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Polytrauma

Persönliche Daten: Benno Fischer, 27 Jahre alt

Allergien: Bienenstiche mit anaphylaktischem Schock, Rotes Pflaster mit Exanthem und
Pruritus

Sozialanamnese: er sei ledig, habe keine Kinder und keine feste Freundin. Er studiere
Erziehungswissenschaft und wohne in einer WG

Gewohnheiten:
● Rauchen: er raucht nicht
● Alkohol: Spirituosen (hat Schnaps gesagt) 1 mal pro Woche
● Drogen: Joints bei Partys

Familienanamnese:
● Mutter: Skotom (Gesichtsfeldausfall) im linken Auge (es wurde keine organische
Ursache gefunden. Die Ärzte gehen von einer psychosomatischen Ursache aus.
Stressfaktor ist die Krankheit der Tochter)
● Vater: Z.n. By-Pass Operation vor 2,5 Jahren (wegen Angina pectoris. Kein
Herzinfarkt in der Anamnese) mit Sternumentzündung als Komplikation (musste 2
Wochen im Krankenhaus bleiben)
● Zwillingsschwester: Panickattacke

Medikamente:
● Euthyrox 75 μg 1-0-0
● Magnesium (im Ein- bis Zweiwochenrythmus wegen Wadenkrämpfe. Ich habe b.B
gesagt, um Zeit zu sparen und im dritten Teil genauer erklärt. Es wurde akzeptiert.)

Anamnese:
Herr Fischer ist ein 27 jähriger Patient, der sich bei uns wegen Schmerzen im Hinterkopf,
rechten Ohrmuschel, rechten Arm und rechten Oberbauch beim Z.n. Fahrradsturz auf die
rechte Seite vorstellte. Der Unfall sei um 3 Uhr nachts passiert.
Die folgenden Begleitsymptome seien ihm aufgefallen: Exkoriationen (Abschürfungen) der
betroffenen Kösperseiten, Bewegungseinschränkung des rechten Arms, Nausea, 1malige
Emesis, Synkope mit kongrade Amnesie. Er habe einen Helm getragen.

-Unfallmechanismus (habe ich nicht geschrieben, aber im dritten Teil erklärt): Es war in einer
Party. Nach der Party war er mit dem Fahrrad unterwegs, als eine Katze plötzlich vor ihm
aufgetaucht ist. Er hat plötzlich bremsen müssen und ist auf die linke Seite hingefallen-

An Vorerkrankungen seien die Folgenden bekannt:


● Osteitis Pubis seit 3 und ¼ Jahren (Schambeinentzündung wegen Tennisspielen. Er
hat weniger Tennis gespielt und es geht ihm besser)
● Gehörgangsekzem seit Jahren
● Hypothyreose vor 9 Jahren
● Kreislaufschock beim Z.n. Bienenstich vor 4 Jahren
Er sei mit 8 Jahren wegen Phimose (Vorhautverengung) operiert worden.
Die Angaben deuten am ehesten auf ein Schädel-Hirn-Trauma, Schultergelenkluxation
rechts und stumpfes abdominales Trauma.
Alternativ kommen die Folgenden in Betracht: epidurales Hämatom, Schädelfraktur,
Humerusfraktur… (bis hier habe ich geschrieben, als die 20 Minuten vorbei waren. Mehrere
Differentialdiagnosen und Untersuchungen habe ich im dritten Teil erwähnt. Es war nicht
schlimm, weil ich sämtliche anamnestischen Angaben dokumentiert habe. Man kann
trotzdem bestehen).

Fragen während der Prüfung:


Patient:
1. Was habe ich?
2. Muss ich hier bleiben?
3. Welche Untersuchungen?
4. Kann der Kopf mit Ultraschall statt Röntgen untersucht werden? (Der Patient hatte
Angst vor Bestrahlung. Ich habe ihm erzählt, dass Ultraschall im Kopf nicht geeignet
ist und das Risiko bei Röntgenaufnahmen gering ist)
5. Informationen über die Osteosynthese. Werden die metallischen Implantate für
immer im Körper bleiben?
Arzt:
1. Informationen über die Anamnese
2. Vegetative Anamnese (hatte ich nicht gefragt)
3. Welche Untersuchungen?
4. Welche Laborparameter?
5. Welche Vitalparameter untersucht man?
6. Sichere und unsichere Frakturzeichen, pDMS. (ich habe die Sicheren erzählt und
dann hat er mich unterbrochen)

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