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Legacy System

Migration Workbench
Die LSMW für Masseneingaben im SAP® HCM nutzen

White Paper

L3 Consulting GmbH
Akazienstraße 7A, 30169 Hannover Zuletzt aktualisiert
T +49 511 - 54 45 08 85 | E info@L3Consulting.de 14.02.2018
Allgemeines zur LSMW

ALLGEMEINES ZUR LSMW ................................................................................................................................ 3


DIE VORZÜGE DER LSMW ................................................................................................................................. 4
DER ABLAUF DER LSMW................................................................................................................................... 5
EINE LSMW IM SAP® ANLEGEN......................................................................................................................... 5
PROJEKT, TEILPROJEKT UND OBJEKT ANLEGEN BZW. AUSWÄHLEN .................................................................................. 6
OBJEKTATTRIBUTE PFLEGEN .................................................................................................................................. 7
QUELLSTRUKTUREN PFLEGEN .............................................................................................................................. 11
QUELLFELDER PFLEGEN...................................................................................................................................... 12
STRUKTURBEZIEHUNGEN PFLEGEN ........................................................................................................................ 13
FIELDMAPPING UND UMSETZUNGSREGELN PFLEGEN ................................................................................................. 13
FESTWERTE, UMSCHLÜSSELUNGEN UND EIGENE ROUTINEN PFLEGEN ............................................................................ 15
DATEIEN SPEZIFIZIEREN ..................................................................................................................................... 15
DATEIEN ZUORDNEN ......................................................................................................................................... 16
DATEN EINLESEN ............................................................................................................................................. 17
EINGELESENE DATEN ANZEIGEN ........................................................................................................................... 17
DATEN UMSETZEN ........................................................................................................................................... 18
UMGESETZTE DATEN ANZEIGEN ........................................................................................................................... 19
BATCH-INPUT-MAPPE ERZEUGEN ........................................................................................................................ 20
BATCH-INPUT-MAPPE ABSPIELEN ........................................................................................................................ 20

OBJEKTE EXPORTIEREN & IMPORTIEREN ........................................................................................................ 22

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Allgemeines zur LSMW

Allgemeines zur LSMW


Jeder kennt folgende Situation: es muss mal wieder eine große Menge an Daten ins System eingepflegt werden.
Die klassische Personalstammdatenpflege ist dafür keine wirkliche Option. Die Schnellerfassung kommt auch
schnell an ihre Grenzen. Vielleicht gibt es für die aktuelle Anforderung einen kundeneigenen Report, wirklich
flexibel ist man damit aber auch nicht. Genau hier kann die LSMW (kurz für Legacy Systems Migration
Workbench) eine flexible Alternative darstellen.

Generell ist die LSMW ein Tool zur Datenübernahme im Rahmen von Migrationen. D.h. die Daten wurden im
alten System exportiert und bspw. als Excel-, CSV- oder Text-Tabstopp-Dateien zur Verfügung gestellt. Stehen
also die von Ihnen einzupflegenden Daten in einem solchen Format zur Verfügung, oder lassen sie sich effizient
bereitstellen, so bietet sich die LSMW entsprechend auch für Masseneingaben an.

Für die Übernahme der Daten nutzt die LSMW eine sogenannte Aufzeichnungsfunktionalität. D.h. es werden
die einzelnen Schritte und Felder für die Datenübernahme dokumentiert, die Sie beim Aufruf einer SAP-
Transaktion ausführen bzw. befüllen. Die Pflege der Daten erfolgt dann im Allgemeinen per Batch-Input, sodass
auch Eingabeprüfungen und Stammdatenprotokollierung greifen. Häufigster Anwendungsfall dürfte die
Infotyp-Pflege via Transaktion PA30 "Personalstammdaten pflegen" sein.

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Die Vorzüge der LSMW

Die Vorzüge der LSMW


Zeitersparnis Durchaus leichte Anwendung
Sind Massendaten zu pflegen, kann die LSMW Auch wenn die LSMW ein ziemlich mächtiges Tool
eine riesige Zeitersparnis für alle Nutzer bieten. ist, so ist die Handhabung durchaus einfach.
Denn sobald ein Datenübernahme-Objekt Hauptgrund dafür ist die gute Strukturierung des
angelegt ist, kann die Einspielung der Daten im Ablaufs der Datenübernahme, welche sich als
Hintergrund erfolgen. Zum einen geht das Menü ähnlich einem Inhaltsverzeichnis oder
automatische Einspielen durch die Batch-Input- einer Checkliste darstellt (siehe unten).
Mappe um einiges schneller, als die Daten Selbstverständlich ist am Anfang etwas Übung
händisch einzupflegen, zum anderen kann in der erforderlich, doch nach einiger Zeit werden Ihnen
Zwischenzeit an anderen Dingen gearbeitet auch als Sachbearbeiter(in) die einzelnen
werden. Schritte leicht von der Hand gehen.
Darüber hinaus können Datenübernahme-
Objekte und Aufzeichnungen wiederverwendet
werden. Hier fällt dann lediglich Zeit an, um die Individuell anpassbar und filterbar
einzuspielenden Daten in einer Text-Tabstopp-
oder CSV-Datei aufzubereiten und die Daten in Über kleinere, programmierte ABAP-Blöcke,
der LSMW einzubinden, umzusetzen und können Massendateneingaben noch weiter
abzuspielen. flexibilisiert werden. Wenn Sie bspw. eine ganz
bestimmte Lohnart im Infotyp 0008
"Basisbezüge" ab einem bestimmten Datum
Reduktion von Fehlern
erhöhen möchten, stehen Sie ja vor dem
Bei manueller Datenpflege - insbesondere von Problem, dass diese Lohnart an verschiedenen
Massendaten - kommt es durchaus schon einmal Positionen in der Lohnartentabelle stehen kann.
zu Fehlern. Haben Sie ein Datenübernahme- Ein kleines, entsprechendes Coding kann
Objekt samt Aufzeichnung jedoch einmal korrekt innerhalb Ihres Datenübernahme-Objekts dafür
angelegt, so wird die aufgezeichnete Datenpflege sorgen, dass die jeweils richtige Zeile im Infotyp
immer wieder gleich ausgeführt. Wichtig ist dabei 0008 angepasst wird, oder die Lohnart bei Nicht-
natürlich, dass die einzuspielende Datei vom Vorhandensein dann sogar hinzugefügt wird. Für
Aufbau und Inhalt her korrekt ist. eine solche - nennen wir es fortgeschrittene -
Funktionalität, sind dann jedoch kleinere
Programmierkenntnisse notwendig. Ein solches
SAP-Standard-Tool Coding lässt sich aber wiederum deutlich leichter
realisieren als ein vollständiger Report für eine
Die LSMW ist ein Tool, welches im SAP-Standard
Dateneinspielung.
frei verfügbar ist.

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Der Ablauf der LSMW

Der Ablauf der LSMW


Das Einspielen von Daten mit der LSMW beinhaltet im Wesentlichen drei Abschnitte: das Bereitstellen und
Einlesen der Quelldatei bzw. Quelldaten, das Umsetzen der eingelesenen Daten in die sogenannte
"Zielstruktur" und das Einspielen der umgesetzten Daten ins SAP HCM.

Der grobe Ablauf der Datenübernahme ins SAP HCM wird in folgender Abbildung dargestellt:

LSMW

Ablauf Datenmigration mit LSMW


•Strukturbeziehungen
•Feldzuordnungen Batch-Input
•Umsetzungsregeln

Aktion

Daten einlesen Daten umsetzen Daten importieren &


umsetzen

Eingelesene Umgesetzte Sap-


Quelldaten
Daten Daten Datenbank

Eine LSMW im SAP® anlegen


Der Ablauf der Datenmigration wird im SAP-System durch einzelne, durchnummerierten Arbeitsschritte
festgelegt, die bei der Abarbeitung im Einstiegsbild jeweils markiert werden.

Im Folgenden werden alle diese Schritte und Vorgehensweisen kurz erklärt. Die Schritte 1 - 6 sind nur bei der
erstmaligen Einrichtung erforderlich. Ist das LSMW-Objekt bereits angelegt, genügt es bei Schritt 7 einzusteigen
und die nachfolgenden Schritte abzuarbeiten.

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Eine LSMW im SAP® anlegen

Schritt 0 Projekt, Teilprojekt und Objekt anlegen bzw. Auswählen


Der Aufruf der LSMW erfolgt mit der gleichnamigen Transaktion LSMW.

Die Anlage eines LSMW- oder Datenübernahme-Objektes (im Folgenden kurz: Objekt) erfolgt in einer
dreiteiligen Struktur, die in der folgenden Abbildung beispielhaft aufgebaut ist:

LSMW

Aufbau von Projekt, Teilprojekt und Objekt

HR
Projekt (Personalmanagement)

Teil- PT PA
projekt (Zeitwirtschaft) (Personaladministration)

COP2001 INS2002 INS0000 UPD0105


Objekt (IT2001: Kopieren (IT2002: Anlegen (Anlegen (IT0105: Ändern
Abwesenheiten) Anwesenheiten) Maßnahme Eintritt) Kommunikation)

Zunächst sind ein Projekt und ein Teilprojekt auszuwählen oder anzulegen, für welche unser Objekt
angelegt werden soll. Ein Projekt kann dabei beliebig viele Teilprojekte, ein Teilprojekt beliebig viele
Objekte enthalten.

TIPP
Namenskonventionen
Projekt: HCM
Teilprojekt: HCM-Modul wie bspw. PY oder PT
Objekt: Verknüpfung aus 3-

Zusatz, bspw. wenn nur bestimmte Felder angesprochen werden sollen


n mit Entgeltfortzahlung

Haben Sie Projekt und Teilprojekt ausgewählt oder angelegt, so können Sie Ihr Objekt anlegen.

Nachdem Sie das Objekt angelegt haben, können Sie es ausführen. Sie gelangen dadurch zur einer
Art Menü oder Checkliste, welche die einzelnen Schritte der Datenübernahme darstellen und
nacheinander abzuarbeiten sind.

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Eine LSMW im SAP® anlegen

HINWEIS
Ist das LSMW-Objekt bereits angelegt, genügt es bei Schritt 7 einzusteigen und die
nachfolgenden Schritte abzuarbeiten.

Beispielszenario
Den Ablauf der Anlage eines LSMW-Objektes wollen wir an einem Beispielszenario
verdeutlichen.
Aufgabenstellung soll es sein, Lohnarten für einen bestimmten Zeitraum im Infotyp 0014
"Wiederkehrende Be-/Abzüge" anzulegen. Unsere Eingabedatei sieht als Excel-Datei und als
gespeicherte Text-Tabstopp-Datei wie folgt aus:

Schritt 1 Objektattribute pflegen


Im ersten Schritt des Menüs legen Sie fest, auf welchem Weg die Daten letztlich ins System eingespielt
werden. Generell stehen dafür mehrere Wege zur Verfügung. In dieser Anleitung gehen wir jedoch nur
auf den gebräuchlichsten Weg ein, den Batch-Input. Um die Daten schließlich durch das Abspielen
einer sogenannten Batch-Input-Mappe ins System zu bringen, müssen Sie zunächst eine
entsprechende Aufzeichnung anlegen. Mithilfe dieser Aufzeichnung geben Sie der LSMW einen
Ablauf vor, den sie bei der Datenübernahme dann für jede Zeile Ihrer Eingabedatei wiederholen soll.
Die Aufzeichnung enthält daher u.a. die auszuführende Transaktion (wie bspw. PA30 "Stammdaten
pflegen"), die auszuführenden Aktionen (wie bspw. Kopieren und Speichern) sowie die zu pflegenden
Felder.

ACHTUNG
Es handelt sich bei der Anlage der Aufzeichnung um keine Simulation!
Die vorgenommenen Eingaben in der Aufzeichnung werden ins System verbucht.

In den Objektattributen - also im 1. Schritt - wählen Sie die zu verwendende Aufzeichnung aus. Sie
können jedoch auch aus dem Schritt heraus zur Übersicht der Aufzeichnungen springen, um
zunächst eine solche anzulegen:

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Eine LSMW im SAP® anlegen

Bei der Anlage einer Aufzeichnung ist sowohl ein technischer Name als auch eine Langbezeichnung
anzugeben. Beide sind prinzipiell frei wählbar, es empfiehlt sich jedoch eine zumindest teilweise
sprechende Nomenklatur. So wird bspw. auf einen Blick ersichtlich, welcher Infotyp mit welcher
Aktion angesprochen werden soll.

TIPP
INSxxxx zum Anlegen neuer Sätze im Infotyp xxxx (INSERT)
COPxxxx zum Kopieren bereits bestehender Sätze im Infotyp xxxx (COPY)
UPDxxxx zum Ändern bereits bestehender Sätze im Infotyp xxxx (UPD)

Nach Bestätigung von technischer Bezeichnung und Langtext wird der Transaktionscode abgefragt,
der für Ihre aufzuzeichnende Aktion verwendet werden soll. Da Sie die LSMW ja für die
Stammdatenpflege verwenden wollen, verwenden Sie Transaktion PA30 "Personalstammdaten
pflegen". Denkbar sind natürlich auch andere Transaktionen, wie bspw. die PA40
"Personalmaßnahmen anlegen" und SM30 "Tabellenpflege":

Nach Eingabe und der Bestätigung wird die angegebene Transaktion ausgeführt.

Im Infotypauswahlmenü geben Sie stets die Personalnummer, den Infotyp, den Subtyp (sofern
vorhanden), das Ankreuzfeld "Zeitraum", das Feld "Zeitraum von" und ggf. auch das Feld "Zeitraum
bis" vor. Im Anschluss wählen Sie die auszuführende Aktion aus, in unserem Beispiel die Anlage eines
Satzes:

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Eine LSMW im SAP® anlegen

Im Eingabebild des Infotyps befüllen Sie alle Felder, die Sie pflegen möchten. In unserem Fall sind
dies die Datumsangaben sowie die Lohnart mit Betrag und Währung:

Da wir Aufzeichnungen jedoch flexibel verwenden wollen können, empfiehlt es sich, auch die bisher
nicht gepflegten Felder zu berücksichtigen. Dies ist zwar aufgrund von Plausibilitätsprüfungen oft gar
nicht möglich, es ist glücklicherweise jedoch bereits ausreichend, ein Leerzeichen in das Feld zu
schreiben. Somit registriert die Aufzeichnung bereits die Anwahl des Feldes und nimmt es in die
Aufzeichnung mit auf. Wichtig ist dies insbesondere bei Infotypen mit enthaltenen
Tabellenstrukturen wie bspw. dem Infotyp 0008 "Basisbezüge".

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Eine LSMW im SAP® anlegen

Nachdem Sie den Infotypsatz gespeichert haben, wird die Aufzeichnung aus technischer Sicht
angezeigt, also die einzelnen Erfassungsbilder, Aktionen und pflegbaren Felder.

Haben Sie einmal vergessen, ein Feld zu berücksichtigen, so ist es häufig möglich dies mithilfe der
Schaltfläche nachträglich hinzuzufügen. Sie müssen hierfür allerdings den
technischen Namen des Feldes wissen. Generell nicht möglich ist dies für Felder, die sich in einer
Tabellenstruktur befinden, wie bspw. im Infotyp 0008 "Basisbezüge".

Ist ein Feld in der Aufzeichnung generell nicht nötig, so können Sie es mithilfe der Schaltfläche
entfernen, nachdem Sie es markiert haben.

Die Aufzeichnung stellt die sogenannte Zielstruktur dar. Damit die aufgezeichneten Felder in dieser
im späteren Schritt "Fieldmapping" ausgewählt werden können, müssen Sie Ihnen noch Langtexte
vergeben. Hier bietet es sich an, die Standardtexte der Felder zu verwenden, welche einfach mithilfe
der Schaltfläche "Default alle" in einem Rutsch zugeordnet werden können:

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Die Aufzeichnung ist nun fertig, sodass Sie diese speichern können. Im Anschluss navigieren Sie
mithilfe zurück in Ihr Datenübernahme-Objekt. Hier können Sie nun die angelegte Aufzeichnung
auswählen und Ihre Eingabe speichern:

Mit der Schaltfläche navigieren Sie weiter zurück ins "LSMW-Menü", wo Ihnen direkt der nächste
Schritt markiert wird.

Schritt 2 Quellstrukturen pflegen


Die zuvor angelegte Aufzeichnung gibt, wie bereits erwähnt, die sogenannte Zielstruktur vor. In
diesem zweiten Schritt wird hingegen der Name der sogenannten Quellstruktur angegeben. Die
Quellstruktur dient dazu, Ihre Daten, die bisher in Excel oder einem anderen Format vorliegen, für die
Nutzung in der LSMW verfügbar zu machen.

TIPP
Für die einfache Wiederverwendbarkeit reicht die Bezeichnung QUELLDATEN "Quelldaten"
vollkommen aus.

Für die Quellstruktur sind der technische Name und Langtext anzugeben. Wie bereits bei den
Objekten und bei der Aufzeichnung sind diese auch hier frei wählbar:

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Schritt 3 Quellfelder pflegen


Nachdem Sie die Quellstruktur angelegt haben, müssen Sie nun definieren, welche Felder sie
aufweisen soll.

TIPP
Die Spalten der Eingabedatei sollten der Feldreihenfolge in der Quellstruktur entsprechen:

Die Quellfelder können über einzeln definiert werden, wir nutzen jedoch die Listerfassung,
nachdem wir die Quellstruktur markiert haben:

Zu hinterlegen sind je Spalte Ihrer Eingabedatei folgende Elemente:

◼ Feldname technischer oder sprechender Name, in diesem Fall "PERNR"


◼ Typ z.B. Zeichenkette oder Numerisch, in diesem Fall "C" für "Feld mit
alphanumerischem Inhalt (Charakterfeld)"
◼ Länge z.B. 10 Zeichen lang, in diesem Fall mit der Länge 10
◼ Feldbezeichnung Langtext, in diesem Fall der Text "Personalnummer"

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TIPP
Sofern Sie kein Coding einbinden wollen, können Sie alle Felder mit dem Typ "C" definieren,
also einer reinen Zeichenkette (CHAR). Die Länge sollte nicht zu klein sein, da beim Einlesen
sonst Zeichen abgeschnitten werden.

Schritt 4 Strukturbeziehungen pflegen

Im vierten Schritt legen Sie die sogenannte Strukturbeziehung an. Da Sie Ihrer Zielstruktur (also Ihrer
Aufzeichnung) genau eine Quellstruktur zuordnen wollen, müssen Sie lediglich den Vorschlagswert
der LSMW speichern.

Schritt 5 Fieldmapping und Umsetzungsregeln pflegen


Das sogenannte Fieldmapping gestaltet nun die im vorigen Schritt angelegte Strukturbeziehung aus.
D.h. wir legen fest, welches Feld unserer Quellstruktur (bzw. welche Spalte unserer Eingabedatei) in
welches Feld unserer Zielstruktur (bzw. welches Feld unserer Aufzeichnung) übertragen werden soll.

Folgende Möglichkeiten stehen hier zur Verfügung: Die Zuordnung mithilfe...

◼ des Inhaltes eines Quellfeldes zum Zielfeld (sogenannter MOVE),


◼ einer Regel,
◼ einer hinterlegten Konstante,
◼ einer Umschlüsselungstabelle (s. nächster Schritt),
◼ einer eigenen Routine (s. nächster Schritt),
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◼ eines Festwertes (nächster Schritt).

Oftmals reicht die direkte Zuordnung ( ) und die Verwendung von Konstanten aus,
sodass wir uns in dieser Kurzanleitung nur darauf beschränken.

konstanten Werten zu füllen. Das Feld TIMR6 wird hierbei immer mit 'X' belegt, das Feld CHOICE in
unserem Fall mit '0014':

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Schritt 6 Festwerte, Umschlüsselungen und eigene Routinen pflegen


Da dieser Schritt in der Regel nur in Datenmigrationen verwendet wird und wir ihn für unser
Beispielvorhaben nicht benötigen, geben wir an dieser Stelle lediglich einen kurzen Einblick in die
Elemente.

Festwerte meinen hier prinzipiell auch Konstanten, wobei im Fieldmapping dann nicht direkt der
konstante Wert - bspw. 31.12.2017 - hinterlegt wird, sondern der Festwert - bspw. STICHTAG - welcher
eben diesen konstanten Wert beinhaltet. Sinnvoll sind Festwerte also dann, wenn Sie in den
unterschiedlichsten LSMW-Objekten genutzt werden. Ändert sich dieser Wert, so müssen Sie dann
lediglich den Festwert anpassen, nicht aber jedes LSMW-Objekt.

Umschlüsselungen bezeichnen Wertetabellen, in denen ein Eingangswerte bzw. Quelldaten auf


Ausgangswerte umgesetzt werden. Bei Migrationen von Nicht-SAP-Systemen wird dies häufig
genutzt, um die Personalnummern aus dem Altsystem auf die neuen SAP-Personalnummern
umzusetzen.

Eigene Routinen bezeichnen wiederverwendbare Programmcodes, die von Ihnen angelegt werden
können, um Sie im Fieldmapping einzubinden. Beispielsweise zum Ausführen von Prüfungen oder
um flexible Mappings zu ermöglichen.

Schritt 7 Dateien spezifizieren


Im siebten Schritt wird nun die einzulesende Quelldatei genauer spezifiziert. In der Regel liegt diese
lokal auf Ihrem PC bzw. auf einem Netzlaufwerk. Nach Doppelklick auf "Altdaten: Auf dem PC
(Frontend)" geben Sie an, welche Eigenschaften Ihre Datei aufweist.

In unserem Beispiel handelt es sich:

◼ um Daten zu einer Quellstruktur, also einer Tabelle,


◼ die durch das Speichern als Text-Tabstopp-Datei das Trennzeichen "Tabulator" aufweist,
◼ wobei die Feldnamen am Dateianfang als Überschriften enthalten sind und
◼ Spaltenreihenfolge (hier Feldreihenfolge genannt) der Eingabedatei der Reihenfolge der
Felder der Quellstruktur entspricht.
◼ Der Dateityp ist eine Textdatei, die Codepage ASCII.

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ACHTUNG
Achten Sie darauf, dass der Pfad samt Dateiname der Quelldatei nicht zu lang ist, da das Feld
"Datei" in der Länge begrenzt ist. Die Datei inklusive Endung (hier ".txt") muss mit Pfad
vollständig im Feld "Datei" ausgegeben werden. Ist dies nicht der Fall, kann die Datei natürlich
nicht korrekt zum Öffnen ausgewählt werden.

Schritt 8 Dateien zuordnen


Nachdem die Datei ausgewählt wurde, ist sie in diesem achten Schritt der angelegten Quellstruktur
zuzuweisen. Die Zuweisung erfolgt bei einer Quelldatei und einer Quellstruktur - also im Regelfall -
bereits automatisch, sodass diese lediglich zu speichern ist.

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Schritt 9 Daten einlesen


In diesem Schritt wird Ihre Quelldatei eingelesen und im SAP in der Quellstruktur als Quelldaten bzw.
eingelesene Daten abgelegt. Durch die Felder "Transaktion Nummer (von bis)" können die aus der
Quelldatei einzulesenden Zeilen beschränkt werden. Bleiben diese Felder leer, wird entsprechend
die gesamte Datei eingelesen. Eine Begrenzung der einzulesenden Zeilen kann dann sinnvoll sein,
wenn Sie im folgenden Schritt feststellen, dass am Ende Ihrer Eingabedatei noch eine oder mehrere
Leerzeilen enthalten sind. Solche können bspw. entstehen, wenn Ihre Excel-Datei ab einer Zeile zwar
keine Daten mehr enthält, die Zeilen aber eine Formatierung aufweisen.

Die beiden Ankreuzfelder "Betragsfelder" und "Datumswerte" bewirken eine Umsetzung


entsprechender Felder in ein maschinenlesbares Format, sofern Sie die Quellfelder als solche
definiert haben. Dies wird dann vorgenommen, wenn innerhalb des Fieldmappings durch ein
hinterlegtes Coding mit diesen Daten gerechnet werden muss. Bei einer reinen Zuweisung der Felder
- wie auch in unserem Beispiel - sind die Felder unnütz und zudem ohne Wirkung, da wir alle
Quellfelder mit Datentyp CHAR, also als reine Zeichenketten definiert haben.

Nach der Ausführung wird Ihnen eine Übersicht mit (aus der Quelldatei) gelesenen und in die
Quellstruktur bzw. Quelldaten geschriebenen Sätzen angezeigt:

Schritt 10 Eingelesene Daten anzeigen


Mit Hilfe dieses Schritts können Sie prüfen, ob die Daten Ihrer Quelldatei korrekt in die Quellstruktur
überführt wurden. In der Übersichtsdarstellung lässt sich eine Vollständigkeitsprüfung und Prüfung
auf Leerzeilen am Ende durchführen. Per Klick auf einen Eintrag können Sie die Zuordnung der
einzelnen Felder prüfen.

HINWEIS
Dieser Schritt ist nicht zwingend abzuarbeiten und kann übersprungen werden.

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TIPP
Es empfiehlt sich, einzelne Daten zu Beginn, in der Mitte und am Ende der Ausgabeliste zu
prüfen.

Schritt 11 Daten umsetzen


In diesem Schritt wenden Sie das definierte Fieldmapping an. D.h. Sie überführen die in die
Quellstruktur eingelesenen Daten in die Zielstruktur. Letztere weist damit die Daten für den Batch-
Input auf, also die auszuführende Transaktion, die durchzuführende Aktion (wie bspw. Speichern)
und die zu pflegenden Felder. Vom Vorgehen her ist dieser Schritt identisch zu Schritt 9 "Daten
einlesen". Auch hier können mit den Feldern "Transaktion Nummer (von / bis)" die umzusetzenden
Daten eingegrenzt werden. Von der Umsetzung ausgeschlossene Felder werden entsprechend nicht
für den Batch-Input berücksichtigt:

Nach Ausführung erhalten Sie ein kurzes Protokoll der umgesetzten Sätze:

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Schritt 12 Umgesetzte Daten anzeigen


In diesem letzten Prüfschritt können Sie nachvollziehen, ob die Quelldaten korrekt in die Zielstruktur
umgesetzt wurden. Dieser Schritt ist prinzipiell identisch mit Schritt 10 "Eingelesene Daten anzeigen":

ACHTUNG
Felder der Zielstruktur, welche leer angezeigt werden, werden bei der Datenpflege im Batch-

Datenpflege berücksichtigt, d.h. bereits bestehende Werte - wie bei Änderung oder Kopie eines
Satzes - bleiben somit unberührt. Ob Zielfelder nur dann gepflegt werden sollen, wenn die
durch die Quellfeld-Zuweisung verknüpften Quellfelder Werte enthielten, ist im Fieldmapping
bei Zuweisung der Felder anzugeben (siehe Schritt 5).

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In unserem Beispiel ist das Füllen der Felder mit Leerzeichen nicht schlimm, da der Satz neu angelegt
wird. Sollten Sie jedoch Sätze kopieren, würden Sie somit die bereits bestehenden Felder mit einem
Leerzeichen überschreiben. Daher beachten Sie beim Kopieren bitte den Inhalt des roten Kastens.

HINWEIS
Auch dieser Schritt ist nicht zwingend abzuarbeiten und kann übersprungen werden.

TIPP
Es empfiehlt sich, einzelne Daten zu Beginn, in der Mitte und am Ende der Ausgabeliste zu
prüfen.

Schritt 13 Batch-Input-Mappe erzeugen


War die Prüfung der Zieldaten (bzw. umgesetzten Daten) erfolgreich, so erstellen Sie in diesem Schritt
auf Basis dieser Daten eine Batch-Input-Mappe.

TIPP
Markieren Sie das Ankreuzfeld "Batch-Input-Mappe halten". So bleibt die Mappe auch nach
erfolgreichem Abspielen in der Batch-Input-Mappen-Übersicht stehen. Ohne Markierung
würde eine erfolgreich abgespielte Mappe unmittelbar aus der Übersicht entfernt. Nicht
erfolgreich eingespielte Mappen bleiben hingegen in jedem Fall mit entsprechendem
Fehlerkennzeichen in der Mappenübersicht erhalten.

Schritt 14 Batch-Input-Mappe abspielen


In diesem letzten Schritt spielen Sie die zuvor erzeugte Batch-Input-Mappe ab. Wird die Mappe
sichtbar abgespielt, können Sie jeden einzelnen Schritt der Einspielung, die jeweils auszuführende
Aktion und die gepflegten Felder nachvollziehen.

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Eine LSMW im SAP® anlegen

Die auszuführende Aktion wird jeweils in einem kleinen Transaktionsfenster angezeigt, die gepflegten
Felder sind - sofern der Feldinhalt nicht (bewusst) gelöscht wurde - farblich erkennbar. Gepflegte
Felder werden mit roter Schrift dargestellt (s. Screenshot), nicht durch das LSMW-Objekte gepflegte
Felder weisen hingegen schwarze Schrift auf.

TIPP
Um das Transaktionsfenster zu beenden und somit zur
Mappenübersicht zurückzukehren wird die Transaktion "/bend"
benötigt.

TIPP
Prüfen Sie die korrekte Datenpflege durch den Batch-Input zunächst durch "sichtbares
Abspielen" der Mappe. Werden einige Datensätze korrekt gepflegt, können Sie die sichtbare
Abspielung beenden und den Rest der Mappe im Hintergrund abspielen. Bereits erfolgreich
abgespielte Daten werden dabei nicht erneut eingespielt.

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Objekte exportieren & importieren

Objekte exportieren & importieren


empfiehlt es sich diese im
Entwicklungssystem anzulegen. Damit Sie nach erfolgreichem Test im Entwicklungssystem die LSMW im
Produktivsystem nicht erneut anlegen müssen, ist es möglich, die angelegten Projekte, Teilprojekte und
Objekte zu exportieren und demnach wieder zu importieren.

Zu dieser Funktionalität gelangen Sie im Menü über Zusätze > Projekte exportieren.

Nachdem Sie zunächst das zu exportierende Projekt ausgewählt haben, erscheint eine Übersicht mit allen darin
enthaltenen Teilprojekten, Objekten, Umschlüsselungen, Aufzeichnungen usw.

Über das Symbol ist ersichtlich, dass das entsprechende Element mit diesem Symbol zum Export
ausgewählt wurde.

In unserem Fall wollen wir das eben angelegte Objekt zum Anlegen des Infotyps 0014 exportieren. Folgende
Auswahl haben wir hierfür getroffen:

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Objekte exportieren & importieren

Wir exportieren

• keine Umschlüsselung,

Über das Symbol exportieren wir die ausgewählten Daten und speichern die Datei auf unserem Laufwerk
als .txt ab.

aus:

Sofort öffnet sich erte txt-Datei auswählen können.

Anschließend öffnet sich wieder eine Übersicht mit allen in der txt-Datei enthaltenen Projekten, Teilprojekten,
Objekten, Aufzeichnungen usw.

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Objekte exportieren & importieren

Hier können Sie nun die zu importierenden Daten auswählen. Falls hinter der Zeile ein steht, so existiert
bspw. die Umschlüsselung bereits im Zielsystem.

Abschließend stehen Ihnen zwei Optionen zur Verfügung: Entweder Sie importieren die Datei mit dem bereits
vergebenen Namen oder Sie vergeben einen neuen Namen .

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