Sie sind auf Seite 1von 2

Gangs und Banden in den USA

Westside – Eastside Konflikt


In den Vereinigten Staaten gibt es eine hohe Anzahl von Banden und
Gangs, welche sich nach dem Lebensraum und den sozialen Verhältnissen
unterscheiden.
Oft kommt es auch dazu, dass benachbarte Gangs rivalisieren und sich
gegenseitig abstechen oder sonstiges.
In den USA sind die Banden ein großes Problem, deshalb wird andauernd
versucht die Gangaktivitäten einzuschränken, was jedoch bisher ohne
großen Erfolg blieb.

Die bekannteste Rivalität zwischen zwei Gangs spielte sich Mitte der 90er
Jahre ab.
Es handelte sich dabei um den Westside – Eastside Konflikt.
Grund für diesen Konflikt waren die beiden Plattenfirmen Bad Boy
Entertainment aus New York City und Death Row Records aus Los Angeles.

Die beiden Rapper die diesen Konflikt prägten waren Tupac Shakur
(Westside-Gruppierung) und Notorious B.I.G. (Eastside-Szene).
Beide Rapper waren im laufe der 90er Jahre sehr erfolgreich, und beide
wurden im Laufe dieser Jahre erschossen.

Der Konflikt Westside – Eastside handelte hauptsächlich um die Rivalität


zwischen den beiden Plattenfirmen, da beide sehr erfolgreich waren und
Hip Hop zu der Zeit kommerziell und auch musikalisch den Markt regierte.

Bloods & Crips


Die Bloods und die Crips gehören zu den drei größten Gangs in den USA.
Beide Gangs haben ihren Ursprung in Los Angeles.
Sie bestehen schon seid ca. 40 Jahren, jedoch waren die Namen bei der
Gründung dieser beiden Banden nicht der selbe.

Die Bloods und die Crips zeichnen sich durch ein extrem hohes Maß an
Gewaltbereitschaft aus. Bis heute kommt es fast täglich zu
Ausseinandersetzungen zwischen diesen beiden Gangs. Oft enden diese
blutig, in manchen Fällen sogar mit dem Tod.
Beide Gangs beherrschen diverse Teile des illegalen Drogenmarktes in
Kalifornien.

Einen richtigen Grund für die Rivalität dieser beiden Banden gibt es
wahrscheinlich nicht. Nach Aussagen von Bandenmitgliedern wolle man
sein Revier verteidigen, um dort Drogengeschäfte und andere illegale
Machenschaften zu erledigen.
Zu Beginn der 70er Jahren begann die Rivalität zwischen diesen beiden
Gangs. Zuerst blieb man bei „ehrenhaften“ Faustkämpfen, später kamen
dann Hieb und Stichwaffen hinzu. Gegen Ende der 70er Jahre kamen dann
Schusswaffen wie Schrotflinten und selbstgemachte Pistolen hinzu.
Die Crips haben als Erkennungszeichen ein blaues Kopftuch um, auch
Bandana genannt, die Bloods tragen hingegen ein rotes.

MS 13 (Mara Salvatrucha)
Spricht man von der MS 13, so spricht man von der wahrscheinlich aktuell
gefährlichsten Gang auf der ganzen Welt.
Der Begriff Mara Salvatrucha kommt vom Begriff „Salvatrucho“. So
wurden diejenigen genannt, die aus dem Zentralamerikanischen Staat El
Salvador ( Ursprungsstaat der MS 13) kamen.

Die Mara gilt als aggressiver und gewaltbereiter als alle anderen Gangs.
Ihre Mitgliederzahl wird zwischen 50.000 und 100.000 Mitgliedern
geschätzt.
Die Mitglieder der MS 13 sind überall auf dem Kontinent zu finden.

Der Ursprung der Gang liegt im Bürgerkrieg. In dieser Zeit flüchteten viele
Lateinamerikaner in die Vereinigten Staaten. In den 60er Jahren bildeten
sich zudem so genannte Schulmaras, die für ihre Schule kämpften. Dabei
kam es vor, dass sich Maras unterschiedlicher Schulen trafen, um sich
gewaltsam zu bekriegen. Diese anfänglichen Maras waren aber weniger
gewalttätig als die heutigen Maras und lösten sich wieder auf.

Die heutige MS 13 entstand ca. 1980 auf einem Spielplatz im Seoul


National Park, Los Angeles. Die von Kindern und Jugendlichen gegründete
Bewegung wurde anfangs als Versuch verstanden, sich gegen die Gewalt
der vorherrschenden Gangs zu schützen, doch härtete sie die Erfahrung
auf den Straßen zunehmend ab. Die Zahl 13 weist neben dem Hinweis auf
die 13. Straße, die im heutigen Gebiet der MS-13 liegt.

Die Mitglieder tragen meistens eine Tätowierung, das den


Buchstaben „M“ oder die Buchstaben „MS“ enthält. Gesehen wurden aber
auch schon Tattoos, auf denen „salvadorian pride“ zu lesen war, sowie die
Zahl 13, da die 13 dem Buchstaben „M“ im Alphabet zugeordnet werden
kann

Einstieg in die MS 13
Neue Mitglieder müssen sich bei der Aufnahme in die Mara einem Ritual,
dem so genannten „jumping in“, unterziehen. Das neue (männliche)
Mitglied wird für 13 Sekunden (Symbolisch für den Namen der Gang) von
den anderen Mitgliedern verprügelt. Dabei ist meist nur der Schtuz der
Genitalien und des Gesichtes erlaubt. Sollte der Anwärter sich wehren,
beginnt das Ritual von vorne. Neue weibliche Mitglieder, die immerhin
rund 20 % der Mareros ausmachen, haben die Wahl: Entweder, wie die
Jungen, sich 13 Sekunden lang zusammenschlagen zu lassen, oder aber
von mindestens drei Mitgliedern vergewaltigt zu werden.