Sie sind auf Seite 1von 42

Instandhaltung von MS

Schaltanlagen und
Schutzrelais e
is s
s u
o
Instandhaltungstagung 2021
r
l ect
©E
David Dünnenberger
29. September 2021
Inhalt

1. Grundlagen MS Schaltanlagen und Schutzrelais


2. Technische Entwicklung der Anlagenkomponenten
3. Bauarten MS Leistungsschalter
s e
4. Gesetzliche Vorgaben
uis
5.
s
Vorteile einer regelmässigen Instandhaltung

r o
ct
6. Instandhaltungsplanung
7. Zusammenfassung / Fragen

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 2


Inhalt

1. Grundlagen MS Schaltanlagen und Schutzrelais


2. Technische Entwicklung der Anlagenkomponenten
3. Bauarten MS Leistungsschalter
s e
4. Gesetzliche Vorgaben
uis
5. Warum Instandhaltung Sinn macht

r os
ct
6. Instandhaltungsplanung
7. Zusammenfassung / Fragen

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 3


Grundlagen MS Schaltanlagen

Allgemein:
• MS-Schaltanlagen sind ein
wichtiger Bestandteil von
s e
Transformatorenstationen
• In MS-Schaltanlagen erfolgt die
u is
eigentliche Stromverteilung und
r os
das Zusammenfassen von
Lasten bzw. Verbrauchern
l ect
• Zentrales Element einer
Schaltanlage sind
©E Bild: Prinzip-Schema Trafostation

Leistungsschalter

Bild: Grundriss Trafostation

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 4


Grundlagen MS Schaltanlagen

Anforderungen an MS Schaltanlagen:
• Betriebssicherheit über gesamte Lebensdauer,
s e
höchste Verfügbarkeit
uis
• hohe Kurzschlussfestigkeit

r
• Störlichtbogenschutz, -vermeidung undos
-löschung
• Hohe Bediensicherheit l ect
©E
• Kapselung, Abschottung und Ab-
deckung spannungsführender Teile
• Wartungsfreundlichkeit
• Geringer Platzbedarf
Bild: Luftisolierte Schaltanlage NXAIR Series
Quelle: www.siemens.com

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 5


Grundlagen Schutzrelais

Allgemein:
e
• Schutzrelais sind Bestandteile des Netzschutzes
s
is
• Der Netzschutz wiederum wird der Sekundärtechnik zugeordnet
u
r os
• Aufgabe des Netzschutzes: Überwachung der Leitungen auf

ct
Kurzschluss oder Erdschluss mit Abschaltung der betreffenden
Leitung

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 6


Grundlagen Schutzrelais

Funktion Schutztechnik/Schutzrelais:
e
• Die Anlagen, welche in der elektrischen Energieverteilung einge-
s
is
setzt werden, stellen hohe Wertanlagen dar. Ihr Ausfall oder gar
u
os
Beschädigung hat weitreichende Auswirkungen für den Verteil-
netzbetreiber und seine mit Strom versorgten Kunden.
r
l ect
• Den Schutz dieser Komponenten vor den Auswirkungen elektrischer
Fehler, sowie die zuverlässige Weiterversorgung nicht betroffener
E
Verbraucher, übernimmt die Schutztechnik.
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 7


Grundlagen Schutzrelais

Anforderungen an Schutzrelais:
• Schnelle Fehlererkennung
s e
• Sichere Fehlererfassung
uis
• Selektive Fehlerfortschaltung

r os
l ect
©E
Bild: Überstromzeit-Schutz von Schneider
Electric, Typ MiCOM
Quelle: www.se.com

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 8


Inhalt

1. Funktion von MS Schaltanlagen und Schutzrelais


2. Technische Entwicklung der Anlagenkomponenten
3. Bauarten MS Leistungsschalter
s e
4. Gesetzliche Vorgaben
uis
5.
s
Vorteile einer regelmässigen Instandhaltung

r o
ct
6. Instandhaltungsplanung
7. Zusammenfassung / Fragen

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 9


Technische Entwicklung der Anlagen-
komponenten

Anfänge der Stromversorgung – ein Blick zurück:


e
• Im Zuge der Entwicklung von Leistungsschaltern war die auto-
s
is
matische Schalter-Auslösung, z. B. bei Kurzschlüssen, ein wichtiges
u
Thema

os
• Als erstes wurde das Augenmerk auf die schnelle Unterbrechung
r
des Kurzschlussstroms gerichtet

l ect
• Bei der technischen Weiterentwicklung von Schaltanlagen wurde der

©E
Bedarf nach einer selektive Heraustrennung eines gestörten Be-
reichs immer wichtiger. So konnte der Betrieb der nicht fehlerhaften
Anlagenteile weiterhin ermöglich werden.

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 10


Technische Entwicklung der Anlagen-
komponenten

Schmelzsicherung als Primärschutz


• Offene, gefüllte Röhrensicherungen
s e
bewährten sich recht gut
u is
• Mit größer werdender Spannung und

r os
Leistung verkleidete man aus Sicherheits-

l ect
gründen für das Betriebspersonal die
Schmelzstreifen in Rohre aus Porzellan

©E
oder Tonerde, die oben und unten offen
waren (deshalb der Begriff «Röhren-
sicherung»).

Bild: Einfahrbare Sicherung, AEG, 1897


Quelle: netzschutz-magazin.com

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 11


Technische Entwicklung der Anlagen-
komponenten

Weiterentwicklung des Primärschutzes


e
• Vorteile Röhrensicherung: Begrenzung des Kurzschlussstromes,
s
geringe Herstellkosten der Sicherung
uis
r
Ersatz von Hand durch Bedienpersonal!
os
• Nachteile Röhrensicherung: nur einen einzigen Ausschaltvorgang,

l ect
• Anforderung an die Weiterentwicklung des Primärschutzes:
Leistungsschalter sollte durch strommessende Einrichtungen,
E
Auslöser oder Relais ausgelöst werden
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 12


Technische Entwicklung der Anlagen-
komponenten

Weiterentwicklung des Primärschutzes – Primärrelais MU/MUT


von Sprecher + Schuh
s e
is
• Die Relais wurden in der Regel direkt auf den
u
Schalterpol montiert und beinhalten:
- Überlastschutz (thermisch)
r os
Kurzschluss
l ect
- Strom- oder Zeitabhängiger Schutz bei

©E
• Alle Einstellvorrichtungen und Skalen sind
auf der Frontplatte der Relais angeordnet.
• Relaisfunktion ist nicht auf eine Fremdstrom-
quelle angewiesen.
Bild: Primärrelais MUT1, S+S,1969
Quelle: www.netzschutz-magazin.com

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 13


Technische Entwicklung der Anlagen-
komponenten

Primärrelais MU/MUT von


Sprecher + Schuh
s e
u is
Einstellungen können während
des Betriebes mit einer isolierten
r o s
Bedienungsstange vorge-
nommen werden.
l ect
Achtung! Primärrelais stehen©E
unter Spannung! Sicherheits-
regeln beachten!
Bild: Bedienung Primärrelais MUT1, S+S
Quelle: www.ewz.ch

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 14


Technische Entwicklung der Anlagen-
komponenten

Vom Primär- zum Sekundärschutz


• Vorteile Primärrelais:
s e
is
– Zuverlässiger langlebiger Schutz von Mittelspannungsanlagen,
u
ohne Fremdstromquelle
• Nachteile Primärrelais:
r os
l ect
– lassen sich nicht elektronisch überwachen
– Keine Kommunikation mit vernetzten Leitzentralen

©E
– Bei einem Ereignis lässt sich kaum nachvollziehen, wo die
Ursache lag
– Fehlende «Intelligenz» (Stichwort: Smart Grid) beim
Unterscheiden von Ereignissen im Netz

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 15


Technische Entwicklung der Anlagen-
komponenten

Sekundärschutzsysteme
e
• Moderne Lösungen bieten u. a. folgende Funktionalitäten:
s
is
– Vollständigen Palette an Schutz-, Steuerungs- und
u
Messfunktionen
– Kommunikationsschnittstellen
r os
l ect
– unabhängig von Fremdversorgungen, Anzeige
Anlagenzustand auch bei Ausfall der
Hilfsspeisung
©E
– Einfach und verständlich zu bedienen: ein
Schutz, Steuerung und Messfunktion

Bild: Sekundärschutzsystem POWERSAVE


Quelle: www.nse.ch

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 16


Inhalt

1. Funktion von MS Schaltanlagen und Schutzrelais


2. Technische Entwicklung der Anlagenkomponenten
3. Bauarten MS Leistungsschalter
s e
4. Gesetzliche Vorgaben
uis
5.
s
Vorteile einer regelmässigen Instandhaltung

r o
ct
6. Instandhaltungsplanung
7. Zusammenfassung / Fragen

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 17


Bauarten MS-Leistungsschalter

Unterscheidungskriterium Isoliermedium
• Öl-Schalter
• Gasisolierte Schalter (SF6-Gas)
s e
• Vakuum-Schalter
uis
r os
l ect
©E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 18


Bauarten MS-Leistungsschalter

Öl-Schalter
• Als Isoliermedium werden
Isolieröle auf Mineralölbasis
s e
für Transformatoren und
Schaltgeräte der Norm IEC
uis
60296:2012 s verwendet
r os
• Kriterium: Durchschlag-
festigkeit des Isolieröls!
l ect
• Wenn ungenügend bzw. bei
Wartungsintervall: Wechsel
©E
der Isolieröl-Füllung am
Schalter

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 19


Typen von MS-Leistungsschaltern

Gasisolierte Schalter (SF6-Gas)


• Bei diesem Schaltertyp wird als Isolier-
medium SF6-Gas eingesetzt
s e
• Vorteile:
 Farb- und geruchlos, «ungiftig» uis
 5-mal schwerer als Luft
r os
 nicht brennbar l ect
 Thermische und chemische Beständigkeit

©E
 Hohe dielektrische Durchschlagsfestigkeit
 Sehr gute Lichtbogen-Löscheigenschaften

Bild: ABB SF6-Leistungsschalter Typ HB


Quelle: Betriebsvorschrift ABB

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 20


Typen von MS-Leistungsschaltern

Gasisolierte Schalter (SF6-Gas)


• Nachteile:
 SF6 ist ein sehr klimaschädigendes Gas!
s e
uis
• Qualitätsindikator Gasfüllung:

r os
 Prozentsatz SF6 sollte je nach Herstellerangaben nicht
tiefer als 95-97% sein
l ect
 gemessene Verschmutzungsgrad, welcher von

©E
Zersetzungsprodukten wie SO2 und SOF2 herrührt, sollte
gemäss Herstellerangaben ein Maximalwert von 12 ppm
nicht überschreiten.

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 21


Typen von MS-Leistungsschaltern

Vakuum-Schalter
• Bei diesem Leistungsschalter ist der feste
und bewegliche Kontakt in einem dauer-
s e
haft geschlossenen Vakuumschalter ein-
geschlossen. Der Lichtbogen erlischt, da
u is
die Kontakte im Hochvakuum getrennt
r os
ct
werden.

E l e
• Anlässlich der periodischen Wartung wird
mittels Testgerät die Vakuum-Schaltröhre

• Bei einem Defekt muss die


©
geprüft (Durschlagspannung)
Bild: Siemens Vakuum-Leistungsschalter
Vakuumkammer ersetzt werden Typ 3AK7
Quelle: www.siemens.com

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 22


Inhalt

1. Funktion von MS Schaltanlagen und Schutzrelais


2. Technische Entwicklung der Anlagenkomponenten
3. Typen von MS Leistungsschaltern
s e
4. Gesetzliche Vorgaben
uis
5.
s
Vorteile einer regelmässigen Instandhaltung

r o
ct
6. Instandhaltungsplanung
7. Zusammenfassung / Fragen

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 23


Gesetzliche Vorgaben

Gemäss der «Verordnung über elektrische Starkstromanlagen


(Starkstromverordnung, 734.2) vom 30. März 1994 (Stand am
1. Juni 2019)» gelten folgende Vorgaben:
s e
u
Art. 17, Pflicht zur Kontrolle und Instandhaltungis
o s
Die Betriebsinhaber müssen ihre Starkstromanlagen dauernd instandhalten
r
ausführen lassen.
l ect
und periodisch reinigen und kontrollieren oder diese Arbeiten durch Dritte

©E
Im besonderen ist zu kontrollieren, ob:
a. sich die Anlagen und die daran angeschlossenen elektrischen
Einrichtungen in einwandfreiem Zustand befinden;

c. Die Schutzeinrichtungen korrekt eingestellt und wirksam sind

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 24


Gesetzliche Vorgaben

Gemäss der «Verordnung über elektrische Starkstromanlagen


(Starkstromverordnung, 734.2) vom 30. März 1994 (Stand am 1.
Juni 2019)» gelten folgende Vorgaben (Fortsetzung):
s e
Art. 18, Kontrollperioden
u is
o s
Die Betriebsinhaber bestimmen für jeden Anlageteil die Kontrollperiode. …Die
r
ect
Kontrollperioden dürfen fünf Jahre nicht überschreiten. Ausnahmsweise können
die Kontrollstellen für einzelne Anlageteile eine längere Kontrollperiode be-
l
beeinträchtigt.
©E
willigen, wenn der Stand der Technik das zulässt und die Sicherheit nicht

Art. 19, Kontrollberichte


Die Betriebsinhaber erstellen über jede Kontrolle einen Kontrollbericht.

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 25


Gesetzliche Vorgaben

Zusammenfassung:
• Die gesetzliche Pflicht gemäss Starkstromverordnung zur Kontrolle
e
und Instandhaltung sind für alle Betreiber von Trafostationen
s
bindend.

uis
• D.h. im Einzelnen müssen alle in der TS enthaltenen Anlagenteile

os
wie MS-Schaltanlage, Trafos, Schutztechnik, NSHV, etc. periodisch
r
werden.
l ect
geprüft und in einem schriftlichen Kontrollbericht festgehalten

©E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 26


Gesetzliche Vorgaben

Eidgenössisches Starkstrominspektorat ESTI


• Das ESTI ist Aufsichts- und Kontrollbehörde für elektrische Anlagen,
e
die nicht dem Bundesamt für Verkehr BAV unterstehen.
s
is
• Es sorgt dafür, dass diese Anlagen sicher und umweltgerecht
u
os
geplant, erstellt und gewartet werden. Dazu gehören
Hochspannungsanlagen, Niederspannungsinstallationen und
r
Schwachstromanlagen.

l ect
• Die Aufsichts- bzw. Kontrolltätigkeiten des ESTI umfassen Nieder-
E
spannungsinstallationen, Stark- und Schwachstromanlagen.
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 27


Gesetzliche Vorgaben

Inspektionsbericht ESTI
Die Kontrolltätigkeit wird in einem schriftlichen Bericht z. Hd. des
e
Anlagenbetreibers bzw. Betriebsinhabers von Starkstromanlagen
s
festgehalten.

u is
Schwerpunkte der Überprüfung:

os
• Instruktion/Ausbildung der in HS/NS-Netzen tätigen Personen, Ar-
r
eingeführt?
l ect
beitssicherheit, Pikettdienst → Sicherheitskonzept vorhanden und

©E
• Pflicht zur Kontrolle und Instandhaltung: Kontrollperioden und
Kontrollberichte → Instandhaltungskonzept vorhanden und
eingeführt?

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 28


Gesetzliche Vorgaben

Inspektionsbericht ESTI (Fortsetzung)


• Regelmässige Instruktion der Feuerwehr über die Leitungen und
Anlagen
s e
is
• Technische Aspekte (Zustand der Anlage, aktuelles Schema
u
vorhanden, Erdungsmessung, etc.)
• Aufgaben nach NIV
r os
l ect
• Abschliessend: zu treffende Massnahmen und Mängelbehebung

©E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 29


Inhalt

1. Funktion von MS Schaltanlagen und Schutzrelais


2. Technische Entwicklung der Anlagenkomponenten
3. Typen von MS Leistungsschaltern
s e
4. Gesetzliche Vorgaben
uis
5.
s
Vorteile einer regelmässigen Instandhaltung

r o
ct
6. Instandhaltungsplanung
7. Zusammenfassung / Fragen

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 30


Vorteile einer regelmässigen Instand-
haltung

Mit regelmässigen Instandhaltungsarbeiten…


• werden die gesetzlichen Vorschriften erfüllt
s e
• wird die Anlagenverfügbarkeit gesteigert
uis
• beugt man Betriebsunfällen vor

r os
ct
• wird die Personensicherheit erhöht.

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 31


Vorteile einer regelmässigen Instand-
haltung

Bei MS-Leistungsschaltern ist viel Mechanik im Spiel

s e
uis
r os
l ect
©E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 32


Vorteile einer regelmässigen Instand-
haltung

Diese Komponenten müssen im Falle einer Schaltauslösung


einwandfrei funktionieren!
s e
uis
r os
…Besonders beim Fehlen jeglicher Bewegung der mechanischen
Schaltelemente über Jahre oder gar Jahrzehnte!

l ect
Im Extremfall: kann Mitursache von massiven Störungen mit
Unfallfolgen sein…
©E
Link: Aus Unfällen lernen: Lichtbogenunfall an einer SF6-
Mittelspannungsschaltanlage

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 33


Vorteile einer regelmässigen Instand-
haltung - Praxisbeispiel
Ursache: Durch Alterung gerissene Anschlagrolle
Risiko: Abgefallene Teile können Schaltstift in
Zwischenstellung blockieren.
s e
is
Lichtbogengefahr im Schalterpol.
u
Prävention:
Instandsetzung
r o s
Regelmässiger Austausch bei periodischer

l e ct
© E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 34


Vorteile einer regelmässigen Instand-
haltung – typischer Arbeitsumfang

Ausführung von Wartungsarbeiten an Leistungsschaltern nach


Checkliste, z. B.
s e
• Reinigung Schaltfelder innen und aussen
uis
r os
• Funktionskontrolle Apparate und Schutzgeräte
• Kontrolle der Antriebe und Verriegelungen

l ect
• Schraubenkontrollen Hochstromverbindungen
• Austausch defekter oder abgenützter Teile

©E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 35


Vorteile einer regelmässigen Instand-
haltung – typischer Arbeitsumfang

Messung funktionswichtiger Parameter von Leistungsschaltern


nach Checkliste, z.B.
s e
• Kontaktübergangswiderstände
uis
• Spannungsfestigkeit von Vakuumröhren
• Zeitmessungen am Leistungsschalter
r os
l ect
• Zustand der Isolier- und Löschmedien (Isolieröl, SF6-Gas)

©E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 36


Inhalt

1. Funktion von MS Schaltanlagen und Schutzrelais


2. Technische Entwicklung der Anlagenkomponenten
3. Typen von MS Leistungsschaltern
s e
4. Gesetzliche Vorgaben
uis
5.
s
Vorteile einer regelmässigen Instandhaltung

r o
ct
6. Instandhaltungsplanung
7. Zusammenfassung / Fragen

E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 37


Instandhaltungsplanung

Grundlegende Begriffe, Massnahmen der Instandhaltung gemäss


DIN 31051

s e
Instandhaltung wird unterteilt in:
u is
r os
-Inspektion/Kontrollen (alle 1 bis 2 Jahre)

ct
-Wartung/Funktionskontrolle (alle 5 bis 10 Jahre)
-Instandsetzung/Revision (situativ, je nach Verschleiss bzw. nach
Herstellerangaben)
E l e
©

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 38


Instandhaltungsplanung

Vorbeugende Instandhaltung

e
• kommt dort zum Einsatz, wo hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit
s
is
und/oder Sicherheit der Anlagen gestellt werden.
u
r os
ct
Ziel der vorbeugenden Instandhaltung:
• Vorbeugende Massnahmen einleiten, um einen Ausfall, Störung, bzw.
l e
Fehlfunktion der Anlage zu vermeiden.
E
©
Die Planung erfolgt mittels eines Instandhaltungskonzepts und enthält
Intervall und Umfang der Arbeiten. Es können auch Angaben zu den
Kosten (Budgetplanung) sowie den involvierten Lieferanten (Termin-
koordination, Wartungsverträge, etc.) hinterlegt werden.

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 39


Instandhaltungskonzept - Beispiel

s e
uis
r os
l ect
©E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 40


Zusammenfassung / Fragen

Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

s e
uis
r os
l ect
©E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998 Seite 41


ELTES AG
Industriestrasse 4
CH-5432 Neuenhof

Telefon: +41 56 416 41 41


s e
Telefax: +41 56 416 41 42
Mail: support@eltes.ch

uis
Internet: www.eltes.ch

r os
l ect
© E

ENERGIETECHNIK. SEIT 1998

Das könnte Ihnen auch gefallen