Sie sind auf Seite 1von 6

1.

Erstelle einen Lernplan und lege Ziele fest

Deutsch lernt man nicht einfach so im Vorbeigehen. Deshalb solltest zu dir zu Beginn
einmal einen Überblick verschaffen und den Lernstoff in kleine Portionen aufteilen.
Erstelle dafür Listen mit Themen, die zu bearbeiten sind, und bestimme, wann du was
angehen möchtest. Versuche dabei, realistisch zu bleiben und keine zu hohen
Anforderungen an dich zu stellen. Ein Lernplan dient außerdem als eine Art
Leistungskontrolle und hilft dir dabei, die verfügbare Zeit besser zu managen. Wichtig
ist, dass du dir auch überlegst, warum du überhaupt Deutsch lernen möchtest. Schreibe
deine Ziele und Motivationsgründe ruhig auf ein Blatt Papier. Immer wenn du mal wieder
gar keine Lust zum Lernen hast, kannst du einen Blick darauf werfen.

2. Lerne regelmäßig, um dein Deutsch zu verbessern

Wer kennt das nicht: An manchen Tagen hat man einfach keine Lust zu Lernen. An
anderen wiederum sitzt man stundenlang vor Vokabeln und Grammatik. Dabei ist es
wichtig, regelmäßig zu lernen. Mache lieber öfter kürzere Lerneinheiten und versuche,
dich dabei wirklich nur auf deine Unterlagen zu konzentrieren. Auf der Seite
deutsch-lernen.com kannst du dich online (und gratis!) durch Deutschlektionen klicken.
Nimm dir zum Beispiel jeden Tag eine kurze Grammatiklektion vor und mach Übungen
dazu. Deine Deutschkenntnisse werden sich schneller verbessern, wenn du jeden Tag
eine Stunde lernst, anstatt einmal in der Woche fünf Stunden.

3. Beseitige alle möglichen Störfaktoren während dem Lernen

Endlich hast du all deine Lernutensilien vorbereitet und willst mit dem Lernen beginnen.
Da bimmelt aber auch schon wieder dein Smartphone. Die beste Freundin will wissen,
was heute in der Schule los war. Klar, darauf musst du erst einmal antworten und das
Lernen wird nach hinten verschoben. Lass es daher gar nicht so weit kommen! Schalte
vor dem Lernen dein Handy aus und gib deinen Freunden Bescheid, dass du erst in einer
Stunde wieder erreichbar bist. Beseitige alle Störfaktoren, die dich vom Lernen abhalten.
Auch wenn es anfangs schwer fällt, wirst du bald bemerken, dass auf einmal viel mehr
hängen bleibt.
4. Lerne deutsche Nomen immer gleich mit den Artikeln

Wahrscheinlich hast du schon bemerkt, dass die Artikel im Deutschen sehr wichtig sind.
Daher solltest du sie beim Vokabellernen immer gleich mitlernen. Es heißt also nicht
einfach „Haus“, sondern „das Haus“. Wenn du schon von Anfang an die Wörter mit den
Artikeln lernst, bleiben dir später viele Probleme erspart. Übrigens ist es
empfehlenswert, auch gleich die Pluralform zu lernen. Dann heißt es also „das Haus“
und „die Häuser“.

5. Gestalte dir praktische Lernhilfen zum Deutschlernen

Zuerst schreibst du Vokabeln oder wichtige Merksätze auf ein Blatt Papier. Du kannst
dafür ein Post-it oder auch ein großes Plakat verwenden. Ganz, wie es dir gefällt. Diese
Zettel verteilst du dann in deiner Wohnung. Am besten an Orten, an denen du dich oft
aufhältst. Zum Beispiel neben der Kaffeemaschine, über dem Herd, auf der Toilette oder
auf dem Spiegel. Immer wenn du gerade an einem dieser Orte bist, wirst du automatisch
einen Blick auf die zu lernenden Vokabel werfen. Du wirst überrascht sein, wie gut das
funktioniert!

6. Bau dir Eselsbrücken und trickse damit dein Gehirn aus

Oft gibt es Vokabeln, Regeln oder Phrasen, die einfach nicht in deinen Kopf wollen. Egal
wie oft du versuchst, sie dir einzuprägen, am nächsten Tag kannst du dich nicht mehr
daran erinnern. Mit Eselsbrücken lernt es sich leichter. Sie sind nichts anderes als
einfache Merksätze oder kleine sprachliche Umwege, die uns dabei helfen, Gelerntes
auch nicht mehr zu vergessen. Du kannst dir zu besonders schwierigen Vokabeln auch
kleine Geschichten ausdenken, die dich zu dem Wort hinführen.

7. Verwende einen Textmarker und hebe Wichtiges hervor

Das Markieren von wesentlichen Stellen in Lerntexten ist durchaus sinnvoll. Dadurch
machst du dir bewusst, was wichtig ist, und verbesserst somit deine
Erinnerungsleistung. Das Wiederholen von bereits Gelerntem wird dir viel leichter fallen -
das erhöht auch den Spaßfaktor. Wer freut sich denn nicht über schnellere Lerneffekte?
Aber Achtung, denn hier gilt: Weniger ist mehr! Wenn du den gesamten Deutschtext
anmalst, war’s das mit dem schnelleren Lerneffekt.

8. Gönne deinem Gehirn auch mal eine Verschnaufpause

Nach einer intensiven Lernphase von 40 - 50 Minuten empfiehlt es sich, einmal alles
beiseite zu legen und neue Energie zu tanken. Sieh eine Pause nicht als „verlorene“ Zeit,
denn das bisher Gelernte muss erst einmal verarbeitet werden, bevor dein Gehirn mit
neuen Informationen zugeschüttet werden kann. Geh für ein paar Minuten an die frische
Luft oder mach das Fenster auf! Dadurch wird dein Gehirn mit Sauerstoff versorgt und
du kannst dich wieder besser konzentrieren. Wichtig: Vergiss nicht auf das Trinken
während dem Lernen.

9. Schaue Filme & Serien auf Deutsch

Beim Fernsehen gleichzeitig lernen? Ja, das funktioniert! Im Zeitalter der DVDs und
Video-on-Demand-Anbieter können Filme und Serien als abwechslungsreiche
Lernmethode genutzt werden. Überprüfe zuerst, in welcher Sprache die Angebote
vorhanden sind, und sieh dir dann deine Lieblingsserie auf Deutsch an. Stelle dabei die
Untertitel in deiner Muttersprache ein. Somit wandert der Wortschatz in dein Gedächtnis
- ohne, dass du dich dabei außerordentlich anstrengen musst. Das Coolste daran ist: Du
trainierst dabei das Hörverständnis und sogar deine Aussprache und bekommst dabei
ein Gefühl für die Fremdsprache.

10. Höre deutsches Radio und lerne von Liedern

Klar braucht es Lehrbücher und intensive Grammatikeinheiten, aber um dein


Hörverständnis zu trainieren, musst du nicht ständig an deinem Schreibtisch sitzen. Für
dein Gehör ist es wichtig, dass du dich mit dem Klang und der Aussprache vertraut
machst. Egal ob beim Kochen, am Weg zur Uni oder beim Sport: Schalte das Radio ein
und gewöhne deine Ohren an die deutsche Sprache. Falls in deinem Radioprogramm
kein deutscher Sender zu finden ist, dann nutze das Internetradio. Hier findest du Sender
in so gut wie allen Sprachen. Die meisten davon werden sogar live übertragen und sind
kostenlos. Wenn du in Zukunft einmal ein deutsches Lied hörst, das dir gefällt und dich
neugierig macht, dann achte darauf, was du bereits verstehst oder worum es in dem
Lied geht. Übersetze Vokabeln oder Phrasen, die du nicht kennst, und versuche,
Zusammenhänge herzustellen. Mit der Zeit wirst du mehr und mehr von Liedern oder
Radionachrichten verstehen und somit mehr über das Land und die Kultur verstehen.

11. Tausche dich mit Menschen aus, die Deutsch sprechen

Hast du jemanden in deinem Familien- oder Freundeskreis, der Deutsch als


Muttersprache spricht? Dann vereinbare Treffen oder starte eine Brieffreundschaft. Falls
nicht, dann nutz doch die Vorteile der sozialen Netzwerke. Dort findest du mit Sicherheit
einige Gruppen oder Foren, die sich mit Deutsch als Fremdsprache befassen. Vielleicht
ergeben sich dadurch noch andere tolle Möglichkeiten, um an deinen
Deutschkenntnissen zu feilen. Was du auf jeden Fall tun kannst, ist diesen Gruppen
beizutreten und als Nutzer aktiv zu werden. Stelle Fragen oder hol dir hilfreiche Tipps.
Der Sinn dieser Gruppen liegt ja darin, sich untereinander auszutauschen oder auch
weiterzuhelfen, wenn man selber keine Lösung parat hat.

12. Habe keine Angst vor Fehlern

Es ist noch kein Sprachgenie vom Himmel gefallen. Beim Erlernen einer Sprache hilft es
kaum, nur Theorien auswendig zu lernen. Man muss eine Sprache auch sprechen und
dabei passieren nun mal Fehler. Als Kind musstest du das Sprechen auch erst erlernen
und hast sicherlich oft Buchstaben vertauscht oder Begriffen eine ganz neue
Bezeichnung gegeben. Menschen aus anderen Ländern freuen sich über dein Interesse
an ihrer Sprache und werden dir kleine Sprachfehler gerne verzeihen. Wichtig ist, dass
du bereit bist, aus Fehlern zu lernen - und beim nächsten Mal weißt du es besser.

13. Belohne dich nach einer Deutsch-Lerneinheit

Schon wieder ein Kapitel abgeschlossen? Sehr gut! Verwöhne dich mit einem Stück
Schokolade, einer Tasse Tee oder einem wohlverdienten Nickerchen auf der Couch. Du
darfst dich über deine Leistung freuen, auch wenn an einem Tag mehr voran geht als an
einem anderen. Dadurch wird das Lernen im Unterbewusstsein mit etwas Positivem
verknüpft und du wirst dich in Zukunft besser zum Lernen motivieren können.

14. Erleichtere dir das Lernen mit Skizzen und Notizen

Jeder von uns hat ein anderes Lernverhalten und eine bestimmte Strategie, wie er an
das Lernen einer Sprache herangeht. Oft kann es aber helfen, Dinge zu visualisieren.
Zeichne dir Wörter oder Zusammenhänge auf und mache dir Notizen bei Punkten, die
dir nicht ganz klar erscheinen. Arbeite dabei ruhig mit unterschiedlichen Farben oder
Karteikärtchen. Damit regst du deine Vorstellungskraft an und lenkst die
Aufmerksamkeit auf das Wichtige. Visualisierungen machen komplexe Aussagen
schneller und einfacher erfassbar. Sie verschaffen dir außerdem eine bessere Übersicht.
Denk etwa an die deutsche Grammatik, die bereitet nicht nur Kopfzerbrechen, sondern
ist noch dazu ganz schön umfangreich. Du könntest sie deshalb in verschiedene
Untergruppen zerlegen, die du farblich unterscheidest. Nimm dir dann einen Text zur
Hand und unterstreiche die Wörter je nach Zugehörigkeit mit der richtigen Farbe.

Zum Beispiel:

1. Nomen – blau
2. Verben - rot
3. Adjektive - grün

15. Mache eine Sprachreise nach Wien und lerne von Einheimischen

Der beste und effektivste Weg, eine Sprache zu lernen, ist immer noch eine Reise in ein
Land, in dem sie als Muttersprache gesprochen wird. Dort bist du den ganzen Tag von
der Sprache umgeben und erlebst sie in ihrem kulturellen Kontext. Wien eignet sich
nicht nur aufgrund seiner zentralen Lage in Europa und der Tatsache, dass hier
Hochdeutsch gesprochen wird, sondern auch aufgrund seiner hohen Lebensqualität und
seines vielfältigen Kultur- und Freizeitangebots ausgezeichnet dafür. An der ActiLingua
Academy hast du die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an Kursen auszuwählen, die
deinem Sprachlevel entsprechen und gleichzeitig eine für dich passende Unterkunft zu
finden. Dazu zählt natürlich auch die Unterbringung in Gastfamilien, die sich darauf
freuen, Studenten aus aller Welt zu empfangen und ihnen die österreichische Kultur
etwas näher vorzustellen. Das Schöne an einer Sprachreise ist, dass man ständig im
Austausch mit Menschen ist und dadurch ganz unterschiedliche Kulturen kennen lernt.
Es ist eine tolle Gelegenheit, um sich selbst wieder ein bisschen besser kennenzulernen,
die eigenen Stärken und Schwächen herauszufinden und sich auf ein anderes Umfeld
einzulassen. Und wer weiß, vielleicht eröffnen sich dadurch ganz neue Wege

Das könnte Ihnen auch gefallen