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Internationale Ernährungssicherung I

Krawinkel
1. 2 Ursachen von Ödemen in Abgrenzung von Kwashiorkor
Oxidativer Stress führt zur Lipidoxidation und damit undichten
Membranen-> Wasser gelangt in die Gewebe
Anämie
Evtl. meint er Seite 3 (der VL Globale Mangelernährung):
Kwashiorkor entsteht durch spätes verzögertes Abstillen; stärkereiche,
energiearme Kost; akute Infektionen (als wir ihn gefragt haben, erzählte er
uns nämlich noch was vom Stillen)

-2 Gründe für vorgewölbtes Abdomen bei Marasmus:


Spulwürmer, Schwund der Bauchmuskeln, Organvergrößerung
(Organomegalie der Milz u. Leber), Aszites, unverdauliche Nahrung (Verzehr
von unverdaulichen Fasern führt zur Gasbildung im Darm ( Meteorismus)

2. Unterschied zw. ORS und ReSoMal/ Wie wird ReSoMal hergestellt?


ReSoMal ist modifizierte Standardlösung bei Malnutrition
Zugabe zu WHO-ORS für 1L: Verdünnung auf 2L, 50g Zucker, 40mL Elektrolyt-/Minerallsg.
-
Welche zwei Mikronährstoffe werden ReSoMal zugesetzt?
Kalium (Herz: Na+ i:a 1:14, K+ 35:1; Konzentrationsgradient nötig für Aktionspotential;
Wiederherstellung (Repolarisation) durch Na-K-ATPase->energieaufwendig)
Magnesium

- Welcher Nährstoff sollte nur in geringen Mengen enthalten sein?


Natrium

3. Wieviel Zeit verbringen Frauen in Asien und Afrika mit


Schwangerschaft und Stillzeit?

4. Anteil von Malnutrition an der Kindersterblichkeit?


55%

5. Anteil von „women status/education“ an der Reduktion der


Mangelernährung?
Status: 12% Education: 43%

6. Richtig oder falsch: schwer mangelernährte Kinder zeigen die


typischen Symptome der Infektion/en für die sie besonders
anfällig sind.
Das Einzige, was ich noch dazu gefunden habe, ist Seite 11. der Glob.
Malnutrition-VL:
Schwer kompliziert mangelernährte Kinder haben als Symptome eines der
Folgenden: Appetitlosigkeit, Infektionen der unteren Atemwege, hohes
Fieber, ernste Dehydratation/Anämie, bewusstlos (evtl. kommt dazu ja
noch was bei HIV)

7. Welche Blutuntersuchung zeigt den Eisenspeicher im Blut an?


Sinkende Ferritinwerte weisen auf einen Eisenmangel hin; Transferrin
steigt meist an, da das wenige Eisen vermehrt durch den Körper
transportiert wird. (Erst bei Anämie (Blutarmut) wird der Hb-Wert
überprüft.

-Durch welche Blutuntersuchungen werden Anämien angezeigt?

8. Unterschied zw. Bitotschen Flecken und Koplikschen Flecken?


Bitotsche:
=schaumige Flecken auf der Bindehaut (Bitotsche Flecken,oberflächlich)
und Austrocknen der inneren Hornhaut(Xerophthalmie)
Lt. Krawinkel: Veränderung in Binde- und/oder Hornhaut möglich (nicht nur
oberflächlich), v.a. Hornhaut, da Tränendrüsen weiter weg und damit
Austrocknung wahrscheinlicher
http://www2.chemie.uni-erlangen.de/projects/vsc/chemie-mediziner-
neu/vitamine/vita03.html;
dadurch Gelatisierung gestört, so dass das Auge milchig-trüb und der
Lichtreflex stumpf ist (bei Vitamin A Mangel)

Kopliksche:
(aus Internet) Masernausschlag der Wangenschleimhaut, geht Ausschlag
der äußeren Haut voran; bläulich-weiße, leicht erhabene Flecken
Aus VL Krankheit: Punktförmige schmerzhafte Geschwüre in der
Mundhöhle

-Welcher Mikronährstoffmangel für Bitotsche Flecken


verantwortlich, was sind B.F., wo kommen sie vor?
bei Vitamin A Mangel, schaumige Flecken auf Hornhaut (siehe oben)

- Richtig oder falsch: Koplicksche Flecken treten bei Masern auf?


Richtig

9. Was ist Fortifizierung?


Einen oder zwei Mikronährstoffe hinzufügen zu LM, das generell in einem
bestimmten Land/Region verzehrt wird ->Anreicherung von
Grundnahrungsmitteln (z.B. Mehl, Öl, Salz)

-Welche LM sollten immer fortifiziert werden?


Grundnahrungsmittel bzw. LM, die generell in einem best. Land/Region
verzehrt wird (relevanter Beitrag zur Ernährung)

Ergänzung: LM müssen technologisch anreicherbar sein, kulturell


akzeptiert; unwahrscheinlich, dass Zusatz des Nährstoffs zur Inbalance
von essentiellen Nährstoffen führt; exzessive Zufuhr des LM verbunden
mit Risiko unerwünschter Effekte weitestgehend ausschließbar
(Anreicherungsnährstoff unter Lagerungs- und Gebrauchsbedingungen des
LM stabil; Nährstoff aus LM bioverfügbar)
10. 10 Punkte Frage: Zusammenhang zw. Armut und
Mangelernährung erklären und diskutieren
Unterernährung  erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten 
geringe physische Belastbarkeit und geringes Arbeitsinteresse, gleichzeitig
Zunahme der Bevölkerung (Hohe Kindersterberblichkeit kompensieren,
mangelnde Aufklärung und Verhütungsmöglichkeiten, Altersvorsorge...) 
niedrige Arbeitsleistung  geringe Steigerung der
Nahrungsmittelproduktion  niedrige Produktivität in der Landwirtschaft
 geringe Einnahmen  Kreislauf schließt sich

11. Was sind Mikronährstoffmangelzustände?


Symptome und Erkrankungen, die in Folge eines oder mehrerer
Mikronährstoffmängel (Vitamine, Mineralstoffe) auftreten.
Mikronährstoffmangel wird auch „Hidden Hunger“ genannt. Je nach
Mikronährstoffmangel treten spezifische Symptome auf (Bsp. Vit.- A-
Mangl: Nachtblindheit, Jod: Kropf, Eisen: Müdigkeit, Müttersterblichkeit bei
Geburt…)
In EL vor allem:
- IDD: Jodmangelerkrankung (740 Mio.)
- VAD: Vitamin A-Mangel (2,8 Mio.)
- IDA: Eisenmangelanämie (1,5)

12. Warum sterben Kinder an Durchfallerkrankungen?


Hauptursache: Tod durch Dehydratation (gestörterWasserhaushalt)
->Folge Verlust an Wasser und Nährstoffe
Vorsicht bei chronischen Durchfällen: Zottenatrophie-> gestörte
Resorption ->fehlende Nährstoffaufnahme

13. Welcher Vitaminmangel führt zu Immundefizienz?


Vitamin A-Mangel
- Störung der Epidermalen Schutzfunktion (Leichterer Eintritt von
Infektionen, geringere Abwehr)
-Störung der Lymphozytenfunktion

14. Welche Determinanten sind wesentlich für die Verwendung


und Verwertung von Nahrung?
3 Säulen der Ernährungssicherheit (laut UNICEF):
Nahrungssicherheit (Zugang, Verfügbarkeit, Diversität)
Gesundheitspflege (Public Health Programme usw.) Bedingen die
Gesundheit
Fürsorgekapazität (Wissen über Zubereitung (Welche Lebensmittel sind für
Kleinkinder geeignet, bei denen der Zeitaufwand gering ist? Avocado,
Banane..., sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten, Taboos zu ignorieren),
Bildung, Wohlfahrt)
Außerdem: Zeit zum Nahrung beschaffen, zubereiten…

15. HIV
-3 Übertragungsformen von HIV nennen!
Mutter-Kind, Geschlechtsverkehr, Bluttransfusionen, intravenöse Drogen
(Übertragung durch Spritzen), erhöhtes Risiko bei Verletzungen

-Wie kann die Mutter-Kind-Übertragung von HIV vermindert


werden?
Vermeidung Infizierung der Mutter, Formula statt Stillen in IL, frühes
Abstillen, in EL ART (Antiretrovirale Therapie) und weiter normal Stillen
(um Immunkompetenz an Kind weiterzugeben), Kaiserschnitt statt
normale Geburt, Amme, Erhitzung von abgepumpter Humanmilch,
(Malariaprophylaxe)

-Wo leben die meisten HIV Infizierte?


Subsahara-Afrika, v.a. Botswana betroffen

-Nennen Sie 2 Faktoren, die die Anzahl von HIV-Erkrankten


bestimmen!
Anzahl HIV-Erkrankte wird geschätzt: abhängig von
Bevölkerungswachstum, von den Untersuchungs-/Analysemethoden, von
den Therapiemöglichkeiten (Überlebensrate steigt), mehr
Erkrankte=höhere Ansteckungsrate

16. 10 Punkte Frage: Erläutern Sie das WHO Konzept der 10


Schritte für schwer mangelernährte Kinder und erläutern Sie die
einzelnen Schritte!
1. Aktion gegen Hypoglycämie. Alle 2h Gluc-. Oder Saccharose-Lösung.
Evtl. Sonde
2. ...Hypothermie aufgrund von mangelndem Fettgewebe; Wärmezufuhr
3. ...Dehydration: Keine Standard-WHO-Rehydratationslösung verwenden
(zu viel Na, zu wenig K)
2l H2O, 1 Packung WHO-ORS, 50g Zucker, 40 ml Minerallösung
--> Aktionen 1-3 an Tagen 1 (und 2)
4. Elektrolytversorgung (2-6 Wochen)
5. Aktion gegen Infektionen (bei schwerer Mangelern. fehlen Anzeichen
von Infektionen
6. Mikronährstoffversorgung (eine Woche ohne Eisen, dann 1-5 Wochen
mit Eisen)
7. Anfangsnahrung: Tag 1+2 alle 2h, Tag 3-5 alle 3h, Tag 6-7+ alle 4h.
nicht mehr als 1,5 g Eiweiß und nicht mehr als 130 ml/kg KG/d. Bei
Ödemen nur 100 ml /kg KG /d. Frequenz am Anfang hoch, dann
langsam senken. Volumen bleibt gleich. Zu Beginn vorsichtig
ernähren, da sich die Resorptionsfähigkeit des Darms zurückgebildet
haben (Zotten, Verdauungsenzyme). Folge: Zucker im Darm und
somit im Stuhl (pathologisch!!). Sonst überfordert man das Kind.
Mutter soll stillen, aber die Anfangsnahrung sollte vorweg
gegeben werden. Geben der Anfangsnehrung evtl mit
nasogastraler Sonde, Pipette, Sprize, Löffell, falls das Kind zu
geschwächt ist.
Zusammensetzung: 300ml Kuhmilch, 100g Zucker, 20ml Pfl.öl, 20 ml
EML, 1l H2O
 entspricht 75 kcal/100 ml „F75“. Hier sind Eiweiß und
Zuckergehalt gesenkt, um die Verträglichkeit zu steigern.
Wichtig sind die 3 Dimensionen: Richtige Zusammensetzung, Menge
und Zeit (hier frequenz und Zeitpunkt der Umstellung…)
8. Folgenahrung: Ernährung zum Gewebsaufbau ab Tag 8
Zusammensetzung: Kuhmilch 880 ml, 75g Zucker, 20ml Öl, 20ml
EML, 1l H2O
F100
Je nach Verträglichkeit kann die Konzentration gesteigert werden.
9. Anregung des Kindes: Motorik & Interesse durch Kontakt zu anderen
Kindern. Zuwendung, “geistige Nahrung”, pflege durch Mutter
und Geschwister.
10. Vorbereiten der Nachsorge “follow up”: Angehörige an der Pflege
beteiligen, Beratung.
Entlassung aus stationärer Behandlung, wenn 90% des wasting
behoben sind. Gewicht zu Alter kann dabei noch sehr niedrig sein.

-Management der PEM-Schritte 7 und 8 näher erklären und sagen,


was berücksichtigt werden muss!
Siehe oben.

17. 10 Punkte Frage: Maternaler Eisenmangel und


Müttersterblichkeit-Erläuterung und Zusammenhang aufzeigen
Eine Frau, die schon zum Zeitpunkt der Geburt sehr niedrigen Eisenstatus
hat, überlebt die Blutverluste (=Eisenverluste) bei der Geburt nicht.
Frauen essen weniger als Männer, haben aber einen höheren Eisenbedarf
 Auf weniger aufgenommener Energie muss höhere Nährstoffaufnahme
kommen. Außerdem haben Frauen in EL viele Schwangerschaften und
geben ihr Eisen an das Kind im Bauch weiter (Ungeborenes wird in der
Versorgung bevorzugt), und gehen somit aus jeder Schwangerschaft
geschwächt heraus.

18. 3 Determinanten für NM-Verwendung und –verwertung


Siehe Frage 14

19. Welches sind die bedeutendsten Fehl- und


Mangelernährungen in Entwicklungsländern?
- Marasmus
- Kwashiorkor
- (Marasmischer Kwashiorkor)
- IDD: Jodmangelerkrankung (740 Mio.)
- VAD: Vitamin A-MAngel ((2,8 Mio.)
- IDA: Eisenmangelanämie (1,5)
- intra uterine growth retardation

20. Nenne je drei Merkmale und Symptome von Marasmus und


Kwaschiokor. Warum ist die Mortalität bei Kwaschiorkor
besonders hoch?
Marasmus:
- Auszehrung, wenig UHFG, Bauchfett und Depotfett, Austrocknung
- Hautfalten Glutäal, gewölbtes Abdomen (5 Gründe: Aszites, Würmer,
organomegalie, unverdauliche Nahrung, schwund der Bauchmuskeln)
- Aufgetrieben wirkende Gelenke, verminderter Oberarmumfang
- Vorgealterter Gesichtsausdruck
- Wach, adäquate Reaktion, Hungeräußerung

Kwashiorkor:
- Ursache: oxidativer Stress zerstört die Zellmembranen. Spätes Abstillen,
dann ungeeignete, stärkereiche, energiearme Ernährung
- Ödeme, Aszites (Lipidoxidation und Anämie)
- Schütternes, depigmentiertes Haar, Hautatrophie
- Cushingoides Gesicht (“Mondgesicht”)
- Muskelatrophie
- weinerlich, bewusstseinsgetrübt, keine Hungeräußerug
(Desinteresse)

Gründe für hohe Mortalität bei Kwashiorkor


- viele Begleitkrankheiten (Durchfall-, Atemwegs-, Wurmerkrankungen,
Anämien, Tuberkulose, AIDS), die zusammen mit oxidativ gestressten
Körper und fehlender Nahrungsaufnahme (da appetitlos) zu Inbalance
Wasser-/Elektrolythaushalt, Lungenentzündungen oder Gesamtinfektion
des menschlichen Körpers (=häufigsten Todesursachen) und damit zum
Tod führen. Zudem ist derzeit meist keine optimale Therapie vor allem in
EL möglich.

21. Was versteht man unter der vertikalen Übertragung in Zshg.


Mit HIV? Wie kann die vertikale Übertragung so gering wie möglich
gehalten werden?
Vertikale Übetragung: Mutter-Kind-Übertragung
Siehe 15

22. Welches sind die wesentlichen Mikronährstoffdefizite in


Entwicklungsländern? Welche Strategien zur Bekämpfung kennen
sie und wie sind sie zu beurteilen?
- IDD: Jodmangelerkrankung (740 Mio.)
- VAD: Vitamin A-MAngel ((2,8 Mio.)
- IDA: Eisenmangelanämie (1,5Mrd.)

Strategien zur Bekämpfung:


- Supplementation, Fortifizierung, Diversifizierung, Public Health
Programme
- müssen angepasst sein an lokale Gegebenheiten,
Ernährungsgewohnheiten, Bedarf, Zugang zu landwirtschaftl. Technologie,
den Möglichkeiten der Hygiene. Keine einzelne Maßnahme ist für alle
Situationen geeignet. Mittel diversifizieren, primär sollte die Versorgung
über Ernährung gedeckt werden.

(Bellin:
- nahrungsbasierte Programme: Anreicherung, Diversifizierung der
Nahrungsaufnahme (Bevorzugt, aber schwierige Umsetzung),
konventionell oder gentechnisch veränderte Nahrungsmittel
- nicht nahrungsbasiert: Supplementierung, Verbesserung der allg.
Gesundheit mit PH Maßnahmen (Infektionsvermeidung, Entwurmung) -->
geringere Nährstoffaufnahme nötig
Haushaltsstrategien: Tierhaltung, Aquakultur, landw. Produktion,
Hausgarten, besserte Haltbarmachung und Verarbeitung
- Eisen: Kochtöpfe aus Eisen.)

23. Vergleich Eiweißgehalt und Anbaueigenschaften von Reis,


Mais und Hirse
Eiweißgehälter: Reis (braun 10%, weiß 8,5%), Mais 10,5%, Hirse 13,5%
(Sorghum 12,5%)

Anbaueigenschaften
Reis: Wachstumsphase etwa 120 Tage, in günstigem Klima mehrere
Ernten pro Jahr möglich, bevorzugt schwere Böden mit hohem Gehalt an
feinem Lehm und pH 4 - 6. Saurer pH: mehr Fe und Zn Anreicherung im
Reiskorn

Mais: Kurze (60-70 Tage) und lange (300-330 Tage) Anbausorten


− braucht warmes, sonniges Klima m. ausr. Wasserzufuhr (mittlere
Temp. 30°C)
− empfindlich gegen Trockenheit u. zu großer Hitze
− sehr fruchtbarer, tiefer u. gut drainierter Boden; empfindlich bei
mangelnder Bodenbelüftung (z.B. bei zu hohem Grundwasser)
− Ertragsminderung durch zu sauren Boden (pH < 5,5); zw. pH 5,8 u. 8
erfolgr. Anbau

(Perl-)Hirse: gedeiht auch auf sandigen u. trockeneren Böden u. ist


weniger empfindliche gegenüber Trockenheit als Mais o. Sorghum
(Sorghum Hirse ist Flächenmäßig die fünft wichtigste Getreidesorte und in
Afrika das wichtigste Brotgetreide)

Sorghum und Reis sind am resistentesten. Mais sehr empfindlich. Reis hat
die längste Wachstumsperiode. Hirse perfekt für EL, da: Flachland, Hitze,
kurze Anbauperioden
Bellin

1. Indikator von Growth Monitoring und was ist dabei besonders


zu beachten?
Gewicht zu Alter, erfasst mit Gesundheitskarten-> Road to health (Median
+/- 2sD), wichtig Verlauf betrachten (im Diagramm), Einzelpunkte haben
keine Aussagekraft

2. 3 oder 4 Prinzipien von GATT und in Stichpunkten erläutern.


- Prinzip der Reziprozität (Gegenseitigkeit) Gibt Land A Land B einen
Vorteil, muss auch Land B Land A einen Vorteil gewähren.
- Prinzip der Meistbegünstigung: Wenn einem Land B von Land A ein
Vorteil eingeräumt wird, muss Land A allen Ländern (die GATT
unterschrieben haben) einen Vorteil gewähren.
- Verbot von Importkontinggenten (Beschränkung der Einfuhrmenge)

3. Warum werden in den Entwicklungsländern so viele Kinder


geboren?
Hauptfaktoren: Tragen zu Familieneinkommen bei, Altersvorsorge
(Versicherungsfaktor), hohe Sterblichkeit (Ersetzungsfaktor ->Verlust e.
Kindes ->Ersatz durch neue Schwangerschaft, Vertrauensfaktor ->je mehr
Kinder, desto höher Wsk, dass mind. eines überlebt), Akzeptanz der
Großfamilie
Zudem: Wunsch nach Sohn (Stammhalter); je höher Bildung/Reichtum,
desto weniger Kinder

4. Je 3 Vor-/ Nachteile von Nahrungsmittelhilfe und kurz erläutern


Pro:
1. Positiver Einfluss auf Wirtschaftswachstum und Entwicklung
Da gezielt NM-Lücken geschlossen und kommerzielle Importe ersetzt
werden. Dadurch kann das frei gewordene Budget für
Entwicklungsprojekte genutzt werden.
2. Geringere Preise für Grundnahrungsmittel
Das übrig gebliebene Geld kann gespart werden. Es profitieren v.a. Arme,
da sie für Grundnahrungsmittel den größten Anteil ihres zur Verfügung
stehenden Budgets ausgeben
->verbesserte Einkommensverteilung
3.Verbesserte Ernährungssituation der betroffenen Bevölkerung (wenn LM
bei diesen ankommen ->Verteilung, Logistik, Zeitproblem, politische
Probleme)

Contra:
1. Vernachlässigung des ldw. Sektors
Notwendige Reformen werden nicht gemacht; es kommt zu keiner
Verbesserung/Entwicklung der Anbaumethoden
2. Abhängig von der Überflusssituation des Geberlandes
Meist werden gerade die LM in ein EL gebracht, die ein Land „zuviel“
produziert. Je nachdem, wie der derzeitige Überschuss aussieht, bestimmt
Menge und Art der LM.
LM passen oft nicht zu Verzehrsgewohnheiten (Bekanntmachung
unbekannter LM nötig ->Änderung der Verzehrsgewohnheiten ->Importe
verpflichtend, da einige LM in EL nicht angebaut werden können)
3. Zerstörung heimischer Märkte
Geringe Grundnahrungsmittelpreise verdrängen heimische Produzenten
vom Markt, die lokale Produktion sinkt, die Abhängigkeit steigt. Folge:
Internationaler effizienter Markt wird gehemmt

5. Wie groß ist die derzeitige Weltbevölkerung?


Knapp 7 Milliarden Menschen

-Um wie viele Menschen steigt sie jährlich an?


Ca. 80 Millionen (einmal Bevölkerung Deutschlands)

-Welches ist bis 2030 das bevölkerungsreichste Land?


Indien

6. Was ist chronische Mangelernährung und wie kann sie


gemessen werden?
Stunting (Zwergenwachstum) ->unterentwickeltes Wachstum (genet.
Potential wird nicht ausgeschöpft), nur marginale Zufuhr an
Nährstoffen/LM; Folgen: geistiges Zurückbleiben und andere
Folgekrankheiten
Gemessen mittels Größe zu Alter -> zu klein für ihr Alter gemessen an
Referenzpopulation (<-2sD=Hinweis)

- Was ist akutes Untergewicht? wie lässt es sich messen?


Wasting; Kinder wiegen zu wenig für ihre Größe
Gemessen mittels Gewicht zu Größe (<-2sD=Hinweis)

7. Die 3 wichtigsten Ziele von Schulspeisungsprogrammen/ Was


verspricht man sich von Ssp?

8. 3 Arten von retrospektiver Ernährungserhebung


FFQ=Food Frequencies, Dietary Diversity, 24h-Recall

-3 Vor- bzw. Nachteile von retrospektiver Ernährungserhebung


Pro:
Keine Beeinflussung des Essverhaltens möglich, geringer Aufwand für
Studienteilnehmer, Geeignet für Analphabeten

Contra:
Kein genaues Erinnerungsvermögen (weglassen, hinzufügen), unpräzise
Methode, bewusste Falschinformation (eher wahrscheinlich bei höher
Gebildeten, weniger in EL)

9. 3 Möglichkeiten prospektiver Methoden


Ernährungsprotokoll (wiegen, Schätzwerte), Inventarmethode,
Buchführung

-Vor-/ Nachteile prospektiver Methoden?


Pro:
Präzisere Ermittlung des Nahrungsverzehrs, gleichzeitig Nährstoffanalysen
möglich (Teil des Essens in Labor geben), relativ gute Referenzmethode
für Validierung

Contra:
Sehr zeitaufwendig, stark reaktiv (Ernährungsverhalten wird beiinflusst),
nur für Alphabeten geeignet, Qualifiziertes Personal nötig um die
Teilnehmer anzuleiten

-Warum sind prospektive Methoden für Entwicklungsländer


ungeeignet?
Hohe Analphabetenquote, Zeitaufwändig

10. -wieviele Menschen sind mangelernährt?


925 Millionen (Schätzwert der FAO 2010; derzeit leicht fallend->2009: 1
Mrd.; allerdings 2010 immer noch mehr als vor Nahrungs-&
Wirtschaftskrise 2008)

-Wie kommt die FAO auf diesen Wert?


Über Food-Balance-Sheets:
a) Nationale Daten über Pro-Kopf-Verfügbarkeit von Kalorien:
Heimische Produktion + Importe + Lagerveränderungen - Exporte -
Transport-/Lagerverluste ? Abfall - Tierfutter - Saatgut=
Gesamtverfügbarkeit
Gesamtverfügbarkeit geteilt durch derzeitige Bevölkerung = Pro-Kopf-
Verfügbarkeit
b) Nationale Daten über Pro-Kopf-Bedarf (auf durchschnittl. BMI berechnet)
->Daraus Schätzung, wie viele Menschen (zu einem bestimmten
Zeitpunkt) unter Nahrungssicherheitsminimum leben (beachtet nur
Nahrungssicherheit)

-Definition von Nahrungssicherheit


Nahrung=Vorbedingung für Gesundheit
Zugang aller Menschen jederzeit zu genügend Essen, um ein gesundes
und aktives Leben leben zu können. Beinhaltet ausreichende Nahrung,
Zugang zu dieser, Vielfalt an LM, Wissen über LM, Qualität der LM
Beinhaltet folgende vier Säulen:
-> ausreichende Nahrungsverfügbarkeit
-> stabile Versorgung, Konstanz der Versorgung (über Jahre hinweg)
-> Zugang zu den verfügbaren LM (Kaufkraft, Märkte)
-> Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit der LM

-Definition von Nahrungsmittelsicherheit?


Bezieht sich auf die Qualität der LM: frei von Schadstoffen, gefahrloser
Verzehr ->hohe Qualität

-Definition Ernährungssicherheit
Ausreichende Nahrungsaufnahme (Nahrungssicherheit siehe oben) plus
guter Gesundheitsstatus-Voraussetzungen:
Gesundheit, Wissen (über Zusammensetzung), Zeit

-Entscheidender Unterschied zw. Nahrungs- und


Ernährungssicherung?
Gesundheit als Vorbedingungen für Ernährungssicherheit;
Nahrungssicherheit plus adäquate Verwendung&Absorption der Nahrung

11. 10 Punkte Frage: Warum gehören Frauen zu den


physiologischen Risikogruppen? Teufelskreis der
Mangelernährung bei Mädchen?

-Schwangerschaft, Menstruationsblutungen->höheres Fe-Mangel-Risiko,


Höheres Osteoporoserisiko, geringere Muskelanteil (bei höherer
Arbeitsbelastung)

Teufelskreis siehe Gender S.12

12. Bestimmungsfaktoren (Determinanten) für


Bevölkerungswachstum erläutern
Geburtenraten steigen durch Ungewollte Schwangerschaften, Wunsch
nach mehr als zwei Kindern, Erste Schwangerschaft schon in sehr jungem
Alter....
Lösung: Familienplanungsprogramme
Sozioökonomische Entwicklung: Altersstruktureffekt
Sterberate: Lebenserwartung steigt. Bessere medizinische Versorgung,
Verbreitung von Gesundheitszentren (PH-Programme), HIV-Medikation,
Impfkampagnen

13. Was verspricht man sich von einer verbesserten Bildung von
Frauen in Hinblick auf die Ernährungssicherung? 3 Punkte nennen
bessere Bildung führt zu:
- besserem Einkommen/ bessere Berufe
- mehr Selbstbewusstsein der Frauen, Gleichberechtigung, Hinwegsetzen
über Ernährungstabus
- mehr Wissen zu Ernährung, Schwangerschaft,
- bessere Regulation der Schwangerschaftszahlen

14. 10 Punkte Frage: Wie beurteilen sie die derzeitige


Welternährungslage? Wie sehen die zukünftigen Prognosen aus?
Im Moment würde die produzierte Menge an Nahrungsmitteln (Alleine die
Getreideprodution momentan 2,2 Mrd. metric tonns [mt]) ausreichen alle
Mensche mit 3000kcal, (wobei auch die ausreuchende Versorgung mit 75g
Protein/d gewährleistet wäre), zu ernähren, Problem: Verteilung. --> Knapp
eine Mrd. Menschen Hungert.
Verteilungsprobleme durch Logistik, Infrastruktur
Weiteres Problem: Genug kalorien aber einseitige Ernährung --> Hidden
Hunger
(Mikronährstoffmangel)
Wirschaftliche Abhängigkeiten (Cash Crops), Vermehrte Krisen
(Wasserknappheit, Bürgerkriege...)
Verluste duch Veredelung, Biospritt, Abfall
Wasserkanppheit nimmt zu.
Prognosen: Urbanisierung, weniger Land Pro Person, Getreidenachfrage
wird durch Bevölkerungswachstum (Malthusthese) und zunehmende
Entwicklung und Wohlstandssteigerung in Schwellenländern und EL -->
Mehr Fleischkonsum und dadurch mehr Getreide für die Tierfütterung
(Veredelungsverluste steigen).
Situation ist davon abhängig, in wie weit in Bildung, Landwirtschaft und
Gesundheit investiert wird. Gegenwärtig wird hier zu wenig getan.

15. Definition Flüchtlinge; wesentliche Inhalte nennen!


- begründete Angst verfolgt zu werden, aufgrund Rasse, Religion,
Nationalität, Mitglied einer sozialen Gruppe oder politische Meinung
- halten sich außerhalb ihres Heimatlandes auf und kann oder will sich
nicht im eigenen Land schützen lassen

16. Was ist das Lomé-Abkommen?


Der Grundgedanke der Handelskooperation im Lomé-Vertrag besteht in
der Idee des „Aid and Trade“. Das wichtigste entwicklungspolitisch
orientierte handelspolitische Instrument ist der präferentielle Zugang von
Gütern aus dem AKP-Raum in den europäischen Markt (zollfreie Einfuhr).
Daneben besteht ein Subventionssystem zum Ausgleich von
Erlösschwankungen im Außenhandel: STABEX. Die Liste der STABEX-Güter
umfasst 48 landwirtschaftliche Rohstoffe. Zwei Voraussetzungen müssen
erfüllt sein, damit ein Land Leistungen aus dem System erhalten kann:
1. Der Anteil der Exporte des jeweiligen Rohstoffs an den Gesamtexporten
des Landes muss mindestens 6% betragen, dies wird
Abhängigkeitsschwelle genannt;
2. müssen die tatsächlichen Exporterlöse eines Jahres um mind. 6% unter
dem Durchschnittserlös der vier vorangegangenen Jahre liegen, dies wird
Auslöseschwelle genannt.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann das Land Ausgleichszahlungen
beantragen.

Abkommen zwischen der EU und den AKP-Staaten (AKP: Africa,Karibic,


Pacific). Ziel: Stabilisierung der Exporterlöse eines EL. Förderung der
Errichtung von Lebensmittellagern (Sinn: LM können über Preistiefs
eingelagert werden, bis der Preis wieder steigt), enthält eine
Ausgleichsfinanzierung und soll die Eigenverarbeitung fördern.
Geneinsame Finanzierung von Projekten (zB. der Lebensmittellager).
Garantie fester Abnahmemengen, Bsp. bei Zucker
Das Lommé Abkommen läuft bald aus.Nachfolgeabkommen: Cotonou

17. Was ist Nutritional Surveillance, welcher Zweck wird verfolgt?


Ernährungsüberwachung, um Entscheidungen zu fällen die zur
Verbesserung der Ernährung einer Bevölkerung führen. Nicht Entwicklung
eines einzelnen Individuums, sondern Bevölkerungsgruppe und ist damit
die Basis für politische Entscheidungen. Dient zur Identifizierung von
Ernährungsproblemen (Art und Ausmaß), Risikogruppen, Ausarbeitung
präventiver und kurativer Maßnahmen zur Verbesserung und Einrichtung
von Frühwarnsystemen, Ressourcenmanagement, Messung der Effizienz
von Maßnahmen

18. Wie viel Getreide wird jährlich produziert und warum reicht
die Produktion nicht aus?
2,2 Milliarden t, Verluste duch Veredelung, Biospritt, Abfall,
Verteilungsprobleme

19. Was sind die grundsätzlichen Voraussetzungen für die


Ernährungssicherung?
Gesundheit um verfügbare Nahrung nutzen und verdauen zu können,
Wissen über Zusammensetzung der Nahrung sodass die Bedürfnisse des
menschlichen Körpers gestillt werden, Zeit um Mahlzeiten zuzubereiten
bzw notwendige Materialien zu beschaffen, (Nahrungssicherheit,
Fürsorgekapazität, Gesundheitspflege)

20. Was sind die Hauptursachen für Kindersterblichkeit bei


Malnutrition und wie hoch ist der Anteil der Kindersterblichkeit
daran?
Anteil: 55%
Hauptursachen: höhere Infektionsanfälligkeit, schlimmerer Verlauf der
Krankheiten, höhere Anfälligkeit für Folgeerkrankungen, “harmlose”
Erkrankungen verlaufen durch Ernährungszustand tödlich

21. Was sind Triangulargeschäfte und was wird in diesem


Zusammenhang diskutiert?
Triangulargeschäfte bedeuten, dass es drei verschiedene Akteure gibt:
Land A in Afrika erleidet eine Hungersnot. Land B, ein Industrieland gibt
Geld um in Land C, einem benachbarten afrikanischen Land,
Nahrungsmittel einzukaufen, die in Land A zur Beseitigung des Hungers
transportiert werden.
Vorteile:
- Kurzer Transportweg --> Geringe Klimabelastung, billiger und schnelle
Hilfe
- Gut für die Wirtschaft des Afrikanischen Geberlandes
- kulturell eher akzeptiert
- Hilfe zur Selbsthilfe (nachhaltig)

22. 10 Punkte Frage: Strukturanpassungsprogramm


- Von Weltbank und IWF gegründet
- Rechtfertigung: Verschlechterung der wirtschaftlichen und der sozialien
Lage der Länder
� Pro-Kopf-Produktion stagniert oder nimmt ab
� Investitionen gehen zurück
� Subsistenzproduktion geht zurück
� Umweltschäden nehmen zu
� Mangelernährung nimmt zu
� Verschuldung nimmt zu
- Ziel: fiskalisches und handelsmäßiges Gleichgewicht + Kontrolle der
Inflation
- Erfüllung der Auflagen (werden im Folgenden aufgeführt und wurden
nach einer von Kapital-abhängigen Stimmenverteilung der Länder
beschlossen) ist Bedingung für Kreditvergabe (Schuldenerlasse)
- Auflagen:
� Landeswährung abwerten: Freigabe der Wechselkurse ( sie werden nicht
mehr vom Staat festgesetzt, sind somit nicht mehr fixiert. Sinn: Schwarzmarkt wird
abgebaut. Drastische Folge: extreme Inflation, anschließend langsame Stabilisierung
und bessere kontrolleder Inflation und stabilere Währung
� Handels- und Zahlungsverkehr liberalisieren: Freier Zugang zu unterschiedlichen
Märkten ( erleichterungen von Export und Import durch Abbau von Zöllen usw.
� Inländisches Kreditangebot einschränken. Folge: Investitionen
sanken
� Öffentliche Einnahmen und Ausgaben umstrukturieren
- Steuersenkung und Subvention für Investoren
- keine Subventionen auf Grundnahrungsmittel und
Transportleistungen oder Sozialleistungen
 Die SAP werden auf dem Rücken der armen ausgetragen
� Öffentliche Haushaltsdefizite begrenzen
� Beschäftigung im öffentlichen Dienst beschränken
� Keine Lohnerhöhung im öffentlichen und privaten Sektor (warum
auch im privaten Sektor?)
� Keine Preiskontrollen freie Hand für Händler
� Zahlungsrückstände beim Schuldendienst begleichen
� Exportorientierung von Waren und Dienstleistungen (Devisen)
Zwang exportorientiert zu wirtschaften, unabhängig von der
Situation des Weltmarktes
-

Auswirkungen der SAP auf Ernährung und Gesundheit


• Höhere reale Preise für Grundnahrungsmittel bei gleichzeitigem
Absinken der Reallöhne Nahrungsverfügbarkeit und/ bzw. Nachfrage
nach Nahrungsmitteln sinkt
- höhere Preise für importierte Nahrungsmittel als Folge der
Abwertung der Landeswährung
- Streichung der Subventionen zur Verbilligung der Nahrungsmittel
- Einschränkung der Vergabe von Nahrungsmitteln an Bedürftige
• Einschränkung des selbstgesteuerten Nahrungsangebotes im Land
 Nahrungsverfügbarkeit und/bzw. Nachfrage nach Nahrungsmitteln sinkt
- Exportorientierung der Landwirtschaft zur Erwirtschaftung von
Devisen
- Rückgang der Subsistenz orientierten Landwirtschaft
• Anstieg der Arbeitslosigkeit in öffentliche undprivaten Bereich
 Kaufkraft und damit Nachfrage nach Nahrungsmitteln sinkt
- Fehlendes soziales Netz (kein Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe)
• Einschränkung und/oder Verteuerung der öffentlichen Leistungen im
Gesundheits- und Bildungsbereich
 Verwendung/Verwertung von Nahrung verschlechtert sich
- Gesundheitsdienste werden nicht mehr angenommen
- Kinder können die Schule nicht mehr besuchen
 Verlust von Humankapital

23. Was besagt die These von Malthus? Warum ist seine
Prophezeiung in der Form noch nicht eingetroffen? Wird seine
Theorie jemals Realität?
Die These von Malthus besagt, dass an einem bestimmten Punkt die Kurve
des Bevölkerungswachstums die Kurve der Agrarproduktion schneidet,
also dass ab einer bestimmten Größe der Weltbevölkerung (exponentielles
Wachstum) die produzierten Nahrungsmittel (lineares Wachstum) nicht für
alle ausreichen. Dies ist noch nicht eingetroffen wegen: Entwicklung
synthetischer Düngemittel, Aufforstung, Bewässerung, Pestizide,
Verbesserung der Pflanzen- und Tierproduktion (“Grüne Revolution“),
bessere Lagermöglichkeiten.
(Katastrophe ist schon schleichend eingetreten, denn es gibt Menschen,
die hungern)
Bei weiterem Wachstum der Bevölkerung und Erreichen des
Produktionsmaximums (was auch durch neue Technologie und Innovation
nicht ewig hinausgezögert werden kann), könnte die Theorie von M.
Realität werden, jedoch ist es zweifelhaft, ob die Weltbevölkerung in der
gleichen Geschwindigkeit weiterwächst, oder ob viele Einflussfaktoren das
Wachstum der Weltbevölkerung einschränken (Übergewicht und
chronische Krankheiten, falls Erdöl ausgeht, Klimawandel und Ausbreitung
der Wüsten, und Erkrankungen die in dieser Folge zunehmen,
Erkrankungen, die langfristig als Folge unseres extrem gewandelten
Lebens- und Ernährungsstils in den letzten 150 Jahren auftreten)

24. Die UNCTAD fordert 0,7% des BSP in Entwicklungshilfe zu


investieren. Was halten sie davon?
Nur wenige Länder halten sich an diese Vorgabe, sondern geben nur
zwischen 0,2 und 0,5% aus. 0,7% ist ohnehin schon verschwindend wenig,
wenn auf der anderen Seite betrachtet wird, wie viel die Staaten für
Rüstung und Bankenrettung ausgeben. Sollte auf 1% erhöht werden.
Wenn jedoch eine gerechtere Weltwirtschaft herrschen würde, wären evtl
gar nicht so viele Gelder für die Entwicklungshilfe nötig, d.h. nicht dass
nicht ein Teil der Entwicklungshilfegelder hinterher wieder auf Umwegen in
die Industrieländer fließt (z.B. Ausschluss aus der EU Zollunion).

25. Erläutern sie die Waterlow Klassifikation der PEM (Tabelle)


Waterlow Klassifikation ist eine Einteilung von wasting und stunting, die
wir nicht besprochen haben bei Bellin. Tabelle siehe unten:
26. Wie sehen die Standard Rationen für Flüchtlinge
normalerweise aus? Nennen sie die Nahrungsmittel in ungefähren
Mengen!
400g Gertreide, 40g Hülsenfrüchte, 25g Öl/Fett, evtl 30g angereichertes
Mehl und 40g Trockenfisch, 20g Zucker, 5g Salz, Gemüse? Früchte?
Gewürze?
--> 1900 kcal, 1500 kcal gelten als Überlebensminimum, mittlerweile liegt
die Empfehlung der angestrebten Tagesration bei 2100 kcal. Mindestens
12% der Energie sollten über Protein und 10% über Fette gedeckt sein.
Mikronährstoffversorgung sollte miteinbezogen werden. Häufige
Mangelerkrankungen in Flüchtlingslagern: Beri-Beri, Skorbut, Pellagra.
Außerdem sollte man darauf achten dass die LM kulturell akzeptiert und
konsumierbar sind.

27. Relative Validierung:

28. Komparative Validierung:

2 verschiedene Methoden miteinander vergleichen

Zusatz:

Warum ist HIV/AIDS über das Krankheitsbild hinaus eine


gefährliche Krankheit?

-> da es auch Auswirkungen auf die Nahrungs-u. Ernährungssicherung hat


-> durch die Krankheit liegt eine stärkere Arbeitsbelastung vor...
-> ...daher Anbau von less-intensive-crops (z.B. Cassava), die keine starke
Bewirtschaftung benötigen
-> durch die Versorgung der Kranken gehen potentielle Arbeitskräfte
verloren (weniger produktive Bauern)
-> Einkommensverluste durch Medikamentenkauf
-> Kinder werden aus den Schulen genommen
Warum gilt Afrika als Problemkontinent?

-> auch hier Bezug zu AIDS herstellen


-> Mangelernährung
-> Armut
-> Korrupte Staatführungen
-> strukturelle Probleme (Infrastruktur, Landwirtschaft unterentwickelt...)

1.Hohe HIV-Prävalenz, + betroffen von weiteren KH wie Malaria,


Masern,Polio
2.Höchste Steigerungsraten bzgl. Diabetes (absolute Anzahl derzeit noch
gering)
3.Im Ggstz. Zu Asien immer noch steigende/stagnierende Tendenz bzgl.
Anzahl Hungernde-> sehr geringe Kalorienaufnahme: EU 3x so viel
4.Größtes relatives Bevölkerungswachstum (2050 afrikan. Bev. 20% der
Welt)
5.Geringe Lebenserwartung/ hohe Säuglingssterblichkeit, sehr junger
Kontinent (kommen noch ins gebährfähige Alter)
6.Höchsten Kinderzahlen/Frau: 6,6-7,5, zudem sehr früh schon Kinder
7.Am meisten Flüchtlinge in Afrika
8.Hohe Analphabeten-Quote, geringer Anteil Grundschulbildung (knapp
über 50%)
9.Geringer Zugang zu sauberem Trinkwasser (42% keinen Zugang)
10.Bodendegradation, Afrika arid (trocken), schlecht entwickelte
Anbaumethoden, geringere Erträge, kaum Einsatz von Düngemitteln

Virale Diarrhö:

-> Spezialfall der osmotischen D.


-> Darmzellen werden zerstört, sodass Nahrung nicht mehr aufgenommen
werden kann und Wasser zieht
Neue WHO ORS: geringere NaCl-Gehalt, da geringerer Verlust an Na & Cl
(i.Vgl. zu sekretor.)

Sekretorische Diarrhö:

Cholera ist Ursache, wird immer seltener->mehr virale


-> durch Toxine von Bakterien ausgelöst
-> Darmschleimhaut sezerniert Elektrolyte (Chloride-> isotonisches
Sekret), um Toxine zu bekämpfen
-> den sezernierten Elektrolyten folgt Wasser

Praktische Gender-needs:
Arbeitsaufteilung zwischen Männern und Frauen, die für jeden
offensichtlich ist, in Stunden messbar

Strategische Gender-needs:
Hierbei ist die Rollenverteilung nicht für jeden einsehbar, z.B.: Wer hat
innerhalb der Familie das Sagen? -> Machtverteilung, Netzwerke