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Barcodes in SAP SMARTFORMS

Sie haben bisher nicht mit Barcodes in SAP SMARTFORMS gearbeitet?


Dann lesen Sie weiter und erfahren Sie in diesem Blogartikel, wie Sie in
nur wenigen Schritten einen Barcode erstellen und in ein SMARTFORMS
einbinden können. Zunächst biete ich Ihnen einen Überblick über die
neue Barcode-Technologie in Abgrenzung zur herkömmlichen.
Daraufhin werden wir einen Systembarcode erstellen. Hierbei erläutere
ich Ihnen die verschiedenen Barcodes in SAP SMARTFORMS, sowie
deren Eigenschaften.

Abschließend werden wir diesen Barcode in SAP SMARTFORMS


einbinden und in einem SMARTFORMS ausgeben.

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Neue Barcode-Technologie vs.


Herkömmliche Barcode-Technologie
Im Gegensatz zur herkömmlichen Barcode-Technologie werden bei der
neuen Technologie die Barcodes nicht zuerst auf dem Drucker sondern
im SAP System erzeugt. Spezielle Hard- und Software ist somit nicht
nötig – der Barcode wird als Grafik an den Drucker geschickt. Die neue
Barcode-Technologie ist zunächst lediglich in Verbindung mit
SMARTFORMS nutzbar. Mit Hinweis 1558595 wird die Nutzung der
Technologie für SAPscript ermöglicht.
Kommen wir nun von der Theorie zur Praxis.

Barcodes in SAP SMARTFORMS erstellen


Systembarcodes werden in der Transaktion SE73 verwaltet.

Zum Erstellen eines Systembarcodes wählen Sie in der


Transaktion SE73 den Radiobutton “Systembarcodes” und klicken Sie
“Ändern”.

Legen Sie einen neuen Barcode an und wählen Sie die neue Barcode-
Technologie.
Tragen Sie einen Namen und eine Beschreibung für den Barcode ein.

Wählen Sie daraufhin die Barcode-Symbologie:

Exkurs: Die Barcode-Typen im Überblick


Code 39:

Dieser in der Industrie weit verbreitete Code ist alphanumerisch und


kann die Ziffern 1-9, Großbuchstaben A-Z, Sonderzeichen -, ., $, /, +, %
und Leerzeichen darstellen.

Code 128:

Code 128 ist ebenfalls alphanumerisch und wird unterteilt in drei


verschiedene Zeichensätze mit je 106 Zeichen. Der Wechsel zwischen
den Zeichensätzen innerhalb eines Barcodes ist möglich. Durch die
Menge der darstellbaren Zeichen bei gleichzeitig hoher
Informationsdichte löst dieser Code vermehrt den Code 39 ab.

Zeichensatz A: u. A. Ziffern, Großbuchstaben und Steuerkennzeichen

Zeichensatz B: u. A. Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben

Zeichensatz C: Ziffernpaare von 00 bis 99

Interleaved 2of5

Interleaved 2of5 ist numerisch und kann die Ziffern 0-9 darstellen. Da
die Ziffern paarweise abgebildet werden, muss die Gesamtzahl an
Ziffern gerade sein.

PDF 417

PDF 417 dient vor allem der Darstellung größerer Datenmengen und
verarbeitet grundsätzlich den gesamten 7-Bit ASCII Zeichensatz. Die
Darstellung erfolgt in 3 bis 90 übereinanderstehenden Zeilen.

Code 93

Code 93 ist eine Weiterentwicklung von Code 39, erreicht eine höhere
Dichte, ist jedoch in Europa kaum verbreitet.

Nachdem Sie sich für einen der Barcodes entschieden haben, wählen
Sie als nächstes dessen Ausrichtung.
Ausrichtung: Scanrichtung:
Normal von links nach rechts
Rotated von oben nach unten
Inverted von rechts nach links
Bottomup von unten nach oben
In Abhängigkeit des gewählten Typs sind daraufhin verschiedene
Parameter zu setzen.

Die Narrow Module Width ist die Breite für das schmalste Modul eines
Barcodes in Pixeln. Der Wertebereich liegt zwischen 1 (schmalster
Barcode) und 30 (breitester Barcode).

Die Linear Height beschreibt die Höhe des Barcodes. In dem


Wertebereich zwischen 1 und 9999 entspricht der Wert 600 der Höhe
von einem Zoll.

Der Code128 Mode bestimmt den Umgang mit den bereits


angesprochenen Zeichensätzen. Es sind die Werte N (default), A und U
möglich.

Mit dem Default-Wert N wird der Zeichensatz B verwendet, ein Wechsel


des Zeichensatzes muss explizit über ein Steuerkommando angestoßen
werden.

Der Wert A steht für Automatic, hierbei wird automatisch der


geeignetste Zeichensatz für die Barcode-Daten ermittelt. Auch der
Wechsel von Zeichensätzen ist automatisiert.

Wird der Wert U (UCC case mode) verwendet, müssen 19 Ziffern


übergeben werden, es wird automatisch Zeichensatz C verwendet. Bei
weniger als 19 Ziffern wird links mit Nullen aufgefüllt.

Die Eigenschaften der anderen Barcodes entnehmen Sie bitte dem


Hinweis 64518 – Neue Barcode-Technologie.

Bestätigen Sie abschließend das Popup zum Speichern der Barcode-


Definition.

Sie können daraufhin den Barcode Testen. Positionieren Sie hierzu den
Cursor auf dem Barcode und wählen Sie den Button zum Testen des
Icons.

Tragen Sie die als Barcode anzuzeigenden Daten ein und fahren Sie fort.

Tragen Sie einen Drucker ein und wählen Sie die Druckvorschau (F8)
oder den Druck (Strg+P).

Einbinden des Barcodes in einen


SMARTSTYLE
Wählen oder erstellen Sie mit Hilfe der Transaktion smartstyles einen
SMARTSTYLE. Erstellen sie darin ein neues Zeichenformat. Im Reiter
“Standardeinstellungen” des Zeichenformats wählen Sie im Block
“Barcode” den zuvor erstellen aus. Aktivieren Sie abschließend den Stil.

Verwenden des Barcodes in einem


SMARTFORM
Um den Barcode im SMARTFORM zu verwenden, wenden Sie das
Zeichenformat innerhalb eines Textelements auf die auszugebenden
Daten an.

Ihr Ergebnis könnte dann etwa so aussehen:


Übrigens: Eine allgemeine Übersicht über den Barcode-Druck aus SAP
bietet der Hinweis 1557674.

Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Ich freue mich auf Ihr Feedback
und wünsche Ihnen viel Spaß beim Entwickeln!

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