Sie sind auf Seite 1von 2

Karlsruher Institut für Technologie

Institut für Angewandte und Numerische Mathematik


PD Dr. T. Arens
Dr. F. Hagemann
L. Schätzle MSc
Karlsruhe, den 19.11.2020

Aufgaben Tutorium 3
zur Vorlesung Höhere Mathematik I für
biw/ciw/mach/mage/vt

Aufgabe 1:
(a) Berechnen Sie Real- und Imaginärteil, sowie Betrag und den Hauptwert des Arguments der folgenden
komplexen Zahlen.

1
√ 2
(i) z1 = (1 + i)(1 − i), (iii) z3 = 4 3+i ,
1+i
(ii) z2 = 1−i , (iv) z4 = −|4 − i|.

(b) Ordnen Sie die komplexen Zahlen auf der linken und rechten Seite einander zu
√ √
2 cos π4 + i sin π4 ,

(1) 3 − i, (a)
(2) 2 cos π6 + i sin π6 ,

(b) −1,

(3) cos(−5π) + i sin(−5π), (c) 3 + i,
(4) 1 + i, (d) 2(cos(−6π) + i sin(−6π)).

Lösung:

(a) Es gelten

(i) z1 = 2, |z1 | = 2, Arg(z1 ) = 0,


(1+i)2 2i
(ii) z2 = (1−i)(1+i) = i, |z2 | = 1, Arg(z1 ) = π2 ,
= 2
r
√  √ 2
1 3 1 2 3 1
= π3 ,
 
(iii) z3 = 2 + 2 i, |z3 | = 2 + 2 = 1, Arg(z3 ) = arccos 2
√ √ √
(iv) z4 = − 42 + 12 = − 17, |z4 | = 17, Arg(z4 ) = π.

(b) Man kann die Pärchen (1d), (2c), (3b) und (4a) bilden.

Aufgabe 2: Skizzieren Sie die folgenden Mengen in der komplexen Zahlenebene C.

A = {z ∈ C : z = x + iy, x ∈ [1, 2], y ∈ [3, 4]},


B = {z ∈ C : 1 < |z| 6 2},
C = {z ∈ C : |z| > 2} ∩ {z ∈ C : Re(z) < 3}.

Lösung:
Im Im Im
2i 2i
4i
A i
B C
3i
Re
1 2 Re 2 3

1 2 Re

Aufgabe 3: Untersuchen Sie die Folge


n3
 
(an ) =
n3 + 1
auf Konvergenz.

(a) Stellen Sie eine Vermutung über den möglichen Grenzwert a auf (z.B. in dem Sie die Folgenglieder
für n = 10, n = 100 und n = 1000 berechnen).
!
(b) Formen Sie die Forderung |an − a| ≤ ε so um, dass eine Forderung der Form n ≥ . . . da steht.

(c) Versuchen Sie, den Beweis der Aussage lim an = a formal richtig zu führen.
n→∞

Lösung:
(a) Es ist a10 ≈ 0.999, a100 ≈ 0.999 999, a1000 ≈ 0.999 999 999. Man vermutet daher a = 1.
(b) Mit den konkreten Werten lautet die Forderung

! n3
3
n − n3 − 1

1 1
ε≥ 3
− 1 =

3
= − 3
= 3 .
n +1 n +1 n +1 n +1

Dies formen wir um zu r


13 3 1
n ≥ − 1, und daher n ≥ − 1.
ε ε
Für die letzte Bedingung setzen wir stillschweigen ε ≤ 1 voraus. Das ist dadurch gerechtfertigt, dass die
Bedingung n3 ≥ (1/ε) − 1 für ε ≥ 1 immer erfüllt ist.
(c) Sei ε > 0. Sei N irgendeine natürliche Zahl mit N 3 ≥ (1/ε) − 1. Dann gilt für n ≥ N :
1 1 1
n3 ≥ N 3 ≥ − 1, und daher n3 + 1 ≥ , also ≤ ε.
ε ε n3 +1
Damit haben wir die formale Definition überprüft, dass (an ) den Grenzwert 1 besitzt.

Das könnte Ihnen auch gefallen