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BERUF UND KARRIERE

DEFGH Samstag/Sonntag, 14./15. Mai 2011 | Nr. 111

Inhalt
Umsatteln mit Umsicht
Vor einem Berufswechsel sollte man klei-
ne Veränderungen erproben Seite V2/10

Geistige Güter
Kulturbetriebe und Dienstleister bieten
untypische Jobs im Vertrieb Seite V2/11

Arbeiten in Österreich
Steuern, Arbeitsvertrag, Zeugnis: Worauf
Grenzgänger achten müssen Seite V2/12

Studie: Führungskräfte
wollen sich klonen
Buntes Spielzeug Manager suchen bei der Beförderung
oder alltagstaug- von Mitarbeitern laut einer Studie nach
liches Wunder- ähnlichen Merkmalen wie bei sich selbst.
werk? Mit mehr als „Viele Führungskräfte suchen – bewusst
einer halben Milli- oder unbewusst – nicht unbedingt den
on Apps (von eng- besten Bewerber aus, sondern jemanden,
lisch „application“, der ihnen ähnlich ist“, sagte Studienauto-
Anwendung) kann rin Carolin Griese-Michels von der Un-
man inzwischen ternehmensberatung Roland Berger. Im
den Alltag organi- Fachjargon heiße dies „Self-Cloning“
sieren. Foto: SZ (Selbstklonen). Das Nachsehen hätten
dann beispielsweise Frauen und Bewer-
ber mit ausländischen Wurzeln. Die Bera-
ter gehen davon aus, dass den Unterneh-

Quadratische Projekte men pro Jahr Kosten von 21 Milliarden


Euro entstehen, weil Suche und Einarbei-
tung dieser Mitarbeiter teurer und auf-
Wer programmiert eigentlich all die Anwendungen für Smartphones und Tablet-PCs? App-Entwickler sind derzeit eine begehrte Spezies wendiger als eigentlich nötig sind. dpa

Von Jürgen Hoffmann ein halbes Jahr früher als geplant. Die „idealerweise im Bereich Informatik“. kaufspreis eines Apps bleiben dem Ent- 50 000 Mal von iPhone-Besitzern herun-
Entwicklung von Apps begeistert ihn. Aber auch ohne Studium könne man bei wickler 70 Prozent, Apple erhält 30 Pro- tergeladen. Ihr neues Projekt „Today!“, Jeder Zweite hat im Job
„Ich habe den Einstieg in die Branche
geschafft und meinen Traumjob gefun-
Dass er in der heißen Phase kurz vor Fer-
tigstellung eines Programms besonders
Qype Karriere machen. Erst kürzlich sei
wieder ein solcher Bewerber eingestellt
zent. Wird ein App also für 1,29 Euro
300 000 Mal heruntergeladen, landen
eine graphisch aufgebaute Organisations-
App, soll den Arbeitsalltag erleichtern.
Zugang zu Social Media
den“ – ein starker Satz für einen Mann, hart arbeiten muss, stört ihn nicht. worden: „Wenn uns jemand im Job-Inter- von den 387 000 Euro Umsatz gut Das technische Know-how haben sich Fast jeder zweite Beschäftigte hat bei
der gerade mal 20 Jahre alt ist und weder Gerd Nicklisch, Geschäftsführer von view überzeugt, dann bekommt er diesel- 270 000 Euro beim Entwickler. Doch die jungen Talente selbst beigebracht. der Arbeit Zugang zu sozialen Online-
Abitur noch Studienabschluss hat. Frede- Newscope, hatte das Potential des Senk- be Chance wie jemand, der mit einem Ein- einzelnen Entwicklern gelingen solche Sie verdienen an einer App bis zu 1000 Netzwerken. Nach einer repräsentativen
ric Hinck programmiert seit zwei Jahren rechtstarters früh erkannt: „Frederic ser-Uniabschluss punkten kann.“ Coups inzwischen nur noch selten. Euro. Gründungsmitglied Nicolai Da- Online-Umfrage der Randstad Gruppe
kleine Programme für internetfähige Ge- war zu Beginn schüchtern, aber beim Das wissen auch drei Schüler, die sich vidsson aus Stuttgart will nach dem Ab- gibt es oft keine genauen Vorschriften, in-
räte wie beispielsweise iPhone, Android, Thema iPhone-Apps blitzten seine zur App-Schmiede Skapandi Media zu- itur Informatik studieren. „Ich werde wieweit Facebook und Co. genutzt wer-
Blackberry oder Tablet Computer. Das Augen. Ich merkte: Hier brennt jemand Die Erfinder der bunten sammengeschlossen haben. Die 16-Jähri- nicht mein Leben lang Apps programmie- den dürfen: Nur 39 Prozent der Befrag-
Feld dieser Applikationen, kurz Apps, ist für seine Ideen.“ Nicklisch lobt außer- Hosentaschen-Alleskönner gen stammen aus Baden-Württemberg ren, damit verdienen wir uns jetzt als ten kennen eine klare Regelung hierfür.
weit: Es gibt Nachrichtenseiten, Naviga- dem die Teamfähigkeit seines jungen Mit- und Hessen und haben sich über das In- Schüler nur ein Zubrot“, sagt Davidsson. Aus beruflicher Sicht hält ein knappes
tionsprogramme, Sprachtrainer, Fitness- arbeiters. Mittlerweile entwickelt der be- sind häufig Autodidakten ternet kennengelernt. Ihr Nachrichten- „Ich kann mir gut vorstellen, später in Drittel soziale Netzwerke für nützlich.
coaches, Spiele, Ratgeber, Rechner oder gabte Spezialist schon in verschiedenen programm für das Computerspiel „Call der Softwareentwicklung für die Spiele- Ebenfalls ein Drittel findet, dass sie von
Social-Media-Anwendungen. Programmiersprachen und entwirft als Das Unternehmen lege viel Wert dar- of Duty: Black Ops“ wurde mehr als branche zu arbeiten.“ der eigentlichen Arbeit ablenken. dpa
Weltweit existieren mittlerweile mehr „Junior Software Engineer“ zusammen auf, dass Kandidaten auch menschlich
als 520 000 verschiedene Apps. Viele las- mit Kollegen eigene Mini-Programme. ins Team passen. Und die Aufstiegschan-
sen sich kostenlos nutzen, andere für we- Eine App des Unternehmens heißt bei- cen? Käppler: „Die hängen in unserer
nige Cents oder mehrere Euros. Sogar die spielsweise „Kopfnuss – A Brain Twis- Branche entscheidend von der Motivati-
katholische Kirche in Amerika macht ter“, ein Memoryspiel, das auf allen gän- on und der Effizienz der abgelieferten Ar-
beim bunten Geschäft mit: Für etwa 1,30 gigen Geräten läuft. beit ab.“ Und natürlich vom Wachstum
Euro soll mit dem Programm „Confessi- Matthias Käppler ist App-Entwickler des Unternehmens, in dem man arbeitet.
on – A Roman Catholic App“ mit dem bei Qype, einer Internet-Plattform mit et- Hier sei Qype eine gute Adresse, denn die
Druck auf ein paar Tasten das Sakra- wa hundert Mitarbeitern. Qype versam- hauseigene App laufe im Zeitalter der
ment der Buße gelingen. Der Siegeszug melt ungefähr 1,6 Millionen Empfehlun- Vernetzung über Facebook und andere
der Apps sorgt auf dem Arbeitsmarkt für gen und Bewertungen von Restaurants soziale Medien gut und sei bereits etwa
einen Run auf Entwickler. und Kfz-Werkstätten, Waschsalons und eine Million Mal aus dem Internet herun-
Wellness-Studios bundesweit. Käppler tergeladen worden.
leitet größere technische Projekte und Reich wird man als angestellter App-
Auch ohne Studium fungiert als Mentor für Neueinsteiger. Entwickler nicht: Der Verdienst liegt je
kann man Karriere als Die besten Einstiegschancen hätten Kan- nach Abschluss und Fähigkeit zwischen
didaten mit Fachhochschul- oder Uni- 2000 und 4000 Euro brutto monatlich.
App-Entwickler machen versitätsstudium, meint der 28-Jährige, Vielerorts gibt es Provisionen obendrauf.
Einen Königsweg zum Entwickler der
Frederic Hinck ist ein gutes Beispiel Programme für die Hosentaschen-Alles-
dafür, dass oft auch eine Nebentür ans könner gibt es nicht. Noch keine deut-
Ziel führt: In der Schule hatte sich der sche Hochschule bietet einen Studien-
Hamburger nie besonders wohl gefühlt. gang zum App-Entwickler. Deswegen ist
Er scheiterte an der Zulassung für die Frederic Hinck, eine Eintrittskarte in den Job auch soli-
Abiturprüfung. „Seit der zwölften Klas- 20, lernt Fachin- des Wissen und Können im Bereich Medi-
se hatte ich mich mit Themen herumge- formatiker für endesign oder Kommunikationswissen-
schlagen, die mich eigentlich nicht inter- Anwendungs- schaften. Das Wichtigste in der aufstre-
essierten“, sagt er. Kurse wie Informatik, entwicklung benden Szene sind Programmierkennt-
an denen er großen Spaß gehabt hätte, bei der IT-Bera- nisse und Leidenschaft.
waren nicht zustande gekommen. Als er tung Newscope. Von der Goldgräberstimmung in der
erfuhr, dass seine Leistungen in zwei Fä- Szene der App-Entwickler profitieren
chern nicht für die Reifeprüfung reichen Berufseinsteiger, die schnell eine feste
würden, entschied er sich, einen neuen Anstellung finden, wenn sie eine solche
Weg einzuschlagen. suchen, und die Stars unter den Freelan-
Mit seinen Grundkenntnissen in der cern, die nicht im Auftrag von Großunter-
Programmiersprache C++ absolvierte er Matthias Käpp- nehmen kleine Programme entwickeln,
ein vierwöchiges Praktikum im Hambur- ler, 28, arbeitet sondern auf eigene Rechnung. Wenn ein
ger IT-Unternehmen Newscope. „Da- als App-Ent- Spiel, ein Navigations- oder News-Pro-
nach wusste ich, was ich künftig machen wickler beim gramm beispielsweise im App-Store von
will.“ Jetzt wird er Fachinformatiker für Bewertungs- Apple ein Renner wird, fließen schnell
Anwendungsentwicklung. Hinck ist im portal Qype. 50 000 oder 100 000 Euro und mehr auf
dritten Lehrjahr, im Juni ist Prüfung – Fotos: privat das Konto des Erfinders, denn vom Ver-

Her mit der App!


Entwickler von mobilen Anwendungen sind jünger, billiger und Apple-verliebter als andere IT-Profis
Die Nachfrage nach App-Entwicklern alisten. Auf Platz zwei folgen die iPhone/ Die App-Entwickler auf der Gulp-
ist so hoch wie nie. Rekorde zu brechen, iPad-Experten, auf dem dritten Rang Plattform sind etwas jünger als der
ist freilich keine große Kunst bei einer Windows Phone/Windows Mobile. durchschnittliche IT-Selbständige. Fast
Profession, die es erst seit wenigen Jah- „Die Freiberufler im Bereich mobile ein Fünftel ist noch nicht 34 Jahre. Dage-
ren gibt. „Der Anstieg hatte sich bereits Apps sind über alle Betriebssysteme hin- gen liegen nur knapp zehn Prozent aller
letztes Jahr abgezeichnet“, sagt Gunnar weg gefragt, der Bedarf steigt auf lange IT-Selbständigen bei Gulp in dieser Al-
Berning, Geschäftsführer von Twago, Sicht. Einen regelrechten Boom können tersklasse. Das ist einer der Gründe, war-
einer Vermittlungsplattform für Projek- wir aber noch nicht erkennen“, sagt Ste- um die Stundensätze im App-Bereich im
te im Bereich Programmierung, Webde- fan Symanek von Gulp. Im Februar hät- Moment noch etwas unterhalb des Durch-
sign und Unternehmensservice. „Exper- schnitts liegen, meint Symanek. Ältere
ten mit den entsprechenden Skills wur- Selbständige verlangten in der Regel hö-
den immer stärker gesucht. Aber jetzt, be- 68 Euro pro Stunde fordern here Honorare als IT-Anfänger.
sonders nach der Einführung des iPad 2 App-Entwickler im Schnitt Bei Gulp fordern App-Entwickler im
ist der Bedarf so groß, dass einige Projek-
te erst später gestartet werden können, auf der Plattform Gulp
Schnitt 68 Euro pro Stunde. Das ist et-
was weniger als die Gesamtheit der IT- Befördern Sie sich selbst.
da keine freien Experten zu finden sind.“ Freelancer, die 72 Euro verlangen. Wäh-
Generell sei die Auftragslage für IT- ten sich 0,9 Prozent der Projektanfragen rend fast 17 Prozent aller IT-Freiberuf-
Freelancer und -Dienstleister derzeit an App-Entwickler gerichtet. „Dieser ler Honorare über 90 Euro in ihr Skill- Der Stellenmarkt der Süddeutschen Zeitung bringt Sie voran.
sehr gut, meint Berning. Das bestätigt Wert sieht auf den ersten Blick niedrig Profil eingetragen haben, sind es bei den Er ist der ideale Karrierebegleiter für alle, die nicht länger auf
auch das IT-Projekt-Portal Gulp, das aus, er muss jedoch in Relation gesetzt App-Entwicklern nur elf Prozent. Ihre Beförderung warten wollen. Hochwertige Stellenangebote
Aufträge an Freiberufler vermittelt. Bei werden“, sagt Symanek. „Durch die ho- Doch mit den Honoraren wird es auf-
den Qualifikationen klaffe allerdings he Bandbreite der IT-Skills erreichen wärts gehen. Nach Einschätzung von Pa- finden Sie samstags in Ihrer Süddeutschen Zeitung und täglich
eine Lücke zwischen Angebot und Nach- nur wenige davon zweistellige Werte.“ ge Contracting, ein auf IT-Freelancer spe- unter www.sueddeutsche.de/stellenmarkt und www.laufbahner.de
frage: Mehr als 60 Prozent der freiberufli- Welche Fertigkeiten sind gefragt? Ent- zialisiertes Tochterunternehmen der Per-
chen App-Entwickler sind laut Gulp im wickler für iPhone oder iPad benötigen sonalberatung Michael Page, werden die
Apple-Bereich tätig. Mit großem Ab- meist Skills wie Objective-C, Cocoa oder Stundensätze für IT-Freiberufler 2011
stand folgen die Android-Experten, die Cocoa Touch und Xcode. Android-Apps um gut zehn Prozent steigen. Auch bei
gut 16 Prozent ausmachen. Bei der Nach- werden in der Regel mit Java und XML Page Contracting sind die App-Entwick-
frage verhalte es sich umgekehrt. Die erstellt. Häufig wird als Entwicklungs- ler – neben Experten im Bereich Business
meisten App-Anfragen bezogen sich im umgebung Eclipse mit dem Android De- Intelligence, Embedded Engineering
vergangenen Februar auf Android-Spezi- velopment Tools Plugin verwendet. und SAP – besonders gefragt. jup
BERUF UND KARRIERE Samstag/Sonntag, 14./15. Mai 2011 / Süddeutsche Zeitung Nr. 111 / Seite V2/11

Terminkalender
Geistige Güter Selbständig. „Erfolgreich als IT-Grün-
Kulturbetriebe und Dienstleistungsunternehmen verkaufen keine der“ ist der Titel eines Informations-
abends am 19. Mai an der Ludwig-Maxi-
klassischen Produkte – doch auch sie haben Vertriebsabteilungen milians-Universität München. Eingela-
den sind Gründer und Selbständige aus
der IT-Branche. Drei Experten sprechen
Von Anna Gögelein Opernbesuch anbieten oder Programm- form. „Auch bei uns spielt die direkte An- über rechtliche und steuerliche Bedin-
hefte auslegen. Sie präsentiert die Oper sprache an bestehende und potentielle gungen der Selbständigkeit, über Marke-
Bis auf einige Plakate mit kostümier- auf Messen, arbeitet Vorschauen aus und Kunden eine zentrale Rolle. Besonders ting, Strategie, Networking und aktuelle
ten Menschen deutet wenig auf die Ar- kümmert sich um Planungen für Abo- wichtig ist dabei das Internet: Kunden Entwicklungen auf dem IT-Projekt-
beit hin, die hier erledigt wird. In Anna und Kartenservice. „Unser Ziel sind ho- werden mittlerweile zum größten Teil markt. Tel. 04124-605087, www.bvsi.de
Kleeblatts Büro geht es um Musik, Ge- he Einnahmen im Kartenverkauf, eine über Online-Maßnahmen wie Mailings,
sang und Schauspiel, aber auch um Busi- hohe Auslastung des Hauses und mög- Newsletter und Download-Angebote an- Schlagfertig. Ein „Schlagfertigkeits-
nesspläne, Marktanalysen und Kunden- lichst zufriedene Besucher“, sagt sie. gesprochen“, sagt Liedtke. training“ veranstaltet die Akademie für
management. Was auf den ersten Blick Um noch individueller auf die Besu- Und wie steigt man da beruflich ein? Führungskräfte der Wirtschaft am 7.
nicht zusammenpasst, ist Kleeblatts Be- cher eingehen zu können, arbeitet die Wer sich für Marketing und Vertrieb in- und 8. Juli in Berlin. In dem Seminar
rufsalltag: Sie ist Leiterin der Abteilung Oper mit einem Datenbanksystem, das teressiert, aber nicht bei einem klassi- üben die Teilnehmer, ihren Gesprächs-
„Vermarktung, Vertrieb und Steuerung freiwillig gegebene Kundendaten analy- schen Unternehmen einsteigen möchte, partnern mit Wortwitz und Kreativität
Development“ der Bayerischen Staats- siert. „Man schaut, wer wann was gese- „sollte trotzdem BWL-Kenntnisse und zu begegnen. Hintergrundwissen zur Rhe-
oper in München. hen hat und sich vielleicht für eine ähnli- ganz klar Internet-Affinität“ mitbrin- torik und praktische Instrumente der Ge-
Nicht nur Unternehmen, die materiel- che Oper interessieren könnte“, sagt gen, sagt Liedtke. Generalisten und Quer- sprächsführung sollen helfen, in kriti-
le Produkte verkaufen, haben Vertriebs- einsteiger hätten es immer schwerer, in schen Situationen gelassen zu reagieren.
und Marketingabteilungen. Auch Betrie- Stellenanzeigen werde oft sehr konkret Tel. 07551-93680, www.die-akademie.de
be, die ein geistiges Produkt, zum Bei- Der Einstieg läuft meistens gesucht. Liedtke hat nach einem BWL-
spiel eine kulturelle Dienstleistung wie über Praktika, ein Studium Studium in der Musikindustrie und bei Frühzeitig. Die Uni Bremen startet im
einen Opernbesuch im Angebot haben, verschiedenen Verlagen gearbeitet und Herbst den neuen Master Frühkindliche
müssen sich Gedanken machen: Wie soll der BWL ist von Vorteil ist seit 2006 bei der Stiftung tätig. Pädagogik. Er soll Studenten auf eine lei-
das Produkt („schöne Stunden in der Auch Anna Kleeblatt hat BWL stu- tende Tätigkeit im Bereich der Frühpäd-
Oper“) gestaltet und dem Kunden präsen- Kleeblatt. Die potentiellen Besucher wer- diert. Ihre Eltern haben einen Theaterbe- agogik vorbereiten. Mögliche Arbeitge-
tiert werden? Mit welchen Mitteln macht den angeschrieben, ein mitgeschickter trieb, schon als Schülerin hat sie dort auf ber sind Ministerien, Bildungsbehörden,
man Besucher auf das Programm des Link zum passenden Trailer oder Blog der Bühne und in der Verwaltung mitge- Verbände, Kirchen, Träger von Kinderta-
Hauses aufmerksam? Auf welchen We- auf der Webseite bereitet auf den Abend arbeitet. Diese Erfahrungen kämen ihr geseinrichtungen, Stiftungen und Hoch-
gen hat der Kartenverkauf Erfolg, wel- vor, darüber hinaus informiert das Haus jetzt im Vertrieb und Marketing zugute. schulen. Bewerbungen sind noch bis zum
che Preise müssen verlangt werden? Und auf Twitter, Facebook und YouTube. Sie empfiehlt: „Kontakte knüpfen und 15. Juli möglich. Tel. 0421-21869220,
welche Zusatzangebote könnten Zögern- Eigentlich unnötig, könnte man mei- Praktika sind das A und O.“ Anders als www.fruehpaedagogik.uni-bremen.de
de in die Oper locken? nen, denn das Geschäft läuft gut: Die Aus- ihr Berufskollege Liedtke meint sie, dass
„Unsere Arbeit unterscheidet sich lastung des Hauses liegt regelmäßig bei man nicht BWL studieren müsse, es aber Rechtzeitig. 40 inhabergeführte Firmen
kaum von der in herkömmlichen Ver- über 90 Prozent. Für Kleeblatt geht es von Vorteil sei. Nebenberuflich ist sie aus ganz Deutschland präsentieren sich
triebs- und Marketingabteilungen“, sagt um mehr als guten Kundenservice: Lehrbeauftragte für Kultur- und Musik- am 1. Juli in Nürnberg auf dem „Karriere-
Kleeblatt. „Die künstlerischen Abteilun- „Wenn der Besucher sich unsere Einfüh- management an der Hochschule für Mu- tag Familienunternehmen“. Sie suchen
gen des Hauses entwerfen den Spielplan, rungen oder Videos anschaut, weiß er vor sik und Theater in München. „Speziali- Wie kommt das Opernticket an den Zuschauer? Das Schild mit der Aufschrift Absolventen aus Wirtschafts-, Natur-, In-
und unsere Aufgabe ist es, ihn zu verkau- der Vorstellung, um was es gehen wird. siert ausgebildeter Nachwuchs wird im- „Suche Karte“ zählt zu den ältesten Vertriebswegen. Foto: Schellnegger genieurwissenschaften, Jura und Infor-
fen.“ Kleeblatt und ihr Team rechnen al- Er kommt mit einer klaren Erwartung, mer wichtiger“, sagt Kleeblatt. matik sowie Berufserfahrene mit bis zu
so aus, welche Einnahmen erwartet und die wir dann leichter erfüllen können.“ Dirk Schütz, Geschäftsführer des Por- eine Professionalisierung des Kulturma- jektleiterin beim Zentrum für Nonprofit- zehn Jahren Praxis. Zugelassen werden
welche Eintrittspreise verlangt werden Auch Jens-Peter Liedtke vertreibt et- tals Kulturmanagement.net in Weimar, nagements nötig ist.“ Management in Münster, das als gemein- nur Bewerber, die sich bis 16. Mai akkre-
müssen. Sie führen Planungsgespräche – was Geistiges. Er ist Leiter des Bereichs das über Berufsmöglichkeiten im Kultur- Diese Entwicklung lässt sich auch bei nützige Einrichtung zum Thema forscht, ditieren. Tel. 089-127640003, www.kar-
intern, aber auch mit Externen wie den „Marketing, Leserservice und Vertrieb“ bereich informiert, bestätigt diese Ein- sozialen Einrichtungen erkennen: „Vor schult und berät. Wer schon Marketing- rieretag-familienunternehmen.de jup
Münchner Vereinen Volksbühne und The- der Stiftung Warentest mit Sitz in Ber- schätzung: „Vertrieb und Marketing gab etwa einem Jahrzehnt ist der Trend aus und Vertriebskenntnisse mitbringt, soll-
atergemeinde, die Karten für die Oper lin. Anders als bei einem Opernbesuch es in unterschiedlichen Formen schon im- den USA herübergeschwappt. Es ist ein te Fortbildungen belegen, wenn er den
vertreiben. Kleeblatt spricht Kooperati- sind die Testergebnisse aber als reales mer im Kulturbereich. Seit den siebziger großer Weiterbildungsmarkt für Sozial- Nonprofit-Bereich erobern will. „Denn Beilagenredaktion
onspartner wie Reiseveranstalter, Zeitun- Produkt erhältlich, im Internet zum Jahren entwickelten sich spezielle Studi- marketing und Nonprofit-Management die Abteilungen dort ticken eben anders Telefon 089/2183-305, Fax -7776
gen und Museen an, die Aktionen zum Download oder als Ratgeber in Papier- engänge, denn man hat festgestellt, dass entstanden“, sagt Almut Müskens, Pro- als in klassischen Wirtschaftsbetrieben.“ sz-beilagen@sueddeutsche.de

Qualifizierungsexperte (m/w)
Wer wir sind:
Roche ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und
Diagnostics. Bei uns setzen sich rund 80’000 Mitarbeitende in 150 Ländern für die Erforschung, Entwicklung und
Vermarktung von innovativen Gesundheitslösungen ein, um das Leben von Millionen Menschen entscheidend zu
verbessern. Innovation ist der Schlüssel zu unserem Erfolg. Dafür müssen wir kontinuierlich lernen, wachsen und
uns stets weiterentwickeln. Daher brauchen wir Menschen, die sich persönlich dieselben Ziele gesetzt haben.

Der Konzernhauptsitz in Basel ist einer der grössten Roche-Standorte weltweit und beschäftigt mehr als 8’000
Mitarbeitende aus über 80 Ländern. Begünstigt durch die geographische Lage im Herzen Europas, ist Basel eine
der dynamischsten Wirtschaftsregionen in der Schweiz mit interessanten Kultur- und Freizeitangeboten. Es gibt
viel zu entdecken und Sie sollten dabei sein! DIRECTOR STRATEGIC
Stellenbeschreibung: MARKETING (M/W) GESUCHT
Der Bereich Technik des Pharma Standortes Basel ist für die Realisierung und Instandhaltung der biotechnolo-
Innovation hat Zukunft. Werden Sie Teil dieser Zukunft in einem hochspezia-
gischen, chemischen und galenischen Produktionsanlagen der Division Pharma in den Werken Basel & Kaiser-
lisierten Hightech-Konzern der chemischen Industrie. WACKER nimmt in
augst zuständig. Zusätzlich ist der Bereich Technik für den GMP-konformen Betrieb der Infrastrukturanlagen und vielen technologischen Bereichen eine Führungsposition ein und ist in allen
Arealversorgungssysteme verantwortlich. Wachstumsmärkten aktiv. An unseren weltweiten Produktions- und Vertriebs-
• Sie können als Qualifizierungsleiter in grossen Investitionsprojekten eingesetzt werden standorten beschäftigen wir rund 16.300 Mitarbeiter. Unsere Kunden, renom-
• Sie können die Implementierungsverantwortung für abteilungsübergreifenden Projekte übernehmen mierte Unternehmen aus allen Branchen, schätzen unsere globale Lösungs-
(z.B. Changemanagement; Riskmanagement; etc) kompetenz.
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Der Umbau des weltweiten Energiemixes von fossilen Energieträgern hin
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