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Portfolio Praxiselemente – Eignungstest- und Orientierungspraktikum Sommersemester

Anna Holz, 1590476 Studium Bachelor Lehramt Grundschule

Perspektive 1:
a) Ein Projekt das ich im Praktikum beobachten konnte war das morgendliche Ritual. Ichhabe
mich, um Situation am besten mitzuerleben, zu den Kindern in den Sitzkreis gesetzt. Das
Morgenritual beginnt indem jedes Kind seinen Stein, auf dem sein Name drauf steht, in den
dafür bestimmt Korb zulegen. Dies signalisierte der Lehrerin, dass dieses Kind auch heute im
Unterricht anwesend ist. Danach wurden Aufgaben verteilt und die Kinder die sic dafür
meldeten konnten diese übernehmen. Einer nannte das Datum, der andere den Stundenplan
und der letzte zählte auf wer von den Schülern heute fehlte. Zum letzteren Punkt durfte auch
immer ein Kind anfangen 1 zu sagen, damit alle Kinder einmal im Kreis durchzählen sollten.
b) Eine Erkenntnis, die ich bei meinen Beobachtungen gewonnen habe ist, dass es nicht möglich
ist für jedes Kind gleichzeitig viel Aufmerksamkeit zu schenken. Als Lehrperson würde ma
gerne allen helfen und deren Probleme Oxford lösen, doch dies ist zeitlich und meist als
einzelne Lehrkraft nicht möglich, weil man beispielsweise einem Kind etwas länger und
deutlicher erklären muss, wobei keine Zeit für andere Schüler übrig bleibt.
c) Weitere Ursachen für meine Beobachtungen könnte sein, dass ich das gewonnene
psychologische Wissen, aber auch das Material das ich bereits in anderen Vorlesungen und
Seminaren kennengelernt habe, versuche auf den Unterrichtsalltag anzuwenden. Ich wollte
sehen, ob die besprochenen Inhalte auch wirklich im Alltag stattfinden und wenn ja wie
genau die Kinder sich dann in den gegeben Situationen verhalten.
d) Ein Aspekt den ich schon bei meiner Beobachtung gut beherrscht habe, war das ich versuche
mich auf das Kind, welches beispielsweise gerade spricht, mich zu konzentrieren. Ich beziehe
auch ihre Gestiken und Mimiken mit zu ihren Äußerungen und versuche dadurch das
Verhalten der Kinder besser zu verstehen. Etwas was mir aber noch schwer fällt ist, dass ich
beim verschriftlichen einer Beobachtung, mich zu sehr auf allgemeine Wortlaute beziehe und
Situation allgemein zusammenfassen, anstatt die besonderen Details und ihre
Zusammenhänge nieder zuschreiben.

Perspektive 2:
a) Ein Beispiel, in dem ich versucht habe meine bildungswissenschaftlichen Kenntnisse und die
Schulpraxis zusammenzubringen, trat im Fach Mathematik auf. Hier sollten die Kinder als
Überprüfung die in den letzten wochenbesprochen und angewandten Inhalte auf Test
beziehen und diese ohne Hilfe bearbeiten. Ein Thema was schon im letzten Jahr besprochen
wurde, war das Prinzip der Stellenwerttafel. Eine Aufgabe eines Testes für die dritte Klasse
hing damit zusammen, da die Kinder Zahlen aus dem Tausenderraum in den
Zehntausenderraum umwandeln sollten.
b) Eine wichtige Erkenntnis, die ich durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis gewonnen
habe ist, dass je nach Wissenstand des Kindes und seiner jeweiligen Einstellung zum Lehren,
die Inhalt mehr oder weniger besser vermittelt worden konnten und auch von den Kinder
besser verstanden wurden. Motivation spielt besonders im Lernprozess der Kinder eine
wichtige Rolle, da diese von den Lehrern als möglichst positive vermittelt werden sollte,
damit die Kinder auch in ihrem späteren Lernprozess oder an der weiterführenden Schule,
Aufgaben selbständig und ordentlich bearbeiten können.

c) Am Beispiel wie man die Unterrichtsstunde gestaltet wird die Verknüpfung von Theorie und
Praxis besonders wichtig. Durch das Vorbereiten und die Ausarbeitung der
Unterrichtsstunde, vergegenwärtigen man sich noch einmal was man in der Theorie gelernt
hat. Dennoch kann dies in der Praxis komplett anders aussehen, als wie man es eigentlich
geplant hatte. Der Wissenstand und die häuslichen Lebensbedingungen, spielen in dem
Zusammenhang eine wichtige Bedeutung, indem sie das Tempo der Vermittlung des Inhaltes
bestimmen, aber auch wie die Vermittlung stattfinden, da diese sich auch oft spontan ändern
kann.
d) Im Bereich bezüglich der Bildungswissenschaften, ist mir noch nicht ganz klar wie dies
teilweise auf die schulische Praxis angewendet werden kann. Vorgestellte
Gruppendynamiken, wie sie beispielsweise in soziologischen Vorlesungen besprochen wurde,
konnte ich so aus dem Unterrichts und seinem Alltag entnehmen. Es ist verständlich, dass die
Kinder nicht genau so wie beschrieben handeln, dennoch wird mir nicht genau klar weshalb
dies Damm überhaupt besprochen und auswendig gelernt werden sollte.

Perspektive 3:
a) Eine pädagogische Handlungssituation, die ich von meiner Mentorin übernommen durfte,
war die Einführung des neuen Buchstabens der Woche für die Schüler in der ersten Klasse.
Dadurch, dass normalerweise alle Schulklassen von 1 bis 4 gemeinsam Unterricht hatten, war
es hier besonders interessant zu sehen, wie die Kinder sich unter ihresgleichen,
beziehungsweise die Kinder im selben Alter, verhalten haben. Auffällig war, dass es deutlich
lauter und wuseliger dadurch war. Meist war es auch schwer einem Kind zu helfen, da wenig
Minuten später bereits eine Traube von anderen Kindern die Fragen hatten, sich um einen
rum gebildet hatten. Hier war also umso notwendiger Grenzen und klare Regeln für die
Schulanfänger zusetzten, damit sie sich an den Unterrichtsalltag gewöhnen konnten und
dieser geordnet ablaufen konnte.
b) Eine Aufgabe, die ich von meiner Mentorin übernehmen durfte und die mir auch gut geling,
war die Arbeit in der Freiarbeit. Hier konnten die Kinder selber entscheiden an welcher
Aufgabe und in welchem Fach sie gerne arbeiten wollten. Zwar war es anfangs schwer einen
Überblick über das verschiedene Material für alle 4 Jahrgangsstufen zu verstehen, aber nach
einiger Zeit gelang mir dies gut und ich konnte den Kindern im Nachhinein gut bei der
Bearbeitung der einzelnen Aufgaben als Hilfe bereitstehen.
c) In dem Bereich in dem ich mich noch weiter entwickeln möchte, ist die Struktur des
Unterrichts auf die einzelnen Kinder abzustimmen. Dadurch, dass ich nur für eine bestimmte
Zeit in der Schule sein durfte, konnte ich die Kinder leider nicht vollständig kennenlernen.
Dies hätte sehr geholfen beim gestalten des Unterrichts, da ich gezielt den Kindern den Inhalt
hätte beibringen können, damit sie diesen auch später alleine anwenden könnten.

Perspektive 4:
a) Eine wichtige Frage, die sich mir für mein weiteres Studium gestellt habe ist, ob mich auf eine
besondere Art von Schule spezialisieren möchte. Dies stellte ich mir, da ich auf einer
Montessorischule mit Integration mein Praktikum machen durfte, welche von ihrer Regelung
und ihrem Aufgabe grundsätzlich verschieden war als die staatliche Grundschule die ich einst
besuchte. Ich möchte gerne in der Zukunft wissen, ob ich bereit bin an einer Schule zu
arbeiten, die nicht meiner Grundschulzeit ähnelt und ob ich in der Lage bin mit Kindern mit
einem psychologischen Hintergrund, im Bezug zur Integration, umzugehen.
b) Einen Aspekt von Selbstreflexion im Studium, den ich bereits gut beherrsche ist, das es mir
leichtfällt den Gedankengang und das Handeln der Kinder gut zuverdienen. Dies gelingt mir,
indem ich mich in das Kind hineinversetzte und versuche zu überlegen wie es nun weiter
handeln würde. Ich denke diese Art von Verständnis fällt mir leicht, da ich ein emphatischer,
aber auch geduldiger Mensch bin, der auch in spontanen und schwierigen Situationen
handeln kann.
c) Ein Aspekt, in dem ich mich noch gerne weiterentwickeln möchte, ist der wie ich gezielt
reflektiertest Material der Schüler, in den Unterricht aber auch ihren weitern Lernprozess
einbringen kann. Wie kann ich diese am besten und verständlichsten vermitteln? Und welche
meiner Charaktereigenschaften könnten in der Hinsicht sich auf bestimmte Situationen
positiv ausüben?

Perspektive 5:
a) Die vertiefende Fragestellung, auf die ich mich bezogene habe, handelt davon wie Kindern in
einem außerschulischen Lernort lernen können und wie sich dort verhalten. Dies skizziere ich
am Beispiel der Waldtage, wo wöchentlich bis zu den Herbstferien zwei Klassen gemeinsam
in den Wald gegangen sind um diesen zu erkundigen, aber auch mit den neu eingeschulten
Einsern eine neue Gruppe oder auch Gemeinschaft zu bilden. Ich habe mich dafür
entschieden, da sich dies anbot die Kinder in besonders einem außerschulischen Lernort,
welcher nicht an das Klassenzimmer gebunden ist, zu beobachten, aber auch um die
Naturgebundenheit der Kinder besser verstehen zu können und was dies genau im Bezug zur
Montessoripädagogik bedeutet.
b) Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass besonders durch die Gruppenspiele sich eine
schöne und liebevolle Gemeinschaft und Miteinander in der Klasse bilden konnte. Durch
gemeinsame positive Erlebnisse, wie das gewinnen eines Spieles, konnte man merkten wie
die Kinder versuchten gemeinsam zu arbeiten um an ihr Ziel zu kommen. Aber auch durch
das spielerische Erfahren des Waldes, konnten sie sich als Individuen, als auch in der Gruppe,
kreativ ausleben, beispielsweise indem sie auch gefundenem Material aus dem Wald ein
Mandala kreieren sollten.
c) Besonders denke ich steht ein Zusammenhang zum Reflexiosnbogen 1: Beobachtung nach
Plan, da die Kinder unter der Fragestellung wie sieht der Wald aus und wie können wir ihn
erkunden und erleben, außerschulisch lernen konnten. Auch wurden die Rollen zielgerichtet
verteilt, indem die Lehrerin Aufgaben stellte oder Spiele leitete und die Schüler diese
erledigen sollten.
d) Diese Bezug besteht, in dem die Kinder beispielsweise die Abläufe der einzelnen beigebracht
und verständlich gemacht wurden, sodass sie diese auch an späteren Besuchen im Wald
ohne erneute Erklärung anwenden konnten, da sie die Schritte bereits gelernt und
verinnerlicht hatten. Deshalb habe ich aus dieser Perspektive gelernt, wie wichtig es ist um
geordneten und verständlichen Unterricht durch angewandte Rituale und genau
Rollenverteilung zu vermitteln. Zudem müssen die gegeben sein damit Unterricht und Lernen
überhaupt stattfinden können und die Kinder verstehen dass die Lehrer Autoritätspersonen
sind, die ihnen intellektuell überlegen sind.

Bilanzierungsbogen:

1. Ich konnte besonders besprochen Inhalte. Materialien aus Mathematik anwenden, da ich
diese und ihre Absichten bereits verstanden hatte und somit den Kindern einzelne Aufgaben
schneller und deutlicher erklären konnte. (Bsp. Dienes-Material)
2. Die Erfahrungen die ich machen konnte in Bezug zur Integration von Kindern, sehe ich als
gelungen, da ich das Verhalten von Kindern beispielsweise mit Autismus erleben durfte und
wie ihr Verhalten sich auf den Unterrichtsalltag auswirken konnte.
3. Außerdem habe ich den Aspekt des Klassenrates kennengelernt, welcher über den Unterricht
hinaus geht, da hier die Kinder untereinander und selbständig Lob aber auch Streit geregelt,
haben, obwohl dies manchmal nur mehr oder weniger gut umsetzbar war.
4. Im Bereich der Bearbeitung von Einzelaufgabe, hat das Praktikum bei mir zu einem
Perspektivwechsel geführt, da ich zunächst dacht dass es möglich wäre verständlich und
geordnet vielen Kindern bei Aufgaben helfen zu können. Trotzdem waren hier Regeln
zunächst nötig, damit dies unter einer bestimmten Ordnung stattfinden konnte.
5. Kurz gefasst, ist das Ergebnis der abschließenden Besprechung des Praktikums, dass das ich
mein Studium im Bereich Lehramt an Grundschulen weiter führen werden und auch nach
dem Praktikum, mich der Beruf immer noch interessiert, um ihn später ausüben zu können.
6. Als Konsequenz des Praktikums ziehe ich es in Betracht auch den Themenschwerpunkt der
integrierten Förderpädagogik in den Bildungswissenschaften mit in mein weiteres Studium
einzubeziehen und diesen genauer zu erkunden.

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