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Exotische Winzer

Heutzutage entstehen immer wieder Weingebiete auch in solchen Regionen, in denen früher eine
Weinlese unvorstellbar gewesen wäre. In England wird z.B. eben vom Klimawandel profitiert. Der
berühmte Witz des namhaften Schauspielers Peter Ustinov ist weltweit bekannt: Italienische
Pünktlichkeit, deutscher Humor und englischer Wein, so stellte er sich die Hölle auf Erden vor. Und
nun wird England also zum Weinland – dem Klimawandel sei Dank. Optimisten träumen schon vom
Riesling am Loch Ness. Dabei wurde jenseits des Ärmelkanals schon im Mittelalter Wein angebaut,
etwa 38 Weinberge soll es gegeben haben. Erst 1152, als Heinrich II. Eleonore von Aquitanien
heiratete und ein Teil des heutigen Südwest-Frankreich, die sog. Gascogne, somit an England fiel,
gab man die heimische Rebenzucht auf. Schließlich konnte man nun jederzeit hochwertigen
Bordeaux-Wein nach England einführen. Seit etwa 50 Jahren wächst nun wieder Wein auf der Insel,
wenn der Anbau auch zunächst nur ein Hobby schrulliger Landbesitzer war. Inzwischen laborieren
mehr als 400 Winzer an den englischen Rebstöcken. Immerhin wurden 2009 drei Millionen Flaschen
auf der Insel abgefüllt. Zu wenig für den Export, doch servieren viele Spitzenrestaurants
selbstbewusst die vergleichsweise teuren Tropfen aus der Region. Auch in der Downing Street 10
süffeln die Staatsgäste lokalen Wein. Aus gutem Grund: Mittlerweile finden Weinkritiker nette Worte
für die Exoten von der Insel.
Ein anderes Beispiel für eine einst untypische Weinregion ist Kanada. Diese Geschichte begann
auch mit einer Eheschließung. Der Österreicher Karl Kaiser wollte Mönch werden. Zumindest bis zu
dem Zeitpunkt, als er Sylvia, ein kanadisches Mädchen, traf. Dann nämlich änderte der Österreicher
seine Meinung, heiratete sie und ließ sich in den 1960er Jahren in der Nähe der Niagara-Fälle nieder.
Und fortan hegte Karl Kaiser einen anderen Wunsch: Er wollte guten Wein trinken, nach Möglichkeit
welchen, der in Kanada entstand. Zwar gab es zu diesem Zeitpunkt in Kanada durchaus
Weinproduzenten – Ende des 19. Jahrhunderts existierten immerhin schon mehr als 50 Weingüter, die
meisten davon in der Provinz Ontario – doch der Rebsaft erreichte allenfalls die Qualität eines
Tischweins und war nicht mit dem vergleichbar, was der Österreicher aus Europa kannte. Und dieses
Mal ließ sich Kaiser nicht von seinem Entschluss abbringen. 1975 gründete er gemeinsam mit einem
Freund das Unternehmen „Inniskillin Winery“ unweit der Niagara-Seen. Nach einigen Jahren gelang
es ihnen tatsächlich, guten Wein zu produzieren. Es war gar nicht so einfach: Denn auch wenn die
großen Seen der Gegend das Klima abmildern – es ist vergleichbar mit dem des Burgunds –, müssen
die Weinstöcke im Winter Temperaturen bis unter minus 20 Grad Celsius standhalten. Mittlerweile
entstehen auf vielen Weingütern in Ontario gute Chardonnay-, Pinot Noir- oder Rieslingweine, die
sich in ihrer Qualität nicht vor denen aus Italien oder Frankreich oder gar aus Ungarn verstecken
müssen. Und die harten Winter haben auch einen Vorteil: In Kanada entstehen nämlich auch die
besten Eisweine der Welt.
Und nun soll hier ein drittes Beispiel für einen erst belächelten Winzer in Holland erwähnt werden.
Wer an Simon de Vries’ Grundstück in der Nähe von Amsterdam vorbeizieht, sieht plötzlich
Weinreben am Straßenrand, dicht an dicht, eine nach der anderen. Und das ist in Nord-Holland. Die
eigenen Nachbarn hatten Simon de Vries für verrückt erklärt, als er vor über zehn Jahren begann,
einige wenige Rebstöcke zu pflanzen. Damals war er der Einzige in der Region, der dieses Experiment
wagte. Aber sein Plan ging auf: Rund 15 000 Flaschen verkauft er inzwischen jedes Jahr, ohne
Reklame zu machen. Er hat sein Ziel erreicht: Der holländische Wein ist entstanden, der mit den
französischen Vorbildern mithalten kann.
Berliner Zeitung
1. Mi az a három dolog, ami Peter Ustinov híres szavai szerint a valóságos földi poklot
jelentheti az ember számára? (3 pont)
2. Minek köszönhető az, hogy napjainkban Angliában is megindult a szőlő- és
bortermelés? (1 pont)
3. Milyen történelmi körülmény járult 1152-ben ahhoz, hogy Angliában felhagytak a
szőlő- és bortermeléssel? (4 pont)
4. Hol szolgálják fel az angol borkereskedők meglehetősen drága, de jó minőségű borait?
(2 pont)
5. Mi változtatta meg az osztrák Karl Kaiser életét alapjaiban? (3 pont)
6. Milyen éghajlat jellemzi azt a tájat, ahol Kaiser úr létrehozta borászati cégét? (4 pont)
7. Mikor kezdett el szőlőtőkéket ültetni Simon de Vries Amszterdam közelében? (1 pont)
8. Mi lett az eredménye Vries úr kezdetben nevetségesnek tartott, merész
próbálkozásának? (2 pont)

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