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Züri Can – Cannabis

mit Verantwortung
Fragen zum Gesundheitsschutz

Anforderungen an Social Clubs


Die Pilotversuche zu Cannabis unterstehen hohen Anforderungen an den
Gesundheitsschutz. Dies ergibt sich aus der Verordnung über Pilotversuche
nach dem Betäubungsmittelgesetz (BetmPV) und wird im Dokument
«Gesundheitsschutz, Jugendschutz und Prävention. Orientierungsrahmen
für die Pilotver­suche mit Cannabis» (Infodrog, 2021) konkretisiert.

Auch Social Clubs, in welchen Cannabis bezogen werden kann, werden im


Verbund mit städtischen und universitären Stellen ihren Beitrag zu Jugend-
schutz, Prävention, Früherkennung und Schadensminderung leisten. Deshalb
müssen mit der Einreichung eines Bewilligungsgesuchs zur Teilnahme an der
Studie die unten folgenden Fragen in einem separaten Dokument beantwortet
werden.

1. Bitte beschreiben Sie in Stichworten Ihre Vorkenntnisse bezüglich Cannabisprodukten,


Cannabiskonsumformen und Cannabiskonsumenten.
2. Sie und/oder Ihre Mitarbeitenden werden die Voraussetzungen für die Studienteilnahme
überprüfen müssen. Wie weit werden Sie dazu die notwendigen Massnahmen (z. B. Informa-
tion der Interessent­Innen, Urintest, Kontrolle des Studienausweises etc.) selber vornehmen
können oder wollen?
3. Sie werden die gesetzlichen Bezugslimiten (10g THC pro Monat pro Person) sicherstellen
müssen. Bitte beschreiben Sie stichwortartig, wie Sie dies konkret umsetzen werden.
4. Welche und wie viele Personen in Ihrem Social Club sollen berechtigt sein, Cannabis
abzugeben?
5. Welche Inhalte würden Sie sich an kostenlosen Informations- und Weiterbildungsveranstal-
tungen für Cannabis verkaufende Personen wünschen?
6. Wie hoch schätzen Sie den durchschnittlichen Zeitbedarf für ein Verkaufs- und Beratungs­
gespräch beim ersten Cannabis-Bezug bzw. bei einem nachfolgenden Kauf ein?
7. Mit welchen Vorteilen des Studiencannabis gegenüber Schwarzmarkt-Cannabis können
Sie Studienteilnehmende zu einem Verzicht auf Schwarzmarktprodukte motivieren?
8. Mit welchen Argumenten können Sie Konsumierende zum Kauf von Cannabis-Produkten
mit tieferen THC-/höheren CBD-Werten motivieren?
9. Was können Sie zu schadensminderndem Konsum von Cannabis beitragen?
Bitte geben Sie stichwortartig einige konkrete Massnahmen an.
10. Welche Informationen/Unterlagen/Utensilien würden Sie Studienteilnehmenden neben
Cannabisprodukten zur Prävention und Schadensminderung zur Verfügung stellen?
11. Gibt es Cannabiskonsumformen, die Sie für gesundheitsbedenklich halten?
12. Vor welchen Formen von situationsunangepasstem Konsum würden Sie Studienteilnehmen-
de warnen?
13. Wie können Sie riskanten bzw. selbst- oder fremdschädigenden Konsum bei Ihren Studien-
teilnehmenden erkennen?
14. Welchen Beitrag zur Verhinderung von Mischkonsum (Alkohol, Tabak, Drogen, nichtver-
schriebene Medikamente) können Sie leisten?
15. Welche Möglichkeiten sehen Sie, riskant Konsumierende auf ihr Risiko anzusprechen?
16. Wie können Sie bei Bedarf auf niederschwellige Beratungsangebote aufmerksam machen?
Welche Angebote würden Sie empfehlen?
17. Wie würden Sie sich in Stichworten die konkrete Zusammenarbeit mit Präventions-,
Beratungs- und Behandlungsstellen in der Stadt Zürich vorstellen/wünschen?
18. Denken Sie, es wird Situationen geben, wo es aus Ihrer Sicht sinnvoll wäre, dass im Projekt
ein Studienarzt/eine Studienärztin unentgeltlich beigezogen werden kann? Bei welchen
Fragestellungen und auf welche Weise würden Sie dies veranlassen wollen?
19. Unter welchen Voraussetzungen würden Sie Studienteilnehmenden die Abgabe von Canna-
bis verweigern?

www.stadt-zuerich.ch/cannabisprojekt

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