Sie sind auf Seite 1von 2

Offener Brief an:

Bürgermeister Stefan Schmutz, Ladenburg


SPD, Ladenburg
Bündnis 90 / die Grünen, Ladenburg
FDP, Ladenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lebe seit vielen Jahren in Ladenburg, habe mich allerdings in dieser Zeit kaum mit der Poli k der Stadt
beschä igt. Als bisher nicht geimp er Mensch verfolge ich alle Meinungen und Ak onen rund um die
Impfpflicht, sowie die montäglichen Spaziergänge und die Gegendemonstra onen auf dem Marktplatz. Ich
möchte hier meine persönliche Meinung als Bürger dieser Stadt äußern und bin weder Coronaleugner noch
ein Verschwörungsgläubiger oder ein Rechtsradikaler. Ich sehe mich sta dessen als einen kri schen
Menschen, der nicht erst seit Beginn der Pandemie die gesellscha liche Entwicklung in diesem Land
intensiv beobachtet.

In einem freiheitlich demokra schen Land sollte es möglich sein, Kri k an den Regierenden frei zu äußern
und dazu die gewal reien Möglichkeiten zu wählen, die einem offen stehen. Da die deutschen
Massenmedien und die etablierten Parteien Corona-Maßnahmen-kri sche Meinungen ignorieren,
Andersdenkende denunzieren und für die Gesellscha als gefährlich und bösar g darstellen, verschließen
sich viele Wege.

All jene, die montäglich auf die Straße gehen oder sich nun schon das zweite Mal zur Gegendemo auf dem
Marktplatz getroffen haben, beschä igt das Thema Impfen sehr. Auch hier verfolge ich intensiv die
gesellscha liche Diskussion. Dabei ist mir aufgefallen, dass Poli ker glauben, dass jene, welche sich nicht
impfen lassen möchten, durch vernün ige oder sachliche Argumente zur Einsicht gebracht werden könnten.
Ich empfinde dies als übergriffig und überheblich.

Das ich mich nicht impfen lassen möchte, ist für mich nicht einfach nur eine "Meinung", die ich ändern
kann, sondern eine grundlegende Lebenseinstellung. Wenn ich diese ändern würde, wäre ich nicht mehr
ehrlich zu mir und hä e das Gefühl, all das zu verraten, an das ich glaube. Zu dieser Einstellung zählt auch,
dass ich meinem Körper, meinem Immunsystem und dem Leben an sich mehr vertraue, als den von der
Pharmaindustrie produzierten und sich noch im experimentellen Stadium befinden Impfstoffen.

In diesem Zusammenhang schmerzt es mich auch immer wieder hören zu müssen, dass nicht geimp e
Menschen eine Bedrohung für die Gesellscha seien, und man ihnen die Schuld dafür gibt, dass es die
Pandemie immer noch gibt. Anhand der hohen Zahlen an Infizierten unter denen auch viele Geimp e sind,
ziehe ich die Schlussfolgerung, dass sich die Pandemie nicht wirklich wegimpfen lässt. Sta dessen wird nach
einer dri en Impfung bereits eine vierte gefordert. Wo soll dies eigentlich enden? Ich finde es auch sehr
befremdlich, wenn innerhalb einer Gesellscha eine Gruppierung, welche bis zu einem Fün el der
Bevölkerung ausmacht, auf diese Weise als bösar g betrachtet und im wahrsten Sinne des Wortes an der
sozialen und kulturellen Teilhabe ausgesperrt wird. Eine Gesellscha lebt aber davon, dass solche
"Minderheiten-Meinungen" integriert werden, damit sie sich weiterentwickeln kann.

Die Poli k der Bundesregierung zum Coronavirus empfinde ich als sehr einsei g nur auf das Impfen
ausgerichtet. Das Impfen wird als ein Heiliger Gral gesehen, der uns einzig aus der Pandemie zu führen
vermag. Das erscheint alterna vlos, doch auch in der Poli k gibt es immer Alterna ven, wenn man sie nur
wirklich will. Durch diese einsei ge Ausrichtung und die omnipräsenten Impfwerbungen der Regierungen
und Kommunen, scheint es mir, dass die Lobby der Pharmaindustrie hervorragende Arbeit geleistet hat. In
der allerdings nicht bindenden Resolu on 2361/2021 des Europarates vom 27.01.2021 wird zudem in dem
Punkt 7.3 dargelegt, "alle Bürger darüber zu informieren, dass die Impfung keine Pflicht ist. Niemand soll
durch poli schen, sozialen oder sons gen Druck zu einer Impfung genö gt werden und das Ungeimp e
nicht diskriminiert werden.“

Mit diesem Schreiben möchte ich meine Sicht zum Impfen und der freien Meinungsäußerung darüber an
Sie weitergeben. Dabei ist es mir wich g, die Meinungen anderer zu achten und zu respek eren und bi e,
dass dies auch mir entgegengebracht wird. Ich will hiermit auch die Leistung und den Einsatz der Ärzte und
Pflegekrä e in den letzten zwei Jahren auf keinen Fall mindern. Ich will auch nicht behaupten, dass meine
Meinung die Wahrheit ist. Aus meinen Erfahrungen heraus, gibt es nie die eine Wahrheit, sondern immer
nur die individuellen Wahrheiten eines jeden Menschen. Meinungen und Wahrheiten können an sich nicht
gefährlich sein. Sie sind es nur dann, wenn sie unterdrückt oder als alleinige Lösung angesehen werden.

In diesem Sinne wünsche mir, dass Sie sich darum bemühen, dass die unterschiedlichen Ansichten zum
Impfen und zu den Corona-Maßnahmen nicht zu einer noch eferen Spaltung zwischen den Bürgern dieser
schönen Stadt Ladenburg führen.
Mit vielen Grüßen,

Stefan Herbert

Das könnte Ihnen auch gefallen