Sie sind auf Seite 1von 3

Vorschlag Lösung SK-Arbeit

Überwachungs-Apps in der Corona-Krise

Heutzutage gibt es für alles eine App, kann man damit auch die Corona-Krise bewältigen?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der vorliegende Text „Überwachungs-Apps in der Corona-
Krise?“, erschienen auf der Webseite www.tagesschau.de vom 01.04.2020.
Der Text diskutiert, inwiefern kabellose Datenübertragungen wie z.B. mit Bluetooth unter
Berücksichtigung des Datenschutzes in der Pandemie eingesetzt werden können.

In diesem Zusammenhang arbeiten weit mehr als hundert europäische Experten aus
unterschiedlichen Fachbereichen an einer Technologie, die Pandemiebekämpfung und
Datenschutz in Einklang bringen soll.

Dabei unterscheidet sich aber das europäische Vorgehen beim Entwickeln von Corona-Apps von
einigen asiatischen Ländern, wie zum Beispiel China, um eine unkontrollierte Überwachung der
Menschen zu verhindern und Datenschutz zu gewährleisten.

Indem man diese speziell auf Corona abgestimmten Apps einsetzt, kann man Infektionsketten
besser identifizieren. Gleichzeitig bleibt die Nutzung der Angebote aber freiwillig.

Schließlich hält auch die deutsche Justizministerin den Einsatz von Apps zur Corona-
Eindämmung für eine gute Idee, wobei sie die freie Wahl der Nutzung betont und auf einer
begrenzten Speicherdauer der Daten besteht.

Ergänzend zum Text liegt eine Grafik mit dem Titel „Handys als ständige Begleiter“ vor. Die Daten
stammen aus einer Umfrage unter 904 Handybesitzern, die von der BITKOM/Arts
Umfrageforschung 2013 durchgeführt wurde.
Gefragt wurde, ob die Aussage „Ich verlasse mein Zuhause nur mit meinem Handy“ auf die
Befragten zutrifft. Die Umfrageergebnisse werden in Prozent angegeben und in einem
Kreisdiagramm, beziehungsweise einem Balkendiagramm dargestellt.
Das Kreisdiagramm zeigt, dass drei Viertel der Befragten nie ohne Handy aus dem Haus gehen.
Das Balkendiagramm schlüsselt die bejahenden Antworten auf diese Frage nach Altersgruppen
auf.
Auf den ersten Blick fällt auf, dass die unter 50-Jährigen am wenigsten auf das Handy verzichten
können, während es für knapp über die Hälfte der über 65-Jährigen kein notwendiger Begleiter
ist. Während bei den Jugendlichen eine gewisse Abhängigkeit von sozialen Netzwerken eine
Rolle spielt, ist für die Berufstätigen vielleicht eher die ständige Erreichbarkeit wichtig. Die über
65-Jährigen dagegen haben nicht mehr unbedingt das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen.
Insgesamt aber zeigt die Befragung, dass weit über die Hälfte aller Befragten das Handy stets
bei sich haben und daher der Einsatz Handy-basierter Corona-Apps zur Eindämmung der
Pandemie funktionieren kann.

A. Lineare Erörterung
Im Folgenden möchte ich die Frage nach Gefahren und Nutzen von Apps zur Überwachung der
Menschen während der Corona-Krise erörtern (möchte ich zu... Stellung nehmen).
Ich persönlich bin von dem Nutzen der Warn-Apps überzeugt. In Deutschland gibt es eine
Corona-Warn-App, mit deren Hilfe Nutzer gewarnt und informiert werden, ob sie Kontakt zu
Corona-Infizierten hatten. Sollte das der Fall sein, wird man in der App mit einer roten Markierung
gewarnt. Dann sollte man sich unbedingt auf Corona testen lassen. Es gibt auch eine Covid-
Pass-App, die diejenigen nutzen können, die geimpft oder genesen sind. Mit dem
abgespeicherten Impfzertifikat kann man z.B. ins Kino, ins Restaurant gehen oder in den Urlaub
fahren. Am Flughafen zeigt man am Schalter sein Impfzertifikat vor und kann ungehindert reisen
bzw. fliegen.
Man kann diese Apps nutzen, um sich und seine Familie zu schützen, denn durch die Warnung
kann man das Risiko mindern, dass gesundheitlich geschwächte Personen oder ältere
Familienmitglieder möglicherweise mit dem Corona-Virus infiziert werden.
Es gibt natürlich auch Risiken bei der Nutzung von Apps, denn die Corona-Warn-App z.B. wurde
in der sich verschärfenden Pandemiesituation sehr schnell auf den Markt gebracht und nach
kurzer Zeit der Anwendung stellte man Sicherheitslücken fest. Zum Teil sind private Daten durch
Hackerangriffe in die Öffentlichkeit geraten und damit wurde der Datenschutz verletzt.
Nicht destotrotz ist der Nutzen für die Gesellschaft nicht hoch genug zu schätzen. Eine Pandemie
betrifft nämlich nicht nur einzelne Personen oder eine Nation, sondern die Krankheit breitet sich
auf der ganzen Welt aus. Inzwischen sind mehrere Millionen Menschen an Corona und den
Folgen verstorben.
Auch in unserem Land gibt es nach wie vor eine hohe Zahl an Erkrankungen. Ich bin der Meinung,
dass die rumänische Warn-App RO-Alert vielen Menschen geholfen hat, das persönliche Risiko
besser einzuschätzen und damit sich selbst und die Familien vor einer Erkrankung zu bewahren.
Abschließend kann man sagen, dass der Nutzen von Corona-Warn-Apps größer ist als die
erwähnten Gefahren.

B. Dialektische Erörterung

Wie man der Grafik entnehmen kann, haben die meisten Menschen ihr Handy immer bei sich,
also sollte man sich fragen, ob der Einsatz von Apps zur Überwachung der Menschen während
der Corona-Krise mehr Nutzen oder mehr Gefahren mit sich bringt.
Ein wesentliches Argument für den Einsatz einer solchen App wäre, dass die Rettung von
Menschenleben immer Vorrang haben sollte. Denn der Schutz der persönlichen Daten nutzt
einem nichts, wenn man tödlich erkrankt.
Wenn man z.B. auf der Intensivstation eines Krankenhauses um sein Leben kämpft, macht man
sich keine Gedanken darüber, wie es um die persönlichen Daten steht.

Auf der anderen Seite sollte man in Betracht ziehen, dass Regierungen die Angst der Menschen
vor Corona ausnutzen könnten, um mittels solcher Apps an die persönlichen Daten der Menschen
zu kommen. Diese Angst ist berechtigt, weil Menschen von ihren Regierungen unter Nutzung
dieser persönlichen Informationen stärker kontrolliert werden können. In China z. B. nutzt die
autoritäre Führung solche Apps, um die Bürger noch stärker zu kontrollieren. Der Staat ganz legal
eine Menge an Daten sammeln und diese auch auswerten,der chinesische Bürger wird quasi
durchleuchtet.

Ein weiteres Argument für die Nutzung einer Corona-Tracking-App ist das gemeinsame Ziel, die
Pandemie einzudämmen. Denn, wie auch die Grafik zeigt, besitzt und benutzt weit mehr als die
Hälfte der Menschen ein Handy, das man nur noch mit der entsprechenden App ausstatten
müsste. Wenn man das Haus verlässt oder dahin zurückkehrt, erfährt man umgehend, ob man in
Gefahr ist.

Andererseits haben wir erfahren, dass vor allem ältere und immun-geschwächte Menschen durch
das Corona-Virus gefährdet sind, sie aber weniger das Handy nutzen und somit nicht immer durch
diese App geschützt werden können.

Ich bin der Meinung, dass es unverantwortlich wäre, die Möglichkeiten einer solchen App nicht
zu nutzen. Jedoch müssen in einer demokratischen Gesellschaft die persönlichen Daten
angemessen geschützt werden, um Missbrauch zu verhindern. Außerdem muss in einer
alternden Gesellschaft, wie der deutschen, darauf geachtet werden, dass die gesundheitlich
besonders gefährdeten Menschen ausreichend durch ergänzende Maßnahmen zu Apps
berücksichtigt werden. Eine App kann zur Bekämpfung der Corona-Pandemie helfen, reicht aber
als alleiniges Mittel nicht aus.

Das könnte Ihnen auch gefallen