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Hinz: Internes Rechnungswesen

Betriebliche Informationswirtschaft
Das betriebliche Rechnungswesen wir dals das Informationssystem des Unternehmens
bezeichnet. Es werden die mengen- und wertmäßige Abbildung von Güterströmen und –
beständen aufgezeichnet.
Die betriebliche Informationswirtschaft beinhaltet die Informationsbeschaffung und –
aufbereitung, die Informationstechnologie und –magagement und die
Rechnungswesenmethodik.
Die Informationsqualität lässt sich in die aus SoWi bekannten Gütekriterien ableiten. Validität
(Gültigkeit), Reliabilität (Zuverlässigkeit) werden kombiniert mit Präzision (Exaktheit),
Vollständigkeit, Aktualität und Adäquanz (Hat das was mit dem Thema zu tun?).
Bei der Informationsbeschaffung unterscheidet man zwischen primären (Daten müssen noch
erhoben werden) und sekundären (bereits vorhandenen) Quellen. Daneben gibt es noch die
internen (Rechnungswesen, Kundendaten, Archiv) und die externen (StaLa, IHK) Quellen.

Das interne Rechnungswesen dient der Innendarstellung. Sie dient der Planung, Kontrolle
und der Dokumentation für die nächsten Jahre. Die Instrumente sind die KLAR und
Investitions- und Finanzierungsrechnung. Zu den Hauptaufgaben gehören die kurz- mittel-
und langfristige Planung, die Kontrolle und die Dokumentation.

Kosten werden unterschieden in Grundkosten, das sind Kosten, die aufwandsgleich und
decken sich mit dem Aufwand, der in die Buchführung eingeht. Zum Beispiel Löhne oder
Betriebssteuern. Dann gibt es Zusatzkosten, diese sind aufwandslos und nicht in der
Buchführung wiederzufinden, weil mit ihnen keine Geldausgaben verbunden sind. Zum
Beispiel kalk. Unternehmerlohn, kalk. Miete. Die Anderskosten sind aufwandsungleiche
Kosten. Ihnen steht zwar ein Aufwand in der Buchführung gegenüber, ihr Wert ist aber für
die KLAR ungeeignet. Zum Beispiel kalk. Afa oder kalk. Wagnisse. Die anders- und
Zusatzkosten sind die kalkulatorischen Kosten. Sie dienen dazu, eine faire Kostenstruktur
bei der Produktkalkulation zugrunde zu legen.

Ein Aufwand ist nicht Kosten, wenn er betriebsfremd ist (kein Bezug zur
Leistungserstellung, wie zB Spenden), wenn er periodenfremd ist (hat was mit
Leistungserstellung zu tun, aber in einem anderen Jahr) oder wenn es ein
außergewöhnlicher Aufwand ist (zwar betriebsbezogen, aber nicht normal, wie zum
Beispiel ein Brand). Diese Aufwände sind auch neutrale Aufwände.
Hier nun einige Kostenbegriffe. Wertmäßiger Kostenbegriff bedeutet, dass Kosten ein
bewerteter leistungsbezogener Güterverbrauch sind. (kalk. Werte sind auch Kosten!)
Pagatorische Kosten sind nur die mit der Leistungserstellung verbundenen Auszahlungen.
(kalk. Werte sind nicht Kosten) Entscheidungsorientierte Kosten sind die aufgrund von
Entscheidungen ausgelösten Ausgaben. (Kosten sind entscheidungsabhängig) Zum Beispiel
wenn ein Unternehmen sich zu einer Investition entscheidet.  Zusatzauftrag

Die Produktionswirtschaft umfasst die Technologie-, Produktions- und Logistikprozesse im


Unternehmen,.
Wir beginnen mit der Produktionsplanung. Um ein Gut herzustellen braucht man
Produktionsfaktoren. Wir betrachten erst die dispositiven Faktoren. Dazu gehören die
Elementarfaktoren, also die, die für die Produktion direkt gebraucht werden. Diese gliedern
sich wieder in Verbrauchsfaktoren und Potenzialfaktoren. Die Verbrauchsfaktoren sind zum
einen die, die direkt in die Produktion eingehen (Rohstoffe, Werkstoffe etc.) und die, die nicht
direkt in die Produktion eingehen (Betriebsstoffe, Reparaturmaterial). Die Potentialfaktoren
sind die, die Werkverrichtungen erledigen, also denkende Arbeiter, Maschinen und
Werkzeuge, und die, die keine Werkverrichtung erledigen, wie Grundstücke oder
Einrichtungsgegenstände. Dann gibt es noch Zusatzfaktoren wie Leistungen vom Staat,
denen keine eindeutige Grenze zuzuordnen ist.

Die Produktionstheorie und die Kostentheorie sind für die Untersuchung und Darstellung
der Beziehungen der Zusammensetzung der Produktionsfaktoren gedacht.
Produktionstheorie = mengenmäßige Beziehung des Produktionsprozesses
Kostentheorie = wertmäßige Beziehung der Produktionsfunktion, Beziehung zwischen
Einsatzmenge und Ausbringungsmenge

Die Produktionstheorie erklärt den Produktionsprozess an der Formel: Output = f(Input)


Produktion = Kombination materieller Güter und DL und deren Transformation in andere
Güter.

Die Kostentheorie untersucht die Beziehung zwischen der angefallenen Kosten und ihren
Bestimmungsgrößen (was die Kosten ausmacht). Kosten = leistungsorientiert, mit Preisen
bewerteter Verbrauch von Gütern, zur Erstellung betriebl. Leistung.

Die Produktionsfunktion hat die Formel x = f (r1, r2,....,ru). Sie gibt die funktionalen
Beziehungen zwischen Einsatz und Ausbringung wieder und gibt damit die höchste
Produktionsmenge an, die ein Unternehmen mit einem bestimmten Input produzieren kann.
Die Kostenfunktion steht im Mittelpunkt der Prod.theorie und bildet die Beziehung zwischen
Ausbringung und Gesamtkosten ab.

Bei der Planung und der Kontrolle des Kostenverlaufs kommt es darauf an, wie sich die
Kostenhöhe bei Veränderungen der Ausbringung ändert. Es gibt mehrere Möglichkeiten des
Kostenverlaufs:
Proportional: jede Beschäftigungsänderung führt zur Änderung der Kostenhöhe
Degressiv: Die relative Beschäftigungsveränderung führt zu geringer Veränderung der
Kostenhöhe
Progressiv: Kosten steigen schneller als die Ausbringung
Regressiv: Beschäftigungsänderung bedeutet Kostenänderung mit ungekehrten Vorzeichen
Fix: Beschäftigungsveränderung verursacht keine Kostenänderung
Intervallfix: Erst keine Veränderung der Kosten bei Beschäftigungsveränderung, dann
sprunghafte Veränderung. (Sprungskosten)

Die Produktionsplanung ist die Führungstätigkeit in der Produktion, die die Gestaltung und
Lenkung der Leistungserstellung bearbeitet. Hierbei beachtet sie die wirtschaftlichen und
sozialen Ziele. Der „Teufelskreis“ besteht aus Produktionsplanung, Produktionssteuerung
und Produktionskontrolle.
Abgekürzt wird die Produktionsplanung und –steuerung mit dem Kürzel PPS. Hierzu gehört
die Programmplanung (von Technik, Sortiment und Menge), die Vollzugsplanung (von
Fertigungsverfahren, also ob man Fließband oder Werkstattfertigung macht) und
Fertigungstyp (Massenware, Einzelware oder Serien)).

Bei der Programmplanung lässt sich folgende Frage als Ausgangspunkt stellen: Welche
Güter sollen in welcher Menge produziert werden?
Die Programmplanung der Technik lässt sich durch die Fragestellung erklären: Wie kann ich
mit vorhandenen Faktoren das Produkt herstellen und was mache ich wenn ein Faktor, den
ich besitze zur Produktion nicht geeignet ist?
Die Planung des Sortiments steckt in einem Konflikt zwischen Absatz und Fertigung, denn
laut Absatz soll das Sortiment möglichst breit sein und laut der Fertigung nicht, denn dann
würden Spezialmaschinen zum Einsatz kommen. Als Kompromiss könnte man vorschlagen,
nur bestimmte Bausteine zu produzieren.
Die Planung der Menge geht mit Abstimmungsproblemen der Produktion und des Absatzes
einher. Das Einproduktunternehmen ist Saisonschwankungen ausgesetzt und das
Mehrproduktunternehmen hat unterschiedliche Gewinne auf die einzelnen Produkte.

Bei der Vollzugsplanung lassen sich


Fertigungsverfahren unterscheiden. Zum einen gibt es die Fließfertigung, also dass jedes
Produkt eine eigene Fließstraße hat. Die Vorteile hierfür sind geringe Durchlaufzeiten, hohe
Produktivität (Lerneffekte), gute Terminplanung und Kontrolle. Die nachteile sind hohe
Kosten bei Veränderung des Produktes, hohe Belastung durch monotone Arbeit, hoher
Kapitalbedarf, Störanfälligkeit und geringe Anpassungsmöglichkeiten. Bei der
Werkstattfertigung wird das Produkt von Abteilung zu Abteilung gereicht. Die Vorteile sind
gute Anpassungsmöglichkeiten und vielseitige Tätigkeit und die Nachteile sind
Reihenfolgeprobleme und Transportprobleme. Ein Kompromiss wäre eine Mischform von
beiden.

Der andere Aspekt ist der Fertigungstyp. Bei der Einzelfertigung gibt es
Terminplanungsprobleme, weil immer nur ein Produkt gefertigt werden kann. Dann gibt es
die Massenfertigung, meist über Fließband, und die Serienfertigung, wo es eine begrenzte
Stückzahl gibt und unterschiedliche Produktionsanlagen. Hier muss die optimale Losgröße
zwischen Stückkoten und Lagerkosten gefunden werden.

Die Massenfertigung ist einfach eine Fertigung unbegrenzt vieler Einheiten eines oder
mehrerer Produkte auf einer gleichen Anlage. ZB Bier. Dann gibt es noch die
Serienfertigung. Hier werden mehrere Einheiten unterschiedlicher Produkte auf
unterschiedlichen Anlagen gefertigt.

Kommen wir nun zu den Instrumenten der Kostenrechnung. Das ist die
Kostenartenrechnung, die Kostenstellenrechnung und die Kostenträgerrechnung.

Gut erklären lassen diese Bereiche sich mit den Fragestellungen dazu. Die
Kostenartenrechnung beschäftigt sich damit, welche Kosten angefallen sind. Die
Kostenstellenrechnung damit, wo die Kosten angefallen sind und die Kostenträgerrechnung,
wofür die Kosten angefallen sind. Im Kostenrechnungssystem gibt es verschiedene
Systeme. Zum einen die Istkostenrechnung, die Normalkostenrechnung und die
Plankostenrechnung. Diese werden entweder auf Voll- oder Teilkostenbasis ausgeführt.

Die Systematik der Kostenartenrechnung ist sehr kompliziert. Am besten schaut man sich
dazu die Grafik auf Folie S. 54 an. Die Kostenartenrechnung ist die erste Stufe der KLR. Hier
werden die Kosten von den Aufwendungen und die Leistungen von den Erträgen
abgegrenzt. Außerdem werden die Kosten und Leistungen erfasst und gegliedert.

Systeme: Istkostenrechnung: Vergangenheit


Normalkostenrechnung: Durchschnittswerte
Plankostenrechnung: Planung, Zukunft

Die Prinzipen der Kostenartenrechnung sind zum einen der Grundsatz der Reinheit bzw.
der Eindeutigkeit, also darf für eine Kostenart nur eine Kostengüterart bestimmend sein, also
zB nur Lohnkosten. Dazu kommt der Grundsatz der Einheitlichkeit. Hier muss sichergestellt
sein, dass die Zurechnung der Kosten durch das Vorliegen der Belege einheitlich und schnell
erfolgen kann. Es folgen noch das Prinzip der Vollständigkeit und der Wirtschaftlichkeit.
Eine Kostenart sind die Materialkosten.
Die Werkstoffkosten sind ein Teil der Materialkosten und gliedern sich in Roh-(wesentliche
Bestandteil, zB Holz bei Tisch) Hilfs-(nicht wesentlicher Bestandteil, zB Nägel bei Tisch) und
Betriebsstoffe (nicht Bestandteil, zB Strom für die Hobelmaschine). Die Verbrauchsmengen
der Werkstoffe müssen ermittelt und bewertet werden.

Zu Ermittlung kann man die Inventurmethode (Bestandsdifferenzrechnung) benutzen, also


Verbrauch = AB + Zugang – EB. Oder man nimmt die Skontrationsmethode
(Fortschreibungsmethode), also die Summe der Entnahmemengen nach
Materialentnahmenschein. Oder man nimmt die Rückrechnung, die retrograde Methode, wo
der verbrauch die produzierte Stückzahl x Sollverbrauchsmenge pro Stück ausmacht. Die
letzte Methode gibt keine genauen Ergebnisse und hat daher in der Praxis kaum Bedeutung.

Bewertet werden die Verbrauchsmengen mit den durchschnittlichen


Anschaffungskosten, also der Durchschnittspreis wird am Ende unter Berücksichtigung
aller Zugänge ermittelt und entspricht ziemlich genau den tatsächlichen Anschaffungskosten.
Diese Methode ist aber ziemlich aufwendig.
Eine andere Methode ist die Bewertung über die Wiederbeschaffungskosten. Hier wird ein
konstanter Preis festgesetzt, für den die verbrauchte Ware wiederbeschafft werden kann.

Eine weitere Kostenart sind di Personalkosten (primär: Löhne+Gehälter, sekundär:


Sozialabgaben, Betriebskita). Dies sind alle Kosten die durch den Produktionsfaktor Arbeit
anfallen. Hauptgruppen sind Löhne, Gehälter, Sozialkosten und Sonstige. Erfasst werden die
Kosten hauptsächlich durch Lohn- und Gehaltsabrechnungen oder durch den Stundenlohn.
Eine weitere Kostenart sind die Dienstleistungskosten. Dies sind Kosten für alle
Lieferungen von außenstehenden DL-Unternehmen, zum Beispiel für Transporte, Reparatur,
Werbung odr Rechts- und Steuerberatung. Erfasst werden diese Kosten durch die
Eingangsrechnungen.

Kalkulatorische Kosten sind die Kosten, denen ein anderer Aufwand oder gar kein
Aufwand in der FiBu gegenübersteht. Anderskosten sind die, denen ein anderer Aufwand in
der FiBu gegenübersteht. Das sind kalk. Afa und kalk. Zinsen. Zusatzkosten sind die, die
nicht in der FiBu auftauchen, und zwar kalk. Unternehmerlohn, kalk. Miete und kalk.
Wagnisse.
Beginnen wir mit der kalk. Afa:
Die kalk. Afa beinhaltet nur die planmäßige Afa, also wird ausgeschlossen, dass das Gerät
noch mal wieder verkauft wird. Afa kann geschehen: Linear, Degressiv oder Variabel
(Abnutzung durch Gebrauch).

Kalk. Zinsen:
Bei den kalk. Zinsen handelt es sich im Prinzip um Opp.kosten. Hier werden die Zinsen
ausgerechnet, die man bekommen würde, wenn man das ganze Eigen- und Fremdkapital
anlegen würde. Die kalk. Zinsen sind das Betriebsnotwendige Kapital x kalk. Zinssatz. Das
betriebsnotwendige Kapital setzte sich aus dem betriebsnotwendigen AV, also aus nicht
abnutzbaren Teilen (voller Wert) und abnutzbaren Teilen (halber Wert) und dem
betriebsnotwendigen (Mittelwerte) UV zusammen. Der Zinnsatz kann sich an Staatsanleihen
oder am Risikozuschlag orientieren. Es kann auch der marktübliche Zinssatz oder der
Opportunitätszinssatz sein sein. Das Unternehmen legt den Zinssatz selbst fest.

Der kalk. Unternehmerlohn wird dann berechnet, wenn der Inhaber kein Geld bezieht,
sondern sich durch Entnahmen aus dem EK finanziert. Die Höhe des kalk.
Unternehmerlohns richtet sich nach den üblichen Gehältern eines leitenden Angestellten.

Die kalk. Miete wird berechnet wenn die Räumlichkeiten des Unternehmens dem Inhaber
gehören und für betriebl. Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Die kalk. Mte orientiert sich
an den durchschnittlichen Mietpreisen.

Kalk. Wagnisse:
Wenn keine externe Versicherung für unvorhersehbare Risiken besteht (etwa
Konstruktionsfehler, Diebstahl, Witterung), werden diese kalkulatorisch berücksichtigt. Das
allgemeine Unternehmerwagnis ist im Gewinn dabei und kann nicht kalkuliert werden.
Die Erfassung der Wagniskosten wird berechnet indem man die
Gewährleistungsaufwendungen der letzten 5 Jahre durch die Selbstkosten der Produkte der
letzten 5 Jahre teilt. Dann hat man den Wagnissatz. Dann multipliziert man die laufenden
Selbstkosten der Produkte mit dem Wagnissatz und hat die kalk. Wagniskosten.

Der nächste Punkt der KLR ist die Kostenstellenrechnung. Hier werden die Gemeinkosten
auf die Kostenträge verrechnet. Die Kostenstellenrechnung ist die Verbindung von
Kostenartenrechnung und Kostenträgerrechnung. Hier wird die Frage „Wo sind die Kosten
angefallen“ beantwortet, indem man die Kosten auf Kostenbereiche aufteilt. Dadurch werden
Leistungsbeziehungen im Unternehmen dargestellt und damit kann die
Wirtschaftlichkeitskontrolle durchgeführt werden. Zur Wirtschaftlichkeitskontrolle gehört der
Zeitvergleich. Hier werden verschiedene betriebliche Größen zu unterschiedlichen
Zeitpunkten betrachtet. Der Soll/Istvergleich beinhaltet den Vergleich von den Sollwerten,
den Planwerten und den tatsächlichen Werten. Der Betriebsvergleich kann wie eben
geschildert, innerbetrieblich erfolgen oder zwischenbetrieblich, wenn man andere Betriebe
betrachtet.
Eine Kostenstelle ist der Ort der Kostenentstehung, also Ort der Kostenzurechnung. Eine
Kostenstelle ist ein betrieblicher Teilbereich, der kostenrechnerische selbstständig
abgerechnet wird.
Die Prinzipien der Kostenstellenbildung sind folgende: Die Kostenstelle muss ein
selbstständiger Verantwortungsbereich sein (Verantwortungsprinzip), es muss für jede
Kostenstelle die genauste Maßgröße der Kostenverursachung gefunden werden
(Bezugsgrößenprinzip) und auf jeder Kostenstelle müssen die Kostenbelege genau und
einfach verbucht werden können. (Kontierungsprinzip)

Zu den Kostenstellenarten gehören Materialstellen, Fertigungsstellen, Vertriebsstellen,


Verwaltungsstellen und allg. Kostenstellen. Ferner gehören noch F&E-Stellen dazu.
Dann gibt es noch die Art der Abrechnung. Hauptkostenstellen bedeutet, dass die Kosten
direkt auf den Kostenträger verrechnet werden und Hilfskostenstellen bedeutet, dass die
Kosten zuerst auf andere Kostenstellen umgelegt werden.

Der BAB ist das Instrument der Kostenstellenrechnung. Damit wird die
Kostenstellenrechnung durchgeführt. Der BAB ist eine Tabelle, wo in den Zeilen die
Kostenarten und in den Spalten die Kostenstellen aufgeführt sind. Dadurch werden die
primären Gemeinkosten (Kosten für Produktionsfaktoren, die das Unt. nicht selbst herstellt)
auf die Kostenstellen verteilt. (Verursachungsprinzip) Dann soll die innerbetriebliche
Leistungsverrechnung durchgeführt werden, also man verteilt die Kosten der leistenden
Hilfskostenstellen auf die Hilfs- und Hauptkostenstellen, die die Leistung empfangen haben.
Außerdem soll der BAB zur Bildung von Kalkulationssätzen genutzt werden.

Zum Verursachungsprinzip, also Verteilung der primären GK auf Hauptkostenstellen:


Es gibt zum einen die direkte Verteilung. Hier lässt sich durch die Kostenstellennummer auf
den Belegen genau erklären, welche Kostenstelle Kosten verursacht hat.
(=Kostenstelleneinzelkosten) Hierzu gehören die Fertigungshilfslöhne. Dann gibt es die
indirekte Verteilung. Bei denen ist es nicht genau ersichtlich, welche Kostenstelle in welcher
Höhe Kosten verursacht hat. Hier kommen Umlageschlüssel zum Einsatz.
(=Kostenstellengemeinkosten) Ein Beispiel hierfür wären zB Mieten.
Zur innerbetrieblichen Leistungsverrechnung:
Sie ist notwendig, weil der Betrieb nicht nur Leistungen erbringt, die er verkauft, sondern
auch welche, die er selbst wieder verbraucht. Zum Beispiel wenn man Strom erzeugt und
den wieder verbraucht.
Hier muss, wie bereits angesprochen, jede Kostenstelle mit den Kosten für die Leistung
belastet werden, die sie von anderen empfängt. Dadurch erhält man die sekundären
Gemeinkosten. Die ibL hat verschiedene Verfahren. Beim Anbauverfahren wird der
Leistungsaustausch zwischen den Hilfskostenstellen total vernachlässigt und daher ist diese
Methode unbrauchbar. Dann gibt es das Stufeneliterverfahren, wo die innerbetrieblichen
Verrechnungssätze dadurch berechnet werden, dass Kostenstellen nacheinander
angeordnet werden, so dass sie die nachfolgende Leistung abgibt, aber selbst keine erhält.
Hier wird daher nur eine Annäherung vorgenommen. Dann gibt es das Gleichungsverfahren.
Dies ist die exakteste Ermittlung der innerbetriebl. Leistungsverrechnung. Hier werden die
Verflechtungen durch ein lineares Gleichungssystem ermittelt.

Um die Kostenstellenrechnung und die Kostenträgerrechnung zu verbinden, muss man


Kalkulationssätze bilden.
Der Kalkulationssatz einer Kostenstelle ist die Gemeinkosten der Stelle geteilt durch die
Bezugsgröße der Stelle. Durch einen Kalkulationssatz werden die Gemeinkosten von den
Kostenstellen auf den Kostenträger übertragen. Bezugsgrößen im Materialbereich sind die
Material-Ek, im Fertigungsbereich die Fertigungs-EK, im Vertriebsbereich und
Verwaltungsbereich die HK des Umsatzes. Als Beispiel kann man hier die Berechnung der
Selbstkosten von Mokwinski nehmen.

Kostenträgerrechnung
Kostenträger sind Leistungen des Unternehmens, die für den Güterverbrauch verantwortlich
sind.
Die Aufgaben der Kostenträgerrechnung sind die Ermittlung der Stückkosten.
Zum einen sollen die Herstell- und Selbstkosten der Kostenträger, also der Produkte ermittelt
werden. Hierzu braucht man die Bestände der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse und
die selbsterstellten Anlagen (Herstellkosten).
Außerdem soll die kurzfristige Erfolgsrechnung durchgeführt werden.
Durch die Kostenträgerrechnung werden Unterlagen für Preisentscheidungen gewonnen .
Dann ist die Kostenträgerrechnung noch die Grundlage für die Planungsrechnung.

Es gibt die Kostenträgerzeitrechnung und die Kostenträgerstückrechnung.


Die Kostenträgerzeitrechnung ist eine Periodenrechnung, um die Kosten in der
Abrechnungsperiode zu ermitteln. Unterschieden wird hier nach Gesamtkostenverfahren und
Umsatzkostenverfahren.

Die Kostenträgerstückrechnung ist die Ermittlung der Selbst- und Herstellkosten der
Leistungseinheiten.
Es gibt verschiedene Arten der KSR, nämlich den Zeitpunkt der Kalk. (wie die Namen sagen)
Vor-(vor der Leistungserstellung, überschlägig geschätzt), Nach-(nach Leistungserstellung
anhand von Istkosten) und Zwischen(bei langer Produktionsdauer)kalkulation. Dann gibt es
den Zweck der Kalk., zum einen die Selbstkostenkalk. und die Absatzkalk.
Dann gibt es die Kalkulationsverfahren, auf die wir nun näher eingehen. Es gibt die
Divisionskalk., die Zuschlagskalk. und die Kuppelkalk.

Bei der Divisionskalkulation werden die Gesamtkosten des Betriebes ohne Unterscheidung
in Einzel- oder Gemeinkosten durch die Stückzahlen geteilt. Es gibt einmal die einstufige
Divisionskalkulation. Da werden die Gesamtkosten auf die Leistungsmenge verteilt. Dann
bekommt man die Selbstkosten pro Stück. Dazu muss der Betrieb aber ein
Einproduktunternehmen sein und keine Lagerbestandsveränderungen haben.
Formel: SK/Stück = GK : Menge

Die zweistufige Divisionskalkulation unterschiedet zwischen Produktions- und Absatzmenge.


Die HK, Vw- und Vt-Kosten werden getrennt ermittelt und nachher addiert, was dann die
Selbstkosten ergibt.
Formel: SK/Stück = HK : prod.Menge + VwVt : abges.Menge (=HK/Stück + VwVt/Stück)

Bei der mehrstufigen Divisionskalkulation werden auch die Lagerbestandsveränderungen


zugelassen.
Formel: SK/Stück = MK/Stück + FK der Kostenstelle j : die in der Kostenstelle bearb.
Menge + VwVt : abges.Menge

Dann gibt es noch die Äquivalenzkalkulation. Die ist auch für Mehrproduktunternehmen
geeignet, solange es verwandte Produkte sind. Die Äquivalenzziffer zeigt, in welchem
Verhältnis die Kosten des Produktes im Verhältnis zu den Kosten des Einheitsproduktes
stehen. Die Ziffer wird einmalig empirisch ermittelt.

Bei der Zuschlagskalkulation wird zwischen Einzel- und Gemeinkosten unterschieden. Den
EK werden Leistungen direkt zugerechnet und den GK werden sie durch Zuschlagssätze
zugerechnet. Diese Kalk. wird gemacht, wenn das Unternehmen nicht die Voraussetzungen
für eine Divisionskalk. hat.
Die summarische Zuschlagskalkulation bedeutet, dass alle GK als ein Zuschlag verrechnet
werden. Grundlage des Zuschlags sind Material-EK, Lohn-EK oder EKges.

Kuppelproduktion = Haupt- und Nebenprodukt werden bei Produktion gewonnen, zB Strom


und Wärme im Heizkraftwerk
Die Verteilungsmethode wird angewandt, wenn man Kuppelprodukte nicht in Haupt- oder
Nebenprodukt unterscheiden kann. Hier gibt es mehrere Äquivalenzziffern, die das
Verhältnis der Produkte wiedergeben. Die Ziffer sind hier Maß für die Kostenträgerfähigkeit
und können der Marktpreis oder technische Größen sein.

Die Restwertmethode wird genommen wenn man Kuppelprodukte in Haupt- und


Nebenprodukte unterscheiden kann. Die Nebenprodukte erwirtschaften hier einen Gewinn
von 0. Der Erlös (nicht Gewinn) der Nebenkosten wird von den GK des Kuppelprozesses
abgezogen. Dann werden die daraus entstandenen Restkosten durch die Menge des
Hauptproduktes geteilt.