .269,00 4 .108 .998,25 4 .009 .781,81 115 .892,01 4 .125 .673,82

Summe Aktiva

48.621.417,20

49.429.824,66

Summe Passiva

48.621.417,20

49.429.824,66

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Konzernabschluss

JoWooD Entertainment AG, Wien Konzernabschluss Cash-flow zum 31-12-2009 IFRS
(Beträge in 1000 Euro)

1 2 3 4 5 6 7 + + + +

Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern Minderheiten Kapitalerhöhungskosten GuV gekürzt Erhaltene Zinsen Gezahlte Zinsen Kapiltalbeschaffungskosten Ertragssteuern Abschreibungen des Anlagevermögens Aufwand Stock Options Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen

2 .134

110 (1 .002) (36) 118

Betrieblicher Cash-Flow ( aus dem Ergebnis )

1.324

-/+ 8 9 10 11 12 13 14 15 + +/-/+ -/+ +/+/+/+/-

Zunahme/Abnahme der aktiven latenten Steuern Abschreibungen der Spieletitel & Marken Veränderung der Vorräte Zunahme/Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Zunahme/Abnahme der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten Zunahme/Abnahme der Rückstellungen für Sozialkapital (lgf . Rückstellungen) Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen Zunahme/Abnahme Verbindlichkeiten aus L&L Zunahme/Abnahme der so .Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenz .Posten 2 .928 176 470 106 (86) 516 (494) (3 .375)
1.565

Cash-Flow aus dem operativen Bereich

16 17 18 19

– – – – –

Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) Investitionen in Spieletitel Auszahlungen für Wertpapiere des Anlagevermögens und sonstige Finanzinvestitionen Aquisition DreamCatcher Investition in Beteiligungen

(51) (3 .373)

Cash-Flow aus dem Investitionsbereich

(3.424)

+ +/+/20 21 22 +/+ +

Einzahlungen von Eigenkapital Veränderungen in den eigenen Aktien Abschreibung / Zuweisung Firmenwert Aufnahme / Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten Rückzahlung langfristiger Verbindlichkeiten Konzernspezifische Korrekturen Änderung Konsolidierungskreis

0 (87) 0 1 .273 69 (167) 0
1.088

Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich Veränderungen des Finanzmittelbestandes

(771) 7 .260 (11)
6.479

+ 23 -/+

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode Währungsumrechnung

Liquide Mittel am Ende der Periode

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JoWooD Entertainment AG, Wien Konzern Eigenkapitalspiegel zum 31-12-2009
Werte in TEUR
Währungsumrechnung 0 Minderheitenanteile 0

Grundkapital Stand 31.12.2004 Kapitalerhöhung 19/12/2005 Kosten der Kapitalerhöhung Vereinfachte Kapitalherabsetzung Veränderung eigene Anteile sonstige Veränderung des Eigenkapitals Konzernergebnis Stand 31.12.2005 Kapitalerhöhung 14/02/2006 Kapitalerhöhung 30/05/2006 Kapitalerhöhung 18/08/2006 Kapitalerhöhung 13/09/2006 Kapitalerhöhung 01/10/2006 Kosten der Kapitalerhöhungen sonstige Veränderung des Eigenkapitals Änderung des Konsolidierungskreises Konzernergebnis Stand 31.12.2006 Akquisition DreamCatcher Kapitalerhöhung 31/03/2007 Kapitalerhöhung 31/03/2007 Vereinfachte Kapitalherabsetzung Kapitalbeschaffungskosten Veränderung eigene Anteile Änderung des Konsolidierungskreises Konzern- bzw . Minderheitenergebnis 2007 Währungsumrechnung Stand 31.12.2007 Konzern- bzw . Minderheitenergebnis 2008 Währungsumrechnung Stand 31.12.2008 Konzern- bzw . Minderheitenergebnis 2009 Währungsumrechnung Stand 31.12.2009 19.150 19.150 19.150 20.865 6 .480 2 10 -8 .207 13.922 6 .000 572 100 200 71 -22 .567 30.089 6 .400

Kapitalrücklagen 13.517

Eigene Anteile -63

Gewinnrücklage -33.031 -308

Summe 10.512 6 .400 -308 -35 .489 40

-12 .922 40 -143 17 .345 595 3 .000 429 -23 -16.137 0 0

-143 17 .345 -1.643 9 .000 1 .001 100 200

57 -458 61 184 2 .006 4.142 6 .480 1 8 -9 .490 -251 23 343 20 .103 11 890 0 6.041 994 -430 890 0 -87 890 -87 7.035 1 .206 337 8.241 -82 9 -419 9 11 4 5 4 -23 -14.405 0 0

128 -458 61 184 2 .006 10.579 12 .960 3 18 -17 .697 -251 23 343 20 .107 11 26.096 999 -430 26.665 1 .119 337 28.121

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Konzernabschluss

Anlagespiegel zum 31-12-2009 Konzern IFRS
Anschaffungskosten
Anfangsbestand 01.01.2009 A Langfristige Vermögenswerte 1 . Immaterielle Vermögenswerte a . Rechte b . Produktionskosten Spieletitel c . Marken 2 . Firmenwert 3 . Sachanlagen 4 . Aktive latente Steuern 5 . Wertpapiere 6 . Beteiligungen Summe 149 .005,29 17 .209 .964,73 2 .637 .218,85 10 .072 .189,46 627 .469,52 3 .653 .205,50 504 .062,34 0,00 34.853.115,69 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 -86 .707,77 0,00 -86.707,77 0,00 2 .753 .269,88 0,00 0,00 0,00 52 .502,35 0,00 0,00 0,00 2.805.772,23 25 .674,91 3 .372 .530,19 0,00 0,00 0,00 25 .702,90 0,00 86 .707,77 0,00 3.510.615,77 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .072 .189,46 705 .674,77 3 .653 .205,50 504 .062,34 0,00 41.082.795,92 174 .680,20 23 .335 .764,80 2 .637 .218,85 Konsolidierung Währungsumrechnung Zugang Umgliederung Umwertung Abgang Endbestand 31.12.2009

Kumulierte Abschreibung
Anfangsbestand 01.01.2009 A Langfristige Vermögenswerte 1 . Immaterielle Vermögenswerte a . Rechte b . Produktionskosten Spieletitel c . Marken 2 . Firmenwert 3 . Sachanlagen 4 . Aktive latente Steuern 5 . Wertpapiere 6 . Beteiligungen Total Non-Current-Assets 122 .765,39 6 .055 .111,66 94 .692,80 0,00 462 .404,66 0,00 4 .062,34 0,00 6.739.036,85 0,00 0,00 47 .346,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 47.346,40 0,00 2 .316 .192,40 0,00 0,00 0,00 56 .905,18 0,00 0,00 0,00 2.373.097,58 13 .218,45 3 .013 .075,94 0,00 0,00 0,00 57 .394,43 0,00 0,00 0,00 3.083.688,82 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 576 .704,27 0,00 4 .062,34 0,00 12.243.169,64 135 .983,84 11 .384 .380,00 142 .039,20 Konsolidierung Währungsumrechnung Zugang Umgliederung Umwertung Abgang Endbestand 31.12.2009

Buchwert
Anfangsbestand 01.01.2009 A Langfristige Vermögenswerte 1 . Immaterielle Vermögenswerte a . Rechte b . Produktionskosten Spieletitel c . Marken 2 . Firmenwert 3 . Sachanlagen 4 . Aktive latente Steuern 5 . Wertpapiere 6 . Beteiligungen Total Non-Current-Assets 26 .239,90 11 .154 .853,07 2 .542 .526,05 10 .072 .189,46 165 .064,86 3 .653 .205,50 500 .000,00 0,00 28.114.078,84 0,00 0,00 -47 .346,40 0,00 0,00 0,00 -86 .707,77 0,00 -134.054,17 0,00 437 .077,49 0,00 0,00 -4 .402,83 0,00 0,00 0,00 432.674,66 12 .456,46 359 .454,25 0,00 0,00 -31 .691,53 0,00 86 .707,77 0,00 426.926,95 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 38 .696,36 11 .951 .384,80 2 .495 .179,66 10 .072 .189,46 128 .970,50 3 .653 .205,50 500 .000,00 0,00 28.839.626,27 Konsolidierung Währungsumrechnung Zugang Umgliederung Umwertung Abgang Endbestand 31.12.2009

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Angaben zum Unternehmen / Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
I. Angaben zum Unternehmen
Die JoWooD Entertainment AG („JoWooD“), als oberstes Mutterunternehmen der JoWooD-Gruppe, ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht . Die Aktie notiert im Prime Market der Wiener Börse . Die Unternehmen der JoWooD-Gruppe („JoWooD-Gruppe“) erstellen und vertreiben weltweit Computerspiele und Unterhaltungssoftware . Die wesentlichen Absatzgebiete liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in Nordamerika . Die Konzernmutter hat ihren Firmensitz in 1190 Wien, Heiligenstädter Straße 201 – 203 . Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landesgericht als Handelsgericht Wien (FN 137656 k) eingetragen . Der Ort der Offenlegung des Jahresabschlusses ist das Landes- als Handelsgericht Wien . Der Konzernabschluss wird unter der Verantwortung des Vorstands erstellt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen . Die Berichterstattung erfolgt in 1 .000 Euro . in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie mit § 245 a UGB . Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbart wurden . Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt . Alle Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen . Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten . Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand etc .

2.

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

II. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses der JoWooD Entertainment AG zum 31 . Dezember 2009 erfolgte

In den Konzernabschluss werden sämtliche aktive Tochterunternehmen einbezogen (JoWooD Mexiko S .L . übt keine Geschäftstätigkeit aus und ist in Schließung) . Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der JoWooD Entertainment AG beherrscht werden . Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt . Ein beherrschender Einfluß besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen . Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall .

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Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konzernanhang

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche unrealisierte Gewinne (Zwischengewinne) werden eliminiert . Unrealisierte Verluste werden nur insoweit eliminiert, als der unrealisierte Verlust nicht die Folge einer eingetretenen Wertminderung darstellt . Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsvorschriften des JoWooD Konzerns zugrunde . Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft noch folgende Unternehmen: Name der Gesellschaft Firmensitz Art der Konsolidierung Vollkonsolidierung Vollkonsolidierung Vollkonsolidierung Vollkonsolidierung Vollkonsolidierung Vollkonsolidierung Anteil am Kapital 100 % 100 % 100 % 95 % 100 % 100% Bemerkung Erwerb Gründung Gründung Gründung Gründung Gründung

DreamCatcher Inc . Toronto, Kanada JoWooD Distribution Services Wien, Österreich GmbH JoWooD Deutschland GmbH Frankfurt, Deutschland Quantic Lab SRL Cluj-Napoca, Rumänien JoWooD Iberica S .L . Madrid, Spanien LLC JoWooD Eastern Europe Kiew, Ukraine Distribution DreamCatcher Inc. Beteiligungen Gesellschaft DreamCatcher Interactive Inc . DreamCatcher SA (Europe) Firmensitz Toronto, Kanada Paris, Frankreich

Funktion Operating Company Distribution

Beteiligungsquote 100% 98,5%

JoWooD Iberica S.L. Beteiligungen Gesellschaft JoWooD Mexico S .L .*
*in Schließung

Firmensitz Tlalnepantla, Mexiko

Funktion Distribution

Beteiligungsquote 98%

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
3. Währungsumrechnung

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Immaterielle Vermögenswerte

a) Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion . Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Euro erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs . Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst .

b) Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung
Die funktionale Währung der außerhalb des EuroRaumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung . Die Umrechnung aller im Einzelabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierenden Wertanpassungen in Euro, erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag . Die Posten der Gewinnund-Verlust-Rechnung werden mit dem gewogenen durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet . Die Posten des Eigenkapitals werden teilweise mit dem historischen Kurs bewertet (modifizierte Stichtagsmethode) . Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden erfolgsneutral im Posten „Währungsumrechnung“ im Eigenkapital erfasst .

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben . Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft . Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Abschreibung für Wertminderungen vorgenommen . Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet . Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben . Falls die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben .

2.

Rechte

Rechte werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und mittels linearer Abschreibung über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben . Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen 4 und 10 Jahren .

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
3. Spieletitel 4. Marken
Die JoWooD Entertainment AG teilt ihre geschäftlichen Aktivitäten in die beiden Segmente „Publishing“ und „Distribution“ (Management Approach) . Publishingtitel: Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Spieletitel) werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit ihren Herstellungskosten angesetzt und in weiterer Folge, um einen dem „Matching Principle“ entsprechenden Ausweis sicherzustellen, im Verhältnis von realisierten zu erwarteten Umsätzen abgeschrieben . Die Abschreibungen beginnen im Monat der ersten Umsatzgenerierung . Distributionstitel: Titel dieses Bereichs werden – je nach Natur des zugrunde liegenden Geschäfts – im Falle der Bezahlung von Mindestlizenzbeträgen bei Vertragsabschluss aktiviert und mit vertraglich fixiertem Lizenzsatz abgeschrieben . Diese Abschreibung wird im Unterschied zu den Publishing-Titeln nicht über die Position „Abschreibungen der Spieletitel“ der Gewinn-und-Verlust-Rechnung geführt, sondern in den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen berücksichtigt . Zusätzliche Investments in diese Titel (Lokalisierungen etc .) werden aktiviert und über die Vertragslaufzeit linear abgeschrieben .
2 1

Konzernanhang

Die Bewertung der immateriellen Vermögensrechte „Marken von DreamCatcher“ wurde basierend auf der ONR Regel 16800 des österreichischen Normungsinstituts „Verfahren zur Bewertung des immateriellen Vermögensgegenstands ,Marke‘ durchgeführt . Der Markenwert wird dabei als Barwert sämtlicher markenspezifischer Cashflow („Markencashflow“, MCF) der Zukunft aufgefasst . Im Diskontierungssatz, der dem Barwert zugrunde liegt, werden Markenindikatoren erfasst, welche den relativen Einfluss von relevanten Werttreibergruppen reflektieren . Bei der Ermittlung von MCFs wurden die Preispunkte im Lebenszyklus der zu bewertenden Marken mit den Preispunkten von nach spezifischen Kriterien vergleichbaren Produkten (Benchmarks) verglichen und darauf isolierbare MCFs abgeleitet . Marken deren Lebensdauer unbegrenzt ist, werden in den Folgejahren zwecks Prüfung auf Werthaltigkeit jährlich einem Impairmenttest gemäß IAS 36 unterzogen . Jene Marken, welche aufgrund vertraglicher Lizenzrechte einer zeitlich nutzbaren Begrenzung unterliegen, werden über die jeweilige Laufzeit linear abgeschrieben .

5.

Firmenwert

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht („Impairment Only Approach“) .

1 Der Bereich „Publishing“ umfasst hierbei Umsätze mit Spieletitel, welche im Auftrag von JoWooD von Dritten entwickelt und produziert werden (Auftragsarbeit) . Innerhalb dieser Aktivitäten übernimmt JoWooD die Finanzierungsfunktion und die Steuerung/ Überwachung/Kontrolle des Producing-Prozesses . Im Austausch dazu erhält JoWooD die zugrundeliegenden Verwertungsrechte (Lizenzen) . In weiterer Folge übernimmt JoWooD die Lokalisierung sowie das Manufacturing und ist darüber hinaus für den Vertrieb und Marketing federführend verantwortlich . 2 Der Bereich „Distribution“ umfasst Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Spieletitel von Dritten („Third-Party“-Publishern) mit welchen JoWooD Distributionsverträge abschließt und für welche JoWooD den Vertrieb – von Fall zu Fall – auch das Marketing übernimmt . Derartige Distributionsverträge können territorial limitiert sein oder mehrere Vertriebsregionen umfassen .

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht werden, gebildet . Der Werthaltigkeitstest wird jährlich durchgeführt und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist . Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben . Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden . Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen . Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt sich in der Regel durch Berechnung des Barwerts nach der Discounted-Cash-Flow-(DCF)Methode . Diese DCF-Berechnungen basieren auf den vom Management genehmigten und auch für interne Zwecke verwendeten Finanzplänen für 3 Jahre (2010 bis 2012) und einer ewigen Rente (ab 2012) . Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider . Zahlungsströme, die über den dreijährigen Zeitraum hinausgehen, werden anhand langfristig erwarteter Wachstumsraten berechnet . Die risikoadäquaten Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt („Weighted Average Cost of Capital“) .

6.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet . Zu den Anschaffungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen . Ausgaben, die nach der Inbetriebnahme von Sachanlagen entstehen, wie Reparaturen, Wartungen und Überholungskosten, werden normalerweise in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in welcher die Kosten entstanden sind . Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer . Den planmäßigen Abschreibungen werden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Werkzeuge, Büro- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge . . . 4 bis 8 Jahre Hardware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 bis 4 Jahre Investitionen in fremden Gebäuden . . 10 bis 13 Jahre

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethoden werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten Nutzungsverlauf des jeweiligen Vermögenswertes entsprechen .

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Wird ein Vermögensgegenstand verkauft oder ausgeschieden, so werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein allfälliger Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung erfolgswirksam erfasst . Die JoWooD Entertainment AG verfügt über keine langfristigen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zu klassifizieren sind .

Konzernanhang
Der Leasinggeber setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis an . Die Leasingaufwendungen bzw . -erträge werden in Tilgungen der Leasingverbindlichkeit bzw . -forderung und in Finanzaufwendungen bzw . -erträge aufgeteilt .

8.

Latente Steuern

7.

Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasingverhältnis trägt . Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in dessen Bilanz angesetzt und nach den für den jeweiligen Vermögenswert einschlägigen Bilanzierungsvorschriften bewertet . In einem Operating Lease erfassen sowohl Leasinggeber als auch Leasingnehmer die Leasingraten erfolgswirksam . Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand in seiner Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen anzusetzen und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abzuschreiben . Zugleich wird in Höhe des Buchwerts des Leasinggegenstands eine Leasingverbindlichkeit angesetzt .

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung („Liability Approach“) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt . Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann . Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw . bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen . Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung . Die aktive Steuerabgrenzung wird berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zum Zeitpunkt der Verwendung der aktiven Steuerabgrenzung genügend steuerbare Gewinne vorhanden sein werden . Zu jedem Bilanzstichtag werden die bisher unberücksichtigten sowie der Buchwert der gebildeten aktiven Steuerabgrenzungen neu eingeschätzt . Die bisher nicht aktivierten latenten Steueransprüche werden in dem Ausmaß berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass der zukünftige steuerbare Gewinn die Verwendung der aktiven Steuerabgrenzungen zulässt . Im Gegensatz dazu wird der Buchwert aktiver latenter Steuern

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
in jenem Ausmaß wertberichtigt, in dem es nicht länger wahrscheinlich ist, dass in Zukunft genügend steuerbare Gewinne zur Verwendung der aktiven latenten Steuern vorhanden sein werden . + + + + − = Materialeinzelkosten Materialgemeinkosten Fertigungseinzelkosten Fertigungsgemeinkosten Sonderkosten der Fertigung außerplanmäßige Abschreibungen Herstellungskosten

9.

Finanzvermögen

Finanzvermögen wird nicht zu Handelszwecken gehalten . Vom Wahlrecht der ergebniswirksamen Bewertung des Finanzvermögens zum beizulegenden Zeitwert („at fair value through profit and loss“) wird kein Gebrauch gemacht .

11. Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt . Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente . Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten . Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie verzinsliche Finanzverbindlichkeiten . Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird .

10. Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet . Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten . Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts berücksichtigt . Das Vorratsvermögen umfasst Handelswaren (fertig konfektionierte Ware: „finished goods“) . Die Herstellungskosten werden wie folgt ermittelt (IAS 2):

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll . Finanzinstrumente werden in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt der vertraglichen Bedingungen als Vermögenswert bzw . Schuld klassifiziert . Daher sind Zinsen, Dividenden, Gewinne und Verluste aus diesen Finanzinstrumenten als Aufwendungen oder Erträge dargestellt . Die Finanzinstrumente werden dann saldiert, wenn der Konzern ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Saldierung besitzt und beabsichtigt, entweder nur den Saldo oder sowohl die Forderung als auch die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen . Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet . Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte . Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet . Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert .

Konzernanhang 12. Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Nennwert abzüglich Wertminderungen bewertet . Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen . Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt . Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten berücksichtigt . Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, und soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt . Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkurs am Bilanzstichtag bewertet . Die Darstellung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche dem Factoring unterzogen sind, erfolgt saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen seitens des Factors . Im Vorjahr wurde eine entsprechende Saldierung nicht vorgenommen .

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
13. Flüssige Mittel
Bankguthaben sind kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten . Sie haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht . Bei den Wertpapieren des langfristigen Vermögens handelt es sich um jederzeit liquidierbare Wertpapiere und Fondsanteile . erhöht durch die Ausgabe von höchstens 70 .000 auf den Inhaber lautenden Nennbetragsaktien im Nominale von je 7 EUR, wobei diese Erhöhung nur insoweit durchgeführt werden darf, als Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens die ihnen eingeräumten Aktienoptionen ausüben und von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen . Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung sind für das laufende Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden, dividendenberechtigt . Der Ausgabebetrag je Aktie entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft an den 90 Handelstagen vor Zuteilung der Optionen, zumindest aber dem Nennbetrag . Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen . Weitere Erläuterungen hierzu siehe Abschnitt V . Punkt 2 . In der ordentlichen Hauptversammlung vom 25 . Juni 2008 wurde die Satzung im Absatz 1 des Punktes 6 „Genehmigtes Kapital“ in Bezug auf das Nominale des genehmigten Kapitals sowie der Aktien wie folgt geändert und neu gefasst . Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von 5 Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung in das Firmenbuch mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 1 .947 TEUR durch Ausgabe von bis zu 278 .080 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien im Nennbetrag von je 7 EUR mit Stimmrecht in einer oder mehreren Tranchen gegen Bareinlage unter Wahrung des den Aktionären zustehenden gesetzlichen Bezugsrechtes, auch im Wege des mittelbaren Bezugrechtes gemäß § 153 Abs . 6 AktG, oder Sacheinlage, diesbezüglich auch unter gänzlichem oder teilweisem

14. Grundkapital
Das Grundkapital zum Bilanzstichtag beträgt 19 .149 .865 EUR (Vorjahr: 19 .149 .865 EUR) und ist zerlegt in 2 .735 .695 auf Inhaber lautende Nennbetragsaktien (Vorjahr: 2 .735 .695) zu einem Nominale von je 7 EUR . Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und gleiche Rechte verbriefen .

15. Genehmigtes Kapital
In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 22 . April 2008 wurde die in der Hauptversammlung vom 28 . Mai 2002 beschlossene bedingte Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 159 2 Z 3 AktG um höchstens 250 TEUR sowie die in der Hauptversammlung vom 6 . Juli 2006 erteilte Ermächtigung des Vorstands gemäß § 159 Abs . 3 AktG . das Grundkapital bis längstens 28 . August 2011 um höchstens 700 TEUR bedingt zu erhöhen, widerrufen und die gleichzeitige neuerlich bedingte Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 159 2 Z 3 AktG . beschlossen . Demnach ist das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs . 2 Z 3 AktG . um höchstens 490 .000 EUR bedingt

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre, zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem Nennbetrag der Aktien liegen darf, sowie die sonstigen Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen .

Konzernanhang
dem „Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten“ schrittweise angehoben .

18. Sonstige Rückstellungen
Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich („more likely than not“) zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind . Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet . Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung . Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist . Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit Ausnahme der Rückstellungen für Abfertigung werden im Finanzergebnis erfasst . Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst .

16. Kapitalrücklagen
In den Kapitalrücklagen sind Zuzahlungen der Aktionäre anlässlich der Ausgabe von Aktien enthalten . Die Kapitalrücklagen zum Bilanzstichtag betragen 890 TEUR (Vorjahr: 890 TEUR) .

17. Langfristige Rückstellungen für Sozialkapital
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien („Projected Unit Credit Method“), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts („Defined Benefit Obligation“) angesetzt werden . Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie ein von der Unternehmenszugehörigkeit abhängiger Fluktuationsabschlag berücksichtigt . Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen . Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt . Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend

19. Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht . Ein wesentlicher Unterschied zwischen erhaltenem Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen .

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet . Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre . Die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten und Vermögenswerten des Sachanlagevermögens ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zum Erwerbszeitpunkt verbunden . Dies gilt insbesondere für solche Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden . Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen . Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements . Der Wert der unfertigen und fertigen Erzeugnisse (Vorräte Spiele [„finished goods“] und Spieletitel) hängt von der Erreichung der Marktreife bzw . der zukünftigen Marktgängigkeit sowie davon, ob entsprechende Umsätze generiert werden können, ab . Sollten die aktuellen, in den Budgets verarbeiteten Erwartungen nicht erfüllt werden können, sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen . Die laufenden Spiele-Entwicklungen werden durch ein intensives Projekt-Controlling beobachtet und begleitet, das Fehlentwicklungen zwar nicht verhindern kann, aber sicherstellen soll, dass diese rechtzeitig erkannt werden .

20. Ertragsrealisierung
Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw . dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt . Anzahlungen aus Lizenzverträgen mit einer fixen Mindestlizenzzahlung werden erst vereinnahmt, wenn die Leistung von JoWooD vollständig erbracht wurde . Die Umsätze werden ohne Umsatzsteuer und Rabatte ausgewiesen, wenn die Lieferung erfolgt ist und sowohl Risiko als auch Eigentum übergegangen sind . Vertraglich vereinbarte Mindestgarantie-Lizenzen werden im Zeitpunkt der Veröffentlichung des Spieles bzw . im Falle eines späteren Vertragsabschlusses in diesem Zeitpunkt in voller Höhe als Umsatz erfasst .

21. Ermessensbeurteilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen
Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig . Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen . Die nachstehend angeführten wesentlichen

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erforderlich . Da eine marktpreisorientierte Bewertung („Market Approach“) von immateriellen Vermögenswerten aufgrund mangelnder vergleichbarer Marktpreise meist nicht möglich ist, wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren („Income Approach“) herangezogen . Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Firmenwerten sowie Vermögenswerten des Sachanlagevermögens werden Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung vorgenommen . Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren . Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt . Der erzielbare Betrag von Vermögenswerten oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird in der Regel unter Anwendung der Discounted-CashFlow-Methode ermittelt, in die Annahmen des Managements über künftige Zahlungsströme, risikoadäquate Abzinsungssätze und angemessene Nutzungsdauern einfließen . Die Berechnung des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsströme sowie die Einschätzung, ob eine Wertminderung nicht nur vorübergehend eingetreten ist, sind folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maß auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten .

Konzernanhang
JoWooD bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Kunden resultieren . Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen . Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen . Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde . Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden . So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw . die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation . Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen .

41

Erläuterung der Konzernbilanz
Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist . Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen . Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können . Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen . Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien . Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben . Insbesondere geht ein Aktivposten von einer Unternehmensfortführung und positiven Ergebnissen aus . Im Falle einer Verlustsituation kann es buchhalterisch zu verstärkten Effekten durch die Auflösung des Aktivpostens kommen . Grundsätzlich trägt BVT als Produzent das Risiko der Entwicklung . Lediglich in einem sehr unwahrscheinlichen Fall des totalen Scheiterns der Entwicklung dahingehend, dass das Projekt nicht fertig gestellt werden kann, wäre JoWooD verpflichtet bereits erhaltene Entgelte zurückzuerstatten . In weiteren Verträgen zwischen JoWooD und BVT wird der Vertrieb der Produkte geregelt . Diese Verträge sind weitestgehend unabhängig von den Entwicklungsverträgen . Zur Absicherung der JoWooD muss BVT ab einem bestimmten Fertigstellungsstadium des Spieles unabhängig vom Vertrieb durch JoWooD eine Mindestvergütung an JoWooD leisten .

IV. Erläuterung der Konzernbilanz
1. Langfristige Vermögenswerte

22. BVT Games Fund Dynamic III
Zwischen der JoWooD Entertainment AG und dem BVT Games Fund III Dynamic („BVT“) wurden Verträge über Auftragsproduktionen vereinbart . Die Auftragsproduktion wird durch BVT als Produzent getragen . JoWooD bekommt im Rahmen dieser Produktionen Abgeltungen der getätigten Entwicklungsleistungen (Milestones), die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Ertrag ausgewiesen werden .

Die Zugänge gegenüber dem Geschäftsjahr 2008 betreffen zum größten Teil die immateriellen Vermögensgegenstände, hier insbesondere Zugänge bei den Spieletiteln . In den immateriellen Vermögenswerten und in den Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden ausschließlich erworbene Vermögenswerte ausgewiesen . Die Abschreibungen für sämtliche Anlagegüter werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung mittels internem Schlüssel in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, in den Vertriebskosten und in den Verwaltungskosten ausgewiesen .

42

Erläuterung der Konzernbilanz
a) Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäftsjahr 2008 Immaterielle Vermögenswerte Anschaffungskosten Stand am 01 .01 . 2008 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungskursänderungen Stand am 31 .12 .2008 Kumulierte Abschreibungen Stand am 01 .01 . 2008 Planmäßige Abschreibungen Abgänge Umbuchungen Währungskursänderungen Stand am 31 .12 .2008 Buchwert 01.01. 2008 Buchwert 31.12.2008 148,52 0,49 0,00 0,00 0,00 149,01 Spieletitel Marken

Konzernanhang

Summe

16 .321,59 4 .956,25 419,82 0,00 − 3 .648,05 17 .209,97

2 .637,22 0,00 0,00 0,00 0,00 2 .637,22

19 .107,33 4 .956,74 419,82 0,00 − 3 .648,05 19 .996,20

110,74 12,02 0,00 0,00 0,00 122,76 37,78 26,25

5 .829,09 3 .579,32 269,07 0,00 − 3 .084,23 6 .055,11 10.492,50 11.154,86

47,35 47,35 0,00 0,00 0,00 94,70 2.589,87 2.542,52

5 .987,18 3 .638,69 269,07 0,00 − 3 .084,23 6 .272,57 13.120,15 13.723,63

43

Erläuterung der Konzernbilanz
Geschäftsjahr 2009 immaterielle Vermögenswerte Anschaffungskosten Stand am 01 .01 . 2009 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungskursänderungen Stand am 31 .12 .2009 Kumulierte Abschreibungen Stand am 01 .01 . 2009 Planmäßige Abschreibungen Abgänge Umbuchungen Währungskursänderungen Stand am 31 .12 .2009 Buchwert 01.01. 2009 Buchwert 31.12.2009 149,01 25,67 0,00 0,00 0,00 174,68 Spieletitel Marken Summe

17 .209,97 3 .372,53 0,00 0,00 2 .753,27 23 .335,77

2 .637,22 0,00 0,00 0,00 0,00 2 .637,22

19 .996,20 3 .398,20 0,00 0,00 2 .753,27 26 .147,67

122,76 13,22 0,00 0,00 0,00 135,98 26,25 38,71

6 .055,11 3 .013,08 0,00 0,00 2 .316,19 11 .384,38 11.154,86 11.951,39

94,70 47,35 0,00 0,00 0,0 142,05 2.542,52 2.495,17

6 .272,57 3 .073,64 0,00 0,00 2 .316,19 11 .662,40 13.723,63 14.485,27

In der Berichtsperiode wurden keine Erhöhungen oder Verminderungen aufgrund von Neubewertungen über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung bzw . über das Eigenkapital vorgenommen . Änderungen in den Schätzungen (Einschätzung der Nutzungsdauer, Abschreibungsmethode oder Restbuchwerte), die entweder eine wesentliche Auswirkung auf die Berichtsperiode haben oder von denen angenommen wird, dass sie eine wesentliche Auswirkung auf die folgenden Berichtsperioden haben, wurden nicht vorgenommen . Werte in TEUR Unfertige Erzeugnisse (Spieletitel) Fertige Erzeugnisse (Spieletitel) Zwischensumme Spieletitel 2009 1 .926 10 .025 11.951 2008 1 .661 9 .494 11.155

44

Erläuterung der Konzernbilanz

Konzernanhang

Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen (Spieletitel) handelt es sich um aktivierte Entwicklungskosten und Lizenzvorauszahlungen . Die Höhe beträgt 11 .951 TEUR (Vorjahr 11 .155 TEUR), wovon 4 .121 TEUR der Konzerntochtergesellschaft DreamCatcher zuzurechnen sind (Vorjahr 3 .720 TEUR) . Im Rahmen der verlustfreien Bewertung wurden im Geschäftsjahr 2009 von den unfertigen Erzeugnissen keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr: 71 TEUR) .

b) Firmenwert, Sachanlagen und Wertpapiere

Geschäftsjahr 2008 Firmenwert Anschaffungskosten Stand am 01 .01 . 2008 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungskursänderungen Stand am 31 .12 .2008 Kumulierte Abschreibungen Stand am 01 .01 . 2008 Planmäßige Abschreibungen Abgänge Umbuchungen Währungskursänderungen Stand am 31 .12 .2008 Buchwert 01.01. 2008 Buchwert 31.12.2008 Betriebs- und Geschäftsausstattung 645,09 59,12 0 0 − 76,74 627,47 Wertpapiere

10 .072,19 0 0 0 0 10 .072,19

7,10 503,75 6,79 0 0 504,06

0 0 0 0 0 0 10.072,19 10.072,19

466,72 57,54 0 0 − 61,86 462,40 178,37 165,07

0,26 3,75 − 0,05 0 0 4,06 6,84 500,00

45

Erläuterung der Konzernbilanz
Geschäftsjahr 2009 Firmenwert Anschaffungskosten Stand am 01 .01 . 2009 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungskursänderungen Stand am 31 .12 .2009 Kumulierte Abschreibungen Stand am 01 .01 . 2009 Planmäßige Abschreibungen Abgänge Umbuchungen Währungskursänderungen Stand am 31 .12 .2009 Buchwert 01.01. 2009 Buchwert 31.12.2009 Betriebs- und Geschäftsausstattung 627,47 25,70 0,00 0,00 52,50 705,67 Wertpapiere

10 .072,19 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .072,19

504,06 0,00 0,00 0,00 0,00 504,06

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10.072,19 10.072,19

462,40 57,39 0,00 0,00 56,91 576,70 165,07 128,97

4,06 0,00 0,00 0,00 0,00 4,06 500,00 500,00

c) Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern betreffen temporäre Bewertungsunterschiede zwischen den IFRS- Jahresabschlüssen und den relevanten Steuerbemessungsgrundlagen . Im Wesentlichen resultiert der Aktivposten aus steuerlichen Verlustvorträgen . Näheres siehe Abschnitt V Punkt 5 .

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Erläuterung der Konzernbilanz
2. Kurzfristige Vermögenswerte
a) Vorräte (fertige Waren – „finished goods“)
Werte in TEUR Fertige Waren („finished goods“) Gesamt 2009 1 .646 1.646

Konzernanhang

2008 1 .823 1.823

Im Geschäftsjahr 2009 wurden bei den Fertigerzeugnissen keine Sonderabschreibungen von unrentablen fertigen Waren („finished goods“) vorgenommen (Vorjahr: 95 TEUR) .

b) Forderungen
In nachfolgender Tabelle werden die Forderungen 2009 nach ihrer Fristigkeit gezeigt . Werte in TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vorjahr Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände Vorjahr Summe Forderungen Vorjahr Gesamtbetrag davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit < 1 Jahr > 1 Jahr 11.024 11.024 0 10.566 544 1.473 10.566 506 1.434 11.568 12.000

38 38 11.530 38

12.038

Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag spiegelt im Wesentlichen den weiteren Ausbau der Direktvertriebsaktivitäten sowie den typisch saisonalen Geschäftsverlauf bei Anwendung des Direktvertriebsmodells wider . Das vierte Quartal ist aufgrund des Weihnachtsgeschäfts als auch der „holiday season“ grundsätzlich das stärkste Quartal . Beim Direktvertriebsmodell sind Zahlungsziele von Kunden zwischen 60 und (in den meisten Fällen) 120 Tagen zu berücksichtigen, was zu einer entsprechenden Erhöhung des durchschnittlichen Forderungsbestandes führt . Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Ende des

47

Erläuterung der Konzernbilanz
Geschäftsjahres 2009 bezogen auf den Jahresumsatz von 25 .330 TEUR betrug ca . 2,3 mal, woraus sich eine durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Höhe von 160 Tagen ergibt . Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 502 TEUR (Vorjahr: 141 TEUR) abgesetzt . Bei den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr handelt es sich um Kautionen in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 38 TEUR) .

3.

Eigenkapital

a) Grundkapital
Das Grundkapital zum Bilanzstichtag beträgt 19 .149 .865 EUR (Vorjahr: 19 .149 .865 EUR) und ist zerlegt in 2 .735 .695 auf Inhaber lautende Nennbetragsaktien (Vorjahr: 2 .735 .695) zu einem Nominale von je 7 EUR . Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und gleiche Rechte verbriefen .

b) Kapitalrücklagen
In den Kapitalrücklagen sind Zuzahlungen der Aktionäre anlässlich der Ausgabe von Aktien enthalten . Die Kapitalrücklagen zum Bilanzstichtag betragen 890 TEUR (Vorjahr: 890 TEUR) .

c) Liquide Mittel
Zusammensetzung:

c) Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Guthaben bei Kreditinstituten Sonstige liquide Aktiva Total 2009 6 .479 500 6.979 2008 7 .260 0 7.260 Hinsichtlich der Entwicklung der Gewinnrücklagen und des Bilanzgewinnes wird auf den Eigenkapitalspiegel verwiesen .

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird unterstellt, dass die Marktwerte den Buchwerten entsprechen . Bei den Wertpapieren des langfristigen Vermögens in Höhe von 500 TEUR (Vorjahr: 500 TEUR) handelt es sich um eine Fix-Floater-Obligation mit 100%iger Kapitalgarantie, welche jederzeit veräußerbar ist .

d) Veränderungen des Eigenkapitals
Die Veränderungen des Eigenkapitals werden im Eigenkapitalspiegel dargestellt .

48

Erläuterung der Konzernbilanz
4. Mezzaninkapital

Konzernanhang

Die Buchwerte des Mezzaninkapitals entsprechen den aktuellen Nennwerten . Da die Verzinsung des Mezzaninkapitals deutlich unter einer marktüblichen Verzinsung von Mezzaninkapital liegt, entspricht der Buchwert nicht dem erheblich niedrigeren Marktwert des Mezzaninkapitals . Das Mezzaninkapital in Höhe von 3 .521 TEUR (Vorjahr: 3 .688 TEUR) ist insolvenzrechtlich nachrangig gestellt . Darüber hinaus wurden Sondervereinbarungen hinsichtlich der Rückzahlung an die Kreditinstitute getroffen . Demnach ist die Rückzahlung des Mezzaninkapitals der AWS in Höhe von 1 .325 TEUR (Vorjahr 1 .492 TEUR) frühestens ab dem 31 . Dezember 2007 bis längstens 31 . Dezember 2015 zur Rückzahlung in gleich hohen halbjährlichen Kapitalraten fällig . Die Zahlung darf nur insoweit eingefordert und geleistet werden, als sie im Cashflow, der aufgrund des unternehmensrechtlichen Jahresabschlusses der JoWooD Entertainment AG zum 31 . Dezember des Vorjahres ermittelt wurde, Deckung findet, und insoweit die Eigenkapitalquote nicht weniger als 8 % der Bilanzsumme der JoWooD Entertainment AG beträgt bzw . durch die Zahlung nicht unter 8 % sinken würde . Ein Exportfondskredit in Höhe von 2 .196 TEUR (Vorjahr: 2 .196 TEUR) ist bis zum 31 . Dezember 2010 in Mezzaninkapital umgewandelt . Bis zu diesem Stichtag unterbleibt eine Tilgung . Danach wird der Saldo in eine Kreditforderung des Kreditinstitutes umgewandelt und werden die Rückzahlungsmodalitäten gesondert vereinbart . Die Fristigkeit stellt sich wie folgt dar: Werte in TEUR Mezzaninkapital Vorjahr Gesamtbetrag davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit < 1 Jahr >1<5 Jahre >5 Jahre 3 .521 238 1 .693 1 .589 3 .688 224 1 .474 1 .990

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Erläuterung der Konzernbilanz
5. Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: Werte in TEUR Abfertigung Steuern Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube Rückstellungen für Erfolgsprämien Rückstellungen für sonstige Personalaufwendungen Rückstellungen für Preissenkungen und Retouren Rückstellungen für Recht/Prüfung Rückstellungen für Lizenzen Rückstellungen für Prozesse Rückstellungen für Herstellkosten Sonstige Gesamt Stand 01.01.2009 116 53 228 203 72 3 494 117 572 152 46 410 2.264 Auflösung 84 0 0 Verbrauch 10 0 181 Zufuhr 8 6 156 Stand 31.12.2009 30 59

38 0 0 0 0 0 0 0 122

2 3 494 104 587 102 27 372 1.881

0 133 619 109 507 39 617 241 2.434

32 133 619 122 492 89 636 279 2.694

Von den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Rückstellungen sind nur die Rückstellungen für Abfertigungen als langfristig einzustufen .

Sonstige Rückstellungen
Vgl . dazu Abschnitt III Punkt 21 .

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Erläuterung der Konzernbilanz
6. Verbindlichkeitenspiegel

Konzernanhang

Zur Fristigkeit der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden folgende Erläuterungen gegeben: Werte in TEUR Anleihe Vorjahr Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Vorjahr Sonstige Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungen Vorjahr Summe Verbindlichkeiten Vorjahr Gesamtsumme Gesamtsumme Vorjahr Gesamtbetrag 4.079 4.010 davon Restlaufzeit < 1 Jahr 0 0 davon Restlaufzeit > 1 < 5 Jahre 4.079 4.010 davon Restlaufzeit > 5 Jahre 0 0

5.764 4.492 2 .816 3.310 929 1.515 9.509 6.225 13.588 13.327

4.265 4.492 2 .816 3.310 929 1.515 8.010 6.225 8.010 9.318

1.116 0

384 0

1.116 0 5.195 4.010

384 0 384 0

Unter der Position Anleihe ist eine im Geschäftsjahr 2007 begebene Anleihe im Nominalbetrag von 4 .200 TEUR ausgewiesen . Die Laufzeit dieser Anleihe endet mit 5 . Juli 2011 (einschließlich) . Diese wird aufgrund von IFRS-Anpassungen (Disagio), mit einem Wert von 4 .079 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 4 .010 TEUR) . Als dingliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Wertpapiere und Termingelder in Höhe von TEUR 1 .000 (Vorjahr: TEUR 1 .600) hinterlegt .

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Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-undVerlust-Rechnung
V. Erläuterungen zur KonzernGewinn-und-Verlust-Rechnung
1. Umsatzerlöse
Anschaffungs- und Herstellungskosten (HK) der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen: Werte in TEUR HK – Entwicklungsaufwand inkl . Abschreibung Spieletitel HK – Produktionskosten Gesamt 2009 5 .419 8 .317 13.736 2008 5 .622 7 .300 12.922

2.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des JoWooD Konzerns resultieren . Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen . Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen: Werte in TEUR Deutschsprachiger Raum Restliches Europa Restliche Welt Gesamt davon Spiele – Waren davon Spiele – Lizenzen davon Sonstige 2009 8 .115 5 .708 11 .507 25.330 20 .280 4 .189 861 2008 9 .490 5 .801 9 .744 25.035 17 .628 7 .150 257

Bei den sonstigen Herstellungskosten handelt es sich zum größten Teil um Produktionskosten zur Erzeugung der Spiele . Im Entwicklungsaufwand sind Abschreibungen der Spieletitel in Höhe von 2 .908 TEUR (Vorjahr: 3 .595 TEUR) enthalten .

3.

Vertriebskosten
2009 1 .360 2 .926 103 0 17 459 15 19 4.899 2008 2 .070 2 .170 165 0 0 288 8 194 4.895

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 25 .330 TEUR (Vorjahr: 25 .035 TEUR) .

Werte in TEUR Personalaufwendungen Werbeaufwendungen Reiseaufwendungen Fremdleistungen Abschreibungen Forderungswertberichtigung Fahrzeugkosten Übrige Gesamt

52

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-undVerlust-Rechnung Konzernanhang
Die übrigen Vertriebsaufwendungen bestehen zum größten Teil aus Kosten für Mieten und Telekommunikationsdienste .

6.

Sonstige betriebliche Aufwendungen
2009 25 18 845 888 2008 1043 25 992 2.060

4.

Verwaltungskosten
2009 1 .400 204 1 .215 113 37 416 3.385 2008 1 .521 146 798 276 24 668 3.433

Werte in TEUR Personalaufwendungen Reisekosten Rechts- und Beratungsaufwendungen Fremdleistungen Abschreibungen Übrige Gesamt

Werte in TEUR Aufwände aus Vorperioden bzw . aus Vergleichen Personalaufwendungen Sonstige Gesamt

Die Position sonstige betriebliche Aufwendungen beinhaltet Kursverluste sowie Spesen des Geldverkehrs in Höhe von 800 TEUR (Vorjahr: 939 TEUR) .

7.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzte sich wie folgt zusammen: Die wesentlichen Positionen bei den übrigen Verwaltungsaufwendungen sind Mieten, Versicherungen und Telekommunikationsdienste . Werte in TEUR Zinserträge Zinsaufwendungen Kursgewinne/-verluste Sonstige Gesamt 2009 101 (923) 7 (77) (892) 2008 151 (1 .043) (31) (49) (972)

5.

Sonstige betriebliche Erträge
2009 0 25 726 751 2008 0 327 1 .096 1.423

Werte in TEUR Forschungsprämie Auflösung von Rückstellungen Sonstige Gesamt

8.

Ertragsteuern

Der auf die Konzernmuttergesellschaft JoWooD Entertainment AG anwendbare Steuersatz betrug für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 25% .

Die wesentlichen Positionen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen umfassen Kursgewinne in Höhe von 553 TEUR (Vorjahr: 847 TEUR), welche dem operativen Bereich zuzuordnen sind .

53

Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund-Verlust-Rechnung
Der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Steueraufwand setzte sich wie folgt zusammen: Werte in TEUR Ertrag/Aufwand für laufende Ertragsteuern Latente Steuer Ausgewiesener Ertrag/ Aufwand für Ertragsteuern 2009 36 0 36 2008 39 − 34 5 Werte in TEUR Rückstellungen Veränderung Abfertigungs-Rückstellung zu § 14 EStG Steuerliche Verlustvorträge (Muttergesellschaft) Steuerbemessungsgrundlage Aktive latente Steuern (brutto) Wertberichtigung aktive latente Steuern Aktive latente Steuern (netto) 2009 -38 2008 -17

83 .455 83 .417 20 .854 (17 .201) 3 .653

80 .082 80 .099 20 .025 (16 .372) 3 .653

Die Veränderungen der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: Werte in TEUR Latente Steuer aufgrund Prognose 31 .12 .2008 Latente Steuer JoWooD Distribution Services GmbH 31 .12 .2008 Latente Steuer aufgrund Prognose 31 .12 .2009 Latente Steuer JoWooD Distribution Services GmbH 31 .12 .2009 Veränderung des Abgrenzungspostens für latente Ertragsteuern 3 .649 5

9.

Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich

Im Jahr 2009 war kein Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen auszuweisen (Vorjahr ebenso) .

10. Segmentberichterstattung
3 .649 5 0 Der Bereich „Publishing“ umfasst Umsätze mit Spieletiteln, welche im Auftrag von JoWooD von Dritten entwickelt und produziert werden (Auftragsarbeit) . Innerhalb dieser Aktivitäten übernimmt JoWooD die Finanzierungsfunktion und die Steuerung/Überwachung/Kontrolle des Producing-Prozesses . Im Austausch dazu erhält JoWooD die zugrunde liegenden Verwertungsrechte (Lizenzen) . In weiterer Folge übernimmt JoWooD die Lokalisierung sowie das Manufacturing und ist darüber hinaus für den Vertrieb und Marketing federführend verantwortlich . Die JoWooD Entertainment AG teilt ihre geschäftlichen Aktivitäten in die beiden Segmente „Publishing“ und „Distribution“ (Management Approach) .

Die Prognoserechnung 2009 hat nur geringfügige Abweichungen zu der Prognoserechnung des Vorjahres aufgewiesen . Auf Grund dieser Geringfügigkeit wurde von einer Anpassung der aktiven Steuerlatenzen abgesehen . Die Überleitung des effektiven Steuersatzes zum gesetzlich anzuwendenden Steuersatz lässt sich wie folgt darstellen:

54

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-undVerlust-Rechnung Konzernanhang
Der Bereich „Distribution“ umfasst Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Spieletiteln von Dritten („Third Party“-Publishern) mit denen JoWooD Distributionsverträge abschließt und für die JoWooD den Vertrieb, von Fall zu Fall auch das Marketing übernimmt . Derartige Distributionsverträge können territorial limitiert sein oder mehrere Vertriebsregionen umfassen . Geschäftsjahr 2008 Umsatz Betriebsergebnis (EBIT) Segmentinvestitionen Abschreibungen Geschäftsjahr 2009 Umsatz Betriebsergebnis (EBIT) Segmentinvestitionen Abschreibungen Total 25 .035 1 .978 4 .956 3 .595 Total 25 .330 2 .135 3 .373 2 .905 Publishing 22 .451 1 .787 3 .941 3 .444 Publishing 14 .087 910 1 .543 2 .065 Distribution 1 .419 150 1 .015 150 Distribution 9 .872 1 .139 1 .830 840 Sonstige 1 .165 90 0 0 Sonstige 1 .371 86 0 0

Anmerkung: Im Zuge der Segmentberichterstattung 2009 wurden Titel des Back-Kataloges endgültig den Segmenten zugeteilt . Kriterium der Zuteilung waren hierbei die zugrunde liegenden Verträge . Je nach dem welche Kriterien gemäß obiger Definition der Segmente in den einzelnen Verträgen überwiegen, wurde eine Zuteilung zum jeweiligen Segment durchgeführt .

Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten nach Geschäftsbereichen: Die Gesellschaft war bis zum Geschäftsjahr 2007 ausschließlich im Bereich „Publishing“ tätig . Durch die Gründungen der JoWooD Distribution Services GmbH, Österreich, im vierten Quartal 2007 und der JoWooD Iberica S .L ., Madrid, im März 2008 wurden die Weichen für die Aufnahme einer verstärkten Distributionstätigkeit gestellt und konsequent weiterverfolgt . So wurde im Dezember 2009 die Tochtergesellschaft LLC JoWooD Eastern Europe Distribution mit Sitz in Kiew, Ukraine gegründet . Die Umsatzerlöse wurden nach Umsätzen der einzelnen Spieletitel den Segmentbereichen zugeordnet . Für die Ermittlung des EBIT werden den Spieletiteln direkte Kosten zugerechnet . Indirekte Kosten werden aufgrund von Kostenumlageschlüssel den Segmentbereichen zugeordnet . Die Segmentinvestitionen beinhalten Investitionen in neue Spieletitel bzw . Investitionen in Lokalisierungen . Als sekundäres Berichtsformat werden geografische Segmentinformationen dargestellt (siehe Abschnitt V Punkt 1) .

55

Erläuterungen zur CashflowRechnung / Ergebnis pro Aktie
VI. Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung
Das Cashflow-Statement der JoWooD-Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben . Im Cashflow -Statement werden Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit gezeigt . Der im Cashflow-Statement ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und täglich liquidierbare Wertpapiere (ausgenommen die Wertpapiere des langfristigen Vermögens) . Im Übrigen wird auf das CashflowStatement verwiesen . Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes:
Werte in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Kassenbestand Guthaben bei Kreditinstituten Verrechnungskonten Gesamt

0 6 .479 0 6.479

0 7 .260 0 7.260

VII. Ergebnis pro Aktie
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt zum Bilanzstichtag 2 .735 .695 Nennbetragsaktien . Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine weiteren Aktien ausgegeben . Die durchschnittliche Aktienanzahl entspricht dem zufolge der zum Bilanzstichtag 31 . Dezember 2008 bzw . 31 . Dezember 2009 ausgegebenen Aktien, wodurch sich bei einem Jahresergebnis von 1 .206 TEUR ein Ergebnis je Aktie von 0,44 EUR errechnet . Ausgabedatum 01 .01 .2009 Ausgegebene Optionen MSOP 2008 Angenommene Optionen MSOP 2008 Verfallene Optionen MSOP 2008 Zu berücksichtigende Optionen MSOP 2008 Zwischensumme Eigene Anteile Total verwässert Total unverwässert Jahresergebnis 2009 in TEUR Ergebnis je Aktie in EUR 2009 unverwässert Ergebnis je Aktie in EUR 2009 verwässert Ausgegebene Stückanzahl 2 .735 .695 70 .000 63 .090 25 .030 38 .060 2 .773 .755 10 .701 2 .763 .054 2 .724 .994 1 .206 0,44 Gewichtete Stückanzahl 2 .735 .695

*38 .060 2 .773 .755 *10 .701 2 .763 .054 2 .724 .994 1 .206 0,44

*Auf Grund des geringen Umfangs wird auf eine Gewichtung der zu berücksichtigenden und 2009 zugeteilten Aktienoptionen sowie der eigenen Anteile verzichtet .

56

Eigene Anteile / Finanzinstrumente
Details zum MSOP 2008 siehe Abschnitt X Punkt 5 .

Konzernanhang

VIII. Eigene Anteile
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2009 eigene Anteile erworben . Untenstehende Tabelle veranschaulicht die einzelnen Transaktionen im Zeitablauf: Datum Stück Anteil am Gewichteter Grundkapital Durchschnittskurs 0,003655% EUR 8,500 0,351647% EUR 8,092 0,035859% EUR 7,995 0,391162% EUR 8,272 Marktwert (in EUR) EUR 850 EUR 77 .854,04 EUR 7 .843,1 EUR 86 .538,14 Höchster Kaufkurs (in EUR) EUR 8,60 EUR 8,70 EUR 8,19 EUR 8,70 Niedrigster Kaufkurs (in EUR) EUR 8,40 EUR 8,33 EUR 7,95 EUR 7,95

07 .01 .2009 18 .02 .2009 20 .02 .2009

100 9 .620 981 10 .701

IX. Finanzinstrumente
1. Management von Fremdwährungskursrisiken

Gewisse Währungsrisiken existieren im Bereich der Umsätze mit US-amerikanischen sowie britischen Unternehmen, bzw . mit Unternehmen aus dem asiatischen Raum . Um negativen Währungseinflüssen zu begegnen bzw . diese in Zukunft zu kompensieren, wurde beginnend mit dem 4 . Quartal 2007 mit klassischen Absicherungsgeschäften gegen Währungsrisiken begonnen . Dadurch sollen in Zukunft negative Effekte aus Währungsumrechnungen im Zuge der gruppenweiten Konsolidierung durch entsprechende Positiveffekte im Finanzergebnis kompensiert werden . Per Bilanzstichtag 31 . Dezember 2009 waren keine Absicherungsgeschäfte zu berücksichtigen .

57

Sonstiges
2. Ausfalls- und Liquiditätsrisiken 6. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Das maximale Ausfallsrisiko wird bilanziell durch den Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes dargestellt . Daher ist der Konzern der Auffassung, dass sich sein maximales Ausfallsrisiko mit dem Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der zum Bilanzstichtag angesetzten Wertberichtigungen deckt .

Der Buchwert der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entspricht dem Marktwert .

7.

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

3.

Kreditrisiken

Im Bereich des Fremdkapitals waren im Jahre 2009 großteils Euro-Kredite auf EURIBOR- Basis aushaftend, weshalb eine spezielle Währungsabsicherung im Zinsbereich nicht notwendig war . Für alle bestehenden Risiken wurden Wertberichtigungen gebildet .

Die Verkehrswerte von langfristigen Verbindlichkeiten basieren auf den aktuellen Zinssätzen für Verbindlichkeiten mit demselben Fälligkeitsmuster . Der Verkehrswert von langfristigen Darlehen und anderen Verbindlichkeiten mit variablen Zinssätzen entspricht ungefähr deren Buchwerten .

X. Sonstiges
1. Leasing

4.

Zinsrisiken

Der Vorstand schätzt das Risiko aus Zinsänderungen bei Finanzanlagen und -verbindlichkeiten als minimal ein . Derivative Instrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden daher für diese Zwecke nicht eingesetzt .

5.

Marktwert der Finanzinstrumente

Der Konzern ist verschiedene Operating-Leasing-Vereinbarungen für Maschinen, Büroräume und andere Gegenstände als Leasingnehmer eingegangen . Die LeasingVereinbarungen beinhalten keine Beschränkungen der Konzernaktivitäten betreffend Dividenden, zusätzliche Fremdkapitalaufnahme oder weitere Leasingvereinbarungen . Die Ausgaben für Mieten und Leasing betrugen 432 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR) .

Der Buchwert der flüssigen Mittel und des sonstigen Finanzvermögens entspricht aufgrund der relativ kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente dem Marktwert .

58

Sonstiges
Werte in TEUR Verpflichtungen aus Leasingverträgen Verpflichtungen aus Mietverträgen Gesamt des folgenden Geschäftsjahres 3 (VJ: 3) 396 (VJ: 266) 399 (VJ: 269)

Konzernanhang
der folgenden fünf Geschäftsjahre 15 (VJ: 15) 638 (VJ: 986) 653 (VJ: 1.001)

Derzeit bestehen keine Leasingverträge mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren .

2.

Eventualverbindlichkeiten

Hinsichtlich der Risiken verweisen wir auf Abschnitt III Punkt 21 . Per Bilanzstichtag bestehen im Rahmen des Factorings Bevorschussungen in Höhe von TEUR 5 .864 .

3.

Angabe über Geschäftsfälle mit nahestehenden Personen

Die Mitglieder des Vorstands der Muttergesellschaft haben im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von 277 TEUR (Vorjahr: 188 TEUR) erhalten . 7 TEUR davon entfallen auf die anteilig verrechneten D&O-Versicherungsaufwendungen . Bezüge für Tätigkeiten der Mitglieder des Vorstands: Bezüge gesamt Gehaltsaufwand Vorstandsbezüge gesamt Aktive Vorstände 277 277 Ausgeschiedene Vorstände --Summe 277 277

Aus den Aktivitäten des Aufsichtsrats haben sich Zahlungen in der Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 88 TEUR) ergeben . Darin enthalten sind Aufsichtsratsvergütungen in der Höhe von 77 TEUR (Vorjahr: 83 TEUR) und Reisekostenersatz in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR) .

59

Sonstiges
4. Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die Personalkosten des Konzerns gliedern sich wie folgt: Werte in TEUR Löhne Gehälter Aufwendungen für Abfertigungen Beiträge an Mitarbeitervorsorgekasse Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge Sonstige Sozialaufwendungen Gesamt 2009 6 2 .744 -67 17 468 104 3.272 2008 6 3 .087 2 17 507 171 3.790

Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Arbeitnehmer für den Konzern 78 (Vorjahr: 112) . Organe des Mutterunternehmens Die Organe der JoWooD Entertainment AG sind: Mitglieder des Vorstands: Dr . Albert Seidl (seit 28 .01 .2005), Vorstandsvorsitzender Mag . Klemens Kreuzer (seit 01 .04 .2009) Mitglieder des Aufsichtsrats: Michael Sares, Mitglied seit 28 .12 .2005, Vorsitzender seit 09 .09 .2007 Mag . Christoph Ludwig, Mitglied seit 14 .01 .2005 Mag . Daniel Neubauer, Mitglied seit 08 .08 .2007 Unabhängigkeit des Aufsichtsrats Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstandsmitgliedern steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen . Für den Fall eines derartigen Konflikts sind bei JoWooD Entertainment AG in Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex mehrjährige Übergangsfristen vorgesehen .

60

Sonstiges
Die Leitlinien zur Feststellung der Unabhängigkeit der gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats sehen daher vor, dass das Mitglied: 1 . in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur JoWooD Entertainment AG oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, sein Verhalten zu beeinflussen; 2 . in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der JoWooD Entertainment AG oder eines Tochterunternehmens der JoWooD Entertainment AG gewesen ist; 3 . zur JoWooD Entertainment AG oder einem Tochterunternehmen der JoWooD Entertainment AG kein Geschäftsverhältnis in einem für sie bedeutenden Umfang unterhält oder im letzten Jahr unterhalten hat . Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen es ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat; 4 . in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der JoWooD Entertainment AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen ist; 5 . nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft ist, in der ein Vorstandsmitglied der JoWooD Entertainment AG Aufsichtsratsmitglied ist, und 6 . kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Elternteil, Onkel, Tante, Bruder, Schwester, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen ist, die sich

Konzernanhang
in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden . Die JoWooD Entertainment AG ist eine österreichische Aktiengesellschaft und notiert an der Wiener Börse . Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance ergibt sich somit – neben dem österreichischen Recht, insbesondere dem Aktien- und Kapitalmarktrecht, den Bestimmungen über die betriebliche Mitbestimmung sowie der Satzung der JoWooD Entertainment AG – aus dem Österreichischen Corporate Governance Kodex unter www .wienerboerse .at/corporate/kodex .htm sowie aus den Geschäftsordnungen der gesellschaftlichen Organe . Trennung von Unternehmensführung und -kontrolle Durch das österreichische Aktienrecht ist ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben . Es sieht eine strikte personelle Trennung zwischen Leitungsorgan (Vorstand) und Kontrollorgan (Aufsichtsrat) vor . Eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig . Der Vorstand der JoWooD Entertainment AG besteht aus zwei Mitgliedern . Der Vorstand hat unter eigener Verantwortung die Gesellschaft so zu leiten, wie der Gegenstand und das Wohl des Unternehmens unter Berücksichtigung der Interessen der Aktionäre und der Arbeitnehmer sowie das öffentliche Interesse es erfordern . Grundlagen seines Handelns sind die gesetzlichen Bestimmungen sowie die Bestimmungen der Unternehmenssatzung und die vom Aufsichtsrat beschlossene Geschäftsordnung für den Vorstand . Wichtige Verhaltensregeln liefert auch der Österreichische Corporate Governance Kodex .

61

Sonstiges
Ohne die Gesamtverantwortung des Vorstands zu schmälern, bestimmt der Aufsichtsrat nach den jeweiligen Anforderungen an die Geschäftsführung die Bildung und Verteilung von Vorstandsbereichen . Ausgewählte Geschäfte sind der kollegialen Beratung und Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorbehalten . Darüber hinaus hat der Vorstand bei zustimmungspflichtigen Angelegenheiten, die per Gesetz oder Beschluss des Aufsichtsrats als solche definiert sind, die Zustimmung des Aufsichtsrats einzuholen . Satzung und Geschäftsordnungen beinhalten einen ausführlichen Katalog derartiger Angelegenheiten . Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat gemäß den organisationsrechtlichen Bestimmungen zu berichten . Die dort normierte Berichtspflicht gilt auch gegenüber den Ausschüssen des Aufsichtsrats . Zur Berichtspflicht des Vorstands zählen auch Quartalsberichte über die Geschäftslage des Gesamtkonzerns sowie Informationen zu wichtigen Belangen wesentlicher Konzerngesellschaften . Die Kommunikation zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt im Rahmen der Sitzungen des Aufsichtsrats, seiner Ausschüsse sowie anlassbezogen in schriftlicher Form . Darüber hinaus findet eine laufende Abstimmung zwischen dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats hinsichtlich jener Angelegenheiten statt, die in die Zuständigkeit des Aufsichtsrats fallen . Hierunter fällt insbesondere die Vorbereitung von Sitzungen . Dem Aufsichtsrat der JoWooD Entertainment AG gehören per 30 . April 2010 drei von der Hauptversammlung gewählte Kapitalvertreter an . Der Aufsichtsrat wird von einem Vorsitzenden und einem stellvertretenden Vorsitzenden geleitet, die der Aufsichtsrat aus seinen eigenen Reihen wählt . Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit nach Maßgabe der Bestimmungen des Aktiengesetzes und der Satzung aus . Weitere Grundlagen seines Handelns bilden die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sowie der Österreichische Corporate Governance Kodex . Dem Aufsichtsrat obliegt insbesondere die Überwachung der Tätigkeit des Vorstands, von dem er jederzeit einen Bericht über die Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen kann . Den Kreis der per Gesetz (§ 95 Abs . 5 AktG) definierten zustimmungspflichtigen Geschäfte kann der Aufsichtsrat über Beschlüsse erweitern . Ein solcher Katalog findet sich in den jeweiligen Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat . Ausschüsse Derzeit ist im Aufsichtsrat der JoWooD Entertainment AG folgender Ausschuss eingerichtet, der sich aus drei gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats zusammensetzt: Der Finanz- und Prüfungsausschuss war im Geschäftsjahr 2009 für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverteilung sowie des Lageberichts der Gesellschaft und des Konzerns zuständig . Weiters erstellt er einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers . Mit 1 . Oktober 2009 wurden die Kompetenzen des Prüfungsausschusses wie gesetzlich vorgesehen formal erweitert .

62

Sonstiges
Der Aufsichtsrat kann aus seinen Mitgliedern weitere Ausschüsse bestellen, die seine Verhandlungen und Beschlüsse vorbereiten, die Ausführung seiner Beschlüsse überwachen oder über vom Aufsichtsrat besonders zugewiesene Angelegenheiten entscheiden . Prüfungsausschuss: Mag . Christoph Ludwig (Vorsitzender) Michael Sares Mag . Daniel Neubauer, LL . M .

Konzernanhang
Aktien-Optionen (Regel 29): Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 21 .000 Optionen an den Vorstand (durch den Aufsichtsrat) und an die Belegschaft (durch den Vorstand) zugeteilt:
Vorstand Belegschaft Zuteilungs- Ausübungsdatum preis

(in EUR) 2 . Zuteilung 3 . Zuteilung Summe 1 .800 1 .800 3 .600 8 .700 8 .700 17 .400 06 .02 . 2009 06 .11 .2009 8,17 10,44

Vergütungsbericht Erfolgsbeteiligung des Vorstands (Regel 30): Die Bezüge des Vorstands bestehen zu 100 % aus fixen Gehaltsanteilen . Der Aufsichtsrat entscheidet jährlich diskretionär über die Auszahlung des Bonus, der für jeden der beiden Vorstände pauschal und gemäß Vertrag vier Brutto-Monatsgehälter beträgt . Beide Vorstände haben auf Ihren Prämienanspruch für das Jahr 2009 verzichtet . Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder belaufen sich für das Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt 270 TEUR (Vorjahr: 188TEUR) . Die Erhöhung der Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Bestellung von Herrn Mag . Klemens Kreuzer zum CFO im April 2009 . Etwaige Sachbezüge sind in diesem Ausweis inkludiert . Für zusätzliche interne Mandate erhalten die Vorstandsmitglieder keine Vergütung . Sowohl für den Aufsichtsrat als auch den Vorstand wurde gemäß dem HV-Beschluss vom 1 . Juli 2009 eine D&O-Versicherung abgeschlossen . Eine genaue Auflistung der Vergütung ist unter dem Punkt „Vergütungsschema für den Aufsichtsrat“ weiter unten zu finden .

Nähere Details zu dem bestehenden MSOP 2008 („Mitarbeiter-Stock-Option-Programm“) siehe Abschnitt 5 . Directors-and-Officers-Versicherung (D & O) (Regel 30): In der 9 . ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 1 . Juli 2009 wurde der Abschluss einer D&O-Versicherung für Aufsichtsrat und Vorstand zu marktüblichen Konditionen beschlossen . Diese soll insbesondere die Kosten für die gerichtliche und außergerichtliche Abwehr von Ansprüchen und das Risiko, aufgrund von Schadenersatzansprüchen in Anspruch genommen zu werden, abdecken, wobei sowohl die Befriedigung begründeter Schadenersatzansprüche als auch die Abwehr unbegründeter Ansprüche von der Versicherung umfasst werden . Da die Kosten der D&O Versicherung von der Gesellschaft getragen werden, stellen diese Kosten einen Bestandteil der Vorstands- bzw . Aufsichtsratsvergütung dar .

63

Sonstiges
Die Satzung wurde in § 8a (Vergütung des Aufsichtsrats) um einen neuen Absatz ergänzt, sodass der Vorstand ermächtigt ist, für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D&O-Versicherung zu marktüblichen Konditionen abzuschließen . Directors’ Dealings (Regel 70): Im Geschäftsjahr 2009 wurden der JoWooD Entertainment AG folgende Kauftransaktionen von JoWooD-Aktien von Organmitgliedern gemeldet: Name Sares Invest AG Sares Invest AG Christoph Ludwig Sares Invest AG Klemens Kreuzer Sares Invest AG Klemens Kreuzer Klemens Kreuzer Christoph Ludwig Klemens Kreuzer Klemens Kreuzer Transaktion Verkauf Kauf Kauf Kauf Kauf Verkauf Kauf Kauf Kauf Kauf Kauf Datum 02 .01 .2009 22 .01 .2009 23 .01 .2009 23 .01 .2009 25 .02 .2009 30 .04 .2009 16 .07 .2009 31 .08 .2009 07 .10 .2009 02 .12 .2009 14 .12 .2009 Stück 4 .652 12 .397 300 2 .255 50 60 .000 50 145 200 250 1 .000 Stückpreis (in EUR) 9,87 7,84 8,01 8,00 7,50 11,00 10,35 10,96 10,36 11,36 11,50

Vergütungsschema für den Aufsichtsrat (Regel 51): Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält jährlich eine pauschale Vergütung von 15 TEUR . Für die Mitwirkung im Prüfungsausschuss erhält jedes Mitglied jährlich weitere 5 TEUR . Diese Festvergütung ist beginnend mit Geschäftsjahr 2007 (Basiszahl Jänner 2007) nach dem von der Statistik Austria verlautbarten Verbraucherpreisindex 2005 oder einem allfälligen Nachfolgeindex wertgesichert . Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt die Festvergütung das 1,5-Fache, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt sie das 1,25-Fache . Weiters erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung in der Höhe von 0,1 % (ein Promille) des für ein Geschäftsjahr ermittelten Ergebnisses nach Steuern (vor Minderheitenanteilen) gemäß dem vorgelegten und uneingeschränkt testierten Konzernabschluss . Der Gesamtbetrag der variablen Vergütung darf den Betrag der festen Vergütung nicht überschreiten .

64

Sonstiges
in EUR Vorstand* Fixe Vergütung p.a. 269 .603,56 Erfolgsabhängige Vergütungskomponenten Bonus (basierend auf Aufsichtsratsbeschluss): 4 Brutto-Monatsgehälter

Konzernanhang
D&O Versicherung 7 .200

Aufsichtsrat Michael Sares, Vorsitzender Mag . Christoph Ludwig, Stv . des Vorsitzenden Mag . Daniel Neubauer, LL . M ., Mitglied

29 .745,25** 25 .826,13** 21 .907,01**

*** *** ***

3 .600 3 .600 3 .600

* Es wird aufgrund der Befreiung gemäß . §241 Abs . 4 UGB keine Einzel-Aufschlüsselung des Vorstands angegeben . ** Diese Position enthält neben den wertgesicherten Vergütungen auch Vergütungen für den Finanz- und Prüfungsausschuss*** Die variable bzw . erfolgsabhängige Vergütungskomponente des Aufsichtsrats beträgt ein Promille (0,1 %) des ermittelten Ergebnisses nach Steuern (vor Minderheitenanteilen) gemäß dem vorgelegten und uneingeschränkt testierten Konzernabschluss .

Zustimmungspflichtige Verträge von Aufsichtsratsmitgliedern (Regel 48): Von keinem Mitglied des Aufsichtsrats wurden Verträge mit der JoWooD Entertainment AG oder einer ihrer Tochtergesellschaften abgeschlossen, die zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten oder berechtigen . Derartige Verträge würden die Zustimmung des Aufsichtsrats erfordern . Honorare des Wirtschaftsprüfers: Die Prüfung des Jahresabschlusses der JoWooD Entertainment AG und des Konzernabschlusses erfolgt im Geschäftsjahr 2009 durch die SOT Wirtschaftsprüfung GmbH, Graz . Die Wirtschaftsprüfungs- und -beratungskosten betrugen in Summe TEUR 86 .

5.

Mitarbeiteroptionsprogramm

In der außerordentlichen Hauptversammlung der JoWooD Entertainment AG am 22 . April 2008 wurde beschlossen, dass das Grundkapital um bis zu 490 .000 EUR durch Ausgabe von bis zu 70 .000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien im Nennbetrag von je 7 EUR erhöht wird, wobei diese Erhöhung nur insoweit durchgeführt werden darf, als Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens die ihnen eingeräumten Aktienoptionen ausüben und von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen (bedingte Kapitalerhöhung) .

65

Sonstiges
Von den insgesamt 70 .000 Optionen werden dem Vorstand der Gesellschaft nach Maßgabe des Mitarbeiter-Aktienoptions-Programms 2008 (MSOP 2008) insgesamt 12 .000 Optionen gewährt . Den Arbeitnehmern und leitenden Angestellten (einschließlich den Geschäftsführern) der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens (im Folgenden kurz „Mitarbeiter der JoWooD-Gruppe“) werden nach Maßgabe des MSOP somit insgesamt 58 .000 Optionen gewährt . Den Mitarbeitern der JoWooD Gruppe werden die Aktienoptionen in drei Zuteilungen angeboten: 1 . Zuteilung: bis 13 .05 .2008 in der Höhe von 49 .000 Stück in 3 Tranchen (35 % / 30 % / 35 %) ausübbar . 2 . Zuteilung: bis 06 .02 .2009 in der Höhe von 10 .500 Stück in 2 Tranchen (50 % / 50 %) ausübbar . 3 . Zuteilung: bis 06 .11 .2009 in der Höhe von 10 .500 Stück in 2 Tranchen (50 % / 50 %) ausübbar . Der Ausübungspreis entspricht bei jeder der 3 Zuteilungen dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien an den letzten 90 Handelstagen im amtlichen Handel an der Wiener Börse vor dem Zeitpunkt der jeweiligen Zuteilung der Option . Der Mindestausübungspreis beträgt bei jeder Tranche 7 EUR je Aktie . Die Ausübungsrechte aus den eingeräumten Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Ausübung sind in den jeweiligen Tranchen an Kurssteigerungen gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der Zuteilung gebunden: 1 . Tranche nur ausübbar, wenn Kurssteigerung von min . 5 % gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der 1 ., 2 ., oder 3 . Zuteilung erfolgt ist . 2 . Tranche nur ausübbar, wenn Kurssteigerung von min . 10 % gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der 1 ., 2 ., oder 3 . Zuteilung erfolgt ist . 3 . Tranche nur ausübbar, wenn Kurssteigerung von min . 15 % gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der 1 . Zuteilung (2 . und 3 . Zuteilung in nur zwei Tranchen ausübbar) erfolgt ist . Sämtliche Optionen, die im Rahmen der 1 . Zuteilung zugeteilt wurden, sind spätestens bis zum 31 . Dezember 2013 auszuüben . Sämtliche Optionen, die im Rahmen der 2 . Zuteilung zugeteilt werden, sind spätestens bis zum 30 . September 2014 auszuüben . Sämtliche Optionen, die im Rahmen der 3 . Zuteilung zugeteilt werden, sind spätestens bis zum 30 . Juni 2015 auszuüben . Im Rahmen der 1 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooD-Gruppe im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 49 .000 Optionen angeboten, wovon 43 .890 Optionen angenommen wurden . Im Rahmen der 2 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooD-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 10 .500 Optionen angeboten, wovon 10 .500 Optionen angenommen wurden . Im Rahmen der 3 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooD-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 10 .500 Optionen angeboten, wovon 8 .700 Optionen angenommen wurden .

66

Corporate Governance Kodex
Per Bilanzstichtag 31 . Dezember 2009 haben 25 .030 Optionen von den 63 .090 angenommenen Optionen ihr Recht auf Ausübung aufgrund eines zwischenzeitlichen Nichtbestehens eines aufrechten Dienst- bzw . Anstellungsverhältnisses, Werkvertragsverhältnisses oder freien Dienstverhältnisses zur Gesellschaft verloren .

Konzernanhang

Die JoWooD Entertainment AG bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex, befolgt und setzt diese Regelungen konsequent um . Der Österreichische Corporate Governance Kodex umfasst folgende drei Regelkategorien: L-Regeln (Legal Requirement): beruhen auf zwingenden Rechtsvorschriften . C-Regeln (Comply or Explain): müssen eingehalten werden bzw . Abweichungen davon erklärt werden . R-Regeln (Recommendation): haben Empfehlungscharakter; ihre Nichteinhaltung ist weder offenzulegen noch zu begründen . Die zwingenden Rechtsvorschriften (L-Regeln) werden von der JoWooD Entertainment AG vollständig eingehalten . Abweichungen von C-Regeln

XI. Corporate Governance Kodex
Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird österreichischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt . Der Kodex basiert auf den wesentlichen Grundsätzen der Gleichbehandlung der Aktionäre, Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, offenen Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, Transparenz, Vermeidung von Interessenkonflikten von Organen sowie einer effizienten Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer . Der vorliegende Corporate Governance Bericht basiert auf der für das Geschäftsjahr 2009 gültigen Version des Kodex von Jänner 2009 (der Kodex ist auf der Homepage des Arbeitskreises für Corporate Governance in Österreich unter http://www .corporate-governance . at/ verfügbar) . Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts, die Empfehlungen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrats und der Vergütung von Direktoren sowie der OECD-Richtlinien für Corporate Governance .

Regel 4: Die aktuelle Satzung der JoWooD Entertainment AG sieht derzeit eine Hinterlegungsfrist von mindestens 14 Tagen ab Einberufung der Hauptversammlung vor, wobei zwischen dem Tag der Hinterlegung und dem Tag der Hauptversammlung 3 Werktage frei bleiben müssen . Regel 18: Die Aufgaben der internen Revision werden von Group Controlling ausgeführt . Über wesentliche Ergebnisse dieser Revisionstätigkeit wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig berichtet . Die Einrichtung einer internen Revision als eigene Stabstelle des Vorstands

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Corporate Governance Kodex
bzw . die Auslagerung einer internen Revision an eine geeignete Institution ist derzeit aufgrund der Unternehmensgröße nicht erforderlich . Regel 38: Eine Altersgrenze für die Nominierung von Vorstandsmitgliedern ist in der Satzung derzeit nicht vorgesehen . Die Bestellung von Vorstandsmitgliedern von JoWooD richtet sich ausschließlich nach deren fachlichen und persönlichen Qualifikationen . Regel 41: Der Aufsichtsrat richtet keinen Nominierungsausschuss ein . Der Aufsichtsrat setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und hält in regelmäßigen Abständen konstruktive Sitzungen ab, die sich unter anderem auch mit der Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und mit Fragen der Nachfolgeplanung befassen . Regel 43: Der Aufsichtsrat richtet keinen Vergütungsausschuss ein . Der Aufsichtsrat setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und hält in regelmäßigen Abständen konstruktive Sitzungen ab, die sich unter anderem auch mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen befassen . Regel 57: Eine Altersgrenze für die Nominierung von Aufsichtsratsmitgliedern ist in der Satzung derzeit nicht vorgesehen . Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats richtet sich ausschließlich nach fachlichen und persönlichen Qualifikationen . Der Vorstand der JoWooD Entertainment AG Wien, am 6 . Mai 2010

Dr . Albert Seidl e .h .

Mag . Klemens Kreuzer e .h .

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Bericht des Abschlussprüfers
Bericht zum Jahresabschluss Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der JoWood Entertainment AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1 . Jänner 2009 bis zum 31 . Dezember 2009 mit einem Eigenkapital von EUR 28 .120 .547,79 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft . Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31 . Dezember 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31 . Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang . Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt . Diese Verantwortlichkeit beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen .

Konzernanhang

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung . Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt . Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist . Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss . Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern . Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben . Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen

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Bericht des Abschlussprüfers
Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses . Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt . Prüfungsurteil Unsere Prüfung hat zu den im nachstehenden Absatz angeführten Einwendungen geführt: Der Zeitpunkt der Realisierung von zwei im vorliegenden Konzernabschluss enthaltenen Verkaufsgeschäften der Konzerntochter Dreamcatcher Inc konnte von uns nicht abschließend beurteilt werden . Je nach Gewichtung und Berücksichtigung aller Sachverhaltselemente dieser Verkaufsgeschäfte ist die vollständige Umsatzrealisierung nicht im Jahr 2009, sondern erst im Jahr 2010 erfolgt . Wären diese Umsätze zur Gänze im Jahr 2010 erfasst worden, dann hätten sich die Umsatzerlöse im vorliegenden Konzernabschluss um rund Euro 1 .534 .000,00 und das Konzernergebnis um rund Euro 781 .000,00 vermindert . Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss mit der Einschränkung, dass die im vorhergehenden Absatz angeführten Auswirkungen nicht berücksichtigt wurden, nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt mit dieser Einschränkung ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31 . Dezember 2009 sowie der Ertragslage des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1 . Jänner 2009 bis zum 31 . Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind . Aussagen zum Lagebericht Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken . Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht . Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss .

SOT Wirtschaftsprüfung GmbH

Dr . Christoph Lauscher Wirtschaftsprüfer

Mag . Martina Heidinger Wirtschaftsprüferin

Wien, am 6 . Mai 2010

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Einzelabschluss der JoWooD Entertainment AG / UGB
Konzernanhang Lagebericht der JoWooD Entertainment AG Einzelabschluss der JoWooD Entertainment AG Anhang zum Einzelabschluss der JoWooD Entertainment AG Bericht des Abschlussprüfersers

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Mission Statement/ Wirtschaftliches Umfeld
Mission Statement
JoWooD ist ein Publisher und Distributor für hochqualitative Computer- und Konsolenspiele in nahezu allen europäischen Ländern, Nord- und Lateinamerika sowie ausgewählten asiatischen Märkten . Mit 5 Standorten und insgesamt 33 in der JoWooD Entertainment AG beheimateten Mitarbeitern (Stand: 31 . Dezember 2009) ist die Gesellschaft in 6 Ländern vertreten . JoWooD verfügt über ein internationales Vertriebsnetzwerk in über 50 Ländern und beliefert damit rund 200 Kunden, wovon die Top 10 weltweit über 20 .000 Points of Sale betreiben . Derzeit hat JoWooD rund 150 Titel im Programm, davon sind ca . 120 Eigenverlagstitel . JoWooD hat das Ziel, für alle gängigen Konsolen und Handhelds von Nintendo, Sony und Microsoft sowie für PCs Spiele in die Genres Rollenspiele, Action- und Adventure-Games sowie Kids & Family zu verlegen und die Wertschöpfungskette bis zum Point of Sale zu betreuen .

Wirtschaftliches Umfeld
Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Realwirtschaft waren zu Beginn des Jahres 2009 noch stark spürbar . In der zweiten Jahreshälfte zeigten sich jedoch erste Anzeichen für eine Erholung . Die Interventionen der Zentralbanken sowie Investitions- und Infrastrukturprogramme der öffentlichen Hand konnten die große Verunsicherung auf den Finanzmärkten mindern und die globale Rezession eindämmen . Im Euroraum mehrten sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 die Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft, auch wenn im Gesamtjahr nur mehr eine Wirtschaftsleistung von 0,8 Prozent erreicht wurde . In den Ländern der Eurozone stellte sich die Wirtschaftsleistung sehr unterschiedlich dar, in Irland und Spanien beispielsweise schrumpfte die Wirtschaftsleistung deutlich, in Polen hingegen wuchs die Wirtschaft auch im Jahr 2009 . Für viele Länder Europas wird für 2010 wieder Wachstum erwartet . China und Indien konnten durch Konjunkturprogramme ihr Wirtschaftswachstum festigen und erreichten Raten von 8,7 bzw . 5,6 Prozent .

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Ausblick 2010: Wirtschaftliches Umfeld/ Aktienmärkte Einzelabschluss Lagebericht
Ausblick 2010: Wirtschaftliches Umfeld
Der IWF korrigierte seine Konjunkturprognosen für 2010 nach oben, die prognostizierte Wachstumsrate von 3,9%Prozent für die Weltwirtschaft bleibt aber deutlich unter den Werten der Vorkrisenjahre . Etwas gedämpfter sieht die OECD die weitere konjunkturelle Entwicklung . Bezugnehmend auf für Rückschläge anfällige Finanzmärkte und den Verweis auf rückläufige, staatliche Impulse, gibt die OECD nur einen verhaltenen Ausblick auf die Konjunktur der nächsten Monate . So erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – nachdem sich im 4 . Quartal 2009 die Konjunktur in den G7-Ländern belebt habe – eine Verlangsamung des Wachstum für die erste Jahreshälfte 2010 . Allen derzeit verfügbaren Prognosen ist gemein, dass sie mit hoher Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung behaftet sind . Nichts desto trotz dürfte sich die weltweite konjunkturelle Erholung auch im Jahr 2010 fortsetzen, jedoch die Auswirkungen des Einbruchs der Weltwirtschaft 2009 aber noch längere Zeit spürbar sein werden . Somit ist nicht damit zu rechnen, dass eine Rückkehr zu den Niveaus der Vorkrisenjahre bereits im Jahr 2010 erreicht wird .

Aktienmärkte
Internationale Aktienmärkte
In den ersten Wochen des Börsejahres 2009 setzte sich der Abwärtstrend des vorangegangenen Jahres fort und führte teilweise zu Tiefstständen, die jene aus 2008 nochmals unterboten . Überraschend gute Geschäftsdaten von Finanzdienstleistungsunternehmen und die fortgesetzte Bereitschaft der Notenbanken, Liquidität zur Verfügung zu stellen, führten gegen Ende des ersten Quartals zu einer deutlichen Erholung der Aktienkurse . Verbleibende Unsicherheiten über die konjunkturelle Entwicklung, die Zinsentwicklungen und über souveräne Risiken zeigten sich nicht zuletzt dadurch, dass im weiteren Jahresverlauf der Aufwärtstrend der Aktienkurse immer wieder durch moderate Rückschläge unterbrochen wurde . Der US-Börseindex Dow Jones Industrial konnte im Laufe des Jahres die 10 .000-Punkte-Marke wieder durchbrechen . Der Jahresultimowert 2009 von 10 .428,05 Punkten lag um 18,8 Prozent über dem Wert per Ende des vorangegangenen Jahres; verglichen mit dem Tiefststand per 9 . März 2009 beträgt der Anstieg beachtliche 59,3 Prozent . Maßgeblich gestützt wurde diese Entwicklung nicht nur durch eine positive Entwicklung des Finanzsektors und eine Rückkehr zu gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten, sondern auch durch eine expansive Notenbankpolitik . Die Aufwärtstendenz an den US-Börsen setzte sich bis Jahresende 2009 fort, sodass der Ultimowert des Dow Jones nahe dem Jahreshöchststand lag .

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Aktienmärkte
Europas Börsen konnten sich 2009 durchwegs gut entwickeln, der Eurostoxx 50 hat im Jahresvergleich um 21,0 Prozent zugelegt . Die wichtigen europäischen Börseindizes (DAX, FTSE 100, CAC 40) lagen in einer ähnlichen Bandbreite wie der Eurostoxx 50 . Ähnlich verlief auch die Kursentwicklung am japanischen Aktienmarkt, der Nikkei 225 stieg um 19,0 Prozent an . Die Emerging Markets litten zu Beginn des Jahres 2009 unter der Risikoaversion der Investoren, konnten aber im weiteren Jahresverlauf beachtliche Kurszuwächse erzielen und die etablierten Börsen deutlich outperformen . Nicht zuletzt ist dies auf globaler Ebene darauf zurückzuführen, dass Länder wie China oder Indien von der Wirtschaftskrise weit weniger betroffen waren, als vorweg befürchtet wurde . Besonders getroffen von der Risikoaversion zu Beginn des Jahres waren die CEE-Länder . Der Kurseinbruch konnte aber im weiteren Verlauf des Jahres eindrucksvoll überwunden werden, der in Euro berechnete Osteuropaindex CECE weist für das Gesamtjahr einen Anstieg um 40,5 Prozent auf . auf den Jahreshöchststand von 2 .752,39 nahezu verdoppelt . Erneute Unsicherheiten am Markt, insbesondere ausgelöst von der Besorgnis über steigende Länderrisiken, haben in der Folge zu Korrekturen geführt, die auch durch leichte Kursgewinne im Dezember nicht mehr kompensiert werden konnten . Der Jahresendkurs von 2 .495,56 entspricht einem Anstieg um 42,5 Prozent gegenüber dem Ultimostand von 2008 .

Die JoWooD-Aktie
Basisinformationen zur JoWooD-Aktie ISIN Wertpapierkürzel Anzahl der Aktien Eigene Aktien Im Umlauf befindliche Aktien Listing an der Wiener Börse Ticker-Symbole in EUR Höchstkurs Tiefstkurs AT0000747357 JWD 2 .735 .695 10 .701 2 .724 .994 Prime Market JOWO .VI; JWD AV; 2009 14 6,51 2008 14,87 12,20

Wiener Börse
Die Wiener Börse hat sich 2009 gut entwickelt . Nach dem starken Rückgang der Kurse im Jahr 2008 konnte der Wiener Leitindex ATX im Jahr 2009 die Indexentwicklung der meisten internationalen Börseplätze klar übertreffen . In den ersten Wochen des Jahres 2009 waren die Kurse an der Wiener Börse, insbesondere aufgrund einer negativen Einschätzung der Entwicklung und der Risikolage in den CEE-Ländern, deutlich gesunken, sodass der im März erreichte Jahrestiefststand des ATX (1 .411,95) um 19,4 Prozent unter dem Stand per Ultimo 2008 lag . Die folgende Kurserholung hat den Indexwert im Oktober

Die JoWooD Entertainment AG verfolgt einen aktiven und regelmäßigen Dialog mit bestehenden und potenziellen Investoren und Analysten . Als Grundprinzipien gelten hierbei die zeitnahe, offene und umfassende Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern, hohe Transparenz und eine aktive Berichterstattung . Eine transparente Informationspolitik und das Bekenntnis zum österreichischen Corporate Governance Kodex sind integraler Bestandteil der Investor Relations Tätigkeit von JoWooD .

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Aktienmärkte

Einzelabschluss Lagebericht

Im Geschäftsjahr 2009 wurde bei Meetings, Conference Calls, Roadshows und auf internationalen Messen der Branche zahlreiche Gelegenheiten genutzt, über die Geschäftsentwicklung und Strategie von JoWooD zu informieren . Aktienchart 2 . Jänner 2009 30 . Dezember 2009

Aktienchart der JoWooD Aktie mit ATXPrime Overlay (2 . Jänner 2009 bis 30 . Dezember 2009)

Aktionärsstruktur

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Branchenumfeld / Branchenentwicklung
Branchenumfeld / Branchenentwicklung
Allgemeine Marktentwicklung
Bis zum Jahr 2008 war der Wachstumstrend der weltweiten Spielebranche ungebrochen . In den USA, dem wichtigsten Markt der Branche, wurde 2008 noch ein Zuwachs von rund 23 Prozent bei Video- und Computerspielen erzielt . Auch in Österreich konnte eine Umsatzsteigerung von 24 Prozent erreicht werden . Dass die krisenresistente Spielebranche ebenfalls Rückgänge verzeichnen würde, war im Verlauf des Jahres 2009 aus Prognosen hervorgegangen . Grund für diesen Rückgang ist vor allem die hardwaretechnische Sättigung des weltweiten Marktes und der stark erhöhte Verbreitungsgrad der einzelnen Konsolen . In den kommenden Jahren wird sich der Zuwachs tendenziell auf Software für den jeweiligen Konsolentyp beschränken – bis zur Veröffentlichung der mittlerweile achten Konsolengeneration . Im vergangenen Geschäftsjahr 2009 gingen die Umsätze im US-amerikanischen Markt erstmals seit fünf Jahren zurück . Die Gesamtumsätze im Markt für Softund Hardware sanken um rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 19,66 Mrd . US-Dollar . Bei Spielesoftware (PC-, Konsolen- und Handheld-Software) reduzierte sich der Gesamtumsatz laut dem amerikanischen Marktforscher NPD Group um 11 Prozent und belief sich auf rund 10,5 Mrd . Dollar . Der Umsatz bei PC-Games ging um 23 Prozent auf 538 Mio . Dollar zurück . Trotz des schlechten konjunkturellen Umfeldes hat sich die Branche in Deutschland im abgelaufenen Jahr stabil gezeigt . Insgesamt wurden 55,4 Millionen Spiele (2008: 55,6 Mio .) verkauft und damit ein Umsatz von 1,53 Mrd . EUR (2008: 1,56 Mrd . EUR) erzielt . Bei fast gleich bleibenden Stückzahlen bedeutet dies ein leichtes Umsatzminus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, da die Preise um 2 Prozent nachgegeben haben . Der Markt für Hardware entwickelte sich leicht rückläufig . Im abgelaufenen Jahr wurden 4,3 Mio . Spielkonsolen (2008: 4,6 Mio .) verkauft und ein Umsatz von 932 Mio . EUR (2008: 978 Mio . EUR) erzielt . Dabei verschoben sich die Marktanteile zugunsten der stationären Spielkonsolen . In Großbritannien ging der Gesamtumsatz bei Hardund Software um 18 Prozent auf 3,3 Mrd . Pfund zurück . Als besonders krisenfest erwies sich im Geschäftsjahr die Unterhaltungssoftware für die stationären Spielkonsolen Nintendo Wii, Sony PlayStation 3 und Microsoft Xbox 360 . Mit einem Zuwachs von 22 Prozent konnte die aktuelle Konsolengeneration Marktanteile hinzugewinnen . Eingebrochen sind dagegen die Umsätze bei Spielen für mobile Spielkonsolen wie bespielsweise der PSP (–24 Prozent), PC-Spielen (– 11 Prozent) sowie bei Hard- und Software der älteren Konsolengeneration (PlayStation 2, Xbox, Gamecube) . Anhand der Monatsdaten konnten für das Jahr 2009 die Absatzzahlen bei Konsolen in den USA errechnet werden . Mit 11,19 Mio . verkauften Units führt dabei Nintendo DS die Liste an, an zweiten Stelle liegt ebenfalls Nintendo mit der Konsole Wii, die knapp 10 Mio . mal verkauft wurde . Obwohl die PS3 von Sony im Dezember noch

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Branchenumfeld / Branchenentwicklung
rund 50 .000 Units vor der Xbox 360 lag, kommt die Microsoft-Konsole bei der Jahresabrechnung mit 4,77 Mio . abgesetzten Konsolen auf Rang drei .

Einzelabschluss Lagebericht

Weltweite Konsolenverkäufe seit Markteinführung

Großbritannien, USA) der Absatz im Jahr 2009 um 8 Prozent auf weltweit 379,3 Millionen Einheiten zurück . Größtenteils ist dies auf den weiterhin schrumpfenden PlayStation-2-Softwaremarkt zurückzuführen, welcher einen Rückgang in den 3 Top-Märkten von weltweit 57 Prozent verzeichnete (US – 56 Prozent; UK – 67 Prozent; Japan – 55 Prozent) . Zu den bekannten Genres zählen Ego-ShooterSpiele, Adventure-, Strategie- und Rollenspiele sowie Simulations- und Sportspiele . Der Fokus der Gesellschaft im Bereich der eigenen Marken liegt auf den Genres Rollenspiele (RPG), Abenteuerspiele (Adventure Games) bzw . Echtzeitstrategie mit Rollenspielelementen (RPG-RTS) . Um genretechnisch breiter aufgestellt zu sein, werden seit dem Geschäftsjahr 2008 zunehmend Produkte von Dritten (d . h . nicht mit JoWooD verbundenen Unternehmen) akquiriert . Die Spiele werden nicht mehr nur über Computer gespielt, Spiele für Konsolen und Handhelds machten 2009 bereits 65 Prozent aus . Für eine der erfolgreichsten Plattformen, der Wii™ von Nintendo, hat JoWooD das Spiel Yoga für Wii™ entwickelt und Ende des Jahres 2009 erfolgreich am Markt platziert . Der Plattformfokus der Gesellschaft lag bis vor drei Jahren traditionell im PC-Bereich, wurde aber entsprechend der Marktentwicklung der vergangenen Jahre sukzessive auf Konsole verlagert .

Konsole

Nintendo Wii Microsoft Xbox 360 Sony PlayStation 3
Quelle: VGChartz.com

Anzahl der verkauften Units 69 .817 .630 39 .216 .406 33 .756 .045

Marktanteil in % 48,9 % 27,5 % 23,63 %

Branchenentwicklung
Die Spielebranche hat sich seit der Lizenzierung des ersten Videospiels Ende der 1960er Jahre stark gewandelt und stellt sich heute stark diversifiziert dar . Man unterscheidet nicht nur unzählige Spielgenres, sondern auch zahlreiche technische Plattformen, auf denen gespielt wird . Weltweit wird der Umsatz mit Konsolenhardware (Spielsysteme) auf rund 30 Mrd . US-Dollar jährlich geschätzt . Gemäß aktuellen Ergebnissen führender Anbieter von Konsumenten- und Einzelhandelsdaten (NPD Group, GfK Chart-Track und Enterbrain) ging in den 3 größten globalen Märkten für Spielesoftware (Japan,

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Zukunftsaussichten
Marktentwicklung bei Spielen

2010e Releases in Stück Prozentanteil Gesamtveröffentlichungen 69,7 % 30,3 % 100 %

2009 Releases in Stück

2008 Prozentanteil Gesamtveröffentlichungen 33,4 % 66,6 % 100 %

Prozentanteil Releases in Stück Gesamtveröffentlichungen 65 % 35 % 100 % 11 22 33

Anzahl Konsolentitel Anzahl PC-Titel Gesamtanzahl

30 13 43

26 14 40

Zukunftsaussichten
Laut einer Studie von PriceWaterhouseCoopers wird der globale Unterhaltungs- und Medienmarkt bis 2013 jährlich um 2,7 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 1,6 Bio . US-Dollar anwachsen . Für das Jahr 2012 wird die nächste Konsolengeneration am Spielemarkt erwartet und damit ein weiteres Wachstum angenommen . Der Markt für Computerspiele wird bis 2013 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 7,4 Prozent auf 73,5 Mrd . US-Dollar ansteigen . Für die größte Region, EMEA (Europe, Middle East, Africa), wird eine Wachstumsrate von jährlich 6,9 Prozent prognostiziert, damit wird sie 2013 einen Umsatz von USD 25,3 Mrd . erreichen . Für Nordamerika (USA und Kanada) wird eine Wachstumsrate von jährlich 5,8 Prozent bis 2013 und ein Umsatz von USD 21,6 Mrd . erwartet . Der asiatischpazifische Raum wird in den nächsten 5 Jahren weiterhin die am schnellsten wachsende Region sein und 2010 bereits Nordamerika überholt haben, der Branchenumsatz wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von jährlich 9,4 Prozent auf 24,7 Mrd . US-Dollar in 2013 ansteigen . Für Lateinamerika ist bis 2013 ein Anstieg des Umsatzes auf 1,3 Mrd . US-Dollar prognostiziert, was einem Wachstum von jährlich 9,2 Prozent entspricht . Auf dem Konsolenmarkt stellten die Marktführer Nintendo, Sony und Microsoft 2005/06 ihre neueste Hardware vor, die über integrierte Online-Funktionen verfügen und so Spieler aus der ganzen Welt vernetzen können . Während

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Strategie und Geschäftsmodell
die Xbox 360 von Microsoft und die PlayStation 3 von Sony hauptsächlich auf High-Definition-Grafik und hohe Rechenleistung setzen, verfolgt die Wii von Nintendo das Ziel einfacher Bedienung und leicht zu erlernender Konzepte, um auch Anfänger für Konsolenspiele zu begeistern . Im Bereich der PC-Spiele zeigt sich der technische Fortschritt der vergangenen Jahre vor allem in gesteigerter Grafikkartenleistung und Mehrkernprozessoren . Auch hier wird bei der Entwicklung neuer Spiele auf High Definiton Wert gelegt . Die neuen Generationen der Plattformen, die ab 2012 erwartet werden, werden wohl in Zukunft ohne Joysticks oder Controller in den Händen der Spieler auskommen . Mittels Ganzkörperscan werden die Spieler selbst zum Joystick werden . Die Entwicklungstrends der Spielebranche werden von drei maßgeblichen Themen beeinflusst sein: Internet, Mobilität und Familienunterhaltung . Dem Trend zum Vernetzen kommen die Hardwarehersteller mit integrierten Online-Funktionen entgegen, sie setzen besonders auf das Zusammenwirken mehrerer Nutzer, egal ob diese gemeinsam vor dem Bildschirm sitzen oder sich über die ganze Welt verteilen . Das Internet ermöglicht sogenannte Massive(ly) Multiplayer Online Role-Playing Games, an denen mehrere tausend Spieler gleichzeitig teilnehmen können . Auf dem Markt der Handhelds wie beispielsweise der Nintendo DS oder der Sony PSP wollen die Hersteller den Nutzern Spiele aller Genres auch für unterwegs zugänglich machen .

Einzelabschluss Lagebericht

Die Casual Gamer, eine relativ junge Zielgruppe für Hard- und Softwarehersteller, erwarten Spiele, die sie intuitiv bedienen können . Die Branche hat, unabhängig von Alter und Geschlecht der Nutzer, Spiele wie Karaoke, das Spielen virtueller Musikinstrumente oder das Lösen von Denksportaufgaben entwickelt, die sich vor allem als Familienunterhaltung durchsetzen .

Strategie und Geschäftsmodell
Geschäftsmodell
Die Vermarktung und Positionierung von Eigenmarken stellt das Kerngeschäft von JoWooD dar . JoWooD verfügt derzeit über einen Produktkatalog von rund 150 Titeln, wovon 120 Eigenverlagstitel sind . Die wichtigsten Marken werden als Kernmarken (Core Brands) bezeichnet . Ab dem Jahr 2006 wurde der Kernmarkenpool zunächst auf die profitabelsten Core Brands reduziert, um anschließend nachhaltig Markenpflege (Brand Care) und Markenerweiterung zu betreiben (siehe Beispielgrafik) . Ein Fokus liegt dabei auf sehr bekannten Lizenzen im Bereich der Abenteuerspiele (Adventure Games), wie etwa die Agatha-Christie-Serie .

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Strategie und Geschäftsmodell

Die Brand Care von JoWooD beinhaltet neben den inhaltlichen Erweiterungen (Sequels, Addons) auch den plattformorientierten Ausbau . Das bedeutet, dass der bestehende Inhalt eines Spiels auf neue Konsolen portiert wird, wie etwa auf Nintendo Wii, Sony Playstation 3, Nintendo DS oder Microsoft Xbox 360 . Die so kreierten und erweiterten Eigenmarken werden über das etablierte Vertriebsnetzwerk von JoWooD weltweit an Handelskunden und Vertriebspartner verkauft . Neben dem Eigenmarkenverlag ist das zweite Standbein von JoWooD die Distribution von Fremdtiteln über das eigene Vertriebsnetz . Über die Geschäftsjahre 2008 und 2009 hinweg wurde intensiv in den Ausbau des Netzwerkes und in den Marktdurchdringungsgrad in Europa und

Nordamerika investiert . Dabei ergibt sich ein Synergieeffekt der beiden Geschäftssegmente Eigenverlag (Publishing) und Distribution . Durch den hohen Marktdurchdringungsgrad ist es JoWooD einerseits möglich, das Umsatzpotential der Kernmarken zu verbessern, und andererseits, für Dritte – Publisher und Entwickler – als internationaler Vertriebspartner attraktiv zu sein . Dies optimiert sowohl bei Eigenmarken als auch bei den Vertriebstiteln das Produktportfolio von JoWooD . Zusätzlich ermöglicht diese nachhaltige Strategie eine sehr gute Positionierung bei den Top Playern der Handelsketten . JoWooD kann dadurch eine breite Produktpalette auf größerer Regalfläche anbieten und somit sein Geschäftsvolumen deutlich erhöhen .

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Strategie und Geschäftsmodell
Im Wesentlichen wurde das Geschäftsmodell der Gesellschaft in zwei Segmente unterteilt, die sich hinsichtlich der Urheberrechtssituation voneinander abgrenzen . Sofern JoWooD Entertainment AG Inhaber der Urheberrechte ist, wird es dem Segment „Publishing“ zugeordnet . Wurden andererseits Vertriebs- und Verwertungsverträge über Titel/Produkte mit anderen Publishern/Entwicklern geschlossen, von denen JoWooD nicht Inhaber der Urheberrechte ist, so werden diese dem Segment „Distribution“ zugeordnet . Die Produkte beider Segmente (Publishing und Distribution) werden über das weltweite Vertriebsnetz von JoWooD vermarktet . JoWooD unterteilt seine geschäftlichen Aktivitäten in die beiden Segmente „Publishing“ und „Distribution“ (Management Approach):

Einzelabschluss Lagebericht

Das Segment „Publishing“ baut auf eigenen Marken und/ oder Lizenzen auf, die auf Basis bestehender Vertriebsstrukturen vermarktet werden . Im Publishing-Bereich gibt es zwei Strategien . Einerseits werden Marken/ Lizenzen/Intellectual Properties, kurz IPs, entwickelt und weiterentwickelt, die aus dem bereits vorhandenen Kernmarken-Pool der Gesellschaft stammen, wie etwa ArcaniA, Die Gilde, Painkiller, SpellForce oder die AgathaChristie-Serie . Die jüngste Marke ist Yoga Wii . Andererseits werden dem Pool Marken/Lizenzen/IPs nach der Durchführung einer internen Markt- und Industrieanalyse auf Titelbasis hinzugefügt und weiter ausgebaut . Im Segment „Publishing“ gilt als Erfolgskriterium die Umsetzung von eigenen kreativen Konzepten, die sich von den Produkten des Mitbewerbs abheben, neue Kundengruppen ansprechen oder Genres erweitern . Die Auswahl geeigneter Entwicklungspartner und die enge Kooperation ist eine Kernkompetenz von JoWooD . Die zweite Voraussetzung für den Erfolg ist das konsequente Vermarkten der Spiele bis zum Point of Sale .

Segment Publishing (Umsatzanteil 2009: 10,4 Mio. EUR)
Das Segment „Publishing“, das sogenannte Eigenverlagsgeschäft, umfasst die Umsätze mit Spieletiteln, die im Auftrag von JoWooD von Dritten entwickelt und produziert werden . JoWooD finanziert, steuert, überwacht und überprüft den gesamten Produktionsprozess . Dafür erhält JoWooD die Lizenzen bzw . exklusiven Verwertungsrechte für den Verkauf . In weiterer Folge übernimmt JoWooD die Lokalisierung (i .e . die Übersetzung der Spielinhalte [Texte und Sprache] in die verschiedenen Landessprachen) sowie die Fertigung des Produkts und ist darüber hinaus für den Vertrieb und das Marketing verantwortlich . Das Erfolgsrisiko liegt in diesem Segment bei JoWooD .

Segment Distribution (Umsatzanteil 2009: 4,9 Mio. EUR)
Das Segment „Distribution“ umfasst Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Spieletiteln, die von sogenannten „Third-Party-Publishern“ produziert wurden . Mit diesen Produzenten schließt JoWooD Distributionsverträge ab und übernimmt den Vertrieb, in einigen Fällen auch das Marketing . Derartige Distributionsverträge können territorial limitiert sein oder mehrere Vertriebsregionen umfassen .

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Strategie und Geschäftsmodell
Im Verlauf der Geschäftsjahre 2008 und 2009 wurde die Internationalisierung und Expansion des Vertriebes in Nordamerika und Europa durchgeführt und der direkte Marktzugang zu weiteren europäischen Kernmärkten wie Deutschland, Spanien, Großbritannien, Frankreich und Italien forciert . Insbesondere in den europäischen Kernterritorien (Deutschland, Frankreich und Großbritannien) konnte die Gesellschaft durch Abschluss neuer Verträge mit etablierten Vertriebshäusern („Agents“) ihren Marktzugang erweitern . Aus produktstrategischer Sicht werden zusätzlich zum Eigenverlagsgeschäft („Publishing“) gruppenweit „Third-Party-Titel“ akquiriert und betreut . Diese Titel sind komplementär zum bestehenden Portfolio von JoWooD . Sie werden von externen Entwicklern bzw . Publishern weitgehend fertig erworben, um sie über das breit aufgestellte Distributionsnetz von JoWooD zu vertreiben . Der Fokus bei der Auswahl der Spiele liegt auf dem Bereich Kids & Family sowie Casual Games für die Plattformen Nintendo® DS™ und Nintendo® Wii™ . JoWooD erzielt durch den Mix aus Publishing- und Distributionsgeschäft innerhalb des Produktsortiments eine ausgeglichene Risiko- und Ertragsdiversifikation . In Bezug auf Zielgruppen und Genres ergänzt JoWooD sowohl im Publishing- als auch im Distributionssegment kontinuierlich seine Produkte, um zusätzliche Diversifikationseffekte zu erzielen .

Geschäftssegmentvergleich
Grundsätzlich ist das Publishinggeschäft das margenstärkere Geschäftsmodell, da mit Ausnahme der physischen Produktions-, Vervielfältigungskosten und Logistikkosten für CD/DVD bzw . Cartridges sowie entsprechende Lizenzkosten pro Stück bei Konsolentitel keinen wesentlichen variablen Kostenbestandteile zu tragen sind . Bei PC Produkten können damit im Publishingbereich auf das Einzelstück bezogen je nach Höhe des Veröffentlichungspreises Stückdeckungsbeitragsspannen zwischen 65%-85% erzielt werden . Demgegenüber sind im Distributionsgeschäft nur Margen für die Distribution und den Verkauf der Produkte von Dritten erzielbar, welche je nach Konstellation des Geschäfts und abhängig von der Produktart zwischen 10% -25% liegen und damit deutlich geringer sind als im Publishinggeschäft . Umgekehrt ist das Risiko im gesamten Bereich des Publishinggeschäfts üblicherweise wesentlich höher als im Bereich der Distribution, da wesentliche Vorfinanzierungsleistungen für die Produktentwicklung, Produktbranding und Werbung/Marketing zu tätigen sind . Zusätzlich müssen interne Ressourcen für Produktionssteuerung („Producing“), Qualitätskontrolle und Produktmanagement vorgehalten werden, um eine optimale Produktion und Vermarktung sicherstellen zu können . Das Distributionsgeschäft verlangt in Einzelfällen gewisse Stückgarantien zugunsten des Lieferanten, die Höhe dieser Garantien sowie der Zeitraum einer etwaigen Kapitalbindung durch Anzahlungen sind jedoch wesentlich geringer als im Publishinggeschäft . Die JoWooD

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Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2009

Einzelabschluss Lagebericht

Entertainment AG sieht in einem Mix aus Publishing- und Distributionsgeschäft innerhalb des Produktsortiments eine bessere Möglichkeit der Risiko- und Ertragsdiversifikation gegeben als bei reiner Verfolgung von Publishingaktivitäten . Durch die weitgehende Komplementarität des Publishingbereichs und des Distributionsbereichs in Bezug auf Zielgruppe und Genre/Content ergibt sich auch auf der produktspezifischen Seite ein zusätzlicher Mix und Diversifikationseffekt . Die JoWooD Entertainment AG beabsichtigt diese Produktpositionierung im Geschäftsjahr 2010 weiter zu forcieren und zu verstärken .

Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2009
Nach den Jahren 2007 (Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -17) und 2008 (Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 787) wurde das Geschäftsjahr 2009 mit einem Verlust abgeschlossen . Umsatz, EGT, Jahresüberschuss sowie Eigenkapitalquote bewegen sich auf einem für die Gesellschaft zufriedenstellenden Niveau . 2009 Umsatzerlöse n . . Retourenrückstellung EGT Jahresüberschuss 14 .721 -320 -352 Veränderung in % -6% -% -% 2008 15 .726 804 787 Veränderung in % +28% >100% >100% 2007 12 .256 2 -17

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Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2009
Umsatzerlöse
Die JoWooD Entertainment AG erwirtschaftete 2009 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 14 .721 (Vorjahr: TEUR 15 .726) . Somit lagen die erzielten Umsatzerlöse 6% unter dem Vorjahreswert . Ursächlich für diese Entwicklung ist allen voran die Reorganisation des Vertriebes im 1 . Halbjahr 2009 . Die JoWooD Entertainment AG hat in Folge der Hinwendung zum Direktdistributionsgeschäft im ersten Halbjahr 2009 bewusst, bei der Vermarktung des bestehenden als auch des neu zur Verfügung stehenden Kataloges, auf den Abschluss – zumeist über mehrere Perioden hinweggehender – Distributions-verträge im klassichem Stil mit etablierten Dritt-Publishern und Distributoren in den jeweiligen Kernterritorien (Frankreich, Großbritannien) verzichtet . Ein wesentlicher Grund liegt in der regelmäßig zu gewährenden Vertriebsexklusivität über Zeiträume von größer einem Jahr . Derartige Abschlüsse hätten die Strategie der JoWooD Entertainment AG in Hinblick auf die Direktdistribution konterkariert, weshalb sich das Management im Sinne der Nachhaltigkeit und konsequenten Strategieverfolgung dazu entschieden hat, derartige Verträge nicht mehr einzugehen . Die Erfahrung hat zudem gezeigt, dass solche Dritt-Publisher und Distributoren selten über die Erstbestellmengen hinaus vertragsgegenständliche Produkte nachzubestellen, womit ein effektiv betriebener Vertrieb und gezieltes Management des Lebenszykluses eines Produktes nicht gegeben ist . Eine weitere Ursache der unter Plan liegenden Umsätze ist sicherlich der Wechsel des Vertriebspartners in Deutschland . Beginnend mit Juli 2009 erfolgt der Vertrieb in Deutschland mit der etablierten „Eurovideo Bildprogramm GmbH“, welche als Agent der JoWooD Entertainment AG auftritt . Dieser Wechsel war in der Übergangsphase mit Umsatzeinbußen verbunden, allerdings konnte mit Eurovideo Bildprogramm ein namhafter und langjährig etablierter, verlässlicher Partner gefunden werden . Diese Reorganisation konnte im vierten Quartal 2009 weitestgehend zufriedenstellend abgeschlossen werden und seit diesem Zeitpunkt verfügt die JoWooD Entertainment AG über ein direkt steuerbares Vertriebssystem in diesen wesentlichen Territorien des europäischen Raums . Weiters konnten im Jahr 2009 wesentliche Verträge mit Subdistributoren in den Territorien Schweiz sowie Italien abgeschlossen werden . Die Territorien Nordamerika, Österreich, Spanien und Portugal werden von den jeweiligen Tochtergesellschaften (DreamCatcher Inc, JoWooD Iberica S .L sowie der JoWooD Distribution Services GmbH) betreut . Insbesondere die Umsatzentwicklung im österreichischem Raum war durch signifikante Umsatzzuwächse gezeichnet . Durch den Abschluss von Verträgen mit den größten und wichtigsten Online-Anbieter („Electronic Software Download“-Business) weltweit und der intensiven Betreuung des Online-Geschäftes, konnten auch hier die Umsätze deutlich gesteigert werden . Durch diesen weiteren Ausbau der Vertriebsstrukturen ist es der JoWooD Entertainment AG in Zukunft möglich, bessere und effizientere Produktvermarktungsstrategien über unterschiedliche Preisstufen und Absatzkanäle hinweg (physisch wie elektronisch) umzusetzen .

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Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2009
Wie bereits im 2008 konnte die Investitionsquote in neue Spieletitel abermals gesenkt werden . Es ist die nachhaltige und strategische Zielsetzung der JoWooD Entertainment AG Geschäfts- und Umsatzwachstum der Gruppe nicht durch Erhöhung des finanziellen Risikos in Form eines Anstiegs der Investitionsquoten, sondern über die Erhöhung der Vertriebskraft eine verbesserte Vertriebs- und Ertragseffizienz pro Einheit eingesetztem Investitionskapital zu erreichen . Diese Zielsetzung wurde im Geschäftsjahr 2009 erreicht .

Einzelabschluss Lagebericht

Die Reorganisation des Vertriebs in den Kernterritorien ist mit Ablauf des dritten, Anfang des vierten Quartals abgeschlossen worden . Die JoWooD Entertainment AG konzentriert sich im Jahr 2010 vorwiegend auf die Festigung dieser etablierten und neugeschaffenen Kundenbeziehungen . Der Jahresüberschuss 2009 beträgt TEUR -353 (Vorjahr TEUR: 787) . JoWooD verfolgt im Rahmen der Neuplanung von Investitionen in Spieletitel (Entwicklungen) ein Benchmarking Konzept, welches Ertragschancen und Risiken (Bilanzrisiken) kontrolliert, misst und steuert . Das Wachstum der JoWooD Entertainment AG erfolgt innerhalb eines durch das Management definierten und konsequent verfolgten Performance Rahmens . Die Leitlinie des Wachstums bildet die konsequente Steigerung der ertragsmäßigen Abschöpfung des investierten Kapitals durch Marktdiversifikation und Verstärkung der Vertriebsstrukturen . Gleichzeitig ist die relative und absolute Höhe des auf Jahresbasis investierten Kapitals innerhalb bilanzieller Rahmenbedingungen, die als Risikomaßstab fungieren, definiert und somit nicht von der reinen Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln für Investitionszwecke abhängig . Reines „Wachsen durch Ausgeben“ ist aus Sicht des Managements keine nachhaltige, gesunde Form der Unternehmensentwicklung .

EGT
Das EGT beträgt TEUR -321 und liegt somit deutlich unter dem Vorjahreswert . Ursächlich für diese Ergebnisentwicklung ist das unter den internen Planwerten verlaufene erste Halbjahr 2009 und die Reorganisation des Vertriebes in den Kernterritorien Deutschland, Frankreich und Großbritannien . Weitere Ergebniseinflussfaktoren sind die um TEUR 428 auf TEUR 1 .006 (Vorjahr TEUR: 580) gestiegenen Aufwendungen für Werbemaßnahmen, höhere Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von TEUR 8 .420 (Vorjahr TEUR: 8 .283) sowie höhere Wertberichtigungen im Bereich der Forderungen in Höhe von TEUR 382 (Vorjahr TEUR: 98) . Ebenfalls ergebnisbelastend wirkten sich Forderungsverzichte gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 412 (Vorjahr: TEUR 0) aus .

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Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2009/ Sonstige Angaben
Kennzahlenübersicht
Umsatz EBIT Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Nettoverschuldung 1 Nettoverschuldung 2 Nettoumlaufvermögen Eigenkapitalquote Nettoverschuldungsgrad 1 Nettoverschuldungsgrad 2
Mezzaninkapital)

Weitere Entwicklung der Gesellschaft
2009 14 .721 445 3,06% 1,24% 5 .332 1 .811 7 .006 57,17% 25,80% 8,77% 2008 15 .726 1 .434 9,12% 3,82% 3,61% 3 .574 -114 8 .008 52,84% 17,01% -0,54% Das Jahr 2010 steht ganz im Zeichen von „ArcaniA: Gothic 4“ und des zügigen Ausbaus des Segments Distribution . „ArcaniA: Gothic 4“ ist bislang das größte Projekt der JoWooD Entertainment AG und wird im Herbst/Winter 2010 veröffentlicht werden . Bislang erhaltenes Feedback auf diesen Titel stimmen das Management zuversichtlich im Jahr 2010 Umsatz als auch Jahresüberschuss im Vergleich zu 2009 deutlich zu steigern . Die ebenfalls 2009 gesetzten Schritte im Bereich der Distribution, mit dem Ergebnis, dass sich die JoWooD Entertainment AG als Distributionspartner vieler kleinerer Publisher und Entwickler etablieren konnte, verspricht für 2010 und des bis dato gesicherten Kataloges ebenfalls Steigerungspotential im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 . Auf Grund dieser Entwicklungen im Bereich der Distribution und des vielversprechenden Release von „ArcaniA – Gothic 4“ geht das Management von einem organischen Wachstum deutlich über 10% bei Umsatz und Ergebnis aus .

Anmerkung: Nettoverschuldung 1 (inkl . Mezzaninkapital); Nettoverschuldung 2 (exkl .

Die Umsatzrentabilität im Jahr 2009 beträgt 3,06% (Vorjahr: 9,12%) und reflektiert die weiter oben beschriebenen Effekte der vertrieblichen Reorganisation des Jahres 2009 . Wie auch im Vorjahr (52,18%) liegt die Eigenkapitalquote stabil über 50% . Der Wert 2009 beträgt 57,17% . Der Anstieg der Nettoverschuldung im Vergleich zum Vorjahr trägt der Hinwendung zum Konsolenmarkt Rechnung . Das Konsolengeschäft ist – auf Grund höherer Herstellkosten - wesentlich kapitalintensiver als das herkömmliche PC-Spiele-Geschäft .

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Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2009/ Sonstige Angaben Einzelabschluss Lagebericht
Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2009
In der Aufsichtsratssitzung vom 1 . April 2009 der JoWooD Entertainment AG wurde Mag . Klemens Kreuzer zum Finanzvorstand der Gruppe bestellt . Die Bestellung dient der Verstärkung des Vorstands der Gesellschaft, um der weiteren nationalen und internationalen Expansion der Gruppe Rechnung zu tragen . Am 28. Mai 2009 wurde die Gesellschaft über folgende Beteiligungsänderung gemäß § 91 BörseG informiert: Die Erste-Sparinvest KAG hält nach einem Aktienkauf mit Buchungsdatum 27 . März 2009 insgesamt 176 .245 Aktien der JoWooD Entertainment AG und verfügt somit über 176 .245 Stimmrechte, dies entspricht einem Anteil am Grundkapital und an den Stimmrechten von 6,44 Prozent . In der 9 . ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 1. Juli 2009 wurde die Umfirmierung der Gesellschaft in „JoWooD Entertainment AG“ (und entsprechender Satzungsänderung) sowie die Verlegung des Sitzes der Gesellschaft nach Wien beschlossen .

Sonstige Angaben
Risikomanagement
Das Ziel des Risikomanagements der JoWooD Entertainment AG, als international operierende Unternehmensgruppe, besteht in der Absicherung bestehender und der Identifikation und Analyse zukünftiger Ertragspotenziale . Zur Erfassung und Auswertung wird ein zentral geführtes Controlling eingesetzt, das den Verantwortlichen der JoWooD Gruppe die Methoden und Werkzeuge zur Identifizierung und Beurteilung von Risiken zur Verfügung stellt . Die jeweiligen Geschäftseinheiten, die auch für das Risikomanagement zuständig und verantwortlich sind, kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Controlling . Dort findet eine bereichsübergreifende Einordnung, Auswertung und Beurteilung statt . Darüber hinaus werden auch Maßnahmen zur Minimierung der Unternehmensrisiken erfasst . Erstellte Risikoanalysen in regelmäßigen Abständen werden dem Vorstand und den zuständigen Geschäftsführern vorgelegt . Das Risikomanagement der JoWooD Entertainment AG zeigt mögliche Ereignisse und Entwicklungen systematisch auf und regelt den Umgang mit potenziellen Risiken, aber auch Chancen . Der Fokus liegt dabei auf Markt- und Wettbewerbsrisiken und unklaren Rechtslagen, die den Unternehmenserfolg beeinflussen können . Auf Unternehmensebene werden Risiken und Chancen regelmäßig analysiert und wirkungsvolle Maßnahmen zur Reduktion beziehungsweise Wahrnehmung gesetzt . Die Auswirkungen von Planabweichungen werden unter anderem durch Szenarienberechnungen evaluiert .

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Sonstige Angaben
Aus der Gesamtheit der Einzelrisiken leitet sich die Gesamtrisikosituation der JoWooD Entertainment AG ab . Die JoWooD Entertainment AG ist neben dem österreichischen Markt international in weiteren globalen Märkten aktiv, womit sowohl eine sektorale als auch eine breite geografische Diversifikation gegeben ist . Darauf aufbauend werden Maßnahmen zur Risikoreduktion und -vermeidung bestimmt, umgesetzt und in weiterer Folge deren Wirkung evaluiert . Das Risikomanagement des Segments Publishing wird durch ein Gremium gesteuert, das sich aus den Vorstandsmitgliedern und den Geschäftsführern allfällig involvierter Tochtergesellschaften zusammensetzt . Nach der Bewertung der Risiken und der Einstufung nach Gefährdungsgraden werden Aktivitäten zur Risikobewältigung abgeleitet und umgesetzt . Als Kontrollinstrument erhält der Vorstand und das Management einen regelmäßigen Statusbericht . Aus der Gesamtheit der für die JoWooD Entertainment AG identifizierten Risiken werden nachfolgend die wichtigsten Risikokategorien bzw . Einzelrisiken erläutert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen können . Mit diesen Angaben wird auch die im Österreichischen Corporate Governance Kodex verlangte Offenlegung der Risiken und Ungewissheiten erfüllt .

Investitionsrisiken
Das Investitionsrisiko im gesamten Bereich des Publishinggeschäfts ist üblicherweise wesentlich höher als im Bereich der Distribution, da wesentliche Vorfinanzierungsleistungen für die Produktentwicklung, Produktbranding und Werbung/Marketing zu tätigen sind . Zusätzlich müssen interne Ressourcen für Produktionssteuerung („Producing“), Qualitätskontrolle und Produktmanagement vorgehalten werden, um eine optimale Produktion und Vermarktung sicherstellen zu können . Das Distributionsgeschäft verlangt in Einzelfällen gewisse Stückgarantien zugunsten des Lieferanten, die Höhe dieser Garantien sowie der Zeitraum einer etwaigen Kapitalbindung durch Anzahlungen sind jedoch wesentlich geringer als im Publishinggeschäft . Die JoWooD Entertainment AG sieht in einem Mix aus Publishing- und Distributionsgeschäft innerhalb des Produktsortiments eine bessere Möglichkeit der Risikound Ertragsdiversifikation gegeben als bei reiner Verfolgung von Publishingaktivitäten . Durch die weitgehende Komplementarität des Publishingbereichs und des Distributionsbereichs in Bezug auf Zielgruppe und Genre/ Content ergibt sich auch auf der produktspezifischen Seite ein zusätzlicher Mix und Diversifikationseffekt . Die JoWooD Entertainment AG konnte diese Produktpositionierung im Geschäftsjahr 2009 weiter forcieren und verstärken . Um diesen Risiken weiter entgegenzuwirken, verfolgt im Rahmen der Neuplanung von Investitionen in Spieletitel (Entwicklungen) ein Benchmarking Konzept, welches Ertragschancen und Risiken (Bilanzrisiken) kontrolliert, misst und steuert . Das Wachstum der JoWooD Entertainment AG erfolgt innerhalb eines durch das

Markt- und Wettbewerbsrisiken
Prinzipiell sind sowohl die gesamte Industrie, als auch die einzelnen Märkte in denen JoWooD aktiv ist, durch eine hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet .

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Sonstige Angaben
Management definierten und konsequent verfolgten Performance Rahmens . Die Leitlinie des Wachstums bildet die konsequente Steigerung der ertragsmäßigen Abschöpfung des investierten Kapitals durch Marktdiversifikation und Verstärkung der Vertriebsstrukturen . Gleichzeitig ist die relative und absolute Höhe des auf Jahresbasis investierten Kapitals innerhalb bilanzieller Rahmenbedingungen, die als Risikomaßstab fungieren, definiert und somit nicht von der reinen Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln für Investitionszwecke abhängig . Reines „Wachsen durch Ausgeben“ ist aus Sicht des Managements keine nachhaltige, gesunde Form der Unternehmensentwicklung .

Einzelabschluss Lagebericht

aus Währungsumrechnungen im Zuge der gruppenweiten Konsolidierung durch entsprechende Positiveffekte im Finanzergebnis kompensiert werden . Per Bilanzstichtag 31 .12 .2009 waren keine Absicherungsgeschäfte zu berücksichtigen .

Kreditrisiko
Das Kreditrisiko wird von der JoWooD Entertainment AG laufend überwacht; es besteht aus Sicht des Managements weder bei Vertragspartnern noch bei einzelnen Finanzinstrumenten ein wesentliches Kreditrisiko .

Werthaltigkeit des Vermögens
Die JoWooD Entertainment AG überprüft in regelmäßigen Abständen die Werthaltigkeit des Vermögens, insbesondere die Unternehmensbeteiligungen . Im Zuge von Wertminderungstests, die zumindest einmal im Jahr und immer dann, wenn interne oder externe Ereignisse es notwendig machen, durchgeführt werden, wird jede Gesellschaft auf Basis der vorliegenden Businesspläne einer eingehenden Prüfung unterzogen .

Finanzwirtschaftliche Risiken
Die JoWooD Entertainment AG ist Liquiditäts-, Ausfalls-, Währungs-, Transfer- und Zinsrisiken ausgesetzt . In Anspruch genommene Instrumente der mittel- und langfristigen Finanzierung in jeweils unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen können diese Risiken lediglich eingrenzen . Um die Zahlungsfähigkeit sowie finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln gehalten .

Personal
Eine etwaige Anpassung des Personalstandes an mögliche Änderungen des künftigen Geschäftsvolumens kann theoretisch durch die Unternehmensführung beeinflusst werden, wobei derartige Maßnahmen als absolut letztes Ressort dienen, zumal die Belegschaft der JoWooD Entertainment AG zu den wesentlichen Treibern des Unternehmenserfolgs der vergangenen vier Geschäftsjahre gehört .

Währungsrisiko
Gewisse Währungsrisiken existieren im Bereich der Umsätze mit US-amerikanischen sowie britischen Unternehmen, beziehungsweise mit Unternehmen aus dem asiatischen Raum, welche vorwiegend in US-Dollar fakturiert werden . Um negativen Währungseinflüssen zu begegnen bzw . diese in Zukunft zu kompensieren, wurde beginnend mit dem 4 . Quartal 2007 mit klassischen Absicherungsgeschäften gegen Währungsrisiken begonnen . Dadurch sollen in Zukunft negative Effekte

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Sonstige Angaben
Technisches Risiko
Höhere Gewalt, menschliches Versagen sowie mangelhafte Materialien können Schäden an der technologischen Infrastruktur der JoWooD Entertainment AG verursachen . Der technologische Wandel löst zudem Risiken aus, die sich aus einer raschen Überalterung der Infrastruktur ergeben . Um eine höchstmögliche Datensicherheit und Ausfallssicherheit zu gewährleisten, werden gruppenintern wirksame Instrumente eingesetzt .

Zahl der Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, gegliedert nach Arbeitern und Angestellten, beträgt: 2009 0 33 33 2008 0 35 35

Arbeiter Angestellte Gesamt

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementssystems
Das Ziel des internen Kontrollsystems ist es, das Management dahingehend zu unterstützen, dass es in der Lage ist, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten . Es ist einerseits auf die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften und andererseits auf die Schaffung von vorteilhaften Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens ausgerichtet . Das Controlling überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften (SOP, ie . Standard Operating Procedures) im Bereich des Rechnungswesens . Das Controlling berichtet direkt an den Gesamtvorstand .

Grundkapital
Das Grundkapital zum Bilanzstichtag beträgt EUR 19 .149 .865 (Vorjahr: EUR 19 .149 .865) und ist zerlegt in 2 .735 .695 auf Inhaber lautende Nennbetragsaktien (Vorjahr: 2 .735 .695) zu Nominale Euro 7,-- . Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und gleiche Rechte verbriefen .

Mitarbeiteroptionsprogramm
In der außerordentlichen Hauptversammlung der JoWooD Entertainment AG am 22 . April 2008 wurde beschlossen, daß das Grundkapital um bis zu EUR 490 .000 durch Ausgabe von bis zu Stück 70 .000 auf den Inhaber lautende Stammaktien im Nennbetrag von je EUR 7,-- erhöht wird, wobei diese Erhöhung nur insoweit durchgeführt werden darf, als Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens die ihnen eingeräumten Aktienoptionen ausüben und von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen (bedingte Kapitalerhöhung) .

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Sonstige Angaben
Von den insgesamt 70 .000 Optionen werden dem Vorstand der Gesellschaft nach Maßgabe des Mitarbeiter-Aktienoptions-Programms 2008 (MSOP 2008) insgesamt 12 .000 Optionen gewährt . Den Arbeitnehmern und leitenden Angestellten (einschließlich den Geschäftsführern) der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens (im Folgenden kurz „Mitarbeiter der JoWooD-Gruppe“) werden nach Maßgabe des MSOP somit insgesamt 58 .000 Optionen gewährt . Den Mitarbeitern werden die Aktienoptionen in drei Zuteilungen angeboten: Zuteilung: bis 13 .05 .2008 in der Höhe von 49.000 Stück in 3 Tranchen (35% / 30% / 35%) ausübbar Zuteilung: bis 06 .02 .2009 in der Höhe von 10.500 Stück in 2 Tranchen (50% / 50%) ausübbar Zuteilung: bis 06 .11 .2009 in der Höhe von 10.500 Stück in 2 Tranchen (50% / 50%) ausübbar Total über alle Zuteilungen: 70.000 Stück

Einzelabschluss Lagebericht

Die Ausübungsrechte aus den eingeräumten Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Ausübung sind in den jeweiligen Tranchen an Kurssteigerungen gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der Zuteilung gebunden: 1 . Tranche nur ausübbar, wenn Kurssteigerung von min . 5% gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der jeweiligen Zuteilung erfolgt ist . 2 . Tranche nur ausübbar, wenn Kurssteigerung von min . 10% gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der jeweiligen Zuteilung erfolgt ist . 3 . Tranche nur ausübbar, wenn Kurssteigerung von min . 15% gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der ersten Zuteilung erfolgt ist . Sämtliche Optionen, die im Rahmen der Ersten Zuteilung zugeteilt wurden, sind spätestens bis zum 31 .12 .2013 auszuüben . Sämtliche Optionen, die im Rahmen der Zweiten Zuteilung zugeteilt werden, sind spätestens bis zum 30 .9 .2014 auszuüben . Sämtliche Optionen, die im Rahmen der Dritten Zuteilung zugeteilt werden, sind spätestens bis zum 30 .6 .2015 auszuüben . Im Rahmen der 1 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooD-Gruppe im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 49 .000 Optionen angeboten, wobei davon 43 .890 Optionen angenommen wurden . Im Rahmen der 2 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooD-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 10 .500 Optionen angeboten, wobei davon 10 .500 Optionen angenommen wurden . Im Rahmen der 3 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooD-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 10 .500 Optionen angeboten, wobei davon 8 .700 Optionen angenommen wurden .

Der Ausübungspreis entspricht bei jeder der 3 Zuteilungen dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien an den letzten 90 Handelstagen im amtlichen Handel an der Wiener Börse vor dem Zeitpunkt der jeweiligen Zuteilung der Option . Der Mindestausübungspreis beträgt bei jeder Tranche EUR 7,-- je Aktie .

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Sonstige Angaben
Per Bilanzstichtag 31 .12 .2009 haben 25 .030 Optionen von den 63 .090 angenommenen Optionen ihr Recht auf Ausübung auf Grund eines zwischenzeitlichen Nichtbestehens eines aufrechten Dienst- bzw . Anstellungsverhältnisses, Werkvertragsverhältnis oder freien Dienstverhältnis zur Gesellschaft verloren . längstens 28 . August 2011 um höchstens TEUR 700 bedingt zu erhöhen, widerrufen und die gleichzeitige neuerlich bedingte Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 159 Abs 2 Z 3 AktG beschlossen . Demnach ist das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 3 AktG um höchstens EUR 490 .000,-- bedingt erhöht durch die Ausgabe von höchstens 70 .000 auf den Inhaber lautenden Nennbetragsaktien im Nominale von je EUR 7,-- wobei diese Erhöhung nur insoweit durchgeführt werden darf, als Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens die ihnen eingeräumten Aktienoptionen ausüben und von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen . Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung sind für das laufende Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden, dividendenberechtigt . Der Ausgabebetrag je Aktie entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft an den neunzig Handelstagen vor Zuteilung der Optionen, zumindest aber dem Nennbetrag . Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen . In der ordentlichen Hauptversammlung vom 25 . Juni 2008 wurde dem Vorstand die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG erteilt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert je Aktie zum jeweiligen Ankaufszeitpunkt innerhalb einer Bandbreite von +/- 30% des für den jeweiligen Tag berechneten Durchschnitts der Schlusskurse der Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse an den jeweils vorangegangenen 30 Börsentagen zu liegen hat, mit der Verpflichtung des Vorstands gemäß

Offenlegungspflicht gemäß §243a UGB
Das Grundkapital der JoWooD Entertainment AG beträgt zum Bilanzstichtag EUR 19 .149 .865 und ist in 2 .735 .695 (Vorjahr: 2 .735 .695) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) zu einem Nominale von je EUR 7,-- geteilt . Weitere Aktiengattungen bestehen nicht . Jede Aktie der JoWooD Entertainment AG gewährt eine Stimme (one share – one vote) . Aktien mit Mehrfachoder Vorzugsstimmrechten bestehen nicht . Bezüglich der Offenlegungspflicht gemäß §243a UGB gibt der Vorstand folgende Information: • Offenlegung über einen Aktienanteil von Vengrowth Asset Management Inc . in der Höhe von mehr als 10% gemäß §243a UGB Z 3 . • Offenlegung der Möglichkeit des Vorstandes Aktien auszugeben gemäß §243a UGB Z 7 . In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 22 . April 2008 wurde die in der Hauptversammlung vom 28 . Mai 2002 beschlossene bedingte Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 159 Abs 2 Z 3 AktG um höchstens TEUR 250, sowie die in der Hauptversammlung vom 6 . Juli 2006 erteilte Ermächtigung des Vorstandes gemäß § 159 Abs 3 AktG das Grundkapital bis

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Sonstige Angaben
§ 65 Abs 1a AktG, den Beschluss sowie das jeweilige Rückkaufprogramm und insbesondere dessen Dauer zu veröffentlichen . Die Bekanntmachung gemäß §§ 4 und 5 der Veröffentlichungsverordnung 2002 erfolgte am 10 . Dezember 2008 . Sonstige Offenlegungspflichten bezüglich §243a UGB bestehen keine . Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden . Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht .

Einzelabschluss Lagebericht

Der Vorstand der JoWooD Entertainment AG Wien, am 30 . April 2010

Dr . Albert Seidl e .h .

Mag . Klemens Kreuzer e .h .

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JoWooD Entertainment AG, Wien Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum 1. Jänner 2009 bis 31. Dezember 2009 1. Jän. bis 31. Dez. 2009 EUR 1 . 2 . 3 . 4 . 5 . 6 . Umsatzerlöse Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Bruttoergebnis vom Umsatz vor Abschreibungen der Spieletitel Abschreibung der Spieletitel Bruttoergebnis vom Umsatz nach Abschreibung der Spieletitel sonstige betriebliche Erträge a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen b) übrige 14 .720 .887,74 -6 .965 .000,28 7.755.887,46 -1 .455 .163,17 6.300.724,29 1. Jän. bis 31. Dez. 2008 EUR 15 .725 .775,63 -6 .502 .589,84 9.223.185,79 -1 .780 .375,89 7.442.809,90

25 .000,00 531 .745,77 556.745,77 -3 .334 .581,05 -2 .328 .963,93 -744 .163,66 449.761,42 107 .909,73 -878 .642,54 -770.732,81 -320.971,39 -31 .615,08 -352.586,47 352 .586,47 0,00 0,00

326 .521,55 814 .033,16 1.140.554,71 -3 .103 .947,21 -2 .206 .547,07 -1 .838 .970,08 1.433.900,25 284 .555,69 -914 .612,22 -630.056,53 803.843,72 -16 .708,83 787.134,89 0,00 -787 .134,89 0,00

7 . 8 . 9 . 10 . 11 . 12 . 13 . 14 . 15 . 16 . 17 . 18 . 19 .

Vertriebskosten Verwaltungskosten sonstige betriebliche Aufwendungen Zwischensumme aus Zi . 1 bis Zi . 9 (Betriebserfolg) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 5 (TEUR 2) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zwischensumme aus Zi . 11 bis Zi . 12 (Finanzergebnis) Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Auflösung von Gewinnrücklagen Zuweisung zu Gewinnrücklagen Bilanzgewinn

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Einzelabschluss

JoWooD Entertainment AG, Wien Bilanz zum 31. Dezember 2009
Einzelabschluss nach UGB
31.12.2008 EUR A . Eigenkapital I . II . 1 .000 .856,32 380 .200,45 III . 46 .052,21 61 .383,27 IV . 13 .558 .562,82 500 .000,00 15 .105 .471,35 B . Umlaufvermögen I . Vorräte 1 . Unfertige Erzeugnisse 2 . Fertige Erzeugnisse und Waren II . Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1 . Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2 . Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3 . sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände III . Wertpapiere des Umlaufvermögens 1 . Eigene Anteile 86 .707,77 86 .707,77 0,00 0,00 2 .776 .351,53 1 .371 .740,67 2 .886 .444,59 7 .034 .536,79 7 .478 .649,96 1 .669 .626,07 1 .387 .277,85 10 .535 .553,88 D . Verbindlichkeiten 1 . 2 . 3 . 4 . 5 . 6 . Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern TEUR 324 (TEUR 518) IV . Kassabestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6 .378 .596,74 7 .190 .752,69 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 156 (TEUR 120) 10 .900 .294,79 C . Rechnungsabgrenzungsposten 52 .944,64 36.147.524,86 36 .372,26 39.771.613,49 Summe Passiva Eventualverbindlichkeiten 36.147.524,86 5 .864 .007,56 39.771.613,49 3 .105 .098,05 13 .828 .561,37 4 .200 .000,00 3 .937 .077,45 309 .421,92 1 .757 .908,14 67 .904,51 627 .982,77 4 .200 .000,00 2 .786 .985,12 3 .296 .266,94 2 .185 .979,66 70 .082,30 1 .289 .247,35 768 .375,51 6 .720 .892,06 7 .489 .267,57 492 .445,12 7 .182 .843,00 7 .675 .288,12 C . Rückstellungen 1 . 2 . Rückstellung für Abfertigungen sonstige Rückstellungen 52 .775,61 1 .008 .655,71 1 .061 .431,32 90 .028,69 1 .147 .749,03 1 .237 .777,72 13 .392 .062,82 500 .000,00 14 .333 .646,54 B . Mezzaninkapital 3 .521 .162,53 3 .688 .051,71 Grundkapital Kapitalrücklagen 1 . gebundene Kapitalrücklage Gewinnrücklagen 1 . gesetzliche Rücklage Bilanzgewinn (Bilanzverlust) davon Gewinnvortrag/Verlustvortrag 20 .664 .636,22 21 .017 .222,69 434 .548,42 0,00 787 .134,89 0,00 1 .080 .222,80 1 .080 .222,80 19 .149 .865,00 19 .149 .865,00 PASSIVA EUR A . Anlagevermögen I . Immaterielle Vermögensgegenstände 1 . Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen II . Sachanlagen 1 . Betriebs- und Geschäftsausstattung III . Finanzanlagen 1 . Anteile an verbundenen Unternehmen 2 . Wertpapiere des Anlagevermögens AKTIVA 31.12.2009 31.12.2009 EUR 31.12.2008 EUR

Summe Aktiva

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JoWooD Entertainment AG, Wien Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2009
Anschaffungs-/Herstellungekosten Anlagevermögen Stand am 1.1.2009 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2009 kum. AfA Stand 1.1.2009 Abschreibungen im Geschäftsjahr 2009 Abschreibungen Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2009 kum. AfA Stand 31.12.2009 Bilanzwert 31.12.2009 Bilanzwert 31.12.2008

I . 1 .

Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerblichte Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 1000 Konzessionen, Lizenzen 1110 Schutz Wortmarken 1130 Projekte Lizenzen, Eigene 1100 Rechte, Software 15800 Distributionsrecht 560 .915,03 844 .912,61 0,00 0,00 1 .405 .827,64 180 .714,58 224 .256,74 404 .971,32 1 .000 .856,32 380 .200,45

69 .559,33 62 .916,65 0,00 16 .529,31 411 .909,74 819 .237,70 25 .674,91

69 .559,33 88 .591,56 0,00 16 .529,31 1 .231 .147,44

65 .007,88 44 .229,20 0,00 13 .528,31 57 .949,19

4 .529,25 6 .291,66

69 .537,13 50 .520,86 0,00

22,20 38 .070,70 0,00 603,46 962 .159,96

4 .551,45 18 .687,45 0,00 3 .001,00 353 .960,55

2 .397,54 211 .038,29

15 .925,85 268 .987,48

II . 1 .

Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 6200 Hardware 6300 Büromaschinen 6330 Betriebs- und Geschäftsausstattung 6320 PKW 124 .969,82 89 .476,39 22 .902,51 1 .844,92 10 .746,00 18 .573,46 18 .573,46 0,00 0,00 143 .543,28 108 .049,85 22 .902,51 1 .844,92 10 .746,00 63 .586,55 44 .980,88 11 .928,39 110,28 6 .567,00 33 .904,52 23 .630,90 5 .725,62 369,00 4 .179,00 97 .491,07 68 .611,78 17 .654,01 479,28 10 .746,00 46 .052,21 39 .438,07 5 .248,50 1 .365,64 0,00 61 .383,27 44 .495,51 10 .974,12 1 .734,64 4 .179,00

III . 1 .

Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 8100 Wings 8180 Leisuresoft GmbH 8210 SC Quantic Lab SRL 8220 DreamCatcher 8300 JoWooD Distribution GmbH 8310 JoWooD Iberica SL 8320 JoWooD Deutschland GmbH 8330 JoWooD Eastern Europe 13 .392 .062,82 0,10 0,00 1 .228,97 13 .345 .233,75 17 .500,00 3 .100,00 25 .000,00 0,00 503 .750,00 0,00 503 .750,00 6 .540,00 0,00 0,00 0,00 159 .960,00 166 .500,00 0,00 0,00 13 .558 .562,82 0,10 0,00 1 .228,97 13 .345 .233,75 17 .500,00 163 .060,00 25 .000,00 6 .540,00 503 .750,00 0,00 503 .750,00 24 .999,99 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3 .750,00 0,00 3 .750,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3 .750,00 0,00 3 .750,00 13 .558 .562,82 0,10 0,00 1 .228,97 13 .345 .233,75 17 .500,00 163 .060,00 25 .000,00 6 .540,00 500 .000,00 0,00 500 .000,00 13 .392 .062,82 0,10 0,00 1 .228,97 13 .345 .233,75 17 .500,00 3 .100,00 25 .000,00 0,00 500 .000,00 0,00 500 .000,00

2 .

Wertpapiere des Anlagevermögens 9400 Wertpapiere 28770 BA-CA Fix-Floater 2008-2011

Summe

14.581.697,67

1.029.986,07

0,00

0,00

15.611.683,74

273.051,12

258.161,26

0,00

506.212,39

15.105.471,35

14.333.646,54

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Allgemeine Angaben / Bilanzierungsund Bewertungsmethoden Anhang zum Einzelabschluss
I. Allgemeine Angaben
Die JoWooD Entertainment AG ist eine große Kapitalgesellschaft und hat ihren Firmensitz in 1190 Wien, Heiligenstädter Straße 201-203/Top 19 . Sie ist die konsolidierungspflichtige Muttergesellschaft der JoWooD Gruppe . In der 9 . ordentlichen Hauptversammlung vom 1 . Juli 2009 wurde der Beschluss gefasst, daß die zu diesem Zeitpunkt geltende Satzung in § 1 Abs 1 der Gestalt abgeändert wird, daß die Aktiengesellschaft zukünftig die Firma „JoWooD Entertainment AG“ führt . Ebenfalls in dieser 9 . Ordentlichen Hauptversammlung wurde der Beschluss über die Verlegung des Sitzes der Gesellschaft nach Wien sowie die entsprechende Änderung der damals geltenden Fassung der Satzung in § 1 Abs 2 beschlossen . Der Einzelabschluss umfasst die JoWooD Entertainment AG . Der Ort der Offenlegung des Jahresabschlusses ist das Handelsgericht Wien . Der vorliegende Jahresabschluss zum 31 .12 .2009 wurde vom Vorstand der Gesellschaft nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) aufgestellt . Für die Bewertung der unfertigen sowie fertigen Erzeugnisse werden Spieletitel, die auf verschiedenen Plattformen entwickelt wurden, grundsätzlich als eine Bewertungseinheit betrachtet . Aus Gründen der verbesserten Transparenz werden die Abschreibungen aus Spieletitel separat ausgewiesen . Daher wird ein Bruttoergebnis vom Umsatz vor und nach Abschreibungen von Spieletitel gezeigt .

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt . Insbesondere wurde bei der Bewertung von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen sowie die Grundsätze der Vorsicht und der Einzelbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden beachtet . Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten . Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten . Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, daß nur am Abschlussstichtag verwirklichte Gewinne ausgewiesen wurden . Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt . Im Geschäftsjahr 2008 waren Bevorschussungen der Factorbank iHv . TEUR 3 .105 zu den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gegliedert . Im Geschäftsjahr 2009 sind Bevorschussungen der Factorbank iHv . TEUR 5 .864 in den sonstigen Forderungen enthalten . Außerdem wurde der an die Factorbank abgetretene Forderungsbestand per 31 .12 .2009 iHv . TEUR 8 .252 auch den sonstigen Forderungen zugeordnet – im Gegensatz zum Vorjahr, wo er unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegliedert war .

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
2. Währungsumrechnung
b) Sachanlagevermögen
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen ausgewiesen . Wird ein Vermögensgegenstand verkauft oder ausgeschieden, so werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein allfälliger Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung erfolgswirksam erfasst . Die Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis und alle jene direkt zurechenbaren Kosten, die entstehen, um den Vermögensgegenstand an den zur Nutzung vorgesehenen Ort zu bringen und in betriebsbereiten Zustand zu versetzen . Ausgaben, die nach der Inbetriebnahme von Anlagevermögen entstehen, wie Reparaturen, Wartungen und Überholungskosten, werden in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in welcher die Kosten entstanden sind . Die Abschreibung erfolgt linear über folgende geschätzte Nutzungsdauer: Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fahrzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 - 8 Jahre Die Gesellschaft erfasst Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion . Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Euro erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs . Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und –verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfaßt .

3.

Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen vermindert sind . Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben . Die Abschreibungszeiträume werden jährlich zum Ende jedes Geschäftsjahres überprüft . Lizenzrechte für zu vermarktende Spieletitel werden in den immateriellen Vermögensgegenständen, ausgewiesen . Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt: - Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 - 10 Jahre - Sonstige Rechte . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 - 10 Jahre - Lizenzrechte für zu vermarktende Spieletitel (Distributionstitel) . . . . . . . . . . . . 3 Jahre

Die Nutzungsdauern werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagevermögensgegenstandes entsprechen . Im Berichtsjahr wurden weder außerplanmäßige Abschreibungen noch Zuschreibungen vorgenommen .

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
c) Finanzanlagen
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, sofern die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist .

Anhang zum Einzelabschluss

Bei der Bewertung von Fertigerzeugnissen (Publishingtitel) werden Abschreibungen vorgenommen, um einen dem Matching Principle entsprechenden Ausweis sicherzustellen . Die Abschreibungen erfolgen im Verhältnis von realisierten zu erwarteten Umsätzen . Die Abschreibungen beginnen im Monat der ersten Umsatzgenerierung .

d) Geringwertige Vermögensgegenstände b) Waren
Die Möglichkeit der Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern gem . § 13 EStG wird in Anspruch genommen . Waren werden zu Anschaffungskosten (Identitätsprinzip) oder dem niedrigeren Tageswert bewertet . Wertberichtigungen wegen geringer Umschlagshäufigkeit, Ungängigkeit, beschädigter Ware und Veralterung wurden nicht vorgenommen .

4.

Vorräte

a) Unfertige Erzeugnisse und Fertige Erzeugnisse
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw . Herstellungskosten oder beizulegendem Wert am Bilanzstichtag . Die Herstellungskosten werden wie folgt ermittelt: Materialeinzelkosten Materialgemeinkosten Fertigungseinzelkosten Fertigungsgemeinkosten Sondereinzelkosten der Fertigung außerplanmäßige Abschreibungen Herstellungskosten

5.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt . Erkennbare Ausfallrisken werden durch Einzelwertberichtigungen in der Bilanz berücksichtigt . Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt .

+ + + + =

6.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bewertet . Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist .

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens umfassen zur Gänze eigene Anteile, erworben im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes . Untenstehende Tabelle veranschaulicht die im Jahr 2009 getätigten Transaktionen: Datum Stück Anteil am Grundkapital 0,003655% 0,351647% 0,035859% 0,391162% Gewichteter Marktwert (in EUR) Durchschnittskurs EUR 8,500 EUR 850 EUR 8,092 EUR 77 .854,04 EUR 7,995 EUR 7 .843,1 EUR 8,272 EUR 86.538,14 Höchster Kaufkurs (in EUR) EUR 8,60 EUR 8,70 EUR 8,19 EUR 8,70 Niedrigster Kaufkurs (in EUR) EUR 8,40 EUR 8,33 EUR 7,95 EUR 7,95

07 .01 .2009 18 .02 .2009 20 .02 .2009

100 9 .620 981 10.701

7.

Rückstellungen

a) Rückstellung für Abfertigungen
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgte nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4 % . Das Pensionseintrittsalter wird bei Frauen mit 60 Jahren und bei Männern mit 65 Jahren zugrunde gelegt . Ein Fluktuationsabschlag wird nicht vorgenommen . Die Rückstellung für Abfertigungen gem . § 14 EStG beträgt 45 % der am Bilanzstichtag bestehenden gesetzlichen und kollektivvertraglichen Abfertigungsverpflichtungen .

b) Sonstige Rückstellungen
Bei der Berechnung der sonstigen Rückstellungen ist entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen worden .

8.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt . Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet .

100

Erläuterungen der Bilanz
III. Erläuterungen der Bilanz
1. Anlagevermögen

Anhang zum Einzelabschluss

a) Entwicklung
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel dargestellt .

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen besteht auf Grund von langfristigen Miet- und Leasingverträgen für das Geschäftsjahr 2010 eine Verpflichtung von TEUR 112 (Vorjahr TEUR 116) . Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für die nächsten fünf Jahre beträgt TEUR 550 (Vorjahr: TEUR 579) .

c) Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Gesellschaft hält Anteile an folgenden verbundenen Unternehmen: Werte in TEUR Unternehmen S .C . „Quantic Lab“ S .R .L, Cluj, Rumänien DreamCatcher Inc ., Toronto, Kanada JoWooD Distribution Services GmbH, Wien, Österreich JoWooD Iberica S .L ., Madrid, Spanien JoWooD Deutschland GmbH, Frankfurt, Deutschland LLC JoWooD Eastern Europe Distribution, Kiew, Ukraine Kapitalanteil 2009 95% 100% 100% 100 % 100 % 100% Ergebnis 2009 8 1 .197 26 11 73 0 Ergebnis Buchwert Eigenka- Eigenka2008 2009 pital 2009 pital 2008 101 1 122 119 529 (177) (92) (89) 0 13 .345 18 163 25 7 3 .801 (148) 82 8 7 2 .198 (174) (89) (64) 0

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Erläuterungen der Bilanz
Im Geschäftsjahr 2009 ergaben sich folgende Änderungen der Beteiligungsverhältnisse: Mit Firmenbucheintragungsdatum 17 .12 .2009 wurde die LLC JoWooD Eastern Europe Distribution mit Sitz in Kiew, Ukraine gegründet .

d) Vorräte
Werte in TEUR Unfertige Erzeugnisse Fertige Erzeugnisse Fertige Waren Geleistete Anzahlungen Gesamt 2009 768 5 .506 1 .215 0 7.489 2008 492 6 .125 1 .058 0 7.675

Im Rahmen der verlustfreien Bewertung wurden im Geschäftsjahr 2009 keine außerplanmäßigen Abschreibungen von fertigen Erzeugnissen vorgenommen (Vorjahr: TEUR 71) . Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen bei den unfertigen Erzeugnissen vorgenommen (Vorjahr: TEUR 0) .

e) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Werte in TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vorjahr Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Vorjahr sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände Vorjahr Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Vorjahr Gesamtbetrag 2.776 7.428 1.372 1.670 2.886 1.387 7.035 10.535 davon Restlaufzeit < 1 Jahr 2.776 7.478 1.372 1.670 2.848 1.350 6.996 10.498 davon Restlaufzeit > 1 Jahr

38 38 38 38

102

Erläuterungen der Bilanz
In den Forderungen für Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 502 (Vorjahr: TEUR 141) berücksichtigt . Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Pauschalwertberichtigungen gebildet (Vorjahr: TEUR 0) . Im Geschäftsjahr 2008 waren Bevorschussungen der Factorbank iHv . TEUR 3 .105 zu den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gegliedert . Im Geschäftsjahr 2009 sind Bevorschussungen der Factorbank iHv . TEUR 5 .864 in den sonstigen Forderungen enthalten . Außerdem wurde der an die Factorbank abgetretene Forderungsbestand per 31 .12 .2009 iHv . TEUR 8 .252 auch den sonstigen Forderungen zugeordnet – im Gegensatz zum Vorjahr, wo er unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegliedert war . Bei den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr handelt es sich um Kautionen in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38) .

Anhang zum Einzelabschluss

7,-- wobei diese Erhöhung nur insoweit durchgeführt werden darf, als Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens die ihnen eingeräumten Aktienoptionen ausüben und von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen . Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung sind für das laufende Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden, dividendenberechtigt . Der Ausgabebetrag je Aktie entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft an den neunzig Handelstagen vor Zuteilung der Optionen, zumindest aber dem Nennbetrag . Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen . Weitere Erläuterungen hierzu siehe Abschnitt V . Punkt 2 . Genehmigtes Kapital In der ordentlichen Hauptversammlung vom 25 . Juni 2008 wurde die Satzung im Absatz 1 des Punktes 6 „Genehmigtes Kapital“ in Bezug auf das Nominale des genehmigten Kapitals sowie der Aktien wie folgt geändert und neu gefaßt . Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von 5 Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung in das Firmenbuch mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu TEUR 1 .947 durch Ausgabe von bis zu Stück 278 .080 auf Inhaber lautende Stammaktien im Nennbetrag von je EUR 7,-mit Stimmrecht in einer oder mehreren Tranchen gegen Bareinlage unter Wahrung des den Aktionären zustehenden gesetzlichen Bezugsrechtes, auch im Wege des mittelbaren Bezugrechtes gemäß § 153 Abs 6 AktG, oder Sacheinlage, diesbezüglich auch unter gänzlichem oder teilweisem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre, zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem

f) Eigenkapital
Grundkapital Das Grundkapital zum Bilanzstichtag beträgt EUR 19 .149 .865 (Vorjahr: EUR 19 .149 .865) und ist zerlegt in 2 .735 .695 auf Inhaber lautende Nennbetragsaktien (Vorjahr: 2 .735 .695) . Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und gleiche Rechte verbriefen . Bedingtes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 159 Abs 2 Z 3 AktG um höchstens EUR 490 .000,-- bedingt erhöht durch die Ausgabe von höchstens 70 .000 auf den Inhaber lautenden Nennbetragsaktien im Nominale von je EUR

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Nennbetrag der Aktien liegen darf, sowie die sonstigen Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen . Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklagen zum Bilanzstichtag betragen EUR 1 .080 .222,80 (Vorjahr: EUR 1 .080 .222,80) . In den Kapitalrücklagen sind Zuzahlungen der Aktionäre anläßlich der Ausgabe von Aktien enthalten . Gewinnrücklagen Der Jahresverlust 2009 in Höhe von TEUR 353 (Vorjahr: Überschuss TEUR 787) wurde in einem Ausmaß von TEUR 353 gegen die gesetzliche Gewinnrücklage ausgeglichen Die gesetzliche Gewinnrücklage zum Bilanzstichtag beträgt somit TEUR 435 (Vorjahr: TEUR 787) .

g) Mezzaninkapital
Das Mezzaninkapital in Höhe von TEUR 3 .521 (Vorjahr: TEUR 3 .668) ist insolvenzrechtlich nachrangig gestellt . Darüber hinaus wurden Sondervereinbarungen hinsichtlich der Rückzahlung an die Kreditinstitute getroffen . Demnach ist die Rückzahlung des Mezzaninkapitals der AWS in Höhe von TEUR 1 .325 (Vorjahr TEUR 1 .492) frühestens ab dem 31 .12 .2007 bis längstens 31 .12 .2015 zur Rückzahlung in gleich hohen halbjährlichen Kapitalraten fällig . Die Zahlung darf nur insoweit eingefordert und geleistet werden, als sie im Cash-Flow, der aufgrund des unternehmensrechtlichen Jahresabschlusses der JoWooD Entertainment AG zum 31 . Dezember des Vorjahres ermittelt wurde, Deckung findet und insoweit die Eigenkapitalquote nicht weniger als 8% der Bilanzsumme der JoWooD Entertainment AG beträgt bzw . durch die Zahlung nicht unter 8% sinken würde . Ein Exportfondskredit in Höhe von TEUR 2 .196 (Vorjahr TEUR 2 .196) ist bis zum 31 .12 .2010 in Mezzaninkapital umgewandelt . Bis zu diesem Stichtag unterbleibt eine Tilgung . Danach wird der Saldo in eine Kreditforderung des Kreditinstitutes umgewandelt und werden die Rückzahlungsmodalitäten gesondert vereinbart . Die Fristigkeit stellt sich wie folgt dar: Werte in TEUR Mezzaninkapital Vorjahr Gesamtbetrag Davon Restlaufzeit Davon Restlaufzeit Davon Restlaufzeit < 1 Jahr >1<5 Jahre >5 Jahre 3 .521 238 1 .693 1 .589 3.688 224 1.474 1.990

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Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
h) Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen zeigt folgendes Bild: Werte in TEUR Rückstellung für Abfertigungen Sonstige Rückstellungen Urlaubsrückstellung Rückstellung für Erfolgsprämien Rückstellung für Überstunden und sonstige Personalaufwendungen Rückstellung für Retouren und Preisgutschriften Rückstellung für Recht und Beratung Rückstellung für Lizenzen Übrige Rückstellungen Rückstellung für Herstellkosten Summe Sonstige Rückstellungen Summe Rückstellungen Stand Verwendung 1.1.2009 90 10 215 70 11 405 80 49 283 34 1.148 1.238 168 0 0 405 80 82 154 14 903 913 Auflösung 35 0 38 0 0 0 0 25 0 63 98

Anhang zum Einzelabschluss

Dotierung

Stand 31.12.2009 8 53 192 32 14 353 67 123 148 80 1.009 1.062

145 0 3 353 67 156 44 60 828 836

Die übrigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Gebühren und Beiträge in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 43) sowie aus Rückstellungen für Prozesse und Vergleiche in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 152) zusammen .

105

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
i) Verbindlichkeiten
Zur Fristigkeit der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden folgende Erläuterungen gegeben: Werte in TEUR Anleihe Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Vorjahr erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten Vorjahr Summe Verbindlichkeiten Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten: davon aus Steuern Vorjahr davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Vorjahr Gesamtbetrag 4.200 4.200 3.937 2.787 309 3.296 1.758 2.186 68 70 628 1.289 10.900 13 .828 davon Restlauf- davon Restlaufzeit < 1 Jahr zeit >1<5 Jahre 0 4.200 0 4.200 2.437 1.116 2.787 309 3.296 1.758 2.186 68 70 628 1.289 5.200 9 .628 0 0 0 0 0 0 0 0 0 5.316 4 .200 davon Restlaufzeit >5 Jahre 0 0 384 0 0 0 0 0 0 0 0 0 384 0

324 518 156 120

324 518 156 120

0 0 0 0

0 0 0 0

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen umfassen im Wesentlichen Beträge aus Anzahlungen das Lizenzgeschäft betreffend . Im Vorjahr wurden unter dieser Position auch Anzahlungen aus dem Bereich des Factorings in Höhe von TEUR 3 .105 erfasst . Erhaltene Anzahlungen aus Factoring werden mit den entsprechenden Forderungen aus dem Factoringgeschäft saldiert .

106

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Als dingliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Wertpapiere und Termingelder in Höhe von TEUR 1 .000 (Vorjahr: TEUR 1 .600) hinterlegt .

Anhang zum Einzelabschluss

2.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Zusammensetzung: Werte in TEUR Entwicklungskosten Spieletitel Produktionskosten Spieletitel Lizenzaufwendungen Spieletitel Abschreibung Spieletitel Abschreibung Anlagen Gesamt 2009 2 .648 2 .662 1 .655 1 .666 0 8.420 2008 2 .435 2 .605 1 .462 1 .780 0 8.283

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen: Werte in TEUR Deutschsprachiger Raum Europa Rest Welt Rest Gesamt Davon Spiele – Waren Davon Spiele – Lizenzen Davon Sonstige 2009 5 .897 6 .528 2 .296 14.721 10 .244 1 .103 3 .374 2008 8 .677 5 .188 1 .861 15.726 9 .130 2 .673 3 .923

Die Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 8 .420 (Vorjahr: TEUR 8 .283) .

3.

Sonstige betriebliche Erträge

Zusammensetzung: Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 14 .721 (Vorjahr: TEUR 15 .726) . Werte in TEUR Sachbezüge Staatliche Prämien Auflösung von Rückstellungen Kursgewinne Schuldanerkenntnisse & Nachlässe Konzernverrechnungen und Management Fees Übrige Gesamt 2009 5 0 25 244 188 95 0 557 2008 3 0 327 475 112 106 118 1.141

107

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 1 .141) .

5.

Verwaltungskosten

Zusammensetzung:

4.

Vertriebskosten
Werte in TEUR Personal Reisekosten Beratungskosten Abschreibungen Fremdpersonal Übrige Gesamt 2009 912 107 930 0 14 366 2.329 2008 976 88 807 0 12 324 2.207

Zusammensetzung: Werte in TEUR Personal Fremdpersonal Reisekosten Miete und Leasing Wertberichtigungen zu Forderungen Werbeaufwand Abschreibungen ausgebuchte Forderungen Sonstige Vertriebskosten Übrige Gesamt 2009 469 63 66 34 382 1 .005 0 490 718 107 3.335 2008 825 89 125 1 98 580 0 190 1 .011 186 3.104

Die übrigen Verwaltungsaufwendungen bestehen zum größten Teil aus Kosten für Mieten, Versicherungen, Fahrzeuge, Aufsichtsratsvergütungen und Aufwendungen im Zusammenhang mit Investor Relations Aktivitäten (Vorjahr ebenso) .

6.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen Vertriebsaufwendungen bestehen zum größten Teil aus Aufwendungen für Kostenumlagen für Büromiete, Anlagenabschreibungen; Versicherungen, Energie sowie Telekommunikationsdiensten und allgemeinen Büroaufwand in der Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 186) .

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt TEUR 744 (Vorjahr TEUR 1 .839) umfassen im Wesentlichen Kursverluste TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 555), Aufwendungen aus Vergleichen TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 1 .042) sowie Spesen des Geldverkehrs und Kontoführungskosten TEUR 194 (Vorjahr TEUR 163) .

108

Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Aufgrund von offenen Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen und vorhandenen Verlustvorträgen wird 2009 nur die Mindestkörperschaftsteuer in Höhe von TEUR 4 bezahlt . Die Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 17) setzen sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt zusammen: KESt TEUR 0, Quellensteuer Aufwand TEUR 28 sowie Körperschaftssteuer TEUR 4 . Die steuerlichen Verlustvorträge per 1 .1 .2009 betragen TEUR 83 .455 . Das Wahlrecht, eine aktive Steuerlatenz für die zeitliche Differenz bei der Abfertigungsrückstellung zu buchen, wurde nicht ausgeübt . Die Ertragsteuern beziehen sich zur Gänze auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit .

Anhang zum Einzelabschluss

b) BVT Games Fund Dynamic III
Zwischen JoWooD Entertainment AG und dem BVT Games Fund III Dynamic („BVT“) wurden Verträge über Auftragsproduktionen vereinbart . Die Auftragsproduktion wird durch BVT als Produzent getragen . JoWooD bekommt im Rahmen dieser Produktionen Abgeltungen der getätigten Entwicklungsleistungen (Milestones), die in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag ausgewiesen werden . Grundsätzlich trägt BVT als Produzent das Risiko der Entwicklung . Lediglich in einem sehr unwahrscheinlichen Fall des totalen Scheiterns der Entwicklung dahingehend, dass das Projekt nicht fertig gestellt werden kann, wäre JoWooD verpflichtet bereits erhaltene Entgelte zurückzuerstatten . In weiteren Verträgen zwischen JoWooD und BVT wird der Vertrieb der Produkte geregelt . Diese Verträge sind weitestgehend unabhängig von den Entwicklungsverträgen . Zur Absicherung der JoWooD muss BVT ab einem bestimmten Fertigstellungsstadium des Spieles unabhängig vom Vertrieb durch JoWooD eine Mindestvergütung an JoWooD leisten .

8.

Zusatzangaben

a) Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: Werte in TEUR Löhne Gehälter Aufwendungen für Abfertigungen Beiträge an Mitarbeitervorsorgekasse Aufwendungen für Altersvorsorge Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge Sonstige Sozialaufwendungen Gesamt 2009 7 1 .422 (18) 17 0 382 2008 6 1 .599 19 0 10 444

c) Ausfalls- und Liquiditätsrisken
Das maximale Ausfallsrisiko wird bilanziell durch den Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes dargestellt . Daher ist die Gesellschaft der Auffassung, dass sich sein maximales Ausfallsrisiko mit dem Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der zum Bilanzstichtag angesetzten Wertberichtigungen deckt .

719 1.829

13 2.091

109

Sonstige Angaben
d) Zinsrisiken
Der Vorstand schätzt das Risiko aus Zinsänderungen bei Finanzanlagen und -verbindlichkeiten als minimal ein . Derivative Instrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisken werden daher für diese Zwecke nicht eingesetzt .

Gesellschaft

Umsatzerlöse

9.

Geschäftliche Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die geschäftlichen Beziehungen setzen sich wie folgt zusammen: Gesellschaft DreamCatcher Inc . JoWooD Distribution Services GmbH Quantic Lab SRL JoWooD Iberica S .L . JoWooD Deutschland GmbH Wings Simulation GmbH LLC JoWooD Eastern Europe Distribution Gesamt Forderungen 1 .224 79 0 69 0 0 0 1.372 Verbindlichkeiten 0 0 66 0 0 2 0 68

DreamCatcher Inc . JoWooD Distribution Services GmbH Quantic Lab SRL JoWooD Iberica S .L . JoWooD Deutschland GmbH Wings Simulation GmbH LLC JoWooD Eastern Europe Distribution Gesamt

745 562 0 0 0 0 0 1.307

sonstige betriebliche Erträge 0 19 68 7 0 0 0 94

V. Sonstige Angaben
1. Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, gegliedert nach Arbeitern und Angestellten, beträgt: 2009 0 33 33 2008 0 35 35

Arbeiter Angestellte Gesamt

110

Sonstige Angaben
2. Mitarbeiteroptionsprogramm
In der außerordentlichen Hauptversammlung der JoWooD Entertainment AG am 22 . April 2008 wurde beschlossen, daß das Grundkapital um bis zu EUR 490 .000 durch Ausgabe von bis zu Stück 70 .000 auf den Inhaber lautende Stammaktien im Nennbetrag von je EUR 7,-- erhöht wird, wobei diese Erhöhung nur insoweit durchgeführt werden darf, als Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens die ihnen eingeräumten Aktienoptionen ausüben und von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen (bedingte Kapitalerhöhung) . Von den insgesamt 70 .000 Optionen werden dem Vorstand der Gesellschaft nach Maßgabe des Mitarbeiter-Aktienoptions-Programms 2008 (MSOP 2008) insgesamt 12 .000 Optionen gewährt . Den Arbeitnehmern und leitenden Angestellten (einschließlich den Geschäftsführern) der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens (im Folgenden kurz „Mitarbeiter der JoWooD-Gruppe“) werden nach Maßgabe des MSOP somit insgesamt 58 .000 Optionen gewährt . Die Aktienoptionen wurden in drei Zuteilungen angeboten: 1 . Zuteilung: bis 13 .05 .2008 in der Höhe von 49 .000 Stück in 3 Tranchen (35% / 30% / 35%) ausübbar Zuteilung: bis 06 .02 .2009 in der Höhe von 10 .500 Stück in 2 Tranchen (50% / 50%) ausübbar Zuteilung: bis 06 .11 .2009 in der Höhe von 10 .500 Stück in 2 Tranchen (50% / 50%) ausübbar

Anhang zum Einzelabschluss
Der Ausübungspreis entspricht bei jeder der 3 Zuteilungen dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien an den letzten 90 Handelstagen im amtlichen Handel an der Wiener Börse vor dem Zeitpunkt der jeweiligen Zuteilung der Option . Der Mindestausübungspreis beträgt bei jeder Tranche EUR 7,-- je Aktie . Die Ausübungsrechte aus den eingeräumten Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Ausübung sind in den jeweiligen Tranchen an Kurssteigerungen gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der Zuteilung gebunden: 1 . Tranche nur ausübbar wenn Kurssteigerung von min . 5% gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der jeweiligen Zuteilung erfolgt ist 2 . Tranche nur ausübbar wenn Kurssteigerung von min . 10% gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der jeweiligen Zuteilung erfolgt ist 3 . Tranche nur ausübbar wenn Kurssteigerung von min . 15% gegenüber dem Ausübungspreis zum Zeitpunkt der ersten Zuteilung erfolgt ist Sämtliche Optionen, die im Rahmen der Ersten Zuteilung zugeteilt wurden, sind spätestens bis zum 31 .12 .2013 auszuüben . Sämtliche Optionen, die im Rahmen der Zweiten Zuteilung zugeteilt werden, sind spätestens bis zum 30 .9 .2014 auszuüben . Sämtliche Optionen, die im Rahmen der Dritten Zuteilung zugeteilt werden, sind spätestens bis zum 30 .6 .2015 auszuüben . Im Rahmen der 1 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooD-Gruppe im Geschäftsjahr 2008

2 .

3 .

111

Sonstige Angaben
insgesamt 49 .000 Optionen angeboten, wobei davon 43 .890 Optionen angenommen wurden . Im Rahmen der 2 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooDGruppe im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 10 .500 Optionen angeboten, wobei davon 10 .500 Optionen angenommen wurden . Im Rahmen der 3 . Zuteilung wurden den Mitarbeitern der JoWooD-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 10 .500 Optionen angeboten, wobei davon 8 .700 Optionen angenommen wurden . Per Bilanzstichtag 31 .12 .2009 haben 25 .030 Optionen von den 63 .090 angenommenen Optionen ihr Recht auf Ausübung auf Grund eines zwischenzeitlichen Nichtbestehens eines aufrechten Dienst- bzw . Anstellungsverhältnisses, Werkvertragsverhältnis oder freien Dienstverhältnis zur Gesellschaft verloren . Da die Aufschlüsselung gem . §239 Abs . 1 Ziffer 3 und 4 weniger als 3 Personen betrifft, wird die Angabe der Vorstandsbezüge und der Aufsichtsratvergütungen gemäß §241 Abs . 4 UGB unterlassen . Mitglieder des Aufsichtsrates: - Michael Sares / Mitglied seit 28 .12 .2005, Vorsitzender seit 09 .09 .2007 - Mag . Christoph Ludwig / Mitglied seit 14 .01 .2005 - Mag . Daniel Neubauer / Mitglied seit 08 .08 .2007 Aus den Aktivitäten des Aufsichtsrates haben sich Zahlungen in der Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 88) ergeben . Darin enthalten sind Reisekostenersätze in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5) .

3.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Der Vorstand der JoWooD Entertainment AG Wien, am 30 . April 2010

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen in Summe TEUR 86 .

4.

Eventualverbindlichkeiten

Per Bilanzstichtag bestehen im Rahmen des Factorings Bevorschussungen in Höhe von TEUR 5 .864 . Dr . Albert Seidl e .h . Mag . Klemens Kreuzer e .h .

5.

Organe der Gesellschaft

Die Organe der JoWooD Entertainment AG sind: Mitglieder des Vorstandes: - Dr . Albert Seidl (seit 28 .01 .2005), Vorstandsvorsitzender - Mag . Klemens Kreuzer (seit 01 .04 .2009)

112

Bericht des Abschlussprüfers
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der JoWood Entertainment AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1 . Jänner 2009 bis zum 31 . Dezember 2009 mit einem Eigenkapital von EUR 20 .664 .636,22 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft . Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31 . Dezember 2009, die Gewinnund Verlustrechnung für das am 31 . Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang . Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt . Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen .

Anhang zum Einzelabschluss

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung . Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt . Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist . Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss . Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern . Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben . Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von

113

Bericht des Abschlussprüfers
den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses . Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt . Prüfungsurteil Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt . Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31 . Dezember 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1 . Jänner 2009 bis zum 31 . Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung . Aussagen zum Lagebericht Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken . Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht . Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss .

SOT Wirtschaftsprüfung GmbH

Dr . Christoph Lauscher Wirtschaftsprüfer

Mag . Martina Heidinger Wirtschaftsprüferin

Wien, am 30 .04 .2010

114

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Konzernabschluss

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist . Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist . Wien, am 6 . Mai 2010 Der Vorstand der JoWooD Entertainment AG

Dr . Albert Seidl Vorsitzender des Vorstands

Mag . Klemens Kreuzer Finanzvorstand

115

Headline

JoWooD Entertainment AG Heiligenstädter Straße 201-203/Top 19, 1190 Wien Tel .: +43 (0) 1 37909-0, Fax: +43 (0) 1 37909 1064 http://corporate .jowood .com

JoWooD Group

116