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Aufbaurichtlinien

DAF LF, CF und XF105

Aktualisierung: 2007-19
Die Aufbaurichtlinien sind eine Publikation
von DAF Trucks N.V.
Diese Informationen sind auch im Internet
verfügbar. Der Benutzer ist dafür verantwortlich,
daß er die aktuellsten Informationen verwendet.
Der Inhalt dieser Veröffentlichung darf
auszugsweise kopiert oder vervielfältigt werden,
solange der Urheber angegeben wird.

Im Interesse einer kontinuierlichen


Produktentwicklung behält sich DAF jederzeit
das Recht vor, ohne Vorankündigung
Änderungen an den Produkten oder technischen
Daten der Produkte vorzunehmen. DAF kann in
keiner Weise für in diesem Handbuch enthaltene
falsche Informationen jedweder Art und/oder
deren Folgen haftbar gemacht werden.
Dieses Dokument gilt nur für Fahrgestelle mit
Motoren, die Abgaswerte gemäß Euro 4 und
Euro 5 aufweisen.

Hinweis
Für Fahrgestelle gemäß Euro 3 siehe
vorhergehende digitale Publikation mit der
Dateinummer BBG0541.zip auf der Nachrichten-
und Archivseite der Website mit Informationen für
Aufbauhersteller.

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Mai 2007
AUFBAURICHTLINIEN

Aufbaurichtlinien

ALLGEMEINES
1
INFORMATIONEN ZUM FAHRGESTELL
2
ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM AUFBAU
3
AUFBAUTEN
4
INFORMATIONEN ZUM FAHRERHAUS
5
ENERGIEVERBRAUCHER
6
ELEKTRISCHE ANLAGE
7
TEILENUMMERN
8
ANTWORTFORMULAR
9

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

ALLGEMEINES
Allgemeines

Blatt Datum
1.1 Zweck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 200719
1.2 Kontaktadressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 200719
1.3
1.4
Genehmigung des Aufbaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Gesetzliche Vorschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
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200719
1
1.5 Fahrzeugspezifikationen und Layout-Zeichnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 200719
1.6 Gewichtsverteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 200719
1.7 Aufbau- und Lagerungszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 200719
1.8 DAF-Fahrzeugprogramm. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 200719
1.9 Maße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 200719
1.10 Produktänderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 200719
1.11 Anregungen/Vorschläge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 200719

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

1. ALLGEMEINES
1.1 ZWECK werden können. Alle Bauteile/-gruppen müssen
für Wartung und Reparatur gut zugänglich sein!
Arbeiten am Fahrzeug dürfen nur von
Durch diese Aufbaurichtlinien soll gewährleistet
werden, daß das DAF-Fahrgestell und sein
Aufbau zu einer geschlossenen, funktionsfähigen
qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt
werden. 1
Einheit zusammengebaut werden. Der Aufbaulieferant bleibt unter allen
Umständen für das von ihm gelieferte Produkt
uneingeschränkt haftbar und ist aus
1.2 KONTAKTADRESSEN Sicherheitsgründen verpflichtet, deutliche
Informationsunterlagen, Betriebsanleitungen
und/oder Unterlagen über den Aufbau und
In diesen Richtlinien steht DAF für die eventuelle Zusatzausrüstungen mitzuliefern.
Niederlassung bzw. den Importeur von DAF Vor der Auslieferung an den Kunden muß das
Trucks N.V. im jeweiligen Land. aufgebaute Fahrzeug vom DAF-
Vertragshändler geprüft werden. DAF
übernimmt keinerlei Haftung für
1.3 GENEHMIGUNG DES AUFBAUS Konsequenzen, die aus Handlungen Dritter
resultieren.
Aus Gründen der Fahrzeugsicherheit, der Maschinenrichtlinie und CE-Kennzeichnung
Produkthaftung und der Qualitätsanforderungen, Wenn der Aufbau (bzw. Teile des Aufbaus) als
die DAF an seine Fahrzeuge stellt, sind Maschine zu betrachten ist (sind), sind die
Änderungen an der Ausführung ohne Maschinenrichtlinie und die CE-Kennzeichnung
Rücksprache mit und schriftliche zu berücksichtigen. Wenden Sie sich dazu ggf.
Genehmigung von DAF nicht zulässig. an die zuständigen Instanzen.
Aufbauten, die den Anforderungen dieser Für eine eventuelle Integration von Aufbau
Aufbaurichtlinien in vollem Umfang genügen, und verwandten Fahrzeugsystemen siehe
bedürfen keiner weiteren Überprüfung. Bei DAF Kapitel 7: "Elektrische Anlage".
erhalten Sie Auskunft zu allen diesbezüglichen
Fragen.
In allen Fällen, über die diese 1.4 GESETZLICHE VORSCHRIFTEN
Aufbaurichtlinien keinen Aufschluß geben
oder in denen hiervon abgewichen wird, ist Der Aufbau und eventuell damit
Rücksprache mit DAF zu nehmen und eine zusammenhängende Änderungen am Fahrzeug
Überprüfung zu beantragen. müssen den Gesetzen und Vorschriften im
Zur Beantragung einer Überprüfung sind jeweiligen Einsatzland des Fahrzeugs
Funktionsbeschreibungen, Zeichnungen der entsprechen.
gewünschten Ausführung und technische Da DAF das Nutzfahrzeugfahrgestell in
Berechnungen in zweifacher Ausfertigung an Übereinstimmung mit den gültigen Gesetzen und
DAF einzusenden. Nach erfolgter Prüfung erhält Vorschriften baut, trägt der Aufbauhersteller die
der Absender eine der Zeichnungen mit einer Verantwortung für das aufgebaute Fahrzeug.
"Unbedenklichkeitserklärung" (eventuell mit
Anmerkungen zur erforderlichen DAF kann bei der Abnahme des aufgebauten
Konstruktionsweise) zurück. Fahrzeugs nicht für Probleme verantwortlich
gemacht werden, die durch den Aufbau
Bei der Ausführung der genehmigten verursacht wurden oder auf die Montage bzw.
Abweichungen/Änderungen ist in jedem Fall Veränderung von Bauteilen durch Dritte
sicherzustellen, daß alle Arbeiten die zurückzuführen sind.
Qualitätsanforderungen in vollem Umfang
erfüllen.
Der Aufbauhersteller sorgt dafür, daß die
beweglichen Teile des Fahrzeugfahrgestells, und
zwar insbesondere die Gelenkwellen, nicht durch
Aufbauteile und/oder Befestigungsmittel oder
dgl. in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

1.5 FAHRZEUGSPEZIFIKATIONEN Zeichnungen können mit dem mitgelieferten


UND LAYOUT-ZEICHNUNGEN TIFF-Viewer betrachtet und ausgedruckt werden.
Ferner sind auf der CD-ROM die
Komponentenzeichnungen (Fahrerhäuser,
Bei der Wahl der richtigen Transportkombination Radaufhängungen und Kraftstoffbehälter) sowie
1 ist es von großer Bedeutung, daß jede der drei
beteiligten Parteien - Kunde, Aufbauhersteller
die Fahrgestell- und Fahrerhausansichten (wie in
der DAF-Fahrgestellzeichnung abgebildet) in
und DAF - ihr Spezialwissen einbringt. Nur durch DXF-Format gespeichert. Das DXF-Format ist für
intensive gemeinsame Beratung läßt sich ein die Verwendung in Ihrem eigenen AUTOCAD-
optimales Ergebnis erzielen. Dazu ist es System oder in einem anderen Programm, das
erforderlich, daß alle technischen Daten wie DXF-Dateien öffnen kann, geeignet.
Fahrzeugspezifikationen und Layout-
Zeichnungen (DAF-Fahrgestellzeichnungen) zur TOPEC Light: Mit einem TOPEC Light-
Verfügung stehen und die Möglichkeit besteht, Abonnement verfügen Sie - zusätzlich zu dem
schnell eine Einschätzung aller technischen oben erwähnten digitalen Archiv für
Möglichkeiten mit ihren spezifischen Vor- und Komponenten- und Fahrgestellzeichnungen -
Nachteilen vorzunehmen. über die für Layout-, Gewicht- und Wendekreis-
und Fahrgestellsteifigkeitsberechnungen
TOPEC, das professionelle erforderlichen Rechenmodule.
Transportberatungssystem von DAF, wurde
speziell zu diesem Zweck entwickelt und steht
auch der Aufbauindustrie zur Verfügung. Mit 1.6 GEWICHTSVERTEILUNG
TOPEC können schnell die Auswirkungen einer
bestimmten Maßführung auf Gewichtsverteilung,
Anordnung der Kupplung, Wendekreis, Bei der Aufbaumontage ist unbedingt auf eine
Achslastverlauf beim Entladen und dgl. korrekte Gewichtsverteilung in der Weise zu
berechnet werden. Darüber hinaus ist können achten, daß die zulässigen Achslasten
TOPEC-Berechnungen bei DAF in Auftrag ausgenutzt werden können. In diesem
gegeben werden. Zusammenhang gelten folgende Richtlinien:

Layout-Zeichnungen - Die Länge des Aufbaus und somit die Lage


Die Aufbaumöglichkeiten des jeweiligen des Schwerpunkts kann innerhalb der im
Fahrgestells lassen sich anhand der sehr jeweiligen Land zulässigen Toleranzen für
detaillierten Fahrerhaus/Fahrgestell-Layout- die Achslastverteilung variieren.
Zeichnungen ermitteln, in denen zahlreiche - Der Gewichtsunterschied zwischen dem
Abmessungen und Komponentenanordnungen linken und rechten Rad bzw. zwischen den
dargestellt sind. Diese Zeichnungen sind von linken und rechten Rädern an ein- und
DAF erhältlich und sind als digitale Dateien auf derselben Achse darf höchstens 2,5 %
der TOPEC CD-ROM und im Internet betragen, um ein Schiefhängen des
(www.daf.com) zu finden. Fahrzeugs zu vermeiden; siehe auch den
Darüber hinaus kann DAF eine digitale 3D- untenstehenden Abschnitt zur
Zeichnung des Fahrgestell-Hauptlängsträgers für Seitenneigungsstabilität.
ein spezifisches, auftragsbezogenes Fahrgestell - Die Vorderachslast muß bei einzelner
im DXF- oder STEP2.14-Dateiformat Verwendung oder in Kombination mit einem
bereitstellen. Wenden Sie sich an DAF für konventionellen Anhänger jederzeit
geltende Fälle mit komplexen Aufbauten, wie z.B. mindestens 20 % des zulässigen
schweren Kränen. Fahrzeuggesamtgewichts betragen, bzw.
30 % in Kombination mit Zentralachs-
Verfügbarkeit von TOPEC für die Anhängern.
Aufbauindustrie - Die Antriebsachslast muß, bei
Das TOPEC-Programm ist in zwei Versionen grenzüberschreitendem Verkehr,
erhältlich: "TOPEC View" und "TOPEC Light" und mindestens 25 % des Fahrzeug- bzw.
kann über ein Abonnementsystem bei DAF Zuggesamtgewichts betragen.
bestellt werden. - Der gemeinsame Schwerpunkt von Aufbau,
eventuellen Be- und Entladehilfsmitteln und
TOPEC View: Mit einem TOPEC View- Ladung muß jederzeit innerhalb des
Abonnement verfügen Sie über ein komplettes theoretischen Radstands liegen, weil sonst
digitales Archiv der DAF-Fahrgestellzeichnungen die Straßenlage des Fahrzeugs
auf CD-ROM, das in regelmäßigen Abständen beeinträchtigt werden kann.
aktualisiert wird. Sie verfügen also immer über
die jeweils neuesten Zeichnungen. Diese

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

Fahrgestellverstärkungen und zusätzlich 1.8 DAF-FAHRZEUGPROGRAMM


montierte Baugruppen wie Kompressoren,
Kraftstoffbehälter, Be- und Entladehilfen
beeinflussen das Gewicht und somit die Das DAF-Fahrzeugprogramm umfaßt
Gewichtsverteilung des Fahrzeugs. Es ist verschiedene Sattelzugmaschinen in der
deshalb von größter Bedeutung, daß das
Fahrzeug einschließlich aller zusätzlich
Gewichtsklasse über 15 Tonnen sowie ein noch
breiteres Angebot an Lastkraftwagen ab 6 1
angebrachten Baugruppen vor Beginn der Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (GG).
Aufbauarbeiten gewogen wird. Nur dann
können mögliche Konsequenzen für die Lage
des Fahrzeugschwerpunktes rechtzeitig
erkannt werden.
(Dynamische) Seitenneigungsstabilität
Hohe Aufbaukonstruktionen, eventuell in
Verbindung mit einer hohen Schwerpunktlage
der Ladung, sind seitenwindempfindlich und
können die Seitenneigungsstabilität und damit
die Fahreigenschaften des Fahrzeugs
beeinträchtigen. Die gleichen Probleme können
sich ergeben bei:
- asymmetrischer Beladung,
- spezifischer Lastverteilung,
- Achslastverlauf bei Teilladung, 20090503-035
- Achslastverlauf bei beweglicher Ladung.
DAF-Baureihe LF45
Die Endverantwortung trägt in allen Fällen der
Aufbauhersteller bzw. der Benutzer des Diese Baureihe umfaßt Fahrzeuge von 7,5 bis 12
Fahrzeugs. Tonnen Gesamtgewicht. Diese für den intensiven
Einsatz im städtischen und regionalen
Verteilerverkehr bestimmten Fahrzeuge sind mit
einem 4,5-Liter-FR-Vierzylinder-Dieselmotor
1.7 AUFBAU- UND (Leistungsspektrum von 103 bis 136 kW) oder
LAGERUNGSZEIT einem6,7-Liter-GR-Sechszylinder-
Dieselmotor (Leistungsspektrum von 165 bis
184 kW) ausgestattet.
Wird ein Fahrzeug z.B. wegen einer langwierigen
Aufbauzeit über einen längeren Zeitraum nicht DAF-Baureihe LF55
eingesetzt, sind geeignete Maßnahmen zum Diese für den leichten bis mittelschweren
dauerhaften Qualitätserhalt zu treffen. Die Verteilerverkehr im Stadt- und Regionalbereich
erforderlichen Maßnahmen richten sich nach der bestimmte Baureihe bietet Gesamtgewichte von
voraussichtlichen Aufbau- und Lagerungszeit. 12 bis 19 Tonnen. Die Fahrzeuge sind außerdem
In der Regel sind u.a. folgende Maßnahmen zu für unterschiedliche Aufgaben im
treffen: Kommunalbereich besonders geeignet. Diese
Baureihe ist mit dem 4,5-Liter-FR-Vierzylinder-
- Fenster und Dachluke schließen. Dieselmotor mit einer Leistung von 136 kW,
- Flüssigkeitsstände prüfen und ggf. oder mit dem 6,7-Liter-GR-Sechszylinder-
korrigieren. Dieselmotor mit einer Leistung von 165 bis 210
- Reifendruck prüfen. kW, ausgestattet.
- Batterien ausbauen, lagern und wieder
aufladen.
- Kühlflüssigkeit/Frostschutzmittel
kontrollieren.
- Lackschäden ausbessern.
Die bei sehr langen Lagerzeiten
erforderlichen Maßnahmen sind bei DAF zu
erfragen.

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

DAF-Baureihe CF Baureihe für schwere Lasten ausgelegt. Sie wird


als Zwei-, Drei- oder Vierachser mit ein oder zwei
Antriebsachsen angeboten. Ein robustes
Fahrzeug für den Fernverkehr über mittlere
Entfernungen bei hohen Zuggewichten (über 40
1 Tonnen), für den anspruchsvollen Bausektor und
schwere Sondertransporte.
DAF-Baureihe XF

G000444

DAF-Baureihe CF65
Die DAF-Baureihe CF65 unterstreicht die
Bedeutung der Marktsegmentation in der
mittleren Gewichtsklasse. Die Fahrzeuge sind
aufgrund spezifischer Merkmale und
Eigenschaften für eine Vielzahl von G000392
Anwendungsbereichen, Aufbautypen und
Baureihe XF105
Einsatzbedingungen geeignet. Die DAF-
Baureihe CF65 wurde als Solo-Zweiachser für Der DAF XF ist das Flaggschiff des DAF-
den lokalen und regionalen Verteilerverkehr und Programms. Mit der Baureihe XF105 ist DAF in
für Spezialaufgaben wie z. B. bei der Müllabfuhr der Fahrzeug- und Motortechnik ein weiterer
oder Feuerwehr entwickelt. Bei einem maximalen großer Schritt gelungen. Die Fahrzeuge der
Gesamtgewicht von 19 Tonnen verfügt diese Baureihe XF sind mit 12,9-Liter-MX-
Baureihe über 6,7-Liter-GR-Dieselmotoren mit Dieselmotoren ausgestattet, die über ein
Leistungen von 165 bis 210 kW. hochmodernes Verbrennungsprinzip und 4
Ventile pro Zylinder verfügen. Mit
DAF-Baureihe CF75 Motorleistungen von 300 bis 410 kW sind sie
Die DAF-Baureihe CF75 bietet ein echtes, optimal für den (grenzüberschreitenden)
hauptsächlich aus Zwei- und Dreiachsern Güterfernverkehr mit Zuggewichten von 40
bestehendes Allroundprogramm. Die Fahrzeuge Tonnen geeignet.
sind hervorragend für den mittelschweren bis
Das Super Space Cab, ein "Heim auf Rädern",
schweren Verteilerverkehr auf regionalen und
bietet dem internationalen Fernfahrer, der im
überregionalen Strecken und für zahlreiche
Durchschnitt ein bis drei Wochen unterwegs ist,
Einsatzzwecke im öffentlichen Bereich, wie z. B.
alles was er braucht. Der DAF XF geht keine
in der Kommunalreinigung, geeignet. Die 9,2-
Kompromisse ein. Er verbindet einen
Liter-PR-Dieselmotoren haben u. a. ein
außergewöhnlich hohen Fahrerkomfort mit
hochmodernes Verbrennungsprinzip und 4
optimalen Transportleistungen bei
Ventile pro Zylinder. Sie werden in mehreren
ausgesprochen günstigen Betriebskosten für den
Leistungsstufen von 183 bis 265 kW angeboten
Transportunternehmer.
und sind für Zuggewichte bis 40 Tonnen
geeignet.
DAF-Baureihe CF85
Die DAF CF85-Fahrzeuge sind mit 12,9-Liter-
MX-Dieselmotoren ausgestattet, die über ein
hochmodernes Verbrennungsprinzip und 4
Ventile pro Zylinder verfügen. Mit
Motorleistungen von 265 kW bis 375 kW ist diese

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

Beschrei- Typ Fahrgestellart DAF-Baureihe


bung
LF45 LF55 CF6 CF7 CF8 XF105
5 5 5
FA 4x2 Lkw-Fahrgestell
FAR 6x2 Lkw-Fahrgestell mit
1
Schleppachse (Einzelberei-
fung)
FAS 6x2 Lkw-Fahrgestell mit
Schleppachse (Zwillingsbe-
reifung)
FAN 6x2 Lkw-Fahrgestell mit gelenk-
ter Nachlaufachse
FAG 6x2 Lkw-Fahrgestell mit gelenk-
ter Vorlaufachse
FAT 6x4 Lkw-Fahrgestell mit doppelt
angetriebenem Tandemag-
gregat
FAC 8x2 Lkw-Fahrgestell mit 2 Vor-
derachsen, 1 Antriebsachse
und Schleppachse mit Zwil-
lingsbereifung
FAX 8x2 Lkw-Fahrgestell mit 2 Vor-
derachsen, 1 Antriebsachse
und gelenkter Nachlaufach-
se mit Einzelbereifung
FAK 8x2 Lkw-Fahrgestell mit 3 Hinter-
achsen und Schleppachse
mit Zwillingsbereifung
FAD 8x4 Lkw-Fahrgestell mit 2 Vor-
derachsen und doppelt an-
getriebenem
Tandemaggregat

FT 4x2 Sattelzug-Fahrgestell
FTR 6x2 Sattelzug-Fahrgestell mit
Schleppachse (Einzelberei-
fung)
FTS 6x2 Sattelzug-Fahrgestell mit
Schleppachse (Zwillingsbe-
reifung)
FTG 6x2 Sattelzug-Fahrgestell mit ge-
lenkter Vorlaufachse
FTP 6x2 Sattelzug-Fahrgestell mit
nicht lenkbarer Vorlaufachse

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

Beschrei- Typ Fahrgestellart DAF-Baureihe


bung
LF45 LF55 CF6 CF7 CF8 XF105
5 5 5
FTT 6x4 Sattelzug-Fahrgestell mit
1 doppelt angetriebenem Tan-
demaggregat
FTM 8x4 Lkw-Fahrgestell mit drei Hin-
terachsen; einer gelenkten
Vorlaufachse und einem
doppelt angetriebenen Tan-
demaggregat

Angaben für Radstand und hinteren


Überhang
Die in diesen Aufbaurichtlinien verwendeten und
bei DAF allgemein gebräuchlichen Angaben für
Radstand und hinteren Überhang (WB/AE) sind
für alle Fahrzeugtypen in der untenstehenden
Übersicht aufgeführt.

WB AE WB AE WB AE
FT - FA 4x2 FTT - FAT 6x4 FAD 8x4

WB AE WB AE WB AE
FTS/R - FAS/R 6x2 FTG - FAG 6x2 FAC 8x2

WB AE WB AE WB AE
FAN 6x2 FTP 6x2 FAK 8x2

WB AE WB AE
FAX 8x2 FTM 8x4
G000307

1.9 MAßE

Alle Maße in diesen Aufbaurichtlinien sind, sofern


nicht anders angegeben, Millimetermaße.

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

1.10 PRODUKTÄNDERUNGEN

Im Interesse einer kontinuierlichen


Produktentwicklung behält sich DAF das Recht
vor, ohne Vorankündigung Änderungen in den
technischen Daten oder der Ausführung des 1
Fahrzeugs vorzunehmen.
Die Fahrzeugdaten können außerdem - je nach
örtlichen Bedingungen und Gesetzen - von Land
zu Land unterschiedlich sein. Für die jeweils
aktuellen, exakten Informationen wende man
sich an die DAF-Vertriebsorganisation des
jeweiligen Landes.

1.11 ANREGUNGEN/VORSCHLÄGE

Um die Qualität und Benutzerfreundlichkeit der


DAF-Aufbaurichtlinien und der darin enthaltenen
Informationen zu gewährleisten, sind
Anregungen, Vorschläge und dgl. jederzeit
willkommen.
Bitte benutzen Sie den Vordruck : "Anregungen/
Vorschläge" auf den letzten Seiten dieses
Handbuchs, um uns Ihre Meinung mitzuteilen.

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeines

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AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

INFORMATIONEN ZUM FAHRGESTELL


Informationen zum Fahrgestell

Blatt Datum
2.1 Ausrichten des Fahrgestells . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 200719
2.2 Bohren in den Rahmenträgern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 200719
2.3 Schweißen am Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 200719
2.4 Änderung des hinteren Überhangs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 200719
2.5 Änderung des Radstands . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 200719
2.6 Baugruppenanbau am Fahrgestellrahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 200719
2.7 Das Ersetzen von Nieten durch Schrauben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 200719 2
2.8 Ansaug- und Auspuffanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 200719
2.9 Kraftstoffanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 200719
2.10 Fahrgestellmaße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 200719
2.11 Kupplungsträger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 200719
2.12 Hintere Leuchtenhalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 200719
2.13 Radmontage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 200719
2.14 Radspielraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 200719
2.15 Kotflügelanordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 200719
2.16 Stoßfänger gemäß EU-Norm. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 200719
2.17 Zentralschmieranlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 200719

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AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

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AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

2. INFORMATIONEN ZUM FAHRGESTELL


2.1 AUSRICHTEN DES
FAHRGESTELLS

Um eine einwandfreie Gesamtqualität und lange


Lebensdauer des aufgebauten Fahrzeugs zu
gewährleisten, muß der Fahrgestellrahmen vor
Beginn der Aufbauarbeiten völlig eben aufgestellt
werden. Die Längsträger müssen parallel liegen,
2
und der Rahmen darf nicht verschränkt sein.
Für das Ausrichten eines Fahrgestells mit
Luftfederung müssen mindestens 3 verstellbare
Stützböcke verwendet werden, die während der 20061604-201

}
Aufbauarbeiten nicht entfernt werden dürfen.
Das Fahrgestell muß jedes Mal,
wenn das Fahrzeug verfahren
wurde, neu ausgerichtet werden.

2.2 BOHREN IN DEN


RAHMENTRÄGERN

Für die Montage der verschiedenen Baugruppen


sind nach Möglichkeit die im Fahrgestell
vorhandenen Bohrungen zu nutzen, und zwar
vorzugsweise die den Methoden BAM 1 und 3
(siehe Kapitel 3.2: "BAM - Methoden zur
Aufbaubefestigung (Body Attachment Method)")
entsprechenden Bohrungen, die ab Werk speziell
für die Aufbaubefestigung angebracht werden.
Die Anordnung dieser Bohrungen ist auch in den
Fahrgestellzeichnungen angegeben.
Für das Anbringen zusätzlicher Bohrungen
gelten folgende Vorschriften:
- AUF KEINEN FALL in den
Längsträgergurten bohren.
- Bei Sattelzug-Fahrgestellen darf nicht im
abgeschrägten Teil des Rahmens gebohrt
werden.
- In die nicht benötigten Bohrungen dürfen
keine Füllstücke eingeschweißt werden.
- Angebrachte Bohrungen zur Vermeidung
von Rißbildung grundsätzlich entgraten,
unter einem Winkel von 45 ansenken
(beidseitig!) und grundieren/lackieren.
- Innerhalb von 70 mm Entfernung von einem
Knick im Fahrgestellrahmen dürfen keine
Bohrungen angebracht werden.

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200719 17
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Maße für in den Längsträgern anzubringende


Bohrungen:
B> 3xD
(D = Durchmesser der größten Bohrung,
max. 17 mm)
C> 70 mm (Sattelzug-Fahrgestell), 50 mm
(Lkw-Fahrgestell) B
B

2 Abweichungen von den oben genannten Maßen


sind nur nach Rücksprache mit DAF zulässig. B

B B

D
97122901-201

Mindestabstände für das Bohren in


Rahmenträgern

2.3 SCHWEIßEN AM FAHRGESTELL

} Schweißen am Fahrgestell ist ohne


schriftliche Genehmigung von DAF
nicht zulässig. Ausnahme:
Schweißarbeiten zur Verlängerung
des hinteren Überhangs.

Die untenstehenden Schweißvorschriften von


DAF müssen grundsätzlich beachtet werden.
Schweißen am Fahrgestell
- Die Verbinder von elektrischen und
elektronischen Geräten (Sensoren und
Steller) sowie die Batterieklemmen lösen,
sofern sie sich innerhalb eines Abstands von
einem Meter zu dem zu schweißenden
Fahrgestellteil oder der Masseklemme des
Schweißgeräts befinden.
- Wenn die Batterieklemmen gelöst werden
müssen, sind auch alle am Fahrgestell
montierten elektronischen Steuergeräte
sowie die in der Spritzwanddurchführung
20061604-203
angeordneten Verbinder zu entfernen.
Maßnahmen beim Schweißen!

Schweißen am Fahrerhaus
- Batterien grundsätzlich lösen (zuerst das
Minuskabel).

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AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

- Verbinder zwischen Fahrerhaus und


Fahrgestell (Spritzwanddurchführung) lösen.
- Verbinder von elektrischen und
elektronischen Geräten lösen, sofern sie
sich innerhalb eines Abstands von 50 cm zu
dem zu schweißenden Fahrerhausteil oder
der Masseklemme des Schweißgeräts
befinden.
Schweißen am Aufbau
- Befolgen Sie die obigen Anweisungen für
2
das "Schweißen am Fahrgestell" sowie die
Anweisungen des Aufbauherstellers.
Allgemeines
- Die Masseklemme auf keinen Fall an
Fahrzeugteilen wie Motor, Achsen und
Federn befestigen. Funkenziehen an diesen
Teilen ist ebenfalls verboten, weil hierdurch
Schäden an Lagern, Federn und dgl.
entstehen können.
- Für einwandfreien Kontakt der
Masseklemme sorgen und diese möglichst
nahe an der Schweißstelle anordnen.
- Kunststoffleitungen, Gummiteile und
Parabelfedern müssen gut vor
Schweißspritzern und Temperaturen über
70 C geschützt werden.
- Das Kontaktschloß darf auf keinen Fall in
Zubehör- oder Kontaktstellung geschaltet
sein. Der Kontaktschlüssel muß abgezogen
sein.
- Das Anschließen erfolgt in sinngemäß
umgekehrter Reihenfolge des Lösens.
Zwischen Fahrgestell, Motor und
Fahrerhaus muß jederzeit eine einwandfreie

}
Masseverbindung bestehen.
Wenn die Verbinder nicht gelöst
werden, kann es zu
schwerwiegenden Schäden an den
elektronischen Steuergeräten (ECU)
verschiedener Fahrzeuganlagen
kommen.

Für die Verbinderanordnung bei den LF-, CF- und


XF-Baureihen siehe Kapitel 7.16: "Anschlüsse,
Anordnungen und zulässige Belastungen".

2.4 ÄNDERUNG DES HINTEREN


ÜBERHANGS

Informationen zu Fahrgestellprofilen, mit


denen bei Bedarf der hintere Überhang
verlängert werden kann, siehe Kap.
8: "Teilenummern".

©
200719 19
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Verlängerung/Verkürzung des hinteren


Überhangs
Bei einer Verlängerung/Verkürzung des hinteren
Überhangs sind folgende Punkte zu beachten:
- Der hintere Überhang (AE) darf um maximal
500 mm verlängert werden, sofern der
maximale AE dadurch einen Wert von 60 %
des Radstands (WB) nicht überschreitet.
2 - Im verlängerten oder gekürzten
Fahrgestellrahmen darf der hintere
Querträger nicht weggelassen werden.
- Der hintere Überhang darf höchstens bis auf
30 mm hinter den hinteren Federböcken (bei
Blattfederung) oder hinter dem
Stabilisatorträger (bei Luftfederung) gekürzt
werden.
- Außerdem sollte der Abstand zwischen den
Querträgern im Fahrgestellrahmen nicht

}
mehr als 1200 mm betragen.
Bei Sattelzug-Fahrgestellen und
Fahrzeugen mit Längsträgern aus
KF600-Stahl darf der hintere
Überhang NICHT verändert werden.

Abschrägen des hinteren Überhangs


Für Großraumlastzüge (tiefer angeordneter
Querträger für die Anhängerkupplung) und/oder
Ladebordwände zum Unterschieben darf der
hintere Teil des hinteren Überhangs gemäß den min
Abmessungen in nebenstehender Abbildung 0,5H
abgeschrägt werden.
H

max 1500

96120404-206

Für bestimmte Anwendungen, z. B. als


Rampenfahrzeug, darf im hinteren Überhang ein
Knick angebracht werden. Dazu muß an der
Unterseite ein Sektor aus dem Längsträger so
entfernt werden, daß der obere Flansch intakt
bleibt und anschließend - nach dem Biegen des
Fahrgestells - Steg und unterer Flansch wieder
aneinander geschweißt werden können. Siehe
die nebenstehende Abbildung.
Dabei sind die Schweißvorschriften jederzeit
zu beachten.

min 30

97122901-001

©
20 200719
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Informationen zum Fahrgestell

Schweißvorschriften bei Verlängerung des


hinteren Überhangs
Die Schweißqualität muß grundsätzlich der
(europäischen) Qualitätsnorm EN25817,
Qualitätsklasse B, entsprechen.
1. Die zu verschweißenden Teile um 45
abschrägen. Die Teile aneinandersetzen.
2. Eine Heftschweißung legen (mit einer

3.
Elektrode 2,5 mm).
Die Füllschweißung legen (mit einer
2
Elektrode 3,5 mm).
4. Die Außenseite bis zur Schweißnaht
ausschleifen.
5. Auch in die Außenseite eine Füllschweißung
legen (mit einer Elektrode 2,5 oder
3,5 mm).
6. Beide Oberflächen glattschleifen.
Die Abbildung zeigt die Ausführungsweise von
Schweißverbindungen mit Elektrode oder
Schweißdraht (MAG).

Schweißmaterialdaten
SCHWEISSELEKTRODE
Die Schweißelektrode muß einer der untenstehenden Normen entsprechen oder von gleichwertiger
Qualität sein.
LF-Baureihe EN757 EY 4666 MN B
CF65
Baureihen CF75 und CF85 AWS5.1 E7016 - 1
XF-Baureihe ISO 2560 E 515 B 24(H)
DIN 1913 E 5155 B 10
BS 639 E 5154 B 24(H)
SCHWEISSDRAHT
Der Schweißdraht muß einer der untenstehenden Normen entsprechen oder von gleichwertiger Qualität
sein.
G 35 2 G2Si oder G38 3 G3Si1 EN 440: 1994
Drahtdurchmesser: 0,8 mm
Schweißstrom: 120 A
Spannung: 17 - 18 V
Gasgemisch: 80 % Ar und 20 % CO2

2.5 ÄNDERUNG DES RADSTANDS

Radstandsänderungen dürfen nur nach


schriftlicher Genehmigung und gemäß den
Vorschriften von DAF vorgenommen werden.
Diese schriftliche Genehmigung einschließlich
der zugehörigen Bedingungen muß jederzeit aus
den Fahrzeugunterlagen hervorgehen.

©
200719 21
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Informationen zum Fahrgestell

} Bei Sattelzug-Fahrgestellen und


Fahrzeugen mit Längsträgern aus
KF600-Stahl darf der Radstand
NICHT verändert werden!

2.6 BAUGRUPPENANBAU AM
FAHRGESTELLRAHMEN
2
Teile wie Werkzeugkästen, zusätzliche
Kraftstoffbehälter, Wiegesysteme,
Kompressoren oder Seitenschürzen werden
meist seitlich am Fahrgestellrahmen befestigt.
Für alle Momentverbindungen mit dem
Fahrgestell ist die Verwendung von
Flanschschrauben der Festigkeitsklasse 10.9
bzw. von Schrauben derselben Festigkeitsklasse
mit Unterlegscheiben vorgeschrieben. Die Härte
der Unterlegscheiben muß mindestens 265-320
HB betragen. Ferner müssen die Anlageflächen
bei Schraubenverbindungen mit einer dünnen
Grundierungsschicht (Stärke 17-25 µm)
versehen und frei von Lack und Schmutz sein.
Bei der ersten Fahrzeug-Wartung sind alle
Aufbaubefestigungsschrauben nachzuziehen.
Die Anzugsdrehmomente von Baugruppen wie
Lenkung, Achsaufhängung, Befestigungsrahmen
der Euro 4- und 5- Auspuffanlage,
Achsaufhängung, Fahrerhausbefestigung usw.
können bei Bedarf im Werkstatthandbuch
nachgeschlagen werden.
Anzugsdrehmomente für DAF-Flanschschrauben (1)
Schraubentyp Anzugsdrehmoment in [Nm] (2) bei einer Festigkeit von:
8.8 Klasse B 10.9 Klasse B 12.9 Klasse B
Flanschschrauben (flach); Normalgewinde (3)
M8x1,25 21 30
M10x1,5 42 60
M12x1,75 73 110
M14x2 116 170
M16x2 180 260
M18x2,5 - 360
M20x2,5 - 520
(M22x1,5) - 700
Flanschschrauben mit federndem Flansch (4)
M14 275
M16 425
M18 550

©
22 200719
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Informationen zum Fahrgestell

(1) Bei Verwendung anderer als DAF-Schrauben gelten die Anweisungen der jeweiligen Hersteller/Lieferanten.
(2) Diese Anzugsdrehmomente gelten für neue in Öl oder Wachs getauchte (vorgeschmierte) DAF-Schrauben. Die
Anzugsdrehmoment-Toleranz beträgt 16 %.
(3) Für Schrauben mit Feingewinde gelten andere Anzugsdrehmomente. Wenden Sie sich ggf. an DAF.
(4) Klemmschrauben werden bei DAF nicht mehr verwendet.

Je nach Gesamtgewicht (G) und Schwerpunkt a (mm) x G (N)


des anzubauenden Aggregats gegenüber dem < 350 Nm
1000
Längsträger (a) kann eine der abgebildeten
Konstruktionen gewählt werden.
Hinweis:
a 2
- Wenn das Belastungsmoment eines
Aggregatträgers bei einem Fahrgestell ohne 0,6H
Innenverstärkung 350 Nm und bei einem G
H
Fahrgestell mit Innenverstärkung 500 Nm
überschreitet, müssen die beiden
Längsträger mit einer Querabstützung* 96120404-208
verbunden werden. Diese Querabstützung G a
sollte für die Aufnahme von Kräften und
Schwingungen vorzugsweise aus einer
Schraubenkonstruktion mit Silentblock (mit
einer Mindeststeifigkeit von 20 kN/mm) 0,6H
bestehen.
H
- Auf eine Querabstützung kann verzichtet
werden, wenn diese mit einem bestehenden 96120404-210
Fahrgestell-Querträger zusammenfallen a (mm) x G (N)
würde. > 350 Nm
1000
- Beim Umsetzen bzw. Wiederanbau von
Aggregaten sind stets Schrauben derselben
Qualität zu verwenden wie bei der
Erstmontage. Die Schraubenlänge muß um
die Stärke des Materials für den
a
Aggregatträger ergänzt werden.
* Teilenummern siehe Kapitel
8.1: "Befestigungsmittel". 0,6H
G
H
Die erforderliche Montage von
Seitenschürzen ist zu berücksichtigen.

20090503-021

Bodenfreiheit
Bei der Befestigung von Baugruppen am
Fahrgestell (sowohl bei Wiederanbau als auch
bei Anbau zusätzlicher "fremder" Baugruppen) ist
darauf zu achten, daß jederzeit eine
ausreichende Bodenfreiheit gewährleistet bleibt. G
a
Die minimale Bodenfreiheit bei normalem Einsatz
beträgt 80 mm bei maximaler Einfederung
(Metall an Metall) des Fahrgestells bzw. 170 mm 0,6H
in Fahrposition (beladen).
H

20090503-022

©
200719 23
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Informationen zum Fahrgestell

2.7 DAS ERSETZEN VON NIETEN


DURCH SCHRAUBEN

Wenn aus irgendeinem Grund Nieten entfernt


werden müssen, dürfen diese durch Schrauben
oder sog. Huckbolts ersetzt werden.
Der Bohrungsdurchmesser für den entfernten
t1 + t2 > L > t1 + 0,5 x t2
2 Niet beträgt 13 mm. Drei Möglichkeiten stehen
zur Wahl: t2
- Montage einer Flanschschraube (M14 - 8.8)
in der auf einen Durchmesser von 14H7 t1
erweiterten Bohrung.
Vorsicht: Die Schraube muß einen
gewindelosen Schaft mit Länge L aufweisen,
siehe Abbildung.
- Montage einer Flanschschraube (M16 -
10.9) in einer Bohrung mit 17 mm
Durchmesser.
- Montage von Huckbolts (HP8 - 5/8I).
Für die Anzugsdrehmomente von DAF-
Flanschschrauben siehe die entsprechende
Tabelle in Kapitel 2.6: "Baugruppenanbau am
Fahrgestellrahmen".
L G000367

2.8 ANSAUG- UND


AUSPUFFANLAGE

Bei Änderungen an der Ansauganlage des


Motors ist wegen des möglichen Einflusses auf
Motorleistung und/oder Kraftstoffverbrauch eine
Überprüfung seitens DAF auf jeden Fall
erforderlich. Die Ansaugkrümmeröffnung der
serienmäßigen oder ggf. modifizierten
Ansauganlage muß grundsätzlich mindestens
70 mm weit von Karosserieblechen oder
Halterungen jeder Art entfernt sein, um eine
Beeinträchtigung des Luftstroms und mögliche
negative Auswirkungen auf die Motorleistung zu
verhindern.
Änderungen an der Auspuffanlage sind im
Hinblick auf die Typenzulassung und den
möglichen Einfluß auf Motorleistung und/oder
Kraftstoffverbrauch in Rücksprache mit DAF
vorzunehmen.
In bezug auf die Auspuffanlage ist ferner zu
berücksichtigen:
- In Auspuffnähe dürfen auf keinen Fall
brennbare Materialien verwendet werden.
Kunststoffmaterialien sind vor Temperaturen
über 70 C zu schützen. Erforderlichenfalls
ein Hitzeschild anbringen.

©
24 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

- Zwischen Auspufftopf bzw. Auspuffrohren


und dem nachfolgenden Bauteil, der
Fahrerhausrückwand, dem Getriebe und
dem Bremssystem muß ein Abstand von
mindestens 50 mm eingehalten werden.
- Das komplette Abgassystem für Euro 4 und
5 Fahrzeuge besteht aus den folgenden
Komponenten: Schalldämpfer, AdBlue-
Tank, AdBlue-Pumpen- und AdBlue-
Dosiermodul. Das komplette Abgassystem
oder Teile des Systems dürfen nur in
2
Rücksprache mit DAF versetzt werden.

2.9 KRAFTSTOFFANLAGE

Ohne vorherige schriftliche Genehmigung von


DAF dürfen keine Änderungen an der
Kraftstoffanlage vorgenommen werden. Es kann
jedoch ein zusätzlicher Kraftstoffbehälter
montiert werden. Es dürfen nur Kraftstoffbehälter
von DAF verwendet werden.
Für den Anschluß eines zusätzlichen
Kraftstoffbehälters sind drei Möglichkeiten zu
96120404-212
unterscheiden:
1. Einfache oder doppelte Ansaugung mit
Verbindung unterhalb der Behälter.
2. Doppelte Ansaugung mit Wechselventil
(siehe Abb.).
3. Doppelte Ansaugung mit T-Stück (nur bei
Kraftstoffbehältern gleicher Größe und in
Rücksprache mit DAF).
Hinweis zu Methode 1:
Die Einfüllöffnungen beider Kraftstoffbehälter
müssen auf gleicher Höhe liegen. Um eine
korrekte Kraftstoffvorratsanzeige zu
gewährleisten, ist die Verwendung von Behältern
unterschiedlicher Höhe zu vermeiden. Auch der
Vorteil eines zusätzlichen Kraftstoffvorrats
könnte dadurch (teilweise) zunichte gemacht
werden. Alle DAF-Kraftstoffbehälter sind mit
einer M22-Gewindebohrung für die
Ablaßschraube versehen und nicht für eine
Verbindung unterhalb der Behälter geeignet.
DAF-Kraftstoffbehälter mit einer niedrig
angebrachten Öffnung (innen 30 mm), die für
die beschriebene Verbindung unterhalb der
Behälter geeignet sind, sind ausschließlich als
Service-Bauteil erhältlich. Zur Vermeidung von
unterschiedlichen Luftdrücken (=
unterschiedlichem Kraftstoffstand) in den beiden G000294

Kraftstoffbehältern muß eine Luftleitung ( 8


mm)zwischen den für Zusatzverbraucher
bestimmten Rücklaufanschlüssen der beiden
Schwimmer montiert werden.

©
200719 25
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Für den Anschluß zusätzlicher


Kraftstoffverbraucher kann das Fahrzeug mit
einer zusätzlichen Ansaug- und Rückleitung am
vorhandenen Schwimmer des Kraftstoffbehälters
versehen werden. Diese Anschlüsse sind
serienmäßig mit Dichtstopfen versehen, die vom
Arretierkamm beieinandergehalten werden.
Durch Entfernen des Kamms können auch die
Dichtstopfen entfernt und durch
2 Schnellkupplungen für eine 8-mm-
Kraftstoffleitung ersetzt werden. Siehe dazu auch
die nebenstehende Abbildung.
Teilenummern siehe Kapitel
8: "Teilenummern".

2.10 FAHRGESTELLMAßE

Für Fahrgestelldetails (wie die Anordnung der


Innenverstärkungen) sowie für die Anordnung
der Baugruppen verweisen wir auf die A B C D
Fahrgestellzeichnungen. Diese Zeichnungen 1)
2)

x)

(2 x)
können von DAF bezogen werden und sind im

x)

(2
x)

12 1 (2
x)
(2
(2

12
Internet verfügbar (www.daf.com). Im Rahmen
8

1
8

R
R

R
R

eines TOPEC-Abonnements (siehe Kapitel

R
1.5: "Fahrzeugspezifikationen und Layout- 1) KF375, KF500
KF600
Zeichnungen") sind diese auch als Digitaldateien 2) KF460
auf CD-ROM bei DAF erhältlich.

E F G H

x)
x)

x)
x)

(2
(2

(2
(2

11
11

11
11

R
R

R
R

G000365

©
26 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Fahrgestelldaten: Zugmaschinen und Lkws


Fahrzeugt Längsträger- Fahrge- Verstärkungs- Fahrge- WxFahrgestell (2) Material,
yp (1) (4) maße stellma- maße stellma- [cm3] óv (3)
[mm] ße [mm] ße [N/mm2]
[--------] [[----------]] [--------] [[------]]
FT (LF55) 260x75x6 D - - 322 - 460
260x75x6 D + 245x65x5 E 322 524 600
FT
260x75x7 D + 245x65x5 E 368 584 500 2
FTG 260x75x7 D + 245x65x5 E 368 584 500
FTP 260x75x6 D - - 322 - 600
FTR 260x75x7 D + 245x65x5 E 368 584 500
FTS
310x75x7 F + 295x65x5 G 476 766 375
FTT
FTM 310x75x8,5 - + 292x65x8,5 H - 1004 375
FA (LF45) 192x66,5x4,5 D + 180x47/62x4 B 148 238 460
FA (LF55) 260x75x6 D + 245x60x5 C 322 524 460
FA/N 260x75x7 F + 245x65x5 E 368 584 375
FAR/S
310x75x7 D + 295x65x5 G 476 766 375
FAN (LF55) 260x75x6 D + 245x60x5 C 322 524 460 (5)
260x75x7 D + 245x65x5 E 368 584 500
(6)
260x75x7 D + 245x65x5 E 368 584 375
FAT 310x75x6 F + 295x65x5 G 417 696 600
310x75x7 F + 295x65x5 G 476 766 375
310x75x8,5 - + 292x65x8,5 H - 1004 375
310x75x7 F - - - 696 375
FAX
310x75x8,5 - + 292x65x8,5 H - 1004 375
310x75x6 F + 295x65x5 G 417 696 600
FAD 310x75x7 F + 295x65x5 G 476 766 375
310x75x8,5 - + 292x65x8,5 H - 1004 375
FAK/G 310x75x7 F + 295x65x5 G 476 696 375

(1) Konsultieren Sie stets die Fahrzeugspezifikation und/oder die Zeichnungen des Aufbauherstellers, die Sie von DAF beziehen
können. Von der Fahrgestellübersicht und den -spezifikationen können keine Rechte auf Lieferung abgeleitet werden.
(2) Widerstandsmoment Wx [cm3] des Fahrgestells gegen Biegen (Achtung: Die angegebenen Werte gelten für zwei Längsträger).
(3) Fahrgestellmaterial: Mindestfließgrenze 0,2 % [N/mm2]. Zulässige Belastung 0,4x (dynamisch).
(4) Fahrgestelltypen mit 260x75x6(7) mm Fahrgestellprofil und mit durchgehender Innenverstärkung - darunter auch die
Großraum-Ausführung "(G)V" - erfordern die zusätzliche Festigkeit bzw. Starrheit eines Hilfsrahmens oder einer
selbsttragenden Hilfsrahmenkonstruktion (siehe auch Text zu Fahrgestellausführung und Kapitel 4).
(5) Materialbewilligungsstandard: BSEN 10149-2:1996:S460MC.
(6) FAT-Fahrgestell mit 600 cm Radabstand in Kombination mit 325 oder 360 cm hinterem Überhang (AE).

©
200719 27
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Fahrgestelldaten: Hauptmaße
Fahrzeugtyp (1) A B RBV RBA
LF45-Baureihe - - 859 859
RBV RBA
LF55-Baureihe 12- 693 284 862 790
15 Tonnen
LF55-Baureihe 18- 643 284 862 790
19 Tonnen
2 CF65-Baureihe A B
G000281
CF75-85-Baureihe 1100 800 930 790
FAD CF75-85 1500 800 930 790
FAC/X CF85
FAD XF
Baureihe XF 1100 800 930 790

(1) Die Werte A, B, RBV und/oder RBA für FTT/FAT-


Fahrgestelle mit luftgefedertem Hinterachsaggregat
können abweichen. Weitere Informationen erhalten Sie
bei DAF.

Fahrerhausabhängige Abmessungen, CB-


Maß und Fahrgestell-Bezugsbohrung für die
Aufbaupositionierung
Weitere Informationen zu fahrerhausabhängigen
Abmessungen (z. B. für Platzbedarf der α
Stoßstange bei gekipptem Fahrerhaus) siehe

R3
Ausschnitt "Z" der Zeichnung des
Aufbauherstellers.
Als Hilfe beim Positionieren von
Aufbaukonstruktionen oder dgl. kann eine in
bezug auf die Vorderachse fest angeordnete
Bohrung (P) im Fahrgestell genutzt werden.
Siehe nebenstehende Abbildung.
α
R2

Diese Bezugsbohrung wird in beiden


Längsträgern angebracht und hat einen
Durchmesser von 20,5 mm oder 27 mm. Die
R3

Positionstoleranz beträgt ungefähr 2 mm in den α


X- und Y-Richtungen. Nur die Bohrung im
äußeren Fahrgestell-Längsträger darf für diesen
R1

Zweck benutzt werden.


Nominale Anordnung der Bezugsbohrung "P"
R3
AC CB C
X Y
1598 130 Baureihen CF75, CF85
und XF
1998 130 FAD- und FAC-Modelle
1641 130 Baureihen LF55, 18-19 t A
Y P
und CF65
1690 130 LF55 12-15 t
B

Bei FTT/FAT-Fahrzeugen mit luftgefedertem VA X


Hinterachsaggregat kann das Maß X abweichen. G000435

Wenden Sie sich in diesem Fall an DAF.

©
28 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Standardwert, wenn Höhe der Fahrgestell-


Längsträger 260 mm ist. Bei 310 mm hohen
Längsträgern sind auch 180 mm möglich.
Fahrerhausabhängige Abmessungen und
CB-Maß
Baureihe Fahrerhaus A B C (2) VA AC CB (1) R1 R2 R3 (3)

Nahverkehr (
LF 45
4) 141 122 2082 1275 330 70 2580 -- 2450 53
2
Fernverkehr 141 122 2082 1275 730 70 2865 -- 2715 53
Nahverkehr
LF 55 (4) 209 44 2150 1325 280 70 2580 -- 2450 55
(12-15 t)
Fernverkehr 209 44 2150 1325 680 70 2865 -- 2715 55
LF 55 Nahverkehr 209 44 2150 1375 230 120 2580 -- 2450 55
(18-19 t) Fernverkehr 209 44 2150 1375 630 70 2865 -- 2715 55
(CF65) 320
CF 2119
(Nahver- (CF75) 310 110 1380 390 160 2580 2350 2350 60
kehr)
(CF85) 410 2219
(CF65) 320
CF 2119
(Fernver- (CF75) 310 110 1380 820 150 2875 2670 2650 60
kehr)
(CF85) 410 2219
(CF65) 320
CF 2800
(Space (CF75) 310 110 1380 820 150 -- -- 3190 60
Cab)
(CF85) 410 2900
Comfort Cab 500 100 2475 1370 880 190 -- -- 2896 60
Space Cab 500 100 2775 1370 880 190 -- -- 3095 60
XF105
Super Space
500 100 3165 1370 880 190 -- -- 3337 60
Cab

(1) Abstand Fahrerhausrückwand bis Aufbaubeginn, einschließlich des erforderlichen Mindest-Freiraums. Die für die Fahrgestelle
LF45 und LF55 (12-15 t) angegebenen Werte betreffen den Vierzylindermotor, für das Fahrgestell LF55 (18-19 t) den
Sechszylindermotor und für die gesamte Baureihe LF die Fahrerhausaufhängung mit Schraubenfedern.
Hinweis: In folgenden Fällen gilt ein größeres CB-Maß:
LF-Baureihe mit:
- Nahverkehrsfahrerhaus LF55 und FR-(Vierzylinder-)Motor in Verbindung mit ohne Hilfsrahmen auf Fahrgestell
aufgebautem Aufbau: CB = 130 mm (zusätzlicher Freiraum für Schalthebel)
- Nahverkehrsfahrerhaus und GR-(Sechszylinder-)Motor: CB = 130 mm
- hohem Lufteinlaß: CB = 175 mm
- senkrechtem Auspuffrohr an LF45: CB = 182 mm
- senkrechtem Auspuffrohr an LF55: CB = 272
- senkrechtem Auspufftopf auf LF-Fahrgestell: CB = 345 mm
CF65
- senkrechtem Auspuffrohr: CB = 276 mm
CF75-85-Baureihe mit:
- Zyklonfilter mit Lufteinlaßöffnung oben auf dem Dachblech: CB = 200 mm
- Zyklonfilter mit Lufteinlaßöffnung an der hinteren Fahrerhauswand: CB = 160 mm (Nahverkehrsfahrerhaus) oder 150 mm
(Fernfahrerhaus)
- senkrechtem Auspuffrohr: CB = 240 mm
XF-Baureihe mit:
- Zyklonfilter: CB = 260 mm
- Lufteinlaßrohr unter Fahrerhaus: CB = 100 mm
- senkrechtem Auspuffrohr: CB = 240 mm (Endrohr quer zur Fahrtrichtung)
- senkrechtem Auspuffrohr: CB = 340 mm (Endrohr nach hinten gerichtet)
(2) Höchster Punkt bei Lufteinlaßrohr auf Fahrerhausdach: Nahverkehrsfahrerhaus LF-Baureihen: C + 130 mm, CF-Baureihen: C
+ 139 mm.
(3) Maximaler Kippwinkel der Baureihe LF kann eingeschränkt sein, wenn die obere Schlafliege auf dem Fahrerhausdach
angebracht ist; 5.2: "Höchstzulässiges zusätzliches Fahrerhausgewicht" prüfen.
(4) LF45 bei Fahrerhausaufhängung mit Gummilagern: A = 151, B = 152, C = 2052, R1 = 2535, R3 = 2415.
LF55 bei Fahrerhausaufhängung mit Gummilagern: A = 219, B = 74, C = 2120, R1 = 2535, R3 = 2415.

©
200719 29
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Fahrgestellausführung
DAF verwendet verschiedene Bezeichnungen für
bestimmte Fahrgestelltypen bzw. spezifische
Einsatzbereiche. Siehe dazu die nachstehende
Übersicht:
- Low-Deck-Zugmaschinen-Fahrgestell "LD"
Nur als Sattelzugmaschine FT CF85 und XF
2 lieferbar; für besonders niedrige Anordnung der
Sattelkupplung bei Kombination mit Mega-
Auflieger (Innenhöhe ca. 3 m) geeignet.
- Low-Deck-Lkw-Fahrgestell
Niedriges Lkw-Fahrgestell (völlig flache
Rahmenoberseite), zuvor als Großraum-
Ausführung "(G)V" bezeichnet, mit serienmäßig
260 mm hohen Längsträgern; je nach
Ausführung auch mit tiefer gelegten
Achsaufhängungen und/oder
Fahrhöhenausgleich, geeignet für (Wechsel-
)Aufbauten mit maximaler Innenhöhe. Diese
Fahrzeuge erfordern eine extra feste
Aufbaukonstruktion oder einen Hilfsrahmen.
Siehe auch "Großraum-Aufbau" in Kapitel
4: "Aufbauten". Weitere Informationen erhalten
Sie bei DAF.
- Kipper-Ausführung "UK"
Dies sind sowohl in FAT- als auch FAD-
Konfiguration lieferbare Fahrzeuge (Lkw-
Fahrgestell 6x4 und 8x4) für hilfsrahmenlose
Kipperaufbauten in Leichtbauweise, die
speziell für den britischen Markt entwickelt
wurden. Diese Fahrgestelle sind ab Werk mit
einem kurzen hinteren Überhang mit
verwindungssteifem Querträger ausgestattet und
auf eine einfache Montage des Kipper-
Drehpunkts vorbereitet. Weitere Informationen
erhalten Sie bei DAF.
Die vorliegenden Aufbaurichtlinien gelten nur
für Fahrzeuge, die gemäß den bestehenden
Fahrgestellzeichnungen den Standard-
Spezifikationen von DAF entsprechen. Bei
Zweifeln wenden Sie sich an DAF. Standard-
Fahrgestelle ohne Hilfsrahmen sind auf den
Transport gleichmäßig verteilter Ladungen
bei nominalen zulässigen Achslasten
ausgelegt bzw. minimal dafür geeignet, mit
Ausnahme von Fahrzeugen mit 260 mm
hohen Fahrgestellträgern und durchgehender
Innenverstärkung, darunter die Low-Deck-
Ausführungen. Diese Fahrzeuge erfordern
eine zusätzliche Steifigkeit des Hilfsrahmens
oder der Aufbaukonstruktion.

©
30 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Wo für bestimmte Aufbautypen ein


Hilfsrahmen erforderlich ist, wird dies im
jeweiligen Text im Kapitel "Aufbauten"
angegeben.
Anordnung der Baugruppen
DAF ist sehr auf eine aufbaufreundliche
Anordnung aller Fahrgestellbaugruppen im oder
außen am Fahrgestellrahmen bedacht. Dennoch
kann es bei einigen Aufbauten vorkommen, daß
bestimmte Baugruppen versetzt werden müssen.
2
Bei den Baureihen CF75-85 und XF geht DAF u.
a. von den folgenden Prinzipien aus: Anordnung
der Kraftstoffbehälter vor der Hinterachse an der
rechten
Fahrzeugseite (bei den Baureihen LF und CF65
Auspuff-Schalldämpfer), serienmäßig Freiraum
für Kotflügel an der (den) Hinterachse(n) und
möglichst keine Baugruppen im Bereich des
hinteren Überhangs des Fahrgestells. Für eine
detailliertere Baugruppenanordnung wird auf die
Fahrgestellzeichnung des jeweiligen Fahrzeugs
verwiesen.

2.11 KUPPLUNGSTRÄGER

Der hintere Fahrgestell-Querträger kann als


Schlußquerträger ausgeführt sein (Ausführungen
für Solobetrieb). Dieser Schlußquerträger eignet
sich nicht für die Anbringung eines
Abschlepphakens oder ähnlicher Ausrüstung.
Der hinterste Querträger kann auch als
Kupplungsträger konstruiert sein, der sich für die
Anbringung einer Fangmaulkupplung eignet.
Grundsätzlich werden die ab Werk gelieferten
Kupplungsträger und deren tragende Teile
gemäß Richtlinie 94/20/EG gefertigt. Alle
anderen Kupplungsvorrichtungen und tragende
Teile, die nicht von DAF sind, aber DAF zur
Genehmigung vorliegen, müssen dieser
Richtlinie entsprechen.
Der Kupplungsträger kann eventuell (auf
Anfrage) ab Werk in der gewünschten Position in
Kombination mit einem angepaßten hinteren
Überhang (AE) geliefert werden. Wenn die
endgültige Anordnung dieses Querträgers jedoch
erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt ist,
kann ab Werk ein leicht zu entfernender
Querträger bestellt werden, der zur besseren
Erkennbarkeit falsch herum in den
Fahrgestellrahmen eingebaut wird.
Ein in den Fahrgestellrahmen eingebauter
Kupplungsträger kann, falls erforderlich, versetzt
werden. Dabei ist darauf zu achten, daß wieder
die richtigeZahl und Festigkeitsklasseder
Befestigungsschrauben verwendet wird.

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200719 31
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

} Die Flanschschrauben dürfen nicht


wiederverwendet werden; es sei
denn, eine neue Mutter kann mit der
Hand über die gesamte
Schraubenlänge gedreht werden!
Anzugsdrehmomente von DAF-
Flanschschrauben siehe Kapitel
2.6: "Baugruppenanbau am
Fahrgestellrahmen".
2 Unter normalen Bedingungen (Geradeausfahrt,
ebene Fahrbahn) darf die Position der Anhänger-
Zugstange bzw. Anhängerdeichsel maximal um
ca. 10 von einer parallel zur Fahrbahn
verlaufenden imaginären Linie abweichen.
Bei Einsatz von Zentralachs-Anhängern oder
Anhängern mit einem gelenkten
Kurzkuppelsystem mit Zwangsausschub, die
Seitenkräfte auf den hinteren Überhang des
Zugfahrzeugs ausüben können, muß der
Fahrgestellrahmen im Bereich des hinteren
Überhangs bis zum Kupplungsträger innen
seitenversteift werden, um die erforderliche
Fahrstabilität des Anhängers zu gewährleisten.
Diese Seitenversteifung kann z. B. aus
Diagonalverstrebungen im Hauptrahmen oder -
falls vorhanden - im Hilfsrahmen bestehen (U-
Profile von mindestens 60 mm Höhe). Nur wenn
das Zugfahrzeug mit einem verwindungssteifen
Aufbau ausgestattet ist, ist eine zusätzliche
Seitenversteifung nicht erforderlich.
Zentralachs-Anhänger sind an der Kupplungsöse
einer vertikalen Belastung (S) ausgesetzt. Diese
vertikale Kupplungslast in Kombination mit dem
Abstand zwischen Hinterachse und
Kupplungsbolzen (AK) beeinträchtigt die
Fahreigenschaften des Fahrzeugs. Deshalb ist
das AK-Maß begrenzt. Siehe Tabelle "Maximales
AK-Maß".
D-Wert
Der D-Wert ist definiert als theoretischer
Bezugswert für die horizontale Kraft zwischen
Zugfahrzeug und Anhänger und dient als
Ausgangspunkt für die maximale Belastung unter
dynamischen Bedingungen. Anhand der
untenstehenden Formeln (I/II) läßt sich der für
den Kupplungsträger erforderliche D-
Mindestwert oder das höchstzulässige
Anhängergewicht errechnen.

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32 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Dc-Wert
Der Dc-Wert ist definiert als theoretischer
Bezugswert für die horizontale Kraft zwischen GA x GT GT x D/g
Zugfahrzeug und Zentralachs-Anhänger und D=gx (I) GA = (II)
dient als Ausgangspunkt für die maximale GA + GT GT - D/g
Belastung unter dynamischen Bedingungen.
Anhand der untenstehenden Formeln (III/IV) läßt
sich der für den Kupplungsträger erforderliche GA x GT
Dc-Mindestwert oder das höchstzulässige GT x Dc/g
Anhängergewicht errechnen.
GA = Höchstzulässige Masse (t)
Dc = g x
GA + GT
(III) GA =
GT - Dc/g
(IV)
2
SE0001
des Anhängers
(Siehe auch Tabelle "Daten des
GT = Höchstzulässige Masse (t)
Kupplungsträgers".)
des Zugfahrzeugs
GT' = Höchstzulässige Masse (t)
des Zugfahrzeugs, ein-
schließlich der vertikalen
(statischen) Belastung des
Kupplungsträgers.
D = Wert des Kupplungsträ- (kN)
gers
g = Schwerebeschleunigung ( 10 m/s2)

Die Maße des Kupplungsträgers und das


Lochmuster für die Fangmaulkupplung sind für
den zulässigen D-Wert maßgeblich; siehe auch
die nachstehende Tabelle "Daten des
Kupplungsträgers".
Bei der Bestimmung der höchstzulässigen Masse e2
des Anhängers ist nicht nur der D/Dc-Wert von D2
Kupplungsträger und Fangmaulkupplung zu D1
beachten, sondern auch eventuelle gesetzliche
Vorschriften und der in der Typenzulassung oder e1
im Kraftfahrzeugbrief angegebene zulässige
Höchstwert. 96120404-216

Im Fahrgestell eingebauter
Standardkupplungsträger

V-Wert
In einigen Ländern ist für Lastzüge mit X
Zentralachs-Anhänger > 3,5 Tonnen nicht nur
der D-Wert maßgeblich, sondern muß auch der
V-Wert an der Kupplung gemäß EG-Richtlinie 94/
20 erfüllt sein.
Der V-Wert ist definiert als theoretische
h
Bezugskraft für die Amplitude der vertikalen
Kraft zwischen Zugfahrzeug und Anhänger mit
Zentralachse und dient deshalb als L
Ausgangspunkt für die maximale Belastung unter
dynamischen Bedingungen. Anhand der 97122901-202

untenstehenden Formel (III) kann der für den Abmessungen des Zentralachs-Anhängers
Kupplungsträger minimal erforderliche V-Wert
bestimmt werden:

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200719 33
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

2
X x C
V=ax (III) in allen Fällen muß X2/L2 gleich 1 sein, siehe "Da-
2
L ten des Kupplungsträgers".
SE0002

Wobei:
a = Äquivalente Beschleunigung im
Kupplungspunkt:
2 1,8 m/s2 für Zugfahrzeug mit Luft-
federung oder
2,4 m/s2 für Zugfahrzeug mit an-
derer Federung
X = Aufbaulänge des Anhängers (m)
L = Deichsellänge des Anhängers (m)
C= Achslasten des Anhängers (t)
V = V-Wert des Kupplungsträgers (kN)

Wegen der in der Regel hohen V-Wert-


Anforderung für den Kupplungsträger bei Einsatz
eines Zentralachs-Anhängers empfiehlt DAF, bis
zu einem berechneten V-Wert von max. 50 kN
den Kupplungsträger D19 zu montieren (siehe
auch die Tabelle "Daten des Kupplungsträgers").
Daten des Kupplungsträgers
Fahrzeugtyp D Dc- V GA S Schr D1 D2 e1 e2
-Wert Wert -Wert [Ton- senk- aube
[kN] [kN] [kN] nen] rechte
(1)
Belas-
tung
[kg]
Sattelzugmaschi-
nen
FT CF75-85 und 43 - - - - M14 - 15 120 55
XF
FTG/P CF85-XF 43 - - - - M14 - 15 120 55
FTS CF85 - XF 43 - - - - M14 - 15 120 55
FTR XF
FTT CF85-XF 43 - - - - M14 - 15 120 55
FTM XF 43 - - - - M14 - 15 120 55
Lkw
FA LF45 70 50 30 15 650 M14 75 15 120 55
FA LF55 13-15 t 75 50 18 15 650 M14 75 15 120 55
FA LF55 16-18 t 100 70 25 25 900 M16 85 17 140 80
FA CF65
FA CF65 (4) 130 90 28 25 1000 M20 95 21 160 100
CF75/85 und XF 130 90 28 40 1000 M20 95 21 160 100
FAS/T/D CF75/85 190 120 50 65 1000 M20 95 21 160 100
und XF
Tiefer angeordne- 114 (3) 114 43.2 24 1000 M20 95 21 160 100
te Ausführung (2)

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Informationen zum Fahrgestell

(1) Mit Formel II oder IV bis zu dem in der Spalte angegebenen höchstzulässigen Wert bestimmen. Spezifische und/oder
zusätzliche, von Land zu Land unterschiedliche Anforderungen können zu einer weiteren Einschränkung des höchstzulässigen
Anhängergewichts (GA) führen.
(2) Eine Erläuterung zu dieser tiefer angeordneten Ausführung des DAF-Kupplungsträgers finden Sie im nächsten Abschnitt.
(3) Prüfung und Freigabe gemäß TÜV/EG-Anforderungen. Wenn der D-Wert > 114 kN beträgt, ist der Betrieb eines Zentralachs-
Anhängers nicht zulässig. Jedoch: Dmax = 130 kN, in Ländern, in denen TÜV/EG-Anforderungen nicht erfüllt werden müssen.
(4) Gültig für CF65-Fahrgestelle bis einschließlich Kw 12 2005.

Maximales AK-Maß (Abstand zwischen der


Mitte der hinteren Achse und der Mitte der
Kupplung) 2
V- Kupplungsträger im hinteren Tiefer angeordneter DAF-
Wert Überhang (1) (2) Kupplungsträger (1) (2)
[kN]
Einzelhinter- Zwei oder mehr Hinter- Einzelhinter- Zwei oder mehr Hinterachsen
achse achsen achse
25 3000 3500 2300 2950
40 1900 2200 1450 1850
43,2 1750 2050 1350 1700
50 1550 1750 1150 1500

(1) Zusätzliche landesspezifische Anforderungen können das AK-Maß weiter einschränken. Bei Verwendung eines
Kupplungsträgers mit höherem V-Wert wenden Sie sich an DAF.
(2) Eine vertikale Kupplungslast wirkt sich auf die Achslastverteilung des Zugfahrzeugs aus. Die Vorderachslast muß mindestens
30 % des zulässigen Fahrzeuggesamtgewichts betragen. Siehe Unterkapitel 1.6: "Gewichtsverteilung"

Tiefer angeordnete Ausführung


Für die Baureihen CF75/85 und XF kann ein
tiefer und weiter vorn angebrachter
Kupplungsträger bei DAF bestellt werden. Geben
Sie bei der Bestellung das gewünschte X- und Y-
Maß an. Dieser Kupplungsträger muß gemäß
DAF-Vorschriften montiert werden. Bei Nicht-
DAF-Konstruktionen muß der Vertragshändler
oder Aufbauhersteller DAF eine Zeichnung (in
zweifacher Ausfertigung) zwecks Überprüfung
vorlegen. Bezüglich der zugehörigen Y
gesetzlichen Anforderungen lesen Sie die ersten
Abschnitte dieses Unterkapitels. Y X

20090503-029

Abstand zwischen Mitte der hinteren Achse


und Montagefläche an Kupplungsträger-
Innenseite
Anordnung des tiefer angeordneten Kupplungsträgers gegenüber der hinteren Achse
Baurei- Fahrzeug- Federung Abstand X (Bereich): Mitte der Abstand Y: Bereich
he typ hinteren Achse bis Montage- (max.)
fläche an Kupplungsträger-In- [mm]
nenseite [mm]
X (1) Y (2)
XF FA 4-Balg-Luftfederung von 710 bis 1060 von 250 bis 360
FAS + (G)V 8-Balg-Luftfederung von 560 bis 1060 von 250 bis 360
(3)
CF FA/FAS + Luftfederung von 690 bis 1140 von 250 bis 360
(G)V

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200719 35
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Anordnung des tiefer angeordneten Kupplungsträgers gegenüber der hinteren Achse


Baurei- Fahrzeug- Federung Abstand X (Bereich): Mitte der Abstand Y: Bereich
he typ hinteren Achse bis Montage- (max.)
fläche an Kupplungsträger-In- [mm]
nenseite [mm]
X (1) Y (2)
CF FAR + (G)V 6-Balg-Luftfederung von 615 bis 1065 von 250 bis 360
2 und
XF
6-Balg-Luftfederung von 565 bis 1065 von 272 bis 360
6-Balg-Luftfederung von 515 bis 1065 von 294 bis 360

(1) Der tiefer angeordnete Kupplungsträger kann innerhalb dieses Bereichs um einen Lochkreis von 50 mm versetzbar montiert
werden. Durch Versetzen der Kupplung nach hinten und Einsatz eines Zentralachs-Anhängers können die Fahreigenschaften
beeinträchtigt werden. Beachten Sie auch die möglicherweise abweichenden Vorschriften des jeweiligen Landes. Wenden Sie
sich bei Zweifeln an DAF.
(2) Der tiefer angeordnete Kupplungsträger kann innerhalb dieses Bereichs um einen Lochkreis von 22 mm versetzbar montiert
werden.
(3) Ohne FA CF65-Fahrgestelle ab Kw 13 2005.

Abstand zwischen der Mitte der (hinteren)


Achse und der Mitte der Kupplung (AK-Maß)
Das AK-Maß beträgt je nach Fabrikat und Typ
der Fangmaulkupplung: Maß X + 150/190 mm
(min./max.). Außerdem ist darauf zu achten, daß
zwischen Zugfahrzeug und Anhänger, wenn der
Gesamtzug in beliebiger Position auf ebener
Fläche steht, ein Freiraum bleibt, der in jeder
Situation einen Knickwinkel von mindestens 4
ermöglicht.

Bei Einsatz eines halbniedrig angeordneten


Kupplungsträgers muß der Vertragshändler oder
Aufbauhersteller DAF eine Zeichnung (in
zweifacher Ausfertigung) zwecks Überprüfung
vorlegen. Bezüglich der zugehörigen
gesetzlichen Anforderungen lesen Sie die ersten
Abschnitte dieses Unterkapitels.
Die Verwendung eines Kupplungsträgers in
einem Sattelzug-Fahrgestell (für den
kombinierten Einsatz als Sattelzug/Lkw) ist in
einigen Fällen zulässig. Dazu ist
grundsätzlich vorab Kontakt mit DAF
aufzunehmen. 96120404-221

Halbniedrig angeordneter Kupplungsträger

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36 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

2.12 HINTERE LEUCHTENHALTER

Fahrgestelle werden grundsätzlich mit


Leuchtenhaltern hinten ausgeliefert. Falls die
Leuchteinheiten hinten jedoch in den Aufbau
integriert werden sollen, kann ein sogenannter
Transporthalter ab Werk bestellt werden. Dieser
Transporthalter (eine vorgeformte Blechtafel)
muß jedoch durch eine stabilere Konstruktion
ersetzt werden. 2
2.13 RADMONTAGE

Alle DAF-Fahrzeuge haben Räder mit


Mittenzentrierung. Für eine sichere und
problemlose Radmontage muß die Tragfläche
zwischen Felge und Bremstrommel einwandfrei
sauber sein.
Eine Lackschicht darf nicht dicker als 0,05 mm
sein. Daher muß vor einer Neulackierung immer
zuerst die alte Lackschicht entfernt werden.
Radmuttern über Kreuz mit dem richtigen
Anzugsdrehmoment festziehen.
Anzugsdrehmomente für Radmuttern (1)
Radmutter Anzugsdrehmoment
[Nm]
M 18 x 1,5 - Baureihe FA LF45 -7,5/08 t und nicht lenkbare FTP-Vorlaufachse 340 - 400
M 20 x 1,5 - Baureihe FA LF45 - 10/12 t, FA LF55 - 12 bis 15 t 450 - 520
und gelenkte FAN-L55-Nachlaufachse
M 22 x 1,5 - Baureihe LF55 - 18 bis 19 t, CF und XF 700

(1) Alle Radmuttern haben RECHTSGEWINDE!

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200719 37
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

2.14 RADSPIELRAUM

Um einen ausreichenden Spielraum für die Räder


zu gewährleisten, ist bei den Aufbauarbeiten und s
beim Anbringen von Kotflügeln oder Radkästen
folgendermaßen vorzugehen:
v
1. Größte senkrechte Achsbewegung "v"
b
2 2.
(Metall an Metall) am Fahrzeug messen.
Gesamten senkrechten Spielraum (s), der
für senkrechte Achsbewegungen plus
Aufbau-Seitenneigung bei Kurven- und
Geländefahrten erforderlich ist, durch
Addieren eines zusätzlichen Spielraums
(siehe Tabelle) zum senkrechten Abstand
"V" bestimmen.
96120404-222
3. Seitlichen Spielraum (b) für den Reifen
ermitteln (siehe Tabelle). Bei gelenkten Luftfederung
Achsen ist zusätzlich der größte
Radausschlag zu berücksichtigen. s
4. Bei Mehrachsern ist zu beachten, daß der
erforderliche Radspielraum von Achse zu
v
Achse unterschiedlich sein kann. b
5. Bei hebbarer gelenkter Vor- oder
Nachlaufachse und starrer Schleppachse ist
außerdem der erforderliche (zusätzliche)
Spielraum zu berücksichtigen.
Bei Sattelzug-Fahrgestellen mit Kotflügeln aus
flexiblem Kunststoff oder Gummi, die nur auf
befestigten Straßen und unter normalen
Bedingungen eingesetzt werden, können die
20090503-008
Kotflügel ohne zusätzlichen Spielraum montiert
werden. In diesem Fall ist "s" gleich "v"! Blattfederung

Radspielraum
Einsatzbedingungen Zusätzlicher Spiel- Gesamtspielraum Seitlicher Spielraum
raum "s" (1) "b"
Normaler Straßeneinsatz 25 v +25 15
Geländeeinsatz 75 v +75 25
Mit Schneeketten:
- Normaler Straßeneinsatz 60 v +60 60
- Geländeeinsatz 110 v + 110 70

(1) Nicht gültig für Fahrgestelle mit niedrigem Rahmen.

Ausfüllmaß
Wenn der Aufbauhersteller noch nicht über das
Fahrzeug verfügen kann, läßt sich der
Radspielraum auch anhand der
Fahrgestellzeichnung ermitteln. Ausgehend von
dieser Zeichnung können Fahrgestellhöhe und
HBV/HBT/HBA-Maß (Metall an Metall) mit einer
Formel berechnet werden. Zur Ermittlung des
Ausfüllmaßes (U) muß das errechnete HBV/HBT/
HBA-Maß eventuell um den benötigten
zusätzlichen Spielraum gemäß obenstehender
Tabelle erhöht werden.

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38 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

In jeder Fahrgestellzeichnung wird auf die


Zeichnung Nr. 1260799/.. (Baureihe CF75-85
und XF) oder NSEA383/.. (Baureihe LF und
CF65) verwiesen, in der eine Reihe von
allgemeinen Fahrzeugdaten wie z. B.
Rollhalbmesser, Spur und maximale Breite der
verschiedenen Vorder- und Hinterachsen
angegeben sind. Diese Zeichnung
(selbstverständlich in der jeweils neuesten
Version!) ist grundsätzlich zu Rate zu ziehen! 2
Die genannten Fahrgestellzeichnungen und die
Zeichnung Nr. 1260799 finden Sie auf der
TOPEC-CD-ROM und im Internet unter
www.daf.com.
Fahrgestellhöhen
Mit dem TOPEC-Programm zur Berechnung der
Fahrgestellhöhe kann die Fahrgestellhöhe an der
Vorderachse (HV-Maß) und an der Hinterachse
(HA-Maß) für die am häufigsten vorkommenden
Reifengrößen (Abmessungen gemäß ETRTO-
Norm) berechnet werden. Ferner werden die
Höhe des Reifens über dem Fahrgestell (HBV-/
HBT-/HBA-Maß) und das Ausfüllmaß (U) der
angetriebenen Hinterachse dargestellt.
Anhand der untenstehenden Formeln können in
den Fahrgestellzeichnungen von DAF die
Fahrgestellhöhen und die zugehörigen Werte
bestimmt werden:
Bestimmung der Fahrgestellhöhe anhand der Fahrgestellzeichnung (3)
VORDERACHSE: HV = R + Y + A (2)
AHV(min.) = R - C
HA = R + Z + A (2)
HINTERACHSE: AHA(min.) = R - D
HBV (max.) = Ro - A - Z, Metall an Metall; an der Antriebsachse.
HBA(max.) = Ro - A - X, Metall an Metall; an der Schleppachse.
HBV(max.) = Ro - A - Z, Metall an Metall; an der 2. Antriebsachse
HBT(max.) = Ro - A - V, Metall an Metall; an der 2. Vorderachse/(un)gelenkten
Vorlaufachse
U = HBV + 25 mm. (1)
AHA(min.) = R - D

(1) Das angegebene U-Maß gilt für normalen Straßeneinsatz. Für abweichende Situationen siehe Abschnitt "Einsatzbedingungen".
(2) Die berechneten Fahrgestellhöhen gelten nur an den mit HV und HA gekennzeichneten Stellen in der Fahrgestellzeichnung.
(3) Für nicht in der Fahrgestellzeichnung angegebene Fahrgestellgewichte sind die DAF-Datenblätter und/oder die Daten der
TOPEC-Layoutberechnungen (falls vorhanden) heranzuziehen.

Die in den Formeln verwendeten Parameter sind


in den Tabellen auf den entsprechenden
Fahrgestellzeichnungen zu finden oder können
aus der bereits erwähnten Zeichnung 1260799
abgeleitet werden. Ziehen Sie deshalb immer
diese Detailzeichnung heran.

©
200719 39
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Y
C HV
R
AHV

2 1025
WD = 2050

22032802-038

Doppelte Vorderachse, Fahrgestellhöhe

Einsatzbedingungen
U ist das Mindest-Ausfüllmaß zwischen
Fahrgestell-Längsträger-Oberkante und
Ladeboden- bzw. Kotflügel-Unterkante bei HV

o
A

R
Normaleinsatz. Bei abweichenden
Einsatzbedingungen ist ein zusätzlicher Y
Radabstand erforderlich: C
R
- Bei Schneeketten: U' = U + 35 mm AHV
- Bei Geländeeinsatz: U' = U + 50 mm
- Bei Geländeeinsatz: + Schneeketten: 96120404-224

U' = U + 85 mm Einzelne Vorderachse, Fahrgestellhöhe

HBV
U

HA
o

A
R

D
R
AHA

96120404-225

Hinterachse, Fahrgestellhöhe Radabstand/


Spielraum U

©
40 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

} Bei Mehrachsern ist zu beachten,


welche Achse für das Mindest-
Ausfüllmaß maßgeblich ist; siehe
auch die jeweilige
HBT

o
A

R
Fahrgestellzeichnung.

}
V

Ermittelte Maße grundsätzlich auch


am Fahrzeug prüfen.

G000359
2
2. Vorderachse/gelenkte Vorlaufachse; Reifen
über dem Fahrgestell
HBA

o
A

R
X/Z

G000360

Schleppachse/gelenkte Nachlaufachse (x) oder


2. angetriebene Hinterachse (z); Reifen über dem
Fahrgestell

2.15 KOTFLÜGELANORDNUNG

Bei Fahrzeugen der Baureihe LF55 und der CF-


Baureihen sind folgende Montagepositionen für
die vorderen Kotflügel möglich. Welche
Position geliefert wird, richtet sich nach den vom
Kunden bestellten Rädern und Reifen.

Kotflügelanordnung LL 260 C

Maß LF55 CF65 CF LL 310 D


(1)
18 -
Nied- Mittel Hoch
19 t
rig
A 835 778 778 778 778
B 778 527 372 464 517
B
C 530 584 457 540 575 260 310
A
D - - 398 498 541 E

E 91 240 240 240 240

(1) Werte gelten für CF65-Fahrgestelle ab Kw 13 2005 (VIN


XLRAE65CC0E677039). 20090503-007

Position der vorderen Kotflügel an den Baureihen


LF55 und CF

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200719 41
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

Kotflügel werden ab Werk gemäß 91/226/EU-


Richtlinie montiert. Wenn jedoch das Gesetz für
Spritzschutzsysteme nicht gilt, werden die
Kotflügel serienmäßig in der hohen Anordnung M12
montiert.
Bei den Nahverkehrsfahrerhäusern der CF- 130
Baureihe kann es vorkommen, daß der Aufbau
die ab Werk montierten vorderen Kotflügel
2 berührt. In diesem Fall dürfen die Kunststoff-
Kotflügel abgesägt werden, wenn das Problem 130
nicht durch eine niedrigere Montageposition
gelöst werden kann. Die Kunststoff-Kotflügel
dürfen jedoch nicht weiter als bis zur Oberkante
der Längsträger abgesägt werden. Für die
Radabschirmungen muß der Aufbauhersteller in
diesem Fall selbstverständlich eine den
gesetzlichen Anforderungen entsprechende 95120404-229

Lösung finden. Luftgefederte Antriebsachse (FA LF55 16-


18 Tonnen, CF- und XF-Baureihe)
Wenn bei einem Fahrgestell mit Blattfederung die Montageträger
hinteren Kotflügel nicht am Hilfsrahmen oder
Aufbau befestigt werden können, dürfen sie an
den Fahrgestell-Längsträgern angeschraubt
werden. Dazu sind möglichst die vorhandenen
Bohrungen im Fahrgestell zu nutzen. Für
luftgefederte Fahrgestelle sind u. a. dafür
Gewindebohrungen in den Schubstangenträgern
angebracht.
Für einige Sattelzug-Fahrgestelle bietet DAF
Standard-Träger an, mit denen die Kotflügel je
nach Reifengröße in verschiedenen Höhen am
Fahrgestell montiert werden können.
Sattelzugmaschinen können ab Werk mit
diesen (3teiligen) hinteren Kotflügeln geliefert
werden.

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42 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

2.16 STOßFÄNGER GEMÄß EU-


NORM

Ein der EU-Norm entsprechender hinterer


Unterfahrschutz oder Stoßfänger (mit EC-
Zertifikat Nr. E4-70/221/92006) ist für bestimmte
Fahrzeugtypen als Option lieferbar. Eine
allgemeine Ausnahme gilt für Low-Deck-Lkw-
Fahrgestelle (Großraum-Fahrzeuge). Bei
Montage ab Werk kann zwischen den drei
2
Standardhöhen 270 mm, 300 mm und 330 mm
unter dem Fahrgestell gewählt werden. Der
Stoßfänger kann auf Wunsch auch separat
bestellt und montiert werden.
Der hintere Stoßfänger muß gemäß EU- 385 MAX.

550 MAX.
Richtlinien an folgender Position angebracht
sein:
- Max. 550 mm über der Fahrbahn, in allen
Situationen, beladenes und unbeladenes
Fahrzeug
- Max. horizontaler Abstand 385 mm, vom
G000274
hinteren Ende des Fahrzeugs bis zum
hinteren Ende des Stoßfängers. Diese
385 mm basieren auf dem max. zulässigen
Abstand von 400 mm, einschließlich
Verformung, wenn eine Prüflast angelegt
wurde.

2.17 ZENTRALSCHMIERANLAGE

Fahrzeuge, die ab Werk mit einer


Zentralschmieranlage (Fettschmierung)
ausgestattet sind, können mit einer Reihe
zusätzlicher Schmierstellen für den Aufbau
versehen werden. Je nach Einsatzbedingungen,
Fahrzeugtyp und Zahl der erforderlichen Aufbau-
Schmierstellen kann an der Pumpe ein T-Stück
hinzugefügt werden, so daß parallel zur
Hauptanlage eine 2. Hauptleitung angeschlossen
werden kann. Die Länge der zusätzlichen
Hauptleitung zwischen Pumpe und Verteilerblock
ist nicht begrenzt; die Leitung zwischen
Verteilerblock und Schmierstelle darf höchstens
5 m lang sein. Für nähere Informationen wende
man sich an DAF.

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200719 43
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrgestell

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44 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM AUFBAU


Allgemeine Informationen zum Aufbau

Blatt Datum
3.1 Aufbau mit Hilfsrahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 200719
3.2 BAM - Methoden zur Aufbaubefestigung (Body Attachment Method) . . . . . . . . . 52 200719
3.3 Vordere Aufbaubefestigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 200719
3.4 Aufbauart/BAM-Matrix . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 200719
3.5 BAM-Vorschriften, allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 200719
3.6 FA LF45 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 200719
3.7 FA LF55 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 200719
3.8 FA LF55 18 t . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 200719
3.9 FA CF65 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 200719
3.10
3.11
FA CF und XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
FAR/FAS CF und XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
200719
200719
3
3.12 FAG CF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 200719
3.13 FAN LF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 200719
3.14 FAN CF und XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 200719
3.15 FAT CF und XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 200719
3.16 FAC/FAX CF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 200719
3.17 FAD CF und XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 200719
3.18 FAK XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101 200719

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

3. ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM AUFBAU


3.1 AUFBAU MIT HILFSRAHMEN

Bei einer Vielzahl von Aufbautypen muß der


Fahrgestellrahmen (Hauptrahmen) durch einen
Hilfsrahmen verstärkt werden; dies hat nichts mit
der für den Aufbau erforderlichen Steifigkeit und
Festigkeit zu tun, sondern dient der Schaffung
des erforderlichen Radspielraums. Deshalb ist
eine nicht-schubfeste Befestigung
vorgeschrieben. Durch den Hilfsrahmen wird eine
gleichmäßige Lastverteilung und ein
ausreichender Radspielraum gewährleistet und/ 3
oder der Anbau zusätzlicher Bauteile bzw.
Aggregate ermöglicht. In der Regel kann für den
Hilfsrahmen ein Material (z. B. auch Aluminium)
einer geringeren Qualität verwendet werden als
für die Fahrgestell-Längsträger. Wenn das
Fahrgestell jedoch höheren Belastungen bzw.
Spannungen ausgesetzt wird, müssen die
Hilfsrahmenmaße auf die zu erwartenden
Belastungen abgestimmt werden. Außerdem ist
in diesem Fall eine schubfeste Befestigung mit
Halteplatten erforderlich.
Hilfsrahmenbauweise
Die untenstehenden Richtlinien gelten für die
Konstruktion und Befestigung aller Hilfsrahmen:
- Der Hilfsrahmen muß unterbrechungsfrei
über die ganze Länge des Fahrgestells
reichen. Ein weit nach vorn
durchgezogener Hilfsrahmen verringert
auch die Gefahr störender
(geschwindigkeitsabhängiger)
Eigenfrequenzen, der sog.
Biegeschwingungen, die in einigen Fällen
auch den Fahrkomfort beeinträchtigen
können. Der Hilfsrahmen muß an der
Vorderseite vor der ersten
Befestigungsstelle abgeschrägt oder mit
einem sog. Schwalbenschwanz versehen
werden, um unvermittelte
Festigkeitsübergänge zum
Fahrgestellrahmen zu vermeiden.
Schließlich muß zur Vermeidung von
Kerbwirkungen die Hilfsrahmenvorderseite
unten abgerundet werden. Der
Abrundungshalbmesser muß mindestens
5 mm betragen.
- Als Hilfsrahmen-Längsträger sind in der
Regel U-Profile (Mindeststärke 5 mm) am
besten geeignet. In bestimmten Fällen, z. B.
bei Montage eines Ladekrans, ist das U- 96120404-301a
Profil unter Umständen teilweise

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200719 47
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

geschlossen auszuführen, so daß ein


Hohlprofil entsteht. In diesem Fall ist
wiederum auf einen weichen
Festigkeitsübergang (mit Hilfe eines
Schwalbenschwanzes) zu achten.
- Bei einem schubfest montierten Hilfsrahmen
ist für die Festigkeit und Steifigkeit der
Konstruktion das Material mit den
niedrigsten mechanischen Eigenschaften
maßgeblich. Deshalb empfiehlt es sich, den
Hilfsrahmen aus einem Material
herzustellen, das mindestens der Qualität
3 des für den Hauptrahmen verwendeten
Materials gemäß der Tabelle
"Fahrgestellspezifikation" in Kapitel
2.10: "Fahrgestellmaße" entspricht. Bei
einer schubfesten Befestigung mit einem
aus einem anderen Material als Stahl
bestehenden Hilfsrahmen müssen bei der
Bestimmung der Form und der
Abmessungen die spezifischen
Eigenschaften dieses Materials
berücksichtigt werden. Weitere
Informationen erhalten Sie bei DAF.
- Der Querschnitt muß gleichmäßig durch die
Baueinheit verlaufen. Bei jeder Ergänzung in H
0,6 H min
Form von Verstärkungen an bzw. in der
Baueinheit muß eine gleichmäßige
Überleitung des linearen Trägheitsmoments 1200 max
gewährleistet sein. Wird die 96120404-305

Hilfsrahmenhöhe aus irgendwelchen


Gründen örtlich vergrößert oder verringert,
so ist für einen weichen Festigkeitsübergang
zu sorgen.
- Der höchstzulässige Abstand zwischen zwei
Querträgern in oder auf dem Hilfsrahmen
beträgt 1200 mm.
- In den Hilfsrahmen eingesetzte Querträger
müssen mindestens die 0,6fache
Hilfsrahmenhöhe haben. Sie müssen so
montiert werden, daß sie den Bewegungen
des Hauptrahmens folgen können.
- Die Querträger sollten nicht mit den
Flanschen des Hilfsrahmens verschweißt 1200 max
werden. 96120404-306

Die Einleitung aller vertikalen Kräfte in das


Fahrgestell muß grundsätzlich über den Steg
der Längsträger erfolgen und nicht über die
Flansche! Die Funktion des oberen (und
unteren) Flansches besteht lediglich darin,
dem Profil eine ausreichende Steifigkeit und
Festigkeit zu verleihen. Die Flansche selbst
können sich leicht verformen, wenn sie durch
auf das Flanschende ausgeübte Querkräfte
falsch belastet werden. Wenn dies geschieht,
muß die Innenseite des Profils (zwischen den

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48 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

Flanschen) auf angemessene Weise


abgestützt werden, so daß Verformung und/
oder Beschädigung vermieden wird.
Klemmverbindungen mit den Flanschen sind
verboten.
Zwischenlage zwischen Fahrgestell und
Hilfsrahmen
Wenn zwischen Fahrgestell und Hilfsrahmen
eine Zwischenlage angebracht werden soll, z. B.
bei einem Hilfsrahmen aus Aluminium, muß
diese über die gesamte Länge reichen und aus
einem formbeständigen Material (vorzugsweise
Kunststoff) bestehen. 3
Bei Verwendung eines ganz oder teilweise
schubfesten Hilfsrahmens dürfen auf keinen Fall
Zwischenlagen angebracht werden (BAM 2, 3
und 4).

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200719 49
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

Stabilität durch Verwindungsversteifung des


Hilfsrahmens
Bestimmte (arbeitende) Aufbauten erfordern im
Hinblick auf die Stabilität des Fahrzeugs eine
1200
Verwindungsversteifung im Bereich des hinteren
Überhangs. Diese kann von Aufbauteilen
geleistet werden (man denke z. B. an einen
Kippstabilisator) oder in Form von 1200
verwindungssteifen Querträgern bzw. einer
Kreuzverstärkung im Hilfsrahmen angebracht
werden; siehe untenstehende Abbildungen.
Hierauf wird erforderlichenfalls in dem
diesbezüglichen Text in Kapitel 4: "Aufbauten"
3 hingewiesen.
Hinweis:
Die Kreuzverstärkung muß so nah wie möglich
am Fahrgestellrahmen angebracht werden und
von 1000 mm vor der Mittellinie der letzten Achse I p min. = 175 cm4
bis zum Ende des Hilfsrahmens reichen.
96120404-307

Querträger für Verwindungsversteifung


Für die Fahrzeugstabilität während der Arbeit
mit beliebigen Aufbausystemen sind
Aufbaulieferant und Benutzer verantwortlich.
Letzterer muß sich unter allen Umständen //
davon überzeugen, daß die Stabilität des
Fahrzeugs gewährleistet bleibt. Aus diesem
Grund ist es wichtig, daß deutliche
Gebrauchsanweisungen für den Aufbau am //
oder im Fahrzeug angebracht sind und/oder
mitgeliefert werden.
00
10

I min. = 133 cm4

G000436

Kreuzverstärkung für Verwindungsversteifung

Vergleichstabelle für Hilfsrahmenprofile


Profilart (1) Oberflächen- Spezifisches Pro- Widerstandsmo- Trägheitsmoment
querschnitt A filgewicht M [kg/ ment WX bei Verti- IX bei Vertikalbelas-
[cm2] m] kalbelastung [cm3] tung [cm4]
Warmwalz-U-Profil
UNP 60 6,5 5,17 10,5 31,6
UNP 65 9,0 7,2 17,7 57,5
UNP 80 11,0 8,9 26,5 106,0
UNP 100 13,5 10,8 41,2 206,0
UNP 120 17,0 13,7 60,7 364,0
UNP 140 20,4 16,4 86,4 605,0

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

Profilart (1) Oberflächen- Spezifisches Pro- Widerstandsmo- Trägheitsmoment


querschnitt A filgewicht M [kg/ ment WX bei Verti- IX bei Vertikalbelas-
[cm2] m] kalbelastung [cm3] tung [cm4]
UNP 160 24,0 19,2 116,0 925,0
UNP 180 28,0 22,5 150,0 1350,0
Kaltwalz-U-Profil
U 60x30x4 4,36 3,49 7,8 23,5
U 60x40x4 5,16 4,13 9,9 29,8
U 80x50x6 9,80 7,8 24,5 98,0
U 100x50x6
U 100x60x4
11,0
8,36
8,8
6,69
33,4
27,3
166,8
136,6
3
U 100x65x6 12,8 10,24 41,3 206,6
U 120x60x5 11,3 9,0 42,3 254,0
U 120x60x6 13,4 10,7 49,5 297,1
U 140x60x4 9,9 8,0 42,7 298,7
U 140x60x6 14,6 11,7 61,2 428,3
U 160x60x6 15,8 12,6 73,7 589,2
U 160x70x5 14,3 11,4 70,2 561,2
U 180x60x5 14,3 11,4 73,8 664,2
U 180x60x6 16,9 12,9 83,9 755
U 200x60x6 18,1 13,9 97,6 976
Hohlprofil
80x80x6 17,2 13,9 40,7 163
80x80x7 20,4 16,0 45,8 183,2
80x100x8 26,2 20,6 60,8 243,2
80x120x8 29,4 23,1 71,2 284,8
100x100x8 29,4 23,1 83,7 418,4
100x120x7 28,8 22,6 87,6 438,1
100x150x8 37,4 29,4 117,6 588,1
120x120x8 35,8 28,1 125,5 753,1
120x120x10 44,0 34,5 149,1 894,7
120x120x12 48,0 40,7 151,5 959,4
140x140x12 61,4 48,2 241,8 1692
150x150x12 66,2 51,5 282,4 2118

(1) Die Tabelle enthält Informationen über die am häufigsten verwendeten Hilfsrahmenprofile. Sie kann ebenfalls zur Wahl
alternativer Materialien mit gleichwertigen Eigenschaften herangezogen werden. Die angegebenen Maße, Gewichte und
statischen Daten beziehen sich jeweils auf ein einfaches Profil!

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200719 51
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

3.2 BAM - METHODEN ZUR


AUFBAUBEFESTIGUNG (BODY
ATTACHMENT METHOD)

BAM-Typen-Übersicht
DAF unterscheidet fünf Methoden zur Aufbaube-
festigung (Body Attachment Method): BAM 1, 2, 3,
4 und 5. Für jede Aufbauart läßt sich mit einem von
drei (bzw. einer Kombination aus mehreren) Auf-
bau-Montagesätzen eine optimale, geschlossene
Einheit von Aufbau und Fahrgestell erzielen. Bei
3 den Befestigungsprinzipien ist zwischen nicht-
schubfesten Verbindungen, schubfesten Verbin-
dungen und Konsolenbefestigung zu unterschei-
den.

96120404-309 G000429
BAM 1: vollständig nicht-schubfeste Befestigung BAM 1: vollständig nicht-schubfeste Befestigung
(Baureihe CF75-85 und XF) (Baureihe LF und CF65)

96120404-310 G000430
BAM 2: schubfeste Befestigung vorn BAM 2: schubfeste Befestigung vorn
(Baureihe CF75-85 und XF) (Baureihe LF und CF65)

96120404-311 G000431
BAM 3a + 3b: schubfeste Befestigung hinten BAM 3: schubfeste Befestigung hinten
(Baureihe CF75-85 und XF) (Baureihe LF und CF65)

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52 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

96120404-312 96120404-313
BAM 4: vollständig schubfeste Befestigung BAM 5: Konsolenbefestigung

Drei Aufbau-Montagesätze
DAF unterscheidet drei Aufbau-Montagesätze.
Für jede Aufbauart läßt sich mit einem dieser
3
(bzw. einer Kombination aus mehreren)
Montagesätze(n) eine optimale, geschlossene
Einheit von Aufbau und Fahrgestell erzielen. Die
Aufbaumethoden von DAF beruhen auf dem
derzeitigen Stand der Technik in bezug auf
Fahrgestellsteifigkeit und Federungssysteme.
Durch Befolgen der Aufbauempfehlungen wird
sichergestellt, daß das Fahrzeug sich dynamisch
so verhält, wie dies von DAF definiert und erprobt
wurde.

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200719 53
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

- Langschrauben
Diese Befestigung bewirkt eine nicht-
schubfeste Verbindung. Der Aufbau bleibt in
Längsrichtung leicht verschiebbar. Dadurch ist
der Widerstand gegen Verwindungen gering, so
daß bei Befahren unebener Strecken eine gute
Koordination der Bewegungen von Fahrgestell M14
und Aufbau gewährleistet ist. Das Ergebnis ist ein
optimales Verhältnis zwischen Straßenlage und
Fahrkomfort. A

Anzugsdrehmoment Langschraubenmutter M12-10.9


M16 (Baureihen CF75-85 und XF): 55 Nm
3 A: = 60 mm für Baureihe CF75-85
= 60 - 70 mm für Baureihe XF

Diese Befestigungsart eignet sich gleichermaßen M16


G000438
für die Bauweise mit und ohne Hilfsrahmen.
Dabei gelten folgende Richtlinien:
- Bei dieser Befestigungsweise ist stets in
Hinterachsnähe mindestens eine
Halteplatte zur Fixierung des Aufbaus in min.15
Längsrichtung anzubringen.
- Die Befestigungsträger sind mit
Flanschschrauben in der Nähe der
Querträger-Befestigungen im A
Fahrgestellrahmen zu montieren. Der
maximal zulässige Abstand zwischen den M12-10.9
Langschrauben beträgt 1200 mm. Die
Langschraube liegt eng am Fahrgestell-
Längsträger an, wodurch eine seitliche
Verschiebung des Hilfsrahmens bzw.
M16
Aufbaus vermieden wird. G000437
- Die Langschraube muß eine wirksame
Langschraube
Länge von mindestens 150 mm haben. Sie
kann wahlweise mit dem Aufbau-Querträger
oder dem Hilfsrahmen verschraubt (oder
verschweißt) werden. Langschrauben
müssen grundsätzlich senkrecht montiert
werden.
- Als Alternative kann auch ein Gewindestift
(M16) dieser Länge verwendet werden.
- Die Festigkeitsklasse der Langschraube
muß mindestens 8.8 betragen.
- Wenn die Langschraube mit dem
Hilfsrahmen verschraubt wird, muß dieser
mindestens 5 mm stark sein.
- Für die Befestigung der Langschrauben sind
ausschließlich selbstsichernde Muttern bzw.
Sicherungsmuttern zu verwenden.
Anzugsdrehmomente von DAF-
Flanschschrauben siehe Kapitel
2.6: "Baugruppenanbau am
Fahrgestellrahmen".

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54 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

- Konsolenbefestigung
DAF unterscheidet Konsolenmodelle, die am
senkrechten Teil des Fahrgestellprofils (Modell
A) montiert sind, und Konsolen, die zusätzlich
durch den oberen Flansch des
Hauptlängsträgers gestützt werden (Modell B).
Aufgrund der besonderen Merkmale empfiehlt
DAF die Verwendung des Konsolenmodells B mit
zusätzlicher Fahrgestellflanschunterstützung für
die BAM-5-Befestigung (weiter unten in diesem
Kapitel beschrieben).
Konsole; Modell A (nur LF und CF65)
Diese Konsolen können mit oder ohne
M16-10.9 M16-10.9
3
Druckfedern ausgestattet sein, um eine nicht-
schubfeste bzw. schubfeste Befestigung ähnlich
der Verbindung mit Langschraube und M12-10.9 70 mm
Halteplatte, die weiter unten im Kapitel

}
beschrieben ist, herzustellen.
Die schubfeste Befestigung mit
DAF-Konsole kann aber wegen der
Unterschiede in den Abmessungen 0 mm 50
und Anzahl der verwendeten
Befestigungselemente nicht 3-5 mm
50
genauso eingestuft werden, wie die
M16
Befestigung mit Halteplatte.
M12 M16
Diese Befestigungsart eignet sich für die G000441
Hilfsrahmen-Bauweise. Dabei gelten folgende Konsolen (Modell A) mit und ohne Druckfeder
Richtlinien:
- Die Anlageflächen für die Konsole an Haupt-
und Hilfsrahmen müssen frei von Lack und
Verunreinigungen sein. Zulässig ist nur eine
dünne Grundierung (d = 17 - 25 µm).
- Konsolen von DAF weisen verlängerte
Löcher in den Flanschen auf. Daher dürfen
nur geflanschte Schrauben und Muttern zur
Befestigung von DAF-Konsolen an
Hilfsrahmenkonsolen oder -haltern
verwendet werden. Nicht geflanschte
Befestigungselemente dürfen nur in
Kombination mit 4 mm dicken
Unterlegscheiben mit einem
Außendurchmesser von mindestens 34 mm
unter Muttern und Schraubenköpfen
verwendet werden.

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200719 55
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

- Bei Konsolenbefestigung mit Druckfedern


muß die Vorspannung 1,5 kN pro Feder
betragen. Bei Federn aus dem DAF-
Programm wird diese Vorspannung durch
Anziehen auf eine Länge von 70 mm erzielt.
Die Federn können an der oberen Konsole
des Hilfsrahmens oder unterhalb der unteren
Konsole des Längsträgers montiert werden.
- Für die schubfeste Befestigung müssen die
Konsolen so angeordnet sein, daß die
Paßflächen in der ganzen Länge spaltenfrei
Kontakt haben. Dies vermeidet eine
unnötige Belastung von Konsolenflanschen,
3 Hilfsrahmen und Längsträger.
Anzugsdrehmomente von DAF-
Flanschschrauben siehe Kapitel
2.6: "Baugruppenanbau am
Fahrgestellrahmen".
- Halteplattenbefestigung
Bei dieser Befestigungsart wird (bei Verwendung
einer ausreichenden Zahl von
Flanschschrauben) eine starre oder schubfeste
Verbindung zwischen dem Hilfsrahmen des A
Aufbaus und dem Fahrgestellrahmen
(Hauptrahmen) erzielt. Der Hilfsrahmen trägt
somit zur Steifheit und Festigkeit des
Fahrgestellrahmens bei. 40-85
A: M12 - 10.9 (Baureihe LF45 ,LF55 und 15
CF65)
M16 - 10.9 (Baureihe CF75-CF85 und XF)
50
Schubfeste Verbindungen mit
Halteplattenbefestigung werden nur insoweit
verwendet, als dies für die Festigkeit der G000494
Konstruktion erforderlich ist. Halteplatte
Diese Befestigungsart eignet sich nur für die
Hilfsrahmenbauweise. Dabei gelten folgende
Richtlinien:
- Die Anlageflächen für die Halteplatte an
Haupt- und Hilfsrahmen müssen frei von
Lack und Verunreinigungen sein. Zulässig ist
nur eine dünne Grundierung (d = 17 - 25
µm).
- Beim Anbringen der Halteplatten sind nach
Möglichkeit die speziell dafür vorgesehenen
Bohrungen im Fahrgestell zu nutzen.
- Wenn bei hilfsrahmenloser Bauweise der
Aufbau mit Langschrauben befestigt ist, muß
zur Fixierung des Aufbaus in Fahrtrichtung
dennoch eine Halteplatte an einem
speziellen Verbindungsstück zwischen zwei
Aufbau-Querträgern (in Hinterachsnähe)
angebracht werden. Die Aufbaubefestigung
muß gemäß BAM 1 erfolgen.

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56 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

Anzugsdrehmomente von DAF-


Flanschschrauben siehe Kapitel
2.6: "Baugruppenanbau am
Fahrgestellrahmen".
- Konsolen; Modell B (für BAM-5-Befestigung)
Bei der Konsolenbefestigung lassen sich ohne
Überlastung von Aufbau oder Fahrgestell
verwindungssteife Aufbauten, wie
M16-10.9
Tankaufbauten und vergleichbare
Konstruktionen, am Fahrgestellrahmen
montieren. Die Befestigung muß so ausgeführt
sein, daß die Verwindung des Fahrgestells bei
der Fahrt auf unebener Strecke nicht behindert
wird.
min. 30 3
40-60
Diese Befestigungsart eignet sich für die
hilfsrahmenlose Bauweise. Dabei gelten
folgende Richtlinien: 50

- Die Konsolen müssen den Aufbau sowohl in


Längs- als auch Querrichtung führen. In 96120404-317
vertikaler Richtung ist nur eine geringe Konsolenbefestigung (Modell B), starre Lagerung
Bewegung infolge der im Fahrgestell
auftretenden Verwindung zulässig. Der
Aufbau kann je nach Aufbauart und
Einsatzbedingungen starr oder federnd an M16-10.9
den Konsolen befestigt werden.
- Bei starrer Aufbaulagerung sind
grundsätzlich Distanzbuchsen von
mindestens 30 mm Länge zu montieren, um
ausreichend lange Schrauben verwenden zu
können, die ein gewisses Dehnungsspiel 40-60
zulassen.
- Bei einer statischen vertikalen Konsolenlast
von 20 kN sollten zwei Druckfedern 50
verwendet werden. Die Vorspannung jeder
Feder sollte 3 kN betragen. Die Federn
G000364
müssen eine Federkonstante von
mindestens 225 N/mm aufweisen. Konsolenbefestigung (Modell B), Druckfedern
- Die Konsolenbefestigung verursacht eine
örtliche vertikale Punktlast, die örtliche
Spannungen im Fahrgestell zur Folge hat.
Aus diesem Grund muß der Fahrgestell-
Längsträger mit einer Innenplatte verstärkt
werden. Andernfalls muß ein Hilfsrahmen
montiert werden.
- Konsolenbefestigung kann auch
Querverwindungen am Längsträger
verursachen. Zur Vermeidung von
Verwindungen muß der Längsträger innen
durch einen Querträger gestützt werden.
Siehe Kapitel 2.6: "Baugruppenanbau am
Fahrgestellrahmen".
Anzugsdrehmomente von DAF-
Flanschschrauben siehe Kapitel
2.6: "Baugruppenanbau am
Fahrgestellrahmen".

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200719 57
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

3.3 VORDERE
AUFBAUBEFESTIGUNG

Vordere Aufbaubefestigung
DAF-Fahrgestelle sind für die vordere (nicht-
schubfeste) Aufbaubefestigung gemäß der
Befestigungsmethoden BAM 1 und BAM 3
präpariert.
Wenn es sich bei dieser vorderen
Befestigungsstelle nicht um einen
Befestigungsträger, -bock oder dgl. für die DAF-
3 Langschraube, sondern um einen anderen
Träger, Bock oder eine Gewindebohrung im
30mm
min.

Federbock handelt, ist ein gewöhnlicher 96120404-321


Gewindestift (M16, Festigkeitsklasse 8.8) zu
Vordere Aufbaubefestigung, Baureihen CF75-85
verwenden. Die wirksame Länge dieses
und XF
Gewindestifts muß ebenfalls mindestens 150 mm
betragen. Die Konsole bzw. Platte, mit der dieser
Gewindestift am Hilfsrahmen befestigt wird, muß
grundsätzlich mindestens 30 mm weit am
Fahrgestell entlang nach unten durchgezogen
werden, damit sich der Hilfsrahmen nicht in
Querrichtung verschieben kann.
Bei den Baureihen LF und DF65 mit nicht 30mm
schubfester Befestigung an der Vorderseite min.
(BAM 1 + 3) muß die erste und zweite Konsole
stets mit einer gespannten Feder ausgestattet
sein, um eine ausreichend bewegliche
Befestigung zu gewährleisten. Um ein
Verschieben des Hilfsrahmens in Querrichtung
20081102-005
zu vermeiden, muß die erste Konsole mindestens
30 mm oberhalb des Fahrgestellrahmens Mit Gewindestift im Federbock, Baureihen CF75-
hervorstehen oder es muß eine zusätzliche 85 und XF
Rückhalteplatte am Hilfsrahmen montiert
werden, die unten mindestens 30 mm entlang
dem Fahrgestellrahmen hervorsteht. Weitere
Informationen enthält das vorhergehende
Kapitel.
Einige Beispiele für vordere
Aufbaubefestigungsstellen, die bei min.
verschiedenen Fahrzeugbaureihen zu finden 30 mm
sind, siehe Abbildungen in diesem Kapitel.
Hinweis:
Die Tabelle am Ende dieses Kapitels gibt die ab
Werk vorbereitete Positionen der vorderen G000514

Aufbaubefestigungsstelle relativ zur Mittellinie Vordere Aufbaubefestigung, Baureihe FAT


der Vorderachse an. CF75-85 mit Nahverkehrsfahrerhaus (keine
senkrechte Auspuffanlage)

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AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

Ausnahme
Unter extremen Bedingungen, insbesondere bei
verwindungssteifen Aufbaukonstruktionen, wird
eine leicht flexible vordere Aufbaubefestigung
empfohlen. Zu diesem Zweck können Federn
oder Gummilager verwendet werden. Der
Flexibilitätsgrad richtet sich nach den 3-5 mm
Einsatzbedingungen, der relativen
Verwindungssteifigkeit des Aufbaus und den min.
Erfahrungen des Aufbauherstellers in 30 mm
vergleichbaren Fällen. Federn aus dem DAF- 3-5 mm
Programm können ebenfalls verwendet werden.
Siehe Kapitel 8: "Bestellnummern für DAF-Teile".
3
G000425
Erste und zweite Befestigung, Baureihe LF und
CF65

3-5 mm

min.
30 mm 3-5 mm

G000453
Erste und zweite Befestigung mit
Rückhalteplatte, Baureihe LF und CF65
Position der vorderen Befestigungsstelle (nicht-schubfest) in bezug auf die Mittellinie der Vor-
derachse
Fahrzeugtyp Blattfederung an der Vorderachse Luftfederung an der Vorderachse
Nahverkehrs- Fernfahrerhaus Nahverkehrs- Fernfahrerhaus
fahrerhaus fahrerhaus
Links Rechts Links Rechts Links Rechts Links Rechts
FA LF45 7,5/12 Tonnen 611 (2) 1205 1198 - -
(1)

FA/N LF55 12/15 Tonnen 620 (2) 894 - -


(2)
FA LF55 18-19 Tonnen 570 844 - -
(2)
FA CF65 851 1040 - -
FA CF75-85 619 (3) 1072 562 922
FA XF - 1072 - 922
(2)
FAS/R/N CF75-85 562 922 562 922
FAS/R XF - 922 - 922
(3)
FAG CF75-85 619 1072 - -

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200719 59
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Allgemeine Informationen zum Aufbau

Position der vorderen Befestigungsstelle (nicht-schubfest) in bezug auf die Mittellinie der Vor-
derachse
Fahrzeugtyp Blattfederung an der Vorderachse Luftfederung an der Vorderachse
Nahverkehrs- Fernfahrerhaus Nahverkehrs- Fernfahrerhaus
fahrerhaus fahrerhaus
Links Rechts Links Rechts Links Rechts Links Rechts
FAT CF75-85 571 (2) 922 - -
FAT XF - 922 - -
FAD XF - 1015 - -

3 FAC/D/X CF85
FAK XF
619
-
(2)

1067
1015
1048
-
-
-
-

(1) Der Abstand gilt für Fahrgestelle mit 125-Ah-Batterien. Wenn 175-Ah-Batterien installiert sind, beträgt der Abstand 1281 mm.
(2) Wenn eine senkrechte Auspuffanlage (Rohr) montiert ist, sind die Werte für das Fernfahrerhaus zu verwenden.
(3) Wenn eine senkrechte Auspuffanlage (Rohr) montiert ist, beträgt der Abstand 677 mm.

3.4 AUFBAUART/BAM-MATRIX

In der untenstehenden Übersicht wird für die


häufigsten Aufbauarten jeweils eine von DAF
vorgeschriebene Aufbau-Befestigungsmethode
angegeben. Dabei wurde ein optimaler
Kompromiß zwischen der für den Aufbau
erforderlichen Fahrgestellsteifigkeit und -
festigkeit einerseits und maximaler Flexibilität zur
Erzielung des größtmöglichen Fahrzeugkomforts
andererseits angestrebt. Für die in dieser
Übersicht fehlenden Aufbauvarianten wende
man sich an DAF.
BAM-Übersicht nach Aufbauarten
AUFBAUART BAM 1 BAM 2 BAM 3a BAM 3b BAM 4 BAM 5
Festaufbau
Wechselaufbau mit Hilfsrahmen
Großraum-Aufbau
Aufbau mit Ladebordwand oder
Ladelift
Tankaufbau mit Hilfsrahmen
Tankaufbau mit Konsolen
Müllwagenaufbau mit Preßein-
richtung
Müllwagenaufbau mit Drehtrom-
mel
Straßenreinigungsaufbau
Kanalreinigungsaufbau
Kipper mit vorn angreifendem
Hubzylinder
Kipper mit zentral ansetzendem
Hubzylinder

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BAM-Übersicht nach Aufbauarten


AUFBAUART BAM 1 BAM 2 BAM 3a BAM 3b BAM 4 BAM 5
Dreiseitenkipper
Kipper-Absetzsystem
Portalausleger
Betonmischer und Betonpumpe
Ladekran hinter dem Fahrerhaus
Ladekran am Heck
Kranwagen
Hocharbeitsbühne (typenabhän- 3
gig)
Aufbau mit Gabelstapler
Feuerwehraufbau (Löschfahr-
zeug)

} Die beweglichen Fahrzeugteile


dürfen von den Befestigungsmitteln
nicht in ihrer Funktionsweise
beeinträchtigt werden. Außerdem
müssen alle Baugruppen für
Wartungs- und Reparaturarbeiten
gut zugänglich sein.

3.5 BAM-VORSCHRIFTEN,
ALLGEMEIN

Zur Erzielung einer korrekten


Hilfsrahmenbefestigung sind die folgenden
Aufbauvorschriften zu beachten:
A. Die auf den nächsten Seiten angegebenen G. Die Rückseite des Aufbaus darf höchstens
Mindestzahlen für Befestigungsmittel sind 450 mm über die hintere Befestigungsstelle hi-
auf jeden Fall einzuhalten. Die Befesti- nausragen.
gungsmittel müssen gleichmäßig über die
in den Zeichnungen auf den nächsten Sei-
ten dargestellten Zonen I, II und III verteilt
werden. Die Längenmaße für die Zonen I, II
und III sind Richtwerte.

B. Die angegeben Stückzahlen gelten jeweils H. In einigen Fällen werden zwei Stückzahlen für
pro Fahrgestell-Längsträger. die Befestigungsmittel angegeben. Die Stück-
zahl richtet sich nach den vorhandenen Bohrun-
gen und/oder nach dem gewählten hinteren
Überhang und muß den oben genannten Re-
geln entsprechen.

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200719 61
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C. Bei den Befestigungsmethoden BAM 1, 2, I. Wenden Sie sich auf jeden Fall an DAF, wenn
3a, 3b und 4 darf der Abstand zwischen bei Anwendung der auf den nächsten Seiten
zwei Befestigungsstellen höchstens dargestellten BAM-Methoden die oben genann-
1200 mm betragen. Als einzige Ausnahme ten Vorschriften nicht erfüllt werden können.
ist es bei BAM 2 nicht möglich, zwischen
den Federböcken der Hinterachse Lang-
schrauben zu montieren!

D. Der Hilfsrahmen muß möglichst weit nach J. Bei den Fahrzeugbaureihen LF, CF und XF sind
vorn durchgezogen und an der vorderen die Lochmuster für BAM 1 und BAM 3 teilweise
Befestigungsstelle befestigt werden. vorbereitet. In einigen Fällen können diese Boh-
rungen natürlich auch für die Befestigungsme-
thoden BAM 4 und/oder 5 verwendet werden.
3
E. Die Stirnseite des Aufbaus darf höchstens K. Der Fahrgestellrahmen aller Fahrzeugbaurei-
300 mm über die vordere Befestigungsstel- hen (mit Ausnahme des FA LF45) verjüngt sich
le hinausragen. bei der Fahrerhaus-Rückwand. Die Ausführung
des Hilfsrahmens muß in Übereinstimmung mit
der Form des Hauptrahmens erfolgen.

F. Die Befestigungsstellen dürfen in Längs- L. Bei einigen Fahrzeugen fallen die vorderen Hal-
richtung gesehen links und rechts höchs- teplattenbefestigungen des Aufbaus mit den
tens 300 mm zueinander verschoben sein. Befestigungsträgern für das Fahrzeugteil/-ag-
gregat zusammen. Zwischen Längsträger und
Befestigungsträgern darf eine max. 8 mm dicke
Aufbau-Halteplatte angebracht werden. Außer-
dem ist dafür zu sorgen, daß die Befestigung
und die Anordnung des Bauteils/Aggregats am
Fahrgestell der ursprünglichen Konstruktion
entspricht.

Max.300 Max.450

Max.1200

WB AE

96120404-322
Baureihen CF75-85 und XF

Max.300 Max.450

G000423
Max.1200

WB AE
Baureihen LF und CF65

©
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3.6 FA LF45

FA LF45, BAM 1.

400
*

G000516

WB AE 3
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] I (1) II III


Hinterachsauf-
hängung

G000426 G000426
-325

3,55 Parabel- + Luftf. 3 1 2


4,30 Parabel- + Luftf. 4 1 3
5,00 Parabel- + Luftf. 5 1 4
5,40 Parabel- + Luftf. 5 1 3

(1) Erste und zweite Konsole immer federbelastet; siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

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FA LF45, BAM 2.

1000 1700

G000416

WB AE

3 Radstand [m] I II III


Hinterachsauf-
hängung

G000426 G000426
-325

3.55 Parabel- + Luftf. 2 1 2


4.30 Parabel- + Luftf. 2 2 3
5.00 Parabel- + Luftf. 2 3 4
5.40 Parabel- + Luftf. 2 3 3

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FA LF45, BAM 3.

* 1700

G000417

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".
3
Radstand [m] I (1) II III
Hinterachsauf-
hängung

G000426
-325 -325

3.00 Asymmetrisch 1 3 1
3.15 Parabelf. 1 3 2
3.15 Luftfederung 2 2 2
3.55 Parabel- + Luftf. 2 2 2
3.90 Parabel- + Luftf. 2 3 3
4.30 Parabel- + Luftf. 3 2 3
4.65 Parabel- + Luftf. 4 2 4
5.00 Parabel- + Luftf. 3 3 4
5.40 Parabel- + Luftf. 4 2 3

(1) Die erste und zweite Konsole sind immer federbelastet, siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

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FA LF45, BAM 4.

900

96120404-330

WB AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-325 -325 -325

3.00 Asymmetrisch 2 2 1
3.15 Parabel- + Luftf. 2 2 2
3.55 Parabel- + Luftf. 3 1 2
4.30 Parabel- + Luftf. 4 1 3
5.00 Parabel- + Luftf. 5 1 4
5.40 Parabel- + Luftf. 5 1 3

FA LF45, BAM 5.

1000 1050

96120404-331

WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-326 -326

3,55 Parabel- + Luftf. 1 - 1

©
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3.7 FA LF55

FA LF55 13-15T, BAM 1.

* 400

G000419

WB AE 3
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

Radstand [m] Hinterachsauf- I (1) II III


hängung

G000426 G000426
-325

3.50 Parabel- + Luftf. 3 1 2


4.20 Parabel- + Luftf. 4 1 3
4.80 Parabel- + Luftf. 5 1 3
5.90 Parabel- + Luftf. 6 1 4
6.30 Parabel- + Luftf. 7 1 4

(1) Die erste und zweite Konsole sind immer federbelastet, siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

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FA LF55 13-15T, BAM 2.

1000 1700

G000420

WB AE

3 Radstand [m] Hinterachsaufhän-


gung
I II III

G000426 G000426
-325

3.50 Parabel- + Luftf. 2 1 2


4.20 Parabel- + Luftf. 2 2 3
4.80 Parabel- + Luftf. 2 3 3
5.90 Parabel- + Luftf. 2 4 4
6.30 Parabel- + Luftf. 2 5 4

©
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FA LF55 13-15T, BAM 3.

* 1700

G000421

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".
3
Radstand [m] Hinterachsauf- I (1) II III
hängung

G000426
-325 -325

3.50 Parabel- + Luftf. 2 2 2


3.80 Parabel- + Luftf. 2 3 3
4.20 Parabel- + Luftf. 3 2 3
4.50 Parabel- + Luftf. 3 3 3
4.80 Parabel- + Luftf. 4 2 3
5.35 Parabel- + Luftf. 5 2 4
5.90 Parabel- + Luftf. 5 2 4
6.30 Parabel- + Luftf. 6 2 4

(1) Die erste und zweite Konsole sind immer federbelastet, siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

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200719 69
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FA LF55 13-15T, BAM 4.

900

96120404-336

WB AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-325 -325 -325

3.50 Parabel- + Luftf. 3 1 2


3.80 Parabelf. 3 2 3
3.80 Luftf. 4 1 3
4.20 Parabel- + Luftf. 4 1 3
4.80 Parabel- + Luftf. 5 1 3
5.90 Parabel- + Luftf. 6 1 4
6.30 Parabel- + Luftf. 7 1 4

FA LF55 13-15T, BAM 5.

1000 1050 1050

96120404-337

WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-326 -326 -326

Alle Parabel- + Luftf. 1 1 1

©
70 200719
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3.8 FA LF55 18 T

FA LF55 18T, BAM 1.

400
*

G000516

WB AE 3
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand Hinterachse I (1) II III


[m] Aufhängung

G000426 G000426
-325

3,45 Parabel- + Luftf. 3 1 2


3,75 Parabel- + Luftf. 4 1 2
4,15 Parabel- + Luftf. 4 1 3
4,75 Parabel- + Luftf. 5 1 3
5,80 Parabel- + Luftf. 6 1 3
6,25 Parabel- + Luftf. 7 1 4

(1) Erste und zweite Konsole immer federbelastet; siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

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200719 71
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FA LF55 18T, BAM 2.

1000 1700

G000420

WB AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

G000426 G000426
-325

3.45 Parabel- + Luftf. 2 0 2


3.75 Parabel- + Luftf. 2 2 2
4.15 Parabel- + Luftf. 2 2 3
4.75 Parabel- + Luftf. 2 3 3
5.80 Parabel- + Luftf. 2 4 3
6.25 Parabel- + Luftf. 2 5 4

©
72 200719
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FA LF55 18T, BAM 3.

* 1700

G000421

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".
3
Radstand [m] Hinterachsauf- I (1) II III
hängung

G000426
-325 -325

3.45 Parabel- + Luftf. 2 2 2


3.75 Parabel- + Luftf. 2 3 2
4.15 Parabel- + Luftf. 3 2 3
4.45 Parabel- + Luftf. 3 3 3
4.75 Parabel- + Luftf. 4 2 3
5.85 Parabel- + Luftf. 5 2 3
6.25 Parabel- + Luftf. 6 2 4

(1) Die erste und zweite Konsole sind immer federbelastet, siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

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200719 73
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Allgemeine Informationen zum Aufbau

FA LF55 18T, BAM 4.

900

96120404-336

WB AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-325 -325 -325

3.45 Parabel- + Luftf. 3 1 2


3.75 Parabelf. 3 2 2
3.75 Luftfederung 4 1 2
4.15 Parabel- + Luftf. 4 1 3
4.75 Parabel- + Luftf. 5 1 3
5.25 Parabel- + Luftf. 6 1 3
5.85 Parabel- + Luftf. 7 1 4

FA LF55 18T, BAM 5.

1000 1050 1050

96120404-337

WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-326 -326 -326

Alle Parabel- + Luftf. 1 1 1

©
74 200719
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3.9 FA CF65

FA CF65, BAM 1.

400
*

G000516

WB AE 3
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand Hinterachse I (1) II III


[m] Aufhängung

G000426 G000426
-325

4,15 Parabel- + Luftf. 4 1 3


4,90 Parabel- + Luftf. 5 1 3
5,70 Parabel- + Luftf. 6 1 3/4
6,10 Parabel- + Luftf. 6 1 4
6,60 Parabel- + Luftf. 7 1 4
6,90 Parabel- + Luftf. 7 1 4/5
7,30 Parabel- + Luftf. 7 1 4

(1) Erste und zweite Konsole immer federbelastet; siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

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200719 75
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FA CF65, BAM 2.

1000 1700

G000420

WB AE

3 Radstand
[m]
Hinterachse
Aufhängung
I II III

G000426 G000426
-325

4,15 Parabel- + Luftf. 2 3 3


4,90 Parabel- + Luftf. 2 4 3
5,70 Parabel- + Luftf. 2 5 3/4
6,10 Parabel- + Luftf. 2 5 4
6,60 Parabel- + Luftf. 2 6 4
6,90 Parabel- + Luftf. 2 6 4/5
7,30 Parabel- + Luftf. 2 6 4

©
76 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FA CF65, BAM 3.

* 1700

G000421

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".
3
Radstand Hinterachse I (1) II III
[m] Aufhängung

G000426
-325 -325

4,15 Parabel- + Luftf. 3 2 3


4,90 Parabel- + Luftf. 4 2 3
5,70 Parabel- + Luftf. 5 2 3/4
6,10 Parabel- + Luftf. 5 2 4
6,60 Parabel- + Luftf. 6 2 4
6,90 Parabel- + Luftf. 6 2 4/5
7,30 Parabel- + Luftf. 6 2 4

(1) Erste und zweite Konsole immer federbelastet; siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

©
200719 77
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FA CF65, BAM 4.

900

96120404-336

WB AE

3 Radstand
[m]
Hinterachs-
aufhängung
I II III

-325 -325 -325

4.15 Parabel- + Luftf. 4 1 3


4.90 Parabel- + Luftf. 5 1 3
5.70 Parabel- + Luftf. 6 1 3/4
6.10 Parabel- + Luftf. 6 1 4
6.60 Parabel- + Luftf. 7 1 4
6.90 Parabel- + Luftf. 7 1 4/5
7.30 Parabel- + Luftf. 7 1 4

FA CF65, BAM 5.

1000 1050 1050

96120404-337

WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-326 -326 -326

Alle Parabel- + Luftf. 1 2 1

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78 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

3.10 FA CF UND XF

FA CF75-85 und XF, BAM1.

400
*

96120404-338

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung". 3
Radstand [m] Hinterachsauf- I II III
hängung

-325
-324 -324

3.80 Parabelf. 4 1 2
4.90 Parabel- + Luftf. 5 1 2
6.10 Parabel- + Luftf. 6 1 2/3
6.90 Parabel- + Luftf. 6/7 1 4
7.50 Parabel- + Luftf. 7 1 4

©
200719 79
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FA CF75-85 und XF, BAM2.

* 1700

96120404-339

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

3 Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325
-324 -324

4.50 Parabel- + Luftf. 4 1 2


5.50 Parabel- + Luftf. 4 2 2/3
6.10 Parabel- + Luftf. 4 3 2/3
6.90 Parabel- + Luftf. 4/5 4 4
7.50 Parabel- + Luftf. 5 4 4

FA CF75-85 und XF, BAM 3a.

1700
*

96120404-340

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

4.20 Parabel- + Luftf. 3 3 4


4.90 Parabel- + Luftf. 3 4 4
6.90 Parabel- + Luftf. 4 4 5
7.50 Parabel- + Luftf. 4 4 5

©
80 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FA CF75-85 und XF, BAM 3b.

1700
*

96120404-341

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


3
hängung

-325 -325
-324

4.20 Parabel- + Luftf. 3 1 2


4.90 Parabel- + Luftf. 3 2 2
6.90 Parabel- + Luftf. 4 2 3
7.50 Parabel- + Luftf. 4 2 4

FA CF75-85 und XF, BAM 4.

900

96120404-342

WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325 -325

4.20 Parabel- + Luftf. 6 2 3


4.90 Parabel- + Luftf. 6 2 3
6.10 Parabel- + Luftf. 6 2 3
6.90 Parabel- + Luftf. 6 2 4
7.50 Parabel- + Luftf. 6 2 4

©
200719 81
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FA CF75-85 und XF, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-018

WB AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-326 -326 -326

Alle Parabel- + Luftf. 1 2 1

3.11 FAR/FAS CF UND XF

FAR/FAS CF75-85 und XF, BAM 1.

400
*

96120404-344

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325
-324 -324

3.80 Parabelf. 3 1 1
3.80 Luftfederung 4 1 2/3
4.80 Parabel- + Luftf. 5 1 2/3
5.30 Parabel- + Luftf. 6 1 2/3
6.10 Parabel- + Luftf. 6 1 3

©
82 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAR/FAS CF75-85 und XF, BAM 2.

* 1700

96120404-345

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


3
hängung

-325
-324 -324

3.80 Parabelf. 5 1 1
3.80 Luftfederung 5 1 2/3
4.40 Parabel- + Luftf. 5 1 2/3
5.30 Parabel- + Luftf. 5 2 2/3
6.10 Parabel- + Luftf. 5 3 3

FAR/FAS CF75-85 und XF, BAM 3a.

1700
*

96120404-346

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

3.80 Parabelf. 3 3/4 3


4.05 Parabel- + Luftf. 3 3/4 3
4.80 Parabel- + Luftf. 3 3/4 3
5.30 Parabel- + Luftf. 3 3/4 3
6.10 Parabel- + Luftf. 3 4 3

©
200719 83
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAR/FAS CF75-85 und XF, BAM 3b.

1700
*

96120404-347

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

3 Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

3.80 Parabelf. 3 2 2
3.80 Luftfederung 3 2 2
4.80 Parabel- + Luftf. 3 2 2
6.10 Parabel- + Luftf. 3 2 2

FAR/FAS CF75-85 und XF, BAM 4.

900

96120404-348

WB WT AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325 -325

3.80 Parabelf. 6 4 3
3.80 Luftfederung 7 3/4 3
4.40 Parabel- + Luftf. 8/9 3/4 3
5.30 Parabel- + Luftf. 9 3/4 3
6.10 Parabel- + Luftf. 9 4 3

©
84 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAR/FAS CF75-85 und XF, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-020

WB WT AE

Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III
3

-326 -326 -326

Alle Parabel- + Luftf. 1 2 2

3.12 FAG CF

FAG CF75-85, BAM 1.

400
*

96120404-350
WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325
-324 -324

4,30 Parabel- + Luftf. 4 1 1


4,80 Parabel- + Luftf. 4 1 1/2
5,35 Parabel- + Luftf. 4 1 2
5,90 Parabel- + Luftf. 5 1 2/3
6,60 Parabel- + Luftf. 6 1 2/3

©
200719 85
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAG CF75-85, BAM 2.

* 1700

96120404-351
WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

3 Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325
-324 -324

4,30 Parabel- + Luftf. 5 1 1


4,80 Parabel- + Luftf. 5 2 1/2
5,35 Parabel- + Luftf. 5 2 2
6,60 Parabel- + Luftf. 5 3 2/3

FAG CF75-85, BAM 3a.

1700
*

96120404-352
WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

4,30 Parabel- + Luftf. 3 3/4 2


4,80 Parabel- + Luftf. 3 3/4 3
5,35 Parabel- + Luftf. 3 4 3
5,90 Parabel- + Luftf. 4 5/6 4
6,60 Parabel- + Luftf. 4 5 5

©
86 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAG CF75-85, BAM 3b.

1700
*

96120404-353
WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


3
hängung

-325 -325
-324

4,30 Parabel- + Luftf. 3 2 1


4,80 Parabel- + Luftf. 3 2 1
5,35 Parabel- + Luftf. 3 2 2
6,60 Parabel- + Luftf. 4 3 2

FAG CF75-85, BAM 4.

* 1700

96120404-345

WB WT AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325
-324 -324

4,30 Parabel- + Luftf. 6 2 3


4,80 Parabel- + Luftf. 6/7 2 3
5,35 Parabel- + Luftf. 7 2 3
6,60 Parabel- + Luftf. 8 2 3/4

©
200719 87
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAG CF75-85, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-019
WT
WB AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-326 -326 -326

Alle Parabel- + Luftf. 1 2 2

3.13 FAN LF

FAN LF55, BAM1.

* 1700

G000421

WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I (1) II III


hängung

G000426
-325 -325

4,20 Luftf. 4 1 4
4,50 Luftf. 5 1 4
4,80 Luftf. 5 1 5
5.30 Luftf. 6 1 5

(1) Erste und zweite Konsole immer federbelastet; siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

©
88 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAN LF55, BAM 2.

* 1700

G000455

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".
3
Radstand [m] Hinterachsauf- I (1) II III
hängung

G000426 G000426
-325

4.20 Luftf. 2 2 4
4.50 Luftf. 2 3 4
4.80 Luftf. 2 3 5
5.30 Luftf. 2 4 5

(1) Die erste und zweite Konsole sind immer federbelastet, siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

©
200719 89
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAN LF55, BAM 3.

* 1700

G000442

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".
3
Radstand [m] Hinterachsauf- I (1) II III
hängung

G000426
-325 -325

3.80 Luftf. 2 3 4
4.20 Luftf. 3 2 4
4.50 Luftf. 3 3 4
4.80 Luftf. 4 2 5
5.35 Luftf. 5 2 5

(1) Die erste und zweite Konsole sind immer federbelastet, siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung"

FAN LF55, BAM 4.

900

96120404-348

WB WT AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325 -325

4.20 Luftf. 4 1 4
4.50 Luftf. 5 1 4
4.80 Luftf. 5 1 5
5.30 Luftf. 6 1 5

©
90 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAN LF55, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-020

WB WT AE

Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III
3

-326 -326 -326

Alle Luftf. 1 2 2

3.14 FAN CF UND XF

FAN CF75-85 und XF, BAM1.

400
*

96120404-344

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325
-324 -324

4.20 Luftf. 3 1 2
4.40 Luftf. 3 1 2
4.80 Luftf. 4 1 3
6.10 Luftf. 5 1 3
6.65 Luftf. 7 1 3

©
200719 91
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAN CF75-85 und XF, BAM 2.

* 1700

96120404-345

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

3 Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325
-324 -324

4.20 Luftf. 5 1 2
4.40 Luftf. 5 2 2
4.80 Luftf. 5 2 3
6.10 Luftf. 5 3 3
6.65 Luftf. 5 5 4

FAN CF75-85 und XF, BAM 3a.

1700
*

96120404-346

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

4.20 Luftf. 3 5 2
4.40 Luftf. 3 5 3
4.80 Luftf. 4 5 3
6.10 Luftf. 5 5 4
6.65 Luftf. 5 5 7

©
92 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAN CF75-85 und XF, BAM 3b.

1700
*

96120404-347

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


3
hängung

-325 -325
-324

4.20 Luftf. 3 2 1
4.40 Luftf. 3 2 1
4.80 Luftf. 4 2 2
6.10 Luftf. 5 2 2
6.65 Luftf. 5 3 3

FAN CF75-85 und XF, BAM 4.

900

96120404-348

WB WT AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325 -325

4.20 Luftf. 6 4 2
4.40 Luftf. 6/7 4 3
4.80 Luftf. 7 4 3
6.10 Luftf. 8 4 4
6.65 Luftf. 8 4 7

©
200719 93
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAN CF75-85 und XF, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-020

WB WT AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-326 -326 -326

Alle Luftf. 1 2 2

3.15 FAT CF UND XF

FAT CF75-85 und XF, BAM 1.

400
*

96120404-356
WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325
-324 -324

4.05 Blatt- + Luftf. 3 1 2


4.55 Blatt- + Luftf. 4 1 2/3
5.00 Blatt- + Luftf. 5 1 2/3
5.55 Blatt- + Luftf. 6 1 2/3

©
94 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAT CF75-85 und XF, BAM 2.

*
1700

96120404-357
WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


3
hängung

-325
-324 -324

4.05 Blatt- + Luftf. 5 1 2


4.55 Blatt- + Luftf. 5 1 2/3
5.00 Blatt- + Luftf. 5 2 2/3
5.55 Blatt- + Luftf. 5 2 2/3

FAT CF75-85 und XF, BAM 3a.

1700
*

96120404-358
WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

4.05 Blatt- + Luftf. 3 5 4


4.55 Blatt- + Luftf. 3 5 4
5.00 Blatt- + Luftf. 3 5 4
5.55 Blatt- + Luftf. 4 5 4

©
200719 95
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAT CF75-85 und XF, BAM 4.

900

96120404-359
WT
WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


3 hängung

-325 -325 -325

4.05 Blatt- + Luftf. 8 3 3


4.55 Blatt- + Luftf. 8 3 3
5.00 Blatt- + Luftf. 9 3 3/4
5.55 Blatt- + Luftf. 9 3 3/4

FAT CF75-85 und XF, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-022
WT
WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-326 -326 -326

Alle Blatt- + Luftf. 1 2 2

©
96 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

3.16 FAC/FAX CF

FAC/FAX CF85, BAM 2.

* 1700

WD
WB WT AE

* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".


97111801-011
3
Radstand [m] Hinterachsauf- I II III
hängung

-325
-324 -324

5,00 Parabel- + Luftf. 6 2 2


5,70 Parabel- + Luftf. 6 3 3
6,40 Parabel- + Luftf. 6 3 3

FAC/FAX CF85, BAM 3a.

1700
*

WD
WB WT AE
97111801-008

* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

5,00 Parabel- + Luftf. 3 6 4/5


5,70 Parabel- + Luftf. 4 6 4/5
6,40 Parabel- + Luftf. 4 7 5

©
200719 97
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAC/FAX CF85, BAM 4.

900

WD
WB WT AE
97111801-010

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-325 -325 -325

5,00 Parabel- + Luftf. 7 3 4/5


5,70 Parabel- + Luftf. 8 3 4/5
6,40 Parabel- + Luftf. 9 3 5

FAC/FAX CF 85, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-017
WD
WB WT AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-326 -326 -326

Alle Parabel- + Luftf. 2 2 2

©
98 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

3.17 FAD CF UND XF

FAD CF75 - 85 und XF, BAM 2.

* 1700

96120404-361
WD WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung". 3
Radstand [m] Hinterachsauf- I II III
hängung

-325
-324 -324

5.05 Blatt- + Luftf. 6 2 2


5.70 Blatt- + Luftf. 6 3 2/3
7.10 Blatt- + Luftf. 6 4 4

FAD CF75 - 85 und XF, BAM 3a.

1700
*

96120404-362
WD WT
WB AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

5.05 Blatt- + Luftf. 4 6 4/5


5.70 Blatt- + Luftf. 5 6 4/5
7.10 Blatt- + Luftf. 5 7 5

©
200719 99
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAD CF75 - 85 und XF, BAM 4.

900

96120404-363
WD WT
WB AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-325 -325 -325

5.05 Blatt- + Luftf. 8 2 4


5.70 Blatt- + Luftf. 9 2 4
7.10 Blatt- + Luftf. 9 2 4

FAD CF75 - 85 und XF, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-021
WD WT
WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-326 -326 -326

Alle Blatt- + Luftf. 2 2 2

©
100 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

3.18 FAK XF

FAK XF, BAM 2.

* 1700

96120404-345

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung". 3
Radstand [m] Hinterachsauf- I II III
hängung

-325
-324 -324

4.70 Luftfederung 6 2 2
5.30 Luftfederung 6 3 2

FAK XF, BAM 3a.

1700
*

96120404-346

WB WT AE
* Siehe 3.3: "Vordere Aufbaubefestigung".

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-325 -325
-324

4.70 Luftfederung 4 6 4/5


5.30 Luftfederung 5 6 4/5

©
200719 101
AUFBAURICHTLINIEN
Allgemeine Informationen zum Aufbau

FAK XF, BAM 4.

900

96120404-348

WB WT AE

3 Radstand [m] Hinterachsauf-


hängung
I II III

-325 -325 -325

4.70 Luftfederung 9 3 4
5.30 Luftfederung 10 3 4

FAK XF, BAM 5.

1400 1050 1050

22032802-022
WT
WB AE

Radstand [m] Hinterachsauf- I II III


hängung

-326 -326 -326

Alle Luftfederung 2 2 2

©
102 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

AUFBAUTEN
Aufbauten

Blatt Datum
4.1 Festaufbau. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 200719
4.2 Aufbau mit Ladebordwand oder Ladelift . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 200719
4.3 Ladekräne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 200719
4.4 Kipperaufbauten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 200719
4.5 Tankaufbauten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 200719
4.6 Betonmischer und Betonpumpen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125 200719
4.7 Reinigungsfahrzeuge. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126 200719
4.8 Sattelkupplung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 200719

©
200719 103
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

©
104 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

4. AUFBAUTEN
4.1 FESTAUFBAU

Alle in diesem Kapitel beschriebenen


Aufbauten, siehe auch Kap. 3: "Allgemeine
Informationen zum Aufbau".
Für die Montage eines Fest- oder
Wechselaufbaus mit Hilfsrahmen genügt in der
Regel die Aufbaubefestigungsmethode BAM 1
Die Langschrauben müssen an den
Längsträgern des Fahrgestellrahmens befestigt
werden, und zwar möglichst in Höhe der bzw. an
den Fahrgestell-Querträgern. Zwischen dem
vorderen und hinteren Federbock der
Hinterachse(n) muß in jedem Fall mindestens G000276
4
eine Halteplatte angebracht werden. Festaufbau mit Hilfsrahmen, BAM 1
Ein Hilfsrahmen ist nicht erforderlich, kann
aber montiert werden, um den erforderlichen
Radspielraum zu schaffen. Siehe auch die
Kapitel 2.10: "Fahrgestellmaße" und
2.14: "Radspielraum".
Am Fahrgestell wird mindestens eine Metallatte
oder ein Winkeleisen angebracht, an der/dem die
Querträger des Aufbaus angeschweißt werden 96120404-404
können. Bei geschlossenen Aufbauten ohne Langschraubenbefestigung, Aufbau ohne
Hilfsrahmen empfiehlt DAF, möglichst nahe an Hilfsrahmen (mit Befestigungslatte)
den Fahrzeugachsen im Boden des Aufbaus
mehrere zusätzliche Querträger anzubringen, da
infolge der Durchbiegung des Fahrgestells
zusätzliche Zug- und Druckkräfte auf den Boden
des Aufbaus ausgeübt werden. Der
Aufbauhersteller bleibt jedoch jederzeit für die
einwandfreie Konstruktion und die Festigkeit des
selbsttragenden Aufbaus verantwortlich.

96120404-405

Halteplatte, Aufbau ohne Hilfsrahmen (mit


Befestigungslatte)

Großraum-Aufbau
Für Großraumtransporte bietet DAF
verschiedene "Low-Deck"-Fahrgestelle mit
niedrigerem Rahmen (260 mm mit
durchgehender Innenverstärkung) an. Auf
Wunsch können einige dieser Fahrgestelle (z. B.
FA/S/R Low-Deck) zusätzlich mit einer tiefer
gelegten Achsaufhängung in Kombination mit
geschwindigkeitsabhängiger Höhenregelung und
Reifeneindrückungs-Ausgleich ausgeführt
werden. Diese Fahrgestelle erfordern allerdings G000277
eine extra feste und/oder steife Festraum-Aufbau mit Hilfsrahmen, BAM 3a
Aufbaukonstruktion.

©
200719 105
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Die (halb-)selbsttragenden Fest- oder


Wechselaufbauten können mit oder ohne
Hilfsrahmen montiert werden. Die
Aufbaubefestigung muß gemäß der
Befestigungsmethode BAM 1 oder BAM 3a
erfolgen. Die Wahl richtet sich nach dem
Trägheitsmoment des Hilfsrahmens oder des
Bodens des Festaufbaus (siehe Tabelle). Das
gleiche gilt für das minimal erforderliche
Trägheitsmoment des Wechselaufbaubodens.

Minimal erforderliches Trägheitsmoment von Aufbau/Hilfsrahmen für Fahrgestelle mit 260 mm


hohem Längsträger und durchgehender Innenverstärkung.
Radstand [m] Hinterer Überhang Längsträger- Trägheitsmoment Trägheitsmoment
Fahrgestell [m] maße (A)

4 Befestigungsmethode BAM 1
WB 5,20 AE 0,5 x WB 260x75x7 + Imin = 2500 cm4 Imin = 7500 cm4
AE 0,6 x WB 245x65x5 Imin = 7500 cm4 Imin = 12500 cm4
Befestigungsmethode BAM 3a
WB 4,60 - UNP 80
AE 0,5 x WB
WB 5,20 260x75x7 + UNP 65 UNP 100
WB 4,60 245x65x5 UNP 80 UNP 120
AE 0,6 x WB
WB 5,20 UNP 100 UNP 140

Radspielraum hinten
Bei Ausführungen mit
geschwindigkeitsabhängiger Höhenregelung und
Reifeneindrückungs-Ausgleich ist der minimal
erforderliche Freiraum über den Reifen an der
Antriebsachse bei volleingedrücktem
Federungsanschlag (Metall an Metall) auf 10 mm
reduziert. Siehe auch Kapitel
2.14: "Radspielraum".

©
106 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Aufbau mit Twistlocks


Soll ein (Wechsel-)Aufbau ohne Hilfsrahmen mit
Twistlocks (Drehverankerungen) direkt am
Fahrgestell montiert werden, so sind diese
Twistlocks mit mindestens 6 Flanschschrauben
(M 16) seitlich am Fahrgestellrahmen zu
befestigen.
Für (selbsttragende) Wechselaufbauten, die
gleichmäßig über die gesamte Länge auf dem 96120404-406
Fahrgestell tragen, werden keine besonderen Befestigung der Twistlocks
Anforderungen an die Anordnung der Twistlocks
gestellt, so daß von den angegebenen Maßen
abgewichen werden kann.
Die Twistlock-Halterung ist in der Nähe einer
Querabstützung im Fahrgestellrahmen
anzuordnen. Wo dies nicht möglich ist, siehe
Kapitel 2.6: "Baugruppenanbau am max. max.
4
Fahrgestellrahmen". A 1050
22032802-012
Bei Wechselaufbauten, die nur an einigen Stellen
abgestützt werden, muß jedoch die
untenstehende Anordnung der Twistlocks
eingehalten werden. Wenn die tragenden Stellen
anders angeordnet sind, wie z. B. bei ISO-
Containern, ist Rücksprache mit DAF
erforderlich.
max. max.
Lage der Twistlocks: A 1300
22032802-023
A: 1000 (LF)
Lage der Twistlocks
1400 (CF - XF)

Soll ein (Wechsel-)Aufbau mit Hilfsrahmen mit


Twistlocks montiert werden, wird in den meisten
Fällen als Befestigungsmethode BAM 1
vorgeschrieben (ohne Ladebordwand).
Achten Sie darauf, daß Wechselaufbauten
vom Hilfsrahmen oder von den Fahrgestell-
Längsträgern abgestützt werden, auf keinen
Fall jedoch von den Twistlocks!

4.2 AUFBAU MIT LADEBORDWAND


ODER LADELIFT

Aufbau mit Ladebordwand oder Ladelift


In der nachstehenden Tabelle finden Sie die
Mindestmaße, denen der Hilfsrahmen für
Aufbauten mit Ladebordwand bis zu einer
Hubleistung von 2000 kg je nach Fahrzeugtyp,
Radstand, Fahrgestellmaßen und Länge des
hinteren Überhangs entsprechen muß. Für
Ladebordwände mit größeren als den in der
Tabelle angegebenen Hubleistungen ist
Rücksprache mit DAF erforderlich. Für
G000278
Ladebordwände mit mehr als 2500 kg
Hubleistung sind zum Abstützen des Fahrzeugs
beim Be- und Entladen Standfüße zu montieren.

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200719 107
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Für die Hilfsrahmenmontage bei Aufbauten


mit Ladebordwand ist als
Befestigungsmethode in den meisten Fällen
BAM 3b vorgeschrieben.
Wenn DAF keinen Hilfsrahmen (zwecks
Verwindungsversteifung oder zur Vermeidung
von Durchbiegung) vorschreibt (siehe Hinweis
5)), kann dieser dennoch gemäß BAM 1 montiert
werden, um z. B. den nötigen Freiraum für die
Räder zu schaffen.
Beachten Sie, daß die Ladebordwand die
Gewichtsverteilung bei voll oder teilweise
beladenem Fahrzeug beeinflußt. Ziehen Sie ggf.
die TOPEC-Berechnung zur Achslastverteilung
bei Teilbeladung zu Rate.
4 Befestigung der Ladebordwand
Bei diesem Aufbautyp kann die Ladebordwand-
Befestigung gleichzeitig zur Befestigung des
Hilfsrahmens am Fahrgestell genutzt werden. Die
Ladebordwand wird dann mit dem
Fahrgestellrahmen verschraubt und mit dem
Hilfsrahmen verschraubt und verschweißt.

96120404-409

Befestigung der Ladebordwand gemäß BAM 3b

Aufbau mit Ladelift


Ein Ladelift darf nur am Aufbau befestigt werden.
Beachten Sie die Montagevorschriften des
Ladelift-Lieferanten.
Hilfsrahmenmaße

Die nachstehende Tabelle enthält eine Übersicht


der erforderlichen Hilfsrahmen-Mindestmaße.
Mindestmaße des Hilfsrahmens für eine Ladebordwand oder einen Ladelift mit einer Hubleistung
von bis zu 2000 kg (1)
Fahrzeugtyp WB Fahrgestellmaße Max. AE-Maß (5) Hilfsrahmen- (2)
[m] im hinteren Überhang maß
4,30 U 120x60x6
FA LF45 (3) 192x66,5x4,5
5,40 U 140x60x6
FA LF45 (4) 4,30 U 120x60x6
12 t GG 192x66,5x4,5+180x62x4
5,40 0,50xWB U 140x60x6
4,20 U 80x60x6
FA LF55 260x75x6
5,35 U 120x60x6
FA CF65
6,30 U 160x60x6
FAN LF55 4,20 U 180x60x6
260x75x6 0,55xWB
5,35 U 200x60x6

©
108 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Mindestmaße des Hilfsrahmens für eine Ladebordwand oder einen Ladelift mit einer Hubleistung
von bis zu 2000 kg (1)
Fahrzeugtyp WB Fahrgestellmaße Max. AE-Maß (5) Hilfsrahmen- (2)
[m] im hinteren Überhang maß
260x75x7 U 160x60x6
4,90
310x75x7 U 80x60x6
FA CF75-85 260x75x7 U 160x60x6
0,50xWB
FA XF 5,70 310x75x7 U 100x65x6
260x75x7 + 245x65x5 U 100x65x6
6,90 310x75x7 U 120x60x6
5,35 310x75x7 + 295x65x5 U 80x60x6
FAG CF75-85 0,40xWB
6,60 310x75x7 + 295x65x5 U 140x60x6

FAS/R CF75
3,80 310x75x7 U 160x60x6 4
5,50 310x75x7 U 200x60x6
FAS/R CF85
FAS/R XF 4,20 310x75x7 + 295x65x5 0,55xWB U 100x65x6
FAN CF75-85 5,30 310x75x7 + 295x65x5 U 160x60x6
FAN XF
6,10 310x75x7 + 295x65x5 U 200x60x6

(1) Für Ladebordwände/-lifte mit höherer Hubleistung oder andere (in dieser Übersicht nicht genannte) Kombinationen wenden Sie
sich an DAF.
(2) Bei der Festlegung der Hilfsrahmenmaße wurde von Stahl 37 (Fe 360 B gemäß EN10025) ausgegangen.
(3) Hubleistung 1000 kg.
(4) Hubleistung 1500 kg.
(5) Aufbaulänge und AE durch Achslastberechnung bestimmen; TOPEC hinzuziehen.

4.3 LADEKRÄNE

Die Befestigungsmethode für einen Ladekran


richtet sich nach der Position des Krans, und
zwar:
- Ladekran unmittelbar hinter dem
Fahrerhaus: BAM 2, oder
- Ladekran am Heck: BAM 3a. oder BAM 3
(Baureihe LF und CF65)
- Ladekran zusammen mit mehr als 2
Ladekranstützen: BAM 4.
Bei anderen als den beiden oben genannten
Krananordnungen (z. B. in der Aufbaumitte)
wenden Sie sich an DAF.

©
200719 109
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Baureihe Längsträ- Verstär- Max. Hubleistung des Krans Anz. der


germaße kungsmaße Kranstützen
Ladekran hinter Ladekran am hin-
[mm] [mm] dem teren
Fahrerhaus (1) Überhang (1)
[kNm] [kNm]
FA LF45 192x66x4,5 (180x62x4,0) 100 75
(2)

FA CF65 260x75x6,0 (245x60x5,0)


(2)
FA/FAN LF55 150 100 2
FA CF75-85 260x75x7,0 -
FA XF
310x75x7,0 (295x65x5,0) 200 150
(2)

FAS/R FAG 260x75x7,0 245x65x5,0 250 170


4 FAN CF75-85
XF
310x75x7,0 -
2/4
310x75x7,0 295x65x5,0 300 200
310x75x8,5 292x65x8,5
FAC FAD 310x75x6,0 295x65x5,0
FAK FAX
310x75x7,0 295x65x5,0 400 250 4
CF85
XF 310x75x8,5 292x65x8,5

(1) Lage des Ladekrans; Ladekran hinter dem Fahrerhaus, siehe Graphik A, und Ladekran am hinteren Überhang, siehe Graphik B.
(2) Je nach Fahrzeuglayout siehe Fahrgestellzeichnung.

Befestigung des Kranfußes


Die Zahl der Befestigungsschrauben unter dem
Kranfuß richtet sich nach der
Befestigungsmethode und der maximalen
Hubleistung des Krans. Sie fällt unter die
Verantwortung des Kran-Lieferanten und sollte
von diesem festgelegt werden. Im Bereich des
Ladekrans muß der Hilfsrahmen in jedem Fall mit
großen Halteplatten und Flanschschrauben am
Fahrgestellrahmen des Fahrzeugs befestigt
werden.

96120404-411

Befestigung des Kranfußes

©
110 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Hilfsrahmenmaße
Der Kranaufbau ist grundsätzlich mit Hilfsrahmen
am Fahrgestellrahmen zu befestigen. Die
erforderlichen Hilfsrahmenmaße sind einem der
beiden Diagramme zu entnehmen. Das richtige
Diagramm wird wie folgt ermittelt:
Anhand der 2 Diagramme (A und B) lassen sich
die Abmessungen des Hilfsrahmens
folgendermaßen ermitteln: Diagramm A: Bei
einer Hubleistung von z. B. 140 kNm geht man
waagerecht nach rechts, bis man die senkrechte
Gerade des Längsträgers kreuzt; z. B. 260x75x6 1700* 20061604-412
max.
(LF 55). Die Abmessungen des Hilfsrahmens
betragen 160x80x8 (Hohlprofil). Anschließend
können die Maße der Fahrgestell-Längsträger
(mit etwaigen Innenverstärkungen) in den
angegebenen kritischen Fahrgestellzonen (*,
siehe Abb.) aus den Fahrgestellzeichnungen
4
abgelesen werden.
Diese Zeichnungen sind bei DAF Trucks
erhältlich und stehen auch als digitale Dateien
auf der TOPEC-CD-ROM und im Internet unter
www.daf.com zur Verfügung. AE
20061604-413 1700*
Dia- Ladekran direkt hinter dem Fahrer- Kritische Zonen für die Montage von Ladekränen
gramm A: haus
Hilfsrahmenwerkstoff Fe 510 D, ge-
mäß EN 10025 (St 52-3 gemäß DIN
17100).

Dia- Kran am Heck


gramm B: Hilfsrahmenwerkstoff Fe 510 D, ge-
mäß EN 10025 (St 52-3 gemäß DIN
17100).

Verwindungsstabilität
Bei Montage eines Ladekrans am Fahrzeugheck
ist im Bereich des hinteren Überhangs eine
Verwindungsversteifung erforderlich. Diese kann
vom Aufbau selbst geleistet werden oder muß im
Hilfsrahmen angebracht werden; siehe auch
"Verwindungsstabilität des Hilfsrahmens" in
Kapitel 3.1: "Aufbau mit Hilfsrahmen". Die
Stabilität wird vom Fahrzeug, der Ladung, der
Anordnung der Standfüße und der
Bodenbeschaffenheit beeinflußt.
Für die Fahrzeugstabilität während der Arbeit
mit beliebigen Aufbausystemen sind
Aufbaulieferant und Benutzer verantwortlich.
Letzterer muß sich unter allen Umständen
davon überzeugen, daß die Stabilität des
Fahrzeugs gewährleistet bleibt. Aus diesem
Grund ist es wichtig, daß deutliche
Gebrauchsanweisungen für den Aufbau am
oder im Fahrzeug angebracht sind und/oder
mitgeliefert werden.

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200719 111
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Diagramm A
Hilfsrahmen-Mindestmaße bei:
- Ladekran direkt hinter dem Fahrerhaus,
- Hilfsrahmenwerkstoff Fe 510 D.

L (m)

G (kN)

4 ,5 62
x
4
2)

4 47/ 6 6 5 5 5 5
x x x 7 x 7 x x x 5 8,
,5 0 75 x 75 x 65 65 65 5 x x
66 18 x 75 x 75 x x 6
x 6 6 5
x + 0 0 x 5 5 9 x x
19
2
4,
5 26 0 x 31 10 24 24 2 6
+ 29 3
x 26 3 + + 6 29
,5 x
7
x
7 x 7+ 5
+
66 75 75 75 x 8,
x x x x 75 x
92 0 0 3 10 0 x 75
1 26 3 1
31 0
x
31 Box profile

260x140x8

400
250x100x8
380
360 220x120x8
340
320 200x80x8

300 180x80x8
280
160x80x8
260
140x70x6
240 120x60x6
220 100x60x6
80x60x5
200
180
160
L
140
120
G 100
80 3)
GxL (kNm)
60
1)
40
G000304 Wx
1. Ladekräne, siehe Kap. 4.3.
2. Fahrgestellmaße, siehe Kapitel
2.10: "Fahrgestellmaße".
3. Aufbau mit Hilfsrahmen, siehe Kapitel
3.1: "Aufbau mit Hilfsrahmen".

Diagramm B
Hilfsrahmen-Mindestmaße bei:
- Ladekran am Heck,
- Hilfsrahmenwerkstoff Fe 510 D.

©
112 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

L (m)

G (kN)

2)
4
x
/ 62
,5 47 6 6 5 5 5 5
x4 x x 7 x 7 x x x 5 8,
6,
5 0 75 x 75 x 65 65 65 x x
18 x 75 x 75 x x x 65 6 5
x6 + 0 0 x 5 5 6 x x
19
2
4,
5 26 0 x 31 10 24 24 29 6 3
x 26 3 + + + 9
6 +2 29
,5 7 7 +

4
x x x 7 5
66 75 75 75 x 8,
x x x x 75 x
2 0 5
19 260 31
0
31 10
x
x
7
3 0
31
Box profile

250x100x8

220x120x8

200x80x8
250
180x80x8

225 160x80x8
140x70x6
200
120x60x6
100x60x6
175 80x60x5

150

L 125

100
G
75
3)
GxL (kNm)
1) 50

G000303 Wx
1. Ladekräne, siehe Kap. 4.3.
2. Fahrgestellmaße, siehe Kapitel
2.10: "Fahrgestellmaße".
3. Aufbau mit Hilfsrahmen, siehe Kapitel
3.1: "Aufbau mit Hilfsrahmen".

©
200719 113
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Kranwagen und Hocharbeitsbühnen


Der Aufbau ist grundsätzlich mit einem
Hilfsrahmen oder einer selbsttragenden
Hilfsrahmenkonstruktion (sog. "Ponton") am
Fahrgestell zu befestigen. Bei Ponton-Aufbauten
ist in der Regel wegen des ungleichmäßigen
Verhältnisses zwischen Festigkeit und Steifigkeit
von Hauptrahmen und Hilfsrahmen und der
dadurch bedingten Lage der neutralen Linie eine
schubfeste Befestigung nicht möglich. Wenn der
Fahrgestellrahmen des Fahrzeugs zur
Aufbaufestigkeit beitragen muß, ist Rücksprache
mit DAF erforderlich.
20061604-418
Für die Fahrzeugstabilität während der Arbeit Kranwagen, BAM 4
mit beliebigen Aufbausystemen sind
Aufbaulieferant und Benutzer verantwortlich.
4 Letzterer muß sich unter allen Umständen
davon überzeugen, daß die Stabilität des
Fahrzeugs gewährleistet bleibt. Aus diesem
Grund ist es wichtig, daß deutliche
Gebrauchsanweisungen für den Aufbau am
oder im Fahrzeug angebracht sind und/oder
mitgeliefert werden.

20061604-419

Hocharbeitsbühne mit selbsttragender


Hilfsrahmenkonstruktion (sog. "Ponton"), BAM 1

4.4 KIPPERAUFBAUTEN

Befestigungsprinzipien für Kipperaufbauten


Kipper mit vorn angreifendem Hubzylinder Ausführung 1 BAM 3a
Kipper mit zentral ansetzendem Hubzylinder Ausführung 2 BAM 3a
Dreiseitenkipper Ausführung 3 BAM 4 oder BAM
3a
Kipper-Absetzsystem Ausführung 4 BAM 4

Die nachstehenden allgemeinen Richtlinien


gelten jederzeit für alle vorkommenden
Kipperaufbauten.

©
114 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

- Kipperaufbauten sollten vorzugsweise auf


Fahrgestellen mit Längsträgerhöhen von
310 mm montiert werden. Je nach 1
Einsatzgebiet ist es jedoch möglich, einen
Kipper auf ein Fahrgestell mit Längsträgern
von 192 oder 260 mm aufzubauen; in
diesem Fall ist jedoch ein schwererer
A B
Hilfsrahmen erforderlich als bei G000300
Längsträgermaßen von 310 mm.
Kipper mit vorn angreifendem Hubzylinder
- Kipperaufbauten auf luftgefederten
Fahrgestellen sind im Prinzip unter
bestimmten Voraussetzungen immer
möglich. Dies sollte jedoch in Rücksprache 2
mit DAF erfolgen.
- Kipperaufbauten auf dem FAN LF55 und auf
dem FAR-Fahrgestell (Typ 6x2; mit einfach
bereifter Schleppachse) und dem FAX-
Fahrgestell (Typ 8x2; mit einfach bereifter
Schlepperachse) sind nicht zulässig, da
G000299
B
4
Kipper mit zentral ansetzendem Hubzylinder
diese Fahrzeugtypen nicht für diese
Anwendung entwickelt wurden. Wenn für
einen bestimmten Einsatz ein Kipperaufbau
unbedingt erforderlich ist, ist Rücksprache 3
mit DAF zu nehmen, und zwar einerseits zur
Verifizierung und andererseits um
sicherzustellen, daß die nötigen
Voraussetzungen erfüllt werden können. A B
G000298
In der Tabelle finden Sie die Hilfsrahmendaten für Dreiseitenkipper
verschiedene Kipperausführungen sowie das
Höchstmaß (B) des Drehpunkts in bezug auf die
Hinterachse. 4

B
G000297

Kipper-Absetzsystem

Hilfsrahmenmaße
Aufbau- und Hilfsrahmenvorschriften für Kipperaufbauten
Fahrzeug- GVM WB Fahrgestellmaße Kipper- A B Wx,min (1)
typ max. [m] an der Hinterachse aufbau Max. Max. [cm3]
[t] [mm] typ [mm] [mm]
FA LF45 7,5-12 3,65 192x66,5x4,5 1,-,-,- 1000 1050 (2)

-,2,3,4 1000 1050 41.0


(2)
FA LF55 13-18 4,30 260x75x6 1,-,-,- 1000 1200
-,2,3,4 1000 1200 41.0
FA CF65 19 4,45 260x75x6 1,-,-,- 1200 1050 61.0
-,2-3-4 1200 1050 86.0
FA CF65 20.5 4,90 310x75x7 1,2,3,4 1200 1050 26.5
FA CF75-85 1,2,-,- 1200 1300 41.0
FA XF

©
200719 115
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Aufbau- und Hilfsrahmenvorschriften für Kipperaufbauten


Fahrzeug- GVM WB Fahrgestellmaße Kipper- A B Wx,min (1)
typ max. [m] an der Hinterachse aufbau Max. Max. [cm3]
[t] [mm] typ [mm] [mm]
FA CF65 20.5 4,90 260x75x7 1,2,3,4 1200 1050 61.0
FA CF75-85
1,2,-,- 1200 1300 86.0
FA XF
FAG CF75-85 28 5,90 310x75x7 + 1,2,3,4 1200 1050 85.0
295x65x5
1,2,-,-, 1200 1300 115.0
FAS CF75-85 28 4,20 310x75x7 1,2,3,4 1200 650 116.0
FAS XF 1,2,-,- 1200 800 (4) 150.0
FAN CF75-85
FAS CF75-85 28 4,80 310x75x7 + 1,2,3,4 1200 650 26.5
FAS XF 295x65x5
4 FAN CF75-85
1,2,-,- 1200 800 (4)
41.0

FAT CF75-85 28 5,55 310x75x7 + 1,2,3,4 1200 650 85.0


FAT XF 295x65x5 (3)
1,2,-,- 1200 800 115.0
FAT CF85 33 5,55 310x75x8,5 + 1,2,3,4 1200 650 85.0
FAT XF 292x65x8,5
1,2,-,- 1200 800 (3) 115.0
310x75x7 + 1200 650 85.0
FAX CF85 34 (6) 5,70 295x65x5 1,2,-,- (3)
1200 800 115.0
FAC CF85 34 (6) 5,70 310x75x7 + 1,2,3,4 1200 650 85.0
295x65x5 (3)
1,2,-,- 1200 800 115.0
(6)
FAC CF85 37 6,20 310x75x8,5 + 1,2,3,4 1200 650 85.0
292x65x8,5
1,2,-,- 1200 800 (3) 115.0
(6)
FAD CF85 34 6,40 310x75x7 + 1,2,3,4 1200 650 85.0
FAD XF 295x65x5 (3)
1,2,-,- 1200 800 115.0
FAD CF85 37 (6) 6,40 310x75x8,5 + 1,2,3,4 1200 650 85.0
FAD XF 292x65x8,5 (3)
1,2,-,- 1200 800 115.0
(6)
FAD CF85 44 6,40 310x75x8,5 + 1,2,3,4 1200 650 250
FAD XF 292x65x8,5
1,2,-,- 1200 800 (3) 285
(6) (5)
FAK XF 35.5 5,30 310x75x7 + 1,2,3,4 1200 1000 160
295x65x5

(1) Mindestens erforderliches Widerstandsmoment eines Hilfsrahmen-Längsträgers.


(2) Ein Hilfsrahmen zur Verwindungsversteifung oder zur Vermeidung von Durchbiegung ist nicht erforderlich, kann aber montiert
werden, um z. B. den nötigen Freiraum für die Räder zu schaffen.
(3) Hinterachsluftfederung B Max. ist 1000 mm.
(4) FAS Hinterachsluftfederung B Max. ist 1000 mm.
(5) Hinterachsaufhängung.
(6) Unabhängige Abstützung des Fahrgestells am hinteren Überhang zur Erhöhung der Stabilität beim Kippen empfohlen.

©
116 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Befestigung des Hubzylinders und Kipper-


Drehpunkts
Sowohl der vorn angreifende als auch der zentral
ansetzende Hubzylinder sind im Hilfsrahmen zu
befestigen. Dabei ist der erforderliche Spielraum
für die Bewegung des Antriebsstrangs zu
berücksichtigen. Das Gelenk hinten an der
Kippbrücke muß am Hilfsrahmen befestigt
werden.

96120404-424

Befestigung des vorn angreifenden Hubzylinders 4

20061604-425

Kipper mit vorn angreifendem Hubzylinder

©
200719 117
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Befestigung der Führungsplatte


Am Hilfsrahmen sind Führungsplatten am
Aufbaubeginn des Kipperaufbaus anzubringen,
die eine seitliche Bewegung des Aufbaus
verhindern sollen. Damit sich der Hilfsrahmen
nicht verwindet, wird der Einbau eines
Kreuzträgers an dieser Stelle des Hilfsrahmens
empfohlen.

96120404-426

Führungsplatte

20061604-427

Kipper mit zentral ansetzendem Hubzylinder

Befestigung des Kugelgelenks


(Dreiseitenkipper)
Die Kippbrückengelenke sind am Hilfsrahmen zu
befestigen. Die Verstrebungen können mit einer
Schraubverbindung ausgeführt sein und
übernehmen, wenn sie am Hilfsrahmen befestigt
werden, gleichzeitig die Funktion von
Halteplatten.

96120404-428

Befestigung des Kugelgelenks

20061604-429

Dreiseitenkipper

©
118 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Befestigung des Absetzsystems


Der Absetzmechanismus ist unabhängig vom
Typ des Absetzsystems am Hilfsrahmen zu
befestigen. Wenn der Hilfsrahmen des
Absetzsystems breiter ist als der
Fahrgestellrahmen, können DAF-Konsolen für
die Montage des Absetzsystems verwendet
werden. Diese müssen an der Oberseite mit dem 96120404-430
Fahrgestellrahmen auf einer Ebene liegen. Bei Befestigung des Hilfsrahmens mit Konsole
Verwendung von DAF-Konsolen muß der
Paßrand an der Oberseite der Rückwand entfernt
werden. Die Konsolen können am Hilfsrahmen
angeschweißt und mit Flanschschrauben am
Fahrgestell befestigt werden, siehe auch Kapitel
3.2: "BAM - Methoden zur Aufbaubefestigung
(Body Attachment Method)".

4
20061604-431

Kipper-Absetzsystem

Stabilität durch Verwindungsversteifung


Im Bereich des hinteren Überhangs des
Hilfsrahmens ist in allen Fällen eine
Verwindungsversteifung erforderlich; siehe
"Stabilität durch Verwindungsversteifung des
Hilfsrahmens" Kapitel 3.1: "Aufbau mit
Hilfsrahmen". Die Stabilität beim Kippen ist von
einer Reihe von Faktoren abhängig und läßt sich
u. a. durch folgende Maßnahmen positiv
beeinflussen:
- höhere Steifigkeit im (Bereich des hinteren
Überhangs des) Fahrgestell(s) und im
Aufbau,
- möglichst weit vorn angeordnete(r)
Kippzylinder (bei Konstruktion mit vorn
angreifendem Zylinder),
- möglichst kurzer hinterer Überhang und
Anordnung des Kippgelenks,
- unabhängige Abstützung des Fahrgestells
im hinteren Überhang. Diese Abstützung des
Fahrgestells kann an der hintersten Achse
angebracht werden, die Achslast darf jedoch
die höchstzulässige technische Achslast
nicht um das Doppelte überschreiten.
Alternative Abstützung des Fahrgestells
kann an der anderen Fahrgestellseite
angebracht und durch Abstützung am Boden
gewährt werden.
- Kippstabilisator (Scherenkonstruktion)
zwischen Aufbau und Fahrgestell,
- einwandfreie Bedienung und fester, ebener
Untergrund.

©
200719 119
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Für die Fahrzeugstabilität während der Arbeit


mit beliebigen Aufbausystemen sind
Aufbaulieferant und Benutzer verantwortlich.
Letzterer muß sich unter allen Umständen
davon überzeugen, daß die Stabilität des
Fahrzeugs gewährleistet bleibt. Aus diesem
Grund ist es wichtig, daß deutliche
Gebrauchsanweisungen für den Aufbau am
oder im Fahrzeug angebracht sind und/oder
mitgeliefert werden.

4.5 TANKAUFBAUTEN

Verwindungssteife (selbsttragende) Aufbauten,


wie z. B. Tankaufbauten, können mit Konsolen
4 befestigt werden. Bei bestimmten
Geschwindigkeiten und unter bestimmten
Bedingungen können jedoch störende
Biegeschwingungen im Fahrgestellrahmen
auftreten, die den Fahrkomfort erheblich
beeinträchtigen können. Deshalb ist es wichtig,
daß die angegebenen Anordnungen
(Maximalwerte) der Befestigungsstellen am
Fahrgestellrahmen nicht überschritten werden.
Konsolenbefestigung verursacht eine örtliche
vertikale Punktlast, die örtliche Spannungen im
Fahrgestell zur Folge hat. Aus diesem Grund
muß der Fahrgestelllängsträger mit einer
Innenplatte verstärkt werden. Andernfalls muß
ein Hilfsrahmen montiert werden.
Der Aufbauhersteller kann je nachdem,
welche Konstruktion seiner Ansicht und
Erfahrung nach am besten für den jeweiligen
Aufbau geeignet ist, frei aus den
untenstehenden Aufbaufestigungsarten
wählen. Er bleibt jedoch in allen Fällen dafür
verantwortlich, daß der Tankaufbau die für die
gewählte Befestigung und/oder Lagerung
erforderliche Festigkeit hat.

©
120 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Tankaufbau mit Hilfsrahmen


Für Tankaufbauten mit Hilfsrahmen gilt die
Befestigungsmethode BAM 1. Sorgen Sie
durch Verwendung einer ausreichenden Zahl von
Tanksätteln für eine gleichmäßig über den
Hilfsrahmen verteilte Belastung. Siehe die
nebenstehende Abbildung.
A: 1000 (LF)
1400 (CF - XF)
20061604-432
Tankaufbau mit Konsolenbefestigung (mit Aufbau mit Hilfsrahmen
oder ohne Wiegesystem)
Konsolenbefestigung verursacht eine örtliche
vertikale Punktlast, die örtliche Spannungen im
Fahrgestell zur Folge hat. Aus diesem Grund
muß der Fahrgestelllängsträger mit einer
Innenplatte verstärkt werden. Andernfalls muß
ein Hilfsrahmen montiert werden.
4
max. max.
Konsolenbefestigung kann auch A 600
Querverwindungen am Längsträger 22032802-015
verursachen. Zur Vermeidung von
Anordnungen der Aufbaubefestigungsstellen
Querverwindungen muß ein Querträger
angebracht werden. Siehe Kap. "Konsolen" in
3.2: "BAM - Methoden zur Aufbaubefestigung
(Body Attachment Method)".
Konsolenbefestigung, starre Lagerung
Hier gilt die Befestigungsmethode BAM 5. Die
starre Aufbau-Lagerung eignet sich besonders
für Zweiachser. Verwenden Sie hierfür
Distanzbuchsen von mindestens 30 mm Länge
(Kapitel 3.4: "Aufbauart/BAM-Matrix").
A: 1000 (LF)
1400 (CF - XF)

20061604-434

Konsolenbefestigung

max. max. max.


A 1050 1050
22032802-014

Anordnungen der Konsolen bei Zweiachsern

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200719 121
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Konsolenbefestigung, halbelastische
Lagerung
Hier gilt die Befestigungsmethode BAM 5.
Vorne werden Konsolen mit Federn verwendet.
Die Vorspannung muß 3 kN pro Feder betragen.
Bei einer statischen vertikalen Konsolenlast von
20 kN sollten zwei Druckfedern verwendet
werden. Die Vorspannung jeder Feder sollte 3 kN
betragen. Die Federn müssen eine
Federkonstante von mindestens 225 N/mm
aufweisen. Hinten erfolgt die Befestigung mit
Konsolen mit starrer Lagerung. Verwenden Sie
hierfür Distanzbuchsen von mindestens 30 mm
Länge (Kapitel 3.4: "Aufbauart/BAM-Matrix").
96120404-436

Konsolenbefestigung, Federn
4

96120404-437

Konsolenbefestigung, starre Lagerung

Konsolenbefestigung, vollelastische
Lagerung
Hier gilt die Befestigungsmethode BAM 5.
Sowohl vorne als auch hinten kommen Konsolen
mit Federn zum Einsatz. Hinten werden
zusätzlich Gummilager verwendet. Diese
Gummilager müssen grundsätzlich direkt auf der
Konsole aufliegen. Auf keinen Fall Distanzblöcke
oder dgl. dazwischen legen. Die Gummilager
dürfen unter statischer Belastung maximal 1 mm
einfedern.
An Konsolen mit Federn und Gummilagern sind
Tankträger mit einer Vorrichtung zum Fixieren
des Aufbaus in Längs- und Querrichtung zu
verwenden. 96120404-438

A: 1000 (LF) Konsolenbefestigung, Federn und Gummilager


1400 (CF - XF)

max. max. max.


A 1050 1050
22032802-013

Anordnungen der Konsolen bei Mehrachsern

©
122 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Konsolenbefestigung, Dreipunktlagerung
(Zweiachser)
Hier gilt die Befestigungsmethode BAM 5. Die
vordere Befestigung für den Tankaufbau besteht
aus einer Waage mit Federn. In der Graphik ist
die Federspannung für eine statische vertikale
Konsolenlast von 20 kN pro Seite dargestellt. Die
bei einem gegebenen Abstand "a" zwischen den
Konsolenfedern erforderliche - vorgeschriebene -
Kraft "P" kann aus der Graphik abgelesen
20061604-440
werden.
Die vor der Hinterachse angeordneten Konsolen Dreipunktlagerung an Zweiachsern
haben Federn für die Aufbau-Lagerung. Die
hinter der Hinterachsmitte angeordneten
Konsolen haben eine starre Lagerung.
A: 1000 (LF)
1400 (CF - XF) 4
max. max. max.
A 1050 1050
22032802-014

Anordnungen der Konsolen

96120404-441

Schwingeinheit
P N/mm
800
600 640
400 360
200 240
0
400 800 a mm
200 600 1000
96120404-442

Graphik

©
200719 123
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Konsolenbefestigung, Dreipunktlagerung
(Mehrachser)
Hier gilt die Befestigungsmethode BAM 5. Die
vordere Befestigung besteht aus einem
Tankträger, der mit Gummilagern und Federn an
einem auf den Konsolen ruhenden Querträger
befestigt ist.
Die Elastizität der einzusetzenden Gummilager
muß folgenden Werten entsprechen:
20061604-443
- senkrecht: 6 + 0,5 kN/mm, Dreipunktlagerung an Mehrachsern
- waagerecht: 7 + 0,5 kN/mm.
Die vor der Hinterachsmitte angeordneten
Konsolen haben Federn für die Aufbau-

4 Lagerung. Die hinter der Hinterachsmitte


angeordneten Konsolen haben eine starre
Lagerung.
A: 1000 (LF) max. max. max.
A 1050 1050
1400 (CF - XF)
22032802-013

Anordnungen der Konsolen bei Mehrachsern

400 - 650 mm

96120404-444

Vordere Befestigung

96120404-445

Montage eines Gummilager

©
124 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

4.6 BETONMISCHER UND


BETONPUMPEN

Für Betonmischer-, Betonpumpen- und


kombinierte Betonmischer/-pumpen-Aufbauten
ist grundsätzlich ein Hilfsrahmen zu verwenden.
Dieser Hilfsrahmen muß vollkommen schubfest
(BAM 4) montiert werden.
Für die Hilfsrahmenmaße ist Rücksprache mit
DAF erforderlich.

20061604-446

Betonmischer-Aufbau

20061604-448

Betonpumpen-Aufbau

20061604-447

Kombinierte Betonmischer/-pumpen-Aufbau

Verwindungsstabilität
Im Bereich des hinteren Überhangs des
Hilfsrahmens ist in allen Fällen eine
Verwindungsversteifung erforderlich; siehe
Kapitel 3.1: "Aufbau mit Hilfsrahmen".
Für die Fahrzeugstabilität während der Arbeit
mit beliebigen Aufbausystemen sind
Aufbaulieferant und Benutzer verantwortlich.
Letzterer muß sich unter allen Umständen
davon überzeugen, daß die Stabilität des
Fahrzeugs gewährleistet bleibt. Aus diesem
Grunde ist es wichtig, daß deutliche
Gebrauchsanweisungen für den Aufbau am
oder im Fahrzeug angebracht sind und/oder
mitgeliefert werden.

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200719 125
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

4.7 REINIGUNGSFAHRZEUGE

Reinigungsfahrzeuge gibt es in einer Vielzahl


hochmoderner Ausführungen, die oft in erster
Linie als Arbeitsgerät betrachtet werden und
weniger als Transportmittel. Untenstehend sind
die für die häufigsten Aufbauten üblichen
Befestigungsmethoden dargestellt. Bei Zweifeln
und/oder technischen Fragen in bezug auf
erforderliche Fahrzeuganpassungen wenden Sie
sich an DAF.
Müllwagenaufbauten mit Preßeinrichtung hinten 20061604-449
erzeugen eine extrem hohe örtliche Last (über Müllwagenaufbau mit Hilfsrahmen
7500 kg) auf dem hinteren Überhang des
Fahrgestellrahmens. Um diese hohe Last in
Querrichtung zu stützen und vor Verwindung zu
4 schützen, muß das hintere Ende des
Fahrgestellrahmens mit einer Kreuzverstärkung
zur Verwindungsversteifung ausgestattet
werden. Ein Beispiel für die Kreuzverstärkung zur
Verwindungsversteifung ist im Abschnitt
"Stabilität durch Verwindungsversteifung des
Hilfsrahmens" in Kapitel 3.1: "Aufbau mit
Hilfsrahmen" zu finden.
Hinweis:
Auf Anfrage kann eine besondere Vorbereitung
für das FAG-Müllwagenfahrgestell bei DAF
bestellt werden. Dieses FAG-Fahrgestell mit
einem kurzen hinteren Überhang von 740, 920
oder 1000 mm verfügt über einen Rahmen von
310 x 75 x 7 mm mit vollständigem inneren
Fahrgestell-Verstärkungsprofil (295 x 75 x 5 mm)
sowie über einen Tandemquerträger in der Lage
der Hinterachse. Für dieses optionale Fahrgestell
sind weder ein zusätzlicher Hilfsrahmen noch
eine Verwindungsversteifung erforderlich.

G000517

Tandemquerträger

©
126 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Müllwagenaufbau mit Hilfsrahmen


Für Aufbauten mit Hilfsrahmen gilt die
Befestigungsmethode BAM 1. Bei Verwendung
extrem verwindungssteifer Konstruktionen
wenden Sie sich an DAF.
A: 1000 (LF)
1400 (CF - XF)

20061604-450

Konsolenbefestigung

4
max. max. max.
A 1050 1050
22032802-024

Anordnungen der Konsolen

Müllwagenaufbau mit Konsolenbefestigung


(mit oder ohne Wiegesystem)
Die Konsolenbefestigung verursacht eine örtliche
vertikale Punktlast, die örtliche Spannungen im
Fahrgestell zur Folge hat. Aus diesem Grund
muß der Längsträger mit einer Innenplatte und
einem Tandemquerträger verstärkt werden.
Ohne Innenverstärkung muß ein Hilfsrahmen
montiert werden. Konsolenbefestigung kann
auch Querverwindungen am Längsträger
verursachen. Zur Vermeidung von
Querverwindungen muß ein Querträger
angebracht werden, sofern er nicht vorhanden
ist. Siehe Hinweis im vorigen Abschnitt. Siehe
Kap. "Konsolen" in 3.2: "BAM - Methoden zur
Aufbaubefestigung (Body Attachment Method)".

©
200719 127
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

Hier gilt die Befestigungsmethode BAM 5. Bei


einer statischen vertikalen Konsolenlast von 20
kN sollten zwei Druckfedern verwendet werden.
Die Vorspannung jeder Feder sollte 3 kN
betragen. Die Federn müssen eine
Federkonstante von mindestens 225 N/mm
aufweisen. Vorne werden Konsolen mit Federn
verwendet. Die Vorspannung muß 3 kN pro
Feder betragen. Hinten erfolgt die Befestigung
mit Konsolen mit starrer Lagerung. Verwenden
Sie hierfür Distanzbuchsen von mindestens 30 96120404-452
mm Länge (Kapitel 3.4: "Aufbauart/BAM- Konsolenbefestigung, Federn
Matrix").

96120404-453

Konsolenbefestigung, starre Lagerung

Müllwagenaufbau mit Drehtrommel


Der Aufbau ist grundsätzlich mit einem
Hilfsrahmen und einer ausreichenden Zahl von
Halteplatten gemäß der Befestigungsmethode
BAM 4 zu montieren.

20061604-455

Müllwagenaufbau mit Drehtrommel

Straßenreinigungsaufbau
Der Aufbau ist grundsätzlich mit einem
Hilfsrahmen gemäß der Befestigungsmethode
BAM 1 zu montieren. Bei kippbaren
Straßenreinigungsaufbauten gilt jedoch die
Befestigungsmethode BAM 3a. Erforderliche
Hilfsrahmenmaße siehe Kapitel
4.4: "Kipperaufbauten".

20061604-454

Straßenreinigungsaufbau mit Hilfsrahmen

©
128 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

(Kippbarer) Kanalreinigungsaufbau
Der Aufbau ist grundsätzlich mit einem
Hilfsrahmen gemäß der Befestigungsmethode
BAM 1 zu montieren. Bei kippbaren Aufbauten
gilt die Befestigungsmethode BAM 3a.
Erforderliche Hilfsrahmenmaße siehe Kapitel
4.4: "Kipperaufbauten". Im Bereich des hinteren
Überhangs des Fahrgestells ist eine
Verwindungsversteifung anzubringen (siehe
auch "Verwindungsstabilität des Hilfsrahmens" in
Kapitel 3.1: "Aufbau mit Hilfsrahmen").

20061604-456

(Kippbarer) Kanalreinigungsaufbau

B
G000296

Anordnung des kippbaren Drehpunkts

4.8 SATTELKUPPLUNG

Sattelzug-Fahrgestelle von DAF sind mit


Winkelverstärkungen für einen einfachen Aufbau
der Sattelkupplung ausgerüstet. Zur optimalen
Nutzung der Möglichkeiten eines Sattelzugs
müssen die technischen Daten der
Sattelzugmaschine und des Aufliegers sorgfältig
aufeinander abgestimmt werden. Nur dann
können das richtige Sattelvormaß (Maß KA) und
die richtige Montagehöhe (Maß HK) der
Sattelkupplung bestimmt werden.
Um die Qualität und eine lange Lebensdauer
der Gesamtkonstruktion zu gewährleisten,
dürfen nur von DAF freigegebene
Sattelkupplungen und Montageplatten
verwendet werden.
Montagehöhe und Bewegungsfreiheit
Aufgrund der für den Auflieger erforderlichen
Bewegungsfreiheit gelten für die Montagehöhe
der Sattelkupplung eine Reihe von
Grundbedingungen:
- Der aufgesattelte Auflieger muß sich in
Geradeausstellung 6 vorwärts, 7 rückwärts
und 3 seitwärts frei bewegen können
(gemäß ISO-Norm R 1726).

©
200719 129
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

- Die Stirnwand des Aufliegers muß sich


ungehindert drehen können. Der Abstand
zwischen Fahrerhausrückwand und
Stirnradius des Aufliegers muß mindestens
200 mm betragen. Dieser Mindestabstand ist
in hohem Maße von den sich an der
Fahrerhausrückwand befindenden Teilen,
wie Ansauganlage, Auspuff und Zubehör,
abhängig. Um dieses Maß zu erzielen, muß
eventuell die Halterung für die Druckluft- und
Beleuchtungsanschlüsse versetzt werden.
- Beim Rangieren darf der Auflieger nicht mit
Fahrgestellteilen wie Kotflügeln, Trägern,
Böcken, Lampen und dgl. in Berührung
kommen. Die minimal erforderliche
Montagehöhe der Sattelkupplung über dem
Fahrgestell richtet sich u. a. nach der Höhe,
4 um die die Reifen den voll eingefederten
Fahrgestellrahmen (Metall an Metall)
überragen. Bei FTS-, FTP- und FTG-
Sattelzugmaschinen ist der Radspielraum
der angehobenen Nachlauf- bzw.
Vorlaufachse zu berücksichtigen. Siehe
auch Kapitel 2.14: "Radspielraum".
- Bei Großraumaufliegern auf Fahrgestellen
mit tiefer gelegter Sattelkupplung ist im
Hinblick auf Rangieren an Laderampen oder
dgl. jederzeit ein Mindestabstand von 160
mm zwischen der Oberkante des
Fahrgestell-Längsträgers und der
Unterkante des Aufliegers wünschenswert.
Bei dreiteiligen hinteren Kotflügeln müssen
möglicherweise beim Aufsatteln des
Aufliegers die mittleren Teile entfernt
werden.
Für weitere Bezugsmaße für die
Bewegungsfreiheit des Aufliegers wird
ebenfalls auf die ISO-Norm R 1726: 1989 E
verwiesen.

3 3

G000305

Erforderliche Bewegungsfreiheit

©
130 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

D-Wert der Sattelkupplung


Der D-Wert ist definiert als theoretischer
Bezugswert für die horizontale Kraft zwischen
Zugmaschine und Auflieger und dient als
Ausgangspunkt für die maximale Belastung unter
dynamischen Bedingungen. Anhand der
untenstehenden Formel läßt sich der für die
Sattelkupplung minimal erforderliche D-Wert
errechnen.
wobei:
0, 6 GT x G A [kN]
GA = Höchstzulässige Masse (t) D= g x
GT + G A - F
des Aufliegers.
GT = Höchstzulässige Masse (t) SE0004
der Zugmaschine.
F = Höchstzulässige vertikale (t)
Masse auf der Sattelkupp-
lung. 4
D = D-Wert der Sattelkupp- (kN)
lung.
g = Schwerebeschleunigung. ( 10 m/s2)

Sattelkupplungs-Montageplatte
Die untenstehenden Richtlinien gelten für die
Montage von Sattelkupplung und Montageplatte:
- Für den Aufbau einer Sattelkupplung darf
nur eine von DAF freigegebene
Montageplatte verwendet werden, die als
Teil des Fahrzeugs getestet und in das MAX.305
Fahrzeugzertifikat aufgenommen wurde. MIN. 1
Verschiedene Montageplatten sind auch
separat bei DAF erhältlich. Siehe Kapitel
8.8: "Verschiedene Teile" für verfügbare MAX.45
"Bestellnummern für DAF-Teile". G000292
- Die vorgebohrten Montageplatten müssen
Montage der Montageplatte
mit mindestens 12* Schrauben an den
Winkelverstärkungen des Fahrgestells
befestigt werden. Dazu
sindFlanschschrauben M16x2
(Festigkeitsklasse 10.9) zu verwenden. Die
Schraubenköpfe müssen nach unten weisen
(für Sichtprüfung). Bei den vorgebohrten
Winkelverstärkungen beträgt der Lochkreis
50 mm. Durch Verdrehen der DAF-
Montageplatte (siehe DAF-Nummern in
Kapitel 8.8: "Verschiedene Teile") um 180
wird alle 25 mm ein andere
Kupplungsposition erzielt. Dies ermöglicht
eine mühelose Anpassung des
Sattelvormaßes (innerhalb der Mindest- und
Maximalmaße KA) innerhalb der Grenzen
der höchstzulässigen Achs- bzw.
Fahrgestellasten.
- * Bis zu einer max. Sattellast von 20 t.
Für die 12-mm-Montageplatte sind bis
zu einer max. Sattellast von 15 t 8
Schrauben ausreichend.

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200719 131
AUFBAURICHTLINIEN
Aufbauten

- Die höchstzulässige Montagehöhe der


Kupplung einschließlich Montageplatte
beträgt H = 305 mm.
- Um ein Lockern der Schrauben zu
vermeiden, müssen an den vier Ecken der
Montageplatte jeweils zwei
Befestigungsschrauben verwendet
werden. Bei Montageplatten, bei denen an
den Ecken nur jeweils eine
Befestigungsschraube angebracht werden
kann, muß unter dem Schraubenkopf jeweils
eine Distanzbuchse von 40 mm (zusammen
mit einer längeren Flanschschraube)
verwendet werden.
- Maximaler Abstand zwischen Fahrgestell-
Außenkante und Befestigungsschrauben in
den Winkelverstärkungen (sofern nicht
4 -
bereits vorgebohrt): 45 mm.
Minimales Spiel zwischen Montageplatten-
Unterkante und Oberkante der
Längsträgerflansche: 1 mm.
- Bei häufigem Rangieren und
Geländeeinsatz sind zweiteilige
Montageplatten vorzuziehen.
- DAF-Montageplatten von 80 und 120 mm
Höhe sind deshalb serienmäßig zweiteilig
ausgeführt.
- Die Befestigung der Sattelkupplung muß
gemäß Vorschrift des Lieferanten erfolgen.
Anzugsdrehmomente von DAF-
Flanschschrauben siehe Tabelle in Kapitel
2.6: "Baugruppenanbau am
Fahrgestellrahmen".
Plattform
Bei Aufbau einer Plattform ist diese mittels
Gummilagern am Fahrgestellrahmen zu
befestigen. Dabei darauf achten, daß unter allen
Umständen genug Bewegungsfreiheit für den
Auflieger verbleibt.

96120404-460

Montage der Plattform

©
132 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

INFORMATIONEN ZUM FAHRERHAUS


Informationen zum Fahrerhaus

Blatt Datum
5.1 Änderungen am Fahrerhaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 200719
5.2 Höchstzulässiges zusätzliches Fahrerhausgewicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 200719
5.3 Montage von Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 200719
5.4 Einstellung des Dachspoilers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147 200719

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200719 133
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

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134 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

5. INFORMATIONEN ZUM FAHRERHAUS


5.1 ÄNDERUNGEN AM
FAHRERHAUS

Ohne vorherige schriftliche Genehmigung von


DAF dürfen keine Änderungen an der
Fahrerhauskonstruktion, der Fahrerhausposition
oder der Fahrerhausaufhängung vorgenommen
werden. Ferner dürfen keine Schweißarbeiten an
den Hauptträgern des Fahrerhauses
vorgenommen werden, da diese nach einem
Spezialverfahren gehärtet wurden.
Wenn in der Fahrerhauskarosserie Bohrungen
angebracht werden, müssen diese entgratet
werden. Außerdem sind geeignete Maßnahmen
gegen Rostbildung zu treffen, und die Bohrungen
müssen mit Hilfe von Tüllen oder
Dichtungsmasse einwandfrei abgedichtet
5
}
werden.
Vor der Durchführung von Arbeiten
unter dem Fahrerhaus muß dieses
vollständig (bis zur mechanischen
Blockierung) gekippt werden. In
allen anderen Fällen muß der
Aufbauhersteller für eine separate
Verriegelung mit Abstützung
sorgen.

5.2 HÖCHSTZULÄSSIGES
ZUSÄTZLICHES
FAHRERHAUSGEWICHT

Die höchstzulässigen Zusatzbelastungen des


Fahrerhauses und die sich daraus ergebenden
Konsequenzen sind nachstehend für die
verschiedenen Fahrzeugbaureihen dargestellt.
Für höhere Belastungen ist Rücksprache mit
DAF erforderlich.
DAF LF-Baureihen
Höchstzulässige Zusatzbelastung am/im Fahrerhaus [kg]
Stelle der Zusatzbelastung Nahverkehrs- Fernfahrerhaus
fahrerhaus
Auf dem Dach, an den M8-Schweißmuttern abgestützt 40 40
Auf dem Dach, an den Fahrerhauswänden abgestützt 150 150
(siehe auch "Montage einer Dachschlafkabine bei LF-Baurei-
hen" unten)
Gleichmäßig in den Staufächern unter der Schlafliege verteilt - 50
Gleichmäßig über die Schlafliege verteilt - 125 (1)
In den Ablagen, über der Windschutzscheibe 5 (2) 5 (2)

©
200719 135
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

(1) Statisch, bei stehendem Fahrzeug.


(2) Gesamtbelastung aller Ablageflächen zusammengenommen.

Montage einer Dachschlafkabine bei LF-


40 kg
Baureihen
Die Fahrerhausaufhängung des Fahrerhauses ist
auf Ausführungen mit Spoilern und anderem 5 kg
freigegebenen Fahrzeugzubehör ausgelegt.
Wenn die Befestigung einer Dachschlafkabine 125 kg
erforderlich ist, muß ein Fahrgestell mit
verstärkter mechanischer
Fahrerhausaufhängung ab Werk bestellt werden.
Die verstärkte Fahrerhausaufhängung verhindert 50 kg
übermäßige Bewegung des Fahrerhauses bei
Zusatzbelastung des Kabinendachs. Der
Fahrerhauskippwinkel ist auf 45 beschränkt.
Höchstzulässige Belastung der Schlafliege
Für das Fernfahrerhaus beträgt die maximal
zugelassene Belastung der Schlafliege während
5 der Fahrt 25 kg. Wenden Sie sich an DAF, falls
Sie von dieser Regel abweichen müssen.
22032802-054

DAF CF-Baureihen
Höchstzulässige Zusatzbelastung am/im Fahrerhaus (1) [kg]
Stelle der Zusatzbelastung Nahver- Fernfahrerhaus Space Cab
kehrsfahrer-
haus
Auf dem Dach vorbereitet: 4/6 Schweißmuttern 150 150 40
M10 (2)
In den Ablagen, über der Windschutzscheibe 15 15 15
In den Ablagen unter dem Space Cab-Dach 20
Gleichmäßig über die Schlafliege verteilt 100 100
Gleichmäßig verteilt in den Staufächern unter der 50 50
Schlafliege (bei höher angeordneter Schlafliege)
In den Staufächern links und rechts vom Motortun- 2 x 25 2 x 25
nel
Auf eventuell eingebauter 2. Schlafliege (bei ste- 100 100
hendem Fahrzeug)
Auf eventuell eingebauter 2. Schlafliege (bei hoch- 50 50
geklappter Liege während der Fahrt)

(1) Bei mehr als 250 kg zusätzlichem Gewicht (einschließlich Fahrer) kann der Fahrkomfort beeinträchtigt werden.
(2) Das Space Cab-Dach hat keine Schweißmuttern. Die Stellen für die Anordnung von 8 Aluminiumklötzen sind durch
Vertiefungen gekennzeichnet.

©
136 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

40 kg

50 kg
150 kg
20 kg 100 kg

15 kg 15 kg
100 kg 100 kg

50 kg 50 kg
25 kg 25 kg
25 kg
(2x) (2x)
(2x)

20070604-016
Belastung auf CF Space Cab
20070604-014
Belastung auf Fahrerhäuser der CF-Baureihen
5
Einstellen der Schraubenfedern
Schraubenfedern in vier Schritten verstellen: vorn
9 kg pro Schraubenfeder und Schritt, hinten 13,5
kg pro Schraubenfeder und Schritt. Bei Verstellen
der vorderen Feder muß die Stoßstange

}
abgebaut werden.
Bei Zusatzbelastung muß die Höhe
des mit Schraubenfedern
ausgestatteten Fahrerhauses
geprüft und müssen ggf. die Federn 327 mm
nachgestellt werden.

20081102-004

Fahrerhausaufhängung der Baureihe CF75-85,


vorn

©
200719 137
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

279 mm 285,5 mm

22032802-010

Aufhängung der Baureihe CF75-85


(Nahverkehrs-/Fernfahrerhaus), hinten
Montage einer Dachschlafkabine bei CF-
5 Baureihen
Für die Montage einer Dachschlafkabine
(Topsleeper) auf einem Kurzfahrerhaus ist
vorherige Rücksprache mit DAF erforderlich. Zur
Vermeidung übermäßiger
Fahrerhausbewegungen müssen alle
Federelemente der Fahrerhausaufhängung
ausgetauscht werden, oder das Fahrerhaus muß
bereits ab Werk mit anderen Federelementen
geliefert werden. Für die Teilenummern siehe
Kapitel 8.1: "Befestigungsmittel". Das Einstellen
der Schraubenfedern für mögliche
Zusatzbelastung wurde oben beschrieben.
DAF XF-Baureihe
Höchstzulässige Zusatzbelastung am/im Fahrerhaus (1) [kg]
Stelle der Zusatzbelastung Comfort Cab Space Cab Super Space Cab
Auf dem Dach vorbereitet: 4 Schweiß- 65 65 65
muttern M10
Verteilt über die Staufächer über der
Windschutzscheibe im XF 2 x 15 25 + 40 + 15 15 + 50 + 15
Maximale Last in der offenen Ablage un-
ter den Staufächern über der Wind-
schutzscheibe des XF - - 10
Gleichmäßig über die Ablagen über jeder
Tür im XF verteilt - - 10
Gleichmäßig über die untere Schlafliege 100 100 100
verteilt
In den Staufächern unter der Schlafliege 200 200 200
Gleichmäßig über die obere Schlafliege 100 100 100
verteilt
Höchstzulässige Zusatzbelastung

©
138 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

Höchstzulässige Zusatzbelastung am/im Fahrerhaus (1) [kg]


Stelle der Zusatzbelastung Comfort Cab Space Cab Super Space Cab
Fahrerhausaufhängung mit Schrauben- 300 235 -
federn
Fahrerhausaufhängung luftgefedert 480 390 300

(1) Wenn die Zusatzbelastung des Fahrerhauses den Tabellenwert überschreitet, kann der Fahrkomfort beeinträchtigt werden.

65 kg

100 kg

100 kg

200 kg 5

96120404-505

Belastung auf Fahrerhäuser der XF-Baureihen

Einstellen der Schraubenfedern


Schraubenfedern in vier Schritten verstellen,
vorne und hinten 18 kg pro Schraubenfeder und
Schritt. Der untere Kühlergrill muß ausgebaut
werden, um Zugang zur vorderen

}
Schraubenfeder zu erhalten.
Bei Zusatzbelastung muß die Höhe
des mit Schraubenfedern
ausgestatteten Fahrerhauses
geprüft und müssen ggf. die Federn
nachgestellt werden.

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200719 139
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

500 mm

96120404-507

Fahrerhausaufhängung der XF-Baureihe, vorn


5

279 mm

96120404-508

Fahrerhausaufhängung der XF-Baureihe, hinten

5.3 MONTAGE VON ZUBEHÖR

Für von DAF gelieferte Zubehörteile können die


nachstehend abgebildeten Anordnungen
übernommen werden.
Das hier für den XF abgebildete Lochmuster
ermöglicht die gleichzeitige Montage aller
Zubehörteile. Die Antennenbohrungen F und G
sind serienmäßig angebracht.
Bei allen CF- und XF-Fahrerhausdächern sind
die vier, sechs oder acht Positionen (A) für die
Dachspoilermontage durch eine Vertiefung im
Dach gekennzeichnet und innen mit einer M10-
Schweißmutter oder einem Aluminiumklotz (CF
Space Cab) versehen. Für die Befestigung der

©
140 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

Weitstrahler sind an den angegebenen Stellen an


der Innenseite des Dachs M8-Schweißmuttern
oder Aluminiumklötze angebracht. Allerdings ist
nur die Anordnung der vier unteren Bohrungen
durch Vertiefungen im Dach gekennzeichnet.
Das Dach des CF Space Cab und des XF Super
Space Cab hat vorne keine Vertiefungen.
Bei den LF-Baureihen ist das Dachblech außen
(nur an der oberen Seite) immer mit Vertiefungen
für die Anordnung von Schweißmuttern
versehen; die Schweißmuttern selbst sind aber
nicht immer vorhanden. Bei Fahrgestellnummern
unter 0L232487 ist vor dem Anbringen von
Bohrungen grundsätzlich zu prüfen, ob an der
Innenseite des Fahrerhausdachblechs der
Dachspoiler- und/oder Sonnenblenden-
Befestigungsrahmen montiert ist. Ist dies nicht
der Fall, muß dieser Rahmen nachträglich
montiert werden. Der Sonnenblenden-
Befestigungsrahmen an der Dachblech-
Innenseite ist nicht serienmäßig montiert. Bei
nachträglicher Montage einer Sonnenblende
5
muß dieser Rahmen grundsätzlich zuerst
angebracht werden. Wenden Sie sich im
Zweifelsfall an DAF.

©
200719 141
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

LF Nahverkehrs- und Fernfahrerhaus


1249
1088
1084

A A

A A
880

A A

1056

623
693
A 88
A
G(3x) G(3x)
180

A A E A A
7

F H
125

D 2x 3x120°
B B
60 49

5 B B
908 C

1280
1315
1475 130

B B

D
80

G000312

A: Dachspoiler-Befestigungsstellen (4 oder 6 M8-Schweißmuttern)


B: Befestigungsstellen für Sonnenblende oder anderes Zubehör (6 M8-Schweißmuttern).
C: Dachspoiler-Befestigungsrahmen + 2 Verlängerungsprofile für Fernfahrerhaus (Profile sind serien-
mäßig montiert ab Fahrgestellnummer: 0L232487)
D: Mittig angeordneter Befestigungsrahmen für die Sonnenblende
Hinweis:
An den Stellen für die Schweißmuttern des Sonnenblenden-Befestigungsprofils befinden sich keine
Vertiefungen im Dachblech; zur Bestimmung der Bohrstellen müssen M8-Schrauben im Sonnen-
blenden-Befestigungsrahmen angebracht werden.
E: Radioantenne
F: Telefonantenne (1)
G: Bake (1)
H: CB-Funk-Antenne (1)

(1) nur Vertiefungen, keine Schweißmutter oder Verstärkungsplatte im Dachblech. Weitere Vertiefungen bei G (nur links) oder H
werden zur Kabeldurchführung verwendet.

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142 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

CF Nahverkehrs- und Fernfahrerhaus

155
A A

155
A
885

894
A A
439

A A

940

55

540 30
1480

20090503-020
A: Dachspoiler-Befestigungsstellen (4 oder
6 M10-Schweißmuttern)

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200719 143
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

CF Space Cab

80x35x8 (8x)

940 410

A A

90
A A

375
95
505
A A
A A

312

5
100x50x8 (4x)
86,5

89

89

540
1480

20090503-018
A: Dachspoiler-Befestigungsstellen (8
Aluminiumklötze).

Hinweis:
Keine Vertiefungen vorne am Space Cab-Dach.

Hinweis:
Abstände für Sonnenblenden- und Weitstrahler-
Befestigungsrahmen (DAF-Zubehör) gemessen
ab Rand an der Space Cab-Vorderseite.

©
144 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

XF Comfort Cab

430
A A

E 140

200
D

1120
160
100 30
C C
185

403
A A

G B F

45

130
5
1110
1800

220
57
31
H 33

J 600
38
870

G000396

LHD-Ausführung gezeichnet
A: Dachspoiler
B: Kabeldurchführungsloch für
Rundumkennleuchte (1)
C: Luftschlauchdurchführungsloch für
Drucklufthorn (1)
D: Satcom-Antenne
(Satellitenkommunikation)
E: Antenne (MAUT - Toll Collect) (1) (2)
F: Kombi-Antenne (Radio & GSM & GPS)
(1) (2)

G: Kombi-Antenne, (Radio & GSM &


GPS) (1) (2)
H: Weitstrahler (1)
J: CB-Funk-Antenne (2)(an
Fahrerhausrückwand)

(1) RHD spiegelbildlich


(2) Loch = 15 x 15 mm großer rechteckiger Ausschnitt (ab
Mai 2004)

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200719 145
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

XF Space Cab

430
A A

E 140

200
D

1120
110

160
C
C
100

242
447
70
G A A F

100
5 1110
1640
40

220

H
32,5

600
38
J
870

G000397

LHD-Ausführung gezeichnet
A: Dachspoiler
B: Kabeldurchführungsloch für
Rundumkennleuchte (1)
C: Luftschlauchdurchführungsloch für
Drucklufthorn (1)
D: Satcom-Antenne
(Satellitenkommunikation)
E: Antenne (MAUT - Toll Collect) (1) (2)
F: Kombi-Antenne (Radio & GSM &
GPS) (1) (2)
G: Kombi-Antenne (Radio & GSM &
GPS) (1) (2)
H: Weitstrahler (1)
J: CB-Funk-Antenne (2) (an
Fahrerhausrückwand)

(1) RHD spiegelbildlich


(2) Loch = 15 x 15 mm großer rechteckiger Ausschnitt (ab
Mai 2004)

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146 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

5.4 EINSTELLUNG DES


DACHSPOILERS

Zur Verbesserung der Aerodynamik von 1


Fahrzeugen, deren Aufbau höher und/oder /2 X
breiter ist als das Fahrerhaus, hat DAF für alle
P
Fahrzeuge Dachspoiler mit Verlängerungsteilen
und Seitenwindabweiser entwickelt. X

Durch Montage solcher Teile kann der


Kraftstoffverbrauch erheblich gesenkt werden. A
Die tatsächlich gesparte Kraftstoffmenge ist
jedoch in hohem Maße von der Zahl der
montierten Hilfsmittel, der Form der
Aufbaukarosserie und den Einsatzbedingungen
abhängig.
Eine korrekte Dachspoilerhöhe ist wichtig. Sie
kann wie folgt bestimmt werden:
- Symmetrielinie des Fahrzeugs bestimmen.
Eine Latte auf das Dach des Aufbaus legen. P
20090503-026 5
Die Latte sollte in Richtung Lkw-Fahrerhaus
überstehen. B
- Eine zweite Latte als Berührungslinie auf
den oberen Dachspoilerrand (P) legen. Die
Latte sollte in Richtung Aufbau zeigen.
- Die beiden Latten müssen sich auf halber
Strecke (1/2x) zwischen Dachspoilerrand P
und Aufbaubeginn kreuzen. X

Dieses Einstellverfahren gilt für Dachspoiler mit


und ohne Verlängerungsteile und auch für den
größtenteils offen konstruierten "Basic"- A
Dachspoiler.
Die gewünschte Dachspoilerhöhe kann mit dem
Stellmechanismus (B) eingestellt werden. Für
den Einstellbereich der Dachspoiler bei den
unterschiedlichen Fahrerhausvarianten siehe die
untenstehende Tabelle.
Einstellbereich "aerodynamischer" Dachspoiler
[mm] 22032802-026

LF CF XF (1)

540 - 770 760 - 1040 nicht lieferbar Nahverkehrsfahrerhaus


540 - 770 760 - 1060 630 - 810 Fernfahrerhaus (LF-CF) Comfort Cab (XF)
- 215 - 340 370 - 515 Space Cab

(1) Abstand gemessen zwischen höchstem Dachspoilerrand (P) und Fahrerhausdachblech bei der Fahrzeugmittellinie.

Der Stellmechanismus ist einstellbar in Schritten


von:
- 45,5 mm (7x) bei CF Nahverkehrs-/
Fernfahrerhaus;
- 26 mm (5x) bei CF Space Cab;
- 36 mm (4x Space Cab, 5x Comfort Cab) bei
XF-Fahrerhaus.

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200719 147
AUFBAURICHTLINIEN
Informationen zum Fahrerhaus

Die nicht einstellbaren aerodynamischen


Dachspoiler für Nahverkehrs- und
Fernfahrerhaus der LF-Baureihe haben eine
feste Höhe von 600 (nur
Nahverkehrsfahrerhaus), 900 oder 1100 mm.
"Basic"-Dachspoiler

Einstellbereich "Basic"-Dachspoiler [mm]


Baurei- Nahverkehrs- und Fernfahrerhaus
he (1)

LF 560 bis 800


CF 525 bis 775

(1) Abstand gemessen zwischen höchstem Dachspoilerrand


(P) und Fahrerhausdachblech bei der Fahrzeugmittellinie.

Die Montageanleitung wird zusammen mit den


DAF-Dachspoilern (Zubehör) geliefert oder kann
5 im RAPIDO-Dokumentationssystem abgerufen
werden.
Form des Aufbaus
Zusätzlich zur Montage von aerodynamischen
Zubehörteilen am Fahrerhaus läßt sich der
Luftwiderstand durch eine Aufbaukarosserie mit
abgerundeten Ecken (A) und/oder
Seitenschürzen in erheblichem Maße senken.
Grund dafür ist einerseits der "bessere"
Luftströmungsübergang zwischen Dachspoiler-
und/oder Seitenwindabweiserrand und Aufbau-
Stirnseite und andererseits ein geringeres
Vakuum an der Aufbau-Rückseite (sofern auch
hier die Ecken abgerundet sind). Die erzielbare
Kraftstoffeinsparung ist immer von der
(aerodynamischen) Aufbauform und den für das
Fahrzeug geltenden Einsatzbedingungen
abhängig.

©
148 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

ENERGIEVERBRAUCHER
Energieverbraucher

Blatt Datum
6.1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151 200719
6.2 Zusatzverbraucher (Nebenantriebe) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152 200719
6.3 Nebenantriebsspezifikation, allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154 200719
6.4 Kupplungsunabhängiger Nebenantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 200719
6.5 Kupplungsabhängiger Nebenantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167 200719
6.6 Erster Nebenantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168 200719
6.7 Zweiter Nebenantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 176 200719
6.8 Verteilergetriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179 200719
6.9 Nebenantriebsbetätigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179 200719
6.10 Druckluftanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 200719
6.11 Luftzuleitung, Kippervorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184 200719
6.12 Heizanlage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185 200719

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AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

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150 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

6. ENERGIEVERBRAUCHER
6.1 ALLGEMEINES

Das DAF-Fahrzeugprogramm umfaßt die


untenstehenden Getriebe.
Getriebeübersicht (1)ZF-Getriebe
Typ Untersetzun- LF45 LF55 CF65 CF75 CF85 XF105
gen
S5-42 4.65 - 0.77
5.72 - 0.76
6S800 6.58 - 0.78
6S1000 6.75 - 0.78
6AS800 8.63 - 1.00
6.58 - 0.78
6AS1000 6.75 - 0.78
9S1110 12.73 - 1.00
9.48 - 0.75
9S1310
8S1620
9.48 - 0.75
13.80 - 1.00
6
16S1620 16.41 - 1.00
8S1820 11.54 - 0.84
16S1820 16.41 - 1.00
13.80 - 0.84
16S1920 16.41 - 1.00
16S2020 16.41 - 1.00
8S2220 11.54 - 0.84
16S2220 13.80 - 0.84
16S2320 16.41 - 1.00
16S2520 13.80 - 0.84
16S2720 13.80 - 0.84
12AS1220 12.79 - 1.00
12AS1420 12.79 - 1.00
10.37 - 0.81
12AS1620 10.37 - 0.81
12AS1630 15.86 - 1.00
12AS1930 15.86 - 1.00
12.33 - 0.78
12AS2130 15.86 - 1.00
12.33 - 0.78
12AS2330 15.86 - 1.00
12.33 - 0.78
12AS2530 12.33 - 0.78

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200719 151
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Getriebeübersicht (1)ZF-Getriebe
Typ Untersetzun- LF45 LF55 CF65 CF75 CF85 XF105
gen
12AS2540 15.86 - 1.00
16AS2630 14.12 - 0.83
12AS2940 12.29 - 0.78

(1) Der Getriebetyp richtet sich u. a. nach dem Fahrzeugtyp, der Motorleistung, der Hinterachse bzw. Hinterachsuntersetzung und
eventuellen spezifischen Einsatzbedingungen. ZF unterscheidet mehrere Varianten, die aufgrund dessen in verschiedenen
Fahrzeugreihen von DAF zum Einsatz kommen. Prüfen Sie jeweils anhand des Typenschilds am Getriebe, um welche
Ausführung und Untersetzung es sich handelt.

Getriebeübersicht
Typ Untersetzungen LF45 LF55 CF65 CF75 CF85 XF105
ALLISON-Getriebe
2500 Baureihe 3.51 - 0.74
3000 Baureihe 3.49 - 0.75
3200 Baureihe 3.49 - 0.75
3500 Baureihe 4.59 - 0.75
6
EATON-Getriebe
6309 12.57 - 1.00
9.40 - 0.75
8309 12.57 - 1.00

Hinweis:
Bei den Fahrzeugen der Baureihen LF, CF und
XF liegt die Getriebe-Mittellinie in der
Fahrzeugmitte.

6.2 ZUSATZVERBRAUCHER
(NEBENANTRIEBE)

Wenn für den Aufbau Energie vom Fahrzeug


abgezweigt werden muß, wird meist ein
Zusatzverbraucher oder Nebenantrieb
verwendet. Außerdem gibt es verschiedene
Möglichkeiten für Anschlüsse u. a. an der
elektrischen Anlage des Fahrzeugs. DAF-
Fahrzeuge können ab Werk auf verschiedene
Zusatzverbraucher vorbereitet werden. Folgende
Einrichtungen werden von DAF geliefert oder
können nachträglich vom Aufbauhersteller
ausgeführt werden:

©
152 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

2b 8

3a 7 6

+ -

1 2a 3b 4 5
G000293
1 = Direkter Motorabtrieb nach vorn (nur LF-Baureihen)
2a = Indirekter Motorabtrieb nach vorn, Kurbelwellen-
Riemenscheibe
2b = Indirekter Motorabtrieb nach vorn, Generatorantrieb
2c = Indirekter Motorabtrieb nach vorn, für
Hydraulikpumpe
2d

3a
= Indirekter Motorabtrieb nach vorn, Wasserpumpen-
Riemenscheibe
= DAF-Motorabtrieb
6
3b = Schwungrad-Motorabtrieb (ZF)
4 = Getriebeabtrieb
5 = Verteilergetriebeabtrieb
6 = Anschluß elektrische Anlage
7 = Anschluß Druckluftanlage
8 = Anschluß Motorkühlanlage

Hinweis:
Für Anschlüsse an die elektrische Anlage siehe
Kapitel 7: "Elektrische Anlage".

Aufbautyp/Energieversorgungsmatrix
Energielieferanten
Anwendung 1 2a 2b 2c 2d 3a 3b 4 5 6 7 8
Klimaanlage
Ladekran
Betonmischer
Betonpumpe
Schüttgutkompressor
Container-Absetzsystem
Generator (Lichtmaschine)
Hochdruckpumpe
Hocharbeitsbühne
Hausmüll-Presse
Kipperaufbau
(Tief-)Kühltransport
Kanalreinigungsaufbau

©
200719 153
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Energielieferanten
Anwendung 1 2a 2b 2c 2d 3a 3b 4 5 6 7 8
Ladebordwand
Winde
Druckluftverbraucher
Aufbauheizung
Tankaufbau (u. a. Milchsammeltrans-
port)
Löschfahrzeug (Feuerwehraufbau)

1 = Direkter Motorabtrieb nach vorn (nur LF-Baureihen)


2a = Indirekter Motorabtrieb nach vorn, Kurbelwellen-
Riemenscheibe
2b = Indirekter Motorabtrieb nach vorn, Generatorantrieb
2c = Indirekter Motorabtrieb nach vorn, für
Hydraulikpumpe
2d = Indirekter Motorabtrieb nach vorn, Wasserpumpen-
Riemenscheibe
3a = DAF-Motorabtrieb
3b = Schwungrad-Motorabtrieb (ZF)
4 = Getriebeabtrieb
5 = Verteilergetriebeabtrieb
6 6
7
= Anschluß elektrische Anlage
= Anschluß Druckluftanlage
8 = Anschluß Motorkühlanlage

6.3 NEBENANTRIEBSSPEZIFIKATION,
ALLGEMEIN

Bei der Wahl des Nebenantriebs sind die


Einsatzbedingungen, wie das zu übertragende
Drehmoment, die Drehzahl und Drehrichtung des
Motors, die Betriebsdauer und -frequenz, zu
berücksichtigen. Außerdem ist auf
ungleichmäßige (Spitzen-)Belastungen,
Schwingungen und hohe Anlaufmomente zu
achten.
Wichtig ist auch die Frage, ob der Nebenantrieb
kupplungsabhängig sein darf oder nicht. In
vielen Fällen sind aus Preisgründen, im Hinblick
auf die Anordnung und die große Zahl der
Untersetzungen, mit denen sich zahlreiche
Anwendungen realisieren lassen,
Getriebeabtriebe vorzuziehen. Darüber hinaus
unterscheidet DAF sog. motorabhängige
Nebenantriebe mit Anschlußmöglichkeiten vorn
an der Kurbelwelle (Motorabtrieb nach vorn) oder
hinten am Schwungrad (DAF-Motorabtrieb und
ZF/NMV). Ein motorabhängiger Nebenantrieb ist
kupplungsunabhängig und wird meist für
Antriebe eingesetzt, die während der Fahrt oder
beim Rangieren verwendet werden. In diesem
Kapitel werden beide Nebenantriebstypen
behandelt.

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154 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Wenn ein Zusatzverbraucher hohe


Drehmomente erfordert, ist zu prüfen, ob der
Motor ausgehend von der verlangten Drehzahl
die erforderliche Leistung erbringen kann. Dabei
ist auch der Wirkungsgradverlust zwischen dem
Motor und dem jeweiligen Zusatzverbraucher zu
berücksichtigen.
Ferner sind verschiedene Ausführungen mit DIN-
Abtriebsflansch oder Pumpenanschluß für den
direkten Anbau einer Hydraulikpumpe gemäß

}
ISO-Norm 7653 (Typ D) lieferbar.
Motor und Antriebsstrang dürfen
durch den Anbau von Nebenantrieb
und Zusatzverbrauchern nicht in
ihren Bewegungen behindert
werden.

Einsatzbedingungen
Der Nebenantrieb, insbesondere der
Getriebeabtrieb, darf nur bei stehendem
Fahrzeug und Leerlaufdrehzahl eingeschaltet
werden. Nach dem Betätigen der Kupplung muß
ca. 2 bis 3 Sekunden gewartet werden, bis die
Nebenwelle des Getriebes sich nicht mehr dreht.
Erst dann den Nebenantrieb einschalten.
6
Zahnradgeräusche sind auf jeden Fall zu
vermeiden. Wenn die Motordrehzahl 1000 U/min
beträgt, das Kupplungspedal langsam loslassen.
Mindestmotordrehzahl bei Nebenantriebsbetrieb:
1000 U/min.
Durch eine Antriebsmoment- und
Leistungsberechnung läßt sich die maximale
Kraftabnahme ermitteln, sobald eine endgültige
Wahl sowohl für den Nebenantrieb als auch die
Pumpe getroffen wurde. Global ist eine Einteilung
in drei Kategorien möglich, und zwar leichter,
mittelschwerer und schwerer Einsatz für
kurzzeitigen oder intermittierenden Betrieb bis
hin zu Dauerbetrieb. Siehe dazu die
untenstehende Tabelle.
Klasse Nenndrehmo- Betriebsdauer (1)
ment
T [Nm]
Leicht T < 400 Intermittierend
Mittel 400 < T < 1000 Dauerbetrieb
Schwer T > 1000 Dauerbetrieb

(1) Siehe Nebenantriebstabellen

Ausgehend vom Leistungsbedarf und der


effektiven Betriebsdauer des Nebenantriebs ist
ein "mittelschwerer" (statt "leichter")
Nebenantrieb zu wählen, wenn einer der
folgenden Faktoren zutrifft:

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200719 155
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

- lange Betriebsdauer; dabei ist auf einen


möglicherweise übermäßigen Anstieg der
Getriebeöltemperatur zu achten;
- stoßweise Belastung (meist infolge eines
Bedienungsfehlers); kann eventuell von
einem guten hydraulischen Antrieb
abgefangen werden;
- Schwingungen; durch eine sorgfältige
Konstruktion des Antriebsstrangs lassen
sich auftretende Schwingungen in
akzeptablen Grenzen halten;
- hohe Anlaufmomente, z. B. durch die
Massenträgheit des anzutreibenden
Aggregats.
Sicherung
Bei der Angabe der maximalen Drehmomente
der von DAF gelieferten Nebenantriebe wurde
von einer gleichmäßigen (schwingungs- und
stoßfreien) Belastung ausgegangen, bei der
keine Axialkräfte auftreten. Die maximalen
Anlaufmomente dürfen den zweifachen Wert
der in den Nebenantriebsdaten genannten
Drehmomente nicht übersteigen. Wenn
höhere Drehmomente auftreten können, muß
6 eine Überlastungssicherung z. B. in Form einer
Schlupfkupplung oder eines Sollbruchflansches
in den Antriebsstrang aufgenommen werden.
Außerdem muß an der Kupplung eine zusätzliche
Sicherung gegen zu schnelles Einschalten des
Nebenantriebs eingebaut werden. Die Kupplung
muß dann ganz durchgetreten werden, bevor die
Nebenantriebsbetätigung freigegeben wird. Bei
der Einschaltsicherung im VIC (siehe Kapitel
7.21: "Nebenabtriebssteuerung und -sicherung")
wird nur geprüft, ob das Kupplungspedal
"berührt" wird oder nicht. Wenn ab Werk ein
Nebenantrieb des Typs N/10 bestellt wird, wird
diese erweiterte Kupplungssicherung
grundsätzlich eingebaut. DAF kann hierüber
gegebenenfalls nähere Informationen erteilen.
Für die Getriebeabtriebe von ZF wurden die in
den nachfolgenden Übersichten
angegebenen maximalen Drehmomente bei
einer Nebenantriebsdrehzahl von 1500 U/min
für eine nominale Lebensdauer von 500
Stunden berechnet.
Öltemperatur
Die Getriebeöltemperatur darf bei langzeitiger
Kraftabnahme über einen Nebenantrieb 110 C
nicht übersteigen. Kurzzeitig (max. 30 Minuten)
sind Temperaturen von 130 C zulässig. Wenn
höhere Temperaturen gemessen werden, ist ein
Ölkühler am Getriebe anzubauen. Wenden Sie
sich in diesem Fall an DAF.

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156 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Berechnung von Antriebsmoment und


Leistung
- Wahl des Nebenantriebs
Für eine richtige Nebenantriebswahl muß das
Antriebsmoment (I) auf der Grundlage der
gewünschten Nebenantriebsdrehzahl (II) und der
effektiv benötigten Leistung (III) berechnet
werden, und zwar unter der Annahme, daß die
Daten des anzutreibenden Aggregats bekannt
sind:
- Wahl der Pumpe
Für eine richtige Pumpenwahl bei hydraulischem
Antrieb ist es zunächst wichtig, mit Hilfe der
erforderlichen Pumpenfördermenge (IV), dem
Betriebsdruck der Anlage (V) und dem
Wirkungsgrad (III) die effektive hydraulische
Leistung (Pe) zu bestimmen. Danach kann für die
Wahl des Nebenantriebs das Antriebsmoment (I)
an der Nebenantriebswelle auf der Grundlage der
oben genannten Daten berechnet werden:
Wobei:

[min-1]
npto = Drehzahl des Nebenantriebs
nengi = Drehzahl des Lkw-Motors [min-1] 6
ne
Um- = Umdrehung der Hydraulikpum-
dr. penwelle
i = Übersetzungsverhältnis Nebenan- [-]
trieb
M = Antriebsmoment am Nebenan- [Nm]
trieb
Pn = nominal berechnete Leistung [kW]
Pe = effektiv erforderliche Leistung [kW]
C = spezifische Pumpenkapazität [cm3/
Umdr.]
Q = tatsächlich erforderliche Förder- [l/min]
menge
p = Betriebsdruck der hydraulischen [bar]
Anlage
μ = Wirkungsgrad: μ = μ 1x μ 2x μ [-]
3x...usw.

Untersetzungsverhältnis
Wenn die berechnete Belastung über der
höchstzulässigen Belastung liegt, kann eventuell
eine Pumpe mit geringerer Kapazität spezifiziert
werden. Durch Erhöhung der
Nebenantriebsdrehzahl (schnellerer
Nebenantrieb) mit Hilfe eines größeren
Übersetzungsverhältnisses und/oder einer
höheren Motordrehzahl kann in der Regel eine
vergleichbare Fördermenge und
Leistungsabnahme bei einem proportional
niedrigeren Antriebsmoment an der
Nebenantriebswelle erzielt werden.

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200719 157
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Direkter Anbau einer Pumpe


Für Nebenantriebe, bei denen die Pumpe direkt
an den Nebenantrieb angeflanscht wird, gilt -
sofern in den Nebenantriebs-Übersichten nicht
anders angegeben - die untenstehende
Einschränkung:
M = S x G = max. 30 Nm.
Das statische Moment infolge des Eigengewichts
der Pumpe an der Anschlußfläche des
Nebenantriebs beträgt in der Regel maximal 30
Nm! Für die ZF-Nebenantriebstypen N./1c und
N./4c gilt ein höchstzulässiger Wert von 50 Nm.
Das maximale statische Moment infolge des
Eigengewichts der Pumpe an der Anschlußfläche
des Nebenantriebs des DAF PR-Motors beträgt
40 Nm. Das statische Moment an der S
Anschlußfläche des Nebenantriebs des MX-
Motors beträgt 50 Nm. Allison-Getriebe erlauben G 96120404-606
ein maximales statisches Moment von 40 Nm.
Max. Drehmoment am direkten Pumpenanschluß
In einigen Fällen können der Durchmesser des
Antriebsflansches und die Lage der
Vorgelegewelle im Getriebe (dadurch wird die
Anordnung des Nebenantriebs bestimmt) die
6 Pumpenmaße einschränken. Das Spiel zwischen
Pumpe und Antriebsflansch (oder Gelenkwelle)

}
muß deshalb auf jeden Fall geprüft werden.
Infolge unsachgemäßen Einsatzes
der hydraulischen Anlage (z. B. bei
überhöhten Drehzahlen) kann es bei
direktem Anbau der Pumpe an das
Getriebe in einigen Situationen zu
Schäden an der hydraulischen

}
Pumpe sowie am Getriebe kommen.

Die Pumpenwelle muß deshalb mit


einer zweiseitigen
temperaturbeständigen Abdichtung
mit dazwischen befindlicher
Entlüftungsöffnung versehen sein,
damit kein Getriebeöl angesaugt
werden und kein Hydrauliköl in das
Getriebe gelangen kann. Hinweis:
U. a. aus diesem Grund wird der ZF-
Nebenantriebstyp N/2c von DAF
nicht mehr eingesetzt.

In einigen Fällen wird die Montage eines sog.


Pumpenadapters empfohlen. Der Adapter ist
bereits mit einer separaten
Nebenantriebsabdichtung und einer
Entlüftungsöffnung versehen (Zunahme des
statischen Moments beachten). Der ZF-
Nebenantrieb N./4 hat eine separate
Pumpenlagerung, so daß die Montage eines
Adapters in diesem Fall nicht erforderlich ist.
Außerdem sind die Anweisungen des
Pumpenlieferanten unter allen Umständen zu
befolgen.

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Energieverbraucher

Wellenstrang
Die an den Wellengelenken zwischen
Nebenantrieb und Zusatzverbraucher gebildeten
Winkel müssen gleich groß sein und dürfen die
unten genannten Höchstwerte nicht
überschreiten:
1
- maximal 6 Grad bei Motorabtrieb nach
vorn
- maximal 8 Grad bei allen anderen
Nebenantrieben 2

Der Wellenstrang ist so zu montieren, daß ein 96120404-602


gleichmäßiger Lauf des damit angetriebenen
Aggregats gewährleistet ist. Dazu ist eine Z- oder Z-Anordnung
W-Anordnung der Wellen erforderlich. Zu große
Antriebswinkel sowie Resonanzen im
Antriebsstrang können starke Schwingungen
verursachen, die die errechneten (Nenn-)
Drehmomente weit übersteigen. Im Zweifelsfall 1
müssen deshalb immer Messungen ausgeführt
werden, bevor eine bestimmte Anwendung
garantiert werden kann.
2
Bei unterschiedlichen Antriebswinkeln (α1 und
α2), d. h. bei Abweichung von der optimalen
Lage, in der α1 = α2, nimmt die 96120404-605
6
Ungleichförmigkeit (αR) zu. Diese kann mit W-Anordnung
folgender Formel berechnet werden:
2 2
R = 1 2

SE0008
wobei αR (zulässig) 3 .

Die in der nebenstehenden Abbildung gezeigten


Hilfsmittel können für eine korrekte Ausrichtung
des Wellenstrangs verwendet werden. Die
Gleitführung in der Gelenkwelle am Getriebe
muß motorseitig eine Bewegung von mindestens 96120404-603

}
8 mm vorwärts und 5 mm rückwärts ermöglichen.
Sorgen Sie dafür, daß frei 96120404-604
zugängliche Antriebskomponenten
jederzeit sorgfältig abgeschirmt
werden. Rotierende Wellen können
schwere Verletzungen verursachen.
Schalten Sie den Motor "AUS",
bevor Sie Arbeiten am
Nebenantrieb(saggregat)
durchführen.

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AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

- Anschlußmöglichkeiten für Nebenantriebe


6 + 0,2
8,1
- 0,2 (4x)
1,8

47h6
74
90

20070604-032

6
M12 (4x)

80

80

SPLINES 8 x 32 x 36 ISO 14
G000451

Lage des Motors im Fahrgestell


Für den Winkel, den der Motor im Fahrgestell mit
den Längsträgern bildet (◊ α in der
nebenstehenden Abb.), gilt:
- Baureihe LF45/55 und CF65: ◊ α = 3,5
- Baureihe CF75/85: ◊ α = 4,5
- Baureihe XF: ◊ α = 4,5

96120404-624a

©
160 200719
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Energieverbraucher

Motordrehrichtung
Die Kurbelwelle von DAF- und Cummins-Motoren
dreht sich - auf die Motor-Rückseite blickend -
grundsätzlich linksherum.

6.4 KUPPLUNGSUNABHÄNGIGER
NEBENANTRIEB

Direkter Motorabtrieb nach vorn

Die untenstehende Tabelle enthält die


wichtigsten Daten für den direkten Motorabtrieb
nach vorn bei Fahrzeugen der Baureihen LF45
und LF55.
Daten direkter Motorabtrieb nach vorn
LF45 LF55
Winkel des Motors zum Fahrgestell 3.5 3.5
Max. Winkel der Gelenkwelle 2x6 2x6
Max. übertragbares Drehmoment 250 Nm 250 Nm
Max. übertragbare Leistung 40 kW 40 kW
Max. zusätzliche Massenträgheit 0,2 kgm2 0,2 kgm2
6
Max. Ungleichgewicht 100 gmm/kg 100 gmm/kg

} Änderungen an Stoßfänger und


Kippmechanismus für den Einbau
einer Pumpe müssen von DAF
genehmigt werden.

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Energieverbraucher

W-Anordnung der Gelenkwelle

Z-Anordnung der Gelenkwelle

Anschlußmaße direkter Motorabtrieb nach


vorn
Gemäß SAE J1946
6 D

Flanschanordnung direkter Motorabtrieb


nach vorn
E

Maße: LF45 LF55 LF55


(siehe Abb.) 12 - 15 t 18 - 19 t C
F
Maß VA 1275 1325 1375
,, A (1) 446 496 636
(2)
536 586 636
,, B 932 982 1032
(1) A
,, C 91 131 136
B
(2)
96 136 136 VA
,, D 145 145 145 C
L
96120404-611
,, E 170 x 170 x 170 x
150 150 150 Flanschanordnungsmaße direkter Motorabtrieb
nach vorn
,, F 120 160 160
3
ׇ 3.5 3.5 3.5 80 4
׉ 3.5 3.5 3.5 80

(1) FR-Motoren
60,38
60,33

(2) GR-Motoren

16
3/8 UNF
(4x)
G000290

Flanschmaße direkter Motorabtrieb nach vorn,


LF-Baureihen

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Energieverbraucher

Indirekter Motorabtrieb nach vorn


Daten für indirekten Motorabtrieb nach vorn
Baureihe LF und CF75 CF75
CF85
CF65 mit Klimaan-
und XF
lage
Max. Leistungsabnahme über die Was-
serpumpen-Riemenscheibe [kW]:
- bei Leerlaufdrehzahl - - 2,2 -
- bei max. Motordrehzahl - - 6 -
Max. Leistungsabnahme 15 50 50 50
über Kurbelwellen-Riemenscheibe
[kW]
Max. zusätzliche Massenträgheit 0,2 0,03 0,03 0,05
[kgm2]
Max. Ungleichgewicht [gmm/kg] 100 125 125 125
Max. Abstand vordere Riemenscheibe/ 150 180 180 200
Motorblockvorderseite [mm]
Ausrichtfehler (max. 4 mm) 1:120 1:120 1:120 1:120

Änderungen an Motor und Fahrgestell


müssen von DAF genehmigt werden.
6
- Kurbelwellen-Riemenscheibe
Eine Doppelriemenscheibe bei PR-Motoren oder
eine Dreifachriemenscheibe bei MX-Motoren für
den Antrieb eines Kompressors, Generators oder
einer Hydropumpe kann vom Aufbauhersteller an
der Kurbelwelle (Position 2a) montiert werden.
Eine Zeichnung der Riemenscheibe ist bei DAF
erhältlich. Beim Einbau der Riemenscheibe wird
der Lüfter in den meisten Fällen nach vorn
verschoben. Hierfür ist ein Ausgleich erforderlich.

96120404-615

Anordnung von Zusatzverbrauchern


(Nebenantrieben)
LF45 - LF55 - CF65 CF75 CF85
Riemenscheiben-Durch- 250 mm 300 mm 265 mm
messer
Zahl der Rillen 2 x SPA/XPA 2 x DIN7753-AV13 3 x DIN7753-AV13

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Energieverbraucher

Vor dem Einbau einer Kurbelwellen-


Riemenscheibe ist dafür zu sorgen, daß die
Montagefläche am Schwingungsdämpfer völlig
eben und einwandfrei sauber ist. Farbreste sind
zu entfernen. Der auf Zug belastete Teil des
Keilriemens darf nicht parallel zur
Kolbenbewegung angeordnet werden, sondern
muß in dem in untenstehender Abbildung
gezeigten Bereich liegen. Dies gilt sowohl links
als auch rechts vom Motor.
- Wasserpumpen-Riemenscheibe
Für Fahrzeuge der Baureihen CF75-85 und XF
ohne Klimaanlage ist eine Wasserpumpen-
Riemenscheibe für den Antrieb eines
Zusatzverbrauchers erhältlich. Für max.
abzunehmende Leistungen siehe Übersicht.
- Generatorvorbereitung
Insbesondere für temperaturgeführte Transporte
steht für die Baureihen CF85 und XF ein
Generatorvorbereitungssatz zur Verfügung.
Dieser Vorbereitungssatz besteht aus:
- einer zusätzlichen Riemenscheibe an der
6 -
Kurbelwelle,
einer angepaßten Ölwanne, um Platz für den
Generator zu schaffen, und
- zwei kürzeren Ölfiltern als Ersatz für das
bestehende Ölfilter.
Innerhalb des zur Verfügung stehenden Raums
kann ein Untersetzungsverhältnis von 1:2 erzielt
werden. Dies ergibt eine maximale
Generatorkapazität von 24 kVA. Wegen der
großen Vielfalt an Generatoren und Kühlmotoren
liefert DAF keine komplette Anlage. Der
Aufbauhersteller muß deshalb die Anlage
ausgehend von folgenden Richtlinien
vervollständigen:
- Riemenspannung: 500 - 600 N für die
Baureihen CF85 und XF, 600 - 700 N für
Baureihe CF75 (pro Riemen)
- zusätzliche Schwingungsdämpfer müssen
am bestehenden Lochmuster des
Motorlagers befestigt werden.
Wenn dies nicht als Option ab Werk bestellt wird,
muß die Nabe, an der der Schwingungsdämpfer
montiert wird, ausgetauscht werden.
CF75 CF85 - Baureihe XF
Riemenscheiben-Durchmesser 300 mm 265 mm
Zahl der Rillen 2 x SPA/XPA 3 x SPA/XPA
Empfohlener Keilriemen OPTIBELT SPA - 13 OPTIBELT SPA - 13
oder oder
OPTIBELT XPA - 13 OPTIBELT XPA - 13

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- Hydropumpenvorbereitung
Für Fahrzeuge mit PR- und MX-Motorist für die
Montage einer Hydropumpe ein Motorlager mit
Standard-ISO-Anschluß erhältlich. An diesem
Lager sind eine Riemenscheibe und ein
Riemenspanner angebracht; der Antrieb erfolgt
über eine Riemenscheibe an der Kurbelwelle.
Technische Daten:
- Max. Leistungsabnahme: 50 kW
- Untersetzungsverhältnis: 1 : 1
- Riemenspannung bei Erstmontage: 1500 N
Riemenspannung ist nach 30 Min. zu
überprüfen. 750 N min. - 950 N max.
- Pumpenanschluß gemäß ISO 7653,
20090503-037
Keilnuten gemäß ISO14 - 8x32x36
- Modifizierte Ölwanne

DAF-Motorabtrieb
Der DAF-Motorabtrieb für die Baureihen CF75
und CF85 ist ein kupplungsunabhängiger
Nebenantrieb. Er wurde speziell für den Antrieb
(mit mittleren Leistungen) von Aufbauanlagen
entwickelt, die während eines Großteils der Fahrt 6
in Betrieb sind oder bei stehendem Fahrzeug
sehr viele Betriebsstunden absolvieren.
Die Daten und die Anordnung dieses
Nebenantriebs sind in der Tabelle dargestellt.
Der Motorabtrieb ragt über die Fahrgestellträger
hinaus. Deshalb ist dafür zu sorgen, daß der
Nebenantrieb selbst, eventuelle Gelenkwellen
und die Hydropumpe nicht mit Teilen des
Fahrgestells, des Hilfsrahmens oder des Aufbaus
in Berührung kommen.
Technische Daten DAF-Motorabtrieb
Fahrzeugtyp Drehzahl in % der Motordreh- Max. Drehmoment Max. Leistung
zahl [Nm/min-1] [kW/min-1]
linksdrehend rechtsdrehen
(1)
d (1)
Baureihe CF75 - 93,2 990/1600 600/1600 150/2300 90/2300
141,2 - 660/1600 400/1600 150/2300 90/2300
Baureihe CF85 - - - - - -
120 - 800/1500 530/1500 150/1800 90/1800
Betriebsstun- 1200 5500 1200 5500
den

(1) Auf die Rückseite des Motors blickend

Die angegebene Drehzahl bei max. Drehmoment


und max. Leistung entspricht der Motordrehzahl.
Bei gelöster Kupplung ist der Nebenantriebs-
Ausgang durch innere Reibung einem
Drehmoment von etwa 13 Nm ausgesetzt.

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200719 165
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Energieverbraucher

Einschaltbedingungen CF85-Motorabtrieb:
Die Ein-/Ausschaltbedingungen werden vom
BBM gesteuert.
Max. Leistung 85 kW
Min. Motordrehzahl: 650 U/min
Max. Motordrehzahl: 1000 U/min
Fahrzeuggeschwindigkeit unter 50 km/h

- +

Y
280

H
CL CRANKSHAFT L Z -
4 30

L VEHICLE
x

C
6 G000493

Anschlußmöglichkeiten für Motorabtrieb


Fahrgestelltyp Anschluß Position
X Y Z H L
Baureihe CF75 Flansch 651 -367
40 493 347
Direkt 593 -372
Baureihe CF85 Flansch 653 -339
139 450 320
Direkt 612 -343

Anschlußmöglichkeiten für Motorabtrieb


Der Motorabtrieb ist lieferbar mit:
- 8-Loch-Flansch (DIN 120)
- 6-Loch-Flansch (DIN 100)
- (direktem) Pumpenanschluß (ISO 7653).
Das maximale zusätzliche
Massenträgheitsmoment dieses Motorabtriebs
beträgt 1,6 kgm2.
20061604-609

Betätigung des Motorabtriebs


Auf Anfrage ist eine Nebenantriebsbetätigung mit
Sicherung gegen Einschalten bei laufendem

}
Motor lieferbar.
Der CF75- Motorabtrieb läßt sich
22032802-042
folglich nur bei NICHT laufendem
Motor einschalten.

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6.5 KUPPLUNGSABHÄNGIGER
NEBENANTRIEB

Übersicht über die Anordnung von


Nebenantrieben bei ZF-Getrieben 1)

G000448

1) Die Bezeichnung der Nebenantriebsanordnungen (mit einem großen schwarzen Punkt angegeben)
entspricht - auf die Getriebe-Rückseite blickend - der Einbauposition des Nebenantriebs im Fahr-
zeug. Bei der Bestellung von Nebenantrieben müssen die entsprechenden Bezeichnungen angege-
ben werden: Z= Mitte, R= Rechts, U= Unten, O=Oben und L= Links in bezug auf die Vorgelegewelle
im Getriebe.

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200719 167
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Energieverbraucher

Übersicht der Getriebeabtriebe


VA -
X
VA X
+
+

-
+
Y +
+
CH Z -
97122901-005
Y
CH

+ 97122901-006
Anordnungen von Nebenantriebsflanschen (Maße X, Y und Z) an den Getrieben: VA = Mittellinie der Vor-
derachse / CH = Mittellinie des Fahrgestells.

6.6 ERSTER NEBENANTRIEB

6 Getriebe 6S800 und 6S1000 (6,58 - 0,78)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hin-
tung zungsver- digkeits- moment dauer weis
hältnis faktor [Nm]
NH/1b 800 (6S800) 1
rechtsdre-
Z - 0.53 1000 Dauerbetrieb
NH/1c hend 2
(6S1000)
NH/4b 1
U linksdrehend 32 / 25 0.67 350 < 60 min
NH/4c 2

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653

Getriebe 9S1110 (12,73 - 1,00)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hin-
tung zungsver- digkeits- moment dauer weis
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- 1
Z - 0.72 800 Dauerbetrieb
NH/1c hend 2
NH/4b U 32 / 25 0.92 1
R 27 / 30 0.65
linksdrehend 430 < 60 min
NH/4c U 32 / 25 0.92 2
R 27 / 30 0.65
N109/10b U 44 / 36 0.88 630 4
linksdrehend 48 / 32 1.08 530 Dauerbetrieb
53 / 27 1.42 410

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168 200719
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Energieverbraucher

Getriebe 9S1110 (12,73 - 1,00)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hin-
tung zungsver- digkeits- moment dauer weis
hältnis faktor [Nm]
N109/10c O 44 / 36 0.88 630 2
linksdrehend 48 / 32 1.08 530 Dauerbetrieb
53 / 27 1.42 410

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

Getriebe 9S1110 und 9S1310 (9,48 - 0,75)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hin-


tung zungsver- digkeits- moment dauer weis
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- Dauerbe- 1
NH/1c
Z
hend
- 0.97 800
trieb 2 6
NH/4b 32 / 25 1.24 1
U
27 / 30 0.87
linksdrehend 430 < 60 min
NH/4c 32 / 25 1.24 2
R
27 / 30 0.87
N109/10b U 44 / 36 1.19 630 4
48 / 32 1.45 530
53 / 27 1.90 410 Dauerbe-
linksdrehend
N109/10c O 44 / 36 1.19 630 trieb 2
48 / 32 1.45 530
53 / 27 1.90 410

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

©
200719 169
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Getriebe MD 3000, MD 3200 (3,49 - 0,75), MD 3500 (4,59 - 0,75)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment
hältnis faktor [Nm]
277XGFJP-D5XY 31 / 41 1.03 405 / 285 2
R linksdrehend
277XSFJP-D5XX 39 / 33 1.61 335 / 235 4
859XGFJP-D5AC 24 / 43 0.76 780 / 550 4
Max. zulässiges Drehmoment, intermittierend/Dauerbetrieb (Betriebszyklen von mehr als fünf Minuten
gelten als Dauerbetrieb)
Das max. zulässige Drehmoment für Feuerwehranwendungen beträgt 80 % des Werts für intermittie-
renden Betrieb

2. Direkter Pumpenanschluß, ISO 7653


4. Flanschdurchmesser 100 mm, 6-Loch

Getriebe 8S1620 (13,80 - 1,00)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]

6 NH/1b
NH/1c
Z
rechtsdre-
hend
- 0.91 1000
Dauerbe- 1
trieb 2
NH/4b U 32 / 25 1.17 1
27 / 30 0.82
R 32 / 25 1.17
27 / 30 0.82
linksdrehend 430 60 min
NH/4c U 32 / 25 1.17 2
27 / 30 0.82
R 32 / 25 1.17
27 / 30 0.82
N221/10b U 37 / 30 1.13 870 4
40 / 27 1.35 730
44 / 23 1.75 560
46 / 21 2.00 470 Dauerbe-
linksdrehend trieb
N221/10c O 37 / 30 1.13 870 2
40 / 27 1.35 730
44 / 23 1.75 560
46 / 21 2.00 470

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp c mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

©
170 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Getriebe 8S1820, 8S2220 (11,54 - 0,84)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis


tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- - Dauerbe- 1
Z 1.09 1000
NH/1c hend trieb 2
NH/4b U 32 / 25 1.40 1
27 / 30 0.98
R 32 / 25 1.40
27 / 30 0.98
linksdrehend 430 < 60 min
NH/4c U 32 / 25 1.40 2
27 / 30 0.98
R 32 / 25 1.40
27 / 30 0.98
N221/10b U 37 / 30 1.35 870 4
40 / 27 1.62 730
44 / 23
46 / 21
2.09
2.40
560
470 Dauerbe-
6
linksdrehend
N221/10c O 37 / 30 1.35 870 trieb 2
40 / 27 1.62 730
44 / 23 2.09 560
46 / 21 2.40 470

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

Getriebe 16S1620, 16S1920, 16S2020, 16S2220 und 16S2320 (16,41 - 1,00)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- Dauerbe- 1
Z - 0.77 / 0.91 1000
NH/1c hend trieb 2
NH/4b U 32 / 25 0.98 / 1.17 1
27 / 30 0.69 / 0.82
R 32 / 25 0.98 / 1.17
27 / 30 0.69 / 0.82
linksdrehend 430 < 60 min
NH/4c U 32 / 25 0.98 / 1.17 2
27 / 30 0.69 / 0.82
R 32 / 25 0.98 / 1.17
27 / 30 0.69 / 0.82

©
200719 171
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Getriebe 16S1620, 16S1920, 16S2020, 16S2220 und 16S2320 (16,41 - 1,00)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
N221/10b U 37 / 30 0.95 / 1.13 870 4
40 / 27 1.14 / 1.35 730
44 / 23 1.47 / 1.75 560
46 / 21 1.68 / 2.00 470 Dauerbe-
linksdrehend
N221/10c O 37 / 30 0.95 / 1.13 870 trieb 2
40 / 27 1.14 / 1.35 730
44 / 23 1.47 / 1.75 560
46 / 21 1.68 / 2.00 470

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp c mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

6 Getriebe 16S1820, 16S2220, 16S2520 und 16S2720 (13,80 - 0,84)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis


tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- - Dauerbe- 1
Z 0.91 / 1.09 1000
NH/1c hend trieb 2
NH/4b U 32 / 25 1.17 / 1.40 1
27 / 30 0.82 / 0.98
R 32 / 25 1.17 / 1.40
27 / 30 0.82 / 0.98
linksdrehend 430 < 60 min
NH/4c U 32 / 25 1.17 / 1.40 2
27 / 30 0.82 / 0.98
R 32 / 25 1.17 / 1.40
27 / 30 0.82 / 0.98
N221/10b U 37 / 30 1.13 / 1.35 870 4
40 / 27 1.35 / 1.62 730
44 / 23 1.75 / 2.09 560
46 / 21 2.00 / 2.40 470 Dauerbe-
linksdrehend
N221/10c O 37 / 30 1.13 / 1.35 870 trieb 2
40 / 27 1.35 / 1.62 730
44 / 23 1.75 / 2.09 560
46 / 21 2.00 / 2.40 470

©
172 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

Getriebe 12AS1220 und 12AS1420 (12,79 - 1,00)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hin-
tung zungsver- digkeits- moment dauer weis
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre-
Z - 0.80 800 Dauerbetrieb 1, 2
NH/1c hend
NH/4b U 1, 2
NH/4c linksdrehend 32 / 25 1.02 430 < 60 min
R
NM AS/10b U 37 / 30 0.99 590 4
40 / 27 1.18 510
44 / 23 1.53 420
linksdrehend Dauerbetrieb
NM AS/10c O 37 / 30 0.99 590 2
40 / 27 1.18 510
44 / 23 1.53 420 6
1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90
mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

Getriebe 12AS1420 und 12AS1620 (10,37 - 0,81)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebsdau-


Hin-
tung zungsver- digkeits- moment er
weis
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- 1
Z - 0.99 800 Dauerbetrieb
NH/1c hend 2
NH/4c R 1
NH/4b linksdrehend 27 / 30 0.89 430 < 60 min
U 2
NM AS/10b U 37 / 30 1.22 590 4
40 / 27 1.47 510 Dauerbetrieb
linksdrehend 44 / 23 1.89 420
NM AS/10c O 37 / 30 1.22 590 2
40 / 27 1.47 510 Dauerbetrieb
44 / 23 1.89 420

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

©
200719 173
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Getriebe 12AS1930, 12AS2130, 12AS2330, 12AS2530 (12,33 - 0,78) und 12AS2940 (12,29 - 0,78)
Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- Dauerbe- 1
Z - 1.35 1000
NH/1c hend trieb 2
NH/4b U 1
linksdrehend 27 / 30 1.22 430 < 60 min 2
NH/4c R
NAS/10b U 35 / 32 1.48 710 4
32 / 25 1.73 580
Dauerbe-
linksdrehend 35 / 22 2.15 490
trieb
O 29 / 38 1.03 730 2
NAS/10c
32 / 35 1.24 720
NAS/10b + U 29 / 28 1.40 600 2, 4
NAS/10c O 29 / 38 1.03 730
NAS/10b + U 32 / 25 1.73 580 Dauerbe- 2, 4
linksdrehend
NAS/10c O 32 / 35 1.24 720 trieb

6 NAS/10b +
NAS/10c
U
O
35 / 22
35 / 32
2.15
1.48
490
710
2, 4

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

Hinweis: Mit zwei aktiven Nebenantrieben, NAS/10b+c, ist das zulässige Höchstdrehmoment der Vor-
gelegewelle auf 1000 Nm reduziert. Der Pumpenanschluß ist stets in oberer Stellung und der Flan-
schanschluß in unterer Stellung.

Getriebe 12AS1630, 12AS1930, 12AS2130, 12AS2330 und 12AS2540 (15,86 - 1,0)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- Dauerbe- 1
Z - 0.82 1000
NH/1c hend trieb 2
NH/4b 32 / 25 1.05 1
U
27 / 30 0.74
32 / 25 1.05
R
27 / 30 0.74
linksdrehend 430 < 60 min
NH/4c 32 / 25 1.05 2
U
27 / 30 0.74
32 / 25 1.05
R
27 / 30 0.74

©
174 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Getriebe 12AS1630, 12AS1930, 12AS2130, 12AS2330 und 12AS2540 (15,86 - 1,0)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
N AS/10b 37 / 20 1.51 430 4
U 40 / 17 1.93 400
41 / 16 2.10 360 Dauerbe-
linksdrehend
N AS/10c 37 / 30 1.01 690 trieb 2
O 40 / 27 1.21 670
41 / 26 1.29 630
NAS/10b + U 37 / 20 1.51 430 2, 4
NAS/10c O 37 / 30 1.01 690
NAS/10b + U 40 / 17 1.93 400 Dauerbe- 2, 4
linksdrehend
NAS/10c O 40 / 27 1.21 670 trieb

NAS/10b + U 41 / 16 2.10 360 2, 4


NAS/10c O 41 / 26 1.29 630

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90

2.
mm, 4-Loch
Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
6
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

Hinweis: Mit zwei aktiven Nebenantrieben, NAS/10b+c, ist das zulässige Höchstdrehmoment der Vor-
gelegewelle auf 1000 Nm reduziert. Der Pumpenanschluß ist stets in der oberen und der Flanschan-
schluß in der unteren Stellung.

Getriebe 16AS2630 (14,12 - 0,83)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
NH/1b rechtsdre- Dauerbe- 1
Z - 1.11 1000
NH/1c hend trieb 2
NH/4b U 1
27 / 30 1.0
R
linksdrehend 430 < 60 min
NH/4c U 2
27 / 30 1.0
R
N AS/10b 35 / 32 1.21 600 4
U 32 / 25 1.42 580
Dauerbe-
linksdrehend 35 / 22 1.77 490
trieb
N AS/10c 29 / 38 0.85 730 2
O
32 / 35 1.02 720

©
200719 175
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Getriebe 16AS2630 (14,12 - 0,83)


Typ Pos. Drehrich- Überset- Geschwin- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis
tung zungsver- digkeits- moment dauer
hältnis faktor [Nm]
NAS/10b + U 29 / 28 1.15 600 2, 4
NAS/10c
O 29 / 38 0.85 730
NAS/10b + U 32 / 25 1.42 580 Dauerbe- 2, 4
NAS/10c linksdrehend
O 32 / 35 1.02 720 trieb
NAS/10b + U 35 / 22 1.77 490 2, 4
NAS/10c O 35 / 32 1.21 710

1. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 90


mm, 4-Loch
2. Nebenantriebstyp c mit direktem Pumpenanschluß,
ISO 7653
4. Nebenantriebstyp b mit Flanschdurchmesser 100
mm, 6-Loch

Hinweis: Mit zwei aktiven Nebenantrieben, NAS/10b+c, ist das zulässige Höchstdrehmoment der Vor-
gelegewelle auf 1000 Nm reduziert. Der Pumpenanschluß ist stets in der oberen und der Flanschan-
schluß in der unteren Stellung.
6
6.7 ZWEITER NEBENANTRIEB

Zweiter Nebenantrieb für Baureihen CF75,


CF85 und XF
In Kombination mit Nebenantrieb N221/10 und Getriebe 8S1620 (13,80 - 1,0)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Drehzahl- Max. Dreh- Betriebs-


tung zungsver- faktor moment dauer Hinweis
hältnis [Nm]
NL/1b Dauerbe- 3
Z rechtsherum - 0,91 600
NL/1c trieb 2
NL/4b U 27 / 30 0,82 3, 6
32 / 25 1,17
R 27 / 30 0,82
32 / 25 1,17
linksherum 430 < 60 Min.
NL/4c U 27 / 30 0,82 2, 6
32 / 25 1,17
R 27 / 30 0,82
32 / 25 1,17

2. Direkter Pumpenanschluß, ISO 7653


3. Flanschdurchmesser 75 mm, 6-Loch
6. Montageposition R in Kombination mit N221/10 U,
Montageposition U in Kombination mit N221/10 O

©
176 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

In Kombination mit Nebenantrieb N221/10 und Getriebe 8S1820 und 8S2220 (11,54 - 0,84)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Drehzahl- Max. Dreh- Betriebs- Hinweis


tung zungsver- faktor moment dauer
hältnis [Nm]
NL/1b Dauerbe- 3
Z rechtsherum - 1,09 600
NL/1c trieb 2
NL/4b U 27 / 30 0,98 3, 6
32 / 25 1,40
R 27 / 30 0,98
32 / 25 1,40
linksherum 430 < 60 Min.
NL/4c U 27 / 30 0,98 2, 6
32 / 25 1,40
R 27 / 30 0,98
32 / 25 1,40

2. Direkter Pumpenanschluß, ISO 7653


3. Flanschdurchmesser 75 mm, 6-Loch
6. Montageposition R in Kombination mit N221/10 U,
Montageposition U in Kombination mit N221/10 O 6
In Kombination mit Nebenantrieb N221/10 und Getriebe 16S1620, 16S1920, 16S2020, 16S2220
und 16S2320 (16,41 - 1,0)
Typ Pos. Drehrich- Überset- Drehzahl- Max. Dreh- Betriebs-
tung zungsver- faktor moment dauer Hinweis
hältnis [Nm]
NL/1b Dauerbe- 3
Z rechtsherum - 0.77 / 0.91 600
NL/1c trieb 2
NL/4b U 27 / 30 0.69 / 0.82 3, 6
32 / 25 0.98 / 1.17
R 27 / 30 0.69 / 0.82
32 / 25 0.98 / 1.17
linksherum 430 < 60 Min.
NL/4c U 27 / 30 0.69 / 0.82 2, 6
32 / 25 0.98 / 1.17
R 27 / 30 0.69 / 0.82
32 / 25 0.98 / 1.17

2. Direkter Pumpenanschluß, ISO 7653


3. Flanschdurchmesser 75 mm, 6-Loch
6. Montageposition R in Kombination mit N221/10 U,
Montageposition U in Kombination mit N221/10 O

©
200719 177
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

In Kombination mit Nebenantrieb N221/10 und Getriebe 6S1820, 16S2220, 16S2520 und 16S2720
(13,80 - 0,84)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Drehzahl- Max. Dreh- Betriebs-


tung zungsver- faktor moment dauer Hinweis
hältnis [Nm]
NL/1b Dauerbe- 3
Z rechtsherum - 0.91 / 1.09 600
NL/1c trieb 2
NL/4b U 27 / 30 0.82 / 0.98 3, 6
32 / 25 1.17 / 1.40
R 27 / 30 0.82 / 0.98
32 / 25 1.17 / 1.40
linksherum 430 < 60 Min.
NL/4c U 27 / 30 0.82 / 0.98 2, 6
32 / 25 1.17 / 1.40
R 27 / 30 0.82 / 0.98
32 / 25 1.17 / 1.40

2. Direkter Pumpenanschluß, ISO 7653

6 3.
6.
Flanschdurchmesser 75 mm, 6-Loch
Montageposition R in Kombination mit N221/10 U,
Montageposition U in Kombination mit N221/10 O

In Kombination mit Nebenantrieb NM AS/10 und Getriebe 12AS1220 und 12AS1420 (12,79 - 1,00)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Drehzahl- Max. Dreh- Betriebs-


tung zungsver- faktor moment dauer Hinweis
hältnis [Nm]
NL/1b Dauerbe- 3
Z rechtsherum - 0.80 / 0.99 600
NL/1c trieb 2
NL/4b U 27 / 30 0.72 / 0.89 3, 6
32 / 25 1.02 / 1.27
R 27 / 30 0.72 / 0.89
32 / 25 1.02 / 1.27
linksherum 430 < 60 Min.
NL/4c U 27 / 30 0.72 / 0.89 2, 6
32 / 25 1.02 / 1.27
R 27 / 30 0.72 / 0.89
32 / 25 1.02 / 1.27

2. Direkter Pumpenanschluß, ISO 7653


3. Flanschdurchmesser 75 mm, 6-Loch
6. Montageposition R in Kombination mit NM AS/10 U,
Montageposition U in Kombination mit NM AS/10 O

©
178 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

In Kombination mit Nebenantrieb NM AS/10 und Getriebe 12AS1210 und 12AS1420 (10,37 - 0,81)

Typ Pos. Drehrich- Überset- Drehzahl- Max. Dreh- Betriebs-


tung zungsver- faktor moment dauer Hinweis
hältnis [Nm]
NL/1b Dauerbe- 3
Z rechtsherum - 0.99 / 1.22 600
NL/1c trieb 2
NL/4b U 27 / 30 0.89 / 1.10 3, 6
32 / 25 1.27 / 1.56
R 27 / 30 0.89 / 1.10
32 / 25 1.27 / 1.56
linksherum 430 < 60 Min.
NL/4c U 27 / 30 0.89 / 1.10 2, 6
32 / 25 1.27 / 1.56
R 27 / 30 0.89 / 1.10
32 / 25 1.27 / 1.56

2. Direkter Pumpenanschluß, ISO 7653


3. Flanschdurchmesser 75 mm, 6-Loch
6. Montageposition R in Kombination mit NM AS/10 U,
Montageposition U in Kombination mit NM AS/10 O 6
6.8 VERTEILERGETRIEBE

Verteilergetriebeabtrieb
Der Geschwindigkeitssensor des
Fahrtenschreibers muß von der Abtriebswelle
des Getriebes auf die Abtriebswelle des
Verteilergetriebes (zur Hinterachse) umgesetzt
werden.
Eine Neukalibrierung des Fahrtenschreibers ist
ebenfalls vorgeschrieben.
Wenn das Verhältnis der Antriebswellendrehzahl
zur Abtriebswellendrehzahl (zur Hinterachse)
des Verteilergetriebes nicht 1:1 beträgt, ist
außerdem eine neue Fahrzeugsystemsoftware
erforderlich.
Bei Anbau von Nebenantrieben an
Untersetzungsgetriebe und bei Verwendung von
Verteilergetrieben als Nebenantrieb wende man
sich grundsätzlich an DAF.

6.9 NEBENANTRIEBSBETÄTIGUNG

Alle DAF-Baureihen sind serienmäßig mit


Kabelsträngen für die Verkabelung der
Nebenantriebssteuerung von der Rückseite der
Mittelkonsole in der Armaturentafel zum BBM-
Steuergerät (bei der Baureihe LF zum VIC-
Steuergerät) und vom BBM-Steuergerät (bei der
Baureihe LF vom VIC-Steuergerät) bis zur

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200719 179
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Spritzwanddurchführung ausgestattet. Die


Baureihen CF und XF verfügen außerdem über
eine Verkabelung von der
Spritzwanddurchführung zum jeweiligen
elektrischen Anschluß im Fahrgestell bis zum
Getriebe. Der Nebenabtriebsschalter bei der LF-
Baureihe kann direkt in der Armaturentafel
montiert und angeschlossen werden, während
bei den Baureihen CF und XF ein Schalter und
ein Kabelbaum erforderlich sind. Alle schaltbaren
Nebenantriebe werden über einen elektrischen
Schalter auf der Armaturentafel,
Verriegelungsbedingungen im BBM (bei der
Baureihe LF im VIC), ein elektrisches/
pneumatisches Ventil im Fahrgestell und einen
Status-Rückmeldeschalter gesteuert. Wenn eine
Nebenantriebsvorbereitung ab Werk spezifiziert
wird, sind der Nebenantriebsschalter und die
Verkabelung zum BBM (bei der Baureihe LF zum
VIC) bereits an der dafür vorgesehenen Stelle in
der Armaturentafel montiert. Außerdem sind die
zusätzliche Verkabelung vom Getriebe zum
elektrischen/pneumatischen Ventil und das
elektrische/pneumatische Ventil selbst bereits
6 angebracht.
Nebenantriebssteuerung und -sicherung siehe
Kap. 7.23: "Baureihe LF
Nebenantriebssteuerung/-sicherung",
7.28: "Baureihe CF Nebenantriebssteuerung/-
sicherung" bzw.7.33: "Baureihe XF
Nebenantriebssteuerung/-sicherung".
Schalter in der Armaturentafel sind als Zubehör
über DAF Parts erhältlich; für die jeweiligen
Bestellnummern siehe Kapitel
8: "Teilenummern".
Fahrzeuge der Baureihen LFund CF65 sind für
die Betätigung von Nebenantrieb 1 vorbereitet,
die über das VIC angesteuert und überwacht
wird.
Das Fahrerhaus der Baureihe CF65 ist für zwei
Nebenabtriebe über VIC vorbereitet, der
Fahrgestellkabelbaum ist jedoch nur für eine
Nebenabtriebssteuerung und Status-
Rückmeldung ausgelegt.
Bei den Baureihen CF75/85 und XF kann ab
Werk die Betätigung für maximal 2
Nebenantriebe geliefert werden, obwohl in der
Armaturentafel 3 Stellen für
Nebenantriebsschalter reserviert sind.
Beispielsweise ist folgende Belegung möglich:
- für einen 1. Nebenabtrieb am Getriebe,
- für einen 2. Nebenabtrieb am Getriebe und
- für einen motorabhängigen Nebenabtrieb.

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180 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Reservierte Positionen für


Nebenantriebsschalter siehe Kap.
7.20: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe LF",
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF"
bzw. 7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe
XF".
Die verfügbare Nebenabtriebsauswahl ist an
einen spezifischen Nebenabtriebsschalter
gebunden, siehe nachstehende Tabelle:
Schalter Nebenab- Schalter Nebenab-
trieb 1 trieb 2

Motorabtrieb --
Motorabtrieb N../1 oder N../4
Motorabtrieb N../10
Motorabtrieb Chelsea
-- N../10
N../1 oder N../4 N../10
N../1 oder N../4 --
NAS/10 b oder c
--
--
Chelsea
6
NAS/10 b NAS/10c

Für N../10-Nebenabtriebe ist eine Ausführung mit


Kupplungssicherung erforderlich.
Wenn ein N221/10-Nebenabtrieb nachträglich
eingebaut wird, ist außerdem eine Anpassung in
der elektrischen Anlage erforderlich (Hinzufügen
von Relais G259).
N../10- und Chelsea-Nebenabtriebe werden
immer über den Nebenabtrieb 2-Schalter und
VIC-Verriegelungen betätigt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei DAF.

6.10 DRUCKLUFTANLAGE

Druckluftanlage Änderungen an der


Bremsanlage des Fahrzeugs ohne schriftliche

}
Genehmigung von DAF sind NICHT zulässig.
Mechanische Schäden jeder Art an
Komponenten der Bremsanlage sind
unbedingt zu vermeiden.

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AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Alle Baureihen
Druckluftverbraucher können an einen freien
Anschluß des Luftverteilerblocks (A) von Kreis 4
der Baureihen CF75/85 und XF angeschlossen
werden. (Der Luftverteilerblock ist mit Anschluß
24 des APU-Ventils verbunden und hinter dem
linken Fahrerhauseinstieg angeordnet.) Der
Luftverteilerblock befindet sich bei den Baureihen
FT, CF und XF mit einem Radstand von 3,60 m 24
und 3,80 man der linken Fahrgestellseite
zwischen den Flanschen des K-Querträgers. G000459

Bei den Baureihen LF und CF65 befindet sich, Anschluß für Druckluftverbraucher am APU-
sofern sie nicht mit Luftfederung oder ASR Ventil
ausgerüstet sind, im rechten Längsträger eine
Luftleitung, die mit einem roten Stöpsel
verschlossen ist. Dieser sollte durch eine dem
Luftbedarf entsprechende DAF-Standardarmatur
ersetzt werden. Druckluft kann auch aus dem
Hilfskreis, Anschluß 24, entnommen werden.
Verschiedene Verteiler- und Verbindungsstücke
sind über DAF Parts erhältlich. Für
Teilenummern siehe die Sortiments-
Dokumentation von DAF Parts und Kapitel

}
8.7: "Adapter Druckluftanlage".
6 Der minimale Anlagendruck für die
Baureihen LF, CF und XF beträgt 8,8
≥0,2 bar, der maximale Anlagendruck
10,4≥0,2 bar.

Allgemeine Hinweise
Da vor dem APU-Ventil und im Anlagenkreis 4
kein Druckluftvorrat zur Verfügung steht, dürfen
externe Druckluftverbraucher nur bei laufendem
Fahrzeugmotor mit Luft versorgt werden.
Dabei ist es sehr wichtig, daß ungeachtet der
Bedingungen und des gelieferten Luftvolumens
regelmäßig (mindestens 6 x in der Stunde) der
Abschaltdruck des Luftdruckreglers erreicht wird,
damit sich in der Leerlaufphase des Kreis 4 Luftverteilerblock (Baureihen CF75/85
Luftkompressors das Lufttrocknerelement und XF)
regenerieren kann.
Durch konsequentes Einhalten der Lufttrockner-
Regenerationszyklen kann eine Degenerierung
des Granulats im Lufttrockner-Filterelement
infolge häufiger und zu lang anhaltender
Feuchtigkeitseinlagerungen vermieden und
Einfrieren in der kalten Jahreszeit
ausgeschlossen werden.

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AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Höchstzulässiger durchschnittlicher
Druckluftverbrauch
Bei Einsatz des Luftkompressors gemäß der
oben beschriebenen Methode darf bei den
Baureihen CF75-85 und XF ein
durchschnittliches Luftvolumen von maximal 70 l/
min* (Dauerbetrieb) abgenommen werden, und
zwar bei einer Motordrehzahl von 1200 U/min
(XF, CF85) bzw. 1400 U/min (CF75).
* Luftvolumen bei Atmosphärendruck.
Um die vollständige Lebensdauer des
Luftkompressors zu gewährleisten und die
gesetzlichen Anforderungen an Druckluftanlagen
für Lkw zu erfüllen, ist es wichtig, daß:
- während des Belastungszyklus des
Luftkompressors dieser höchstens 25 %
unter Belastung läuft. D. h. der Kompressor
darf pro Zeitraum von 10 Minuten höchstens
2,5 Minuten ununterbrochen laufen.
- nach der Installation und/oder während des
Einsatzes des externen
Druckluftverbrauchers das Fahrzeug
weiterhin ohne Einschränkung die
Richtlinien ECE R13/09 (EBS-Bremsanlage)
6
und 98/12EG (herkömmliche
Bremsanlagen) erfüllt.
Werden die Richtwerte des Luftkompressor-
Belastungszyklus häufig und/oder längere Zeit
überschritten, führt dies zu erhöhtem
Ölverbrauch. Außerdem verkürzt sich die
Lebensdauer von Luftkompressor,
Lufttrockner(element) und Druckregelventil
(APU).
Wenn nicht alle der oben genannten
Bedingungen erfüllt werden können, empfiehlt es
sich, einen zweiten (externen) Luftkompressor in
Kombination mit einem Zweikammer-
Lufttrockner zu installieren. Der zweite
Kompressor kann über einen Nebenantrieb oder
eine eigene Antriebseinheit angetriebenen
werden.
Je nach Fahrzeugtyp, Kapazität der
Druckluftanlage und Fahrzeugoptionen können
zusätzliche Drucklufttanks in Kombination mit
einer erhöhten Lufttrocknerkapazität verwendet
werden.

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AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Zusätzliche Druckluftverbraucher im
Fahrerhaus
Das Anschlußstück für zusätzliche
CF
Druckluftverbraucher im Fahrerhaus für die
C
Baureihen CF und XF ist in der nebenstehenden
Zeichnung dargestellt. Die Druckluftleitungen C D DD
können direkt in die freien Anschlüsse gesteckt XF
werden. Aus Sicherheitsgründen ist es nicht C
gestattet, an anderen Stellen der Druckluftanlage
C DDED
Druckluft abzunehmen.
C= Ø 8 mm
D= Ø 6 mm
E= Ø 4 mm

G000308

Drucklufthorn
Alle Fahrerhäuser der Baureihen CF und XF
einschließlich der Space Cab-Ausführungen sind
mit einer nicht angeschlossenen 6-mm-
Druckluftleitung ausgestattet, die von unterhalb
des Fahrersitzes durch die B-Säule zu einer
Stelle oberhalb der fahrerseitigen Tür führt, wo
auf dem Fahrerhausdach ein Drucklufthorn
montiert werden kann.

6
6.11 LUFTZULEITUNG,
KIPPERVORBEREITUNG

Wenn die Option "Luftzuleitung/


Kippervorbereitung" Selco 4331 bestellt wird, ist
das Fahrzeug mit Folgendem ausgestattet: sechs
Luftleitungen und eine Leuchtanzeige, um ein
unnötiges Öffnen der Innenverkleidung des
Fahrerhauses zu vermeiden.

Die Luftleitungen verlaufen unterhalb der


Bodenverkleidung unter dem Fahrersitz, über die
Schwelle und die A-Säule durch den
Kabinenboden bei der Lenksäule. Die
Luftleitungen haben einen Außendurchmesser
von 6 mm und ragen ca. 1 Meter aus dem
Fahrerhaus heraus.

Anzeigeleuchte für den Kipper wird bei


Fahrzeugen mit Linkslenkung in der Verkleidung
links vom Lenkrad angebracht. Stift 2 und 3 im
schwarzen 12-poligen Anwendungsverbinder
A103 mit Reservekabeln für Aufbaufunktionen
vorn rechts im Kotflügel können verwendet
werden, um die Anzeigeleuchte einzuschalten.

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AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

6.12 HEIZANLAGE

An die Kühlanlage des Motors kann eine


Laderaum-Heizanlage angeschlossen werden.
Die Effektivität richtet sich nach der Menge der
Restwärme, die der Motor in dem Augenblick
erzeugt. Wenn eine Laderaum-Heizung ohne
weiteres an die Kühlanlage des Motors
angeschlossen wird, kann dies die Kapazität der
Fahrerhausheizung beeinträchtigen. Ein Motor,
der nur langsam warm wird, verbraucht mehr
Kraftstoff. Außerdem kann auf Dauer der
Motorverschleiß größer sein. Kritisch für die
Motortemperatur sind u. a. ein niedriges
Lastkollektiv (niedriges Fahrzeug-/
Zuggesamtgewicht, ebene Fahrbahn) und
niedrige Außentemperaturen.
Deshalb sind folgende Voraussetzungen zu
erfüllen:
- Über ein Thermostat ist sicherzustellen, daß
die Betriebstemperatur des Motors nicht
unter den Mindestwert (ca. 87 C bei den
Baureihen CF75 und CF85 und ca. 79 C für
die XF-Baureihe; vor dem Thermostat
gemessen) absinken kann. Dieser
6
Aufbauthermostat muß (bei Montage in der
Zufuhrleitung) maximal 5 C früher öffnen als
der Motorthermostat.
- Die derzeitigen DAF-Thermostate
(Baureihen CF75/85 und XF) erfüllen die
untenstehenden Kriterien:
- Öffnungstemperatur zwischen 87+1 C
und 87-2 C bei CF75/85-Fahrzeugen
mit direktem Kühlwasserrücklauf
- Öffnungstemperatur zwischen 83+1 C
und 83-2 C bei XF-Fahrzeugen und
CF-Fahrzeugen mit indirektem
Kühlwasserrücklauf in der Ausführung
mit Automatikgetriebe oder Intarder
- Schließtemperatur 2 bis 3 C niedriger.
- Der Kühlwasserkreis des Motors darf im
Hinblick auf die Kapazität des
Ausdehnungsbehälters (nicht bei
Getriebeölkühlung) um höchstens 10 Liter
erweitert werden.
- Der Anschluß an die Motorkühlanlage muß
parallel an den bestehenden Kreis
geschaltet werden, und zwar mit Leitungen
mit einem maximalen Innendurchmesser
von 20 mm. Die optimale Zufuhr erfolgt über
eine Verbindung mit den oberen
Wasserrohren am Motor (vor dem
Thermostat), während für den Rücklauf ein
(vom Aufbauhersteller anzufertigendes)
Verbindungsstück in der Ansaugleitung zur
Wasserpumpe erforderlich ist. Bei
"indirektem Kühlwasserrücklauf" (bei
Getriebeölkühlung) ist dazu ein zusätzlicher
Anschluß (1 1/4" BSP) an diesem oberen

©
200719 185
AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

Wasserrohr erforderlich. Bei "direktem


Kühlwasserrücklauf" (Standard-Ausführung)
kann für die Baureihen CF85 und XF ein T-
Anschluß am Stahl-Verbindungsstück
zwischen dem vorderen und hinteren oberen
Wasserrohr hergestellt werden. Für die
Baureihe CF75 wenden Sie sich an DAF.
Von einem Anschluß an den vorhandenen
Heizungskreis des Motors ist in jedem Fall
abzuraten, da dann nochmals eine Abzweigung
von der (bereits reduzierten) Durchflußmenge
erfolgt, wodurch u. a. infolge der Zunahme des
Leitungswiderstands die Kapazität beider
Anlagen beeinträchtigt wird.
- Die Durchflußmenge durch den Heizkreis
des Aufbaus beträgt max. 60 l/min. Die
Nennkapazität der Wasserpumpe beträgt je
nach Leitungswiderständen und -drücken
durchschnittlich 400 bis 500 l/min.
- Unter diesen Umständen darf die Abnahme
der Motortemperatur (äTMotor, durchschn.)
höchstens 6 C betragen!
- Die Leitungen müssen möglichst gerade
6 verlaufen, ohne durchzuhängen. An den
höchsten Stellen der Anlage sind Entlüfter
anzubringen.
- Die Heizungsanlage kann auf Wunsch um
eine separate Standheizung ergänzt
werden. In diesem Fall ist auch ein
zusätzlicher Ausdehnungsbehälter
erforderlich (siehe Funktionsschema).
Anlagenentwürfe müssen DAF grundsätzlich
zur Überprüfung vorgelegt werden.
6

4 5 10

3 9
7
1
7
8
2

97122901-008

Beispiel einer Heizanlage mit Zusatz-Heizgerät


1 = Thermostat (Motor)
2 = Wasserpumpe
3 = Heizkörper
4 = Ausdehnungsbehälter (Fahrzeug)
5 = Thermostat (Aufbau)
6 = Zusatz-Heizgerät
7 = Rückschlagventile

©
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AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

8 = Wärmetauscher
9 = Heizungshahn
10 = Ausdehnungsbehälter (Aufbau)

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AUFBAURICHTLINIEN
Energieverbraucher

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188 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

ELEKTRISCHE ANLAGE
Elektrische Anlage

Blatt Datum
7.1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191 200719
7.2 Sicherheitsbestimmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191 200719
7.3 Elektrischer Schaltplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191 200719
7.4 Masseverbindungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193 200719
7.5 Kabelquerschnitt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194 200719
7.6 Starthilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195 200719
7.7 Aufladen von Batterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195 200719
7.8 Spitzenspannungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196 200719
7.9 Elektromagnetische Kompatibilität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196 200719
7.10 Datenkommunikation CAN SAE J1939/ISO 11898 (einschl. FMS) . . . . . . . . . . 198 200719
7.11 Datenkommunikation CANopen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 200719
7.12 Datenkommunikation ISO 11992/2 & 11992/3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205 200719
7.13 Maximale Belastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206 200719
7.14 Zusätzliche Batterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206 200719
7.15 Zusätzlicher Generator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207 200719
7.16 Anschlüsse, Anordnungen und zulässige Belastungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208 200719
7.17 Instrumententafelschalter und Anzeigeleuchten von DAF. . . . . . . . . . . . . . . . . 210 200719
7.18 Motordrehzahlregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211 200719
7.19 Zubehöranschlüsse bei der Baureihe LF. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212 200719
7.20 Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe LF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218 200719
7.21 Fahrgestellanschlüsse Baureihen LF und CF65 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 200719
7.22 ESC-Regelung LF-Baureihe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 224 200719
7.23 Baureihe LF Nebenantriebssteuerung/-sicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228 200719
7.24
7.25
Anschlüsse für Zubehör Baureihe CF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 229
Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241
200719
200719 7
7.26 Fahrgestellanschlüsse Baureihen CF75 und CF85 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 247 200719
7.27 Baureihe CF ESC-Regelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 200719
7.28 Baureihe CF Nebenantriebssteuerung/-sicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 257 200719
7.29 Anschlüsse für Zubehör Baureihe XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 262 200719
7.30 Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274 200719
7.31 Fahrgestellanschlüsse Baureihe XF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280 200719
7.32 Baureihe XF ESC-Regelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281 200719
7.33 Baureihe XF Nebenantriebssteuerung/-sicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287 200719
7.34 Anschlüsse für Anhänger/Auflieger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 291 200719
7.35 Automatisierte und automatische Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292 200719
7.36 Diebstahlsicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 297 200719
7.37 Elektrische Retarder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 298 200719
7.38 CAN-Erweiterungsbox (Option) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 299 200719
7.39 Body Builder Module (Modul für Aufbauhersteller) optional . . . . . . . . . . . . . . . 300 200719
7.40 Armaturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 301 200719
7.41 CAN für Aufbauhersteller J1939 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 303 200719
7.42 Vorbereitungen Hebebühne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 306 200719
7.43 Achslastüberwachung (ALM, Axle Load Monitoring) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 308 200719
7.44 Müllwagenvorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 310 200719

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200719 189
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

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190 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7. ELEKTRISCHE ANLAGE
7.1 ALLGEMEINES

In vielen Fällen wird der Aufbauhersteller die


elektrische Anlage des Aufbaus an die
elektrische Anlage des Fahrzeugs anschließen.
Dabei müssen unbedingt die untenstehenden
Richtlinien genau befolgt werden, da schon die
kleinste Störung zum Ausfall der Gesamtanlage
bzw. von Anlagenteilen oder sogar zum Stillstand

}
des kompletten Fahrzeugs führen kann.
Elektrische Anschlüsse an der
Verkabelung des Fahrzeugs an
anderen als den von DAF dafür
spezifizierten Stellen sind
strengstens verboten. Für die
verfügbaren Anschlüsse im
Fahrerhaus und am Fahrgestell
siehe weiter hinten in diesem
Kapitel.

7.2 SICHERHEITSBESTIMMUNG

Elektrische Systeme, die an die Elektroanlage


des Fahrgestells angeschlossen werden, sind so
7
zu sichern, daß sie weder die Elektroanlage noch
die Sicherheit im Allgemeinen beeinträchtigen
können.
Vor der Durchführung von Arbeiten an der
elektrischen Anlage muß grundsätzlich
zuerst die Plus-Klemme der Batterie gelöst
werden.
Hinweis:
Bei der Durchführung von Schweißarbeiten sind
die in Kapitel 2.3: "Schweißen am Fahrgestell"
gegebenen Anweisungen zu befolgen

7.3 ELEKTRISCHER SCHALTPLAN

Für die elektrischen (Stromlauf-)Pläne von DAF-


Fahrzeugen wird auf die TOPEC View-CD-ROM
bzw. die DAF-Abteilung Sales Engineering
verwiesen. Auch der örtliche DAF-Händler hat
elektrische Schaltpläne in den
Werkstatthandbüchern.
Der Aufbauhersteller ist verpflichtet, ggf.
zusätzliche Schaltpläne zur Verfügung zu stellen.
Diese müssen beim Fahrzeug bleiben, um
eventuelle Störungen effizient beseitigen bzw.
Reparaturen effizient ausführen zu können.

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200719 191
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Kennzeichnung der elektrischen Verkabelung


Die Kennzeichnung besteht aus einer Kennzahl
und einem Farbkode, wodurch die Verkabelung
übersichtlich geordnet wird. Außerdem werden
auf diese Weise Anschluß- und
Herstellungsfehler vermieden.
Die erste Ziffer der vierstelligen Kennzahl
verweist auf die Hauptgruppe und die Farbe.
Hauptgruppe
Stromversorgung (rot)
1000 bis 1099 Spannungserzeugung
1100 bis 1199 Stromversorgung ohne Kontakt
1200 bis 1499 Stromversorgung über Kontakt

Beleuchtung (gelb)
2000 bis 2099 Fahrtrichtungsanzeige und Warnblinkanlage
2100 bis 2599 Außenbeleuchtung des Fahrzeugs
2600 bis 2999 Innenbeleuchtung des Fahrzeugs

Warn- und Kontrollfunktionen (blau)


3000 bis 3399 Motorfunktionen
7 3400 bis 3999 Fahrzeugfunktionen

Verbraucher (schwarz)
4000 bis 4499 Anlaß-, Abstell-, Motor-, Glühfunktionen
4500 bis 5499 Fahrzeugfunktionen
5500 bis 5999 Automatische Getriebe
6000 bis 6999 Sonderausführung. (Nicht ab Band, aber ab
Werk)

Masse (weiß)
nicht gekennzeichnet
9000 bis 9499 Meßmasseanschlüsse

Baureihen LF, CF und XF105


SAE J 1939 / ISO 11898 I-CAN-Verkabelung (verdrillt)
3565 Dedizierte Armaturentafel-Anzeige für Fahrzeug- CAN-L (gelb)
steuergeräte
3566 Dedizierte Armaturentafel-Anzeige für Fahrzeug- CAN-H (grau)
steuergeräte
SAE J 1939 / ISO 11898 V-CAN-Verkabelung (verdrillt)
3780 CAN-Bus 1 des Fahrzeugs CAN-L (gelb)
3781 CAN-Bus 1 des Fahrzeugs CAN-H (rot)
3700 CAN-Bus 2 des Fahrzeugs CAN-L (gelb)

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192 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

3701 CAN-Bus 2 des Fahrzeugs CAN-H (blau)


SAE J1939 / ISO 11898 FMS-CAN-Verkabelung (verdrillt)
3782 D-CAN CAN-L (gelb)
3783 D-CAN CAN-H (grün)
ISO 11992/2 EBS-CAN-Verkabelung (verdrillt)
3558 Dedizierter EBS-Anschluß für Anhänger/Auflieger CAN-L (weiß)
3559 Dedizierter EBS-Anschluß für Anhänger/Auflieger CAN-H (blau)
BB-CAN oder CANopen (nicht bei LF)
3810 BBM-Ausgang CAN-L (gelb)
3811 BBM-Ausgang CAN-H (orange)
ISO 11992/3 Lkw-/Anhänger-Schnittstelle (nicht für LF)
3812 Dedizierter EBS-Anschluß für Anhänger/Auflieger CAN-L (weiß)
3813 Dedizierter EBS-Anschluß für Anhänger/Auflieger CAN-H (blau)

7.4 MASSEVERBINDUNGEN

Der zunehmende Einsatz von elektronischen


Systemen und Anlagen macht eine
Unterscheidung der Masseverbindungen
erforderlich. Unterschieden werden zwei
Massen, und zwar Normmasse und Meßmasse.
Beide Massekabel sind weiß; zur Unterscheidung
ist jedoch das Kabel für die Meßmasse mit einer
7
Kodierung versehen (von 9000 bis 9500). Die
Meßmasse ist ausschließlich für alle
elektronischen Anlagen und Bauteile von DAF zu
verwenden.
Bei den LF-, CF- und XF-Baureihen ist das
Fahrgestell an die Masse, d. h. an den negativen
Pol der Batterie angeschlossen.
G000460
Bei einer Stromabnahme von mehr als 50 A
müssen die Massekabel für zusätzliche
Stromverbraucher an die Minuspolklemme der
Fahrzeugbatterie angeschlossen werden. Es ist
grundsätzlich zu prüfen, ob die verwendeten
Anschlüsse und Kabel für die zu erwartende
Stromstärke geeignet sind. Die
Zentralmassekabel sind weiß und nicht

}
numeriert.
Es ist nicht gestattet, an der weißen
Verkabelung mit der
Zahlenkodierung 9000 bis 9500
Anschlüsse vorzunehmen. Hierbei
handelt es sich nämlich um die
Zentralmasse für alle elektronischen
Komponenten des Fahrzeugs.

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200719 193
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

} Eine Verbindung darf ausschließlich


mit den in den
Anwendungsverbindern
verfügbaren Massen hergestellt
werden. Alternativ kann die
Verbindung auch mit den M6-
Schrauben auf dem
Fahrerhausboden der Beifahrerseite
hergestellt werden.

7.5 KABELQUERSCHNITT

Der Mindestquerschnitt von Kabeln kann aus der


untenstehenden Tabelle abgelesen werden. Vor
allem bei höheren Stromstärken müssen die
betreffenden Kabel möglichst kurz gehalten
werden.
Kabelquerschnitt in Relation zur (Dauer-)Stromstärke [Ampere]
Kabelquerschnitt > 3 m. > 6 m. < 9m. > 9 m.
[mm2]
1 9 5 4 -
1,5 22,5 13,5 7,5 6
2,5 37,5 22,5 12,5 10
7 4 60 36 20 16
6 90 54 30 24
10 150 90 50 40
16 240 144 80 64
25 375 225 125 100
35 525 315 175 140
50 750 450 250 200
70 1050 630 350 280
95 1425 855 475 380
120 1800 1080 600 480

Der Mindestquerschnitt des Verbindungskabels


zwischen Anlasser und Batterien richtet sich
nach der Länge der Kabel. Da bei der
Anlasserverkabelung nur kurzzeitig hohe
Stromstärken vorkommen, kann der zulässige
Strom pro Längenkategorie um einen Faktor von
1,5 erhöht werden.
Das verwendete Kabel muß Kfz-Qualität besitzen
und mindestens eine Temperatur von 120 C
aushalten.

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194 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.6 STARTHILFE

Starthilfe
Der Motor darf mit Hilfe einer losen Notbatterie
(ca. 24 Volt) oder mit Strom von ca. 28 Volt aus
einem anderen Fahrzeug mit laufendem Motor
angelassen werden. Dabei dürfen die
Batteriekabel nicht gelöst werden. Anlasserkabel
zuerst an der Plus- und dann an der Minus-
Klemme anschließen. Beim Trennen der Kabel
zuerst die Minus- und dann die Plusklemme
lösen.
Wenn bei völlig entladenen Batterien der Motor
mit Hilfe von Anlasserkabeln und Notbatterie
angelassene wurde:
- Soviele Stromverbraucher wie möglich
anschalten, um Lastlöcher/
Spitzenspannungen zu vermeiden, die die
Elektronik des Fahrzeugs beschädigen
können.
- Erst dann die Anlasserkabel von der
Notbatterie lösen (Minuskabel zuerst!!).
- Verbraucher wieder ausschalten.
- Zu hohe Spannungen können die
elektronischen Bauteile verschiedener
Fahrzeuganlagen beschädigen. Prüfen Sie
deshalb grundsätzlich zuerst die
Klemmenspannung.
7
Hinweis:
Der Motor darf auf keinen Fall mit Hilfe eines
Schnelladers angelassen werden. Elektronische
Bauteile können durch hohe Spannung
beschädigt werden!

7.7 AUFLADEN VON BATTERIEN

Zum Aufladen der Batterien müssen beide


Batteriekabel gelöst werden. Anschließend erst
die Plus-Klemme des Ladegeräts an den Plus-
Pol der Batterie, dann die Minus-Klemme an den
Minus-Pol anschließen.
"Schnellader" nur verwenden, wenn die Batterien
vom Fahrzeug getrennt wurden. Bei
"Normalladen" (< 28,5 Volt Ladespannung)
dürfen die Batterieklemmen angeschlossen
bleiben.
Für gute Raumlüftung sorgen und Funkenbildung
und offenes Feuer vermeiden. Nach dem Laden
zuerst das Ladegerät ausschalten. Erst dann die
Minus-Klemme und anschließend die Plus-
Klemme lösen.

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200719 195
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

} Die Batteriekabel dürfen nicht bei


laufendem Motor gelöst werden.

Eingefrorene Batterien vor dem


Laden erst auftauen lassen.

Elektronische Bauteile sind sehr


empfindlich gegen eine Überlastung
des Stromkreises. Hohe
Spannungen oder lang anhaltende
Überlastungen können die
eingebaute Sicherung und damit die
elektronischen Bauteile so
beschädigen, daß diese
ausgetauscht werden müssen.

7.8 SPITZENSPANNUNGEN

Spitzenspannungen
Alle zusätzlichen Stromverbraucher müssen +
gegen induktive Spitzenspannungen gesichert
sein.
a
Ggf. kann eine Diodensicherung gemäß
untenstehendem Plan angebracht werden.
Induktive Spitzenspannungen dürfen bei minimal
7 50 Hz einen Höchstwert von 40 Volt nicht
überschreiten. Wenn dieser Wert überschritten
b

min.
wird, kann es zu Schäden an der Elektroanlage 50 Hz
kommen. Die Sicherungsdiode ist möglich nahe
am Stromverbraucher anzuordnen, der c
Spitzenspannungen verursacht.
d
max.
Siehe den untenstehenden Plan. 40V
a = Sicherung
b = Schalter
c = Diode 96120404-640
d = Stromverbraucher

7.9 ELEKTROMAGNETISCHE
KOMPATIBILITÄT

Elektromagnetische Kompatibilität
Unter elektromagnetischer Kompatibilität (EMC)
ist die Anfälligkeit elektrischer Systeme für
elektromagnetische Störungen zu verstehen.
Diese Störungsformen werden als
elektromagnetische Interferenzen (EMI)
bezeichnet. Dazu gehören:
1. Störungen, die von Magnetfeldern
verursacht werden, die sich im Prinzip in der
Umgebung aller elektrischen Geräte
befinden. Große Störquellen sind u.a.
Sendemasten (z.B. für Radio, Fernsehen
und Mobiltelefone) und Elektrizitätsmasten.

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196 200719
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Elektrische Anlage

2. Von Bauteilen im Fahrzeug selbst


verursachte elektromagnetische Strahlung.
Große Störquellen sind hier der Generator,
Elektromagneten, Motoren (z.B. für den
Scheibenheber) und elektronische
Steuergeräte.
3. Die durch Schaltsignale verursachte
gegenseitige Beeinflussung der Anlagen.
Um die Einflüsse elektromagnetischer
Interferenzen möglichst gering zu halten, muß
der Aufbauhersteller folgendes berücksichtigen:
- Die elektronischen Anlagen, mit denen das
DAF-Fahrgestell ausgestattet wird, müssen
gemäß EMI-Gesetzgebung 95/54/EEC
zertifiziert sein.
- Für jede Anlage ist eine eigene Speisung
und Masse erforderlich. Es dürfen nur die in
den Anlagenhandbüchern (siehe
verschiedene Informationen in diesem
Kapitel) von DAF After Sales beschriebenen
Speise- und Masseanschlüsse benutzt
werden.
- Die Kabel müssen möglichst nah am DAF-
Kabelstrang sowohl im Fahrerhaus als auch
im Fahrgestell verlegt werden; der
Kabelstrang ist immer an der Fahrgestell-
Innenseite anzuordnen, um eine
Einstrahlung durch elektromagnetische
Felder so weit wie möglich zu vermeiden.
7
- Die Verkabelung von EMI-empfindlichen
Bauteilen (bei den Lieferanten zu erfragen)
muß verdrillt werden.
- Übermäßig lange Kabel sind zu kürzen;
Kabelschlaufen sind zu vermeiden; durch
Hochbinden des Kabelstrangs kann die
Störanfälligkeit verringert werden.
Im Prinzip dürfen tragbare Telefone und
Sendegeräte ohne Außenantenne nicht im
Fahrerhaus benutzt werden. Die dabei im
Fahrerhaus entstehenden extrem hohen
Feldstärken können zu Störungen oder sogar
zum Ausfall elektronischer Anlagen führen.
Möglich sind auch Gesundheitsschäden infolge
der hohen elektromagnetischen Felder. Der
Einbau ist deshalb anerkannten Fachbetrieben
zu überlassen, wobei die Außenantenne auf
korrekten Anschluß geprüft werden muß.
Die Verwendung tragbarer Telefone in
unmittelbarer Nähe eines Fahrzeugs mit
eingeschaltetem Kontakt ist ebenfalls zu
vermeiden.
Für 27MC-Geräte, 2-m-Band- und Geräte für die
Satellitenkommunikation gilt dasselbe wie für
tragbare Telefone.

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200719 197
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Elektrische Anlage

Hinweis:
Für die Eingangs- und Ausgangssignale ist eine
Stromstärke von mindestens 8 mA erforderlich.
Der empfohlene Wert beträgt 20 mA. Dadurch
soll sichergestellt werden, daß es nicht zu
Störungen aufgrund von Umgebungseinflüssen
(EMV, siehe 7.9: "Elektromagnetische
Kompatibilität") kommt.
Bei Verwendung einer zu geringen Stromstärke
kann es außerdem (je nach Anwendung) zu einer
Fehlermeldung aufgrund einer zu geringen Last
am angeschlossenen Kabel kommen.

Hinweis:
Digitale Eingangssignale entsprechen
Eingängen gemäß IEC1131-2 Typ 2, sofern nicht
anders angegeben.
Nur PNP
Niveau 0 U<5 V
Niveau 1 U>11 V

Hinweis:
Digitale Ausgangssignale entsprechen der unten
genannten Spezifikation, sofern nicht anders
angegeben.
Nur PNP
Niveau 0 U<2 V
Niveau 1 U>11 V
7 Max. Leistung siehe Technische Daten der
Anlage oder Anwendung

7.10 DATENKOMMUNIKATION CAN


SAE J1939/ISO 11898 (EINSCHL.
FMS)

Für die Baureihen LF, CF und XF werden neben


den bereits bekannten Systemen auch
verschiedene neue Systeme eingesetzt. Sie
sollen den Bedienungskomfort, die Effektivität
und die Sicherheit des Fahrzeugs erhöhen. Die
für diese Systeme erforderlichen Komponenten
werden in der Regel im Fahrerhaus
untergebracht. Beispiele für diese neuen
Systeme (mit den zugehörigen Abkürzungen)
sind:
- Vehicle Intelligence Centre (VIC-2)
- DAF Instrument Pack (DIP-4)
- Motormanagement BEC- und CEC-Motoren
von PACCAR-Cummins (ECS-DC4)
- Motormanagement MX- und PR-Motoren
(DMCI)
- Modul für Aufbauhersteller (BBM, Body
Builder Module)
- Controller Area Network (CAN-Datenbus)

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Elektrische Anlage

VIC/DIP
VIC-2 ist die zentrale Verarbeitungseinheit, von
der aus alle Informationen koordiniert werden.
Die Funktion des VIC-2 besteht u. a. darin, von
Fahrzeugsystemen, Schaltern, Sensoren usw.
erhaltene Informationen in Protokolle für die
einzelnen Fahrzeugsysteme umzusetzen und
anschließend in kodierter Form weiterzuleiten.
Auf diese Weise werden z. B. auch alle
Informationen mit der Instrumententafel
ausgetauscht. Mit den Protokollen werden
Nachrichten in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit
in das CAN-Netzwerk (CAN-Datenbus)
eingebracht. DAF setzt mehrere CAN-Netzwerke
ein: V-CAN 1 und/oder 2 (Fahrzeug-CAN), I-CAN
(Instrumenten-CAN), D-CAN (Diagnose- und
FMS-CAN) und BB-CAN (Aufbauhersteller-
CAN). Das VIC ist über V-CAN (1 und/oder 2) mit
den Fahrzeugsystemen und über I-CAN mit der
elektronischen Instrumententafel (DIP-4)
verbunden. V-CAN-2 und BB-CAN sind nicht
Bestandteil der Elektronikarchitektur der
Baureihe LF.
CAN-Datenbus
Der CAN-Datenbus ist im Prinzip ein Netz für die
Verteilung unterschiedlicher elektronischer
Signale. Diese digitalen Impulssignale bilden
kodierte Nachrichten. Sie können von allen an
das Netz angeschlossenen Systemen versandt, 7
empfangen und verarbeitet werden. Jedes
System entnimmt dem Netz die Informationen,
die es benötigt. So kann ein von einem System
erzeugtes Signal auch von anderen Systemen
genutzt werden. Jedes Netz umfaßt zwei
Datenleitungen: CAN-H (high) und CAN-L (low).
Die Kabel dieser beiden Datenleitungen werden
verdrillt (ohne Abschirmung), um magnetische
Beeinflussung untereinander und von außen zu
vermeiden. Die CAN-Verkabelung ist dadurch
immer erkennbar, sowohl an der Verdrillung als
auch an der Farbe; siehe dazu "Kennzeichnung
der elektrischen Verkabelung" in Kapitel
7.3: "Elektrischer Schaltplan".
Die Automobilindustrie hat sich in bezug auf den
Datenaustausch (in Form von kodierten
Nachrichten) zwischen elektrischen Systemen
für einen weltweiten Standard entschieden:
- SAE J1939/21 (Society of Automotive
Engineers) - Verkabelung + Vernetzung
- SAE J1939/71 (Society of Automotive
Engineers) - Nachrichten +
Protokollabwicklung
ISO 11898 ist das europäische Äquivalent für die
SAE-Norm J1939. DAF hat sich für die
Protokollanwendung 250 kB CAN 2.0B
entschieden.

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200719 199
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Außerdem besteht eine CAN-Verbindung gemäß


ISO 11992 für das EBS-System.
Auch DAF arbeitet mit diesen internationalen
Standards. Der Aufbauhersteller hat ebenfalls die
Möglichkeit, das bestehende CAN-Netzwerk zu
nutzen, sofern die elektrische Anlage des
Aufbaus mit derselben Nachrichtenstruktur und
CAN-Datenübertragung arbeitet. Die V-CAN-
Informationen stehen als Option (über die CAN
Connection Unit) im 21poligen Aufbau-
Steckverbinder in der Spritzwanddurchführung
oder im Anwendungsverbinder für den Aufbau im
Fahrgestell zur Verfügung. Siehe auch Kapitel
7.20: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe LF"',
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF",
7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe XF",
7.21: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen LF und
CF65", 7.26: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen
CF75 und CF85", 7.31: "Fahrgestellanschlüsse
Baureihe XF", 7.38: "CAN-Erweiterungsbox
(Option)"und 7.39: "Body Builder Module (Modul
für Aufbauhersteller) optional".
Wenden Sie sich für nähere Informationen zu
Nachrichtenstruktur und Zugänglichkeit von V-
CAN an DAF.
Änderungen bestehender Kabelstränge im
7 Fahrzeug, die nicht ausdrücklich in diesen
Aufbaurichtlinien genehmigt werden, sind nicht
zulässig! Dadurch könnte das CAN-Netzwerk
geschwächt oder gestört werden, wodurch
unsichere oder zumindest unzuverlässige
Situationen entstehen können.
Ein Direktanschluß an das CAN-
Datenbussystem zum Aufrufen von
Betriebsdaten oder zu anderen Zwecken ist nicht
zulässig, da das die richtige Funktion der Lkw-
Systeme, z. B. des Motors oder der Bremsen,
beeinträchtigen kann. Im Falle eines
Direktanschlusses behält sich DAF das Recht
vor, jegliche Garantie auf das Produkt
zurückzuziehen bzw. für null und nichtig zu
erklären. Gleichermaßen übernimmt DAF
keinerlei Haftung für Direktanschlüsse, die von
Dritten durchgeführt wurden.
FMS-Standard
Die Abkürzung FMS steht für Fleet-Management-
Systeme. Die wichtigsten Fahrgestellhersteller -
darunter DAF - haben Vereinbarungen in bezug
auf die DATEN getroffen, die universell über die
CAN-Verbindung für diese Systeme zur
Verfügung gestellt werden (siehe nachstehende
Tabelle). Aktuelle Informationen finden Sie im
Internet unter www.fms-standard.com.
Für die Ver- bzw. Bearbeitung von CAN-Signalen
verfügt DAF über:

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200 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

- CXB: CAN-Erweiterungsbox, Schnittstelle


für den Aufbau, in der auch
Datenverarbeitung programmiert werden
kann (siehe Kapitel 7.38: "CAN-
Erweiterungsbox (Option)"). Die
Quellenadresse für die CXB ist Hex.E6.
- BBM: Modul für Aufbauhersteller (Body
Builders' Module), elektronische
Schnittstelle für Aufbauhersteller wie für
Euro 4- und Euro 5- Baureihen festgelegt.
Vereint VIC- und CXB-Funktionen. (siehe
Abschnitt 7.39: "Body Builder Module (Modul
für Aufbauhersteller) optional") CBX-
ähnliche Anwendungen stehen ab Werk für
bestimmte Fahrzeuganwendungen wie z. B.
Müllwagen, Feuerwehrfahrzeuge, Mischer
usw. zur Verfügung. Das BBM steuert auch
die gesamte Aufbauhersteller-CAN-
Verbindung (CAN J1939/ISO 11898 oder
CAN offen und bei zukünftigen
Anwendungen ISO 11992/3).

FMS-Stan- FMS- Beschreibung SAE PGN (1) Referenz- Format,


dard Standard Nr. z. B. km
Schnitt- Schnitt-
stelle stelle Sei-
te
1.1.1
1.1.2
2
3
Bremsschalter
Fahrgeschwindigkeit CCVS
CCVS 00FEF1
00FEF1
3.2.6.11
3.2.1.12
Ein/Aus
km/h
7
(auf die Räder bezo-
gen)
1.1.3 3 Tempomat-Status CCVS 00FEF1 3.2.6.9 Ein/Aus
1.1.4 3 Kupplungsschalter CCVS 00FEF1 3.2.6.12 Ein/Aus
1.1.5 4 Nebenantr.-Status CCVS 00FEF1 3.2.2.19 Ein/Aus
1.2.1 5 Gaspedalstellung EEC2 00F003 3.2.1.8 0-100 %
1.3.1 6 insgesamt ver- Kraftstoffver- 00FEE9 3.2.5.66 Liter
brauchter Kraftstoff brauch
1.4.1 7 Kraftstoffstand Armaturentafel- 00FEFC 3.2.5.71 0-100 %
Anzeige
1.5.1 8 Motordrehzahl EEC1 00F004 3.2.1.9 U/min
1.6.1 (2) 10 Achsenanordnung Fahrzeugge- 00FEEA 3.2.5.95 Positions-
wicht nummer
1.6.2 (2) 10 Achslast Lkw Fahrzeugge- 00FEEA 3.2.5.80 kg
wicht
1.7.1 11 Motorbetriebsstun- Motor Stunden 00FEE5 3.2.5.61 h
den insg.
1.8.1 12 Fahrgestellnummer Fahrgestell- 00FEEC 3.2.5.87 ASCII
nummer
1.9.2 13 Software-Identifikati- 00FF00 3.2.5.88
onsnummer
1.10.1 14 Hochauflösender Ki- Hochauflösen- 00FEC1 3.2.5.106 km
lometerzähler der Tageskilo-
meterzähler

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200719 201
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

FMS-Stan- FMS- Beschreibung SAE PGN (1) Referenz- Format,


dard Standard Nr. z. B. km
Schnitt- Schnitt-
stelle stelle Sei-
te
1.11.1 15 Nächster regulärer Service 00FEC0 3.2.5.103 km
Wartungsdienst
1.12. 16 Fahrtenschreiberin- TCO1 00FE6C 3.2.6.77 -
formation 3.2.6.85
1.12.1 16 Fahrtenschreiber TCO1 00FE6C 3.2.5.283 km/h
Fahrgeschwindigkeit
1.15.1 23 Kühlwassertempera- Motor Tempe- 18FEEE00 5.2.5.5 C
tur Motor ratur
1.17. 25 FMS-Standard-Infor- 00FF00
mation

(1) 1. PGN: Parameter Gruppennr.


(2) Bei Ausstattung mit ECAS-4-Luftfederung

FMS-Stan- Auflösung Genauigkeit Modus (1) Wiederho- Hinweis


dard lungsfre-
Schnitt- quenz in ms
stelle
1.1.1 b 100 2-bit-Status
7 1.1.2 1/256/km/h/
bit
0<5% b 100 Kann von TCO1 abweichen

1.1.3 b 100 2-bit-Status


1.1.4 b 100 2-bit-Status
1.1.5 b 100 Keine separaten oder verschie-
denen Nebenantriebe
1.2.1 0,4 %/bit +/- 10 % b 50 1 Byte
DC berechnet nach Drehmo-
mentbedarf
1.3.1 0,5 Liter/bit +/- 10 % b 1000 4 Bytes, 0 bis +2 105 540 607.
5 Liter
1.4.1 0,4 %/bit +/- 20 % b 1000 1 Byte
1.5.1 0,125 U/min +/- 10 % b 20 2 Byte, 0-8031,875 U/min
pro bit
1.6.1 b 1000 1 Byte
1.6.2 0,5 kg/bit 10 % - -20 % b 1000 2 Bytes, 0 bis 32 127,5 kg
1.7.1 0,05 h/bit +/- 10 % b 1000 4 Bytes, 0 bis 210 554 060,75
Stunden
1.8.1 b 10000 Variable, max. 200 Stellen
werden etwa alle 10 s gesendet
1.9.2 b 1000 Indikator für Diagnose/Sende-
unterstützung
1.10.1 0,005 km/bit +/- 10 % b 1000 4 Bytes, 0 - 21 055 406 km
ohne TCO

©
202 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

FMS-Stan- Auflösung Genauigkeit Modus (1) Wiederho- Hinweis


dard lungsfre-
Schnitt- quenz in ms
stelle
1.11.1 5 km/bit b 1000 2 Bytes, -160 635 bis 160 640
km
kontinuierlich berechnet auf der
Grundlage des Lkw-Betriebs
1.12. b 50 Byte 1-4, und 7,8
1.12.1 1/256/km/h/ gemäß EU- b 50 2 Bytes
bit Richtlinien
1.15.1 15/bit b 1000 40 C bis 210 C
(-40 C Off-
set)
1.17. b 1000 Indikator für Diagnose/Sende-
unterstützung

(1) Modus: b = Senden, r = Anfordern oder d = Diagnose

Wichtig:
Gelieferte Informationen (Funktionen/Daten)
müssen den Definitionen des FMS-Standards
entsprechend aufgebaut sein.
Wenn Funktionen/Daten nicht zur Verfügung
stehen, müssen sie als "nicht verfügbar"
gemeldet werden (NACK).
7
Hinweis:
Da die CAN-Daten davon abhängen, mit welchen
Systemen das Fahrzeug ausgestattet ist, und
wiederum die CAN-Daten von der Kw
(Softwarestatus) des Fahrzeugs abhängen, sind
detaillierte Informationen zu CAN-Daten für ein
bestimmtes Fahrzeug bei DAF erhältlich.

Allgemeine Informationen zu CAN-Nachrichten


und -Signalen bei der Option FMS bzw. BB-CAN
sind bei DAF erhältlich.

Hinweis:
Wenn die Anzahl der CAN-Meldungen in der
FMS-Vorbereitung ab Werk nicht ausreicht, kann
ein erweitertes Paket bei DAF After Sales/DAF
Parts bestellt werden. Wenn ein erweitertes
Paket erforderlich ist, an DAF wenden.

7.11 DATENKOMMUNIKATION
CANOPEN

Für die Baureihen CF und XF werden neben


den bereits bekannten Systemen auch
verschiedene neue Systeme eingesetzt.

©
200719 203
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

CAN-Datenbus
Der CAN-Datenbus ist im Prinzip ein Netz für die
Verteilung unterschiedlicher elektronischer
Signale. Diese digitalen Impulssignale bilden
kodierte Nachrichten. Sie können von allen an
das Netz angeschlossenen Systemen versandt,
empfangen und verarbeitet werden. Jedes
System entnimmt dem Netz die Informationen,
die es benötigt. So kann ein von einem System
erzeugtes Signal auch von anderen Systemen
genutzt werden. Jedes Netz umfaßt zwei
Datenleitungen: CAN-H (high) und CAN-L (low).
Die Kabel dieser beiden Datenleitungen werden
verdrillt (ohne Abschirmung), um magnetische
Beeinflussung untereinander und von außen zu
vermeiden. Die CAN-Verkabelung ist dadurch
immer erkennbar, sowohl an der Verdrillung als
auch an der Farbe; siehe dazu "Kennzeichnung
der elektrischen Verkabelung" in Kapitel
7.3: "Elektrischer Schaltplan".
Die Automobilindustrie hat sich in bezug auf den
Datenaustausch (in Form von kodierten
Nachrichten) zwischen elektrischen Systemen
für einen weltweiten Standard entschieden:
- SAE J1939/21 (Society of Automotive
Engineers) - Verkabelung + Vernetzung
- SAE J1939/71 (Society of Automotive
7 Engineers) - Nachrichten +
Protokollabwicklung
ISO 11898 ist das europäische Äquivalent für die
SAE-Norm J1939. DAF hat sich für die
Protokollanwendung 250 kB CAN 2.0B
entschieden.
CANopen nutzt die gleiche Schnittstellen-
Hardware, verwendet jedoch ein völlig anderes
Softwareprotokoll. Da viele CANopen-Geräte
(aus der chemischen Industrie) mit 24-V-
Stromversorgung verfügbar sind, werden
Anwendungen bald zur Verfügung stehen.
Die Baureihen CF75/85 und XF105 sind für
CANopen-Anwendungen vorbereitet. Die
Anwendung hängt von der Standardisierung des
Protokolls ab.
Informationen zu den Protokollen sind im
Internetauf der Website CAN in Automation
www.can-cia.de verfügbar.
Wenden Sie sich für nähere Informationen zu
Berichtsstruktur und Zugänglichkeit von
CANopen an DAF.

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204 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.12 DATENKOMMUNIKATION ISO


11992/2 & 11992/3

Bei denBaureihen CF und XF werden neben


den bereits bekannten Systemen auch
verschiedene neue Systeme eingesetzt. Sie
sollen den Bedienungskomfort, die Effektivität
und die Sicherheit des Fahrzeugs erhöhen.
Die Baureihen CF und XF sind für ISO11992/3-
Anwendungen vorbereitet.
CAN-Datenbus
Der CAN-Datenbus ist im Prinzip ein Netz für die
Verteilung unterschiedlicher elektronischer
Signale. Diese digitalen Impulssignale bilden
kodierte Berichte. Diese können von allen an das
Netz angeschlossenen Systemen versandt,
empfangen und verarbeitet werden. Jedes
System entnimmt dem Netz die Informationen,
die es benötigt. So kann ein von einem System
erzeugtes Signal auch von anderen Systemen
genutzt werden. Jedes Netz umfaßt zwei
Datenleitungen: CAN-H (high) und CAN-L (low).
Die Kabel dieser beiden Datenleitungen werden
verdrillt (ohne Abschirmung), um magnetische
Beeinflussung untereinander und von außen zu
vermeiden. Die CAN-Verkabelung ist dadurch
immer erkennbar, sowohl an der Verdrillung als
auch an der Farbe; siehe dazu "Kennzeichnung 7
der elektrischen Verkabelung" in Kapitel
7.3: "Elektrischer Schaltplan".
Die Automobilindustrie hat sich in bezug auf den
Datenaustausch (in Form von kodierten
Berichten) zwischen elektrischen Systemen für
einen weltweiten Standard entschieden:
- SAE J1939/21 (Society of Automotive
Engineers) - Verkabelung + Vernetzung
- SAE J1939/71 (Society of Automotive
Engineers) - Berichte + Protokollabwicklung
ISO 11898 ist das europäische Äquivalent für die
SAE-Norm J1939. DAF hat sich für die
Protokollanwendung 250 kB CAN 2.0B
entschieden.
Außerdem besteht eine CAN-Verbindung gemäß
ISO 11992 für das EBS-System.
Auch DAF arbeitet mit diesen internationalen
Standards. Die Aufbauhersteller haben eine
weitere Möglichkeit, das vorhandene CAN-
Netzwerk zu nutzen. Der ISO 11992/3 CAN-
Datenbus ist eine dieser Optionen.
Die Baureihen CF und XF105 sind für 11992/3-
Anwendungen vorbereitet. Anwendungen
werden nach der Standardisierung des Protokolls
zur Verfügung stehen.

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200719 205
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Informationen zu den Protokollen finden Sie im


Internet auf der Website der International
Standards Organisation unter www.iso.org.
Wenden Sie sich für nähere Informationen zu
Berichtsstruktur und Zugänglichkeit von 11992/3
Lkw Anhänger/Auflieger-CANbus an DAF.

7.13 MAXIMALE BELASTUNG

Die maximale Belastung der elektrischen Anlage


darf folgende Werte nicht überschreiten:
Max. zusätzliche (Dauer-)Belastung der elektrischen Anlage in Watt
Fahrgestelltyp Generator 55 A/24 V Generator 80 A/24 V Generator 100 A/24 V
LF-Baureihe nicht lieferbar 35 A /840 W 45 A /1080 W
CF-Baureihe nicht lieferbar 30 A /720 W 40 A /960 W
XF-Baureihe nicht lieferbar 15 A /360 W 25 A /600 W

Die Fahrzeuge sind mit zwei in Reihe


geschalteten Batterien ausgestattet.
Zusatzverbraucher können an verschiedenen
Stellen an die elektrische Anlage angeschlossen
werden. Bei kurzzeitigen hohen
Spitzenbelastungen des Stromnetzes (> 100 A)
empfiehlt es sich, einen zweiten Batteriesatz
7 einzubauen. Bei Spitzenbelastungen über 150 A
muß ein zweiter Batteriesatz eingebaut werden.

}
Siehe Kapitel 7.14: "Zusätzliche Batterien".
Alle zusätzlichen Stromverbraucher
müssen grundsätzlich mit einer
eigenen Sicherung versehen
werden. Siehe auch die Kapitel
7.20: "Anschlüsse im Fahrerhaus
Baureihe LF", 7.25: "Anschlüsse im
Fahrerhaus Baureihe CF" und
7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus
Baureihe XF".

7.14 ZUSÄTZLICHE BATTERIEN

Die benötigten Teile für den Anschluß von


Zusatzbatterien (z. B. für eine Ladebordwand)
sind bei DAF Parts erhältlich. Vor dem Einbau
einer Zusatzbatterie ist zu prüfen, ob die
Generatorleistung zum Aufladen aller Batterien
ausreicht. Ist dies nicht der Fall, kann ein
Generator mit höherer Leistung oder ein
zusätzlicher Generator eingebaut werden. Das
Trennrelais muß möglichst nahe an den
Zusatzbatterien angeordnet werden. Die
Sicherung für den Zusatzverbraucher richtet sich
nach der Belastung. Der Mindestquerschnitt des
zur zweiten Batterie führenden Kabels beträgt
50 mm2.

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206 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

LF/CF/XF
a = Steuerrelais c VIC
b = Trennrelais C42
c = Diode 30 86
d = Sicherung a
e = Stromverbraucher 87 85
250A

d
24V 24V

G000283

VIC C42 = Signal "Motor läuft"


Das Signal "Motor läuft" wird zur Steuerung des
Trennrelais genutzt. Dieses Signal ist in der
Übersicht "Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen" zu finden (siehe Kap.
"Anschlüsse im Fahrerhaus" bei den Baureihen
LF, CF und XF).
Bei LF Kabel 3003 (alle Ausführungen)
Bei CF Kabel 3157 (alle Ausführungen)
Bei XF Kabel 3157 (alle Ausführungen)
7
7.15 ZUSÄTZLICHER GENERATOR

Der Zusatzgenerator sollte möglichst die gleiche


Leistung haben wie der ursprüngliche Generator
und muß einen integrierten Spannungsregler
besitzen. Unterschiede in der
Spannungsregelung und Kapazität können die
Lebensdauer beider Komponenten verkürzen.
Mechanische Schäden jeder Art an elektrischen
Komponenten oder an der Verkabelung sind
unbedingt zu vermeiden. Verwenden Sie
grundsätzlich Original-Kabelstärken und
Original-Verbinder.

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200719 207
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

LF- CF- und XF-Baureihen


Das Signal VIC D28 (Baureihe LF) oder D29 1000
(Baureihen CF und XF) ist das L-Signal des 1010
Generators (Kabelnummer 1020). Dieses Kabel 10A 5A
befindet sich auch in der E143 E279

Spritzwanddurchführung.
1234 3084
Hinweis:
Dieses Signal enthält auch L L

Diagnoseinformationen vom Spannungsregler B+ W 15 B+ W 15


des Generators. Das Signal ist also nicht immer (B)S (B)S
"hoch", wenn der Motor läuft. Für Sicherungen ist DFM DFM
es deshalb weniger geeignet. Außerdem kann
höchstens 1 Minirelais (150 mA 24 V) zusätzlich
daran angeschlossen werden. B- B- VIC
D29
1020
M diode 1A
20090503-002

7.16 ANSCHLÜSSE, ANORDNUNGEN


UND ZULÄSSIGE
BELASTUNGEN

Zusätzliche Anschlüsse im Fahrerhaus


Nummer Beschreibung LF CF XF Verweis auf
7 Zeichnung im
Werkstatthand-
buch
1a Radioanschluß (2) 12 V/5 A 12 V/7,5 A 12 V/7,5 A
1b CB-Funk-Anschluß (2) 12 V/5 A 12V/7,5 A 12 V/7,5 A
2a Anschluß für Zigarettenanzünder 24 V/4 A 24 V/10 A 24 V/10 A
(2)
2b Zubehöranschluß 12 V/10 A 24 V/10 A 24 V/10 A
3 zusätzliche Anschlüsse 24 V/10 A 24 V/40 A 24 V/40 A
4 Arbeitsscheinwerfer/Aufbaube- 24 V/ 24 V/7,5 A 24 V/7,5
leuchtung 7,5 A
5 Mikrowellenherd -- -- 24 V/40 A
6 Kühllade -- 24 V/25 A 24 V/25 A
7 PL-Lampe -- 24 V/ 24 V/10 A
10 A (1)
8 Zusätzliche Fahrgestellanschlüsse 24 V 24 V 24 V
von mehr als 20 A
9 seitl. Begrenzungsleuchten 24 V/3 A 24 V/7,5 A 24 V/7,5 A
10 Innenbeleuchtung Aufbau 24 V/3 A 24 V/7,5 A 24 V/7,5 A
11 Spritzwanddurchführungen/
12 Anwendungsverbinder für Motor-
drehzahlregelung, Aufbau, Zube-
hör
13 Anwendungsverbinder Allison -
(2)
14a Telefonvorbereitung 12 V/5 A 12 V/10 A 12 V/10 A A076

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208 200719
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Elektrische Anlage

Zusätzliche Anschlüsse im Fahrerhaus


Nummer Beschreibung LF CF XF Verweis auf
Zeichnung im
Werkstatthand-
buch
14b Faxvorbereitung (2) -- 12 V/10 A 12 V/
10 A (3)
15 Anschlüsse für Fleet-Management- (4) (4) (4)
Systeme (FMS)

(1) Nur in Space Cab-Fahrerhaus vorbereitet.


(2) Mindestwert angegeben. Der 12-Volt-Anschluß ist von der gewählten Option (5 A, 10 A oder 20 A) abhängig.
Fahrzeugkonfiguration für richtige Ausführung prüfen.
(3) Das Verbindungskabel vom Telefon zum Fax muß über die A-Säule an der Fahrerseite verlegt werden.
(4) Siehe Kapitel 7.10: "Datenkommunikation CAN SAE J1939/ISO 11898 (einschl. FMS)".

3
1
4 8 9/12
14a/15
2/3 10

G000286

Anschlüsse Baureihe LF
7
1b/14b
6
7
2
1a/1b/3/14a 4 8 9/12 10
11/13/15

G000363

Anschlüsse Baureihe CF65


Hinweis: 7
Für die Eingangs- und Ausgangssignale ist eine 1b/14b
Stromstärke von mindestens 8 mA erforderlich.
Der empfohlene Wert beträgt 20 mA. Dadurch 2 6
1a/1b/3/14a 10/4/9
soll sichergestellt werden, daß es nicht zu 10
11/13/15 12 8
Störungen aufgrund von Umgebungseinflüssen
(EMV, siehe 7.9: "Elektromagnetische
Kompatibilität") kommt. G000287
Bei Verwendung einer zu geringen Stromstärke
Anschlüsse Baureihe CF75-85
kann es (je nach Anwendung) zu einer
Fehlermeldung aufgrund einer zu geringen Last 5 7
14b
am angeschlossenen Kabel kommen. 1
6
3/11/15
2/5/14a 9/10/4 10
1 8

G000288

Anschlüsse Baureihe XF

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200719 209
AUFBAURICHTLINIEN
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Hinweis:
Digitale Eingangssignale entsprechen
Eingängen gemäß IEC1131-2 Typ 2, sofern nicht
anders angegeben.
Nur PNP
Niveau 0 U<5 V
Niveau 1 U>11 V

Hinweis:
Digitale Ausgangssignale entsprechen der unten
genannten Spezifikation, sofern nicht anders
angegeben.
Nur PNP
Niveau 0 U<2 V
Niveau 1 U>11 V
Max. Leistung siehe Technische Daten der
Anlage oder Anwendung

7.17 INSTRUMENTENTAFELSCHALTE
R UND ANZEIGELEUCHTEN VON
DAF

Die Instrumententafelschalter sind bei den LF-,


CF- und XF-Baureihen untereinander
austauschbar.
Es sind auch Schalter mit integrierter
7 Funktionsanzeige (LED) erhältlich.

Eine Übersicht der zur Verfügung stehenden


Schalter und Symbolscheiben finden Sie in Kap.
8.5: "Schalter".
Hinweis:
Bei den derzeitigen Modellen der Baureihen LF,
CF und XF wird eine bernsteinfarbene LED als
Suchbeleuchtung verwendet. Sie eignet sich
nicht als Funktionsanzeige.

Hinweis:
Für Anzeigeleuchten ist ein Lampenhalter mit 2
Lampen (24 V) in Form eines Schalters lieferbar.
Zusätzliche Anzeigeleuchten können also an das
Design der Armaturentafel angepaßt werden.
Hier können die gleichen Symbolscheiben wie
bei den Schaltern verwendet werden.

Außerdem ist eine LED-Anzeige (einzelne rote


LED) in einem passenden Gehäuse erhältlich.
Siehe Kapitel 8.4: "Anzeigeleuchten".

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210 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.18 MOTORDREHZAHLREGELUNG

Aufgabe der Motordrehzahlregelung ist die


Erzielung einer einstellbaren, konstanten
Motordrehzahl zwischen Leerlauf- und
Abregeldrehzahl unabhängig von der
Motorbelastung. Die Motordrehzahlregelung wird
zur Erhöhung der Motordrehzahl zwecks
beschleunigten Druckaufbaus in der
Druckluftanlage, zum Warmlaufen des Motors
oder zum Einstellen der Drehzahl eines
Nebenantriebs genutzt. Die
Motordrehzahlregelung kommt hauptsächlich bei
stehendem Fahrzeug zum Einsatz, kann aber
auch während der Fahrt genutzt werden. Bei
elektronischen Kraftstoffanlagen erfolgt die
Betätigung durch den Fahrer über die
Kombischalter (Tempomat) an der Lenksäule,
über Remote Throttle (ECS-DC4) oder über den
Aufbauanschluß (ALL). Die
Motordrehzahlregelung wird nachfolgend mit
"ESC" (Engine Speed Control) abgekürzt.
Einspritzsystem
In den Baureihen LF, CF und XF von DAF
werden Motoren mit Kraftstoffeinspritzung in
Kombination mit einem elektronischen
Motormanagementsystem verwendet. In der LF-
Baureihe werden der 4,5-Liter- (FR) und 6,7-
Liter- (GR) PACCAR-Motor verwendet, in CF65
7
ist jedoch der 6,7-Liter- (GR) PACCAR-Motor
eingebaut. CF75 und CF85 sind mit DAF-
Motoren ausgestattet, und zwar vom Typ PR 9,2
l und MX 12,9 l; beide mit DMCI-Dieselregelung.
Die Fahrzeuge der Baureihe XF sind nur mit
12,9-Liter-MX-Motor erhältlich.
- ECS-DC4 (= Engine Control System - DAF-
Cummins Version 4) für Baureihen LF und
CF65
Bei diesem Einspritzsystem handelt es sich
um ein sog. Common-Rail-System mit
zentraler Hochdruckpumpe und Leitung; die
Einspritzdüsen werden elektronisch betätigt.
Regelung von Einspritzzeitpunkt,
Einspritzdauer und Einspritzdruck.
- DMCI (= DAF Multiple Controlled Injection)
für die Baureihen CF75, CF85 und XF105
DMCI ist ein Einspritzsystem, das beim
PACCAR PR-Motor und PACCAR MX-Motor
zum Einsatz kommt und bei dem
Einspritzzeitpunkt und -dauer für jeden
Zylinder einzeln gesteuert werden.
Bei diesen Systemen sind Motor- und
Fahrzeugfunktionen kombiniert. Dies bedeutet,
daß nachträgliche Änderungen in der
Fahrzeugkonfiguration grundsätzlich eine andere
Motormanagementkonfiguration
(Neuprogrammierung) erfordern. DAF-

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200719 211
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Vertragshändler verfügen dazu über die


Instrumente DAVIE und RAPIDO. Mit DAVIE
können beide Systeme diagnostiziert und mit den
richtigen Parametern programmiert werden. Jede
Fahrgestellnummer ist über die Stammkarte an
eine in RAPIDO festgelegte Kombination von

}
Parametertabellen gekoppelt.
Hinweis: Parameteränderungen
müssen an DAF gemeldet bzw. über
DAF beantragt werden.

Wenn die Stammkarte nicht entsprechend


geändert wird, kann dies unsichere Situationen
oder zumindest Wartungsprobleme verursachen
und/oder die Funktion des Fahrzeugs
beeinträchtigen.
Beide Systeme sind mit einem CAN-Datenbus
ausgestattet, über den Daten mit anderen
Fahrzeugsystemen wie z. B. dem Aufbau
ausgetauscht werden können. Weitere

}
Informationen erhalten Sie bei DAF.
Die Motordrehzahlregelungen der
Baureihen LF, CF und XF werden in
den Kapiteln 7.22: "ESC-Regelung
LF-Baureihe", 7.27: "Baureihe CF
ESC-Regelung" und 7.32: "Baureihe
7 XF ESC-Regelung" beschrieben.

7.19 ZUBEHÖRANSCHLÜSSE BEI


DER BAUREIHE LF

Verkabelung im vorderen Dachquerträger


Eine zusätzliche Verkabelung (4 Kabel) verläuft
von der Spritzwand durch die A-Säule zum
vorderen Dachquerträger.
Die Verkabelung läuft von einem Steckverbinder
im vorderen Dachquerträger zur
Spritzwanddurchführung W16 (= 718 = weißer
16-poliger Steckverbinder). Es gibt 4 zusätzliche
Kabel. Siehe Kapitel 7.20: "Anschlüsse im
Fahrerhaus Baureihe LF" für weitere Details.
1 2 3 4 5
G000434

©
212 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Zusätzliche Verkabelung vom


Armaturentafelbereich zur
Spritzwanddurchführung

713

720

718
716
714

200010-001

10 1 2 3 4 5 6 res 7 8
G000433

Die Verkabelung läuft von einem Steckverbinder


hinter dem Radiofach zur
Spritzwanddurchführung W16 (= 718 = weißer
16-poliger Steckverbinder). Es gibt 4 zusätzliche
Kabel. Siehe Kapitel 7.20: "Anschlüsse im
Fahrerhaus Baureihe LF" für weitere Details.

1 2 3 4 5
G000434

Stromversorgung
- 24-V/10-A-Stromversorgung ohne Kontakt,
Kabelnummer X002, und 24-V/25-A-
Stromversorgung über Kontakt,
Kabelnummer X001 oder 1240, stehen in
Steckverbinder 716 in der
Spritzwanddurchführung zur Verfügung. Die

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200719 213
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

zugehörigen Masseanschlüsse befinden


sich in Steckverbinder 718. Für die
Stiftbesetzung siehe die Tabelle
"Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen".
- 24-V/40-A-Stromversorgung ohne Kontakt
steht an der Verschraubung in der
Spritzwanddurchführung zur Verfügung.
Kabelnummern 1000 und M.
Hinweis:
Die 24-V-Anschlüsse an der beifahrerseitigen
Spritzwanddurchführung (A10) sind nicht
gesichert und dürfen nicht für die
Stromversorgung genutzt werden, sofern sie
nicht innerhalb von 10 cm Entfernung vom
Anschluß separat gesichert werden. Hinweis:
maximal 3 Ringösen pro Verschraubung.

Hinweis:
Die höchstzulässige Gesamtbelastung darf
nicht überschritten werden; siehe Kapitel
7.13: "Maximale Belastung".

12-V/10-A-Zubehöranschluß
Für Radio und Telefon und in der Dachkonsole
für CB-Funk und Fax steht 12-V/10-A- oder (als
Option) 12-V/20-A-Stromversorgung zur

}
7 Verfügung. Kabelnummern: 1153 und M.
Der 24/12-V-Umformer wird
serienmäßig in 10-A-Ausführung
geliefert. Als Option ist eine 20-A-
Ausführung erhältlich. Die gesamte
12-V-Stromabnahme (ohne und über
Kontakt) für Telefon, Fax, Radio und
CB (1 Umformer) darf den
angegebenen Wert nicht
überschreiten. Wenn eine höhere
Stromabnahme erforderlich ist, muß
der 12-Volt-Kreis durch den Einsatz
mehrerer Umformer geteilt werden.
Vom Einbau eines
leistungsfähigeren Umformers wird
im Hinblick auf Kabelquerschnitte
und Entstörung abgeraten.
Anordnung neben der
Sicherungsleiterplatte im
Zentralschaltkasten.

Hinweis:
Infolgedessen wird ständig Energie aus den
Batterien bezogen. Änderung nur vornehmen,
wenn erforderlich.

Zubehörvorbereitung
Bei den Fahrerhäusern der Baureihe LF gehören
verschiedene Vorbereitungen zur
Serienausstattung.

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214 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

LED-Vorbereitung Wegfahrsperre/Alarm
Im vorderen Dachquerträger gibt es einen 2-
poligen schwarzen Steckverbinder. Die Kabel
1127 und 3482 sind für den Anschluß der LED
der Wegfahrsperre vorgesehen.
CB-Vorbereitung
Nicht verfügbar
Radiovorbereitung
Für den Radioanschluß befindet sich hinter der
Radiotafel ein ISO-Steckverbinder
(Steckverbindercode B365.A) mit 12-V/10-mA-
Stromversorgung ohne Kontakt (Kabel 1108), 12-
V/10-A-Stromversorgung über Kontakt (Kabel
1153, geschaltet über Relais G377) und Masse
(M). Außerdem ist für die Lautsprecher
(Steckverbinder B365.B) die Verkabelung zu Tür,
A-Säule (für Hochtonlautsprecher) und
Rückwand (für Lautsprecher) serienmäßig
vorbereitet. Bei Einbau von
Hochtonlautsprechern muß ein Trennfilter

}
montiert werden.
Der 24/12-V-Umformer wird
serienmäßig in 10-A-Ausführung
geliefert. Als Option ist eine 20-A-
Ausführung erhältlich. Die gesamte
12-V-Stromabnahme (ohne und über
Kontakt) für Telefon, Fax, Radio und
CB darf den angegebenen Wert nicht
7
überschreiten. Wenn eine höhere
Stromabnahme erforderlich ist, muß
der 12-Volt-Kreis durch den Einsatz
mehrerer Umformer geteilt werden.
Vom Einbau eines
leistungsfähigeren Umformers wird
im Hinblick auf Kabelquerschnitte
und Entstörung abgeraten.

B365.A GY

1 3 5 7
B365.B 2 4 6 8
B365.A
B365.B BN

1 3 5 7

2 4 6 8

E502816

B365.A Stromversorgung Radio


B365.B Lautsprecher Radio

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200719 215
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Dimmen der Display-Hintergrundbeleuchtung


VDO Dayton- und Grundig-Radio
1000
1010
1108

G377
G231

385
30 3

87a 87 4 5

1363
A2
B2
A4
B1

A4 A6 A7
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3

4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1107

1130
1240

85 1
G231

G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181
+ + + + + +

86 2

E501968

7 Wenn ein Radio über ein Display mit einstellbarer


Hintergrundbeleuchtung verfügt, kann diese
Einstellung mit der Fahrzeugbeleuchtung
gesteuert werden. Wenn G231 gemäß dem
Diagramm E501968 verdrahtet wird, ist die
Funktion verfügbar.
Relais G231 muß mit Kabel 2630 (Schalter der
Suchbeleuchtung) verbunden werden.

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216 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Stationsspeicher VDO Dayton-Radio


1000
1010
1108

G377
385
3

4 5

1363
A2
B2
A4
B1
A4 A6 A7
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3

4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1130
1107
1240

1
G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181
+ + + + + +

2
480 301 030

E501969
Kabel 1130 wird durch die Zubehörposition des
Zündschalters mit Strom versorgt. Relais G377
schaltet Kabel 1108 (+12-V-Stromversorgung,
KI30) zum Radio. 7
Stationsspeicher Grundig-Radio
1000
1010
1108
G377
385

4 5
1363
A2
B2
A4
B1

A7 A6 A4
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365
+

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3
4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1107

1130
1240

1
G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181

+ + + + + +

2
480 301 030

E501970
Kabel 1130 wird durch die Zubehörposition des
Zündschalters mit Strom versorgt. Relais G377
schaltet Kabel 1108 (+12-V-Stromversorgung,
KI30) zum Radio.

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200719 217
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Die Kabel 1108 und 1363 in Steckverbinder


B365.A müssen vertauscht werden. (siehe
Diagramm E501970)
Telefonvorbereitung
9

10 1 2 3 4 5 6 res 7 8
G000433

An der rechten Seite der Radiotafel ist Platz für


einen Telefonanschluß reserviert. Der Strom für
das Telefon muß vom Zubehöranschluß
abgezweigt werden. (Siehe 12-V/10-A-
7 Zubehöranschluß, Position 2 in Abbildung LF-
Armaturentafel.)
Spritzwanddurchführungsanschlüsse
Siehe Kapitel 7.20: "Anschlüsse im Fahrerhaus
Baureihe LF" für weitere Details.

7.20 ANSCHLÜSSE IM FAHRERHAUS


BAUREIHE LF

} In diesem Abschnitt werden getrennt


nach Fahrzeugreihen die
Anschlüsse für zusätzliche
Stromverbraucher beschrieben, die
ganz oder teilweise ab Werk
vorbereitet sind. Für
Spannungsversorgungen, die nicht
den Angaben in diesem Kapitel
entsprechen, ist Rücksprache mit
DAF erforderlich.

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218 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Schalteranordnungen in der Dachkonsole


1 Schalter Rundumkennleuchte
2 Schalter Innenalarm ein/aus
3 System LED - Alarmsystem
4 Reserve
5 Reserve

1 2 3 4 5
G000434

Schalteranordnung in der Armaturentafel


9

7
10 1 2 3 4 5 6 res 7 8
G000433
1 Radiofach
2 Zubehöranschluß 12 V/10 A
3 Position für Telefon
4 Arbeitsscheinwerfer/Aufbaubeleuchtung
5 Rückfahrsignal (Summer) ein/aus
6 Hauptschalter
7 Nebenantrieb ein/aus
8 Alarm Laderaumtür ein/aus
9 einstellbarer Geschwindigkeitsbegrenzer
10 Diagnoseanschluß OBD
RES Reservestelle

Stromversorgung
Siehe Kapitel 7.19: "Zubehöranschlüsse bei der
Baureihe LF"
12-V/10-A-Zubehöranschluß
Siehe Kapitel 7.19: "Zubehöranschlüsse bei der
Baureihe LF"
Telefonvorbereitung
Siehe Kapitel 7.19: "Zubehöranschlüsse bei der
Baureihe LF"
Radiovorbereitung
Siehe Kapitel 7.19: "Zubehöranschlüsse bei der
Baureihe LF"

©
200719 219
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Übersicht Spritzwanddurchführung

713

720

718
716
714

200010-001

Spritzwanddurchführung für Aufbaufunktionen


Steck- Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung
verbin- verbin-
der/ der/
Stift Stift
W16/ M Masse S8/6 X008 Reserve Windschutzscheiben-
B1 Ablage

7 W16/
B2
M Masse S8/7 X009 Reserve Windschutzscheiben-
Ablage
S8/8 X010 Reserve Windschutzscheiben-
Ablage
W16/ 3412 Signal Fahrerhausverriegelung
A8
S8/1 X003 Reserve Radiofach
S8/2 X004 Reserve Radiofach W16/ 3700X CAN low (über CXB, CCU oder
B1 CDM)
S8/3 X005 Reserve Radiofach W16/ 3701X CAN high (über CXB, CCU oder
B2 CDM)
S8/4 X006 Reserve Radiofach W16/ 3435 Signal "Motor läuft" = NICHT
A4 ODER MOTORDREHZAHLSIGNAL
3003
G16/A6 X002 Stromversorgung ohne Kontakt
KL30 10A
G16/A2 1240 Stromversorgung über Kontakt
KL15 25A
S8/5 X008 Reserve Windschutzscheiben-
Ablage

Hinweis:
S8 = 8-poliger grauer Steckverbinder, W16 =
weißer 16-poliger Steckverbinder
Im Laufe der Zeit wird Kabelnr. 3003 durch
Kabelnr. 3435 ersetzt. Die Funktion bleibt
unverändert.

©
220 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Spritzwanddurchführung für Motordrehzahlregelung


Steck- Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung
verbin- verbin-
der/ der/
Stift Stift
Nicht -- Motorstart, Fernbedienung W16/ 3147 Freigabe Motordrehzahlrege-
vorhan- B3 lung
den
Nicht -- Motorabstellvorrichtung Fernbe- W16/ 3141 N1 Feste Geschwindigkeit
vorhan- dienung B4
den
Nicht -- Motordrehzahl Abtrieb W16/ 3145 N2 Feste Geschwindigkeit
vorhan- (selco 9231) B5
den
ECS- 3039 Vmax-Anwendung (selco 9231) W16/ 3146 N3 Feste Geschwindigkeit
DC3 B6
B25 *
W16/ 3514 Fahrgeschwindigkeit (Fahrten- W16/ 3420 Nebenantrieb ein/aus, Fernbe-
B7 schreiber Ausgang B7) A6 dienung. Aktives Massesignal
(Fernkupplungsbetätigung er-
forderlich)
W16/ 2161 Stromversorgung über Kontakt W16/ 1600 Stromversorgung ohne Kontakt
A7 KL15 B8 KL30

Hinweis:
W16 = 718 = Weißer 16-poliger Steckverbinder, *
= über Fahrgestellkabel
7
Spritzwanddurchführung für Zubehör
Steck- Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung
verbin- verbin-
der/ der/
Stift Stift
N16/B6 3651 12-V-Stromversorgung von der
Alarmanlage für Innenraumbe-
wegungssensor (Alarm D911
Stift A10)
Y25/ 2155 Innenbeleuchtung Aufbau Y25/B6 3659 Alarm, Eingang (Massesignal)
B12
Y25/ 4601 Bremssignal N16/B2 3660 Alarm, Eingang (Massesignal)
A13
Y25/B2 4591 Rückfahrsignal

Hinweis:
Y25 = 713 = Gelber 25-poliger Steckverbinder,
N16 = 714 = Brauner 16-poliger Steckverbinder

Die verfügbaren Steckverbinder und Signale


hängen von den gewählten Fahrzeugoptionen
ab.
Stellen Sie für ordnungsgemäße Funktionsweise
bei der Fahrzeugbestellung sicher, daß die
korrekten SELCOs verwendet werden.

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200719 221
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.21 FAHRGESTELLANSCHLÜSSE
BAUREIHEN LF UND CF65

Anwendungsverbinder für Aufbaufunktionen


Anordnung der Anwendungsverbinder
A Anwendungsverbinder für Zubehör B CD E
B Anschluß für seitliche Begrenzungsleuchten
C Anwendungsverbinder für Aufbaufunktionen,
Reservekabel (12-polig)
D Anwendungsverbinder für Aufbaufunktionen, B
Reservekabel (8-polig) A
E Anwendungsverbinder für Motordrehzahlrege- G000518
lung (12-polig)

Anwendungsverbinder für Zubehör


(Anordnung A in der Abbildung)
Stift Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung
verbin-
der/
Stift
1 1113 Stromversorgung ohne Kontakt 5 3651 12-V-Stromversorgung Alarm
KL30 für Innenraumbewegungssen-
sor
2 2155 Innenbeleuchtung Aufbau 6 3659 Alarm, Eingang (Massesignal)

7 3
4
4601
4591
Bremssignal
Rückfahrsignal
7
8
3660
M1
Alarm, Eingang (Massesignal)
Masse

Seitliche Begrenzungsleuchten
2-polig (Anordnung B in der Abbildung)
An der Stelle für die erste seitliche
Begrenzungsleuchte hinter dem Fahrerhaus
befindet sich sowohl links als auch rechts ein
Kabel mit 2-poligem Steckverbinder. Dieser
Steckverbinder umfaßt die Kabel 2169 und 2170.
Sowohl seitliche Begrenzungsleuchten als auch
Umrißleuchten können von hier aus (links und
rechts getrennt) über den Kabelstrang mit der
DAF-Kodenummer 1425250 und die
serienmäßigen DAF-Begrenzungsleuchten
angeschlossen werden.
Anwendungsverbinder für Aufbaufunktionen

12-poliger Econoseal (Anordnung C in der Abbildung)


Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 X003 Reserve Radiofach 7 X007 Reserve Windschutzscheiben-
Ablage
2 X004 Reserve Radiofach 8 X008 Reserve Windschutzscheiben-
Ablage
3 X005 Reserve Radiofach 9 X009 Reserve Windschutzscheiben-
Ablage
4 X006 Reserve Radiofach 10 X010 Reserve Windschutzscheiben-
Ablage

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222 200719
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Elektrische Anlage

Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung


5 11
6 12

8-poliger Econoseal (Anordnung D in Abbildung)


Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1600 Spannung ohne Kontakt KL30 5 --
10 A
2 2161 Spannung über Kontakt KL15 6 --
15 A
3 3157 Signal "Motor läuft" 7 M1 Masse 20 A
4 3412 Signal "Fahrerhausverriege- 8 M2 Masse 20 A
lung offen"

Anwendungsverbinder für die


Motordrehzahlregelung

PACCAR - Cummins-Variante (Anordnung E in der Abbildung)


Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 M1 Masse 7 3143 Freigabe Motordrehzahlrege-
lung
2 Keine Funktion 8 3144 N1
3
4
3514
3039
Fahrgeschwindigkeitssignal
Vmax-Anwendung
9
10
3145
3146
N2
N3
7
5 Keine Funktion 11 4594 Nebenantrieb ein/aus Fernbe-
dienung
6 Keine Funktion 12 1240 Stromversorgung über Kontakt
KL15

Für Handgas oder Remote Throttle


Um eine Handgas-/Remote Throttle-Einheit an
das Motorsteuergerät anzuschließen, muß ein B
Elektrokabel "A" örtlich installiert werden. Ein
solches Kabel ist über DAF Parts lieferbar. Dieser
Kabelstrang kann mit einem 4-poligen
Econoseal-Verbinder für die Fahrgestellseite und
5 losen Kontakten für die Motorseite ausgeführt C
werden. Die 5 losen Kontakte müssen im A
Steckverbinder "B" angebracht werden, der am
Motorsteuergerät "C" angebracht ist. Zu
verwendende Stifte siehe Liste unten. Siehe G000519
ebenfalls Kapitel 7.22: "ESC-Regelung LF-
Baureihe"
Stift Mo- Beschreibung
torsteck-
verbinder
B32 Handgas-Rückleitung
B21 Handgas-Stromversorgung
B26 Handgas-Signal
B3 Handgas-Aktivierungsschalter
B34 Rückleitung Handgas-Aktivierungs-
schalter

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200719 223
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Anwendungsverbinder Serie Allison

Das Getriebe der Baureihe 3000 verfügt über


einen Anwendungsverbinder (13-polig) in der
Nähe des elektronischen Steuergeräts.
Stift Kabelkennung Beschreibung
1 5646 Getriebe Neutralstellungsanzeige
2 153 Nicht verwendet
3 5628 Nebenantriebsanforderung
4 -- --
5 6035 Bremssignal zusammen mit Retarder
6 5648 Autom. Neutralst. (an Stift 10 Kabel 5647 anzuschließen)
7 -- --
8 -- --
9 167 Geschwindigkeitssignal
10 5647 Masse von AGC-A4
11 177 Nicht verwendet
12 5644 Vmax-Anwendung/Müllfahrzeug-Trittbrettschalter/Trittbrettschalter
13 --

7.22 ESC-REGELUNG LF-BAUREIHE


7
Sobald die ESC-Funktion über den Tempomat-
Schalter (ON/OFF) aktiviert wird, wird die
Motordrehzahlregelung in den "STAND-BY"-
Modus geschaltet. Über die Schalter "SET" und
"RESUME" kann die Motordrehzahl exakt auf
den momentanen Bedarf eingestellt werden.
Wenn die Fahrgeschwindigkeit einen
eingestellten Grenzwert überschreitet, kehrt die
ESC in den "STAND-BY"-Modus, d.h. zur
Leerlaufdrehzahl zurück. Der Grenzwert ist
serienmäßig auf ca. 9 km/h (Standardwert)
eingestellt und kann mit DAVIE auf max. 30 km/h
geändert werden (Software für 48-km/h-Variante
für spezifische Straßenreinigung-Einstellung ist
ab Werk oder über After Sales verfügbar; kann
nicht mit DAVIE XD gemacht werden).

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224 200719
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Elektrische Anlage

Betätigungsfunktionen am Lenksäulenschalter
Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
Durch kurzes Betätigen von "SET+/-" wird die im Steuer-
gerät des Motors programmierte Drehzahl N1 bzw. N2 ak-
tiviert.
Durch Betätigung von "SET +/-" bei aktivierter ESC wird
die eingestellte Solldrehzahl kontinuierlich erhöht bzw.
SET + gesenkt.
SET - Die bei Loslassen von "set+/-" wirksame Drehzahl wird
als neue Solldrehzahl eingestellt.
Zum Schutz des Motors nach dem Anlassen kann die N_min und N_max zwi-
Solldrehzahl mit "SET +/-" zwischen Mindest- (N_min = schen 0 und N_nominal
Leerlauf) und Abregeldrehzahl (Standardwert: N_max = [U/min] einstellbar
1500 U/min) eingestellt werden.
N1 Durch Betätigung von "N1" wird die ESC aktiviert und die Einstellbar zwischen
Solldrehzahl eingestellt (Standardwert = 850 U/min). N_min und N_max
N2 Durch Betätigung von "N2" wird die ESC aktiviert und die Einstellbar zwischen
Solldrehzahl eingestellt (Standardwert = 1200 U/min). N_min und N_max
OFF Durch Betätigung von "AUS" oder "Kontakt aus" wird die
ESC ausgeschaltet

Ein-/Ausschaltbedingungen

Bei serienmäßigen Fahrzeugen kann die ESC


nur bei angezogener Feststellbremse
eingeschaltet werden; beim Lösen der
7
Feststellbremse wird sie wieder ausgeschaltet.
Zusätzlich zur Betätigungsfunktion "aus" sind aus
Sicherheitsgründen Ausschaltbedingungen
einprogrammiert (Standardeinstellung), die aber
eventuell mit DAVIE geändert werden können.
Siehe dazu die untenstehende Tabelle.
Ein-/Ausschaltbedingungen für die Motordrehzahlregelung
ESC-Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
Lenksäulenschalter bei Geschwindigkeit von 0 km/h
Einschalten Anwendungsverbinder ESC-Freigabe
Betätigung Gaspedal Ja
(1)
Unterdrücken Betätigung Handgas Ja
Übrige
Betätigung Bremspedal
Ausschalten Betätigung Kupplungspedal Ja
Feststellbremse Ja

(1) Unterdrücken ist das vorübergehende Ausschalten der ESC-Funktion, solange die Bedingungen erfüllt sind.

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200719 225
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

} Wenn im Zusammenhang mit


bestimmten Aufbaufunktionen von
den von DAF geprüften und
freigegebenen
Standardmöglichkeiten abgewichen
werden muß, fällt dies nicht in den
Verantwortungsbereich von DAF
Trucks NV. Die Durchführung
abweichender Aufbaufunktionen
und die sich daraus möglicherweise
ergebenden Folgen unterliegen der
Verantwortung des Benutzers (in der
Regel der Aufbauhersteller), der
auch die Produkthaftung übernimmt.

Anwendungsverbinder für die


Motordrehzahlregelung
Betätigungsfunktionen des Anwendungsverbinders
(1)
Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
ESC_Freigabe Wenn die Funktion ESC_Freigabe aktiv ist und V <
Begrenzungsgeschwindigkeit + 5 km/h, wird die Motor-
drehzahlregelung über den Aufbauanschluß freigegeben,
wobei die Betätigung über den Lenksäulenschalter
NICHT blockiert wird.
N1 Durch Betätigung von N1 wird die ESC aktiviert und auf N1 ist zwischen N_min
eine feste Solldrehzahl N1 (Standardeinstellung 850 min- und N_max einstellbar
7 1) eingestellt

N2 Durch Betätigung von N2 wird die ESC aktiviert und auf N2 ist zwischen N1 und
eine feste Solldrehzahl N2 (Standardeinstellung N_max einstellbar
1100 min-1) eingestellt
N3 Durch Betätigung von N3 wird die ESC aktiviert und auf N3 ist zwischen N2 und
eine feste Solldrehzahl N3 (Standardeinstellung N_max einstellbar
1200 min-1) eingestellt
V_max Anwen- Bei Aktivierung eines 24-Volt-Signals wird die Geschwin- Ja
dung (2) digkeit auf einen programmierten Wert (Standardeinstel-
lung 30 km/h) begrenzt.
Motordrehzahl Ausgangssignal rechteckig, 30 Impulse/Umdrehung, HS-
Impuls

(1) Bei gleichzeitiger Betätigung ist die Priorität folgendermaßen festgelegt (von hoch nach niedrig): "ESC-Freigabe", "N1", "N2",
"N3".
(2) Sonderfahrzeuge (z.B. Müllwagen); separat bestellen.

Hinweis: Änderungen vorbehalten.

©
226 200719
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Betätigungsfunktionen des Handgas-Anwendungsverbinders (Remote Throttle)


Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
SET + Die Drehzahl wird durch Drehen an einem Potentiometer
SET - variiert. Bei Aktivierung dieser Funktion nimmt die Dreh-
zahl sofort den eingestellten Wert an.
RQ /RQV Der serienmäßige Kabelstrang ist weiterverbunden, wo-
durch bei Aktivierung der Handgasfunktion (Stift 4) der
Regler automatisch von "RQV"- auf "RQ"-Regelcharakte-
ristik umschaltet. Wenn die "RQ"-Regelcharakteristik be-
reits aktiv ist, muß diese Weiterverbindung entfernt
werden.
An Stift 1 bis 3 wird ein Potentiometer (2,5 kOhm, linear)
angeschlossen.
Siehe "Remote Throttle" in Kapitel
7.21: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen LF und CF65"

Hinweis:
Während die Handgasfunktion aktiv ist, ist
dafür zu sorgen, daß die Feststellbremse
angezogen ist, das Getriebe sich im Leerlauf
befindet und der Bediener die Vorschriften
kennt.

Die Funktionen Esc-Freigabe, N1, N2, N3,


Fernbedienung Nebenabtrieb 1 ein/aus und
Vmax-Anwendung müssen mit 24 V aktiviert
werden. Verwenden Sie dafür Kabel 1240. 7
Bevor die Motordrehzahlregelung/ESC über den
Anwendungsverbinder aktiviert wird, muß/
müssen:
a) die Einschaltbedingungen, so wie sie im VIC
festgelegt sind (Gruppe 3: Kundenparameter),
erfüllt sein;
b) die Funktion ESC-Freigabe am
Anwendungsverbinder aktiv sein.
Bei ESC-Betrieb kann die Motordrehzahl auf ein
bestimmtes Maximum begrenzt werden.
Mit Hilfe von DAVIE XD können
Kundenparameter in den verschiedenen
elektronischen Steuergeräten programmiert
werden.
Mit Kundenparameter 2-30 kann ausgewählt
werden, ob das Gaspedal während des ESC-
Betriebs ausgeschaltet werden soll.
Wenn es eingeschaltet bleibt, wird empfohlen,
den Kundenparameter 2-31 auf die maximal
zulässige Motordrehzahl während des ESC-
Betriebs einzustellen.
Das Verbinden der Status-Rückmeldung des
Nebenabtriebs mit dem Eingang "ESC-Freigabe"
führt zu einer automatischen
Motordrehzahlsicherung während des
Nebenabtriebgebrauchs.

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200719 227
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.23 BAUREIHE LF
NEBENANTRIEBSSTEUERUNG/-
SICHERUNG

Bei den LF-Baureihen ist nur eine 1


Nebenantriebssteuerung vorbereitet.
2
Über den Schalter an Position 7 (siehe Kapitel VIC
7.20: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe LF")
wird über Kabel 4594 (aktiv Masse) das VIC 3
(Vehicle Intelligence Centre) aktiviert. Das VIC
prüft anhand der Einschaltbedingungen, ob der
Ausgang (Kabel 4596) aktiviert werden darf. 22031802-039
Diese Bedingungen müssen innerhalb einer 1
bestimmten Prüfzeit (Standardeinstellung = 4
Sekunden) erfüllt sein. Ist dies nicht der Fall, wird 2
VIC AGC-A4
eine Fehlermeldung auf dem DIP (Anzeige auf
der Instrumententafel) angezeigt. Der
Nebenantriebs-Ausgang wird nicht aktiviert, auch 3
dann nicht, wenn nach Verstreichen der Prüfzeit
die Einschaltbedingungen doch noch erfüllt
werden. Vor dem Aktivieren muß erst der 22031802-040

Schalter aus- und wieder eingeschaltet werden.


Wenn ein Einschalten des Nebenantriebs
zulässig ist, wird Kabel 4596 aktiviert, und das
VIC innerhalb einer zweiten Prüfzeit eine Status-
Rückmeldung vom Nebenantriebssystem
7 erwartet. Außerdem wird geprüft, ob die
Ausschaltbedingungen erfüllt werden. Wenn die
Status-Rückmeldung nicht rechtzeitig erfolgt
oder die Ausschaltbedingungen erfüllt sind, wird
der Ausgang abgeschaltet und auf dem DIP
erscheint wieder die Nebenantriebswarnung.
Solange keine korrekte Status-Rückmeldung
erfolgt, leuchtet die Anzeige "Nebenantrieb aktiv"
auf dem DIP nicht auf. Wenn diese Anzeige
aufleuchtet, beginnt der Betriebsstundenzähler
für Nebenantrieb 1 (im DIP-Menü) zu laufen. In
den Anwendungsverbinder ESC ist auch das
Steuerkabel 4594 (aktiv +24 V; dieses Kabel hat
im Fahrerhaus die Nummer 3420)
aufgenommen, mit dem die Bedienung des
Nebenantriebs vom Aufbau aus vorbereitet ist.

Einschaltbedingungen
Pos. Als Bedingung gültig Status
Betätigung Bremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Feststellbremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Kupplung Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Motor läuft Ja/Nein Ja/Nein
Fahrgeschwindigkeit Ja/Nein Mindestwert
Motordrehzahl Ja/Nein Mindestwert
Prüfzeit 1 Immer Wert

©
228 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Ausschaltbedingungen
Pos. Als Bedingung gültig Status
Betätigung Bremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Feststellbremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Kupplung Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Motor läuft Ja/Nein Ja/Nein
Fahrgeschwindigkeit Ja/Nein Höchstwert
Motordrehzahl Ja/Nein Höchstwert
Prüfzeit 2 Immer Wert

7.24 ANSCHLÜSSE FÜR ZUBEHÖR


BAUREIHE CF

Verkabelung Windschutzscheiben-Ablage
Space Cab
In der Windschutzscheiben-Ablage auf der
Fahrerseite befinden sich mehrere 183C
Steckverbinder. Dort stehen folgende Signale zur
Verfügung:

7
182C

E502818

9-poliger schwarzer Stecker in der


Dachkonsole (Steckverbindercode 182C)
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1107 KL30, Versorgung Weitstrahler 6 5445 Lautsprecher Telematik (Minus)
2 1258 Stromversorgung über Kontakt 7 5399 Lautsprecher Telefon
KL15
3 5444 Lautsprecher Telematik (Plus) 8 5418 Lautsprecher Telefon
4 2630 Schalter Suchbeleuchtung Ver- 9 M52 Masse
sorgung
5 2649 Rückmeldung Weitstrahler ein- - - -
geschaltet

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200719 229
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Elektrische Anlage

12-poliger schwarzer Stecker in der


Dachkonsole (Steckverbindercode 183C)
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1154 Stromversorgung ohne Kontakt 7 2216 Signal Dachscheinwerfer
KL30
2,5 mm²
2 1258 Stromversorgung über Kontakt 8 M70 Masse 0,75 mm²
KL15
2,5 mm²
3 1101 Stromversorgung ohne Kontakt 9 - -
KL30
0,75 mm²
4 2630 Schalter Suchbeleuchtung 10 - -
5 2102 Signal Schlußleuchte links 11 M668 Masse 2,5 mm²
6 2122 Signal Fernlicht 12 5270 Signal Tür offen/Feststellbrem-
se nicht angezogen

Ersatzkabel
Es stehen keine Reservekabel vom
Armaturentafelbereich über die A-Säule zur
Windschutzscheiben-Ablage zur Verfügung.
Reservekabel vom Armaturentafelbereich zur
Spritzwanddurchführung

7 Steckverbinder A104 Steckverbinder 12D


A B C D
1 12D
2 2
3 3
4 4
5 5
6
7 7
8 8
9 9
10

E502841

A104

G000462

Die Verkabelung verläuft von einem 18-poligen


Steckverbinder (A104) hinter dem Radiofach zur
Spritzwanddurchführung 12D. Es stehen 11
Reservekabel zur Verfügung, sofern keine FMS-
Vorbereitung vorhanden ist. In diesem Fall wird
das Reservekabel A1 als Eingangskabel 3772 für
die Panik-Taste des FMS-Systems verwendet.
Details siehe 7.10: "Datenkommunikation CAN
SAE J1939/ISO 11898 (einschl. FMS)".

©
230 200719
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Elektrische Anlage

Reservekabel des 18-poligen Steckverbinders im Radiofach (Steckverbindercode A104)


Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 A1 / Reserve Radiofach (Steckver- 10 A10 Reserve Radiofach (Steckver-
3772 binder A104) binder A104)
Panik-Taste FMS (Steckverbin-
der A098)
2 A2 Reserve Radiofach (Steckver- 11 A11 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104) binder A104)
3 A3 Reserve Radiofach (Steckver- 12
binder A104)
4 A4 Reserve Radiofach (Steckver- 13
binder A104)
5 A5 Reserve Radiofach (Steckver- 14
binder A104)
6 A6 Reserve Radiofach (Steckver- 15
binder A104)
7 A7 Reserve Radiofach (Steckver- 16
binder A104)
8 A8 Reserve Radiofach (Steckver- 17
binder A104)
9 A9 Reserve Radiofach (Steckver- 18
binder A104)

Stromversorgung
7
Die Stromversorgung des Zubehörs sollte immer
über den Steckverbinder 12D in der
Spritzwanddurchführung erfolgen.
Details zur Stiftbelegung siehe Kapitel
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF"
unter Abschnitt "Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen".
- 24-V/25-A-Stromversorgung ohne Kontakt
(Kabelnummer 1154) und 24-V/25-A-
Stromversorgung über Kontakt
(Kabelnummer 1258) stehen im 6-poligen
Steckverbinder im Zentralschaltkasten hinter
der Sicherungs-/Relaisplatte zur Verfügung.
In diesem Steckverbinder stehen auch die
Signale "Motor läuft" (3157),
"Fahrerhausverriegelung" (3412) und
"Masse" (2x) zur Verfügung.
- 24-V/40-A-Stromversorgung ohne Kontakt
steht im 2-poligen Steckverbinder im
Zentralschaltkasten hinter der Sicherungs-/
Relaistafel zur Verfügung. Kabelnummern
1175 und M.
- 24 V/10 A über den Zubehöranschluß an der
Armaturentafel, neben dem
Zigarettenanzünder.
Beachten Sie die höchstzulässige
Gesamtbelastung; siehe Kapitel 7.13: "Maximale
Belastung".

©
200719 231
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Außer diesem 24-Volt-Anschluß befinden sich


zwei als M8-Schraube ausgeführte
Masseanschlüsse in der
Spritzwanddurchführung (Position 10C und 10D).
12-V/10-A- oder (als Option) 12-V/20-A-
Stromversorgung stehen hinter der Tafel der
Mittelkonsole für Radio und Telefon und in der
Dachkonsole für CB-Funk und Fax zur Verfügung

}
(siehe unten).
Die 24-V-Anschlüsse an der
Spritzwanddurchführung (10A) und
am Verteilerblock hinter der
beifahrerseitigen Fußplatte sind
nicht gesichert und dürfen nicht für
die Stromversorgung genutzt
werden, sofern sie nicht innerhalb
von 10 cm Entfernung vom
Anschluß separat gesichert werden.

Zur Beachtung: maximal 3 Ringösen pro


Verschraubung.
Zubehörvorbereitungen
Im Fahrerhaus der CF-Baureihe sind
verschiedene Vorbereitungen serienmäßig
vorhanden.

7 LED-Vorbereitung Wegfahrsperre/Alarm
In der Windschutzscheiben-Ablage befindet sich
ein 2-poliger schwarzer Steckverbinder
(Steckverbindercode 143C). Die Kabel 1107 und
3482 sind zum Anschluß der LED für die
Wegfahrsperre vorgesehen.

E501556

©
232 200719
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CB-Vorbereitung
In der Windschutzscheiben-Vorbereitung
befindet sich ein 2-poliger weißer Steckverbinder
(Steckverbindercode B026), der die Kabel 1108
(+12 V, Kl30) und M515 (Masse) enthält.
Diese sind zum Anschluß von CB- oder
Faxgeräten vorgesehen.
B026

E501553

Kühlschrankvorbereitung
Die Kühlschrankverkabelung ist serienmäßig
vorbereitet und in der unteren Schlafliege zu
finden. In diesem Steckverbinder
(Steckverbindercode B356) befinden sich die
Kabel 1154 (+24 V, Kl30) und M72 (Masse).
Hin- Die Stromversorgung 1154 erfolgt
weis: über Sicherung E142 (25 A). Über
diese Sicherung sind auch andere
Funktionen wie Rundumleuchten, der
Anwendungsverbinder für Aufbau-
hersteller usw. abgesichert.
7
40-A-Stromversorgungsvorbereitung
Dies ist ein 2-poliger Steckverbinder
(Steckverbindercode A038). Er ist für E501557
Stromstärken von bis zu 40 A ausgelegt! Die
Kabel 1175 (Kl30) und M22 (Masse) haben beide
eine Querschnittsfläche von 4,0 mm². Die
Stromversorgung erfolgt über Sicherung E168
Kl30 (ohne Kontakt). Die Sicherung ist eine MAXI
FUSE, die sich auf der Oberseite der Sicherungs-
/Relaistafel befindet.
Hier kann ein Anschlußblock angeschlossen
werden, um einen zentralen Punkt für die
Stromversorgung Kl30 und Masse herzustellen.
Siehe ebenfalls Kapitel
7.4: "Masseverbindungen".

©
200719 233
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Radiovorbereitung
Für den Radioanschluß befindet sich hinter der
Radiotafel ein ISO-Steckverbinder
(Steckverbinder B365A) mit 12-V/10-A-
Stromversorgung ohne Kontakt (Kabel 1108),
Stromversorgung über Kontakt (Kabel 1363, über
Relais G377 geschaltet) und Masse (M). Für die
Lautsprecher (Steckverbinder B365.B) ist die
Verkabelung zur Tür, A-Säule
(Hochtonlautsprecher) und Rückwand 1334294
(Lautsprecher) ebenfalls serienmäßig
vorbereitet. Bei Einbau von
Hochtonlautsprechern muß ein Trennfilter

}
montiert werden.
E502763
Der 24/12-V-Umformer wird
serienmäßig in 10-A-Ausführung
geliefert. Als Option ist eine 20-A-
Ausführung erhältlich. Die gesamte
12-V-Stromabnahme (ohne und über
Kontakt) für Telefon, Fax, Radio und
CB darf den angegebenen Wert nicht
überschreiten. Wenn eine höhere
Stromabnahme erforderlich ist, muß
der 12-Volt-Kreis durch den Einsatz
mehrerer Umformer geteilt werden.
Vom Einbau eines schwereren
Umformers wird im Hinblick auf
7 Kabelquerschnitte und Entstörung
abgeraten.

B365.A GY

B365.B 1 3 5 7

2 4 6 8
B365.A

B365.B BN

1 3 5 7

2 4 6 8

E502816

B365.A Stromversorgung Radio


B365.B Lautsprecher Radio

©
234 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Abblenden der Hintergrundbeleuchtung für


die Radioanzeige VDO Dayton und Grundig
1000
1010
1108

G377
G231

385
30 3

87a 87 4 5

1363
A2
B2
A4
B1
A4 A6 A7
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3

4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1107

1130
1240

85 1
G231

G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181
+ + + + + +

86 2

E501968
Sofern die Radioanzeige mit einer einstellbaren
Hintergrundbeleuchtung ausgestattet ist, kann
diese Einstellung über die Fahrzeugbeleuchtung
vorgenommen werden. Die Funktion wird
7
verfügbar, indem G231 entsprechend Schaltplan
E501968 verkabelt wird.
Relais G231 muß mit Kabel 2630 - Schalter
Suchbeleuchtung - verbunden sein.

©
200719 235
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Stationsspeicher Radio VDO Dayton


1000
1010
1108

G377
385
3

4 5

1363
A2
B2
A4
B1
A4 A6 A7
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3

4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1130
1107
1240

1
G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181
+ + + + + +

2
480 301 030

E501969
Kabel 1130 wird durch die Zubehörstellung des
Zündschalters eingeschaltet. Relais G377
schaltet Kabel 1108 (+12-V-Stromversorgung
7 Kl30) zum Radiogerät.
Stationsspeicher Radio Grundig
1000
1010
1108
G377
385

4 5
1363
A2
B2
A4
B1

A7 A6 A4
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365
+

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3
4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1107

1130
1240

1
G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181

+ + + + + +

2
480 301 030

E501970
Kabel 1130 wird durch die Zubehörstellung des
Zündschalters eingeschaltet. Relais G377
schaltet Kabel 1108 (+12-V-Stromversorgung
Kl30) zum Radiogerät.

©
236 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Die Kabel 1108 und 1363 in Steckverbinder


B365.A müssen vertauscht werden (siehe
Schaltplan E501970).
Telefonvorbereitung
An der rechten Seite der Radiotafel ist Platz für
einen Telefonanschluß reserviert. Hinter der A076
Radiotafel befindet sich serienmäßig ein AMP-
Stecker (Steckverbinder A076) mit 12-V/10-A-
Stromversorgung ohne Kontakt (Kabel 1108), 12-
V/25-mA-Stromversorgung über Kontakt (1353)
und Masse (M).

E501555

Stift Kabel Beschreibung


1 1363 Stromversorgung ohne Kontakt KL30. (12 V/25
mA)
2 1108 Stromversorgung ohne Kontakt KL30. (12 V)
3 M460 Masse

Speichertelefon in Verbindung mit 24 V/12 V 7


10 A oder 20 A DC/DC-Wandler
Der DC/DC-Wandler ist in zwei Ausführungen
erhältlich:
- 24 V/12 V (10 A + 25 mA)
- 24 V/12 V (20 A + 25 mA)
A2
B2
A4
B1

Die Anschlüsse sind identisch. 24V 12V


D895
Der Wandler hat separate Ein- und Ausgänge:
A1
A3

E500726

©
200719 237
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

1000
1010
1108
1353

G377
385
3

4 5

1363
A2
B2
A4
B1
A4 A6 A7
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3

4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1107

1130
1240

1
G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181
A076

A076

A076

+ + + + + +

1 2 3 2
480 301 030

E501971

Eingang 24 V Ausgang 12 V Max. Stromstärke


A2 A4 10 von 20 A
7 B2 B1 25 mA

Anschlüsse Spritzwanddurchführung

21-poliger Steckverbinder
Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen:
Steckverbindercode 12D
A B C D
Details zur Stiftbelegung siehe Kapitel 1
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF" 12D
2 2
unter Abschnitt "Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen". Zusätzlich ist eine 3 3
Verlängerung von Steckverbinder 12D zum 4 4
Fahrgestell als Option über DAF Parts erhältlich. 5 5
Die Anschlüsse des 21-poligen Steckverbinders 6
12D werden in einen 8-poligen und einen 12-
poligen Econoseal aufgeteilt. Details siehe 7 7
Kapitel 7.26: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen 8 8
CF75 und CF85" "Anwendungsverbinder für 9 9
Aufbaufunktionen". 10

E502841

©
238 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

A102
A103

12D

E502836

12-polige Spritzwanddurchführung für


Motordrehzahlregelung
Steckverbindercode 56A
A B C D
Details zur Stiftbelegung siehe Kapitel
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF" 1
unter Abschnitt "Spritzwanddurchführung für 2 2
Motordrehzahlregelung (ESC)". Zusätzlich ist
eine Verlängerung von Steckverbinder 4A zum 4A
3
4
3
4
7
Fahrgestell als Option über DAF Parts erhältlich.
Die Anschlüsse des 12-poligen Steckverbinders 5 5
4A enden im 12-poligen Econoseal (A068). 6
Details siehe Kapitel 7 7
7.26: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen CF75
8 8
und CF85" "Anwendungsverbinder für die
Motordrehzahlregelung". 9 9
10

E502837

A068

4A

E502838

©
200719 239
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

21-polige Spritzwanddurchführung für


Zubehör
Steckverbindercode 56A
A B C D
Details zur Stiftbelegung siehe Kapitel
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF" 1
unter Abschnitt "Spritzwanddurchführung für 2 2
Zubehör". Zusätzlich ist eine Verlängerung von 3 3
Steckverbinder 56A zum Fahrgestell als Option
über DAF Parts erhältlich. Die Anschlüsse des 4 4
21-poligen Steckverbinders 56A enden im 8- 5 5
56A
poligen Econoseal (A070). Details siehe Kapitel 6
7.26: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen CF75 7 7
und CF85" "Anwendungsverbinder für Zubehör".
8 8
9 9
10

E502856

A070

56A
7

E502844

©
240 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.25 ANSCHLÜSSE IM FAHRERHAUS


BAUREIHE CF

Schalterpositionen in der Dachkonsole


1 Steckverbinder
1b Fahrtenschreiber (linke Seite)
1b/14b
14b Reserve (rechte Seite)
2 Steckverbinder
3 Steckverbinder RES
4 Steckverbinder, 12-polig
5 Rundumleuchte
RES
6 Weitstrahler auf dem Dach
5
RES Reservestellen 6

1 2 3 4

G000279

Schalteranordnung in der Armaturentafel

16 17 18 24
7

19
RES
RES
13

20 22 14 7 8 RES RES 23 10 11 12
G000520
7 Nebenantrieb2
8 Nebenantrieb1
10 Zigarettenanzünder 24 V/10 A
11 Zubehöranschluß 24 V/10 A
12 Position Telefon
13 Alarmschalter
14 Ladebordwand aktiv (offen)
Anzeigeleuchte oder Nebenantrieb 3

©
200719 241
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

16 Radiofach 1
17 Staufach 2
18 Staufach 3
19 Position Fleetmanagement Terminal
20 Schalter Arbeitsscheinwerfer/
Laderaumbeleuchtung
22 Ladeklappen- oder
Kipperanzeigenleuchte
23 Müllwagen "STOP&GO"-Schalter oder
Reservestelle
24 Spurhaltungsassistent oder Reservestelle
RES Reservestellen

Eine Übersicht der verfügbaren Schalter und


Symbole finden Sie in Kapitel
7.17: "Instrumententafelschalter und
Anzeigeleuchten von DAF".
Stromversorgung
Beachten Sie die höchstzulässige
Gesamtbelastung; siehe Kapitel 7.13: "Maximale
Belastung".
Details siehe 7.24: "Anschlüsse für Zubehör
Baureihe CF".

Telefon/Faxvorbereitung
7
Details siehe 7.24: "Anschlüsse für Zubehör
Baureihe CF".

Radio/CB-Vorbereitung

Details siehe 7.24: "Anschlüsse für Zubehör


Baureihe CF".

©
242 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Übersicht Spritzwanddurchführung

1 A B C D
2
3
4
1
12A 12C 12D
5 2 2
6
7 3 3
8
9
4 4A 4D 4
10 5 56A 5
6
7 7
8 8
9 9
10

10A 10C 10A

G000388
Steck- Beschreibung
verbin-
dercod
e
12A Fleet-Management-Systeme (FMS)
12C
12D
Motordrehzahlbegrenzung
Funktionen für Aufbauhersteller
7
4A Motordrehzahlregelung
4D Nebenantriebssteuerung

}
56A Zubehör/Müllwagenvorbereitung

Alle Signale in den Tabellen zur


Erläuterung der Stiftbelegung der
Anwendungsverbinder sind aktiv
+24 V (HS = High Side) und inaktiv
offen bzw. 0 V (LS = Low Side)
(vorbehaltlich anderslautender
Angaben!).

Fleet-Management-Systeme (FMS -
Steckverbinder 12A)
Siehe 7.10: "Datenkommunikation CAN SAE
J1939/ISO 11898 (einschl. FMS)"
Motordrehzahlbegrenzung (Steckverbinder
12C)
Siehe 7.27: "Baureihe CF ESC-Regelung"

©
200719 243
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen (Steckverbindercode 12D)

Für die Aufbauindustrie steht serienmäßig in der


Spritzwanddurchführung ein 21-poliger
Anwendungsverbinder zur Verfügung, so daß der
Aufbauhersteller später leicht Signale abnehmen
kann, ohne in die Elektroanlage des Fahrzeugs
eingreifen zu müssen. Dort stehen folgende
Signale zur Verfügung:
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 M40 Masse 20 A 12 A8 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
2 M98 Masse 20 A 13 A9 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
3 3412 Fahrerhausverriegelung 14 A10 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
4 3809 CANopen-Freigabe 15 A11 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
5 A1 / Reserve (Steckverbinder A104) 16 3842 CANopen Masse
3772 /
Panik-Taste FMS (Steckverbin-
der A098)
6 A2 Reserve Radiofach (Steckver- 17 3810 CAN-L (über BBM)
binder A104)
7 7 A3 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
18 3811 CAN-H (über BBM)

8 A4 Reserve Radiofach (Steckver- 19 3157 Signal "Motor läuft"


binder A104)
9 A5 Reserve Radiofach (Steckver- 20 1154 Stromversorgung ohne Kontakt
binder A104) 24 V/20 A, KL30
10 A6 Reserve Radiofach (Steckver- 21 1258 Stromversorgung über Kontakt
binder A104) 24 V/20 A, KL15
11 A7 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)

Hin- Die Stromversorgung vor Kon-


weis: taktherstellung (KL30) ist mit Siche-
rung E142 abgesichert. Die
Stromversorgung nach Kontakther-
stellung ist mit Sicherung E163 abge-
sichert. Beide Sicherungen sind für
einen Strom von 25 A ausgelegt. Mit
der Sicherung E142 sind auch ande-
re Ausrüstungen wie Rundumleuch-
ten, Kühlschrank, Fernlicht usw.
abgesichert.

Die CAN-Verkabelung CAN-H und CAN-L steht


nach Montage des BBM (BODY BUILDER
MODULE - Modul für Aufbauhersteller), das als
Zubehör bestellt werden kann, in der
Spritzwanddurchführung zur Verfügung. Die
CAN-Verkabelung für Aufbaufunktionen darf bis

©
244 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

zu 40 m lang sein, sofern am Ende ein


Abschlußwiderstand von 120 Ohm angebracht
wird. Die Länge der Abzweigungen (stubs) darf
höchstens 1 m betragen. Die verdrillte
Verkabelung (orange/gelb mit Abschirmung)
muß der SAE-Norm J1939/21 entsprechen.
Standardmäßig ermöglicht die Option
Aufbauhersteller-CAN nur die Kommunikation
vom Fahrzeug zum Aufbau. Für Anwendungen,
bei denen CAN-Nachrichten zum Fahrzeug
gesendet werden sollen, ist Kontakt mit DAF
aufzunehmen. Für besondere Anwendungen und
Kundenwünsche kann DAF das sog. BBM Full
liefern, das in Kapitel 7.39: "Body Builder Module
(Modul für Aufbauhersteller) optional" ausführlich
beschrieben wird. Auf diese Weise sind
maßgeschneiderte Kundenlösungen möglich.
Spritzwanddurchführung für
Motordrehzahlregelung (Steckverbindercode
4A)

DAF-DMCI-Variante
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 M37 Masse 7 3143 Freigabe Motordrehzahlrege-
lung
2 3848 Motorabstellvorrichtung Fernbe- 8
dienung (+24-V-Signal)
3144 N variabel Freigabe
7
3 3003 Motordrehzahl Abtrieb (30 Im- 9 3145 N2
pulse pro Umdrehung 0-24 V)
4 3039 Vmax-Anwendung 10 3146 N3
5 3141 Set - 11 5280 Motorstart Fernbedienung (+24-
V-Signal)
6 3142 Set + 12 1240 Stromversorgung über Kontakt
KL15

PACCAR-Cummins-Variante
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 M37 Masse 7 3143 Freigabe Motordrehzahlrege-
lung
2 3848 Motorabstellvorrichtung Fernbe- 8 3144 N1
dienung (+24-V-Signal)
3 3003 Motordrehzahl Abtrieb (30 Im- 9 3145 N2
pulse pro Umdrehung 0-24 V)
4 3039 Vmax-Anwendung 10 3146 N3
5 3141 Keine Funktion 11 5280 Keine Funktion
6 3142 Keine Funktion 12 1240 Stromversorgung über Kontakt
KL15

Für Funktionsbeschreibung und Möglichkeiten


siehe Kapitel 7.27: "Baureihe CF ESC-
Regelung".

©
200719 245
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Spritzwanddurchführung für Nebenantrieb


(Steckverbinder 4D)
Steck- Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung
verbin- verbin-
der/ der/
Stift Stift
1 M39 Masse 7 3745 -
2 4594 Fernbedienung Nebenantrieb 1 8 - Reserve für zukünftige Funktion
ein/aus
3 3410 Nebenantrieb 1, Status und An- 9 4595 / Nebenantrieb 2 Ventil /
zeige auf Außentafel 5149 Chelsea erstes Nebenantriebs-
ventil (nicht für CF65)
4 4596 Nebenantrieb 1, Ventil 10 3798 Nebenantrieb Warnung
5 3668 Nebenantrieb 2, Status und An- 11 5241 Fernbedienung Nebenantrieb 2
zeige auf Außentafel (nicht für ein/aus (nicht für CF65)
CF65)
6 3878 CVSG-DB 12 5462 12 V für CVSG-Armaturen

Spritzwanddurchführung für Zubehör


(Steckverbinder 56A)
Steck- Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung
verbin- verbin-
der/ der/
Stift Stift
7 1 9094 Masse EBS-Anhänger/Auflieger 12 3813 CAN 11992/3 high TT-CAN
2 9088 CAN-Massekabel 13 3651 12-V-Stromersorgung ausge-
hend von Alarm
3 2008 Fahrtrichtungsanzeiger, Anhän- 14 3659 Alarm, Eingang (Massesignal)
ger links
4 2009 Fahrtrichtungsanzeiger, Anhän- 15 3660 Alarm, Eingang (Massesignal)
ger rechts
5 2102 Begrenzungsleuchte links 16 3428 Warnung EBS-Anhänger/Auflie-
ger
6 2103 Begrenzungsleuchte rechts 17 3558 CAN 11992/2 low EBS
7 2152 Nebelschlußleuchte 18 3559 CAN 11992/2 high EBS
8 2155 Innenbeleuchtung Aufbau/Ar- 19
beitsscheinwerfer Fahrerhaus-
rückseite
9 4591 Rückfahrsignal 20 1390 KL15 EBS-Anhänger/Auflieger
10 4601 Bremssignal 21 1113 Stromversorgung ohne Kontakt
KL30
11 3812 CAN 11992/3 low TT-CAN

Zusätzliche Verkabelung

Siehe Kapitel 7.24: "Anschlüsse für Zubehör


Baureihe CF".

©
246 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.26 FAHRGESTELLANSCHLÜSSE
BAUREIHEN CF75 UND CF85

Hinweis:
Die folgenden Informationen gelten NICHT für
das Fahrgestell CF65. Siehe
7.21: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen LF und
CF65".

Anordnung der Anwendungsverbinder


1 Anwendungsverbinder für Zubehör
2 Anwendungsverbinder für die Motordreh- 1
zahlregelung 2
3
3 Anwendungsverbinder für Aufbaufunktio- 4
nen, Reservekabel (12- + 8-polig)
4 Anwendungsverbinder für Aufbaufunktio-
nen, Signale
5
5 Anschluß für seitliche Begrenzungsleuchten
6 Anwendungsverbinder BB-CAN Fahrgestell

20090503-025

Anwendungsverbinder für Zubehör


(Steckverbinder A070)
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1113 Stromversorgung ohne Kontakt 5
KL30
3651 12-V-Stromversorgung Alarm
für Innenraumbewegungssen-
7
sor
2 2155 Innenbeleuchtung Aufbau 6 3659 Alarm, Eingang (Massesignal)
3 4601 Bremssignal 7 3660 Alarm, Eingang (Massesignal)
4 4591 Rückfahrsignal 8 M71/ Masse
M21

Anwendungsverbinder für
Motordrehzahlregelung (Steckverbinder
A068)

DMCI-Variante
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 M37 Masse 7 3143 Freigabe Motordrehzahlrege-
lung
2 3848 Motorabstellvorrichtung Fernbe- 8 3144 N variabel Freigabe
dienung (+24-V-Signal)
3 3003 Motordrehzahl Abtrieb 9 3145 N2
4 3039 Vmax-Anwendung 10 3146 N3
5 3141 Set - 11 5280 Motorstart Fernbedienung (+24-
V-Signal)
6 3142 Set + 12 1240 Stromversorgung über Kontakt
KL15

©
200719 247
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Anwendungsverbinder für Aufbaufunktionen


(Steckverbinder A104)

12-poliger Econoseal
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 A1 / Reserve Radiofach 7 A7 Reserve Radiofach
3772 Notschalter FMS-System
2 A2 Reserve Radiofach 8 A8 Reserve Radiofach
3 A3 Reserve Radiofach 9 A9 Reserve Radiofach
4 A4 Reserve Radiofach 10 A10 Reserve Radiofach
5 A5 Reserve Radiofach 11 A11 Reserve Radiofach
6 A6 Reserve Radiofach 12

8-poliger Econoseal (Steckverbindercode A102)


Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1154 Spannung ohne Kontakt KL30 5
20 A
2 1258 Spannung über Kontakt KL15 6
20 A
3 3157 Signal "Motor läuft" 7 M40 Masse 20 A
4 3412 Signal "Fahrerhausverriege- 8 M98 Masse 20 A
lung offen"

7 seitl. Begrenzungsleuchten
An der Stelle für die erste seitliche
Begrenzungsleuchte hinter dem Fahrerhaus
befindet sich sowohl links als auch rechts ein
Kabel mit 2-poligem Steckverbinder. Dieser
Steckverbinder umfaßt die Kabel 2102 und 2103.
Sowohl seitliche Begrenzungsleuchten als auch
Umrißleuchten können von hier aus (links und
rechts getrennt) über den Kabelstrang mit der
DAF-Kodenummer 1425250 und die
serienmäßigen DAF-Begrenzungsleuchten
angeschlossen werden.

7-poliger DIN (Steckverbinder A105)


Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1154 Spannung ohne Kontakt KL30 5 3842 CANopen Masse
20 A
2,5 mm²
2 M982 Masse 2,5 mm² 6 3810 BB-CAN high über BBM
3 3809 CANopen-Freigabe 7 Reserve
4 3811 BB-CAN low über BBM

©
248 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.27 BAUREIHE CF ESC-REGELUNG

In der Baureihe CF wird sowohl das ECS-DC4-


System (CF65) als auch das DMCI-System
(CF75, CF85) eingesetzt.
ECS-DC4 Motorsteuerungsfunktion (CF65)
Sobald die ESC-Funktion über den Tempomat-
Schalter (ON/OFF) aktiviert wird, wird die
Motordrehzahlregelung in den "STAND-BY"-
Modus geschaltet. Über die Schalter "SET" und
"RESUME" kann die Motordrehzahl exakt auf
den momentanen Bedarf eingestellt werden.
Wenn die Fahrgeschwindigkeit einen
eingestellten Grenzwert überschreitet, kehrt die
ESC in den "STAND-BY"-Modus, d. h. zur
Leerlaufdrehzahl zurück. Der Grenzwert ist
standardmäßig auf ca. 9 km/h eingestellt und
kann mit DAVIE geändert werden (max. 30 km/
h).
Hinweis:
Bei der Baureihe CF65 steht im Gegensatz zu
LF keine 48-km/h-Begrenzung für ESC
(Straßenreinigungsausführungen) zur
Verfügung.

Betätigungsfunktionen am Lenksäulenschalter
Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE) 7
Durch kurzes Betätigen von "SET +/-" bei aktivierter ESC Ja
wird die Motordrehzahl schrittweise (Standardeinstellung
25 U/min) erhöht bzw. gesenkt.
Durch Betätigung von "SET +/-" bei aktivierter ESC wird
die eingestellte Solldrehzahl kontinuierlich erhöht bzw.
gesenkt.
SET +
SET - Die beim Loslassen von "SET +/-" angezeigte Drehzahl
wird als neue Solldrehzahl eingestellt.
Die gewünschte Motordrehzahl kann mit "Set +/-" zwi- N_min und N_max zwi-
schen der minimalen Drehzahl (N_min = 450 U/min) und schen 0 und N_nominal
der maximalen Drehzahl (Standard: N_max = 1500 U/ [U/min] einstellbar
min) eingestellt werden, um den Motor nach dem Start zu
schützen.
N1 Durch Betätigung von "N1" wird die ESC aktiviert und die Einstellbar zwischen
Solldrehzahl eingestellt (Standardwert = 850 U/min). N_min und N_max
(Schalter in Stellung SET -)
N2 Durch Betätigung von "N2" wird die ESC aktiviert und die Einstellbar zwischen N1
Solldrehzahl eingestellt (Standardwert = 1200 U/min). und N_max
(Schalter in Stellung SET +)
OFF Durch Betätigung von "AUS" oder "Kontakt aus" wird die
ESC ausgeschaltet.

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200719 249
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Ein-/Ausschaltbedingungen

Bei Serienfahrzeugen kann die ESC nur bei


angezogener Feststellbremse eingeschaltet
werden; beim Lösen der Feststellbremse wird sie
wieder ausgeschaltet. Zusätzlich zur
Betätigungsfunktion "OFF" sind aus
Sicherheitsgründen Ausschaltbedingungen
einprogrammiert (Standardeinstellung), die aber
eventuell mit DAVIE geändert werden können.
Siehe dazu die untenstehende Tabelle.
Ein-/Ausschaltbedingungen für die Motordrehzahlregelung
ESC-Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
Einschalten Lenksäulenschalter bei Geschwindigkeit von 0 km/h
ESC-Freigabe am Anwendungsverbinder aktiv
Unterdrücken (1) Betätigung Gaspedal Ja
Betätigung Handgas Ja
Übrige
Ausschalten Betätigung Bremspedal
Betätigung Kupplungspedal Ja
Betätigung Feststellbremse Ja

(1) Unterdrücken ist das vorübergehende Ausschalten der ESC-Funktion, solange die Bedingungen erfüllt sind.

}
NB: Änderungen vorbehalten.
Wenn im Zusammenhang mit
bestimmten Aufbaufunktionen von
den von DAF geprüften und
freigegebenen
Standardmöglichkeiten abgewichen
werden muß, fällt dies nicht in den
Verantwortungsbereich von DAF
Trucks NV. Die Durchführung
abweichender Aufbaufunktionen
und die sich daraus möglicherweise
ergebenden Folgen unterliegen der
Verantwortung des Benutzers (in der
Regel der Aufbauhersteller), der
auch die Produkthaftung übernimmt.

Anwendungsverbinder für die


Motordrehzahlregelung
Betätigungsfunktionen des Anwendungsverbinders
(1)
Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
ESC_Freigabe Wenn die Funktion ESC-Freigabe aktiv ist und V < Be-
grenzungsgeschwindigkeit + 5 km/h, wird die Motordreh-
zahlregelung über den Aufbauanschluß freigegeben,
wobei die Betätigung über den Lenksäulenschalter
NICHT blockiert wird.
N1 Durch Betätigung von N1 wird die ESC aktiviert und auf N1 ist zwischen N_min
eine feste Solldrehzahl N1 (Standardeinstellung 850 U/ und N_max einstellbar
min) eingestellt.

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250 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Betätigungsfunktionen des Anwendungsverbinders


(1)
Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
N2 Durch Betätigung von N2 wird die ESC aktiviert und auf N2 ist zwischen N1 und
eine feste Solldrehzahl N2 (Standardeinstellung 1100 U/ N_max einstellbar
min) eingestellt.
N3 Durch Betätigung von N3 wird die ESC aktiviert und auf N3 ist zwischen N2 und
eine feste Solldrehzahl N3 (Standardeinstellung 1200 U/ N_max einstellbar
min) eingestellt.
V_max Anwen- Bei Aktivierung eines 24-Volt-Signals wird die Geschwin- Ja
dung (2) digkeit auf einen programmierten Wert (Standardeinstel-
lung 30 km/h) begrenzt.
Motordrehzahl Ausgangssignal rechteckig, 30 Impulse/Umdrehung, LS-
Impuls
Motorabstellvor- Steuersignal (+24 V) zum Abschalten des Motors
richtung

(1) Bei gleichzeitiger Betätigung ist die Priorität folgendermaßen festgelegt (von hoch nach niedrig): "ESC-Freigabe", "N3", "N2",
N_variabel (SET-/+).
(2) Sonderfahrzeuge (z. B. Müllwagen)

Betätigungsfunktionen des Handgas-Anwendungsverbinders (Remote Throttle)


Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
SET + Die Drehzahl wird durch Drehen an einem Potentiometer
SET - variiert. Bei Aktivierung dieser Funktion nimmt die Dreh-
zahl sofort den eingestellten Wert an. 7
Bei Anschluß des Remote Throttle-Aktivierungsschalters
Aktivierung an Masse wird das Remote Throttle-Potentiometer akti-
viert.
Es wird ein lineares, mehrfach drehbares 2,5-kOhm-Prä-
zisionspotentiometer verwendet.
Siehe "Remote Throttle" in Kapitel
7.21: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen LF und CF65"

} Während die Handgasfunktion aktiv


ist, muß dafür gesorgt werden, daß
die Feststellbremse angezogen ist,
sich das Getriebe im Leerlauf
befindet und der Bediener die
Vorschriften kennt.

DMCI Motorsteuerungsfunktion (CF75 und


CF85)
Der Lenksäulenschalter hat die
Betätigungsfunktionen "SET+", "SET-", "N1",
"N2" und "OFF" und kann für Handgas und/oder
einfache Nebenantriebsanwendungen genutzt
werden, für die kein großer Funktionsumfang
erforderlich ist. Die Funktion des
Lenksäulenhebels entspricht genau den
optionalen Tasten auf dem Lenkrad.

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200719 251
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Elektrische Anlage

G000391

Betätigungsfunktionen am Lenksäulenschalter
Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
Durch Betätigung von "SET+/-" schaltet sich die ESC ein
und stellt die momentane Drehzahl als Solldrehzahl ein
(konstanter Wert)
Durch kurzes Betätigen (1) von "SET +/-" bei aktivierter 0<Schritt<1000 [U/min]
ESC wird die Motordrehzahl schrittweise (Standardein-
stellung 25 U/min) erhöht bzw. gesenkt.
Durch längeres Betätigen (2) von "SET +/-" bei aktivierter 0<Änderungsgeschwin-
SET +
ESC wird die eingestellte Solldrehzahl kontinuierlich er- digkeit<1000 [U/min/s]
SET -
höht bzw. gesenkt (Standardeinstellung 200 U/min pro s).

7 Die bei Loslassen von "SET+/-" angezeigte Drehzahl wird


als neue Solldrehzahl eingestellt.
Zum Schutz des Motors nach dem Anlassen kann die N_min und N_max zwi-
Solldrehzahl mit "SET +/-" zwischen Mindest- (N_min = schen 0 und N_nominal
Leerlauf) und Abregeldrehzahl (Standardwert: N_max = [U/min] einstellbar
1500 U/min) variiert werden.
N1 Durch Betätigung von "N1" wird die ESC aktiviert und die Einstellbar zwischen
Solldrehzahl eingestellt (Standardwert = 800 U/min). Ak- N_min und N_max
tivierung durch Drücken der Taste "RES" (Wiederaufneh-
men).
N2 Durch Betätigung von "N2" wird die ESC aktiviert und die Einstellbar zwischen
Solldrehzahl eingestellt (Standardwert = 1200 U/min). Ak- N_min und N_max
tivierung durch Drücken der Taste "RES" (Wiederaufneh-
men). Mit dieser "RES"-Taste kann zwischen N1 und N2
gewechselt werden.
OFF Durch Betätigung von "AUS" oder "Kontakt aus" wird die
ESC ausgeschaltet.
Flex. Geschwin-
digkeitsbegrenz-
er

(1) Kurzes Betätigen: < 0,3 s (Standardeinstellung)


(2) Längeres Betätigen: > 0,3 s (Standardeinstellung)

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252 200719
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Elektrische Anlage

Ein-/Ausschaltbedingungen

Bei Serienfahrzeugen kann die ESC nur bei


angezogener Feststellbremse eingeschaltet
werden; beim Lösen der Feststellbremse wird sie
wieder ausgeschaltet. Zusätzlich zur
Betätigungsfunktion "OFF" sind aus
Sicherheitsgründen Ausschaltbedingungen
einprogrammiert (Standardeinstellung), die aber
eventuell mit DAVIE geändert werden können.
Siehe dazu die untenstehende Tabelle.
Ein-/Ausschaltbedingungen für die Motordrehzahlregelung
ESC-Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
Einschalten Nur möglich bei angezogener Feststellbremse Ja
und einer Fahrgeschwindigkeit < x km/h (Standard: 10 Ja
km/h)
Bei Betätigung des Gaspedals, wenn die verlangte Dreh-
zahl höher ist, bis max. N_max ESC
Wenn die Leerlaufdrehzahl höher ist als die von der ESC
verlangte Drehzahl
Unterdrücken (1)
Bei Fahrgeschwindigkeit > 10 km/h (= Begrenzungsge- bis 30 km/h
schwindigkeit)
Wenn die Antriebsschlupfregelung (ASR) aktiviert ist
Wenn ein Geschwindigkeitsbegrenzer aktiviert ist
Betätigung Bremspedal Ja (nicht aktiv mit offenem
Antriebsstrang)
7
Betätigung Retarder
Betätigung Handbremse Ja
Ausschalten
Betätigung Kupplungspedal Ja
Betätigung Motorbremse (Fußbetätigung) Ja
Fahrgeschwindigkeit = Begrenzungsgeschwindigkeit + 3
km/h

(1) Unterdrücken ist das vorübergehende Ausschalten der ESC-Funktion, solange die Bedingungen erfüllt sind.

} Die ESC wird auch ausgeschaltet,


wenn ein Defekt im Brems-,
Kupplungs- oder
Geschwindigkeitssignal und/oder im
Tempomat-Modul festgestellt wird.

Wenn im Zusammenhang mit bestimmten


Aufbaufunktionen von den von DAF geprüften
und freigegebenen Standardmöglichkeiten
abgewichen werden muß, fällt dies nicht in den
Verantwortungsbereich von DAF Trucks NV. Die
Durchführung abweichender Aufbaufunktionen
und die sich daraus möglicherweise ergebenden
Folgen unterliegen der Verantwortung des
Benutzers (in der Regel der Aufbauhersteller),
der auch die Produkthaftung übernimmt.

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200719 253
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Anwendungsverbinder für die


Motordrehzahlregelung
Für die Betätigung der Motordrehzahlregelung
über den Aufbauanschluß (Option) gelten der
gleiche Funktionsumfang, dieselben Ein- und
Ausschaltbedingungen und dieselben
Wahlmöglichkeiten für Kunden wie bei der
Motordrehzahlregelung über den
Lenksäulenschalter. Die Funktionen "SET+" und
"SET-" werden mit Impuls- und Dauersignalen
angesteuert. Die Funktionen "Freigabe
Motordrehzahlregelung" und "N variabel
Freigabe" und die Motordrehzahlen "N_2" und
"N_3" werden mit Dauersignalen angesteuert.
Dabei gelten sowohl alle eingestellten
Ausschaltbedingungen als auch die Overrule-
Bedingungen (= Unterdrücken von ESC).
Impulssignal
Ein Signal wird zum Impulssignal, wenn die
ansteigende Spannungsflanke einen Wert > 0,6
x U_bat erreicht hat.
Dauersignal

Ein Dauersignal ist "hoch" bei einem


Spannungsniveau > 0,6 x U_bat und "niedrig" bei
< 0,4 x U_bat.

7 Funktion (1)
Betätigungsfunktionen des Anwendungsverbinders
Standardeinstellung Option (DAVIE)
ESC_Freigabe Wenn die Funktion "ESC_Freigabe" aktiv und die Fahr-
zeuggeschwindigkeit V < ESC max. Begrenzungsge-
schwindigkeit + 5 km/h ist, wird die
Motordrehzahlregelung über den Aufbauanschluß freige-
geben, wobei die Betätigung über den Lenksäulenschal-
ter blockiert wird.
Durch Betätigung von "SET+/-" schaltet sich die ESC ein
und stellt die momentane Drehzahl als Solldrehzahl ein
(konstanter Wert).
Durch kurzes Betätigen (2) von "SET +/-" bei aktivierter 0<Schritt<400 [U/min]
ESC wird die Motordrehzahl schrittweise (Standardein-
stellung 25 U/min) erhöht bzw. gesenkt.
Durch längeres Betätigen (3) von "SET +/-" bei aktivierter 0<Änderungsgeschwin-
SET +
ESC wird die eingestellte Solldrehzahl kontinuierlich er- digkeit<1000 [U/min/s]
SET -
höht bzw. gesenkt (Standardeinstellung 200 U/min pro s).
Die bei Loslassen von "SET+/-" angezeigte Drehzahl wird
als neue Solldrehzahl eingestellt.
Zum Schutz des Motors nach dem Anlassen kann die N_min und N_max zwi-
Solldrehzahl mit "SET +/-" zwischen Mindest- (N_min = schen 0 und N_nominal
Leerlauf) und Abregeldrehzahl (Standardwert: N_max = [U/min] einstellbar
1500 U/min) variiert werden.

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254 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Betätigungsfunktionen des Anwendungsverbinders


Funktion (1)
Standardeinstellung Option (DAVIE)
Durch Betätigung von "Freigabe N_variabel" wird die
ESC aktiviert und die letzte mit SET+ und SET- einge-
stellte Solldrehzahl eingestellt. Dieser Wert wird auch bei
N_variabel ausgeschalteter Zündung gespeichert.
Die Solldrehzahl kann nur dann mit SET+ und SET- vari-
iert werden, wenn die Eingabe "Freigabe N_variabel" ak-
tiviert ist.
N_2 Durch Betätigung von N_2 und N_3 wird die ESC aktiviert N_2 und N_3 sind zwi-
N_3 und eine feste Solldrehzahl N_2 (Standardwert 1000 U/ schen ESC N_min und
min) bzw. N_3 (Standardwert 1200 U/min) eingestellt. Än- ESC N_max einstellbar.
derungsgeschwindigkeit 0,1000 U/min pro s.
V_max Anwen- Bei Aktivierung der Eingabe "Vmax Anwendung" durch Einstellbar zwischen 0
dung (4) ein 24-V-Signal wird die Fahrzeuggeschwindigkeit auf ei- und 30 km/h. Nach unten
nen programmierten Wert (Standardeinstellung 30 km/h) begrenzt durch Leerlauf-
begrenzt. drehzahl des Motors und
Übersetzung des An-
triebsstrangs
Motordrehzahl Ausgangssignal rechteckig, 30 Impulse/Umdrehung, LS-
Impuls
Motorabstellvor- Steuersignal (+24 V) zum Abschalten des Motors Option muß aktiviert wer-
richtung den, indem die Kunden-
parameter 1-87 im BBM
auf einen Wert zwischen
1 und 30 km/h (Standard-
wert 0 km/h) gesetzt wer- 7
den.
Motorstart Steuersignal (+24V) zum Starten des Motors mit Fernbe- Option muß aktiviert wer-
dienung. den, indem die Kunden-
parameter 1-86 im BBM
auf "aktiv" (Standardein-
stellung ist "inaktiv") ge-
setzt werden.

(1) Bei gleichzeitiger Betätigung ist die Priorität folgendermaßen festgelegt (von hoch nach niedrig): "ESC-Freigabe", "N2", "N3",
N_variabel (SET-/+).
(2) Kurzes Betätigen: < 0,3 s (Standardeinstellung)
(3) Längeres Betätigen: > 0,3 s (Standardeinstellung)
(4) Sonderfahrzeuge (z. B. Müllwagen)

Neutralstellungs-Eingang
Das Signal liegt am Steckverbinder 56D, Stift 18
an. Digitales Eingangssignal: Signal "offen"
bedeutet "Getriebe in Neutralstellung", Signal
"niedrig" heißt "Getriebe nicht in Neutralstellung".
Begrenzung der Motordrehzahl und des
Motordrehmoments während ESC und/oder
Nebenantrieb
Bei ESC-Betrieb kann die Motordrehzahl auf ein
bestimmtes Maximum begrenzt werden.
Mit Hilfe von DAVIE XD können
Kundenparameter in den verschiedenen
elektronischen Steuergeräten programmiert
werden.

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200719 255
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Mit Kundenparameter 2-30 kann ausgewählt


werden, ob das Gaspedal während des ESC-
Betriebs ausgeschaltet werden soll.
Wenn es eingeschaltet wird, kann der
vordefinierte Wert der maximalen ESC
Motordrehzahlen bis Endreglerdrehzahl
übersteuert werden.
Die Endreglerdrehzahl kann mit dem
Kundenparameter 2-31 reduziert werden. Dann
ist allerdings diese Grenze immer aktiv (nicht nur
während des ESC-Betriebs).
Das Verbinden des +24-V-Signals zur
Aktivierung des Nebenantriebventils mit Kabel
6185 und/oder 6186 führt zu einer
Motordrehmomentbegrenzung wenn ESC aktiv
ist, und zu einem festgelegten Prozentsatz der
ursprünglichen Drehmomentkurve wenn ESC
nicht aktiv ist.
Kabel 6185/6186 befindet sich im
Spritzwandsteckverbinder 12C, Stift 17 und 20.
Siehe Kapitel 7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus
Baureihe XF".

Drehmomentbegrenzung während der Motordrehzahlregelung bei PR-Motoren (CF75)


Kabel Kabel ESC aktiv Fahrmodus
6185 6186 Motordrehzahl maximiert von Motordrehzahl maximiert von N_max
7 ESC_N_max
0V 0V Keine Begrenzung Keine Begrenzung
24 V 0V 1000 Nm absolutes maximales Motor- 80 % der ursprünglichen Drehmoment-
drehmoment kurve
0V 24 V 750 Nm absolutes maximales Motor- 60 % der ursprünglichen Drehmoment-
drehmoment kurve
24 V 24 V 500 Nm als absolutes maximales Mo- 40 % der ursprünglichen Drehmoment-
tordrehmoment kurve

Hinweis:
Die Fahrmodusfunktion kann unabhängig von
ESC- oder Nebenantrieb-Steuerfunktionen
verwendet werden.

Hinweis:
Ein Zwischenwert der Drehmomentbegrenzung
(bis zu 70 % des maximalen Motordrehmoments)
während des ESC-Betriebs kann mit dem
Kundenparameter 2-37 eingestellt werden
(Programmierung mit DAVIE XD). Hierzu an den
örtlichen DAF-Händler wenden.
Der Kundenparameter 2-37 ermöglicht nur die
automatische Drehmomentreduzierung während
des ESC-Betriebs. Der Begrenzungswert ist ein
Prozentsatz des maximalen Drehmoments und
daher abhängig von der Motorkonfiguration. Bei
Festverdrahtung und aktivierter Automatikoption
wird der unterste Wert als Begrenzungswert
verwendet.

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256 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Drehmomentbegrenzung während der Motordrehzahlregelung bei MX-Motoren (CF85)


Kabel Kabel ESC aktiv Fahrmodus
6185 6186 Motordrehzahl maximiert von Motordrehzahl maximiert von N_max
ESC_N_max
0V 0V Keine Begrenzung Keine Begrenzung
24 V 0V 1800 Nm absolutes maximales Motor- 80 % der ursprünglichen Drehmoment-
drehmoment kurve
0V 24 V 1200 Nm absolutes maximales Motor- 60 % der ursprünglichen Drehmoment-
drehmoment kurve
24 V 24 V 600 Nm absolutes maximales Motor- 40 % der ursprünglichen Drehmoment-
drehmoment kurve

Hinweis:
Die Fahrmodusfunktion kann unabhängig von
ESC- oder Nebenantrieb-Steuerfunktionen
verwendet werden.

Hinweis:
Ein Zwischenwert der Drehmomentbegrenzung
(bis zu 70 % des maximalen Motordrehmoments)
während des ESC-Betriebs kann mit dem
Kundenparameter 2-37 eingestellt werden
(Programmierung mit DAVIE XD). Hierzu an den
örtlichen DAF-Händler wenden.
Der Kundenparameter 2-37 ermöglicht nur die
automatische Drehmomentreduzierung während
des ESC-Betriebs. Der Begrenzungswert ist ein
Prozentsatz des maximalen Drehmoments und
7
daher abhängig von der Motorkonfiguration. Bei
Festverdrahtung und aktivierter Automatikoption
wird der unterste Wert als Begrenzungswert
verwendet.

ESC über CAN-Steuerung


Die Steuerung der Motordrehzahl-Steuerfunktion
über CAN ist optional, wenn die BB-CAN-Option
im Fahrzeug installiert ist (siehe 7.41: "CAN für
Aufbauhersteller J1939").

7.28 BAUREIHE CF
NEBENANTRIEBSSTEUERUNG/-
SICHERUNG

Handschaltgetriebe
FAHRERHAUS-, FERNBEDIENUNGS- und
CAN-Steuerung
Die elektrische Anlage der CF-Baureihe enthält
bis zu 2 Nebenantriebe. Beide Nebenantriebe
können vom Fahrerhaus aus, über ein Kabel von
außen durch die Spritzwanddurchführung für den
Nebenantrieb (Steckverbinder 4D) (siehe
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF")

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200719 257
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

oder über die CAN-Steuerung bedient und


überwacht werden, falls die Nebenantriebsoption
und die BB-CAN-Option (siehe 7.41: "CAN für
Aufbauhersteller J1939") im Fahrzeug installiert
sind.
Betätigung Nebenantrieb 1
Über den Schalter an Position 8 (siehe Kapitel 1
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF")
wird über Kabel 4594 das BBM (Body Builder 2
Module) aktiviert. Das BBM prüft anhand der BBM
Einschaltbedingungen, ob der Ausgang (Kabel
4596) aktiviert werden darf. Diese Bedingungen 3
müssen innerhalb einer bestimmten Prüfzeit
(Standardeinstellung = 4 Sekunden) erfüllt sein.
Der Nebenantriebs-Ausgang wird nicht aktiviert, G000399
auch dann nicht, wenn nach Verstreichen der
Prüfzeit die Einschaltbedingungen doch noch
erfüllt werden. Vor dem Aktivieren muß erst der
Schalter aus- und wieder eingeschaltet werden.
Wenn ein Einschalten des Nebenantriebs
zulässig ist, wird das Kabel 4596 aktiviert, und
das BBM erwartet innerhalb einer zweiten
Prüfzeit eine Status-Rückmeldung von der
Nebenantriebsanlage. Außerdem wird geprüft,
ob die Ausschaltbedingungen erfüllt werden.
Wenn die Status-Rückmeldung (Kabel 3410)
nicht rechtzeitig erfolgt oder die
7 Ausschaltbedingungen erfüllt sind, wird der
Ausgang ausgeschaltet und auf dem DIP
(Anzeige auf der Instrumententafel) wird die
Nebenantriebswarnung angezeigt. Solange
keine korrekte Status-Rückmeldung erfolgt,
leuchtet die Anzeige "Nebenantrieb aktiv" auf das
DIP nicht auf. Wenn diese Anzeige aufleuchtet,
beginnt der Betriebsstundenzähler für
Nebenantrieb 1 (im DIP-Menü) zu laufen. In den
Anwendungsverbinder ESC ist auch das
Steuerkabel 4594 (aktiv +24 V; parallel an
Armaturentafelschalter angeschlossen)
aufgenommen, mit dem die Bedienung des
Nebenantriebs vom Aufbau aus vorbereitet ist.
Bei Handschaltgetrieben muß die Fernbetätigung
der Kupplung ausgeführt werden (siehe
Bestellmöglichkeiten).

3 mögliche Einstellungen der


Nebenantriebsverriegelungen sind möglich
- Nebenantriebsbetrieb im Leerlauf
- Nebenantriebsbetrieb während der Fahrt
- einzelne Einstellungen für alle Bedingungen

Einschaltbedingungen
Pos. Als Bedingung gültig Status
Betätigung Bremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Feststellbremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Kupplung Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt

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258 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Einschaltbedingungen
Pos. Als Bedingung gültig Status
Motor läuft Ja/Nein Ja/Nein
Fahrgeschwindigkeit Ja/Nein Höchstwert
Motordrehzahl Ja/Nein Höchstwert
Prüfzeit 1 Immer Wert

Ausschaltbedingungen
Pos. Als Bedingung gültig Status
Betätigung Bremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Feststellbremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Kupplung Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Motor läuft Ja/Nein Ja/Nein
Fahrgeschwindigkeit Ja/Nein Höchstwert
Motordrehzahl Ja/Nein Höchstwert
Prüfzeit 2 Immer Wert

N10 Kupplungssicherung (keine


Kupplungsmißbrauchsicherung)
Zum Einschalten eines kupplungsabhängigen
Nebenantriebs muß das Kupplungspedal
heruntergedrückt werden. Die im BBM 7
festgelegte Ein-/Ausschaltbedingung wird bereits
wirksam, wenn das Pedal ca. 5 mm weit
heruntergedrückt wird. Dies reicht jedoch für die
Sicherung von Nebenantrieb und Getriebe
(Vermeidung von Mißbrauch) nicht aus. Bei
Einbau eines Nebenantriebs des Typs N221/10
muß die Nebenantriebsbetätigung deshalb mit
einer umfassenden Kupplungspedalsicherung
kombiniert werden; dazu muß das Relais G259 in
die Verkabelung aufgenommen werden. Für
weitere Informationen wende man sich an DAF.
Betätigung Nebenantrieb 2
Die Betätigung von Nebenantrieb 2 ist identisch
mit der Betätigung Nebenantrieb 1, außer:
1. Kabel Nebenantrieb 2 ein/aus ist 5241
(Kabel Nebenantrieb 1 ist 4594)
2. Kabel Nebenantrieb 2 E/P-Aktivierung ist
4595 (Kabel Nebenantrieb 1 ist 4596) oder
5149 bei einem N10- or Chelsea-
Nebenantrieb
3. Kabel Nebenantrieb 2 Status-Rückmeldung
ist 3668 (Kabel Nebenantrieb 1 ist 3410)

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200719 259
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Betätigung Nebenantrieb 3
Die Einbaustelle für den Schalter eines
3.Nebenantriebs ist in der Armaturentafel
vorbereitet. Die Verkabelung für einen
3.Nebenantrieb kann nicht ab Werk vorbereitet
werden. Für die Verkabelung können die
Reservekabel im Anwendungsverbinder für den
Aufbau verwendet werden. Eine zusätzliche
Warnleuchte kann an der Heizungstafel neben
dem 2.Radiofach angebracht werden.
Nebenantriebsstundenzähler
Die Fahrzeuge können also mit einem oder
mehreren Nebenantrieben ausgerüstet werden.
Der Nebenantriebsstundenzähler hat die
Aufgabe, die während des Betriebs eines
Nebenaggregats anfallenden zusätzlichen
Motorbetriebsstunden aufzuzeichnen, so daß die
Wartungsintervalle des Fahrzeugs darauf
abgestimmt werden können. Das Auslesen der
Nebenantriebsstunden erfolgt auf dem DOT-
Matrixbildschirm mit Hilfe des
Menüsteuerungsschalters in der Armaturentafel
(DIP) oder über DAVIE. Über den Bildschirm
kann die Betriebszeit (Stunden) von maximal
zwei Nebenantrieben ausgelesen werden. Wenn
Nebenantrieb 1 eingeschaltet ist, wird die
Betriebszeit automatisch zur Gesamtsumme von
7 Nebenantrieb 1 addiert. Wenn Nebenantrieb 2
eingeschaltet ist, wird die Betriebszeit
automatisch zur Gesamtsumme von
Nebenantrieb 2 addiert. Sowohl Nebenantrieb 1
als auch Nebenantrieb 2 können mit DAVIE
zurückgesetzt werden. Die
Betriebsstundenzähler der Nebenantriebe
werden nach einer Minute Betriebszeit angezeigt.
Ein zusätzlicher Stundenzähler ist als
Analogarmatur erhältlich. Siehe Kapitel
7.40: "Armaturen".
Automatische Getriebe (ALLISON)
Im Prinzip ist die Betätigung des Nebenantriebs 1
(einschließlich Verriegelung) zusammen mit
automatischen Getrieben identisch mit der 2
Betätigung des Nebenantriebs mit VIC AGC-A4
Handgetrieben, außer:
3
Nach dem Einschalten des Nebenantriebs und in
Übereinstimmung mit der programmierten
Verriegelung schaltet der Ausgang (2) des 22031802-040
elektrischen/pneumatischen Ventils das BBM
ein. Dieses Signal wird vom Steuergerät (AGC-
A4) des automatischen Getriebes als
Anforderung zum Einschalten des Getriebe-
Nebenantriebs verwendet. Das Steuergerät des
automatischen Getriebes überprüft anhand
seiner internen Parametereinstellung (siehe
Kapitel 7.35: "Automatisierte und automatische
Getriebe"), ob der Nebenantrieb aktiviert werden
darf.

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260 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Automatisierte Getriebe (AS-Tronic)


DAF hat eine automatisiertes Getriebe namens 1
AS-Tronic eingeführt. Dabei handelt es sich um CAN
ein mechanisches Getriebe, das mit Hilfe eines
elektronischen Steuergeräts geschaltet wird. BBM AS-Tronic
Einige Aufgaben des Fahrers werden dadurch 2
überwacht bzw. sie werden ihm ganz
abgenommen. 3
Der Nebenantrieb, der in dieses Getriebe
eingebaut ist, hat daher ein Steuer-/
Sicherungssystem, das sich von dem in G000400

Verbindung mit Handschaltgetrieben


unterscheidet.
Es kann zwischen zwei Einstellungen der
Nebenantriebsverriegelung gewählt werden:
- Nebenantriebsbetrieb im Leerlauf
- Nebenantriebsbetrieb während der Fahrt
Nebenantriebsbetrieb im Leerlauf ist immer die
Grundeinstellung
Einschaltbedingungen
- Die Handbremse muß angezogen sein
- Der Motor muß laufen
- Das Getriebe muß sich im Leerlauf befinden
- Die Motordrehzahl ist kleiner als Nmax

-
Einschalt (650 U/min)
Die Fahrgeschwindigkeit ist kleiner als 1,5 7
km/h
Ausschaltbedingungen
- Die Handbremse muß gelöst sein
- Der Motor läuft nicht
- Der Fahrzeugkontakt wird ausgeschaltet.
- Die Fahrgeschwindigkeit ist größer als 1,5
km/h
Schaltbefehle werden nicht ausgeführt, wenn der
Nebenantrieb in Betrieb ist.
Nebenantriebsbetrieb während der Fahrt muß
über das Diagnosegerät (DAVIE XD) aktiviert
werden
Einschaltbedingungen
- Die Handbremse muß angezogen sein
- Der Motor muß laufen
- Das Getriebe muß sich im Leerlauf befinden
- Die Motordrehzahl ist kleiner als Nmax
Einschalt (650 U/min)
- Die Fahrgeschwindigkeit ist kleiner als 1,5
km/h
Ausschaltbedingungen
- Der Motor läuft nicht
- Der Fahrzeugkontakt wird ausgeschaltet.

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200719 261
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Während der Fahrt kann nicht geschaltet werden.


Beim Anfahren muß also bereits der gewünschte
Gang eingelegt sein!
Hinweis:
Die AS-Tronic-Software kann den nicht
stationären Betrieb des Nebenantriebs bei
Direktganggetrieben auf Gang 1 und RL und
bei Overdrivegetrieben auf Gang 2 und RH
beschränken. Bei diesen Versionen ist kein
Gangwechsel möglich. Falls ein nicht
stationärer Nebenantrieb benötigt wird, die
Fahrzeugkonfiguration prüfen.
Je nach Situation leuchtet 2 bis 5 Sekunden nach
dem Auftreten eines Defekts oder einer
unerwünschten Situation die Nebenantriebs-
Warnanzeige auf.
Hinweis:
Wenn der Nebenantrieb eingeschaltet, nicht
stationärer Betrieb programmiert und der
Kriechgang eingelegt ist:
- Als niedrigste Gänge stehen für
Direktganggetriebe (DD, Direct Drive)
Gang 1 und RL zur Verfügung
- Als niedrigste Gänge stehen für
Schonganggetriebe (OD, Over Drive)
7 Gang 2 und RH zur Verfügung

7.29 ANSCHLÜSSE FÜR ZUBEHÖR


BAUREIHE XF

Verkabelung Windschutzscheiben-Ablage
Space Cab

183C

182C

E502818

©
262 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Super Space Cab


In der Windschutzscheiben-Ablage befindet sich 182C
ein 12-poliger Steckverbinder. Dort stehen
folgende Signale zur Verfügung:

183C

E502857

9-poliger schwarzer Stecker in der


Dachkonsole (Steckverbindercode 182C)
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1107 KL30, Versorgung Weitstrahler 6 5445 Lautsprecher Telematik (Minus)
2 1258 Stromversorgung über Kontakt 7 5399 Lautsprecher Telefon
KL15
3 5444 Lautsprecher Telematik (Plus) 8 5418 Lautsprecher Telefon
4 2630 Schalter Suchbeleuchtung Ver- 9 M52 Masse
sorgung
5 2649 Rückmeldung Weitstrahler ein-
geschaltet
- - - 7
12-poliger schwarzer Stecker in der
Dachkonsole (Steckverbindercode 183C)
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1154 Stromversorgung ohne Kontakt 7 2216 Signal Dachscheinwerfer
KL30
2,5 mm²
2 1258 Stromversorgung über Kontakt 8 M70 Masse 0,75 mm²
KL15
2,5 mm²
3 1101 Stromversorgung ohne Kontakt 9 - -
KL30
0,75 mm²
4 2630 Schalter Suchbeleuchtung 10 - -
5 2102 Signal Schlußleuchte links 11 M668 Masse 2,5 mm²
6 2122 Signal Fernlicht 12 5270 Signal Tür offen/Feststellbrem-
se nicht angezogen

Ersatzkabel
Es stehen keine Reservekabel vom
Armaturentafelbereich über die A-Säule zur
Windschutzscheiben-Ablage zur Verfügung.

©
200719 263
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Reservekabel vom Armaturentafelbereich zur


Spritzwanddurchführung
Steckverbinder A104 Steckverbinder 12D
A B C D
1 12D
2 2
3 3
4 4
5 5
6
7 7
8 8
9 9
10

E502841

A104

G000462

Die Verkabelung verläuft von einem 18-poligen


Steckverbinder (A104) hinter dem Radiofach zur
Spritzwanddurchführung 12D. Es stehen 11
7 Reservekabel zur Verfügung, sofern keine FMS-
Vorbereitung vorhanden ist. In diesem Fall wird
das Reservekabel A1 als Eingangskabel 3772 für
die Panik-Taste des FMS-Systems verwendet.
Details siehe 7.10: "Datenkommunikation CAN
SAE J1939/ISO 11898 (einschl. FMS)".
Reservekabel des 18-poligen Steckverbinders im Radiofach (Steckverbindercode A104)
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 A1 / Reserve Radiofach (Steckver- 10 A10 Reserve Radiofach (Steckver-
3772 binder A104) binder A104)
Panik-Taste FMS (Steckverbin-
der A098)
2 A2 Reserve Radiofach (Steckver- 11 A11 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104) binder A104)
3 A3 Reserve Radiofach (Steckver- 12
binder A104)
4 A4 Reserve Radiofach (Steckver- 13
binder A104)
5 A5 Reserve Radiofach (Steckver- 14
binder A104)
6 A6 Reserve Radiofach (Steckver- 15
binder A104)
7 A7 Reserve Radiofach (Steckver- 16
binder A104)

©
264 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung


8 A8 Reserve Radiofach (Steckver- 17
binder A104)
9 A9 Reserve Radiofach (Steckver- 18
binder A104)

Stromversorgung
Die Stromversorgung des Zubehörs sollte immer
über den Steckverbinder 12D in der
Spritzwanddurchführung erfolgen.
Details zur Stiftbelegung siehe Kapitel
7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe XF"
unter Abschnitt "Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen".
- 24-V/25-A-Stromversorgung ohne Kontakt
(Kabelnummer 1154) und 24-V/25-A-
Stromversorgung über Kontakt
(Kabelnummer 1258) stehen im 6-poligen
Steckverbinder im Zentralschaltkasten hinter
der Sicherungs-/Relaisplatte zur Verfügung.
In diesem Steckverbinder stehen auch die
Signale "Motor läuft" (3157),
"Fahrerhausverriegelung" (3412) und
"Masse" (2x) zur Verfügung.
- 24-V/40-A-Stromversorgung ohne Kontakt
steht im 2-poligen Steckverbinder im
Zentralschaltkasten hinter der Sicherungs-/
Relaistafel zur Verfügung. Kabelnummern
7
1175 und M.
- 24 V/10 A über den Zubehöranschluß an der
Armaturentafel, neben dem
Zigarettenanzünder.
Beachten Sie die höchstzulässige
Gesamtbelastung; siehe Kapitel 7.13: "Maximale
Belastung".
Außer diesem 24-Volt-Anschluß befinden sich
zwei als M8-Schraube ausgeführte
Masseanschlüsse in der
Spritzwanddurchführung (Position 10C und 10D).
12-V/10-A- oder (als Option) 12-V/20-A-
Stromversorgung stehen hinter der Tafel der
Mittelkonsole für Radio und Telefon und in der
Dachkonsole für CB-Funk und Fax zur Verfügung

}
(siehe unten).
Die 24-V-Anschlüsse an der
Spritzwanddurchführung (10A) und
am Verteilerblock hinter der
beifahrerseitigen Fußplatte sind
nicht gesichert und dürfen nicht für
die Stromversorgung genutzt
werden, sofern sie nicht innerhalb
von 10 cm Entfernung vom
Anschluß separat gesichert werden.

©
200719 265
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Zur Beachtung: maximal 3 Ringösen pro


Verschraubung.
Zubehörvorbereitungen
Im Fahrerhaus der XF-Baureihe sind mehrere
Vorbereitungen serienmäßig vorhanden.
LED-Vorbereitung Wegfahrsperre/Alarm
In der Windschutzscheiben-Ablage befindet sich
ein 2-poliger schwarzer Steckverbinder
(Steckverbindercode 143C). Die Kabel 1107 und
3482 sind zum Anschluß der LED für die
Wegfahrsperre vorgesehen.

E501556

CB-Vorbereitung
In der Windschutzscheiben-Vorbereitung
befindet sich ein 2-poliger weißer Steckverbinder
(Steckverbindercode B026), der die Kabel 1108
7 (+12 V, Kl30) und M515 (Masse) enthält.
Diese sind zum Anschluß von CB- oder
Faxgeräten vorgesehen.
B026

E501553

Kühlschrankvorbereitung
Die Kühlschrankverkabelung ist serienmäßig
vorbereitet und in der unteren Schlafliege zu
finden. In diesem Steckverbinder
(Steckverbindercode B356) befinden sich die
Kabel 1154 (+24 V, Kl30) und M72 (Masse).
Hin- Die Stromversorgung 1154 erfolgt
weis: über Sicherung E142 (25 A). Über
diese Sicherung sind auch andere
Funktionen wie Rundumleuchten, der
Anwendungsverbinder für Aufbau-
hersteller usw. abgesichert.

E501557

©
266 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Vorbereitung Mikrowellenherd
Dies ist ein 2-poliger Steckverbinder
(Steckverbindercode A038). Dieser 2-polige
Steckverbinder (Steckverbindercode A038) ist für A038
Stromstärken von bis zu 40 A ausgelegt! Die
Kabel 1175 (Kl30) und M22 (Masse) haben beide
eine Querschnittsfläche von 4,0 mm². Die
Stromversorgung erfolgt über Sicherung E168
Kl30 (ohne Kontakt). Die Sicherung ist eine MAXI
FUSE, die sich auf der Oberseite der Sicherungs-
/Relaistafel befindet.

E502842

Hier kann zusätzlich ein Anschlußblock


angeschlossen werden, um einen zentralen
Punkt für die Stromversorgung Kl30 und Masse
herzustellen. Siehe ebenfalls Kapitel
7.4: "Masseverbindungen".
Radiovorbereitung
Für den Radioanschluß befindet sich hinter der
Radiotafel ein ISO-Steckverbinder
(Steckverbinder B365A) mit 12-V/10-A-
Stromversorgung ohne Kontakt (Kabel 1108),
Stromversorgung über Kontakt (Kabel 1363, über
Relais G377 geschaltet) und Masse (M). Für die
7
Lautsprecher (Steckverbinder B365.B) ist die
Verkabelung zur Tür, A-Säule
(Hochtonlautsprecher) und Rückwand 1334294
(Lautsprecher) ebenfalls serienmäßig
vorbereitet. Bei Einbau von
Hochtonlautsprechern muß ein Trennfilter

}
montiert werden.
E502763
Der 24/12-V-Umformer wird
serienmäßig in 10-A-Ausführung
geliefert. Als Option ist eine 20-A-
Ausführung erhältlich. Die gesamte
12-V-Stromabnahme (ohne und über
Kontakt) für Telefon, Fax, Radio und
CB darf den angegebenen Wert nicht
überschreiten. Wenn eine höhere
Stromabnahme erforderlich ist, muß
der 12-Volt-Kreis durch den Einsatz
mehrerer Umformer geteilt werden.
Vom Einbau eines schwereren
Umformers wird im Hinblick auf
Kabelquerschnitte und Entstörung
abgeraten.

©
200719 267
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

B365.A GY

1 3 5 7
B365.B 2 4 6 8
B365.A
B365.B BN

1 3 5 7

2 4 6 8

E502816

B365.A Stromversorgung Radio


B365.B Lautsprecher Radio

Abblenden der Hintergrundbeleuchtung für


die Radioanzeige VDO Dayton und Grundig
1000
1010
1108

7
G377
G231

385

30 3

87a 87 4 5
1363
A2
B2
A4
B1

A4 A6 A7
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365
+

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3
4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1107

1130
1240

85 1
G231

G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181

+ + + + + +

86 2

E501968
Sofern die Radioanzeige mit einer einstellbaren
Hintergrundbeleuchtung ausgestattet ist, kann
diese Einstellung über die Fahrzeugbeleuchtung
vorgenommen werden. Die Funktion wird
verfügbar, indem G231 entsprechend Schaltplan
E501968 verkabelt wird.
Relais G231 muß mit Kabel 2630 - Schalter
Suchbeleuchtung - verbunden sein.

©
268 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Stationsspeicher Radio VDO Dayton


1000
1010
1108

G377
385
3

4 5

1363
A2
B2
A4
B1
A4 A6 A7
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3

4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1130
1107
1240

1
G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181
+ + + + + +

2
480 301 030

E501969
Kabel 1130 wird durch die Zubehörstellung des
Zündschalters eingeschaltet. Relais G377
schaltet Kabel 1108 (+12-V-Stromversorgung
Kl30) zum Radiogerät. 7
Stationsspeicher Radio Grundig
1000
1010
1108
G377
385

4 5
1363
A2
B2
A4
B1

A7 A6 A4
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365
+

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3
4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1107

1130
1240

1
G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181

+ + + + + +

2
480 301 030

E501970
Kabel 1130 wird durch die Zubehörstellung des
Zündschalters eingeschaltet. Relais G377
schaltet Kabel 1108 (+12-V-Stromversorgung
Kl30) zum Radiogerät.

©
200719 269
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Die Kabel 1108 und 1363 in Steckverbinder


B365.A müssen vertauscht werden (siehe
Schaltplan E501970).
Telefonvorbereitung
An der rechten Seite der Radiotafel ist Platz für
einen Telefonanschluß reserviert. Hinter der A076
Radiotafel befindet sich serienmäßig ein AMP-
Stecker (Steckverbinder A076) mit 12-V/10-A-
Stromversorgung ohne Kontakt (Kabel 1108), 12-
V/25-mA-Stromversorgung über Kontakt (1353)
und Masse (M).

E501555

Stift Kabel Beschreibung


1 1353 Stromversorgung ohne Kontakt KL30. (12 V/25
mA)
2 1108 Stromversorgung ohne Kontakt KL30. (12 V)
3 M Masse

7
Speichertelefon in Verbindung mit 24 V/12 V
10 A oder 20 A DC/DC-Wandler
Der DC/DC-Wandler ist in zwei Ausführungen
erhältlich:
- 24 V/12 V (10 A + 25 mA)
- 24 V/12 V (20 A + 25 mA)
A2
B2
A4
B1

Die Anschlüsse sind identisch. 24V 12V


D895
Der Wandler hat separate Ein- und Ausgänge:
A1
A3

E500726

©
270 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

1000
1010
1108
1353

G377
385
3

4 5

1363
A2
B2
A4
B1
A4 A6 A7
24V 12V 12V 12V 12V
D895 B365

+
A1
A3

A8 B8 B7 B6 B5 B2 B1 B4 B3

4828

4827

4542

4540

4832

4831
4543

4541
1107

1130
1240

1
G377

B024

B178

B179

B025

B180

B181
A076

A076

A076

+ + + + + +

1 2 3 2
480 301 030

E501971

Eingang 24 V Ausgang 12 V Max. Stromstärke


A2 A4 10 von 20 A
B2 B1 25 mA 7
Anschlüsse Spritzwanddurchführung

21-poliger Steckverbinder
Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen:
Steckverbindercode 12D
A B C D
1 12D
2 2
3 3
4 4
5 5
6
7 7
8 8
9 9
10

E502841

Details zur Stiftbelegung siehe Kapitel


7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe XF"
unter Abschnitt "Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen". Zusätzlich ist eine
Verlängerung von Steckverbinder 12D zum
Fahrgestell als Option über DAF Parts erhältlich.

©
200719 271
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Die Anschlüsse des 21-poligen Steckverbinders


12D werden in einen 8-poligen und einen 12-
poligen Econoseal aufgeteilt. Details siehe
Kapitel 7.31: "Fahrgestellanschlüsse Baureihe
XF" "Anwendungsverbinder für
Aufbaufunktionen".

A102
A103

12D

E502836

7 12-polige Spritzwanddurchführung für


Motordrehzahlregelung
Steckverbindercode 56A
A B C D
Details zur Stiftbelegung siehe Kapitel
7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe XF" 1
unter Abschnitt "Spritzwanddurchführung für 2 2
Motordrehzahlregelung (ESC)". Zusätzlich ist
3 3
eine Verlängerung von Steckverbinder 4A zum 4A
Fahrgestell als Option über DAF Parts erhältlich. 4 4
Die Anschlüsse des 12-poligen Steckverbinders 5 5
4A enden im 12-poligen Econoseal (A068). 6
Details siehe Kapitel 7 7
7.31: "Fahrgestellanschlüsse Baureihe XF"
8 8
"Anwendungsverbinder für die
Motordrehzahlregelung". 9 9
10

E502837

©
272 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

A068

4A

E502838

21-polige Spritzwanddurchführung für


Zubehör
Steckverbindercode 56A
A B C D
Details zur Stiftbelegung siehe Kapitel
7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe XF" 1
unter Abschnitt "Spritzwanddurchführung für 2 2
Zubehör". Zusätzlich ist eine Verlängerung von
Steckverbinder 56A zum Fahrgestell als Option
3
4
3
4
7
über DAF Parts erhältlich. Die Anschlüsse des
21-poligen Steckverbinders 56A enden im 8- 5 5
56A
poligen Econoseal (A070). Details siehe Kapitel 6
7.31: "Fahrgestellanschlüsse Baureihe XF" 7 7
"Anwendungsverbinder für Zubehör".
8 8
9 9
10

E502856

A070

56A

E502844

©
200719 273
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.30 ANSCHLÜSSE IM FAHRERHAUS


BAUREIHE XF

Schalteranordnung, Dachkonsole Super


Space Cab

1 RES A B 2 3 4

RES D 7 C 6 5 RES
G000387

Schalteranordnung, Dachkonsole Space Cab


1 Arbeitsscheinwer- RES Reserve
fer Dachfront A RES 8
2 Verbinder A Reserve
3 Leseleuchte Beifah- B Reserve
rerseite
4 Rote Leuchte auf C Toll Collect
Dach
7 5
6
Verbinder
Verbinder
D Fahrtenschreiber

7 Verbinder
8 Rundumleuchten

D RES 3

G000447

©
274 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Schalteranordnung in der Armaturentafel

1 2 3 4 5 6

14 13 12 11 10 9
G000389

1 Nebenantrieb 1 7
2 Nebenantrieb 2
3 Alarm Laderaumtür ein/aus
4 Hebel der Feststellbremse
5 Radiofach 1, 2 und 3, genormt nach DIN
6 Bremsintegration/Traktionshilfe FTM/Anhebbare Achse FAK
7 Zubehöranschluß 24 V/10 A
8 Hauptschalter
9 Zigarettenanzünder 24 V/10 A
10 AS-Tronic Schalter D-N-R (Drive-Neutral-Reverse)
11 Reserve
12 Reserve
13 Rückwärtsfahrsignal außen Ein-/Ausschalter
14 Schalter Arbeitsscheinwerfer Fahrerhausrückseite/Ladebühne aktivieren

Eine Übersicht der verfügbaren Schalter und


Symbole finden Sie in Kapitel 8.5: "Schalter".
Stromversorgung

Beachten Sie die höchstzulässige


Gesamtbelastung; siehe Kapitel 7.13: "Maximale
Belastung".
Details siehe 7.29: "Anschlüsse für Zubehör
Baureihe XF".

Telefon/Faxvorbereitung

©
200719 275
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Details siehe 7.29: "Anschlüsse für Zubehör


Baureihe XF".

Radio/CB-Vorbereitung

Details siehe 7.29: "Anschlüsse für Zubehör


Baureihe XF".

Übersicht Spritzwanddurchführung

1 A B C D
2
3
4
1
12A 12C 12D
5 2 2
6
7 3 3
8
9
4 4A 4D 4
10 5 56A 5
6
7 7
8 8
9 9
10

7 10A 10C 10A

G000388
Steck- Beschreibung
verbin-
dercod
e
12A Fleet-Management-Systeme (FMS)
12C Motordrehzahlbegrenzung
12D Aufbauhersteller
4A Motordrehzahlregelung
4D Nebenantrieb
56A Zubehör

} Alle Signale in den Tabellen zur


Erläuterung der Stiftbelegung der
Anwendungsverbinder sind aktiv
+24 V (HS = High Side) und inaktiv
offen bzw. 0 V (LS = Low Side)
(vorbehaltlich anderslautender
Angaben!).

Fleet-Management-Systeme (FMS -
Steckverbinder 12A)
Siehe 7.10: "Datenkommunikation CAN SAE
J1939/ISO 11898 (einschl. FMS)"

©
276 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Motordrehzahlbegrenzung (Steckverbinder
12C)
Siehe 7.32: "Baureihe XF ESC-Regelung"
Spritzwanddurchführung für
Aufbaufunktionen (Steckverbindercode 12D)

Für die Aufbauindustrie steht serienmäßig in der


Spritzwanddurchführung ein 21-poliger
Anwendungsverbinder zur Verfügung, so daß der
Aufbauhersteller später leicht Signale abnehmen
kann, ohne in die Elektroanlage des Fahrzeugs
eingreifen zu müssen. Dort stehen folgende
Signale zur Verfügung:
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 M40 Masse 20 A 12 A8 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
2 M98 Masse 20 A 13 A9 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
3 3412 Fahrerhausverriegelung 14 A10 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
4 3809 CANopen-Freigabe 15 A11 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)
5 A1 / Reserve (Steckverbinder A104) 16 3842 CANopen Masse
3772 /
Panik-Taste FMS (Steckverbin-
der A098) 7
6 A2 Reserve Radiofach (Steckver- 17 3810 CAN-L (über BBM)
binder A104)
7 A3 Reserve Radiofach (Steckver- 18 3811 CAN-H (über BBM)
binder A104)
8 A4 Reserve Radiofach (Steckver- 19 3157 Signal "Motor läuft"
binder A104)
9 A5 Reserve Radiofach (Steckver- 20 1154 Stromversorgung ohne Kontakt
binder A104) 24 V/20 A, KL30
10 A6 Reserve Radiofach (Steckver- 21 1258 Stromversorgung über Kontakt
binder A104) 24 V/20 A, KL15
11 A7 Reserve Radiofach (Steckver-
binder A104)

Hin- Die Stromversorgung vor Kon-


weis: taktherstellung (KL30) ist mit Siche-
rung E142 abgesichert. Die
Stromversorgung nach Kontakther-
stellung ist mit Sicherung E163 abge-
sichert. Beide Sicherungen sind für
einen Strom von 25 A ausgelegt. Mit
der Sicherung E142 sind auch ande-
re Ausrüstungen wie Rundumleuch-
ten, Kühlschrank, Fernlicht usw.
abgesichert.

©
200719 277
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Die CAN-Verkabelung CAN-H und CAN-L steht


nach Montage des BBM (BODY BUILDER
MODULE - Modul für Aufbauhersteller), das als
Zubehör bestellt werden kann, in der
Spritzwanddurchführung zur Verfügung. Die
CAN-Verkabelung für Aufbaufunktionen darf bis
zu 40 m lang sein, sofern am Ende ein
Abschlußwiderstand von 120 Ohm angebracht
wird. Die Länge der Abzweigungen (stubs) darf
höchstens 1 m betragen. Die verdrillte
Verkabelung (orange/gelb mit Abschirmung)
muß der SAE-Norm J1939/21 entsprechen.
Standardmäßig ermöglicht die Option
Aufbauhersteller-CAN nur die Kommunikation
vom Fahrzeug zum Aufbau. Für Anwendungen,
bei denen CAN-Nachrichten zum Fahrzeug
gesendet werden sollen, ist Kontakt mit DAF
aufzunehmen. Für besondere Anwendungen und
Kundenwünsche kann DAF das sog. BBM Full
liefern, das in Kapitel 7.39: "Body Builder Module
(Modul für Aufbauhersteller) optional" ausführlich
beschrieben wird. Auf diese Weise sind
maßgeschneiderte Kundenlösungen möglich.
Spritzwanddurchführung für
Motordrehzahlregelung DAF-DMCI-Variante
(Steckverbindercode 4A)

7 Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung


1 M371 Masse 7 3143 Freigabe Motordrehzahlrege-
lung
2 3848 Motorabstellvorrichtung Fernbe- 8 3144 N variabel Freigabe
dienung (+24-V-Signal)
3 3003 Motordrehzahl Abtrieb (30 Im- 9 3145 N2
pulse pro Umdrehung 0-24 V)
4 3039 Vmax-Anwendung 10 3146 N3
5 3141 Set - 11 5280 Motorstart Fernbedienung (+24-
V-Signal)
6 3142 Set + 12 1240 Stromversorgung über Kontakt
KL15

Für Funktionsbeschreibung und Möglichkeiten


siehe Kapitel 7.32: "Baureihe XF ESC-
Regelung".
Spritzwanddurchführung für Nebenantrieb
(Steckverbinder 4D)
Steck- Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung
verbin- verbin-
der/ der/
Stift Stift
1 M39 Masse 7 3745 Positionsbeleuchtung
2 4594 Fernbedienung Nebenantrieb 1 8 - Reserve für zukünftige Funktion
ein/aus

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278 200719
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Elektrische Anlage

Steck- Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung


verbin- verbin-
der/ der/
Stift Stift
3 3410 Nebenantrieb 1, Status und An- 9 4595 / Nebenantrieb 2 Ventil /
zeige auf Außentafel 5149 Chelsea erstes Nebenantriebs-
ventil
4 4596 Nebenantrieb 1, Ventil 10 3798 Nebenantrieb Warnung
5 3668 Nebenantrieb 2 Status und An- 11 5241 Fernbedienung Nebenantrieb 2
zeige auf Außentafel ein/aus
6 6157 Nebenantrieb 3 Ventil 12 5462 12-V-Stromversorgung für
3878 CVSG-Armaturen Datenbusver- CVSG-Armaturen
bindung

Spritzwanddurchführung für Zubehör


(Steckverbinder 56A)
Steck- Kabel Beschreibung Steck- Kabel Beschreibung
verbin- verbin-
der/ der/
Stift Stift
1 9094 Masse EBS-Anhänger/Auflieger 12 3813 CAN 11992/3 high TT-CAN
2 9088 CAN-Massekabel 13 3651 12-V-Stromersorgung ausge-
hend von Alarm
3 2008 Fahrtrichtungsanzeiger, Anhän- 14 3659 Alarm, Eingang (Massesignal)
ger links 7
4 2009 Fahrtrichtungsanzeiger, Anhän- 15 3660 Alarm, Eingang (Massesignal)
ger rechts
5 2102 Begrenzungsleuchte links 16 3428 Warnung EBS-Anhänger/Auflie-
ger
6 2103 Begrenzungsleuchte rechts 17 3558 CAN 11992/2 low EBS
7 2152 Nebelschlußleuchte 18 3559 CAN 11992/2 high EBS
8 2155 Innenbeleuchtung Aufbau/Ar- 19
beitsscheinwerfer Fahrerhaus-
rückseite
9 4591 Rückfahrsignal 20 1390 KL15 EBS-Anhänger/Auflieger
10 4601 Bremssignal 21 1113 Stromversorgung ohne Kontakt
KL30
11 3812 CAN 11992/3 low TT-CAN

Zusätzliche Verkabelung

Siehe Kapitel 7.29: "Anschlüsse für Zubehör


Baureihe XF".

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200719 279
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7.31 FAHRGESTELLANSCHLÜSSE
BAUREIHE XF

Anordnung der Anwendungsverbinder


1 Anwendungsverbinder für Zubehör
2 Anwendungsverbinder für die Motordreh- 1
zahlregelung 2
3
3 Anwendungsverbinder für Aufbaufunktio- 4
nen, Reservekabel (12- + 8-polig)
4 Anwendungsverbinder für Aufbaufunktio-
nen, Signale
5
5 Anschluß für seitliche Begrenzungsleuchten
6 Anwendungsverbinder BB-CAN Fahrgestell

20090503-025

Anwendungsverbinder für Zubehör


(Steckverbinder A070)
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1113 Stromversorgung ohne Kontakt 5 3651 12-V-Stromversorgung Alarm
KL30 für Innenraumbewegungssen-
sor
2 2155 Innenbeleuchtung Aufbau 6 3659 Alarm, Eingang (Massesignal)
3 4601 Bremssignal 7 3660 Alarm, Eingang (Massesignal)
7 4 4591 Rückfahrsignal 8 M71/
M21
Masse

Anwendungsverbinder für
Motordrehzahlregelung (Steckverbinder
A068)

DMCI-Variante
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 M37 Masse 7 3143 Freigabe Motordrehzahlrege-
lung
2 3848 Motorabstellvorrichtung Fernbe- 8 3144 N variabel Freigabe
dienung (+24-V-Signal)
3 3003 Motordrehzahl Abtrieb 9 3145 N2
4 3039 Vmax-Anwendung 10 3146 N3
5 3141 Set - 11 5280 Motorstart Fernbedienung (+24-
V-Signal)
6 3142 Set + 12 1240 Stromversorgung über Kontakt
KL15

Anwendungsverbinder für Aufbaufunktionen


(Steckverbinder A104)

12-poliger Econoseal
Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 A1 Reserve Radiofach 7 A7 Reserve Radiofach
2 A2 Reserve Radiofach 8 A8 Reserve Radiofach

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280 200719
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Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung


3 A3 Reserve Radiofach 9 A9 Reserve Radiofach
4 A4 Reserve Radiofach 10 A10 Reserve Radiofach
5 A5 Reserve Radiofach 11 A11 Reserve Radiofach
6 A6 Reserve Radiofach 12

8-poliger Econoseal (Steckverbinder A102)


Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1154 Spannung ohne Kontakt KL30 5
20 A
2 1258 Spannung über Kontakt KL15 6
20 A
3 3157 Signal "Motor läuft" 7 M40 Masse 20 A
4 3412 Signal "Fahrerhausverriege- 8 M98 Masse 20 A
lung offen"

Seitliche Begrenzungsleuchten
An der Stelle für die erste seitliche
Begrenzungsleuchte hinter dem Fahrerhaus
befindet sich sowohl links als auch rechts ein
Kabel mit 2-poligem Steckverbinder. Dieser
Steckverbinder umfaßt die Kabel 2102 und 2103.
Sowohl seitliche Begrenzungsleuchten als auch
Umrißleuchten können von hier aus (links und
rechts getrennt) über den Kabelstrang mit der
7
DAF-Kodenummer 1425250 und die
serienmäßigen DAF-Begrenzungsleuchten
angeschlossen werden.

Anwendungsverbinder BB-CAN Fahrgestell 7-polig, DIN (Steckverbindercode A105)


Stift Kabel Beschreibung Stift Kabel Beschreibung
1 1154 Spannung ohne Kontakt KL30 5 3842 CANopen Masse
20 A
2,5 mm²
2 M982 Masse 2,5 mm² 6 3810 BB-CAN high über BBM
3 3809 CANopen-Freigabe 7 Reserve
4 3811 BB-CAN low über BBM

7.32 BAUREIHE XF ESC-REGELUNG

DMCI Motorsteuerungsfunktion
Der Lenksäulenschalter hat die
Betätigungsfunktionen "SET+", "SET-", "N1",
"N2" und "OFF" und kann für Handgas und/oder
einfache Nebenantriebsanwendungen genutzt
werden, für die kein großer Funktionsumfang
erforderlich ist. Die Funktion des
Lenksäulenhebels entspricht genau den
optionalen Tasten auf dem Lenkrad.

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200719 281
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G000391

Betätigungsfunktionen am Lenksäulenschalter
Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
Durch Betätigung von "SET+/-" schaltet sich die ESC ein
und stellt die momentane Drehzahl als Solldrehzahl ein
(konstanter Wert)
Durch kurzes Betätigen (1) von "SET +/-" bei aktivierter 0<Schritt<1000 [U/min]
ESC wird die Motordrehzahl schrittweise (Standardein-
stellung 25 U/min) erhöht bzw. gesenkt
Durch längeres Betätigen (2) von "SET +/-" bei aktivierter 0<Änderungsgeschwin-
SET +
ESC wird die eingestellte Solldrehzahl kontinuierlich er- digkeit<1000 [U/min/s]
SET -
höht bzw. gesenkt (Standardeinstellung 200 U/min pro s).

7 Die bei Loslassen von "SET+/-" angezeigte Drehzahl wird


als neue Solldrehzahl eingestellt.
Zum Schutz des Motors nach dem Anlassen kann die N_min und N_max zwi-
Solldrehzahl mit "SET +/-" zwischen Mindest- (N_min = schen 0 und N_nominal
Leerlauf) und Abregeldrehzahl (Standardwert: N_max = [U/min] einstellbar
1500 U/min) variiert werden.
N1 Durch Betätigung von "N1" wird die ESC aktiviert und die Einstellbar zwischen
Solldrehzahl eingestellt (Standardwert = 800 U/min). Ak- N_min und N_max
tivierung durch Drücken der Taste "RES" (Wiederaufneh-
men).
N2 Durch Betätigung von "N2" wird die ESC aktiviert und die Einstellbar zwischen
Solldrehzahl eingestellt (Standardwert = 1200 U/min). Ak- N_min und N_max
tivierung durch Drücken der Taste "RES" (Wiederaufneh-
men). Mit dieser "RES"-Taste kann zwischen N1 und N2
gewechselt werden.
OFF Durch Betätigung von "AUS" oder "Kontakt aus" wird die
ESC ausgeschaltet.
Flex. Geschwin-
digkeitsbegrenz-
er

(1) Kurzes Betätigen: < 0,3 s (Standardeinstellung)


(2) Längeres Betätigen: > 0,3 s (Standardeinstellung)

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282 200719
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Ein-/Ausschaltbedingungen

Bei Serienfahrzeugen kann die ESC nur bei


angezogener Feststellbremse eingeschaltet
werden; beim Lösen der Feststellbremse wird sie
wieder ausgeschaltet. Zusätzlich zur
Betätigungsfunktion "OFF" sind aus
Sicherheitsgründen Ausschaltbedingungen
einprogrammiert (Standardeinstellung), die aber
eventuell mit DAVIE geändert werden können.
Siehe dazu die untenstehende Tabelle.
Ein-/Ausschaltbedingungen für die Motordrehzahlregelung
ESC-Funktion Standardeinstellung Option (DAVIE)
Einschalten Nur möglich bei angezogener Feststellbremse Ja
und einer Fahrgeschwindigkeit < x km/h (Standard: 10 Ja
km/h)
Bei Betätigung des Gaspedals, wenn die verlangte Dreh-
zahl höher ist, bis max. N_max ESC
Wenn die Leerlaufdrehzahl höher ist als die von der ESC
verlangte Drehzahl
Unterdrücken (1)
Bei Fahrgeschwindigkeit > 10 km/h (= Begrenzungsge- bis 30 km/h
schwindigkeit)
Wenn die Antriebsschlupfregelung (ASR) aktiviert ist
Wenn ein Geschwindigkeitsbegrenzer aktiviert ist
Betätigung Bremspedal Ja (nicht aktiv mit offenem
Antriebsstrang)
7
Betätigung Retarder
Betätigung Handbremse Ja
Ausschalten
Betätigung Kupplungspedal Ja
Betätigung Motorbremse (Fußbetätigung) Ja
Fahrgeschwindigkeit = Begrenzungsgeschwindigkeit + 3
km/h

(1) Unterdrücken ist das vorübergehende Ausschalten der ESC-Funktion, solange die Bedingungen erfüllt sind.

} Die ESC wird auch ausgeschaltet,


wenn ein Defekt im Brems-,
Kupplungs- oder
Geschwindigkeitssignal und/oder im
Tempomat-Modul festgestellt wird.

Wenn im Zusammenhang mit bestimmten


Aufbaufunktionen von den von DAF geprüften
und freigegebenen Standardmöglichkeiten
abgewichen werden muß, fällt dies nicht in den
Verantwortungsbereich von DAF Trucks NV. Die
Durchführung abweichender Aufbaufunktionen
und die sich daraus möglicherweise ergebenden
Folgen unterliegen der Verantwortung des
Benutzers (in der Regel der Aufbauhersteller),
der auch die Produkthaftung übernimmt.

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Anwendungsverbinder für die


Motordrehzahlregelung
Für die Betätigung der Motordrehzahlregelung
über den Aufbauanschluß (Option) gelten der
gleiche Funktionsumfang, dieselben Ein- und
Ausschaltbedingungen und dieselben
Wahlmöglichkeiten für Kunden wie bei der
Motordrehzahlregelung über den
Lenksäulenschalter. Die Funktionen "SET+" und
"SET-" werden mit Impuls- und Dauersignalen
angesteuert. Die Funktionen "Freigabe
Motordrehzahlregelung" und "N variabel
Freigabe" und die Motordrehzahlen "N_2" und
"N_3" werden mit Dauersignalen angesteuert.
Dabei gelten sowohl alle eingestellten
Ausschaltbedingungen als auch die Overrule-
Bedingungen (= Unterdrücken von ESC).
Impulssignal
Ein Signal wird zum Impulssignal, wenn die
ansteigende Spannungsflanke einen Wert > 0,6
x U_bat erreicht hat.
Dauersignal

Ein Dauersignal ist "hoch" bei einem


Spannungsniveau > 0,6 x U_bat und "niedrig" bei
< 0,4 x U_bat.

7 Funktion (1)
Betätigungsfunktionen des Anwendungsverbinders
Standardeinstellung Option (DAVIE)
ESC_Freigabe Wenn die Funktion "ESC_Freigabe" aktiv und die Fahr-
zeuggeschwindigkeit V < ESC max. Begrenzungsge-
schwindigkeit + 5 km/h ist, wird die
Motordrehzahlregelung über den Aufbauanschluß freige-
geben, wobei die Betätigung über den Lenksäulenschal-
ter blockiert wird.
Durch Betätigung von "SET+/-" schaltet sich die ESC ein
und stellt die momentane Drehzahl als Solldrehzahl ein
(konstanter Wert)
Durch kurzes Betätigen (2)von "SET +/-" bei aktivierter 0<Schritt<400 [U/min]
ESC wird die Motordrehzahl schrittweise (Standardein-
stellung 25 U/min) erhöht bzw. gesenkt.
Durch längeres Betätigen (3) von "SET +/-" bei aktivierter 0<Änderungsgeschwin-
SET +
ESC wird die eingestellte Solldrehzahl kontinuierlich er- digkeit<1000 [U/min/s]
SET -
höht bzw. gesenkt (Standardeinstellung 200 U/min pro s)
Die bei Loslassen von "SET+/-" angezeigte Drehzahl wird
als neue Solldrehzahl eingestellt.
Zum Schutz des Motors nach dem Anlassen kann die N_min und N_max zwi-
Solldrehzahl mit "SET +/-" zwischen Mindest- (N_min = schen 0 und N_nominal
Leerlauf) und Abregeldrehzahl (Standardwert: N_max = [U/min] einstellbar
1500 U/min) variiert werden.

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284 200719
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Betätigungsfunktionen des Anwendungsverbinders


Funktion (1) Standardeinstellung Option (DAVIE)
Durch Betätigung von "Freigabe N_variabel" wird die
ESC aktiviert und die letzte mit SET+ und SET- einge-
stellte Solldrehzahl eingestellt. Dieser Wert wird auch bei
N_variabel ausgeschalteter Zündung gespeichert.
Die Solldrehzahl kann nur dann mit SET+ und SET- vari-
iert werden, wenn die Eingabe "Freigabe N_variabel" ak-
tiviert ist.
N_2 Durch Betätigung von N_2 und N_3 wird die ESC aktiviert N_2 und N_3 sind zwi-
N_3 und eine feste Solldrehzahl N_2 (Standardwert 1000 U/ schen ESC N_min und
min) bzw. N_3 (Standardwert 1200 U/min) eingestellt. Än- ESC N_max einstellbar.
derungsgeschwindigkeit 0,1000 U/min pro s.
V_max Bei Aktivierung der Eingabe "Vmax Anwendung" durch Einstellbar zwischen 0
Anwendung (4) ein 24-V-Signal wird die Fahrzeuggeschwindigkeit auf ei- und 30 km/h. Nach unten
nen programmierten Wert (Standardeinstellung 30 km/h) begrenzt durch Leerlauf-
begrenzt. drehzahl des Motors und
Übersetzung des An-
triebsstrangs
Motordrehzahl Ausgangssignal rechteckig, 30 Impulse/Umdrehung, LS-
Impuls
Motorabstellvor- Steuersignal (+24 V) zum Abschalten des Motors Option muß aktiviert wer-
richtung den, indem die Kunden-
parameter im BBM auf
einen Wert zwischen 1
und 30 km/h (Standard-
wert 0 km/h) gesetzt wer- 7
den.
Motorstart Steuersignal (+24V) zum Starten des Motors mit Fernbe- Option muß aktiviert wer-
dienung. den, indem die Kunden-
parameter im BBM auf
"aktiv" (Standardeinstel-
lung ist "inaktiv") gesetzt
werden.

(1) Bei gleichzeitiger Betätigung ist die Priorität folgendermaßen festgelegt (von hoch nach niedrig): "ESC-Freigabe", "N2", "N3",
N_variabel (SET-/+).
(2) Kurzes Betätigen: < 0,3 s (Standardeinstellung)
(3) Längeres Betätigen: > 0,3 s (Standardeinstellung)
(4) Sonderfahrzeuge (z. B. Müllwagen)

Neutralstellungs-Eingang
Das Signal liegt am Steckverbinder 56D, Stift 18
an. Digitales Eingangssignal: Signal "offen"
bedeutet "Getriebe in Neutralstellung", Signal
"niedrig" heißt "Getriebe nicht in Neutralstellung".
Begrenzung der Motordrehzahl und des
Motordrehmoments während ESC und/oder
Nebenantrieb
Bei ESC-Betrieb kann die Motordrehzahl auf ein
bestimmtes Maximum begrenzt werden.
Mit Hilfe von DAVIE XD können
Kundenparameter in den verschiedenen
elektronischen Steuergeräten programmiert
werden.

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200719 285
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Mit Kundenparameter 2-30 kann ausgewählt


werden, ob das Gaspedal während des ESC-
Betriebs ausgeschaltet werden soll.
Wenn es eingeschaltet wird, kann der
vordefinierte Wert der maximalen ESC
Motordrehzahlen bis Endreglerdrehzahl
übersteuert werden.
Die Endreglerdrehzahl kann mit dem
Kundenparameter 2-31 reduziert werden. Dann
ist allerdings diese Grenze immer aktiv (nicht nur
während des ESC-Betriebs).
Das Verbinden des +24-V-Signals zur
Aktivierung des Nebenantriebventils mit Kabel
6185 und/oder 6186 führt zu einer
Motordrehmomentbegrenzung wenn ESC aktiv
ist, und zu einem festgelegten Prozentsatz der
ursprünglichen Drehmomentkurve, wenn ESC
nicht aktiv ist..
Kabel 6185/6186 befindet sich im
Spritzwandsteckverbinder 12C, Stift 17 und 20.
Siehe Kapitel 7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus
Baureihe XF".

Drehmomentbegrenzung der während Motordrehzahlregelung bei MX-Motoren


Kabel Kabel ESC aktiv Fahrmodus
6185 6186 Motordrehzahl maximiert von Motordrehzahl maximiert von N_max
7 ESC_N_max
0V 0V Keine Begrenzung Keine Begrenzung
24 V 0V 1800 Nm absolutes maximales Motor- 80 % der ursprünglichen Drehmoment-
drehmoment kurve
0V 24 V 1200 Nm absolutes maximales Motor- 60 % der ursprünglichen Drehmoment-
drehmoment kurve
24 V 24 V 600 Nm absolutes maximales Motor- 40 % der ursprünglichen Drehmoment-
drehmoment kurve

Hinweis:
Die Fahrmodusfunktion kann unabhängig von
ESC- oder Nebenantrieb-Steuerfunktionen
verwendet werden.

Hinweis:
Ein Zwischenwert der Drehmomentbegrenzung
(bis zu 70 % des maximalen Motordrehmoments)
während des ESC-Betriebs kann mit dem
Kundenparameter 2-37 eingestellt werden
(Programmierung mit DAVIE XD). Hierzu an den
örtlichen DAF-Händler wenden.
Der Kundenparameter 2-37 ermöglicht nur die
automatische Drehmomentreduzierung während
des ESC-Betriebs. Der Begrenzungswert ist ein
Prozentsatz des maximalen Drehmoments und
daher abhängig von der Motorkonfiguration. Bei
Festverdrahtung und aktivierter Automatikoption
wird der unterste Wert als Begrenzungswert
verwendet.

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286 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

ESC über CAN-Steuerung


Die Steuerung der Motordrehzahl-Steuerfunktion
über CAN ist optional, wenn die BB-CAN-Option
im Fahrzeug installiert ist (siehe 7.41: "CAN für
Aufbauhersteller J1939").

7.33 BAUREIHE XF
NEBENANTRIEBSSTEUERUNG/-
SICHERUNG

FAHRERHAUS-, FERNBEDIENUNGS- und


CAN-Steuerung
Die elektrische Anlage der XF-Baureihe enthält
bis zu 2 Nebenantriebe. Beide Nebenantriebe
können vom Fahrerhaus aus, über ein Kabel von
außen durch die Spritzwanddurchführung für den
Nebenantrieb (Steckverbinder 4D) (siehe
7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe XF")
oder über die CAN-Steuerung bedient und
überwacht werden, falls die Nebenantriebsoption
und die BB-CAN-Option (siehe 7.41: "CAN für
Aufbauhersteller J1939") im Fahrzeug installiert
sind.
Handschaltgetriebe
Betätigung Nebenantrieb 1
Über den Schalter an Position 8 (siehe Kapitel 1
7
7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe XF")
wird über Kabel 4594 das BBM (Body Builder 2
Module) aktiviert. Das BBM prüft anhand der BBM
Einschaltbedingungen, ob der Ausgang (Kabel
4596) aktiviert werden darf. Diese Bedingungen 3
müssen innerhalb einer bestimmten Prüfzeit
(Standardeinstellung = 4 Sekunden) erfüllt sein.
Der Nebenantriebs-Ausgang wird nicht aktiviert, G000399
auch dann nicht, wenn nach Verstreichen der
Prüfzeit die Einschaltbedingungen doch noch
erfüllt werden. Vor dem Aktivieren muß erst der
Schalter aus- und wieder eingeschaltet werden.
Wenn ein Einschalten des Nebenantriebs
zulässig ist, wird das Kabel 4596 aktiviert, und
das BBM erwartet innerhalb einer zweiten
Prüfzeit eine Status-Rückmeldung von der
Nebenantriebsanlage. Außerdem wird geprüft,
ob die Ausschaltbedingungen erfüllt werden.
Wenn die Status-Rückmeldung (Kabel 3410)
nicht rechtzeitig erfolgt oder die
Ausschaltbedingungen erfüllt sind, wird der
Ausgang ausgeschaltet und auf dem DIP
(Anzeige auf der Instrumententafel) wird die
Nebenantriebswarnung angezeigt. Solange
keine korrekte Status-Rückmeldung erfolgt,
leuchtet die Anzeige "Nebenantrieb aktiv" auf
dem DIP nicht auf. Wenn diese Anzeige
aufleuchtet, beginnt der Betriebsstundenzähler
für Nebenantrieb 1 (im DIP-Menü) zu laufen. In
den Anwendungsverbinder ESC ist auch das

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200719 287
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Steuerkabel 4594 (aktiv +24 V; parallel an


Armaturentafelschalter angeschlossen)
aufgenommen, mit dem die Bedienung des
Nebenantriebs vom Aufbau aus vorbereitet ist.
Bei Handschaltgetrieben muß die Fernbetätigung
der Kupplung ausgeführt werden (siehe
Bestellmöglichkeiten).

3 mögliche Einstellungen der


Nebenantriebsverriegelungen sind möglich
- Nebenantriebsbetrieb im Leerlauf
- Nebenantriebsbetrieb während der Fahrt
- einzelne Einstellungen für alle Bedingungen

Einschaltbedingungen
Pos. Als Bedingung gültig Status
Betätigung Bremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Feststellbremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Kupplung Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Motor läuft Ja/Nein Ja/Nein
Fahrgeschwindigkeit Ja/Nein Höchstwert
Motordrehzahl Ja/Nein Höchstwert
Prüfzeit 1 Immer Wert

7 Ausschaltbedingungen
Pos. Als Bedingung gültig Status
Betätigung Bremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Feststellbremse Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Betätigung Kupplung Ja/Nein Betätigt/nicht betätigt
Motor läuft Ja/Nein Ja/Nein
Fahrgeschwindigkeit Ja/Nein Höchstwert
Motordrehzahl Ja/Nein Höchstwert
Prüfzeit 2 Immer Wert

N10 Kupplungssicherung (keine


Kupplungsmißbrauchsicherung)
Zum Einschalten eines kupplungsabhängigen
Nebenantriebs muß das Kupplungspedal betätigt
werden. Die im BBM festgelegte Ein-/
Ausschaltbedingung wird bereits wirksam, wenn
das Pedal ca. 5 mm weit heruntergedrückt wird.
Dies reicht jedoch für die Sicherung von
Nebenantrieb und Getriebe (Vermeidung von
Mißbrauch) nicht aus. Bei Einbau eines
Nebenantriebs vom Typ N221/10 muß die
Nebenantriebsbetätigung deshalb mit einer
umfassenden Kupplungspedalsicherung
kombiniert werden; dazu muß das Relais G259 in
die Verkabelung aufgenommen werden. Für
weitere Informationen wenden Sie sich an DAF.

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288 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Betätigung Nebenantrieb 2
Die Betätigung von Nebenantrieb 2 ist identisch
mit der Betätigung Nebenantrieb 1, außer:
1. Kabel Nebenantrieb 2 ein/aus ist 5241
(Kabel Nebenantrieb 1 ist 4594)
2. Kabel Nebenantrieb 2 E/P-Aktivierung ist
4595 (Kabel Nebenantrieb 1 ist 4596)
3. Kabel Nebenantrieb 2 Status-Rückmeldung
ist 3668 (Kabel Nebenantrieb 1 ist 3410)
Betätigung Nebenantrieb 3
Die Einbaustelle für den Schalter eines
3.Nebenantriebs ist in der Armaturentafel
vorbereitet. Die Verkabelung für einen
3.Nebenantrieb kann nicht ab Werk vorbereitet
werden. Für die Verkabelung können die
Reservekabel im Anwendungsverbinder für den
Aufbau verwendet werden. Eine zusätzliche
Warnleuchte kann an der Heizungstafel neben
dem 2.Radiofach angebracht werden.
Nebenantriebsstundenzähler
Die Fahrzeuge können also mit einem oder
mehreren Nebenantrieben ausgerüstet werden.
Der Nebenantriebsstundenzähler hat die
Aufgabe, die während des Betriebs eines
Nebenaggregats anfallenden zusätzlichen
Motorbetriebsstunden aufzuzeichnen, so daß die
Wartungsintervalle des Fahrzeugs darauf
abgestimmt werden können. Das Auslesen der
7
Nebenantriebsstunden erfolgt auf dem DOT-
Matrixbildschirm mit Hilfe des
Menüsteuerungsschalters in der Armaturentafel
(DIP) oder über DAVIE. Über den Bildschirm
kann die Betriebszeit (Stunden) von maximal
zwei Nebenantrieben ausgelesen werden. Wenn
Nebenantrieb 1 eingeschaltet ist, wird die
Betriebszeit automatisch zur Gesamtsumme von
Nebenantrieb 1 addiert. Wenn Nebenantrieb 2
eingeschaltet ist, wird die Betriebszeit
automatisch zur Gesamtsumme von
Nebenantrieb 2 addiert. Sowohl Nebenantrieb 1
als auch Nebenantrieb 2 können mit DAVIE
zurückgesetzt werden. Die
Betriebsstundenzähler der Nebenantriebe
werden nach einer Minute Betriebszeit angezeigt.
Ein zusätzlicher Stundenzähler ist als
Analogarmatur erhältlich. Siehe Kapitel
7.40: "Armaturen".

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200719 289
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Automatisierte Getriebe (AS-TRONIC)


DAF hat eine automatisiertes Getriebe namens 1
AS-Tronic eingeführt. Dabei handelt es sich um CAN
ein mechanisches Getriebe, das mit Hilfe eines
elektronischen Steuergeräts geschaltet wird. BBM AS-Tronic
Einige Aufgaben des Fahrers werden dadurch 2
überwacht bzw. sie werden ihm ganz
abgenommen. 3
Der Nebenantrieb, der in dieses Getriebe
eingebaut ist, hat daher ein Steuer-/
Sicherungssystem, das sich von dem in G000400

Verbindung mit Handschaltgetrieben


unterscheidet.
Es kann zwischen zwei Einstellungen der
Nebenantriebsverriegelung gewählt werden:
- Nebenantriebsbetrieb im Leerlauf
- Nebenantriebsbetrieb während der Fahrt
Nebenantriebsbetrieb im Leerlauf ist immer die
Grundeinstellung.
Einschaltbedingungen
- Die Handbremse muß angezogen sein
- Der Motor muß laufen
- Das Getriebe muß sich im Leerlauf befinden
- Die Motordrehzahl ist kleiner als Nmax
7 -
Einschalt (650 U/min)
Die Fahrgeschwindigkeit ist kleiner als 1,5
km/h
Ausschaltbedingungen
- Die Handbremse muß gelöst sein
- Der Motor läuft nicht
- Der Fahrzeugkontakt wird ausgeschaltet.
- Die Fahrgeschwindigkeit ist größer als 1,5
km/h
Schaltbefehle werden nicht ausgeführt, wenn der
Nebenantrieb in Betrieb ist.
Nebenantriebsbetrieb während der Fahrt muß
über das Diagnosegerät (DAVIE XD) aktiviert
werden.
Einschaltbedingungen
- Die Handbremse muß angezogen sein
- Der Motor muß laufen
- Das Getriebe muß sich im Leerlauf befinden
- Die Motordrehzahl ist kleiner als Nmax
Einschalt (650 U/min)
- Die Fahrgeschwindigkeit ist kleiner als 1,5
km/h
Ausschaltbedingungen
- Der Motor läuft nicht
- Der Fahrzeugkontakt wird ausgeschaltet.

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290 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Während der Fahrt kann nicht geschaltet werden.


Beim Anfahren muß also bereits der gewünschte
Gang eingelegt sein!
Hinweis:
Die AS-Tronic-Software kann den nicht
stationären Betrieb des Nebenantriebs bei
Direktganggetrieben auf Gang 1 und RL und
bei Overdrivegetrieben auf Gang 2 und RH
beschränken. Bei diesen Versionen ist kein
Gangwechsel möglich. Falls ein nicht
stationärer Nebenantrieb benötigt wird, die
Fahrzeugkonfiguration prüfen.
Je nach Situation wird nach 2 bis 5 Sekunden die
Nebenantriebswarnung aktiv, wenn ein Defekt
auftritt oder eine unerwünschte Situation eintritt.
Hinweis:
Wenn der Nebenantrieb eingeschaltet, nicht
stationärer Betrieb programmiert und der
Kriechgang eingelegt ist:
- Als niedrigste Gänge stehen für
Direktganggetriebe (DD, Direct Drive)
Gang 1 und RL zur Verfügung
- Als niedrigste Gänge stehen für
Schonganggetriebe (OD, Over Drive)
Gang 2 und RH zur Verfügung
7
7.34 ANSCHLÜSSE FÜR ANHÄNGER/
AUFLIEGER

Beschreibung Plan (Vorderansicht)


BELEUCH- Steckdosentyp 24N 1x7-polig, ISO 1185
TUNG 1. Masse
2. Schlußleuchte und Begrenzungsleuchten, links und
2
A000 Kennzeichenbeleuchtung 7 3
3. Fahrtrichtungsanzeiger, links 4
4. Bremsleuchten
5. Fahrtrichtungsanzeiger, rechts
6. Schlußleuchte und Begrenzungsleuchten, rechts und 1 5
6
Kennzeichenbeleuchtung
22032802-007
7. Anhängerbremsanlagen-Steuerung. Nicht zu
verwenden als Massepunkt
(Hinweis: Bei LF-Fahrzeugen nicht angeschlossen)
ZUBE- Steckdosentyp 24S 1x7-polig, ISO 3731
HÖR 1. Masse
2
2. Alarmanlage (3659) Massesignal 7 3
A001 (Hinweis: Bei LF-Fahrzeugen nicht angeschlossen) 4
3. Rückfahrscheinwerfer
4. 24-V-Stromversorgung ohne Kontakt KL 30 (1113)
5. Alarmanlage, Eingang (3660) Massesignal 1 5
6
(Hinweis: Bei LF-Fahrzeugen nicht angeschlossen)
22032802-007
6. 12-V-Stromversorgung von Alarmanlage (3651)
7. Nebelschlußleuchte

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200719 291
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Beschreibung Plan (Vorderansicht)


15-polig Steckdosentyp 1x15-polig, ISO 12098
1. Fahrtrichtungsanzeiger, links
2. Fahrtrichtungsanzeiger, rechts
3. Nebelschlußleuchte
4. Masse
5. Schlußleuchte und Begrenzungsleuchten, links und 1 11 2 3
10
Kennzeichenbeleuchtung 9
4
6. Schlußleuchte und Begrenzungsleuchten, rechts und
Kennzeichenbeleuchtung 12
7. Bremsleuchten 13

8. Rückfahrscheinwerfer 5
15
9. Stromversorgung ohne Kontakt KL 30 (1113) 8
7 6
14

10. Alarmanlage (3659) Massesignal 20090503-004


11. Alarmanlage (3660) Massesignal
12. 12-V-Stromversorgung von Alarmanlage (3651)
13. Masse für 14 und 15
14. CAN high ISO 11992 Non-Running
15. CAN low ISO 11992 Non-Running
ABS/EBS Steckdose ABS 1 x 7-polig; ISO 7638
2 3
1. Stromversorgungsanschluß 4
2. Steuerung
3. Masse für Steuerung 5
4. Masse für Stromversorgung
5. Information 1 6
6. CAN 11992 NUR EBS 7
20090503-005
7. CAN 11992 NUR EBS
7
7.35 AUTOMATISIERTE UND
AUTOMATISCHE GETRIEBE

Baureihe LF und CF65


Die Baureihe LF ist mit einem ALLISON-
Automatikgetriebe der Serien 2500 und 3000
ausgestattet. Keines dieser Getriebe ist
serienmäßig mit einem Anwendungsverbinder
versehen.
Die Verfügbarkeit des ALLISON-
Anwendungsverbinders der Serie 2500 wurde
noch nicht bestätigt.

Das Getriebe der Serie 3000 verfügt über einen


Anwendungsverbinder (optional 13-polig) in der
Nähe des elektronischen Steuergeräts (siehe
7.21: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen LF und
CF65"). Nur wenn der Anwendungsverbinder
gewählt wird, ermöglicht das Softwarepaket die
Anwendungssteckverbinder-Funktionen. In allen
Fällen wegen Neuprogrammierung an die lokale
ALLISON-Vertriebsorganisation wenden.
Für Informationen zu Einsatz und Funktion dieser
Kabel an DAF wenden.

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292 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Baureihe CF75 und CF85


Fahrzeuge mit Allison-Automatikgetriebe sind
serienmäßig mit einem 2-poligen
Anwendungsverbinder (Steckverbindercode
175C) im Zentralschaltkasten des Fahrerhauses
ausgestattet.
Drei Ausführungen sind verfügbar:
1. Müllwagenaufbau
2. Feuerwehraufbau
3. Standardanwendung
MÜLLWAGENAUFBAU
Softwarepaket 126.
Die Anwendungen weisen folgende besonderen
Merkmale auf:
- Funktion "Automatische Neutralstellung/
Automatische Fahrt" für Stop&Go
- Schalten von Vorwärts- in Rückwärtsgang oder
Rückwärts- in Vorwärtsgang nur möglich bei
einer Fahrzeuggeschwindigkeit unter 3 km/h und
einer Motordrehzahl unter 900 U/min.
- 6-Gang-Konfiguration
STANDARDANWENDUNG
Softwarepaket 127.
Die Anwendungen weisen folgende besonderen
Merkmale auf:
- Für alle Anwendungen außer Müllwagen oder 7
Feuerwehr
- Schalten von Vorwärts- in Rückwärtsgang oder
Rückwärts- in Vorwärtsgang nur möglich bei
einer Fahrzeuggeschwindigkeit unter 3 km/h und
einer Motordrehzahl unter 900 U/min
- 6-Gang-Konfiguration
FEUERWEHRAUFBAU
Softwarepaket 127.
Die Anwendungen weisen folgende besonderen
Merkmale auf:
- Funktion "Automatische Neutralstellung"
- Keine Funktion "Automatische Fahrt"
- 5-Gang-Konfiguration

Folgende Funktionen sind serienmäßig ab Werk


vorbereitet:
1. Automatische Neutralstellung bei
eingeschaltetem Nebenantrieb
2. Automatische Neutralstellung bei
stehendem Fahrzeug und eingeschaltetem
Nebenantrieb
3. Trittbrettsicherung (kombiniert mit
Anwendung Vmax)
AUTOMATISCHE NEUTRALSTELLUNG BEI
EINGESCHALTETEM NEBENANTRIEB

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200719 293
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Diese für Feuerwehrfahrzeuge bestimmte


Funktion ist bei allen Fahrzeugen mit vom Body
Builder Module (BBM) gesteuertem
Nebenantrieb serienmäßig.
Damit nicht gepumpt wird, während sich das
Getriebe in Fahrstellung ("DRIVE") befindet, wird
das Getriebe automatisch in die Neutralstellung
gebracht. Um wieder in Fahrstellung zu schalten,
muß der Fahrer zuerst den Nebenantrieb
ausschalten, die Drehzahl muß weniger als 900
U/min betragen und der Fahrschalter muß in
Stellung "D" bewegt werden.
Wenn diese Funktion erforderlich ist
(Müllwagen), muß sie im BBM mit DAVIE XD zum
Programmieren von Kundenparametern aktiviert
werden. Die Funktion kann für Nebenantrieb 1
und Nebenantrieb 2 separat aktiviert werden.
AUTOMATISCHE NEUTRALSTELLUNG BEI
ESC
Diese für Feuerwehrfahrzeuge bestimmte
Funktion ist bei allen Fahrzeugen mit vom Body
Builder Module (BBM) gesteuertem
Nebenantrieb serienmäßig.
Damit nicht gepumpt wird, während sich das
7 Getriebe in Fahrstellung ("DRIVE") befindet, wird
das Getriebe automatisch in die Neutralstellung
gebracht. Um wieder in Fahrstellung zu schalten,
muß der Fahrer zuerst den Nebenantrieb
ausschalten, die Drehzahl muß weniger als 900
U/min betragen und der Fahrschalter muß in
Stellung "D" bewegt werden.
Wenn diese Funktion erforderlich ist
(Müllwagen), muß sie im BBM mit DAVIE XD zum
Programmieren von Kundenparametern aktiviert
werden.
AUTOMATISCHE NEUTRALSTELLUNG BEI
ANGEZOGENER PARKBRAKE
Diese Funktion ist bei allen Fahrzeugen mit von
Body Builder Module (BBM) gesteuertem
Nebenantrieb serienmäßig.
Damit sich der Drehmomentwandler nicht
erwärmt bzw. nicht gepumpt wird, während sich
das Getriebe in Fahrstellung ("DRIVE") befindet,
wird das Getriebe automatisch in die
Neutralstellung gebracht. Um wieder in
Fahrstellung zu schalten, muß der Fahrer zuerst
den Nebenantrieb ausschalten, die Drehzahl
muß weniger als 900 U/min betragen und der
Fahrschalter muß in Stellung "D" bewegt werden.
Wenn diese Funktion erforderlich ist
(Müllwagen), muß sie im BBM mit DAVIE XD zum
Programmieren von Kundenparametern aktiviert
werden.

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294 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

AUTOMATISCHE NEUTRALSTELLUNG BEI


STEHENDEM FAHRZEUG (und
eingeschaltetem Nebenantrieb)
Diese Funktion wird nicht ab Werk angeboten, ist
aber vorbereitet. Wenn diese Funktion
erforderlich ist (Müllwagen), muß sie im BBM mit
DAVIE XD zum Programmieren von
Kundenparametern aktiviert werden.
Beachten Sie, daß diese Funktion nicht in
Kombination mit der Funktion AUTOMATISCHE
NEUTRALSTELLUNG BEI
EINGESCHALTETEM NEBENANTRIEB möglich
ist.
Diese Funktion ist für Müllwagenaufbauten
bestimmt. Sie sorgt für das Einschalten der
Neutralstellung, wenn der Nebenantrieb betätigt
wird, das Bremspedal getreten wird und das
Fahrzeug steht. Das Getriebe bleibt in der
Neutralstellung, bis wieder die Fahrstellung
("DRIVE") gewählt wird.
TRITTBRETTSICHERUNG
Der Trittbrettschalter (EN1501) kann an die
Getriebesteuerung angeschlossen werden.
Wenn dies erfolgt ist, kann das Getriebe nur in die
Neutralstellung oder den ersten Gang geschaltet
werden.
7
Diese Funktion steht nur in Kombination mit der
Option "Müllwagenvorbereitung" zur Verfügung
(siehe Kapitel 7.44: "Müllwagenvorbereitung").
Die maximale Fahrgeschwindigkeit muß im
Motormanagementsystem eingestellt werden
(Vmax-Anwendung, siehe 7.27: "Baureihe CF
ESC-Regelung").
PARAMETER FÜR DIE
NEBENANTRIEBSBETÄTIGUNG
Wenn das Getriebe mit einem ein-/
ausschaltbaren Nebenantrieb ausgestattet ist,
wird die Nebenantriebsbetätigung von mehreren
Parametern überwacht, die die Ein- und
Ausschaltbedingungen in der ALLISON-
Steuerung bilden. Danach gelten die
Verriegelungen im BBM. Siehe Kapitel
7.28: "Baureihe CF Nebenantriebssteuerung/-
sicherung".
Übersicht der Ein- und Ausschaltbedingungen für Nebenantriebe
Parameter Standardeinstellung Grenzwerte Hinweis
Max. Motordrehzahl bei Ein- 1163 U/min 500 - 1940 U/min Sicherung des Neben-
schalten des Nebenantriebs (1) antriebs < (1400 U/min/
Nebenantriebsunterset-
zung)
Max. Gelenkwellendrehzahl bei 250 U/min 60 - 5000 U/min
Einschalten des Nebenantriebs

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200719 295
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Übersicht der Ein- und Ausschaltbedingungen für Nebenantriebe


Parameter Standardeinstellung Grenzwerte Hinweis
Max. Motordrehzahl bei 4000 U/min 380 - 4000 U/min
(2)
Nebenantriebsbetrieb
Max. Gelenkwellendrehzahl bei 1500 U/min 60 - 5000 U/min
Nebenantriebsbetrieb

(1) Der Nebenantrieb kann nur eingeschaltet werden, wenn sowohl die Motordrehzahl als auch die Gelenkwellendrehzahl niedriger
ist als der vorprogrammierte Parameterwert.
(2) Der Nebenantrieb wird automatisch ausgeschaltet, wenn die Motordrehzahl oder die Gelenkwellendrehzahl den
vorprogrammierten Parameter überschreitet.

ERHÖHTE MOTORDREHZAHL
Wenn der Motor bei stehendem Fahrzeug mit
erhöhter Drehzahl läuft, muß sich das
Automatikgetriebe in Neutralstellung befinden.
Das bedeutet, daß bei Einschalten einer
erhöhten Drehzahl auch eine Meldung an die
Getriebesteuerung erfolgen muß.
Hierzu sollte "Freigabe Motordrehzahlregelung"
oder "Freigabe N_variabel" mit Kabel 5149 an
Steckverbinder 4D aktiviert werden (siehe Kapitel
7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF").

Beachten Sie, daß diese Funktion bei


7 Feuerwehrfahrzeugen anders ist als bei den
übrigen Fahrzeugen.
Bei allen anderen Anwendungen muß das
Einschalten einer erhöhten Motordrehzahl der
Getriebesteuerung "gemeldet" werden. Dies hat
zwei Gründe:
1. Wenn der Motor bei stehendem Fahrzeug
mit erhöhter Drehzahl läuft, muß sich das
Getriebe in Neutralstellung befinden.
2. Wenn der Motor während der Fahrt mit
Nvariabel, N1, N2 oder N3 laufen soll, muß
das Getriebe die erhöhte Drehzahl beim
Schalten von der Neutral- in die Fahrstellung
("DRIVE") kurz unterbrechen. Dies ist bei
Drehzahlen über 900 U/min nicht möglich.
zu 1) ESC bei Neutralstellung
Um zu gewährleisten, daß sich das Getriebe
beim Aktivieren der ESC-Funktionen in
Neutralstellung befindet,
zu 2) ESC bei Fahrstellung ("DRIVE")
Diese Funktion ist möglich, kann aber
schwerwiegende Probleme verursachen.
Wenn zusätzlich gebremst werden muß, weil
eine niedrigere Geschwindigkeit als die
Kriechgeschwindigkeit erzielt werden soll, führen
die Verriegelungen der ESC-Funktion zum
Deaktivieren von ESC. Ein Zurücksetzen ist dann
erforderlich. Andererseits ist eine Überhitzung

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296 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

des Getriebeöls zu befürchten, wenn die


Motordrehzahl im Verhältnis zur
Fahrgeschwindigkeit zu hoch ist. Deshalb gilt als
Einschränkung: MAXIMAL 1000 U/min während
MAXIMAL 60 Sekunden. Wenn dies relevant ist,
empfiehlt es sich, grundsätzlich die Funktion
AUTOMATISCHE NEUTRALSTELLUNG BEI
STEHENDEM FAHRZEUG zu aktivieren.
Wenn eine der Standardeinstellungen nicht den
Anforderungen entspricht, wenden Sie sich bitte
an DAF.
Baureihe XF
Für die Baureihe XF sind nur automatisierte
Getriebe - AS-Tronic - lieferbar. Steuerung,
Sicherung und Einstellungen werden in Kapitel
7.33: "Baureihe XF Nebenantriebssteuerung/-
sicherung" beschrieben.

7.36 DIEBSTAHLSICHERUNG

LF-Baureihen
Wenn das Fahrzeug mit einer serienmäßigen
Diebstahlsicherung ausgestattet ist, kann über
den Zubehör-Anwendungsverbinder der Aufbau
mit dem Fahrzeugsystem verbunden werden.
Siehe Kapitel 7.21: "Fahrgestellanschlüsse
7
Baureihen LF und CF65".
Die beiden Kabel 3659 und 3660 sind Eingänge,
die über einen Schalter mit Masse verbunden
sind. Bei Unterbrechung wird der Alarm
ausgelöst. Kabel 3651 ist eine 12-V-Versorgung
von der Alarmanlage und für die
Stromversorgung des
Innenraumbewegungssensors gedacht.
CF-Baureihen
Wenn das Fahrzeug mit einer serienmäßigen
Diebstahlsicherung ausgestattet ist, kann über
den Zubehör-Anwendungsverbinder der Aufbau
mit dem Fahrzeugsystem verbunden werden.
Siehe Kapitel 7.26: "Fahrgestellanschlüsse
Baureihen CF75 und CF85" und
7.34: "Anschlüsse für Anhänger/Auflieger".
Die beiden Kabel 3659 und 3660 sind Eingänge,
die über einen Schalter mit Masse verbunden
sind. Bei Unterbrechung wird der Alarm
ausgelöst. Kabel 3651 ist eine 12-V-Versorgung
von der Alarmanlage und für die
Stromversorgung des
Innenraumbewegungssensors gedacht.

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200719 297
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

XF-Baureihe
Die Alarmanlage des XF ist mit der CF-
Ausführung identisch. Nur die Anordnung der IR-

}
und US-Sensoren im Fahrerhaus ist anders.
Für die jeweils neueste(n) Details
und Ausführung wende man sich an
DAF Trucks.

7.37 ELEKTRISCHE RETARDER

Bei Montage eines elektrischen Retarders am


Getriebe oder im Antriebsstrang muß bei DAF
eine "Unbedenklichkeitserklärung" beantragt
werden. Aus der Montagezeichnung (in
zweifacher Ausfertigung) müssen folgende
Daten hervorgehen:
- Lage des Retarders,
- Anordnung und Winkel des Antriebsstrangs,
- Stromversorgung,
- Bewegungsfreiheit,
- Aufhängung des Retarders am Fahrgestell,
- Retarderleistung,
- ggf. Retarderkühlung,
- Abschirmung von wärmeempfindlichen
7
}
Teilen (u. a. Leitungen).
Bei Fahrzeugen mit EBS-
Bremsanlage muß überprüft werden,
wie eine Montage ohne
Beeinträchtigung der
Betriebsbremsanlage durchgeführt
werden kann. Wenden Sie sich für
Unterstützung an DAF.

Auch bei nachträglichem Einbau anderer


Retarder ist Rücksprache mit DAF erforderlich.
Software-Änderungen sind mit großer
Wahrscheinlichkeit erforderlich. Für
Unterstützung wenden Sie sich an DAF.
Hinweis:
Die für die gewünschte Funktion erforderliche
Software ist unter Umständen noch nicht
verfügbar, wird jedoch auf Anfrage freigegeben.
Das kann zu einer Vorlaufzeit von bis zu 6
Wochen führen. Reichen Sie daher Ihre Anfrage
rechtzeitig ein!

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298 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.38 CAN-ERWEITERUNGSBOX
(OPTION)

Durch den Einsatz von Netzwerkstrukturen in den


LF- CF- und XF-Baureihen und die sich daraus
ergebende Komplexität haben sich auch die für
Aufbauhersteller und Endbenutzer geltenden
Grundbedingungen für den Anschluß ihrer

}
Systeme an das Fahrzeug geändert.
Aufgrund der zunehmenden
Anforderungen an die
Zuverlässigkeit sind unkontrollierte
Eingriffe in Fahrzeugsysteme
deshalb absolut unerwünscht!

Von Seiten der Aufbauindustrie wurde der


Wunsch nach einer eindeutig getrennten
Fahrzeug/Aufbau-Schnittstelle laut, die zudem
weitgehend standardisiert ist.
DAF hat auf diese Anforderungen reagiert und
die CAN-Erweiterungsbox (CXB) entwickelt.

Die CXB kann über DAF Parts bezogen werden.


Die Software für die jeweiligen Funktionen ist
jedoch nur in Rücksprache mit Sales Engineering
erhältlich. Im übrigen ist der Einsatz der CXB nur
in Kombination mit dem CAN Data Manager
7
(CDM) zulässig, der für die Trennung von
Fahrzeug-CAN-Bus und Aufbau-CAN-Bus sorgt.
In Laufe der Zeit wird die CXB-Funktionalität
vollständig von der BBM-Funktionalität (siehe
7.39: "Body Builder Module (Modul für
Aufbauhersteller) optional") abgedeckt.
Beispiele für (EURO3-) CXB-Anwendungen sind:
- CANaMAX - Beschleunigungs- bzw.
Drehzahlbegrenzer
- Feuerwehrvorbereitung für LF55 und CF65
- Müllwagenvorbereitung (siehe
E500997
7.44: "Müllwagenvorbereitung")
- Aufbau-CAN (siehe 7.41: "CAN für
Aufbauhersteller J1939")

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200719 299
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.39 BODY BUILDER MODULE


(MODUL FÜR
AUFBAUHERSTELLER)
OPTIONAL

Durch den Einsatz von Netzwerkstrukturen in


denLF- CF- und XF- Euro 4/5-Baureihen und
die sich daraus ergebende Komplexität haben
sich die für Aufbauhersteller und Endbenutzer
geltenden Bedingungen für den Anschluß ihrer

}
Systeme an das Fahrzeug erneut geändert.
Aufgrund der zunehmenden
Anforderungen an die
Zuverlässigkeit sind unkontrollierte
Eingriffe in Fahrzeugsysteme
deshalb absolut unerwünscht!

Von Seiten der Aufbauindustrie wurde der


Wunsch nach einer eindeutig getrennten
Fahrzeug/Aufbau-Schnittstelle laut, die zudem
weitgehend standardisiert ist.
DAF hat auf diese Anforderungen reagiert und
die CAN-Erweiterungsbox (CXB) sowie das Body
Builder Module (BBM, Modul für
Aufbauhersteller) entwickelt.
7 Mit der CXB lassen sich z. B. folgende
Funktionen verwirklichen:
- Sichtbarmachen von Bildsymbolen und
Warnmeldungen auf einem DOT-
Matrixbildschirm (Armaturentafel).
- Betriebsstundenzähler für 2. Nebenantrieb
(nur über CAN verfügbar).
Für die LF-Baureihe nur ein
Nebenantriebszähler verfügbar (zählt die
Betriebsstunden für Nebenantrieb 1 und
Nebenantrieb 2 zusammen).
- Bessere Zugänglichkeit verschiedener
Signale (u. a. Motordrehzahl- und
Fahrzeuggeschwindigkeitssignal).
- Verschiedene Temperatursignale.
- Maßgeschneiderte Funktionen für
Motordrehzahlregelung.
- Eingriff in Drehmoment und/oder Drehzahl
vom Aufbau aus.
- Vollständige Überwachung des
Nebenantriebs vom Aufbau aus.
- Weniger Kabel zwischen Aufbau und
Fahrzeug.
- Integration von SPS-Steuerungen des
Aufbaus.
- Aufzeichnung von Fahrtendaten,
Betriebsstunden des Nebenantriebs,
Motordrehzahlverlauf.
- Usw.

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300 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Alle CF- und XF-Fahrzeuge, die über eine der


Optionen Motordrehzahlregelung, Nebenantrieb
oder BB-CAN (Body Builder CAN) verfügen, sind
mit dem BBM ausgestattet.
Weitere Informationen über Anwendungen sind
von DAF erhältlich.

7.40 ARMATUREN

Das Body Builder Module (BBM) besitzt einen


Ausgang mit der Bezeichnung CVSG. Dies ist ein
Kommunikationsbus. Der CVSG-Bus ist ein
einadriger Kommunikationsbus, der vom BBM
ausgeht. Mit diesem CVSG-Bus können
verschiedene Armaturen gesteuert werden, und
mit der BBM Application Area (Software) lassen
sich beispielsweise Signale, die auf dem
Fahrzeug-CAN zur Verfügung stehen, für eine
Anzeigearmatur auf der Aufbau-Bedienungstafel
umwandeln.
Falls das Feld "BBM erforderlich" den Wert "Ja"
enthält, muß eine Fahrzeuganwendung auf das
BBM geladen werden, oder es ist eine
zusätzliche Software zur Aktivierung des CVSG-
Kommunikationsbusses erforderlich. Weitere
Informationen erhalten Sie bei DAF.
Erhältliche spezielle Armaturen
Beschreibung Bereich metrische Einhei- Bereich nicht-metrische Ein- 7
ten heiten
Hauptluftdruck 0 - 10 bar 0 - 150 psi
Nebenluftdruck 0 - 10 bar 0 - 150 psi
Motoröldruck 0 - 7 bar 0 - 100 psi
Kühlwassertemperatur Motor 40 - 120 C 100 - 250 F
Motoröltemperatur 40 - 150 C 100 - 300 F
Hauptgetriebe-Öltemperatur 65 - 150 C 150 - 300 F

Armaturen vom BBM-Modul nicht unterstützt (ab Werk)


Beschreibung Bereich metrische Einhei- Bereich nicht-metrische Ein-
ten heiten
Anwendungsluftdruck 0 - 10 bar 0 - 150 psi
Verteilergetriebe-Öltemperatur 40 - 150 C nicht verfügbar
Allgemeine Öltemperatur 40 - 150 C nicht verfügbar
Nebenantrieb-Öltemperatur 40 - 150 C 100 - 300 F

Erhältliche allgemeine Armaturen


Beschreibung Bereich
Motordrehzahl 0 - 3000 U/min
Kraftstoffstand 1 E - 1/2 - F
Voltmeter 18 V - 36 V
Ampere -150 A - +150 A

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200719 301
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Beschreibung Bereich
Stundenzähler 0 - 999999 Stunden
Uhr Analog
Getriebeanzeige

Alle Armaturen haben einen Durchmesser von 52


mm, eine Chromeinfassung, eine schwarze
Skala mit weißem Aufdruck, einen roten Zeiger,
weiße Hintergrundbeleuchtung und eine rote
Anzeige-LED. Diese rote Anzeige-LED leuchtet
auf, sobald etwas mit dem entsprechenden
Signal nicht in Ordnung ist. Gemeinsam mit
dieser roten Leuchte wird außerdem ein Fehler
auf der DIP angezeigt. Es wird ein
Tafelausschnitt von 52,5 mm empfohlen.
Die Armaturen arbeiten mit einer
Stromversorgung von +12 V. Es sollte nicht nur
ein zusätzlicher DC/DC-Wandler verwendet
werden, sondern es muß auch ein Zeitrelais im
Relaisfuß des Stromversorgungskabels für die
CVSG-Armaturen angebracht werden.
Teilenummern siehe Kapitel 8.8: "Verschiedene
Teile".
Diese 12-V-Stromversorgung befindet sich im
Steckverbinder 4D in der
Spritzwanddurchführung. Siehe Kapitel
7 7.25: "Anschlüsse im Fahrerhaus Baureihe CF"
und/oder 7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus
Baureihe XF".
Um die 12-V-Stromversorgung nutzen zu
können, muß ein zusätzlicher DC/DC-Wandler im
Fahrerhaus angebracht werden - Beifahrerseite.
Teilenummern siehe Kapitel 8.6: "Armaturen
(geeignet für den CSVG-Kommunikationsbus auf
dem BBM-Modul)". Hinweis: Nicht verfügbar für
die LF-Baureihe.
Alle CSVG-Armaturen verfügen über zwei 4-
polige Steckverbinder auf der Rückseite. Stift 1
bis 4 in Steckverbinder 1 sind mit Stift 1 bis 4 in
Steckverbinder 2 überbrückt.

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302 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

3 4 3 4
1 2 1 2
G000428

Stiftbelegung
Stift Funktion
1 Datenverbindung (CVSG-Protokoll) BBM erforder-
lich
2 Hintergrundbeleuchtung für Armaturen, die kein
BBM erfordern
3 Masseanschluß
4 Stromversorgung +12 V 7
Teilenummern und zusätzliche Artikel sind in
Kapitel 8 zu finden.

7.41 CAN FÜR AUFBAUHERSTELLER


J1939

Aufgrund von Marktentwicklungen und


Nachfrage kann DAF Aufbauherstellern eine
zusätzliche Funktion bezüglich der CAN-
Steuerung anbieten.

Die Verbindungspunkte befinden sich im


Spritzwand-Steckverbinder 12D und
Anwendungssteckverbinder des Fahrgestells
BB-CAN A105. Siehe Kaptitel 7.25: "Anschlüsse
im Fahrerhaus Baureihe CF",
7.26: "Fahrgestellanschlüsse Baureihen CF75
und CF85", 7.30: "Anschlüsse im Fahrerhaus
Baureihe XF", 7.31: "Fahrgestellanschlüsse
Baureihe XF".

Das BBM liest CAN-Daten auf dem V-CAN2-


Datenlink und sendet eine Auswahl davon an den
BB-CAN-Datenlink. Die BBM-Funktion in diesem
Modus ist ein Gateway und Filter.

©
200719 303
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

CAN-Nachrichten vom V-CAN zum BB-CAN


Umgebungsbedingungen
Armaturentafel-Anzeige
EBC1
EEC1
EEC2
Motorflüssigkeitsstand/-druck
Motorstunden/-umdrehungen
Motortemperatur
ETC1
FMS Standardschnittstelle/Funktionen
Kraftstoffverbrauch
Kraftstoffeinsparungen
Fahrzeugabstand, hochauflösend
Service
TCO1
Zeit/Datum
Fahrzeugidentifikation

Alle gemäß SAE J1939.

CAN-Daten, die vom BBM erzeugt und zum


Aufbau gesendet werden
CCVS
ETC2
Gesamte gemittelte Informationen
Fahrzeugstunden
Fahrzeuggewicht
7 Alle gemäß J1939 außer:
Nachricht Bezeichner Wiederhol- Signal Byte Bit
rate
PropB_BBM 18FF8225 250 ms Anzeige PTO-1 1 2,1
Anzeige PTO-2 1 4,3
Warnung PTO-1 nicht aktiv 1 8,7
Warnung PTO-2 nicht aktiv 2 2,1
Warnung PTO-1 2 6,5
Warnung PTO-2 2 8,7
PTO-1 blinkt 3 4,3
PTO-2 blinkt 3 6,5
Automatische Neutralstellung aktiv 3 8,7

©
304 200719
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

Vom Aufbau erhaltene CAN-Nachrichten


Nachricht Bezeichner Wiederhol- Signal Byte Bit
rate
PropA_Body 18EF25E6 50 ms Vom Motor angefordertes Drehmoment/Dreh- 2 1
_to_BBM moment 4,3 1
Begrenzung der vom Motor angeforderten Ge- 5 2,1
schwindigkeit/Geschwindigkeitsbegrenzung 5 4,3
Bedingungen für vom Motor angeforderte Ge- 6 4,3
schwindigkeitsbegrenzung 7 2,1
Motorübersteuerungs-Steuermodus 7 4,3
Motorstart 7 6,5
ESC-Freigabe 7 8,7
ESC SET- 8 2,1
ESC N variabel 8 4,3
ESC SET+ 8 6,5
Anwendungsgeschwindigkeitsbegrenzer 8 8,7
ESC N2
ESC N3
Motorabstellvorrichtung

Nachricht Bezeichner Wieder- Signal Byte Bit


hol-
rate
PropB_CXB 18FF80E6 100 ms Status CXB, bernsteinfarbene Warnung 1 2 2,1
Status CXB, bernsteinfarbene Warnung 2 2 4,3
Status CXB, bernsteinfarbene Warnung 3 2 6,5
Status CXB, bernsteinfarbene Warnung 4
CXB-Fernsteuerung, PTO 1
2
3
8,7
2,1 7
CXB-Fernsteuerung, PTO 2 3 4,3

Nachricht Bezeichner Wieder- Signal Byte Bit


hol-
rate
Request_PG 18EAFFE6 X PGN (LSB) 1
N PGN 2
PGN (MSB) 3

Vorbereitet, aber nicht funktionsbereit


Nachricht Bezeichner Wieder- Signal Byte Bit
hol-
rate
TSC1_BE 0C0000E5 10 ms Motorübersteuerungs-Steuermodus Motor 1 2,1
zum Motor Bedingungen für angeforderte Geschwindig- 1 4,3
50 ms keitsbegrenzung 1 6,5
zum Intar- Priorität des Übersteuerungs-Steuermodus 2,3
der Vom Motor angeforderte Geschwindigkeit/Ge- 4
schwindigkeitsbegrenzung
Vom Motor angefordertes Drehmoment/Dreh-
momentbegrenzung

©
200719 305
AUFBAURICHTLINIEN
Elektrische Anlage

7.42 VORBEREITUNGEN
HEBEBÜHNE

Ein Anwendungsverbinder für Ladebühnen ist


optional erhältlich für CF65/75/85 XF und XF.
Wenn die Option "Anwendungsverbinder
Ladebühne" bestellt wird, ist das Fahrzeug mit
Folgendem ausgestattet: Fahrgestellkabelbaum,
Fahrerhauselektrik, einschließlich
Anlasserunterbrechung bei offener Ladebühne,
Aus/Standby-Schalter und zwei Leuchtanzeigen
für die Schaltposition.
Anwendung
Der Anschluß wurde vom VDHH, dem Verband
der in Europa tätigen Hubladebühnenhersteller
e.V., definiert. Im VDHH haben sich die
deutschen Hersteller von Hubladebühnen
zusammengeschlossen: AMF, Bär, Behrens,
Dautel, MBB, Meiller und Sörensen. Der 7-polige
Steckverbinder befindet sich hinten am
Fahrgestell. Die Stiftbelegung ist in der Tabelle
unten zu entnehmen.

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306 200719
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Elektrische Anlage

AA 16C 8 177C:2
01A 3_5: 2G 1258:4
AN 01A 3

1258:4
01A 3_5: 2H
AO 01A 3

H018
B1

1.2W
B2
6167:3

D164

6170
lamp taillift down
177C:5

177C:1
6167:3

6167:1

6170
6167:2

H018 H019 H019


5 A1 A1 B1 B3

0I

6168
7 1 1.2W A2 B2 B4 B5
A2
C889 G468 G466
D165
switch taillift relay start interrupt relay taillift down
lamp taillift active
M972:2

M973:2

6169

6166
6165
6167

6164

7
177C:4

1258:9
6164

12D:10

12D:11
12D:9

12D:6

12D:8

12D:7
MBA 2 MAV 2
6164

6168

6169

6166
6165
6167

1 7 4 5 6 3 2

A088
connector taillift
G000386

Stift Kabel Beschreibung


1 6167 Signal für "Ladebühne einsatzbereit"
2 6165 Relais G466, "Ladebühne offen", Stift 87
3 6166 Relais G466, "Ladebühne offen", Stift 87a
4 1258 Stromversorgung nach Kontakt KL15 vom Fahrzeug
5 6168 Relais G466, "Ladebühne offen", Stift 85
6 6169 Relais G466, "Ladebühne offen", Stift 86
7 6164 Stromversorgung von Ladebühne

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200719 307
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7.43 ACHSLASTÜBERWACHUNG
(ALM, AXLE LOAD
MONITORING)

Allgemeines
Achslastüberwachung ist optional erhältlich für
CF75/85 und XF-Baureihe (nicht verfügbar für die
Baureihe CF65).
Mit diesem System können Sie die aktuellen
Achslasten ablesen. Das System verwendet
hierfür Drucksensoren, die in den Luftbälgen
montiert sind und die Drücke in Tonnagen
umsetzen. Mit Hilfe dieser Achslasten läßt sich
das Gewicht der Ladung bestimmen.
Im Informationsmenü auf dem Hauptdisplay wird
unter jeder Achse die aktuelle Achslast
angezeigt. Diese Achslastanzeige ist nur bei
eingeschaltetem Kontakt und stehendem
Fahrzeug aktiv.
Achslastinformationen
FT-Fahrzeuge
Wenn im Menü die Funktion
"Achslastinformationen" gewählt wird, werden die
Achslasten angezeigt. Die angezeigte Achslast
(A) ist das Gesamtgewicht auf der Achse
(Ladung + Eigengewicht). Bei Fahrzeugen mit
7 blattgefederter Vorderachse wird die angezeigte
Achslast (A) durch das System berechnet.
Wenn rechts unten auf dem Display ein Pfeil (B) A
angezeigt wird, können mit dem
Menüwahlschalter die Informationen zum
4.0 2.0 B
Auflieger aufgerufen werden. (x 1000Kg)
D001150

Auflieger
Die Achslasten für einen Auflieger können unter
folgenden Bedingungen angezeigt werden: Der
Auflieger muß über ein EBS-Bremssystem oder
eine Luftfederung verfügen, die B +0
Achslastüberwachung unterstützen.
Bei Aufliegern mit Achslastüberwachung werden
C A
alle einzelnen Achslasten angezeigt.
Bei Aufliegern ohne Achslastüberwachung, aber
mit EBS, wird auf dem Display unter den Achsen
nur die gesamte Achslast aller Achsen gezeigt.
2.0 2.0 2.0
Bei Aufliegern ohne EBS und (x 1000Kg)
Achslastüberwachung wird nur die Achslast des D001154

Motorwagens angezeigt.
Wenn links unten auf dem Display ein Pfeil (C)
angezeigt wird, kann mit dem Menüwahlschalter
die Information des Zugfahrzeugs aufgerufen
werden.

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308 200719
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FA-Fahrzeuge
Wenn im Menü die Funktion
"Achslastinformationen" gewählt wird, werden je
nach Konfiguration verschiedene Achslasten (A)
angezeigt. Der Wert (B), der im Fahrzeug +0.0 B
angezeigt wird, gibt das Gewicht der Ladung an.
Ob Achslastwerte angezeigt werden oder nicht,
hängt vom Fahrzeugtyp ab. So wird z. B. die A C
Achslast einer blattgefederten Vorderachse nicht
angezeigt. Bei einem vollständig luftgefederten 3.5 3.0 3.0
Motorwagen werden immer alle Achslasten (x 1000Kg)
angezeigt. D001151
Wenn rechts unten auf dem Display ein Pfeil (C)
angezeigt wird, können mit dem
Menüwahlschalter die Informationen zum
Auflieger aufgerufen werden.
Anhänger
Die Achslasten für einen Anhänger können unter
folgenden Bedingungen angezeigt werden: Der
Anhänger muß über ein EBS-Bremssystem oder
eine Luftfederung verfügen, die B +11.0
Achslastüberwachung unterstützen.
Bei Anhängern mit Achslastüberwachung
werden alle einzelnen Achslasten angezeigt.
C A
Bei Anhängern ohne Achslastüberwachung, aber
mit EBS, wird auf dem Display unter den Achsen
nur die gesamte Achslast aller Achsen gezeigt.
8.0 8.0
Bei Anhängern ohne EBS und
Achslastüberwachung wird nur die Achslast des
(x 1000Kg)
D001155
7
Motorwagens angezeigt.
Wenn links unten auf dem Display ein Pfeil (C)
angezeigt wird, kann mit dem Menüwahlschalter
die Information des Zugfahrzeugs aufgerufen
werden.
Ladegewicht zurücksetzen
Wenn die Funktion "Ladegewicht zurücksetzen"
gewählt wird, wird die aktuelle Achslast (A) als
Referenz verwendet.
Dadurch kann bestimmt werden, wieviel Gewicht
zur Ladung hinzugefügt oder ausgeladen wurde. +0.0 B
Beim Zurücksetzen wird das Ladegewicht (B) auf
0.0 gesetzt. Beim Be- und Entladen des
Fahrzeugs wird das angezeigte Ladegewicht
größer oder kleiner. A C
Achsenüberlast-Warnung 3.5 3.0 3.0
Wenn die maximale Belastung einer Achse (x 1000Kg)
überschritten wird, wird auf dem Hauptdisplay D001151
eine Warnung angezeigt. Diese Warnung kann
durch Drücken des Menüwahlschalters
unterdrückt werden.
Jedes Mal, wenn die Warnung mit dem
Menüwahlschalter unterdrückt, wird der Wert für
die Maximalbelastung um 500 kg erhöht.
Es wird empfohlen, den Wert für die maximale
Achslast etwas geringer als die gesetzlich
zulässige maximale Achslast einzustellen.

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200719 309
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Der Wert für die maximale Achslast kann durch


den DAF-Vertragshändler eingestellt werden.

7.44 MÜLLWAGENVORBEREITUNG

Die CF-Baureihe kann mit Selco 9240


ausgestattet werden, was einen 12-poligen
Anwendungsverbinder für die Beleuchtung und
einen 21-poligen Anwendungsverbinder für die
Müllwagenaufbauten beinhaltet. Die
Signalverarbeitung wird in einem BBM (Body
Builder Module) durchgeführt. Zusätzlich kann
ein geänderter Überhang hinten durch Auswahl
eines AE von 740 mm und 1000 mm festgelegt
werden. Die elektrischen Anschlüsse befinden
sich in der Spritzwanddurchführung und können
mit Hilfe von Standardverbindern von DAF
angeschlossen werden.
Hinweis:
Ab Kw 29 2007 ist diese Funktion teilweise auch
für die LF-Baureihe verfügbar. Nur die
Funktionen des 21-poligen Steckverbinders sind
mit der