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Voraussetzungen für bioenergetische Testungen von Kompositen

Hinweise für Kinesiologen, Physioenergetiker und RAC-Tester

Von Dr. Just Neiss, Zahnarzt in Heidelberg

Eigene Kompositbelastung

Um präzise Test-Ergebnisse erzielen zu können, ist es notwendig,


vorab die eigene Kompositbelastung auszugleichen.
Jede Eigenbelastung be- oder verhindert ein valides Testergebnis.
Möglichkeit eins (die beste !):
Erst einmal alle eigenen Komposite vollständig nachhärten lassen.
Möglichkeit zwei: Ersatzweise diese Belastung durch geeignete
Nosoden (Testsatz) ausgleichen. Dies gilt auch für Personen,
die sich im näheren Testumfeld befinden.

Elektro-magnetische Belastung
Eine elektro-magnetische Belastung überlagert im Test die Komposit-Belastung.
Anders formuliert: Der Komposit-Testwert versteckt sich hinter einer elektro-
magnetischen Belastung. Da sowohl Tester/in als auch Patient/in üblicherweise
elektro-magnetisch belastet sind (Handy, DECT, PC etc.), ist es notwendig, vorab
einen Ausgleich auch dieser Belastung vorzunehmen. Erst dann ist es möglich,
die gesamte Komposit-Belastung zu finden. Die schnellste, billigste und
einfachste Art, die ich kenne, um diesen Ausgleich herzustellen, ist die
Anwendung einer Bioprotect-Karte (siehe www.bioprotect.de):
Man legt sie neben den Patienten.

Testsätze
Wir brauchen geeignete Testsätze, um eine Kompositbelastung feststellen zu
können. Bei der weitaus größten Anzahl der heute üblichen Materialien werden
verschiedene Methacrylate weiterhin als Basis-Bestandteile verwendet, so dass
wir üblicherweise mit dem Indikator “Methacrylat” auskommen. Empfehlenswert:
Testsätze Methacrylat D8 bis 2000 und Thioäther D8 bis 2000
von Annette Koch, Tel. 040 4200333, info@kochapotheke.de.
Die D2000 ist wichtig, um die allgemeine Grundbelastung testen zu können,
die D8 für lokale Belastungen.
Bei einer Komposit-Belastung durch Methacrylat testet immer auch
die gleiche Potenz von Thioäther. Falls Zweifel an der Richtigkeit des Tests
entstehen, sollte mit Thioäther gegengetestet werden.
Messgenauigkeit

Die Messgenauigkeit kann äußerst unterschiedlich sein.


Als ich noch “schlicht” kinesiologisch ohne Signalverstärker (Plexiglasplatte
15 x 15 x 3cm) und Polarisationsfilter getestet habe, hatte ich angenommen,
auf diese Weise meine Patienten wenigstens vor krass unverträglichen
Materialien bewahren zu können. Diese Annahme erwies sich leider als falsch.
Ohne Einsatz dieser beiden Hilfsmittel ist der Grad der Messgenauigkeit in keiner
Weise hinreichend. Wer mit diesen Hilfsmitteln arbeitet, sollte ergänzend 10
Ampullen Noradrenalin (besser 20) einsetzen, um die Messgenauigkeit weiter zu
erhöhen. Wegen unzureichender Testgenauigkeit werden Komposite nur höchst
selten als Belastungsfaktoren diagnostiziert. Dieser Umstand täuscht darüber
hinweg, dass von ihnen dennoch sehr häufig relevante Störungen ausgehen.
Wird bei Patienten mit Komposit-Füllungen, Versiegelungen oder Klebern für
Keramik-Inlays oder Brackets keine Methacrylat-Belastung festgestellt, liegt ein
Testfehler vor.

Test-Geräte

Ob diese Hinweise auch für Elektronik-basierte bioenergetische Testverfahren


relevant sind, kann ich zur Zeit nicht beurteilen.
Die bisherigen Erfahrungen ergaben kein einheitliches Bild. Häufig beobachte ich
jedoch, dass trotz Methacrylat-Testampullen eine vorhandene Komposit-
Belastung nicht diagnostiziert wird.
Hypothesen: Die in den Geräten verarbeiteten Kunststoffe verhindern
eine präzise Messung - oder die verwendeten Testnosoden sind in ihrem
Frequenzspektrum nicht ausreichend.

Ich hoffe, allen Testern/innen, die die Komposite in ihre Diagnostik einbeziehen
wollen, hiermit hilfreiche Hinweise gegeben zu haben.
Mögen sie dazu dienen, eine sehr weit verbreitete, zum Teil sehr
krankheitsrelevante Belastung erfolgreich zu diagnostizieren.

Juli 2010